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Rezensionen verfasst von
Jennifer

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Alle Wege führen nach Morden (Ein Trixi-Gellert-Roman, Band 2)
Alle Wege führen nach Morden (Ein Trixi-Gellert-Roman, Band 2)
von Christiane Güth
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,99

5.0 von 5 Sternen Sehr amüsanter Lokalkrimi, 23. Dezember 2014
Christiane Güths Kriminalroman "Alle Wegen führen nach Morden" hat mich positiv überrascht. Die abwechselnd in Güthersloh und auf der Insel Norderney spielende Handlung wird von der Autorin spannend und vor allem sehr humorvoll in Szene gesetzt.Blut und Crime spielen nur eine Nebenrolle. Urlaub, Arbeit und die Inselbeschreibung stehen im Mittelpunkt. Alle Charaktere, allen voran die Hauptperson Trixi Gellert, überzeugen durch ihre liebenswerte Eigenartigkeit. Die 31-jährige Trixi reist fünf Mal inkognito auf die Insel Norderney, um dort für ein Reiseführerprojekt zu recherchieren. Im Auftrag des Verlags Bellersen macht sie u.a. jeweils eine Woche Urlaub im 5-Sterne-Nobelhotel, in der 3-Sterne-Pension Nykamp und auf dem Campingplatz "Dünenglück". Hierbei trifft sie nicht nur auf den charmanten Hotelierssohn Piet Nykamp, sondern auch auf einige rüstige Rentner. Doch nicht die frische Meeresbrise, sondern vor allem die zunehmenden Verbrechen auf der Insel machen ihr zu schaffen. Irgendwie scheint sie immer in der Nähe zu sein, wenn sich wieder ein Mord ereignet. Dadurch abgelenkt, fällt es ihr schwer, sich auf ihre Schreibtätigkeit zu konzentrieren, so dass ihr ihre blitzgescheite Nichte Rahel das ein oder andere Mal aushelfen muss. Unterstützung und Anteilnahme erfährt sie zudem durch ihren liebenswerten Freund Alan und ihre ehemaligen herzlichen Vermieter Gerd und Florence. Wird Trixi die Arbeit an ihrem Reiseführer erfolgreich abschließen können, während Attentate und Morde sich Bahn schlagen?

Fazit:
Ungemein lesenswerte Krimiliteratur mit einer gehörigen Prise Humor und ordentlich Lokalkolorit. Nach dieser Reise möchte man sich gleich selbst ins Auto setzen und die Insel samt ihrer schrulligen Bewohner erkunden. Ich kann der Meinung Gisa Paulys nur beipflichten und sagen, dass auch ich mich prächtig amüsiert habe.


Regenzeitversuchung
Regenzeitversuchung
von Lisa Brokemper
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,80

5.0 von 5 Sternen Roman über ein turbulentes Auslandsjahr in Thailand, 21. Dezember 2014
Rezension bezieht sich auf: Regenzeitversuchung (Taschenbuch)
Die 20-jährige Frankfurterin Jana sucht noch nach ihrem Platz in der Welt. Ihr bisheriges Leben erscheint ihr zu eintönig und zu wenig abwechslungsreich. Um wieder Schwung in ihren Alltag zu bringen, beschließt sie daher Hals über Kopf ein Jahr als Sozialarbeiterin nach Thailand zu gehen.

Auch wenn ihre alleinerziehende Mutter sie nur sehr ungern ziehen lässt, ist Jana umso mehr davon überzeugt, im kleinen Dörfchen Singburi Antworten auf ihre Lebensfragen zu erhalten.

In Thailand taucht Jana in eine ganz andere Lebenswelt ein. Alles ist anders, angefangen vom Lebensrhythmus über die Wetterverhältnisse bis hin zum Essen. Doch ihre deutschstämmige Gastfamilie macht ihr die Eingewöhnungsphase sehr leicht. Ihre Gasteltern, Lea und Michael, sind beide Ende Dreißig und haben ein Thaimädchen namens Mina adoptiert. Besonders zu ihrem Gastvater fühlt sich Jana trotz des Altersunterschieds seit ihrer Ankunft auf magische Weise angezogen. Keiner der beiden, weder Michael noch Jana, kann sich die innige Vertrautheit, die beide füreinander empfinden, erklären. Ganz klar, dass Janas ungewöhnliches Verhältnis zu Michael auch Lea nicht verborgen bleibt. Für den verheirateten Michael ist Jana die „Regenzeitversuchung“ – der Lichtblick im festgefahrenen Ehealltag.

Doch nicht nur ihre verzwickte emotionale Lage raubt Jana den Schlaf, sondern auch die neuen Eindrücke und vielschichtigen Erfahrungen, die sie als Helferin im örtlichen Waisenhaus macht. Hannes, ein gleichaltriger Junge aus Deutschland, der ebenfalls ein Auslandsjahr in Singburi absolviert, unterstützt Jana bei der Arbeit und hat auch sonst immer ein offenes Ohr für ihre Sorgen. Beide verstehen sich bereits nach kurzer Zeit sehr gut. Und Hannes ist heimlich in Jana verliebt, was sie wegen der Geschichte mit Michael aber nicht mitbekommt.

Meinung
Die Autorin Lisa Brokemper hat mit „Regenzeitversuchung“ eine authentische Geschichte geschaffen, die dem Leser sofort gefangen nimmt. Besonders die hin und her gerissene Protagonistin ist mir ans Herz gewachsen. Ihre Gefühle fahren jeden Tag Achterbahn und sie weiß nicht, damit umzugehen. Diese Unsicherheit wandelt sich mit der Zeit in Selbstbewusstsein, was dazu führt, dass Jana, auch wenn sie es selbst nicht wahr haben möchte, als anderer, reiferer Mensch nach Deutschland zurückkehrt. Neben den verworrenen Beziehungsgeflechten sind es vor allem die kulturellen Exkurse über Land und Leute die überzeugen und neugierig auf eine Reise nach Thailand machen. Jede der stolzen 364 Seiten habe ich mit Genuss gelesen, was auch am flüssigen Sprachstil und der spannenden Handlung lag. Das Ende kam für mich durchaus überraschend; gern hätte ich noch mehr die handelnden Personen, besonders Jana und Michael, erfahren.

Lieblingszitat

"Im Alltäglichen das Besondere, das Einzigartige, und damit gewissermaßen das Nichtalltägliche zu sehen, war das nicht vielleicht der Schlüssel zur Zufriedenheit." (S. 353)

Fazit
Ein lesenswerter, kurzweiliger Roman, der sich vor allem an Schulabgänger oder Jugendliche auf dem Selbstfindungstrip bzw. mit ungewissen Zukunftsaussichten richtet.


Guardian Angel - Zwischen Leben und Licht
Guardian Angel - Zwischen Leben und Licht
von Kirsten Greco
  Taschenbuch
Preis: EUR 13,90

5.0 von 5 Sternen Ungemein lesenswerte Fantasy mit ordentlich Witz und Herz, 21. Dezember 2014
Die Autorin Kirsten Greco hat mit "Guardian Angel. Zwischen Leben und Licht"einen wunderbar abwechslungsreichen und ungemein frischen Fantasyroman geschrieben, der auch bekennende Nicht-Fantasy-Leser überzeugen wird.

INHALT
Die 25-jährige Amerikanerin Melody führt in dritter Generation die Chicagoer Backstube "Sweet Tooth". Als eingefleischtes Arbeitstier überlässt sie in ihrem bunten Backparadies nichts dem Zufall und kann dementsprechend nur schwer loslassen bzw. abschalten.
Als sie eines Tages von ominösen Alpträumen und Schwächeanfällen heimgesucht wird, bieten ihre Mitarbeiter und ihre Mutter ihr Hilfe an. Sie arbeite zu viel, heißt es. So kommt es, dass Melody, mehr gezwungen als gewollt, sich mit ihrer Mutter Lily auf eine gemeinsame Reise in die Kleinstadt Silver Crossing macht. Dort erfährt sie auch den eigentlichen Grund ihrer Reise und erkennt, dass Sam, ihr Mitarbeiter und Freund, über sie Bescheid weiß. Denn Melody soll genau wie ihre Mutter Lily zum Medium des blond gelockten Schutzengels Holly werden und in dieser Funktion Leben retten.
Diese Informationen und die Bekanntschaft mit dem attraktiven, doch schroffen Farmersohn Tristan werfen sie ganz schön aus der Bahn.
Aber mit der Zeit muss sie erkennen, dass sie ihrem Schicksal, Medium zu werden, nicht entfliehen kann. Überraschenderweise erhält sie dabei von Tristan, der gar nicht so arrogant zu sein scheint, wie er nach außen hin vorgibt, Unterstützung. In den folgenden Wochen lernt Melody nicht nur das beschauliche Landleben, sondern vor allem ihre Aufgabe als Lebensretterin zu schätzen und natürlich Tristans Hilfe.

MEINUNG
Kirsten Grecos Roman lebt von dem spannenden Plot und der flüssigen Sprache. Taucht man als Leser in diese Schutzengel-Medium-Dämonen-Story ein, bekommt man einfach nicht mehr genug davon. Automatisch liest man Seite für Seite weiter. Hierbei sind es besonders die ausgefeilt beschriebenen Charaktere, die den Leser durch ihre unterschiedlichen Lebensgeschichten/-schicksale nicht mehr los lassen. Da wäre zum einen Melody, die schon früh ihren Vater verloren hat, oder Tristan, der seine leiblichen Eltern nicht kennt, zu nennen. Beide müssen den Spagat zwischen wirklichen Leben und ihrem Nebenjob als Medium meistern, was nicht immer einfach ist. Bei letzterer Tätigkeit müssen sie das ein oder andere Mal ihr eigenes Leben riskieren, um das anderer zu retten. An der Konstellation Melody-Tristan gefallen mir besonders die vielen Reibungsmomente und das positive Happy End. Beide geben sich gegenseitig Halt und entwickeln sich dadurch persönlich weiter, so dass sie letztendlich ihr Leben wirklich leben können.
Auch das verträumt/verspielt gestaltete Cover weiß zu begeistern; vor allem die weiblichen Leser.

FAZIT
Ansprechende Fantasylektüre, die den Leser mit Witz und Esprit sofort gefangen nimmt. Verdiente 5 Sterne.


Dünenglück
Dünenglück
Preis: EUR 2,99

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5.0 von 5 Sternen Dünenglück, 17. Dezember 2014
Rezension bezieht sich auf: Dünenglück (Kindle Edition)
Die Autorinnen Martina Gercke und Katja Schneidt haben mit "Dünenglück" einen locker-leichten Frauenroman auf den Markt gebracht, der Lust auf eine Reise nach Sylt macht.

Im Mittelpunkt der Handlung stehen zwei Frauen.
Lena, Mittvierzigerin, lebt in Frankfurt und hat erfahren, dass sie ihr (Traum-)Mann Chris nach 20 gemeinsamen Ehejahren mit einer anderen Frau betrogen hat. Einsam und verlassen weiß sie nun nicht mehr so recht, wie es mit ihr weiter gehen soll. Die Kinder sind groß und eine Arbeit hat sie als Hausfrau nicht. Da kommt die Reise nach Sylt, die ihr ihre Freundinnen schenken, gerade recht.

Mia ist 32 Jahre alt und schreibt Groschenromane. Sie lebt mit ihrer besten Freundin in einer WG in Hamburg und ist auf der Suche nach Mr. Right. Doch letzteres ist nicht gerade einfach. Nach mehreren Enttäuschungen und einer Schreibblockade beschließt sie Urlauf auf Sylt zu machen.

Auf Sylt treffen die unterschiedlichen Frauen im Hotel "Dünenglück" aufeinander und freunden sich mit der Zeit miteinander an. Auch die verwitwete Hoteleignerin Henriette mag ihre beiden Gäste und die 3 werden in kurzer Zeit zu einem guten Team. Zudem laufen sowohl Mia als auch Lena bald sehr attraktive Mannsbilder über den Weg.

Die Handlung liest sich sehr flüssig, weil sie sehr witzig und locker geschrieben wurde. Zudem haben mir die Naturbeschreibungen der Insel sehr gut gefallen und Lust auf eine Reise gemacht.
Die Charaktere wurden sehr treffend komponiert. Besonders Mia und Lena sind mir durch ihre Authentizität ans Herz gewachsen.

Fazit:
Beste kurzweilige Unterhaltung für zwischendurch oder für den Urlaub. Verdiente 5 Sterne.


Weihnachtsflug ins Glück: Eine Love Story
Weihnachtsflug ins Glück: Eine Love Story
Preis: EUR 0,99

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Emotionaler Weihnachtsflug, 17. Dezember 2014
Daniela Blums Kurzroman "Weihnachtsflug ins Glück" erzählt die Geschichte der Stewardess Isabell. Diese ist seit 5 Jahren glücklich mit dem Flugzeugmechaniker Andreas zusammen. Beide haben aufgrund der unterschiedlichen Dienstpläne nur selten Zeit für Zweisamkeit. So überrascht es Isabell, dass Andreas gerade dieses Jahr Weihnachten in Deutschland verbringen möchte, obschon er weiß, dass diese arbeiten muss. Isabell ist in Sachen Weihnachten ein gebranntes Kind. Aus diesem Grund verbringt sie die Feiertage lieber in der Luft, fernab der ach so perfekten Verwandschaft und dem immer gleichartig geschmückten Weihnachtsbaum.

Diesmal bringt Andreas ihre Pläne gehörig durcheinander, indem er ihr kurz vor ihren Weihnachtsflug von Frankfurt nach Seoul einen Heiratsantrag macht, auf den sie nicht antworten kann. Sie fühlt sich überfallen und fürchtet um ihr bisher so geliebtes unabhängiges Leben mit vielen Freiheiten. Erst als sie um Haaresbreite einem Flugzeugabsturz entgeht, gesteht sie sich ihre Feigheit und ihre wahren Gefühle für Andreas ein. Wird ihr Freund ihr verzeihen?

Der Roman besticht durch seine leicht verständliche Sprache und Handlung. Auch die überschaubare Seitenzahl (119) erleichtert das Lesen ungemein. Natürlich kommen in diesem Liebesroman die widersprüchlichen Gefühle der Protagonistin Isabell nicht zu kurz und machen damit dem Genre alle Ehre - die weiblichen Leser wird's freuen.

Fazit:
Beste weihnachtliche Lektüre für Zwischendurch.


Mythos oder Medizin: Brauchen Wunden Luft oder Pflaster? Die spannendsten Fragen und Antworten aus der beliebten Kolumne bei SPIEGEL ONLINE
Mythos oder Medizin: Brauchen Wunden Luft oder Pflaster? Die spannendsten Fragen und Antworten aus der beliebten Kolumne bei SPIEGEL ONLINE
von Irene Berres
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,99

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Aufschlussreicher Medizinratgeber, 17. Dezember 2014
Das Buch "Mythos der Medizin. Brauchen Wunden Luft oder Pflaster?" ist ein Gemeinschaftsprojekt der Wissenschaftsjournalistinnen Irene Berres und Julia Merlot. Beide betreiben auf SPIEGEL ONLINE eine sehr beliebte Kolumne über medizinisches Alltagswissen, welche die Basis für diesen 222 Seiten starken Medizinratgeber bildet.

Der Wiedererkennungswert des Buchcovers lässt sich nicht leugnen. Auf pinkfarbenen Hintergrund prangen der hellgrüne Titel und zwei aufgedruckte Pflaster in Häkchen- bzw. Kreuzform (Symbole für richtig oder falsch) - einfach ein schöner Eyecatcher.

Inhalt
Beide Autorinnen untersuchen im Frage-Antwort-Stil Omas Hausmittel und Medizinratschläge auf ihre Wirksamkeit. Hierfür ziehen sie medizinische Studien/Testreihen bzw. die Ärzte selbst zu Rate. So wird u. a. gefragt, ob der Verdauungsschnaps wirklich hilft oder Karotten das Sehvermögen stärken.
Es stehen also die Gesundheits-Tipps mehrerer Generationen auf dem Prüfstand, wobei der interessierte Leser die ein oder andere Überraschung erlebt.

Meinung
Das Buch lässt sich aufgrund der übersichtlichen Unterteilung in prägnante, thematisch getrennte Kapitel sehr flüssig lesen.
Zudem wurde für den medizinischen Laien am Buchende ein informatives Glossar mit allen notwendigen medizinischen Begriffen eingerichtet.
Lobend sollte auch die Tatsache erwähnt werden, dass für jedes Kapitel ein Fazit geschrieben wurde, dass das Verständnis erhöht. Mit Letzterem gibt es aufgrund des witzigen, gut lesbaren Schreibstils aber keinerlei Probleme.

Fazit
Ein kleiner, aber feiner Medizinratgeber für alle Lebenslagen, der zum Staunen und Schmunzeln einlädt.


Vamos a la playa: Eine Schriftstellerin wandert aus
Vamos a la playa: Eine Schriftstellerin wandert aus
Preis: EUR 3,99

5.0 von 5 Sternen Eine Schriftstellerin wandert nach Spanien aus, 17. Dezember 2014
In "Vamos a la playa" arbeitet die Autorin Manuela Martini ihre Auswanderung an die Costa del Sol in Spanien auf. Authentisch schildert sie die Hoffnungen, Zweifel und Ängste, die dieser Schritt mit sich brachte. Gemeinsam mit ihrer Lebenspartnerin Simone brach die Autorin einst in ihrer Münchener Wohnung in Richtung Süden auf. Alle Habseligkeiten wurden damals in einen alten Opel verfrachtet, der beide Frauen sicher nach Andalusien brachte. Dort musste neben kulturellen und bürokratischen, vor allem erst einmal sprachliche Hürden überwunden werden. Doch mit der Zeit lebte man sich sehr gut in Spanien ein; Freundschaften fürs Leben wurden geschlossen.

Die Krimiautorin ist bisher bereits geschätzte 14 mal umgezogen und hatte eine Zeit in Australien gelebt, bevor sie sich nach Spanien aufmachte. Neben den ehrlichen Berichten über Erfolge und Misserfolge dieses Entschlusses, sind es die offenen Ausführungen zum Schriftstellerdasein und die liebevollen Natur- und Menschenbeschreibungen, die dieses Buch lesenswert machen und zum Nachdenken anregen.

Fazit
Ein kurzweiliges, offenes Buch zum Thema "Auswandern".


Augustus und die verlorene Republik: Arena Bibliothek des Wissens. Lebendige Geschichte
Augustus und die verlorene Republik: Arena Bibliothek des Wissens. Lebendige Geschichte
von Maria Regina Kaiser
  Broschiert
Preis: EUR 9,99

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Römische Geschichte auf lebendige Art und Weise erzählt, 17. Dezember 2014
„Augustus und die verlorene Republik“ ist das zweite Buch von Maria Regina Kaiser, das ich mit großer Begeisterung gelesen habe. Warum das? Wie schon bei „Kleopatra und der Mantel der Macht“ ist es die Kombination aus Sach- und Jugendbuch, die mich restlos überzeugt hat.

Inhalt
Erzählt wird die Geschichte von Xanthos, dem einstigen Vorlesesklaven des Augustus. Mittlerweile lebt der sog. „Römergrieche“ in germanischer Gefangenschaft und unterrichtet dort germanische Kinder in Latein. Ausgelöst durch die Nachricht des Todes seines ehemaligen Herren, Kaiser Augustus, berichtet er innerhalb von acht Abenden rückschauend von seinem abenteuerlichen Leben und beeindruckt damit vor allem den germanischen Häuptling Siegismund. Auf diese Weise erhält der jugendliche Leser nicht nur Einblick in das Leben/Wirken des ersten römischen Kaisers Augustus (63 v. Chr. – 14 n. Chr.), sondern auch in das damalige Sklavendasein.

Der heute 42-jährige Xanthos war gerade mal 12 Jahre alt, als er Teil des kaiserlichen Hausstandes wurde. Tag für Tag lernte er hinzu, vor allem in den Bereichen römischer Politik/Kultur/Mythologie. So ist er beispielsweise beim staatlichen Umformungsprozess Roms dabei, bei dem sich aus der Republik klammheimlich ein Kaiserreich entwickelt. (s. Buchtitel). Als des Kaisers Sklave hatte er ein gutes Leben, bis zu jenem Schicksalstag, als er Augustus ein Buch des gerade verbannten Lyrikers Ovid vorlas. Infolge dieser Unachtsamkeit wurde Xanthos mit sofortiger Wirkung des Kaiserhofs verbannt und nach Germanien gebracht.

Meinung
Buchinhalt und –gestaltung harmonieren in perfekter Weise miteinander. Hier wird Geschichte lebendig erzählt, ohne zu langweiligen oder den oberlehrerhaften Finger zu heben. Letzteres liegt u.a. auch am leicht verständlichen Sprachstil, der den Lesefluss begünstigt.
Die Autorin ist eine Expertin und Bewunderin ihres Fachs, was man jeder Zeile anmerkt. Großartig finde ich, dass jedes Buchkapitel einen prägnanten und zugleich informativen Sachteil enthält. Auch das übersichtlich gestaltete Glossar samt Zeittafel überzeugt auf ganzer Linie. Denn dort kann jeder sein Hintergrundwissen auffrischen bzw. sich an den einfach formulierten Definitionen erfreuen. Darüber hinaus verleihen die Zeichnungen und beigefügten Quellen (Kaiser- und Münzporträts etc.) dem Buch einen besonderen Charme. Schön, dass auch die Autorin auf Seite 123 zeichnerisch verewigt wurde :)

Fazit
Ein Buch, das nicht nur den jugendlichen, wissbegierigen Leser beeindruckt.
Als Leser möchte man diese zauberhaft gestalteten Bücher aus der ARENA-Reihe „Lebendige Geschichte“ einfach nicht mehr aus der Hand legen. Persönlich freue ich mich jetzt schon auf das nächste Buch, das ich Probe lesen darf.


Das blanke Chaos
Das blanke Chaos
Preis: EUR 5,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das blanke Chaos, 14. Dezember 2014
Rezension bezieht sich auf: Das blanke Chaos (Kindle Edition)
Marc Duvenkamps Roman "Das blanke Chaos" handelt von Sebastian Teuchert, einem 30-jährigen Vertreter der Generation Y, der beruflich und privat im Trüben fischt.

Der Frankfurter Dauerpraktikant wurde erst kürzlich von seiner Freundin Simona wegen eines neureichen Yuppies verlassen. Angekommen am "Deepest Point of S***" erwacht eine Wette seine von Selbstmitleid und Depression verletzte Seele zu neuen Leben. Sein bester Freund Andi will heiraten und natürlich ist auch Sebastians Ex eingeladen. Letztere möchte Sebastian mit seiner neuen attraktiven Freundin beeindrucken. Doch wie in alles in der Welt soll er diese Traumfrau denn finden bzw. so schnell auftreiben?

Bei Andis Junggesellenabschied lernt er die gut aussehende Stripperin Sarah kennen. Mit einer Menge Lügengeschichten kann er sie schlussendlich für sich gewinnen. Doch was wird sein, wenn sie erfährt, dass Sebastian keinen Porsche fährt, kein finanzstarker Marketing-Manager ist und sich seine Wohnung keinesfalls im Umbau gefindet?

Der Autor hat einen Roman geschrieben, bei dem der Titel mehr als Programm ist. Der chaotische Hauptprotagonist Sebastian lässt kein Fettnäpfen und Unglück aus, bis er erkennt, welche Schätze das Leben für ihn bereithält. Er belügt seine Eltern und Freunde, nur um nicht zeigen zu müssen, dass er ein Totalversager ist und so rein gar nichts auf die Reihe bekommt. Der neunfache Studienabbrecher kennt seinen Platz im Leben noch nicht. Doch er weiß, was er will, Erfolg, Geld und eine attraktive Frau.
Die Sprache des Autors passt sich dabei spielerisch an die Seelenzustände Sebastians an. Hierbei sind es vor allem die nicht enden vollenden Gag-/Flachsraketen, die Marc Duvenkamp an den richtigen Stellen zündet, die die Geschichte des verqueren Charakters Sebastian lesenswert macht. Zudem hat mir sehr gefallen, dass viele zeitgenössische Begriffe/Sendungen (z. B. Paris Hilton, DSDS, iPhone etc.) zur Sprache kamen, was de
Nach anfänglicher Skepsis habe ich sehr gut in den Roman hineingefunden, der mich durch seinen Humor und die mehr als skurrile Handlung überzeugt hat. Bemerkenswert ist, dass Sebastian immer wieder Glück im Unglück hat und am Ende endlich erkennt, was ihm lieb und teuer ist.

Fazit:
Ein lesenswertes, humoristisch stark überzeichnetes Buch für vergnügliche Stunden.


Suicide: Drei Monate und ein Tag
Suicide: Drei Monate und ein Tag
Preis: EUR 3,99

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Suicide, 11. Dezember 2014
Das Buch "Suicide. Drei Monate und ein Tag" nähert sich dem Tabuthema Suizid auf autobiografischer Ebene.

Der Autor Stefan Lange schildert seine eigene Leidensgeschichte. Im Jahr 1994 reiste der damals 30-Jährige für 3 Monate nach Sevilla, um Wirtschaftsspanisch zu lernen. Im dortigen Wohnheim begegnete er der Schweizerin Susanne und verliebte sich in sie. Sie war die erste, die er seine Kindheitstraumata (fehlende Anerkennung durch seine Eltern, Missbrauch etc.) und damit seine seelischen Lasten anvertraute. Er liebte sie drei Monate und einen Tag (s. Titel) abgöttisch, obschon sie in der Schweiz einen Freund hatte. Susanne schien ihn zu verstehen, doch entschied sich schlussendlich für ihre langjährige Beziehung in der Schweiz und damit gegen ihre, sie erdrückenden Emotionen für Stefan.

Stefan kam damit absolut nicht klar. Alte Wunden aus der Kindheit rissen wieder auf. Er fühlte sich wieder einmal allein gelassen, von allen nur benutzt und zurückgewiesen. Auch seine Freunde mit ihren Standardsprüchen, wie "Das wird schon wieder", konnten ihn nicht aus seinem seelischen Abgrund herausreißen. Immer tiefer schlitterte er in selbstzerstörerische Sphären ab. Seine Wut richtete sich nicht nur gegen Susanne, sondern vor allem gegen sich selbst. Drogen und Alkohol versprachen nur kurzfristige Betäubung. Mehrere Suizidversuche scheiterten. Gott sei Dank, möchte man sagen. Erst ein abermaliger Aufenthalt in Spanien und eine Therapie brachten Besserung.

Mich hat die Geschichte an einigen Stellen emotional sehr mitgerissen. Stefan tat mir einfach nur Leid, weil ihm so viel Unglück widerfahren ist. Der schonungslos offene und ehrliche Erzählstil macht dieses Buch besonders. Hier wird nichts beschönigt, sondern Seelenzustände und menschliche Ausnahmezustände werden subjektiv beleuchtet. Zudem passt der Tagebuchstil, in dem die Kapitel arrangiert sind, sehr gut zum Buch. Ich möchte hier kein Urteil über den Autor fällen und sagen, das war richtig oder falsch. Mir imponiert einfach sein Mut zum Seelenstriptease. Das Niederschreiben dieser/seiner Geschichte hat ihm sicherlich auch dabei geholfen, alles Erlebte zu verarbeiten.

Fazit:
Ein lesenswertes Buch zu einem Tabuthema, das man so schnell nicht vergisst, weil es nachdenklich stimmt. Ich bin froh, dass es solche aufklärerische Bücher gibt.


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