summersale2015 Hier klicken mrp_family studentsignup Cloud Drive Photos WHDsFly Learn More HI_PROJECT Fire HD 6 Shop Kindle Sparpaket SummerSale
Profil für azawadzki3 > Rezensionen

Persönliches Profil

Beiträge von azawadzki3
Top-Rezensenten Rang: 4.129.041
Hilfreiche Bewertungen: 262

Richtlinien: Erfahren Sie mehr über die Regeln für "Meine Seite@Amazon.de".

Rezensionen verfasst von
"azawadzki3"

Anzeigen:  
Seite: 1 | 2
pixel
Vishnus Tod: Roman
Vishnus Tod: Roman
von Manil Suri
  Taschenbuch

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gedankliche Anregungen aus dem facettenreichen Indien, 2. April 2003
Rezension bezieht sich auf: Vishnus Tod: Roman (Taschenbuch)
Vishnus Tod ist ein Buch, das den Leser solange in die Irre führt, bis dieser am Schluss angelangt ist. Das liegt hauptsächlich daran, dass die anfangs eher komisch bzw. lustig anmutende Geschichte subtil aber dafür beständig zu einer richtigen Tragödie ausartet.
Aus eifersüchtigen Sticheleinen zwischen zwei Nachbarsmatronen, die ihre Männer unterm Pantoffel halten, entwickelt sich ein Konkurrenzkampf um das größere gesellschaftliche Ansehen. Beide versuchen durch vorgetäuschte Hilfsbereitschaft dem sterbendem Vishnu gegenüber, der auf ihrem Treppenabsatz vor sich hin vegetiert ohne dass es für irgendeine von den beiden Streithennen von wirklicher Bedeutung wäre, ihre altruistischen Gefühle zur Schau zu stellen.
Aus dem gutmütigen Bestreben eines bis Dato auf der Logik des menschlichen Verstandes aufbauenden, leicht atheistisch angehauchten Muslims, zum Glauben zu finden bzw. diesen zu erfahren, entwickelt sich der zwanghafte Wunsch nach Erleuchtung der soweit führt, dass die eigene Frau durch einen wütenden Mob hinduistischer Nachbarn bewusstlos geprügelt wird, weil diese sich vom selbsternannten „Botschafter des Gottes Vishnu" nichts sagen lassen bzw. der Meinung sind der muslimische Nachbar verspotte ihre Religion.
Zudem wird die in diesem Wohnhaus sowieso bereits zum Bersten angespannte Atmosphäre noch dadurch weiter angeheizt, dass die Tochter einer der sich ewig streitenden Nachbarinnen mit dem Sohn der muslimischen Familie durchbrennt. Die Gerüchteküche köchelt auf Hochtouren und da Niemand etwas Genaueres über das Verschwinden der jungen Leute weiß verbreitet sich schnell die Nachricht, der Sohn des „Ungläubigen" hätte das Mädchen mit Hilfe des Vaters entführt um sie zu beschmutzen. Die Katastrophe nimmt ihren Lauf...
Und mittendrin, der auf den Stufen des Treppenhauses sterbende Vishnu, der im Flashback die wichtigsten Momente seines Lebens nochmals durchlebt und versucht die eigene Göttlichkeit zu erwecken. Ob ihm dies gelingt?
Vishnus Tod weist auf unglaublich einfache aber dafür umso deutlichere Art und Weise darauf hin, wie wenig oftmals vonnöten ist um aus braven Leuten, die sich jahrelang kennen und eigentlich respektieren, gewaltbereite Fanatiker zu machen. Ein kleines Missverständnis reicht bereits aus und uns fremde Rassen, Kulturen, Religionen werden willkommene Angriffspunkte, Ziele von Wut und Gewalt ohne dass die Gründe dafür hinterfragt werden.
Ein weiteres Thema welches in diesem Buch angesprochen wird, ist die Sehnsucht des Menschen nach dem Kontakt zu Gott. Früher oder später gelangen die Meisten von uns an einen Punkt in ihrem Leben, da sie sich die Frage stellen, was denn der eigentliche Sinn ihrer Existenz sei, wo läge denn die im Göttlichen Plan für sie vorbereitete Aufgabe. Gibt es so etwas überhaupt? Doch der Wunsch nach Selbstergründung und Gotteserkenntnis ist nur sehr schwer zu realisieren. Er kann sogar viel Leid hervorrufen, wenn man aus den falschen Motiven heraus handelt, die da wären: Selbstverherrlichung, Sich in Szene setzen, die Auslebung eines zwanghaften religiösen Wahns. Vor lauter Suchen nach Visionen und Gotteserfahrungen vergisst man nämlich leicht das der Finger Gottes von dem Anfängen unseres Lebens stets griffbereit in unserer Nähe ist und wir nichts weiter zu tun haben als danach zu greifen, wenn wir es nötig haben.
Alles in allem wird "Vishnus Tod" dadurch zu einer Leseerfahrung die für jeden Literaturliebhaber ein Muss darstellt!


Chocolat. Roman
Chocolat. Roman
von Joanne Harris
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Süße Sünde durchbricht oberflächliche Heiligkeit!, 7. September 2002
Rezension bezieht sich auf: Chocolat. Roman (Taschenbuch)
Joanne Harris' „Chocolat" enthält drei Begriffe, auf denen das gesamte Werk aufbaut: Xenophobie, Kirche, Schokolade.
In erster Linie erscheint ein Zusammenhang zwischen diesen Dingen abstrakt, wenn nicht gar unmöglich.
Dennoch gibt es einen. Stellen wir uns folgende Szenerie mal vor:
In der pittoresken Landschaft von Lansquenet (Frankreich) liegt ein kleines ruhiges Städtchen, welches kaum Aufsehen erregt. Die Bewohner sind treue Kirchengänger, zahme Schäfchen die dem lokalen Priester unterstehen und sich für Frieden und Ordnung in ihrer Gemeinschaft engagieren.
Doch wird diese Idylle auf eine harte Probe gestellt, als plötzlich ein Schokoladen-Laden im Städtchen eröffnet wird. Schlimmer noch als die tatsächliche Eröffnung an sich, ist der Fakt, dass es sich um eine Fremde handelt - eine offenbar allein stehende Frau mit Kind - die es wagt, das Geschäft mit der süßen Versuchung in das bislang abgeschottete Städtchen einzuführen. Und wenn das nicht genug wäre, befindet sich der Laden direkt gegenüber der selbsternannten moralischen Instanz des Städtchens - der Kirche mit dem Pfarrhaus!
Das Debakel ist garantiert! Die braven Kirchengänger werden von der „süßen Sünde" dermaßen angezogen, dass sie immer öfter den Weg zum Gotteshaus, mit dem zum Pralinenladen kombinieren, was sich als ernstzunehmende Konkurrenz für den Priester rausstellt! Im Beichtstuhl werden ihm Nichtigkeiten zugeflüstert, während sich die geplagten Gemeindemitglieder ihre Qualen bei einem Schluck heißer Schokolade von der Seele reden.
Die fremde Besitzerin scheint in der Tat über eine geheimnisvolle Gabe zu verfügen, die es ihr ermöglicht die Leiden und Bedürfnisse ihrer Kunden zu erkennen und mit der richtigen Süßigkeit zu versorgen ...
„Chocolat" ist eine bezaubernde Geschichte, über unfreiwillige Verschlossenheit, Schuldgefühle und die Sehnsucht nach Verständnis, Liebe und Geborgenheit.
Kleiner Tipp: mit einer Schachtel Pralinen gerüstet, kommt man noch besser auf den Geschmack ;-)


Interaktive Sprachreise - Version 5 Sprachkurs 1 Français
Interaktive Sprachreise - Version 5 Sprachkurs 1 Français

21 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Angenehmer Lernspaß für Anfänger, 12. August 2002
Für alle Anfänger stellt dieser Sprachkurs, was Grammatik und Vokabeln anbelangt, eine gute Startbasis dar. Besonderen Spaß beim Lernen erfährt man dadurch, dass sich das gesamte Programm per Spracheingabe steuern lässt, was einwenig Pep in die normalerweise eher triste Welt eines Lernprogramms einführt! Wenn man sich also im Französischen eine bereits passable Aussprache angeeignet hat, dann kann man den jeweiligen Videotutor mündlich dazu auffordern, bestimmte Lektionen einzuleiten, Übungen zu korrigieren, mit der Aufnahme der eigenen Aussprache zu beginnen usw. (naturellement tout en français !). Die einzigen Probleme mit den IntelliSpeech bzw. VoicePilot Optionen, könnten sich bei der Nutzung von Notebooks ergeben, da deren Soundkarten eher nicht für solche Spracherkennungsprogramme geeignet sind und der Videotutor somit Schwierigkeiten aufweist die gesprochenen Kommandos richtig zu erfassen!
Die Grammatikregeln sind im Allgemeinen kompakt, klar und gut verständlich erklärt. Die Übungen werden solange korrigiert, bis man selbst auf die richtige Lösung kommt oder die Geduld verliert und den Tutor von selber auffordert alles aufzudecken 
Nachdem eine Übung erst einmal gelöst worden ist, kann man sich die einzelnen Sätze vorlesen lassen und die Aussprache üben. Negativ ist die Tatsache, dass sich die Übungssätze nicht komplett ins Deutsche übersetzen lassen, sondern nur die einzelnen Wörter.
Durch die ständige Wiederholung der Vokabeln in den verschiedenen Übungen (wie z.B. MultipleChoice, DragAndDrop, Diktat, etc) merkt man sich die Begriffe relativ schnell. Allerdings ist es störend, dass das Programm bei der Übersetzung eines Wortes, relativ unflexibel ist und jeweils nur eine mögliche Übersetzung akzeptiert.
Beim Diktat übt man zwar die Schreibweise ganz gut, es ist jedoch (ohne den entsprechenden Kontext zu kennen) nicht immer ersichtlich, welchen Geschlechts die Begriffe sind und in welcher Anzahl sie vorliegen, so dass einem nur noch das Raten übrig bleibt.
Insgesamt ist das Programm jedoch für Anfänger vollkommen passabel, für Fortgeschrittene allerdings zu wenig herausfordernd.


Gefährliche Geliebte
Gefährliche Geliebte
von Haruki Murakami
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,99

53 von 56 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gefährlicher Lesegenuß, 12. August 2002
Rezension bezieht sich auf: Gefährliche Geliebte (Taschenbuch)
Haruki Murakamis „Gefährliche Geliebte" befasst sich mit dem Thema der Obsession, geboren aus dem Gefühl ein unfertiges Wesen zu sein, eine leere bzw. unvollendete Seite an sich zu haben, die man mit dem Objekt seiner Begierde möglichst vollständig ausfüllen möchte.
Genau dass ist nämlich das Problem von Hajime, der Hauptfigur dieses Romans, dessen Name im Japanischen schlicht und einfach „Beginn" bedeutet.
Doch so einfach verläuft nicht alles in seinem Leben. Als Einzelkind, wächst er in einer Umgebung auf, in der 2-3 Kinder pro Einfamilienhaus + Hund oder Katze, die eigentliche Normalität darstellen, von der er nun mal eindeutig abweicht.

Minderwertigkeitskomplexe machen sich bei ihm breit, er fühlt sich als unkomplettes Wesen, scheint etwas zu vermissen, was er nicht in Worte fassen kann, wovon jedoch die Entwicklung seines gesamten Lebens abhängig zu sein scheint. Mit zwölf, freundet er sich zum ersten Mal mit einem Menschen „seiner Sorte" an, d.h. einem weiteren Einzelkind, das noch dazu ein Mädchen ist und ein hinkendes Bein hat. Und obwohl das zarte Band der Freundschaft und des tiefen gegenseitigen Verständnisses für die eigene Situation, nicht stark genug ist um einen Umzug und Schulwechsel Hajimes in der wirklichen Welt zu überstehen, bleibt dennoch ein letzter Faden übrig, der die Beiden für längere Zeit aneinander bindet.
Für Hajime wird das Mädchen Shimamoto zu seiner Obsession, die ihn nie ruhen lässt. Den leeren Teil seines Selbst, der durch die kurze Zeit der Bekanntschaft mit ihr, scheinbar zu seiner Befriedigung ausgefüllt worden ist, versucht er mit anderen Frauen und erotischen Eskapaden zu vervollständigen. Dabei vergleicht er jede von ihnen mit „seiner Shimamoto" und obwohl ihm die weiblichen Wesen alles über sich offenbaren und sich ihm vollkommen hingeben, ist er letztendlich unfähig ihnen das gleiche zu bieten und zerstört somit durch Verrat nicht nur das Leben der Frauen, sondern auch das seine.
Und so jagt er der geheimnisvollen Shimamoto nach, die ihm im reiferen Alter wieder begegnet und ist bis zum Schluss trotz aller Gewissensbisse bereit, selbst seine Familie zu opfern um sie noch mal zu besitzen...
„Gefährliche Geliebte" ist zwar kein Roman der Action und Spannung im konventionellen Sinne erzeugt, spinnt um den Leser jedoch eine knisternde, geladene Atmosphäre die der Thematik mehr als gerecht wird. Tiefenpsychologie, Mystizismus und Erotik sind bei diesem Werk Murakamis bestens kombiniert und wirken dadurch auch kraftvoller und reifer als bei „Mister Aufziehvogel".
Insgesamt eines seiner gelungensten Werke und auf jeden Fall zu empfehlen.


Mein Leben
Mein Leben
von Marcel Reich-Ranicki
  Taschenbuch

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kritik am Kritiker?, 5. August 2002
Rezension bezieht sich auf: Mein Leben (Taschenbuch)
Kann man es als normalsterblicher Literaturliebhaber wagen, eine Rezension über die Autobiografie eines der berühmtesten literarischen Kritiker unserer Zeiten zu verfassen, ohne sich vollkommen lächerlich zu machen, oder gar den Groll des Verfassers auf sich zu lenken?
Höchstwahrscheinlich nicht! - aber ich werde es dennoch wagen, da die Verführung einfach zu groß ist!
Das erste was mir auffiel, als ich mir sein autobiografisches Werk zu Gemüte zog, war Folgendes: Reich-Ranicki schreibt wie er redet, d.h. sein literarischer Erzählungsstil, überdeckt sich vollkommen mit seinem verbalen, wodurch sich das gesamte Buch sehr locker und zügig lesen lässt, ganz so als würde man den „Kritik-Meister" selbst reden hören!
Weiterhin muss man sagen, dass seine Lebensgeschichte durchaus eine Verfilmung wert wäre, so unglaublich ist sie! Dabei wurde er vom Schicksal in viele Rollen gezwängt: die eines Schülers, mit einer Leidenschaft für deutsche Kultur, eines in das Warschauer Ghetto abtransportierten Juden, eines Verfolgten (auf der Flucht sowohl vor den Nazis als auch - später - vor dem kommunistischen Regime), eines Spions für den polnischen Geheimdienst, eines Liebhabers und eines Ehemanns. Nicht zuletzt wäre da noch seine Rolle als Literaturkritiker, der Rest ist bekannte Geschichte: sein unaufhaltsamer Aufstieg in den Kritikerolymp, die Bekanntschaften mit den bemerkenswertesten Schriftstellern Deutschlands (u.a. durch die Mitgliedschaft in der Gruppe 47), die Einführung des Literarischen Quartetts und und und!
Als Script, ein wahres Zuckerl für einen Hollywood-Regisseur!
Als autobiografisches Werk eine wundervolle Hommage an so manchen Schriftsteller und die deutsche Literatur an sich. Reich-Ranicki beschreibt die Ereignisse der turbulentesten Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts auf wundersame Art und Weise, sowohl mit Humor als auch mit Melancholie, ohne jedoch jemals zu sehr im „Tränendrüserischen" zu versinken. Seine Selbsteinschätzung ist selbstverständlich oftmals nicht ganz frei von einigen Lobeshymnen, aber er stimmt diese auf so schelmische Art und Weise ein, dass man ruhig ein Auge zudrücken kann, und letztendlich weiß der Mann ja auch was er wert ist.
Das einzige was mich persönlich einwenig störte, sind die für meinen Geschmack etwas zu persönlichen Passagen, was sein Liebesleben mit so mancher Dame anbelangt. Kommt vielleicht seine Macho-Seite dabei raus? - Mag sein, aber vielleicht bin ich ja auch zu pingelig, immerhin gehört ja zu jeder guten Geschichte, auch einwenig Bettgeflüster, und falls sein Leben ja doch einmal verfilmt werden sollte, wird sich Hollywood über diese Einlagen sicherlich freuen!


According to Mary
According to Mary
von Marianne Fredriksson
  Taschenbuch

5.0 von 5 Sternen A revolutionary view of womens role in christianity!, 4. August 2002
Rezension bezieht sich auf: According to Mary (Taschenbuch)
In this wonderful novel Marianne Fredriksson gives voice to Mary Magdalene, who is without doubt, one of the most mysterious women of the Bible. The fascination about her lies certainly not only within the fact, that she was the first person to whom Jesus showed himself after his resurrection (although of course this was an event of great importance!)
No, Mary Magdalene was also supposed to be the lover, some may even claim, the wife, of our Lord Jesus!
And although the church is still denying this kind of interpretation, there is at least no evidence which would prove the opposite. Nowadays it is a fact, that Jesus had a family, with many brothers and sisters, so why not also a wife?
Possible as it is, several questions turn up, like: how would she have seen him? How would she have understood his teachings? Would a more female point of view alter the meaning of some passages from the New Testament? Unfortunately as far as the NT is concerned everything seems to be based on events which, though witnessed by great amounts of various people – both male and female -, were mainly interpreted and written down by men, who were brought up in the Jewish tradition. Thus there are only few women who were allowed to speak for themselves!
However, thanks to M. Fredriksson Mary Magdalene eventually gets the opportunity to write down her own story, which is irreversibly entangled with the life of the man she loved most – Jesus Christ. His preaching, love and suffering, seen through the eyes of a woman, become if anything else even more intense and painful to endure, than by merely reading the NT.
This book is a real masterpiece, conveying a simple message, which unfortunately the church hasn’t been able to understand yet:
‘Make no rules of life on what I have revealed to you. Write no laws as the law-makers do.’


Dornröschenschlaf
Dornröschenschlaf
von Banana Yoshimoto
  Taschenbuch

19 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Betörender Schlaf mal anders!, 1. August 2002
Rezension bezieht sich auf: Dornröschenschlaf (Taschenbuch)
Yoshimotos neuestes Werk, besteht aus drei Kurzerzählungen in deren Mittelpunkt sich ein und dieselbe Tätigkeit befindet: der Schlaf.
Was bedeutet der Schlaf für uns Menschen? Meistens werden ihm durchaus positive Eigenschaften zugesprochen, nicht umsonst heißt es „schlaf erstmal drüber und dann sehen wir weiter!". Schlaf stimuliert angegriffene Psychen, stärkt den Körper in Form einer Regenerationsphase, beschert Träume und Entspannung.
Was geschieht jedoch wenn der Schlaf die Rolle eines Betäubungsmittels einnimmt, aus dessen Klauen man sich nicht mehr befreien kann? Was, wenn der heilende Kokon den ein vom Schicksal getroffener Mensch um sich spinnt, um dem Schmerz der Realität zu entkommen, sich nicht mehr entwirren lässt und eine bodenlose Trägheit einen befällt? Was wenn sich während des Schlafes, unser Unterbewusstsein auf Wanderschaft befindet, Visionen heraufbeschwörend, die zugleich beunruhigend wie auch Sehnsucht erweckend, unser reales Leben beeinflussen?
Mit diesen Erfahrungen werden in unabhängigen Geschichten, drei Frauen konfrontiert, deren Schicksal vom Schlaf geprägt wird.
Yoshimoto bezaubert den Leser dabei durch eine Kombination aus durchaus realen Lebensumständen, in die ein jeder von uns geraten könnte und einem Hauch Transzendenz bzw. Mystizismus. Alles verpackt in einer wunderschön poetischen Ausdrucksweise, die beim Lesen Bilder evoziert, die in Sachen Leichtigkeit und Zauber, wahren Träumen in Nichts nachstehen.


Heinrich VIII.
Heinrich VIII.
von Margaret George
  Taschenbuch

11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Wahrheit über Heinrich VIII?, 31. Juli 2002
Rezension bezieht sich auf: Heinrich VIII. (Taschenbuch)
Woran denkt die Mehrheit heutzutage wenn sie den Namen Heinrich VIII hört? Zweifellos an einen wollüstigen und grausamen Herrscher der sich nicht davor scheute mit dem Oberhaupt der katholischen Kirche zu brechen als dieser ihm die Annullierung der Ehe verweigerte und sich einer Ehefrau nach der anderen, sogar mit Gewalt entledigte.
Doch wie viel Wahrheit steckt in diesen Behauptungen und wie viel ist reine Verleumdung?
Könnten wir uns einen Heinrich vorstellen, der von musikalischem und dichterischem Talent nur so übersprudelte? Einen Heinrich der auf theologischem, literarischem, historischem, astronomischen und militärischem Gebiet bewandert war? Der, Künstler aus ganz Europa an den englischen Hof lockte, das Theater förderte und das gemeine Volk an höfischen Festlichkeiten direkt teilnehmen ließ?
Margaret George konnte es, und nach ganzen 15 Jahren Recherchearbeit, ließ sie in ihrem Roman den „wahren" Heinrich entstehen, ließ ihn, in Form eines Tagebuches, für sich selbst sprechen, seine Taten und Gedankengänge erklären.
Einen zusätzlichen Reiz, ergeben dabei die in einigen Abständen dazwischen geschobenen Kommentare des Hofnarren Will Sommers, der - seinen Senf dazugebend - die subjektiven Beschreibungen des Königs mit eigenen kritischen Beobachtungen würzt!
Das Gesamtbild, welches sich daraus ergibt, ist geradezu atemberaubend: auf der einen Seite werden die emotionalen Höhenflüge Heinrichs durch Wills eigene Auffassungen relativiert, auf der anderen Seite erfährt der Leser einen Heinrich der bisher kaum so wahrgenommen worden ist. Einen König der sich seine jugendliche Naivität bis ins Alter bewahrt hat, der sich von der Mehrzahl seiner Frauen manipulieren und verraten ließ, der die wahre Liebe seines Lebens verkannte und durch Krankheit geplagt vom sportlichen und stolzen Jüngling zu einem kaum mobilen und stark übergewichtigen Krüppel mutierte.
Dies ist die tragische Geschichte eines Mannes der als Zweitgeborener nur durch einen (un)glücklichen Wink des Schicksals auf dem Thron landete, der voller Leidenschaft für das Wohl des Volkes kämpfte und dessen anfängliche Siege mit fortschreitendem Alter immer häufiger von Niederlagen auf amtlichen wie auch persönlichen Gebiet abgelöst worden sind.
Die Geschichte eines bemerkenswerten Mannes, den - trotz aller Mühen - die Bürden seines Schicksals niederwarfen.


Heinrich VIII.
Heinrich VIII.
von Margaret George
  Taschenbuch

7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mehr als nur eine Empfehlung!, 16. Juli 2002
Rezension bezieht sich auf: Heinrich VIII. (Taschenbuch)
Woran denkt die Mehrheit heutzutage wenn sie den Namen Heinrich VIII hört? Zweifellos an einen wollüstigen und grausamen Herrscher der sich nicht nur kaum davor scheute mit dem Oberhaupt der katholischen Kirche zu brechen als dieser ihm die Annullierung der Ehe verweigerte. Nein, vielmehr ging er sogar soweit zwei seiner Ehefrauen (von denen er im Laufe seines Lebens ganze sechs besaß!) exekutieren zu lassen: die eine wegen Hexerei, die andere wegen angeblicher „Liaisons" mit einigen Hofadeligen. Er schien sein Leben mit allen Sinnen und in vollen Zügen genießen zu wollen, wobei sein Körperumfang mit steigendem Genuss schier ungeahnte Ausmaße annahm.
Doch wie viel Wahrheit steckt in diesen Behauptungen und wie viel ist reine Verleumdung?
Könnten wir uns einen Heinrich vorstellen, der von musikalischem und dichterischem Talent nur so übersprudelte? Einen Heinrich der auf theologischem, literarischem, historischem, astronomischen und militärischem Gebiet bewandert war? Der, Künstler aus ganz Europa an den englischen Hof lockte, das Theater förderte und das gemeine Volk an höfischen Festlichkeiten direkt teilnehmen ließ?
Margaret George konnte es, und nach ganzen 15 Jahren Recherchearbeit, ließ sie in ihrem Roman den „wahren" Heinrich entstehen, ließ ihn, in Form eines Tagebuches, für sich selbst sprechen, seine Taten und Gedankengänge erklären.
Einen zusätzlichen Reiz, ergeben dabei die in einigen Abständen dazwischen geschobenen Kommentare des Hofnarren Will Sommers, der - seinen Senf dazugebend - die subjektiven Beschreibungen des Königs mit eigenen kritischen Beobachtungen würzt!

Das Gesamtbild, welches sich daraus ergibt, ist geradezu atemberaubend: auf der einen Seite werden die emotionalen Höhenflüge Heinrichs durch Wills eigene Auffassungen relativiert, auf der anderen Seite erfährt der Leser einen Heinrich der bisher kaum so wahrgenommen worden ist. Einen König der sich seine jugendliche Naivität bis ins Alter bewahrt hat, der sich von der Mehrzahl seiner Frauen manipulieren und verraten ließ, der die wahre Liebe seines Lebens verkannte und durch Krankheit geplagt vom sportlichen und stolzen Jüngling zu einem kaum mobilen und stark übergewichtigen Krüppel mutierte.
Dies ist die tragische Geschichte eines Mannes der als Zweitgeborener nur durch einen (un)glücklichen Wink des Schicksals auf dem Thron landete, der voller Leidenschaft für das Wohl des Volkes kämpfte und dessen anfängliche Siege mit fortschreitendem Alter immer häufiger von Niederlagen auf amtlichen wie auch persönlichen Gebiet abgelöst worden sind.
Die Geschichte eines bemerkenswerten Mannes, den - trotz aller Mühen - die Bürden seines Schicksals niederwarfen.


The Alchemist: A Fable About Following Your Dream
The Alchemist: A Fable About Following Your Dream
von Paulo Coelho
  Taschenbuch
Preis: EUR 11,80

10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen A treasure full of simple and thus often hidden truth, 16. Mai 2002
Reading this masterpiece our hearts are filled with optimism and we are provided with the courage, required to reach our aim in life.
Written in a very simple and thus clear language, "The Alchemist" tries to open our eyes and our souls to the most important message in the world:
Follow your own path, without being discouraged by the opinions of other people and obstacles you may be confronted with, for it is promised, that if you don't deceive yourself by denying the gentle whispering of your heart, your spirit will be strenghtened and you will be no longer controlled by fate but in charge of it.
Unfortunately we often refuse to take the chances given in life because we are afraid of a possible failure. Instead we prefer to adapt to the daily routine of our "only too busy" social life, trying desperately to please others by satisfying their expectations. Our own dreams and hopes seem to be long forgotten and thus unfulfilled.
This book represents the first step to overcome the limitations we impose on ourselves.
Accompaning Santiago - an Andalusian shepherd boy - on his quest for a treasure, hidden somewhere near the Great Pyramids of Egypt, we learn how to put all doubts aside in order to remain on the path of hope, which leads in the end to the fulfilment of our life.
Thus I can only redommend: read this book and discover your own destiny!


Seite: 1 | 2