Profil für Joachim Woerner > Rezensionen

Persönliches Profil

Beiträge von Joachim Woerner
Top-Rezensenten Rang: 4.361
Hilfreiche Bewertungen: 1027

Richtlinien: Erfahren Sie mehr über die Regeln für "Meine Seite@Amazon.de".

Rezensionen verfasst von
Joachim Woerner "Buchprüfer" (Mainz Deutschland)
(REAL NAME)   

Anzeigen:  
Seite: 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8
pixel
Die Freimaurer und ihr Menschenbild: Über die Philosophie der Freimaurer
Die Freimaurer und ihr Menschenbild: Über die Philosophie der Freimaurer
von Peter Engelmann
  Broschiert
Preis: EUR 24,90

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Philosophisch gut, historisch-sachkundlich mangelhaft!, 10. Mai 2013
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Einem Vollblut-Philosophen kann man ein paar sachliche Fehler nachsehen - aber nicht mehr, wenn es sich nach der "3., durchgesehene Auflage 2010" nun schon um die "4., durchgesehene Auflage 2012" handelt, mit den gleichen Mängeln behaftet! Auch wenn man konzidieren kann, daß eine "durchgesehene" Auflage ja keine "überarbeitete" oder "aktualisierte" ist, liegt durch die ungewöhnliche Wortwahl des Verlags doch auch ein Verdacht der Interessenten-Täuschung vor, zumal der Hinweis auf dem Klappentext, daß es sich um ein "unentbehrliches Standardwerk" handelt, zumindest auf das Fehlen eines erfahrenen Lektors schließen läßt.

Die Freimaurerei entstand in England und hieß von Anfang an bis heute "Masonry" bzw. nannten sich die Mitglieder nie anders als "Freemasons", was bekanntlich "Freie Steinmetze" heißt und nichts anderes. Als die Idee dieser Bruderschaft nach 1720 in andere, nicht englisch sprachige Länder getragen wurde, nannten sich die Mitglieder dort plötzlich Maurer, bzw. "Freimaurer", damals wie heute. Schon im Mittelalter wäre es einer Beleidigung gleichgekommen, hätte man einen Freemason mit "Bricklayer" oder gar "Brickie" angesprochen! Dies und anderes Historisches hat natürlich seine Gründe - nur der Autor kommt darauf mit keinem Wort zusprechen! Er schreibt sogar von "Maurern", als diese Bezeichnung für Freemasons noch gar nicht existierte!

1753 geschah in der Freimaurerei das denkbar schrecklichste Ereignis: Die Bruderschaft spaltete sich weltweit in zwei rivalisierende Gruppen! Es dauerte 60 völlig zerstrittene Jahre, bis sich die Kampfhähne, "Moderns" und "Antients", wieder vereinigten und schworen, sich nie wieder trennen zu wollen. Aber ganz genau das Gleiche passierte wieder 2006, was aber den Autor nicht bewog, in seinen "durchgesehenen" beiden Auflagen 2010 und 2012 mit einem Wort darauf einzugehen - obwohl seine philosophische Betrachtung über den Vorgang von 1753-1813 sich nunmehr als mangelhaft erwies.

Einer Rezension fehlt der Platz für weitere Beanstandungen, wie z. B. die Darstellung des Übergangs von der operativen zur spekulativen bzw. modernen Freimaurerei. Der Ordnung halber ist aber hinzuzufügen, daß mehrere seitenlange philosophische Darlegungen des Verfassers seine philosophidch-wissenschaftliche Kompetenz eindrucksvoll erkennen lassen.

Freimaurerei: Analysen, Überlegungen, Perspektiven
Freimaurerei: Analysen, Überlegungen, Perspektiven
von Hans-Hermann Höhmann
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,90

2 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Gutes muß beser werden!, 11. April 2013
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Aus dem politischen Leben kennen wir manchmal fatale Diskrepanzen zwischen brillanter Schrift-/Rede- und praktischer Führungskunst. Ähnliches läßt sich auch bei ideellen Gruppierungen beobachten.
Wenn z. B. der langjährige Leiter einer der größeren von insgesamt über hundert sogenannten Freimaurerischen Forschungslogen (FFL) ein solches Buch unter eigenem Namen vorlegt, macht das Profi-Forscher nachdenklich. Man kann nämlich kaum erkennen, nach welcher Planung, Fragestellung und Prioritäten-Auswahl und mit welchen seiner Fachkräfte die zum Teil interessanten Buchinhalte entstanden sind.
Die logische Aufgabenstellung und Verpflichtung einer FFL ist die Erarbeitung von Kenntnissen und Informationen als Führungs- und Entscheidungshilfen für den oder die zuständigen Großmeister, also die regionalen Linien-Organisationen der Bruderschaft.
Wenn von dieser vorgesetzten Stelle keine entsprechenden Fragen kommen, muß die FFL von sich aus über akute Themen berichten und ggf. Verbesserungsvorschläge für die Großlogen-Führungen erarbeiten, damit nichts übersehen oder falsch gewichtet wird, was der Stärke und Zielverfolgung der feimaurerischen Bruderschaften dienlich ist.
Diese Einstellung ist aus dem Buch nicht erkenntlich, trotz einiger guter Gedanken, u. a. auch zur Vermeidung weiterer hoher Verluste an Mitgliedern und Logen in der weltweiten Freimaurerei - allerdings reichlich verspätet. Statt einer schlüssigen Situationsanalyse zu diesem anhaltenden Trend seit 1970 mit Empfehlungen, wie man ein gewisses Überschwappen amerikanischer Zustände auf andere Länder verhindern kann, gibt der Verfasser nur seiner Freude Ausdruck, daß es hierzulande zwar auch nicht gerade zufriedenstellend ist, aber immerhin lange nicht so schlecht wie im englisch-sprachigen Raum.
Tatsächlich kam jedoch aus den USA als einzige kümmerliche Reaktion auf die dortige Misere deren neue Parole auch zu uns rüber: Die moderne Freimaurerei soll klein aber fein sein! Die Internet Foren sind voll davon, einige Logenmeister haben sie bereits auch in Deutschland übernommen - aber der Verfasser und seine FFL sowie die Großmeister ignorieren solche "Kleinigkeiten" ebenso wie die Tatsache, daß seit 6 Jahren wieder ein blamables Schisma besteht, wie einst von 1753 bis 1813, nämlich die Aufspaltung der globalen Freimaurerei in zwei rivalisierende Gruppen, durch die Gründung der RGLE in London - was bei einer funktionierenden FFL vor Ort sicher nicht hätte passieren können.
Bleibt nur noch zu hoffen, daß der aufmerksame Leser bei der vorliegenden Schrift die Spreu vom Weizen zu trennen vermag.

Geschichte der Freimaurerei: Von der Zeit Ihres Entstehens bis auf die Gegenwart
Geschichte der Freimaurerei: Von der Zeit Ihres Entstehens bis auf die Gegenwart
von Gabriel Findel Joseph
  Broschiert
Preis: EUR 42,99

4.0 von 5 Sternen Vorsicht ist geboten!, 21. März 2013
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Als Rezensent, der selbst Forschender auf dem Gebiet des Buchtitels ist,fühlt man sich gedrängt, für diese Arbeit gleich 5 Sterne zu vergeben. Aber bei der Werbung für ein Reprint nach 135 Jahren sollte man wenigstens erkennen lassen, daß es sich bei der "Gegenwart" laut Buchtitel um das Jahr 1878 handelt.

Über 800 Seiten mit mehr als 2 kg Gewicht eignen sich natürlich nicht als Bettlektüre und finden sicher auch nicht jedes Freimaurers Interesse. Aber für freimaurerisch Forschende und ihre Brüder Redner ist dieser Reprint trotz leider fehlender 14 Druckseiten unverzichtbar.

Einerseits zeigt er tröstend, daß die Freimaurerei seit Ihrer Entstehung von ständigen Höhen und Tiefen, stolzen und weniger vorzeigbaren Zuständen begleitet wurde und zwar grenzüberschreitend variabel. Andererseits wird deutlich, daß der gut in sich ruhenden Bruderschaft eine gewisse Lernresistenz zu eigen ist.

Wer dieses Buch aufmerksam durcharbeitet und die Gegenwart kennt,denkt häufig "wie sich die Zeichen gleichen"! Sogar das Schisma von 1753 hat sich vor ein paar Jahren wiederholt. Stichwort >RGLE<. Andererseits entstanden erst nach dem Erscheinen dieses Buches die ersten Forschungslogen der Freimaurer. d. h. der Stand des Buches ist in Teilen irreführend. Zumal der Autor die Begriffe "Freemasons", Masons, Freimaurer und Maurer in unlogischem Durcheinander bringt. Oder der Niedergang der operativen Steinmetz-Bauhütten im 17. Jahrhundert wurde zum Beispiel nicht durch "zunehmendem Mangel an Baulust" verursacht, sondern weil man die technische Entwicklung des Backsteins nicht beobachtete!

Aber wie das zumeist bei klugen, lehrreichen und sehr dicken Büchern ist: Die wenigsten lesen sie, und leider auch die nicht, die es eigentlich nötig hätten!

Die Erde schlägt zurück: Wie der Klimawandel unser Leben verändert
Die Erde schlägt zurück: Wie der Klimawandel unser Leben verändert
von Claus-Peter Hutter
  Taschenbuch

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein sehr nützliches Buch für jedermann!, 17. Februar 2013
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Zu diesem Buch liegen schon so viele positive Rezensionen vor, daß eigentlich nur noch übrig bleibt, einmal auf die bisher einzige negative Beurteilung von "Daniel x" aus Hannover einzugehen.
Bücher über die Vielzahl globaler Probleme können immer nur als Diskusionsbeiträge verstanden werden, solange es noch keine zweifelsfreien bzw. vollstänigen Erkenntnisse zu dieser futurologischen Thematik gibt. Dann sollte man aber sachlich bleiben und Meinungen, die einem nicht gefallen, durch bessere Gegenargumente und nicht persönliche Angriffe kontrahieren! Dazu bedarf es allerdings mehr Wissen als Emotionen.

Wann und wie die Erde zurückschlagen könnte, ist bislang gar nicht vollständig beweisbar. Auch wird hier nicht behauptet, daß das "Szenario 2035" so eintritt, wie in diesem Buch einmal angenommen. Infolgedessen lautet die Kernfrage für die Menschheit: Wann ist was denkbar und was könnte man jetzt schon tun, um diesen unbekannten Zeitpunkt noch weiter hinauszuschieben oder gar zu entschärfen?

Dabei handelt es sich um globale Probleme, die sich nie und nimmer durch nationale Regierungen bewältigen lassen. Das erfordert nicht nur die Sacharbeit von Experten, sondern auch ein politisches Umdenken bzw. Umorganisieren, zu dem man Wähler-Mehrheiten benötigt. Das aber kostet viel Zeit und vor allen Dingen mehr Verständnis und Erdbewußtsein bei den Menschen. Und dazu trägt dieses Buch in hervorragender Weise bei!

Imperien: Die Logik der Weltherrschaft - vom Alten Rom bis zu den Vereinigten Staaten
Imperien: Die Logik der Weltherrschaft - vom Alten Rom bis zu den Vereinigten Staaten
von Herfried Münkler
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 9,99

0 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Die Lage von gestern !, 15. Februar 2013
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Bis zum vorletzten Kapitel schließt man sich gern den lobenden, 5 Sterne vergebenden Rezensenten der 1. Ausgabe von 2005 an. Dann aber versäumte der Autor auf grundlegend erweiterte Kriterien für Imperien hinzuweisen, die die Großmächte seit einigen Jahren zu neuen, schwerwiegenden, komplexen Situationsanalysen zwingen.
Sie wurden ausgelöst durch wissenschaftliche Erkenntnisse, denenzufolge bestimmte, sehr ernsthafte globale Probleme, die man bislang erst in ferner Zukunft für möglich hielt, partiell schon in der 2. Hälfte dieses Jahrhunderts akut werden könnten. Kernpunkte waren, aber nicht ausschließlich, die exakter vorliegenden Klima-Daten mit ihren komplexen Folgen, die begrenzten bzw. ungleichmäßig verteilten Rohstoffe und daraus resultierende Konsequenzen sowie die Entwicklung der Kommunikationstechnologien mit ihren sich bereits abzeichnenden Auswirkungen auf die Führbarkeit von Massen.
Das Augenöffnen begann schon durch den ersten öffentlichen Bericht des "Club of Rom" 1972. Gleichgültig, ob alle seine Prognosen immer gleich ins Schwarze trafen, fand er doch zunehmend Mitdenker und veranlaßte weitsichtige Eliten, die "Global Condition and Governance" mit anderen Augen zu betrachten.
Die "AGENDA 21" (1992) zeigte den führenden Mächten und Köpfen den wahrscheinlichen Anbruch eines politisch neuen Zeitalters. Die bei imperiell geprägten Überlegungen dominanten wirtschaftlichen und militärischen Gesichtspunkte wurden schrittweise durch eine Vielzahl neuer Kriterien erweitert. Der Nutzen eines Imperiums wurde nicht nur, wie schon gelegentlich früher, mal wieder in Zweifel gezogen. Die führenden Politiker und Planer entwickelten vielmehr ganz neue, langfristige Szenarien und stießen dabei auf immer mehr Informationsbedarf, um die eigenen existenziellen Risiken bis zum Ende dieses Jahrhunderts abschätzen zu können. Letztlich richtet sich ja auch die Wahl der geeigneten Vasallen und die gesamte Außenpolitik nach dem Wunschbild für unsere Großenkel.

Man muß dieser Darstellung nicht folgen, aber Buchtitel und Werbung hätten erfordert, im letzten Kapitel des bereits 2005 erschienenden Werkes auf die jüngste Lage einzugehen. Warum fehlt sie sogar noch in dieser Auflage von 2013?

Die uns alle beschäftigende Kardinal-Frage ist doch: Was muß getan werden, wenn auch der letzte Weise einsieht,daß man globale Probleme nie und nimmer mit nationalen Regierungen lösen kann ?

Tempelritter und Freimaurer
Tempelritter und Freimaurer
von Ferdinand Neundlinger
  Broschiert
Preis: EUR 24,90

1.0 von 5 Sternen Unbrauchbares Produkt!, 26. Januar 2013
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Tempelritter und Freimaurer (Broschiert)
Da schreiben zwei Autoren die offensichtlich keine Basiskenntnisse über den Begriff "Freimaurer" besitzen ein Buch mit diesem anspruchsvollen Titel. Und ihrem Verleger fällt nicht einmal auf, daß die vielen Druck- bzw. orthografischen Fehler ebenfalls rufschädigend sind!
Es war zweifellos eine Fleißarbeit, sich im Internet durch Eingabe unzähliger längst verstorbener Persönlichkeiten solche biographischen Informationen zu beschaffen, die sich unter den Hut der Tempelritter und/oder Freimaurer schieben lassen. Nur existierte der Name und Begriff "Freimaurer" vor 1720 überhaupt noch nicht! Davor gab es nur "Freemasons" in der englisch-sprachigen Welt und bis heute. Ein Mason ist aber kein Maurer, sondern ein Steinmetz!
Wenn auf einer mittelalterlichen sakralen Großbaustelle ein gestandener Steinmetz absichtlich mit "Maurer" tituliert wurde, so kam das einer Beleidigung gleich!
Die regulären Mitglieder einer Steinmetz-Bauhütte (englisch "Lodge", nicht Loge) genossen, auch nach heutigen Maßstäben, ein vorbildliches Sozialsystem. Davon konnten andere Handwerker und Bürger damals nur träumen. Es war bereits im 12. Jahrhundert entstanden, um genug guten Nachwuchs zu gewinnen, obwohl ihr Handwerk die mit Abstand meisten Betriebsunfälle, Staublungen und Schwerversehrten verzeichnete. Einen entsprechend höheren Arbeitslohn als die anderen Bau-Handwerker ließen die Bauherren und Magistrate jedoch aus guten Gründen nicht zu.
Die nötige Finanzierung dieses Systems erfolgte durch die Steinmetz-Bauhüttenleitung mit dem Gewinn, der sich durch die damalige Bau-Organisation ergab: Die gesamte Stein-Materialbeschaffung vom entfernten Steinbruch bis zum verlegten, formatierten Werkstein, einschließlich der gesamten Logistik lag im Zuständigkeitsbereich der Steinmetz-Hüttenleitung (deren Obermeister gelegentlich sogar Mitinhaber der Steinbrüche geworden waren!).
All das lief für die Freemasons bzw. Steinmetze bestens - nur wurde aus guten Gründen extern nicht darüber gesprochen. So begann der Nimbus des Geheimnisvollen!
Dann passierte die schwerwiegenste bautechnische Entwicklung der Weltgeschichte, von der die Buchautoren offenbar keine Ahnung hatten: Der Siegeszug des Backsteins (Produktions-Öfen, -Maschinen, -Geschwindigkeiten, uniforme Stein-Festigkeiten u. a. m.). Der Endpreis für verbautes Backstein-Volumen sank im Vergleich zum Natur-Werkstein um 70 %. Die Steinmetz-Bauhütten verloren mit ihren Aufträgen auch das Geld, um ihren sozialen Verpflichtungen besonders den Witwen, Waisen und Invaliden gegenüber nachkommen zu können. Bis Mitte des 17. Jahrhunderts sattelten etwa 90 % aller europäischen Steinmetze zähneknirschend auf Maurer um!
Einige Lodges überlebten mit einer genialen Idee: Sie öffneten sich für wohlhabende Nicht-Handwerker gegen Aufnahme- und Beitragsgebühren! (Daher die Bezeichnung "speculativ"!)
Das Ganze hat aber mit dem Thema Tempelritter gar nichts mehr zu tun, wenn auch die eine oder andere ihrer Gepflogenheiten sich wie bei anderen Organisationen auch bei den Freimaurern wiederfinden.
Aus Platzgründen kann der Rezensent nicht mehr Beweise dafür bringen, warum das zeitliche Durcheinander der Begriffe "Maurer" und "Steinmetze" sowie andere Sachfehler in diesem Buch eigentlich gar keinen Stern wert sind.

Ist die Kirche noch zu retten?
Ist die Kirche noch zu retten?
von Hans Küng
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zum Nachdenken!, 24. Januar 2013
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Ist die Kirche noch zu retten? (Taschenbuch)
Das beste Buch, das je zu diesem Thema geschrieben wurde!
Der bekannte Vatikan-Kritiker zieht noch ein letztes Mal alle Register, weil er offensichtlich fühlte, daß jetzt die letzte Chance seiner katholischen Kirche gegeben ist, um doch noch die Zukunft zu meistern. Denn das Jahr 2017 rückt näher, an dem die protestantischen Kirchen und Religionsgemeinschaften in aller Welt ihr 500. Reformationsfest feiern.
Ihre Vorbereitungen laufen bereits auf vollen Touren. Dabei brauchen sie niemanden anzugreifen, sondern nur an ihre Vergangenheit zu erinnern, die vergleichsweise frei von Inquisition, Anmaßungen und Kardinalfehlern oder Gott-Spielereien ist.
Das Reformationsfestjahr wird ohne Tricks oder Medienrummel einen natürlichen Sog auf die Masse der enttäuschten katholischen Gläubigen und die nachwachsende Jugend ausüben, daß schon nach weiteren 5 Jahren der Katholizismus den Point of no Return überschrittenn haben dürfte. Denn die Massen und ihre Politiker sehnen sich nach einer gemeinsamen ökumenischen Flagge und Glaubensform - nicht zuletzt wegen der Aktivitäten anderer großer organisierter Religionsgemeinschaften.
Um eine nächste Milliarde Erdbewohner noch mit allzeit genug Lebensmitteln, Süßwasser, Elektrizität u. a. m. zu versorgen, kann die Menschheit sich nicht über Glaubensfragen zerstreiten, zumal keiner der vielen Bibel-Autoren voraussah, daß unser Bevölkerungszustand schon vor über hundert Jahren eingetreten wäre,wenn es keine Kriege und Epedemien gegeben hätte!

Wie die Freiburger ihr Münster bauten: Eine Zeitreise in historisch präzisen Zeichnungen
Wie die Freiburger ihr Münster bauten: Eine Zeitreise in historisch präzisen Zeichnungen
von Benedikt Schaufelberger
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 24,90

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein ganz großartiges Werk!, 15. Januar 2013
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Vorab ist bemerkenswert, daß dieses Buch - zweimal aufgeführt bei amazon - schon Ende des vergangenen Jahrhunderts erschienen sein muß. Dem Rezensenten liegt nämlich die 4. Auflage des Herder-Verlags aus dem Jahre 2000 vor. Demzufolge haben wir es laut amazon mit der Auflage von 2007 schon mit einer 5. oder 6. Auflage zu tun. Den kritischen Leser interessieren solche Angaben, besonders wenn es sich um wissenschaftlich-kulturelle Bücher handelt. Wobei die wichtige Frage entsteht, ob es sich um veränderte Neu-Auflagen handelt oder gleichlautende weitere Drucke, die eigentlich keiner zusätzlichen vollständigen Erwähnung bei amazon bedürfen.

Dieses großartige, mit sehr anschaulichen Zeichnungen begleitete Buch ist auf jeden Fall ein hervorragendes Werk für die Heimatkunde, städtische Allgemeinbildung und alle an Sakralbauten Interessierte. Aber es ist mehr als gedruckte Volkshochschule!

Sein Wert ließe sich dennoch steigern, von Auflage zu Auflage, wenn man noch ein paar Seitenblicke eingeflochten hätte aus Gesichtswinkeln von Experten und Leistungen, deren Beitrag und Einfluß auf das Gelingen eines solchen Bauwerks ebenfalls unverzichtbar gewesen sind. Man denke nur an die kommunikativen bzw. logistischen Probleme zwischen den kilometer-weiten Steinbrüchen, die entsprechende Rohlinge für die Steinmetze vor Ort fristgerecht anliefern mußten. Oder die speziellen Praktiken, um die jährliche Kirchen-Kollekte bei den Bürgern in angemessener Höhe zu den Baukosten zu halten u. a. m. Auch wären Angaben über die Zahl der Betriebsunfälle, Invaliden oder gar Toten während der Bauzeit keineswegs leistungs-schmälernd.

Die Freimaurer - unsere Brüder?. Was hat sich geändert? Die Freimaurerei oder die Kirche?
Die Freimaurer - unsere Brüder?. Was hat sich geändert? Die Freimaurerei oder die Kirche?
von Fritz Feuling
  Broschiert

4.0 von 5 Sternen Wertvolles Zeitzeugnis, 5. Januar 2013
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Eigentlich müßte dieses dünne Taschenbuch (76 Seiten) in der Bibliothek jeder Freimaurer-Loge zu finden sein. Der Autor, ein Katholik von altem Schrot und Korn äußert sich ehrlich, offen und besorgt über die Korrekturen seiner Kirchen-Oberen an ihrer Einstellung der Freimaurerei gegenüber. Für historisch interessierte Freimaurer ein aufschlußreiches Beispiel für die Haltung, aber auch den dürftigen Informationsstand einer wahrscheinlich unterschätzten Menge von Gläubigen wie der Autor.

Offensichtlich ist wenig bekannt, daß die Gründung der ersten Grandlodge of Freemasons in London (1717) und ihre Führung auf die anglikanische Staatskirche zurückgeht (siehe Desaguliers u. a. m.). Ihre Verteufelung durch die Bannbulle von 1738 des Vatikans (nicht vom Papst unterschrieben!) sollte eine erfolgreiche Verbreitung über England hinaus verhindern - kam dafür aber bereits zu spät. Infolgedessen wurde die christliche Freimaurerei von vornherein zu einer Art "Spielwiese" der Protestanten, weil ja Katholiken die Mitgliedschaft strikt verboten war. So besteht die inzwischen weltweite Freimaurerei zu über 90 % aus protestantischen Christen, was natürlich Konsequenzen hat, auch wenn darüber naturgemäß nicht gesprochen wird.

Napola - Elite für den Führer
Napola - Elite für den Führer
DVD ~ Max Riemelt
Preis: EUR 8,99

3 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Historisch unbrauchbar!, 23. Dezember 2012
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Napola - Elite für den Führer (DVD)
Als wenn das Hitler-Regime nicht schon genug Inhumanitäten und Verbrechen begangen hätte: Hier setzt nun ein guter Filmemacher noch einen Drauf, weil sich halt damit Geld verdienen läßt. Historisch völlig unakzeptabel werden hier die Napolas reißerisch falsch dargestellt!
Sie entstanden aus den Preussischen Kadettenanstalten, die grenzüberschreitend hohes Ansehen genossen. Außer dem Namen und den Uniformen änderte sich bis zum Kriegsausbruch 1939 so gut wie gar nichts. Erst die nach 1942 entstandenen neuen Napolas waren von Beginn an etwas anders geführt und damit geprägt. Die alten Napolas behielten aber ihren "Kadetten-Stil" bis Kriegsende. Bei ihnen waren Szenen wie sie in diesem Film zusätzlich überspitzt gezeigt werden völlig unmöglich. Der Regisseur läßt historischen Sachverstand vermissen, zumal er nicht einmal die Napola üblichen Uniformen, Dienstgrad-Abzeichen und Ausrüstungen korrekt darstellt.
Die Zahl der wissenden Überlebenden ist 60 Jahre nach Kriegsschluß so gering (und desinteressiert)geworden, daß Filmemacher wie diese kein Risiko mehr eingehen, entlarvt zu werden.Geschäft ist Geschäft!

Seite: 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8