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Beiträge von Gaia Seraphina
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Rezensionen verfasst von
Gaia Seraphina "das leben ist ein heidenspaß ... also nix für monotheisten! ^^" (München)
(TOP 1000 REZENSENT)   

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The Jungle Book
The Jungle Book
Preis: EUR 16,99

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Dschungelbuch - die Real-CGI-Version, 23. April 2016
Rezension bezieht sich auf: The Jungle Book (DVD)
*
Ich mochte schon immer die Original-Vorlage. Und damit meine ich das tatsächliche Dschungelbuch von Rudyard Kipling (welches ich bereits als Grundschülerin las), nicht die animierte Disney-Musical-Version. Die fand ich schon als Kind etwas zu albern (als Bücherwurm kannte ich aber den Roman zu dieser Zeit bereits). Sogar die japanische Anime-Serie war da eher nach meinem Geschmack.

Wie auch immer, DIESE Real-CGI-Version ist angenehm unkitschig/unkindlich. Die Verwandschaft zum alten Disneyfilm ergibt sich eigentlich nur aus der Verwendung von zwei Liedern aus dem Trickfilm (Balus "Probier's mal mit Gemütlichkeit" und King Louies "Ich wär' so gern wie du").
Ansonsten ist der Film sehr actionreich und für KLEINERE Kinder definitiv ungeeignet, da zu furchterregend (v.a. die Kampfszenen der Tiere und später auch Mowglis mit dem Tiger Shere Khan). Ich finde die FSK 6 immer noch zu niedrig, würde sie auf 9 Jahre hochstufen ... wenn's eine FSK 9 gäbe (was es - mir unverständlicherweise - nicht tut). Die Eltern müssen eben individuell entscheiden, was sie ihren Kindern zumuten können.
Die "Düsternis" dieser Version passt allerdings zur ursprünglichen BUCH-Vorlage. Dort geht es auch ziemlich brutal zu, was Viele vergessen/übersehen und es einfach so als typisches Kinderbuch deklarieren ... dabei stammt das Buch aus dem Jahre 1894 und zu dieser Zeit ging man weniger zimperlich mit Kinderseelchen um. Mehr Darwin als Disney.
Das Ende entspricht auch eher dem Buch als dem Disneyfilm (SPOILER: Mowgli bleibt im Dschungel ... im Buch wird er noch zusätzlich von den Menschen vertrieben, weil sie ihn für ein Hexenkind halten).
Nett (für mich): Man hat hier das (erfundene) wölfische Gesetz des Dschungels verwendet, allerdings fehlte mir etwas der Code-Spruch (Zitat: Du und ich - ich und du - wir sind vom gleichen Blute). Das wär wohl aber dann zu "esoterisch" für die Zuschauer. ^^

Optisch weiß der Film sehr zu gefallen. Bis auf den Jungen ist alles animiert. Die Animationen sehen absolut erste Sahne aus. Die Kulissen (indischer Dschungel) wirken extrem echt und die Tiere ebenfalls. Die Gesichtsmimik der Tiere wurde sehr gut an das Sprechen angepasst, sodaß es nicht albern/unrealistisch wirkt (selbst wenn es das 'türlich ist ^^). Mir fällt zudem auf, daß die Tiere um einiges grösser sind, als sie in der Realität eigentlich sein sollten, sodaß der - in etwa zehnjährige - Mowgli ziemlich winzig neben ihnen aussieht. Das sollte wohl die Gewaltigkeit der Natur unterstützen. Für den Affenkönig wurde übrigens kein Orang-Utan (die es im indischen Dschungel nicht gibt) als Vorlage verwendet, sondern eine (vor Jahrtausenden ausgestorbene) Affenart, nämlich der Gigantopithecus.
Übrigens trägt Mowgli hier im Film auch ein rotes Höschen wie im Disneyfilm. In den Originalzeichnungen des Buches ist er komplett nackt, aber sowas kann man hier natürlich nicht bieten. Doch immerhin kann man das - einigermaßen - logisch erklären, denn im Rückblick sieht man wie Kleinkind-Mowgli eine große Hindu-Hose trägt ... in die er als älterer Junge wohl einfach hineingewachsen ist.

Neel Sethi (immerhin ein Amerikaner indischer Herkunft - also kein "White-Washing" vorhanden) ist der einzige Schauspieler in diesem Film. Die - körperlich - sehr anspruchsvolle Rolle bewältigt der junge Newcomer mit Bravour. Auch schauspielmässig gibt er - meiner Meinung nach - die Rolle des naiven kleinen Menschenjungen sehr gut wieder (der Chara Mowgli erfordert eben keinen großen Mimen).

Manche der dt. Synchronstimmen halte ich für etwas gewöhnungsbedürftig. Aber selbst die stechen nicht soo negativ heraus, daß sie den Film gleich ruinieren.

FAZIT:
Eine gelungene sehenswerte Dschungelbuchverfilmung für ältere (!) Kinder, Jugendliche und Erwachsene.
Viereinhalb Sterne (aufgerundet auf fünf).


Paranormal Activity: Ghost Dimension
Paranormal Activity: Ghost Dimension
DVD ~ Chris J. Murray
Preis: EUR 11,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Auch nicht so meins!, 20. April 2016
Rezension bezieht sich auf: Paranormal Activity: Ghost Dimension (DVD)
*
Ich kenne nur den ersten Teil der Reihe und den Letzen. Nachdem ich den ersten Teil (aufgrund des minimalistisch gehaltenen paranormalen Faktor) vollkommen ungruselig fand (ein Grund warum ich die Folgefilme hab sausen lassen), hat der Trailer zu diesem finalen sechsten Teil mein Interesse geweckt. Da ich hörte, die einzelnen Teile sind eng miteinander verknüpft, habe ich mir die Inhaltsangaben der Filme 2 bis 5 im Schnelldurchgang bei wikipedia (englisch) durchgelesen (hatte eben keinen Bock auf die anderen Teile). Hat was gebracht. Danach war ich im Bilde darüber, wer was ist (was doch recht hilfreich beim Anschauen von "Ghost Dimension" war).
"Ghost Dimension" hat auf paranormalem Gebiet definitiv mehr zu bieten als der Erstlingsfilm.
Die Handlung selber gefällt mir jedoch weniger.
Negativ:
- der übliche niederträchtige Dämon ( genannt Toby *lol*) als Mörder und Seelensammler tut übliches niederträchtiges Dämonenzeugs und mag wie üblich keinen christlich-religiösen Kram (Kreuzkettchen, Bibeln, Weihwasser, etc)
- heidnische Symbole (natürlich inklusive Pentagramm) dienen als Hilfsmittel und sind Zeichen des Bösen ... weiß ja jeder, daß dies gefälligst so zu sein hat, etc.
- mal wieder (wie überraschend) ein böser Hexenzirkel, welcher den Dämonen anbetet und ihm bei seinem niederträchtigen Tun hilft, weil ... ja, so halt ... ist eben seit dem späten Mittelalter bekannt, daß Hexen gleichzusetzen mit Satanisten sind, weil ... es eben ein altes Klischee ist, das gefälligst immer wieder in Horrorfilmen bedient werden muß, etc.
- ein christlicher Priester, welcher den Dämonen mit religiösem Kram auszutreiben versucht, weil ... man schon immer davon ausging, daß Priester (egal welcher Religion) dazu fähig sind Böses zu vertreiben und Dämonen und Priester in den Köpfen der Leute zusammengehören, etc.
- ich werd irgendwie nicht so recht warm mit diesen "Found Footage" Filmen ... die sind mir zu minimalistisch und die einzelnen Szenen ziehen sich oft ewig lange hin ... Zeitschindung mit wenig Schauspiel (einzig der Film The Borderlands konnte mich auf diesem Gebiet positiv überraschen, auch dank des originellen Twists gegen Ende)

Positiv:
- das Originellste hier im Film ist die Verwendung der Zeitreisethematik (wobei der zwischendimensionelle Kontakt anscheinend auch über Video-Aufnahmen klappt)
- ich finde es irgendwie amüsant, daß sich der Priester nicht nur auf Bibelverse und Weihwasser mit Kreuz fixiert, sondern einen auf "Winchester Brüder " (aus "Supernatural" ) macht und auch Salz, Salomonsche Dämonenfalle, etc verwendet ^^
- das kleine Mädchen spielt überzeugend (wobei das für ein Kind nicht so schwer sein dürfte einen verstockten Chara zu spielen, welcher nicht auf seine Eltern hört und mit unsichtbaren Freunden quasselt)

Zu meinen Favoriten wird dieser Film niemals zählen. Diese Ehre gebührt auch weiterhin Insidious, Sinister, Die Frau in Schwarz, Oculus und neuerdings auch Unfriend


The Hallow
The Hallow
DVD
Preis: EUR 4,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Irischer Monster-Horror!, 16. April 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Hallow (Amazon Video)
"The Hallow" erinnert an eine Mischung aus The New Daughter und Don't Be Afraid of the Dark.
Hätte aber noch besser herausgearbeitet werden sollen, v.a. was die Hintergrundinfos betrifft. So weiß man bis zum Schluß nicht wirklich, was es mit dieser pechartigen beweglichen Pflanze auf sich hat (meine spekulative Theorie ist, daß diese Pflanzen die eigentlichen Hallow und diese humanoiden deformierten Monster "nur" konvertierte Menschen, welche Sklaven deren Willens sind (genau wie bei der Sache mit den Ameisen und dem Parasitenpilz, wovon der Ehemann hier erzählte). Zumindest würde die Story auf diese Weise etwas mehr Sinn ergeben. Wenn man sich dazu etwas mit den - absolut unkitschigen - irischen (Feen-)Mythen auskennt, hilft das auch beim Verständnis der Handlung.
Zum Schluß folgt dann noch ein Touch Öko-Botschaft und das (in Bildern dargestellte) Versprechen einer eventuellen baldigen Rache ...

Ganz o.k. Allerdings hat mir das paranormale Horror-Drama Grace - Love Undying besser gefallen (da steht ebenfalls ein Baby im Mittelpunkt).


Cinderella (Realverfilmung)
Cinderella (Realverfilmung)
DVD ~ Lily James
Preis: EUR 9,99

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen MEGA-Kitsch, eine fragwürdige Botschaft sowie altmodisches Frauenbild!, 9. April 2016
Rezension bezieht sich auf: Cinderella (Realverfilmung) (DVD)
Kurz aber bündig: Der Film war nicht mein Fall. Zwar mag ich an sich Märchenverfilmungen, doch fand ich schon immer mehr Gefallen an den hintergründigen, düsteren bis hin zu brutalen Märchen-Elementen (das alte echte originelle Märchenbuch meiner Oma war voll davon, nicht wie in diesen zensierten, teilweise schonend ausgearbeiteten, modernen Ausgaben). Statt Düsternis gibt es hier puren unverfälschten Kitsch. Knallbunten, süssen Kitsch, bis zum Zahnweh! Nicht nur in der Handlung,sondern auch visuell. Kein Wunder bei einer FSK 0 (ist oft ein Warnsignal für mich, welches ich diesmal übersehen habe). Schon das Märchen "Aschenputtel" mochte ich nicht besonders (wegen dem devoten Charakter der Protagonistin, die für mich - im Gegensatz zu manch anderen Märchenprotagonistinnen - einfach zu passiv war, um als Heldin gelten zu können ... anders verhielt es sich z.B. mit Gerda aus "Die Schneekönigin" oder der kleinen Meerjungfrau oder Däumeline) und auch die Disney-Verfilmung gefiel mir wegen den sprechenden und bekleideten Nagetieren nicht (die halbwegs normalenTauben fand ich besser). Daher standen die Chancen für "Cinderella" von Anfang an nicht besonders gut. Ich hätte auch vorher die Rezensionen lesen sollen. Ich muss zugeben, daß es ein Spontankauf war und diese enden meist als Fehlkäufe. Meine eigene Schuld.

Der Film mag für Kinder gedacht sein. Doch meiner Tochter, welche bald Geburtstag hat, werde ich diesen Disneyfilm nicht schenken. Der Grund ist nicht der übermässige Kitsch (Kinder mögen ja sowas eher), sondern die fragwürdige Botschaft, die der Film vermittelt. Meiner Meinung lautet diese "Seid immer nett zu allen (selbst wenn diese euch mobben) und ertragt alle Demütigungen, denn am Ende erwartet euch eine Belohnung!" Diese Weltsicht ist gefährlich naiv und einfach falsch. Ich möchte sowas meiner Tochter nicht vermitteln (und die Ausrede, daß es sich ja nur um einen Film handelt, lasse ich nicht gelten, denn man wird in seiner Kindheit von Allem auf die Zukunft geprägt). Die Welt schuldet einem nichts und nur durch aktives Handeln erreicht man seine Ziele (und evtl. auch Lebensglück). Wer alles passiv aussitzt, wird ein böses Erwachen erleben (Ich weiß wovon ich rede). Des Weiteren beherzigt Ella den letzten Ratschlag ihrer Mutter (Sei mutig und freundlich!) nicht wirklich. Sie traut sich ja nicht den Mund aufzumachen bei all den Unverschämtheiten und Grausamkeiten (kurzum: Mobbing), die ihr ihre Stieffamilie entgegenschleudert ("Mut" ist was anderes, nämlich für sich selbst einzustehen und nicht alles zu schlucken) und Freundlichkeit verwechselt sie offenbar mit Unterwürfigkeit (Zitat: Jawohl, Madam! ... Herrschaftszeiten! Sie ist die Erbin dieses Anwesens und nicht die Dienstmagd ihrer Stieffamilie ... sie muß sich das alles nicht bieten lassen, aber sie tut es dennoch!)
Dazu kommt noch die Sache mit den Prinzen/Kerlen, den jede Märchenheldin anscheinend dringend nötig hat. Ja, ich weiß! Das Prinzlein war in der Zeichentrickverion auch da, also muß er auch in dem Realfilmremake vorkommen. Doch heutzutage sollte man jungen Mädchen nicht mehr dieses Bild vermitteln. Sonst glauben sie noch tatsächlich an einen Prinzen, der ganz sicher auf sie wartet. In modernen Verfilmungen sollte man doch endlich mal von solch einem Klischee wegkommen. Haben es die Produktionen der letzten Jahre doch richtig vorgemacht (siehe nächster Absatz).

Echt Schade! Ich hatte gehofft, daß Disney nach Rapunzel - Neu verföhnt und Die Eiskönigin - Völlig Unverfroren sowie Merida - Legende der Highlands nun weiterhin etwas "feministischere" Pfade betreten wird (schon in den 90-ern hatten sie es mit "Pocahontas" und "Mulan" doch vorgemacht). Doch "Cinderella" ist eher ein Rückschritt Richtung der guten alten Disney-Zeit mit ihren schwächlichen, hilfebedürftigen Prinzessinnen, deren einziges Lebensglück darin besteht, in den Armen eines (reichen und adligen) Mannes zu landen.

Damit bleiben Auf Immer und Ewig - A Cinderella Story sowie Ella - Verflixt & zauberhaft die einzigen Verfilmungen des Stoffes, die mir zusagen. Sogar das inzwischen recht angestaubte Drei Haselnüsse für Aschenbrödel hat Besseres zum Thema anzubieten. Mein Rat: Wenn euch das geistige Heil eurer Kinder lieb ist, kauft eine dieser eben genannten drei Versionen des Märchens und bloss nicht DIESEN Film.

Zudem entspricht "Cinderella" fast 1:1 dem alten Zeichentrickfilm und ist damit meiner Meinung nach ziemlich überflüssig. Wozu braucht man die selbe Geschichte, die genau gleich erzählt wird (ohne jegliche Überraschungen), noch ein zweites mal? "Maleficent" zum Beispiel hatte zumindest einen anderen Blickwinkel gewählt und damit die ganze Geschichte komplett auf den Kopf gestellt (inklusive des Böse/Gut-Schemas). Ähnliches gilt auch für "Alice im Wunderland". Bekannte Geschichten, komplett neu erzählt. Hier ist das ganz und gar nicht der Fall. Irgendwie habe ich das Gefühl, da wollte sich einer im CGI-Bereich nur kräftig austoben und nebenbei einen Haufen Kohle verdienen.

Der erste Stern geht an die prächtigen Kostüme und die opulente Ausstattung. Den zweiten Stern gibt's für das Design von Cinderellas Haus (hey, ich mag eben alte Herrenhäuser ^^).
Meine Tochter bekommt aber im Mai was anderes zu ihrem 9. Geburtstag geschenkt. Da sie bereits die oben gelobten Disenyfilme kennt, wird es wohl eher Hotel Transsilvanien 2 sein (den ersten Teil fanden wir ganz gut).

PS:
Meine Favoriten in den Realverfilmungen der Märchen ->
Maleficent - Die Dunkle Fee (FSK 6)
Die Schöne und das Biest (FSK 6)
Snow White & the Huntsman und The Huntsman & The Ice Queen (FSK 12)
Jack and the Giants (FSK 12)
Red Riding Hood - Unter dem Wolfsmond (FSK 12)
Hänsel & Gretel: Hexenjäger (FSK 16!!!!!!!)
Schneewittchen (aus dem Jahre 1997 mit Sigourney Weaver, FSK 12 ... aber meiner Meinung nach FSK 16).


The Huntsman & The Ice Queen
The Huntsman & The Ice Queen
DVD ~ Chris Hemsworth
Preis: EUR 17,99

8 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Märchenhafte Fantasy!, 8. April 2016
Rezension bezieht sich auf: The Huntsman & The Ice Queen (DVD)
"The Huntsman & The Ice Queen" ist halb Prequel und halb Sequel zum Vorgängerfilm "Snow White & the Huntsman".
Er erzählt sowohl die Vorgeschichte (einige Jahre vor den Geschehnissen in "Snow White & the Huntsman") der bösen Königin Ravenna und ihrer jüngeren Schwester Freya - welche zugleich die Vorgeschichte des Huntsman Eric beinhaltet - als auch die Geschehnisse einige Zeit nach Ravennas Vernichtung.
War der erste Teil noch ein düsteres Märchen, aufgebauscht mit Fantasy-Elementen, so ist der zweite Teil eher eine "Sword & Sorcery" (im wahrsten Sinne des Wortes) Fantasygeschichte mit Elementen aus dem Märchen "Die Schneekönigin" und (minimal) "Schneewittchen". Diese Elemente passen hier zudem besser zusammen als jene im ersten Teil.

Storytechnisch nicht sehr anspruchsvoll (doch immerhin mit ein paar durchaus unvorhersehbaren Storywendungen ... und zwei davon sind wirklich überraschend) bietet der Film v.a. viel fürs Auge: Gewaltige Landschaften à la "Herr der Ringe", bombastische Kulissen, schöne Kostüme (besonders Ravennas Outfit) samt Ausstattung und natürlich eine Menge Spezialeffekte (welche CGI-Magie und CGI-Kreaturen beinhalten). Freyas Eismagie sieht echt cool aus (blödes Wortspiel! ><). Ebenso gefällt mir die zauberhafte *Schnee*Eule, dank welcher Freya in der Lage ist, die Außenwelt zu beobachten ... nach dem nordisch-mythologischen Vorbild des Allvaters Odin und seinen beiden Raben. (Anmerkung: man gab ihr ja nicht umsonst den Namen einer nordischen Göttin und sie reitet sogar auf einem - recht muskulösen und riesigen - Schneeleoparden, welcher ja eine KATZE ist. Wer sich mit den Mythen auskennt, weiß worauf ich hinaus will)
Dazu kommen noch die gelungenen Action-Szenen. Es sind v.a. Kampfszenen, die sehr gut choreographiert werden und auch glaubhafter rüberkommen als die "Jeanne d'Arc" Einlage von Snow White im ersten Film. Man sehe bitte über die dünnen Ärmchen der jahrelang geübten Kriegerin Sara gnädigerweise hinweg. Hollywood konnte sie wohl nicht überreden, für ihre Rolle etwas mehr an Muskelmasse zuzulegen. Wie auch immer! Hier ist der Huntsman Eric der Hauptcharakter und der Zuschauer erfährt, daß dieser seit frühester Kindheit zum Krieger gedrillt wurde und nicht erst seit ein paar Tagen (wie bei Snow White). Übrigens kommt Kristen Stewart alias Snow White hier gar nicht vor. Was manche freuen wird und andere weniger (doch der Filmtitel verrät es ja bereits). Nicht mal einen Cameo Auftritt gibt es ... anders verhält es sich bei Sam Claflin alias Prinz bzw. jetzt König William. Zwar wird die ehemalige Protagonistin immer wieder erwähnt, doch zu sehen bekommt man nur eine schwarzhaarige Frau von hinten (welche grade vor dem Zauberspiegel inmitten toter Kleintiere kniet und dabei ist durchzudrehen ... oder sowas Ähnliches! ^^). Vermissen tut man die Prinzessin bzw. junge Königin allerdings nicht wirklich, wird sie doch durch die oben erwähnte hartgesottene und fesche Kriegerin Sara (Erics ehemalige Herzensdame) ersetzt. Nicht zu vergessen die beiden Schurkinnen Ravenna und Freya. Freya wird übrigens charakterlich genauso gut ausgearbeitet wie Ravenna damals (üblicherweise werden Bösewichte in Märchen und phantatischen Geschichten auf psychischer Ebene GAR NICHT analysiert ... sind halt böse um des Böseseins Willen ... also zähle ich deren Darstellungen in diesen Filmen durchaus als gut ausgearbeitet). Man erfährt hier genau warum die Eiskönigin so obsessiv ist und handelt wie sie es tut. Ach und zwei Zwerginnen, die genau wissen was sie wollen, kommen auch vor. Also an Frauenpower mangelt es diesem Film ganz sicher nicht.

Zudem versucht die Fortsetzung nicht ganz so bierernst rüberzukommen wie der Vorgänger. Ein paar Lacher (die v.a. aufs Konto der Zwerge gehen) hat der Film definitiv anzubieten ... ohne gleich ins Komödien-hafte oder gar Slapstick-hafte abzurutschen.

Was mich im ERSTEN Teil gestört hatte, war die Tatsache, daß der Jäger aus dem Märchen - im Film als "Huntsman" bezeichnet - so gar nicht jägerhaft rüberkam. Eher wie ein kampfeslustiger Holzfäller (wegen der Axt). In der Fortsetzung erfahre ich nun, daß die Bezeichnung "Huntsman" gar nichts mit "Jägern" zu tun haben soll (im Originalmärchen war das ja anders, da war der Mann ein richtiger echter Jäger). Es stellt sich hier als spezieller Eigenname von Freyas Kriegergemeinschaft heraus (wenn man aufpasste, erfuhrt man diese Tatsache schon im Trailer). Damit bin ich zufrieden.
Womit ich weniger zufrieden bin, sind die handlungstechnischen Konstiuitätsfehler (Logikfehler), die sich in der Fortsetzung herauskristallisieren. Ich muß das erwähnen, weil es mich in dem Film einfach störte. Im folgenden Text-Absatz sind ein paar kleinere SPOILER enthalten.
Z.B. hat Ravenna hier eine jüngere Schwester, während im ersten Teil nur ein jüngerer Bruder zu sehen war. Selbst in Rückblicken aus Ravennas Kindheit (Teil 1) sehen wir nur ihre Mutter, ihren Bruder und sie selber (und die Mutter erwähnte auch nur die beiden ... hätte sie noch ein Baby gehabt, hätte sie dieses in ihrer Sorge um die Kinder nicht einfach ausgeklammert). Wie zum Geier kommt Ravenna plötzlich zu einer Schwester? Ihre Mutter wurde damals getötet. Ravenna sagt hier selber, daß die Magie nur übers mütterliche Blut übertragen wird (ergo hätte nicht einmal Ravennas Vater - falls er den Überfall überlebte - die magisch begabte Freya später mit einer anderen - gewöhnlicheren - Frau zeugen können). Dazu kommt noch, daß Ravennas bleicher und perverser Bruder (in Teil 1) den Mord an Erics Frau gesteht, wovon Letzerer anfangs nichts wusste. Hier (in Teil 2) sieht Eric jedoch, wie seine Frau (scheinbar) von einem dunkelhäutigen Huntsman-Krieger getötet wird. Wie der Zuschauer erfährt (der Mann sagt es hier selber und ich denke nicht, daß er lügt), war Eric seiner ersten Frau stets treu (hatte also keine späteren Beziehungen). Umgekehrt wird auch in der Vorgeschichte (dem Prequel-Teil DIESES Filmes hier) der Bruder, welcher noch hätte da sein müssen, einfach ausgeklammert (obwohl er bekannterweise stets eng an Rovennas Seite war ... bis hin zum Handlangertum). Was soll das denn? Ein bisschen mehr Logik bitte (ja, auch Fantasyfilme sollten diese nicht vernachlässigen). Die Filmemacher hätten sich den ersten Film vielleicht ein wenig genauer anschauen sollen.

Im ersten Teil konnte Ravennas Beziehung zum Spiegel etwas offen ausgelegt werden. Z.B. hatte ihr Bruder den "Spiegeldämonen" gar nicht sehen oder hören können (er sah nur, wie seine Schwester den normal aussehenden Spiegel anquatschte). Sie als eine eventuell gestörte Narzisstin mit Hexenkräften zu machen und den Spiegel als normalen Spiegel darzustellen (dank welchem Ravenna einfach nur mit sich selber - bzw. der düsteren Seite in ihr - sprach) fand ich eine gute psycholgisch anspruchsvolle Idee (wenn man das Gezeigte so ausgelegt hatte und das war so in meinem Fall). Doch hier im zweiten Teil wird klar, daß der Spiegel wirklich magisch ist. Nach Ravennas Tod zumindest (davor hätte er durchaus den Status eines normalen Spiegels einnehmen können). Dass er nun eindeutig als magisch (und mörderisch) dargestellt wird, könnte einfach an der Ex-Toten Ravenna liegen, weil sie doch ... NEIN! Diese Storywendung verrate ich nicht, das müsst ihr schon selbst sehen! ^^ (Anmerkung: Weil ich las/hörte wie beim ersten Teil Leute sich darüber beschweren, daß der Spiegel gar kein Spiegel wäre ... Es ist einer! Die modernen Spiegel werden erst seit ein paar Jahrhunderten so gemacht wie sie jetzt aussehen. Davor - also in der Antike und Mittelalter - waren Spiegel auf Hochglanz polierte Metallplatten!)

Die letzte Szene lässt übrigens eine Hoffnung (oder Furcht) auf eine Fortsetzung aufkeimen. Oder kommt mir das nur so vor?

Insgesamt vergebe ich wegen o.g. Unstimmigkeiten "nur" vier Sterne.

FAZIT:
Wer düstere Märchen, Mythen und magielastige Fantasyfilme mag, kommt hier sicher auf seine Kosten!

Themenvewandte Genrefilme (die ich mochte und daher empfehlen kann):
Snow White & the Huntsman (Vorgängerfilm)
Maleficent - Die Dunkle Fee
Die Schöne und das Biest
Jack and the Giants
Red Riding Hood - Unter dem Wolfsmond
Hänsel & Gretel: Hexenjäger (Achtung! Blutig und daher nix für jüngere Zuschauer!)


The Boy
The Boy
DVD ~ Lauren Cohan
Preis: EUR 12,99

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Psycho-Thriller, 13. März 2016
Rezension bezieht sich auf: The Boy (DVD)
*
Der Film ist über weite Strecken ganz gut. Unheimliches Setting, subtiler Grusel. Klassische Atmosphäre.
Doch die Wende zum Schluß verdirbt (mir zumindest) einiges. Sie sollte wohl originell sein. Ist sie aber nicht. Ich habe Ähnliches schon im Thriller "Housebound" gesehen. Im Verlauf der Handlung gab es Momente, in denen ich sogar mit einer solchen Auflösung gerechnet habe, wollte es aber bis zuletzt nicht wahrhaben.
Im Grunde bin ich nur etwas enttäuscht, weil ich eben einen Gruselfilm erwartet habe und einen merkwürdigen Psycho-Thriller bekam. Wenn ... dann hätte ich's lieber umgekehrt gehabt! Die FSK 12 fand ich zunächst auch etwas seltsam. Da sind doch solch unblutige atmosphärische Mysterygeschichten wie bei "The Awakening" eher mein Stil.


Efeuranken: Das Geheimnis von Connemara (Connemara-Saga 2)
Efeuranken: Das Geheimnis von Connemara (Connemara-Saga 2)
Preis: EUR 3,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Es wird immer besser!, 10. Februar 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Oft ist der Mittelteil einer Trilogie ein Lückenfüller und zieht sich mit unnötigen Nebenplots hin, ohne daß die Handlung wirklich vorankommt, bzw. nur minimal. Hier ist das nicht der Fall. Natürlich gibt es auch Nebenplots. Die sind jedoch für die Geschichte absolut bedeutsam. Keine auch noch so kleine Wendung ist hier entbehrlich/unnötig für die Weiterentwicklung der Geschichte.

Anders als im ersten Band wird die Handlung nun auch aus Dylans Sicht erzählt. Wobei Alice selbstverständlich auch weiterhin die Protagonistin bleibt. Über weite Teile dieses Bandes sind die beiden Liebenden jedoch getrennt. Wobei Dylan trotzdem einen Weg findet, heimlich mit Alice in Kontakt zu treten ... und ich muß schon sagen: DAS ist die krasseste "Verkleidung", die ich je in einem Fantasyroman/film erleben durfte.
Ein Großteil der Handlung spielt zudem in der Anderswelt, dem Reich der Feen/Sidhe. Darauf war ich sehr gespannt und ich muß sagen, daß die Autorin einen tollen Spagat zwischen traditionellen Vorstellungen und innovativen Ideen (bzgl. der Lebensweise der Sidhe, welche Meisterschaft in Biomimetik erlangt haben) hingekriegt hat.
Wir lernen zudem die Feenkönigin Morrigan kennen, einen sehr undurchschaubaren Charakter mit mysteriösen Motiven.
In der Menschenwelt bekommen wir es hingegen mit mächtigen Druidinnen zu tun.
Die Handlung wird auch immer komplexer und unvorhersehbarer. Die Spannungsschraube wird weiter angezogen. Die völlig überraschenden (WTF) Wendungen nehmen zu.

Diese Roman-Trilogie entwickelt sich sehr gut. Ich konnte einfach nicht aufhören zu lesen. Bin tierisch gespannt auf den Abschlußband von "Das Geheimnis von Connemara": Ebereschenzauber (den ich mir zum Glück zusammen mit dem Mittelband gekauft habe). Wenn er die Qualität der ersten beiden Bände halten kann, wird diese Trilogie mein neuer Favorit.

FAZIT:
TOP! Definitiv lesenswert. Allerdings sollte man unbedingt mit dem ersten Band Eichenweisen anfangen!


Eichenweisen: Das Geheimnis von Connemara
Eichenweisen: Das Geheimnis von Connemara
von Felicity Green
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,95

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Moderne Feengeschichte und keltische Mythen, 3. Februar 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
*
Da ich schon immer ein Fan von Irland, Schottland und den keltischen Mythen war, habe ich mir auch diesen Roman besorgt. Bei (modernen) Elfen-und Feengeschichten bin ich normalerweise ganz vorne mit dabei, doch da es sich bei Felicity Green um eine Indie-Autorin handelt und um „Eichenweisen - Das Geheimnis von Connemara“ offensichtlich um eine Eigenproduktion, hat es etwas gedauert, bis das Buch seinen Weg in mein Regal fand. Ist leider nicht im normalen Buchhandel erhältlich.

Ich hatte schon viele themenverwandte Geschichten gelesen und bin daher positiv überrascht, daß der Autorin was Neues eingefallen ist. Ohne die existierenden Ur-Mythen zu verprellen, hat sie tatsächlich dem Elfen&Wechselbalg-Mythos eine originelle Grundidee verpasst.
Überraschend ist auch, daß die Handlung nicht in die Richtung geht, die man anfangs eventuell vermuten könnte. Wenn du denkst, du weißt wohin der Hase läuft, schlängt das Vieh plötzlich einen Haken.

Die Handlung lässt sich viel Entwicklungszeit. Beinahe schon zu viel, könnte man meinen. Dennoch ist dieses Zeitopfer notwendig, um den Leser richtig zu packen, finde ich. Er muß die Protagonistin erstmal kennenlernen, mit ihr mitfiebern und genauso wie sie von den Mysterien, die sie umgeben verwirrt sein. Somit dauert es fast die Hälfte des Bandes bis etwas eindeutig Fantasy-lastiges geschieht. Bis dahin bekommt der Leser Mystery geboten und erhält einige Informationen zu den Hintergründen (z.B. zum vorchristlichen Glaubenssystem der Kelten).

Da ich auch bereits eine Irland-Urlaubsrundreise hinter mir habe, konnte ich mir einige Handlungsorte gut vorstellen (hab sie ja z.T. selber gesehen, z.B. die berühmte Bibliothek des Trinity College). ^^

Der Auftaktsband war spannend zu lesen. Die innovativen Ideen der Autorin haben mir gefallen. Damit reiht sich „Eichenweisen“ zu den originelleren modernen Elfen-und Feengeschichten ein (z.B. Wings of Silence von Aubrey Cardigan, Das geheime Vermächtnis des Pan von Sandra Regnier und Rosendorn von Jenna Black).

Da der erste Band mit einem Cliffhanger endet, habe ich mir auch die Fortsetzung Efeuranken, sowie den Abschlußband Ebereschenzauber gleich mit dazu besorgt.


Fed Up
Fed Up
DVD
Preis: EUR 7,99

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ich habe es satt!, 23. Januar 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Fed Up (Amazon Video)
*
So in etwa der Titel frei auf deutsch übersetzt.
Es ist eine Schande, daß nur so wenige Leute hierzulande die Doku kennen. Das sollte sich schleunigst ändern.

Es folgt nun ein langer Text!
Wenn man sich diese Dokumentation ansieht, so wird einem klar, in welcher Essens-Falle die Verbraucher heutzutage sitzen und wie stark sie von der Lebensmittelindustrie beeinflusst werden (und das werden sie bzw. wir). Nicht ausschliesslich aber ganz besonders in den USA. Sie leiden unter den Industrieländern darunter am stärksten (und Europa holt bald nach, v.a. wenn das TTIP Abkommen schliesslich durchgerungen wird).
Alleine daß das Landwirtschaftsministerium dort die Ernährungsempfehlungen macht, ist eine ökonomische Perversion. Das ist nicht mal ein Interessenskonflikt. Denn es gibt keinen Konflikt, wenn dieses Ministerium von vornherein auf Seiten der Industrie und DESSEN blühender Gesundheit steht, nicht die der Otto-Normalverbraucher. Das ist auch keine Verschwörungstheorie sondern bittere Wahrheit.

Das Nahrungsfett hat vor ca. drei Dekaden letzlich sein Fett abgekriegt (*lol*), doch der Zucker ist immer noch in aller Munde (wortwörtlich). Zudem wurde das Fett viel zu pauschal verdammt. Denn nicht alle Fette sind schlimm (Omega 3 Fettsäuren sind z.B. überlebenswichtig). Nur die Transfette sollte man möglichst meiden. Doch der Zucker hat bis dato immer sein blütenreines Image beibehalten (und zwar weil die Zuckerlobbyisten sich den ursprünglichen Empfehlungen der WHO - nämlich weniger Fett, Zucker und Fleisch zu essen - mit aller Macht entgegensetzten wie man im Film erfährt). Schon meine Lehrerin sagte damals (mitte der 90-er) im Biologieunterricht als wir Ernährungskunde durchmachten, daß Light-Produkte ein Täuschungsmanöver der Industrie seien. Denn das entnommene Fett wird einfach wieder durch Zucker ersetzt. Ergo würde jeglicher Nutzen, den die Fettreduzierung evtl. gehabt hätte, durch den Extra-Zucker wieder zunichte gemacht. Und weil die Leute diese Light-Lebensmittel automatisch für gesünder und kalorienärmer halten (was sie aber nicht sind), gönnen sie sich oft mehr davon, als sie es bei der Vollfett-Version getan hätten. Ich konnte es nicht so recht glauben, aber im Laufe der Zeit haben sich die Worte der Frau als wahr erwiesen.
Ausserdem würde man nicht glauben, wieviel Zucker in Fertiggerichten zugefügt wird (auch versteckter Zucker unter Namen, die man nicht mit dem Süssungsmittel in Verbindung bringt, wenn man keine Chemiekenntnisse hat).
Wenn man sein gesamtes Essen nicht selber kocht (und nur wenige haben immer die Zeit dafür in unserer schnellebigen Gesellschaft mit Arbeitspendlern, Nebenjobs und alleinerziehenden Elternteilen) ist man der Lebensmittelindustrie hilflos ausgeliefert. Man kann zudem nicht einfach die allgegenwärtige Präsenz der Lebensmittelindustrie (in Märkten und auch draußen auf der Straße oder in den Medien) aus dem Hirn ausblenden. Man wird ständig mit ihr konfrontiert. Um deren Verlockungen zu widerstehen, bräuchte man nicht nur einen eisernen sondern einen stählernen oder gar diamantenen Willen (unnatürlich für die Spezies Mensch, v.a. wenn es um Nahrungsmittel geht). Und zwar rund um die Uhr (ja, auch wenn ich z.B. in den Nachtdienst gehe, sind einige Geschäfte in den Bereichen der öffentlichen Verkehrsmittel geöffnet, FastFood Läden sowieso). Unsere "Bearbeitung" fängt schon in frühester Kindheit an. In der Kindheit meiner Mutter (60er) waren Snacks rar, vielleicht bekam man am Sonntag eine Tafel Schokolade oder eine Tüte Bonbons geschenkt. In meiner Kindheit (80er) durfte ich schon mal täglich in den Schulpausen Milchschnitte (Zucker!!!) oder Fruchtzwerge (Zucker!!!) geniessen. Heutzutage sind stark zucker-und fetthaltige Snacks wie Schokoriegel und Chips überhaupt kein Thema mehr. Die Kinder geniessen sie mehrmals täglich. In der Schule und auch abends vor dem Fernseher.

Wasser predigen und Wein ... vor die Nase halten? Die Lebensmittelindustrie versucht jegliche Schuld von sich zu weisen und behauptet die Leute müssten einfach weniger essen und sich mehr bewegen. Dennoch sabotiert sie durch das Angebot von kundentäuschenden Light-Produkten alle Mühen der Verbraucher und lockt mit lustiger Werbung die kleinen Kunden an, ihre süss-fettigen Produkte zu verzehren (sie ist sogar so unverschämt, ungesundes Essen mit Spielzeug zu kombinieren, siehe Kindermenüs). Sie versetzt Fertiggerichte mit Zucker, wo es nur geht (und sorgt sogar dafür, daß man es nicht auf Anhieb als Zucker erkennt ... falls jemand mal versehentlich die Inhaltsstoffliste mal lesen würde). Sie versucht sogar auf die Gesundheitsschiene aufzuspringen und bietet Lebensmittel an, die sie als gesund deklariert (was jedoch nicht stimmt, wenn man sich die Zutaten und Nährwerte genauer ansieht). Sogar die vegane Bewegung ist nicht vor ihr sicher (viele Fleisch-und Milchprodukteersatzmittel die vor Zucker/Fett/Chemikalien nur so strotzen). Wie soll man da den Durchblick behalten bei diesem Netz aus Heuchelei und Täuschung? Eigentlich würde nur ein sauberer KOMPLETTER Bruch mit der Lebensmittelindustrie helfen. Nicht wirklich machbar in der heutigen Welt, es sei denn man ist z.B. gesundheitsbewusster Rentner (meine Oma hat sich gar nicht erst auf die Lebensmittelindustrie eingelassen und kauft/verarbeitet nur frische Zutaten, sie geht nicht mal in die Einkaufsmärkte hinein, nur auf Bauernmärkte). Als Einzelkämpfer ist es schwierig, was zu bewirken. Man müsste schon die ganze Familie (zumindest die, mit denen man wohnt) mit einbeziehen.

Die Lösungsansätze zur Bekämpfung des Übergewichts fangen an der falschen Stelle an (sorry Mrs Obama). Sicherlich ist es wichtig sich zu bewegen, aber zuerst müsste die Ernährungsumstellung kommen und an zweiter Stelle dann die vermehrte Bewegung. Das Essen der westlichen Industrieländer hat eine sehr hohe Kaloriendichte. Um all die überschüssige Energie abzubauen, die sich im Laufe des Tages durch diese Ernährung ansammelt, müsste man schon im Bergwerk oder auf dem Bau schufften. Nur starke körperliche Arbeit würde dieser enormen Energiedichte beikommen. Oder STÄNDIG (bis auf die Schlafenszeit) in Bewegung sein. Doch wir sind motorisiert und haben oft sitzende Jobs. Ergo bleibt keine Wahl als sich an der Ernährung zu vergreifen.
Die Menschen würden das auch gerne tun, wenn ihnen nicht von überall Steine in den Weg gelegt würden. Ein schädliches Lebensmittel-Umfeld nenne ich das (ich weiß wovon ich rede, denn ich habe in den Sommerferien bei meiner Oma auf dem Land, weg von all den Industrienahrungsmitteln, immer abgenommen ... und das ohne weniger zu essen, nur anders).

Das alles (bis auf meine persönlichen Anekdoten ^^) wird im Film hier erläutert. Meine Rezi klingt zwar vielmehr nach einer Erörterung des Themas - das tut mir leid - aber ich hielt es für wichtig, das zu sagen. In "Fed Up" erhält man jedenfalls mehr davon (noch genauerere Erläuterungen). Zu Wort kommen hier u.a. einige adipöse Kinder und ihr Kampf gegen die Versuchungen der Lebensmittelindustrie (unglaublicherweise sogar in der Schule, denn viele Firmen haben mit ihnen Verträge, weshalb immer Pizza und Burger in der Kantine erhältlich sind) und einschlägige Ernährungsexperten (wie z.B. Dr. Robert Lustig, der sich auf einem Feldzug gegen die Lebensmittel-und v.a. Zuckerindustrie und deren Lobbyisten befindet und die Leute über deren Machenschaften aufklären will).

Ich glaube nicht, daß die Menschheit (bzw. die Bevölkerung der USA) nach dieser Dokumentation aufwacht, denn für einen (abrupten) Lebensstilwechsel sind die meisten Menschen einfach zu bequem oder zu gestresst (selbst dann wenn sie schon krank sind und Schmerzen haben, halten sie oft an ihrer alten Weise fest), dennoch hoffe ich, daß wenigstens ein stetig wachsendes Bewusstsein darüber entsteht, was wir zu uns nehmen. Und ein Interesse an der Ernährung an sich. Nur so können wir die Pandemie Adipositas (Fettleibigkeit) und deren Auswüchse (z.B. Diabetes mellitus, cardiovaskuläre Erkrankungen, etc.) besiegen oder wenigstens eindämmen. Selbst wenn diese Zivilisationserkrankung uns nicht direkt betrifft, wird sie es dennoch tun, und zwar über die gesteigerten Krankenkassenbeiträge und gekürzte Gesundheitsleistungen (eine logische Folge aufgrund steigender Anzahl an Zivilisationserkrankungen).
Der moderne Mensch hat leider die seltsame Angewohnheit, sich den teuersten und neuesten technischen Schnick-Schnack zu kaufen, die schicksten Klamotten, doch seinen Körper behandelt er wie 'ne Müllverbrennungsanlage. ><
In dem Sinne: Fed up! Du bist, was du isst! Ein guter Film, der zur Änderung einer ungesunden Ernährungsweise anregt!


Unknown User
Unknown User
DVD

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Eine Idee macht noch keinen Film!, 23. Januar 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Unknown User (Amazon Video)
*
Der Film hat genau zwei innovative Ideen zu bieten. 1) Ein Geist spukt im Internet 2) Die gesamte Filmhandlung spielt sich auf dem Bildschirm der Protagonistin ab.
Leider war's das auch schon, denn die Umsetzung der Ideen ist ziemlich dürftig.

Erstmal lohnt es sich nicht den Film im Heimkino anzuschauen. Um die Handlung mitzuverfolgen, muß man mitlesen was die Protagonistin da schreibt. Doch die Schrift ist so extrem winzig, daß man entweder höchstens einen Meter vor dem Fernseher sitzen muß, oder mit Ferngläsern fernsieht. Ich habe auch versucht, den Film auf meinem PC zu gucken. Doch auch hier musste ich meine Augen sehr anstrengen um mitzulesen, was die Protagonistin schreibt (ist zwar machbar aber nicht gesund, seine Augen so zu fokussieren).

Des Weiteren finde ich die Verhaltensweise der Charaktere hier mehr als unglaubwürdig (ein häufiges Problem bei Horrorfilmen).
Erst einmal wundere ich mich, warum die überhaupt Freunde sind. Wie sich im Verlauf der Handlung herausstellt - mobben, betrügen, verleumden, bestehlen und verraten sie sich gegenseitig im Laufe ihrer "Freundschaft". Und zwar alle! Mehrmals! Eine Freundin trieben sie sogar in den Tod. Was die "Schreibtischtäter" offenbar gar nicht zu jucken scheint. Vielleicht habe ich ein altmodisches Verständnis von Freundschaft, aber die Vorraussetzung für solche Schweinereien ist Hass. Und wenn m an jemanden hasst, hängt man auch nicht mit ihm ab. Sado-Maso-Freundschaften sind eher unwahrscheinlich. Ich weigere mich zu glauben, daß Jugendliche bar jeglichen moralischen Gefühls sind, wie es hier dargestellt wird, sondern verdorbene und bösartige Subjekte sind, die ohne Schwierigkeiten als Satans Brut (um mal im Horrorgenre zu bleiben) durchgehen könnten.
Der Geist wurde, als er noch lebte, gemobbt. Sie war eine beliebte Schülerin, die eines Tages dabei gefilmt wurde, wie sie besoffen auf dem Boden rumlag, ihre Hose mit Durchfall beschmutzt. Das Video landete im sozialen Netzwerk. Sicher, ist bestimmt extrem peinlich, aber längst kein Grund sich deshalb die Kugel (wortwörtlich) zu geben. Die Leute haben sie im Netz ausgelacht? Na und? Sehen die in ihrer Kotze besser aus, wenn sie sternhagelvoll sind? Ausserdem sind das wohl die selben Leute, die nach dem Selbstmord sich plötzlich als scheinheilige Moralapostel aufspielen und auf den Videoersteller mit dem Finger zeigen! Mangelnde Selbstreflexion? Jugendliche Demenz? Egal, wen interessiert es, was irgendwelche gehässigen Blogger von sich geben? Virtuelle Welt ist nicht die Realität. In der realen Welt gehen solche Leute nicht auf direkten Konfrontationskurs, denn dann müssten sie ihre wahre Identität preisgeben und dafür sind sie zu feige. Wer hat Angst vor zahnlosen Papiertigern (Internet-Tigern)? Ehrlich, der Grund für diesen Selbstmord ist definitiv übertrieben. Jemand sagt ihr, sie solle sich lieber umbringen und sie tut es? Ist die blöde? Sie war ja nicht einmal psychisch labil und damit vorgeschädigt.
Weiter geht's. Ich wage es zu bezweifeln, daß Jugendliche (oder auch jeder andere Mensch) sich wegen irgendwelcher Schweinereien, die ihm angetan wurden, herumstreiten würden ... während ein merkwürdiger Killer ihrer aller Leben bedroht!!!! Himmelarschundwolkenbruch! Sie haben zwei ihrer "Freunde" dabei beobachten können, wie sie sich selber vor dem Bildschirm töteten. Wen zum Geier interessiert es, wenn der beste Freund mit der eigenen Freundin vor einiger Zeit gev***** hat, wenn du einen Selbstmord live beobachten konntest und dein eigenes Leben JETZT in Gefahr ist? Hallo? Nicht einmal Jugendliche können solch falsche Prioritäten setzen. Viellleicht ein Kleinkind, welches die Lebensgefahr nicht richtig einschätzen kann. Aber Leute die 16/17 Jahre alt sind?
Wieso zum Geier ruft die Protagonistin nicht selber die Polizei, sondern sucht Hilfe bei anderen Skypern? *kopfschüttel* Ihre Eltern haben doch bestimmt ein Festnetz und sie wird ja wohl wissen wie man ein stinknormales Telefon benutzt. Ein Handy hat sie sicher auch.

"Unknown User" ist kein echter Horrorfilm und auch kein Gruselfilm. Keine Ahnung wozu man den Film dazuzählen sollte. Übersinnliches Sozialdrama? Wo bleibt das unerträgliche Spannungsgefühl, die Kälteschauer welche einem übern Rücken gehen, die pure Angst (beim Zuschauer wohlgemerkt, nicht bei den Charas). Ich war eigentlich nur genervt und habe mir den Film nur zu Ende angeschaut, weil ich dafür bezahlt habe (zum Glück war das nur ein geliehenes Streaming und daher relativ günstig).

Fazit:
Die optischen Schwierigkeiten und ganz besonders das höchst unglaubwürdige Verhalten aller Charaktere hier - ebenso wie die Tatsache, daß die Charas allesamt Assoziale sind, deren Tod mich rein gar nicht berührt hat - machen "Unknown User" in meinen Augen zu einem schlechten Film, der eine innovative Idee nicht richtig umzusetzen weiß.

PS:
Es gibt noch einen Film, welcher auf einer ähnlichen Idee beruht, aber alles richtig macht, was hier falsch gemacht wird ->
UNFRIEND
DIESER Film ist ein echter Horrofilm und verdient die Lorbeeren, welche "Unknown User" nicht wirklich zustehen. Stattdessen wird der Film als Abklatsch von "Unknown User" geringgeschätzt und das von Leuten, die höchstens den Trailer kennen. Doch die meisten (so gut wie alle) die "Unfriend" gesehen haben, waren von dem Film angetan. Und er verwendet zwar die gleiche Idee ist aber KEIN Abklatsch von diesem Film hier, sondern eine völlig eigentändige Geschichte. Eine BESSERE Geschichte.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Feb 24, 2016 9:37 PM CET


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