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Rezensionen verfasst von
Dr. Fred-Jürgen Breit (Zwingenberg/Hessen)
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Nofretete: Die historische Gestalt hinter der Büste
Nofretete: Die historische Gestalt hinter der Büste
von Franz Maciejewski
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,95

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Vom Liebling des Gottes Re-Aton über die Mitregentin zur Pharaonin, 15. Februar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Der Autor zeichnet den Lebensweg von Nofretete nach und widerspricht der lange vertretenen Meinung, daß sie noch vor Echnaton aus der Geschichte verschwunden wäre. Er zieht das Buch auf wie den Beweis einer wissenschaftlichen These und führt alles an, was diese unterstützt. Dazu gehören zahlreiche bekannte "Bilder" oder Zeichnungen wie auch neuere Texte und moderne Genanalysen an den Mumien. Damit kann er den Zeitraum von Nofretetes Jugend bis zur ihrer Zeit als Witwe und Pharaonin (mit anderem Namen) überbrücken. Er geht auch auf die "verzwickten Familienverhältnisse" am Königshof ein.
Das 180-seitige Buch ist interessant, spannend und informativ; es bietet am Ende noch einige geschichtliche Übersichten. Ein Spiegel-Artikel (49/12) baut auf diesem Buch auf.
Man darf hier aber keine eindrucksvollen Bilder wie in Ausstellungskatalogen erwarten. Alles (außer dem Einband) ist nur schwarzweiß. Manche "Bilder" oder Reliefs sind lediglich Skizzen zur Verdeutlichung des Textes und entsprechend karg. Vermißt habe ich eine Beschreibung ihrer Kartusche(n).
Selbst das Titelbild von Nofretete (die Büste aus Berlin) zeigt nicht eine makellose Gottkönigin, sondern eher realistisch die Pharaonin aus ihrer letzten Lebensphase. Sie wirkt als kühle Herrscherin mit schweren Augenlidern. Der Unterschied zu den vollendet anmutigen Kanopen-Büsten aus dieser Zeit ist groß.


Auf der Suche nach den ältesten Sternen
Auf der Suche nach den ältesten Sternen
von Anna Frebel
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,99

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Suche nach den ältesten und metallärmsten Sternen, 8. Februar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Mehrere 100 Milliarden Sterne hat allein unsere Milchstraße. Warum sollen gerade die paar ältesten davon interessant sein? Weil sie den Zustand der Urmaterie bestimmen lassen, aus der Sterne und Galaxien (immer wieder) entstanden sind. Anfangs nur aus Wasserstoff und Helium bestehend, reichern sich in Sternen immer mehr schwere chemische Elemente (Metalle") an, weil das die Natur von Sternen ist. Zum großen Teil werden die chemischen Elemente zwischendurch oder am Lebensende an ihre Umgebung abgegeben. Davon entstehen schließlich auch Gesteinsplaneten und sogar das Leben, so wie wir es kennen. Davon handelt das Buch, es führt also zurück zu den Anfängen des Universums, das Fachgebiet heißt stellare Astronomie".
Die Autorin beginnt mit einer anspruchsvollen Einführung in das große Thema. Sie erklärt die Stellare Archäologie", kommt auf das Leben der Sterne, die Prozesse der Elementsynthese, zu den Galaxien und was uns das Licht der Sterne sagen" kann (Spektroskopie). Das Ganze wird noch vertieft, bevor es schließlich zu den ältesten und metallärmsten Sternen geht.
Dabei beschreibt sie - mit einer Spur Feminismus - nicht nur, wie man ihnen wissenschaftlich "zuleibe rückt", sondern auch - teils als Erlebnisbericht - in welchem Umfeld diese Arbeit stattfindet, welche Schwierigkeiten zu überwinden sind und wie die Zusammenarbeit zwischen Kollegen und mit den großen Instrumenten auf dieser Welt geschieht, bis man schließlich verwertbare Ergebnisse vorliegen hat. Es ist erstaunlich, was man heute über die Urmaterie nach der ersten Sternengeneration meßtechnisch herauskriegen kann.
Bei den Diagrammen muß man aufpassen, gelegentlich gehen Bild, Unterschrift und Text etwas auseinander.
Wer schon viel über Sternentwicklung gelesen hat, kann die ersten Kapitel überfliegen. Er wird dafür am Buchende auf zahlreiche wissenschaftliche Artikel, bei denen die Buchautorin mindestens Koautorin ist, als kostenlose Downloads hingewiesen. Auf dem arXiv-Server findet man alle ihre eingereichten Originalveröffentlichungen, ggw. sind das 46! Wer sich daran traut hat sehr viel Lesestoff zu diesem Thema.


Die Bildungs-Hochstapler: Warum unsere Lehrpläne um 90% gekürzt werden müssen
Die Bildungs-Hochstapler: Warum unsere Lehrpläne um 90% gekürzt werden müssen
von Thomas Städtler
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 9,99

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Was die Schule uns fürs Leben vermittelt., 24. Juni 2012
Es kann sich jeder selbst fragen, was er von der Schule fürs Leben oder zumindest fürs Arbeitsleben gelernt hat. Was davon ist nicht in Vergessenheit geraten?
Diese Frage stellt sich der Autor und orientiert sich dabei an Lehrplänen und zahlreichen Tests, die als rationale Evaluierung dienen. Auf rund 500 Seiten analysiert er Ansprüche und Ziele der Schule bei zahlreichen Fächern und kommt zu der erschreckenden Erkenntnis:
Überall versagt die Schule davor, ein Minimum an bleibenden Fertigkeiten und Kenntnissen zu vermitteln. Daher fordert er, anstatt ein Maximum zu wollen, ein Minimum zu realisieren - mit der Konsequenz, den Lehrplan um 90% zu kürzen!
Das Buch ist ein hartes Brot, das zumindest Lehrer kauen sollten oder Eltern schulpflichtiger Kinder - wenn sie dazu die Kraft haben. In den Schulbehörden bis hinauf zum KuMi müßte es dienstliche Pflichtlektüre (gewesen) sein.
Hohe Milliardenbeträge aus den Steuergeldern werden in das Bildungssystem gesteckt, die trotz Erfolgskontrolle" verpuffen, weil die Schulpolitiker abgehoben haben. Man hat den Verdacht, daß auch dort Schwadronieren vor Realitätssinn geht.
Auch ich habe die Erfahrung gemacht, daß fast alle Kollegen, immerhin studierte Ingenieure, aus ihrer Schulzeit kaum etwas und vom Studium wenig behalten haben. Wer kann schon noch eine einfache Funktion differenzieren oder gar integrieren? Es wurde auch später kaum mehr benötigt. Übrig geblieben sind ein paar Fertigkeiten und Standardhilfen sowie das viel zitierte "Bauchgefühl", auf das man sich verläßt. Man hat also (hauptsächlich) für die Schule und nicht fürs Leben gelernt.
Etwas kurz kommt mir die Ursachenforschung. Der Autor geht strikt von Überfrachtung und mangelnder Einübung aus. Aber geht es nicht auch darum, was das Gedächtnis leisten kann? Ich glaube ohnehin, sich merken und verstehen kann man nur etwas, was man in sein "Weltbild im Kopf" einordnen kann. Dafür braucht man zusätzlich ein gutes Gedächtnis. Was paßt alles hinein? Von vielen Gedichten und Liedern der Schulzeit habe ich beispielsweise nur noch die erste Strophe oder weniger präsent. Aber Mathe, Physik und Chemie habe ich auf Anhieb behalten - bis heute -, anderes trotz Lernens nicht.


Als der Pott noch kochte. Photographien aus dem Ruhrgebiet
Als der Pott noch kochte. Photographien aus dem Ruhrgebiet
von Horst Lang
  Gebundene Ausgabe

7 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Das Ruhrgebiet in Grau und Schwarz, 20. August 2010
Grau und düster wirken fast alle diese SW-Aufnahmen in der Buchausgabe von 2000. Es sind durchweg Stimmungsbilder. Selten ist für das Auge eines Ingenieurs etwas Genaues zu sehen. Vieles bleibt schemenhaft und drohend im Hintergrund. Erkennbare Personen sind die Ausnahme. Es sind Eindrücke eines Milieus. Nur wenige Reste davon kann man heute noch erahnen; heute ist das Ruhrgebiet durchweg grün! Dieses Ruhrgebiet der Nachkriegszeit habe ich als Kind mit mehr Leben wahrgenommen. Der Titel erscheint mir lebendiger als die vielen öden Bilder. Ich hatte etwas ganz anderes als ein Buch voller Stimmungsbilder erwartet. Im Buch geht es um Essen und die nahe Umgebung. Ganz hinten ist eine Karte aller Zechen des "Ruhrgebiets" (zwischen Ruhr und Lippe) von 1959 zusehen. - Die Begeisterung anderer Rezensenten kann ich nicht teilen.
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jan 5, 2013 1:12 PM CET


Das Universum. Die grosse Bild-Enzyklopädie
Das Universum. Die grosse Bild-Enzyklopädie
von Martin Rees
  Gebundene Ausgabe

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein beeindruckender Bildband der Astronomie, 12. August 2010
Das Buch faßt das heutige Wissen in Astronomie & Astrophysik gut strukturiert zusammen und veranschaulicht es zusätzlich mit beeindruckenden großen Bildern. Dabei geht es vom Nahen ins unfaßbar Ferne: das All & seine Erforschung; das Sonnensystem; die Milchstraße; jenseits der Milchstraße; der Sternhimmel. Es folgen ausführliches Glossar und Register. Dieses Buch wird auch jenen begeistern, der schon alles zu diesem Thema hat oder weiß. Es ist ein ideales, großes Geschenk - für sich selbst oder für andere.


Faszination Unterwasserwelt - Leben im Ozean
Faszination Unterwasserwelt - Leben im Ozean
von Karsten Schneider
  Gebundene Ausgabe

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein faszinierendes Buch, 12. August 2010
Mit beeindruckenden ganzseitigen Fotos zeigt das Buch z.T. sehr seltene und eigenartige Tiere aus 6 Meeresregionen: Wasser & Land; jenseits der Gezeitenzone; Korallenriff; Polarregionen; das offene Meer; und schließlich die Tiefsee. Gern blättert man in diesem Buch - es ist hauptsächlich für die Augen gemacht und nicht als Lehrbuch gedacht. Das große Buch eignet sich hervorragend zum Verschenken - auch an sich selbst.


Geschichte der Naturwissenschaft
Geschichte der Naturwissenschaft
von R.R. Subramanyam
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 6,99

7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Eine faszinierende Zusammenstellung, 28. Mai 2010
Das Buch bietet eine faszinierende Zusammenstellung, beschreibt es doch Physik, Chemie, Biologie und Geologie über fast 3000 Jahre und präsentiert viele historische Bilder bzw. Fotos von denen, die das Fachgebiet vorwärts gebracht haben. Es ist wirklich eine unfassende Geschichte für jedes dieser vier Gebiete.
Leider fallen zahlreiche sonderbare Formulierungen ins Auge, und es stören Ungenauigkeiten bzw. Fehler. Liegt es daran, daß sich die Autoren in vielen Details nicht wirklich auskannten, oder waren Übersetzerin, Lektorin und Korrektorin überfordert?
Beispiele: Spezialtheorie zur Relativität (S.46 ff); Elektronen haben eine Masse, die 1/1840stel einer Wasserstoffbombe ausmacht (S.42); Otto Hahn ist auf S.53 Physiker (falsch) auf S.88 Chemiker (richtig); 3,8 Millionen oder 3,8 Milliarden Jahre? (S.175o)
Dieses Buch bedarf vor einer neuen Auflage einer gründlichen Revision, dennoch ist es zu empfehlen.


Der Stoff, aus dem der Kosmos ist
Der Stoff, aus dem der Kosmos ist
von Brian Greene
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,95

8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Eine fundamentale Beschreibung der physikalischen Welt, 2. Februar 2010
Ein wichtiges und interessantes, aber auch schwieriges Buch. Die rund 600 Seiten wollen erst einmal gelesen sein. Tut man dies gewissenhaft mit dem Ziel, den Inhalt zu verstehen, dann schafft man am Tag kaum ein Kapitel. Schon allein die Kleinschrift des Textes (die vielen Anmerkungen sind noch kleiner gedruckt) verlangt dem Leser einiges ab.
Dafür handelt Greene alles ab, was wichtig für das Thema ist, bis zum aktuellen Stand: Urknall, Standardmodell, Inflation (recht gut), die String- & M-Theorie. Er kann gut erklären, manchmal wird es jedoch etwas langatmig und lässig oder comic-haft (Rückgriff auf die Simpsons).
Im letzten Drittel scheint das Buch für den hauptsächlich in der erfahrbaren Welt Lebenden zunehmend esoterisch zu werden bis hin zu Science Fiction.
Auffällig: In seiner Darstellung verteilt sich der Ruhm der neueren theoretischen Physik fast nur auf Wissenschaftler an amerikanischen Unis, die europäischen Leistungen um und nach 1900 dagegen werden nicht so sehr personalisiert (Ausnahme Einstein). Die Heisenbergsche Unschärferelation - eine immense intellektuelle Leistung und für ihn Kern der alles beherrschenden Quantentheorie - wird fast nur ohne dessen Namen Quantenunschärfe genannt.


Die kürzeste Geschichte allen Lebens: Eine Reportage über 13,7 Milliarden Jahre Werden und Vergehen
Die kürzeste Geschichte allen Lebens: Eine Reportage über 13,7 Milliarden Jahre Werden und Vergehen
von Harald Lesch
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

11 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Eine zu kurz geratene Geschichte, 8. Dezember 2009
Bei der Unternehmung, diese kürzeste Geschichte zu schreiben, ist vieles auf der Strecke geblieben. Im Erzählstil der Medien und auch in dessen Sprache wird sehr schnell über 13,7 Mrd. Jahre hinweggegangen. Die Sprache ist populär und locker, aber nicht genau. Es ist beeindruckend, was alles vorkommt, aber es wird sehr wenig wirklich erklärt. (Gerade mal der Phasenübergang als Ursache für die Inflation wird erläutert.) Es ist mehr eine eilige Aufzählung.
Das Buch bleibt eine Skizze. Leider bietet es nur Text, keine nützlichen Bilder, Übersichten oder Diagramme. Die Zeichnungen von Bruchstücken (ähnlich Fraktalen) auf Buchdeckel und vor jedem Kapitel sind nicht hilfreich. Das Daumenkino" rechts unten mit der Entwicklung eines Sauriers zum einem Vogel ist zumindest eine gute Idee.
Will man den dargebotenen Stoff wirklich verstehen (warum es so lief), dann ist man auf die empfohlenen Bücher angewiesen, allen voran Im Anfang war der Wasserstoff" von Hoimar von Ditfurth. Ich halte es nach wie vor für das beste Buch zu diesem Thema. Vielleicht braucht man zum Verständnis auch noch "Die ersten 3 Minuten" von Steven Weinberg.


Die ersten drei Minuten
Die ersten drei Minuten
von Steven Weinberg
  Taschenbuch

5.0 von 5 Sternen 4 Minuten nach dem Urknall, 29. November 2009
Rezension bezieht sich auf: Die ersten drei Minuten (Taschenbuch)
Ein wirklich tolles Buch. Der Teilchenphysiker Weinberg beschreibt knapp 4 (!) Minuten nach dem Urknall.
Dabei baut er auf den Tatsachen der Rotverschiebung und des 3K-Strahlungshintergrunds auf.
Es ist gut, wenn man sich in Physik etwas auskennt - noch besser, wenn man auch die Mathematik im Anhang verstehen kann. Dieses Buch ist d a s verständliche Standardwerk zum Thema, jeder andere Autor verweist mit Recht darauf. Will man aber mehr als die physikalische Anfangsentwicklung des Universums verstehen, so z.B. die geologische, die chemische und die biologische Evolution, dann sollte man zu Hoimar von Ditfurths Büchern "Kinder des Weltalls" und "Am Anfang war der Wasserstoff" greifen.


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