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Rezensionen verfasst von
Andreas W.

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Perseverance in Change
Perseverance in Change

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein großartiges Dark-Rock / Metal Debüt Album!, 17. August 2012
Rezension bezieht sich auf: Perseverance in Change (MP3-Download)
Bei Apprehension handelt es sich um eine im Jahre 2009 gegründete Melodic-Heavy-Rock Band aus Bayern. Nach der 2010 veröffentlichten, selbst produzierten, EP "Journey to the Upshot", die an der ein oder anderen Stelle noch vermehrt progressive Elemente aufwies, zeigt das Debüt Album ein noch melodischeres, melancholischeres Gesicht einer Band, die mit "Perseverance in Change" einen ganz großen Wurf hingelegt hat und zeigt, dass sie zurecht vom Regio-Musikportal Woidmen 2011 zum "Newcomer des Jahres im Woid" ausgezeichnet wurde.
Das Album umfasst 11 Songs, darunter 2 Instrumentals, lediglich "The Perception 2012" war schon auf der EP zu finden, klingt aufgrund der tollen Produktion allerdings tausendmal besser. Generell haben es die Jungs im Studio geschafft ihren Songs einen klasse Sound zu spendieren. Chapeau an den Produzenten, das bekommen manche Genre-Größen mit einem Millionen Budget nicht besser hin!

1. "A Tide Arises" - 1:20
Klasse Instrumental aus Keyboard und Gitarre zum Einstieg! 5/5

2. "Withstanding The Surge" - 4:34
Das erste große Highlight auf dem Album! Dunkel, melodisch und mit einem guten Riff ausgestattet, beginnt "Withstanding The Surge", das sich lyrisch vor allem um die Angst vor einer ungewissen Zukunft dreht. Dazu ist der Song noch mit einem fantastischem, ohrwurmartigen Refrain ausgestattet, sobald Sänger Flo beginnt "Will I be going under..." zu singen! Klasse! 5/5

3. "Unchained" - 4:23
Go! - dröhnt es aus dem Lautsprecher, und mit "Unchained" beginnt ein ausgesprochen schneller, harter Song! Das Riffing ist erneut sehr düster und leitet in einen großartigen, nach Hoffnung und Träumen herbeisehenden Refrain über. 5/5

4. "The Barricade Is Me" - 5:35
Schon zu Beginn beeindruckt das geniale Riff zu "The Barricade Is Me" und leitet in einen eher ruhigeren, melancholischeren Song über, der lyrisch sehr eindrucksvoll zeigt, wie Menschen sich selbst im Weg stehen können und so ihre Träume zerstören! 4/5

5. "Fields Of Vision" - 4:31
In "Fields Of Vision" zeigt die Band erneut, wie eindrucksvoll sie ruhige, rockige Parts mit hartem, melodischen Metal verbinden kann! Höhepunkte sind eindeutig das geniale Solo und der zweistimmige, großartig gesungene Refrain! 5/5

6. "My Haven In The Haze" - 1:20
Schönes Interludium aus Keyboard und Gitarre! 5/5

7. "Hull Breach" - 3:43
Was für ein Riff! Hull Breach ist ein absoluter Kracher, der härteste Song des Albums und beeindruckt mit einem unglaublich guten Riff, das bestens zum Headbangen geeignet ist. Doch der Song ist nicht nur hart, er hat auch tolle Soli-Passagen und ruhigere Momente, und Sänger Flo meistert auch diese Gesangspassagen sehr, sehr gut! 5/5

8. "The Perception 2012" - 4:59
DER Apprehension Song schlechthin, da er alle Aspekte der Band, ruhige wie härtere Gesangspassagen, lange Strophen und beste Ohrwürmer im Refrain gekonnt miteinander vereint. Vielleicht der beste Song auf dem Album 5/5

9. "Until Darkness Descends" - 4:05
Gibt es auf dem Album etwas zu meckern, dann ist es vielleicht "Until Darkness Descends". Sänger Flo liefert zwar erneut eine gesanglich sehr gute Leistung ab, allerdings bleiben die Gitarren und Riffs etwas blass, ein gutes Solo retuschiert dies zwar etwas, kann aber über den etwas eintönigen Refrain nicht hinwegtäuschen! 2/5

10. "Perseverance In Change" - 3:52
Der Titelsong entschädigt für das etwas eintönige "Until Darkness Descends"! Sänger Flo liefert seine gesanglich beste Leistung ab, da er sein komplettes Können über ruhige und rauhe Passagen zeigen kann und sich sogar ein sehr geiles Growling im Song versteckt hat! "Perseverance In Change" ist ein sehr schneller, mit tollen Riffs und ruhigen Passagen ausgestatteter Song, der erneut in einen unvergesslichen Refrain übergeht, der mit zum Besten gehört, was die 4 Jungs bisher musikalisch geleistet haben! Ganz großes Kino! 5/5

11. "A Thousand Skies" - 5:16
Mit "A Thousand Skies" endet eine sehr abwechslungsreiche Odyssee durch interessante und bewegende Gedankenwelten von 4 jungen Musikern! Erneut bekommt der Hörer einen sehr riff-lastigen, harten Song zu hören, der einen gelungen Abschluss für ein tolles Debütalbum liefert! 4/5

Fazit:

Apprehension liefern mit "Perseverance In Change" ein unglaublich abwechslungsreiches, toll produziertes Debüt Album ab, dass von einem großartigen Songwriting gesegnet ist. Trotz ihrem Drang, sehr harte, groovende Metal Elemente in ihre Songs einzubauen, verfallen die 4 Jungs nie in ein wildes Geknüppel, stehts haben gut arrangierte, nicht verstärkte Gitarren-Passagen den gleich hohen Stellenwert. "Perseverance In Change" sollte jeder, der auf düsteren, melodischen Rock und/oder Metal steht, gehört haben!
4,55 Serne


Living Things
Living Things
Preis: EUR 5,55

0 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Das beste Album seit Meteora, 22. Juni 2012
Rezension bezieht sich auf: Living Things (Audio CD)
Knapp 2 Jahre nach ihrem Konzeptalbum 'A Thousand Suns' veröffentlichen Linkin Park ihr 5. Studio Album und was soll ich sagen? Es ist definitiv ihr bestes, rundestes Album seit Meteora, da es ihnen gelingt zu ihrem Sound aus den 'Hybrid Theory' Tagen mit Rap-Elementen und harten Gitarren auch neuere Elemente aus ihren letzten beiden Alben dazu zu mischen.

1. '"Lost In The Echo"' ' 3:25
Bereits der Opener beginnt mit schnellen, treibenden Beats und zum Refrain gesellt sich eine Melodie dazu, die einem nichtmehr aus dem Kopf gehen will. Vor allem Mike Shinodas Rap-Elemente bringen wohlige nostalgische Gefühle wieder, bis Bennington mit überzeugenden Gesangspassagen in den Refrain übergeht und sich auch mal wieder richtig die Seele aus dem Leib schreien darf! Herrlicher Ohrwurm-Faktor und für mich schon jetzt einer der besten Linkin Park Songs aller Zeiten, der auch auf Hybrid Theory seine Daseins-Berechtigung gehabt hätte! 5/5

2. '"In My Remains'" ' 3:21
Shinoda muss sich in dieser rockigen Nummer, die auch gut auf 'Minutes to Midnight' passen würde zwar mit Rap-Elementen zurückhalten, dafür begeistert das perfekte Zusammenspiel mit Frontmann Bennington. Vor allem der zweite Teil des Songs ist auch mit tollen Lyrics und einer superben Melodie ausgestattet, die sich in den Gehirnwindungen festsitzen wird! 4/5

3. "'Burn It Down'" ' 3:52
'Burn It Down' kennen wir inzwischen bereits alle, schließlich wird der Song während der Fußball EM auf- und abgespielt! Ähnlich wie der Opener aufgebaut, kleckern Linkin Park auch hier nicht und verbinden gekonnt moderne Elemente ihres Sounds mit ihren alten Tagen. 5/5

4. '"Lies, Greed, Misery'" ' 2:27
'Lies, Greed, Misery' heißt der 2 ' Minuten kurze Song, der vor allem von einem tollen Rap-Part und einem stark verzerrt kreischendem Bennington geprägt ist und vor allem lyrisch wieder sehr an die Anfangstage erinnert. Klasse! 5/5

5. '"I''ll Be Gone"' ' 3:31
'I'll Be Gone' vermittelt eine pop-rockige, Hoffnung schürende Stimmung und erinnert mich deshalb sehr stark an die Single 'New Divide' und bietet leider auch im Aufbau keine großen Überraschung. Neben einem stark singenden Jester Bennington fehlt es diesem Song aber stark an Abwechslung. 3/5

6. '"Castle Of Glass"' ' 3:25
'Castle of Glass' ist eine über weite Strecken ruhige, schöne Nummer mit gewohnt tollen harmonischen Gesangslinien. Leider fehlt es etwas an Pepp vor allem im letzten Drittel des Songs. Gerade bei diesem Song fiel mir auf wie oft Linkin Park, vor allem in der nahen Vergangenheit nach dem Schema Strophe ' Refrain ' Strophe ' Refrain vorgingen und mich damit nicht wirklich überzeugen konnten. 2/5

7. '"Victimized"' ' 1:47
Berichte von großen Musikportalen, die 'Victimized' als härtesten Song in der Karriere von Linkin Park beschreiben, kann ich nur bedingt zustimmen. Bennington schreit sich zwar wie selten zuvor die Seele aus dem Leib, das Tempo ist hoch und bietet zum Ende hin Elemente aus dem Thrash Metal, aber irgendwie will der Funke noch nicht so ganz überspringen. Liegt es einfach an der Kürze des Songs oder an der fehlenden Melodie im Refrain, welche die meisten großartigen Linkin Park Songs auszeichnet? Dennoch wird 'Victimized' sicherlich ein netter Live-Kracher werden, der zum moshen einlädt! 3/5

8. '"Roads Untraveled"' ' 3:50
Im Stile von 'Castle of Glass' geben Linkin Park hier eine ruhigere, rockig poppige Nummer zum Besten, die zum Träumen und Abschalten einlädt. Würde der Song im Kontext eines düsteren Albums stehen, könnte sich fast Melancholie breitmachen. Im Gegensatz zur Nummer 6 des Albums überzeugt aber hier auch das Ende des Songs. 4/5

9. '"Skin To Bone"' ' 2:49
Endlich kommen wieder starke Beats zum Vorschein, die vor allem die ersten Songs auszeichnen und einen düsteren Song untermauern in dem erneut das Zusammenspiel der beiden Sänger perfekt aufeinander abgestimmt ist. Top, leider etwas zu kurz! 4/5

10. '"Until It Breaks"' ' 3:44
Beats und Rap-Elemente stehen zunächst im Vordergrund bis Bennington mit klarer Stimme in den Refrain übergeht um anschließend wieder von Shinodas Rappart unterbrochen zu werden! Sehr abwechslungsreicher , cooler, mit einer tollen Melodie ausgestatteter Song der gegen Ende auch einen aus 'A Thousand Suns' bekannten Chorus bereit hält! Klasse! 5/5

11. '"Tinfoil"' ' 1:12
Tinfoil ist ein kleines, düster wirkendes Intermezzo mit einer Pianomelodie im Vordergrund, die von Beats begleitet wird. Nichts außergewöhnliches, aber ganz nett. Bereit den abschließenden Song vor. 3/5

12. "'Powerless"' ' 3:44
'Powerless' ist DIE Balade des Albums. Und obwohl sie vom Songaufbau aus der Schmiede eines Dieter Bohlen kommen könnte, weiß sie zu gefallen, da, wie auf dem gesamten Album, die Sänger hervorragend harmonieren und eine unglaublich eingängige, ohrwurmhafte Melodie tragen.
Höhepunkt des Songs ist der Abschluss, in dem Sänger Jester Bennington sein gesangliches Können zur Schau stellt. Ich traue mich wetten, dass sie mit einer Single-Auskopplung von 'Powerless' die Charts stürmen werden. 4/5

Fazit:
Summa Summarum haben wir es hier mit dem Besten Linkin Park Album seit Meteora zu tun, vor allem 'Lost In The Echo' ist für mich ein Highlight in der Diskographie von Linkin Park, die nach dem durchwachsenen 'Minutes To Midnight' und dem interessanten, aber nicht gänzlich überzeugenden Konzeptalbum 'A Thousand Suns' wieder einen Großteil der Anhängerschafft glücklich stimmen wird. Der Sound wurde hervorragend abgemischt und ist mit guten Kopfhörern ein Genuss!
Ich freue mich jetzt schon auf das nächste Album und hoffe, dass sie einige Schwachpunkte im Songaufbau verbessern oder zumindest besser retuschieren.
4/5 Sternen


Diablo III - [PC/Mac]
Diablo III - [PC/Mac]
Preis: EUR 28,34

9 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Zwischen Himmel und Hölle...(Update: ab in die Hölle!), 6. Juni 2012
= Spaßfaktor:2.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Diablo III - [PC/Mac] (Computerspiel)
*Update am 21.07.2012 unterhalb des ursprünglichen Fazits zu lesen*

1. Die Geschichte
2. Die Technik
3. Die Klassen
4. Das Skillsystem
5. Die Items und das Auktionshaus
6. Der Schwierigkeitsgrad
7. Der Onlinezwang
8. Die Kundenbewertungen
9. Fazit

Guten Tag!

Schon im Vorfeld war für mich klar, dass ich eine Rezension zu dem wahrscheinlich am meist erwarteten Spiel des Jahres 2012 schreiben werde. Grund dafür ist, dass ich ein Diablo-Fan der ersten Stunde bin und sehnsüchtigst auf den Release des Spiels gewartet habe. Das ich hier bei Amazon allerdings schon über 3700 Kundenbewertungen vorfand, erstaunte mich dann doch sehr, ebenso wie die sehr niedrige Bewertung von (momentan) 2 Sternen. Auch dazu möchte ich später einige Worte sagen.
Bevor ich nun auf einige wichtige Aspekte des Spiels eingehen werde, sie prüfen und kritisieren werde, möchte ich alle 'Lesefaulen' darauf hinweisen, dass ich am Ende meiner Rezension ein Fazit ziehen werde, zu dem vorgesprungen werden kann. Allen anderen wünsche ich eine, mit Abstrichen, möglichst objektive Berichterstattung geben zu können und würde mich auf Kommentare und Diskussionen freuen!

1. Die Geschichte

In der Diablo Spielereihe befinden wir uns in der Welt Sanktuario, in der wieder das Böse wütet. Vor 20 Jahren wurden Diablo und seine Geschwister Baal und Mephisto, die als die drei großen Übel bezeichnet werden, besiegt und ihre Seelensteine zerstört. Lediglich Belial, Herr der Lüge und Azmodan, der Herr der Sünde, zwei der vier kleinen Übel, sind verblieben. Als ein Komet in die Kirche von Neu Tristram einschlägt und eine Welle von Dämonen mit sich bringt werden Abenteurer angelockt, die das Böse aufsuchen und zerstören wollen. Die Reise des Spielers führt ihn durch dunkle Friedhöfe und Gruften, in eine riesige Wüstenstadt, auf eine Befestigungsanlage, die belagert wird ('Die zwei Türme' lassen grüßen) und am Ende sogar in den Himmel.
Die Geschichte von Diablo I und II wird im dritten Teil gelungen fortgesetzt unter anderem trifft man auf viele altbekannte Charaktere. Wer Wert auf Figuren, Charaktere und Geschichte legt sollte sich unbedingt über die Protagonisten aus den ersten beiden Spielen informieren, denn verschiedene Dialoge, Tagebucheinträge, Motive und Figuren werden Neueinsteiger zu Beginn eher verwirren als ihnen helfen.
Hat man allerdings Diablo I + II gespielt, Bücher zu der Reihe gelesen oder sich auf den vielen tollen Diablo Fanseiten und Wikipedias eingelesen, kann man durchaus große Freude an der Geschichte haben, die von schönen Zwischensequenzen und grandiosen Cinematics, wie man es von Blizzard gewohnt ist, abgerundet wird. Zu Bemängeln habe ich lediglich, dass einige Dialoge, besonders die der Bossgegner, sehr pathetisch wirken und sich vor allem am Klischee der Überheblichkeit der Bösewichter bedienen. Weniger wäre hier oft mehr gewesen.

2. Die Technik

Auch technisch habe ich sehr wenig auszusetzen. Der 'comichafte' Grafikstil wird zwar immer noch heiß diskutiert, aber im Großen und Ganzen ist Blizzard ein sehr atmosphärisches Design der Welt gelungen. Alles wirkt wie aus einem Guss. Natürlich ist sie nicht mehr ganz zeitgemäß, ich denke einige höhere Texturen wären durchaus auch toll gewesen, aber dies ist nur ein kleiner Wermutstropfen. Denn das Spiel lässt sich auch auf drei bis vier Jahren alten Rechnern noch sehr gut spielen und das ohne große Einbussen ' stellenweise brechen aber auch bei mir die FPS leicht ein. Es blitzt und donnert besonders mit mehreren Spielern über den Bildschirm, dass es nur so eine Pracht ist. Die gelungenen Animationen runden das gute Gesamtbild ab.

Soundtechnisch ist auch alles gelungen wenn auch nicht ganz so gut wie in anderen Blizzard Spielen, z.B. World of Warcraft, das einen deutlich besseren Soundtrack bietet. Prachtstück ist und bleibt für mich aber die deutsche Synchronisation. Namhafte Sprecher von Russel Crowe, Tobey McGuire, Hugh Jackman, Angelina Jolie, Uma Thurman und vielen weiteren Stars bieten ein grandioses Sprechergremium, das ich mir bei vielen anderen Spielen ebenfalls gewünscht hätte. Top!

3. Die Klassen

Mit 5 Klassen darf in Diablo III gespielt werden: Dem Barbar, einem wütenden Nahkämpfer, der mit großen Zweihandwaffen ebenso gut Schaden machen kann wie mit zwei Einhandwaffen. Perfekt für all jene geeignet, die ihre Gegner 'Hack and Slay' typisch einfach nur kleinmetzeln wollen.
Der Mönch, ein weiterer Nahkämpfer, der zwar Waffen trägt, aber stets mit seinen Fäusten und Tritten um sich schlägt. Seine Heilzauber und Mantras, sind äußerst hilfreich um die eigene Gruppe länger am Leben zu halten und Gegner zu schwächen.
Die Zauberin beschwört Elemente und ist, unter Anderem, in der Lage ganze Gegnerhorden, z.B. mit Frostzaubern zu verlangsamen um sie so einfacher zu töten (Stichwort: 'kiten')
Der Hexendoktor beschwört, ähnlich dem Totenbeschwörer in Diablo II, Kreaturen zur Hilfe herbei, die für ihn kämpfen. Mit seinem Blasrohr pustet er verbleibende Gegner einfach um ' eine elegante Mischung aus Fernkämpfer und Magier.
Der Dämonenjäger ist der Fernkämpfer unter den spielbaren Klassen. Er kann mit Armbrüsten und Bögen Gegner aus sicherer Distanz töten und sie mit Fallen verlangsamen oder vergiften. Ähnlich wie der Zauberer eignet er sich bestens zum 'kiten'.

Die Klassen spielen sich äußerst abwechslungsreich. Unentschlossene sollten die Klassen einfach bis Level 13 (dies ist auch mit einem Gästepass von Freunden kostenlos, oder über diverse Auktionsseiten günstig möglich) anspielen und ihren 'Favoriten' wählen. Jede Klasse hat 2 Primärattacken, die mit der linken und der rechten Maustaste ausgeführt werden, sowie 4 weitere Fähigkeiten, die beim Leveln nach und nach dazukommen. Dies führt uns auch zum nächsten Punkt:

4. Das Skillsystem

Anders als in Diablo II, Torchlight oder Titan Quest hat man in Diablo III nicht die Möglichkeit Attributspunkte , wie Stärke oder Geschicklichkeit seinem Charakter beim Levelaufstieg zuzuweißen ' dies geschieht automatisch. Auch Skilltrees gibt es keine mehr.
Das neue Skillsystem erlaubt es jeder Klasse aus 6 unterschiedlichen Fähigkeitsbereichen Fähigkeiten auszuwählen (4 Fähigkeiten pro Bereich, macht 24 Fähigkeiten für jede Klasse) und diese Fähigkeiten mit Runen, die man beim Levelaufstieg erhält zu individualisieren. Ich empfinde dieses System als äußerst gelungen, ähnlich dem Fähigkeitssystem bei Guild Wars, da es ein verskillen unmöglich macht, auch weil viele Bosse und Gegner (in höheren Schwierigkeitsgraden) unterschiedliche Taktiken und Herangehensweisen erfordern.
Dennoch gefiel mir das Skillsystem beim Vorgänger besser, da ich, rein subjektiv, meinen Charakter mehr individualisieren konnte und ihn so mehr ins Herz schloss. Auch ist der Wiederspielwert desselben Charakters (mit Ausnahme des Hardcore Modus) nicht gegeben, wie es noch in Diablo II der Fall war.
Zu meinem Charakter in Diablo III fehlt diese 'Herzensbindung' doch sehr, er unterscheidet sich zu denen anderer Spieler lediglich in der Ausrüstung.

5. Die Items und das Ingame ' Auktionshaus

Mit Sicherheit einer der meist diskutierten und umstrittenen Punkte seit dem Release vor 3 Wochen. Da das Echtgeld ' Auktionshaus noch nicht veröffentlicht wurde, werde ich deswegen keine Worte verlieren und einen Erfahrungsbericht nachreichen, wenn es verfügbar ist.

Die Items sind sehr schick gestaltet, nur sehr selten kommt es vor, dass ich z.B. einen prächtigen Kriegshelm mit Hörnern gegen eine hässliche Lederkappe eintauschen muss, die meinem Charakter viel von seinem heldenhaften Flair raubt, nur weil sie bessere Stats hat.
Das eigentliche Problemfeld sind zum einen die niedrige Droprate von legendären und Setgegenständen zum anderen deren sehr schlechte Eigenschaften. Die meisten blauen und gelben (!) Gegenstände sind weit besser als legendäre Items, die man so gut wie nie (ich hatte noch keinen Drop nach 100 Stunden Spielzeit) zu Gesicht bekommt ' meiner Ansicht nach ein Designschnitzer von Blizzard, der dringend ausgebügelt werden müsste.
Das nächste Problemfeld ist das Auktionshaus, denn seien wir ehrlich: Man spielt Hack and Slay Titel und tötet Monster um an bessere (eigentlich legendäre, den Charakter einzigartig machende) Ausrüstung zu kommen. Es stellt sich also die Frage ob das Auktionshaus die Langzeitmotivation des Spiel raubt. Meine Antwort: JEIN!
Benutzt man das Auktionshaus äußerst sparsam und kauft nur Gegenstände, wenn der Schwierigkeitsgrad stark anzieht und man kein Dropglück hat ist es ein wohlwollendes Gefühl, sich endlich wieder einfacher durch die Gegnermassen zu metzelen. Gold mit seltenen Gegenständen zu verdienen und anderen Spielern eine Freude damit zu machen ist übrigens auch ein tolles Gefühl. Ich habe es immer gehasst meine oft liebgewonnenen Gegenstände bei einem Händler verkaufen zu müssen. Es ist angenehm, aber keine Pflicht, sich bessere Items zu kaufen, jedenfalls in den ersten 3 Schwierigkeitsgraden.

6. Der Schwierigkeitsgrad

Diablo III bietet 4 Schwierigkeitsgrade, die stets ein Kern der Langzeitmotivation der Serie darstellten. Die Stufen sind: Normal, Alptraum, Hölle, Inferno.
Der Normale Schwierigkeitsgrad ist für all jene konzipiert, die zum ersten Mal in den Genuss eines Hack and Slay Titels kommen und eignet sich dafür die Story, Charaktere, Quests und Fähigkeiten des Spiels zu ergründen (am Besten einmal alleine spielen wenn einem Atmosphäre wichtig ist, da jede Gruppe ein sehr eigenes Spieltempo entwickelt) und zu lernen. Herausfordernd ist er nicht.
Die Schwierigkeitsgrade Alptraum und Hölle bieten stärkere Gegner mit mehr Leben, vor allem sogenannte 'Champs' brachten mir einige Tode ein, bis ich das Auktionshaus nutzte und mir eine Waffen kaufte mit denen ich durch Alptraum und Hölle, mit wenigen Ausnahmen, sehr bequem durchkam. Auffallend ist für mich vor allem, dass Boss- und Endgegner oft viel leichter zu besiegen sind als diverse Monstergruppen.
Bis hierhin gestaltet sich alles als sehr gut, nach etwa 60 Stunden Spielzeit erreichte ich den ersten Akt im Inferno Schwierigkeitsgrad. Für viele fängt hier das Spiel erst richtig an (Stichwort: 'Endgame') und auch mir gefällt der bockschwere, oft unfaire Schwierigkeitsgrad eigentlich richtig gut, da ich jemand bin der, im Gegensatz zu vielen anderen, Spaß daran findet, sich minutenlang zu konzentrieren, Gegner durch Räume zu kiten und ihnen Fallen zu stellen bis sie sterben.
Allerdings muss ich zugeben, dass mir langsam 'die Puste' ausgeht, was vor allem daran liegt, dass ich keine nennenswerten Drops bekommen habe (es sei an dieser Stelle anzumerken / hinzuzufügen, dass magische, seltene sowie legendäre (!) Gegenstände zufällige Attribute erhalten, die meiner Klasse nicht dienlich sind) und an dieser Stelle auf das Auktionshaus angewiesen bin, um weiter progressiv spielen zu können.
Ich möchte mich hiermit garnicht gegen den Schwierigkeitsgrad aussprechen, da ich es gut finde, dass nicht jeder 0815 Spieler nach 3 Wochen das Spiel gemeistert hat. Man muss sich schließlich fragen, ob es das einem Wert ist, dutzende Stunden nach Gegenständen zu farmen, nur um diese Herausforderung gemeistert zu haben. Meine anfängliche Motivation sinkt aber momentan rapide, was vor allem auf die schlechte Itemdroprate zurückzuführen ist.

7. Der Onlinezwang

Versuchte ich bisher in meiner Rezension möglichst objektiv zu bleiben, will ich auch noch einige subjektiv wahrgenommene Punkte ansprechen. Ein weiterer großer Kritikpunkt meinerseits ist der Zwang stets online sein zu müssen, vor allem wenn es dadurch nicht möglich ist das Spiel vernünftig zu spielen, wie es in den ersten beiden Wochen der Fall war, da es große Probleme mit den Servern gab. Inzwischen sind die meisten Serverprobleme wohl behoben und auch die Latenzen zeigen gute Werte an, Verbindungsabbrüche hatte ich seit einer Woche ebenfalls keine mehr.
Fakt ist aber, dass ich es sehr schade finde, immer noch auf Diablo II (oder gleichwertige Spiele) zurückgreifen zu müssen, wenn ich eine Offline spielen möchte, oder mit meinen Freunde eine LAN ' Party veranstalten will. Dies ist für mich ein großer Minuspunkt, aber auch nicht mehr und nicht weniger, wenn auch wohl der einzig richtige und nachvollziehbare Weg, das Battle.Net von Betrügern sicher zu halten. (zwecks der Speicherstände und Modifizierbarkeit der Charaktere) Denn das Geschrei der großen Diablo Community wäre nicht weniger groß, wenn Spieler benachteiligt würden.

8. Die Kundenbewertungen

Der Onlinezwang ist für mich ein Minuspunkt, keine Frage, aber auch kein Grund, wie viele, viele andere Rezensenten hier, eine Wutwelle auszulösen und vom Kauf eines genialen Spiels abzuraten. Denn viele Menschen fühlen sich in Zeiten von Acta und Co. sofort in ihrer Freiheit und ihren Daten beraubt (siehe Amazon Rezension zum Topspiel 'Battlefield 3') und mutieren zu hirnlosen Mitläufern und geben selten lächerliche Verschwörungstheorien Preis, die sie sie irgendwo aufgeschnappt haben.
Versteht mich nicht falsch, ich habe nichts dagegen seine Unmut gegenüber Plattformen wie Origin, Steam oder DRM Problemfällen wie Diablo III Kund zu tun. Ich habe etwas dagegen gefährliches Halbwissen zu verbreiten und eine stark subjektivgefärbte und irreführende Rezension zu lesen, die dem eigentlichen Produkt, wie hier, in keiner Weise gerecht wird.
Beim Durchlesen einiger 'kritischer' 1-2 Sterne Rezensionen, die sehr postiv bewertet werden, muss ich mich zudem fragen, ob es sich bei den Rezensenten um, verzeiht, den Ausdruck, Knalldeppen handelt. Wenn das Skillsystem, wie bei der Rezension von McHard 'mchard' als Sonderschüler-gerecht beschrieben, der Rezensent, die deutsche Rechtschreibung, vor allem aber die Groß- & Kleinschreibung selber nicht besser zu beherrschen weiß und dafür noch Anklang findet, darf sich jeder selbst seinen Teil dazu denken.
Der Großteil der Kundenbewertungen scheint ein Frustauflauf von Gehypten zu sein, die die Serverproblematik als Grundlage für eine 1 Sterne-Bewertung herzieht, für andere ist es der Inferno Schwierigkeitsgrad oder das Auktionshaus. Da wird dann auch schnell vergessen, dass man bis dahin eigentlich fürstlich unterhalten wird ' wenn man denn will.

9. Fazit

Ich habe Diablo III 60 Stunden sehr genossen und hatte Spaß mit einem PC Spiel wie seit Jahren nicht mehr. Die letzten 40 meiner 100 Stunden Spielzeit verbrachte ich (bisher) mit Farmen, kiten und sterben, sterben und sterben im Infernomodus ' und ich habe immer noch Spaß daran auch wenn der Spaß aufgrund der Itemproblematik nachlässt. Die Geschichte ist schön, technisch ist alles auf einem hohen Niveau und auch die Klassen wissen zu überzeugen. Das Skillsystem ist sicherlich gewöhnungsbedürftig und leider die einzige große Innovation in Diablo III. Denn Blizzard geht mit seinem neuen Meisterwerk einen sehr sicheren Weg ' auch durch den Onlinezwang, der vielerorts keinen Anklang findet.
Natürlich trüben die schlechten legendären Gegenstände das Gesamtbild. Ja, der Inferno Schwierigkeitsgrad ist sicher nicht für die breite Masse geeignet und auch dem kommenden Echtgeld-Auktionshaus stehe ich sehr kritisch gegenüber und werde es zu gegebener Zeit in meine Kritik einfließen lassen.
Fakt ist aber auch, dass das Spiel, wenn man die Vorgänger und Hack & Slay Titel so sehr schätzt wie ich, einem unglaublich viel Spaß bereiten kann ' wenn man es denn will!

*Update, 21.07.2012*
Tja, was soll ich sagen, inzwischen hat sich nach etwa 120 Stunden der Spielspaß von Diablo 3 verabschiedet und in verständnisloses Kopfschütteln umgewandelt. Der Release des Real-Money Auktionshaus brachte das wahre Gesicht des Spiels zum Vorschein: einem dreisten Pay2Win Titel! Es ist unmöglich das Spiel ab Mitte des zweiten Aktes in Inferno weiterzuspielen ohne sein komplettes (!) Gear mindestens einmal vollständig durch im AH gekaufte Items auszutauschen. Meinen ersten größeren Einkaufsbummel im AH fand ich noch ganz witzig, da ich für sehr geringe Preise ausgezeichnete Ware "ergattern" konnte. Allerdings wird einem dann erst klar, mit was man es zu tun hat. Konnte man sich im Vorgänger noch über sein selbst erspieltes Gear freuen, egal wie gut oder schlecht es war, wird einem durch das AH in Diablo 3 stets vor Augen geführt, dass es immer bessere Items als die eigenen gibt! Unglaublich demotivierend, selbst für Leute, die das Auktionshaus nicht nutzen sollten.
Die Krönung der Frechheit ist aber die Tatsache, dass es bei dem einen Mal umtauschen nicht bleibt. In Akt 3 angekommen, bedarf es spätestens bei dem Gegner Grom wieder einer komplett differenzierten zusammengekauften Ausrüstung - zusammengekauft, weil im Spiel selbst nach dem Patch 1.03 noch keine brauchbaren Gegenstände für den eigenen Charakter droppen, ausgesprochen selten überhaupt brauchbare Gegenstände. (und die sind nur für andere Charaktere von Nutzen)
Neues Fazit: Das Spiel macht Spaß, keine Frage, aber inzwischen habe selbst ich keine gute Meinung mehr von dem Spiel, da ich es für moralisch verwerflich halte, Leute mit einem guten Spiel für 40 bis 60 Stunden zu locken um sie anschließend zum Geldbeutel greifen zu lassen um weiterzuspielen (mehr oder weniger!) zu dürfen und motiviert zu bleiben. Dabei hätten sie lediglich die Itemizierung in Griff kriegen müssen um den Spielspaß aufrecht zu erhalten - klar,dass dann allerdings weniger Gegenstände im Auktionshaus verkauft werden und der Entwickler weniger Geld damit verdient.
Ich bin enttäuscht, sehr sogar, da mir das Spiel, wie oben beschrieben, große Freude bereitete. Da ich es aber aufgrund der im Update beschriebenen Problematik nach etwa 3 Wochen Spielspaß gar nicht mehr gespielt habe, auch nicht mehr vorhabe zu spielen und Diablo 3 inzwischen sogar wieder von meiner Festplatte verschwunden ist, werde ich das Spiel auf 2 Sterne abwerten, bis es größere Änderungen am Spieldesign geben wird.
Kommentar Kommentare (7) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jun 7, 2012 4:28 PM MEST


Dungeons & Dragons - Anthology (Baldur's Gate) - [PC]
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Wird angeboten von Ihr-Heimkino-
Preis: EUR 69,95

7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Einige der größten Klassiker des RPG..., 16. April 2012
= Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen 
...garantieren mit dieser Meistersammlung Spielspaß für hunderte Stunden!

Über die Spiele möchte ich keine langen Reden halten.
Die Baldurs Gate Serie gehört (für mich) zu den besten Rollenspielen, die ich je gespielt habe! Selbst aktuelle Spiele wie Dragon Age bereiteten mir nicht so viel Spaß, denn die Welt in Baldurs Gate wirkt einfach weniger kitschig, die Dialoge sind unübertroffen gut ebenso wie die Haupthandlungen um den Sohn des Gottes Bhaal!
Icewind Dale I und II sind für mich "Light Versionen" von den Baldurs Gates Spielen, da hier Kämpfe in düsteren Dungeons, winterlichen Berglandschaften überwiegen. Nichtsdestotrotz überzeugte mich das Spiel, da es eine packende Haupthandlung bietet und die Möglichkeit inkludiert eine eigene "Party", so der Fachbegriff für eine Abenteurergruppe zu erstellen.
Planescape Torment - Hier stehen eindeutig die Gespräche und Geschichten um einen Untoten, der schon viele Leben gelebt hat, aber sich an keines erinnern kann, im Vordergrund. Auf der Suche nach seiner Identität begleitet der Spieler den "Namenlosen", so der Name des Hauptprotagonisten durch irreale Welten. Fokus liegt in Planescape Torment dennoch auf den Dialogen.
The Temple Of Elemental Evil - Kannte das Spiel bisher noch nicht, und habe es lediglich kurz ausprobiert. Im Gegensatz zu den anderen enthaltenen Spielen überzeugt mich die Grafik hier nicht sonderlich (obwohl das Spiel jünger ist) - zu Handlungen und Quests kann ich noch nichts sagen.

Stichwort Grafik - Da es sich hier um gut 10 Jahre alte Spiele handelt darf keine 3D Grafik alla Dragon Age oder Mass Effect erwarten. Dennoch wissen die schön gemalten Landschaften und Städte zu überzeugen, da sie, z.B. in Baldurs Gate 2 vor Details nur so strotzen und mir auch heute noch gefallen!

Stichwort Anthology Inhalt:
Die DVD beinhaltet die DEUTSCHEN (!) Versionen aller Spiele - teilweise sind Zwischensequenzen (The Temple Of Elemental Evil) aber in Englisch - mit deutschen Untertiteln. Weiters liegen in der DVD Hülle noch ein Werbeblatt für ein Facebook Spiel, sowie eine Beschreibung der Spiele über 7 Seiten. Handbücher liegen als PDF's anbei! Probleme bereitete mir die erste von zwei DVDs, die weder bei meinem DVD Laufwerk, noch bei dem meines Bruders fehlerfrei funktionierte obwohl keine Kratzer vorhanden waren. Sehr ärgerlich, da sich die Installation so über mehrere Stunden hinwegzog!

Fazit:
Für etwa 20€ bekommt man hier eine Sammlung, teilweise vergriffener Spiele (Thron des Bhaal auf Deutsch), die hunderte Stunden nostalgischen Spielspaß garantieren. Abzüge im materiellen Verpackungsumfang dürfen da gerne in Kauf genommen werden!
Kommentar Kommentare (9) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jul 8, 2012 1:03 AM MEST


Unto The Locust (+DVD)
Unto The Locust (+DVD)
Preis: EUR 22,36

41 von 49 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unto the Locust - Album des Jahres 2011?, 23. September 2011
Rezension bezieht sich auf: Unto The Locust (+DVD) (Audio CD)
Lange habe ich mich darauf gefreut, schließlich gilt der Vorgänger "The Blackening" inzwischen ja als ein Meilenstein und Klassiker der harten Musik und wurde u.a. auch als Album des Jahrzehnts ausgezeichnet! Nach 4 Jahren erblickt nun der Nachfolger "Unto The Locust" das Licht der Welt und schnell war meine anfängliche Skepsis verlogen, als ich bemerkte, dass das Album über nur 7 Songs verfügen würde (man stelle sich nur vor sie hätten den ein oder anderen Totalausfall auf die Scheibe gepackt):

1. "I Am Hell (Sonata in C#)" - 8.26
Robert Flynn beginnt mit einem mehrstimmigen Chor! Absolute Gänsehautatmosphäre! Der Song nimmt langsam Fahrt auf und vereint im Mittelteil die gewohnten Machine Head Qualitäten: Schnelle Soli und Riffs, präzises und abwechslungsreiches Drumming und einen wütenden Robert Flynn, der seine beste Gesangsleistung auf "Unto The Locust" darbietet! Unterm Strich bleibt ein über 8 1/2 Minuten (!) nie langweilig werdender Track, mit genialem Refrain, irren Soli und einem Akkustikpart am Ende des Stückes, der Erinnerungen an Metallica in ihren 80ern weckt! 5/5

2. "Be Still And Know" - 5.44
Mit knapp 6 Minuten haben wir es hier mit dem kürzesten Track des Albums zu tun. Der Song ist eher im Midtempobereich angesiedelt und bietet einen absolut überzeugenden Refrain und gegen Ende liefern sich die beiden Gitarristen Demmel und Flynn eine irre Solischlacht! Klasse! 5/5

3. "Locust" - 7.37
Der schon im Vorfeld bekannte Song "Locust" wurde auf dem Album nochmal neu abgemischt und klingt so nochmal eine ganze Nummer besser! Ein geniales Mainriff folgt gewohnt abwechslungsreichen Passagen aus hartem und klarem Gesang, aus Soli und ruhigeren Momenten! Machine Head, wie ich sie liebe! 5/5

4. "This Is The End" - 6.12
Nach mehrmaligem Hören, vielleicht mein Favourite des Albums! Die Metallica-like Akustik-Gitarren werden nach knapp einer Minute halsbrecherisch unterbrochen und Machine Head überrollen alles und jeden! Wieder gibt es einen genialen Refrain, der sich nach mehrmaligem Hören schnell zum Ohrwurm entwickeln wird! Trotz der Länge des Songs bieten die vier Amerikaner einen unglaublich abwechslungsreichen Songaufbau und schaffen es den Spannungsbalken, wie auf dem gesamten Album stets hoch zu halten! Genial! 5/5

5. "Darkness Within" - 6.28
Für mich der ungewöhnlichste Machine Head Song bis dato. Der Song beginnt balladesk und ist am ehesten noch mit "Days Turn Blue To Grey" oder "Descend The Shades Of Night" von "Through The Ashes Of Empires" zu vergleichen! Einmal mehr merkt man, wie gut Robert Flynns Stimme geworden ist. Der Song selbst ist auch ein absolutes Highlight, man merkt stets, dass sich die Band auf "Unto the Locust" weniger vertrackt vorgeht als auf dem Vorgänger und stehts sehr zielgerichtet spielt! 5/5

6. "Pearls Before The Swine" - 7.19
Sucht man nach einem Aussetzer, oder dem Haar in der Suppe, findet man ihn bei Track #6! "Pearls Before The Swine" bietet zwar erneut geniale Soli, guten Gesang und vielleicht den schnellsten Track des Albums, leider wirkt er etwas vertrackt und in sich nicht ganz stimmig! Im Gesamtbild würde dieser Song auf "The Blackening" aber einen recht guten Eindruck machen, da er mit seinem Aufbau und der Stimmung eher an den Vorgänger erinnert! 4/5

7. "Who We Are" - 7.11
Der Abschlusssong beginnt mit einem Kinderchor und Trompeten! Sehr gewagt, aber auch sehr gelungen bietet dieser Song alles was Machine Head auf "Unto The Locust" ausmacht: Geiler Mitsingrefrain, messerscharfe Gitarren, einen Rob Flynn in Bestform und irre, irre Soli! Ein absolutes Highlight zum Abschluss des Albumkonzepts, 3 weitere Songs (2 Cover + 1 Akkustikversion von "Darkness Within) gibt es noch auf der Deluxe Edition! 5/5

Fazit:
10/10 Punkten - bzw. 5/5 Sternen!

Das in meinen Augen beste Machine Head Album gemeinam mit "Burn My Eyes" und "The Blackening"!
Ich würde es "The Blackening" sogar bevorzugen, weil:
- "The Blackening" mir oft zu vetrackt war und manche Songs nicht auf den Punkt kamen!
- Die (reguläre) Spielzeit von 49 Minuten wie im Winde vergeht und an keiner Stelle des Albums Langeweile aufkommt!
- Die 3 Bonussongs, vor allem das Cover "The Sentinel" absolut klasse ist!
- Machine Head kein 2. "The Blackening" machen wollten, sondern ein kompakteres und melodischeres Werk schaffen wollten - 1A gelungen!
- "Unto The Locust" mit seinen bärenstarken Songs schon jetzt für mich das Zeug zum Metal-Klassiker hat!

Ich kann nur eine absolute Kaufempfehlung aussprechen und es auch jedem ans Herz legen, der mit "The Blackening" wenig anfangen konnte! Mit der Deluxe Edition von "Unto The Locust" bekommt jeder Metal-Fan enorm viel für sein Geld!
Für mich ein ganz heißer Kandidat auf das beste Metal Album des Jahres 2011!
Kommentar Kommentare (7) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Nov 9, 2011 2:53 AM CET


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20 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Trivium - In Waves / Update 07.08.2011, 5. August 2011
Nach den bereits bekannten Songs "In Waves", "Inception Of The End" & "Dusk Dismantled", die bereits seit Wochen im Internet grassieren halte ich jetzt endlich die Limited Edition von "In Waves" in meinen Händen und will jetzt nach zweimaligem Durchhören hier meine Meinung kundtun:

1. "Capsizing The Sea": Das eineinhalb Minuten lange Intro klingt in den ersten Sekunden nach einem Zwischenstück, das stark an Linkin Parks "A Thousand Suns" erinnert. Nach und nach kommen Schlagzeug und Gitarren hinzu, der Song baut sich auf, und plötzlich... (2/5) *Update*(*/5)

2. "In Waves": "IN WAAAAAVES" brüllt es aus den Lautsprechern, ganze viermal wird es wiederhohlt. Den Übergang vom Intro fand ich persönlich nicht sehr gelungen, dafür ist der Titeltrack ein klasse Song! Die Produktion weiß zu gefallen, ebenso wie die Instrumentalfraktion eine überzeugende Arbeit leistet. Der Track wird sicher bei Liveshows super ankommen, mit der Zeit fehlt es ihm aber an Abwechslung aufgrund des einfachen Songaufbaus ist der Song mit gut fünf Minuten auch deutlich zu lange! (3/5)

3. "Inception Of The End": "Sacrifice all your Fear!" lautet das Motto des dritten Songs, das flott daherkommt, abwechslungsreichen Songaufbau bietet, mit Blastbeats ausgestückt ist und einen klasse gesungenen Refrain hat! (4/5)

4. "Dusk Dismantled": oder einfach "In Waves 2.0". Matt Heafy brüllt sich durch diesen Song, von klarem Gesang selbst im Refrain keine Spur. "Dusk Dismantled" wird wie "In Waves" brav im Refrain durchgebrüllt und oft wiederholt. Wer Metalcore sucht, sucht vergebens, denn hier wird "gethrasht"! Auflockernd sind ein gutes Solo und ein klasse Schlagzeugspiel, das den Song vor der Belanglosigkeit schützen! (3/5)

5. "Watch The World Burn": Für mich das erste richtige Highlight auf "In Waves". Matt Heafy scheint wieder gefallen am Singen gefallen zu haben, auch gelegentliche Shouts werden eingebaut! Der Refrain geht schnell ins Ohr, und bleibt dort auch für lange, lange Zeit, soviel kann ich nach nur zweimaligem Hören versprechen! (5/5)

6. "Black": Es folgt ein weiterer klasse Song, der sich so schnell nicht mehr aus den Gehirnwindungen lösen wird. Hervorzuheben sind vor allem die Gitarrenarbeit von Matt und Corey, und der sehr gelungene Refrain, die regelrecht zum Headbangen einladen! Absolut gelungen! (5/5)

7. "A Skyline's Severance": Der Härtegrad nimmt wieder Fahrt auf, nach zwei starken und abwechslungsreichen Songs folgt aber ein eher durchschnittlicher Prügelsong! Zwar stimmen Gesang (reines Gebrülle) und Instrumentalarbeit, so richtig will der Funke aber nicht überspringen und ich freue mich wenn der Song langsam dem Ende entgegenkommt. (2/5)

8. "Ensnare The Sun": Durchatmen! Ein asiatisch angehauchtes Intermezzo folgt, das aber äußerst gelungen ist und genau zum richtigen Zeitpunkt kommt! (3/5) *Update*(*/5)

9. "Built To Fall": Der mit Abstand poppigste Song des Albums ist dran, aber er ist klasse geworden! Der Song weiß lyrisch zu gefallen, der Refrain ist einfach genial zum Mitsingen und gegen Ende des Songs gibt es auch noch eine kleine gesangliche Anspielung auf James Hetfield! (5/5)

10. "Caustic Are The Ties That Bind": Es folgt der mit gut fünf-einhalb Minuten längste und wohl auch komplexeste Song des Albums. Grundsätzlich schielen Trivium mit der Songlänge des neuen Albums zurück an "The Crusade", aber dies soll nur am Rande erwähnt werden. Der Song ist mit einem ruhigen Mittelteil ausgestattet, vor allem der Gesang von Matt Heafy weiß zu gefallen, eindeutig seine gesangliche Glanzleistung bisher auf "In Waves". "Caustic are the Ties that Bind" hätte auch perfekt auf Shogun gepasst und ich hätte mir mehr solche abwechslungsreichen und genialen Songs auf dem Album gewünscht! Highlight! (5/5)

11. "Forsake Not The Dream": Abwechslungsreicher Metal wird auch auf dem nächsten Song geboten, 1-A Soli, super Refrain, wilde double-bass, gelungener cleaner Gesang! Auch hier zücke ich die Höchstnote, weil mir der Song zu keinem Zeitpunkt der knapp 5 einhalb Minuten langweilig geworden ist! (5/5)

12. "Drowning In Slow Motion": Naja, zu früh gefreut! Es beginnt schon wieder "In Waves - Like" und der Songtitel wird wieder zu Beginn dahingegröhlt! Der nächste Dämpfer auf der Limited Edition ist da und heißt "Drowning in Slow Motion", auch hier weiß der Funke nicht so recht über zu springen, auch der Refrain klingt eher etwas gelangweilt gesungen. (2/5)

13. "A Grey So Dark": Es geht wieder aufwärts! Auch wenn der Song etwas poppig wirkt, ist er sehr gelungen, das Hauptriff ist richtig, richtig geil, Matt singt sich auch wieder richtig gut durch den Song! Einzig eine etwas abwechslungsreichere Songsstruktur und eine längere Spielzeit hätten dem Song gut getan! (3/5)

14. "Chaos Reigns": Es wird wieder richtig düster am Himmel, von "netten" Metalcore Trivium Songs ist nichts mehr zu merken, es wird wieder gebolzt und gehämmert, Matt brüllt sich (leider, leider) wieder mit "CHAAAOOS REEEEIGNS" durch den Song und die Band vernachlässigt etwas ihre eigenen Trademarks! Schade, etwas mehr "Trivium" hätten hier gut getan! Für mich ein astreiner Lückenfüller! (2/5)

15. "Of All These Yesterdays": Zack! Wieder ein brutaler Stilwechsel! Eine Minute lang darf man einem gut aufgelegten Matt Heafy beim klaren Gesang zuhören, bis sich die Gitarrenfraktion aufbaut und einen absolut genialen Refrain dieser Halb-Ballade einleitet! Ein weiteres Highlight des Albums zum regulären Ende! (5/5)

16. "Leaving This World Behind": Ein-Einhalb Minuten Nachspielzeit gibt es noch in Form eines Outros, das man auch noch an "Of All These Yesterdays" hätte dranhängen können. Nichts besonderes! (2/5) *Update*(*/5)

17."Shattering The Skies Above": Es folgen zum Abschluss des Albums noch 2 Bonussongs! "Shattering the Skies Above" kennen Konsolenspieler schon länger von "God of War 3" - jetzt gibts den Song auch als Bonus auf dem neuen Album, was ich sehr löblich finde, denn der Song hat eine immense Power und Brutalität in sich und erinnert an eine lyrisch abgespeckte Version von "Down From The Sky" vom "Shogun" Album! (3/5)

18. "Slave New World": Als 2. Bonussong gibt es das Sepultura-Cover "Slave New World" von "Chaos A.D." aus dem Jahre 1993. Klasse Cover - nicht mehr nicht weniger! (3/5)

Fazit:
Insgesamt ergibt sich für mich eine Wertung von 3,4 von 5 Punkten! - Ich habe lange damit gerungen, ob ich "In Waves" 3 oder 4 Punkte geben werde, habe mich aber am Ende dazu entschlossen es bei starken 3 Punkten zu belassen.
Ich möchte meine Entscheidung auch begründen:
1. Spielzeit: "In Waves" bietet fast 70 Minuten an Spielzeit - das ist zwar mehr (manchmal sogar doppelt soviel) als andere Bands meistens bieten, dafür lassen sich einige Lückenfüller oder belanglos daherplätschernde Songs finden, die es auf den anderen Alben nicht (in diesem Umfang gab!)
2. Stil: Ich will hier keine Diskussion über die genre-spezifische Einordnung des Albums beginnen! Trivium spielen ihren Metal, der sich am Besten als Mischung aus Thrash-Metal und Metalcore einordnen lässt!
Nichtsdestotrotz hätte ich mir ein etwas einheitlicheres Konzept in der Struktur der Songs gewünscht. Es wirkt als wollen es Trivium allen Recht machen, indem sie ihren Sound seit "The Crusade" und "Shogun" noch weiter differenzieren und noch poppigere aber auch eben noch thrash-lastigere Songs auf das Album gepackt haben. Das riecht für mich eindeutig nach Anbiederung, die diese geniale Band absolut nicht notwendig hätte!
3. DVD: Die DVD habe ich mir noch nicht zur Gemüte geführt, aber ich denke sie wird ähnlich wie auf dem Vorgänger ausfallen - In die musikalische Wertung hätte sie sowieso keinen Einfluss gehabt!

Am Ende bleiben einige absolut hochkarätige Songs, die schon längst auf meiner Playlist regelmäßig rotieren und eben einige belanglose Songs!
3 von 5 Sternen für ein gutes, aber nicht hochkarätiges ganzes und in sich stimmiges Album!

*Update - 07.08.2011*
Nach mehrmaligem Hören und Lesen der Kritik habe ich noch einmal ein paar Punkte bei der Bewertung des Albums überdacht und werde "In Waves" auf 4 Punkte aufwerten! Warum?
1. Die 3 Instrumentalstücke (Intro, Zwischenstück und Outro) habe ich aus der Bewertung herausgenommen! Sie mit vollwertigen Tracks zu vergleichen ist im Kontext des Albums auch nicht wirklich aussagekräftig! In zukünftigen Rezensionen werde ich solche Zwischenstücke nur dann in die Bewertung als positiv oder negativ erwähnen wenn sie das Gesamtbild deutlich verbessern oder verschlechtern!
2. Die beiden Bonustracks am Ende lasse ich auch außen vor - das eigentliche Albumkonzept wird ja mit "Leaving This World Behind" abgeschlossen! In zukünftigen Bewertungen werde ich Bonustracks am Ende eines Albums nur noch in die Bewertung einfließen lassen, wenn sie das Gesamtbild positiv oder negativ beeinflussen, bei "In Waves" ist dies nicht der Fall!
An dieser Stelle sei auch noch einmal erwähnt, dass sich in die Limited Edition neben den beiden abschließenden Tracks auch noch 3 weitere in das bestehende Gefüge eingeschlichen haben! Diese Tracks sind das Intermezzo "Ensnare The Sun", "Drowning In Slow Motion" und "A Grey So Dark" - die ich aber, mit Ausnahme des Intermezzos, in die Wertung bewusst einfließen lasse, weil sie das Gesamtbild des Albums prägen!

Folglich habe ich auch keine Bedenken, die Bewertung um einen Stern nach oben zu rücken! 4 Sterne hat das Album auch verdient!
Kommentar Kommentare (10) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jan 20, 2012 12:16 AM CET


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