Profil für Chewie > Rezensionen

Persönliches Profil

Beiträge von Chewie
Top-Rezensenten Rang: 18.820
Hilfreiche Bewertungen: 490

Richtlinien: Erfahren Sie mehr über die Regeln für "Meine Seite@Amazon.de".

Rezensionen verfasst von
Chewie (Kashyyyk)

Anzeigen:  
Seite: 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10
pixel
The New Essential Guide to Vehicles and Vessels: Star Wars
The New Essential Guide to Vehicles and Vessels: Star Wars
von Haden Blackman
  Taschenbuch
Preis: EUR 16,38

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Gigantisches Potential bei weitem nicht ausgeschöpft, 15. Oktober 2009
Ich habe schon einmal eine längere Version verfasst, die aber in den amazonischen Weiten verloren ging, also kommt hier die Kurzfassung. Aus meiner Sicht hat dieser "Essential Guide" der zweiten Generation, hier auf 200 Seiten hochqualitativem Hochglanzpapier, sein Potential gerade im Hinblick auf die Illustrationen und (aus heutiger Sicht) auch im Hinblick auf Aktualität und Vollständigkeit massiv verschenkt. Auf je einer Doppelseite stellen Autor W. Haden Blackman ("The New Essential Guide to Weapons and Technlogy", "The Force Unleashed: Art of the Game" u.ä.) und sein Illustrator Steven D. Anderson (alle "New Essential Guides" und diverseste Romancover ("Die Verschollenen", "Labyrinth des Bösen"...)) die Fahrzeuge und Raumschiffe des Star Wars Universums - vom AAT bis zum Z-95-Headhunter - , deren Geschichte und Spezifikationen vor. Zum Zeitpunkt des Erscheinungstermins 2003 mag das Buch noch auf dem neusten Stand gewesen sein, aber heute, sechs Jahre später ist es das nicht mehr. Die überwiegende Teil der Fahrzeuge und Raumschiffe aus den fünf bis dahin zu sehenden Filmen ist ebenso zu sehen wie viele aus dem Erweiterten Universum bekannte (u.a. Schiffe der Yuuzhan Vong), aber viele neuere Schöpfungen des EU, aus "Die Rache der Sith" und anderen Quellen fehlen naturgemäß. Um obiges Versprechen einhalten zu können handele ich den Rest jetzt kurz und schmerzlos ab: die Texte sind zwar nicht alle perfekt, aber durchaus informativ und alles in allem durchaus gelungen; Fehler sind selten (kommen aber vor wie bei der Länge der Exekutor); die Übersichtlichkeit ist durch alphabetische Reihenfolge weitestgehend gegeben; die Illustrationen haben mich größtenteils enttäuscht (keine Filmfotos, keine Hintergründe und einige EU-Schöpfungen wirken einfach lächerlich (Beispiel: Yorik-Trema - da hätte man es lieber bei den undefinierten Bildern in den Köpfen der NJO-Reihe-Leser belassen sollen)); die technischen Informationen sind sehr kurz gehalten; das generelle Design ist nicht gerade futuristisch und die Zusatzabschnitte zeigen Licht (interessante Übersicht über Schiffsbauer) und Schatten (dämliche Schlachtpläne).

Fazit:

Die Texte sind gelungen (wenngleich nicht sonderlich übersichtlich), die Illustrationen sind Geschmackssache, aber eine Überholung ist auf jeden Fall - insbesondere in Zeiten von Wookiepedia - überfällig.


Star Wars: The New Essential Chronology (Star Wars Library)
Star Wars: The New Essential Chronology (Star Wars Library)
von Daniel Wallace
  Taschenbuch
Preis: EUR 15,95

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Texte hui, Bilder pfui, 14. Oktober 2009
Die "New Essential Chronology" ist ein Buch aus der "Essentail Guide"-Reihe und folgt der "Essential Chronolgy" aus dem Jahr 2000 nach. Auf 238 Seiten Hochglanzpapier verschafft diese Chronologie des Star Wars-Universums einen Überblick über mehr als 100.000 Jahre galaktischer Geschichte.
Die Autoren Daniel Wallace und Kevin J. Anderson bürgen für die gute Qualität und den hohen Informationsgehalt der Texte. Wallace gehört zweifellos zu den fleißigsten Autoren des EU, gehen doch mehrere Dutzend Referenzbücher, darunter auch viele "Essential Guides", Kurzgeschichten und Artikel aus "Insider" und "Gamer" auf sein Konto - jüngstes Beispiel ist der "Essential Atlas". Nicht minder eifrig war Anderson, dessen Talente breit gefächert zu seien scheinen, ist er doch nicht nur der Autor zahlreicher Romane (u.a. "Die Jedi-Akademie"-Trilogie und "Young Jedi Knights") und Comics (z.B. "Das goldene Zeitalter der Sith") sondern auch an mehreren Kurzgeschichten (und deren Sammelbänden) sowie zwei weiteren Referenzbüchern beteiligt.
Die Illustratoren Mark Chiarello, Tommy Lee Edwards ("Jedi vs. Sith: The Essential Guide to the Force", "Coruscant and the Core Wordls" u.a.) und John Van Fleet (mehrere Romancover u.a. zu "Der letzte Jedi", "Darth Bane - Die Regel der Zwei" und "Treueschwur") sind meines Wissens nach hingegen eher unbekanntere Gesichter im EU.
Nach einem kurzen Vorwort berichtet die "New Essential Chronology" von den Ereignissen und Personen die im Laufe der Jahrtausende das Schicksal der Galaxis prägten. Beginnend mit dem Imperium der Rakata und der Gründung der alten Republik 25.000 Jahre vor der Schlacht um Yavin, die als Orientierungspunkt genutzt wird, erfährt der Leser hier alles über die Geschichten von Darth Revan bis Darth Sidious, von Bastila Shan bis Obi-Wan Kenobi, von der alten Republik bis zur Galaktischen Allianz und erhält so einen Einblick in die Vielfalt jener weit, weit entfernten Galaxis, die wir doch alle so lieben, bis das Buch schließlich mit dem Schwarmkrieg 36 Jahre nach der Zerstörung des ersten Todessterns endet. Das Problem ist leider, dass die Chronologie mit fortschreitender Zeit naturgemäß immer mehr Lücken aufzuweisen hat, kann sie doch noch nichts von den Ereignissen "gewusst" haben, die in den Romanen, Comics, Serien etc. nach der Veröffentlichung erschienen sind. So geht das Buch (glücklicherweise) immer noch von dem mit "The Clone Wars" offiziell überholten Verlauf der Klonkriege aus, der Anakin erst kurz vor Episode III zum Ritter schlägt und deshalb enthält es auch noch keine Informationen über Reihen wie "Wächter der Macht" und "Fate of the Jedi" oder über Comics wie die der "Legacy"-Reihe. Das ist bedauerlich, aber auch ganz normal.
Unabhängig vom Inhalt selbst sind die Texte auch auf Englisch gut verständlich in einer sachlich erzählerischen Art geschrieben, die flüssiges Lesen möglich macht, ohne das Lesen der Original-Quellen unnötig zu machen. Gemäß ihrer Funktion als Nachschlagewerk ist die Chronologie übersichtlich strukturiert und so muss man nicht lange suchen um schnell eine spezielle Information zu finden.
Der einzige wirkliche Schwachpunkt sind für mich die irgendwie befremdlichen Illustrationen. Zum einen sind die stilistischen Unterschiede zwischen den drei Illustratoren mehr als deutlich,zum anderen hätte ich mir persönlich einen etwas mehr auf realistischer Abbildung und weniger verschwommenen Bildern basierenden Stil gewünscht. Weiter schlimm ist das zwar nicht, liegt das Hauptaugenmerk doch auf den Texten, aber eine Erwähnung ist es mir schon wert.

Fazit:

Als Referenzwerk sei die "New Essential Chronology" jedem Star Wars-Fan ans Herz gelegt, denn die Texte sind gut geschrieben und Struktur sehr übersichtlich. Trotzdem sollte man unbedingt bedenken, dass das Buch mit zunehmendem Alter auch an Aktualität verliert und deshalb hoffe ich in nächster Zeit auf eine Chronologie der dritten Generation - dann ja vielleicht auch mit ein paar kleinen Zitaten wie sie der "Essential Atlas" bietet.


Star Wars - X-Wing / Die Mission der Rebellen
Star Wars - X-Wing / Die Mission der Rebellen
von Michael A. Stackpole
  Taschenbuch

5.0 von 5 Sternen Packender zweiter Band, 13. Oktober 2009
"Die Mission der Rebellen" ist der zweite Band der unter Star Wars-Fans berühmten "X-Wing"-Reihe und setzt kurz nach dem ersten Band "Angriff auf Coruscant" an. Selbiger Angriff auf die Zentralwelt des Imperiums steht nun unmittelbar bevor, nachdem die strategisch wichtige Welt Borleias eingenommen wurde. Bei den Planungen zeigt sich allerdings schnell, dass die Eroberung des Planeten ein verlustreiches Unternehmen werden könnte, weil vor allem die planetaren Schilde eine schnelle Eroberung nahezu unmöglich machen. Deshalb entschließt man sich zunächst für eine Undercover-Mission um "Imperial City" von innen heraus zu schwächen. Wie nicht anders zu erwarten werden die Piloten der Sonderstaffel, unter ihnen auch Corran Horn, und ihr Staffelführer Wedge Antilles für diese Aufgabe ausgewählt. Doch bevor sie sich nach Coruscant begeben, um dort in kleinen Gruppen die Schwachstellen des Verteidigungsapparats zu ermitteln führt sie ihr Weg noch nach Kessel, der berüchtigten ehemaligen Strafkolonie des Imperiums - und zwar in heikler Mission. Währenddessen wurde die Staffel um zwei neue Mitglieder ergänzt, nachdem im Vorgänger mehrere Staffelmitglieder den Tod gefunden hatten: Aril Nunb, eine Sullustanerin und Pash Cracken, der Sohn des legendären Airen Cracken.
Wie schon beim Vorgänger heißt der Autor auch dieses mal wieder so wie der Asteroid 165612: Stackpole, Michael A. Stackpole, geboren 1957 in den USA und meiner Ansicht nach einer der besten Star Wars-Autoren überhaupt. Er profilierte sich Mitte bis Ende der 90er insbesondere durch dieses und vier weitere Bücher der "X-Wing"-Reihe, die er zusammen mit Aaron Allston verfasste und durch die Mitarbeit an mehreren weiteren Büchern und Comics, darunter "Der Kampf eines Jedi" (bis heute der einzige Star Wars-Roman, der aus der Ich-Perspektive erzählt wird) und die "Dark Tide"-Duologie im Rahmen der Erbenreihe.
Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung 1996 war "Die Mission der Rebellen" der erste und einzige Star Wars-Roman der keinen der drei Schlüsselcharaktere der alten Trilogie (Luke, Leia oder Han) behandelte und bis heute zählt das Buch zu den wenigen in denen nicht ein einziges Lichtschwert zum Einsatz kommt. An rasanten Actionszenen mangelt es der Reihe trotzdem nicht, wenngleich sich "Die Mission der Rebellen" in dieser Hinsicht eher zurückhält - die Befreiung von Coruscant und die damit verbundene Schlacht, die zu den größten der gesamten Rebellion zählt werden nur ganz am Ende der 375 Seiten angeschnitten. Der Plot ist weitestgehend schlüssig konstruiert und baut die Spannung kontinuierlich auf, ohne allzu dramatische Wendungen zu präsentieren. Dies gelingt vor allem durch eine teilweise erstaunlich feinfühlige Charakterzeichnung und jede Menge gelungener Dialoge, die das Buch zu einem erfrischenden Leseerlebnis ohne große Nachwirkungen machen.
Stackpoles letztes Werk, "Das Verderben" (der zweite Teil der "Dark Tide"-Duologie) erschien im Jahre 2000, also vor neun Jahren und so bleibt angesichts eines so tadellosen Buches wie diesem nur zu hoffen, dass er sich noch mal dazu aufraffen kann, dem EU die ein oder andere Geschichte beizusteuern. Das Ende dieses Buches lässt jedenfalls genügend Spielraum für den Nachfolger 2Die teuflische Rache" - zumal sich Stackpole auch behutsam starwarsschen Tabuthemen wie Erotik nähert - ganz dezent versteht sich.

Fazit:

"X-Wing" ist und bleibt ein Klassiker - und das zu recht.


Star Wars - Republic Commando: Triple Zero, Bd.2
Star Wars - Republic Commando: Triple Zero, Bd.2
von Karen Traviss
  Broschiert
Preis: EUR 9,95

4.0 von 5 Sternen Terror im Herzen der Republik, 26. September 2009
Nach dem überraschenden Erfolg von "Feindkontakt", dem ersten Band der "Republic Commando"-Reihe, setzte Karen Traviss ihre Reihe mit "Triple Zero" fort. Triple Zero steht für die Koordinaten Coruscants, der Zentralwelt der Republik. Dorthin führt der Weg der Omega -und der Delta-Squad, ihrer Ausbilder Valon Vau und Kal Skirata und einiger anderer, als separatistische Terroristen versuchen Anschläge im Herzen der Republik durchzuführen.

Stlistisch ist Karen Traviss, die Autorin der vierteiligen Reihe, die am 4.Dezember mit "Imperial Commando" fortgesetzt wird, nicht unbedingt ein Erlebnis - wie man auch ihrer Mitarbeit an der "Wächter der Macht"-Reihe (Band 2: "Blutlinien", Band 5: "Opfer" und Band 8: "Revelation" (noch kein dt. Titel)) anmerkt - , doch vermarg sie auch mit einfachen Mitteln zu überzeugen.

Nachdem uns im ersten Band Niner, Atin, Fi und Darman, die Mitglieder der Omega-Squad vorgestellt wurden, lernen wir nun die meisten anderen Hauptprotagonisten der Reihe kennen. Allen voran Kal Skirata, der Ausbilder von dem wir im ersten Band schon so viel gehört haben, aber auch Valon Vau, die Null-ARCs Ordo und Mereel, die Twi-Lek-Kellnerin Laseema, der einhändige Trooper Corr, der junge Jedi Bardan Jusik und die Finanzamtsmitarbeiterin Besany Wennen werden nun in die Reihe integriert. Natürlich ist auch die Jedi Etain Tur-Mukan wieder mit dabei, da es gilt Coruscant, Symbol der Zivilisation und der Republik, von einem Terrornetzwerk zu befreien, ohne die halbe Stadt in die Luft zu sprengen.

In vielerlei Hinsicht steht "Triple Zero" ganz in der guten Tradition seines Vorgängers. Einmal mehr baut Karen Traviss kontinuierlich Spannung auf, einmal mehr stehen die Schicksale der Elite-Klone im Mittelpunkt einer actionreichen Mission.

Trotzdem muss ich einige Abstriche gegenüber dem Vorgänger machen. Die Charakterzeichnung wirkt dieses mal wesentlich unpräziser und undefinierter. Zu groß ist der behandelte Personenkreis, als das Traviss sich noch ausführlich den einzelnen Protagonisten widmen könnte. Das ist bedauerlich, aber nicht so tragisch. Hinzu kommt, das der 450-seitige Roman an einigen Stellen doch einige Längen aufzuweisen hat. In Ermangelung eines echten Gegenspielers fehlen einfach die mitreißenden Action-Sequenzen - das Gerüst aus Dialog und Familiengeschichte kann die fehlende Dynamik einfach nicht ganz ausgleichen.

Wenngleich dem Buch auch der Tiefsinn des Vorgängers an manchen Stellen ein wenig abhanden kommt, so dürfen wir doch auch in diesem Band wieder mehr über die Gefühle der Klone und die der Jedi erfahren. Auch dieses mal ist die Erfahrenheit der Autorin mit dem Militär wieder deutlich zu spüren, auch im zweiten Band werden dem Leser die kleinen Zitate und die nützlichen Zeit -und Ortsangaben am Beginn eines jeden kapitetls nicht vorenthalten - und ab und zu ist "Triple Zero" dann sogar richtig witzig.

Alles in allem eine gelungene Fortsetzung, die die Reihe gut weiterführt und jedem Star Wars Fan - insbesondere natürlich allen die auch den ersten Band mochten - wärmstens an's Herz gelegt werden kann.


Star Wars - Republic Commando: Feindkontakt, Bd 01
Star Wars - Republic Commando: Feindkontakt, Bd 01
von Karen Traviss
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,95

5.0 von 5 Sternen Der erste Commando-Streich, 26. September 2009
"Feindkontakt" ist der erste Band der "Republic Commando"-Reihe und als solcher ein voller - und überraschender - Erfolg. Abseits der zu erwartenden gelungenen Action-Sequenzen verblüfft dieser Klonkriegsroman durch Tiefgang und eine erstaunliche Charakterzeichnung. Die Republic Commandos, vierköpfige Kommandoeinheiten sind die Elite der republikanischen Klonarmee. In der Schlacht von Geonosis, dem Auftakt der Klonkriege, finden viele der Eliteklone den Tod. Deshalb werden die Einheiten neu zusammengewürfelt. So werden Niner, Atin, Fi und Darman zur Omega-Squad. Drei Monate nach der Schlacht schickt man sie zu einem Undercover-Einsatz nach Quilura, einer unbedeutenden Welt im Outer Rim. Dort sollen sie ein separatistisches Biolabor ausfindig machen und zerstören - Darman wird von den anderen Teammitgliedern getrennt und trifft die unerfahrene Jedi-Padawan Etain Tur-Mukan...

Das klingt zunächst nicht sonderlich spektakulär - ist es auch nicht. Klar, DC-17 und Detonit kommen reichlich zum Einsatz, Dinge explodieren, Menschen sterben (oder vielmehr ein Mensch), aber darüber hinaus taucht "Feindkontakt" auch tiefer in die Psyche der Kommandos ein, als das zu erwarten war. Wenngleich stilistisch relativ ungewöhnlich ist der Roman doch flüssig zu lesen, stellenweise sogar recht originell und mit 330 Seiten nicht zu umfangreich. Der Spannungsbogen konsequent und gut konstruiert - verleitet aber nicht unbedingt zum Fingernagelkauen. Dennoch ist dieses Buch - gerade da es noch fern jeglicher Skirata-Familienclangeschichten ist, and denen die kommenden drei Bände ein wenig kränkeln - ein erfrischend anderes Leserlebnis und deshalb jedem zu empfehlen. Allerdings, sollte man meiner Meinung nach, trotz der ganzen Lobeshymnen nicht zu viel erwarten. Die Fortsetzung des vierten Bandes, "Imperial Commando", erscheint am 4. Dezember auf Deutsch.


Star Wars: The Clone Wars - Die komplette erste Staffel (4 DVDs, Giftset)
Star Wars: The Clone Wars - Die komplette erste Staffel (4 DVDs, Giftset)
DVD ~ Dee Bradley Baker
Wird angeboten von Music-Shop
Preis: EUR 27,54

54 von 86 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Eine bedauerlicherweise sehr durchwachsene erste Staffel, 13. September 2009
Und weil dem so ist - weil es neben einigen zufriedenstellenden Folgen auch viele haarsträubend schlechte gibt, habe ich zwei unterschiedliche Versionen vorbereitet, die sich maßgeblich durch unterschiedliche Ansprüche [und Längen] definieren. Die ausführliche Version findet sich im ersten Kommentar.

Verglichen mit den Episoden I - VI wirkt die neue Serie schon ein bisschen lächerlich - aber "The Clone Wars" kann gelingen. Um so eine grundlegende Befriedigung zu erlangen, sollte man sich aber auf eine Kinderserie einstellen und dementsprechend die Ansprüche minimieren. Denn an den halbwegs gelungenen Kinofilm kann die Serie nicht/nur sehr selten anknüpfen und Vergleiche zu den Realfilmen verbieten sich wie schon gesagt sowieso. Wenn man das schafft, wenn man nicht erwartet, dass bestens geeignete Ansätze aus dem Erweiterten Universum aufgegriffen werden, dann kann man auch über plattitüdenhafte Dialoge ("Ich bin ein Droide, ich habe immer recht"), banale, weil kindgerechte Handlungen, Logiklöcher en mas und schwächelnde Animationen (unnatürliche Bewegungsabläufe, fehlende Mimik, etc.) hinwegsehen. Stattdessen kann man sich über gute Soundeffekte, die originalen Synchronsprecher, nette kleine Abenteuergeschichten, die Tatsache, dass neue Fans für dieses wunderbare Universum gewonnen werden - kurz, über eine gelungene Kinderserie freuen, die mit dem "normalen" Star Wars nichts zu tun hat - diesen Anspruch aber auch gar nicht erhebt. Und so könnte man dann durchaus von der einen oder anderen Folge positiv überrascht werden - insbesondere denke ich da an die neunte, "Im Mantel der Dunkelheit" und die zehnte Folge - "In den Fängen von Grievous" wurde sogar prämiert.

Schließlich noch ein Wort zur Box. Sie ist mit (für mich erstaunlich vielen) Extramaterialien ausgestattet und hätte mich deswegen fast noch dazu verleitet drei Sterne zu vergeben. Im einzelnen sind das sieben Director-Cuts der Folgen 2, 5, 10, 19, 20 und 21 (die Box enthält nicht(!) die geschnittenen Versionen aus dem deutschen TV), Making-Ofs zu allen 22 Episoden und ein 64-seitiges Produktionsheft mit vielen Konzept-Zeichnungen etc.. Desweiteren bin ich so frei zu behaupten, dass auch die Ton -und insbesondere die Bildqualität wahrscheinlich hervorragend sein werden.
Kommentar Kommentare (30) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 11, 2013 10:11 PM MEST


Star Wars: Kampf um die Neue Republik
Star Wars: Kampf um die Neue Republik
von Peter Schweighofer
  Taschenbuch

4.0 von 5 Sternen Vielfältig, 13. September 2009
Auf 500 Seiten erzählt der fünfte und bislang letzte Kurzgeschichtensammelband "Kampf um die Neue Republik" 11 ganz unterschiedliche Geschichten über die Zeit der Rebellion und der Neuen Republik. Wie nicht anders zu erwarten sind manche Geschichten weniger gelungen als andere und auch stilistisch gleicht kaum eine Geschichte der anderen. Abgesehen von Michael A. Stackpole und Timothy Zahn sind die Autoren dabei meist unbekannte, aber nicht untalentierte Schreiberlinge, von denen die meisten mit erfreulich viel Herzblut bei der Sache sind. Das nicht alle Geschichten "echte" Kurzgeschichten sind, dass ist da eher eine Randnotiz, denn während zwei oder drei Geschichten ein wenig ratlos zurückließen und nur mit einem müden "aha" meinerseits quittiert wurden, überzeugten die meisten doch durch echte Star Wars-Atmosphäre und einige sehr positive Überraschungen. Vertrautheit kommt eigentlich nur bei Stackpoles und Zahns 103-seitigem "Zwischenspiel auf Darkknell", das die Geschichte von Garm Bel Iblis endgültigen Übertritt zur Allianz und Ysanne Isards Aufstieg zur Geheimdienstchefin erzählt und bei Mara Jades Solo in huttischen Schleimgruben auf. Dennoch vermögen auch die Geschichten von Fen Nabon oder Dirk Harkness zu überzeugen, wenngleich einige der Protagonisten wie Fable Astin bis zum Ende vollkommen rätselhaft bleiben.

Die Herausgeber Peter Schweighofer und Craig Carey haben gute Arbeit geleistet, denn die Zusammenstellung der verschiedenartigen Geschichten, die einen Zeitraum von 1 VSY bis 17 NSY abdecken, ist trotz der vielen Themen und Stile durchaus stimmig. Manche Geschichten sind leichter und flüssiger zu lesen als andere, manche sind spannender, andere eher witzig, alle sind aber in jedem Fall einen Blick wert. Die meisten der Charaktere, seien es Jedi, Rebellen oder Schmuggler - insbesondere die Selbstschöpfungen der jeweiligen Autoren - überzeugen, die meisten Plots sind klug konstruiert und altgediente Star Wars-Action gibt es in Geschichten wie "Keine Desintegration, bitte!" auch reichlich. Ein weiterer Vorteil, der vielen einzelnen Geschichten ist, dass man durchaus zwischen zwei Romanen mal eine Kurzgeschichte einstreuen kann und so nicht gezwungen ist das ganze Buch in einem Rutsch zu lesen.

Fazit:

Nichts besonderes, aber dennoch lesenswert, für alle Fans des EU.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Sep 14, 2009 1:48 PM MEST


Star Wars: Episode III - Die Rache der Sith (Einzel DVD)
Star Wars: Episode III - Die Rache der Sith (Einzel DVD)
DVD ~ Ewan McGregor
Wird angeboten von Music-Shop
Preis: EUR 17,87

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der düstere Schlussakt der Saga schlägt ein wie ein Protonentorpedo im Todesstern, 6. September 2009
Star Wars ist ein Mythos. Star Wars ist ein Monument der Filmgeschichte. Star Wars, das ist längst mehr als eine 6-teilige Filmreihe; Star Wars ist Kult, das mit Abstand größte und erfolgreichste Franchise der Filmgeschichte, ein Teil der amerikanischen Kultur - zu der zugegebenermaßen auch Fast Food und Waffenbesitz zählen - und seit dem 19.Mai 2005 ist Star Wars auch die abgeschlossene Geschichte des Anakin Skywalker. Mit über 50.000 lizenzierten Star Wars-Artikeln - darunter nicht nur Hunderte von Romanen und Comics, eine ganze Reihe Rollenspiele, mehrere Nebenfilme, aktuell 4 Serien und Tausende Spielzeugartikel, sondern auch R2-D2-Aschenbecher, Han-Solo-Bettwäsche u.ä. - wurden inzwischen mehr als 20 Mrd. US-Dollar erwirtschaftet, die von Star Wars-Schöpfer George Lucas auf eigene Faust gegründete Firma für Spezialeffekte, ILM, revolutionierte ein ums andere mal die Technik des Science-Fiction-Films, die Stadt Los Angeles erklärte den 25.Mai zum "Star Wars Day" und die virtuelle Star Wars-Enzyklopädie "Wookiepedia" überschritt dieser Tage die 70.000-Artikel-Marke. Nachdem ebenso überraschenden wie überwältigenden Erfolg des ersten Films hatte Lucas noch 1977 verkündet 12 Filme drehen zu wollen, bevor er schon vier Jahre später bekannt gab die originale Trilogie nicht fortsetzten zu wollen. Beides sollte sich (nach heutigem Stand) als falsch erweisen. Denn spätestens nachdem die Expansion des sogenannten "Erweiterten Universums" 1991 mit Timothy Zahns Thrawn-Trilogie in Schwung gebracht wurde und sich die Computertechnik rasant weiterentwickelte wuchs die Begeisterung der Fans wieder sprunghaft an. So entschied sich Lucas 1995 - ob nun durch diese Entwicklungen motiviert oder auf Grund einer künstlerischen Eingebung - die Vorgeschichte seiner drei ersten Filme zu erzählen. Und so kam 1999 Episode I in die Kinos. "Die dunkle Bedrohung" erzielte das höchste Einspielergebnis aller 6 Filme und ließ eine neue Fan-Generation entstehen, scheiterte aber bei vielen der "alten" Fans an den astronomischen Erwartungen, einer spürbaren Entmystifizierung und der unerwartet kindlichen Grundstimmung. Ähnliches galt für "Episode II - Der Angriff der Klonkrieger", ein beeindruckendes Effektspektakel, das nicht nur wegen der unbeholfenen Liebesgeschichte viel Kritik einstecken musste. 28 Jahre nach Episode IV schloss "Episode III -Die Rache der Sith" dann also die Saga ab. Trotz der vorangegangenen Enttäuschungen hätten die Erwartungen kaum höher sein können, galt es doch ein würdiges Bindeglied zur alten Trilogie zu schaffen.

Das ist der Kern der Handlung: der Fall des Darth Vader, die Order 66 und die "Declaration of a New Order" - die Umwandlung der Republik ins Imperium. Doch all das scheint noch fern, als Episode III beginnt. Auch drei Jahre nachdem die Klonkriege mit der Schlacht um Geonosis begannen ist kein Ende der Auseinandersetzungen in Sicht. Nachdem die Republik die Separatisten zum Äußeren Rand zurückgedrängt hat, ist es Genaral Grievous Flotte gelungen ins Herz der Republik, nach Coruscant, vorzudringen und den Obersten Kanzler Palpatine gefangenzunehmen. Anakin und Obi-Wan werden entsandt um Palpatine zu retten. Hier beginnt Episode III; mit der wohl größten Weltraumschlacht der Filmgeschichte. Inmitten der apokalyptischen Ballerei rasen die beiden größten Helden der Galaxis noch einmal vereint durch die Unendlichkeit des Alls. Nachdem sie die fiesen kleinen Buzz-Droiden abgeschüttelt und die Kampfdroiden auf der "Invisible Hand" - Genaral Grievous Flaggschiff - ausgeschaltet haben, stellen sie sich Count Dooku. Als Obi-Wan schon längst bewusstlos am Boden liegt gelingt es Anakin schließlich Dooku zu entwaffnen. Was folgt ist ein weiterer entscheidender Schritt auf seinem Weg zur Dunklen Seite. Nachdem auch der teuflische Genaral Grievous gewaltig in die Bredouille geraten ist, legen sie mit dem von einem Gefecht beschädigten Schiff eine saubere Bruchlandung auf Coruscant hin. Diese Szene des auseinandergebrochenen, brennenden Schiffes, das über Coruscants strahlend blauem Himmel abstürzt dürfte zumindest bei einigen Amerikanern Erinnerungen an die Columbiakatastrophe wachrufen - das alles in den ersten 20 Minuten.

Episode III ist eine Tragödie galaktischen Ausmaßes, ein 130-minütiges Effektspektakel ohne gleichen, der intensivste und politischste aller sechs Filme, kurz, ein würdiger Abschluss einer der großartigsten Sagen aller Zeiten. Aus dem Klonkriegsheld Anakin Skywalker wird der Rebellenschreck Darth Vader, Luke und Leia werden geboren, dafür sterben die meisten Jedi, die Klonkriege gehen zu Ende und der Senat besiegelt sein eigenes Schicksal - die Rahmenhandlung stand lange vor Premiere des Films fest und beschränkt den Plot auf relativ wenige echte Überraschungen. Aber keine Sorge, es zu wissen und es zu sehen, das sind zwei ganz unterschiedliche Paar Schuhe. "Die Rache der Sith" ist der düsterste, brutalste, intensivste und meiner Ansicht nach auch der beste Film der ganzen Saga - trotz berechtigter Kritikpunkte. Denn auch die Geschichte dieses Films ist im Nachhinein betrachtet fast schon eine Tragödie. Nicht auszudenken, was mit einem etwas durchdachteren Drehbuch und einem etwas talentierteren Hauptdarsteller möglich gewesen wäre. Episode III hätte tatsächlich auch in den Augen einer breiten Öffentlichkeit einer der großartigsten Filme aller Zeiten werden können. Das soll nicht bedeuten das Hayden Christensen (Anakin Skywalker) ein schlechter Schauspieler ist. Ich denke einfach, dass die Aufgabe die Zentralfigur eines geradezu legendären fast 30 Jahre alten Mythos mit der nötigen Ausstrahlung zu verkörpern zu groß für ihn war - wenngleich eine klare Steigerung gegenüber Episode II erkennbar ist. Dafür liefern seine Kollegen, allen voran der überragende Ian McDiarmid (Palpatine/Sidious), aber auch Ewan McGregor (Obi-Wan Kenobi) oder Samuel L. Jackson (Mace Windu) gute, teilweise berauschende Leistungen ab. Natalie Portman (Padmé Amidala) wirkt wieder leicht unterfordert, C-3PO (Antony Daniels) und R2 müssen ein wenig in den Hintergrund rücken, Temuera Morrison (Klonkrieger) ist auch wieder mit dabei, George Lucas ist erstmals in einem seiner eigenen Filme in einer Nebenrolle zu sehen und Yoda ist wie der Großteil der Umgebungen wieder animiert - zum Glück. Denn das Hauptaugenmerk des Films liegt ein mal mehr auf dem optischen Eindruck. Episode III ist ein Augenschmaus der Superlative. Für manch einen mag dieser Film eine Reizüberflutung darstellen, für mich ist es ein visuelles Meisterwerk. Zwischen gewaltigen Schlachten und 5 furiosen und dramatischen Lichtschwertduellen schwelgt "Die Rache der Sith" in phantastischen Panoramen ferner Welten und rasanten Kamerafahrten durch die Schlundlöcher Utapaus und die Küsten Kashyyyks. Die Spezialeffekte wirken weniger plastisch als noch in den Vorgängerepisoden und in Sachen Detailschärfe -und tiefe wird die Latte noch einmal höher gelegt. Für einen Star Wars-Film mindestens genauso charakteristisch wie die hochkarätigen Spezialeffekte sind die Klänge von John Williams Soundtrack - der hier oscarreif wie immer daherkommt. Hinter den epischen Klängen und den großartigen Animationen verbirgt sich dabei weit mehr als nostalgische Dudelei und bunte Bildchen. Nicht nur in der Hölle Mustafars und dem im Zwielicht liegenden Jedi-Tempel, auch im an die Columbiakatastrophe erinnernden Absturz der "Invisible Hand" und der Symbolik von Lichtschwertern und marschierenden Klontruppen zeigt George Lucas seine Ansprüche. Im Freudentaumel des Senats zerstört sich die Demokratie von innen heraus und so senkt sich Dunkelheit über unsere Freunde in der weit, weit entfernten Galaxis - bis die zeit reif ist, zurückziehen sie sich werden.

Fazit:

Es rumst, es bumst, es kracht, und dennoch ist "Die Rache der Sith" weit mehr als ein simpler Actionfilm. Episode III ist rasant, actiongeladen, intensiv und tragisch, "ein großes Abenteuer, eine griechische Tragödie galaktischen Ausmaßes, und, man staune, eine Fantasy-Fabel mit subversiven Untertönen". Der Film liefert einige der eindrücklichsten Sequenzen der ganzen Saga - die anfängliche Raumschlacht, der Dialog zwischen Anakin und Palpatine im "Galactic Opera House", der Anflug auf Kashirho u.a. - , verbindet die Prequels mit der originalen Trilogie und setzt in optischer wie in akustischer Hinsicht neue Maßstäbe. Bei aller Lobhudelei sollte man einzelne Kritikpunkte wie die hinkende Dramaturgie zwar nicht vergessen - sie aber auch nicht überbewerten. George Lucas schuf mit Episode III einen krönenden Abschluss seiner monumentalen, bahnbrechenden Saga. Schade nur, dass es jetzt wohl endgültig vorbei ist.
Kommentar Kommentare (8) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Sep 21, 2009 4:41 PM MEST


Star Wars Episode III - Die Rache der Sith / Artbook zum Film
Star Wars Episode III - Die Rache der Sith / Artbook zum Film
von J.W. Rinzler
  Gebundene Ausgabe

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Beeindruckend, 6. September 2009
"Design has always been a critical element of the Star Wars films", sagt George Lucas im Vorwort. Und das spürt man hautnah, wenn man sich dieses fantastische Werk zu Gemüte führt. Auf 272 großflächig farblich illustrierten Seiten werden hier Tausende Entwürfe vorgestellt, die von entscheidenden Schauplätzen bis zu scheinbar vollkommen unbedeutenden Hintergrunddetails alles behandeln, was in Episode III zu sehen. "Die Rache der Sith" ist ein knallbuntes Spektakel, ein wahres Fest der Sinne, mit Hunderten von Figuren, mehr als einem Dutzend vielfältiger Kreaturen, Zwölf fantastischen, fremdartigen Welten, mehr als 50 verschiedenen Raumschiffen und Fahrzeugen und unzähligen Details, von Wandbemalungen und Kontrolltafeln über verschiedenartigste Waffen bis hin zu Kommlinks und Hologrammen. Dieser optische Eindruck prägt auch den Gesamteindruck des Films nachhaltig und so ist es nicht weiter erstaunlich, dass sich George Lucas an die besten Künstler dieses Fachgebiets hielt, als er seinem Film Form und Farbe verlieh. In vier Teilen zeigt dieses Buch die Entstehung der Ideen ihre Verwerfung oder Weiterentwicklung und schließlich das Endresultat, wie es im Film zu sehen ist. Dabei wird deutlich, welch überraschenden Einfluss diese Abteilung auf die Handlung des Films hatte. Es ist einfach fantastisch den Prozess von einer genialen Idee zu einem vollendeten künstlerischen Arbeit so nachvollziehen zu können, wie es dieses Buch erlaubt. Zu jeder Welt, von Felucia bis Utapau, von Alderaan bis Kashyyyk zu jedem Schiff, zu jedem Kostüm finden sich hier Dutzende, mal mehr mal weniger vielversprechendere Ideen. Neben Konzeptzeichnungen diversester Speederbikes, alderaanischer Gewänder, felucianischer Pflanzen und Windkraftanlagen auf Utapau finden sich auch Fotos einiger Modelle und verschiedene Farbvarianten. Begleitet und erklärt wird das Ganze von kleinen Textpassagen und einigen Zitaten, die die verschiedenen Entwicklungsschritte, und die vorliegenden Bilder beschreiben. Manche Ansätze sind zugegebenermaßen ziemlich dämlich, aber andere sind genial und wurden trotzdem nicht in den Film mit aufgenommen. Abgerundet wird der uneingeschränkt positive Gesamteindruck von dem Screenplay am Ende des Buches.

Fazit:

Ein beeindruckendes und interessantes Buch voller Magie, das die Arbeitsabläufe beim "Art Department" auf faszinierende Art und Weise verdeutlicht. Absolut empfehlendwert, insbesondere natürlich für Fans die dem Mythos Star Wars schon verfallen sind.


Star Wars(TM) Wächter der Macht 3: Sturmfront
Star Wars(TM) Wächter der Macht 3: Sturmfront
von Troy Denning
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,95

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Mäßig unterhaltsam, 31. August 2009
Spräche man im Zusammenhang mit diesem Buch von einem - im Titel angekündigten - Sturm, so wäre das meiner Ansicht nach eine ziemliche Übertreibung, die diesem dritten Wächter der Macht, "Sturmfront", ein wenig zu sehr schmeicheln würde. Nachdem ich vor geraumer Zeit den neunten Teil der "Das Erbe der Jedi-Ritter"-Reihe, "Das Ultimatum", gelesen hatte, ebenfalls von Troy Denning dem Autor dieses Buches, waren meine Erwartungen an dieses Werk nicht eben astronomisch. Ich für meinen Teil erwarte bei den wenigsten Star Wars-Büchern literarische Meisterleistungen oder tiefschürfende Handlungen. Mein Anspruch an dieses Buch wie an viele andere war vielmehr ein halbwegs logischer und spannender Plot (am besten garniert mit einer ordentlichen Portion Action), Charaktere, die nicht unbedingt tiefsinnig sein müssen, sondern eher nachvollziehbare (da gibt es natürlich einen gewissen Zusammenhang) Entscheidungen treffen und natürlich jede Menge echte Star Wars-Atmosphäre. Habe ich erhalten was ich mir gewünscht habe? Nun ja, teilweise, aber der Reihe nach.

Was mit Aaron Allstons "Intrigen" begann und sich mit Karen Traviss "Blutlinien" fortsetzte, wird hier weiterentwickelt. Oder etwa doch nicht? Boba Fett, soviel kann ich versprechen, kann man in diesem Buch lange suchen, die Dynamik des Auftaktbandes aber auch. Trotz einiger offensichtlicher Schwächen gehört Allstons Auftaktband meiner Ansicht nach zu den besten Star Wars-Büchern der letzten Zeit. Spannend, actiongeladen, tragisch, so begann der zweite Galaktische Bürgerkrieg; Corellias Unabhängigkeitsbestrebungen arten mehr als zehn Jahre nach Ende des Yuuzhan Vong-Krieges zu einer offenen Revolte gegen die Galaktische Allianz aus und Jacen Solo, einstmals größte Hoffnung des Jedi-Ordens, tat seinen ersten (aktiven) Schritt auf einem Weg, der ihn schließlich in die Fußstapfen seines Großvaters, Anakin Skywalker, treten lassen wird. Was Karen Traviss (die nach "Imperial Commando 2" keine Star Wars-Bücher mehr schreiben wird) daraus machte, war für mich mehr als enttäuschend, ließ sie gut geeignete Ansätze doch in einem zähen Ringen um mandalorianische Familiengeschichten verkommen.

Nun war es also an Troy Denning, dem Autor der "Dukles Nest"-Trilogie und des schon erwähnten neunten Bandes des Erbes der Jedi-Ritter, die Reihe wieder Schwung zu verleihen. Alles beginnt in den unteren Ebenen Coruscants, wo immer noch Geschöpfe und Pflanzen der Yuuzhan Vong das Stadtbild prägen; Jacen ist auf dem weg zu einem Treffen mit Lumiya, seiner geheimen Sith-Mentorin und wird von der tot geglaubten Ex-Jedi Alema Rar - bekannt aus der "Dunkles Nest"-Trilogie - verfolgt. Sie sieht sich als Dienerin des Gleichgewichts und plant deshalb Jacens Ermordung. Bei dem fehlgeschlagenen Anschlag wird das Welthirn getötet und Alema muss fliehen - doch ihre Wege werden sich noch einige Male mit denen von Jacen und Lumiya schneiden. Jacen fühlt sich von diesem Angriff jedenfalls in seinen GGA-Aktionen bestätigt.

Derweil treffen sich Han und Leia im Kiris-Asteroiden-Haufen mit Wedge, dem neuen Staatschef Corellias, Dur Gejjen, und einigen anderen Vertretern der corellianischen Unabhängigkeitsbewegung. Sie erhalten den Auftrag Verhandlungen mit dem Hapes-Konsortium aufzunehmen, wohlwissend das dieses immer noch von Tenel Ka, einer loyalen Anhängerin der Galaktischen Allianz regiert wird. Trotzdem brechen sie auf - ein Umstand der auch der GA dank Jaina und Zekk nicht entgeht - und geraten auf Hapes in eine unangenehme Situation.

Schon diesen ersten vier Absätzen merkt man - denke ich - an, dass es mir relativ schwer gefallen ist eine eindeutige Einstellung zu diesem Buch zu finden. Das erste Problem ist schon von außen sichtbar: "Sturmfront" ist mit seinen über 470 Seiten - wie auch sein(e) Vorgänger - zu lang. Zu viele Längen tauchen auf, zu viele Passagen scheinen weder den Plot noch die Charaktere weiterzubringen, zu vieles wirkt aufgesetzt und langatmig. Denning gehört nun meiner Ansicht nach aber auch nicht zu den Star Wars-Autoren, die ein Buch alleine durch ihre Erzählweise tragen können.

Die Charaktere, die altbekannten wie die Neuren, wirken oftmals unglaubwürdig, unbeherrscht; irgendwie gelingt es dem Autor nicht die Charaktere so zu vermitteln, dass man (bzw. ich) Symphatie oder Antiphatie für sie empfinden könnte - es gelang mir einfach nicht so richtig mit den Protagonisten Mitzufühlen, ihr Schicksal rührte nicht an, wie es noch bei "Intrigen" der Fall war. Die "Alten" wirken auf mich ein wenig gezwungen, ein wenig zu bemüht den Flair alter Tage wiederaufleben zu lassen und die Neueren bleiben so oft rätselhaft, so oft oberflächlich, das es schon fast schmerzt. Jaina ist schon seit geraumer Zeit eigentlich hauptsächlich nur noch wütend oder distanziert -warum bleibt ein Rätsel -, Bens Entscheidungen lassen viel zu oft eine Menge Glaubwürdigkeit vermissen und von Jacen - nebenbei die Hauptfigur der Reihe - will ich gar nicht erst anfangen (Selbstzweifel, Ideale? - sind nur vorhanden um den Leser zu beruhigen; nachvollziehbare Beweggründe? - Mangelware). Generell habe ich nicht das Gefühl, dass irgendeiner der Helden des Neuen Jedi-Ordens die Prüfungen in der alten Republik bestanden hätte (vielleicht abgesehen von Luke) - sie alle beherrschen zwar Machttechniken zur Verbesserung der Sehstärke zur Beruhigung etc. sind aber nicht von sich aus im Gleichgewicht, kennen kaum Disziplin und so weiter. Warum man nun unbedingt Alema Rar und Jag Fel - ja, auch er ist zurück - einbauen musste und warum Lumiya zur Statistin verkommt bleibt ein Geheimnis des Autors.

Wie auch immer, am Anfang habe ich ja behauptet, das Buch maßgeblich nach Spannung und Atmosphäre zu bewerten. Der Plot wird von Troy Denning relativ gradlinig, ohne große Spannungshöhepunkte und mäßig spannend erzählt und liefert ein ums andere mal Parallelen zu den Klonkriegen - in Sachen Handlung und in Bezug auf die Charaktere. Gekürt auf sagen wir 300 bis 350 Seiten hätte das ganze aber wohl wesentlich dynamischer und auch fesselnder gewirkt. Für die Dynamik sollen stattdessen die in ausreichender Menge vorhandenen Action-Sequenzen sorgen. Und die Atmosphäre? Nun ja, Star Wars ist es eindeutig schon, aber was noch? Statt düster wirkt das ganze auf mich eher beklommen und auf Lichtblicke - in Form von Humor - wartet man oftmals vergebens.

Fazit:

Der dritte Wächter der Macht gehört (aller Voraussicht nach) nicht zu den Star Wars-Büchern an die man sich auch in zehn oder zwanzig Jahren noch erinnern wird. Langweilig ist das Buch zwar nicht, mitreißend ist aber auch etwas anderes.


Seite: 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10