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Kate

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Der Junge muss an die frische Luft: Meine Kindheit und ich
Der Junge muss an die frische Luft: Meine Kindheit und ich
von Hape Kerkeling
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Das Schlimmste, was einem Kind passieren kann....., 23. Januar 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich habe Hape Kerkelings Karriere von Beginn an verfolgt. Vieles, was er gemacht hat, habe ich bewundert, anderes war nicht ganz so nach meinem Geschmack. Meiner Meinung nach, wurde er immer besser in dem, was er tat, je älter er wurde.
Sein erstes Buch "Ich bin dann mal weg" hat mich überrascht und fasziniert, denn eine solche Tiefe hätte ich nicht vermutet. Mit dem Wissen aus seinem aktuellen Buch wird mir da im Nachhinein vieles klarer.
"Der Junge muss an die frische Luft". Dieser Titel des Buches, der uns einen alltäglichen Vorgang suggeriert, ist so viel mehr. Denn es steckt wohl eher dahinter, dass die Wahrheit raus muss. Dass der große Hape endlich mal den ganzen Kummer und Schmerz des kleinen Hans-Peter rausschreien darf.
Unfassbar was er durchmachen musste und es braucht im Prinzip keinen Dalai Lama, um zu wissen, dass das Schlimmste, was einem Kind zustoßen kann, ist, die Liebe seiner Mutter zu verlieren. Sie auf diese Art und Weise, heißt durch einen Selbstmord oder an den Folgen des Selbstmordversuches zu verlieren, ist doppelt grausam. Welch ein Glück, dass liebende Menschen den kleinen Hans-Peter auffangen konnten und er trotz allem nicht seine Lebensfreude und seinen Optimismus verloren hat.
Mich hat das Buch tief erschüttert und es hat mir wieder mal gezeigt, dass man Menschen nur vor die Stirn schauen kann. Irgendwie kommt mir immer wieder das Bild des weinenden Clowns in den Sinn. Ist es vielleicht so, dass Menschen, die das Talent haben, andere zum Lachen zu bringen auch immer eine sehr traurige Seite haben? Schon möglich, dennoch hätte ich das in dem Ausmaße bei Hape Kerkeling niemals vermutet.
Er schildert die Jahre seiner Kindheit sehr bildhaft, man kann sich alles gut vorstellen und durchlebt die schlimmsten Tage seines Lebens beinah körperlich mit. Tröstlich war aber zu lesen, wie er sich in der Zeit nach dem Tod seiner Mutter fangen konnte und wie in ihm die Kraft erwuchs seinen eigenen Weg zu finden und zu gehen, was ihm ja in unvergleichlicher Weise auch gelungen ist.
Einen Stern Abzug musste ich geben, weil mir an manchen Stellen die eingefügten Dialoge nicht so sehr gefallen haben. Es ist ja ohnehin erstaunlich an wieviel Details seiner frühen Kindheit sich Kerkeling erinnern kann, sich einzelne Wortwechsel im Gedächtnis bewahrt zu haben, scheint mir unmöglich. Vieles kam mir sehr rekonstruiert vor, was nicht weiter schlimm gewesen wäre, aber oftmals habe ich mir gedacht, dass man so zu Beginn der 1970er Jahre sicherlich nicht gesprochen hat, das ist eher unsere heutige Sprache.
Trotzdem möchte ich eine klare Leseempfehlung für das Buch aussprechen.


Das Zeugenhaus: Nürnberg 1945: Als Täter und Opfer unter einem Dach zusammentrafen
Das Zeugenhaus: Nürnberg 1945: Als Täter und Opfer unter einem Dach zusammentrafen
Preis: EUR 8,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Weniger wäre mehr gewesen!, 18. Januar 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich wurde auf dieses Buch aufmerksam, durch den gleichnamigen Film, der vor einiger Zeit im ZDF gezeigt worden ist.

Obwohl ich mich schon seit vielen Jahren mit der Geschichte der NS-Zeit befasse und auch viele Bücher zum Thema gelesen habe, war mir der Begriff "Zeugenhaus" und was sich dahinterverbirgt kein Begriff, glaubte sogar noch nie davon gelesen zu haben. Doch in einem Buch über die Nürnberger Prozesse, dass ich vor vielen Jahren gelesen hatte, fand ich einen kurzen Hinweis darauf. Die Info war aber so spärlich, dass ich sie wohl wieder vergessen habe.
Das Thema an sich ist ein faszienierendes. Da beschlagnahmen die amerikanischen Besatzer ein Privathaus und bringen dort Zeugen unter, die bei den Nürnberger Prozessen gegen die Parteigrößen der NSDAP aussagen sollten. Das mag auf den ersten Blick nicht ungewöhnlich sein, aber wenn man sich das Gästebuch des Hauses anschaut, staunt man schon, wen man da hat zusammen unter einem Dach leben lassen. Denn unter den Zeugen befanden sich nicht nur Opfer, wie z.B. ehemalige KZ-Insassen, sondern auch Nazis, die selbst Dreck am Stecken hatten, von deren Aussage man sich aber versprach, dass durch sie die noch größeren Kriegsverbrecher ihre gerechte Strafe bekommen würden. Damit die Lage im Haus bei dem Aufeinandertreffen solcher Gegensätzlichkeiten nicht womöglich eskalierte setzte man dort eine Hausdame ein, zunächst eine ungarische Gräfin, die für eine angenehme Athmoshäre sorgen sollte. So weit so gut!
Die Autorin hatte Einblick in beide Gästebücher dieses Hauses und sie verwendete unzählige der Namen, die man dort lesen kann auch in ihrem Buch, bei dem ich bis zum Schluss nicht wusste, ob es eher ein Roman oder doch nur eine Dokumentation ist. Meiner Meinung nach hat sie da ein wenig übertrieben. Zwar hat man viele interessante Details zu den Bewohnern erfahren, aber es wäre besser gewesen, sie hätte sich auf einige Personen konzentriert, so wie es im Film später geschehen ist. Man fühlte sie während der Lektüre manchmal erschlagen von den vielen Einzelheiten, dabei hätte ich viel lieber noch etwas über das tägliche Miteinander dieser Menschen erfahren, doch da wird sich die Recherche vermutlich schwierig gestaltet haben. Negativ aufgefallen sind mir auch des Öfteren Wiederholungen, z.B. dass Henriette von Schirach auffallend rotes Haar gehabt hat und dass Rudolf Diels, der ehemalige Gestapo-Chef ein Weiberheld war. Außerdem hieß der bekannte Industrielle der ebenfalls in Nürnberg angeklagt wurde nicht Alfred sondern Alfried Krupp von Bohlen und Halbach. Ist jetzt vielleicht Pfennigfuchserei, aber ich finde, dass man gerade bei solchen Büchern Genauigkeit an den Tag legen muss und es fiel mir ins Auge, weil der Name gleich zweimal falsch auftauchte.
Noch ein Wort zum Cover: Ich hätte nicht eine Abbildung aus dem ZDF-Film gewählt, auch wenn sich so vielleicht das Buch besser verkaufen lässt. Die Rolle der Gräfin Kalnoky spielt Iris Berben in der Verfilmung und hier hat man sich eindeutig nicht an die historischen Vorgaben gehalten. Denn die echte Gräfin war eine noch recht junge Frau, die gerade ihr viertes Kind bekommen hatte. Ich fand die Berben gut im Film, aber als ich das Buch gelesen habe, hätte ich mir im Nachhinein gewünscht, dass man das wahrheitsgetreuer wiedergegeben und nicht der Berben eine weitere große Rolle, die sie eigentlich gar nicht braucht, auf den Leib geschrieben hätte. Aber das nur so am Rande!

Fazit: Das Buch ist informativ, aber an manchen Stellen ein wenig verwirrend!


Dreiviertelvoll - Erotische Liebesnovelle
Dreiviertelvoll - Erotische Liebesnovelle
Preis: EUR 0,99

5.0 von 5 Sternen Herzklopfen, 3. Januar 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich mag die Romane und Novellen dieser Serie sehr. Die Geschichte um Helen und Frederik war mir bislang die liebste, aber Bertram und Els könnten ihnen den Rang ablaufen. Die Novelle um die beiden hat mir ein aufgeregtes Herzklopfen beschert und ich würde mir wünschen, dass es einen ganzen Roman zu den beiden geben würde. Hoffe, dass da noch etwas kommt.
Einige schrieben, dass Bertram ihnen nicht mehr schrullig genug erschienen ist. Das sehe ich nicht so. Ich fand ihn herrlich in seinen Gedankengängen. Ohne Zweifel ist er ein bisschen verrückt und vielleicht hätte er sogar besser zu Helen gepasst als sein Bruder, aber mit Els scheint er seine Traumfrau gefunden zu haben. Würde mich wirklich total freuen, irgendwann noch mal etwas von ihnen zu lesen.


Auf eine Zigarette mit Helmut Schmidt
Auf eine Zigarette mit Helmut Schmidt
von Helmut Schmidt
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,99

5.0 von 5 Sternen Ein Mann, von dem man lernen kann!, 16. Oktober 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Vielleicht ist es Zufall, dass ich gerade in diesen Tagen, wo einige brisante Äußerungen unseres Altkanzlers Helmut Kohl über seine politischen Gegener und Weggefährten ans Licht der Öffentlichkeit gekommen sind ein Buch seines Vorgängers Helmut Schmidt lese.

Wobei es es ja eher ein Buch mit Helmut Schmidt ist. Eine Sammlung von vielen Interviews zu den unterschiedlichsten Themen, die der Journalist Giovanni di Lorenzo mit ihm geführt hat. Jetzt, nachdem ich das Buch zu Ende gelesen habe und ich das ganze noch mal in Bezug zu der aktuellen Berichterstattung über Altkanzler Kohl setze, fällt mir prompt schon mal dieses ein. Helmut Kohl sieht sich gerne als Staatsmann, Helmut Schmidt ist einer.

Ja, auch Helmut Schmidt pflegt in der Regel kein Blatt vor den Mund zu nehmen und er benutzt auch manchmal den einen oder anderen Kraftausdruck. Der Unterschied ist, dass er das nicht heimlich und hinter vorgehaltener Hand macht, sondern in der Öffentlichkeit, wobei er trotz schonungsloser Offenheit niemals beleidigend wird.

Er ist ein Mann, den man mit recht authentisch nennen darf. Was er sagt hat Hand und Fuß und das ist nicht nur heute so, wo er ein fast biblisches Alter erreicht hat und trotzdem noch so hellwach im Kopf ist, wie ein junger Kerl, sondern dass war auch schon damals, als er noch aktiver Politiker war, der Fall. Vieles was er damals gesagt und wofür er angefeindet wurde, hat sich im Laufe der Jahre bestätigt und selbst seine ehemaligen Widersacher zeugen ihm heute dafür höchsten Respekt.

Wenn man dieses Interviews liest, dann merkt man nicht nur eine reiche Lebenserfahrung, sondern auch eine unverbrüchliche Intelligenz, dazu eine bemerkenswerte Bescheidenheit, aber durchaus auch manchmal ein wenig Arroganz. Wobei ich das teilweise sehr amüsant fand. Man merkt einfach, dass Dummheit und Ignoranz Helmut Schmidt ein Greuel sind und in der Beziehung gibt er sich auch gar keine Mühe, das zu verbergen.

Ich habe aus seinen Antworten zu den verschiedensten Themen eine Menge Lehren ziehen können, trotzdem bin ich auch als glühende Verehrerin dieses Mannes nicht immer seiner Meinung. Er sagt zum Beispiel in Bezug auf China, dass man sich niemals in die inneren Angelegenheiten eines Landes einmischen darf, weil das völkerrechtlich nicht vertretbar sein. Das kann schon sein, ich sage ja auch nicht, dass man gleich dort einmarschieren soll, weil dort die Menschenrechte mit Füßen getreten werden, aber zumindest immer wieder dagegen protestieren sollte man. Das sollte jeder tun, der das Glück hat in einer Demokratie zu leben.

Dieses Buch gibt sehr viel Stoff zum Nachdenken, aber auch genügend Gelegenheiten zum Schmunzeln. Ich kann es nur wärmstens empfehlen und vergebe 5 Sterne.


Sauerkrautkoma: Ein Provinzkrimi
Sauerkrautkoma: Ein Provinzkrimi
von Rita Falk
  Broschiert
Preis: EUR 14,90

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der fünfte Eberhofer-Fall - ein purer Lesegenuss, 20. September 2014
Rezension bezieht sich auf: Sauerkrautkoma: Ein Provinzkrimi (Broschiert)
Ich habe die ersten fünf Bücher der Eberhofer-Reihe alle hintereinander weggelesen und sie haben mir mit Ausnahme eines Bandes alle sehr gut gefallen. Doch bei diesem hier vergebe ich nun das erste Mal fünf Sterne, und zwar ohne Einschränkungen.
Franz Eberhofer, der nun in München waltet und schaltet, kommt wieder etwas sympathischer als in den Vorgängerbänden rüber. Obwohl ich mich allmählich frage, ob alle bayrischen Männer so sind wie er und Flötzinger, heißt, alles zu vernaschen, was nicht bei drei auf dem Baum sitzt.
Wobei mir das bei dem Franz auch ein kleines bisschen so aussieht, als wenn er meint, sich durch seine Fremdvöglerei ein kleines Stückchen Freiheit zu erhalten, jetzt wo er sich durchgerungen hat, die Susi zu heiraten.
Na klar, macht er ihr den Antrag nur, weil er Muffe hat, sie könne mit diesem reichen Typen durchbrennen, trotzdem lässt sich durchaus erahnen, dass er wirklich etwas für die Frau empfindet, was auch am Ende des Buches sehr deutlich wird.
Aber gut, das nur am Rande und aus der Tiefe meines romatischen Herzens gesprochen.. ;-)
Am eigentlichen Krimifall gibt es diemal von meiner Seite rein gar nichts zu mäkeln. Der war spannend und undurchschaubar, also perfekt.
Genial auch wieder das ganze Umfeld des Eberhofers. Die Oma und der Papa sowieso, diesmal aber auch ganz besonders sein Kumpel Rudi, der sich manchmal aufführt, als wäre er in Eberhofer verknallt. Herrlich!
Der Schluss, na ja, der war schon ein bisschen zum in den Tisch beißen, aber letztendlich hat er seinen Zweck erfüllt, nämlich die Neugierde auf den nächsten Band zu wecken. Grrrr! Bis zur Veröffentlichung dauert's leider noch ewig. Daher sind diese fünf Sterne mehr als verdient, denn wenn solche Suchttendenzen ausgelöst werden, dann muss schon etwas Tolles dahinterstecken. Absolute und uneingeschränkte Leseempfehlung!


Grießnockerlaffäre: Ein Provinzkrimi
Grießnockerlaffäre: Ein Provinzkrimi
Preis: EUR 8,99

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die Eberhofers sinnd verrückt, aber liebenswert!, 17. September 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Der Vorgängerband hat mich nicht überzeugen können, dieser hier gefällt mir wieder besser.

Obwohl ich meine, dass Franz Eberhofer in den ersten Bänden wesentlich sympathischer rüberkam. Irgendwie wirkt er jetzt wie ein Dauernörgler, der z.B. trotz seinen offensichtlichen Gefühlen für die Susi keine Gelegenheit auslässt, um sie zu betrügen und zu verletzen. Das finde ich sch..... und hoffe, dass die Susi ihn irgendwann mal dermaßen den Kopf wäscht, dass er es kapiert. Irgendwann hört der Spaß doch auch mal auf, oder?

Von den vier Bänden der Reihe, die ich bislang gelesen habe, ist in diesem der "kriminalistische" Teil am besten gelungen. Der Fall um den "Arschl" war spannend und nicht sofort zu durchblicken.

Außerdem war die Geschichte um die Oma und dem Paul der Wahnsinn. Das musste ich das ein oder andere Mal schwer schlucken. Toll gemacht!

Ich gebe wieder vier Sterne und muss gestehen, dass ich noch nicht genug habe von den Eberhofers. Darum geht es gleich weiter mit Band 5.


Schweinskopf al dente: Ein Provinzkrimi
Schweinskopf al dente: Ein Provinzkrimi
Preis: EUR 8,99

2.0 von 5 Sternen Schwacher Band der Eberhofer-Reihe!, 15. September 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Nachdem mir die ersten beiden Bände der Reihe recht gut gefallen haben, war die Vorfreude auf dieses Buch groß. Doch leider kann dieser Band mit seinen Vorgängern bei Weitem nicht mithalten.

Alle altbekannten und liebgewonnenen Figuren waren wieder mit an Bord, dennoch war die Handlung schleppend. Eberhofer selbst kam diesmal eher unsympathisch als skuril rüber und der Fall, den er zu lösen hatte, war auch nicht wirklich ein Fall. Darum ging es auch gar nicht so sehr um das Wiedereinfangen des Mörders, sondern um das der Susi in Italien, was mir nach der langen Zeit, die der Franz überhaupt gebraucht hat, um den Arsch hochzubekommen, dann doch zu promblemlos vonstatten ging. Der Rest des Buches zog sich wie Kaugummi.

Zum Glück, konnte die Oma und die Sushi mir noch manchesmal ein Lächeln aufs Gesicht zaubern, sonst wäre das Gesamtbild vielleicht noch schlechter ausgefallen. Nichtsdestottrotz möchte ich wissen, wie es weitergeht und werde gleich den nächsenn Band in Angriff nehmen.


Dampfnudelblues: Ein Provinzkrimi
Dampfnudelblues: Ein Provinzkrimi
Preis: EUR 7,99

4.0 von 5 Sternen Oh mein Gott, er nennt das Kind Sushi!, 12. September 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Allein diese Tatsache hat dafür gesorgt, dass ich mich in dieses Buch verliebt habe.

Franz Eberhofer, der zum Dorfpolizisten degradierte etwas schräge Hüter des Gesetzes sorgt beim Leser für reichlich Erheiterung. Wieder mit dabei die taube Oma, der humpelnde Papa, der nervtötente Bruder (diesmal mit neuer Frau, deren Name sich irgendwie wie Paniermehl anhört). Und eben die Uschi, die kleine Tochter des Bruders mit Schlitzaugen und Riesenzinken, die der Eberhofer eben Sushi nennt oder auch Zwerg Nase. Alle Szenen mit Franz und der Sushi gehören für mich verfilmt, einfach zu herzig, wie dieser grantelnde Typ in einem ganz anderen Licht erscheint, nur weil dieses Baby so friedlich auf seiner Bruust schlafen kann. Welche Frau würde da nicht anfangen zu sabbern?

Das Sabbern vergeht einem allerdings, wenn man liest, wie er mit Susi umgeht. Der Frau, für die er offensichtlich viel übrig hat, die er aber erst mit Gemeinheiten in die Flucht schlägt und dann nicht einmal um sie kämpft. Obwohl er kreuzunglücklich ist. Nur dass er sich das nicht eingestehen will. Männer!

Der Kriminalfall ist auch sehr urig dargestellt, lässt einen auch des öfteren schmunzeln. Einen Stern Abzug gibt es aber wieder, weil genau wie beim ersten Fall des Eberhofers der Täter zu früh greifbar ist.

Der Schreibstil ist manchmal immer noch gewöhnungsbedürftig, trotzdem finde ich es bemerkenswert, dass man mit einer doch recht schlichten Erzählweise den Leser derartig fesseln kann, dass man immer mehr will von Eberhofer. Darum geht es für mich gleich weiter mit dem nächsten Fall!

Vier Sterne und eine Leseempfehlung von mir!


Winterkartoffelknödel: Ein Provinzkrimi
Winterkartoffelknödel: Ein Provinzkrimi
von Rita Falk
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,95

4.0 von 5 Sternen Die Oma ist der Hammer!!!!, 4. September 2014
Wenn ich das Buch mit einem Wort umschreiben sollte, dann würde ich sagen: Stumpf! Oder zum besseren Verständnis: Abgefahren!

Zugebenermaßen habe ich mich erst schwer getan mit den Erzählstil. Vermutlich weil ich wusste, hier schreibt eine Frau. Aber es hört sich eben nach einem Mann an. Das ist verwirrend und zugleich bewundernswert.

Als ich mich erst Mal daran gewöhnt hatte, war ich hin und weg von diesem Stil. Ich liebe die Oma, den jointrauchenden, zehverlustigen Vater, den Bruder mit seiner Schlampe, den Flötzinger, den Ferrari und vor allem den Ludwig. Mein Gott, wie schräg. Glückwunsch an die Autorin, die sich so etwas ausdenken konnte. Natürlich muss ich wissen, was in diesem Kaff als nächstes passiert.

Einen Stern Abzug gibt es von mir, weil man schon in der Mitte des Krimis so ungefähr wusste, was genau da abgeht. Bin halt altmodisch und möchte einen Spannungsbogen ganz bis zum Schluss.

Dennoch ein tolles Buch! Absolute Leseempfehlung!


Auf und weg!
Auf und weg!
von Pebby Art
  Taschenbuch
Preis: EUR 5,95

5.0 von 5 Sternen Eine wunderbare Geschichte über eine Kinderseele in Aufruhr......, 25. August 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Auf und weg! (Taschenbuch)
Emmas Eltern wollen sich trennen und das kleine Mädchen fürchtet, dass sie daran schuld sein könne. Zudem hat sie Angst, dass Mama und Papa sie nicht mehr lieb haben und dass sie zur Oma abgeschoben werden soll. Darum läuft sie weg. Zusammen mit ihrem Stoffpferdchen "Floh". Flüchtet sich mit ihm in eine Traumwelt. Am Ende kehrt sie nach Hause zurück, wo sie sieht, dass ihre Eltern sie sehr vermisst haben. Emma versteht, dass sich zwar einiges ändern wird, aber dass sie nach wie vor eine Mutter und einen Vater hat, die sie sehr lieb haben.

Meine Meinung: Ich habe zwar keine Kinder, aber trotzdem ein großes Interesse daran, dieses Buch zu lesen und ich muss sagen, dass ich davon sehr angetan bin. In anderen Rezensionen habe ich gelesen, dass es doch wohl falsch wäre, wenn man ein Trennungskind "davonlaufen" ließe, ich denke aber, dass wohl die meisten Kinder, deren Eltern auseinandergehen, eine Art Fluchtreflex empfinden. Auch ist es für mich nachvollziehbar, dass ein Kind Schuldgefühle entwickelt, wenn es glaubt, es wäre verantwortlich für Verstimmungen und Streitereien. Das alles ist für mich durch die Autorin also sehr glaubhaft dargestellt worden.

Irritiert war ich zunächst über das sprechende Stoffpferd, was übrigens sehr lustig war. Den Ausruf "Heilige Nähmaschine" fand ich zum Schießen und er wird nahtlos in meinen Wortschatz übernommen. :-)

Nachdem ich darüber nachgedacht habe, könnte ich mir vorstellen, dass die Autorin das deswegen so geschrieben hat, damit ein Kind, dem die Geschichte vorgelesen wird, auch aufmerksam zuhört und neben dem Ausflug in eine Phantasiewelt eben auch den ernsten Hintergrund und die eigentliche Botschaft des Buches wahrnimmt.

Die Sprache des Buches ist schlicht und kindgerecht, so wie es auch für ein Kinderbuch sein soll. Begeistert haben mich die Illustrationen, mit denen die Autorin ihr Werk für mich perfekt abgerundet hat.

Fünf Sterne von mir für "Auf und weg!" und der Autorin Pebby Art viel Erfolg bei ihren Projekten.


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