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Rezensionen verfasst von
Chewie (Kashyyyk)

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When They Were Brothers (Star Wars: Clone Wars, Vol. 7)
When They Were Brothers (Star Wars: Clone Wars, Vol. 7)
von Haden Blackman
  Taschenbuch
Preis: EUR 13,25

3.0 von 5 Sternen Spannend und actionreich, 4. August 2009
Fünf Monate vor den Ereignissen aus Episode III, als die Klonkriege in ihre heißeste Phase treten, spielt dieser siebte Clone Wars-Sammelband und zeigt zum letzten mal die Zeit, als Anakin und Obi-Wan noch Brüder waren. 144 Seiten geballte Action und spannende Handlung, sowie ein ungewöhnlicher Zeichenstil zeichnen dieses Werk aus.

Obi-Wan befindet sich auf der Outer-Rim-Welt Trigalis alleine auf der Suche nach der tot geglaubten dunklen Jedi Asajj Ventress, während Anakin bei Padmé auf Naboo verweilt. Als Obi-Wan nach einer Auseinandersetzung mit einem Waffenlieferanten der Separatisten schließlich ein erstes Indiz erhält, dass Ventress noch leben könnte, bricht er nach Naboo auf, wo er Anakin davon überzeugen kann, ihm bei der Suche zu helfen. Ihr erstes Ziel ist der Planet Maramere, wo Ventress angeblich ein Attentat auf das Schiff eines corellianische Geschäftsmanns ausführen soll. Stattdessen gehen sie aber dem scheinbar unverwüstlichen Kopfgeldjäger Durge in die Falle.

"When they were brothers" ist im Gegensatz zu seinem Vorgänger, "On the fields of battle", stark auf die aus dem Film bekannten Protagonisten - sprich Obi-Wan und Anakin - ausgerichtet. Die unbekannteren Helden der Reihe kommen mit Ausnahme von Aayla Secura nicht vor. Der Plot ist schnörkellos erzählt und sehr spannend. Dieses packende, dramatische Vorfinale zum Vorfinale überzeugt außerdem durch Action in Hülle und Fülle und einige entscheidende Wendungen und Ereignisse.

Also fünf Sterne für die Geschichte. Warum trotzdem nur drei Sterne? Aus unbekannten Gründen sprach mich der von meinem Vorrezensenten gelobte, ungewöhnliche Zeichenstil so gar nicht an. Statt des relativ plastischen, einfachen, die Gesichtszüge betonenden Stils der Vorgänger wurde hier eine detailliertere Form gewählt, die zwar technische Dinge und Umgebungen gut hervorhebt, den Figuren aber nicht gerecht werden kann - bei Obi-Wan habe ich mich im ersten Moment wirklich gefragt, ob er es ist.

Fazit:

Trotz eines seltsamen Zeichenstils ein unbedingt zu empfehlendes, weil spannend und actionreich in Szene gesetztes Vor-Vorfinale.


Jedi Healer: Star Wars (Medstar, Book II) (Star Wars - Legends)
Jedi Healer: Star Wars (Medstar, Book II) (Star Wars - Legends)
von Michael Reaves
  Taschenbuch
Preis: EUR 5,95

5.0 von 5 Sternen Einer der besten Klonkriegsromane, 4. August 2009
Noch immer tobt auf der abgelegenen Dschungel-Welt Drongar im Kampf um die Heilpflanze und Droge Bota der blutige Konflikt zwischen den Separatisten und der Galaktischen Republik. Im Feldlazarett 7 kämpfen die ausgelaugten Ärzte und Krankenschwestern zusammen mit der Jedi-Heilerin Barriss Offee noch immer täglich um Leben und Tod ihrer zerschlagenen Patienten. Diese ermüdende Arbeit mit dem alltäglichen Gräuel des Krieges nagt an den Mitgliedern der kleinen medizinischen Einheit und führt zu Konflikten und Verzweiflung. Insofern ist also alles beim alten, bei Michael Reaves' und Steve Perrys zweitem Teil der Medstar-Duologie, die nur auf Englisch erschienen ist. "Jedi Healer" ist die konsequente und gewohnt hochklassige Fortsetzung von "Battle Surgeons", Reaves ("Darth Maul - Der Schattenjäger", "Coruscant Nights") und Perrys ("Schatten des Imperiums") erster Zusammenarbeit - es folgte noch "Die Macht des Todessterns".

Mit Ausnahme des mehr in den Vordergrund gerückten Plots und der leicht veränderten Figurenkonstellation - der junge Kornell "Uli" Divini ersetzt den tragisch verschiedenen Zan Yant und Jos' Onkel den ermordeten, korrupten General Bleyd - lässt sich über Medstar II dasselbe wie über den Vorgänger sagen. Und weil mir im Moment die Muße fehlt alles zu wiederholen, hake ich die Liste in Stichworten ab: sehr gelungene, lebensechte Dialoge, dichte (Star Wars) Atmosphäre, kaum/keine Actionsequenzen (das stört (mich) nicht), ungewöhnliche, gerade deswegen interessante, authentische Charaktere, mäßig spannender, ruhig konstruierter Plot, der sich den Klonkriegen von einer ungewöhnlichen Perpsektive nähert, jede Menge Wortwitz und Situationskomik, emotionale Szenen und jede Menge Melancholie zeichnen diesen Klonkriegsroman aus. Natürlich dürfen auch Anknüpfungen an die anderen Romane der Autoren nicht fehlen. So ist der aus "Darth Maul - Der Schattenjäger" bekannte Droide I-Fünf wieder mit dabei und den jungen Uli werden wir auch bei "Die Macht des Todessterns" noch einmal wiedersehen.

Fazit:

Ein ungewöhnlicher, nachdenklicher und sehr realistischer Roman, der die Schattenseiten des Krieges von einem (Star Wars-technisch) neuen Standpunkt aus deutlich macht und durch Humor, authentische Dialoge und gut gezeichnete Charaktere besticht - unbedingte Kaufempfehlung für alle Star Wars Fans, die des Englischen mächtig sind.


Star Wars(TM) Wächter der Macht 1: Intrigen
Star Wars(TM) Wächter der Macht 1: Intrigen
von Aaron Allston
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,95

2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Auftakt nach Maß, 3. August 2009
Mehr als zehn Jahre sind seit dem Ende des Yuuzhan Vong-Krieges vergangen, die Helden der alten Trilogie sind inzwischen alle um die Sechzig oder älter - aber natürlich immer noch topfit - und der vierjährige Frieden, der seit dem Ende des Schwarmkrieges herrschte ist (wie nicht anders zu erwarten) in Gefahr. Von einem Perspektiv -und Szenenwechsel zum nächsten hetzend markiert Aaron Allstons "Intrigen" den Beginn einer neuen Ära, die die Rückkehr zum altgedienten Kampf zwischen der hellen und der dunklen Seite ebenso wie den Tod vieler Schlüsselcharaktere mit sich bringt. Die Wächter der Macht finden sich zwischen verschiedenen Loyalitäten hinundhergerissen - zur Galaktischen Allianz und zu ihren Idealen - als sich ein zunächst politischer Konflikt zwischen der Galaktischen Allianz und Corellia zu einem fatalen Unabhängigkeitskrieg auszuwachsen droht.

Es heißt also zurück zu den Wurzeln. Und wer wäre besser geeignet als Altmeister Aaron Allston - bekannt durch seine X-Wing-Romane und seine Enemy Lines-Duologie im Rahmen der Erbe der Jedi-Ritter-Reihe. Das Erbe der jüngsten Konflikte - die ja doch ein wenig vom gewohnten Star Wars abschweiften - wird in diesem furiosen Auftakt mit der alten Trilogie und massig Parallelen zu den Prequels verwebt. Wie schon mehr als sechzig Jahre zuvor geht die größte Bedrohung in Wahrheit gar nicht vom Unabhängigkeitskrieg - wie es die Klonkriege zumindest oberflächlich betrachtet auch waren - , sondern von den Sith aus. Wieder steht der tragische, aber irgendwie unvermeidliche Fall eines Helden, das traurige Schicksal eines einstmals scheinbar Auserwählten im Zentrum eines epischen Konfliktes, der die klaren Gut-Böse-Schemen der Vergangenheit auflöst und überall Chaos und Leid zurücklässt.

Nach einem mitreißenden, actiongeladenen Beginn verliert sich das Buch im Mittelteil stellenweise in Detektivarbeit und zuviel Politik. Dann werden Schwächen wie die grausame Übersetzung - aus der schönen Farbe orange werden schnell mal Organe, Charaktere werden vertauscht etc. - deutlich, die zuvor einfach überlesen wurden. Doch dafür entschädigt das dramatische Finale, in dem die vielen Handlungsstränge zu zweien vereint werden und den nachfolgenden Bänden der Reihe der Weg geebnet wird. Der spannend und gut konstruierte Plot fesselt auch durch die Vielzahl von Hauptpersonen, die unzähligen Perspektivwechsel, das hohe Erzähltempo und die vielen Handlungsstränge - das stärkt die Aufmerksamkeit des Lesers, kann aber natürlich auch verwirren. Die Schlüsselcharaktere sind sowohl namentlich als auch inhaltlich überwiegend die aus dem Yuuzhan Vong-Krieg bekannten Figuren um den Skywalker/Solo-Clan, dessen Zusammenhalt, das lässt sich schon in diesem ersten Roman erkennen, mit dieser Reihe auf die Probe gestellt wird. Ausnahmen bilden hier Jacen und Wedge, die sich doch in den letzten zehn Jahren verändert haben (ich habe die Dunkles Nest-Trilogie (noch) nicht gelesen).Von dem sonst von Allston gewohnten Witz ist derweil wenig zu sehen, dafür bietet "Intrigen" Action in Hülle und Fülle.

Fazit:

Furios, fantastisch, phänomenal. Der erste Wächter der Macht macht Lust auf die nächsten Bände, weil er trotz schlechter Übersetzung und einiger Längen im Mittelteil, durch viel Action, einen spannenden Plot und ein hohes Erzähltempo begeisternd in eine neue/alte Zeit führt. Star Wars-Feeling pur.
Kommentar Kommentare (4) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 7, 2013 2:53 PM CET


Star Wars: The Clone Wars, Vol. 2: Clone Commandos (Staffel 1)
Star Wars: The Clone Wars, Vol. 2: Clone Commandos (Staffel 1)
DVD ~ Dee Bradley Baker
Wird angeboten von Multi-Media-Trade GmbH - Alle Preisangaben inkl. MwSt.
Preis: EUR 15,48

19 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Klonkrieger im Einsatz - Ansprüche bitte minimieren, 27. Juli 2009
"Clone Commandos" ist die zweite DVD der neuen Fernsehanimationsserie "Star Wars: The Clone Wars" und enthält wiederum vier Episoden der ersten Staffel, die sich mehr oder weniger auf die Klontruppen der Republik, die sich weiterhin im Krieg mit den Separatisten befinden, konzentrieren. Bei diesen Episoden - Folge 5 "Rekruten", Folge 19 "Sturm über Ryloth", Folge 20 "Die Unschuldigen von Ryloth" und Folge 21 "Freiheit für Ryloth" - handelt es sich meiner Ansicht nach um vier der besseren Folgen einer insgesamt doch eher enttäuschenden ersten Staffel. Essentiell wichtig um wenigstens so eine grundlegende Befriedigung zu erreichen ist, die Ansprüche zu minimieren und sich auf eine Kinderserie einzustellen. Denn an den halbwegs gelungenen Kinofilm kann die Serie nicht anknüpfen und Vergleiche zu den Realfilmen verbieten sich sowieso. Wenn man das schafft, wenn man nicht erwartet, dass bestens geeignete Ansätze aus dem Erweiterten Universum aufgegriffen werden, dann kann man auch über plattitüdenhafte Dialoge ("Ich bin ein Droide, ich habe immer recht"), banale, weil kindgerechte Handlungen, Logiklöcher en mas und schwächelnde Animationen (unnatürliche Bewegungsabläufe, fehlende Mimik, etc.) hinwegsehen. Stattdessen kann man sich über gute Soundeffekte, die originalen Synchronsprecher, nette kleine Abenteuergeschichten, die Tatsache, dass neue Fans für dieses wunderbare Universum gewonnen werden - kurz, über eine gelungene Kinderserie freuen, die mit dem "normalen" Star Wars nichts zu tun hat - diesen Anspruch aber auch gar nicht erhebt.

Angesichts des gewaltigen Potentials der Serie wollte mir das aber nicht so ganz gelingen. Bei den hier vorliegenden 21-minütigen Episoden konnte ich aber gerade noch zu drei Sternen durchringen, weil sie immerhin mäßig unterhaltend sind und einige interessante Einblicke bieten (Ryloth, die Twi'Lek-Heimatwelt Ryloth und das Innere eines AT-TE sind beispielsweise erstmals zu sehen). In "Rekruten" geht es um einige unerfahrene Klonsoldaten - "Glänzer" genannt -, die einen wichtigen Außenposten im Outer Rim bemannen und sich einem Angriff durch Separatistische Kommandodroiden ausgeliefert sehen. Als Captain Rex und Commander Cody zu einer Inspektion eintreffen, geraten sie in einen Hinterhalt und müssen gemeinsam mit den Rekruten einen Plan aushecken. Die Ryloth-Trilogie, befasst sich mit einem Angriff der Separatisten auf diese Welt und der republikanischen Gegenoffensive unter der Führung von Anakin, seinem Padawan Ahsoka und den Jedi-Meistern Obi-Wan und Mace Windu. Zunächst müssen die Schiffe der Republik aber die scheinbar unüberwindliche Blockade des Planeten durchdringen.

Abgesehen von den oben genannten Kritikpunkten möchte ich dann noch drei Schwachstellen ansprechen, die mich trotz des Kinderseriencharakters sehr gestört haben.
Erstens: Star Wars-untypische Phantasielosigkeit und Kontinuitätsfehler. Was ich an Star Wars liebe, ist unter anderem die liebevolle phantasiereiche Gestaltung von Kostümen, fernen Welten, etc. Nach selbiger kann man bei "The Clone Wars" lange suchen - die Hintergründe sind - verglichen mit den Episoden I - VI - detailarm und das Design wenig innovativ. Es ist schon ziemlich phantasielos, bzw. unrealistisch, dass die republikanischen Basen von innen genauso aussehen wie der Todesstern und das die Separatisten den selben Suchdroiden verwenden, den später auch die Imperialen verwenden. Außerdem belasten Kontinuitätsfehler in Serie den Seriengenuss - das fängt bei unsinnigen Datierungen an und geht von Wat Tambors Gefangennahme, die seiner späteren Anwesenheit auf Mustafar widerspricht bis zu AT-RTs, die plötzlich in AT-TEs transportiert werden können.
Zweitens: grausamer Humor und schrecklicher Pathos. War es denn wirklich nötig Star Wars so ins Lächerliche zu zerren? Ein mechanisches "Haha." von einem Droiden ist noch das harmloseste, verglichen mit den selten dämlichen Kampfdroiden und den würdelosen Jedi-Witzen aufmüpfiger Padawans. Hinzu kommt die ein oder andere völlig überflüssig pathetische Szene, die vor "Es ist mir eine Ehre mit euch zu dienen!" und "Sir. Ja, Sir!" nur so strotzt.
Drittens: grausame Charakterzeichnung und schlechter Soundtrack. Über vieles kann man sich bei den Realfilmen ja streiten - doch bei der Musik herrschte doch immer Einigkeit: John Williams ist einfach genial. Mit guter Musik hätte man so viel retten können - doch dann das. Keine Epik, keine Dramatik, kein Spannungsaufbau - kurz keine Akzente. Die Musik läuft irgendwie im Hintergrund mit ohne gelungene Anknüpfungen zu den Episoden I - VI aufweisen zu können und ohne wirklich zu prägen. Dann noch zu den Charakteren. Die zeigen deutlich wie wenig die Produzenten der Serie vom Star Wars Universum und seinen einzigartigen Charakteren verstehen und parodieren ihre filmischen Vorbilder teilweise mehr als das sie sie einfangen. Eine Weiterentwicklung ist aufgrund der oben schon erwähnten Zusammenhangslosigkeit ebenfalls nicht zu entdecken. Aufgesetzte Szenerien sollen unauthentische Dialoge und einfallslose Mimik überdecken und auch dieser Versuch scheitert zumindest beim anspruchsvollen Star Wars-Fan kläglich. Mace Windu guckt zwar die ganze Zeit über grimmig, entwickelt aber keine Ausstrahlung, Palpatine hat immer so einen gewissen verschlagenen Unterton, ohne jemals gerissen zu wirken und Obi-Wans' Charakter ist vollkommen verrissen. Während die Klonkrieger und ihr symbolischer Vertreter Rex trotz aufgesetzter "Die Mission steht immer an erster Stelle, Sir."-Sprüche halbwegs getroffen werden, bleibt Ahsoka die größte Sünde der Serie. Sie ist oftmals respektlos, impulsiv, ungeduldig, nennt ihren Meister "Skyguy" und ist so ziemlich genau das Gegenteil dessen, was man sich unter einem Jedi-Padawan vorstellt. Und besagter Meister, Anakin Skywalker, die dramatische zentrale Figur der Star Wars Saga? Der nennt seinen Padawan ganz lapidar "Snips", wirkt ganz und gar nicht weise und lässt jegliche Zerrissenheit vermissen. Seine immense Kraft und seine dunkle Seite fallen komplett unter den Tisch.

Von der DVD ist genau dieselbe Qualität wie bei "Eine geteilte Galaxis" zu erwarten: Bild gut, aber nicht überragend, für den Ton gilt das gleiche und die Extraausstattung dürfte sich wieder im Bereich mangelhaft bewegen. Wer Geld sparen will und zudem auf umfangreiches Bonusmaterial hofft, der sollte lieber noch bis zum 3. November warten - dann wird die Staffelbox (auf Englisch) veröffentlicht. Sie enthält neben sieben Director's Cuts - darunter auch die vier Episoden dieser DVD - und Making-offs auch ein 64-seitiges Sonderheft mit Konzeptzeichnungen etc., die den Verlauf der Produktionsarbeiten wiederspiegeln werden.

Fazit:

Loch an Loch und hält doch. Kritisch betrachtet ist "The Clone Wars" eine einzige Ansammlung an Schwächen und enttäuscht. Doch bei entsprechender Erwartungshaltung kann diese Kinderserie durchaus gefallen. Fans des Kinofilms sollten ebenso zuschlagen wie jüngere Star Wars Novizen - je nach Charakter würde ich sagen zwischen acht und zwölf. Anspruchsvolle Fans, insbesondere die denen schon die Prequels nicht gefallen haben sollten aber tunlichst die Finger von "Clone Commandos" lassen. Ich habe meinen Frieden mit der Serie halbwegs gemacht und freue mich jetzt auf die für den Herbst angekündigte zweite Staffel - der Trailer auf starwars.com sah ja schon mal nicht so schlecht aus - und die Live-Action-Serie, die 2010 Premiere feiern soll.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 22, 2012 2:08 PM CET


Star Wars: Medstar I - Battle Surgeons
Star Wars: Medstar I - Battle Surgeons
von Michael Reaves
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,43

5.0 von 5 Sternen Witzig, authentisch, intensiv, 9. Juli 2009
Der Klonkriegsroman "Medstar I: Battle Surgeons", Michael Reaves' und Steve Perrys' erste fruchtbare Zusammenarbeit, ist ein ungewöhnliches, äußerst realitätsnahes Buch über die Schrecken des Krieges und dementsprechend absolut lesenswert. Selten war Star Wars authentischer als in diesem kleinen aber feinen Roman. Das Autorendreamteam Reaves/Perry stellt einmal mehr seine besondere Klasse unter Beweis, die es auch in ihren beiden anderen Koproduktionen - "Medstar II: Jedi Healer" und "Die Macht des Todessterns" - auszeichnete. Ohne pathossprühende Lobeshymnen stellen sie scheinbar bedeutungslose Figuren in den Mittelpunkt und erzählen ruhig und dennoch eindringlich eine interessante Geschichte, die sich jenseits der actionlastigen skywalkerschen Heldendramen zur die Rettung der Galaxis bewegt - und dennoch überzeugt.

Der 1950 geborene Reaves war schon ab 1985 an den TV-Serien "Droids" und "Ewoks" beteiligt und profilierte sich unter anderem durch die Romane "Darth Maul - Der Schattenjäger" und die bislang nur auf Englisch erschienenen "Coruscant Nights"-Bände als einer der wichtigsten Autoren im Erweiterten Universum. 2011 soll sein neuester Streich "Holostar" - ebenfalls unbekannte Charaktere behandelnd - erscheinen. Der drei Jahre ältere Perry war hingegen noch nicht so aktiv im EU - sein einziges Werk neben "Medstar" und "Die Macht des Todessterns" war der gleichsam sehr erfolgreiche Roman "Schatten des Imperiums".

Wie überall in der Galaxis toben auch auf dem abgelegenen Planeten Drongar Gefechte zwischen den Klontruppen der Republik und der Droidenarmee der Separatisten. Gegenstand der Begierde ist in diesem Fall eine extrem wertvolle Pflanze: Bota. Die endlosen Konvois von Krankentransportern bringen immer neue Verletzte, die in Camp 7, einem der vielen Feldlazarette hinter den Fronten, behandelt werden. Die kleine medizinische Einheit, zu deren Mitgliedern unter anderem die Chirurgen Jos Vondar und Zan Yant, sowie die Krankenschwester Tolk le Trene gehören, leidet schwer unter dem enormen psychischen Druck. Schon bald wird die Einheit von der Jedi-Padawan Barriss Offee ergänzt und ein sullustanischer Reporter namens Den Dhur, stößt ebenfalls zu der Gruppe.

Wie der Droide I-Fünf und Unterweltinformationsmakler Lorn Pavan in "Darth Maul der Schattenjäger", wie der Cantinarausschmeißer Rodo oder die verurteilte Architektin Teela Kaarz in "Die Macht des Todessterns", so stehen auch hier ungewöhnliche Figuren im Mittelpunkt. Keine lichtschwertschwingenden Jedi-Meister - zumal weder ein Obi-Wan noch ein Anakin - , keine Klonkommandos oder loyalistische Senatoren. Nein, vielmehr einfache, aber umso lebensechtere Charaktere - ein Kriegsreporter, ein Feldarzt - diktieren bei "Medstar" das Geschehen. Auch Barriss Offee ist alles andere als gewöhnlich. Die scheinbar alltägliche Szene in der sie sich ihrer eigenen dunklen Seite stellt, der Kampf mit dem Teräs Käsi-Champion Phow Ji, ist beispielsweise schlicht aber äußerst eindrücklich. Und die Gegenspieler? Kein Count Dooku, kein General Grievous, keine Kampfdroiden erst recht kein Darth Sidious? Feinde sind vielmehr Verbitterung und Ermüdung und natürlich Krieg und Tod an sich.

Zweihundertfünfzig Seiten dauert es, bis der erste Schuss abgefeuert, das erste Lichtschwert aktiviert wird und trotzdem bleibt das Buch immer spannend und unterhaltsam. Der markante Mangel an Action-Szenen wird durch einen mal sarkastischen, mal sehr intelligenten Humor und intensive, authentische Dialogszenen mehr als wieder gut gemacht. Der gut konstruierte Plot erzählt eine unverfälschte Geschichte über die Abstumpfung im harten Alltag des Krieges, ohne je ins pathetische abzurutschen. Im Gegenteil, die Sicht der Dinge ist kritisch und unparteiisch - Krieg ist Chaos, das spürt man. "Medstar I: Battle Surgeons" ist ein nachdenklicher, auf den letzten Seiten tief bewegender Klonkriegroman, der aus der Masse der anderen Star Wars Romane herausragt.

Fazit:

"Battle Surgeons" ragt aus der Masse der als Trivialliteratur einzustufenden Star Wars Romane heraus, weil dieses nachdenkliche und eindringliche Buch realitätsnäher und emotionaler ist als die meisten anderen. Warum es der Blanvalet-Verlag nicht geschafft hat diese hochgelobte Trilogie auf Deutsch zu veröffentlichen bleibt allerdings ein großes Rätsel.


Star Wars: Clone Wars Volume 8 The Last Siege, the Final Truth (Star Wars: Clone Wars (Dark Horse Comics Paperback))
Star Wars: Clone Wars Volume 8 The Last Siege, the Final Truth (Star Wars: Clone Wars (Dark Horse Comics Paperback))
von John Ostrander
  Taschenbuch

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die finale Wahrheit..., 9. Juli 2009
...im Drama des Quinlan Vos, der finale achte und letzte echte Klonkriegssammelband: "The last Siege, the Final Truth" bildet ein spektakuläres, wendungs -und actionreiches Vorfinale zu Endgame" (die deutsche Version "Besessen" erscheint am 17. Dezember). Nach dem Abschwenken im letzten Band, "When They Were Brothers", kehrt die Reihe wieder zum gewohnt hochklassigen Zeichenstil der Bände eins bis sechs zurück und zeigt die Suche nach dem zweiten Sith und die Belagerung von Saleucami in zwei Teilen: "Trackdown" und "Siege of Saleucami".

In "Trackdown" brechen Meister Tholme und Aayla Secura nach Anzat auf, wo sie basierend auf Informationen, die sie von Quinlan Vos erhalten haben, die Aktivitäten Sora Bulq's untersuchen. Der dunkle Jedi hatte sich nach einem als Einleitung präsentierten Kampf mit Count Dooku, zu Beginn des Krieges der dunklen Seite zugewandt. Sie stoßen auf eine Verbindung zwischen den Machenschaften der Separatisten auf Saleucami und dem Verschwinden vieler Anzati-Ausbilder, die einst auch Tholme in ihren Künsten unterwiesen hatten. Dieser Zusammenhang wird in "Siege of Saleucami" erläutert: Die Separatisten, allen voran Sora Bulq, haben in den unterirdischen Lavakammern Saleucami's riesige Klonanlagen errichtet, in denen sie eine Armee von Morgukai-Klonen züchten, die von den Anzati ausgebildet wird. Um dieser Gefahr entgegenzutreten brechen Jedi-Meister Oppo Rancisis und seine Truppen nach Saleucami auf. Auch K'Kruhk, Jeisel, Aayla Secura und andere Helden der Serie, vor allem aber eben Quinlan Vos, der sich seiner eigenen dunklen Seite stellen muss, sind mit dabei, um die Republik vor dieser neuen Bedrohung zu schützen...

Gewohnt actionreich und sehr düster kommt dieser Sammelband daher und führt viele Handlungsstränge der Vorgänger zuende. Ein spannender, unvorhersehbarer Plot fesselt den Leser ebenso wie authentische Dialoge und ein meisterhafter Zeichenstil garantiert für echte und intensive Star Wars Atmosphäre. Schicksalhafte Entscheidungen werden getroffen und die Klonkriege erreichen ihren Höhepunkt - noch einmal ziehen die Helden und ihre Gegenspieler alle Register um diese entscheidende Schlacht für sich zu entscheiden. Doch all das ist geplant, der Ausgang vorherbestimmt. Denn im Hintergrund zieht ein Mann die Fäden mit tödlicher Präzision und wird die Galaxis schon bald in Dunkelheit stürzen wenn es heißt: "Führt die Order 66 aus".

Fazit:

Ein elektrisierender und intensiver achter Sammelband, der den Leser direkt in die heißeste Phase der Klonkriege transportiert, wo Verwirrung und Misstrauen allgegenwärtig sind.


Star Wars: Die dunkle Seite der Macht
Star Wars: Die dunkle Seite der Macht
von Timothy Zahn
  Taschenbuch

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein spannendes Plotkonstruktionswunder, 9. Juli 2009
Für die Chiss ist er eine Schande, ein einmaliger Ausrutscher in der Geschichte ihres Volkes. Für die Neue Republik ist er ein Alptraum, das Schlimmste, das ihr fünf Jahre nach dem Tod des Imperators, in einer instabilen politischen Lage passieren konnte. Für den Leser - den geneigten Star Wars Fan - ist er ein einzigartiger Charakter, ein brillanter Taktiker, der auch dem zweiten Teil dieser legendären Trilogie seinen Stempel aufdrückt. Mitt'raw'nuruodo, genannt Thrawn, der letzte überlebende imperiale Großadmiral, ist auch in Die dunkle Seite der Macht" maßgeblich für Überraschungen und reichlich vorhandene Spannung verantwortlich. Anfang der Neunzigerjahre, als ich noch mehr ein Säugling als ein Star Wars Fan war, hauchte Timothy Zahn - auch bekannt durch seine "Hand von Thrawn"-Duologie und einige andere Bücher wie "Treueschwur" - dem Star Wars Universum mit seiner Thrawn-Trilogie neues Leben ein. Schon das allein macht die Thrawn-Trilogie zur Star Wars Pflichtlektüre.

Dabei baut der 1951 geborene Zahn seine Handlung ruhig und konsequent auf und beschränkt sich sprachlich auf ebenfalls unspektakuläre und altbewehrte Mittel. Er verliert sich nicht in langen Satzkonstruktionen oder allzu poetischen Passagen wie es beispielsweise ein Matthew Stover des öfteren tut. Langsam und methodisch baut er Helden und Gegenfiguren auf und aus ohne in seinem Buch aufzugehen. Doch all das, diese kühle Beherrschtheit, tut der Spannung und Faszination keinen Abbruch. Im Gegenteil.

Denn Zahn setzt weniger auf ausschweifende Beschreibungen von Umgebungen etc. oder lange Charakterisierungen, sondern mehr auf Handlung. Eine überraschende Wendung jagt die Nächste und auch nachdem die Kräfte der Neuen Republik den Angriff auf die Sluis Van-Schiffswerften zurückschlagen konnten setzt das Imperium unter der Führung von Thrawn seine Angriffe fort. Der sieht in der Niederlage kaum mehr als einen kleinen Ausrutscher und stößt schon bald auf die Spur einer wesentlich ergiebigeren Schiffsquelle - der berühmt-berüchtigten Katana-Flotte. Derweil versuchen Han und Lando den Spion in den höchsten Kreisen des Imperialen Palastes ausfindig zu machen, während sich Luke nach Jomark aufmacht, wo er den angeblichen Jedi-Meister C'baoth, der längst dem Wahnsinn und der dunklen Seite verfallen ist, treffen will. Auch Leia verlässt Coruscant - zusammen mit Chewbacca und C-3PO trifft sie sich wie versprochen mit dem Noghri Khabarakh, der sie zu seinem Heimatplaneten Honoghr bringt. Dort findet sie ein indirekt versklavtes Volk vor. Zu guter letzt setzt Zahn auch die Geschichte um die ehemalige Hand des Imperators, Mara Jade, und ihren Vorgesetzten", den Schmuggler Talon Karrde fort.

Immer wieder kreuzen sich die einzelnen Handlungsstränge und werden immer enger miteinander verbunden, bis sie auf dem Spannungshöhepunkt fast alle zusammengeführt werden. Mehr als die aus der alten Trilogie bekannten Charaktere wie Han, Luke und Leia glänzen die neu eingeführten Protagonisten - z.B. Mara Jade, aber vor allem natürlich Thrawn Höchstselbst. Wenngleich gar nicht so reich an Action-Szenen bleibt das Erzähltempo enorm hoch, die Handlung äußerst dynamisch und interessant. Und obwohl "Die dunkle Seite der Macht" auch hin und wieder durch Humor ganz im Stile der originalen Filme glänzt, konnten meine - zugegeben ziemlich astronomischen - Erwartungen irgendwie nicht ganz erfüllt werden. Warum nicht? Nun ich denke, das hängt im wesentlichen mit der wenig manifestierten "Fachsprache" und somit letztlich mit der fehlenden Star Wars Atmosphäre zusammen. Es beginnt mit der falsch übersetzten Überschrift ("Dark Force Rising" lautet die im engl. Original, was eine Anspielung auf die Katana-Flotte, genannt "die dunkle Macht", ist) und setzt sich im ganzen Buch fort: seltsame, aus Episode IV bekannte, Begriffe wie "Lichtmauer" und Ungereimtheiten mit der Star Wars Kontinuität (das Schiff, das Honoghr während der Klonkriege verwüstete, soll vor 44 Jahren abgestürzt seien, obwohl die Klonkriege erst vor 31 Jahren begannen - z.B.). Das ist nicht weiter verwunderlich, wenn man bedenkt, dass das Buch geschrieben wurde, lange bevor das EU so richtig Fahrt aufnahm.

Fazit:

Eine spannende Fortsetzung der legendären Thrawn-Trilogie, die einmal mehr Timothy Zahn's Vorliebe für wendungsreiche Plotkonstruktionen zum Vorschein bringt. Gepaart mit jeder Menge Action und einer kleinen Prise Humor macht das "Die dunkle Seite der Macht" zur Star Wars Pflichtlektüre, die durchaus auch Nicht-Star Wars Fans mit einer gewissen Begeisterung für Science Fiction zu empfehlen ist.


Star Wars(TM): Die Macht des Todessterns
Star Wars(TM): Die Macht des Todessterns
von Michael Reaves
  Taschenbuch
Preis: EUR 13,00

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein ruhiger Roman aus dem Alltagsleben in der weit, weit entfernten Galaxis, 1. Juli 2009
Michael Reaves' und Steve Perrys' ungewöhnlicher und nachdenklicher Roman über den Todesstern und die Personen hinter diesem Mammutprojekt. Die Macht des Todessterns" ist nach der Medstar-Duologie die zweite, aber hoffentlich nicht die letzte Zusammenarbeit des Autorenduos. Das Buch spielt während der sogenannten Dark Times zwischen Episode III und IV und ist eines der wenigen Bücher aus dieser Zeit, die in einer wohl 2010 erstmals ausgestrahlten TV-Live-Action-Serie behandelt werden soll und deshalb von George Lucas weitestgehend für andere Veröffentlichungen gesperrt wurde, um den Kanon nicht zu verletzten.

Das Autorendreamteam Reaves/Perry scheint hierfür die perfekte Wahl zu seien, bewiesen die Autoren doch schon in ihren vorrangegangenen Büchern ihr Talent, sich in scheinbar nebensächliche Charaktere hineinzuversetzen. Der 1950 geborene Reaves war schon ab 1985 an den TV-Serien Droids" und Ewoks" beteiligt und profilierte sich unter anderem durch die Romane Darth Maul - Der Schattenjäger" und die bislang nur auf Englisch erschienenen Coruscant Nights"-Bände als einer der wichtigsten Autoren im Erweiterten Universum. 2011 soll sein neuester Streich Holostar" - ebenfalls aus dieser Ära und ebenfalls unbekannte Charaktere behandelnd - erscheinen. Der drei Jahre ältere Perry war hingegen noch nicht so aktiv im EU - sein einziges Werk neben Medstar" und Die Macht des Todessterns" war der gleichsam sehr erfolgreiche Roman Schatten des Imperiums".

Eine mondgroße Kampfstation und 12 vollkommen unterschiedliche Charaktere bilden das Grundgerüst des Buches. Abgesehen von Darth Vader sind es dabei unbekanntere bzw. neu eingeführte Charaktere, die Die Macht des Todessterns" prägen. Vom imperialen Großmufti Tarkin bis zum Cantinarausschmeißer Rodo ist eine ganze Bandbreite von mehr oder minder interessanten Charakteren dabei, die dem Leser aus vielen verschiedenen Blickwinkeln vom Leben auf dem Todesstern erzählen. Neben dem Mann der in letzter Konsequenz für die Zerstörung Alderaans verantwortlich war sind auch Dr. Kornell Uli" Divini - bekannt aus Medstar II - und Admiral Motti - bekannt aus Episode IV - wieder mit dabei um dem Buch einen gewissen vertrauten Anstrich zu geben. Über kurz oder lang finden sich dann alle 12 auf dem Todesstern ein und langsam beginnen sich ihre Wege zu kreuzen, ihre Schicksale zu verknüpfen. Nach etwa zwei Dritteln des Buches beginnt sich die Handlung dann auch mit den Geschehnissen von Episode IV zu überschneiden, bis es zum Showdown über Yavin kommt.

Ein interessanter, klug konstruierter Plot und eine neue" Sicht der Dinge, vermittelt durch viele unterschiedliche Protagonisten zeichnen diese Werk aus. Die Macht des Todessterns" tritt den Gegenbeweis an, dass es keiner epischen Action-Szenen in Hülle und Fülle und keiner übermächtigen Galaxisretter-Helden bedarf um ein gutes Buch zu schreiben. Es reichen erfrischend natürliche Charaktere und ein Plot, der ihr Wesen in alltäglichen Situationen testet und durch viele überraschende Wendungen glänzt. Denn das sollte jedem klar seien, wenngleich nicht übermäßig spannend ist das Buch, gerade im großen Finale, alles andere als vorhersehbar. Es mag ein wenig aufgesetzt wirken wie die Helden letztendlich zusammenfinden, aber das tut doch dem Spaß an diesem Buch und der Emotionalität keinen Abbruch. Auch die melancholischen Anspielungen - vornämlich an die alte Trilogie - haben zumindest bei mir gut funktioniert. Abgerundet wird der positive Gesamteindruck durch leichtfüßigen Humor, der die insgesamt eher nachdenkliche Stimmung etwas aufheitert.

Fazit:

Was dem Buch an Spannung und Action fehlt, gleicht es durch interessante Charaktere, einen durchdachten Plot, ein mitreißendes Finale und jede Menge Hintergrundinformationen zum Bau und zur Zerstörung des Todessterns wieder aus. So kreuzen sich die Wege der 12 Hauptpersonen des Buches das ein oder andere mal auch mit denen der Helden der alten Trilogie. Die Macht des Todessterns" ist ein erfrischend neuartiger Roman aus einer wenig beleuchteten Zeit, der jedem Star Wars Fan wärmstens empfohlen sei.
Kommentar Kommentare (5) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Aug 29, 2009 9:26 PM MEST


Star Wars, Episode 3: Krieg der Sterne: Die Rache der Sith
Star Wars, Episode 3: Krieg der Sterne: Die Rache der Sith
von Matthew Stover
  Taschenbuch

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Alles stirbt, Anakin Skywalker. Selbst Sterne brennen aus"..., 11. Juni 2009
...doch noch lebt Star Wars... nach diesem Buch mehr denn je. Groß waren meine Erwatungen an Matthew Stovers Episode III-Roman, den New York Times Bestseller, der fast überall uneingeschränkt positive Bewertungen erhielt. Groß war auch die Furcht, das Lesevergnügen könnte unter dieser Erwartungshaltung leiden. Noch größer war allerdings die Begeisterung als ich den Roman schließlich gelesen hatte. Wer Episode III, ja die ganze Star Wars Saga, in all ihren Facetten und Schattierungen verstehen will der sollte dieses Buch gelesen haben.

Matthew Stover, der bisher durch "Das Erbe der Jedi-Ritter 13 - Verräter" und "Mace Windu und die Armee der Klone", sowie seinen jüngst erschienenen Roman "Luke Skywalker und die Schatten von Mindor" auffiel, liefert mit "Die Rache der Sith" sein Meisterstück ab. Neben seiner philosophischen Erweiterung des Erweiterten Universums (EU) ist es vorallem sein Verdienst, die Ereignisse um Episode III - insbesondere die Motive von Anakins Wandel - mit einer Vielschichtigkeit versehen zu haben, die dem Film teilweise fehlte.

Stover hält sich bei der Handlung weitestgehend an George Lucas' Filmscript. Zwar werden einige Elemente wie die Schlacht um Kashyyyk ausgespart und andere Szenen verändert oder hinzugefügt, aber im Kern hält sich der Roman an die hinlänglich bekannten Inhalte des Films. Dabei steht Matthew Stover über den Ereignissen und Charakteren. Er ist der außenstehende und allwissende auktoriale Erzähler, und kennt sie doch durch und durch, versteht sie wie kein anderer, er erkennt ihre urtümlichsten Ängste und ihre Zweifel. Er liefert eine unglaublich präzise und feinfühlige Charakterzeichnung, die mir als Leser die Chance gibt an der unvorstellbaren inneren Zerrissenheit der Charaktere teilzuhaben. Erst hier wird Anakins Zwiespalt in seiner ganzen Tragweite deutlich. Obwohl der Ausgang bekannt ist, kreiirt Stover eine knisternde Spannung, wie sie im Star Wars Universum selten erreicht wurde. Er reißt den Leser mit und fesselt ihn an das Buch, sodass "Die Rache der Sith" stellenweise mehr wie ein episches Drama denn wie ein gewöhnlicher Science Fiction-Roman daherkommt. Der Autor füttert den Leser mit rasanter Action und lässt die Dialoge trotzdem nicht zu kurz kommen. Im Gegenteil, der Roman ist sogar wesentlich dialoglastiger als der Film. Eine bedrückende, intensive Atmosphäre hüllt das Buch in einen Schleier des mystischen und weist auf die kommende Dunkelheit hin. Als Bindeglied zwischen der neuen und der alten Trilogie klärt "Die Rache der Sith" zudem die noch offenen Fragen. Die einzige wirklich bedeutende Schwäche des Buches ist der Schluss. Die schnelle Abhandlung der Ereignisse im Anschluss an die Ausführung von Order 66 erweckt den Anschein, der Autor hätte die Geduld verloren.

Wie schrieb "Cinema": "Episode III ist ein großes Abenteuer, eine griechische Tragödie galaktischen Ausmaßes,...". Und eben diese Tragödie eines gefallenen Helden und einer korrumpierten Republik vermittelt Stover mit einer emotionalen Intensität, die alle anderen mir bekannten Star Wars Romane in den Schatten stellt - ob Thrawn oder Medstar, Darth Bane oder Dunkler Lord, ob Erbe der Jedi-Ritter oder X-Wing, "Die Rache der Sith" kann sich mit den Besten messen und sie oftmals sogar überflügeln. Stark rationalisiert bedeutet das: Handlung (inklusive Charaktere): 5/5, Spannung: 5/5, Action: 4/5, Atmosphäre: 5/5, Humor: 2/5, Kontinuität: 5/5, Stil (inklusive Dialoge): 5/5, Emotionalität: 5/5, Eindruck: 6/5. Subjektiviert äußert sich dieses Ergebnis in einer begeisterten und uneingeschränkten Kaufempfehlung für alle Star Wars Fans und solche die es werden wollen und einer leicht eingeschränkten für alle Anderen. Allerdings muss ich, nachdem ich inzwischen sowohl das englische Original als auch die deutsche Ausgabe gelesen habe, vor einigen Übersetzungsschwächen warnen.


Star Wars Rebel Force, Im Fadenkreuz
Star Wars Rebel Force, Im Fadenkreuz
von Alex Wheeler
  Broschiert
Preis: EUR 7,95

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Harmlos, 24. Mai 2009
"Im Fadenkreuz" ist der erste Band der neuen "Rebel Force"-Reihe und spielt wenige Wochen nach der Zerstörung des ersten Todesterns - nicht nach der des zweiten, wie man aufgrund des Klappentextes fälschlicherweise vermuten könnte. Das 170-seitige Büchlein ist eine harmlose, mäßig spannende Abenteuergeschichte mit eher wenig Action, überwiegend bekannten Charakteren und Han Solos gewohntem Slapstick-Humor.

Die Handlung ist simpel und wird im Stil von Episode IV präsentiert. Kurz nach der Zerstörung des ersten Todessterns in der legendären Schlacht von Yavin fangen die Rebellen eine Botschaft des Imperiums ab, die für den Piloten, der den Todesstern zerstörte, einem Todesurteil gleichkommt, da nun alle Imperialen Kräfte fieberhaft nach ihm suchen. Doch das sind nicht die einzigen schlechten Nachrichten für Luke und seine Freunde von der Rebellion. Die Allianz befindet sich auch finanziell in einer Notlage, weil sie einen Großteil ihrer Geldmittel auf Alderaan gelagert hatten. Nach der Zerstörung des Planeten durch den Todesstern brechen Luke, Han und Leia samt ihrer obligatorischen Begleiter, den Droiden C-3PO und R2-D2 und dem Wookie Chewbacca nach Muunilinst auf. Der Planet ist auch nach der Auflösung des Intergalaktischen Bankenclans, der in den Klonkriegen die Separatisten unterstützte, noch das Finanzzentrum der Galaxis. Doch schon bevor sie den Planeten erreichen geraten sie in Probleme und treffen den seelenlosen, imperialen Killer X-7, der sich als Rebel ausgibt. In Wahrheit dient er einem ehrgeizigen imperialen Offizier und soll den gesuchten Piloten töten und die Allianz infiltrieren...

Für die amerikanische Autorin Alex Wheeler (mit wahrem Namen heißt sie Robin Wasserman (?)) ist "Im Fadenkreuz" das erste Buch, das sie dem Star Wars Universum beisteuerte. Die 1978 in den USA geborene Wheeler fiel bisher eher als Autorin von Jugendbüchern auf. Auf Englisch sind inzwischen auch Band zwei und drei ("Hostage", "Renegade") der Reihe - ebenfalls von ihr - erschienen. Der vierte Band, "Firelight" wird auf Englisch am 1. September erscheinen.

Obwohl die Handlung als mehr oder weniger abgeschlossen betrachtet werden kann, lässt sie dennoch einiges offen - klingt paradox, ist aber so - und hebt den großen Showdown wohl für den letzten Band auf (?). Der Handlung fehlen zwar jegliche tragische oder epische Aspekte, trotzdem ist sie mäßig spannend. Die Atmosphäre kommt, insbesondere was das Zusammenspiel der Charaktere angeht, der von Episode IV am nächsten: Eher ein (in diesem Fall ziemlich kleines) Weltraummärchen als ein Epos. Zudem sind im Finale eindeutige Bezüge und Anlehnungen an Episode I zu erkennen. Manch einem wird die Handlung allerdings wahrscheinlich relativ belanglos vorkommen - insbesondere denen, denen die Abenteuer von Han, Leia und Luke nach dem gefühlt Tausendsten Buch zum Halse raushängen (das ist nicht meine persönliche Meinung).

Die etwas oberflächliche Charakterzeichnung ist aber durchaus gelungen. Die Autorin hat die Helden, wie sie in Episode IV dargestellt werden, gut erfasst und punktet mit Dialogen ganz im Stile von "Eine neue Hoffnung": nicht alzu tiefsinnig, dafür aber zweckdienlich und noch etwas naiv. Han hat immer einen Spruch auf den Lippen und sorgt so für den ein oder anderen Schmunzler/Lacher. Auch die ständigen Streitereien zwischen ihm und Leia errinnern stark an die Kinofilme. Ansonsten hält sich die Autorin allerdings an die bekannten Charaktere - mit Ausnahme von X-7, der noch sehr oberflächlich bleibt - und zeigt wenig Initiative zur Weiterentwicklung. Außerdem ist das Buch zwar äußerst actionarm, aber dafür meistens schlüssig.

Fazit:
Ganz bestimmt kein Meisterwerk, aber eine nette Ergänzung für jeden, der noch nicht genug von der Rebellenzeit hat. Dabei ist "Im Fadenkreuz" kaum mehr als eine Zwischenlektüre (in zwei bis drei Tagen locker durchzulesen) und lässt eher selten echte Star Wars-Atmosphäre aufkommen. Wer nicht alzu viel erwartet könnte halbwegs zufrieden sein; allen Anderen rate ich vom Kauf ab. Mit Ach und Krach drei Sterne.
Kommentar Kommentare (4) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jun 16, 2009 3:38 PM MEST


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