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Rezensionen verfasst von
Pulp Music "uwebindewald"

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Zosamme Alt
Zosamme Alt
Wird angeboten von badabing7785 zuzüglich Versandkosten (Alle Preise inkl. MwSt)
Preis: EUR 9,95

7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Tiefenentspannt, 6. Dezember 2013
Rezension bezieht sich auf: Zosamme Alt (Audio CD)
Ich gebe zu, ich bin kein BAP-Fan. Zwar sind mir die bekanntesten Titel geläufig, aber auf großes Interesse ist die Band bei mir nie gestoßen. Daher habe ich das neueste Solo-Werk von Band-Boss Niedecken auch erst einmal nicht beachtet. Durch einen TV-Auftritt bin ich jedoch auf dieses Album neugierig geworden und habe mir es in aller Ruhe (kann man wortwörtlich nehmen) angehört.

Kurz gesagt: Ich wurde äußerst positiv überrascht und bin regelrecht begeistert von dieser Platte. Ruhige akustische Folk- und Country-Nummern, vor allem getragen von der Gitarre. Spärlich kommen Orgel, Pedal Steel, Violinen und Piano zum Einsatz. Manche mögen dies langweilig finden, gerade wenn man den eher kräftigen Sound von BAP gewohnt ist. Mir gefällt gerade dieses Zurückhaltende, Lässige in den Liedern. Bevorzugt in der dunklen Jahreszeit schafft dieses Album eine ganz besondere Atmosphäre.

Auch die Stimme Niedeckens passt hervorragend zu diesen Songs. Ob sie alters- oder schlaganfallbedingt etwas brüchiger klingt, als gewohnt, kann ich nicht beurteilen. Die Art des Vortrags passt kongenial zu den Songs. "Rääts Un Links Vum Bahndamm" und "Nöher Zo Mir" lauten meine Anspieltipps. Lediglich die englischsprachigen Dylan-Cover (auf der Deluxe-Version) sind ein wenig fehl am Platz.


American Soul
American Soul
Preis: EUR 5,99

29 von 40 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Fade Cover-Versionen, 1. November 2012
Rezension bezieht sich auf: American Soul (Audio CD)
Wenn Popsängern nichts mehr einfällt, nehmen sie ein Album mit Cover-Versionen auf. Ob "Great American Songbook" oder Soul-Klassiker, Hauptsache, die Lieder sind zumindest ein wenig bekannt. Wären die Neu-Interpretationen wenigstens ein wenig ausgefallen oder würden dem Original etwas Neues hinzufügen... aber nein, die Lieder werden möglichst originalgetreu nachgesungen und möglichst glatt und ohne Ecken und Kanten produziert.

So, leider auch auf dem Album "American Soul" des Ex-Simply-Red-Frontmannes Mick Hucknall. Hucknall, der sich auf dem Debütalbum "Picture Book" noch die Seele aus dem Leib gesungen hat ("Jericho", "Red Box", Titelsong) oder zu Tränen rührte ("Holding Back The Years"), ist entweder nicht mehr gut bei Stimme oder will Mainstream-Hörer nicht verschrecken. Seine gesangliche Darbietung bleibt merkwürdig blass.

Wem die Lieder zusagen, sollte sich lieber die Originale gönnen. Selbst andere Coverversionen, etwa bei "Don't Let Me Be Misunderstood" (Eric Burdon oder Santa Esmeralda), haben mehr Groove oder sind beseelter gesungen als die Hucknallsche Version. "Tell It Like It Is" mit dem zarten Schmelz von Aaron Neville ist unerreicht. Hucknall singt, als würde ihn dieses Lied gar nicht interessieren. So ehrenwert es auch ist, "Turn Back The Hands Of Time" dem Vergessen zu entreißen, Tyrone Davis' Version ist leichtfüßiger und beschwingter. "Baby What You Want Me To Do" von Jimmy Reed lässt jegliche Seelenpein vermissen. Lediglich bei "Let Me Down Easy" legt sich der Rotschopf ein wenig ins Zeug. Ein Lichtblick auf einem recht überflüssigen Album.

Wer sich ein Album mit alten Soultiteln kauft, ist besser dran.
Kommentar Kommentare (5) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Dec 25, 2012 8:59 AM CET


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