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Rezensionen verfasst von
Thomas M. (Leipzig)
(VINE®-PRODUKTTESTER)   

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Dove Men+Care Clean Comfort Pflegedusche, 6er-Pack (6 x 250 ml)
Dove Men+Care Clean Comfort Pflegedusche, 6er-Pack (6 x 250 ml)
Preis: EUR 7,50

4.0 von 5 Sternen 1 Monat Dauertest. Resultat: In Ordnung, 18. Januar 2014
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
In der Vergangenheit habe ich von unterschiedlichsten Marken Pflegeduschen ausprobiert. Da ich eine nicht unbedingt sehr resistente Haut habe, bin ich leider dazu gezwungen, etwas zu finden, das ich nutzen kann. Viele Produkte sind da minder gut, nur sehr wenige sind in Ordnung, aber bisher habe ich keines gefunden, das mich voll befriedigt. Aus der Familie hörte ich aber vor einiger Zeit, dass Dove Men + Care ziemlich gut sein soll. Da Amazon das einige Wochen später im Vine-Programm zur Verfügung hatte, habe ich die Möglichkeit genutzt und zugeschlagen. Nun habe ich das einen Monat regelmäßig zu jeder Gelegenheit genutzt. Zum Duschen, auch in der Badewanne und beim ganz normalen Händewaschen. Kurz gesagt: Es ist in Ordnung, aber es kann mich nicht voll überzeugen.

Fange ich mal mit dem Geruch an. Dieser ist angenehm gehalten. Er duftet ordentlich, aber nicht zu stark, gleichzeitig aber nicht zu schwach. Wenn man sich damit wäscht und kurze Zeit später eine Arbeit tätigt, bei der man viel schwitzt, hat man nicht schon nach 5 Minuten das Gefühl, wie eine Fußballmannschaft nach 90 Minuten Spiel zu riechen. Man selber nimmt den Duft sogar leicht zur Kenntnis. Was bei anderen Duschgelen aber eher schrecklich in der Nase liegt ist hier anders, denn nur ein ganz leichtes Aroma erreicht die Nase und somit auch das Bewusstsein. Von diesem Standpunkt her kann es also durchaus überzeugen. Im selben Zuge passt auch die schöne blaue Farbe. Ich selber bin immer der Ansicht, dass Geruch und Farbe übereinstimmen sollten. Bestes Beispiel aus meiner Vergangenheit: Der Duft war Schokolade, aber das Duschgel war gelb, also eher Banane/Vanille. Was dort also nicht passte, passt hier zusammen. Somit macht der visuelle und auch der geruchliche Aspekt zusammenfassend einen sehr guten Eindruck.

Kommen wir zur Substanz. Diese ist weder zu flüssig noch zu fest. Für meinen Geschmack jedoch hätte sie einen kleinen Tick flüssiger sein können, da besonders gegen Ende schon mal stark gepresst werden muss, um auch wirklich noch etwas aus der Packung zu bekommen. Dies gestaltet sich insgesamt nicht ganz so schwer, da sie auch auf dem Kopf stehen und somit einfach nur das Pack geöffnet wird und schon läuft das Zeug. Trotzdem hat es manchmal so seine Probleme, insbesondere wie schon bei dem erwähnten Zeitraum kurz vor Ende der Benutzung. Insgesamt kann man aber sagen, dass es das Produkt nicht sonderlich beeinflusst und noch eine ordentliche Basis darstellt.

Schlussendlich komme ich aber zu dem für mich wichtigsten Punkt: Der Hautverträglichkeit. Dazu kann ich beginnend erst einmal anmerken, dass das Duschgel wunderbar säubert. Man merkt nach einem langen Tag in der Badewanne bspw. den Unterschied zwischen vorher und nachher. Insgesamt erfüllt es also seinen Zweck. Eigentlich. Uneigentlich habe ich hier nämlich noch immer eindeutig die Feststellung machen müssen, dass meine Haut zwar gut damit klarkommt, trotzdem einige Wege zeigt, mir eine gewisse Form der Abneigung dagegen darzustellen. Ich hatte zwar keine Pickel bzw. Ausschläge wie von anderen Duschgelen, dafür aber eine an manchen Tagen verdammt trockene Haut. Risse in den Händen, besonders an Tagen bei um die 0°C, waren wieder mal keine Seltenheit. Auch nach weniger Benutzung des Produkts konnte ich keine Besserung feststellen. Schade, immerhin wurde besonders die gute Hautverträglichkeit zum Anlass genommen, es zu testen. Ich möchte das Produkt nicht schlechter machen als es ist, denn im Gegensatz zu anderen Produkten ist es verdammt gut, aber Probleme machen sich trotzdem bemerkbar.

FAZIT:
Am Ende bleibt mir zu sagen, dass man hier durchaus ein Produkt hat, welches seinen Dienst tut. Es ist keine perfekte Lösung für Leute mit empfindlicher Haut, aber es ist durchaus kein höchst aggressiver Stoff, bei dem man sofort rot wird, wenn man in Kontakt kommt. Leider kann es trotzdem nicht mit der Hautverträglichkeit auch bei empfindlicher Haut punkten, mit der es beworben wurde. Ansonsten ist das Produkt sehr gut. Duft, Farbe, Konsistenz, alles wunderbar. Auch die Tatsache, dass man hier 1,5l Pflege hat, macht sich durchaus bemerkbar, im Gegensatz zu kleinen Einzelprodukten kann man sparen und man hat eine längere Vorsorge.
3,5 Sterne, ich runde aber auf und vergebe 4 von 5.


NWA 2.0 (Neue Version)
NWA 2.0 (Neue Version)
Preis: EUR 20,99

5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein neuer Stern am deutschen Rap-Himmel, 14. Januar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: NWA 2.0 (Neue Version) (Audio CD)
Die letzten Jahre hat der deutsche Hip-Hop einen neuen Aufwind erlebt. Nach einem langen Tief konnten Künstler wie Marteria/Marsimoto, Casper, Cro, Ssio und viele weitere Künstler das Augenmerk vom Klischeehaften Gangster-Rap zum Rap mit Inhalt wandeln. In den Charts spiegelt sich dies konsequent wieder, und während die Medien auch wieder Interesse an dieser Form der Jugendkultur fanden, konnten neue Künstler diesen Hype nutzen und sich einen Namen machen. Shindy ist einer von denen. Als früherer Wegbegleiter von Kay One und derzeitigen Künstler unter den Fittichen von Bushido, ist der Name direkt etabliert worden und hat von Anfang an dafür gesorgt, dass sein Name durch die Bushido/Kay One Situation in aller Munde ist. Nach dem Freetrack gegen Kay One hat sich Shindy einen ersten Eindruck beim Publikum machen können, und mit seinem Debütalbum NWA, kurz für Nie Wieder Arbeiten, hat er nun die Richtung vorgegeben. Stress ohne Grund, so das Motto vom Musikvideo mit Bushido, löste dabei nicht nur eine Welle der Empörung aus, sondern verhalf dem ganzen Album gleich noch einen ungeheuren Sprung an Popularität. Angeführt von der BILD fanden sich somit wieder einmal die Kritiker ein. Dass dabei der eigentliche Künstler Shindy im Hintergrund blieb, und dafür eher wieder Bushido im Vordergrund stand, interessierte in der Masse niemanden, und so wurde direkt nach der Indizierung eine zweite Version des Albums aus der Taufe geholt.
Nach reichlicher Überlegungszeit habe ich nun beide Alben intensiv gehört, um mir einen guten Eindruck machen zu können. Nun einmal beide Alben im Vergleich.

INSTRUMENTALS
Bei meinen Ausführungen zum Album selber möchte ich mit den Instrumentals anfangen. Als Grundstruktur eines jeden Songs habe ich mir diese auf der CD2 separat sehr oft angehört und zum Vergleich mit den Vocals selber sehr intensiv auf die Einzelheiten geachtet. Produziert von Beatzarre und Djorkaeff, oft auch Shindy selbst und stellenweise mit Bushido, sind die Beats größtenteils gut gelungen. Hervorzuheben ist, dass sie Shindy eigentlich direkt auf seinen Flow zugeschnitten wurden. Wer auf die ganz harten Bretter steht, der sucht hier verzweifelt, denn diese sind an sich nicht anzutreffen. Dafür wird eher eine ganz andere Laufrichtung gesucht. Es geht langsamer und ruhiger zu. Gesitteter. Dabei hat man nie das Gefühl von Aggressionen, man verspührt eher das Gefühl von Spaß. Alleine durch die Beats kann man also schon einen gewissen Grundtenor an den Texten herausfinden. Die Beats von NWA, Highschool Musical oder Slow Motion sind dabei die ganz großen Zugpferde und stellen klar, wie man ruhige Beats interessant gestalten kann, ohne Langeweile zu verbreiten. Ebenfalls noch Ice-T kann man hervorheben, das als Paradebeispiel für die ruhige Art gezählt werden kann. Weitere gelungene Sachen wie bei Martin Scorsese, Warum ich das mach...? und Stress ohne Grund haben zwar nicht durchweg diese ruhige Ader und gehen schon etwas aggresiver und düsterer zu, haben aber trotzdem keinen Ton, der einem den Eindruck eines verbitterten Mannes vermitteln würde. Leider gibt es aber auch Ausfälle. Lieblingslied, Oma und Spiegelbild sind exemplarisch für die eher langweiligen Momente. Insgesamt fällt aber auch auf, dass die Beats trotz ihres ungewohnten Stils auf Dauer alleine langweilig werden und nicht so ganz überzeugen können, ohne jegliche Vocals also nur auf kürzere Dauer komplett interessant sein können.
Fazit: Durch den neuen, innovativen Stil bekommen die Instrumentals eine Wertung von 3/5

LYRICS/STYLE
Packt man nun die CD mit den Vocals hinein und hört den lässigen Stil von Shindy, weiß man zu Beginn erst einmal nicht unbedingt, wie man den Stil interpretieren soll. Zwar sind witzige und durchaus kreative Reime vorhanden, doch ist der arrogante, langsame und ungewohnte Umgang mit dem Flow nicht unbedingt das, was man aus dem deutschen Rap gewohnt ist. Auf Dauer und mit mehreren Hördurchgängen jedoch gewinnt man immer mehr Gefallen an der CD. Man merkt, dass man hier etwas ganz Frisches durch die Gehörgänge laufen lässt. Shindy ist dabei die Arroganz in Person, kombiniert den Flow von Fler in einfach besserer Art mit den kreativen und witzigen Passagen eines Kollegah und schafft sich eine ganz neue Sparte. Dass einem dies vielleicht missfällt, da man mit dem Stil nicht sonderlich viel anfangen kann, mag dabei auf einem anderen Stern stehen, aber wer hier Innovation und einen gekonnten Stil abspricht, der verschließt - unabhängig von den Hörpräferenzen - die Augen um dieses gekonnte Talent. Reime werden gekonnt mit Witz versehenund erst nach einigen Hördurchläufen wirklich mit der Pointe für den Hörer ausgefüllt. Vom Inhalt her geht es Shindy eigentlich nur um dicke Hintern, den lässigen Alltag ohne Arbeit und Ausschlafen bis Ultimo, die eigene Arroganz, Frauen, den Status als Rentner ohne jemals gearbeitet zu haben, Stress ohne Grund und auch persönliche Themen wie die Oma und der Umgang mit ihrem Tod. Man merkt, dass Shindy etwas zu sagen hat, aber geht dabei viel zu wenig auf eben diese Punkte ein und bleibt immer bei den gleichen Sachen hängen. Man merkt aber, dass er es kann, er einem Bushido millionen Meter weit vorraus ist und durchaus mit zu den ganz großen gehören kann. Problem ist, dass er dazu die Themen finden muss. Er ist auf einem guten Wege, befindet sich aber noch auf der Suche nach sich selbst und einem eigenen Stil. Aber alls in allem kann man hier schon ziemlich zufrieden sein und durch den Umgang mit seinem Flow ein großes Talent anmerken.
Fazit: Die Lyrics und den Flow kann man bewerten mit einer 4/5

FEATURES
Bei den Features hat man sich auf wenige wirkliche gehalten.
Angeführt werden diese von Boss Bushido, welcher sich auf 4 Tracks widerfindet: Immer immer mehr, Springfield, Stress ohne Grund sowie Panamera Flow. Die Kombination Bushido/Shindy weiß einem dabei durchaus zu gefallen, wird hier doch deutlich, dass Bushido endlich mal wieder jemanden hat, der ihm um Längen vorraus ist und Bushido selber mit seinem merklichen Hunger wieder etwas macht, das ihm passt und besonders den Medien gefällt - Stress ohne Grund und die dazugehörige Promo ist das beste Beispiel.
Auf einem Track vertreten ist Sido. Dieser passt in Kombination mit Bushido und Shindy ziemlich gut, ist textlich auf einem starken Niveau und liefert einen gelungenen Part ab, kann aber gemessen an eigenen Erfolgen leider nicht anknüpfen und wirkt insgesamt etwas farblos. Auch wurde seine Stimme etwas komisch abgemischt und ist auf dem Track selber leider eher untergegangen. Gelungene Kollabo auf jeden Fall, bei der in Zukunft noch mehr kommen kann, aber hier eher untergegangen.
Die Zusammenarbeit mit Eko Fresh war nun das, worauf ich mich am meisten freute. Vom textlichen Gebiet her leider etwas inhaltslos, die Reime selber aber gut getroffen, wenn auch mit dem falschen Beat verknüpft. Gemeinsam passen aber Eko und Shindy gut auf einen Track.
Die Arbeit mit Julian Williams ist hingegen jedoch komplett in die Hose gegangen. Ich liebe die Stimme von J-Luv und habe mich hier auf ein Highlight gefreut, aber kann mich absolut nicht damit anfreunden. Dies liegt nicht nur an den Beats, sondern auch an den Parts beider selbst. Auch will mir die Kombination absolut nicht gefallen und gastiert für mich eher im uninteressanten, vorhandenen - aber nicht beachtenswerten Bereich.
Fazit: Bis auf Julian Williams wissen die Features zu gefallen, können aber nicht ganz überzeugen - 3/5

NWA 2.0
Nach der Indizierung hat man nun 4 Tracks, welche alle auf dem Index gelandet sind, ersetzt. Diese Bewerte ich nun alleine. Der erste Track, den man indizierte, war Springfiel mit Bushido. Daraus machte man nun Springfield 2, Bushido blieb vertreten. Textlich viel besser, sogar von Bushido, aber der Beat ist absolut nicht mein Geschmack. Dieser kann mich nur im Intro begeistern und in den Parts selber ist er eher untergegangen. Dafür kann dann aber Mein S*** überzeugen. Sehr geiler Beat und extrem witzige Parts, womit der eigentliche Track eine große Verbesserung bekam. Der nächste Track, Stress ohne Grund, wurde ersetzt und bekam nun den Titel Stress mit Grund, hat zusätzlich zu dem Bushido-Part noch ein Feature von Haftbefehl und ist insgesamt mein Lieblingstrack. Die drei harmonieren perfekt, obwohl Haftbefehl alleine eher ein Witz für mich ist. Die Harmonie aber stimmt, inhaltlich geht es wieder zur Sache und der Beat wurde noch mal arg verbessert. Leider ist Bruce Wayne, der letzte neue Track mit Eko, absolut nicht gelungen. Mittelmäßiger Text, schlechter Beat - nichts für mich.
Fazit: Durchaus hörenswert, wenn auch nicht der Knüller. 4/5

DVD
Die DVD selber ist interessant, wenn auch keine Innovation. Überraschend ist eher, dass Bushido kaum zu sehen ist, dafür aber exklusive Interview-Ausschnitte mit Staiger und hauptsächliche Beteiligung von Beatzarre und Djorkaeff und ein Einblick in die Produktion. Sehr interessant, wenn auch kein Knüller. Die Outtakes sind auch eher langweilig, letztlich ist die DVD eher ohne wirklichen Inhalt, aber man kann sie als Extra gut sehen. Man erfährt schon so einige Sachen, gerade durch das Staiger-Interview.
Fazit: Interview wertet alles auf, auch der Einblick in die Produktion: 4/5

FAZIT:
Shindy hat sich mit dem Album einen Namen machen können. Dabei geht er seinen eigenen Weg und macht nicht auf Gangster. Zwar ist deutlich anzumerken, dass er noch seinen Weg sucht, aber diesen wird er finden. Wenn inhaltlich noch mehr kommt und bei den Beats mehr in diese Richtung kommt, dann wird er seinen Stil durchaus gut gehen können. Der Flow sollte definitiv auch in Zukunft ein Merkmal bleiben, und letztlich übertrumpft Shindy nicht nur seine alten Weggefährten sowie Bushido, sondern kombiniert auch den langsam Flow mit dem gekonnten Witz.
Das Fazit selber kann nach einer erfolgreichen Welle der Empörung mit Wellenreiter BILD durchaus als gelungen gewertet werden, 4 Sterne kann man somit vergeben und alles ist gut.

HÖREMPFEHLUNGEN:
- NWA
- Highschool Musical
- Stress ohne Grund/Stress mit Grund
- Slow Motion
- Mein S***


Musstu wissen, weißdu!: Neues aus den Niederungen deutscher Klassenzimmer
Musstu wissen, weißdu!: Neues aus den Niederungen deutscher Klassenzimmer
von Stephan Serin
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

4.0 von 5 Sternen Kriegsgebiet: Klassenzimmer!, 12. Januar 2014
Die letzten Jahre hat sich die deutsche Bildung stetig nach unten entwickelt. Angefangen beim leidigen Thema des Lehrermangels in vielen Bundesländern über die geringe Bezahlung, teilweise die fehlende Verbeamtung und immer sinnloseren Bildungsreformen bis hin zur Thematik des Problempunktes unerziehbare Schüler. Immer häufiger unterstützen nicht nur Medien das Problem der stetig schlechteren Bildung, sondern auch Lehrer oder ehemalige Lehrkräfte. Analysen, Hintergründe, Probleme. Vieles wird angesprochen, aber nur von den wenigsten konkretisiert. Eindruck: 6, setzen.
Letztendlich sind es also die eigentlichen Menschen, die versuchen, den Schülern etwas zu vermitteln, die die eigentlichen Tatsachen an die Öffentlichkeit tragen und nicht die Medien selbst, die gerne mal an den falschen Stellen anfangen das Problem zu sehen und somit neue Hasswellen über die Nation schwappen. Stephan Serin, ehemaliger Vertretungslehrer im Problembezirk Berlin, ist einer dieser Menschen, die einen Einblick gewinnen durften und diesen mit der Welt teilen.

Wer sich mit einigen dieser Bücher auseinandersetzt, den dürften solche Inhalte eigentlich nicht mehr verschrecken, sondern schon normal vorkommen. Komisch nur, dass dies nicht der Fall ist. Mit jedem Buch, das man in die Finger bekommt, erfährt man, wie traurig die deutsche Zukunft aussieht. Von der Problematik her, dass die eigene Muttersprache nicht mal mehr im Ansatz beherrscht wird bis hin zum Thema Verwahrlosung durch die Eltern und gewaltbereite Jugendliche wird alles durchgenommen. Die gern kritisierten Lehrkräfte werden dabei nicht nur verteidigt, sondern die eigentlichen Hintergründe ihres Scheiterns, die bei der Politik liegen, werden in den Fokus gestellt. Dabei versucht der Autor, durch präzise Beispiele die eigentlichen Probleme darzulegen und die Schwierigkeiten, die sich einem Lehrer in den Weg stellen, aufzuzeigen. Nicht immer einfach, die Situation. Die fehlende Autorität der Lehrkräfte und die fehlende Aufmerksamkeit im eigenen Hause spielen da leider eine Rolle.
35 verschiedene Geschichten zeigen dem Leser auf, wie marode unser Bildungssystem ist und machen deutlich, dass unsere Zukunft von Menschen regiert wird, die nicht mal einen ordentlichen Satz auf die Reihe bekommen. Natürlich wird auch gezeigt, dass es Lichtblicke gibt, doch deutlich wird, dass die unerziehbaren Beispiele immer mehr zunehmen. Die versuchte Ironie hierbei verfehlt dabei zwar nicht ihren Sinn, lässt den Autor jedoch stellenweise wie eine klägliche Figur dastehen. Eigene Beziehungsprobleme sind hier zwar teilweise witzig, aber hätten doch eher aus dem Buch heraus bleiben können. Auch das plötzliche Ende ist eher eine Enttäuschung denn ein befriedigendes Resultat. Das Glossar selber hat zwar Witz, lässt sich jedoch gekonnt ignorieren, wird doch hier besonders gezeigt, wie groß die Vorurteile gegenüber vielen Namen wie Kevin und Chantal sind.
Positive Seiten hat das Buch jedoch auch. Angefangen von der sehr präzisen Darstellung der Probleme bis hin zum angenehmen Schreibstil und dem somit einfach einhergehenden Leseverständnis bis zur Analyse der Probleme, die sich als Lehrer und den somit gleichzeitig stellenden Problemen und Aufgaben verbinden, ist alles dabei. Dabei wird auch nicht vergessen, dass viele Lehrer eher den Großteil der Zeit damit zu tun haben, Ordnung in die Klasse zu bringen, als den Unterricht zu führen. Fehler der Erscheinung eines Lehrers sowie den Mentalitäten der Schüler in Problembezirken wird ebenso ein Anstoß gegeben, ebenso wie die Lichtblicke, die dennoch in Form verschiedener Bildungseinrichten besteht.
Leider fragt man sich nach solchen Erzählungen trotzdem, wer denn noch Lehrer werden will und in solchen Situationen versuchen will, Ruhe in die Katastrophe zu bringen, oder wer es lieber lässt. Interessanter Aspekt ist hier aber auch noch, dass die, die es wollen, teilweise damit zu kämpfen haben, mit ihren Fächern überhaupt eine Einstellung zu bekommen. So sind Fächer wie Geschichte und Französisch (also die Fächer, die der Autor Serin unterrichten wollte), eher nicht so gefragt wie Naturwissenschaften. Oftmals zwar verständlich, an meiner ehemaligen Bildunsgeinrichtung aber eher anders herum zu werten. Damit zeigt sich auch wieder ein groß diskutierter Problempunkt auf.

Insgesamt ist das Buch ein guter Einblick in unser marodes und leider zusammenfallendes Bildungssystem. Aus dem damals so hoch gelobten System wird immer mehr ein aus der Kontrolle geratendes Schiff, dass mit ziemlicher Sicherheit irgendwo gegen fahren wird und nur die überleben, die entweder stark genug sind, zu schwimmen, oder die, die andere nach unten drücken und sich somit bis zum Ende über Wasser halten. Dass die Politik nicht reagiert, ist unverständlich, aber leider eine traurige Realität.
Das Buch überzeugt zwar durch gute Einblicke und viel Ironie, hat stellenweise aber auch Passagen von Fremdscham, wenn es um eine vergeigte Beziehung geht und die Probleme, die innerhalb herrschen. Ein guter Schreibstil, interessante Geschichten und ähnliches machen esw trotzdem lesenswert und bringen mich dazu, 4 von 5 Sternen zu geben und eine deutliche Empfehlung auszusprechen.


ESET Smart Security 7 - 3 PCs (Frustfreie Verpackung)
ESET Smart Security 7 - 3 PCs (Frustfreie Verpackung)
Preis: EUR 40,90

4.0 von 5 Sternen Nicht ganz so gut wie der Vorgänger, 2. Januar 2014
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Den Vorgänger habe ich ja in den Himmel gelobt. Version 6 hat für mich einfach mal alle Virenprogramme in den Schatten gestellt. Nun habe ich die Möglichkeit genutzt, die folgende Version zu testen. Und sagen wir es mal so: Es ist immer noch gut, aber nicht ganz so den Vorgänger erreichen.

Hervorzuheben ist noch immer der Schutz, den das Programm bietet. Zwar ist es nicht perfekt, doch leider bei den immer größer werdenden Dimensionen an Bedrohungen für Computer nicht si einfach zu gewährleisten. Man merkt jedoch, dass man immer hinterher sein will und wird durch regelmäßige Updates auch belohnt. Genau diese Updates sind es, die mich noch immer so überraschen: Schnell, kaum zu bemerken und Systemleistung wird kaum benötigt. Genau wie nahezu alle anderen Funktionen - wenn man einige ausblendet, auf die ich aber noch zu sprechen komme. Auch die weiterhin vorhandene Anti-Theft-Funktion ist ein großer Pluspunkt, die besonders Leuten dringend ans Herz zu legen sei, die oft mit ihrem Laptop unterwegs sind und der Gefahr ausgesetzt sind, dass dieser geklaut werden könnte. Die Funktion ist einwandfrei und die Ortung funktioniert auch ungeheuer gut. Habe dazu schon zum Vorgänger einen Test durchgeführt und den Laptop jemanden mitgegeben und anhand der Ortungsfunktion ihn zurückgeholt. Screenshots sind auch weiterhin sehr gut, alles wunderbar somit. Auch der Support ist einwandfrei und reagiert in verdammt kurzer Zeit, auch dazu kann ich in Kürze noch genauer eingehen. Und auch die Verpackung bietet, was sie verspricht: Frustfreies öffnen!
Alles in allem also wieder mal ein ordentliches und gelungenes Produkt.

Nun komme ich aber zum Negativen, und dies möchte ich bewusst etwas weiter ausführen, da hier die eigentlichen Probleme liegen, die mir aufgefallen sind.
Das erste Problem bestand, bevor ich mir dieses Produkt zugelegt habe. Das Update auf Version 7 ist ja schon vor einiger Zeit erschienen, ließ sich bei mir jedoch nicht installieren bzw. downloaden, da mir hier ESET jedes Mal den Zugriff verweigerte und auf eine Bedrohung hinwies. Auch ein reger Austausch mit dem Support konnte nicht helfen, also beließ ich es erst einmal dabei. Nun wollte ich es mit diesem Produkt probieren - und siehe da: Es funktionierte sofort. Was jedoch nicht funktionierte, war der Aktivierungscode. Wieder einmal ein Austausch mit dem Kundenservice von ESET, der mir leider nicht sofort helfen konnte, sondern mir einen neuen Aktivierungscode per Post zusenden musste. Dies ging auch relativ fix und funktionierte. Ich hätte in dem Falle zwar eine E-Mail bevorzugt, aber wenigstens läuft es jetzt.
Was eher nicht so läuft ist das Programm selber beim Hochfahren meines Rechners. Hier hängt sich das Programm regelmäßig auf, lässt den Rechner teilweise für einige Zeit festfrieren und kann dann nicht mal durch den Task-Manager beendet werden. Entweder muss hier ein Neustart her oder man klickt so lange auf dem nicht verschwindenden Bild rum, bis es selber kollabiert und irgendwann die Frage kommt, ob es neu gestartet werden soll. Dies hat sich mit einer kompletten Neuinstallation auch nicht geändert.
Nun kommt ein anderes Problem. Hat man es installiert, sind voreingestellte Tasks. Diese sind schön und gut, nerven jedoch ein wenig, da diese entweder zu häufig eingestellt sind und einen teilweise beim Zocken stören, oder aber manchmal alle gleichzeitig losgehen und somit meinen nicht mehr perfekten Rechner fast zum Kollaps führen. Will man diese deaktivieren, löschen und durch eigene Tasks ersetzen, passiert manchmal etwas, was nicht passieren sollte: Die Neueinstellungen werden ignoriert und es geht zu den Standardeinstellungen zurück. Mittlerweile ändere ich hier nichts mehr, da ich keine Lust habe, wieder damit Ärger zu haben.
Ein Problempunkt der ganzen Möglichkeiten ist mir jedoch arg aufgefallen. Dieser besteht darin, dass bei den Tools der SysInspector teilweise so viele Ressoucen verbraucht, dass im Endeffekt außer dem Programm nichts mehr läuft.

FAZIT:
Obwohl die Probleme für meinen Geschmack zugenommen haben, ist es für meine Bedürfnisse immer noch das beste Programm. Übersichtlich, einfach in der Handhabung und zuverlässig. Es hat Macken, aber es schützt mich. Seit ich dieses ESET-Programm nutze, habe ich keine Probleme mehr mit Viren und sonstigen Problemen. Trotz der Problempunkte bekommt es 4 Sterne, da der Vorteil deutlich über denen der Nachteile liegt und mich insbesondere der zuverlässige, freundliche und hilfreiche Support überzeugt und überrascht. Ebenso bin ich über die Funktionen weiterhin erstaunt, die man im Falle eines Diebstahls hat.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jan 14, 2014 8:50 PM CET


Arkanoid - Super Nintendo - PAL
Arkanoid - Super Nintendo - PAL

4.0 von 5 Sternen Arkanoid - Ein unterschätzter Klassiker, 21. Dezember 2013
= Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Arkanoid - Super Nintendo - PAL (Videospiel)
In die Reihe der alten Klassiker wie Super Mario Kart, Tetris, Mario und viele weitere Spiele gehört Arkanoid für mich als zu selten geschätzter Klassiker einfach dazu. Schon damals ein absolut unterhaltsames Spiel gewesen und bis heute immer für Spaß zu haben. Im Laufe der Jahre durch viele Neukreationen erweitert wurden und nicht nur für die Nintendo-Konsolen zu haben, sondern auch für den PC spielbar. Trotzdem kaum beachtet und nur bei einigen wenigen Fans ein absolut geiles Game. Und das zu Unrecht!

Eine wirkliche Story liegt dem Game nicht zu Grunde. Zwar versuchte man, eine zu kreieren, aber diese ist für das Spiel selbst so unerheblich, dass ich sie ausblende und als eigentlich nicht existent ansehe. Ist zu kritisieren? Nein, eben nicht! Denn genau wie beim Tetris liegt das eigentliche Ziel im Game darin, sich mit viel Geschick und Konzentration Level um Level votzukämpfen. Hierbei muss man verschieden farbige Steine aus dem Weg räumen. Dies macht man, indem man mit einer Art Balken, der am unteren Spielrand nach rechts und links verschoben werden kann. Ähnluch wie bei Pinball muss man nun dafür sorgen, dass die Kugel nicht an den Seiten des Balkens vorbei schießt. Man muss also immer dafür sorgen, dass man die Kugel zurückstößt. Dabei muss man, wie schon erwähnt, Steine treffen. Diese haben unterschiedliche Farben. Der Clou ist: Es gibt zwar viele Farben, aber 3 Stufen! Es gibt die Steine, die mit einer Berührung der Kugel zerstört sind. Es gibt die, die mehrere Berührungen brauchen - und dann gibt es die unzerstörbaren Exemplare. Ziel ist es, die zerstörbaren Exemplare zu zerstören. Dies kann aber ganz schön heftig werden, da mit zunehmender Spieldauer die Geschwindigkeit der Kugel extrem schnell wird. Dabei machen einen nicht nur die verschiedenen Steine teilweise heftig Konkurrenz, sondern auch Hindernisse, die auftauchen, wie magnetische Figuren, die die Kugel zurückstoßen, oder blasen, die die Kugel aufsammeln und sie an einer anderen Stelle wieder freilassen.
Interessant gestaltet: Es gibt Gegner! Nach einer gewissen Zahl an Leveln tritt man entweder gegen einen Wurm an oder gegen eine art Obelisk. Diese vernichtet man auch, indem man die Kugel gegen sie stößt, man muss aber mit Gegenwehr rechnen!
An sich ist das Spiel von kurzer Spieldauer, aber sind wir mal ehrlich, Tetris und andere Games haben das selbe Problem. Und trotzdem feiert man es und zockt es immer und immer wieder. Und das ist bei diesem Spiel genau so.
Faszinierend: Das Spiel läuft verdammt flüssig und absolut nicht abgehackt wie viele andere Games der damailigen Zeit, was es aus der Masse herausstechen lässt.

Fazit:
Unbedingt mal anzocken!
Ich persönlich wusste nicht, dass ich es habe, bis ich meine riesige Sammlung wieder mal durchforstet habe.
Man ist zwar nach kurzer Zeit durch, aber die benötigte Konzentration macht es lohnenswert. Adrenalin pur!


Disney's Aladdin
Disney's Aladdin

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Zu kurz, 20. Dezember 2013
= Spaßfaktor:3.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Disney's Aladdin (Videospiel)
Ich erinnere mich gerne an die alten SNES-Spiele zurück und suche auch gerne in meiner noch immer riesigen Sammlung nach Spielen, die ich mal wieder spielen könnte. Dieses Mal fiel meine Wahl auf Aladdin. Die Geschichte rund um Aladdin muss man niemanden erklären, denn mittlerweile kennt es jeder. Sei es durch die kleinen Cartoon-Folgen, die Filme oder die Bücher. Auch ich erinnere mich gerne an die Geschichte zurück.

Das Spiel nun mal wieder ausgekramt und durchgespielt.
Es ist absolut nicht zu fassen, wie kurz das Spiel ist! Nach 2 Stunden war ich durch! Der Schwierigkeitsgrad mag vielleicht steigen, aber es ist immer machbar. Viel zu wenig Abwechslung und auch die Endgegner sind schrecklich einfach. Noch schlimmer sind diese Sequenzen, die einfach viel zu lange bleiben und die man nur nach langer Zeit skippen kann.
Das Schlimmste am Game ist aber diese Steuerung, die teilweise nicht nur richtig hakelig, sondern auch noch ganz skurril rüberkommt. Da kann man mir sagen was man will, aber andere SNES-Games haben nicht mal im Ansatz mit diesem Problem zu kämpfen.
Vom Spielspaß her ist es eher mäßig. Es hat seine guten Zeiten, aber es ist halt sonderbar schnell ausgelutscht. Und das muss bei der kurzen Spieldauer deutlich hervorgehoben werden.

Letztlich kann ich das Spiel nicht weiterempfehlen, da es absolut langweilig, kurzweilig und fast schon sein Geld nicht mehr wert ist.


Tetris Attack - Super Nintendo SNES
Tetris Attack - Super Nintendo SNES

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Yoshi spielt Tetris, 10. Dezember 2013
= Haltbarkeit:5.0 von 5 Sternen  = Spaßfaktor:4.0 von 5 Sternen  = Pädagogisch wertvoll:3.0 von 5 Sternen 
Tetris ist eines der beliebtesten Spiele der Welt für jede mögliche Konsole oder den PC. Im Laufe der Zeit kam das Spiel nicht nur in vielen Neuauflagen, sondern auch in verschiedenen Abwandlungen und Variationen heraus. Hier haben wir eine Abwandlung vom klassischen Tetris im Stile von Majong und Super Mario. Doch anstatt Mario auftreten zu lassen, wird mit Yoshi gespielt.

Das Spiel ist alleine oder mit einem zweiten Mitspieler spielbar. Um sich mit der Spielweise vertraut zu machen, kann man sich erst einmal mit dem Spiel in einer Art Training vertraut machen. Hier lernt man verschiedene Wege kennen, um die Steine zu eliminieren. Zu erlernen sind hier verschiedene Ketten und Kombos, mit denen man im Laufe des Spiels vertraut werden MUSS, um erfolgreich zu werden. Wer alleine spielt, hat die Auswahl zwischen 5 Spielmodi: Den Endlos-Modus, das Zeitspiel, dann den Stage-Modus, das Puzzle und dann den vs.-Modus, den man gegen den Computer spielt.

Bevor man ans Spielen denkt, sollte man sich jedoch mit dem Spiel vertraut machen. Anders als beim Szandard-Tetris, bei dem man eine Reihe füllen muss, um diese auszulöschen, ist es hier notwenig, mindestens 3 Steine einer Farbe in die waagerechte oder senkrechte Reihe zu bringen. Hierbei kann man die Steine nach rechts und links verschieben. Die nächste Besonderheit ist, dass die Steine nun nicht von oben kommen, sondern sich das Spielfeld weiter nach oben verschiebt. Und: Hier muss man mit steigendem Level die Augen aufmerksamer auf das Feld richten als beim normalen Tetris, da man die Ketten und Kombos möglichst schnell finden und zusammenbringen muss. Und dies erfordert Aufmerksamkeit, KOnzentration und verdammt schnelle Reaktionen! Wer das gut beherrscht, kann jedoch viel Freude mit den steigenden Leveln haben. Und nun kann man spielen!

Der Endless-Modus startet an einem Punkt, den man selber wählt. Will man langsam oder schnell anfangen? Leicht oder schwer? Mit zunehmender Spielzeit wird es schneller und schwerer, und Ziel ist es, so lange wie möglich durchzuhalten. Je länger man durchhält, desto höher steigt das Level. Gewinnen kann man nicht, es geht hierbei darum, möglichst lange zu überlegen und eine möglichst hohe Punktzhal zu erreichen.
Der Time-Trial-Modus ist etwas anders. Level und Schwierigkeit ist wieder frei wählbar. Ziel ist es, innerhalb der Zeit die erforderte Punkzahl zu erreichen. Je höher man das Level schafft, desto schwieriger wird es. Auch hier muss man die Augen offen halten, denn je mehr Kombos man schafft, desto höher die Punktzahl.
Der Stage-Clear-Modus setzt nun darauf, dass man alle 6 Level in unterschiedlichen 5 Schwierigkeitsgraden übersteht. Am Ende wartet Bowser und erscheint auch Zwischendurch. Hier wird es knifflig, denn wer es schaffen will, braucht viele Nerven. Auch die Schwierigkeit nimmt hier stetig zu.
Das Puzzle besteht nun daraus, die vorhandenen Steine sehr schnell aneinanderzufügen, um diese aufzulösen und das Level zu schaffen. Je höher man kommt, desto komplizierter. Schnelligkeit ist hier ein Muss.
Der vs.-Modus ist nun eine Art Kampagne. Yoshi muss seine Kollegen befreien und auf Bowser treffen. Sehr schwer auf Hart, aber auch nicht auf leicht zu unterschätzen. Hier ist es Pflicht, Kombos und Ketten zu schaffen, besonders bei Bowser!

Das Spiel bietet Spaß, Freude und macht Laune.
Schon als Kind gern gespielt, heute auch noch.
Nun ist es zwar einfacher, aber immer noch sehr knifflig.
Für Tetris-Passionierte aber mal einen Blick wert, wenn auch die Spielweise ein klein wenig anders ist.


Berzerk (2-Track)
Berzerk (2-Track)
Preis: EUR 6,21

5.0 von 5 Sternen Old School 2013, 28. November 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Berzerk (2-Track) (Audio CD)
Als man bei der Werbung zu den Beats by Dr. Dre Videoausschnitte aus einem Eminem-Video zu sehen bekam, der blonde Haare hatte, dachte ich ernsthaft, man macht Werbung mit einem alten Video. Komisch war für mich nur, dass ich weder das Video, noch den Audio-Part kannte, was mich sehr stutzig machte. Erst nach einiger Zeit der Realisierung merkte ich, dass das neues Material ist und somit endlich die Veröffentlichung des neuen Albums bevorsteht. Endlich konnte man sich wieder auf Eminem vorbereiten! Und: Album Nr. 8 steht in den Startlöchern!

Die ersten Hörduchgänge waren eher von Ernüchterung geprägt. Ich war schon bei den ersten Ausschnitten ziemlich verwundert, was denn diese alten Rockeinflüsse zu bedeuten hatten. Mit dem Namen Rick Rubin war ich auch nicht wirklich begeistert, obwohl er schon ein großer Name ist. Erst mit der Zeit konnte ich mich mit dem Song anfreunden, hatte doch der Chorus einen verdammt geilen Effekt und animiert fast schon zum Ausrasten im Bus. Nicht unbedingt mit vielen Erwartungen schaute ich mir dann aber das Musikvideo an. Und verdammt, wie geil ist das denn?
Eminem ist wieder in seiner alten Form. Das Video ist verdammt geil inszeniert, alte Erinnerungen an die Anfangszeiten eines Marshall Mathers werden zum Vorschein gerufen. Das innere Auge spielt einen wieder alte Sachen vor. Besonders geil die Breakdance-Einlagen und die eingearbeiteten Videos, in denen sich die Leute gerade im wahrsten Sinne des Wortes in die Fress' schlagen! Verdammt, wie geil! Doch, man muss natürlich noch erwähnen, dass man Eminem nicht alleine sehen darf. Nein, er hat Freunde mitgebracht. Kendrick Lamar, Rick Rubin, Slaughterhouse, ... und Kid Rock!

Alles in allem ein sehr geiler Vorgeschmack auf ein sehr geiles Album!
Einziher Wehmutstropfen: Man hätte gerne das Instrumental und das Video auf die CD knallen können.
Berzerk ist trotzdem geil und hat einen guten Platz in meiner riesigen Sammlung gefunden!


The Marshall Mathers LP 2 (Deluxe Edition)
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Preis: EUR 15,90

5.0 von 5 Sternen The Marshall Mathers LP 2 - The Return of the King, 21. November 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Direkt zu Beginn: Wer keine Lust auf eine ewig lange Rezension hat, der sollte direkt zum Fazit gehen, wo ich alles noch einmal kurz zusammenfasse. Doch dieses Album hat mich nach langem mal wieder dazu bewegen können, eine ausführliche Rezension zu schreiben. Da diese für viele aber zu lang sein wird, verweise ich darum einfach mal auf das Fazit. Für die, die es aber komplett lesen: Eine Einschätzung wäre super, denn hier würde ich wirklich sehr gerne jegliche Kritik zu Herzen nehmen.

2000 veröffentlichte der damals noch wesentlich jüngere Marshall Mathers das erfolgreichste Album seiner Karriere: The Marshall Mathers LP. Ein Jahr, nachdem er mit The Slim Shady LP seinen Einstand feierte und mit seinem verrückten Alter Ego in die Rap-Welt hineingeplatzt ist. Nun, 13 Jahre später, nach vielen Höhen und Tiefen im Privatleben des Mannes hinter Eminem, wird das legendäre Album um einen zweiten Teil bereichert. Das Album, das weltweit Rekorde gesetzt hat, ja sogar den Eintrag in das Guiness Buch der Rekorde schaffte. Für viele Kritiker ein gefundenes Fressen, wurde doch Eminem über die letzten Jahre immer mehr für seine Einfallslosigkeit, seine Zuwandlung zum Pop, dem Mainstream und vieler weiterer Sachen kritisiert. Dies hielt auch an, als Eminem mit Berzerk" die erste Single auf die Massen zurennen ließ und Charme der alten Golden-Era versprühte. Auch die Single zu Survival sorgte für Kritik. Verwaschener Beat, poppiger Refrain. Als dann nun plötzlich Rap God" veröffentlicht wurde, kreidete man ihn wegen eines zu experimentellen Beats an. Und über The Monster" mir Rihanna braucht man sich auch nicht mehr unterhalten. Ein Eminem hat es nicht leicht. Dass er nun den größten Klassiker seiner Karriere mit einem zweiten Teil beschenkt, sehen viele als großen Fehler an. Doch anstatt eine wirkliche Fortsetzung zu geben, gab Eminem in vielen Interviews an, dass man den Zuhörer nur den alten Vibe geben will, eine Fortsetzung des Albums selber ist dabei gar nicht geplant. Ob dies gelungen ist? Die Meinungen gehen stark auseinander...

Bevor man die Musik selber hört, nimmt ein regulärer CD-Käufer natürlich erst einmal die Verpackung wahr. In meinem Falle ist es die Deluxe Edition. Interessant: Die Klapphülle, statt der langweiligen Jewel-Case! Das Cover wird von einem Fernsehrahmen-ähnlichen Gebilde umrundet. Anstatt Plastik hat man Pappe in der Hand. Durch das Artwork im Retro-Stile ist man sofort wieder in alten Zeiten. Das Papier-ähnliche Booklet vom ersten Teil weicht diesmal einem gewohnten Hochglanz-Booklet. Auf dem Cover: Das Haus aus alten Zeiten. Diesmal jedoch alleine, ohne Eminem. Trostlos. Zugewuchert. Vermüllt. Und mittlerweile durch einen Brand so zerstört, dass es abgerissen wird. Das Booklet selber ist recht karg: Bilder gibt es kaum, den Hauptteil nehmen die Lyrics ein. Nur die vermüllten Innenräume sind zu sehen. Ansonsten bekommt man Bilder von Eminem, Dre und Rick Rubin zu sehen.

Das Album beginnt mit Bad Guy, die lang erwartete Fortsetzung von Stan". Die handelnden Personen sind hier Eminem und der kleine Bruder von Stan, genannt Matthew Mitchell. Die Abkürzung zu M&M ist klar erkennbar, heißt es doch im Song auch ,Eminem killed my M&M`. Der kleine Bruder von Stan will sich bei Eminem für all die tragischen Umstände rächen, wobei gegen Ende des Tracks die Frage bleibt: Begebenheit oder will Eminem im zweiten Teil des Tracks auf eine Wahnvorstellung um diese Begebenheit anspielen? Der Track selber ist ruhig gehalten, die Gastsängerin Sarah Jaffe erinnert definitiv stark an Dido vom ersten Teil. Leider kann mich der Beat nicht überzeugen. Wild wird es erst in den letzten 2 Minuten, wo auch der Beat an Fahrt aufnimmt und Eminem mit erhöhter Aggressivität seine Reime ins Mikrofon spuckt.
Gefolgt wird der Track vom Skit Parking Lot", eine direkte Fortsetzung um die Begebenheit bei Criminal", als die Kassiererin beim Überfall erschossen wurde. Die Umsetzung ist stark! Anfangs zwar mit dem Gedanken konfrontiert, dass man dies eher als Intro hätte nehmen sollen, macht dies nach einigen Durchläufen Sinn, den Part an genau dieser Stelle zu platzieren.
Nun wird es aber wieder sehr interessant. Mit Rhyme or Reason" wurde nicht nur der großartige Track Time of the Season" von The Zombies als Sample genutzt, sondern auch sehr geil als eigene Version umgesetzt. Thematisch geht es hier hauptsächlich wieder um seinen Ärger gegen seinen Vater. Die Wut in seinem Bauch ist definitiv herauszuhören. Zwar ist das Thema absolut nichts neues und mittlerweile fast schon ausgelutscht, von der Umsetzung her aber sehr gut gelungen. Mehr als gelungen finde ich dabei die gesangliche Umsetzung des Refrains, den Eminem selber zum Besten gibt. Durch das geile Sample konnte man mit dem Beat auch kaum Fehler machen, und Rick Rubin mit Eminem selber an den Reglern haben hier einen ordentlichen Track abgeliefert.
So Much Better", als Track Nr. 4 auf dem Album, wird dann aber nicht nur inhaltlich noch eine Stufe aggressiver, sondern auch vom Beat her eine Spur härter. Der Beat erinnert stark an Criminal", doch thematisch denkt man sofort an Kim". Eminem behandelt hier nämlich die Thematik einer verflossenen Liebe. Dabei singt er uns im Refrain ,My life would be so much better / If you just dropped dead` um die Ohren. Wut ist definitiv dabei. Stellenweise wird aber deutlich, dass er scheinbar nicht mal wirklich eine Frau zu meinen scheint, sondern gegen das Rapgeschäft selber zu schießen scheint. Sozusagen eine Fortsetzung von 25 to Life vom Recovery-Album. Ein Schelm, wer hier denkt, dass die frauenfeindlichen Inhalte nur Zufall wären. Eminem wird seinem Image halt gerecht, aber man muss zugeben: Es ist geil.
Dann kommt nun aber endlich eine der ersten Singles: Survival"! Mit einem wunderbar eingesungenen Refrain von Liz Rodrigues wird man wieder in die rockige Schiene geschickt, die man zu damaligen Zeiten oftmals um die Ohren geworfen bekam. Das Musikvideo dazu muss man nicht thematisieren, ich find's geil umgesetzt, andere halt nicht. DJ Khalil hat sich mit dem Beat jedenfalls alle Mühe gegeben, und man kann auch hier wieder von halten was man will, aber Eminem zeigt, dass er noch lange keinen Bock hat, aufzuhören. Letztlich kann man den Inhalt auf eine Line aus dem Refrain runterschrauben: ,This is survival of the fittest`. Eminem ist halt immer noch voll Energie, er kann seine Familie ernähren und hat sein ganzes Leben dem Rap gewidmet. Auch den Kritikern kommt er entgegen, indem er ihnen einfach mal eine klare Botschaft a la Labert doch, wie ihr wollt" in die Arme wirft. Wunderbarer Track, der mich einfach mal richtig scharf auf das Album machen konnte.
Legacy" wird nun wieder eine Spur persönlicher. Der gesungene Refrain ist diesmal von einer gewissen Polina beigesteuert. Wird wohl keiner etwas mit anfangen können, doch schlecht ist er nicht, wenn auch nicht wirklich brillant. Was eigentlich schade ist, da die Thematik um die Kindheit und Entwicklung von Marshall Mathers eigentlich einen besseren Gastpart verdient hat. Der Beat ist blöderweise auch nicht wirklich die große Enthüllung. Viel zu ruhig, entwickelt sich dieser leider nur im Refrain zu wahren Stärken. Das überrascht mich insofern, da ich von Emile Haynie, Producer des Tracks, eigentlich andere Sachen gewohnt bin. Trotz der Thematik und der gewohnt guten Lines leider nur ein durchschnittlicher, für Eminems Verhältnisse leider aber unterdurchschnittlicher Track.
Mit A**hole" hat man nun einen Track, der auf der offiziellen Gästeliste auch das erste Feature präsentiert: Skylar Grey. Von dieser Kombination erwarte ich persönlich sehr viel. Immerhin ist Skylar Grey in meinen Augen eine der besten Sängerinnen, die es derzeit gibt. An sich ist der Beat gewöhnungsbedürftig, der Anfang des Tracks ist mir jedenfalls etwas zu plötzlich. Gerade hier hätte man einen besseren Einstieg finden können, entwickelt sich jedoch schnell weiter. Warum auch immer erinnert er mich aber sehr stark an Forever" von Eminem, Kanye West, Drake und Lil Wayne. Inhaltlich ist es aber ein Track an all die Kritiker und Hater, die Eminem letztlich immer zu dem Erfolg führten, den er hat. Denn wer macht bessere Presse für einen Artist als die Kritiker selber? Die Ironie ist göttlich, wenn auch nicht ganz so hervorragend wie auf vielen anderen Tracks. Skylar Grey liefert dafür aber, wie erwartet, einen geilen Refrain, wobei ich mir bei ihr doch einen Gastverse gewünscht hätte. Insgesamt trotzdem ein ordentliches Zusammenspiel von zwei super Musikern.
Nun aber die erste Single. Das Werk, das ein neues Album ankündigte. Und das vollkommen unerwartet und auf gut durchdachte Art und Weise, nämlich als Werbespot für die Beats by Dr. Dre während einer Preisverleihung. Schon die ersten Ausschnitte des Musikvideos waren umwerfend - blonde Haare und unbekannte Szenen? Habe ich da was verpasst? Nein, es ist Tatsache, Eminem ist zurück...mit wieder erblondeten Haaren! Und verdammt, der Track ist geil! Am Anfang für schrecklich befunden, hat mir das Musikvideo gefallen gemacht. Endlich wird mal wieder die alte Zeit hervorgehoben! Sofort kommen Erinnerungen hoch! Die Beastie Boys schienen mir zurück. Der Beat von Rick Rubin ist ein Brett, das einen sofort Run DMC wieder ins Tape Deck zaubern wollte. Ich kann nicht mehr! Musikvideo fantastisch, Track fantastisch, alles fantastisch. Party. Von Eminem ungewohnt, aber umso geiler. Die Vergleiche und Anspielungen auf andere seiner Vorbilder, Kollegen und Opfer - klar, dieser Sound spaltet die Massen, aber das ist genau das, was Eminem ausmacht: ER macht, was ER will. Und da kann ein Refrain noch so schief klingen, er zieht es durch.
Die wohl größten Wellen schlug im Zuge der Zeit vor der Veröffentlichung seines Albums der Song Rap God". Dieser Track spaltete die Massen. Besonders der für Eminem sehr ungewöhnliche Beat, geschustert von DVLP und Filthy, war sehr gewöhnungsbedürftig. Entweder man mag ihn, oder halt nicht. Noch mehr für Aufsehen sorgte jedoch nicht der Beat, sondern der Inhalt. Größenwahn warf man ihm vor. Hatte doch Kanye West fast schon das Alleinstellungsmerkmal dafür inne, will nun Eminem genau dies über sich sagen: Ich bin der Größte, ich bin der Gott! Unrecht hat er damit nicht mal so ganz, denn wenn man mal überlegt, wie er stellenweise einfach mal Triplereime auf den Tisch klatscht und bei den YouTube-Awards live auf der Bühne zeigt, dass er es tatsächlich schafft, 115 Wörter in 16 Sekunden zu spucken, dann ist man schon ehrfürchtig erstaunt, selbst wenn man den Song nicht feiert. Inhaltlich erinnert mich der Song zu Beginn stark an Remember Me" vom ersten MMLP, da hier die ,6 Minutes Shady` wieder eine Rolle spielen. Besondere Betrachtung fand aber eher wieder die erneute Andichtung von Vorwürfen über den Hass gegenüber Homosexuellen. Wie man das nun sehen will, ist jedem logischerweise selber überlassen, doch wer sich mit der amerikanischen Jugendkultur auskennt, der weiß genau, wie Eminem das meint. Was aber noch überraschender ist, ist die Tatsache, dass ausgerechnet die Zeile über das Schulmassaker an der Columbine High School diesmal unzensiert ist - die selbe Zeile wurde auf MMLP 1 immerhin zensiert. Aber darüber regt sich keiner auf? Manche Menschen setzen halt Prioritäten. Man kann letztlich natürlich davon halten was man will. Ich weiß vom Beat her auch nicht, ob ich den Song nun wirklich mag oder nicht, aber vom Style her ist es einfach wieder ein Song, bei dem Eminem seine wahre Qualität zeigt und auch zu den Vorwürfen gegenüber zum Pop Stellung bezieht.
Zurück zu Ironie und Sarkasmus im alten Stile kommt Eminem nun bei Brainless". Auf einen guten, wenn auch nicht herausragenden Beat von Eminem und Luis Resto wird endlich wieder mal der alte Slim Shady in leichten Zügen herausgelassen. Besonders der wieder halb dahingeseuselte Refrain von Eminem selber macht Spaß. An genau diesen Stellen ist der Beat auch wieder auf seinen Höhepunkten. Soundtechnisch hat man aber eine halbe Horrorkulisse in Szene setzen wollen, was aber gut gelungen ist. Inhaltlich ist zwar keine Neurevolution zu erwarten, aber vom Flow her macht es trotzdem Spaß, zuzuhören und zu überlegen, wie er denn nun diese und jene Line meint.
Nun geht es aber an meinen absoluten Tiefpunkt des Albums und für mich an dem Punkt, den ich mir absolut nicht anhören kann. Stronger Than I Was" ist für mich einfach absolut schwach. Der von Eminem und Luis Resto zusammengeschusterte Beat ist komplett für die Katz und dieser Versuch, gefühlvoll zu singen ging für meine Ohren ganz schön schrecklich in die Hose, denn gut klingt anders. Da kann das Thema noch so emotional sein. An sich ist es auch mal eine neue Sache: Dies ist sozusagen eine Fortsetzung von Kim". Nur dass er diesen Track eben aus ihrer Perspektive beleuchtet und versucht, die Gefühle seiner Ex nach eben jener Aktion in Worte zu fassen. Ungewöhnlich für Eminem, genau so wie die Umsetzung, die ich mir nicht anhören kann. Einzig die Tatsache, dass die Probleme der beiden behoben zu sein scheinen sind ein Grund, den Track zu rechtfertigen, ansonsten wird er mir niemals die Ohren verschönern.
Und nun kann man über Rihanna sagen was man will. Die Tatsache, dass Eminem sie trotz aller Kritik auf seinem Album hat, kann man wieder als kommerziell oder einfach aus Laune heraus abstempeln. Fakt ist einfach, dass The Monster" Schluss macht mit all den Monstern, die in der Nacht unter dem Bett lauern. Die angeschnittene Thematik ist dabei ziemlich witzig umschrieben, geht es doch eigentlich um den Erfolg und die Schattenseiten des Alltags. Der Beat gefällt mir nach mehrmaligen Hörens sehr, sogar Rihanna kann mich mehr überzeugen als auf Recovery. Eminem ist auch wieder gut dabei und entschädigt den vorherigen Track. Insgesamt gefällt mir die Kollaboration sehr gut, was mich schon mit Vorfreude auf das Musikvideo vorausschauen lässt.
So Far" ist nun wieder eine ganz andere Klasse. Denn jeder, der meint, Eminem hätte seinen alten Humor verloren, der wird hier Lügen gestraft. Während er sehr witzige Passagen versucht zu singen und dies absichtlich eher schlecht als gut macht, erklärt er nun seine Liebe zu seiner Heimat Detroit. Die Art, wie er das macht, lässt einen dabei Grinsen. Zumal er versucht, dem Hörer zu zeigen, dass er im Grunde immer noch der Selbe ist, macht dabei Freude. Leider ist der Beat nicht ganz so gelungen. Da hätte Rick Rubin aus dem eigentlich richtig geilen Sample von P.S.K. Whut Does It Mean" (Schooly D) und Life's Been Good" (Joe Walsh) eigentlich zu guten Sachen verbinden können. ABER: Die instrumentalen Passagen aus The Real Slim Shady" sind mal wieder ein absoluter Hörgenuss und versetzen einen sofort wieder in diese Zeit zurück. Macht den Track zwar nicht mehr als durchschnittlich, aber hat trotzdem seinen Charme.
Love Game" als folgender Track hat nun eine ganz große Besonderheit: Denn als erstes Album von Eminem überhaupt ist der Feature-Gast Kendrick Lamar als einziger MC neben Eminem selbst vertreten! Doch das macht den Track gleich wieder besonders. Rick Rubin hat hier das Sample von Game of Love" wunderbar zu einem neuen Track umfunktioniert. Eminem glänzt wieder mal mit seinem Humor, benennt diesmal eine Unmenge an anderer Küsntler...und das Thema Frauen ist sowieso immer eine Sache für sich. Die Besonderheit kommt jedoch erst mit dem Gast Kendrick Lamar zustande, denn hier treffen sich der alte Meister und die Zukunft. Und die Symbiose ist wunderbar gelungen! Dabei ist es schon witzig, sich mal so anzuhören, wie die Parts verlaufen. Verse 1: Eminem gewohnt witzig. Verse 2: Kendrick Lamar in seinem relativ chilligen Flow. Verse 3: Eminem auf eine richtig verrückt aggressive Art, bei der man nicht weiß, ob er jetzt nun durchdreht oder einfach so ist. Für viele ein riesiger Kritikpunkt, doch ich kann mir ein fettes Lachen einfach nicht verkneifen. Absolut schönes Ding, wenn auch auf lange Dauer nicht unbedingt spannend.
Doch nun kommt für mich gefühlsmäßig das eigentliche Highlight. Der Track mit Nate Ruess von FUN ist einfach thematisch eine absolute Bombe. Headlights" ist tatsächlich das, womit der Eminem Fan nie rechnen wollte: Die Entschuldigung an die Mutter! Die Frau, die am meisten im Laufe der Jahre zu hören bekam, bekommt nun einen verdammt packenden Track zur Entschuldigung. Man merkt, dass es Eminem ernst meint. Und verdammt, auch ich musste mir zwischendurch Tränen verkneifen, denn hier springt Eminem über einen riesigen Schatten und zeigt, dass er reifer geworden ist. Der geniale Beat und der absolut gelungene Refrain machen den Song zu einem Klassiker!
Den Schlussstrich auf der Standard Edition bietet nun Evil Twin" - für mich vom Beat, vom Flow, vom Gesamtpaket her der absolute Höhepunkt! Unklar ist für mich die ganze Zeit, wo nun die Grenze zwischen Eminem, Marshall und Slim Shady zu ziehen ist, da sich alle drei Charaktere durch den Track ziehen. Interessant trotzdem, dass sich Eminem durchaus seiner Texte bewusst ist, aber er sich davon nicht distanziert, sondern dazu steht. Respekt geht sogar noch an den unglaublich berühmten Control"-Verse von Kendrick Lamar...ach, verdammt, das ist genau der Track, der einfach der Höhepunkt ist, und den ich nicht in Worte fassen kann. Denn eigentlich disst er, ohne zu dissen, und disst gerade darum, weil er es ja eben doch nicht macht! Perfektes Ende für eine sehr gelungene CD. Der Chorus gefällt mir übrigens wunderbar, hätte gerne länger gehen können.

Nun aber kommen die Bonus-Songs auf der Deluxe Edition. Und wenn ich mal ganz ehrlich sein soll - das war nichts. Alle Tracks sind für mich kompletter Durchschnitt. Wobei ich auch hier zur Verteidigung sagen muss, dass der Flow einzigartig ist. Nur, das Problem ist, dass die Beats durchgängig nichts für meine Ohren sind. Da kann auch ein Eminem nichts machen. Blöd, dass auch die Features eher nicht so ganz gelungen sind. Besonders von Sia bin ich enttäuscht, da sie eigentlich eine perfekte Sängerin ist, hier aber das absolute Gegenteil abliefert. Einzig das Outro mit Ken K. ist mal wieder vom alten Witz her getroffen, wobei selbst das irgendwo nicht überzeugen kann. Schlecht ist die Deluxe deswegen natürlich nicht, aber unterhalten kann es mich leider auch nicht, und da hatte Eminem schon viele andere Sachen gemacht, die weit über diesem Niveau sind. Auch thematisch ist nicht viel dabei. Das eigene Talent wird in den Himmel gelobt, das Thema Liebe und Unehrlichkeit ist mal ein interessanter Ansatz, dann wird man aber auch aufgefordert, sich von Rückschlägen nicht unterkriegen zu lassen, und schlussendlich wird noch mal die Entwicklung von der Kindheit bis zu den Anfängen mit D12 philosophiert. Durchaus interessante Geschichten, die aber für meinen Beatgeschmack einfach die falsche Kulisse tragen.

FAZIT:
Eminem ist zurück. Mit dem Album hat er die Meinungen gespalten, viele Kritiker wieder mal davon überzeugt, dass seine Zeit vorbei ist und trotzdem die Fans begeistert. Letztlich hat Eminem aber wieder eines gemacht: Das, was er wollte. Man merkt, dass er noch hungrig ist, dass er noch Bock hat und dass für ihn zum Glück noch lange nicht Schluss ist. Seine Karriere wird noch etwas gehen. Ob mit oder ohne Slim Shady ist dabei egal, denn auf Grund seines Alters und seiner merklichen Reife ist dieser nicht mehr wirklich von Nöten und wirkt deutlich aufgesetzt. Doch hat Eminem auch andere Qualitäten. Sein Flow, seine Rhymes, sein Komplettpaket als Künstler.
Diesmal kann ich die Kritiker sogar nachvollziehen, die mit den Beats ihre Probleme haben. Ja, Eminem hat wieder einmal viele Produzenten, mehr als bei Recovery. Und ja, seine Beats sind diesmal anders als in der Vergangenheit, und teilweise sind sie gewöhnungsbedürftig. Aber mein Gott, Eminem öffnet sich endlich auch mal für andere. Man muss einfach zugeben, dass die goldenen Zeiten von Dre vorbei zu sein scheinen und er beim Mixen einfach noch das absolute Novum darstellt, was die endgültige Qualität zeigt. Zumal nach Relapse unendlich viel gemeckert wurde, dass Eminem mal neue Produzenten holen soll. Und nun tut er das, und trotzdem meckern viele rum. Man muss es mal so sehen: Je mehr Produzenten, desto vielschichtiger der Soundteppich. Und das macht ein Album erst interessant. Dieses Album zeigt es, denn bis auf wenige Ausnahmen sind das absolut gelungene Beats, auf denen Eminem sein Können beweist.
Dieses Mal kann ich sogar die Kritik bei den Features verstehen. Ein Kendrick Lamar als einzigen MC - klar hätte man gerne mehr. Dre, Fiddy, D12. Aber verdammt, es klappt auch so. Natürlich ist eine Rihanna ein Thema für sich, aber sie kann singen, ob kommerziell oder nicht. Und auch ein Nate Ruess kann überzeugen. Er hat nun einmal eine geile Stimme, und das sage ich, obwohl ich mit F.U.N. nichts anfangen kann. Und über eine Skylar Grey muss man nicht diskutieren. Sind wir doch mal ehrlich: Hätte ein 50 Cent ins Soundkonzept gepasst? Klar wäre es geil gewesen, aber der soll sich erst mal um seine eigene Mucke kümmern. Klar, ein Dre hätte alte Erinnerungen geweckt, aber er zieht sich auch immer mehr zurück und lässt mit Detox einfach immer nur noch Enttäuschungen in mir aufkommen. Und D12 - die gibt es nicht mehr, die haben sich aufgelöst. Man kann von allem halten was man will, aber so wie es ist, funktioniert es auch.
Thematisch hat Eminem natürlich auch keine Revolution gestartet. Aber das muss er auch nicht. Das machen 99% seiner Kollegen ebenso nicht und werden trotzdem gefeiert. Na und, dann hört man sich alte Geschichten an, aber wer hört denn bitte nur auf den Inhalt? Ein guter Inhalt macht einen schlechten Track nicht perfekt. Überhaupt, Tracks wie insbesondere Headlights" überzeugen gerade dadurch umso mehr.
Eminem ist einfach immer noch einer der besten. Ob er DER Beste ist, das ist ein anderes Thema, denn das muss jeder selber für sich definieren. Aber Fakt ist, dass jedes Album von Eminem irgendwo einen Standard setzt. Ob nun MMLP2 an MMLP1 rankommt? Nein. Und das soll es verdammt noch mal auch nicht. Das sind zwei vollkommen verschiedene Zeiten. Und genau das macht es so geil, genau das macht es so einzigartig, und hier liegt der verdammte Unterschied. Man kann Eminem den Sellout ankreiden, aber wer sich mit Interviews beschäftigt, der wird merken, dass Eminem nicht an den alten Erfolg anknüpfen wollte.
Ich gebe dem Album 4 Sterne, und behalte es mir vor, noch die 5 zu geben, ich werde es noch einige Wochen hören und dann schauen, was sich ergibt. Aber Mensch, hier hat man endlich einen reifen Herren, der trotzdem noch Witz hat und mit seinen Reimpistolen die halbe Kollegenschaft erschießen kann. Feiert es oder nicht, man muss es halt für sich entscheiden. Aber man muss allem eine Chance geben, länger reinhören und dann ein eigenes Bild finden.


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3.0 von 5 Sternen Bietet Unterhaltung, aber nichts für lange Dauer, 19. November 2013
= Spaßfaktor:3.0 von 5 Sternen 
Denkt man an Simulationen, kommt einem meist der Gedanke an die schlechten Beispiele, die für viele leider exemplarisch für ein ganzes Genre stehen. Zu Unrecht. Beweisen doch vereinzelte Games, dass Simulationen durchaus Spaß machen können. Auch die Reihe "18 Wheels of Steel" gehört zu diesen Ausnahmen. Gut umgesetzt, für jeden Fan von Trucks empfehlenswert und doch einfach gehalten, kann das Spiel durchaus überzeugen.

Mit der Erweiterung "Extreme Trucker" setzt man auf das bewährte Spieleprinzip und setzt den Spieler diesmal in extremere Gefilde ab. In die Berge, in die Wüste, in die Eisstraßen. Drei Gegenden, alle drei haben eigene Eigenschaften. Leider sind auch hier die Strecken eher langweilig gehalten, und ermüden einen schnell. Besonders die Ice Road wird dabei schnell langweilig. Gefahrenstellen gibt es viele. Wirklich gefährlich werden sie nie. Die anderen Strecken können dann eher durch die engen Straßen oder den vielen Verkehr Gefahrensituationen erzeugen, aber schwierig selber sind sie nicht.
Hinzu kommen die diesmal doch sehr uninteressanten Transporte. Viel zu eintönig. Schlimmer noch ist dann aber der Punktemaßstab, der mir nie so langweilig in die Wiege gelegt wurde als in diesem Falle. Man sitzt ewig da, nur um sich hochzuleveln. Langzeitmotivation bleibt somit wohl nur für Hardcore-Fans.
Noch schlimmer ist aber die KI des Verkehrs. Vom Blinken haben einige gar keine Ahnung, Unfälle gibt es an den dümmsten Stellen, und wenn man mal steht und hinten kommt ein anderer LKW, sind diese oftmals zu blöd, um zu bremsen und brettern einen in die Ladung.
Leider ist auch das Wetter und die Tageszeit langweiliger als je zuvor. Das Wetter ändert sich leider zu schnell. Lange, schwere Situationen bleiben somit kaum und man ist überrannt von gutem Wetter. Und in der Nacht fährt man auch nie. Und wenn, dann immer nur im Morgengrauen, und das ist auch eher langweilig.
Trotzdem, das Spiel ist nicht schlecht. Einfach, nette Stellen im Verkehr, sogar die Audio-Geräusche sind teilweise gut umgesetzt, wenn auch die LKWs nicht sonderlich überzeugen können, was die Ausgabe vom Ton angeht.

FAZIT:
Empfehlenswert für Gelegenheitsgamer. Für Hardcorefans sowieso.
Wer sich bei solchen Games langweilt: Finger weg!
3 Sterne, da es für kurze Zeit für Spaß sorgen kann.
Aber schnell langweilig wird.


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