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Rezensionen verfasst von
Cornelius Michels
(VINE®-PRODUKTTESTER)   

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Yoga Lounge
Yoga Lounge
Preis: EUR 21,90

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ost und West harmonisch und ruhig vereint ..., 8. November 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Yoga Lounge (Audio CD)
Die Sitar (eine Langhalslaute) ist ein traditionelles Melodieinstrument der nordindischen Musik. Der wohl berühmteste indische Sitarspieler war Ravi Shankar, der die Sitar auch in den westlichen Kulturkreisen bekannt gemacht hat.

Nicht zuletzt deshalb, weil er mit Yehudi Menuhin zusammen musizierte und weil der Beatle George Harrison bei ihm lernte und die Sitar für einige Songs der Beatles verwendete. Bis heute wird die Sitar immer wieder von den unterschiedlichsten Gruppen eingesetzt um besondere Atmosphären in den Songs zu erzeugen.

Auch die CD „Yoga Lounge“ von Chinmaya Dunster (geb. in Kent, England) und Niladri Kumar (geb. in Kalkutta, Indien) ist letztlich eine Verschmelzung von Westen und fernen Osten. Und das Ergebnis sind ruhige Stücke mit schönen Melodien, die auch im von westlichen Harmonien geprägtem Ohr sehr angenehm klingen.

Sicherlich ist nach rein traditionellen Maßstäben das Sitarspiel von N. Kumar auf "Yoga Lounge" zu sehr an die westlichen Bedürfnisse angepasst. Aber dennoch verliert sein Spiel nicht das Spezielle und nicht die Tiefenwirkung der Sitar. Die Klänge schweben wie in einem Fluss, der in die Unendlichkeit fließt.

Fein abgestimmt dazu ergeben Gitarre, Keyboard, Bambusflöte, Cello, Violine und Bassoon ausdrucksstrake Stücke, die die zum „Weggleiten“ aus dem hektischen Alltag verführen.

Das ist Musik, die gut im Hintergrund laufen kann, die man gut bei geschlossenen Augen allein hören kann und die eine positive Atmosphäre verbreitet ohne aufdringlich zu sein.

Wer also einmal einen Ausflug in eine andere Klangwelt machen möchte, dem sei "Yoga Lounge" gerade deshalb empfohlen, weil es insgesamt nicht so extrem fremd klingt, sondern weil es eine so schöne harmonische Fusion von westlichen und fernöstlichen Klängen ist.

Fazit: Sehr gut! "Yoga lounge" ist ein Hörerlebnis der besonderen und vor allem nicht alltäglichen Art – etwas für die feineren Ohren und Seelen!


So Tonight That I Might See
So Tonight That I Might See
Preis: EUR 7,99

5.0 von 5 Sternen Wunderbare positive Melancholie, 6. November 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: So Tonight That I Might See (Audio CD)
Mazzy Star das sind hauptsächlich Hope Sandoval (Texte und Gesang) und David Roback (Komposition und Gitarre).

Es gibt Fans, die wissen mit Sicherheit sofort, wenn sie die ersten Takte eines Songs hören, in welche Kategorie die Musik einzuordnen ist. Abgesehen von mir, ich bin da nicht so stilsicher, erscheint es mir bei Mazzy Star überhaupt nicht möglich. Mazzy Star – das ist etwas sehr Eigenes mit Anteilen von Folk, Rock und ein wenig Psychedelic. Und auch das ist nur eine sehr oberflächliche Annäherung.

Da hilft nur eines, man muss alles vergessen und sich Mazzy Star einfach in Ruhe anhören und sich von der Atmosphäre verführen lassen. Es ist wie bei dem bekannten Song „Fade into you“ - eintauchen und die Saiten der Seele schwingen und verschmelzen lassen.

Hope Sandoval singt, als wollte sie gar nicht singen. Ihr Gesang wirkt zart und zerbrechlich, sie steigert sich nicht in intensive Gefühlsausbrüche. Sie singt als würde sie beiläufig erzählen und verbreitet damit eine Atmosphäre, als würde sie von einer Welt berichten, die unterhalb der oberflächlichen Alltagswelt liegt.

Letztlich zusammen mit der eher minimalistischen Instrumentierung und der nicht aufdringlichen Gitarre von Roback ergibt sich eine unaufgeregte traumhafte und geheimnisvolle Atmosphäre.

Es stellt sich nicht die Frage, ob Hope Sandoval eine hervorragende Sängerin oder David Roback ein Supergitarrist ist! Mazzy Star ist dadurch außergewöhnlich, weil die beiden zusammen eine originale musikalische Symbiose bilden, die ein deutliches Alleinstellungsmerkmal hat.

Besonders eindrucksvolle Songs sind: Fade into you, Bells ring, Five string serenade, Blue Light, Into Dust.

Fazit: Wer also am Abend abschalten und in Ruhe wieder etwas zu sich selbst kommen will, sollte „So tonight that I might see“ auflegen, die Augen schließen und sich forttragen lassen von einer positiven Melancholie – die einem letztlich zu einem selbst führt.


Peter Gabriel - Die exklusive Biografie
Peter Gabriel - Die exklusive Biografie
von Daryl Easlea
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 29,99

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Eine umfangreiche und informative Biografie, 1. November 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Es gibt Biografien, die fängt man zu lesen an und man hat keine Ruhe mehr bis man sie vollständig gelesen hat. Sie sind so spannend, dass man quasi emotional von einer Buchseite auf die andere gezogen wird. Dieses für mich eher angenehme Grundgefühl hatte ich bei der Biografie von Peter Gabriel nicht. Aber als Fan von Genesis – insbesondere für die Zeit mit Peter Gabriel als Sänger – war es aber dennoch ein Muss für mich diese Biografie zu lesen.

Mein erster Eindruck ist: Der Autor, Daryl Easlea, hat sehr sorgfältig recherchiert und inhaltlich einen dichten chronologischen Verlauf verfasst. Es ist ihm gelungen nicht nur ein aussagekräftiges Gesamtbild darzustellen, sondern auch deutlich die einzelnen künstlerischen Entwicklungsphasen hervorzuheben und gut miteinander zu verbinden. Auf mich wirkt es etwas zu sachlich. Etwas mehr Emotionalität und Dynamik hätte dem Buch sicherlich nicht geschadet.

Inhaltlich wird der Werdegang des Multi-Künstlers Peter Gabriel von seinen frühen Anfängen bis heute lückenlos dargestellt. Hierbei erfährt man wie sich Peter Gabriel vom Musiker, zum Komponisten, zum Filmmusiker, zum Technikliebhaber, zum Innovator, zum Videokünstler und zum politischen Aktivisten entwickelt und wie er immer wieder nach neuen Ausdrucksmöglichkeiten sucht, die weit über die Grenzen der Musik hinausgehen.

Nicht nur alle Alben werden besprochen, sondern man bekommt auch einen guten Einblick in die Entstehung einiger Songs – z.B. mit wen er zusammen musizierte und mit wie viel technischen Aufwand produziert wurde. Dabei wird sehr deutlich, dass Peter Gabriel kein Musiker ist, der gängige Pophits komponieren und performen wollte, sondern mit seinen Vorstellungen seine eigenen Klangwelten nach außen bringen wollte - Peter Gabriel als Sucher und Entdecker in der Welt der Klänge mit dem Drang immer neue Horizonte zu erobern. Diese wird auch deutlich mit seinen Einsatz für die Weltmusik und seiner Vorliebe für afrikanische Rhythmen. Nicht wenige seiner Songs enthalten Klänge von Instrumenten, die in der westlichen Hemisphäre eher unbekannt sind.

Das Privatleben von Peter Gabriel hat in der gesamten Biografie eher einen marginalen Stellenwert. Das, was man dennoch erfährt, erscheint sehr normal und geht kaum in die Richtung von anderen Stars, deren Leben eine Vielzahl außergewöhnlicher Eskapaden enthält.

Im Mittelpunkt steht deutlich der Allroundkünstler Peter Gabriel, seine Werke, sein Denken über Kunst und auch seine politischen, besser humanistischen, Visionen. Zu Wort kommen diverse Musiker und andere Wegbegleiter seines künstlerischen Schaffens, die ihn teilweise über Jahrzehnte begleitet haben.

Summa summarum stellt das Buch einen vielseitig talentierten Künstler dar, der konsequent seinen Weg gegangen ist und insbesondere in der Welt der modernen Musik immer wieder neue Meilensteinen setzte.

Inzwischen ist Peter Gabriel 64 Jahre alt. Die meisten Menschen gehen mit diesem Alter in den Ruhestand. Das ist für den Vollblutkünstler Peter Gabriel nicht vorstellbar. Ich bin mir sicher, wir werden das eine oder andere noch von Peter Gabriel hören oder sehen - und es wird nichts sein, was dem mainstream entspricht.

Fazit: Umfangreiche, sorgfältige und informative Biografie. Für alle Peter Gabriel-Fans und auch für alle Genesisfans (bis Lamb lies down on broadway) ein Muss!


Der Club der Toten Dichter [Blu-ray]
Der Club der Toten Dichter [Blu-ray]
DVD ~ Robin Williams
Preis: EUR 9,99

20 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Meisterwerk der Sensibilität, 14. August 2014
Direkt zu sagen, dieser Film ist ein Meisterwerk, ist richtig, aber es ist nicht ausreichend. Dieser Film ist einfach mehr als ein Film! Er ist in Summe eine Botschaft mit emotionaler und intellektueller Tiefenwirkung. Und die Botschaft heißt: Es lebe das eigene Empfinden und Denken, die eigene Persönlichkeit und Kreativität.

Und dieses Eigene soll deshalb leben, sich entwickeln und zur Blüte kommen, weil es die unumstößliche Grundlage eines selbstbestimmten Lebens ist. Der Film ist ein Aufruf: Mut zur Individualität, damit man mit einem gesunden Selbstwertgefühl zu seiner Lebensqualität kommt. Und ein wenig erinnert dieser Kerngedanke des Films an Friedrich Nietzsche: „Werde der, der Du bist!“

Der Film zeigt, wie das Eigene im Keim bei jungen Menschen vorhanden ist, wie es unter guter pädagogischer Begleitung zum Reifen kommen kann oder wie es unter Druck, in der Fesselung von Tradition und Konvention und vor allem unter Macht von außen ersticken und verwelken kann.

Es passt in diesem Film alles zusammen: Die Kulisse, die Schauspieler, die Musik, der klare inhaltliche Faden, der alles zusammenhält und natürlich all` die ausdrucksstarken mit feiner Sensibilität kreierten Schlüsselszenen.

Es treffen Gegensätze aufeinander: Alt und Jung, konservativ und progressiv, Dogma und Flexibilität, Freude und Trauer, Wahrheit und Lüge und Lebensmut und Verzweiflung.

Bezogen auf einen der Hauptdarsteller hat der Film kein Happy End; das Ende ist traurig und berührt sehr. Dennoch der Film insgesamt hinterlässt eine konstruktive Nachdenklichkeit. Und wer dafür die richtigen Antennen hat, nimmt unter anderem aus diesem Film die Frage mit: Habe ich bisher aus meinem Leben wirklich das gemacht, was ich hätte machen können?

Wer also mehr von einem Film erwartet als Zeitvertreib, Ablenkung vom Alltag und Zerstreuung der eigenen Langeweile, dem sei dieser Film bestens empfohlen. Fast möchte ich die Garantie abgeben, dass jeder, der ihn sieht, in eine emotionale Schwingung versetzt wird und jeder, der ihn mit Offenheit aufnimmt, in einer für ihn passenden Art und Weise bereichert wird.

Hier waren Menschen am Werk, die etwas von der Komplexität des menschlichen Daseins verstehen und die mit großem Einfühlungsvermögen einen Film geschaffen haben, der auch noch spätere Generationen zum Nachdenken anregen wird.

Fazit in Kurzform: Prädikat außerordentlich wertvoll!
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 10, 2015 10:50 AM CET


Ein Hippie-Traum: Die Autobiographie Waging Heavy Peace (KiWi)
Ein Hippie-Traum: Die Autobiographie Waging Heavy Peace (KiWi)
von Neil Young
  Taschenbuch
Preis: EUR 12,99

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Glaubhaft und menschlich – und eine Botschaft für die Echtheit in der Musik, 9. August 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich mag sehr gerne Crosby, Stills, Nash & Young und aus Interesse an dieser Band habe ich mir „Ein Hippie-Traum“ von Neil Young gekauft. Obwohl er über die Band CSN&Y relativ wenig erzählt, hat mich das Buch fasziniert und sehr berührt. Und ich habe es fast in einem Atemzug durchgelesen.

Was sofort deutlich wird, ist der Unterschied: Einerseits Neil Young, den man durch seine Musik und Konzertaufzeichnungen kennt und anderseits der Neil Young wie er sich in seiner Biografie mit all` seinen Lebensumständen zeigt. Hier ist er nicht der Superstar, der musikalische Individualist, den man beim Hören mit seinen eigenen Vorstellungen und Projektionen besetzt, sondern ein Mensch mit Schwächen und Stärken, mit Erfolgen und Niederlagen.

Hinzu kommt die Art und Weise, wie er schreibt - sehr lebendig, nicht geziert, klar und direkt, leicht lesbar – und das ergibt zusammen eine sehr authentische Stimmung, die anregt und überzeugt.

Natürlich berichtet er viel über seine Musik, über diejenigen mit denen er produzierte und zusammen spielte – aber ein Thema durchzieht das Buch in besonderer Weise: Seine persönliche Auffassung von Musik – sein Statement für echte, authentische Musik, die aus der Seele kommt und die andere Seelen berührt. „Musik wird heute als ein Unterhaltungsmedium präsentiert, wie ein Spiel, aber ohne die volle Audioqualität. Sie ist eher eine Art lässiger Zeitvertreib oder ein Spielzeug, keine Botschaft an die Seele. So ändern sich die Zeiten.“ (Neil Young in eigenen Worten)

Ja, Neil Young kommt aus einer anderen Zeit. Es war die Zeit des Aufbrechens verkrusteter gesellschaftlicher Strukturen, es war die Zeit der Sehnsucht nach anderen Werten, es war die Zeit des Ausbruchs aus der Masse der gesellschaftlichen Anonymität, hin zum Individuum, die Zeit des Sichselbstausprobierens. Und damit auch die Zeit mit der Musik neue Wege zu gehen. Und wer zumindest einen Teil seiner Alben kennt, weiß, dass er konsequent seinen Weg gegangen ist, dass er immer Neil Young blieb und immer mehr Neil Young wurde. Er ist sich treu geblieben: Musik als Botschaft aus der Seele um andere Seelen zu erreichen. Egal, was die Plattenbosse und die Verkaufszahlen sagen.

Und man erfährt viel über den Menschen Neil Young – über seine Normalität im Alltagsleben, seine Interessen, über seine Familie (übers einen behinderten Sohn!), über seine verschiedenen Hilfsprojekte, über seine Umweltaktivitäten und sein Bemühen um die Qualität in der Musik, die er in den heutigen digitalen Darbietungsformen als unzureichend beurteilt.

Insbesondere ist dieses Buch auch ein vom Herzen kommendes Dankeschön an die vielen Musiker mit denen er bisher zusammen spielte. Und es ist ein nachdenkliches Innehalten an die diejenigen musikalischen Weggefährten, die schon verstorben sind und die ihm besonders nahe gestanden haben.

In Kurzform: Das Buch hat mich wirklich positiv überrascht. Es wirkt auf mich sehr aufrichtig, es wirkt menschlich und es strahlt atmosphärisch eine Botschaft aus: Alles beginnt damit, zu versuchen sich selbst zu sein und zu sich zu stehen.


Deja Vu
Deja Vu
Preis: EUR 6,99

8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Dėjà Vu – mein lebenslanger Begleiter, 19. Juli 2014
Rezension bezieht sich auf: Deja Vu (Audio CD)
Ich habe erst sehr viel später erfahren, dass Album „Dėjà Vu“ 1969 entstanden ist und dass es vom „Rolling Stone“ mit zu den besten 500 Alben der Pop- und Rockmusik gezählt wird. Für mich ist es 1970 in mein Leben getreten – besser gesagt in meine Seele gefallen – und es begleitet mich bis heute. Es ist mit aller Ruhe und Sicherheit gesagt, ein musikalisches Erlebnis, was ich nicht mehr missen möchte.

„Carry on“, der erste Song des Albums, hörte ich das erste Mal im Sommer 70 und die Frische, das Kraftvolle und zugleich Harmonische hat mich sofort berührt. Der Stil war irgendwie anders und ließ sich nicht in die bis dahin gängigen Kategorien der populären Musik einordnen. Mein erster Eindruck war – das ist was Neues, etwas was positiver in die Zukunft weist und einen auf eine sehr direkte Art mitreist. Tage später hörte ich im Radio, wie CSNY als die Wegbereiter der neuen Ära des Newrocks gefeiert wurden.

Inzwischen sind fast unzählige Phasen der Pop-und Rockmusik abgelaufen, aber dieses Album hat nichts an seiner musikalischen und textlichen Einmaligkeit verloren.

Es lebt natürlich eindeutig von diesen wirklichen individuellen Menschen und Musikern – Crosby, Stills, Nash und Young - , die mit „Dėjà Vu“ ihr erstes gemeinsames Werk in die Welt setzten.

Einige der Songs, so unterschiedlich sie auch sind, haben sich zu Klassikern entwickelt, die nicht nur die Alt-Hippies kennen, sondern ebenfalls deren Kinder und Enkelkinder.

Die besondere Ausstrahlung und emotionale Wirkung des Albums kommt auch daher, weil alle vier Musiker mit eigenen und sehr unterschiedlichen Kompositionen vertreten sind, und die Individualität ihrer Stimmen dieses noch verstärkt.

Trotz dieser Unterschiedlichkeit wirkt das Album wie aus einem Guss, wie eine Einheit, in der jeder Song wie ein Puzzelteil zum anderem passt und zusammen ein überzeugendes Ganzes abgibt.

Es beginnt mit dem dynamischen und positiven „Carry on“ und schließt mit dem noch kraftvolleren und optimistisch wirkenden „Everybody I Love you“.

Dazwischen ist Graham Nash mit „Teach your children“ (der Klassiker, der bei keinem Konzert fehlt) und „Our house“ vertreten. David Crosby singt eindringlich seine Songs „Almost cut my hair“ und „Dėjà Vu“, die, obwohl nicht von leichten Melodien getragen, durch ihre sehr eigene Intensität unter die Haut gehen. Neil Young singt - und nur Neil Young kann so singen – „Helpless“ (inzwischen auch ein Klassiker) und „Country Girl“. Als Gastmusiker wirkten Jerry Garcia – wunderbare Pedal-Steel-Gitarre auf „Teach your children“ – und John Sebastian (Mundharmonika auf „Dėjà Vu“) mit.

Wie gesagt – unterschiedlicher geht es kaum, aber es ist beeindruckend, wie sich die vier Individualisten im Musizieren und vor allem im gemeinsamen Gesang ergänzen und unterstützen. (Insider wissen hier bereits, dass es während der Aufnahmen zu „Dėjà Vu“ zu Spannungen und deutlichen atmosphärischen Störungen unter den vier musikalischen „Unikaten“ kam.)

Fazit: „Dėjà Vu“ ist ein Album, nein es ist das Album aus der Hippiezeit, aber mit zeitlosen Songs, mit zeitloser Musik und zeitlosen Botschaften. Es ist ein Album, was sehr unterschiedliche Songs und deren Stimmungen vereinigt und insgesamt eine authentische und belebende Ausstrahlung hat.

Für diejeinigen, die die Musik der 6oer und 70er Jahren kennen, ist es geradezu ein Muss dieses Album zu besitzen. Und für diejenigen, die viel später mit Musik als Lebensbegleiter in Kontakt kamen, gilt ganz eindeutig, sie müssen diese Musik von Crosby, Stills, Nash und Young kennen lernen, damit sie begreifen und schätzen lernen, was gute Musik, angetrieben aus seelischen Tiefen, im Vergleich zur zusammengebastelten Computermusik, ist.

Inzwischen ist dieses einmalige Album 45 Jahre alt und dennoch gilt – es ist weiterhin ein Meilenstein und Highlight!


Wild Tales: Ein Rock'n'Roll-Leben
Wild Tales: Ein Rock'n'Roll-Leben
von Graham Nash
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 22,95

12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Musik und Leben - ein Blick hinter die Kulissen, 13. Juli 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Für diejenigen, die die Hollies kennen und später dann CSN schätzen gelernt haben, ist Graham Nash kein Fremder. Heute ist er über 70 Jahre alt und hat mit „Wild Tales“ ein sehr persönliches Buch über sein Leben geschrieben. Natürlich steht vom Anfang bis zum Ende die Musik im Vordergrund.

Man lernt Graham Nash nicht nur als Pop- und Rockstar kennen, sondern als Menschen in der Vernetzung mit allen seinen musikalischen Partnern, mit seinem familiären Umfeld und mit denen, die er als seine Freunde bezeichnet. Gerade durch die Schilderungen seiner teilweise sehr intensiven Beziehungen zu anderen Künstlern ist zu zu spüren, dass Leben und Musik bei ihm eine Einheit bilden, was besonders dadurch deutlich wird, wenn er über die Entstehung von bestimmten Songs berichtet.

Ein wesentlicher Fixpunkt seines Buches (seines Lebens) ist deshalb auch das Thema Freundschaft, insbesondere die zu Allan Clarke und zu David Crosby. Mit Allan Clarke gründete er die „Hollies“ und mit David Crosby und Stephen Stills „Crosby, Stills & Nash“. Immer dann wenn er über CSN schreibt, wird deutlich, wie Musik, Freundschaft und Leben letztlich eine vernetzte Einheit bilden und wie sehr ihre Beziehungen zu einander ihre Musik beeinflusste. Und die waren alles andere als immer ausgeglichen.

Graham Nash schreibt auch ungeschminkt über den zeitweise exzessiven Drogenkonsum in der damaligen Musikszene und insbesondere darüber wie die Abhängigkeit David Crosby mehrmals an den Rand des Todes führte.

„Wild Tales“ zeigt auch, dass Nash immer mehr war als nur Musiker. Es zeigt seine Entwicklung zum Fotografen und zu einem Künstler, der sich ebenfalls an Malerei und Bildhauerei ausprobierte. Nash, der aus sehr einfach einfachen nordenglischen Verhältnissen kommt, hat sich seinen Jugendtraum erfüllt und noch mehr als das; es ist ihm gelungen, trotz all` der Wirren und trotz all` der Hochs und Tiefs bodenständig und authentisch zu bleiben.

War seine Musik bei den Hollies davon getrieben populäre Hits zu produzieren, entwickelte er sich mit Crosby und Stills zu einem auch sozialpolitischen Songwriter, der neben seiner Musik gesellschaftspolitische Verantwortung zu aktuellen Themen übernahm und weiterhin übernimmt.

In „Wild Tales“ lernt man Nash quasi als Multitalent kennen, der durch seine Offenheit und sein sensibles Interesse am Leben und insbesondere am menschlichen Miteinander, einen hohen Grad an humanistischer Reife erlangt hat. Es wird deutlich, dass Graham Nash nicht in die Kategorie kurz aufblitzender Popstars einzuordnen ist, sondern er gehört zu den Küntlern, die immer wieder offen für neue Entwicklungsphasen sind. Das besondere Merkmal an ihm ist, dass er durch eine besondere Loyalität und Treue mit denen verbunden bleibt, mit denen er am besten Musik machen konnte.

Und dieses am besten sich in Musik ausdrücken, funktioniert nur dann, wenn die Verbindung mit den anderen Musikern durch Vertrauen geprägt ist. Dieses tiefliegende Vertrauen fand er bei David Crosby und Stehpen Stills – zeitweise auch mit Neil Young, der aber in „Wild Tales“ als relativ schwierige Persönlichkeit dargestellt wird.

Fazit: Rein literarisch betrachtet ist das Buch von Graham Nash kein highlight, aber für die Musikinteressierten, für die Fans der Hollies und für die Fans von CSN ist es total interessant. Es liest sich flüssig, wird nie langweilig und es bewegt auch emotional, weil es menschliche Tragödien anspricht und das Leben eines Rock`n- Roll-Stars nicht blind verherrlicht.

In Kurzform: „Wild Tales“ zeigt nicht nur den Künstler Nash; es zeigt den Menschen Graham Nash mit seinen tieferen menschlichen Facetten.

Ein sehr lesenswertes Buch!


Sapere aude!: Warum wir eine neue Aufklärung brauchen
Sapere aude!: Warum wir eine neue Aufklärung brauchen
von Heiner Geißler
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 16,99

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein starkes Plädoyer für den mündigen Bürger, 29. Dezember 2012
In seinem Buch „Sapere aude!“ sagt Heiner Geißler direkt und ungeschminkt seine Meinung und nimmt keine Rücksicht auf etablierte „Wahrheiten“, egal ob sie von der Politik, von der Kirche oder von der Wirtschaft kommen.

Heiner Geißler zeigt sich als kritischer, selbstdenkender Humanist, der mit überaus klaren Worten bestehende Mängel ankreidet und für mehr Bürgerbeteiligung und letztlich für ein gesellschaftliches Miteinander eintritt, was wirklich mit Demokratie bezeichnet werden kann.

Schwerpunkte sind: Gleichberechtigung der Frauen, das Versagen der etablierten politischen Institutionen beim Wahrnehmen und Umsetzen der Bedürfnisse der Bürger, damit die immer größer werdende Kluft zwischen den Wählern und den Gewählten, die anachronistische Verbohrtheit insbesondere der katholischen Kirche und das stetige Aufbegehren der Bürger, was sich unter anderem in einer zunehmenden Politikverdrossenheit zeigt.

Obwohl komplexe Sachverhalte angesprochen werden, liest sich das Buch gut. Die einzelnen Kapitel sind eher kurz und der Stil ist prägnant. Die Probleme werden gut verständlich auf den Punkt gebracht.

Das, was er fordert – den mündigen Bürger – hält er selbst ein! Heiner Geißler nimmt kein Blatt vor dem Mund und zwischen den Zeilen spürt man, dass ihm diese Themen nicht nur intellektuell wichtig sind, sondern dass er voll mit seiner Persönlichkeit dafür steht.

Fast könnte man sagen, schade, dass Heiner Geißler, so wie er jetzt wahrnimmt und denkt, nicht mehr ein starkes offizielles politisches Amt innehat, denn mit dem Denken, welches er in „Sapere aude“ vertritt, würde er für wirksame Irritationen und kreative Unruhe unter den Abgeordneten sorgen, so dass unsere Demokratie noch demokratischer und vor allem noch gerechter werden würde.

Fazit: Vergessen Sie den alten Heiner Geißler, den ehemaligen Generalsekretär der CDU, und lassen Sich auf den neuen Heiner Geißler ein, der ganz offensichtlich mit seinem eigenen Älterwerden die Unabhängigkeit und die Freiheit des Denkens lebt und dieses mit einem glaubhaften Humanismus untermauert.

Das Buch ist lesenswert. Es ist informativ und regt zum Nachdenken an!


Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand
Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand
von Jonas Jonasson
  Broschiert
Preis: EUR 14,99

5.0 von 5 Sternen Gute Unterhaltung, intelligent und humorvoll, 22. Dezember 2012
Wenn es das Ziel des Autors war, den Leser mit seiner Geschichte zu fesseln, dann ist das gelungen. Dieses Buch ist Lesevergnügen pur und dazu auf einem hohen Niveau. Vom Anfang bis zum Ende macht es Spaß diese lebendige Geschichte, die immer wieder eine Überraschung bereit hält, zu verfolgen.

Zudem ist es wie eine Gratwanderung zwischen reiner Fiktion und Wirklichkeit. Die Erlebnisse des Hundertjährigen werden an historisch markante Ereignisse geknüpft, so dass der Eindruck entsteht, eigentlich könnte das wirklich so geschehen sein. Mehr oder weniger bedingt ein Zufall den anderen und der Hundertjährige, der aus dem Fenster steigt, entwickelt sich zu einem Glückspilz, den man einfach sympathisch finden muss. Von der gesamten Atmosphäre her erinnert die Story an Forrest Gump.

Fazit: Tolle differenzierte Geschichte, gute Mischung aus Fantasie und geschichtlichen Ereignissen. Lebendiger, leicht lesbarer Stil, Humor auf hohem Niveau - ein richtiges Lesevergnügen!


Ou Topos: Suche nach dem Ort, den es geben müsste
Ou Topos: Suche nach dem Ort, den es geben müsste
von Heiner Geißler
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,99

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Jenseits aller Parteipolitik!, 9. Dezember 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Hier schreibt einer, der sich frei gemacht hat von parteipolitischen Dogmen und sich auf das aufklärerische „Sapere aude“ besonnen hat. In „Ou Topos“ denkt Heiner Geißler als weltoffener Freigeist und sein Denken ist von einem übergeordneten Humanismus durchzogen.

Damit ist das Buch, zu mindestens für diejenigen, die Heiner Geißler noch als Generalsekretär der CDU in Erinnerung haben, eine außerordentlich positive Überraschung.

Das, was er zu sagen hat, wirkt fundiert und authentisch und liest sich angenehm, auch deshalb, weil er immer wieder persönliche Erinnerungen einfließen lässt.

Er fordert auf zum selbständigen Denken und zur mutigen intellektuellen Auseinandersetzung - und er ist fest davon überzeugt, dass ökonomische und gesellschaftliche Probleme immer lösbar sind. Dazu sind realistische Utopien notwendig, die mutig und transparent in der Öffentlichkeit diskutiert werden müssen.

Er kritisiert das derzeitige kapitalistische System, weist mit aller Deutlichkeit auf das anachronistische Denken der katholischen Kirche hin und prangert vehement die weltweit existierende Diskriminierung der Frauen an.

Heiner Geißlers „Ou Topos“ ist ein kritischer Rundumschlag, der Mut macht, sich für die Lösung von Problemen einzusetzen. Das Buch hat es verdient gelesen zu werden!


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