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Rezensionen verfasst von
Chewie (Kashyyyk)

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Star Wars: X-Wing - Die teuflische Falle
Star Wars: X-Wing - Die teuflische Falle
von Michael A. Stackpole
  Taschenbuch

3.0 von 5 Sternen Zäher Beginn, gelungenes Finale, 22. Dezember 2009
Dieser nunmehr dritte Band der berühmten "X-Wing"-Reihe, namentlich "Die teuflische Falle", entführt uns wieder in die Zeit zweieinhalb Jahre nach der Schlacht um Endor. Die Neue Republik hat Coruscant, Herz des Imperiums und der alten Republik eingenommen und ist doch weit entfernt von einem Sieg über die tyrannische Ysanne Isard und ihre Untergebenen. Nach der Übernahme des Planeten muss sich die ehemalige Rebellenallianz nicht nur mit dem teuflischen Krytos-Virus rumschlagen, das von Isard zurückgelassen wurde und die nichtmenschliche Bevölkerung dahinrafft, sondern auch mit dem Kriegsherrn Zsinj und der sogenannten Palpatinefront, die unter der Leitung von Kirtan Loor Terroranschläge auf Bactaspeicher und andere Orte auf Coruscant verübt. Dieses Bacta wird benötigt um die infizierten zu versorgen - doch deren Zahl steigt dramatisch und schon bald wird Bacta knapper und teurer.
"Die teuflische Falle" klärt diverseste offene Fragen, wie die Situation um Corran Horn und den Gerichtsprozess gegen Tycho Celchu oder was aus dem Bacta-Problem der Neuen Republik wird - Spannung sollte also geboten sein. Ist sie aber nur teilweise. Zu Beginn hat das Buch meiner Ansicht nach einige Längen und wirklich spannend sind nur die letzten 100 Seiten - die haben es allerdings in sich. Alles in allem ist das Buch am besten, wenn es sich selber nicht zu ernst nimmt - klingt schlau dahergeredet, ist aber so und gilt im übrigen auch für die meisten anderen Bücher Michael A. Stackpoles (u.a. andere Bücher aus "X-Wing" und die "Dark Tide"-Duologie). Jedenfalls wirken die Dialoge zu Beginn bemüht, zum Ende hin locker und natürlich, Action ist verhältnismäßig rar und in seine Charakterwahl -und darstellung beschränkt sich der Autor auf die schon bekannten Figuren.

Fazit:

Das Finale entschädigt für einige zuvor auftretende Längen. Alles in allem ein ordentlicher dritter Band, mit einem spannenden Aufhänger für den nächsten Band.


Transformers
Transformers
DVD ~ Shia LaBeouf
Preis: EUR 4,97

12 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Made in USA, 22. Dezember 2009
Rezension bezieht sich auf: Transformers (DVD)
Mir wurde dieser Film sinngemäß mit den Worten "Hammergeil, musst Du sehen" von einem Freund vorgesetzt, ohne dass ich vorher etwas von ihm - dem Film - gehört hätte und ohne jemals eine jener Actionfiguren, die sich ebenso wie der Film "Transformers" nennen zu Gesicht bekommen zu haben. Besagter Freund ist nun alles andere als unintelligent, aber trotzdem kannte ich seine "Schwäche" für von der US-Army gesponserte Krachbumm-Filme und war insofern halbwegs vorbereitet. Was kommen würde war schon nach fünf Minuten absehbar, nachdem einer der sogenannten Decepticons einen US-Luftwaffenstützpunkt in Katar explosionsträchtig zerstört hatte. Aber halt, wir spulen noch mal viereinhalb Minuten zurück, zum ersten Satz des Films: "Vor Anbeginn der Zeit... gab es den Würfel." - das, ist ganz großes Kino. ;-) Naja, es entwickelt sich also eine wie erwartet von Action-Sequenzen dominierte Handlung, in deren Mittelpunkt der junge Sam Witwicky steht. Sam ist Nachfahre des Mannes, der den ersten dieser auf der Erde gelandeten Roboter fand und scheint zunächst andere Probleme zu haben - er wünscht sich sein erstes eigenes Auto. Beim Autokauf kommt es wie es (im Nachhinein betrachtet) kommen muss, sein fahrbarer Untersatz ist mehr als zunächst angenommen. Der Rest lässt sich wie folgt zusammenfassen: Ionck, wusch, peng - Megan Fox in knapper Bekleidung - rums, buuuuuum, krach - Autobots - Sektor 7 - und last but not least kabuuumdideldirumpsdiuffdipeng - Ende.

Der Plot ist echt fad, eindimensional, hat Höhepunkte nur in Form von Spezialeffekten - aber hey, ist das nicht genau das was zu erwarten war? Denn letztlich werden die meisten Zuschauer, die sich überhaupt diesen Film zutrauten, wohl eher auf Spezialeffekte, Soundtrack und ähnliches achten. Der Soundtrack ist - zumindest im Kontext dieses Films - grandios gelungen, die Verwandlungen der Transformers sind wirklich cool, die Action ist rasant, teils epochal, der Humor zumindest stellenweise sehr ansehnlich und Megan Fox einfach atemberaubend. Die Schauspieler als solche sind in der Mehrzahl sowieso durchaus nicht untalentiert und spielen gut - auch wenn die Charaktere, die sie verkörpern allesamt platt wie eine Flunder sind. Das gilt in besonderem Maße für - Achtung, Oberflächlichkeit - Mr. Scheia Leböff Verzeihung, ich meine natürlich Shia LeBeouf.

Aber Moment, ich habe "nur" drei Sterne vergeben. Warum? Die Handlung bewegt sich wie schon gesagt auf dem erwartet niedrigen Niveau, die Dialoge sind selbst für einen Michael Bay-Film ziemlich unterdurchschnittlich, leer, plattitüdenhaft... aber letztlich auch unerheblich. Vielmehr stören mich einige derart hirnrissige, unlogische, dämliche Passagen, Namensgebungen etc., die dem Film nichts geben aber viel nehmen. Um jetzt meine Rezension nicht in die Länge zu treiben nur ein paar Stichworte: Völlig überstrapaziertes Heldenglück (Held wird von metallenem Transformer durch die Luft geschleudert, landet auf Windschutzscheibe und hat nicht mal'ne Prellung), sinnfreie Handlungsstränge (Analystin), extrem nervige Eltern (wer braucht die?), Sam und Mikaela? - passt überhaupt nicht, ein Decepticon der "Bonecrusher" heißt?!, ein böser Oberboss, der seinen eigenen Namen ruft wie ein Pokemon wenn es auftaucht ("Megatroon!!!")... manchmal ist weniger mehr und ein Film muss nicht mehr als zwei Stunden dauern um gut zu unterhalten. Andererseits heißt dieser Film "Transformers" also bin ich nicht kleinlich. Der Grund weshalb ich den Film nicht in seiner ganzen brachialen Gewalt genießen konnte offenbart sich in Sätzen wie "Ohne Opfer kein Sieg". Patriotismus gibt es in vielen Filmen, ich habe kein Problem mit Leuten die Stolz auf ihr Land sind - im Gegenteil. Doch legen andere wenigstens noch ein bisschen Dezenz in ihre "Botschaft", so schmeißt uns Bay Sätze wie "Du bist jetzt Soldat" an den Kopf, bähhh, schamloser geht's kaum noch.

Fazit:

Wenn ich so vor mich hinschreibe bekomme ich doch tatsächlich das Gefühl ich müsste den Film doch noch abwerten - aber Tatsache bleibt, das mich dieser Film über weite Strecken gut unterhalten hat, dass die Spezialeffekte super sind - auch wenn ich am Ende inmitten des zweitlupenintensiven Geballers die Transformers nicht mehr voneinander unterscheiden konnte - und das der Soundtrack aller erster Güte ist. Das Gesamtfazit bleibt trotzdem eher nüchtern, denn die Charaktere definieren den Begriff Stereotyp ganz neu, Dialoge und Plot sind permanent abstinent oder dekadent von Anspruch getrennt und mit patriotischem Gelaber wird nicht gespart - doch keine Sorge, der Nachfolger topt diese Orgie in positiver wie in negativer Hinsicht.
Kommentar Kommentare (6) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jan 6, 2010 11:29 AM CET


Der Donnerschild: Roman
Der Donnerschild: Roman
von David A. Gemmell
  Taschenbuch

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Vor dem Sturm, 22. Dezember 2009
Rezension bezieht sich auf: Der Donnerschild: Roman (Taschenbuch)
"Unter dem Donnerschild, noch ungeboren,
Wartet schattenflüglig das Adlerkind.
Wird schweben über den städtischen Toren
Bis die Zeit endet, die Könige verblichen sind."

So beginnt er, David Gemmells zweiter Troja-Roman, "Der Donnerschild". Einmal mehr fesselt Gemmells Buch von Seite 1 (11) bis 655, wieder schafft es der Autor den Leser mit (verhältnismäßig) einfachen Mitteln in seinen Bann zu ziehen. Ich habe nur die deutsche Übersetzung gelesen und kann insofern nicht beurteilen, welchen Einfluss die Übersetzung auf die Qualität des Buches hat... doch so viel kann ich sagen, es sind nicht seine unbedingt literarisch bemerkenswerte Formulierungen, die den Reiz seines Buches (seiner Bücher) ausmachen - nein, der Mann kann einfach phantastisch Geschichten erzählen:

Nachdem der mykenische Angriffs -bzw. Anschlagsversuch fehlschlug, wurden die beiden mykenischen Soldaten Kalliades und Banokles von ihrem eigenen König Agamemnon für vogelfrei erklärt. Der Weg dieser beiden grundverschiedenen Krieger wird sich wie ein roter Faden durch das Buch ziehen - es beginnt damit, dass die beiden sich gegen die Piratenbande wenden, der sie sich angeschlossen haben um eine junge Frau retten (wer sei hier mal noch offen gelassen), in der Folge treffen sie Odysseus, sie treffen Andromache, kämpfen mit Hektor, kurz, sie, die unbedeutenden Krieger, sind einfach immer mitten drin und sie werden zeugen des Krieges an dessen Ende das unvermeidliche Ende Trojas stehen wird (nehme ich mal an ;-).

Mit der Thera entflohenen Priesterin Pyria, dem mächtigen Achilles und einigen anderen tauchen zwar einige (mehr oder weniger) neue Charaktere auf, doch auch die alten" Helden des ersten Bandes - vor allem natürlich Heliakon und Andromache - spielen wieder eine gewichtige Rolle. Insgesamt ist die Atmosphäre dieses zweites eine ganz andere als die des ersten Bandes, viel dunkler, auch bedrückender. Sehr melancholisch versinkt die alte Welt in Krieg und Chaos, Schlacht für Schlacht, Kampf um Kampf, Wort für Wort, zerbrechen alte Bünde und Freundschaften, leben lange zurückgehaltene Feindschaften wieder auf, wird das Schicksal unausweichlicher, offensichtlicher...

Freilich hält das Gemmell nicht davon ab, die ein oder andere komische Szene mit einzustreuen, aber insgesamt ist "Der Donnerschild" ein trauriger, manchmal blutiger, schonungslos (fiktiv) realistischer Roman, ein Buch über Verrat und Freundschaft, über Rache, Tod und Trauer, über Habsucht und Güte (nicht unbedingt materiell gemeint) und eine Geschichte um die (Zerstörungs)Kraft der Liebe.

Allerdings muss ich sagen, dass das Werk meine Erwartungen nicht ganz erfüllen konnte. Das liegt vermutlich vor allem daran, das sich meine Erwartungshaltung am phantastischen Vorgänger - einem der (vielleicht dem) besten Romane, die ich bis jetzt lesen durfte - orientierten und mir deshalb die Dynamik, die... ich nenne es mal Leidenschaft des ersten Bandes fehlten. Ich vermisste irgendwie die Frische, das große Finale, den Mythos vom Goldenen, vom unbesiegbaren Hektor und teilweise auch die Leichtigkeit und den nachdenklichen Tiefgang, die den Vorgänger auszeichneten.

Alles in allem bleibt Davis Gemmells Troja-Trilogie aber eine packende, eine spannende, ja, eine geniale Neuerzählung dieser uralten Geschichte, die die Jahrtausende überdauert hat -welche Geschichte kann das schon von sich behaupten.
Kommentar Kommentare (7) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jan 13, 2010 9:53 PM CET


Die Macht mit uns
Die Macht mit uns
von Constantin Gillies
  Taschenbuch

4.0 von 5 Sternen Originelles und Interessantes - in einem kurzweiligen Mix von einem Fan für Fans aufbereitet, 22. Dezember 2009
Rezension bezieht sich auf: Die Macht mit uns (Taschenbuch)
So, nun könnte ich eigentlich auch wieder aufhören, denn mit der Überschrift ist aus meiner Sicht alles Wesentliche gesagt. Constantin Gilles' "Die Macht mit uns - Star Wars und die Folgen" ist alles in allem nicht mehr aber auch nicht weniger als eine Ansammlung von kleinen Anekdoten und eigenen Berichten, die immer mit einem Augenzwinkern vom Mythos Star Wars berichten. Von seiner Entstehung 1977, als "Krieg der Sterne" - inflationsbereinigt immer noch der zweiterfolgreichste Film aller Zeiten - in die Herzen und Köpfe vieler drang, von den Jahren der Weiterentwicklung, von den Jahren der Entbehrung und von der Zeit als Episode I den Mythos wieder aus seiner Mottenkiste befreite. Das Buch erzählt von den Fans und den Produkten, von Jungs die "eigentlich nur mit ihrem T-16 Skyhooper durch einen Canyon donnern und im Tiefflug Wompratten wegblasen" wollten, vom Einfluss der Macht auf amerikanische Streifenpolizisten, von Reagans' Bezug zu Star Wars, von Han-Burgern und nicht zuletzt auch von Sturmtruppenparaden der 501st in den USA.

Das Constantin Gilles nicht unbedingt der größte Literat der Gegenwart ist sollte wohl jedem klar sein, aber das es ihm gelingt das kinogeschichtliche Monument Star Wars in einer jedem verständlichen und doch sehr gut lesbaren Form zu präsentieren, das finde ich durchaus bermerkenswert. "Die Macht mit uns" strotzt geradezu vor Selbstironie - z.B. berichtet der Autor von Mannwerdung mittels Metallbikini oder oben schon angedeutetem Vergleich zwischen Star Wars und Star Trek - , ist gerade deshalb ein (vor allem zu Beginn) höchst amüsantes Sammelsurium und lässt dennoch auch sachlich anklingen warum und wie Star Wars viele verändert hat. Hinzu kommen diverseste Abbildungen, die dem 139-seitigen Buch den abschließenden Feinschliff verpassen. Das man die heutzutage oft bemühte Nachhaltigkeit hier lange suchen muss ist meiner Meinung nach weder überraschend noch bedauerlich, schon eher, dass Gilles nur sehr am Rande auf die Prequels und gar nicht auf das Erweiterte Universum eingeht - ich frage mich wirklich was er zu Episode III gesagt hätte.

Fazit:

390127 Briten sind Anhänger des Jedikultes - dies und mehr erfährt man, wenn man sich für 139 Seiten in die Welt eines Fans stürzt.


Star Wars: Das Erbe der Jedi-Ritter 1. Die Abtrünnigen
Star Wars: Das Erbe der Jedi-Ritter 1. Die Abtrünnigen
von R. A. Salvatore
  Taschenbuch

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Chewie, mein Chewie, 22. Dezember 2009
[Wer zu genau ließt entdeckt in diesem Absatz einen Riesen-SPOILER!!!] O getreuer Freund und Gefährte, so ich mir auch der Selbstgefälligkeit dieses Absatzes bewusst bin, muss ich doch der Erschütterung meines Herzens Ausdruck verleihen. Nicht wenige sehen noch heute jene zwei glühenden Sonnen über Tatooines Horizont aufsteigen, nicht wenige die schmutzige Bar in Mos Eisley vor ihrem geistigen Auge, doch nun ist diese Zeit im Winde der Zeit verweht und die nächste Generation muss bei Zeiten ihrer Rolle gerecht werden, da dunkle Tage bevorstehen. Denn ich fürcht am Ende des nun ausklingenden Zeitalters um die Zukunft jener Wächter der Macht, die die Rolle der deinen übernehmen sollen, denen nun viele Abenteuer und 8200 Seiten Dunkelheit bevorstehen, nun, da du die Blase zum platzen gebracht hast. Möge dein Gebrüll für immer die heimischen Wälder Kashyyyks durchschallen, O mein Freund.

Man möge mir diesen "poetischen" Ausrutscher verzeihen (jeder der das Buch schon gelesen hat - und ich gehe davon aus, dass das auf viele zutrifft - wird ihn verstehen), ich fühlte mich lediglich durch meinen Profilnamen zu dieser dem Dichter schmerzenden Entgleisung verpflichtet. Nun werde ich aber natürlich sogleich wieder sachlich.

Wie oben schon angeklungen läutet R. A. Salvatores Buch eine Art Zeitenwende im Erweiterten Universum ein - und eine Reihe, die mit ihren 19 Büchern, 12 Autoren und zahlreichen Hauptfiguren zu den monumentalsten und ungewöhnlichsten im EU gehört. "Die Abtrünnigen" ("Vector Prime") schildert den Beginn der Yuuzhan Vong-Invasion, die mir persönlich schon bestens bekannt war, weil ich mir die Bände neun bis neunzehn bereits in grauer Vorzeit zu Gemüte geführt hatte. Wenn ich mich an meine anfänglichen Erfahrungen mit dieser Reihe zurückerinnere, so geht es mir wahrscheinlich so wie vielen, die mit diesem dem ersten Buch des Erbe-der-Jedi-Ritter-Zyklus begonnen haben: man braucht eine gewisse Gewöhnungszeit, um die fremden Kreaturen, die lebenden Planeten, die ganz und gar nicht jedihaften Jedi mit dem Star Wars in Verbindung zu bringen, dass man (vielleicht noch von der alten Trilogie) gewohnt ist und deshalb kann ich mit Blick auf die geradezu Fantasyhaften Ausschweifungen durchaus verstehen, dass einige diesem Ansatz nichts abgewinnen können. Allen die aber nicht sofort abgeschreckt wurden, kann ich, der ich die schon erwähnten Bände bereits kenne versichern, dass es sich lohnt dran zu bleiben - und dass dieses erste Buch - wenngleich es nicht schlecht ist - noch lange nicht das Beste war...

Wir befinden uns also im Jahre 25 nach der Schlacht um Yavin und somit auch mehr als 20 Jahre nach der Zerstörung des zweiten Todessterns über Endor. Das erste mal seit langer Zeit herrscht ein wirklicher und scheinbar länger andauernder Frieden in einer von der Neuen Republik regierten Galaxis. Sorge bereiten nur einige lokale Krisenherde, wie etwa der auf Rhommamool, wo der charismatische Nom Anor die Massen zu einem Aufstand gegen ihre Unterdrücker aufheizt.

Doch was die oft korrupten Führer der Neuen Republik nicht Wissen wird ihr schon bald zum Verhängnis. Denn jener Nom Anor, der uns im Laufe der Reihe noch des öfteren über den Weg laufen wird, ist weit mehr als nur ein religiöser Eiferer. Er ist der Vorbote einer Gefahr, die sich von außerhalb der Galaxis nähert, einer Gefahr, die ein kleines Team von Wissenschaftlern - u.a. Danni Quee, die wir ebenfalls noch näher kennen lernen werden - auf dem abgelegenen Belkadan entdeckt und irrtümlich für einen Asteroiden hält. Unterdessen haben unsere alten Helden mit eher banalen und bürokratischen Problemen zu kämpfen, so versucht Luke vom undurchsichtigen Rat eine Legitimierung für die Einberufung eines neuen Jedi-Rates zu erhalten, der die weit verstreuten Jedi wieder zu einer Einheit machen soll. Aber schon bald befinden sich auch Luke, Mara, Leia, Han, Chewie und die Solo-Kinder inmitten des aufkeimenden Konflikts.

In meinen Augen ist "Die Abtrünnigen" ein ordentlicher, aber kein überragender Beginn für diese neue Reihe, die die Strukturen des EU und der Neuen Republik in ihren Grundfesten erschüttern wird.

Wie so viele Star Wars Romane leidet auch dieses Buch, obgleich der Plot durchaus spannend aufgebaut ist, an einigen Längen, die die Gedanken abschweifen lassen, die einfach überflüssig sind und Schwung aus der Handlung nehmen. Die ist davon mal abgesehen aber durchaus wendungsreich, anfangs (zumindest für die, die noch nicht wissen was kommen wird) etwas rätselhaft und schlägt einen solide inszenierten Spannungsbogen zum Finale Grande. Darüber hinaus viel mir persönlich jedoch negativ auf, dass einige Begrifflichkeiten noch sehr steif zurechtgebastelt wurden (Stock für Amphistab), dass es dem Buch stellenweise etwas an Tempo fehlte und das die Solo-Kinder Jacen, Jaina und Anakin doch arg überstilisiert wurden, was ihre kämpferische wie ihre psychologische Standfestigkeit angeht. Dennoch weiß "Die Abtrünnigen" durchaus zu überzeugen, denn die Mehrzahl der Dialoge wirkt natürlich an Schlachten und Kämpfen mangelt es nicht.

Fazit:

Für das EU ein eminent wichtiges Buch über die Zeit nach dem Kampf gegen das Imperium. Davon mal abgesehen zwar ein lesenswertes Buch voller Action, aber ohne die dichte Atmosphäre späterer Bände.


There Will Be Blood
There Will Be Blood
DVD ~ Daniel Day Lewis
Wird angeboten von buecheroase_muenchen
Preis: EUR 13,06

16 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Virtuos, melancholisch, fesselnd - und seeehr anstrengend, 22. Dezember 2009
Rezension bezieht sich auf: There Will Be Blood (DVD)
Vieles ist dieser Film, manches nicht, ganz bestimmt aber streitbar. Ist "There Will Be Blood" langweilig? Ich glaube kaum; der Film, der nicht nur mit betörend kargen Bildern und grandiosen schauspielerischen Leistungen aufwartet, ist ein durchaus fesselndes Porträt eines Besessenen und seines fanatischen Gegenspielers. Darüber hinaus ist der oscardekorierte Streifen von Regisseur Paul Thomas Anderson ("Magnolia") aber auch anstrengend, aufreibend, verstörend und gelegentlich auch ziemlich nervtötend.

"There Will Be Blood" erzählt die Geschichte des Daniel Plainview, der zu Beginn des 19. Jh. vom Silbersucher zum "Ölmann" wird. Dieser Daniel Plainview, zu Beginn ein ebenso willensstarker wie menschlicher Charakter, wandelt sich im Laufe des Films zum Menschen-Hasser. Opfer und Ereignisse auf seinem Weg sind letztlich nicht mehr als Erfüllungsgehilfen dieses Films, dessen Botschaft ebenso einfach wie eindeutig ist. Schonungslos zeigt "There Will Be Blood" die Abgründe des menschlichen Geistes auf, führt dem Zuschauer den Wahnsinn des Fanatismus - sei er nun religiös, kapitalistisch oder sonst wie geartet - hautnah vor Augen.

Gnadenlos gut spielt Daniel Day-Lewis, der für seine Rolle als fast schon krankhafter Machtmensch zurecht den Oscar erhielt. Dennoch habe ich 150 lange Minuten vergeblich versucht diesen Daniel Plainview zu verstehen - am Ende blieb höchstens Bedauern. Seine rücksichtslose unmenschliche Art macht den Film zu dem sperrigen Werk, dass es geworden ist. Man muss bereit sein sich zweieinhalb Stunden dem irgendwie leeren auszuliefern, dem höhepunktslosen Leiden eines zu letzt doch etwas überstilisierten Charakters, der mir trotz seines gefühlslosen Erfolgsstrebens nie das Gefühl vermittelte ein Machtmensch zu sein, sondern vielmehr ein von der Welt enttäuschter, der den anderen lediglich ihren Ruhm, ihre Macht neidete, wie ein Kind das ein Spielzeug nur haben will, weil ein anderes es auch hat. Und doch ist es dieser Charakter, der den Film zu einem guten Stück ausmacht, der fesselt, der nicht mehr loslässt - auch wenn zeitweise nervt.

Darüber hinaus sind es vor allem die Bildsprache und der, nun ja, etwas skurrile, jedenfalls ungewöhnliche Soundtrack, die den Film (zumindest für mich) so unvergesslich machen. Die Bilder schlagen ständig von gleißend hell zu verwischt dunkel um, sind öde und prächtig, weit und beengt, kurzum beeindruckend. Untermalt wird all das von einem ungewöhnlichen Soundtrack (übrigens nur mit damals existierenden Instrumenten produziert), den ich als durchaus gelungen, wenn auch etwas befremdlich empfand, der aber bestimmt auch stören kann.

Fazit:

Unvorbereitet - also in Erwartung eines ganz "normalen" Filmes - sollte man sich diesem epochalen Drama jedenfalls nicht stellen, denn "There Will Be Blood" ist trotz des genialen Hauptdarstellers, trotz der tollen Bilder ein zäher, ein anstrengender und ein verdammt langer Film - 3,5 Sterne.


Star Wars(TM) Wächter der Macht 5: Opfer
Star Wars(TM) Wächter der Macht 5: Opfer
von Karen Traviss
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,95

3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Nun ist es vollbracht, 29. Oktober 2009
"Er wird seine Liebe unsterblich machen." - angesichts eines Buches mit dem Titel "Opfer" ist es nicht wirklich verwunderlich, dass sich die Prophezeiung, die Jacen Solo, dem Enkel von Darth Vader eine Sith-Zukunft voraussagt in diesem Buch erfüllt. Und dies ist glücklicherweise nicht die einzige offene Frage, die der fünfte Wächter der Macht klärt - und doch steht dem Gelingen des Buches etwas - oder vielmehr jemand - im Weg. Karen Traviss. Nicht das sie kein Talent hätte, das hat sie (zumindest zu Beginn) der "Republic Commando"-Reihe unter Beweis gestellt. Doch was diese Reihe angeht, so kann mich auch ihr zweites Buch - obgleich besser als das erste - nicht überzeugen. Zu oft stieß ich mich an irgendwie seltsamen bis ärgerlichen Bemerkungen, Passagen, Bezeichnungen: Wenn Ben seinen Vater ernsthaft fragt "Papa, war das Imperium wirklich böse.", wenn Situationen groß aufgebauscht werden (Mara will Jacen noch einmal richtig zur Rede stellen, betritt sein Büro... und es geschieht nichts außer "Ich mache mir Sorgen Jacen.") um gleich darauf in sich zusammenzufallen, wenn ausschweifend Nebensächlichkeiten beschrieben werden, wenn ich ständig "Onkel Luke" hier und "Tante Mara" dort lese, dann, ja dann bin ich mit der Zeit einfach entnervt. Davon mal abgesehen ist der Plot selber schlüssig konstruiert, stellenweise auch spannend, aber insgesamt zu langatmig. 550 Seiten dauert die Handlung - nicht zuletzt, weil Boba Fett wieder seinen eigenen - nahezu ereignislosen - Handlungsstrang zugesprochen bekommt - , die man auch um 200 Seiten hätte kürzen können. Das er wieder seinen Auftritt erhalten würde war vorauszusehen und an sich auch durchaus nichts Schlechtes, ist Traviss doch die Mandalorianer-Expertin schlechthin, das aber keine (kaum) Bezüge zum anderen Handlungsstrang hergestellt werden würden, das macht mich schon stutzig - zumal, wie schon erwähnt, kaum etwas passiert. Auch der Mangel an Action-Sequenzen überraschte mich, schließlich herrscht doch angeblich ein Krieg - nur wo ist er? Die allgemeine Stimmung (gerade nachdem das Opfer erbracht wurde) ist bedrückend... aber nicht wirklich traurig, weil die Autorin nicht in der Lage war, mir den Tod eines wichtigen EU-Charakters emotional nahe zu bringen. Die Situation zieht ihre Dramatik - wie einige andere auch - mehr aus sich selbst, als aus Traviss' Erzählung. Was bleibt? Das hin und her um Jacen, der nun seinen neuen Namen erhält, hat nun (hoffentlich) endlich ein Ende, die Jedi bleiben blass, die Dialoge sind zu meist platt, dafür sind die meisten anderen Charaktere halbwegs getroffen (wobei einige wie han und Leia eigentlich nur am Rande erscheinen), offene Fragen geklärt - nun könnte die Reihe also endlich wieder Schwung aufnehmen.

Fazit:

Ein packendes Buch sieht anders aus. Und dennoch bietet "Opfer" 550 halbwegs unterhaltsame Seiten, die Hoffnung auf Besserung und die Zusatzgeschichte "Boba Fett: Ein Pragmatiker".


Star Wars Trilogie: Der Anfang - Episode I-III [3 DVDs]
Star Wars Trilogie: Der Anfang - Episode I-III [3 DVDs]
DVD ~ Christopher Lee
Wird angeboten von dvd-schnellversand
Preis: EUR 45,31

54 von 66 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Wie alles begann, 26. Oktober 2009
Die Episoden I - III, Prequels genannt, erzählen, wie wohl hinlänglich bekannt die Vorgeschichte jener drei ersten Star Wars-Filme, die lange vor meiner Geburt in den Film-Olymp aufstiegen. So erfahren wir von den sagenumwobenen Klonkriegen, vom Aufstieg und Fall des Anakin Skywalker, der als Darth Vader zur Legende wurde, von seiner Liebe, seinem Mentor und seinem Meister, wir erfahren vom Ende der Demokratie, wir sehen die Jedigötterdämmerung und wir sehen im Lichte der Zwillingssonnen Tatooines eine neue Hoffnung, denn wie auch immer man zu George Lucas Neuwerken steht, 19 Jahre später wird sich abermals ein junger Mann aufmachen, die Galaxis zu befreien...

Die Prequels gehören mit großer Wahrscheinlichkeit zu den meistdiskutierten Filmen des letzten Jahrzehnts, alles ist gesagt - und doch kann ich mir, bevor ich zu dieser Box komme ein paar kurze Sätze nicht verkneifen.
Episode I war wohl einer, wenn nicht der am meisten erwartete Film aller Zeiten... und enttäuschte viele. Zu dieser Gruppe zähle ich glücklicherweise nicht, obgleich auch ich kaum über einige Schwächen hinwegsehen kann. Um mich einmal auf eine zu beschränken: der Film wird seinem Titel nicht immer/ nur stellenweise gerecht, ist einfach zu kindisch. Dennoch, grandiose Animationen, Star Wars-Atmosphäre und der genialste aller Star Wars-Soundtracks - Duel of the fates - machen Episode I in meinen Augen zu einem ordentlichen Auftakt.
Was nicht wenige ("alte") Fans als teilweise Wiedergutmachung sahen, dass empfinde ich als Schwachstelle der neuen Trilogie: Episode II. Sicher, die Animationen sind bombastisch, die Jedi erscheinen das erste mal in großer Zahl, ein (animierter) Yoda greift zum Lichtschwert, wir erkennen erstmals, was Anakin zu Darth Vader werden lässt - aber davon mal abgesehen empfinde ich Episode II einfach als viel zu kurzweilig, die Charaktere als etwas zu platt und die kitschige Romantik als einen störenden Fremdkörper, der dem werk viel Schwung nimmt - ein Film den man sich zwei - vielleicht auch dreimal anschauen kann, der aber bald an Reiz verliert.
Das Glanzstück der Prequels ist ihr Abschluss: die düstere, epische, intensive Rache der Sith. Ungeachtet einiger sicher vorhandener Schwächen ist Episode III einfach ein meisterhafter Abschluss voller Dramatik und Action. Ein Atemloser, ein großartiger Film voller phantastischer Welten, gesegnet mit einem überragenden Soundtrack, Spezialeffekten von einem anderen Stern und einer Stimmung, so düster, so mitreißend, das ich einfach nicht umhin kann diesen Film als meinen absoluten Lieblingsfilm zu bezeichnen.

Nun habe ich aber genug geschwafelt und geschwelgt, kommen wir zum eigentlichen Gegenstand der Rezension: der Prequel-DVD-Box. Unbestreitbar scheint mir zunächst, dass sie mit einem Preis von aktuell 25 Euro auf jeden Fall jedem zu empfehlen ist, der sich nur für Filme interessiert (diese möglicher -und unverständlicherweise vielleicht sogar gar nicht kennt ;-). Selbst nachdem die 2-DVD-Versionen der Filme inzwischen auf je 13 Euro heruntergesetzt wurden, sollte jeder der Geld sparen will und keine Extras benötigt an dieser Stelle zugreifen. Warum die Box keine (kaum) Bonusmaterialien enthält, erschleißt sich mir - zumindest ökonomisch gesehen - allerdings nicht. Es möge mir niemand erzählen es wäre an den Zusatzkosten für ein bis zwei weitere DVDs oder ein wenig mehr Verpackungsmaterial gescheitert. Die Preissteigerung bei DVDs mit Zusatzmaterial lässt sich doch wohl hauptsächlich durch den Informationsgehalt erklären. Also warum nicht einfach die schon bekannten Zusatzmaterialien hinzugeben?

Fazit:

Die Filme kann man mögen - oder eben nicht; diese Box jedenfalls ist preislich unschlagbar, bietet allerdings auch nichts Neues.
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 17, 2012 9:26 PM CET


Star Wars Klonkriege Sonderband 3: Das letzte Gefecht von Jabiim
Star Wars Klonkriege Sonderband 3: Das letzte Gefecht von Jabiim
von John Ostrander
  Broschiert
Preis: EUR 12,95

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die echten Klonkriege, 22. Oktober 2009
Nachdem der Strom nach "Episode III - Die Rache der Sith" fast versiegt schien, kann man sich dieser Tage, da "The Clone Wars" - in visueller wie in schriftlicher Form - sein Unwesen mit dem Kanon des EU treibt, ja kaum noch vor neuen Geschichten aus der seit 1977 lange sagenumwobenen Zeit der Klonkriege retten. Den "Fehler" (so würde ich es definieren), den man vielerorts - vom "Erbe der Jedi-Ritter" bis "Fate of the Jedi" - gemacht hat, indem man ganze Epochen in statischen Roman-Reihen abgehandelt hat und ihnen somit in gewisser Weise die Flexibilität, die Vielfältigkeit genommen hat, hat man bei den Klonkriegen (glücklicherweise) nicht wiederholt. Neben schon erwähnter Serie gab es da die beiden Filme (Episode II und III), die den Anfang und das Ende des Konflikts darstellten, diverse (zum größten Teil gelungene) Romane wie "Medstar", "Republic Commando" und "Labyrinth des Bösen" und eben diese neunteilige Comic-Reihe (die meiner Ansicht nach schändlichen "Clone Wars"-Zeichentrick-Episoden klammere ich mal aus).

"Das letze Gefecht von Jabiim" ist der dritte dieser Klonkriegs-Sonderbände, die im Rahmen einer monatlichen Comic-Serie (die außerdem u.a. "Knights of the old Republic" und "Legacy" regelmäßig fortführt) erscheinen.

Erster und wichtigster Schauplatz dieses 120-seitigen Werkes ist Jabiim. Und das (selbstverständlich) nicht ohne Grund; Jabiim ist ein Spiegel der düsteren Atmosphäre, Jabiim ist ein Drecksloch, ein Planet des endlosen Regens, des knietiefen Schlamms, der atmosphärischen Stürme, die Kommunikation und Schiffsantriebe stören, Jabiim ist ein lange vergessener Planet am äußeren Rand der Galaxis. Regen, Regen, noch mehr Regen, feindliche Truppen in Hülle und Fülle und Chaos allen Ortes - das ist Jabiim und das sind auch die Klonkriege. Eben jenes Jabiim verfügt aber auch über kürzlich entdeckte Erze unter der Oberfläche des Planeten, die die Galaktische Republik unter keinen Umständen den Separatisten überlassen will. Deshalb ist eine beachtliche Streitmacht unter der Führung von Obi-Wan auf dem Planeten gelandet, um den Anführer der Nationalisten, Alto Stratus, gefangen zu nehmen und die feindlichen Truppen so zur Aufgabe zu zwingen. Doch dieser Plan scheitert im Schlamm des Planeten; obwohl die republikanischen Truppen, unter ihnen Anakin Skywalker und eine große Anzahl anderer Padawane und Jedi-Ritter, zunächst einen Sieg nach dem anderen erringen, gelingt es ihnen nicht den Nationalisten und ihren Verbündeten von der KUS (Konföderation unabhängiger Systeme) einen entscheidenden Schlag zu versetzen und so weitet sich die Schlacht immer mehr zu einem Guerillakrieg aus, indem die republikanischen Truppen von ihrer Verstärkung durch elektromagnetische Stürme in der Atmosphäre des Planeten abgeschnitten sind.

Was danach im Einzelnen geschieht möchte ich noch nicht vorwegnehmen - doch Jabiim wird in die Geschichte eingehen, soviel ist sicher - als wohl größte Niederlage der Republik. Und das nicht nur in militärischer Hinsicht, vielmehr ist es eine moralische Schlappe, von der sich die Republik nur schwer erholen wird - und die die Betroffenen - allen voran natürlich Anakin - für immer prägen wird. Neben "Das letzte Gefecht von Jabiim" ist auch "Der Sturm nach dem Sturm" Teil dieses Bandes; nach dem Desaster von Jabiim steht die Republik unter Druck, als der Planet Aargonar ebenfalls an die Separatisten zu fallen droht. In dieser heiklen Lage strandet Anakin mit dem Tusken-Jedi-Meister A'Sharad Hett in der lebensfeindlichen Wüste von Aargonar und wird mit unangenehmen Erinnerungen und Vorurteilen konfrontiert.

Von der ersten Seite an lief vor meinem inneren Auge eine Visualisierung der Ereignisse auf Jabiim ab, sodass ich mich teilweise ein bisschen fühlte wie im Film; die Illustrationen sind hervorragend, die Story ist fesselnd und die Charaktere gut getroffen.

Knackpunkt in diesem spannenden Action-Feuerwerk war für mich der Plot. Mitreißend ist er ja, aber im Nachhinein musste ich mich fragen ob es überhaupt so etwas wie eine Handlung im engeren Sinne gegeben hat. Wie dem auch sei, ein toller und sehr unterhaltsamer dritter Klonkriegs-Sonderband bleibt "Das letzte Gefecht von Jabiim" trotzdem, spürt man die Klonkriege hier doch so hautnah wie selten zuvor. Die moralische Komponente die hier die epischen Ballereien ergänzt, tut dem Ganzen gut, regt zum Nachdenken an und macht den Konflikt ein Stück weit auch authentischer. An einer entscheidenden Stelle des Comics richtet Aubrie, eine der vielen Padawane, die ihren Meister während der Schlacht verloren haben, ihre letzten Worte an Anakin: "...live a good life - for those of us who are soon to die - Anakin Skywalker." - wir wissen es inzwischen (tragischerweise) besser und wir wissen, dass Jabiim nachhaltigen Einfluss auf "den Auserwählten" haben wird. Auch werden wir A'Sharad Hett wiedersehen - Bezüge (vor allem natürlich zum fünften Sonderband, "Auf Messers Schneide", indem Obi-Wans Schicksal geklärt wird) gibt es also auch.

Fazit:

Neben Action-Sequenzen in Serie, einem erfreulich guten Zeichenstil und gelungenen Charakterisierungen glänzt dieser dritte Klonkriegs-Sonderband durch eine dichte und düstere Atmosphäre. Trotz einiger kleiner Schwächen ein unbedingt zu empfehlender Comic.


Star Wars: Revenge Of The Sith
Star Wars: Revenge Of The Sith
von Matthew Stover
  Taschenbuch
Preis: EUR 7,01

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Pflichtlektüre, 22. Oktober 2009
Rezension bezieht sich auf: Star Wars: Revenge Of The Sith (Taschenbuch)
Groß waren meine Erwatungen an Matthew Stovers Episode III-Roman, den New York Times Bestseller, der fast überall uneingeschränkt positive Bewertungen erhielt. Groß war auch die Furcht, das Lesevergnügen könnte unter dieser Erwartungshaltung leiden. Noch größer war allerdings die Begeisterung als ich den Roman schließlich gelesen hatte. Wer Episode III, ja die ganze Star Wars Saga, in all ihren Facetten und Schattierungen verstehen will der sollte dieses Buch gelesen haben.

Matthew Stover, der bisher durch "Das Erbe der Jedi-Ritter 13 - Verräter" und "Mace Windu und die Armee der Klone", sowie seinen jüngst erschienenen Roman "Luke Skywalker und die Schatten von Mindor" auffiel, liefert mit "Die Rache der Sith" sein Meisterstück ab. Neben seiner philosophischen Erweiterung des Erweiterten Universums (EU) ist es vor allem sein Verdienst, die Ereignisse um Episode III - insbesondere die Motive von Anakins Wandel - mit einer Vielschichtigkeit versehen zu haben, die dem Film teilweise fehlte.

Stover hält sich bei der Handlung weitestgehend an George Lucas' Filmscript. Zwar werden einige Elemente wie die Schlacht um Kashyyyk ausgespart und andere Szenen verändert oder hinzugefügt, aber im Kern hält sich der Roman an die hinlänglich bekannten Inhalte des Films. Er liefert eine unglaublich präzise und feinfühlige Charakterzeichnung, die mir als Leser die Chance gibt an der inneren Zerrissenheit der Charaktere teilzuhaben. Erst hier wird Anakins Zwiespalt in seiner ganzen Tragweite deutlich. Obwohl der Ausgang bekannt ist, kreiirt Stover eine knisternde Spannung, wie sie im Star Wars Universum selten erreicht wurde. Er reißt den Leser mit und fesselt ihn an das Buch, sodass "Die Rache der Sith" stellenweise mehr wie ein episches Drama denn wie ein gewöhnlicher Science Fiction-Roman daherkommt. Der Autor füttert den Leser mit rasanter Action und lässt die Dialoge trotzdem nicht zu kurz kommen. Im Gegenteil, der Roman ist sogar wesentlich dialoglastiger als der Film. Eine bedrückende, intensive Atmosphäre hüllt das Buch in einen Schleier des mystischen und weist auf die kommende Dunkelheit hin. Als Bindeglied zwischen der neuen und der alten Trilogie klärt "Die Rache der Sith" zudem die noch offenen Fragen. Die einzige wirklich bedeutende Schwäche des Buches ist der Schluss. Die schnelle Abhandlung der Ereignisse im Anschluss an die Ausführung von Order 66 erweckt den Anschein, der Autor hätte die Geduld verloren. Der Beginn hingegen ist der beste, der mir je in einem Star Wars-Buch begegnet ist.

Wie schrieb "Cinema": "Episode III ist ein großes Abenteuer, eine griechische Tragödie galaktischen Ausmaßes,...". Und eben diese Tragödie eines gefallenen Helden und einer korrumpierten Republik vermittelt Stover mit einer emotionalen Intensität, die alle anderen mir bekannten Star Wars Romane in den Schatten stellt - ob Thrawn oder Medstar, Darth Bane oder Dunkler Lord, ob Erbe der Jedi-Ritter oder X-Wing, "Die Rache der Sith" kann sich mit den Besten messen und sie oftmals sogar überflügeln. Gerade das englische Original kann ich dabei jedem Star Wars-Fan empfehlen, der ein wenig Übung im Lesen englischsprachiger Bücher hat - alle anderen seien aber gewarnt, denn vermutlich ist dies eines der sprachlich etwas anspruchsvolleren Star Wars-Bücher.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Feb 26, 2010 5:19 PM CET


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