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Rezensionen verfasst von
Chewie (Kashyyyk)

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Vereint durch die Macht. Star Wars: Das Erbe der Jedi-Ritter 19
Vereint durch die Macht. Star Wars: Das Erbe der Jedi-Ritter 19
von James Luceno
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,00

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Finale der Superlative, 19. Mai 2009
Eigentlich bin ich kein Freund der in unserer Gesellschaft vorherrschenden Superlativ-Hascherei. Aber an dieser Stelle muss es doch mal sein: "Vereint durch die Macht" ("The Unifying Force") ist einer der bombastischsten, actiongeladensten und ereignisreichsten Star Wars Romane im ganzen Erweiterten Universum. James Luceno gelang es der Reihe das Finale zu geben, das es verdient. Die kleinen Schwächen des Buches verschwinden in der spannenden, dichten Atmosphäre wie Butter in der Sonne.

Der Autor:
Der 1947 in den USA geborene James Luceno schließt die Reihe nicht von ungefähr ab. Er gehörte zu den Planern der Serie und brachte bereits die "Agents of Chaos"-Duologie mit ein. Äußerst erfolgreich waren seine im Rahmen von Episode III erschienenen Romane "Labyrinth des Bösen" und "Dunkler Lord - Der Aufstieg des Darth Vader". Nachdem sein geplanter Darth Plagueis-Roman nicht veröffenlicht wurde, erschien jüngst "Millennium Falke". Er zeigte auch interesse an einem Roman zu Qui-Gon Jinn und war an mehreren Referenzbüchern beteiligt.

Zur Reihe im Allgemeinen:
Die "Das Erbe der Jedi-Ritter"-Reihe ("The New Jedi Order") ist mit 19 Romanen (ca.8200 Seiten) und einigen Nebenpublikationen die längste im gesamten Erweiterten Universum. Und sie hatte es (zumindest bei mir) von Anfang an nicht leicht: Außergalaktische Invasoren (?), na gut, auf diese Idee hatte ich schon lange gewartet, aber Ideen wie die eines lebenden Planeten (ursprünglich in "Planet der Verräter" eingeführt) oder einer Technologie, die nur auf Lebensformen basiert, geschweigedenn die einer Spezies, die nicht in der Macht existiert rückten für mich doch recht weit vom sonst gewohnten Realismus des Star Wars Universums ab.

Aber seit ich bei Band acht in die Serie eingestiegen bin, habe ich diese Scheu dank einiger wirklich gelungener Bücher abgelegt. Alles in allem befassten sich nun insgesamt 13 Autoren mit der Reihe: einige Altmeister wie Michael Stackpole und Aaron Alston, aber auch viele Novizen wie James Luceno, Troy Denning (bitte um Korrektur falls das nicht stimmt), Greg Keyes und Matthew Stover. Nach den gelungenen, aber nicht überragenden Bänden acht und neun ("Die Verheissung", "Das Ultimatum") war ich von Band zehn ("Jainas Flucht") doch eher enttäuscht. Doch dann folgten die geniale "Enemy Lines"-Duologie ("Rebllenträume", "Austand der Rebellen") von Aaron Allston und der philosophische dreizehnte Band ("Verräter") von Matthew Stover. Auch Walter Jon Wiliams Einstand ("Wege des Schicksals") war sehr gelungen und brachte eine Wendung der Ereignisse. Dann folgte die eher durchschnittliche "Force Heretic"-Trilogie ("Die Ruinen von Coruscant", "Der verschollene Planet", "Wider alle Hoffnung") und das widerum sehr gelungene Vorfinale ("Die letze Prophezeiung") von Greg Keyes (Das sind meine bescheidenen, subjektiven Meinungen, denen niemand zustimmen muss).

Und nun schloss also James Luceno die Serie ab. Und das ist meiner Meinung nach auch gut so, denn nach vier (oder fünf?) Jahren des Krieges war ich das ewige Kämpfen und die vielen Tode (Anakin und vorallem Chewbacca) leid. Die Serie konnte wohl ohnehin nicht mehr viel Neues bringen und schließlich soll man ja aufhören wenn es am Schönsten ist. Das die Gesamtbilanz positiv ist, obwohl etwa Altmeister Timothy Zahn die Reihe als zu dunkel abtat, verdanken die Schöpfer der Reihe von Lucas Liscensing und Del Rey dem großen Zuspruch der Fans.

Zum Inhalt von "Vereint durch die Macht":
Vier Jahre nach Beginn der Yuuzhan Vong-Invasion erreicht der Krieg seinen Höhepunkt:
Auf dem Planeten Selvaris werden den Gefangenen eines Gefangenenlagers, unter ihnen Judder Page und Pash Cracken, Informationen übergeben, die für das Oberkommando der Galaktischen Allianz und den weiteren Verlauf des Krieges von entscheidender Bedeutung seien könnten. Die Gefangenen inszenieren daraufhin eine riskante Flucht und der geflohene Informant wird von Han und Leia im Millennium Falken aufgelesen. Diese bringen ihn nach Contruum am Mittleren Rand, wo die Informationen ausgewertet werden. Auf dieser Grundlage wird ein waghalsiger Plan ersonnen, der dem Krieg ein Ende machen soll. Doch zunächst nehmen der Falke, Jainas Zwillingssonnen und einige Andere einen Yuuzhan Vong-Konvoi ins Visier, der die Gefangenen von Selvaris nach Yuuzhan'tar transportieren soll, damit sie dort geopfert werden...

Unterdessen befindet sich die Gruppe von Luke immer noch auf Zonama Sekot. Der lebende Planet springt nach Nom Anors Sabotage scheinbar planlos durch den Hyperraum und die Oberfläche wird von Unwettern und Waldbränden erschüttert. Auch einen totgeglaubten Freund (oder Feind?) trifft die Gruppe wieder, als sich Sekot auf Lukes Vorschlag hin zu einem riskanten Schritt entscheidet...

Doch auch die Yuuzhan Vong sind selbstverständlich nicht untätig. Während Kriegsmeister Nas Choka seine Armada für eine gigantische Entscheidungsschlacht rüstet, erfährt der von Zonama Sekot zurückgekehrte Nom Anor eine Beförderung, die ihn zwingt sich für eine seiner beiden Identitäten (Präfekt von Yuuzhan'tar oder Yu'Shaa der Prophet) zu entscheiden. Doch ein viel größeres Geheimnis hüten der Höchste Oberlord Shimrra und sein Vertrauter, der Beschämte Onimi...

Kritik am Abschlussband:
Der Plot ist hochspannend und hält einige überraschende Wendungen für den Leser bereit. Trotzdem lag das Grundproblem der Handlung von Anfang an auf der Hand: Ein Genozid an den Yuuzhan Vong hätte eine ganze Generation von Helden denunziert und eine simple Aufgabe der Yuuzhan Vong oder ähnliches hätte der Ideologie der Yuuzhan Vong widersprochen. James Lucenos (die ich hier nicht vorwegnehmen will) ist zwar nicht unbedingt elegant aber immerhin einigermaßen logisch. Die dichte, teilweise recht düstere Atmosphäre erzeugt eine "elektrisierende Spannung" (Zitat von Mario Pf.) und der Plot selbst weist nur sehr wenige Längen auf - und das trotz einer Länge von 685 Seiten. Auch das Gleichgewicht zwischen einem ereignisreichen und einem überladenen Plot hat der Autor meistens gefunden.

Lucenos Charakterzeichnung ist äußerst klar, wenngleich sich die Hauptfiguren erst im letzten Drittel des Buches wirklich weiterentwickelt. Dabei hatte ich das Gefühl, dass der Autor ein wenig pathetischer schreibt als seine Vorgänger, was vielleicht der Tatsache geschuldet ist, dass er an ihrer Entwicklung im Laufe der Serie maßgeblich beteiligt war. Doch dieser Pathos tut der Emotionalität des Buches keinen Abbruch. Und so überzeugte mich dann auch vorallem der letzte Teil, nachdem die große Entscheidungsschlacht geschlagen ist, indem ein Resumeé des Krieges gezogen wird, ein Ausblick auf die Zukunft gegeben wird und auch kleiner nostalgischer Blick zurückgeworfen wird. Die Dialoge sind über weite Strecken eher zweckdienlich und glänzen eher selten (aber manchmal eben doch) mit Besonderheiten. Zuletzt überzeugt "Vereint durch die Macht" auch noch durch einige witzige Stellen, die oftmals mit einem nostalgischen Schmunzeln zu genießen sind.

Die letzten 30 Seiten des Buches sind dann noch einem "Round-Table-Gespräch" mit James Luceno und Vertretern von Del Rey und Lucasfilm gewidmet. Auch diese Ergänzung ist sehr gelungen und offenbart einige interessante Erkentnisse über die Entstehung der Serie und die Reaktionen der Fans (wobei ich mich, kleinlich wie ich manchmal bin, an der Abkürzung SS für Shelly Shapirogestoßen habe und sich hier und da auch einige andere Ungereimtheiten ergeben haben).

Fazit:
Ein begeisterndes, pompöses Finale von einem der besten Star Wars-Autoren überhaupt. Ein spannender Plot, Action bis zum Abwinken, gelungene Dialoge und ein wenig Melancholie: Eine Pflichtlektüre für alle Fans der Reihe und allen Star Wars-Fans mit etwas Vorkenntnissen unbedingt zu empfehlen.


Star Wars: Das Erbe der Jedi-Ritter 18, Die letzte Prophezeiung
Star Wars: Das Erbe der Jedi-Ritter 18, Die letzte Prophezeiung
von Greg Keyes
  Taschenbuch

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die letzte Prophezeiung vor dem großen Finale, 9. Mai 2009
"Die letzte Prophezeiung" läutet das große Finale der Reihe ein - endlich. Das Buch steht in der guten Tradition der sieben vorrangegangenen Bände und verbindet gelungene Dialoge, eine gelungene Charakterzeichnung und eine zumindest mäßig spannende Handlung zu einem äußerst lesenswerten Buch, das den Leser hervorragend auf das Finale grande "Vereint durch die Macht", von James Luceno, vorbereitet.

Der 1963 im US-Bundesstaat Mississippi geborene Autor Greg Keyes, der zu der Reihe bereits zwei Bücher beisteuerte ("Die Verheissung", "Anakin und die Yuuzhan Vong" (Edge of Victory-Duologie)), verbindet dabei einige Stärken der vorrangegangenen Bücher. Sein Stil kann meiner Meinung nach - zumindest im ersten Teil - als eine Mischung aus Aaron Allston und Walter Jon Williams aufgefasst werden.

Die Handlung will ich hier nicht alzu breittreten; sie wurde schließlich von meinen Vorrezensenten schon ausführlich beschrieben: Nachdem Tahiri auf Dagobah einen Beschämten getroffen hat, der auf der Suche nach dem vom Propheten Yu'Shaa - alias Nom Anor - prophezeiten Planeten Zonama Sekot starb und dieser den Jedi eine Botschaft geschickt hatte, bricht sie mit Corran nach Yuuzhan'tar - ehemals Coruscant - auf. Nach einer mehr oder minder geglückten Landung nehmen sie schließlich auch noch die ketzerische Meistergestalterin Nen Yim und der Priester Harrar an Bord und machen sich auf den Weg zum lebenden Planeten... Unterdessen befinden sich die Streitkräfte der Galaktischen Allianz immer noch im Konflikt mit den Flotten der wiedererstarkenden Yuuzhan Vong. Stellvertretend wird Wedge Antilles gezeigt, in dessen Flottenverband auch Jaina fliegt. Nach der Rückeroberung der Werftenwelt Fondor wenden sich Steitkräfte der Allianz einem Großangriff auf Bilbringi zu, um den Weg für einen Angriff auf Coruscant zu ebnen, als es den Yuuzhan Vong gelingt das Holonetz auszuschalzen und somit die Allianz von jeglicher Kommunikation abhalten...

Die Handlung treibt die Reihe zielstrebig auf das Finale zu. Das das Buch nicht so spannend wie etwa die Bände 12 oder 14 ist sei dem Buch verziehen, schließlich kann es in den meisten anderen Bereichen überzeugen. Die Dialoge sind äußerst authentisch und zumindest zu Beginn ein wenig melancholisch und stellenweise auch witzig. Das der erste Teil besser ist als der zweite, liegt meiner Meinung nach hauptsächlich daran, dass sich ab der Hälfte hier und dort ein paar Längen einschleichen. Sehr überzeugend ist dann widerum das Finale. Obwohl der Autor über den Charakteren und Ereignissen steht ist seine Charakterzeichnung sehr feinfühlig, ohne die Charaktere entscheidend weiterzuentwickeln. Das die Yuuzhan Vong wieder etwas stärker in den Vordergrund treten als bei der Force Heretic-Trilogie ist ebenso zu begrüßen wie die Tatsache, dass der Autor den Mut hat die Handlungsstränge an spannenden Stellen zu unterbrechen. Wortspiele wie "Tahiris Magen brannte, und ihre letzte Mahlzeit unternahm angestrengt den Versuch, ihrem geplanten Schicksal zu entgehen" oder gar philosophische Passagen sucht man weitestgehend vergeblich.

Fazit:
Ein gelungenes Vorfinale, das viele Stärken der Bände 11 bis 17 kombiniert, ohne wie eine Kopie zu wirken. Das dieses Buch wie so ziemlich alle anderen Star Wars Bücher keine große Literatur ist dürfte wohl kaum jemanden stören. Der lose Mix aus gelungener Action, guten Dialogen, feinfühliger Charakterzeichnung und einer mäßig spannenden Handlung ist somit jedem Star Wars Fan zu empfehlen und für Fans der Reihe sowieso Pflicht.


Star Wars - Darth Maul: Der Schattenjäger
Star Wars - Darth Maul: Der Schattenjäger
von Michael Reaves
  Taschenbuch
Preis: EUR 7,95

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die düstere und actiongeladene Vorgeschichte zu Episode I, 2. Mai 2009
In der Kürze liegt die Würze, dachte sich wohl auch Michael Reaves (Medstar I und II, "Die Macht des Todesterns", Coruscant Nights I, II und III), als er die spannende Handlung, die als Vorgeschichte zu Episode I betrachtet werden kann auf nur 285 Seiten komprimierte. Der Autor, der unter anderem auch an den Fernsehserien "Droids" und "Ewoks" beteiligt war, feierte mit "Darth Maul - Der Schattenjäger" einen furiosen Einstand im Star Wars Universum, der seinen späteren Werken - wie der unter den Klonkriegsromanen fast schon legendären Medstar Duologie - in Sachen Popularität in nichts nachsteht. Das sich Reaves wie die meisten anderen Star Wars Autoren - seien es nun Timothy Zahn oder Aaron Allston, James Luceno oder Troy Denning, Matthew Stover oder Steve Perry, oder eben jener Michael Reaves - schon im fortgeschrittenen Alter befindet, wäre nicht so bedenklich, wenn sich nicht feststellen ließe, dass sehr wenige junge Autoren nachkommen.

Nun aber zurück zu Michael Reaves und Darth Maul, dem Schattenjäger, der dem Titel nach die Hauptfigur des Buches ist. Dass dies nicht der Fall ist, wird allerdings ebensoschbnell deutlich, wie das Alter des Buches. Als es nämlich Anfang 2001 veröffenlicht wurde, war noch nicht einmal Episode II in den Kinos und ein Großteil der heutigen Star Wars Romane noch gar nicht geschrieben. Deshalb ergeben sich einige nur in diesem Kontext zu erklärende Ungereimtheiten was Inhalt und Ausdruck angeht.

Die Handlung selbst ist spannend und actiongeladen, wie kaum eine Andere. Die gewohnte Star Wars Atmosphäre kommt aber aufgrund dieser actionlastigen Verdichtung und der Konzentration auf einen Handlungsort - nämlich Coruscant - kaum auf: Die Vorgeschichte zu Episode I schildert wie die Ereignisse, die schließlich zur Blockade von Naboo führen, ihren Lauf nehmen, als Hath Monchar, stellvertretender Vizekönig der Handelsföderation, beschließt, die Informationen über die bevorstehende Blockade - und die Verwicklung eines Sith Lords - zu verkaufen. Bei dem Sith Lord handelt es sich um Mauls Meister Darth Sidious. Dieser entsendet also Maul um das Informationsleck zu schließen, während die neiimoidianischen Vertreter der Handelsföderation eine Kopfgeldjägerin entsenden, die Monchar lebend zurückbringen soll. Dieser hat sich inzwischen auf den unteren Ebenen Coruscants mit dem erfolglosen Informationsmakler Lorn Pavan und seinem Partner, einem Droiden namens I-Fünf, in Verbindung gesetzt und ein Treffen ausgehandelt. Unterdessen befindet sich Jedi Padawan Darsha Assant im selben Bereich Coruscants, um einen Informanten zum Jedi-Tempel zu geleiten. Als die Ereignisse auf beiden Seiten aus dem Ruder laufen, kreuzen sich die Wege dieser Personen...

Die oben genannten Hauptprotagonisten werden durch Darshas Meister Anoon Bondara, Obi Wan Kenobi und einige weitere Nebencharaktere ergänzt. Offensichtlich ist, dass man in diesem Buch nicht viel mehr über Darth Maul erfahren kann. Seine Rolle in Sidious Plan bleibt weiterhin unklar, (Selbst)Zweifel sind ihm fremd und auch seine Ergebenheit zu seinem Meister ist irgentwie verwirrent, besagt doch die "Regel der Zwei", auf der der Orden der Sith basiert, der Schüler solle die Macht begehren. Darth Maul wirkt hingegen eher wie ein willenloser Vollstrecker seines Meisters, dessen Pläne (verständliche Weise) im Dunkeln bleiben (ich errinere an das Erscheinungsdatum). Aber vieleicht wollte der Autor ja gerade dies bezwecken, die schreckliche Unwichtigkeit des grausamen Darth Maul zeigen. Wie auch immer, die anderen Charaktere sind jedenfalls ordentlich entwickelt, wenngleich die sich entwickelnde Beziehung zwischen Lorn und Darsha unerklärlich, weil sehr oberflächlich bleibt.

Die Dialoge sind zwar nicht grade überwältigend, aber dafür äußerst zweckdienlich und ab und zu recht amüsant - wenngleich ich nicht behaupten kann viel gelacht zu haben. Dominierend ist soweiso die allgegenwertige Action und die spannende Verknüpfung der Handlungsstränge, die eine dichte Atmosphäre kreiirt, der man sich nur schwerlich entziehen kann. Die Spannung geht allerdings in der zweiten Hälfte des Buches ein wenig verloren, als sich die Handlungsstränge schließlich zusammenfinden. Dabei lässt der Autor technische und philosophische Beschreibungen ebenso aus wie einge klassische Star Wars Themen wie Raumschlachten. Dafür wird gnadenlos mit dem Lichtschwert gemetzelt und allenthalben explodiert etwas. Die bedrückende Atmosphäre von Coruscants unteren Ebenen tut ihr übriges zu diesem düsteren Buch, das die Ereignisse unmittelbar vor Episode I beleuchtet.

Fazit:
Ein recht ungewöhnliches Buch, dem man sein Alter zwar anmerkt, aber kaum übelnehemn kann. Die dichte Atmospähre und die actiongeladene Handlung, werden wohl den meisten Fans gefallen, wenngleich die klassische Star Wars Atmosphäre nicht aufkommt.


Star Wars: Das Erbe der Jedi-Ritter 17: Wider alle Hoffnung
Star Wars: Das Erbe der Jedi-Ritter 17: Wider alle Hoffnung
von Sean Williams
  Taschenbuch

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Es fehlt das Besondere, 26. April 2009
Die Force Heretic Trilogie wird mit "Wider alle Hoffnung" (im englischen Original "Reunion" (Zusammenkunft)) seinem würdigen Ende zugeführt - endlich. Die Autoren Sean Williams ("The Force Unleashed", Force Heretic I und II) und Shane Dix (Force Heretic I und II) führen die in den beiden vorigen Bänden begonnenen Handlungsstränge konsequent weiter und bereiten den Leser jetzt endlich auf das große Finale vor. Dabei weicht auch "Wider alle Hoffnung" nur geringfügig vom zuvor kennengelernten Handlungsschema ab. Wieder wird es erst zum Ende hin richtig spannend und der aus "Die Ruinen von Coruscant" und "Der verschollene Planet" bekannte Erzählstil bleibt - verständlicherweise - auch der gleiche.

Die Jadeschatten und ihre imperiale Eskorte befinden sich immer noch auf der Suche nach dem legendären, lebenden Planeten Zonama Sekot. Nachdem Jacen in der Expeditionsbibliothek der Chiss eine Art Eingebung über den Standort des Planeten hatte, finden sie unter Mühen das Versteck des Planeten in den Unbekannten Regionen. Doch als sie ihn schließlich erreichen, müssen sie erkennen, dass der Planet gerade von den Yuuzhan Vong angegriffen wird. Und auch nach ihrer Landung erwartet sie alles andere als ein fröhlicher Empfang...

Der Falke, die Zwillingssonnen und die Pride of Selonia sind unterdessen ins Minos Cluster, zum Planeten Onadax weitergereist. Ihre Hoffnung ein weiteres Mitglied des Ryn-Netzes zu treffen, wird allerdings zunächst nicht erfüllt. Stattdessen brechen auf dem Planeten Unruhen aus und sie müssen fliehen. Ihr Weg führt sie schließlich nach Esfandia, wo sich eine Kommunikationsbasis der Galaktischen Allianz, die für die Kommunikation mit den Unbekannten Regionen zuständig ist, gerade einem Angriff der Yuuzhan Vong gegenübersieht. Zum Glück erhalten sie unerwatete Hilfe...
Unterdessen befindet sich Tahiri/Riina immer noch in einem komaähnlichen Zustand. Schließlich beschließt Jaina etwas zu unternehmen. Doch als sie sich mit Tahiri in der Macht verbindet wird sie in deren Welt gefangen und fällt ebenfalls ins Koma...

Auch Nom Anor macht währenddessen Fortschritte mit seiner Ketzerbewegung auf Yuuzhan tar. Trotzdem frustriert ihn, wie langsam es vorrangeht, obwohl er Spione in den obersten Kreisen des höchsten Oberlords Shimrra hat. Und schon bald sieht er sich selbst hintergangen...

Nach dem Ende der 445-ten und letzten Seite war ich als Leser ersteinmal froh das die Force Heretic Trilogie nun ihren - halbwegs gelungenen - Abschluss gefunden hat. "Wider alle Hoffnung" ist hierbei wohl der beste Band der Trilogie, wenngleich auch er im Mittelteil einige Längen aufzuweisen hat. Insgesamt fehlt das Besondere; das Buch ist spannend, aber nicht annähernt so fesselnd wie "Aufstand der Rebellen"; die Dialoge sind zweckdienlich, aber nicht halb so tiefsinnig wie die aus "Verräter"; Das Buch hat einige Tragweite, ist aber nicht so episch wie "Vereint durch die Macht"; und insgesamt fehlen diese grandiosen Momente an die man sich noch lange errinnert. Die Action ist wohldosiert, aber durchaus gelungen während der Humor fast vollstaöndig auf der Strecke bleibt.

Fazit:
Seis drum, das große, sehr zu empfehlende Finale ist endlich in Sicht. Das Ende ist relativ offen und für Fans der Reihe ist "Wider alle Hoffnug" sowieso Pflicht. Allen anderen, die auf den Geschmack der Reihe kommen wollen, empfehle ich aber eher ein anderes Buch.


Star Wars: The Clone Wars, Vol. 1: Geteilte Galaxie (Staffel 1)
Star Wars: The Clone Wars, Vol. 1: Geteilte Galaxie (Staffel 1)
DVD ~ Dave Filoni
Wird angeboten von Music-Shop
Preis: EUR 18,88

41 von 52 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Des Einen Freud ist des Anderen Leid, 19. April 2009
Die gespaltene Galaxis spaltet auch die Star Wars Fans. Während manche jauchzen und sich von der neuen Fernseh-Animationsserie "The Clone Wars" grandios unterhalten fühlen, sind andere - wie ich - eher entsetzt. Manch einer möchte Star Wars Schöpfer George Lucas wohl wie einst Anakin auf Mustafar zurufen "This is the end for you my master". Das ist natürlich wie so vieles übertrieben, denn seine Existenz verdankt das Star Wars Universum ja überhaupt erst diesem Mann und über Geschmäcker lässt sich ja bekanntlich sowieso nicht streiten. Aber andererseits kann die Serie unter objektiven Gesichtspunkten wohl auch keine Jubelstürme auslösen. Maßgeblich verantwortlich für diese großen Diskrepanzen ist wie so oft die Tatsache, dass der Eindruck vom Anspruch beeinflusst wird. Wer eine Effekt-Bombastik und eine emotionalität wie aus Episode III oder eine düstere Stimmung und eine spannende Handlung wie in Episode V erwartet, dem ist eine Enttäuschung praktisch vorprogrammiert. Doch wem der gleichnamige Kinofilm gefallen hat, wer gefallen an der lockeren Mischung aus harmloser Action und Slapstickhumor gefunden hat, der ist auch bei der Serie gut aufgehoben.

"The Clone Wars" folgt also wie schon gesagt dem gleichnamigen Pilotfilm nach, der im Herbst 2008 mit mäßigem Erfolg (jedenfalls bei den Kritikern) in den deutschen Kinos lief. Die Serie behandelt in jeweils 21-minütigen Episoden die Geschehnisse zwischen Episode II und III, also die Zeit der Klonkriege (22 VSY - 19 VSY) in denen die Galaktische Republik und die Separatisten (KUS) um die Vorherrschaft in der weit, weit entfernten Gaklaxis kämpften. Die Vorwürfe Lucas wollte mit dieser Serie nur seinen sowieso schon enorm hohen Profit steigern halte ich für unbegründet. Bei einem Privatvermögen von geschätzten 20 Milliarden US-Dollar hat er das wohl kaum noch nötig.

Inzwischen sind nun also die ersten 22 von 100 geplanten Episoden auf Cartoon Network bzw. ProSieben ausgestrahlt worden und die Reaktionen der Fans waren gespalten - überwiegend positiv so weit ich weiß. Unter anderem als Reaktion auf dieses rege Interesse wurde nun also die erste DVD auf den Markt gebracht, die meinen Informationen nach die ersten vier Folgen enthält: "Der Hinterhalt", befasst sich mit Yoda, dem Großmeister des Jedi-Ordens. Dieser befindet sich auf einer diplomatischen Mission ins Toydaria-System um den toydarianischen König Katuunko davon zu überzeugen, der Republik zu erlauben eine Nachschubbasis im System einzurichten. Doch auch die Separatisten in Gestalt von Asajj Ventress sind bereits vor Ort und locken den Jedi-Meister und seine kleine Eskorte in einen Hinterhalt. Deshalb wird Yoda gezwungen einen schier aussichtslosen Wettstreit anzutreten.... Die Malevolence-Trilogie (Folge zwei "Der Angriff der Malevolence", Folge drei "Der Schatten der Malevolence" und Folge vier "Die Zerstörung der Malevolence") führt bereits viele der Hauptcharaktere der Serie ein. Die "Malevolence", Flagschiff des diabolischen Separatistenführers General Grievous, zerstört reihenweise Konvois der Republik. Auch Jedi-Meister Plo Koon ist mit seiner Flotte der mächtigen Ionenkanone der Malevolence nicht gewachsen. Nachdem er sich gerade so in eine der Rettungskapseln retten konnte, treibt er in den Trümmern der Schlacht umher. Die Situation scheint aussichtslos, bis Anakin und sein neuer Padawan Ahsoka eintreffen. Nach ihrer Rettung ersinnen die Jedi einen waghalsigen Plan um die Malevolence zu zerstören...

Auch bei der Analyse von Stärken und Schwächen kommt es wieder stark auf den Anspruch an. Die Handlungen sind meiner Meinung nach viel zu banal und vorallem ziemlich vorraussehbar. Die Dialoge sind zwar zweckdienlich aber auch extrem klischeehaft und gerade zu lächerlich einfach gestrickt - etwas anderes hatte ich aber auch nicht erwartet. Bedenklich ist zudem, dass die wichtigen Schlüsselcharaktere wie Anakin und Obi-Wan zu Kinderserien-Helden mit unglaubwürdigen Charakterzügen verkommen und die neu eingeführten Charaktere wie Ahsoka und Captain Rex weitesgehend oberflächlich bleiben. Positiv zu vermerken ist, das größtenteils die deutschen Synchronsprecher aus den Filmen für die Serie gewonnen werden konnten. Der Rest ist schnell abgehandelt. Die Musik, die nicht von John Williams ist, setzt nur sporadisch Akzente und die Gestaltung der Hintergründe lässt den gewohnten Detailreichtum vermissen. Die Soundeffekte sind hingegen ebenso gelungen wie die Animation - mehr aber auch nicht. Der Humor ist Geschmachssache - viele finden es gut wenn Kampfdroiden Witze reißen und Astromechs sich Duelle liefern - ich hingegen kann mich nur entsetzt abwenden. Im Vergleich zu den Prequels lässt sich zudem feststellen, dass keinerlei Tiefgang - z.B. in Form von politischen Andeutungen - oder Entwicklungen im Kriegsgeschehen vorhanden sind. Die Darstellung der Klonkriege lässt keine ernsthaften Ansprüche zu und Bezüge zum Erweiterten Universum sind weitgehend Fehlanzeige.

Fazit:
Schade, schade. Die Serie verschenkt ihr großes Potential leichtfertig und erreicht auch die Qualität des Pilotfilms nicht. Warum wurden nicht einfach einige der guten Ansätze aus dem Erweiterten Universum aufgegriffen? Stattdessen ziehen sich Regisseur Dave Filoni und seine Kollegen Geschichten aus den Haaren, die dem Erweiterten Universum oft genug wiedersprechen (Datierung, Charakterdarstellung usw.). Wie auch immer, wer nicht alzu viel erwartet sollte trotzdem zufrieden sein, solange er nicht erwartet die düstere, dichte Atmospahäre der Klonkriege zu spüren. Fans des Kinofilms sollten sowieso zugreifen oder auf eine Gesamtausgabe der ersten Staffel warten. Allen Unentschlossenen empfehle ich sich einmal eine Folge im Fernsehen anzusehen - Sonntag 17 Uhr 30 auf ProSieben.

Zum Schluss bitte ich noch um eine kurze Mitteilung, was an meiner Rezension gut und was schlecht war.
Kommentar Kommentare (10) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Aug 22, 2009 11:26 AM MEST


Der verschollene Planet - Das Erbe der Jedi-Ritter 16 (Star Wars)
Der verschollene Planet - Das Erbe der Jedi-Ritter 16 (Star Wars)
von Sean Williams
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,00

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Unnütz und verworren - aber zum Ende hin spannend, 14. April 2009
Es stimmt, "Der verschollene Planet", der sechzehnte Band der "Das Erbe der Jedi-Ritter"-Reihe bringt die Gesamtgeschichte nicht viel weiter. Er beschränkt sich widerum hauptsächlich auf zwei Handlungsstränge, der Falke, die Zwillingssonnenstffel und die Pride of Selonis auf Bakura und die Mission der Jadeschatten mit samt imperialem Kontingent in den unbekannten Regionen. Hinzu kommen noch einige wenige Stellen, die den Fortschritt von Nom Anors Ketzerbewegung auf Yuuzhan tar dokumentieren. Es ist also genau das gleiche Schema wie in Band fünfzehn, "Die Ruinen von Coruscant". Das die Handlung trotzdem spannend bleibt liegt hauptsächlich am "Bakura-Plot" und dem geschickt konstruierten Verwirrspiel um die dortige Situation. Die Actionszenen sind eher spärlich gesäht und das Buch bleibt weitestgehend humorlos.

Der zweite Band der "Force Heretic"-Trilogie lässt sich mal abgesehen von der Handlung also ungefähr genauso beschreiben wie "Die Ruinen von Coruscant"; der Schreib- und Erzählstil der beiden Autoren, Sean Williams und Shane Dix, ist (selbstverständlich) der Gleiche und der Plot ist ebenfalls änlich aufgebaut; witzige, actiongeladene und spannungsreiche Momente sind ähnlich verteilt; Layout - keine Kapitel als solche - und Länge - rund 460 Seiten - ähneln genauso Band fünfzehn wie die Schlüsselcharaktere.

Der Inhalt lässt sich stark verienfacht also in folgende drei Handlungsstränge einteilen:
Im ersten geht es abermals um Leia, Han, Jaina und Jag, die auf den Vorschlag des anonymen Ryn, der sie im vorigen Band auf Galantos rettete, nach Bakura reisen, um den Grund für die Kommunikationsunterbrechung zu erfahren. Es stellt sich heraus das die Bakuraner ein Bündnis mit alten Feinden anstreben, den P w eck, die als Sklaven der Ssi-ruuk vor mehr als zwanzig Jahren Bakura angegriffen hatten. Nun behaupten sie nach einer Revolte die Macht von ihren alten Herren erobert zu haben und dass sie ein friedliches Bündnis mit den Bakuranern anstreben. Doch können die misstrauisch beäugten Allianz-Vertreter ihren alten Feinden trauen. Überschattet wird diese Frage auch von einer Regierungskrise: Es gab immer wieder Anschläge militanter Organisationen und vor kurzem wurde Premierminister Cundertol auf mysteriöse Art und Weise entführt. Beschuldigt wird die untergrundorganisation "Freiheit", deren Anführerin Malinza Thanas, deswegen verhaftet wurde. Auch Tahiri benimmt sich zunähmend merkwürdig und auch der stellvertretende Premierminister spielt eine (zunächst) rätselhafte Rolle...

Die andere Expedition unter der Leitung von Luke, der unter anderem von Mara, Jacen, Saba, Danni und einer imperialen Abordnung begleitet wird, ist unterdessen in die unbekannten Regionen aufgebrochen, um den lebenden Planeten Zonama Sekot zu finden, der einen wichtigen Schlüssel zur Beendigung des Krieges gegen die Yuuzhan Vong darstellen könnte. Die Suche erweist sich aber als äußerst schwierig und so nehmen sie die zurückhaltende Hilfe der Chiss gerne an, die sie nach Csilla einladen um über eine Reiseerlaubnis für die unkannten Regionen und Einsicht in die Expeditionsbibliothek der Chiss zu verhandeln.

Zudem setzt das Buch - allerdings in erheblich geringerem Maße als sein Vorgänger - den Plot um Nom Anor fort, der als Prophet der Beschämten Fortschritte bei seiner Verbreitung der Botschaft macht.

Das Buch arbeitet die ganze Zeit über auf das spannende, wendungsreiche Finale zu und vernachlässigt es auf den ersten 200 Seiten deshalb ein ums andere Mal den Leser bei Laune zu halten, denn Action und Humor lassen sich in diesen Passagen eher selten finden. Die Dialoge sind nicht gerade mitreißend, erfüllen aber ihren Zweck. Zunehmend seltsam kommt mir aber Hans und Leias Mission vor; Tausende von Kommunikationslücken, von denen zuvor die Rede war, kann man in diesem Tempo nicht schließen.

Als Fazit lässt sich also festhalten, dass "Der Verschollene Planet" durchaus jedem Fan der Reihe zu empfehlen ist - man aber nicht alzu hohe Erwartungen mitbringen sollte, weil die doch erst ganz am Ende wirklich Fortschritte macht. Das man dieses Buch mit Band fünfzehn hätte zusammenfassen können kann ich nur bestätigen und auf die Bände achtzehn und neunzehn verweisen, die die Reihe beschließen. Diese Trilogie nämlich, ist nicht mehr und nicht weniger als ein netter Zusatz, den man aber auch gerne weglassen kann.


Dark Lord 1 - Die letzten Stunden der Klon-Kriege
Dark Lord 1 - Die letzten Stunden der Klon-Kriege
Preis: EUR 6,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Wuchtige Umsetzung, 10. April 2009
James Luceno ist - da werden mir wohl die meisten zustimmen - einer besseren, vielleicht sogar einer der besten Star Wars-Autoren, zeichnen sich seine Bücher doch zumeist durch gut durchdachte, temporeiche Geschichten und lebhafte Charaktere aus. So auch "Dunkler Lord - Der Aufstieg des Darth Vader". Der Roman bildet den Abschluss der sogenannten Dark-Lord-Trilogie, die Matthew Stovers Episode III-Romanadaption sozusagen um ein Prequel, "Labyrinth des Bösen" (ebenfalls von Luceno) und ein Sequel, eben obiges, ergänzt.

Besagte Bücher wurden nun also auch - mit Erfolg - als Hörspiele vertont, was ich, wie ich gleich anmerken muss, nicht unbedingt für unproblematisch halte, weil Star Wars zum einen ja stark von visuellen Eindrücken lebt (die dann entsprechend akustisch stimuliert werden müssen) und man zum anderen als Leser ja des öfteren die Erfahrung macht, dass man mit einer Interpretation - nichts anderes ist dieses Hörspiel - nichts anfangen kann. Nach diesem Satz schnaufen wir durch und kommen nun (endlich!) zum Inhalt: Schon drei lange Jahre wüten die Klonkriege quer durch die Galaxis und endlich zeichnet sich ein Ende ab. Die KUS (Konföderation Unabhängiger Systeme) wurde aus zurückgedrängt, viele der belagerten Outer-Rim-Welten sind bereits gefallen. Doch während die Jedi Roan Shryne und Bol Chatak (mitsamt ihrem Padawan Olee Starstone) ihre Klontruppen zum Angriff auf Murkhana führen wird andernorts das Schicksal der gesamten Galaxis entschieden und schon bald finden sie sich in den Wirren um Order 66 wieder, umzingelt von nun feindlichen Klonsoldaten, auf einem Planeten der KUS...

Soweit, so gut: der Plot ist etwas entzerrt (auch das ist der Umarbeitung auf Hörspiel geschuldet), bleibt aber spannend; die Ereignisse gut nachvollziehbar - auch ohne Lucenos Beschreibungen. Etwas skeptisch bin ich im Hinblick auf die Charaktere, die teilweise doch ein wenig überzeichnet worden - vor allem die Jedi sind mir persönlich etwas zu locker, etwas zu gesprächig. Auch Darth Vader - der eine Rolle spielt, ja, aber wohl eher aus Marketinggründen im Titel erscheint - hätte noch besser getroffen werden können, wohingegen die Klone sehr lebhaft und trotz immer gleicher Stimme sehr individuell daherkommen. Für das Hörspiel spricht derweil auch, dass man größtenteils die Original-Synchronsprecher aus den Filmen, bzw. talentierte Besetzungen für die neu eingeführten Charaktere finden konnte. Darüber hinaus glänzt der erste, 55-minütige Teil des Dark-Lord-Hörspiels vor allem durch seine ebenfalls originalen, hochwertigen Soundeffekte (das unverkennbare "Brüllen" der Kanonenboote kommt ebenso gut rüber wie der Bass von Droidenknackern) und den Soundtrack von John Williams, der gekonnt Elemente und Motive aus dem Film verbindet. Die Ton-Qualität ist dabei - soweit ich das als Laie beurteilen kann - durchgehend gut.

Fazit:

Nicht unbedingt "so intensiv wie im Kino" - das verspricht der Hersteller -, aber ein lohnendes Star Wars-Alternativprogramm von Oliver Döring. Bleibt nur noch der Verweis auf die gleichsam lohnenden "Labyrinth des Bösen"-CDs.
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Star Wars: Darth Bane - Die Regel der Zwei
Star Wars: Darth Bane - Die Regel der Zwei
von Drew Karpyshyn
  Taschenbuch
Preis: EUR 13,00

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Hochspannende Fortsetzung mit einigen Schwächen, 10. April 2009
In Rekordzeit schrieb Drew Karphyshyn die hochspannende, aber teilweise etwas oberflächliche und unverständliche Fortsetzung von "Der Schöpfer der Dunkelheit", dem Buch, mit dem er kurz zuvor einen großen Erfolg gefeiert hatte. Die ebenso spannende wie wendungsreiche Handlung wird allerdings oftmals von den etwas unverständlichen Entscheidungen der eher oberflächlichen Charaktere beeinflusst. Das mitreißende Finale dieses Buches, dass sich weniger stark auf Darth Bane selbst konzentriert, entschädigt aber für einige vorrangegangene Schwächen.

"Die Regel der Zwei" enthüllt weniger (konkrete) Geheimnisse über die Dunkle Seite und entwickelt den titelgebenden Charakter Darth Banes kaum weiter. Dies ist wohl unter anderem der Tatsache geschuldet, dass Karpyshyn drei weitere Charaktere einführt, die die Handlung prägen - wenngleich zwei von ihnen im Finale eine recht unglückliche Rolle spielen. Dass die Ereignisse aus "Die Regel der Zwei" die fast 1000 Jahre später stattfindenden Ereignisse - sprich Klonkriege, Order 66, Rebellion usw. - maßgeblich beeinflusst, schränkt die Handlung zwar hier und da ein bisschen ein, nimmt dem großen Finale aber keineswegs die Spannung.

Die Handlung knüpft nahtlos an "Der Schöpfer der Dunkelheit" an und beginnt dementsprechend auf Ruusan, wo Lord Kaans Gedankenbombe die Bruderschaft der Dunkelheit und 100 Jedi unter der Führung von General Hoth vernichtet hat. Darth Bane ist einer von nur drei machtsensitiven Überlebenden der Explosion, die auch auf den Planeten Ruusan nachhaltige Auswirkungen hat. Dort trifft er, wie schon in "Der Schöpfer der Dunkelheit" erwähnt, die zehnjährige Zannah - Rain genannt - , die zweite machtsensitive Überlebende, und erwählt sie als seine Schülerin nachdem er gesehen hat, wie sie ebenso impulsiv wie kaltblütig zwei Jedi umgebracht hat, um ihren toten Bouncer-Freund zu rächen. Als sie in die Höhle gehen, in der Kaan und die anderen Sith die Gedankenbombe zündeten, treffen sie einen Jungen namens Darovit - Tomcat gennant - , Zannahs Cousin, der der dritte machtsensitive Überlebende ist. Zannah rettet ihm mit einer ziemlich brutalen Aktion das Leben und lässt ihn auf Ruusan zurück wo er Heiler wird und zehn Jahre später Johun Othone begegnet, einem Jedi-Ritter, der zu Beginn des Buches noch Padawan in der Armee des Lichts ist. Er erfährt von zwei Söldnern der Bruderschaft, das noch Sith am Leben sind - das will ihm aber niemand glauben und so verwirft er die Idee zunächst wieder. Zur gleichen Zeit sind Bane und Zannah zu Banes Schiff zurückgekehrt. Dort angekommen bricht Bane nach Dxun auf, wo er das Grab Freedon Nadds vermuted und eine unsanfte Landung hinlegt, während er seine junge Schülerin mit dem Auftrag zurücklässt einen Weg nach Onderon - der Planet dessen Mond Dxun ist - zu finden und sich dort mit ihm zu treffen...

Nach dem ungeplant gewalttätigen Wiedersehen auf Onderon macht der Autor einen Schnitt und überspringt zehn Jahre in der Zannahs Ausbildung voranschreitet und Bane eine Rüstung aus parasitären Orbalisken wächst, die ihn in Nadds Grabmal befallen hatten. Diese Zeit arbeitet er durch Rückblicke auf, die unter anderem davon erzählen wie Bane ein Netz aus Informanten aufbaut, das ihm und seinen Nachfolgern - bis hin zu Darth Sidious - bei ihren langfristigen Plänen hilft, die schließlich 971 Jahre später zur "Großen Jedi-Säuberung" führt, die den Orden der Jedi fast vollständig auslöscht.

Das die Charaktere oftmals oberflächlich wirken liegt nicht zuletzt daran, das einige der Entscheidungen - vornämlich die der Sith - unlogisch wirken und die Philosophie öfter als nur einmal an ihre Grenzen stößt. Ungeachtet dessen ist der Roman ebenso wie sein Vorgänger weitestgehend humorlos - das war natürlich auch zu erwarten - und beschränkt sich bei allen Actionsequenzen aufs Kleinformat - also keinen großen Schlachten, dafür aber reichlich ungezügelter Einsatz der Macht der dunklen Seite. Karpyshyns Erzählweise ist ein wenig ungewöhnlich aber nichtsdestotrotz sehr ansprechend. Das der Autor an seinen detaillierten Beschreibungen von Verletzungen und Gräueltaten seiner Hauptcharaktere anscheinend irgentwie Spaß hat, sei ihm bei dem Hintergrund der Hautperson verziehen. Das die Story das ganze Buch über auf das große Finale hinarbeitet lässt auf den ersten gut 200 Seiten zwar einge Längen entstehen, doch der große Showdown entschädigt für alles. Die Dialoge sind unspektukulär, erfüllen aber ihren Zweck.

Das recht offene Ende lässt einigen Spielraum für die Fortsetzung "Dynasty of Evil", die im Dezember 2009 erscheinen wird und abermals große Spannung verspricht. In diesem Buch werden wohl auch noch mindestens zwei weitere Sith-Lords eingeführt.

"Die Regel der Zwei" setzt "Schöpfer der Dunkelheit" also gelungen fort und ist jedem Star Wars Fan - insbesondere natürlich denen der dunklen Seite und der Alten Republik - unbedingt zu empfehlen. Kleine Schwächen werden durch das furiose Finale wieder ausgeglichen und machen Lust auf den dritten Band.

Zum Schluss möchte auch ich noch einmal auf die Namensdisskusion zu sprechen kommen, die einigen offenbar so wichtig ist. Das die Familie Valorum zu den politisch-historisch Wichtigsten gehört dürfte genau so klar sein wie die Tatsache das mindestens drei Angehörige der Familie Kanzler der Alten Republik waren. Sicher, es ist ein komischer Zufall das just zu dieser Zeit eben jener Tarsus Valorum, der die Ruusan-Reform in den Senat einbrachte, Kanzler war, aber an so unwichtigen Problemen sollte man sich meiner Meinung nach nicht aufhalten. Viel komischer finde ich sowieso den Namen Hoth. Es ist nicht eindeutig geklärt ob der Jedi-General nach dem Planeten benannt ist, oder ob es umgekehrt ist - was wahrscheinlicher ist. Die eigentliche Frage ist aber: Warum lässt das Imperium einen Namen für eines "ihrer" Planetensysteme zu, wenn ein berühmter Jedi genauso hieß?
Kommentar Kommentare (4) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Oct 9, 2011 7:20 PM MEST


Star Wars: Das Erbe der Jedi-Ritter 14, Wege des Schicksals
Star Wars: Das Erbe der Jedi-Ritter 14, Wege des Schicksals
von Walter Jon Williams
  Taschenbuch

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wie im Rausch, 31. März 2009
So fühlt man sich beim Lesen des hervorragenden vierzehnten Bandes der "Das Erbe der Jedi-Ritter"-Reihe, der eine Wendung im Krieg gegen die Yuuzhan Vong herbeiführt.

Vorbemerkungen zu Autor und Äußerem:

"Wege des Schicksals" ist meines Wissens nach der erste und einzige Roman den Walter Jon Williams dem Star Wars Universum beisteuerte. Dies erscheint umso erstaunlicher wenn man das Buch gelesen hat, weil er schreibt wie ein altarivierter Autor des Star Wars Universums und den tatsächlich arivierten Autoren dieser Reihe in nichts nachsteht.

"Wege des Schicksals" und der Bonusroman - "Ylesia" - knüpfen unmittelbar an die Ereignisse aus Band dreizehn - "Verräter" von Matthew Stover - an und führen zudem mit einiger Verzögerung die Gesamtgeschichte um die galaktische Invasion durch die Yuuzhan Vong fort, die mit der "Rebellen-Duologie" von Aaron Allston endete. Genau wie die Vorgänger zählt dieses Buch zu den fünf besten mir bekannten Büchern der Reihe - mein Wissen beschränkt sich auf die Bände neun, zehn, elf, zwölf, dreizehn, vierzehn, fünfzehn und den abschließenden neunzehnten Band. Mit 667 intensiven Seiten ist es das drittlängste der Reihe. Diesen Umstand vergisst man aber schnell, wenn man sich erst einmal im Strudel der spannenden Geschichte befindet und so kann man das Buch - bei ausreichender Zeit - locker in einer Woche durchlesen. Der Sinn und Zweck der Zweiteilung des Buches bleibt mir allerdings ein Rätsel, weil die Spannung nach dem furiosen Finale so sehr abfällt, das der Bonusroman, der zudem während der Handlung von "Wege des Schicksals" spielt keine alzu große Begeisterung mehr hervorrufen dürfte. Deshalb möchte ich meine Rezension auch zweiteilen:

1."Wege des Schicksals":

Inhalt:

Inhaltlich knüpft das Buch also wie schon gesagt unmittelbar an "Verräter" an - spielt also im Jahre 28 NSY.Dabei lässt sich das Buch in mehrere Handlungsstränge unterteilen, die beim großen Finale letztendlich alle zusammengeführt werden:

Der erste Handlungsstrang behandelt Han und Leia, die sich auf dem Weg nach Bastion, der Hauptwelt der imperialen Restwelten, machen,um dort Verhandlungen zu führen. Nachdem auf ihrem Weg bei einem Scharmützel mit einigen Yuuzhan Vong Jag Fel getroffen haben, erreichen sie Bastion, wo der Oberbefehlshaber der imperialen Restwelten, Gilad Pelaeon, sie empfängt. Leia versucht die imperialen Restwelten davon zu überzeugen, der Neuen Republik im Kampf gegen die Yuuzhan Vong beizustehen. Dies gelingt zwar nicht, allerdings kann sie im Austausch gegen das gesammelte Wissen der Neuen Republik über die Yuuzhan Vong Karten einiger geheimer Hyperraumrouten im Tiefkern erthalten, die später noch von entscheidender Bedeutung sein werden.

Der zweite Handlungsstrang rankt sich rund um Jaina Solo und die von Traest Kre fey befehligte Flottengruppe eins, der sie angehört. Unter dem Kommando von General Keyan Farlander greifen Jaina und ihre Freunde eine Yuuzhan Vong-Flotte bei Obroa-skai an, auf dessen Flagschiff sie den Höchsten Oberlord Shimrra vermuten. Obwohl die Flotte der Yuuzhan Vong zerstört wird, bleibt die Stimmung gemischt, weil im Nachhinein klar wird, dass sich Shimrra gar nicht an Bord eines der Schiife befand. Enttäuscht kehren Jaina und die Flotte nach Kashyyyk zurück, wo Traest Kre fey seine Flottengruppe versammelt hat.

Der dritte und wichtigste Handlungsstrang spielt auf Mon Calamari, wo sich der Senat - oder was davon seit dem Fall von Coruscant übrig geblieben ist - und die restlichen Anführer der Jedi und des Militärs eingefunden haben - Wedge Antilles und Garm Bel Iblis mit ihren Flottengruppen mal ausgenommen. Nun versucht der Senat die Situation wieder in den Griff zu bekommen indem er die Wahl eines neuen Straatschefs angesetzt hat. Die beiden aussichtsreichsten Kandidaten sind Fyor Rodan, der eher ein Gegner der Jedi ist, und Cal Omas von Alderaan, der ein Unterstützer der Jedi ist. Diese Wahl könnte über das weitere Schicksal der Jedi entscheiden... Währenddessen landen auch Jacen und Vergere auf Mon Calamari, wo sie zunächst einmal vom Geheimdienst verhört werden. In der Folge treffen auch noch Han und Leia und später auch noch Jaina ein.

Ein weiterer Handlungsstrang befasst sich mit der Situation auf Yuuzhan tar - ehemals Coruscant - wo der Höchste Oberlord der Yuuzhan Vong ankommt und die Fehler die während des Feldszuges gegen die Ungläubigen und bei der Weltenformung Yuuzhan tars gemacht wurden aufarbeitet und bestraft. Diese verläuft nämlich äußerst vunbefriedigend, seit Jacen das Welthirn beeinflusst hat.

Kritik:

"Wege des Schicksals" ist einer der intensivsten und am leichtesten zu lesenden Romane der ganzen Reihe. Das Buch ist unheimlich spannend und hat trotz der 550 Seiten keine (kaum) Längen. Dies erreicht der Autor durch die manchmal schwelgende, manchmal sehr ruhige Erzählweise, bei der er mit traumwandlerischer Sicherheit auch die kleinsten Details sorgsam ausgestaltet. Das Buch kan wohl als Wendepunkt der Reihe aufgefasst werden: Endlich reorganisiert sich die Neue Republik - die jetzt Galaktische Föderation Freier Allianzen heißt - und das Finale bei Ebaq 9 wird zur Legende im Krieg gegen die Yuuzhan Vong.

Dabei ist der erste Teil weniger stark actionlastig. Zwischen den vielen lustigen Stellen wird der ein oder andere wohl desöffteren eine leise, fast traurige Melancholie erkennen. Der zweite Teil, in dem sich endlich der Gegenschlag abzeichnet wird dagegen eher von Action dominiert: Insbesondere das große Finale, nach der großartigen Strategie von Admiral Ackbar, der wie einige andere Helden der Rebellion wieder auftaucht, ist ausgezeichnet in Szene gesetzt. Gleiches gilt auch für die Ankunft Shimrras und den gesamten Plot um die Yuuzhan Vong, der wieder einmal von Nom Anor bestimmt wird. Außerdem überzeugt der Autor durch seine einfühlsame, präzise Charakterzeichnung, die einige Personen der Reihe entscheident weiterentwickelt. Auch die Gespräche zwischen Luke und Vergere sind äußerst aufschlussreich.

2."Ylesia":

Inhalt:

Der rund 120-seitige Bonusroman "Ylesia" kann zeitlich zwischen den Kapiteln 21 und 22 von "Wege des Schicksals angesiedelt werden. Er behandelt den Angriff von Traest Kre feys Flottengruppe eins auf Ylesia, die Hauptwelt der Friedensbrigade, an dem auch Jacen und Jaina, sowie weitere Jedi-Ritter - Lowbacca, Kyp Durron u.a. - teilnehmen. Besonderer Anreiz ist hierbei die Gefangennahme ihres Vetters Thrackan Sal-Solo, der erzwungenermaßen der neue Präsident der Friedensbrigade geworden ist.

Kritik:

"Ylesia ist eigentlich Teil der Geschichte um "Wege des Schicksals". Deshalb ist es auch nicht nachvollziehbar, warum der Roman als Zusatz hinten dran gehängt wurde - zu empfehlen ist stattdessen ihn nach Kapitel 21 von "Wege des Schicksals" zu lesen oder ihn sogar ganz wegzulassen. Der Roman an sich ist wegen seiner kurzen Länge kaum als solcher zu bezeichnen und trotz einiger Stärken eher ein Vier-Sterne-Roman - wenn man ihn denn unabhängig von "Wege des Schicksals" sieht.

Gesamtfazit:

"Wege des Schicksals" ist - mit oder ohne "Ylesia" - einer der besten Romane der gesamten Reihe. Er bietet eine spannende Handlung, viele lustige und aufschlussreiche Stellen und reichlich Action. Das Buch kann als Wendepunkt der Reihe gesehen werden und beeinflusst die folgenden Bände nachhaltig. Zusammenfassend ist das Buch also jedem Star Wars Fan - insbesondere natürlich Fans der Reihe - zu empfehlen.


Star Wars: Clone Wars Volume 6 On the Fields of Battle (Star Wars: Clone Wars (Dark Horse Comics Paperback))
Star Wars: Clone Wars Volume 6 On the Fields of Battle (Star Wars: Clone Wars (Dark Horse Comics Paperback))
von John Ostrander
  Taschenbuch
Preis: EUR 12,33

4.0 von 5 Sternen Der Höhepunkt der Reihe auf den Schlachtfeldern der Klonkriege, 28. März 2009
Vorbemerkungen:
Mein Wissen der Reihe beschränkt sich auf die Bände eins, drei, sechs und sieben. Obwohl der Comic durchaus überzeugend ist, stehe ich der Idee der Star Wars Comics ziemlich neutral gegenüber; man könnte auch sagen ich bin nicht gerade begeistert - zumal bei den hohen Preisen.

Äußeres:
Der rund 170-seitige sechste Band der Klonkriegs-Comics ist bisher nur auf Englisch erschienen - und das zu einem Preis zu dem man zwei 300- bis 700-seitige Romane kaufen könnte. Die Ereignisse spielen im beginnenden siebzehnten Monat nach der Schlacht um Geonosis. Die Künstler und Autoren stehen in der guten Tradition der Reihe.

Inhalt:
Wie alle (mir bekannten) Bände der Reihe ist auch "On the Fields of Battle" in mehrere mehr oder minder unabhängige Teile unterteilt:
Teil 1: "Show of the Force": Auf der Wald- und Bergwelt Null werden Bariss Offee, Meisterin Saa und ihre Truppen von Kopfgeldjägern angegriffen. Dem kurze Zeit später entflammenden Waldbrand können sie nur knapp mit Mace Windus Hilfe entgehen - zum Teil schwer verletzt. Nach einem kleinen Zwischenteil mit Aayla Secura und Meister Thomlme auf New Holstice begleitet der Leser Mace Windu und drei weitere Jedi zur Basis der Kopfgeldjäger, um diese zur Vernunft zu bringen - oder andernfalls zu vernichten...
Teil 2: "Forever Young": Auf der eigentlich unbedeutenden Outer-Rim-Welt Zaadja landen Obi-Wan, Anakin, eine junge Jedi und ihre Truppen um eine Droidenfertigungsanlage zu zerstören. Das tragische Ende der Schlacht lässt Anakin einmal mehr völlig verbittert zurück...
Teil 3: "Armor": Bei einem Gefecht über Honoghr stürtzt ein Separatistenschiff mit einer neuen Waffe ab. Der Jedi RiiŽke En und seine Truppen begegnen bei ihrer Suche im Dschungel den unfreundlichen, einheimischen Noghri und gehen verloren. Als Aayla, Commander Bly und ihre Truppen landen begegnen sie allerdings jemand ganz anderem: Quinlan Vos, Aaylas altem Meister, der (vielleicht) zur dunklen Seite übergegangen ist. Können sie ihm trauen?...
Teil 4: "Dreadnaughts of Rendili": Als ein republikanischer Flottenverband über Rendili aus dem Hyperraum kommt, müssen die Jedi feststellen, dass sich die Werftenwelt samt ihrer mächtigen Flotte den Separatisten angeschlossen hat. Auf einem mehr oder weniger zerstörten Raumschiff einer neutralen Organisation begegnet Obi-Wan derweil Quinlin Vos... und Asajj Ventres. Zusammen mit Vos, der nun doch wieder zur "guten Seite" übergelaufen zu seien scheint, gelingt ihnen die Flucht und sie schließen sich Anakin, Plo Koon und den anderen an, die versuchen die gefährliche Situation über Rendili zu entschärfen...

Kritik:
Die spannenden, lose zusammenhängenden Einzelgeschichten verdeutlichen die Situation, der zunehmend aussichtloser werdenden Klonkriege hervorragend. Die Geschichten sind wendungsreich und das Ende überraschend. An gelungener Action mangelt es dem Comic auch nicht. Die Dialoge sind auch - bzw. gerade - auf Englisch spannend und gut verständlich. Die Charaktere - gut bekannte wie Anakin, Obi-Wan und Mace Windu, aber auch weniger bekannte wie Aayla Secura, Quinlan Vos und Asajj Ventres - werden gut herausgearbeitet. Die Zeichnungen sind von ausgezeichneter Qualität: Sie zeigen genau das richtige Maß an Detailliertheit, stellen Personen und Umgebungen realistisch dar und sind auch in punkto Lichtführung usw. überzeugend.

Fazit:
Der Höhepunkt der Reihe spiegelt die Klonkriege hervorragend wieder, bietet viel Action und eine gelungene, wendungsreiche Handlung und ist jedem Star Wars Fan wärmstens zu empfehlen.


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