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Persönliches Profil

Beiträge von Alexander Wild
Top-Rezensenten Rang: 4.233.804
Hilfreiche Bewertungen: 110

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Rezensionen verfasst von
Alexander Wild "alisauvage" (Hertfordshire)
(REAL NAME)   

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Seite: 1
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Essential
Essential
Preis: EUR 15,48

9 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Hit me Bobby one more time, 27. Juli 2005
Rezension bezieht sich auf: Essential (Audio CD)
Eines vorweg: ich bin weder allwissender Soul-Experte noch eingefleischter Bobby Womack-Kenner. Als Musikliebhaber also, der seinen Schwerpunkt eher auf Rock setzt, habe ich beim Hören von Bobby Womacks "Essentials" folgende Beobachtungen gemacht.
Die beiden CDs sind höchst unterschiedlich zusammengestellt. Die erste CD scheint die bekannteren Titel zu enthalten und - Verzeihung für den Ausdruck - rockt auch deutlich mehr als die zweite CD, die ausschließlich ruhigere Songs enthält. Grundsätzlich ist es natürlich sehr schön, dass beide CDs randvoll gepackt sind, doch bei der zweiten CD habe ich festgestellt, dass meine Konzentration mit zunehmender Spieldauer nachlässt und die Musik mehr und mehr zu Hintergrundbeschallung degradiert wird. Falls man jedoch genau das möchte, ich denke beispielsweise an eine schwüle Sommernacht auf dem Balkon mit netten Menschen, gehört diese CD zu meinem erweiterten Favoritenkreis.
Die erste CD gefällt mir allerdings deutlich besser. Sie enthält die glänzenderen Perlen. Sie ist abwechslungsreicher, besticht durch tolle Songs und bietet somit mehr Spaß beim hören.
Grundsätzlich fehlt Bobby Womack die Ausstrahlung und Energie, um die Superstars seiner Riege zu übertrumpfen. Das Charisma von James Brown oder die Intensität von Bill Withers erreicht er nicht. Nichtsdestotrotz verfügt er über eine großartige Stimme, die ich mir auch hervorragend in Rocksongs vorstellen könnte.
Insgesamt schwanke ich, ob ich der CD 3 oder 4 Sterne geben sollte. Ich entscheide mich für 4 aufgrund der starken ersten CD (4 Sterne), die ich bedenkenlos empfehlen kann. Die zweite CD (unspektakuläre 3 Sterne), die den hohen Standard nicht halten kann, macht deutlich, dass diese Best Of letztlich einfach zu lang ist. Fans und Kenner mögen gerne zugreifen, weniger begeisterte Soul-Hörer sollten sich jedoch überlegen, ob sie nicht zu einer weniger umfangreichen Compilation von Billy Womacks Songs greifen sollten.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Oct 1, 2013 12:31 AM MEST


Living in Oblivion
Living in Oblivion
DVD ~ Steve Buscemi
Wird angeboten von dvdseller24
Preis: EUR 69,97

9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Von einem der auszog, das Filmen zu lernen, 27. Mai 2005
Rezension bezieht sich auf: Living in Oblivion (DVD)
Inhaltlich handelt Tom DiCillos Film "Living in oblivion" von den Dreharbeiten eines Low Budget-Films. Dabei stehen die Konflikte hinter der Kamera im Vordergrund, ohne die Pannen davor zu vernachlässigen.
Die schauspielerischen Leistungen sind gewollt uneinheitlich. Steve Buscemi als Regisseur und Catherine Keener in der Rolle der Hauptdarstellerin überzeugen mich durch Ausstrahlung und Facettenreichtum (allein die Darstellung des stetigen Konzentrationsverlustes Keeners beim Dreh der ersten Einstellung ist beachtlich!), andere Charaktere sind bewusst oberflächlicher angelegt und sorgen so für einige Schenkelklopfer (z.B. der egomanische Superstar, der griesgräme Kleinwüchsige oder die einfältigen Techniker). Insgesamt zeichnet sich der Humor des Films jedoch durch feine Ironie aus, die insbesondere aus den zunehmend verzweifelten Versuchen des Regisseurs entstehen, seine Mitarbeiter zu motivieren. Dazu kommen noch einige kleine Ideen und Überraschungen (z.B. Sprünge in den Handlungsebenen und Änderungen in der Optik), die diesen Film zu einem Kleinod machen, das ich vor allem all jenen ans Herz legen möchte, die selbst von der Produktion eines kleinen eigneen Filmes träumen. Es lohnt sich nicht nur wegen der Geschichte, sondern auch wegen der netten technischen Einfälle.
Wer hingegen mehr auf Popcorn-Kino steht, wird sich möglicherweise bei diesem Film langweilen. Schon allein die grobkörnigen Schwarz-Weiß-Bilder zu Beginn und im weiteren Verlauf des Films werden Blockbuster gewohnte Zuschauer eher irritieren, und die Special Effects im Film sind auf eine alte Nebelmaschine und einen Radiowecker beschränkt.
Damit komme ich zum technischen Teil meiner Kritik. Die Bildqualität der DVD ist insgesamt in Ordnung. Abweichungen vom technisch machbaren im Film sind gewollt (s.o.), und dass das Menue etwas wackelig und unscharf ist, stört nicht besonders. Beim Ton sind wir auf Dolby Stereo beschränkt - ein Tribut an den Independentfilm und das damit verbundene knappe Budget. Allerdings ist Dolby 5.1 angesichts der Special Effects auch wirklich nicht notwendig.
Unter den Extras gefällt mir besonders der Vorfilm "Surprise", der auch schon seinerzeit in deutschen Kinos die Stimmung vor "Living in Oblivion" vorwärmte. Eine sehr gute Idee, diesen Film mit auf die DVD zu brennen! Etwas nervig ist das überflüssige Interview mit dem Regisseur des Kurzfilms, das direkt daran anknüpft. Da hilft nur der Griff zur Fernbedienung. Interessanter, aber auch nicht umwerfend ist das recht kurze Interview mit Tom Di Cillo, das neben einigen völlig überflüssigen Trailern das einzige klassiche Extra der DVD ist.
Weil ich den Living in oblivion so liebe, gebe ich 5 Sterne. Rein technisch gesehen hätte die DVD aber nur 4 Sterne verdient, den Bonus für den Vorfilm eingerechnet.


Am Ende der Sonne
Am Ende der Sonne
Preis: EUR 9,49

9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Braucht Farin Urlaub?, 9. April 2005
Rezension bezieht sich auf: Am Ende der Sonne (Audio CD)
Farin Urlaubs neue Platte ist ein dunkler Zwilling seines Debuts. Unverkennbar Urlaub zeichnet sich "Am Ende der Sonne" durch Eigenschaften aus, die auf "Endlich Urlaub" vielleicht ein bißchen zu kurz gekommen sind. Die Texte sind - wie man es nicht anders erwartet hätte - grandios, lassen aber überraschenderweise mit ihren wiederkehrenden Bezügen (Sonne, Meer, Neid, verlorene Liebe, Endzeitstimmung) den Eindruck aufkommen, Farin Urlaub habe uns ein Konzeptalbum geschenkt, und zwar ein ausgesprochen düsteres. In dieser Stimmung wirkt selbst der letzte Song "Dusche", der uns auf der letzten Platte noch zu ausgelassenem Lachen hingerissen hätte, ausgesprochen paranoid. Wahnsinn als Ende allen Leids, das ist doch mal eine kernige Aussage (wenn auch nur von mir interpretiert)!
Musikalisch ist die Platte sehr rockig, härter als die vorige Scheibe. Sehr gut gemacht, ohne Frage, aber... von ein paar Zuckerle abgesehen fehlt mir die Vielseitigkeit, die ich von Farin Urlaub gewohnt bin.
Mit "Am Ende der Sonne" werde ich meine Hörgewohnheiten in Bezug auf Farin Urlaubs Musik ändern müssen. War "Endlich Urlaub" noch eine CD, die man am besten zusammen mit guten Freunden hört, so ist dieses Werk dafür geschaffen, den Hörer allein zu beschäftigen.
Weil ich ein Gewohnheitstier bin und ausserdem leicht irritiert (wenn auch durchaus angetan), gebe ich nur 4 Punkte.
Verzeihung, Farin, ist nicht böse gemeint, ich mag "Endlich Urlaub" einfach ein bißchen lieber.


Jesus Christ Superstar (OmU)
Jesus Christ Superstar (OmU)
DVD ~ Ted Neeley
Preis: EUR 7,99

83 von 87 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Anfang und das Ende, 14. November 2004
Rezension bezieht sich auf: Jesus Christ Superstar (OmU) (DVD)
Diese Rockoper, in der die letzten 3 Tage im Leben Jesu Christi aus der Perspetive Judas' erzählt werden, war der erste große Erfolg zweier Teenager mit den heute recht bekannten Namen Andrew Lloyd Webber und Tim Rice.
Die Geschichte ist den meisten grundsätzlich bekannt. Neu ist, dass versucht wird, Judas' Ansichten zu rekonstruieren. Immer wieder kommentiert er das Geschehen, und er gibt dabei deutlich zu verstehen, dass er Jesus vor allem als Anführer im Befreiungskampf gegen die römische Besatzung sieht und nicht als Sohn Gottes.
Die Handlung ist eingebettet in den Rahmen einer Aufführung dieser Geschichte durch junger Schauspieler an antiken palästinensischen Schauplätzen (eine grandiose Kulisse!). Dadurch wirkt der Film mit Absicht oft sehr theatralisch, und es werden aktuelle Bezüge hergestellt, indem moderne Requisiten zum Einsatz kommen.
Die Besezung ist brilliant. Natürlich ist Carl Anderson als Judas hervorzuheben. Mit seinem Gesang füllt er seine Rolle mit Leben und Glaubwürdigkeit, obwohl er manchmal etwas unbeholfen durchs Bild stapft (aber vielleicht mit Absicht? Immerhin spielt er einen Verzweifelten). Ted Neeley verkörpert den Jesus, wie man ihn sich vorstellt. Ein kleiner und eher schmächtiger Mann, der in diesem Stück ausgelaugt und voller Zweifel dargestellt wird. Zu Anfang möchte man ihm gar nicht zutrauen, dass er über so ein phantastisches Stimmvolumen verfügt, wie es in den Auseinandersetzungen mit Judas und auch immer öfter im weiteren Verlauf des Films zum Ausdruck kommt. Aber auch die Nebenrollen sind toll besetzt, wobei ich besonders Pontius Pilatus und das Priesterduo Caiaphas und Annas hervorheben möchte.
Der Regie von Norman Jewison ist anzusehen, dass er vorher oft Musiksendungen im Fernsehen geleitet hat (-> Schnitte, Effekte). Heute wirkt das manchmal etwas angestaubt, aber 1972 war es eben absolut zeitgemäß. Besonders interessant finde ich, wie Jewison mit Licht arbeitet, und anscheinend hat er eine große Vorliebe für Hände, um Beziehungen dazustellen (achtet mal darauf!).
Zu den Extras der DVD: der Audiokommentar von Regisseur Jewison und Hauptdarsteller Neeley wurde erst zur Veröffentlichung der DVD in Europa dieses Jahr aufgenommen. Manchmal wirkt der Kommentar deshalb wie der Erinnerungsaustausch zweier älterer Herren (was er ja auch ist). Trotzdem hält er einige interessante Hintergrundinformation bereit.
Das Interview mit Autor Tim Rice (ebenfalls neuere Datums) zur Entstehung der Rockoper finde ich sehr interessant und auch unterhaltsam.
Die Photogalerie ist nett (eher eine Diavorführung), aber wäre nicht unbedingt nötig gewesen.
Die Bildqualität der DVD ist dem Alter des Films entsprechend, aber gibt keinen Anlass zur Klage.
Der Sound in Dolby 2.0 erklärt sich ebenfalls aus dem Alter des Films, klingt aber trotzdem akzeptabel.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jan 25, 2012 3:16 PM CET


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