Fashion Sale Hier klicken Sport & Outdoor reduziertemalbuecher Cloud Drive Photos Erste Wahl Learn More saison Hier klicken Fire Shop Kindle PrimeMusic Summer Sale 16
Profil für M. Lehmann-Pape > Rezensionen

Persönliches Profil

Beiträge von M. Lehmann-Pape
Hilfreiche Bewertungen: 18445

Richtlinien: Erfahren Sie mehr über die Regeln für "Meine Seite@Amazon.de".

Rezensionen verfasst von
M. Lehmann-Pape
(REAL NAME)   

Anzeigen:  
Seite: 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11-20
pixel
Die Schwester: Roman
Die Schwester: Roman
von Joy Fielding
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,99

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Undurchschaubare Beziehungsgeflechte, 25. Juli 2016
Rezension bezieht sich auf: Die Schwester: Roman (Gebundene Ausgabe)
Hochzeitstag. Ferien in Mexiko. Der Höhepunkt das Abendessen mit Freunden (zumindest dachte Caroline das damals von den meisten der Anwesenden). Der Festtisch mit Blick auf den Balkon der Suite. Traute Nähe zu ihrem attraktiven Mann. Da ist es doch nicht ganz so schlimm, wenn der Babysitter kurzfristig nicht kommt. Alle halbe Stunde nach den Kindern sehen und sich am Leben freuen, das wird gehen.

Tut es nicht.

Denn zwischen halb Zehn Uhr abeneds und kurz nach zehn Uhr verschwindet die zweijährige Samantha aus ihrem Kinderbett.

15 Jahre später trägt Caroline immer noch schwer an diesem Geschehen, dass nie aufgeklärt werden konnte. Inzwischen geschieden, ihr Mann mit neuer Familie und neuen Kindern, sie selbst im „Dauerkampf“ nicht nur mit ihrer pubertierenden Tochter Michelle (ein in diesem Buch hervorragend und bis ins Letzte passend dargestelltes Ringen zwischen Liebe und Reibung, zwischen beidseitigem Trauma und Nähe und Distanz).

Und das sind bei weitem nicht die einzigen Kämpfe, die das Leben der Mutter bestimmen. Damals in all den Aufregungen und Pressekonferenzen hat sei Fehler gemacht. Trägt bis in die Gegenwart hinein an ihrem schlechten Image in der Öffentlichkeit. Was gerade wieder aktuell wird, denn der 15. Jahrestag nähert sich und mit ihm auch die Reporter vor der Haustür und die breite Darstellung in den Medien.

Zur Ruhe kommt Caroline nicht, ist sie seitdem nicht wieder gekommen. Da erhält sie einen Anruf. Von einem jungen, 17jährigen Mädchen. Ein Anruf, der ihr gesamtes Leben auf den Kopf stellen wird.

Denn während sie in der Gegenwart hofft und bangt, ob diese Stimme am Telefon tatsächlich ihrer damals verschwundenen Tochter gehören könnte, führt Fielding den Leser in Rückblicken zurück zum damaligen Geschehen und dem, was in den Jahren danach geschah.

Ein Gang zurück, den in der Gegenwart auch Caroline antreten wird. Mit sehr überraschenden Ergebnissen bis hin zu einer kongenialen und in Länge und Tiefe genau richtig geschilderten Auflösung dessen, was wirklich geschehen ist.

Wobei das eigentlich spannende und den Leser mitreißende dieses Romans die vielfach auf den Punkt geschilderten Beziehungen sind. Deren Tiefenschärfe Fielding nicht nur im Blick auf das Mit- und Gegeneinander von Caroline und ihrer „übriggebliebenen“ Tochter wunderbar ins Licht rückt, sondern auch die Person der Mutter Carolines und deren „inneres System“ ebenso tragend im Roman ausführt, wie das zu ihrem geschiedenen Ehemann, zum Bruder, zur ehemaligen Schwägerin in deren letzten Stunden. Beziehungen, die ebenso in der geschilderten Dynamik überzeugen, wie in den sorgfältig gezeichneten, differenzierten Figuren.

Ein Gemisch, das in diesem Roman den Leser von Anfang an durch die klare Sprache und das hohe Tempo gefangen nimmt und bis zum Ende nicht mehr auslässt.


Zeit zum Sterben: Thriller
Zeit zum Sterben: Thriller
von Mark Billingham
  Broschiert
Preis: EUR 12,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Landpartie, 25. Juli 2016
Rezension bezieht sich auf: Zeit zum Sterben: Thriller (Broschiert)
So richtig gefestigt ist sie noch nicht, die Beziehung, die Liebe zwischen den beiden Polizeibeamten Tom Thorne und Helen. Aber Tom ist bereit, sich zu investieren. Und das ist gut so, erst mal. Soweit zu investieren, dass er seine Abneigung gegen „das Land“ überwindet für einen Kurzurlaub mit Helen.

Wobei Shoppen, Wandern und Stöbern in Antiquitätengeschäften ihm nicht vorkommen soll. Was Helen weiß. Und deshalb die Wanderschuhe nur heimlich einpackt.

Doch all die Versuche der Entspannung und vielleicht sogar der „Bekehrung“ Toms zum ländlichen Vergnügen werden jäh unterbrochen.

Im Heimatort Helens sind zwei Mädchen verschwunden. Nicht lange danach wird ein Mann festgenommen unter dringendem Tatverdacht. Der Mann einer alten Freundin von Helen aus Schulzeiten. Umgehend schlägt die Stimmung um, fast manisch drängt Helen zum Aufbruch, der alten Freundin beistehen.

So reisen Tom und Helen in den kleinen Ort.

Allerdings, warum ist Linda, die „alte Freundin“ eher überrascht von dieser damaligen Freundschaft und Helens auftauchen? Warum ist die Laune von Helen so schwankend und warum hat Tom das Gefühl, an Helen gar nicht mehr wirklich heranzukommen?

Zeit hat er zumindest jetzt genug. Und, auch das wird sich wieder einmal zeigen, ruhig am Rande stehen und wichtigen Ermittlungen zusehen, das kann er nicht. Zu sehr ist ihm das „Ermittler-Gen“ eigen.

Im Pub beginnt es. Die ersten Gespräche mit dem Betreiber, einem ehemaligen Polizisten. Bei seinem Kollegen, dem Leiter der Ermittlungen (und, wirklich zu häufig erwähnt, begeistertem E-Zigarettenraucher) endet es noch lange nicht.

Denn zumindest eins der Mädchen könnte noch am Leben sein. Irgendwo. Aber wie lange noch? Und warum sieht niemand sonst die Ungereimtheiten in der Beweislage? Schicht für Schicht deckt Tom auf, was geschehen sein könnte. Freut sich über das Kommen seines exotischen Freundes und Pathologen aus London und dringt tief in die Verstrickungen auch der Vergangenheit des kleinen Ortes ein.

Flüssig und in einfachen Sätzen, das heißt auch durchaus mit Tempo, lässt Billingham Tom Thoren sozusagen „von der Leine“ (was andere, vierbeinige Protagonisten im Buch verwehrt bleibt, was eine wichtige Spur ergeben könnte).

Das zwei Polizisten im Urlaub ohne Ermittlungsauftrag und ohne Zugehörigkeit zur örtlichen Polizei so einfach in die „Mitte des Geschehens“ dann gelangen, Zugang erhalten, Tom gar Akteneinsicht erhält, das wirkt allerdings außerordentlich unrealistisch, dient aber der Aufklärung des Falles, die für eine ziemliche Überraschung sorgen wird. Auch, was die plötzliche Launenhaftigkeit von Helen angeht. Denn hinter dem aktuellen Verschwinden der beiden jungen Mädchen lassen sich auch alte, nie vergessene Geschichten finden, die das Ganze sehr persönlich werden lassen.

Alles in allem ein zwar einfach verfasster und in den Personen hier und da sprunghafter Thriller (was einen lyrischen Koch angeht, zum Beispiel), aber eine stringente Unterhaltung in einem in sich logischen Fall bereitet durchaus anregendes Lesevergnügen.


Lady Midnight: Die Dunklen Mächte 1
Lady Midnight: Die Dunklen Mächte 1
von Cassandra Clare
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Episch, 25. Juli 2016
Besonderen Wert scheint Cassandra Clare zunächst darauf zu leben, dass sich absolut einprägt, wer da wie ist, was mit wem zu tun hat und wohin die Reise gehen könnte.

So ist nach wenigen Seiten klar, dass die Parabatoi Emma Carstairs und Julian Blackthourne zwar von Gesetz her nur platonisch einander im Leben und im Kampf zur Seite zu stehen haben (Sex zwischen Parabatoi wird gerade noch toleriert, Liebe ist gegen das Gesetzt du wird hart sanktioniert. Warum es nun ein so lebensfremdes Gesetz überhaupt gibt, findet inhaltliche keine Begründung).

Diese „Hingezogenheit“ verfolgt Clare dann hunderte von Seiten immer wieder unnd gibt immer wieder ein Bild des waidwunden Julian vor Augen, doch ebenso wie Besuche von wichtigen Menschen (zumindest auch aus vorhergehenden Werken) wirken zu oft „einfach so“ in den Fluss der Geschichte eingebaut und verschwinden auch meist schnell wieder unter irgendeinem Vorwand.

Wobei die Idee, den Kern der „neuen“ in Form eines Tarotspiels mit einzelnen Stichworten zu charakterisieren genial ist und den Leser zumindest bei diesen Hauptfiguren auch ein Bild der Persönlichkeit vermittelt

Im Gesamtwerk der Autorin ist ein erheblicher Figurenreichtum zu erkennen, der auch in diesem Buch sich wiederum und noch erweitert. Kern der Geographie ist Los Angeles, hier kommt 2Das Institut“, der Ort der Schattenkämpfer, unter Druck.

Leichen pflastern die Straße, 12 bisher an der Zahl. Und es dauert nicht lange, als klar wird, dass hier ein besonderes Ritual vorbereitet wird. Da Julian und Emma sich aus bestimmten Gründen bedeckt halten müssen und ihnen die Ermittlungen auch gar nicht obliegen, müssen sie ihre Neugier und ihren Wissensdrang heimlich führen. Denn auf allen Leichen finden sich jene Runen, die Emma auch auf den Leichen ihrer Eltern entdeckt hat.

Und bald wird immer deutlicher, dass beiden einigen Gruppen auf die Füße treten, die solche Ermittlungen gar nicht wollen. Was für mache gefahrvolle Situation und Verwundung führt (leider sind diese spannenden und bildlich gut gestalteten Situationen rar gesät).

Dennoch ergibt sich ein klarer und stringenter Lesefluss, lässt man die vielen nachdrücklichen Wiederholungen von Kernthemen des Werkes einmal zur Seite.

Clare schreibt einen sehr schönen, differenzierten Stil, in dem sie das magische, alte, bedrohliche der Magie ebenso auf den Punkt zu beachreiben versteht, wie die lockere Art der modernen Teenager, die nun als Team gegen die Gefahr antreten. Der „perfekte Diego“ passt da ebenso ins Bild, wie die draufgängerische Emma, der besonnen Julian oder der ganz besondere Bruder Ty mit seinen vielen Eigenarten, vom „verlorenen Sohne“ gar nicht erst anzufangen.

Und zum Ende hin wird es knackig spannend, obwohl sicherlich Fortsetzungen der Geschichte schon im Text winken.

Eine interessante und gut zu lesende Fantasy-Geschichte mit einem Übergewicht auf Seiten der Romantik und manchen Längen durch zu häufige Wiederholungen.


Lösungsfokussierte Therapie mit Kindern und Jugendlichen: Mit E-Book inside
Lösungsfokussierte Therapie mit Kindern und Jugendlichen: Mit E-Book inside
von Manfred Vogt
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 36,95

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Praxisgerechte Übertagung des Ansatzes auf die Zielgruppe, 6. Juli 2016
Seit 1985 bereits arbeitet und forscht Manfred Vogt im Rahmen des Ansatzes der „Kurzzeittherapie“ speziell in Methoden und Umsetzungen des Modells für die therapeutische Arbeit mit Kindern und Jugendlichen (die sich bis dahin ausschließlich an Erwachsene oder an Kinder in und mit ihren Familien gerichtet hatte).

„Im Lauf der Jahre entwickelte sich daraus eine kreative lösungsfokussierte Therapiepraxis mit Kindern und Jugendlichen“, die Vogt nun gesammelt in diesem Werk gründlich und, vor allem, äußerst praxisnah dem Leser vorstellt. Wobei die vielfachen und langjährigen Erfahrungen Vogts nicht nur im fundierten Inhalt, sondern auch in der sprachlichen Form bereits bemerkbar sind. Ruhig, sachlich und sehr direkt und verständlich hebt der Stil des Buches nie ab in abstrakte, wissenschaftliche Betrachtungen, sondern verbleibt immer eng am am praktischen therapeutischen Geschehen, was sich insgesamt als überaus hilfreich zum Verständnis für den Leser herausstellt.

So vollzieht das Werk genau das, was Vogt im Vorwort als Ziel vorgibt. Das „Betreten“ therapeutischer und lösungsfokussierter Denk und Handlungsräume, in denen (prägnant und knapp, aber nicht zu kurz) zunächst die theoretischen und konzeptionellen Setzungen vorgestellt werden, bevor vielfache „Erfahrungsräume und kreative Gestaltungsräume“ nahe griffig und mit vielfachen praktischen Beispielen versehen nahegebracht werden.

Dem entspricht im Übrigen auch die Gliederung des Buches, die weniger als nüchterne sachliche Struktur gestaltet wird, sondern in thematische Bereiche wie die „Flügel eines Hauses“ aufgeteilt werden.

Die „therapeutische Praxis als Improvisationskunst“, die direkt zu Anfang als einer dieser „Flügel“ dargelegt wird, bietet deshalb zugleich die innere Begründung für diese eher außergewöhnliche Form der Gliederung und setzt ebenso die Grundlagen Vogts und des Ansatzes. Improvisation verlangt nach bestimmten Kompetenzen beim Therapeuten, benötigt eine große Sicherheit in den Grundlagen der Methode und lenkt die Richtung der Exploration in sehr freiheitliche Bahnen mit ebenso kreativen und freien Elementen.

Schon hier wird auch deutlich, dass Vogt nicht nur von der eigenen Tätigkeit im wahrsten Sinne des Wortes „begeistert“ ist, sondern es ebenso versteht, diese Begeisterung dem Leser sehr motivierend mitzuteilen und sehr konkrete Handlungsmöglichkeiten zudem aufzuzeigen, die erweckte Begeisterung umgehend in die eigene Praxis einfließen zu lassen.

Freiheitliche und kreative Bahnen, die in „Quellen und Prämissen“ ihren festen Grund finden, die einen „konzeptionellen Arbeitsraum“ mit einem klaren Rahmen definieren, in denen „entwicklungspsychologische Aspekte“ einer lösungsfokussierten Therapie mit Kindern und Jugendlichen profiliert werden. Die ganz praktischen Elemente des Spiels, der Interviewtechnik und der ressourcenorientierten Diagnostik, sowie vielfache Möglichkeiten kreativer Interventionen (auch in Form therapeutischer Aufgaben und Experimente) bilden im Anschluss die verschiedenen „Flügel des Hauses“ ab, in denen der Leser sich leicht zurechtfindet und nicht verirrt.

In der abschließenden Darlegung von Studien wird die Effektivität des Ansatzes evaluiert und unterfüttert.

Sowohl in der Form wie auch im Inhalt ein sehr anregendes Werk, das einerseits den lösungsfokussierten Ansatz der Kurzzeittherapie ganz hervorragend für die Zielgruppe von Kindern und Jugendlichen umsetzt, das andererseits dem Leser vielfache praktische Methoden, Möglichkeiten und Interventionen an die Hand gibt, die umgehend in die eigene Praxis einfließen können und das zu guter Letzt hochgradig empathisch und motivierend sein Anliegen an den Leser vermittelt.

Eine überaus empfehlenswerte Lektüre für alle, die im Bereich tätig sind oder sich für den Lösungsfokussierten Ansatz interessieren und die ihr Augenmerk, wie Vogt, auf die Gestaltung von therapeutischen Beziehungen als die Grundlage jeder therapeutisch erfolgreichen Arbeit legen.


Konflikte souverän managen: Konzepte, Maßnahmen, Voraussetzungen
Konflikte souverän managen: Konzepte, Maßnahmen, Voraussetzungen
von Regina Mahlmann
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 34,95

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Konstruktiv geben und nehmen, 6. Juli 2016
„Noch ist es nötig, dass Menschen Fertigkeiten beherrschen, Konflikte in einem konstruktiven Geist zu behandeln“.

Und davon gibt es reichlich, wie jeder aus eigener Erfahrung weiß. Mitsamt der Haltung, dass es nur richtig oder falsch geben kann und man selber, natürlich, der oder die ist, der oder die recht hat, richtig ist. Wobei automatisch klar ist, dass der andere es falsch macht, falsch ist und daher „das Problem“ hat oder aufgrund seines Verhaltens auslöst und das Problem damit ist.

Dennoch ist ebenso klar und gilt: Es gibt in der Regel nicht unbedingt „richtig oder falsch“ in der inneren Befindlichkeit, es gibt vor allem verschiedene subjektive Bewertungen und verschiedene subjektive Herangehensweise an konkrete Situationen, die damit in Reibung zu einander geraten können.

Und es gilt auch, dass der andere nicht als einfach formbare Person zur Verfügung steht. Wirklichen Zugriff hat man immer nur auf die eigene Person. Hier also ist eine Möglichkeit zumindest vorhanden, in dem man an sich bestimmte Reaktionsweisen und Haltungen ändert, auch die Situation des Konflikts zu verändern.

Wobei Mahlmann zunächst den Begriff verdeutlicht. „Konflikt“ ist kein „Problem“, sondern besteht aus dem „Zusammenprallen, Aneinandergeraten“ mindestens zweier Personen, von denen mindestens einer oder ein der beiden Unvereinbarkeiten ins einem Fühlen, Wollen, Denken und / oder wahrnehmen erlebt.

Wichtig (und damit erstrebenswert) für das bewältigen und lösen solcher Konflikte ist an oberster Stelle die Entfaltung einer eigenen, inneren Haltung von Souveränität, Gelassenheit, Performance und Humor. Sich nicht von alten Streitmustern (die ja schon lange vor dem konkreten Konflikt geprägt und erlernt wurden) immer wieder in gleiche Verhaltensweisen ziehen lassen, sondern am Konflikt immer wieder in Richtung der genannten Haltungen lernen.

Differenziert stellt Mahlmann hierzu die verschiedenen Konfliktgruppen (2 Personen, drei oder eine ganze Gruppe) vor die Augen des Lesers und rekurriert auf „traditionelle Konzepte“ zum Thema das Konflikt von Freud, Adler, Jung und Berne und der Verhaltenstheorie, wie auch humanistische Ansätze (Gordon, Gestalttherapie u.ä.) und systemische Ansätze ihren Platz der Erläuterung.

Gut gerüstet so wendet sich Malhmann im ersten Hauptteil des Buches systematisch der Betrachtung von Konflikten in Personen, in Dyaden und in größeren Gruppen zu, bietet eine verständliche Diagnostik, woran Konflikte je auf diesen Ebenen zu erkennen sind, woher diese kommen, beschreibt die Gründe für Eskalationen (und gruppendynamische Muster bei der Arbeit mit Gruppen) und bietet ebenso eindringlich Modelle, Instrumente, Hinweise zu persönlichen Haltungen (und deren Erwerb), alle sin allem also eine ganze Reihe von gut gangbaren Optionen zum konstruktiven Umgang mit Konflikten.

Darüber hinaus, und das ist anders und ein stückweit gewöhnungsbedürftig, was Ratgeber im Allgemeinen angeht, wendet sich Mahlmann zum Ende des Werkes hin noch „dem großen Ganzen“ zu.

Was nämlich eine zunehmend zu beobachtende (und vielleicht konkret je auch zu verstehende“ „Konfliktscheu für Auswirkungen auf eine sich verändernden Gesellschaft hat.

„Die physische Distanz geht einher mit abnehmender Bereitschaft, sich im persönlichen Gespräch mental und empathisch auf den Konfliktpartner einzustellen“.

„Menschen werden einander trotz mehr an Kommunikation insofern fremder, als die direkte Auseinandersetzung gefürchtet ist und vermieden wird.“

Nicht nur das „Wie“ der Einordnung und Bearbeitung von Konflikten mitsamt der Reflexion der eigenen inneren Haltung bildet somit den fundierten Inhalt dieses Buches, sondern auch in darüber Hinausdenken und eine Art Plädoyer für den „Mut zu Konflikten“ als eine der wichtigsten und wertvollsten Lernorte der eigenen und gemeinsamen Weiterentwicklung hin zu einem besseren Verständnis untereinander und einer eigenen, in Konflikten konstruktiven Haltung.

Im Stil nüchtern und sachlich und daher ein wenig trocken nichtsdestotrotz ein hoch lesenswertes Buch mit einer umfassenden theoretischen und praktischen Bearbeitung von Konliktsituationen.


Das Gesetz des Sterbens: Kriminalroman (DIE INSPEKTOR REBUS-ROMANE, Band 20)
Das Gesetz des Sterbens: Kriminalroman (DIE INSPEKTOR REBUS-ROMANE, Band 20)
von Ian Rankin
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Es geht hochwertig weiter, 6. Juli 2016
„Er sah auf die Uhr. Was sollte er sonst machen?......Sein Leben verwandelte sich in ein Stück auf seiner CD, nur dass die Repeat-Taste am Player klemmte und jeder neue Tag genau dasselbe brachte, wie der vorangegangen“.

Ein, zwei dahingeworfene Sätze und der Leser ist mittendrin. In dem, was sich gerade ereignet, wie sich das anfühlt, wie leerer viele der Leben doch geworden sind im Lauf der Jahre.

Rebus pensioniert, das wartet nichts mehr, oder? Big Gefferty so ziemlich in Rente, auch wenn es hier und da noch mal zuckt. Und das sogar mit einem einigermaßen persönlichen, und friedlichen Umgang mit Rebus.

Siobhan Clarke allerdings ist weiter im Dienst. Und da Rebus es sich zur Gewohnheit gemacht hat, auf seine Siobhan aufzupassen und weit Big Ger eine Kugel haarscharf am Scheitel vorbeischießt und weil ein alter hoher Richter tot aufgefunden wurde mit einem komischen Zettel in der Brieftasche und weil dieser Zettel im gleichen Wortlaut nicht das letzte Mal aufgetaucht ist, kommt es, wie es kommen muss (und gut ist). Nur der Leser, der kommt erst mal nicht weiter und tappt gemeinsam mit den Ermittlern im Dunklen.

Bandenkrieg? Alte Rechnungen? Zufälle? So recht ist nicht zu verstehen, was all die miteinander zu tun haben, die fliegenden 9mm Kugeln scheinbar direkt im Weg stehen.

Ranking lässt sein lange gereiftes Personal wieder einmal von der Leine. Mit dem ein oder anderen „neuen“ Protagonisten, der oder die das Ganze belebt, mit einem Rebus in trocken-ironischer Hochform und einem verzwickten Fall, der in bekannter Manier Teil für Teil gelöst und eher durch die Intuition des Rebus (wie so oft und immer), als durch sachliche Zusammentragung von Puzzleteilen gelöst werden wird.

Wie in jener Szene, in der dringend im Pub Bericht erstattet werden will (Rebus ist nur „Berater“, Büros stehen nicht zur Verfügung) und Rebus mit einem aufmunternden „Dann scheiß mal los“ seine Zigaretten nimmt und vor die Tür verschwindet.

Intensiv, melancholisch, mit gewachsenem Zynismus der Welt und ihren Verstrickungen gegenüber, geprägt von gesundem Misstrauen beim Hören von „wirklich wahren“ Versprechungen kommt der Leser, wie immer bei Rankin, voll auf seine Kosten und wird sowohl von der realistischen Zeichnung der Figuren wie von Rebus und dem Fall selbst bis zur letzten Seite im Geschehen gehalten.

Wer also Sorge hatte, dass mit dem Ruhestand von John Rebus auch seine Ermittlungen beendet sein könnte, wird hier eines besseren belehrt.


Hochwertige 7-Zonen Taschenfederkernmatratze - Testsieger (05/2016) bei Vergleich.org - 25 cm Premiumhöhe - 100x200 cm, H2 Matratze
Hochwertige 7-Zonen Taschenfederkernmatratze - Testsieger (05/2016) bei Vergleich.org - 25 cm Premiumhöhe - 100x200 cm, H2 Matratze
Wird angeboten von AM Quality
Preis: EUR 239,00

7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr bequem, passt sich gut an, angenehmes Schlafklima, 4. Juli 2016
Nachdem ich festgestellt habe, dass mir auf Dauer das Schlafklima auf einer Latex Matratze doch „zu warm“ wurde, habe ich diese an einen Sohn weitergeben und mich wieder mit dem (bis dato auch in den letzten Jahren gewohnten) Federkern gebettet.

Diese Matratze ist ebenfalls kein Leichtgewicht. Schon beim Transport bietet die Haptik eine Mischung aus solide schwer, dabei aber an den entscheidenden Stellen doch auch biegsam. Der Härtegrad ist mit 2 angegeben und soll für Personen bis 80 Kilogramm geeignet sein.

Da mir (ich wiege etwas mehr als die angegebene Kilozahl) meine vorhergehende Taschenfederkern Matratze mit Härtegrad III auf Dauer tatsächlich zu hart und ungemütlich war, habe ich nun auf einen verminderten Härtegrad geachtet.

Der Unterschied ist deutlich spürbar beim darauf Setzen, diese Matratze sinkt spürbar ein.

Beim Liegen aber verteilt sich das Gewicht wunderbar und, für den Anfang, kann ich nur sagen, dass ich selten auf einer bequemeren Matratze gelegen habe. Weder beim Einschlafen noch beim Durchschlafen stört irgendetwas.

Nun sind es ja erst einige Tage Schlafvergnügen, falls sich an den bisher hervorragenden Liegeeindrücken etwas ändern sollte (oder diese sich auch auf Dauer bestätigen), werde ich die Rezension dementsprechend erweitern.

Ich zumindest kann bisher nur feststellen, dass es sich deutlich bequemer auf dieser Matratze liegt als auf den beiden bisher von mir in letzter Zeit benutzen (Harte Taschenfederkern und mittelharte Latex-Matratze). Gerade die Abfuhr von Feuchtigkeit und Wärme zeigt sich als Stärke dieser Matratze, zumindest das von mir als unangenehm empfundene „warme Klima“ bei anderen Materialien ist nun kein Thema mehr. Die Anpassung in Form von leichtem Einsinken an den entsprechenden Punkten des Körpers und der Zonen der Matratze funktioniert hervorragend.

Was den Liegekomfort, die mittlere Dicke der Matratze und die reine Bequemlichkeit angeht, findet sich in dieser (auch im Preis-Leistungsverhältnis gut abschneidender) Matratze eine gute Schlafunterlage, an der ich in diesen ersten Tagen noch keine negativen Eigenschaften feststellen konnte.


Im Schatten der Königin: Ein Tudor-Roman
Im Schatten der Königin: Ein Tudor-Roman
von Elizabeth Fremantle
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Historisch interessant, aber mit Längen, 4. Juli 2016
Wie schon beim ersten Roman der Autorin lässt sich bereits nach Anfang der Lektüre feststellen, dass Fremmantle ihre „historischen Hausaufbane“ gemacht hat. Fundiert recherchiert erlebt der Leser eine sehr reale und direkte Vorstellung vom Leben am englischen Hof in den Jahren von und nach 1544.

Jene Zeit, in der jeder für sich schaute, wohin er seine Fahne hängen müsste, um „nach oben“ zu kommen. Religiöse Zerrissenheit, Machtsicherung um jeden Preis (wie in der Person der Königin Mary I. im Buch vollzogen, die zunächst eine Konkurrentin kühl hinrichten lässt) aber noch lange nicht mit der Königin endend. Denn Übergänge in der Macht sorgen immer für Zwischenräume, für eigene, offene und verdeckte Interessensgruppen, die in einem Gemisch aus Intrige und Gewalt ihre Ziele durchsetzen wollen.

Fremantle bindet diese spannenden Ereignisse an die Geschichte der beiden überlebenden Schwestern der hingerichteten „Macht-Konkurrentin“ und erzähl vor allem aus der Perspektive der Katherine Grey. Die nicht nur bei Mary I. in ständiger Sorge lebt, sondern auch unter Elizabeth I. ihres Wohlbefindens nicht sicher sein kann. Direkte Gefahr von der jeweils mächtigsten Frau des Landes, indirekte Gefahren von Interessensgruppen, die den beiden überlebenden Schwestern auch zum Teil besondere eigene Rollen zuweisen wollen. Eine Gemeingelage, in der eine düstere Stimmung vorherrscht und sich breitmacht, in der das Misstrauen regiert

Das alles in einer sehr bildkräftigen und bildreichen Sprache, den Leser intensiv mit hinein in die Atmosphäre jener Zeit und jener Orte nimmt.

Wobei, fast möchte man sagen, wie könnte es anders sein, ein zweiter Erzählstrang in diese historischen Grabenkämpfe mit eingebracht wird. Natürlich kommt es zu einer „Verliebtheit“ und das im klassischen Sinne für solche Romane natürlich hoch romantisch, „unsterblich“ und alles Trachten und Sinnen Katherines durch „ihr Herz“ in Beschlag genommen wird.

Da Fremantle auch in diesen (durchaus breiten Raum später einnehmenden) Sequenzen ebenso vielfach mit bildorientierter Sprache und sehr genau erläuternd erzählt, die Situationen selbst aber wenig Spannung erzeugen und sich als vorhersehbar darstellen, geraten die persönlichen „Irrrungen und Wirrungen“ doch lang und langatmig. Man freut sich bei der Lektüre daher immer wieder, wenn „wieder was losgeht“ bei Hofe. Denn dort tauchen auf differenzierte Charaktere auf, während Katherine selbst und ihr Geliebter überwiegend doch auch Stereotype bedienen.

So verbleibt ein doch eher klassischer Liebes-Unterhaltungsroman, der durchaus anregend im Stil vorliegt, der aber ob der vorhersehbaren „Liebesereignisse“ zu viele Längen in sich trägt. Dafür aber sorgsam recherchiert wie nebenbei eine Menge über die Tricks, die Intrigen, die internen Kämpfe um die Macht jener Zeit atmosphärisch dicht zu beschreiben versteht.


Schmerz: Innenansichten eines Patienten und was die Wissenschaft dazu sagt
Schmerz: Innenansichten eines Patienten und was die Wissenschaft dazu sagt
von Amrei Wittwer
  Broschiert
Preis: EUR 34,00

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr umfassende, hochinteressante Informationen, 4. Juli 2016
„Schmerzleitende Nerven“ fühlten sich an, wie „Seilzüge, an deren Enden eine Glocke hängt, die sich im Gehirn befindet“.

Schon im 17.Jahrhundert somit hat Descartes eines jener dauerhaften Bilder geschaffen, (biologisch korrekt zudem, was die Nervenbahnen als Transportwege des Schmerzes angeht), das dem Gefühl des Schmerzes einen griffigen Ausdruck verleiht.

Was aber genau ist Schmerz, wie entsteht er, und, vor allem, wie fühl er sich „von innen her“ gesehen an, das ist das Thema dieses Buches und, wie schon der literarische Einstieg der „Nasenhaare“ zeigt, gelingt es den beiden Autoren sehr griffig, sehr klar und sehr „fühlbar“ für den Leser, genau diese Innensicht zu vermitteln. Und um diese herum alle wesentlichen Fakten und wissenschaftlichen Erkenntnisse des Themas strukturiert darzustellen.

Vom Blick auf die „Schmerzleitung“ über Schmerzmittel und die Geschichte der Schmerzbewältigung (hochinteressant zu lesen, wie hier ganzheitlich vielfache Strategien außerhalb pharmakologischer Behandlungen im Raume stehen können). So endet dieser breite Teil im Buch nicht ohne Grund in einer Zusammenfassung (samt wiederum literarischer „Verbildlichung“) des Weges von der magischen Behandlung des Schmerzes bis zum molekularen Verständnis heutiger Tage, in denen das Magische dennoch weiterhin (eher am Rande natürlich) einen gewissen Platz behauptet.

Dass es tatsächlich dann unterschiedliche Schmerzempfindungen bei Mann und Frau gibt, wie überhaupt Schmerz sich „anfühlt“, all das erfährt der Leser in sehr verständlicher Weise der Darstellung und immer wieder durch Forschungsergebnisse unterfüttert. Dass es der weibliche Körper ist, der schmerzempfindlicher reagiert und was die Östrogene dazu beitragen führt umgehend zu einer Neubedenkung einer „Chancengleichheit für die Schmerzpatientin“, die eben nicht mit den gleichen Mitteln und der gleichen Dosis wie ein Mann „schmerzfrei“ gestellt werden kann.

Und das dieses Werk deutlich über eine rein wissenschaftliche Darlegung von Fakten hinausgeht, dass die beiden Autoren den Schmerz umfassend im Blick haben in seiner ganzheitlichen Bedeutung für das ganz praktische Leben, das zeigt dann der letzte Teil des Werkes noch einmal ganz deutlich auf.

Wie Schmerz und Lust zueinander finden können, wie hier ähnliche Emotionszentren miteinander „verweben“, wie „Lust zu Schmerz“ führen kann und „Schmerz zu Lust“ (indem körpereigene Opoioide ausgeschüttet werden), das liest sich kundig, sachlich und auf den Punkt je getroffen und hat nichts gemein mit einer Abstempelung in eine gewisse erotisch sprachlich abgewertete, vermeintliche „perverse“ Ecke. Wobei nicht ohne Grund gerade in diesen abschließenden Betrachtungen vielfache literarische Auflockerungen das Gemeinte und Gesagte sinnbildlich verdeutlichen.

Alles in allem eine einerseits sehr klare und faktische Annäherung an den Schmerz, in der andererseits auch die vielfachen Bedeutungen für die gesamte Person in allen Facetten geschildert wird.

Eine sehr interessante und empfehlenswerte Lektüre.


Portugiesisches Erbe: Ein Lissabon-Krimi
Portugiesisches Erbe: Ein Lissabon-Krimi
von Luis Sellano
  Broschiert
Preis: EUR 14,99

3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Mit viel Ortskunde, aber in weiten Teilen zu stereotyp, 4. Juli 2016
Henrik Falkner landet auf dem Flughafen. Leichtes Gepäck, lange wird es nicht dauern, dass dieser Onkel, der aus der Familie wie ausgestoßen war und den er selbst nicht kannte, ihm etwas vererben möchte.

Und eine gute Abwechslung ist es schon. Henrik ist seit zwei Jahren Witwer, aus dem Polizeidienst auch deswegen ausgeschieden, hat weder ein Ziel vor Augen, noch das nötige Kleingeld angespart für ein sorgenfreies Leben.

Doch was er dann erbt überrascht ihn sehr. Und was damit verbunden ist an merkwürdigen Typen noch mehr. Und diese Klausel, das alles behalten zu müssen, wenn er das Erbe antritt, die irritiert ihn am Meisten.

Doch so viel Zeit, sich mehr Gedanken zu machen, bleibt ihm gar nicht, da ist schon der erste Kaufinteressant mit einer erheblichen Summe im Raum. Und er wird das Gefühl nicht los, verfolgt zu werden. Und macht, eher zufällig, Entdeckungen im Geschäft seines Onkels, die zu einer Schnitzeljagd einladen, in deren Verlauf ein grauenhaftes Verbrechen vor seinen Augen liegt.

Dass die widerborstige Polizistin, die er strategisch geschickt anspricht, umgehend mehr für ihn (und umgekehrt) bedeuten wird, dass aus fast „Nicht-Spuren“ oft wesentliche Teile des Verbrechenspuzzles sich immer weiter klären, dass er, untrainiert und ausgelaugt wie er ist, doch den ein oder anderen (jeden) Kampf besteht, all das nun aber hat man schon vielfältig gelesen und bietet in der einfachen Sprache mit den einfachen Bildern auch sprachlich keine sonderliche Herausforderung.

Ein stückweit entschädigt für diese eher einfache Erzählweise allerdings das interessante Verbrechen und die langsame Aufdeckung des gesamten Umfangs und der Motive für dieses.

Was zudem überaus gelungen ist demgegenüber ist die Integration Lissabons in all diese Abläufe. Mit erkennbare Liebe zur Stadt und zum Detail nimmt Sellano den Leser an die Hand und führt ihn durch die Stadt, an bekannte und weniger bekannte Orte und hier gelingt es auch, kräftige und stimmungsvolle Bilder zu vermitteln.

Die Aufklärung des Falles bietet dann noch tatsächlich überraschende Momente (vor allem, was den Ort angeht), das Buch endet ein stückweit offen, so dass eine Fortsetzung angedacht scheint.

Alles in allem ein recht flott geschriebener, nicht in Gänze überzeugender Krimi an einem schönen und ausführlich im Buch gewürdigten Ort.


Seite: 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11-20