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_tintin_
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Hummeln im Herzen: Roman (Allgemeine Reihe. Bastei Lübbe Taschenbücher)
Hummeln im Herzen: Roman (Allgemeine Reihe. Bastei Lübbe Taschenbücher)
von Petra Hülsmann
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

5.0 von 5 Sternen Das Gefühl von früher, 8. Februar 2015
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Während meines Studiums, das ist jetzt gut sechs Jahre her, habe ich "solche" Bücher verschlungen. Der Umschlag war meist hellblau oder rosa, gelegentlich auch rot, orange oder grün. Im Grunde genommen war die Farbe egal, schließlich kam es ja auf den Inhalt an. Je mehr Herzschmerz, desto besser. Und am Ende natürlich ein Happy End, was sonst? Anne Hertz, Silke Schütze, Jana Voosen - Tag für Tag.

Ein paar Jahre später, ich hatte den Abschluss längst in der Tasche, war die Begeisterung plötzlich weg. Bin ich alt geworden? Zu alt, um "solche" Bücher gut zu finden? Ich wusste es nicht. Immer häufiger griff ich zum Krimi und ließ den Herzschmerz-Schmöker links liegen. Wenn ich doch mal den Elan aufbrachte, dauerte es oft Wochen, das Buch zu Ende zu lesen. Kein gutes Zeichen, definitiv nicht.

Und dann kam plötzlich Petra Hülsmann mit "Hummeln im Herzen". Ich kannte die Autorin nicht, Einband und Umschlagtext entsprachen aber zu 100% meinem Beuteschema von früher. Ich beschloss also, dass es auf einen Versuch ankam und... was soll ich sagen? Es war alles perfekt. Das Gefühl von damals war wieder da. Herrlich!

Oft genügt es schon, die ersten paar Seiten zu lesen, um zu wissen, wie viele Sterne ein Buch verdient hat. Bei "Hummeln im Herzen" war ich mir von Anfang an sicher: fünf Sterne! Ich habe mich so wohl gefühlt, war so sehr Teil der Geschichte, dass ich am Ende fast ein bisschen traurig war, als auch die letzte Seite gelesen war. Die Geschichte um Lena und Ben ist einfach unglaublich echt, lebendig, nah, sympathisch. Klar, das Ende lässt sich besser voraussagen als das Wetter von morgen, aber das tut dem Ganzen keinen Abbruch. Ganz im Gegenteil! Ich wusste sehr oft, was als Nächstes passieren wird, aber nicht wie. Und das war mindestens genauso spannend.

Um den Inhalt an sich möchte ich keine großen Worte verlieren. Da ist zum einen Lena, deren Leben gerade eine ziemlich chaotische Wendung nimmt. Innerhalb kürzester Zeit verliert sie Mann und Job, und plötzlich ist nichts mehr so, wie es mal war. Und da ist Ben, der Womanizer schlechthin. Wie soll es auch anders sein? Dass diese Kombination für Sprengstoff sorgt, ist vorprogrammiert.

...aber nicht nur Sprengstoff! Petra Hülsmann liefert mit ihrem Debütroman wunderbaren Lesestoff, der sich perfekt zum Abtauchen aus dem Alltag eignet. Die fünf Sterne sind meiner Meinung nach mehr als verdient. Wenn man dem Umschlagtext Glauben schenken darf, ist der zweite Roman bereits in Arbeit. Ich bin gespannt und voller Vorfreude!


Die Kunst vegan zu backen
Die Kunst vegan zu backen
von Axel Meyer
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,99

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Vegan kann auch gut sein, 9. November 2014
Rezension bezieht sich auf: Die Kunst vegan zu backen (Gebundene Ausgabe)
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Um es vorwegzunehmen: nein, ich bin kein Veganer. Noch nicht mal Vegetarier. Warum habe ich dann überhaupt zu "Die Kunst vegan zu backen" gegriffen? Ganz einfach: ich war neugierig und wollte es besser machen.

Wir waren vor ein paar Wochen bei Freunden zum Kaffee. Es gab - tada! - veganen Rhabarberkuchen. Die Reaktionen waren hart, aber ehrlich und gingen von "Du, äh, Rhabarber ist nicht so mein Ding" über "Hast du vielleicht Zucker da? Irgendwie fehlt da was..." bis hin zu "Sorry, wenn ich das so sage, aber der schmeckt irgendwie nicht so richtig". Veganes Essen habe ich von da an mit einem farblosen, matschigen Rhabarberbrei assoziiert.

Wie gesagt, ich wollte es besser machen und habe in "Die Kunst vegan zu backen" den (fast) perfekten Ratgeber gefunden. Die Rezepte sind einfach, aber abwechslungsreich und lassen sich ohne große Vorkenntnisse umsetzen. So habe ich mich zum allerersten Mal auch an Brot und Brötchen gewagt... Wie bei allen Koch- und Backbüchern von Kosmos ist die Aufmachung wieder sehr gelungen. Die Seiten sind übersichtlich gestaltet, man findet sich gut zurecht, und die Bebilderung lässt einem das Wasser im Mund zusammenlaufen. Allein das Durchblättern macht Appetit auf mehr!

Dumm nur, wenn man dann im Supermarkt steht und nicht alle Zutaten zusammenbekommt. Kamutmehl, Roggenvollkorn-Feinschrot, Urkornmehl - Fehlanzeige! Ich musste also schon beim Ciabatta, meinem zweiten "Backversuch", improvisieren. Vielleicht lag es dann auch am falschen Mehl, dass die angegebene Wassermenge nicht mehr ganz gepasst hat... Wer weiß? Grundsätzlich finde ich, dass das Buch mit viel zu vielen Mehlsorten arbeitet. Ich kann schlecht beurteilen, ob das wirklich notwendig ist - geschmacklich konnte ich auf jeden Fall keine großen Unterschiede feststellen, wenn ich eine Sorte durch eine andere (ähnliche) ausgetauscht habe.

Fazit: ein rundum gelungenes Buch mit kleinen Abstrichen, was die Auswahl der Zutaten angeht, aber definitiv geeignet, um zu zeigen, dass vegan auch gut sein kann.


Labello Vitamin Shake Cranberry & Himbeer, 6er Pack (6 x 5 ml)
Labello Vitamin Shake Cranberry & Himbeer, 6er Pack (6 x 5 ml)
Preis: EUR 14,94

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen "Reichhaltige Pflege mit einem Hauch Farbe" - tatsächlich?, 16. August 2014
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Ich hatte vor Jahren mal einen Labello Himbeere, den ich "geschmacklich" zwar sehr gut fand, den ich aber nur nachts (auf)tragen konnte, weil die Lippen danach knallig pink waren... Natürlich war ich da beim Labello Vitamin Shake Cranberry & Himbeer erst mal skeptisch. Also ratzfatz auspacken, rausdrehen, auftragen... und... puh, Glück gehabt! Nur ein dezenter Hauch Farbe. Durch die Marmorierung ist der Rosaton sicherlich nicht immer exakt derselbe, die Unterschiede sind aber verschwindend gering. Kein Grund zur Sorge also! Was den Geruch angeht, fühle ich mich tatsächlich an früher erinnert - schön fruchtig, irgendwie lebendig. Perfekt also! Hinsichtlich der Pflegewirkung bin ich leider nicht ganz so überzeugt. Der Labello hinterlässt einen Fettfilm, der sich nach einiger Zeit irgendwie fremd anfühlt und in mir das Bedürfnis weckt, mir den Mund abzuwischen. Vielleicht ist das auch gut so, denn irgendwann kommt es ohnehin zu weißlichen Ablagerungen, die alles andere als hübsch anzusehen sind. Nein, so richtig warm werde ich mit dem Labello Vitamin Shake Cranberry & Himbeer wohl nicht. Deshalb kann ich auch nur empfehlen, erst mal einen einzelnen Pflegestift zu testen, bevor man sich an den Sechserpack heranwagt.


Das Verstummen der Krähe: Kriminalroman (Kristina-Mahlo-Reihe, Band 30203)
Das Verstummen der Krähe: Kriminalroman (Kristina-Mahlo-Reihe, Band 30203)
von Sabine Kornbichler
  Taschenbuch
Preis: EUR 12,99

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wunderbar unaufgeregt, 11. Januar 2014
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Vorschnelle Urteile sind normalerweise nicht mein Ding. Ich bewerte ein Buch immer erst dann, wenn auch die letzte Seite gelesen ist. Bei "Das Verstummen der Krähe" wäre das nicht notwendig gewesen - ich lag mit meiner Intuition von Anfang an goldrichtig. Bereits nach gut 60 Seiten habe ich "Die Stimme des Vergessens", Sabine Kornbichlers zweiten Kriminalroman aus der Kristina-Mahlo-Reihe, auf meinen Wunschzettel verschoben... Dumm nur, dass dieser erst im August erscheint. Ich würde in am liebsten sofort "nachschieben".

Doch was macht "Das Verstummen der Krähe" so besonders? Zum einen ist es wahrscheinlich Kristina Mahlo selbst. Sie ist keine frustrierte, kettenrauchende Kripobeamtin (wie so oft), sondern eine äußerst sympathische Nachlassverwalterin aus Obermenzing bei München. Ihr Umfeld ist mehr als bodenständig und wirkt dadurch irgendwie vertraut. Sabine Kornbichler schafft eine Nähe, der man sich kaum entziehen kann. Ich war von Anfang an gefesselt und bin nach wie vor begeistert. Wer hätte gedacht, dass das neue Jahr gleich mit einem solchen Highlight beginnt?

Aber noch mal zurück zu Kristina Mahlo. Sie (und nur sie) soll das Testament von Theresa Lenhardt vollstrecken: "Zu meinen Erben bestimme ich zu gleichen Teilen Christoph und Beate Angermeier, Tilman und Rena Velte sowie Nadja Lischka. Erbe kann jedoch nur werden, wer folgende Bedingung erfüllt: Er/sie muss von jedem Verdacht der Beteiligung an der Ermordung von Konstantin Lischka befreit sein" (S. 26). Warum ausgerecht Kris für diesen Auftrag ausgewählt worden ist, zeigt sich schnell: der Mordfall scheint mit dem spurlosen Verschwinden ihres Bruders Ben zusammenzuhängen.

Nein, mehr möchte ich an dieser Stelle nicht verraten. Sabine Kornbichler schreibt wunderbar unaufgeregt, ihre Story ist geradlinig und trotzdem nicht leicht zu durchschauen. Die vielen Charaktere wirken anfangs vielleicht ein bisschen verwirrend, es fällt aber nicht sonderlich schwer, stets den Überblick zu behalten. Perfekt also! Ich habe "Das Verstummen der Krähe" auf jeden Fall genossen und empfehle es gerne weiter. Fünf Sterne sind in meinen Augen mehr als verdient.


PHILIPS SC5265/12 VisaPure Essential Gesichtsreinigungsbürste, blau
PHILIPS SC5265/12 VisaPure Essential Gesichtsreinigungsbürste, blau
Preis: EUR 109,00

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein Luxus, den man sich leisten kann, aber nicht muss..., 30. Dezember 2013
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Ich würde meine Haut nicht unbedingt als Problemhaut bezeichnen und doch ist es so, dass ich hin und wieder etwas auszusetzen habe... Gerade im Winter macht mir die trockene Heizungsluft zu schaffen - wenn ich da nicht regelmäßig peele und creme, keine Chance!

Die VisaPure Gesichtsreinigungsbürste von Philips kam da wie gerufen! Sie reinigt sanft, gründlich und schnell. Ich verwende sie in der Regel zusammen mit einem milden Waschgel, von dem ich eine etwa haselnussgroße Menge direkt auf den Bürstenkopf gebe. Unter der Dusche bin ich etwas nachlässiger, da muss das fließende Wasser reichen... Zur Handhabung gibt es eigentlich nicht viel zu sagen. Die Bedienung ist dank eines simplen On-/Off-Schalters denkbar einfach. Wenn der Bürstenkopf kurz innehält, ist es an der Zeit, die Hautpartie zu wechseln.

So weit, so gut. In meinen Augen bringt die VisaPure Gesichtsreinigungsbürste leider auch ein paar Nachteile mit sich. Punkt eins ist der Preis. Die Ergebnisse sind zwar gut (die Haut fühlt sich erfrischt an, ist rosig und glatt), aber nicht unbedingt besser als mit der "herkömmlichen Pflege". Letztlich bleibt es jedem selbst überlassen, ob er sich diesen Luxus leisten möchte oder nicht. Punkt zwei ist die transparente Abdeckung für den Bürstenkopf. Sie lässt sich weder besonders gut aufstecken noch hält sie dann auch. Schade! Gerade wer viel unterwegs ist, wird hier schnell Abstriche in Kauf nehmen müssen. Bei mir war bereits nach wenigen Wochen der Kunststoff gesprungen... Punkt drei ist die Tatsache, dass der Bürstenkopf schon nach wenigen Anwendungen anfängt zu müffeln - nicht besonders stark, aber eben so, dass es mich stört. Ich spüle den Aufsatz hinterher extra noch mal unter fließendem Wasser ab und lasse ihn anschließend an der Luft trocknen. Außerdem nutze ich die Bürste nicht zum Entfernen von Make-up. Trotzdem komme ich gegen den Geruch nicht an.

Wie dem auch sei, alles in allem ist die VisaPure ein nettes Add-on in der täglichen Gesichtspflege. Ein Luxus, den man sich leisten kann, aber nicht muss... Dafür gibt es von mir vier Sterne!


Die weißen Schatten der Nacht: Kriminalroman
Die weißen Schatten der Nacht: Kriminalroman
von Sabine Klewe
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,99

4.0 von 5 Sternen Überzeugend - bis kurz vor Schluss, 10. November 2013
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Obwohl ich prinzipiell jedem Autor und Genre eine Chance gebe, lande ich doch immer wieder beim deutschen Kriminalroman - so auch bei "Die weißen Schatten der Nacht" von Sabine Klewe. Bereits der Klappentext klang vielversprechend...

...und tatsächlich: die Seiten flogen nur so dahin. Ich mag Sabine Klewes Art zu schreiben: einfach, direkt und ohne Klimbim, der die Story unnötig in die Länge zieht. Ich war gefesselt. Nicht nur aus sprachlicher Sicht, sondern vielmehr wegen der kleinen Antonia Bruckmann, die kurz vor Weihnachten missbraucht und mit gebrochenem Genick bei sich zu Hause aufgefunden wird. "Ich bin gegen halb fünf hier gewesen. Als ich ins Haus kam, habe ich nicht sofort bemerkt, dass - dass etwas nicht stimmte. Ich habe meine Jacke aufgehängt und in der Küche ein Glas Wasser getrunken. Erst danach habe ich Toni - habe ich sie da liegen sehen" (S.18).

Ich war mir lange Zeit nicht sicher, ob dieses Buch vier oder fünf Sterne verdient hat. Der Schluss jedoch hat mir meine Entscheidung abgenommen. Ich war enttäuscht und irgendwie nicht so richtig überzeugt. Das sollte es also gewesen sein? Ich hatte das Gefühl, die Autorin hätte sich da in eine Geschichte verrannt, aus der es keinen Ausweg mehr gab - außer den einen. Ich weiß, dass ich Sabine Klewe damit unrecht tue. Die Story ist strukturiert und durchdacht und trotzdem: ich war einfach nicht zufrieden.

Wie dem auch sei. Ich habe mich letztlich dazu entschieden, vier Sterne zu vergeben. Wenn sich die Gelegenheit bietet (und das tut sie bestimmt), werde ich definitiv wieder etwas von Sabine Klewe lesen. Denn, wie gesagt, ich mag ihren Schreibstil. Und die Story im Grunde genommen auch - zumindest bis kurz vor Schluss.


Stolz und Demut: Roman
Stolz und Demut: Roman
von Sophie Weiss
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 15,99

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Eine Gratwanderung, 26. Oktober 2013
Rezension bezieht sich auf: Stolz und Demut: Roman (Gebundene Ausgabe)
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Um ehrlich zu sein, weiß ich gar nicht, was ich mir von "Stolz und Demut" eigentlich erwartet hatte. Klar, da war der Hype um "Shades of Grey", aber war ich deshalb so neugierig? Oder war es vielmehr die Tatsache, dass Sophie Weiss ihre ganz persönliche Geschichte erzählt und nicht die von Ana Steele?

"Und irgendwann habe ich den Kopf ein bisschen nach vorne gesenkt, auf die Brust. So, als schmerze mein Nacken oder als schäme ich mich zu sehr, um seinem Blick standhalten zu können. In Wirklichkeit habe ich ihm nur die Gelegenheit geboten, mich zu bestrafen. Mich an den Haaren zu packen, mit einer schnellen Bewegung den Kopf zurückzuziehen und mir ins ungeschützte Gesicht zu schlagen. Wie gesagt, ich war eine gute Sklavin" (S. 5).

Allein diese Zeilen genügen, um in mir wieder das Gefühl hervorzurufen, das ich beim Lesen hatte: Unverständnis. Jede Menge Fragen und keine Antworten. Ich habe versucht, mich in Sophie hineinzuversetzen und bin kläglich gescheitert. Liebgewonnene Gewalt und Vergewaltigung. Freiheit und Abhängigkeit. Stolz und Demut. Eine Gratwanderung, der die junge Frau nicht gewachsen ist. Wie auch?

Sophie Weiss erzählt abwechselnd aus zwei Blickwinkeln. Damit verleiht sie nicht nur sich selbst Gehör, sondern auch ihrem "Peiniger" Richard. Für mich wirkt das wie ein Versuch der Rechtfertigung - schließlich ist auch Richards Stimme ihre eigene. Und bis zum Schluss legt sie im Wörter in den Mund, die sicherlich nicht seine eigenen sind: "Manchmal, ganz im Stillen, erwische ich mich dabei, wie ich ihr nachtrauere" (S. 159).

Fazit: ein schwieriges Buch. Was bleibt, ist das beklemmende Gefühl, dass irgendwo da draußen jemand sitzt, der Hilfe benötigt. Oder zumindest eine Umarmung.


Gold: Roman
Gold: Roman
von Chris Cleave
  Broschiert
Preis: EUR 14,90

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Langatmig, oberflächlich... Bronze., 16. August 2013
Rezension bezieht sich auf: Gold: Roman (Broschiert)
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"Fesselnd, dramatisch... reines Gold." So fasst The Scotsman den Roman von Chris Cleave in ein paar knappen Worten zusammen. Ich war gespannt. Nun, nachdem ich mit der Lektüre durch bin, stellt sich mir die alles entscheidende Frage: Reines Gold? Nein, definitiv nicht. Ich kann mich noch nicht mal zu Silber durchringen. Bronze vielleicht. Oder Blech, das trifft es ganz gut.

Ich kann nicht behaupten, dass Chris Cleave nicht schreiben kann, das nicht. Sein Roman liest sich flüssig und schnell. Dumm nur, dass die Story da hinterherhinkt. Zoe und Kate sind Freundinnen und kämpfen beide für ein großes Ziel - Gold bei den Olympischen Spielen, im Sprint und am besten auch in der Einzelverfolgung. Klar, dass da ein gewisses Konkurrenzdenken nicht ausbleibt. Während sich Zoe, getrieben vom Ehrgeiz, in die Vorbereitungen stürzt, hat Kate ganz andere Sorgen. Ihre Tochter Sophie ist an Leukämie erkrankt. Und zu allem Überfluss steht zwischen den Sportlerinnen seit Jahren ein gut gehütetes Geheimnis...

Ja, das könnte die Story eines Bestsellers sein. In der Theorie zumindest. Tatsächlich ist der Roman eher langatmig, beizeiten auch langweilig. Dreh- und Angelpunkt ist und bleibt der Radsport. Die Charaktere sind in meinen Augen überzeichnet. Ich kann weder Zoes noch Kates Gedanken und Handlungen wirklich nachvollziehen, geschweige denn nachfühlen. Selbst die kleine Sophie hat mich kaum berührt. Das hat es mir natürlich leicht gemacht, das Buch wieder und wieder (gerne) aus der Hand zu legen.

Letztlich komme ich zu dem Fazit "Langatmig, oberflächlich... Bronze. Wenn nicht sogar Blech." Dafür gibt es von mir drei Sterne.


Der Schrecken verliert sich vor Ort: Roman
Der Schrecken verliert sich vor Ort: Roman
von Monika Held
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,99

12 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Berührungspunkte, 30. Mai 2013
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Irgendwann zwischen der siebten und neunten Klasse - genau kann ich mich nicht mehr erinnern - waren auch wir in der KZ-Gedenkstätte Dachau. Die traurige Vergangenheit bekamen wir kaum zu fassen. Auf der einen Seite war da das Wissen um die Ungeheuerlichkeiten, die dieser Ort mit sich brachte. Auf der anderen Seite waren wir das, was wir noch heute sind: eine Generation, die mit "damals" kaum Berührungspunkte hat. Eine Generation, die den Krieg aus Erzählungen kennt und nie gefühlt hat. Vielleicht sind wir gerade deshalb nicht stillschweigend, im Gedenken an die Opfer über die Lagerstraße marschiert. Wir waren berührt, aber nur kurzzeitig. Wir waren Teenager im besten Alter, denen der Sinn nach anderen Dingen stand als der deutschen Geschichte. Trotzdem ist mir dieser "Ausflug" in Erinnerung geblieben.

Durch "Der Schrecken verliert sich vor Ort" war ich nun, fast 15 Jahre später, erneut im Konzentrationslager. Diesmal in Ausschwitz - zusammen mit Heiner, dem von Monika Held geschaffenen Protagonisten. Ich war erschrocken, berührt, traurig. Ich habe mich geschämt, und die Vergangenheit verteufelt. Welche Last hat man uns, einer der Nachfolgegenerationen, da auferlegt? Werden wir immer mit einer Geschichte in Verbindung gebracht werden, die wir nicht gelebt haben? Ich weiß es nicht.

Ich kann nicht behaupten, dass ich "Der Schrecken verliert sich vor Ort" gerne gelesen habe. Der Roman rückt Details in den Vordergrund, die so gar nichts mit unserer "neuen Welt" zu tun haben. Details, die ich nicht hätte wissen müssen, die aber dazugehören - irgendwie. Monika Held schreibt nicht sonderlich kompliziert, trotzdem habe ich mich manchmal zwischen ihren Zeilen verloren. Die vielen Namen der Genossen und Aufseher sind irgendwann zu einem Brei verschwommen. Lena und Heiner waren mir von Anfang an nicht besonders sympathisch. Wie auch, wenn das Glas mit den Knöchelchen zum Alltag gehört?

Kurz und knapp: das Buch ist wichtig. Und schwierig. Kein Roman, der bei einem Glas Wein der guten Unterhaltung dient, sondern einer, der zum Nachdenken anregt und ein Stück deutscher Geschichte auf dem Silbertablett präsentiert. Heiners Vergangenheit als Häftling in Ausschwitz ist fiktiv, vielleicht aber auch stellvertretend für die unzähligen persönlichen Geschichten, die das Konzentrationslager nicht überlebt haben.

Letztlich vergebe ich drei Sterne - mehr aus einem Gefühl heraus, denn sachlich begründet.


Vanguard Up-Rise 45 Rucksack für DSLR-Kamera schwarz
Vanguard Up-Rise 45 Rucksack für DSLR-Kamera schwarz

4.0 von 5 Sternen Gut verstaut ist halb gewonnen, 14. April 2013
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Wer kennt das nicht? Die Fotoausrüstung wächst, und plötzlich ist die Umhängetasche - jahrelang ein verlässlicher Begleiter - zu klein. Wohin also mit der Kamera, den Objektiven, dem Systemblitz und den tausend anderen unverzichtbaren Kleinigkeiten?

Der Vanguard UpRise 45 ist ein richtiges Raumwunder - ratzfatz ist alles verstaut, und es bleibt Platz für mehr. Das "Innenleben" lässt sich dank hochwertig verarbeiteter Klettverschlüsse vollständig aus- und umbauen, so dass der Rucksack ganz auf die individuellen Bedürfnisse eingestellt werden kann. Die Kamera ist dank eines seitlichen Eingriffs jederzeit griffbereit und trotzdem gut geschützt. Die (meist sehr hochwertigen) Objektive lassen sich so verstauen, dass sie nur über einen Reißverschluss an der Rückseite erreicht werden können - Langfinger haben da keine Chance! Was will man mehr?

Wenn man wie ich von der Umhängetasche zum Rucksack wechselt, dürfte der Vanguard UpRise 45 die Erwartungen weit übertreffen. Er bietet erstaunlich viel Platz, ist absolut hochwertig verarbeitet und liefert ein vertretbares Eigengewicht. Der Boden ist stabil, sorgt für ausreichend Standfestigkeit und schützt vor Feuchtigkeit (perfekt also bei frühmorgendlichen Shootings im feuchten Gras). Auf die Regenabdeckung, den integrierten Stativhalter sowie den Adressanhänger möchte man über kurz oder lang nicht mehr verzichten. Es scheint, als hätten die Entwickler an jedes noch so kleine Detail gedacht...

Was ich allerdings ein bisschen vermisse, ist ein Aufbewahrungsfach für Verträge und sonstige Unterlagen im DIN A4-Format. Auch meine Trinkflasche findet im Vanguard UpRise 45 leider keinen Platz (was wiederum nicht so schlecht ist, weil dadurch das Equipment natürlich vor einer potentiellen Gefahr geschützt wird). Der Tragekomfort ist okay, aber nicht herausragend. Die Träger sowie die Rückenpartie sind gut gepolstert und atmungsaktiv, der Rucksack insgesamt ist jedoch recht steif.

Alles in allem vergebe ich vier Sterne - der Vanguard UpRise 45 ist ein solider Wegbegleiter und der Umhängetasche um Längen voraus!


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