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M. Lehmann-Pape
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Der Preis der Treue: Roman
Der Preis der Treue: Roman
von Diane Brasseur
  Taschenbuch
Preis: EUR 14,90

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Tief hinein, 13. April 2015
Rezension bezieht sich auf: Der Preis der Treue: Roman (Taschenbuch)
Ein ganz eigener Monolog ist es, den der Mann „in den besten Jahren“ in diesem Buch in seinem Kopf ablaufen lässt.

Fragen der Entscheidung, der Reflexion stehen genauso an, wie sein, hier und da fast hilfloses, betrachten der Gegenwart mit den „beiden Frauen“. Zwei Beziehungen, denen der gutsituierte Mann bis in die letzten, für ihn wichtigen Verästelungen nachgeht.

Er muss sich entscheiden, das hat er zugesagt, das spürt er, die Zeit des anregenden, schwebenden „vor-sich-hin-erlebens“ neigen sich dem Ende zu. Seine Geliebte hat bereits gezeigt, wie sehr sie beginnt, innerlich zu leiden.

Weihnachten steht vor der Tür, ein 14tägiger Urlaub mit seiner Frau, seinem schwächer werdenden Vater, seiner Tochter ist gebucht. Und sie, die junge „Neue“ an seiner Seite in Paris, bleibt zurück.

Was aber tun, wenn das Gefühl hin- und hergeworfen ist? Wenn das Leben bisher ihm entgegenspielte mit seiner Familie in Marseille und seiner Arbeit (samt Geliebten) unter der Woche in Paris?

Was tun, wenn starke Bande ihn mit Frau und Kind verknüpfen, aber natürlich diese frischen, jungen Gefühle bereist zu einem Zweitleben mit allem, was dazu gehört geführt haben?

Es ist nicht nur die Leidenschaft, es ist nicht nur die Jugend der Geliebten, die ihn anzieht (auch wenn das klassisches „alternder Mann und junge Geliebte“ ihm natürlich ins Auge fällt). Es ist nicht nur das Zurückschrecken vor dem Kommen der Jahre und damit der größeren Distanz zu der jungen Frau, es ist auch die Frau, die Person selbst.

Brasseur lässt den Leser dies ruhig und tief miterleben in so vielen kleinen Szenen. Erst auf dieser echten auch Liebe versteht der Leser jene aufflammende Eifersucht und Unruhe, wenn die Ehefrau ein Buch liest, dass die Geliebte ihm geliehen hat, dass ihn an die Hände, an den Ausdruck der Geliebten erinnert.

Allerdings, wie fast in der Pubertät quälen ihn Gedanken, ein anderer könnte seinen „heiligen“ Platz einnehmen, so er sich trennt und für Frau und Kind entscheidet. Momente, die den Mann von 54 Jahren doch ein wenig merkwürdig und wenig auf dem Boden des Lebens wirken lassen.

Das alles kommt in Sprache und Erzählfluss ohne Plattitüden daher, wird von Brasseuer sensibel und emotional dicht nachvollzogen. Und lässt dennoch eine gewisse Distanz des Lesers nicht wirklich geringer werden, denn mehr und mehr stellt sich der Monolog als eine Art „Beklagen“ eines nicht erwachsen werden wollenden Mannes dar. Schwach wirkt dieses ständige aufrechnen von Vor- und Nachteilen der jeweiligen Frau und all das zieht sich auch ein wenig unnötig in die Länge im Buch.

Interessant dennoch, dass nicht moralische Kategorien es sind, die im Vordergrund stehen, sondern die faktisch vorhandenen „mehrfach-Möglichkeiten“ des Lebens, die einander ausschließen werden, aber im inneren Gefühl ein großes, Ganzes dennoch ergeben.

„Was für ein Mensch meine Frau ist. Bestimmt ein ganz besonderer, schließlich bin ich seit neunzehn Jahren mit ihr zusammen“.

Eigentlich also ganz einfach, wo die weitere Reise hingeht, oder? Wenn da nicht die andere Seite eben auch noch in gleicher Stärke sich beständig melden würde.

„Alix rief eine Mischung aus Wagemut und Schüchternheit in mir hervor“.

So bleibt die Frage, wer sich wozu entscheidet und ob sich entschieden werden kann oder ob für einen entschieden werden wird.

Ein durchaus interessant, wenn auch zu lang verfasstes Buch, das den Leser einerseits auf eine „Reise der Liebe“ mitnimmt, andererseits aber wenig Sympathie für den zentralen Protagonisten aufkommen lässt.


Zwölf Wasser Buch 3: Nach den Fluten: Roman
Zwölf Wasser Buch 3: Nach den Fluten: Roman
von E. L. Greiff
  Broschiert
Preis: EUR 16,90

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Abschluss der „Wasser-Trilogie“, 13. April 2015
Die Flammen schlagen hoch und werden stärker und stärker.

Noch hält das Wasser, aber seine Kräfte und seine Verbündete scheinen schwächer zu werden.

Der alte „Hüter des Zorns“, Soovend, der seit Urzeiten die letzte Kreatur, den letzten Dämon der Bedrohung der Menschheit, den „Zorn“ mit Wasser gefangen hält (und seit ebenso Urzeiten darüber nachsinnt, wie er dieses Ungeheuer wirklich und letztgültig vernichten kann), kann zwar sich selbst nachhaltig und „stark“ gegen die Flammen des Feuers schützen, doch neben ihm verkohlt bereits einer seiner Hüter und Betreuer.

Asing, die alles ehemals menschliche und anreizende schon längst weggeben hat, die als kraftvolle „dunkle Kraft“ mit ihren Flammen die Menschen bereits unterjoch, die schon in Agen bereit steht, im Mittelpunkt der Stadt unter der Erde jenen letzten und mächtigsten Dämon zu befreien, setzt Sooven unerbittlich zu.

Da wirken die Kräfte „des Guten“ allzu schwach und kaum in der Lage, Asin wirklich etwas entgegensetzten zu können.

Aber das Wasser geht seine ganz eigenen Wege, fließt an Stellen, die man kaum vermutet hätte und trägt die Kraft des Lebens (noch) in allen Gefährdungen in sich. Aber die Quellen drohen zu versiegen.

Soovens Kraft wirkt nachlassend, sein Freund, „der im Schatten geht“ hat sich seit so langer Zeit nicht mehr zu Wort gemeldet, dass Sooven auch jetzt von ihm keine Hilfe erwarten darf.

Felt und Reva suchen ihren ganz eigenen Weg, sich der Kraft Asings entgegen zustellen, doch werden auf eine harte Probe gestellt werden und finden sich in scheinbar aussichtsloser Situation je auf sich alleine gestellt wieder.

Und die anderen, die auf dem Weg zu den Quellen sich Asin in den Weg zu stellen versuchen, haben oft im Buch mit sich selbst genug zu tun, um zunächst entscheidend eingreifen zu können.

In großer Breite erzählt Greif den letzten Teil ihres Fantasy Epos, was einerseits den Leser doch auch in Kleinigkeiten (die Kinder, welche die Wege des Wassers gängig halten) detailliert in diese Fantasy Welt mit hineinnimmt, was aber andererseits doch auch für Längen im Buch sorgt und das Tempo der Handlungen teils deutlich reduziert.

Ebenso nimmt mit zunehmender Lektüre ein mystischer Erzählfaden breiten Raum ein (der auch das Finale bestimmen wird), bei dem man leicht den Überblick über die realen Handlungen verlieren kann und sich des Öfteren fragt, wie denn nun genau das jeweilige Ereignis zustande gekommen und zu erklären ist.

In sehr poetischer, breiter, durchaus bildkräftiger Sprache erzählt Greif vom „letzten Kampf“. Eine Geschichte mit durchaus spannenden Momenten, mit griffig geschilderten Kämpfen und Gefahrensituationen, im Gesamten aber auch ein wenig zerfasert und hier und da zu sehr in mythische Regionen abdriftend, um durchgehend zu fesseln.


Südtirol: In den schönsten Bergen der Welt
Südtirol: In den schönsten Bergen der Welt
von Gerhard Waldherr
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 39,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wunderbarer und hervorragender Bildband, 13. April 2015
Wer allein schon die doppelseitige Fotografie der Gipfel der Geisler Gruppe bei Sonnenuntergang (etwa in der Mitte des Bildbandes) in Ruhe betrachtet, bekommt umgehend eine Ahnung von der Majestät der Landschaft, der Stille der Berge, der Unwegsamkeit des Gebirges, die in diesem bestens „ins Licht gerückten“ Bild den Betrachter umfassend berühren.

Die große Schafherde vor der tief verschneiten Berglandschaft, die kleine Ansiedlung im satten Grün des Sommers, die geschlossene Wolkendecke von oberhalb der Wolkengrenze ins Bild gebannt, die Sonne, die sich am Grödner Joch morgens durch den dichten Nebel kämpft, Seite für Seite, Bild für Bild und mit je treffenden Erläuterungen zu Landschaft und Bewohnern führen Römmelt und Waldherr in eine überaus schöne, beeindruckende Landschaft ein, in welcher sich die Schönheit der Natur in bester Weise widerspiegelt.

Übrigens auch im wörtlichen Sinne des Begriffes, denn die Spiegelung des Eisengabel im kristallklaren und unbewegten Varella-See bildet einen der Höhepunkte des an hervorragend getroffenen Fotografien beileibe nicht armen Bildbandes.

Neben der Natur aber kommen auch die Bewohner keineswegs zu kurz.

Brauchtum und Kirche werden ebenso ausführlich bebildert und mit zusammenfassenden Texten versehen, wie die vielfachen Wegkreuze in Südtirol und die Menschen im Allgemeinen. Ob Hofbesitzer oder Bauingenieurin, ob Skirennläufer oder Hotelbetreiberin, vielfache Aspekte dieser auch politisch besonderen Landschaft können im Buch wahrgenommen werden.

Schlastal, Pustertal, Etschtal, Grödnertal, Passeiertal, Ötztal, Sarntal, Arhntal, Gadertal, Ultental, das sind die geographischen Orte, um die sich beeindruckende Berge und Bergketten herumlegen. Orte, denen die Autoren in Wort und Bild nachgehen und nahekommen und die sie dem Leser in bester Weise informativ und ästhetisch beeindruckend vermitteln.

Vom einsamen Gipfel bis zu den kulinarischen Besonderheiten, vom Winter zum Sommer, vom einsam gelegenem See bis in den Trubel traditioneller Feiern reicht dabei die Palette all dessen, was in Bild und Wort atmosphärisch dicht eingefangen wird.

Ein hervorragender Bildband, der einen umfassenden und tiefen Eindruck in das Land Südtirol, seine Berge, Täler und seine Menschen gibt.

Eine sehr empfehlenswerte Lektüre.


Ich finde dich: Thriller
Ich finde dich: Thriller
von Harlan Coben
  Broschiert
Preis: EUR 14,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Mit Tempo und flüssig erzählt, 7. April 2015
Rezension bezieht sich auf: Ich finde dich: Thriller (Broschiert)
„Fresh Start“.

Das ist jene Stiftung des Mannes, wegen dem Jake Fischer seit sechs Jahren an gebrochenem Herzen leidet.

Natalie, die Liebe seines Lebens, die er in einem zurückgezogen liegenden Ressort kennen gelernt hat, hat ihn damals von heute auf morgen mit ihrer Hochzeit und damit mit ihrem „neuen“ Ehemann konfrontiert.

Auch wenn Jake seit Jahren nun als Professor ein ruhiges Leben an der Hochschule führt, an der er selber schon studiert hat, diese Wunde ist und bleibt offen.

Bis er eines Tages die Todesanzeige des Mannes liest. Ja, er hatte Natalie Auge in Auge auf deren Hochzeit versprochen, dass er das frisch getraute Paar in Ruhe lassen wird. Und er hat sich daran gehalten.

Aber das Paar gibt es nun nicht mehr. Sein Versprechen sieht er als hinfällig an, es treibt ihn geradezu zur Trauerfeier für Todd Sanderson. Ehemann von Natalie und Gründer der Stiftung „Fresh Start“.

Seine Verwunderung ist groß, als er die trauernde Witwe sieht. Denn das ist nicht Natalie.

Und warum sind da auf einmal diese gefährlich wirkenden Männer, die ihm folgen? Von denen einer auf seinem Bett sitzen wird? Und sich dringend näher und intensiver mit Jake unterhalten möchte? Auf eine Art, die nicht ohne Blessuren abgehen wird. Für alle Beteiligten.

Trotz aller Warnungen von Seiten, bei denen Jake nie damit gerechnet hatte, er lässt nicht locker, er kämpft für die Liebe seines Lebens, die scheinbar gar nicht existiert. Denn er findet keine Spuren von Natalie. Zunächst.

Zwar ahnt der Leser nach einer gewissen Weile, was es mit der ominösen Stiftung auf sich haben könnte, dennoch erzeugt Harlan Coben fast spielerisch eine durchgehende Spannung. Wem kann Jake trauen und wem besser nicht? Welche Personen stellen sich überaus überraschend als ganz andere heraus, als Jake gedacht hätte?

Einige actionreiche Szenen lockern zudem die Detektivarbeit des einfachen Professors auf, bis er bei einer anderen Beerdigung endlich zumindest darauf kommen wird, wer ihm selbst so brutal ans Leben will und, vor allem, warum das so ist.

„Nein, nichts war in Ordnung. Alle Fragen, die ich hatte, waren gerade beantwortet worden. Kein Zufall, kein Fehler, kein Zweifel“.

Und doch nur der Beginn von neuen Fragen und neuen Zweifeln und zunehmender Gefahr, die in einem klassischen Finale kulminieren wird.

Eine anregende und unterhaltsame Lektüre.


Mädchenbeute: Psychothriller
Mädchenbeute: Psychothriller
von Belinda Bauer
  Broschiert
Preis: EUR 14,99

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Teilweise langatmig, 7. April 2015
Rezension bezieht sich auf: Mädchenbeute: Psychothriller (Broschiert)
Ausziehen, die Mutter anrufen und dieser am Telefon mitteilen, dass man als Tochter getötet wird. Jetzt. Und das Telefon dabei eingeschaltet lassen.

Grausam ist dieses Erleben für Tochter und Mutter. Grausam auch schon der Moment der Erkenntnis bei den jungen Frauen, die natürlich ab einem gewissen Zeitpunkt über die Medien informiert sind und dennoch diesen einen, entscheidenden Fehler begangen haben.

Und mitten in dieser eher kargen, von Arbeitslosigkeit gebeutelten Landschaft direkt am Meer, im Dorf, das bei Hochwasser zumindest feuchte Hausmauern erlebt, wenn nicht noch Schlimmeres, lebt Ruby mit ihren Eltern.

Leicht übergewichtig, rothaarig, ein Fest für jene in der Schule, die sich gerne einen Spaß auf Kosten anderer machen.

Ihr Vater John, ihr Verbündeter, immer mit einem Augenzwinkern, hat es auch nicht leicht. Arbeitslos seit Jahren, missachtet von seinen Schwiegereltern. Während Rubys Mutter für den Unterhalt mehr schlecht als recht sorgt und ebenso dafür, die Kekse von ihrer Tochter fernzuhalten.

Als die Ereignisse sich verdichten, beschließt der Cowboy Club Johns, eine Bürgerwache einzurichten. Und Ruby darf mit ihrem Vater „auf Streife“ gehen. Ausschau halten, junge Frauen sicher nach Hause fahren, sich endlich wichtig, nützlich und, ein stückweit, erwachsen fühlen.

Seine Stärken hat dieser Thriller vor allem in der genauen und tiefen Auslotung der Figuren, der Beschreibung der inneren Stärken und Schwächen, der Entwicklung, die stattfindet. Sei es der erste Anflug von Liebe für die junge Ruby, sei es das Mobbing durch Mitschüler, die verschmutzten weißen Strumpfhosen, die unbändige Lust auf Kekse.

Wie auch ihre Lehrerin, ihr Vater, ihre Mutter manchmal nur mit wenigen Begriffen in ihrer Person getroffen werden, beim Großvater reicht da die einfache Beschreibung dessen, was er in der Küche mit seinen Händen macht, um dem Leser ein emotional klares Bild zu vermitteln.

Die Geschichte, der „Fall“ selber allerdings wirkt doch in Teilen konstruiert und vorhersehbar. So verwundert es nicht, dass Bauer bereits lange vor dem Ende den Fall auflöst und in ein langgezogenes Finale übergeht, das den Leser in den einzelnen Gefahrenmomenten dann aber nicht mehr so zu fesseln versteht, wie es bei der sehr flüssigen Entfaltung der Protagonisten der Fall war.

Flüssig verfasst, mit Längen zum Ende hin, bietet „Mädchenbeute“ eine weitgehend anregende Unterhaltung, wird aber zum Ende hin zu offensichtlich auf „Gefahr gebürstet“ und zu vorhersehbar in den Abläufen.


Wer den Wind sät: Was westliche Politik im Orient anrichtet
Wer den Wind sät: Was westliche Politik im Orient anrichtet
von Michael Lüders
  Taschenbuch
Preis: EUR 14,95

12 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Analytischer Blick auf die Nahostpolitik, 7. April 2015
Schon zu Beginn des ersten Weltkrieges war es eine offensive Strategie und Politik des deutschen Kaiserreiches, an den Rändern des osmanischen Reiches im Nahen Osten islamische „Gotteskrieger“ zu „erschaffen“. Mittels Propaganda, Geld und Waffen sollte so der Aufstand gegen die britische Besatzungsmacht entfacht und geschürt werden.

Ähnlich, wie Jahrzehnte später „Gotteskrieger“ durch die USA ausgebildet und ausgerüstet wurden für den „Befreiungskampf“ gegen die Sowjetunion in Afghanistan. Aus denen die Taliban entsprangen und letztlich Al Quaida sich rekrutiert hat. Mit den bekannten Folgen.

Sei es der Putsch in Teheran Mitte der 50er Jahre zur Stützung des Schahs, sei es das erwähnte „Endspiel am Hindukusch“, seien die vielfachen Unterstützungen über Jahrzehnte hinweg an die Diktatoren und selbsternannten Alleinherrscher im mittleren und Nahen Osten, in Afrika, seien es die nachweisbaren Ursachen für die Entstehung des IS durch die Kriege im Irak und die wohlgesonnen Politik mit dem diktatorischen Establishment in Syrien, sei es auch die mangelnde Unterstützung an die damals noch einigermaßen strukturierte Opposition in Syrien zu Beginn des Bürgerkriegs dort, im Blick auf die sorgfältig ausgewerteten Quellen und die nüchterne Beschreibung von Ursache und Wirkung durch Michael Lüders im Buch wird klar, dass der „Westen“ in all den Spannungen und den terroristischen Aktivtäten letztendlich vor allem (wenn auch nicht nur) erntet, was er politisch gesät hat.

Islamisten, Terrorgruppen, Aufstände, Befreiungskämpfe, Ressentiments bis zum Hass gegen Amerika schlechthin sind keine Schicksale, sind nicht aus irgendeinem Himmel gefallen sondern, wie alle Um- und Zustände auf dieser Welt, „gemacht“ worden. Teil eines Ursache-Wirkung-Systems, das besser reflektiert und intensiv bedacht werden sollte, um nicht immer wieder die gleichen Fehler mit den gleichen Folgen zu generieren.

Nachweislich und offenkundig hat die so oft beschworene „Wertepolitik“ des Westens im Nahen Osten nichts anders als verbrannte Erde und Hass hinterlassen. Und tut es noch, was im Buch als schaler Geschmack doppelbödiger Politik und aktueller Realität zum Tragen kommt.

Jene „Achse des Bösen“, benannt durch eine Politik, die sich selbst aber auch nur „gut“ fand und letztendlich jene unüberschaubaren und heftigen Stürme an so vielen Orten erntet.

So kann Lüders völlig zu Recht darauf verweisen, dass man sich mi der westlichen Politik beschäftigen muss, um die Zustände im Nahen Osten genauer zu verstehen.

Ruhig, sachlich, nüchtern, unter Auswertung von geheimdienstlichen Quellen und mit einem spürbaren Fachwissen über die aktuelle Lage vor Ort bietet Lüders diese Blicke auf die Ursachen der einzelnen Konflikte.

Und verweist auf eine kompetente und nach allen Seiten hin offene, dabei tatsächlich vom Wert der Freiheit geleiteten Diplomatie als konstruktive Möglichkeit und, vor allem, als seit Jahrzehnten überfällig.

Eine sehr informative, erhellende Lektüre, die den Finger auf viele offene Wunden westlicher Politik legt, ohne dabei polemisch oder belehrend zu wirken


Wenn die Zeit stehen bleibt: Kleine Psychologie der Grenzerfahrungen
Wenn die Zeit stehen bleibt: Kleine Psychologie der Grenzerfahrungen
von Marc Wittmann
  Taschenbuch
Preis: EUR 12,95

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die Verlangsamung des Zeitempfindens, 7. April 2015
Es gibt sie. Jene Augenblicke, in denen das „dahingehen“ oder gar „dahin rasen“ der Zeit als, natürlich, subjektive Empfindung, sich plötzlich verlangsamt, gar manches Mal „wie zum Stillstand“ kommt.

Wahrnehmung und Denken des Menschen sind in Zeit und Raum organsiert, Erinnerungen, aktuelle Erfahrungen und Erwartungen bestimmen nicht nur den emotionalen Zustand eines Menschen, sondern im Kern die gesamte, sich selbst gewahrende Person.

Und dies gilt auch für die Zeit und das Zeitempfinden. Soweit, dass Wittmann überzeugend formulieren kann: „Ich bin meine Zeit“. So gilt, dass die bessere Kenntnis über das subjektive Zeiterleben ein besseres Verständnis des Selbst-Bewusstseins des Menschen in sich trägt.

Um diesem wesentlichen Teil der Existenz näher zu kommen, geht Wittman in diesem schmalen Buch auf hochinteressante Weise dem Zeiterleben nach und nutzt hierzu Grenzerfahrungen für seine Betrachtungen und daraus zu folgernden Schlüsse.

Schlüsse, die nicht ehern dann im Raume stehen, sondern eher Annäherungen, die eine Vielzahl weiterer Fragen nach sich ziehen und damit ein ganzes Forschungsfeld eröffnen und anregen.

Die extremste Grenzerfahrung ist hierbei sicherlich der eigene Tod. Nahtoderfahrungen geht Wittmann daher unter anderem im Buch nach, mit erstaunlichen Beobachtungen.

Wenn er von jener Patientin spricht, deren Gehirn für eine Operation blutentleert und gekühlt wurde, mithin der klinische Tod herbeigeführt wurde und dennoch nach der Operation von eben jener Patientin Eindrücke geschildert wurden vom Stillstand der Zeit, der Verdichtung des Moments, aber auch dessen, was um sie herum während der Operation geschehen ist.

Bewusste Erfahrung ohne Hirntätigkeit? Und das unter einer ganz anderen „Zeiterfahrung“? Ein vom biologischen Funktionieren abgelöstes Bewusstsein, das auch auf einer anderen Zeitebene zu erleben scheint?

Hoch interessante Fragen für Psychologie und Neurowissenschaften, die Wittmann nicht nur an solchen sehr extremen Fallbeispielen aufwirft, sondern schon bei der Grenzerfahrung der „normalen“ Langweile bis hin zur bewussten Meditation, Mystik oder dem Erleben unter bestimmten Drogen aufweist.

Man könnte als Faustregel herauslesen, dass, je näher der Mensch nur sich selbst kommt, nur sich selbst wahrnimmt, je mehr der reine Augenblick erlebt wird und Erinnerung und Erwartung aus dem Kopf geraten, desto langsamer und verdichteter wird das Zeitempfinden bis fast zum Stillstand hin.

Oder umgekehrt: Je „langweiliger“ es dem Menschen wird, je mehr die Zeit zu stehen scheint oder nur zäh vergeht, desto näher kommt der Mensch sich selbst und seinem „Selbst-Bewusstsein“.

Das alles ist kein einfacher Stoff, den Wittmann hier wissenschaftlich argumentiert vorlegt. Die Lektüre bedarf eines gewissen Abstraktionsvermögens und einer hohen Konzentration in ihren Verweis auf die möglichen Selbsterfahrungen in außergewöhnlichen Umständen (wie auch im Isolationstank).

Eine Lektüre aber, die sich durchaus lohnt, schon in der ganz simplen Frage, worum es wirklich gehen könnte bei einer Existenz, die das „Ich“ möglichst intensiv wahrnehmen möchte. So das gewollt ist.
Und eine Lektüre, die vor allem zeigt, dass die „Mainstream Antworten“ auf die eigene Existenz (möglichst viel „Ablenkung und Action“ zu finden im Tagesablauf) eines auf keinen Fall bewirkt: Näher zu sich selbst zu kommen.


Demokratie und Globalisierung: Europa seit 1989
Demokratie und Globalisierung: Europa seit 1989
von Andreas Wirsching
  Taschenbuch
Preis: EUR 14,95

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Überzeugende und informative Darstellung der Entwicklung, 7. April 2015
1989 war eine Zäsur der Geschichte. Nicht nur aufgrund des Endes der deutschen Teilung (diese war eine Folge der Zäsur). Sondern im Wegfall eines ganzen politischen „Weltblocks“, der Auflösung der ehemaligen Sowjetunion und damit des offenkundigen Scheiterns des „realen Sozialismus“ entfiel auch, eine zumindest vorhandene, gedankliche und politische Alternative zum demokratischen System des Westens und zur marktwirtschaftlichen Orientierung der Wirtschaft.

Bis hin zur nüchtern von Wirsching beschrieben Situation der Gegenwart:

„Der Kontinent (Europa) ist abhängig geworden von Finanzmärkten, auf denen sich hypermoderne Transaktionen vollziehen…..Betrug und Wirtschaftskriminalität inklusive…..Zugleich aber lauern gleichsam dunkle Kräfte der Vergangenheit: imperialistische Versuchungen und nationalistische Rückfälle, Hass, Gewalt und Blutvergießen (mitten in Europa)“.

Mit Folgen und sichtbaren Zeichen von Schieflagen.

1995 das Massaker von Srbenica, ebenfalls 95 die Pleite der Baring Bank durch die unlauteren Methoden, das Versagen eines einzigen Investmentbankers in Singapur. Seit einigen Jahren die massiven Probleme Griechenlands als „Spitze eines Eisbergs“ an Finanzproblemen der Länder. Und seit 2014 die vielleicht „Rückkehr des Imperialismus“ im Rahmen des Ukraine Konflikts.

Dennoch erläutert Wirsching, und das fundiert und überzeugend, dass hinter diesen problematischen Momenten und tiefsitzenden Spannungen konvergierende Kräfte am Werk sind (du das nicht erst seit Gründung der EG oder der Einführung des Euro), dass die „Tendenz zur Angleichung“ eine starke Kraft in Europa ist.

„Insofern besteht die Krise Europas in nichts anderem als seinem Zusammenwachsen“.

Eine interessante These, die Wirsching im Folgenden sehr breit und sehr fundiert ausführt, begründet und in ihren Folgen aufzeigt.

Dabei stellt er sowohl die vieldiskutierte „Krise der Demokratie“ differenziert dar (die er durchaus als „Formwandel“ betrachtet), zeigt die verändernden Herausforderungen der Globalisierung in wirtschaftlichen Herausforderungen, Angleichungen und der „neuen kulturellen Vielfalt“ auf und wendet sich dann sehr konkret den europäischen Entwicklungen der letzten Jahrzehnte zu. Ist hier ein „Global Player“ auf Dauer zu erwarten, eine „Weltmacht Europa“? Wie entstand und was bedeutet die Krise seit 2008?

Um dann doch zurückzukehren zur aktuell real drängendsten Frage der Haltung in der Ukraine, die Frage nach den „Grenzen Europas“ und wie diese gesetzt werden können. Was Wirsching auch am Beispiel eines EU Beitrittes der Türkei differenziert diskutiert.

Und sieht die Lösung auf Dauer nur in einer „Integration“ vor Augen, die allerdings nicht in ihrer traditionellen, spezifisch „westeuropäisches Nachkriegsprojekt“ mehr verstanden oder fortgeführt werden kann.

Ein sehr kenntnisreiches Buch mit überaus vielen Beispielen und Informationen für den Leser, das, dichtgedruckt und eher wissenschaftlich verfasst, nicht ohne Konzentration gelesen werden kann. In dem Wirsching sehr differenziert die Probleme beschreibt, aber auch jene „paradoxe Kraft der Integration“ aus der Geschichte heraus immer wieder herausschält und nach vorne stellt. Und in dem Wirsching zwar das „westliche Modell“ als gefährdet, aber noch lange nicht verloren oder kraftlos betrachtet.

Informativ und lesenswert.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 20, 2015 8:11 PM MEST


Das Mädchen, das rückwärts ging
Das Mädchen, das rückwärts ging
von Kate Hamer
  Broschiert
Preis: EUR 16,99

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Intensiv erzählt, 7. April 2015
„Ich träume oft von Carmel. In meinen Träumen geht sie immer rückwärts“.

Was die achtjährige Carmel im Leben nun nicht getan hat (oder tut? Die Mutter weiß es nicht). Aber Träume enthalten ja ein Vielfaches an Wahrheiten und rückwärts zu gehen wird für Carmels Mutter, aber auch für Carmel selbst zu Zeiten im Buch, wichtig sein.

Sich selbst zu finden. Die eigenen Wurzeln neu zu entdecken (die Mutter) und die eigenen Wurzeln nicht zu verlieren (Carmel). Es wird soweit kommen, das Carmel selbst sich wie “zwei“ vorkommen wird, als wäre auf ihrem Hinterkopf ein anderes Gesicht noch gemalt, lebendig. Und da sie zunächst noch ein Kind ist (dem man viel erzählen kann), wird sie alle Kraft ihrer jungen Person brauchen, bei sich zu bleiben, sich nicht zu verlieren.

Eine überaus interessante, besondere Kraft im Übrigen, wie sich herausstellen wird.

Doch zunächst muss Carmel dieses „versunken sein“, dass sie hier und da erlebt, dieses „wegdriften“ aus der Wirklichkeit besser für sich behalten. Und kann es doch nicht.

Ärger in der Schule deswegen, klar. Aber immer wieder geschehen solche Rückzüge, in denen die Zeit für Carmel stehen zu bleiben scheint, in der eigentlichen Welt aber schnell und schneller vergeht.

Eine erste Warnung für die Mutter war dieses verschwinden im Labyrinth. Aufgelöste Sorge, Suchaktionen im Irrgarten, Aufatmen. Doch was heißt schon Warnung, wenn man geschieden ist, wenn man den ehemaligen Mann immer noch mit Herzklopfen betrachtet, wenn man im Leben sehen muss, wie es weiter geht.

Da kann die Stimme hier und da schon mal scharf werden. Natürlich aus Sorge, dass das Kind im Gedränge nicht verlorengeht. Aber für Carmel sind genau diese Momente, diese Schärfe und Strenge in der Stimme auch Auslöser.

Bei diesem Lesefestival wird es dann einfach zu viel. Mit dem Festhalten der Mutter, dem Gedränge. Carmel zieht sich unter einen Tisch zurück.

„Carmel, es geht um Deine Mutter. Sie hat einen schlimmen Unfall gehabt“.
„Und wer sind sie?“.
„Ich in dein Großvater“.

Was so ziemlich jeder behaupten könnte, denn Carmels Mutter hat keinen Kontakt zu ihren Eltern (mit Grund, in ihren Augen) und Carmel selbst kennt diesen Teil der Familie nicht. Aber so überzeugend ist der Mann, natürlich geht das aufgelöste Mädchen mit.

Und verschwindet aus dem Leben ihrer Mutter an einen merkwürdigen Ort mit merkwürdiger Atmosphäre.

Aus beiden Perspektiven heraus erzählt Kate Hamer in ihrem Debüt mit großem Sprachschatz, intensiver Emotion und hervorragend ausgeleuchteten Protagonisten von dieser Trennung und der dennoch tief verankerten inneren Bindung. Die nicht nur zwischen Carmel und ihrer Mutter besteht und bestehen bleiben wird.

Alle Spielarten von Schuldgefühlen, Angst, Verlust, Suche, Hoffnung, Kampf um die eigene Identität und suchen derselben auf der anderen Seite finden Platz in diesem Buch, das im Kern einen Entwicklungsroman der verschiedenen Personen auf verschiedenen Ebenen darstellt.

Sprachlich kraftvoll, flüssig, jederzeit mit Tempo versehen, teils mit spannenden Momenten, immer für eine Überraschung gut, gelingt es Hamer durchgehend, den Leser an die Personen zu binden, an die Abläufe zu fesseln und die inneren Kämpfe (und Durchbrüche) im Buch als Weg aus dem „Irrgarten von Beziehungen“ und dem „Labyrinth des Lebens“ Schritt für Schritt in der Tiefe zu vermitteln.

Eine sehr empfehlenswerte Lektüre.


Knockout: Das Leben ist ein Kampf. Die 20 besten Geschichten vom Boxen
Knockout: Das Leben ist ein Kampf. Die 20 besten Geschichten vom Boxen
von Takis Würger
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 29,90

6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ins Innere des Boxens, 7. April 2015
„In den vergangenen 1 ' Jahren hat Drew Sarich nach eigener Schätzung rund 24.500 berufsbedingte Schläge gegen den Kopf bekommen. An jedem Arbeitstag 44“.

Wenn man nun noch weiß, dass Sarich nicht Boxer im engeren Sinne, sondern Darsteller im Musical „Rocky“ ist (und dafür schon ein hohes Box-Training benötigt, dann ahnt der Leser, was das für eine Welt ist. Das Boxen. Von Super-Profis mit effizienter „Berufseinstellung“ bis hin zu einfachen (und nicht hoch begabten) „Schlägern“, von ebenso professioneller Vermarktung bis hin zu halbseidenen „Geschäftsleuten“, es ist eine breite Palette, die Würger in diesem Buch versammelt zwischen den glitzernden Großkämpfen als gesellschaftliches Ereignis und denen „da unten“ in schmierigen Gymns („In der Bude der Illusionen“) auf dem Versuch des Weges nach oben. Oder eben stecken geblieben auf diesem Weg.

„Für dieses Buch haben wir 20 Boxer aufgesucht. Wir haben mit ihnen geredet, gelacht und uns geschlagen. Dann haben wir die Geschichten ihres Lebens aufgeschrieben. Dies ist ein Buch über das Kämpfen“.

Authentisch von Muhammed Ali und Mike Tyson hin zum Promotor Ahmet Öner (mehr als „kriminell“ oder „asozial“ gibt es an hoch dynamischen zu dessen Leben zu erzählen) oder eben Drew Sarich.

„Steh auf, Mann“, das ist einer der Sätze, die das Buch hintergründig durchziehen. „Steh auf“ im Ring, wenn der Niederschlag nicht zu vermeiden war, „Steh auf“ im Leben, solange du atmest, wenn der Gegenwind aus dem Tritt gebracht hat.

Das Leben als Kampf, das für einen wie Mike Tyson schon früh als solches erkennbar war. Als Teil einer Gang in Brooklyn hat das Leben ihn früh geprägt und macht vieles an seinem späteren Verhalten und an seine3r Einstellung der „Vernichtung des Gegners“ mit allen Mitteln deutllich.

„Ich begann jetzt Rachepläne für die Schläge zu schmieden, die ich bei den Schikanen abgekommen hatte“.

In den Texten und intensiven Bildern des Buches gelingt es den Autoren nicht nur, den Leser nah an die konkreten Personen zu bringen, sondern ebenso, diese ganz eigene, faszinierend-anschreckende Atmosphäre des Boxens spürbar in den Raum zu setzen. Das sind schon „harte Jungs und Männer“, von denen das Buch erzählt, aber anders, als man vorher dachte, anders, als es so manch kriminelle Aktionen in jüngeren Jahren des ein oder anderen vermuten lassen.

Menschen auf dem Weg ins Leben, auf er Suche nach ihrem Platz, den sie mit Härte suchen und mit Härte zu verteidigen gedenken, bei aller Nachdenklichkeit, die sich im Lauf der Jahre einstellt.

„Heute spürt Charly manchmal, welchen Preis er für sein Leben bezahlt hat“.
Und der Leser spürt das auch.

Eine empfehlenswerte, oft intensive Lektüre aus dem „Inneren des Boxers“, in welcher die „Welt des Boxens“ persönlich naherückt, weil die Autoren den Menschen naherücken.


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