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Rezensionen verfasst von
Joachim Woerner "Buchprüfer" (Mainz Deutschland)
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Vermächtnis: Die Kohl-Protokolle
Vermächtnis: Die Kohl-Protokolle
von Heribert Schwan
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,99

2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Versäumnisse!, 15. November 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich ergänze die Rezensionen mit nur einem Stern:
Das Buch ist sicher ein für spezielle, historische Interessenten lesenswerter Extrakt aus 600 Stunden Gesprächen mit einem Altkanzler. Andere sollten dafür kein Geld ausgeben. Nicht nur weil es in unserer schnelllebigen Zeit schon wieder Schnee von gestern ist, sondern weil in solchen Protokollen natürlich keine Versäumnisse aufgezählt werden.

Denn bei allen Meriten von Kohl vergaß er doch auch Manches, z. B. die frühzeitigen Überlegunen und Planungen für den Fall einer Wiedervereinigung. Sie wurde als politisches Ziel betrieben, aber nicht vorsorglich durchdacht. Das Ergebnis war denn auch reichlich chaotisch. Die Treuhand läßt grüßen!

In den westlichen Kreisen, die mit der DDR laufend zu tun hatten, verfügte man bei uns über umfangreiche Detailkenntnisse der DDR-Wirtschaft, insbesondere ihrer größeren Unternehmen. Sie hätten Studien über eine praktische Wiedervereinigung erlaubt, statt erst nach dem politischen Vollzug anzufangen zu denken.

Damals gab es z. B.ein "Universitätsseminar der Wirtschaft" für entsprechende Führungskräfte. Nach Anschaffung eines neuen Groß-Computers erboten sich die Seminarteilnehmer eine wirtschaftliche Simulation für den Fall einer Wiedervereinigung zu erarbeiten. Das aber wurde ihnen vom "Büro Kohl" untersagt, weil es das Verhältnis zur DDR stören könnte!
Auch ähnliche Initiativen fanden nicht statt, sondern man begann in Bonn erst praktisch zu denken, als die Vereinigung anfangs zu einem Chaos führte. Auch das und seine Konsequenzen bis heute verdanken wir aber Herrn Kohl!


Freimaurer in 60 Minuten
Freimaurer in 60 Minuten
von Jonathan Byron
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 8,00

3.0 von 5 Sternen Flüssige Wunschvorstellung, 25. Oktober 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Freimaurer in 60 Minuten (Gebundene Ausgabe)
In 60 Minuten kann man kein Freimaurer werden und sicher auch nicht die "Freimaurerei" (als besserer Titel) historisch ausreichend schildern. Auch ist verwirrend: Auf Seite 1 erscheint der Name Jonathan Byron, der auch bei Amazon auf diesem Vordruck erscheint, obwohl der Autor Philip Militz heißt.

Sein flüssiger Stil läßt dieses Büchlein gut lesen. Aber wer daraufhin Freimaurer wird, könnte auch enttäuscht werden, denn die große Vielfalt der Freimaurerei spiegelt sich in den einzelnen örtlichen Logen recht unterschiedlich wider, und die weltweit rund 250 Großmeister haben weder ein Führungsgremium noch ein obligatoriches Führungs-Seminar.


Die Geheimbünde: Eine kulturgeschichtliche Analyse (marixwissen 27)
Die Geheimbünde: Eine kulturgeschichtliche Analyse (marixwissen 27)
Preis: EUR 4,49

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Zu dürftig!, 25. Juli 2014
Entweder man schreibt gezielt über die Entstehung und die heutige Bedeutung von Geheimbünden, oder man widmet jedem Ge-
heimbund eine ausführliche Darstellung. Trotz einiger guter forscherischer Bemühungen geht das Buch am Leserinteresse vorbei.


Nobody is perfect. Ein Handbuch für den ganz normalen Neurotiker.
Nobody is perfect. Ein Handbuch für den ganz normalen Neurotiker.
von Serena Gray
  Taschenbuch

1.0 von 5 Sternen Ein Handbuch für Blödmänner!, 7. Juni 2014
Der Buchtitel ist griffig, weshalb gleich mehrere Buch- und Song-Schreiber Anfang diesen Jahrhunderts daruf zurückgriffen. Wenn auch die Buch-Inhalte kaum die Druckkosten geschweige denn Übersetzungsgebühren rechtfertigen dürften (über Amazon.de werden gebrauchte Exemplare praktisch verschenkt!), so wundert es doch, wie wenig kluge Köpfe begreifen, daß wir es hier mit einem klassischen Lehrsatz zu tun haben, der nur albern verstümmelt wird. Schon vor Jahrhunderten lehrten weise Männer: "Nobody is perfect,- but should always try to be!"
Wer Mitarbeiter und Freunde hat mit dieser Lebens- und Handlungseinstellung kann sich glücklich schätzen!


Freemasonry: The Reality
Freemasonry: The Reality
von Tobias Churton
  Broschiert

4.0 von 5 Sternen Fundgrube für Forschende, 6. Juni 2013
Rezension bezieht sich auf: Freemasonry: The Reality (Broschiert)
Eine solche freimaurerische Arbeit von über 500 Seiten emotional zu rezensieren, wird ihr nicht gerecht. Sie enthält teilweise erst- und einmalige Darstellungen, die zu behandeln eigentlich besser das Team einer Forschgungsloge hätte vornehmen müssen. Dann wären wohl auch die Kleinigkeiten, die andere Rezensenten bemängeln vermieden worden. Allerdings kam bei der Themenfülle zu kurz, daß das Ende der operativen Steinmetz-Bauhütten wenig ruhmreich war und der Aufbau der spekulativen Freimaurerei entweder auf Anweisung oder zumindest auf Initiative des Erzbischofs von Canterbury erfolgte.

Die Realität der Freimaurerei wird anläßlich ihres 300 jährigen Jubiläums 2017 ein Top-Thema werden. Dieses Buch ist ein gewichtiger Auftakt dazu.


Die Freimaurer und ihr Menschenbild: Über die Philosophie der Freimaurer
Die Freimaurer und ihr Menschenbild: Über die Philosophie der Freimaurer
von Peter Engelmann
  Broschiert
Preis: EUR 24,90

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Philosophisch gut, historisch-sachkundlich mangelhaft!, 10. Mai 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Einem Vollblut-Philosophen kann man ein paar sachliche Fehler nachsehen - aber nicht mehr, wenn es sich nach der "3., durchgesehene Auflage 2010" nun schon um die "4., durchgesehene Auflage 2012" handelt, mit den gleichen Mängeln behaftet! Auch wenn man konzidieren kann, daß eine "durchgesehene" Auflage ja keine "überarbeitete" oder "aktualisierte" ist, liegt durch die ungewöhnliche Wortwahl des Verlags doch auch ein Verdacht der Interessenten-Täuschung vor, zumal der Hinweis auf dem Klappentext, daß es sich um ein "unentbehrliches Standardwerk" handelt, zumindest auf das Fehlen eines erfahrenen Lektors schließen läßt.

Die Freimaurerei entstand in England und hieß von Anfang an bis heute "Masonry" bzw. nannten sich die Mitglieder nie anders als "Freemasons", was bekanntlich "Freie Steinmetze" heißt und nichts anderes. Als die Idee dieser Bruderschaft nach 1720 in andere, nicht englisch sprachige Länder getragen wurde, nannten sich die Mitglieder dort plötzlich Maurer, bzw. "Freimaurer", damals wie heute. Schon im Mittelalter wäre es einer Beleidigung gleichgekommen, hätte man einen Freemason mit "Bricklayer" oder gar "Brickie" angesprochen! Dies und anderes Historisches hat natürlich seine Gründe - nur der Autor kommt darauf mit keinem Wort zusprechen! Er schreibt sogar von "Maurern", als diese Bezeichnung für Freemasons noch gar nicht existierte!

1753 geschah in der Freimaurerei das denkbar schrecklichste Ereignis: Die Bruderschaft spaltete sich weltweit in zwei rivalisierende Gruppen! Es dauerte 60 völlig zerstrittene Jahre, bis sich die Kampfhähne, "Moderns" und "Antients", wieder vereinigten und schworen, sich nie wieder trennen zu wollen. Aber ganz genau das Gleiche passierte wieder 2006, was aber den Autor nicht bewog, in seinen "durchgesehenen" beiden Auflagen 2010 und 2012 mit einem Wort darauf einzugehen - obwohl seine philosophische Betrachtung über den Vorgang von 1753-1813 sich nunmehr als mangelhaft erwies.

Einer Rezension fehlt der Platz für weitere Beanstandungen, wie z. B. die Darstellung des Übergangs von der operativen zur spekulativen bzw. modernen Freimaurerei. Der Ordnung halber ist aber hinzuzufügen, daß mehrere seitenlange philosophische Darlegungen des Verfassers seine philosophidch-wissenschaftliche Kompetenz eindrucksvoll erkennen lassen.


Freimaurerei: Analysen, Überlegungen, Perspektiven
Freimaurerei: Analysen, Überlegungen, Perspektiven
von Hans-Hermann Höhmann
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,90

2 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Gutes muß beser werden!, 11. April 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Aus dem politischen Leben kennen wir manchmal fatale Diskrepanzen zwischen brillanter Schrift-/Rede- und praktischer Führungskunst. Ähnliches läßt sich auch bei ideellen Gruppierungen beobachten.
Wenn z. B. der langjährige Leiter einer der größeren von insgesamt über hundert sogenannten Freimaurerischen Forschungslogen (FFL) ein solches Buch unter eigenem Namen vorlegt, macht das Profi-Forscher nachdenklich. Man kann nämlich kaum erkennen, nach welcher Planung, Fragestellung und Prioritäten-Auswahl und mit welchen seiner Fachkräfte die zum Teil interessanten Buchinhalte entstanden sind.
Die logische Aufgabenstellung und Verpflichtung einer FFL ist die Erarbeitung von Kenntnissen und Informationen als Führungs- und Entscheidungshilfen für den oder die zuständigen Großmeister, also die regionalen Linien-Organisationen der Bruderschaft.
Wenn von dieser vorgesetzten Stelle keine entsprechenden Fragen kommen, muß die FFL von sich aus über akute Themen berichten und ggf. Verbesserungsvorschläge für die Großlogen-Führungen erarbeiten, damit nichts übersehen oder falsch gewichtet wird, was der Stärke und Zielverfolgung der feimaurerischen Bruderschaften dienlich ist.
Diese Einstellung ist aus dem Buch nicht erkenntlich, trotz einiger guter Gedanken, u. a. auch zur Vermeidung weiterer hoher Verluste an Mitgliedern und Logen in der weltweiten Freimaurerei - allerdings reichlich verspätet. Statt einer schlüssigen Situationsanalyse zu diesem anhaltenden Trend seit 1970 mit Empfehlungen, wie man ein gewisses Überschwappen amerikanischer Zustände auf andere Länder verhindern kann, gibt der Verfasser nur seiner Freude Ausdruck, daß es hierzulande zwar auch nicht gerade zufriedenstellend ist, aber immerhin lange nicht so schlecht wie im englisch-sprachigen Raum.
Tatsächlich kam jedoch aus den USA als einzige kümmerliche Reaktion auf die dortige Misere deren neue Parole auch zu uns rüber: Die moderne Freimaurerei soll klein aber fein sein! Die Internet Foren sind voll davon, einige Logenmeister haben sie bereits auch in Deutschland übernommen - aber der Verfasser und seine FFL sowie die Großmeister ignorieren solche "Kleinigkeiten" ebenso wie die Tatsache, daß seit 6 Jahren wieder ein blamables Schisma besteht, wie einst von 1753 bis 1813, nämlich die Aufspaltung der globalen Freimaurerei in zwei rivalisierende Gruppen, durch die Gründung der RGLE in London - was bei einer funktionierenden FFL vor Ort sicher nicht hätte passieren können.
Bleibt nur noch zu hoffen, daß der aufmerksame Leser bei der vorliegenden Schrift die Spreu vom Weizen zu trennen vermag.


Geschichte der Freimaurerei: Von der Zeit Ihres Entstehens bis auf die Gegenwart
Geschichte der Freimaurerei: Von der Zeit Ihres Entstehens bis auf die Gegenwart
von Gabriel Findel Joseph
  Broschiert

4.0 von 5 Sternen Vorsicht ist geboten!, 21. März 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Als Rezensent, der selbst Forschender auf dem Gebiet des Buchtitels ist,fühlt man sich gedrängt, für diese Arbeit gleich 5 Sterne zu vergeben. Aber bei der Werbung für ein Reprint nach 135 Jahren sollte man wenigstens erkennen lassen, daß es sich bei der "Gegenwart" laut Buchtitel um das Jahr 1878 handelt.

Über 800 Seiten mit mehr als 2 kg Gewicht eignen sich natürlich nicht als Bettlektüre und finden sicher auch nicht jedes Freimaurers Interesse. Aber für freimaurerisch Forschende und ihre Brüder Redner ist dieser Reprint trotz leider fehlender 14 Druckseiten unverzichtbar.

Einerseits zeigt er tröstend, daß die Freimaurerei seit Ihrer Entstehung von ständigen Höhen und Tiefen, stolzen und weniger vorzeigbaren Zuständen begleitet wurde und zwar grenzüberschreitend variabel. Andererseits wird deutlich, daß der gut in sich ruhenden Bruderschaft eine gewisse Lernresistenz zu eigen ist.

Wer dieses Buch aufmerksam durcharbeitet und die Gegenwart kennt,denkt häufig "wie sich die Zeichen gleichen"! Sogar das Schisma von 1753 hat sich vor ein paar Jahren wiederholt. Stichwort >RGLE<. Andererseits entstanden erst nach dem Erscheinen dieses Buches die ersten Forschungslogen der Freimaurer. d. h. der Stand des Buches ist in Teilen irreführend. Zumal der Autor die Begriffe "Freemasons", Masons, Freimaurer und Maurer in unlogischem Durcheinander bringt. Oder der Niedergang der operativen Steinmetz-Bauhütten im 17. Jahrhundert wurde zum Beispiel nicht durch "zunehmendem Mangel an Baulust" verursacht, sondern weil man die technische Entwicklung des Backsteins nicht beobachtete!

Aber wie das zumeist bei klugen, lehrreichen und sehr dicken Büchern ist: Die wenigsten lesen sie, und leider auch die nicht, die es eigentlich nötig hätten!


Die Erde schlägt zurück: Wie der Klimawandel unser Leben verändert
Die Erde schlägt zurück: Wie der Klimawandel unser Leben verändert
von Claus-Peter Hutter
  Taschenbuch

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein sehr nützliches Buch für jedermann!, 17. Februar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Zu diesem Buch liegen schon so viele positive Rezensionen vor, daß eigentlich nur noch übrig bleibt, einmal auf die bisher einzige negative Beurteilung von "Daniel x" aus Hannover einzugehen.
Bücher über die Vielzahl globaler Probleme können immer nur als Diskusionsbeiträge verstanden werden, solange es noch keine zweifelsfreien bzw. vollstänigen Erkenntnisse zu dieser futurologischen Thematik gibt. Dann sollte man aber sachlich bleiben und Meinungen, die einem nicht gefallen, durch bessere Gegenargumente und nicht persönliche Angriffe kontrahieren! Dazu bedarf es allerdings mehr Wissen als Emotionen.

Wann und wie die Erde zurückschlagen könnte, ist bislang gar nicht vollständig beweisbar. Auch wird hier nicht behauptet, daß das "Szenario 2035" so eintritt, wie in diesem Buch einmal angenommen. Infolgedessen lautet die Kernfrage für die Menschheit: Wann ist was denkbar und was könnte man jetzt schon tun, um diesen unbekannten Zeitpunkt noch weiter hinauszuschieben oder gar zu entschärfen?

Dabei handelt es sich um globale Probleme, die sich nie und nimmer durch nationale Regierungen bewältigen lassen. Das erfordert nicht nur die Sacharbeit von Experten, sondern auch ein politisches Umdenken bzw. Umorganisieren, zu dem man Wähler-Mehrheiten benötigt. Das aber kostet viel Zeit und vor allen Dingen mehr Verständnis und Erdbewußtsein bei den Menschen. Und dazu trägt dieses Buch in hervorragender Weise bei!


Imperien
Imperien
von Herfried Münkler
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 9,99

6 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Die Lage von gestern !, 15. Februar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Imperien (Gebundene Ausgabe)
Bis zum vorletzten Kapitel schließt man sich gern den lobenden, 5 Sterne vergebenden Rezensenten der 1. Ausgabe von 2005 an. Dann aber versäumte der Autor auf grundlegend erweiterte Kriterien für Imperien hinzuweisen, die die Großmächte seit einigen Jahren zu neuen, schwerwiegenden, komplexen Situationsanalysen zwingen.
Sie wurden ausgelöst durch wissenschaftliche Erkenntnisse, denenzufolge bestimmte, sehr ernsthafte globale Probleme, die man bislang erst in ferner Zukunft für möglich hielt, partiell schon in der 2. Hälfte dieses Jahrhunderts akut werden könnten. Kernpunkte waren, aber nicht ausschließlich, die exakter vorliegenden Klima-Daten mit ihren komplexen Folgen, die begrenzten bzw. ungleichmäßig verteilten Rohstoffe und daraus resultierende Konsequenzen sowie die Entwicklung der Kommunikationstechnologien mit ihren sich bereits abzeichnenden Auswirkungen auf die Führbarkeit von Massen.
Das Augenöffnen begann schon durch den ersten öffentlichen Bericht des "Club of Rom" 1972. Gleichgültig, ob alle seine Prognosen immer gleich ins Schwarze trafen, fand er doch zunehmend Mitdenker und veranlaßte weitsichtige Eliten, die "Global Condition and Governance" mit anderen Augen zu betrachten.
Die "AGENDA 21" (1992) zeigte den führenden Mächten und Köpfen den wahrscheinlichen Anbruch eines politisch neuen Zeitalters. Die bei imperiell geprägten Überlegungen dominanten wirtschaftlichen und militärischen Gesichtspunkte wurden schrittweise durch eine Vielzahl neuer Kriterien erweitert. Der Nutzen eines Imperiums wurde nicht nur, wie schon gelegentlich früher, mal wieder in Zweifel gezogen. Die führenden Politiker und Planer entwickelten vielmehr ganz neue, langfristige Szenarien und stießen dabei auf immer mehr Informationsbedarf, um die eigenen existenziellen Risiken bis zum Ende dieses Jahrhunderts abschätzen zu können. Letztlich richtet sich ja auch die Wahl der geeigneten Vasallen und die gesamte Außenpolitik nach dem Wunschbild für unsere Großenkel.

Man muß dieser Darstellung nicht folgen, aber Buchtitel und Werbung hätten erfordert, im letzten Kapitel des bereits 2005 erschienenden Werkes auf die jüngste Lage einzugehen. Warum fehlt sie sogar noch in dieser Auflage von 2013?

Die uns alle beschäftigende Kardinal-Frage ist doch: Was muß getan werden, wenn auch der letzte Weise einsieht,daß man globale Probleme nie und nimmer mit nationalen Regierungen lösen kann ?
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 10, 2014 2:19 PM MEST


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