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Rezensionen verfasst von
Florian S. (Köln)

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... dass man sich wärmt, in der Nacht
... dass man sich wärmt, in der Nacht
Preis: EUR 7,40

5.0 von 5 Sternen Chaos erhält Einzug bei Sturm und Klang, 24. Oktober 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Endlich! Neues von Prinz Chaos II, diesmal nicht bloß im Netz, sondern in physischer Form auf CD. Konstantin Weckers Label 'Sturm und Klang' veröffentlicht das dritte Album des Prinzen, diesmal allerdings bloß in EP-Form mit nur fünf Nummern. Nichtsdestotrotz wird dem geneigten Hörer die gesamte Bandbreite des Könnens unseres Prinzen geboten.
"Schwarzer November" ist den verstorbenen Liedermachern F.J. Degenhardt, Ludwig Hirsch und Georg Kreisler gewidmet. Zahlreiche Anspielungen auf Texte der drei Künstler werden verbunden mit starken, emotionalen Versen, sodass ein rundum gelungenes, ruhiges Lied das Album eröffnet.
"Utoya" ist etwas knorriger und komplexer und erschließt sich manchem Zuhörer erst bei mehrmaligem Hören, stellt aber dennoch einen Höhepunkt des Albums dar.
Der darauf folgende Song "Dresden Nazifrei" sollte jenen, die die Karriere des Prinzen verfolgen oder sich jährlich im Februar in Dresden oder bei anderen Gelegenheiten den Rechtsradikalen entgegenstellen, mittlerweile bekannt sein. Hier geht es letztlich, wie in "Utoya", um die Bekämpfung rechter Gewalt, was im Vorgängersong aber noch sehr intellektuell behandelt wurde, wird nun in Form eines Kampfliedes mutig und nicht ohne Humor dargeboten. Der Song war bereits auf unzähligen linken Veranstaltungen und Demos zu hören und gilt mittlerweile fast schon als Klassiker des Prinzen.
Etwas milder gelingt ihm dann seine Version von Degenhardts "Sommerlied" in englischer Übersetzung, ein wunderschöner Schluss findet sich dann mit dem poetischen "Wofür hat Gott die Menschen gemacht", das übrigens, ebenso wie der Opener, von Konstantin Wecker - Pianist Jo Barnikel kongenial produziert wurde.
Fazit: Etwas kurz, aber doch sehr abwechslungsreich (chaotisch:)) und durch innere Bezüge zwischen den Songs durchaus rund.

PS: Leider sind die ersten beiden Alben des Prinzen bisher nicht bei amazon erhältlich, lassen sich aber völlig unkompliziert auf dessen Homepage ([...]) zu günstigen Preisen bestellen.


Wut und Zärtlichkeit - LIVE
Wut und Zärtlichkeit - LIVE
Preis: EUR 12,04

26 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wütend und weise, laut und im Lauten leise, 22. Februar 2013
Rezension bezieht sich auf: Wut und Zärtlichkeit - LIVE (Audio CD)
Es ist schon erstaunlich, wie leicht es Konstantin Wecker auch mit 65 Jahren noch fällt, sich selbst neu zu erfinden, dabei aber auch ganz der Alte zu bleiben.
Das Studioalbum "Wut und Zärtlichkeit" hatte verdientermaßen großen Anklang beim Publikum gefunden. Nun war die Frage, ob es wohl gelingen wird, den hohen Standard, die man sich durch die Studioproduktion selbst gesetzt hatte, auch in den live-Konzerten halten zu können. Konstantin konnte!
Natürlich war es nicht möglich, auf 2 CDs ein gesamtes Konzert festzuhalten (die Konzerte dieser Tournee dauerten in der Regel mindestens 3 Stunden), hier und dort musste also auf eine Zugabe oder eine Ansage verzichtet werden. Dennoch ist bei der vorliegenden CD ein rundes, stimmungsvolles Erlebnis entstanden.

Fast alle Songs aus "Wut und Zärtlichkeit" sind enthalten, oft anders arrangiert als im Studio (Es gibt nichts Gutes" wird durch Beatboxing ergänzt; beim Titelsong verzichtet man auf die Drums; "Weltenbrand" baut sich langsamer auf, der Mittelteil wird einmal mehr wiederholt und endet sehr bombastisch, wodurch der Song noch mehr an Atmosphäre gewinnt, etc...), und natürlich dürfen die Klassiker nicht fehlen ("Frieden im Land" - neu arrangiert; "Bleib nicht liegen"). Ergänzt werden Konstantins Verse durch (teils vertonte) Gedichte von Erich Kästner und Rainer Maria Rilke oder Nummern aus dem 1998 erschienenen "Brecht" - Album (atemberaubend vielschichtig neu arrangiert: "Vom Schwimmen in Seen und Flüssen"), die sich aber allesamt fantastisch in das Gesamtkonzept eingliedern und die anderen Nummern ergänzen. Aber vor allem von den Überraschungen lebt das Album. So präsentiert Konstantin fast vergessene Perlen wie "Wenn unsere Brüder kommen", stellt neben tieftraurige Liebeslieder wie Schwanengesang gleich herrlich positive ("Weil ich dich liebe") und arrangiert viele wohl bekannte Songs auf verspielte Weise neu. So kommt niemals Langeweile oder ein "Kenn ich schon" - Gefühl auf.
Bemerkenswert ist auch, wie haargenau die Arrangements auf Konstantins Verse abgestimmt sind. Ein Rädchen greift hier ins andere, wodurch neben klaren Aussagen auch immer eine ganz eigene Atmosphäre entsteht. Und fast kein Musikgenre - und das hat man wohl bisher selten erlebt - bleibt unangetastet!
Auch der dramaturgische Aufbau des Konzerts ist eine Notiz wert. Konstantin prangert an, hält uns Missstände vor Augen, weckt Angst, wird zutiefst depressiv - um aber danach gleich wieder einen lebensbejahenden, freudigen Ausgleich zu schaffen. Nie hat das Publikum das Gefühl, dass es keinen Ausweg gibt. Und genau das macht den Zauber von "Wut und Zärtlichkeit-live" aus. Konstantin findet Lösungen, traut sich, Utopien zu schaffen und an diesen festzuhalten, schafft ein Zusammenspiel von Wut, Empörung und Angst mit Zärtlichkeit, Lyrik und Liebe.

Ein paar Worte noch zur Band: Jo Barnikel, der Konstantin seit nunmehr 20 Jahren begleitet, gilt nicht ohne Grund als einer der besten Pianisten, Jens Fischer, nach 10jähriger Wecker-Pause und Arbeit als musikalischer Leiter der Bluemangroup, ist wieder dabei und bringt wunderbare Ideen mit. Neuzugang Tim Neuhaus (sein aktuelles Album "Now" ist auch großes Kino) stellt sein Können unter Beweis und Nils Tuxen zaubert nicht nur auf der Pedal Steel Guitar atemberaubende Töne. Dazu kommt, dass die Jungs dermaßen oft ihre Instrumente wechseln, als hätte Konstantin ein ganzes Orchester mitgebracht.

"Wut und Zärtlichkeit live" ist ein lyrisches Fest, ein Aufruf, sich zu empören und einzumischen, manchmal todernst, oft witzig, rutscht dabei nie ins Unwesentliche oder Krampfhafte. Kurzum: Vielleicht Konstantins abwechslungsreichstes Live-Album, ein musikalischer Rausch zwischen Zärtlichkeit und Wut. Auch schön: Konstantin entlässt sein Publikum mit einem wunderschönen Schlaflied, nachdem das furiose "Empört Euch" beendet ist, was zeigt, wie sehr er darum bemüht ist, sein Publikum nicht bloß aufzurütteln, sondern es mit einem 'guten Gefühl' zu entlassen.
All das wären aber leere Worte, würde Konstantin es nicht schaffen, etwas in seinem Publikum zu bewegen. Und genau das macht dieses Album aus - ob durch die Energie und Dringlichkeit oder, ganz im Gegenteil, die Zartheit... Konstantins neue CD kann jeden Tag - und somit vielleicht auch die Welt - etwas besser machen.

PS: Nach Buenanotte Fiorellino nicht gleich ausschalten, es gibt noch einen Bonustrack:)
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 1, 2013 7:22 PM CET


Funny Money
Funny Money
DVD ~ Chevy Chase
Preis: EUR 6,02

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Herrlich überdrehte, kurzweilige Screwball - Komödie, 21. Januar 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Funny Money (DVD)
Funny Money aus dem Jahr 2006 gehört nicht zu den bekanntesten Chevy Chase Filmen und sicherlich auch nicht zu seinen erfolgreichsten Arbeiten. Und dennoch kann man behaupten, dass Chase hier unter Beweis stellt, dass er, trotz fortgeschrittenen Alters, nichts von seinem Talent eingebüßt und seine Spielfreude nicht verloren hat.

Henry Perkins (Chase) vertauscht seinen Aktenkoffer in der U-Bahn mit dem eines Kriminellen. In diesem findet der langweilige, spießige Geselle 5 Millionen Dollar. Da er das Geld unbedingt behalten will, bald aber schon Polizisten, Gangster, genervte Taxifahrer, sein alter, aber nichts desto trotz äußerst potenter Chef und verschiedene Partygäste (er hat Geburtstag) in seinem Haus auftauchen, wo er doch eigentlich gleich mit seiner Frau das Land verlassen wollte, ist wohl jedem klar, dass das Ganze in einer Katastrophe enden muss.

Da ein Großteil des Films innerhalb des Hauses von Henry Perkins (aus Kostengründen wurde ein Studio in Bukarest genutzt) spielt, bietet sich eine Menge Raum für Chase-typische Situationskomik und gewitzte Dialoge. Chevy muss sich immer wieder neue Geschichten ausdenken, um die verschiedenen Fragen von Polizisten und Bekannten beantworten zu können, und verrennt sich natürlich ein einem Lügengeflecht, aus dem es keinen Ausweg mehr zu geben scheint. Die verschiedenen Figuren werden dabei allesamt dermaßen klischeehaft und überdreht dargestellt, dass es eine Freude ist, dabei zuzusehen, wie Chase von einem Fettnäpfchen ins andere stapft. Klar, neu ist die Geschichte nicht und vieles kommt dann auch genau so, wie man es vorhersieht. Aber die Darsteller machen aus dem durchschnittlichen Drehbuch einen sehr amüsanten, kurzweiligen Film. Besonders Chevy selbst, Armand Assante als korrupter Cop oder Penelope Ann Miller als Chevys dem Nervenzusammenbruch nahe Frau sind dabei hervorzuheben.

Der Film ist in zwei verschiedenen Ausgaben auf DVD erschienen. Die Version von Marketing/Laser Paradise ist empfehlenswert, beinhaltet sogar drei kurze Dokumentationen.

Fazit: Wo Chevy Chase draufsteht, ist auch Chevy Chase drin. Eine etwas altmodisch angehauchte, völlig überdrehte und nicht zuletzt sehr sympathische kleine Komödie, die sicherlich zu den besten Werken gehört, die Chase in den letzten Jahren abgeliefert hat.


Evolution
Evolution
Preis: EUR 12,99

12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Magnum - Perlen, liebevoll neu belebt, 12. November 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Evolution (Audio CD)
Mit Magnum-Samplern ist das ja so eine Sache: Entweder sie beziehen sich nur auf eine bestimmte Phase der Band, wie beispielsweise "Road to Paradise" auf die Frühphase oder "Chapter and Verse" auf den kommerziellen Höhepunkt, oder man bekommt wilde Potpourris aus Hits, B-Seiten, Live Tracks oder Archiv-Aufnahmen geboten, wie es bei "Long Days, Black Nights" oder "The Gathering" der Fall war, welche zwar die Vielfalt der Band belegen, aber, besonders für Einsteiger, recht unübersichtlich ausfallen.

"Evolution" bezieht sich also nun auf die letzten 10 Jahre bzw. auf die letzten 5 Alben der Band. Das Label SPV, welches die letzten 5 Albem herausbringen durfte, wendete sich an Tony Clarkin mit dem Vorschlag, ein Best Of Album herauszubringen, welches Songs aus jenen Alben enthalten sollte, die unter ihrem Banner veröffentlicht wurden. Clarkin willigte schließlich ein, wollte die Songs aber noch einmal neu beleben. Und genau das macht "Evolution" zu einem unverzichtbaren Werk für Fans und einer repräsentativen Magnum - CD für alle anderen.

Aus jedem der 5 Albem wurden jeweils 2 Songs ausgewählt, denen noch einmal neues Leben eingehaucht werden sollte. Die Auswahl mag manchen Kenner wundern, besonders, da sie sich nicht auf kommerzielle Erfolge der einzelnen Songs bezieht, sondern vielmehr darauf, was Songwriter Clarkin noch einmal neu entdecken bzw. verbessern wollte.
Ob die Änderungen und Ergänzungen nun nötig waren oder nicht, es ist ein Vergnügen, sie wahrzunehmen und mit den Originaltiteln zu vergleichen. Schließlich muss man sich ja nicht entscheiden, welche Version man lieber mag.
Die Mühe jedenfalls, die Magnum sich gemacht haben, verdient Anerkennung - und hat sich gelohnt. Die Songs des "Breath of Life" Albums wirken lebendiger, die Songs vom "Moonking" - Album hören sich geschmeidiger an und das gesamte Album wirkt wie aus einem Guss und nicht wie ein zusammengewürfelter Sampler.
Dabei kommt auch jedes Bandmitglied zur vollen Geltung. Al Barrows Coverartwork ist fabelhaft, seine neu eingefügten Bassläufe bei "Blood on your barbed wire thorns" sind wunderbar. Harry James Drums hören sich sehr vielseitig, lebendig und leidenschaftlich an, ebenso sind Tony Clarkins Gitarrenriffs, glasklar produziert, großes Kino. Mark Stanways Keyboards verleihen dem Album die nötige epische Breite, zu Bobs Gesang muss wohl nicht mehr viel gesagt werden, der Mann hat, daran hat sich trotz des Alters nichts geändert, eine der emotionalsten und schönsten Stimmen, die im Melodic Rock - Bereich zu finden sind.

Da das Album dann noch 2 komplett neue Songs bereithält, wird wohl kein Fan an "Evolution" vorbeikommen wollen.
"The Fall", eine sehr schöne, eingängige Melodic Rock Hymne und die etwas melancholische Nummer "Do you know who you are" sind ebenso verspielt und liebevoll produziert wie die anderen Tracks und wie bei Magnum üblich erschließen sich nicht gleich alle Deteils und Facetten beim ersten Hören.

"Evolution" ist kein "Greatest Hits" - Album im üblichen Sinne, eher ein Neu-Erfinden, ein kurzer Rückblick und ein unübersehbares Zeichen, dass Magnum nach wie vor da sind und, trotz eines fast 40-jährigen Jubiläums, keineswegs an einen "Last Dance" denken müssen.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Feb 19, 2012 10:31 PM CET


Wut und Zärtlichkeit
Wut und Zärtlichkeit
Preis: EUR 14,99

38 von 43 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zwischen Zärtlichkeit und Wut..., 16. September 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Wut und Zärtlichkeit (Audio CD)
...gelingt Konstantin Wecker vielleicht die Produktion seines Lebens.
Was der Liedermacher hier zusammen mit seinen treuen Begleitern präsentiert, ist an Energie, Einfallsreichtum und Inspiration wohl kaum mehr zu überbieten.
Inhaltlich bleibt Konstantin sich treu, ist weiterhin auf der Suche nach einer gerechteren Welt und innerem Frieden, was seiner Meinung nur gelingen kann, wenn man sich selbst treu bleibt und sich einmischt - oder besser, durch Zärtlichkeit und Wut.
Die Produktion und die Arrangements sind dabei dermaßen perfekt eingesetzt und abwechslungsreich, dass man sagen möchte, eine solche Produktion von einem Liedermacher noch nie in den Händen gehabt zu haben. Man merkt in jedem kleinen Detail, wie liebevoll und energisch hier gearbeitet wurde.

Zu den Songs:
Den Titelsong kann man als höchst befreiende, rockige Selbstfindungsanleitung bezeichnen, die Energie und Lust, mit welcher hier musiziert wird, überträgt sich gleich auf den Hörer. Wunderbar, besonders als Opener!!! Die Anspielung auf Erich Mühlsams Gedicht "Der Revoluzzer" wird den Fans wohl nicht entgehen.
"Absurdistan" ist, ebenso wie "Die Kanzlerin", eine herrlich sarkastische Abrechnung mit Politik und Wirtschaft, wobei die beiden Songs sich durch die Instrumentalisierung grundlegend unterscheiden. "Absurdistan" ist eine sehr melodische Rocknummer, die "Kanzlerin" eher politisches Kabaret. Das Musikvideo dazu ist ebenfalls klasse.
Sehr poetisch geht es dann weiter mit den beiden Liebesliedern "Weil ich dich liebe", einem wunderschönen Reggae-Song, bei dem auch Medusen, Venus und Orpheus auftreten, und dem traurigen, aber nicht hoffnungslosen "Schwanengesang".
Ein Vergleich dieser beiden Songs macht deutlich, wie vielfältig - und faszinierend - Weckers Liebeslyrik ist. Sieht man "Die Kanzlerin" dann noch als Liebeslied, wird der Vergleich noch interessanter.
"Es gibt nichts Gutes" ist ein augenzwinkernder Aufruf, zu handeln, bei "Damen von der Kö" wird endlich wieder, ganz im Stil des Wecker - Klassikers "Die feine Gesellschaft", mit den 'Reichen, Schönen und Oberflächlichen' abgerechnet.
"Weltenbrand", vielen Fans wohl schon weitgehend bekannt, erscheint in einer bombastischen Neuauflage mit kräftigen Drums und afrikanischem Chor, bei dem im Finale sogar punkigen "Der Virus" geht es den Börsianern wieder an den Kragen.
Auch "Empört Euch" ist ein Aufruf, sich gegen Ungerechtigkeit etc. einzumischen, inspiriert wurde Konstantin hier durch eine Streitschrift von Stéphane Hessel, der schon 1948 für die Menschenrechte und gegen Diktatur, Unterdrückung und Finanzkapitalismus gekämpft hat. Die Produktion dieses Songs ist dermaßen aufwändig, dass man beim ersten Hören glatt überrumpelt werden könnte von der Vielfalt, Dringlichkeit und Energie des außergewöhnlichen Songs. Auch Pippo Pollina, mit dem Konstantin schon einige Male zusammengearbeitet hat, gibt sich hier die Ehre und ergänzt Weckers Gesang mit seiner interessanten Stimme.
"Buonanotte Fiorellino", von Konstantin durch einige deutsche Strophen ergänzt, ist zum dahinschmelzen und hat sich schon Anfang des Jahres, als Wecker den Song erstmalig dem Publikum präsentiert hat, großem Beifall erfreuen dürfen.
"Es geht zu Ende" ist dann schon etwas trauriger, "SoScheeSchoA" und "Tropferl im Meer" sehr besinnlich und poetisch, vor allem diese beiden letzten Nummern lassen durch ihre beeindruckende Tiefe noch einmal den Lyriker in Konstantin zur vollen Entfaltung kommen, man könnte sie ohne weiteres in einen Gedichtband aufnehmen.
Für diejenigen, die vom fantastischen "Weil ich dich liebe" nicht genug bekommen konnten, hält die CD dann nach "Tropferl im Meer" noch eine 'lost track' - Überraschung bereit.
Somit gelingt Wecker ein beruhigender, friedlicher Ausklang einer perfekten Produktion, die einmal mehr beweist, in wie vielen Genres Konstantin zu Hause ist.

Man merkt seinen Texten an, dass die Musen sich Anfang des Jahres wohl sehr eng an ihn geschmiegt haben, aber gerade bei diesem Album muss man im Besonderen noch die musikalische Vielfalt und den Einfallsreichtum von Wecker, Jo Barnikel und Co. hervorheben.
Langweilig wird die CD sicherlich nie werden, dazu übt die Gesamtstimmung eine zu große Anziehungskraft auf die Hörer aus, wozu auch die Vielseitigkeit der einzelnen Lieder und die Spielfreude der Musiker ihren Teil beitragen wird. Hoffentlich wird sie aber auch als das wahrgenommen, was sie auch ist, nämlich ein dringlicher Aufruf, sich einzumischen, aktiv zu werden und seiner Wut (und Zärtlichkeit) auf die in der CD angesprochenen Ungeheuerlichkeiten und darüber hinaus freien Lauf zu lassen, denn "es gibt nichts Gutes, außer man tut es".

Danke Konstantin!!!
Kommentar Kommentare (4) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Aug 1, 2013 11:05 AM MEST


Zero Gravity
Zero Gravity

5.0 von 5 Sternen "Ich habe in meinem Leben mit einer Menge guter Musiker zusammengespielt, er ist der beste", 25. März 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Zero Gravity (Audio CD)
...sagt Konstantin Wecker über seinen treuen Begleiter Jo Barnikel, der ihn mittlerweile seit 17 Jahren musikalisch begleitet.
Seit den frühen 90ern steht Jo Konstantin treu zur Seite und liefert am Piano und Keyboard hervorragende Arbeit ab.
Aber nicht bloß an der Seite Konstantins ist Barnikel erfolgreich. Er komponiert auf Filmmusiken, unter anderem für Tatort und GSG 9, wurde sogar schon mit dem deutschen Fernsehpreis ausgezeichnet.
Hier liegt nun ein Barnikel - Album vor, das er zusammen mit Norbert Nagel, Saxophonist und Klarinettist, auch ein Gefährte und Mitstreiter Konstantin Weckers, arrangiert, produziert und eingespielt hat. Begleitet werden die beiden dabei von einer Menge Gastmusiker, bei "Der alte Kaiser" werden sie sogar von Wecker, am Piano, unterstützt.

Wie lässt sich dieses Album am besten beschreiben? Irgendwo zwischen Klassik, Jazz und Pop kann man die 12 unterschiedlichen Songs ansiedeln, die allesamt auf Gesang verzichten. Gerade bei "Der alte Kaiser" wird vielleicht der ein oder andere Konstantins Gesang vermissen, allerdings ist die CD ein eindrucksvolles Beispiel dafür, dass man auch ohne Texte Gefühle transportieren und Bilder entstehen lassen kann. Mit welcher Leichtigkeit und Spielfreude dieses Norbert und Jo gelingt, ist schon beeindruckend.

Fazit: Ein interessantes, vielseitiges Album zweier Vollblutmusiker, auf das man sich einlassen sollte.


Stürmische Zeiten, mein Schatz
Stürmische Zeiten, mein Schatz
Preis: EUR 14,99

17 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Konstantin und die Liebe..., 25. März 2011
Rezension bezieht sich auf: Stürmische Zeiten, mein Schatz (Audio CD)
Konstantin Wecker war klar, dass bei einer Live-Performance, die sich mit dem Thema Liebe beschäftigt, eine extreme "Sülzgefahr" besteht, wie er auch in der Begrüßung sagt.
Diese Gefahr wird zum einen durch humorvolle Einlagen, wie "Texte zum Thema Wollust", "Wenn es keine Bücher gäbe" oder "Der Tango Joe" gebannt, zum anderen aber auch dadurch, dass Wecker - obwohl er sich in erster Linie mit Liebe beschäftigen will, einen gewissen Weitblick an den Tag legt und auch politische, aufrüttelnde Themen mit einbezieht, beispielsweise durch "Die weiße Rose".

Die Sülzgefahr ist also gebannt und zusammen mit seinem treuen Begleiter Jo Barnikel und dem grandios agierenden Spring String Quartet liefert Konstantin ein rundes, vielseitiges Live-Album ab.
Nach "Liebesflug" und "Wenn du fort bist" ist diese CD das dritte Werk Konstantins, dessen Kern die Liebe ist. Die Tournee und somit auch die vorliegende CD basieren dabei auf dem von ihm herausgegebenen Buch "Stürmische Zeiten, mein Schatz - die schönsten deutschen Liebesgedichte", aus welchem auch einige Gedichte, unter anderem Friedrich Schlegels "Du, meine Hand..." (ein Brüller) und das wunderbare "Willkommen und Abschied" von Goethe, vorgetragen werden. Und wie sie vorgetragen werden: Voller Leidenschaft und Herzblut, dabei kommt es in den meisten Fällen zu einem fließenden Übergang zwischen Gedicht und dem darauffolgenden Lied.
Dadurch beweist Wecker wieder einmal, dass er nicht bloß die einzelnen Songs arrangiert und komponiert, sondern das ganze Konzert eine Komposition ist, bei der durchweg ein roter Faden erkennbar ist und die einzelnen Nummern verknüpft sind.
Der lyrische Teil am Anfang wird durch "Liebesflug" kurzzeitig beendet und durch einen humoristischen Block abgelöst, der das Thema Tanz behandelt. Danach wird es politisch, bevor sich Konstantin der Liebe zum Elternhaus widmet. Das Ende hat dann auch irgendwie das Ende - nämlich den Tod und die damit verbundenen Gefühle - zum Thema. Da Liebe und Tod für Wecker untrennbar miteinander verbunden sind, macht dies auch auf dieser CD Sinn.

Die Songs sind, bis auf "Der Tango Joe" (leider eine einfallslose, platte Nummer, die man sich vielleicht besser gespart hätte, wobei man ihr nicht absprechen kann, dass auch sie sehr schön arrangiert ist) und zwei Instrumentalstücke, allesamt Klassiker aus Weckers Discographie, in dieser Hinsicht kann man also nicht viel Neues erwarten, aber dafür sind die Songs, auch dank des Quartets, teils etwas umgeändert und neu arrangiert. Besonders die Version von "Stürmische Zeiten, mein Schatz" mit dem furiosen Finale dürfte die interessanteste des Songs sein, die sich bisher auf CD finden lässt. Das also kaum neue Songs auf dem Album zu finden sind, sollte also nicht enttäuschen. Besonders, weil Konstantin durch die leidenschaftlich vorgetragenen Gedichte für Abwechslung - und Gänsehaut - sorgt.
Für den Sommer 2011 ist dann auch das neue Studioalbum "Zärtlichkeit und Wut" mit 14 komplett neuen Songs angekündigt.

Das Finale der CD wirkt auf den ersten Blick recht unspektakulär und Konstantin konzentriert sich auf leisere Töne. Wer Wecker aber kennt, weiß, dass das Konzert an sich wohl nicht so geendet hat, denn besonders zum Ende hin - bei den Zugaben - laufen er und seine Mitstreiter noch einmal zur Höchstform auf. Allerdings gelingt es, da man hier auf ein bombastisches Finale verzichtete, dass das Konzept-Album noch runder wirkt.

Im Großen und Ganzen gelang Konstantin, Jo und dem Quartet also ein rundes, musikalisch und stilistisch vielseitiges Album rund um das Thema Liebe, das zu keinem Zeitpunkt kitschig, platt oder vorhersagbar wirkt.
Somit ist auch das mittlerweile ca. 16. Live-Album Konstantins, das er selbst als sein bisher reifstes Programm bezeichnet, unbedingt empfehlenswert.


Ich gestatte mir Revolte
Ich gestatte mir Revolte
Preis: EUR 17,99

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen A Revoluzzer müaßt ma sei!, 5. November 2010
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Ich gestatte mir Revolte (Audio CD)
Wenn Konstantin Wecker ein Hörbuch herausbringt, dürfte klar sein, dass hier nicht einfach irgendwelche Gedichte oder Erzählungen abgearbeitet werden.
Vielmehr ist das Motto der CD innere und äußere Veränderung, Umdenken, (friedliche) Revolte. Konstantin versammelt dabei Brecht, Villon, Heine, Dostojewski und viele andere, ergänzt die Sammlung dabei noch durch einige (hervorragende) Klavierstücke, bei denen ihm das Klavierduo Ulrich Meining und Damian Zydek zur Seite standen und bereichert das Ganze noch durch Songs und Textpassagen aus seiner Feder.
Als Einleitung dient sein Klassiker "A Revoluzzer" von 1982 aus dem Album "Wecker", an dessen Finale sich auch hier noch einmal die ganze Weckersche Energie präsentiert. Darauf folgt eine von ihm verfasste Einleitung, der sein ursprünglich auf dem Album "Genug ist nicht Genug" veröffentlichter Song "Stur die Strasse lang", allerdings diesmal in Gedichtform ohne Musikuntermalung, folgt.
Danach rezitiert er eine Reihe Gedichte und Textauszüge, zu denen er sich immer die Mühe macht, eine kurze Einleitung zu sprechen.
Aufgelockert werden diese dann durch insgesamt sechs Klavierstücke, die das Talent der Pianisten beeindruckend deutlich machen.
Auch seinen Song "Wiegenlied" aus dem Album "Am Flussufer" kann man sich dann noch in Gedichtsform gönnen, den Abschluss der gesprochenen Nummern bildet dann eine kurze, witzige Textpassage aus Konstantins Buch "Der Klang der ungespielten Töne", bevor zwei Pianonummern das Finale der CD darstellen.

Auch ohne Musikuntermalung verliert Konstantin nichts von seiner Ausdruckskraft und seinem Kampfgeist. Besser hätte eine Sammlung, die unter dem Motto "Ich gestatte mir Revolte" steht, nicht ausfallen können.

Tolles Teil!


Radio K.a.O.S.
Radio K.a.O.S.
Wird angeboten von DSB Versand
Preis: EUR 9,79

1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen trauriger Versuch, kommerziell erfolgreich zu bleiben, 4. November 2009
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Radio K.a.O.S. (Audio CD)
Nach seinem ersten Soloversuch "The Pros and Cons of Hitch Hiking", der sich, nicht nur im Vergleich zu den Pink Floyd Erfolgen, als Flop erweisen sollte, erkannte Roger Waters, dass etwas an seinen textlastigen Werken geändert werden müsse, um einerseits die Fans zu halten, andererseits aber auch das Mainstreampublikum anziehen zu können.
Also wurde beim zweiten Soloversuch vieles anders gemacht, Gott sei dank und leider Gottes...

Zunächst einmal fällt dem Hörer die eingängige, unkompliziert komponierte Musikuntermalung auf. Typischer Synthie-Pop der 80er, sehr steril und einfach produziert, allerdings auch gut hörbar. Möchte man hier einmal nicht herumkritisieren, kommt man aber nicht umhin, andere offensichtliche Mängel des Albums zu nennen.

1. Waters Stimme íst sicherlich nicht uninteressant, aber reicht sie aus, um gegen die groben Synthieklänge auf diesem Album anzukämpfen? Allzu schwachbrüstig geht ihm schnell die Luft aus, was dann von seiner überstrapazierten Stimme übrigbleibt, ist schlichtweg unangenehm.
2. Ein Konzeptalbum um einen Dialog zwischen Moderator und behindertem Jungen klingt altbacken, aber auch vielversprechend und lässt Spielraum für interessante Ideen. Allerdings wollen Text und Melodie selten harmonieren, die durch die Produktion angezogenen Popfreunde werden von der abgedrehten Story abgeschreckt, die Progressive Rock Fans dagegen werden die plumpe, viel zu einfach gestrickte Musikuntermalung verachten. Somit ist niemand glücklich, da helfen auch sehr unecht klingende Frauenstimmen im Hintergrund wenig, die das ganze noch zusammengewürfelter klingen lassen.
3. Wenn man in ein Booklet zu einem Album gucken muss, weil man sich besonders für die Texte interessiert, ist das eine schöne Sache. Muss man aber ins Booklet gucken, um überhaupt etwas zu verstehen, wirds ärgerlich. In Waters Fall sollte man sich zunächst die Vorgeschichte zur auf dem Album erzählten Story durchlesen, um durchzublicken. Aber auch, während man zuhört, wirds nicht besser. Die elektronischen Computerstimmen kann man so gut wie überhaupt nicht verstehen, also muss man ständig nachschlagen, um nicht ohne eigenes Verschulden den Überblick zu verlieren.

Fazit: Steril produziert, weitgegend uninspiriert und mit aller Gewalt "anders" kommt Waters Radio KAOS daher. Eine Enttäuschung für die Fans, eine kleine Flaute in Waters Discographie. Ob das Album nun lieblos produziert wurde oder nicht, vermag ich nicht zu sagen, allerdings hätte man einiges besser machen können, sowohl beim Songwriting als auch bei der späteren Produktion der synthielastigen, teils sehr elektronischen Musik im Studio. Dank einiger schöner Melodieführungen kann man das Album hören und es noch als "OK" bezeichnen, die Hörer, ob nun Pink Floyd Fanatiker oder unvorbelastete Interessenten, werden aber sicherlich nicht begeistert sein.
Sehr schade...und während "the Pros and Cons" sich über die Jahre fast schon zu einem kleinen Klassiker gemausert hat, möchte niemand über Radio KAOS sprechen.
Es ist auch das einzige Solo-Waters-Album, das bei seinen späteren Live-Performances, beispielsweise "In the Flesh", nicht berücksichtigt wurde. Das hatte wohl auch seine Gründe...
Das Nachfolgealbum "Amused to Death" sollte aber wieder besser werden...


Days of Wonder
Days of Wonder
Preis: EUR 17,98

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen erste Live - Aufnahmen von Magnum, 4. November 2009
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Days of Wonder (Audio CD)
1978 veröffentlichte die britische Band Magnum ihr erstes Studioalbum "Kingdom of Madness".
1985 sollten sie mit "On a storytellers night" eines der wichtigsten und großartigsten Alben der Melodic-Progressive-Rock-Geschichte veröffentlichen, durch welches sie Weltruhm erlangen sollten.
Die Geschichte von Magnum begann allerdings schon weitaus früher. Schon Anfang der siebziger Jahre kämpften sich Tony Clarkin, Bob Catley und Mannen durch die Musikwelt, 1976 sollte ihre erste Live-Performance aufgezeichnet werden.

Diese Performance wurde dann 2004, 28 Jahre nach ihrer Aufnahme, unter dem Namen "Days of Wonder", mit hässlichem Cover und ohne offiziell in die Magnum-Discographie zu gehören, veröffentlicht. Der Grund dafür war vielleicht, wegen der Reunion und dem neuen Album "Breath of Live" noch eine Möglichkeit zu haben, den Kunden abzuzocken, vielleicht wollte man den Anhängern der Band aber auch nur etwas Gutes tun...
Was geboten wird, sind zeitgemäße Aufnahmen, welche zwar durch große Spielfreude und die jungenhaft nervöse, grundsympathische Ausstrahlung ihres Frontmanns die Fans entzücken, das Publikum, das damals dabei war, ist ehrlich begeistert, die Tonqualität allerdings trübt den Hörgenuss doch etwas.
Ein größeres Label hätte die Aufnahmen vielleicht vor der Veröffentlichung remasterd, trotzdem sollte man dankbar sein, dass sie überhaupt veröffentlicht wurden.
Die Songs, die schon zwei Jahre vor der Veröffentlichung des ersten Albums hier vorgetragen werden, stammen größtenteils genau von diesem. Man kann "Kingdom of Madness", "Universe" etc. völlig unbearbeitet und unter einfachsten Bedingungen vor einem kleinen Publikum performed genießen, was für Fans natürlich eine nicht zu unterschätzende Bereicherung ist, Neu-Einsteiger sollten sich allerdings an die offiziellen Live-Alben der Band (Neueinsteigern sei "The Spirit" empfohlen) halten. Manche der hier gespielten Songs sollten sogar erst auf dem zweiten Studioalbum, Magnum II, festgehalten werden (the battle). Neben den Songs aus "Kingdom of Madness" und "Magnum II" werden dann noch ein paar Nummern geboten, die niemals auf einem Studioalbum veröffentlicht werden sollten und das Licht der Welt dann erst wieder auf der Lost Tracks - Zusammenstellung "Archive" erblicken sollten (z.B. Stormbringer). Auch ein Rock`n`Roll Klassiker, Runaround Sue, wird präsentiert, der später noch auf dem Live-Album Invasion, in besserer Tonqualität, aufgezeichnet werden sollte.

Also, für Fans ein Muss, aber erst, wie gesagt, nachdem man alles aus der offiziellen Discographie hat. Die Songs sind uneingeschränkt empfehlenswert, teils mysteriöse Perlen, teils melodische, facettenreiche Rocknummern, dazu noch ein paar Sammlerstücke. "Days of Wonder" weiß dank der freundlichen Stimmung und unprätentiösen Art durchaus zu gefallen, aber das wahre Potential der Band kommt hier noch nicht so ganz heraus, es gibt weitaus bessere Aufnahmen aller auf diesem Album gebotenen Nummern...und leider ist Keyboarder Mark Stanway auch noch nicht mit von der Partie.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 18, 2011 3:54 PM MEST


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