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Rezensionen verfasst von
Reverend (Nürnberg)

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Mitgift
Mitgift
Preis: EUR 6,99

3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Mitgift, 18. März 2014
Rezension bezieht sich auf: Mitgift (Audio CD)
So, das ist sie nun also, die neue von Subway to Sally. Ich als jemand der mit dem Vorgänger "Schwarz in Schwarz" bis auf den Titeltrack eher wenig anfangen konnte, war durchaus gespannt mit was uns die Jungs denn dieses Mal überraschen würden. Ich bin damals mit dem Album „Hochzeit“ eingestiegen, hab mir natürlich auch sämtliche älteren Alben besorgt, und mein Liebling blieb über viele Jahre „Nord Nord Ost“. Und das ist auch nach Veröffentlichung von „Mitgift“ weiterhin so. Den dieses vermag mich auch nach mehrmaligen Durchläufen nicht längerfristig zu fesseln.

Zuallererst: mehrere Durchgänge brauchts auf jeden Fall, damit sich das neue Material auch nur halbwegs erschließt. Doch während ich bei älteren Scheiben auch nach Jahren immer wieder neue Feinheiten entdecke, die mich faszinieren, stößt man bei „Mitgift“ hierbei schnell an seine Grenzen. Statt dessen wird man elf Songs lang zugedonnert mit tiefen abgehackten Gitarrenriffs und einem immer gleichen Songaufbau. Stilistisch geht’s also wieder mal in die „Engelskrieger“-Richtung. Wer dieses Album zu seinen Lieblingen zählt kommt hier bestimmt auf seine Kosten. Eher erzählerische Strophen, um dann in einen mehr oder weniger hymnischen Refrain einzuleiten. Untermalt von einer konstanten Geigerei, die hier leider nicht wie gewohnt punktuelle Akzente setzt, sondern beliebig und austauschbar wirkt und fast schon nervig in die orientalische Richtung geht. Wirkliche Highlights gibt es meiner Meinung nach nur zwei, nämlich „Grausame Schwester“ und „Dein Kapitän“, die eben doch noch einen Ansatz von Virtuosität haben und von ihren Gänsehaut-Refrains leben. Ansonsten leider zuviel Monotonie und Wiederholungen. Das das hier eher in die Metal-Richtung gehen wird und nicht in die Gothic- oder Mittelalterschiene war ja von vornherein klar, aber ein bisschen Spielereien mit dem Können der Band hätte ich mir dann doch gewünscht. Schließlich ist weiterhin jeder einzelne Musiker der Band ein absolutes Genie an seinem Instrument, gehört mit zu den besten seines Fachs die ich je gesehen hab. Aber hier hört mans nicht raus. Das ganze ist dann nicht unbedingt schlecht und sicherlich um Längen besser als manches Konkurrenzprodukt, aber Subway muss man halt an Subway messen. Und da ists für mich in der Historie nur Mittelfeld.

Ein Wort noch zu den vieldiskutierten neuen Dubstep/Elektro-Elementen. Nach diesen musste ich förmlich suchen, wenn sie auftauchen dann nur unterschwellig oder in manchen Breaks platziert. Damit könnte ich nun wirklich leben und das ist für mich kein Kritikpunkt. Interessant finde ich hingegen nebenbei erwähnt „Equinoxx“, das aktuelle Projekt von Simon. Deren CD soll angeblich aus Subway-Songs bestehen, die es aus welchem Grund aus immer nicht auf „Mitgrift“ geschafft haben, und die meiner Meinung nach das deutlich bessere – weil abwechslungsreichere – Material beinhalten. Da klingt kein Song wie der andere und jeder geht unter die Haut. Natürlich stilistisch ein wenig anders interpretiert, völlig ohne historische Einflüsse. Ich weiß ja nicht inwieweit die dort zu hörenden Songs von den Ursprungsversionen abweichen, aber macht man die Augen zu, denkt sich Erics Stimme dazu, ein bisschen mehr Geige und ein bisschen weniger Elektro, und schon hat man Subway at ist best.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 19, 2014 1:02 PM CET


Skytronic kompakter 400W Stereo HiFi Verstärker Karaoke Endstufe (2x Mikrofon-Eingang, 2-Band-EQ, 2x Cinch)
Skytronic kompakter 400W Stereo HiFi Verstärker Karaoke Endstufe (2x Mikrofon-Eingang, 2-Band-EQ, 2x Cinch)
Wird angeboten von Elektronik-Star
Preis: EUR 49,90

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Skytronic 400w, 28. November 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich habe mir diesen Skytronic 400w Verstärker gekauft, da ich schnell und für kleines Geld in einem Nebenzimmer mit einem vorhandenen CD-Player während der Arbeit nebenbei Musik hören wollte, also musste es kein High-End-Gerät sein, dieses steht ja bereits im Wohnzimmer :-) Entsprechend niedrig waren meine Ansprüche und meine Erwartungen.

Zuerst: das Preis-Leistungsverhältnis stimmt. Wer denkt, für rund 50 Euro ein Gerät zu bekommen, das höheren Erwartungen genügt, der hat keine Ahnung von Hi-Fi und sollte mal in den Elektromarkt seines Vertrauens gehen und alle möglichen Preisklassen probehören. Beim Auspacken hat das Gerät ein wenig seltsam gerochen, was sich aber nach den ersten Betriebsstunden dann verflüchtigt hat. Das Frontelement war nicht ganz bündig auf dem Gehäuse, man konnte es aber zusammen schieben und es hält. Beim Anschalten ist der Lüfter vom Gerät sehr laut, er sollte also nicht zu nah an der Hörposition aufgestellt werden. Beim Anschalten ohne Musikwiedergabe hat man schon ein leichtes Grundbrummen in den Boxen, das dann aber bei laufender Musik übertönt wird. Der Lautstärkeregler ist nicht stufenlos, die für mich ideale Lautstärke wäre genau zwischen zwei Stufen gewesen und lässt sich so natürlich nicht einstellen. Das war das negative. Allerdings: der Klang der Musikwiedergabe an sich ist mit halbwegs brauchbaren Boxen überraschend gut, kein Rauschen, satte Bässe, klare Höhen, ein homogenes, volles und dynamikreiches Klangbild. Unter diesen Aspekten sollte also nun jeder selber für sich entscheiden, ob dieses Gerät das richtige für ihn ist. Abgesehen davon kann man bei einem Gerät dieser Preisklasse nie sicher sein, ob eins wie das andere klingt.

Was mir allerdings sauer aufgestossen ist, war die Tatsache, das es sich bei dem mir gelieferten Produkt nicht um das hier abgebildete gehandelt hat. Es ist hier deutlich auf dem Bild ein Pegelzeiger erkennbar, von dem man erwartet das er impulsabhängig ausschlägt, mit einer Skala bis in den roten Bereich. Dies ist nicht unbedingt notwendig, aber ich fand das recht witzig und habe daher bewusst bei diesem Angebot gekauft. Der gleiche Skytronic 400 W - Verstärker ist bei Amazon von Elektronik - Star und teilweise auch anderen Anbietern noch in anderen Varianten gelistet (auch unter dem Namen Auna statt Skytronic, schaut optisch aber bis aufs Display exakt gleich aus und hat auch die gleichen Daten und die gleiche Produktbeschreibung), preislich sehr deutlich variierend, teilweise grau statt scharz ( http://www.amazon.de/Audio-Kompakt-Verst%C3%A4rker-PA-Amplifier-Karaoke-Mic-Anschl%C3%BCsse-Echo-Effekt/dp/B0093IFR9E/ref=pd_sim_sbs_ce_24 ), teilweise eben mit anderem Display ( http://www.amazon.de/Skytronic-Sky-103-202-kleiner-Karoke-Verst%C3%A4rker/dp/B004V8DP8G/ref=sr_1_12?s=musical-instruments&ie=UTF8&qid=1385643045&sr=1-12&keywords=skytronic+400+w ). Mir wurde statt einem Display mit Pegel das schwarze Modell mit "ovaler" blauer Anzeige geliefert, die sich keinen Deut bewegt, und die ebenfalls bei Elektronik-Star gelistet war, allerdings 5 Euro billiger. Da es mich vermutlich mehr gekostet hätte, das Ding zurückzuschicken, und mich vielleicht auf einen langen Mailkrieg einzustellen, hab ich es lieber behalten, da es ja bis auf das Display das gleiche Gerät zu sein scheint und ich ansonsten ja ganz zufrieden bin dank meinen bescheidenen Ansprüchen bezüglich meines Verwendungszwecks, die Lieferung ging sehr schnell, der Preis ist fair und so weiter. Es ist aber auffällig, das von vielen Varianten dieses Produktes auf all den verschiedenen Produktseiten immer die gleiche Restmenge als "verfügbar" steht. Es drängt sich der (unbestätigte!!!) Verdacht auf, das bei einer eingehenden Bestellung einfach das erstbeste Gerät aus diesem Skytronic/Auna-Sortiment verschickt wird das der Angestellte aus dem Lager holt und man dann halt einen Zufallstreffer kriegt. Falls das so sein sollte, dann sollte man das schon vermerken wie andere Anbieter oder sich doch beim Verschicken an die abgebildeten Details halten. Denn es ist bestimmt nicht jeder Kunde so tolerant wie ich.


Life: Failed
Life: Failed

5.0 von 5 Sternen Silence - life:failed, 9. September 2013
Rezension bezieht sich auf: Life: Failed (Audio CD)
Nachdem ich vor kurzem das Vergnügen hatte in Coburg mit Silence gemeinsam aufzutreten kann ich eins schon mal vorweg sagen: es handelt sich um außergewöhnlich sympathische Musiker, die keinesfalls abgehoben sind und sich auch den Spaß an der Musik vor wenig Leuten nicht nehmen lassen. Das ist heutzutage leider viel zu selten. Silence gibt es schon seit Mitte der 90er, spielen zumindest hier in der Region sonst meistens große Shows, haben sich auch schon mit der ein oder anderen Größe die Bühne geteilt, der ganz große Durchbruch blieb allerdings bislang unverständlicherweise leider verwehrt.

Mittlerweile haben sie einen neuen Sänger, der den alten Songs der Band im Vergleich zum bisherigen Mann am Mikrofon noch mal einen extra Kick gibt, zumindest dem Live-Eindruck nach zu urteilen. Bei den 3 bislang erhältlichen Alben, die ich mir auf diesem Konzert geholt habe, singt allesamt Stefan Müller, dessen Performance durchaus hörenswert ist, der sich allerdings gelegentlich zu arg bemüht, wie seine Vorbilder zu klingen, oder einen Eindruck zu vermitteln, für den seine Stimme nicht gemacht ist, was allerdings erst beim Nachfolgealbum "HeartCore" besonders deutlich zur Geltung kommt. Da sind seine starken Momente eindeutig dann, wenn er einfach er selbst ist. Daher bin ich auch sehr gespannt auf die erste Veröffentlichung mit Cem, bei dem es sich live erahnen lässt, das er auf Platte durchaus noch eine Schippe für den Gesamteindruck drauflegen kann.

Nach ausführlichem Durchhören aller CDs halte ich "life:failed" für das im Gesamtpaket gelungenste Album. Zwar hat das 2003er-Album "The P/O/U/R letters" mit "Lady Farewell" einen absoluten Überhit, die hier vorliegende Platte hat mich aber insgesamt noch mehr begeistert. "Reclimbing the past", der Opener, besticht durch einen absolut ergreifenden Refrain, insgesamt gehalten in genau dem richtigen Tempo, um rockig zu sein und trotzdem noch Emotionen zuzulassen. "Murder Days" ist eine Hymne die zum Mitsingen einlädt und "The Passion between" gelingt es trotz durchaus fetzigem Ansatz Gänsehaut zu erzeugen. Hier stimmt jeder Ton, auch die ruhigeren Momente, die mich bei vielen anderen Bands ähnlichen Genres eher langweilen, passen hier perfekt rein. Klare Anspieltip ist auch "The last one". Musikalisch im großen und ganzen vergleichbar mit finnischen Bands wie Sentenced bzw dem Nachfolger Poisonblack, Charon, Reflexion, TO/DIE/FOR, Entwine, Sinamore, aber auch deutschen Dark-Rock-Gruppen wie Lacrimas Profundere, tendenziell mit mehr Gefühl und weniger Aggro, aber dennoch weniger kitschig und unglaublich ergreifend und mitreissend. Man sollte Silence aber trotz dieser Vergleiche nicht sofort in die Gothic/Dark-Rock/Metal-Ecke stecken, denn auch Fans von rauen und melancholischen Rock-Gruppen wie Creed oder Staind sollen auf ihre Kosten kommen. Zudem ist das ganze noch fett und professionell produziert, jeder der Bandmitglieder hat auf dem Album seine besonderen Momente und darf zeigen das er sein Instrument beherrscht. Auch der Sänger setzt vor allem auf diesem Album bei jedem Lied seine Stimme dem Gesamteindruck dienlich passend und harmonisch ein, ohne es wie beim Nachfolger gelegentlich zu übertreiben.

Somit ein klarer Tip und ebenso wie "The P/O/U/R Letters" sogar Blindkauf-Empfehlung für alle, die den Mainstream a la HIM satt haben, weil er sich nur noch selbst kopiert und weichspült.


Sepia
Sepia
Preis: EUR 14,99

5.0 von 5 Sternen Sepia, 21. Mai 2013
Rezension bezieht sich auf: Sepia (Audio CD)
"Gates of Dawn" sind eine Symphonic-Gothic-Band aus dem hessischen Hanau, die ich letztes Wochenende bei einem Auftritt meiner Band "Saint Astray" zum ersten Mal live sehen durfte. Neben der Tatsache, dass sie eine phänomenale Live-Band sind, haben sie im letzten Jahr auch ihr aktuelles Album "Sepia" veröffentlicht, welches mein erstes der Band ist und ich daher keine Vergleiche zu den Vorgängern ziehen kann.

Sepia ist mächtig, druckvoll und glasklar produziert und lässt diesbezüglich schon mal keine Wünsche offen. Musikalisch fällt mir zum Vergleich am ehesten die Comalies von "Lacuna Coil" ein, auch bei "Gates of Dawn" teilen sich eine Dame und ein Herr den Gesangspart, wobei es zur Atmosphäre sehr gut beiträgt, dass sich die beiden nicht wie sonst üblich ausschließlich abwechseln, sondern ganze Passagen gemeinsam singen. Besonders hervorzuheben ist die Tatsache, dass die Sängerin hier nicht wie in mittlerweile so vielen und dadurch durchschnittlichen Gothic-Bands in allerhöchsten Tönen daherträllert, sondern sich ihre Stimme in sehr angenehmen moderaten Höhen bewegt und dadurch nicht theatralisch oder aufgesetzt wirkt. Schon allein dadurch heben sich "Gates of Dawn" positiv von der Flut an Bands des Genres ab.

Beim Songwriting zeigt die Band neben tiefsinnigen und aussagekräftigen Texten, dass jeder einzelne sein Instrument beherrscht und passend einzusetzen vermag, jedes Mitglied hat auf dem Album seine besonderen Parts und darf zeigen was er kann. Dies führt einerseits zu teilweise etwas verschachtelten Songs die vielleicht ein paar Durchgänge brauchen um sich in allen Facetten zu entfalten, dadurch wirken die Lieder aber auch nicht oberflächlich oder austauschbar, sondern vielschichtig und abwechslungsreich. Dennoch sind meine Favoriten die eingängieren Nummern, die dadurch auch live besonders gut abgehen, wie zum Beispiel "The Silence makes you scream", aber auch "Naked" oder "The city awakes" sind ganz klare Anspieltips. Alles in allem unverstänlich, warum diese Band trotz mittlerweile vier veröffnetlichten Alben immer noch nicht einen größeren Bekanntheitsgrad außerhalb der Region erreicht hat, verdient hätten sie es allemal.


A bleeding soul in a dying world
A bleeding soul in a dying world
Preis: EUR 18,53

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen DARK ROCK!, 21. Mai 2013
Rezension bezieht sich auf: A bleeding soul in a dying world (Audio CD)
Letztes Wochenende hatte ich das Vergnügen, "Amorticure" beim Auftritt meiner Band "Saint Astray" erstmals live zu sehen, und musste diese Gelegenheit natürlich nutzen, mir auch das noch aktuelle Album zuzulegen (den Nachfolger gibts wohl im Herbst 2013, dieser wird dann auch die aktuelle Single "One Cut" enthalten). Zuerst einmal muss man erwähnen, dass diese Band live nicht nur wie andere Vertreter des Gothic-Genres auf der Bühne depressiv dreinschauen kann, sondern durch ihre sympathische Art durchaus Stimmung macht, was eine willkommene Abwechslung ist und sehr gut ankommt. Ebenso angenehm, mal wieder eine Gothic/Darkrock-Band gefunden zu haben, bei der ein echter Kerl tief und clean singt und nicht wie bei mittlerweile viel zu vielen anderen Bands eine exzentrische Sängerin die Gläser an der Bar zum Zerspringen bringt.

Allgemein wäre es sowieso falsch, "Amorticure" direkt in die Gothic-Ecke zu stecken, bezeichnen sie ihre Musik doch eher als Melancholic Rock. Natürlich kann man Parallelen mit Bands wie "69 eyes" oder "Lacrimas Profundere" nicht von der Hand weisen, schon allein aufgrund der tiefen männlichen Stimme und thematischen Ähnlichkeiten. Allerdings liegt der Fokus auf dem Album nicht auf härtere Nummern und der Quotenballade, sondern es überwiegen eher sogar ruhigere, melancholischere Momente. Dies wird aber auch den eingefleischten Rockern nicht zu langweilig, da hier jeder Ton sitzt, vor allem die unverzerrte Gitarre in den ruhigeren Parts, die sehr schöne und unter die Haut gehende Begleitmelodien beiträgt, welche der Gesamtatmosphäre des Albums erst den letzten Schliff geben. Mit Abgehnummern wie "69 ways", "Tonight" oder "Just for one day" trifft man aber auch den Geschmack der echten Darkrocker sehr gut und das Album gerät durchaus abwechslungsreich. Auch produktionstechnisch gibt es für einen Erstling nichts zu meckern, vor allem Gitarren und Gesang kommen sehr gut rüber.

Das Songwriting ist von den Melodiebögen her nicht zu kompliziert gehalten und geht daher sofort ins Ohr. Das mag manchen zu unspektakulär erscheinen, ist aber meiner Meinung nach einfach ehrlich und bodenständig und mit sehr viel mehr Hingabe und Gespür für Gänsehautmelodien komponiert als alles was die Kollegen von z.B. "HIM" seit zehn Jahren für die Teenies auf die Reihe gebracht haben. Und dies merkt man einfach bei jedem einzelnen Song, es gibt keinen Lückenfüller, und aufgrund der fehlenden klischeehaften Theatralik vieler Gothicbands ist "Amorticure" wohl auch ein Tip für jeden "normalen" Rockfan.


Pronomic PM1002FX Powermischer (2x 250 Watt)
Pronomic PM1002FX Powermischer (2x 250 Watt)

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Preis-Leistung sehr gut, 8. Februar 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Nachdem wir gemerkt hatten, das unser alter Powermischer mit 2x100W mit steigender Musikerzahl unserer Metalband nicht mehr ausreicht, musste etwas stärkeres aber dennoch preiswertes her. Der Pronomic 1002 war nach langem Suchen im Netz die beste Wahl, da kein anderes Gerät mit 2x250W oder mehr und entsprechender Kanalzahl für einen Preis unter 200 Euro zu finden war. Obwohl wir von der Marke noch nie etwas gehört hatten, haben wirs dann trotzdem bestekll, da die Internetpräsenz vom Musikhaus Kirstein durchaus kompetent erscheint und auch die Konkurrenz bei ihren Billigmarken selten kompletten Schrott verkauft.

Das Gerät kommt gut verpackt an, auf den ersten Blick wirkt es allerdings mit seiner blauen Farbe und den seltsamen schwarzen Plastikteilen links und rechts schon etwas irritierend. Für eine durchschnittliche Band aber reicht die Anzahl der Ein- und Ausgänge auf jeden Fall aus. Verarbeitungsfehler konnten wir keine finden, alle Regler lassen sich gut bewegen und sind akurat montiert, die Buchsen wirken hochwertig. Soundmäßig kann man von Gain über Höhen-Mitten-Tiefen bis hin zu Effekt und Balance pro Kanal alles nach belieben einstellen. Funktionalität ist also gewährleistet. Auch klanglich und lautstärkemässig gibts für diese Preisklasse wenig zu meckern, die Instrumente erscheinen mit passenden Boxen klar akzentuiert und durchsetzungsfähig, je nach Einstellung. Wir haben neben Gesang, 2xGitarre, Bass und Keyboard auch noch das Schlagzeug mit dran hängen, und nur bei voll aufgedrehter Basstrommel kommt das Gerät an seie leistungsmäßigen Grenzen. Für den Proberaum definitiv laut genug. Das man damit keinen Metal-Livegig vor 500 Leuten machen kann versteht sich ja von selbst. Der Powermixer ist nun seit einem knappen Jahr ein- bis zweimal die Woche für einige Stunden im Einsatz und funktioniert weiterhin tadellos.

Was etwas enttäuschend ist, ist das Fehlen einer kompletten integrierten Effektpalette. Man hat hier lediglich mehrere Variationen von Echo zur Verfügung, die sich zudem untereinander nur unwesentlich unterscheiden. Wer aber stolzer Besitzer eines externen Effektgeräts ist, der kann dies hier ohne Probleme zwischenschliessen.

Wer also hier mehr Prioritäten setzt auf ein gutes Preis-Leistungsverhältnis und bereit ist die etwas skurile Farbgestaltung zu vernachlässigen der ist hier bestens bedient.


Schwerter des Königs - Zwei Welten
Schwerter des Königs - Zwei Welten
DVD ~ Dolph Lundgren
Preis: EUR 10,99

7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Sparsame Fortsetzung, 8. Februar 2012
Rezension bezieht sich auf: Schwerter des Königs - Zwei Welten (DVD)
Ich muss gestehen, ich fand den ersten Teil toll, vor allem den Director's Cut. Auch auf die Gefahr hin von vielen der Geschmacksverirrung bezichtigt zu werden, der war mir damals durchaus 4 Sterne wert. Also musste ich mir natürlich auch den zweiten Teil zu Gemüte führen, wohl wissend, das mich kein cineastisches Meisterwerk erwarten würde, sondern vielmehr schlichte Geldmacherei durch die preiswerte Fortsetzung eines recht prominenten Films. Und preiswert ist genau das Stichwort. Man sieht dem Film von der ersten bis zur letzten Minute an, das beim Drehbuchschreiben alles erdenkliche getan wurde, um die Kosten möglichst niedrig zu halten. So konnte man sich beispielsweise wohl nur 2 Pferde leisten, der Rest der Armee muss eben laufen. Die Armee des ach so grossen Königs besteht übrigens nur aus einer Handvoll Statisten, die eigentlich auch nicht besonders viel zu tun haben. Von grossen Schlachten keine Spur. Bei einem Fußballspiel treten mehr Leute gegeneinander an. Meistens bewegt sich die Handlung im Wald, und bei der Stadtmauer hat es auch nur zu der Darstellung eines Tors gereicht.

Die Handlung an sich ist kaum erwähnenswert, weil wenig innovativ. In der Kurzform: Dolph Lundgren wird von unserer in eine andere Welt katapultiert, wo er als Retter gegen die Unterdrückung angesehen wird und eben tut was er tun muss. Schauspielerisch agiert er genau so, wie er es kann, nicht mehr und nicht weniger. Der König ist eine Lachnummer mit peinlicher Frisur, Uwe Bolls Lieblingsschauspielerin Natassia Malthe wie gewohnt ein Hingucker, aber wenig talentiert. Ein durchschnittlich animierter Drache kommt auch noch vor. Dieser scheint allerdings leicht debil, weil er das Tor der Stadtmauer erst aufbrechen muss, anstatt einfach drüber zu fliegen. Die Bewacher der Stadt ebenso, da sie das erwähnte Tor in Panik schliessen, als der Drache anfliegt.

Was man dem Film zugute halten muss ist, dass er sich selbst nicht zu ernst zu nehmen scheint. Was ihn dann allerdings wieder in krassen Gegensatz zum ersten Teil stellt. Dolphs Kommentare entbehren jedenfalls nicht einer gewissen Situationskomik, die mir gewollt erscheint und nicht unfreiwillig. Für einige Lacher hat es so gereicht, was den Film dann doch etwas über den Durchschnitt der Fantasy-Billigproduktionen hebt.

Abschließend gesagt enthält "Schwerter des Königs 2" durchaus einige Höhepunkte, es wurden beispielsweise ein paar echt schöne Landschaften eingefangen. Diese wechseln sich allerdings ab mit inszenatorischen Katastrophen, wenn die Helden - kaum dem Drachenangriff entronnen - seelenruhig durch den Wald stapfen und kitschige Dialoge von sich geben. 2,5 Sterne. 3 wenn man andere Fantasykatastrophen wie "Hexen" oder "Paladin" als Maßstab nimmt. Wenn man den auch schon umstrittenen ersten Teil mit 4 Sternen herannimmt, eher 2.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Aug 6, 2013 11:26 AM MEST


Human Hater
Human Hater
Preis: EUR 20,61

4.0 von 5 Sternen Vom Kiesel zum Felsbrocken gereift, 11. August 2011
Rezension bezieht sich auf: Human Hater (Audio CD)
Stoneman sind ein paar irre Schweizer, auf die ich nur zufällig gestossen bin, da sie demnächst als Vorgruppe von Lord of the lost unterwegs sein werden, und ich immer versuche mich im Vorfeld zu informieren, ob es sich lohnt bereits zum Einlass da zu sein. In diesem Fall ganz klar ja. "Human Hater" ist ein grandioses Album voller Kraft und mitreissenden Melodien. Sehr harter Gothic-Metal oder sehr melodiöser Deathmetal. Irgendwas dazwischen.

Die Band kombiniert hier tiefe Growls mit eingängien Klängen, ungewöhnlich ist auch das in einigen Songs dem Keyboard für diesen Musikstil eine ungewöhnlich tragende Rolle beikommt, um die düstere Metal-Atmosphäre zu unterstreichen. Trotzdem wird es mit der Elektronik nicht übertrieben. Die Songs sind recht simpel gestrickt, aber dennoch oder gerade deshalb sehr eingängig für Freunde härterer Musik. Stoneman sind daher sicherlich keine musikalischen Viruosen und haben einen Sänger der grandios scheitert wenn er versucht zu singen. Textlich alles andere als intelektuell, verstehen sie es aber trotzdem blendend zu unterhalten. Einziger Schwachpunkt ist meiner Meinung nach der Song "Zombie Zoo" in Zusammenarbeit mit den bekannteren Wednesday 13. Das Geräusch am Anfang klingt meiner Freundin zufolge wie das Warnsignal der Nürnberger U-Bahn beim schließen der Türen. Der Song will mir so gar nicht ins Ohr gehen, irgendwie nervt er sogar. Dafür sind "Hope You All Die Soon", "Suicide and Suicide" sowie "Trail of destruction" Kracher die sondersgleichen suchen. "No sweet november" will eigentlich so gar nicht auf das Album passen, es ist eine radiokompatible Halbballade, mit anderem Sänger, aber einem unglaublich ins Ohr gehendem Refrain.

Im Vergleich zu den Vorgängern ist "Human Hater" klar das beste Werk, die Band hat sich weiterentwickelt und klingt vom Songwriting her homogener und ausgereifter. Ebenso hat sich die Tonqualität der Aufnahme deutlich verbessert. Wem eventuell die Band "Darkseed" ein Begriff sein sollte, der sollte hier unbedingt einmal rein hören. Ein Vergleich wäre vielleicht auch Lacrimas Profundere, nur mit einem Growler als Frontmann. Oder Eisbrecher, etwas flotter, auf Englisch und ebenfalls mit rauerer Stimme. Bei näherem Interesse sollte man sich aber unbedingt die Songs in voller Länger auf der Myspace-Seite der Band zu Gemüte führen, da die Songschnipsel hier auf Amazon meiner Meinung nach mehr als unglücklich gewählt sind und einige der besten Parts, zum Beispiel der Ohrwurm-Refrain von "Trail of destruction", völlig weg gelassen wurden.


Watch Out!
Watch Out!
Preis: EUR 23,27

4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Wie der Titel schon sagt: Aufpassen!, 11. August 2011
Rezension bezieht sich auf: Watch Out! (Audio CD)
Was habe ich diese CD herbei gesehnt. Zuerst mal geärgert weil das Album in Finnland um die 3 Monate eher erhätlich war bevor es hierzulande veröffentlicht wurde. Nach dem hiesigen Releasedatum 3 Müller und einen AlphaTecc abgeklappert, und nirgendwo gefunden. Die pure Verzweiflung hat mich im Media Markt zum Rock/Pop-Regal getrieben. Und da stand sie. Rock/Pop! Allein das hätte mich stutzig machen sollen. Egal, gekauft. Die 30-Sekunden-Anspieler hier bei Amazon haben zwar bereits zuvor einen eher mittelmäigen Eindruck hinterlassen, aber egal. Es wäre nicht die erste CD wo diese kurzen Ausschnitte eher wenig repräsentativ wären.

Auf die Gefahr hin, von eventuellen Lesern dieser Rezenson eher ins lauwarme deklariert zu werden. Ja, ich bin männlich, und ja, mir gefällt Lovex. Ich liebe das Debut "Divine Insanity" von 2007. "Anyone, Anymore" und "Guardian Angel" sind für mich zeitlose Hymnen voller Energie, unglaublich emotional und dennoch mitreissend. "Pretend or surrender" erschien nur knapp ein Jahr später und mir schien es in Anbetracht der recht kurzen Zeitspanne auch eher als eine Sammlung der Songs, die vom Debut noch übrig waren. Dennoch knackige Sachen dabei, vielleicht sogar noch etwas düsterer und komplexer, was mir ganz gut gefällt, da ich sonst eher in der Gothic-Ecke daheim bin. "Belonging to no one" und "Writings on the wall" hatten ziemlich Power und unglaubliche Refrains. Alternative Gothic Glam hab ich da mal irgendwo gelesen. Klingt kurios, passt aber irgendwie.

Und nun das hier, knapp 4 lange Jahre später. Es beginnt schon beim Cover. Herrschten bei den anderen Alben eher düstere Farben, ist hier alles hell. Vorab komplett auf Youtube die Single "Slave for the glory" gehört, schon irgendwie eingängig, aber doch wenig spektakulär und mit geringem Wiedererkennungswert. Und genau das trifft auch auf den Rest des Albums zu.

"Watch Out" hat durchaus schöne Melodien und ist glasklar, fast schon steril produziert. Und genau das ist das Problem. Dadurch klingt das Album oberflächlich, hat wenig Tiefgang, und Gefühle wollen beim Hören nicht mehr aufkommen. Allenfalls wippt man mit. Und das auch nur langsam, da sämtliche Songs im Mid-Tempo gehalten sind. Nur in wenigen Passagen wird das Tempo angezogen, dafür sind diese dann von den Melodien her durchschnittlich. Die Songs sind eigentlich durchwegs fröhlich, keine Spur mehr von der Sentimentalität die Lovex noch auf dem Debut ausmachte. Unfassbar die nervigen Aaaaah-Frauen-Chöre gleich beim ersten Lied. Der Text des zweiten Lieds "USA" ist außerordentlich peinlich. Und so weiter. Gute-Laune-Pop zum Abwinken wie ihn tausend andere Band ganz genauso machen. Einzig "Worlds Collide" groovt ganz schön und sticht meiner Meinung nach etwas heraus.

Lovex haben in den 4 Jahren Abstinenz scheinbar beschlossen jedes besondere Merkmal ihrer Musik abzulegen und sich ganz dem Mainstream zu verschreiben. Obwohl sie das gar nicht nötig hatten. "Anyone" und "Guardian Angel" wurden damals auf Viva gespielt. Beste Aussichten also auf Erfolg. Und das es nicht der richtige Weg ist, auch noch den letzten Rest "Härte" aus der Musik zu verbannen und sich vollends radiokompatibel zu machen, zeigt Amazon-Verkaufrang neuntausendirgendwas 3 Tage nach Veröffentlichung dieses Albums. Da ist der Schuss nach hinten losgegangen, denn so geht "Watch out" völlig in der Masse der Poprock-Alben unter, die zuhauf auf den Markt geworfen werden. Ich hoffe, das dieses Album nicht das Resultat von Ideenmangel ist, Zeit genug fürs Songwriting hatten sie ja. Falls dem so ist, wünsche ich mir, dass Lovex diesen Warnschuss verstanden hat und sich bei zukünftigen Releases wieder auf alte Stärken besinnt.


McGrey Festival15 Passiv-Box
McGrey Festival15 Passiv-Box
Preis: EUR 60,56

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Für den Preis durchaus empfehlenswert, 11. März 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: McGrey Festival15 Passiv-Box (Elektronik)
Ich war auf der Suche nach einer preiswerten und leistungsstarken passiven PA-Box, da wir seperat zur verwendeten PA noch einen übrig gebliebenen Powermixer mit 200 Watt im Proberaum stehen haben. Bis wir in unserer Band einen Bassisten gefunden haben, muß ich als Sänger aushilfsweise Bass spielen, und da sehe ich es nicht ein, hunderte von Euros für einen richtigen Bassamp auszugeben. Also mußte eine Box für den Mixer her.

Die Bix kam innerhalb weniger Tage sicher verpackt an. Und im Proberaum als Bassbox eingesetzt muß ich sagen: alle Achtung! Richtige Einstellungen am Mixer vorrausgesetzt, macht diese Box ordentlich Druck und erzeugt zudem einen glasklaren Sound auch noch in beachtlicher Lautstärke. Weiterhin habe ich eine Westerngitarre mit integriertem Tonabnehmer und einen MP3-Player angeschlossen, und auch hier gibt es nichts zu meckern. In allen Tonlagen guter Klang ohne Rückkopplungen oder Störgeräusche.

Dennoch darf man bei einer Box dieser Preisklasse nicht zuviel erwarten. Für die Größe ist sie außergewöhnlich leicht, also recht viel wird nicht drin stecken. Der im Prinzip ziemlich scheußliche graue Filz ist deutlich erkennbar nur grob aufgeklebt, darunter wurden wohl billige Holzplatten irgendwie zusammen geschraubt. Bei der Querleiste auf der Vorderseite kann man ganz genau die Schrauben links und rechts durch den Filz erkennen, zudem ist die Leiste nicht auf die genaue Breite abgemessen worden, unter dem Filz kann man zumindest bei meinem Exemplar einen kleinen Spalt zur linken Seitenwand ertasten. Der größte optische Mangel ist, das nur der linke von den fünf Tweetern gerade montiert wurde, die anderen vier sind leicht schief festgeschraubt worden.

Wen das nicht stört, und wem preisgünstiger aber guter Klang wichtiger ist als perfekte Verarbeitung, der wird an dieser Box auf jeden Fall seine Freude haben. Optische Ästheten und Profis sollten aber dennoch zu teureren Exemplaren greifen.


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