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Rezensionen verfasst von
Michael B. (Gütersloh)

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Wird angeboten von Patronenbob
Preis: EUR 74,99

4.0 von 5 Sternen Gute Alternative zum Original, 25. August 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Normalerweise bin ich OEM- und Refill-Produkten gegenüber sehr skeptisch. Das HP-Original kratzte aber so sehr an der Schmerzgrenze, dass ich den Griff zum diesem wagte – und es nicht bereue. Von meinem HP Color Laser Jet CP 1515n werden die Ersatzkartuschen problemlos akzeptiert. Einen Unterschied im Druckbild (farbige Texte und Layouts) kann ich nicht feststellen. Fotos drucke ich ohnehin nicht mit dem HP Laser.

Fazit: Zu einem Drittel des Original-HP-Preises sind die Hainberger Tonerkartuschen ein Preis-/Leistungs-Knaller. Einziger Wermutstropfen: Die (wiederbefüllten) Kartuschen sind von außen oft mit Tonerstaub verschmutzt, aber damit kann ich gut leben. Insgesamt also: Klare Empfehlung von meiner Seite!

Die Produkte kommen sicher verpackt und binnen weniger Tage ins Haus.


BORNHOLM - Eine Insel in der Ostsee
BORNHOLM - Eine Insel in der Ostsee
von Mogens Dam
  Gebundene Ausgabe

5.0 von 5 Sternen Endlich – ein großartiger Bildband über Bornholm!, 21. Februar 2014
Viel zu lange gab es keinen Bildband über Bornholm, diese großartige dänische Ostseeinsel! Der letzte mir bekannte Band stammt aus den 1980er Jahren vom Fotografen Fritz Dressler, erschienen im Bucher Verlag, zum Teil noch mit SW-Fotografien.

Jetzt endlich dieser wunderschöne Bildband vom Bornholmer Fotografen Morgens Dam. Mit 130 großartigen Fotos, die die bezaubernde Naturlandschaft Bornholms in allen Jahreszeiten präsentiert. Wälder, Seen, Küstenpanoramen … abwechslungsreich und absolut kitschfrei! Hochwertig gedruckt auf mattem Kunstdruckpapier. Eine Augenweide, die das Herz jedes Bornholm-Fans höher schlagen lässt!

Querformat 30,4 x 24,5 cm
140 Seiten
ca. 130 großformatige, z.T. ganzseitige Farbfotos
3-sprachiges Vorwort (DK, UK, D)


deleyCON mini Displayport zu DVI Kabel Adapter 3m / Video Übertragung / weiss / für Apple Macbook Pro, Mac Book Air - [ vergoldete Kontakte ]
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5.0 von 5 Sternen Perfekt fürs MacBook Air, 27. Oktober 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Mein altes Verbindungskabel zwischen MacBook Air und einem großen Monitor nervte mit einem Wackelkontakt, also musste ein neues her. Nach ausgiebigen Recherchen entschied ich mich für dieses deleyCon-Kabel mit 3m Länge. Und ich bin hoch zufrieden. Der Stecker für den Mini-Display-Port am MacBook ist genauso schmal, wie es die Abb. zeigt, er behindert den daneben befindlichen USB-Port keineswegs. (Älteren Rezensionen zufolge war das früher anders.) Die Bilddarstellung/Auflösung am Zielmonitor ist tadellos. Die Verarbeitung wirkt solide und langlebig, das Kabel selbst hat einen geringeren Querschnitt als das alte und ist daher nicht so störrisch – sehr angenehm. Kaufempfehlung!


Duo
Duo
Preis: EUR 7,99

81 von 82 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Große Zweiheit, 10. Oktober 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Duo (Audio CD)
Von der Fachpresse wurden sie nach ersten gemeinsamen Auftritten bereits als musikalisches dream team gefeiert. Nun ist das ersehnte Album „Duo“ von Hélène Grimaud und Sol Gabetta erschienen. Und in der Tat: Da ist ein bemerkenswertes künstlerisches Einverständnis zu hören und zu spüren – interpretatorisch, philosophisch, menschlich.

Grimaud und Gabetta präsentieren vier bedeutende Werke für Klavier und Violoncello, entstanden zwischen 1849 und 1934 – ein originelles und spannendes Programm mit einem enormen emotionalen Ausdrucksspektrum.

Schumanns poetische Fantasiestücke op. 73 (datiert 1849) wurden ursprünglich für Klavier und Klarinette komponiert; doch schon die Erstausgabe enthielt eine alternative Violin- und Violoncellostimme. Die Interpretation des Duos vermittelt mit subtiler Tongebung und großem Atem die romantische Idylle der dreisätzigen Komposition. Das von Schumann im letzten Satz geforderte „Feuer“ entfachen die beiden Musikerinnen mit maßvoller Glut.

Brahms’ op. 38 (komponiert zwischen 1862 und 1865) hat Hélène Grimaud 2005 schon einmal eingespielt (auf der ebenfalls sehr empfehlenswerten CD „Reflection“), damals mit dem norwegischen Cellisten Truls Mørk. Interessant ist ein Vergleich zwischen den beiden Aufnahmen. In der Einspielung von 2005 hören wir zwei Solisten, die ihren Part sehr selbstbewusst und energiegeladen vortragen – musikalisch vereint, doch mit starken individuellen Akzenten und stellenweise wetteifernd. Das Zusammenspiel mit Sol Gabetta in der hier vorliegenden Aufnahme gestaltet Hélène Grimaud versöhnlicher, sanglicher und deutlich auf einen gleichgesinnten Dialog bedacht. Zarte, geradezu zerbrechliche Momente betonen den rhapsodischen Charakter des Stückes. Beide Aufnahmen überzeugen auf ihre Weise und gehören für mich zu den besten des Werkes überhaupt.

Debussys 1916 entstandene Sonate für Violoncello und Klavier d-Moll wird von einem melancholischen Grundton beherrscht. Die Tonalität schwankt auffallend oft zwischen Dur und Moll. Das etwa 10-minütige Stück mündet in ein erregtes, nervöses Finale. Im Gegensatz zu den meisten anderen Cellosonaten der zurückliegenden Zeit wollte Debussy das Cello, und nicht das Klavier in der dominanten Rolle wissen. Im Manuskript vermerkte er ausdrücklich, dass dem Pianisten die Begleitfunktion zukommt. Mit großem Einfühlungsvermögen wird Hélène Grimaud dieser Rolle gerecht: Sie gibt Ihrer Kollegin einerseits viel Freiraum zur Entfaltung, gleichzeitig aber die nötige rhythmische Unterstützung.

Die von Schostakowitsch 1934 ebenfalls in d-Moll komponierte Cellosonate zählt zu den wichtigsten Meisterwerken der gesamten Kammermusikliteratur des 20. Jahrhunderts. Besonders im aufwühlenden ersten Satz greift Sol Gabetta beherzt in die Saiten, wiederum von Hélène Grimaud souverän gestützt. Der folkloristisch-tänzerische Rhythmus des Allegro wird von Beiden mitreißend musiziert (und erinnert stellenweise an den 8 Jahre später entstandenen Säbeltanz des Aram Chatschaturjan). Das verbitterte Largo zelebriert das Duo in herrlich dunklem Cello- und Pianoklang. Der Resignation lässt Schostakowitsch ein überraschend optimistisches Finale folgen. Ironie blitzt hervor, dem politischen Diktat seiner Zeit trotzend. Der technische Anspruch des Werkes ist enorm – die beiden Künstlerinnen begeistern hier mit furiosem Spiel.

Das attraktiv gestaltete Booklet enthält keine Informationen über die dargebotenen Werke (im Allgemeinen aber hinreichend bekannt), dafür ein interessantes Interview, das die Musikjournalistin Christine Lemke-Matwey mit den beiden Künstlerinnen führte. Hier gewinnt der Leser interessante Einsichten über die synergetische Beziehung der beiden Musikerinnen zueinander.

Fazit: Dem charismatischen Duo ist ein herausragendes Album gelungen, fernab jeder Routine. Eine attraktive Kombination aus beliebtem Konzertrepertoire (Schumann, Brahms) und selten gespielten Kostbarkeiten (Debussy, Schostakowitsch). Die Damen hätten es sich leichter machen können. Haben sie aber nicht – und auf ganzer Linie gewonnen. Ein Glück für uns Klassikfreunde.

Michael Bessert, Gütersloh/Berlin


Klavierkonzert Nr. 19 + 23, KV. 459 + KV. 488
Klavierkonzert Nr. 19 + 23, KV. 459 + KV. 488
Preis: EUR 12,97

24 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Leidenschaftlicher Mozart, 1. November 2011
Wer eine CD von Hélène Grimaud in den Player legt, darf sich auf neue Hörerfahrungen freuen. In ihrer neuesten Veröffentlichung durchleuchtet die Ausnahmepianistin zwei der beliebtesten Klavierkonzerte Mozarts. Welchen Zugang Hélène Grimaud zum Salzburger Meister pflegt, hat sie bereits mit der letzten CD "Resonances" demonstriert (dort mit der A-Moll-Sonate KV 310).

Auch die Klavierkonzerte lässt die Pianistin fern biederer Mozärtlichkeit erklingen. Anschlag und Phrasierung bestechen durch Klarheit und wahre Entschlossenheit. Neue Höreinsichten gewährt uns Hélène Grimaud auch durch eine betonte Kontrapunktik: Polyphone Aspekte treten nach vorn, der Rhythmus gewinnt in den Ecksätzen stellenweise mitreißende Züge. All das lässt uns erahnen, in welche musikalischen Sphären uns Beethoven nur wenige Jahre später führen wird.

Eine weitere Besonderheit ist die Kadenz in KV 488. Hélène Grimaud entschied sich für die selten gespielte Kadenz von Ferruccio Busoni. In ihr wird das musikalische Material wunderbar fantasievoll verarbeitet. Eine große Bereicherung fürs CD-Regal, denn dieses Konzert erklingt fast immer mit der eigenen Kadenz Mozarts (Ausnahme: Horowitz, der wie Grimaud die Kadenz von Busoni spielte). Übrigens ein absolut legitimes Stilmittel, denn Mozart schrieb bekanntlich gar nicht gern Kadenzen, sondern ließ sich und anderen Pianisten viel lieber Raum zur Improvisation.

Ein Juwel dieser CD ist in meinen Ohren das Adagio des A-Dur-Konzerts. Ein knapp achtminütiges Seelendrama ... bewegend, tief schürfend und voller Sehnsucht. In Zeitmaß und Emotionalität geht Hélène Grimaud an die Grenzen. Die Stille zwischen den Tönen wird hier zum musikalischen Ausdrucksmittel. Beim ersten Hören verstörend, dann betörend. Ein hinreißendes Stück Musik.

Mit dem Kammerorchester des Bayerischen Rundfunks (bestehend aus Solisten und Stimmführern des Symphonieorchesters des BR) hat sich die Pianistin kongeniale Partner an ihre Seite geholt. Das Ensemblespiel ist federnd, leicht und pulsierend. Besondere Merkmale: Kleine Besetzung ohne Dirigent, sparsames Streichervibrato, historisch reflektierte Auffassung auf modernen Instrumenten. Herausragend: die Holzbläser! Kultiviert, einfühlsam und voller Hingabe musizieren sie ganz im Einvernehmen mit der Solistin.

Bei den beiden Klavierkonzerten handelt es sich um Liveaufnahmen, die klangtechnisch vorzüglich eingefangen sind. Der Hörgenuss wird durch keinerlei Störgeräusche beeinträchtigt.

Für Hélène Grimaud ist Mozart mehr Mensch als Mysterium. Vielleicht haben wir dieser Auffassung auch die Idee zu verdanken, dem CD-Programm die menschliche Stimme hinzuzufügen: Zwischen den beiden Klavierkonzerten erklingt KV 505, eine Arie für Sopran, Klavier und Orchester (mit der Sopranistin Mojca Erdmann im Studio aufgenommen).

Michael Bessert
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Nov 7, 2011 10:25 AM CET


Klavierkonzert Nr.19 + 23,KV.459 + 488 (Limited Edition)
Klavierkonzert Nr.19 + 23,KV.459 + 488 (Limited Edition)
Preis: EUR 32,09

26 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Leidenschaftlicher Mozart, 1. November 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Wer eine CD von Hélène Grimaud in den Player legt, darf sich auf neue Hörerfahrungen freuen. In ihrer neuesten Veröffentlichung durchleuchtet die Ausnahmepianistin zwei der beliebtesten Klavierkonzerte Mozarts. Welchen Zugang Hélène Grimaud zum Salzburger Meister pflegt, hat sie bereits mit der letzten CD "Resonances" demonstriert (dort mit der A-Moll-Sonate KV 310).

Auch die Klavierkonzerte lässt die Pianistin fern biederer Mozärtlichkeit erklingen. Anschlag und Phrasierung bestechen durch Klarheit und wahre Entschlossenheit. Neue Höreinsichten gewährt uns Hélène Grimaud auch durch eine betonte Kontrapunktik: Polyphone Aspekte treten nach vorn, der Rhythmus gewinnt in den Ecksätzen stellenweise mitreißende Züge. All das lässt uns erahnen, in welche musikalischen Sphären uns Beethoven nur wenige Jahre später führen wird.

Eine weitere Besonderheit ist die Kadenz in KV 488. Hélène Grimaud entschied sich für die selten gespielte Kadenz von Ferruccio Busoni. In ihr wird das musikalische Material wunderbar fantasievoll verarbeitet. Eine große Bereicherung fürs CD-Regal, denn dieses Konzert erklingt fast immer mit der eigenen Kadenz Mozarts (Ausnahme: Horowitz, der wie Grimaud die Kadenz von Busoni spielte). Übrigens ein absolut legitimes Stilmittel, denn Mozart schrieb bekanntlich gar nicht gern Kadenzen, sondern ließ sich und anderen Pianisten viel lieber Raum zur Improvisation.

Ein Juwel dieser CD ist in meinen Ohren das Adagio des A-Dur-Konzerts. Ein knapp achtminütiges Seelendrama ... bewegend, tief schürfend und voller Sehnsucht. In Zeitmaß und Emotionalität geht Hélène Grimaud an die Grenzen. Die Stille zwischen den Tönen wird hier zum musikalischen Ausdrucksmittel. Beim ersten Hören verstörend, dann betörend. Ein hinreißendes Stück Musik.

Mit dem Kammerorchester des Bayerischen Rundfunks (bestehend aus Solisten und Stimmführern des Symphonieorchesters des BR) hat sich die Pianistin kongeniale Partner an ihre Seite geholt. Das Ensemblespiel ist federnd, leicht und pulsierend. Besondere Merkmale: Kleine Besetzung ohne Dirigent, sparsames Streichervibrato, historisch reflektierte Auffassung auf modernen Instrumenten. Herausragend: die Holzbläser! Kultiviert, einfühlsam und voller Hingabe musizieren sie ganz im Einvernehmen mit der Solistin.

Bei den beiden Klavierkonzerten handelt es sich um Liveaufnahmen, die klangtechnisch vorzüglich eingefangen sind. Der Hörgenuss wird durch keinerlei Störgeräusche beeinträchtigt.

Für Hélène Grimaud ist Mozart mehr Mensch als Mysterium. Vielleicht haben wir dieser Auffassung auch die Idee zu verdanken, dem CD-Programm die menschliche Stimme hinzuzufügen: Zwischen den beiden Klavierkonzerten erklingt KV 505, eine Arie für Sopran, Klavier und Orchester (mit der Sopranistin Mojca Erdmann im Studio aufgenommen).

Die hier gezeigte limitierte Ausgabe ist in geradezu bibliophiler Qualität aufgemacht: In den zwei stabilen Buchdeckeln sind CD und Bonus-DVD eingelegt. Dazwischen: ein aufwendiges, reichhaltiges Booklet mit vielen attraktiven Fotos der Künstlerin, Interview und Hintergrundinformationen (D, GB, F). In der Heftmitte: ein Querschnitt durch die Motivserie "Woodlands" des Fotokünstlers Mat Hennek. Die Seelenverwandtschaft beider Künstler findet auch auf der DVD Ausdruck: Das Adagio aus KV 488 wird durch Bildsequenzen aus den "Woodlands" synergetisch untermalt. Ein Kleinod fürs CD-Regal.

Michael Bessert
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Nov 1, 2011 5:38 PM CET


Resonances
Resonances
Preis: EUR 15,49

22 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Leben in Klängen, 24. März 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Resonances (Audio CD)
"Resonanzen" hat Hélène Grimaud diese CD genannt. Und ganz sicher bezieht sich der Titel nicht allein auf die physikalische Klangentfaltung, sondern vor allem auf den "inneren" Widerhall im Gemüt des Hörers. Um es vorweg zu nehmen: Diesem Anspruch wird die CD vollauf gerecht.

Bemerkenswert ist zunächst die stilistische Vielfalt des Albums. Das Programm dieses Klavier-Recitals umspannt 165 Jahre Klavierliteratur: von Mozarts a-moll-Sonate (1778) bis zu Bartoks Volkstänzen (rev. 1943). Und einmal mehr gelingt der Pianistin ein programmatisch schlüssiger Brückenschlag mit außerordentlicher philosophischer Tiefe.

Gleich bei Mozart geht Hélène Grimaud rhythmisch und klanglich äußerst raffiniert zu Werke. Mozart stieß mit seiner a-moll-Sonate in neue Ausdruckssphären vor, steht gewissermaßen an der Schwelle zum romantischen Duktus. Hier verbinden sich gedanklicher Ernst und Aufbruchstimmung zu einer treibenden Energie, die Hélène Grimaud auf faszinierende Weise zum Leben erweckt. Unter ihren Händen entfaltet sich das Werk zum ausdrucksstarken Charakterstück.

Alban Bergs einsätziges Erstlingswerk (mit ihm schloss der Komponist die Unterrichtszeit bei Schönberg ab) präsentiert uns die Künstlerin mit kristalliner Klarheit. Dem poetischen, oft elegischen Grundcharakter des Werkes werden dramatische Zuspitzungen gegenübergestellt. Mit klarer Phrasierung vermittelt uns Hélène Grimaud die musikalischen Ideen (und Ideologien) Alban Bergs, baut gewaltige gedankliche und klangliche Bögen, führt uns zum Wesen der Komposition.

Die h-moll-Sonate von Franz Liszt macht besonders deutlich, worin die Faszination von Hélène Grimauds Interpretationskunst liegt. Denn von diesem Werk liegen zahlreiche, vielbeachtete Vergleichseinspielungen vor (Argerich, Pollini, Pogorelich, Vogt, Zimerman). Hélène Grimaud lässt die Sonate klangsinnlich und pianistisch fulminant erklingen. Sie gestaltet ihre Interpretation souverän und mit großem Atem, reiht sich fraglos in die Riege der großen LIszt-Interpreten ein. Die individuelle Qualität dieser Einspielung offenbart sich im Hörvergleich: In vielen anderen Aufnahmen der Liszt-Sonate bleibt - trotz aller Kraft und technischer Virtuosität - eine eigentümliche emotionale Distanz zwischen Werk und Pianist(in) spürbar. Es scheint, als fürchte sich mancher Künstler davor, die emotionale Kontrolle zu verlieren, sich gleichsam am Feuer des Werkes zu verbrennen. Anders Hélène Grimaud: Sie stürzt sich mit aller Hingabe in die Flammen. Es glüht und lodert, die pianistischen Funken sprühen nur so. Bei aller Leidenschaft behält die Pianistin stets den Überblick, findet wieder zu lyrischer Ruhe und Versenkung zurück, um anschließend den nächsten Spannungsbogen aufzubauen. Wie sich das aufgetürmte musikalische Material in der kraftvollen Klimax entlädt, ist schlichtweg überwältigend.

Bela Bartoks Rumänische Volkstänze sind sechs Miniaturen mit starken Bezügen zur Folklore. Jedes einzelne Stück fordert den Pianisten mit ganz eigener Gestik und Rhythmik. Hélène Grimaud kostet den rhythmischen Charme jedes einzelnen Tanzes mit dynamischer Raffinesse aus, die herbe Seite nicht verleugnend. Wunderbar, wie die Pianistin mit den musikalischen Themen kokettiert.

Fazit:
"Resonances" fasziniert durch klangsinnliche und pianistisch fulminante Interpretationen, intensiv und hochemotional. Wieder einmal erweist sich Hélène Grimaud als musikalische Erzählerin, die ein Werk nicht einfach reproduziert, sondern mit der Musik klingende Bilder erzeugt. Sie erzählt von den emotionalen Dimensionen des Lebens - Klangrede im besten Sinne. Das ist es, was mich an Konzerten und Einspielungen dieser Ausnahmekünstlerin immer wieder fasziniert. Auch klanglich ist die CD hervorragend gelungen. Kurz: 70 Minuten Klavier-Glück!


Bach
Bach
Preis: EUR 15,49

55 von 57 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Musikalität statt Dogma, 1. Dezember 2008
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Bach (Audio CD)
Soll man Bachs Klavierwerke auf einem Originalinstrument oder auf einem modernen Flügel spielen? Für Hélène Grimaud ist diese Diskussion kein Thema. "Bach lässt sich auf jedem Instrument wundervoll spielen", sagt sie und tritt prompt den Beweis an. Sie interpretiert Bach auf einem (Steinway) Konzertflügel - und überzeugt durch intellektuelle und emotionale Aufrichtigkeit.

Hélène Grimaud's Bach-Interpretationen entspringen dem Hier und Jetzt. Vielleicht klingen die Kompositionen unter ihren Händen deshalb so organisch und so ehrlich. Faszinierend, wie Hélène Grimaud zwischen der formalen Strenge und dem spirituellen Gehalt der Kompositionen vermittelt. Ihr Spiel ist transparent und fließend, der Anschlag klar konturiert, die Dynamik kontrastreich. Die moderaten Tempi lassen die die Musik in einem natürlichen Fluss erklingen. Bemerkenswert: Wo andere Interpreten oft mathematisch streng am Metrum kleben, belebt Hélène Grimaud die Musik mit flexibler Artikulation und dynamischen Akzenten.

Die Rhythmik in Bachs Kompositionen gewinnt dadurch an emotionaler Spannung. Man höre zum Beispiel den Finalsatz des Klavierkonzertes (Allegro, Track 7): Mit wogendem, akzentuiertem Spiel entfacht Hélène Grimaud einen mitreißenden musikalischen Sog; mit ihrer kraftvollen "Linken" arbeitet sie die Kontrapunktik des Satzes plastisch heraus. Hier "groovt" es, auch ohne dass Solistin und Orchester das Tempo irrwitzig beschleunigen müssten. Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen - von der Solistin geleitet - agiert mit Verve, charakteristischem Klangprofil und bestechender Akkuratesse.

Die Chaconne d-Moll (Bearb: Busoni) atmet Größe und Weite. Hélène Grimaud kostet das Dynamik- und Klangspektrum dieser Bearbeitung mit kontrollierter Leidenschaft aus. Die mächtigen Akkorde und Steigerungen gestaltet sie ausdrucksstark, ohne den Bogen zu überspannen.

Wer offen ist für emotional durchdrungene, von Dogmen befreite Bach-Interpretationen, wird an dieser CD große Freude haben.


Bach (Ltd.ed.)
Bach (Ltd.ed.)
Wird angeboten von japazon
Preis: EUR 106,31

10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bewegender Bach, 23. November 2008
Rezension bezieht sich auf: Bach (Ltd.ed.) (Audio CD)
Soll man Bachs Klavierwerke auf einem Originalinstrument oder auf einem modernen Flügel spielen? Für Hélène Grimaud ist diese Diskussion kein Thema. "Bach lässt sich auf jedem Instrument wundervoll spielen", sagt sie und tritt prompt den Beweis an. Sie interpretiert Bach auf einem (Steinway) Konzertflügel - und überzeugt damit auf unvergleichliche Art. In der Auseinandersetzung mit den verschiedenen Aufführungstraditionen und -ideologien fand sie ihren eigenen, persönlichen Weg zu Bach: Ohne Dogmen, aber auch ohne stilistische Extreme. Stattdessen mit der für sie charakteristischen Haltung, und die heißt: intellektuelle und emotionale Aufrichtigkeit.

Hélène Grimaud's Bach-Interpretationen entspringen dem Hier und Jetzt. Vielleicht klingen die Kompositionen unter ihren Händen deshalb so organisch und so ehrlich. Auf ihrem Konzeptalbum stellt sie originale Bach-Werke (ausgewählte Stücke aus dem Wohltemperierten Klavier sowie das erste Klavierkonzert d-Moll) und Bach-Bearbeitungen anderer Komponisten (Busoni, Liszt, Rachmaninow) gegenüber.

Faszinierend, wie Hélène Grimaud zwischen der formalen Strenge und dem spirituellen Gehalt der Kompositionen vermittelt. Ihr Spiel ist transparent und fließend, der Anschlag klar konturiert, die Dynamik kontrastreich. Die moderaten Tempi lassen die die Musik in einem natürlichen Fluss erklingen. Bemerkenswert: Wo andere Interpreten oft mathematisch streng am Metrum kleben, belebt Hélène Grimaud die Musik mit flexibler Artikulation und dynamischen Akzenten.

Die Rhythmik in Bachs Kompositionen gewinnt dadurch an emotionaler Spannung. Man höre zum Beispiel den Finalsatz des Klavierkonzertes (Allegro, Track 7): Mit wogendem, akzentuiertem Spiel entfacht Hélène Grimaud einen mitreißenden musikalischen Sog; mit ihrer kraftvollen "Linken" arbeitet sie die Kontrapunktik des Satzes plastisch heraus. Hier "groovt" es, auch ohne dass Solistin und Orchester das Tempo irrwitzig beschleunigen müssten. Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen - von der Solistin geleitet - agiert mit Verve, charakteristischem Klangprofil und bestechender Akkuratesse.

Die Chaconne d-Moll (Bearb: Busoni) atmet Größe und Weite. Hélène Grimaud kostet das Dynamik- und Klangspektrum dieser Bearbeitung mit kontrollierter Leidenschaft aus. Die mächtigen Akkorde und Steigerungen gestaltet sie ausdrucksstark, ohne den Bogen zu überspannen.

Erwähnung verdient die ansprechende Ausstattung des Albums: Mit 76 Minuten Spielzeit ist die CD randvoll mit herrlicher Musik. Auch das dreisprachige Booklet macht Freude. In einem Vorwort gibt Hélène Grimaud Auskunft über ihre persönliche Sicht auf den Menschen J.S. Bach und sein Schaffen. Ein ausführliches Interview gibt weitere Aufschlüsse über die musikalische Konzeption dieser CD. Anspruchsvolle Fotografien vom Fotokünstler Mat Hennek zeigen die Pianistin bei der "Arbeit", ergänzt durch Impressionen aus dem Aufnahme- und Tonstudio.

Fazit: Ein programmatisch und musikalisch großartiges Album in attraktiver Aufmachung.


Klavierkonzert 4
Klavierkonzert 4
Preis: EUR 17,49

10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Atmender Beethoven � eine Offenbarung, 3. Januar 2006
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Klavierkonzert 4 (Audio CD)
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Durch frühere Aufnahmen Hélène Grimauds wurde ich zum Kauf dieser CD angeregt. Und welch eine Offenbarung: Nie zuvor habe ich Beethovens 4. Klavierkonzert so atmend, so packend gehört. Im Kopfsatz wie im Finale bringt Hélène Grimaud die musikalische Substanz des Konzertes zum Schwingen - fulminant, technisch souverän und stets geistreich. Bloße Artistik ist nicht ihre Sache. Der langsame Mittelsatz, der die Pianistin nach eigener Aussage besonders fasziniert, wird hier einmal nicht abgrundtief dunkel und resignativ interpretiert, sondern behält ein lichtes Moment, gleichsam einer immer währenden Hoffnung - wie schlüssig klingt das in Vorbereitung auf den Finalsatz!
Das New York Philharmonic wird von Kurt Masur straff und klangschön geführt. Das Orchester offenbart in dieser Einspielung eine Klangkultur, die man von den New Yorkern so kaum kennt. Das Zusammenspiel zwischen Solistin und Dirigent ist herausragend - hier hat ganz offenkundig die "Chemie" gestimmt.
Als "Zugaben" präsentiert Hélène Grimaud Beethovens Klaviersonaten opp. 109 & 110 - auch hier wogt und atmet die Musik. Und wer genau hinhört, kann die physische Energie der Pianistin hören. Man spürt vor den Lautsprechern, dass ihr Beethoven eine Herzensangelegenheit ist.
Die Vergleichseinspielungen mit Brendel, Pollini, Zimerman & Co. haben freilich ihre eigenen Stärken - aber dieser Beethoven hier macht einfach süchtig.


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