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Rezensionen verfasst von
Martin Friedrich
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Der ewige Sündenbock: Heiliger Krieg, die "Protokolle der Weisen von Zion" und die Verlogenheit der sogenannten Linken im Nahostkonflikt
Der ewige Sündenbock: Heiliger Krieg, die "Protokolle der Weisen von Zion" und die Verlogenheit der sogenannten Linken im Nahostkonflikt
von Tilman Tarach
  Broschiert
Preis: EUR 19,80

21 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bestes Buch zu Nahost, 7. März 2010
Mit soviel Eleganz und Faktenwissen wie bei Tarach ist noch nie unseren prominenten westlichen "Israelkritikern" die Maske heruntergerissen worden - von Norbert Blüm bis Rupert Neudeck, von Noam Chomsky bis Jimmy Carter. Diese Herrschaften werden entlarvt als armselige Würstchen, die sich für ihren vorgeblichen "Mut" selbst beweihräuchern und beweihräuchern lassen. Hier wird gezeigt, dass die westlichen Massenmedien und führenden Politiker (auch die US-amerikanischen!) durchaus einseitig sind, wenn es um den Nahen Osten geht - aber einseitig gegen Israel! Dafür werden Fälschungen fabriziert und Geschichte wird geklittert. Tarach beschreibt zum Beispiel die unterschlagene Biographie des Muftis von Jerusalem, Amin al-Husseini. Schon vor Hitlers Auftauchen auf der politischen Bühne strebte der Mufti eine Scharia-Ordnung, seine persönliche Diktatur und die Ausrottung der Juden im arabischen Raum an. Tarach demonstriert die vielen Parallelen zwischen dem Mufti, der Moslembruderschaft und dem Nationalsozialismus. Er beschreibt, wie die Nazis alle Hebel in Bewegung setzten, um die zionistischen Siedlungen in Palästina auszulöschen und weiteren jüdischen Zuzug dorthin zu verhindern. Hitler war nicht nur Antisemit, sondern auch der erste Antizionist. Umgekehrt half ihm der Mufti aktiv bei der Vernichtung der Juden in Europa. Einige Jahre später trat der gebürtige Ägypter Arafat in die Fußtapfen seines Verwandten Husseini. Er setzte dessen antisemitischen Kurs nahtlos fort. Auch das beweist Tarach schwarz auf weiß. Der Oslo-Friedensprozess war nur ein Trick des Palästinenserführers, um Kräfte zu sammeln und hinterher (mit der "Al-Aqsa-Intifada") um so brutaler zuzuschlagen.

Zu den Legenden, die Tarach zerstört, gehört auch die vermeintliche pro-israelische Politik der USA. Der entscheidende Verbündete Amerikas in Nahost ist bis zum heutigen Tag nicht der Judenstaat, sondern das erz-islamistische, korrupte, unterdrückerische, durch und durch antisemitische und antiisraelische Regime in Saudi-Arabien. Der Einfluß von Juden auf die US-Außenpolitik (Kissinger u. a. ) hat sich für Israel keineswegs förderlich ausgewirkt.

Aufschlussreich sind auch die Parallelen, die der Verfasser zum Balkankonflikt zieht. Auch hier wurde durch unsere Politiker und Meinungsmacher die islamische Konfliktpartei (bosnische Moslems, Kosovo-Albaner) bejubelt, die Gegenseite (Serben) dämonisiert und niedergemacht. Die Wahrheit blieb dabei auf der Strecke.

Tarachs Buch sollte Pflichtlektüre für alle sein, die sich für den Konfliktherd Nahost interessieren. Es ist das beste Buch zum Thema.


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