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Rezensionen verfasst von
WillyR "Dingens" (Troisdorf)

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Heroes
Heroes
Preis: EUR 16,99

2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Schwache Helden!, 8. Juni 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Heroes (Audio CD)
Dass man zum Thema Krieg und Militärgeschichte ein herausragendes Heavy-Metal-Album produzieren kann, haben Iced Earth bereits 2004 mit "The Glorious Burden" trotz allem darin enthaltenem Patriotismus eindrucksvoll bewiesen, wobei aus dem Konzeptalbum insgesondere der monumentale dreiteilige Song "Gettysberg (1863)" positiv hervorsticht. Leider gelingt es Sabaton mit "Heroes" weder musikalisch, noch texlich oder konzeptionell auch nur annähernd ein vergleichbares Niveau zu erreichen, was nicht zuletzt daran liegt, dass viele der darin erzählten Heldengeschichten durch Zeilen wie "sometimes war is killing, sometimes it’s saving lives, it's the judgement of fate, it's nothing that men can dictate" den schalen Beigeschmack der Kriegsverherrlichung haben. Solche verharmlosenden texlichen Entgleisungen irritieren. Dazu kommt dann noch Sabatons süßlich zäher, melodischer Power Metal, der vielleicht einfach nicht das geeignete Stilmittel ist, sich mit so einer heiklen Thematik wie beispielsweise Auschwitz im Song "Inmate 4859" auseinanderzusetzen. Konnte man bisher den Eindruck haben, Sabaton beschäftigte sich mit ihrem Lieblingsthema Krieg mit einer gewissen kritischen Distanz, so ist diese auf ihrem neusten Album irgendwie verloren gegangen.

Musikalisch erinnert das Album streckenweise stark an Powerwolf, ohne jedoch deren ironischen Texte, welche dort den Bombast brechen. Die Melodien sind simpel gestrickt, die Songstrukturen leicht nachvollziehbar und frei von Ecken und Kanten. So plätschert das Album dahin, ohne einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen. Etwas Neues wird nicht geboten. Positiv hervorzuheben ist lediglich, dass die Keyboards diesmal ein wenig in den Hintergrund gerückt sind.

Der Opener "Night Witches", "Resist And Bite" oder das anschließende "Soldier Of 3 Armies" sind die stärksten Tracks des Albums, während die Band mit der schnulzigen Pianoballade "The Ballad Of Bull" getrost auch im Musikantenstadl auftreten könnte, ohne das Publikum zu verschrecken. Üble Songs wie "To Hell And Back" oder "Hearts Of Iron" verdienen allenfalls das Prädikat Schlagermetal.

Als Fazit bleibt ein allenfalls solides Album, das man zwar problemlos beim Autofahren hören kann, das aber auch bei mehrfachen Durchgängen nicht dazu gewinnt, weil es einfach nichts zu entdecken gibt. Mit rund 37 Minuten ist "Heroes" sehr kurz und vermittelt den Eindruck, mit der heißen Nadel gestrickt zu sein.

Zweieinhalb Punkte wären angemessen. Für mich persönlich der erste Fehlkauf des Jahres.


Heritage
Heritage
Preis: EUR 5,74

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Erbe von Opeth sollte man nicht ausschlagen, 23. Mai 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Heritage (Audio CD)
In kaum einem Musikgenre ist Schubladendenken so verbreitet und die Zahl der Subgenres so zahlreich wie im Heavy Metal, und ein Fan, der sich dem Symphonic Metal verschrieben hat wird wahrscheinlich auf Doom herabblicken, und bei einem Power-Metal-Fan wird kaum ein bluttriefendes Black-Metal-Album den Weg in den CD-Player finden. Dabei sind es oft gerade diejenigen Bands und CDs, die sich nicht eindeutig kategorisieren lassen, die am interessantesten sind.

Obwohl die frühen Werke ("Orchid", "Morningrise" und "My Arms, My Hearse") von Opeth sich trotz akkustischer Breaks, dynamischer Lautstärkesprünge und eingestreutem Klargesang noch relativ leicht dem Death Metal zuordnen ließen und Frontmann Mikael Åkerfeld brilliante Growls mit hohem Wiedererkennungswert grunzte, war schon damals klar, dass die Band auch Einflüsse aus dem Progressive Rock und Metal, aber auch Folk, Blues und Jazz in ihrer Musik zuließ. Diese Facetten von Opeths Musik wurden von Album zu Album stärker, nicht zuletzt durch die Kollaboration mit Porcupine-Tree-Frontmann Steven Wilson ab "Blackwater Park". Mit "Damnation" folgte dann mit ausschließlichem Klargesang der leuchtende, überwiegend akustische Zwilling zu dem tiefschwarzen "Deliverance", dem bisher wahrscheinlich härtesten Album der Band. Spätestens hier war ersichtlich, dass die Schublade Death Metal für Opeth zu eng war, so dass es nicht mehr wirklich überraschte, dass fünf Jahre und zwei Alben später "Watershed" die Grenzen zwischen doomigem Death und Prog Metal endgültig auf geniale Weise verwischte (dazwischen lag das hervorragende "Ghost Reveries").

Nun also signalisiert das zehnte Studioalbum "Heritage", wiederum überragend von Steven Wilson mit dynamischem Klang abgemischt, die fast vollständige Abkehr vom Musikstil früherer Tage und bringt abermals den vollständigen Verzicht auf Growling. Vollgepackt mit instrumentellen Zwischenspielen, komplizierten Akkord-, Rhythmus- und Tonartwechseln, dem extensiven Einsatz von Keyboards (einschließlich Mellotron, Fender Rhodes und Hammondorgel) und Fusion-Jazz-Einflüssen kommt das Album wunderbar organisch in 70er-Jahre-Manier daher. Eingefleischte Meatalheads und Fans der ersten Stunde dürfte es daher eher abschrecken, aber Opeth wollen sich offensichtlich nicht wiederholen, sondern weiterentwickeln, jedoch ohne die eigene Vergangenheit völlig aus den Augen zu verlieren.

Der klassische, vom Piano getragene, instrumentelle Eröffnungs- und Titeltrack "Heritage" erinnert noch an den Titel "Silhouette" vom Debutalbum, bevor "The Devil's Orchard" kompromislos ein progessives, bluesig angehauchtes Guitarrenriff, komplizierte Rhythmen und vibrierende Hammond-Sounds liefert. Das sich anschließende "I Feel The Dark" weckt mit gezupften akustischen Guitaren, sanft groovender Schlagzeugbegleitung und atmosphärischem Klang zunächst Erinnerungen an das zweite Album, um dann nach etwa drei Minuten endlich in eine düstere Passage zu münden. Danach kommen mit "Slither" leidenschaftliche Siebzigerjahrerock-Einflüsse zum Tragen, während "Nepenthe" eine eigentümliche Fusion aus verschrobenem Freejazz, Ambient und Progressive Metal ist. "Häxprocess" hat dann mit Metal kaum noch etwas zu tun, wären da nicht die typischen, entfernt an das Album "Ghost Reveries" erinnernden Harmonieläufe, an denen man Opeth noch erkennen kann, und bietet vor allem gegen Ende des Songs verspielte und teils bluesige Momente. "Famine" fährt dann doch wieder ein schwermetallisches Guitarrenriff auf, ergänzt durch Hammond-Orgel und eine flirrende Querflöte, vielleicht als Hommage an Ian Anderson und Jethro Tull zu sehen. "The Lines In My Hand" mit seinem groovenden, dichtem Rhythmus und das abschließende Instrumentalstück "Marrow Of The Earth" setzen den einmal eingeschlagenen Weg konsequent fort, unterbrochen vom überwiegend langsamen, streckenweise an Led Zeppelin erinnernden "Folklore".

Insgesamt kann man die Schweden nur zu diesem mutigen Album beglückwünschen, denn die Art und Weise wie Mikael Åkerfeld und seine Mitmusiker hier Opeth neu erfinden und sich dabei trotz Experimetierfreude durchaus auf ihre Wurzeln besinnen, ist große Kunst und glaubwürdig. Zwischen einem Geflecht aus Tempowechseln und eigenwilligen Rhythmen findet sich überwiegend eine düstere Grundstimmung, aber auch fast Heiteres und Optimistisches. "Heritage" ist ein melodisches Album, auf dem es jede Menge Neues und dabei eine Reihe überzeigender Songs zu entdecken gibt, solange man offen ist, über die Grenregrenzen hinauszuschauen. Hervorzuheben ist der von sehr leise bis laut dröhnend reichende dynamische Sound, der frei von Übersteuerung oder Clipping ist.

Man darf gespannt auf das für den 22.08.2014 angekündigte Nachfolgeralbum "Pale Communion".


The Raven That Refused to Sing
The Raven That Refused to Sing
Preis: EUR 9,99

5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Referenzwerk für Progressive Rock, 18. Mai 2014
Rezension bezieht sich auf: The Raven That Refused to Sing (Audio CD)
Mit "The Raven That Refused to Sing (And Other Stories)" hat Porcupine-Tree-Mastermind Steven Wilson sein nunmehr drittes Soloalbum veröffentlicht und endlich auch einen Teil des verdienten kommerziellen Erfolgs geschafft, den dieser umtriebige Ausnahmekünstler verdient: Immerhin auf Platz 3 der deutschen Albumcharts hat es das Werk 2013 geschafft. Die darauf enthaltenen sechs Stücke mit einer Gesamtlaufzeit von knapp unter einer Stunde sind ein ergreifender Parforce-Ritt durch Jazz, Experimental und Progressive Rock sowie Ambient, produziert von keinem Geringeren als Alan Parsons, der als Toningenieur schon hinter so bahnbrechenden Werken wie "Dark Side Of The Moon" von Pink Floyd steckt. Geholfen haben Steven Wilson so herausragende Musiker wie Ex-Kajagoogoo Nick Beggs am Bass und Chapman Stick, Adam Holzman, der schon mit Jazz-Größen wie Miles Davis und Marcus Miller gearbeitet hat, an den Keyboards, Guthrie Govan, der unter anderem bei Asia gespielt hat, an der Leadguitarre oder der enorm vielseitige Marco Minnemann an Schlagzeug und Percussion, dessen Spektrum von Jazz bis Heavy Metal reicht.

Der Eröffnungstrack "Luminol" ist gleichzeitig der längste der CD. In einem wilden Gewitter verbinden sich hier jazzige Passagen und ein treibendes Rhythmussegment mit verspielten Flötenklängen und fragilen, loungeartigen Ambient-Breaks, während der Gesang zunächst im Hintergrund steht. Das sich anschließende "Drive Home" ist eine ruhigere, stimmungsvolle Rockballade, während es bei "The Holy Drinker" wieder schneller und verspielter zu Werke geht, wobei nicht zuletzt durch die Guitarrenklänge am Ende des Songs eine eher düstere Stimmung erzeugt wird. Sowohl hier als auch im folgenden "The Pin Drop" sind es aber die fragilen Zwischenspiele, die aus den Liedern faszinierende Meisterwerke machen. Das mit über elf Minuten zweitlängste Stück "The Watchmaker" mit seinem atmosphärischen Klavierbreak und dem entfernt an Opeth erinnernden, härterem Ende gehört zu den Höhepunkten des Albums. Den krönenden Abschluss bildet dass der melancholische Titeltrack "The Raven That Refused To Sing", der verhalten beginnt, sich zur progressiven Rockballade steigert und mit zarten Pianoklängen ausklingt.

Überhaupt ist die unglaubliche klangliche Dynamik des Albums, die sich jeglichem Loudness War entzieht, ein hervorstechendes Merkmal dieser Platte: Von kaum hörbar bis dröhend reicht das Spektrum. Steven Wilson ist schon lange ein Sound-Fetischist und Gegner der bedauernwerten Tendenz der Musikindustrie den Lautheitspegel von CDs bis zur Kompression und Verzerrung zu erhöhen. Dies kommt dem Sound zugute und sollte anderen Künstlern als Vorbild dienen.

Inhaltlich erzählen die Songs mehr oder weniger übersinnliche Geschichten, teils in der Tradition eines Edgar Allan Poe, und basieren auf Kurzgeschichten, die Steven Wilson geschrieben hat und die man auf der Deluxe Edition des Albums auch nachlesen kann. Das Cover und Booklet, welches auch sämtliche Lyrics enthält, wurden von dem deutschen Künstler Hajo Müller gestaltet und runden das künstlerische Gesamtbild mit teils stimmungsvollen, teils verstörenden Illustrationen gelungen ab.

"The Raven That Refused To Sing (And Other Stories)" ist Wilsons bisher abwechslungsreichstes Album und dürfte ein Klassiker des Progessive Rock werden, denn seine Qualitäten haben Bestand.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 19, 2014 9:00 PM MEST


Drive Home
Drive Home
Preis: EUR 12,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nicht nur für Fans absolut lohnend, 10. Mai 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Drive Home (Audio CD)
Nach Steven Wilsons genialen dritten Soloalbum "The Raven that Refused to Sing (and Other Stories)" nun also diese EP, welche neben dem bisher unveröffentlichten Song "The Birthday Party" eine kürzere Version von "Drive Home" eine Orchesterfassung von "The Raven that Refused to Sing" sowie vier Live-Mitschnitte aus einem Konzert in Frankfurt enthält. Braucht man das?

Ja, aus vielen Gründen. Zum einen präsentiert "The Birthday Party" facettenreichen, rasenden Progressive-Rock, dargeboten von einer perfekt auf einander eingespielte Band, und "The Raven that Refused to Sing" wirkt noch dramatischer als auf dem Album. Die Live-Tracks sind jedoch der eigentliche Höhepunkt der CD, denn die Songs vermitteln eine ungetrübte Spielfreude mit perfektem Sound. Mein persönlicher Favorit hieraus ist "The Holly Drinker", welcher unendlich viel Atmosphäre, Groove und Dynamik liefert. So sollte Prog-Rock klingen!

Doch der eigentliche Grund, sich "Drive Home" anzuschaffen ist die DVD. Nicht nur, weil es Spaß macht, der Band beim Musizieren zuzusehen, während das Publikum nahezu andächtig lauscht, sondern vor allem wegen der beiden Animationsvideos zu "Drive Home" und "The Raven that Refused to Sing", in Szene gesetzt von der Britischen Filmemacherin Jess Code, welche einfach wunderschön und anrührend sind.


The Life and Times of Scrooge
The Life and Times of Scrooge
Preis: EUR 20,98

5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Soundtrack für's Kopfkino, 1. Mai 2014
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Rezension bezieht sich auf: The Life and Times of Scrooge (Audio CD)
Wer bei Tuomas Holopainens ambitioniertem Soloprojekt Symphonic Metal im Stil seiner Band Nightwish erwartet, wird zwangsläufig enttäuscht sein, denn das Konzeptalbum "(Music Inspired By) The Life and Times of Scrooge" ist eine dramatische Orchestersuite mit Folk- und vereinzelten Rockelementen sowie sparsamen, teils choralen Gesangsparts. Dabei kommen außer einem klassichen Orchester passend zur erzählten Geschichte auch Uilleann Pipes und Low Whistle sowie Bodhrán (sämtlich gespielt vom Englischen Multiinstrumentalist und Nightwish Sessionmusiker Troy Donockley), Banjo, Dudelsack, Mundharmonika, Fiddle und Diggeridoo zum Einsatz. Höchsten die Singleauskopplung "A Lifetime of Adventure" bietet radiotauglichen Pop mit verhaltenen Rockguitarren. So vertont Holopainen den Kultcomic/Graphic Novel "The Life and Times of Scrooge McDuck" (in Deutsch: "Onkel Dagobert: Sein Leben, seine Milliarden") des Amerikanischen Zeichners und Autors Don Rosa, der darin in zwölf Kapiteln die Biographie von Dagobert Duck schildert, beginnend mit seiner ärmlichen Kindheit in Schottland, über seine Auswanderung nach Amerika und abenteuerliche Reisen nach Afrika und Australien und wie er dabei zur reichsten Ente der Welt wurde. Don Rosa, welcher in Europa unter Disney-Fans einen gewissen Starstatus genießt, in den USA dagegen weitgehend unbekannt ist, hat auch die wunderschöne Coverillustration gemalt sowie für das aufwendig gestaltete Booklet original Storyboards zum Album beigesteuert. Dass Scrooge nur von hinten zu sehen ist und das McDuck im Albumtitel ausgespart wurde, hat wohl lizenztechnische Gründe.

Neben dem London Symphonic Orchestra, arrangiert von Pip Williams, der schon an den letzten drei Nightwish-Alben beteiligt war, und dem Metro Voices Chor, treten die Finnischen Sängerinnen Johanna Kukela und Johanna Ivanainen, der Schottische Folkmusker Alan Reid sowie Tony Kakko von der Band Sonata Arctica als Gaststimmen auf. Ein Großteil der Stücke ist jedoch rein instrumental.

Insgesamt ist der Albumtitel Programm: Die Platte liefert einen perfekt komponierten, epischen Soundtrack mit schwelgerischen Melodien, die zum Träumen anregen, mal getragen und fast schon majästetisch, mal lebhaft, verspielt und farbenfroh. Nur dass es eben keinen Film zu dieser Musik gibt, sondern einen Comicstrip. Wer diesen kennt, wird sich an die darin erzählten Geschichten erinnern und die einzelnen Lieder mit Bildern daraus verbinden, wer nicht, bekommt vielleicht einen ersten Eindruck davon, worum es darin geht, und wird sogar neugierig auf das Buch werden. Man merkt, dass Tuomas Honopainen Donaldist und ein großer Fan von Don Rosa ist und mit diesem Werk eine Hommage an den Künstler schaffen wollte.

Melodisch ist der Unterschied zu Nightwish gar nicht so groß, eher stilistisch. Trotz der folkigen Elemente rutscht die Platte glücklicherweise nicht in seichten Ethno-Kitsch ab, sondern die zum Beispiel keltischen Klänge werden dramaturgisch passend zur Geschichte eingesetzt. Auch mit einem klebrigen, familienfreundlichen Disney-Score hat das Album nichts zu tun, eher schon mit Ennio Morricone, speziell bei den Liedern, die sich mit Scrooge McDucks Wild-West-Erlebnissen befassen. In jedem Fall ist es entspannende Musik für unser Kopfkino. Und in diesem Kontext ist das Album absolut stimmig und ein mutiges musikalisches Experiment.

Ansonsten ist der angebliche (in meinen Augen eher überflüssige) Bonustrack, eine Fassung von "A Lifetime of Adventure" ohne Guitarren, entgegen der aufdruckten Trackliste auch auf der Standardversion des Albums enthalten, also kein Grund die teurere Limited Edition zu kaufen. Auch die rein instrumentale Version des Albums bietet aus meiner Sicht keinen künstlerischen Gewinn.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 17, 2014 8:38 PM MEST


The Satanist
The Satanist
Preis: EUR 16,99

18 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Drama, Baby!, 7. Februar 2014
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Rezension bezieht sich auf: The Satanist (Audio CD)
Wenn das initial schon für den Herbst 2013 angekündigte, zehnte Album der polnischen Extremmetaller Behemoth nun endlich auf den Markt kommt, ist die Erwartungshaltung groß, nicht zuletzt weil bereits im Vorfeld der Veröffentlichung ein ziemlicher Hype veranstaltet wurde. Und um es vorweg zu nehmen: Die Band enttäuscht nicht! Irgendwo zwischen Black und Death Metal angesiedelt, liefern die Musiker um den zwischenzeitlich an Leukämie erkrankten Adam Michal "Nergal" Darski mit "The Satanist" eines der ersten Meisterwerke des Jahres 2014 ab. Denn die CD ist anders als erwartet und dabei unglaublich gut.

Wenn ich die melancholische Grundstimmung des Albums in einem Wort beschreiben müsste, so würde ich es DRAMATISCH nennen. Denn obwohl natürlich Härte und Tempo, einschließlich Blast-Beats und Doppelbass enthalten sind, dominieren hier zwischen kraftvollen Growls, technisch anspruchsvollem Riffing, komplexer Bassbegleitung und fetzigen Guitarrensoli nicht die zornigen Gewaltorgien, sondern stimmungsvolle, vielschichtige eher Mid-Tempo-Songs in technisch makelloser Brillanz, in denen im Hintergrund mitunter Streicher, Chöre und Bläser wogen. Viel Abwechslung wird auf diesem Album geboten. Und so wächst der Hörgenuss mit jedem Durchgang.

Kein wie auch immer geartetes Intro, Behemoth kommen direkt zur Sache: Der Eröffnungssong "Blow Your Trumpets Gabriel" startet mit einem markanten Riff und entwickelt sich zu einem schwarzmetallischem Requiem mit theatralischen Blechbläsern, das sofort klar macht, dass Behemoth stilistisch nicht einfach sklavisch ihre Vorgängeralben kopieren, sondern sich weiter entwickelt haben. Erst "Furor Divinus" und "Messe Noir" bieten zunächst akustisch schwer verdauliches Chaos, wobei letzterer in beinahe schon klassische Heavy-Metal-Riffs, einschließlich Solo übergeht. Es folgen mit "Ora Pro Nobis Lucifer" der geradlinigste Song des Albums mit durchgehendem Double-Bass-Gewitter und das knüppelnde Brett "Amen", das als einziges Stück so auch auf eines der letzen Alben gepasst hätte. Danach kommt mit dem Titellied "The Satanist" ein Track, der mehr tiefschwarzen Hardrock als Metal bietet, und einen echten Höhepunkt darstellt, welcher zu Posaunenklängen trotz Blast-Beat-Finale eher als behäbiger Trauermarsch endet. Das sich anschließende, arabisch angehauchte "Ben Sahar" bietet dann wieder ordentlich Zündstoff für die Ohren, während "In The Absence Ov Light" mit einem akustischen Mittelteil samt Saxophon-Solo überrascht. Die epische, doomige Hymne "O Father O Satan O Sun!" schließt das Album dann mit einer nachdenklichen Stimmung ab und schafft es, gleichzeitig brutal und verletzlich zu klingen.

Inhaltlich ist der Albumtitel Programm, wobei Nergals persönliche Erfahrung mit einer potentiell todbringenden Krebserkrankung, verbunden mit der Erkenntnis, dass alles vergänglich ist, der Band scheinbar zusätzliches (Höllen-)Feuer verliehen hat. Zu jedem Song gibt es im Booklet — neben den teils schwer lesbaren, weil kalligraphischen Lyrics — auch ein zugehöriges Bibelzitat und einen kurzen erklärenden Begleittext. Die Handschriften und die mystische Albumkunst stammen von dem Russischen Maler Denis Forkas und runden das stimmige Gesamtbild ab.

Zusammenfassend haben sich Behemoth mit "The Satanist" ein Stück weit neu definiert und dabei ein zutiefst organisches, vielseitiges und dabei düsteres Abum erschaffen, das keine erkennbaren Schwächen zeigt. Es ist kein Spaß-Album, sondern hat eine zutiefst schwarze Seele. Die Messlatte für 2014 liegt damit sehr hoch.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Feb 10, 2014 2:45 PM CET


Addicts Black Meddle Pt.II
Addicts Black Meddle Pt.II
Preis: EUR 12,98

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Komplizierter, progressiver Black Metal, 17. Oktober 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Addicts Black Meddle Pt.II (Audio CD)
Wer erwartet hatte, dass Nachtmystium mit ihrem fünften Studioalbum "Addicts - Black Meddle Pt. 2" genau da weiter machen, wo sie auf "Assassins" aufgehört haben, wird enttäuscht sein. Schon lange kümmern sich die amerikanischen Schwarzmetaller nicht um Genrekonventionen, und so enthält das Album deutlich mehr elektronische Musik als sein Vorgänger, was dazu führt, dass klassischer Black Metal zugunsten von progessiven, psychedelischen, post-punk und industrial Elementen zurücktritt. Dies geschieht jedoch so wohldosiert, dass es nicht aufgesetzt oder zwanghaft wirkt, sondern originell.

Zwischen schwelgerisch pulsierenden Riffs und ausdrucksstarkem Schreigesang, der das am stärksten im Black Metal verwurzelte Stilmittel ist, gibt es zahlreiche verspielte Details zu entdecken.

Nach dem kurzen, aber stimmungsvollen, industrialartigen Intro "Cry For Help", in dem eine düsteren Stimme den Satz "nothing hurts more than being born" hervorpresst, startet die Band in die recht traditionelle Black-Metal-Hymne "High On Hate", die noch am ehesten an "Assassins" anknüpft. Das sich anschließende "Nightfall" klingt hingegen deutlich mehr nach eingängigem Hardrock, während der folgende Industrial-Song "No Funeral" von einem hypnotisch wirkenden, kreisenden Keyboardriff und pulsierendem Rhytmus vorangetrieben wird und auch auf dem Dancefloor seine Wirkung entfalten könnte. "Then Fires" ist dann wieder weniger verspielt und bietet dann doch wieder atmosphärischen Black Metal, nur um vom fast schon poppigen Titeltrack "Addicts" abgelöst zu werden, das seinen Reiz aus dem Kontrast zwischen den guttural gesungenen Strophen und dem verfremdeten Klargesang im Refrain bezieht. "The End Is Eternal" klingt dann wieder deutlich nach klassischem Black Metal, nur um für das von elektronischen Effekten durchsetzte "Blood Trance Fusion" Platz zu machen. Mit dem melancholischen, aber merkwürdig tanzbaren "Ruined Life Continuum" drosseln Nachtmystium dann langsam das Tempo und bereiten den Hörer auf das abschließende, epische "Every Last Drop" vor, das mit akustischen Klängen einsetzt und sich zu einer langsamen, doomigen Nummer entwickelt, die einen echten Höhepunkt im Schaffen der Band darstellt.

Insgesamt handelt es sich um ein atmosphärisch dichtes, kompliziertes Album, das sich nicht unbedingt beim ersten Hören vollständig erschließt. Bei aller Frische, Andersartigkeit und stilistischen Unbekümmertheit hat es seine Wurzeln klar im Schwarzmetall. Ein großes Album, wobei mir persönlich "Assassins" besser gefällt.


Witching Hour (Ltd.Digipak)
Witching Hour (Ltd.Digipak)
Wird angeboten von ProMedia GmbH
Preis: EUR 15,99

4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Musik zur Geisterstunde, 14. Oktober 2013
Rezension bezieht sich auf: Witching Hour (Ltd.Digipak) (Audio CD)
Auf ihrem fünften Studioalbum "Witching Hour" befassen sich The Vision Bleak mit dem Mythos der Hexen.

Das den Albumtitel tragende, instrumentale Intro könnte auch Soundtrack zu einem John-Carpenter-Film sein, weckt es doch mir düsteren, schnarrenden Guitarrenklängen eine gruselige Stimmung, bevor es nahtlos in das hardrockige "A Witch Is Born" übergeht, das den ersten Höhepunkt des Albums liefert. Das sich anschließende "The Blocksberg Rite" beginnt mir einer klassisch anmutenden Querflöte, deren Motiv sich danach in den harten Guitarrenriffs fortsetzt, während "Canibal Witch", passend zum Thema des Songs Baba Yaga, leicht russisch-folkoristische Melodien, verpackt in schwermetallische Klänge bietet. Es folgt mit "The Wood Hag" ein weiterer stimmungsvoller Höhepunkt, vorangetrieben von einem markanten Keyboardriff und einem eingängigen Refrain. Auf "Hexenmeister" dreht die Band dann in Sachen Härte und Geschwindigkeit richtig auf, einschließlich Blastbeats, während "Pesta Approaches" seine Spannung eher langsam aufbaut, um in einem schleppend-doomigen Riff zu münden. Der Bonustrack "Call Of The Banshee" punktet mit einer sphärischen, von unverzerrtem Guitarrenarpeggio getragenen Bridge, während das abwechslungsreiche Viking-Metal-Stück "The Valkyrie" das Album mit erhöhtem Tempo melodisch ausklingen lässt und in den ruhigeren, choralen Passagen an Týr erinnert.

Zusammenfassend haben The Vision Bleak hier sowohl ihre rockigen als auch metallischen Seiten genial verpackt und dürften mit diesem eingängigen Album neue Fans gewinnen.


Assassins
Assassins
Wird angeboten von Amazing Musicshop
Preis: EUR 18,98

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wenn Pink Floyd Black Metal spielen würden, ..., 10. Oktober 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Assassins (Audio CD)
... klängen sie wahrscheinlich wie Nachtmystium auf dem Album "Assassins", welches nicht von ungefähr den Untertitel "Black Meddle, Pt. 1" trägt.

Mit viel Liebe zum Detail und einer hochwertigen Produktion verbinden sich hier nakenbrechende Riffs mit progressiven und rockigen Elementen, spacigen elektronischen Loops, Samples, jeder Menge Blues und einer abgründigen Melancholie. Und trotzdem hat man es immer noch mit Black Metal zu tun.

Nach dem stimmungsvollen Intro "One Of These Nights", das entfernt wie eine Heavy-Metal-Variation auf "Lucifer" von Alan Parsons Project klingt und eine Hommage an "One Of These Days" vom Punk-Floyd-Album "Meddle" ist, eröffnet der Titeltrack das Album mit - vor allem in der ersten Hälfte des Songs - aggressiver Energie und einem eingängigen Chorus. Das sich anschließende melodische "Ghosts Of Grace" hat mit seinem stürmischen Refrain einen fast schon hymnischen Charakter. Das ruhige Zwischenspiel "Away From The Light" lässt einen dann aufatmen, bevor "Your True Enemy" wieder mit einem Donnerknall Agressionen freien Lauf lässt. Das schleppende, doomig angehauchte "Code Negative" erinnert dann konkret an Pink-Floyd-artige Klänge, die dann von "Omnivore" wie mit einer gewaltige Abrissbirne niederwalzt werden. Das abschließende, dreiteilige "Seasick" ist zweifellos das progressivste Stück auf dem Album. Hier ist die Nähe zu Pink Floyd am größten, speziell in dem instrumentellen "Part 1: Drowned At Dusk". Wie in einem musikalischen Puzzle werden die einzelnen Versatzstücke der CD wieder zu einem grandiosen Ganzen zusammengesetzt: In beeindruckender Atmosphäre finden sich hier Elemente aus Blues und Jazz, einschließlich eines Saxophons und eines an Santana erinnerndes Guitarensolos im ebenfalls instrumentellen "Part 2: Oceanborne", ein wogendes Piano sowie die bereits erwähnten Synthesizer-Loops, bevor die Band am Ende in "Part 3: Silent Sunrise" vor allem gesanglich wieder zu (gemäßigt) härteren Klängen zurück findet.

Wer offen ist für Neues in diesem Genre, der neigt nach dem Hören von "Assassins" zu Superlativen, denn Nachtmystium geben Schwarzmetall hier unendlich viele neue Impulse. Die Scheibe ist ein Muss für alle Metalheads, die auch progressive und avantgardistische Elemente in ihrer Musik zu schätzen wissen. Eines meiner absoluten Lieblingsalben.


Satyricon (Special Edition im Digipack inkl. 3 Bonustracks)
Satyricon (Special Edition im Digipack inkl. 3 Bonustracks)
Preis: EUR 17,99

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Schwarze Liebe auf den zweiten Blick, 10. September 2013
Der Vergleich drängt sich irgendwie auf: Nachdem Watain bereits Mitte August mit "The Wild Hunt" ein schwarzmetallisches Meisterwerk veröffentlich haben, kommt jetzt mit mit dem schlicht "Satyricon" betitelten achten Studioalbum der gleichnamigen Band ein weiteres Norwegisches Black-Metal-Opus in direkter Konkurrenz auf den Markt. Und tatsächlich gibt es Parallelen.

Fünf Jahre, in denen Mastermind Satyr sich unter anderem dem Weinbau widmete, haben sich Satyricon seit dem eher enttäuschend mittelmäßigen "The Age Of Nero" dafür Zeit gelassen und das Album vollmundig mit den Worten "Wir haben bisher noch keine Platte gemacht, die den Geist der Band derart einfängt. Sie verlangt dem Hörer viel ab, aber er wird es lieben. Die Platte wird mit jedem Mal Hören besser und deshalb wird sie alle Zeiten überdauern" angekündigt.

Kann die CD diesem hohen Anspruch gerecht werden? Jedenfalls nicht beim ersten Durchhören, da wirkt "Satyricon" eher unspektakulär, doch dann wächst und wuchert das Album, Songs saugen sich im Gehörgang fest.

Vier Schläge der Basstrommel leiten das Album ein. Insgesamt fallen das vor allem in der ersten Hälfte reduzierte Tempo und doomige Riffs auf, so dass das Album weniger aggressiv als seine Vorgänger wirkt. Der Spannungsbogen ist ähnlich aufgebaut wie bei Watain (dort als erster Track das dramatische "Night Vision"): Das getragene, instrumentale Intro "Voice Of Shadows", in dem Frost am Schlagzeug die gesamte Palette seines spielerischen Könnens von Doppelbass bis jazzigen Beats präsentiert, geht über in das düstere, in Norwegischer Sprache gehaltene "Tro Og Kraft" (Glaube und Macht), in dem Satyr mit nihilistischem Groll seine satanische Stimme erhebt. Auch das sich anschließende "Our World, It Rumbles Tonight" gewinnt seine Bösartigkeit trotz Doublebass-Gewitter eher durch Atmosphäre als durch Härte. Das groovende "Nocturnal Flare" besticht durch ein dominates Guitarrenriff sowie eine fast verträumte Songstruktur. Erst nach der - wie bei Watain - in der Mitte stehenden, durch den Klargesang von Gastsänger Sivert Høyem gekennzeichneten poppigen Ballade "Phoenix", welche sich am weitesten von typischen Black-Metal-Klängen entfernt, wäre da nicht das immer wieder erklingende düstere Grollen des Doppelbass im Hintergrund, kommt mit "Walker Upon The Wind" Hektik samt Blastbeats auf, welche durch den klassichen Nackenbrecher "Nekrohaven" noch getoppt wird. Auch "Ageless Northern Spirit", das eine schräge Ode an die Nordische Heimat ist, besticht durch Härte und Tempo. Mit "The Infinity Of Time And Space" wird die Schlagzahl wieder reduziert, um in das folkige "Natt" überzuleiten, welches das Album abschließt. (Die Bonustracks sind eher verzichtbare Remixes.)

Das Album brilliert durch doomige, atmosphärische Guitarrensounds und nicht zuletzt das durchgängig überzeugende, facettenreiche Spiel des Drummers Frost, der zahlreiche, verspielte Akzente setzt. Vor allem der bei der Produktion auf jegliche Kompression und elektronische Effekte verzichende, lebendige und dynamische Klang ist hervorzuheben.

Als Fazit bleibt für mich, dass Satyricon ihre Schaffenspause kreativ genutzt haben, um ein beeindruckendes Album zu produziert, das den Hörer überrascht und fordert und - ähnlich wie bei Watains "The Wild Hunt" - mit mehrmaligem Hören gewinnt. Satyricon sind auf ihrem aktuellen Longplayer sicherlich weniger hart und aggressiv als Watain, aber nicht weniger progressiv. Ein auf seine Essenz reduzierter, trotz Mainstream-Tauglichkeit zutiefst böser Black Metal klingt so. Wer immer nur einen Aufguss von "Nemesis Divina" erwartet, wird vielleicht enttäuscht sein, aber eine Band sollte sich auch künstlerisch weiterentwickeln dürfen.


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