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Beiträge von felae
Rang der Rezensentin/des Rezensenten: 10.850
Hilfreiche Bewertungen:
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Rezensionen verfasst von felae
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16 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Zwiegespalten, 29. August 2009
Nach dem 15-fach Platin-Gold-Rubin-Diamant-Album "Culcha Candela" war zu befürchten, dass Culcha Candela sich in die seichten Popgefilde verabschieden wird. Mit der Single "Schöne neue Welt" allerdings zeigten die Jungs sich erfreulicherweise wieder mal von ihrer kritischen Seite. Allerdings ist der Song musikalisch doch arg eintönig und hat wenig mit heißer Kultur zu tun.
Trotzdem stimmte mich die Singleauskopplung hoffnungsvoll, dass Culcha sich wieder eher Richtung "Union Verdadera" und "Next Generation" bewegen würde.
Einerseits wurde meine Hoffnung erfüllt, andererseits aber leider auch wieder enttäuscht.
Die positiven Seiten:
- Es wurden wieder mehr Instrumente (Bläser!) live eingespielt, was zu Culcha passt und dem Album Leben einhaucht
- Culchas früherer Exklusivproduzent Krutsch wurde wieder mit ins Boot geholt, was sich musikalisch meist positiv bemerkbar macht
- Textlich ging es tatsächlich eher bergauf; Äußerungen wie "Geile Sau" oder "ihr habt unsern Shit im Haus" Marke Kommerz und Selbstverleugnung finden sich Gott sei Dank nicht mehr auf "Schöne neue Welt"
Das Negative:
- Musikalisch ging sehr viel an Vielfalt verloren! Es gibt fast keinen typischen Reggae-, noch einen Reggaeton- oder Dancehallsong zu hören, von Soca oder ähnlich Exotischem ganz zu Schweigen. Vielmehr machen sich eintönige Pop- und HipHopbeats breit, die manchmal arg mainstreamig ausfallen ("Somma im Kiez"). Ausnahmen sind "I like it" und "Viva la vida".
- Stimmverzerrer sind meine Sache nicht, und bei Culcha erst recht nicht! Wer die Jungs schon mal accapella hat singen hören, weiß, dass es fast ein Verbrechen ist, diese tollen, facettenreichen Stimmen zu verfälschen. Unnötig!
- Leider gibt es wieder einen Totalausfall ("Manchmal"), der fast wie "Besonderer Tag" nichtssagend und schlicht langweilig ist. Und auch "Eiskalt", was von der Thematik her sehr an "Krayzee" erinnert, ist nah dran, von mir kategorisch geskippt zu werden.
- Sehr viele Songs (zumindest für Culcha-Verhältnisse) sind nur auf Deutsch; die Verschmelzung der Sprachen und Kulturen (was ja eigentlich der Reiz an Culcha ist) findet somit leider weniger oft Platz.
Fazit: Ironischerweise kommen vor allem beim Bonustrack "Viva la vida" bekannte Culcha-Gefühle auf. Früher wäre das der Titelsong des Albums plus erste Singleauskopplung gewesen; so aber kriegen nur eingefleischte Fans als Besitzer der exklusiven Albumversion mit, dass die Candeleros ihr Handwerkszeug nicht verlernt haben.
Es scheint, als hätte Culcha Candela versucht, sowohl Charthörer als auch "alte" Fans glücklich zu machen. Wegen mir könnten sie auf die erstere als Hörerschaft gern verzichten! Insgesamt gefällt mir das neue Werk aber doch ein wenig besser als "Culcha Candela". Hoffentlich haben sie mit diesem Album und den Singles kommerziell weniger Erfolg (hört sich hart an, wäre aber tatsächlich mein Wunsch), sodass sie wieder in der "Versenkung" verschwinden. Wobei "Versenkung" hier Kultur, Feuer und Kreativität bedeuten könnte. Es gibt schlimmeres.
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Stadtaffe
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| Preis: EUR 4,99 |
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2 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
So gut wie erhofft!, 5. Oktober 2008
Peter Fox schafft es mit seinem Album, die Seeed-Pause mit toller Musik zu füllen. Er geht dabei einen eigenen Weg, Roots sucht man hier vergeblich, Dancehall wird auch nur teilweise geboten. Aber das fällt zu keinem Zeitpunkt negativ ins Gewicht, vielmehr schafft Fox es, mit Orchester und ausgefeilten, abgedrehten Texten zu überzeugen und neue Facetten ins Spiel zu bringen.
Insgesamt gibt es 3 Songs auf der LP, die ich nicht besonders gelungen finde, aber der Rest ist durchweg hör- und meistens auch tanzbar.
Anspieltipps: Schwarz zu blau; Haus am See; Stadtaffe; Fieber
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
"So sehr dabei" - Ein Meisterwerk, 31. Mai 2008
Ich kann, nein, ich muss mich den vorigen Rezensionen anschließen: Clueso präsentiert mit "So sehr dabei" sein reifstes, tiefgründigstes und bewegendstes Werk. Er schafft es, mich mit jedem Track zu fesseln, zu berühren und mich zu Euphoriestürmen hinreißen zu lassen. Es gibt keinen Song, der es nicht wert wäre, ausgiebig gehört zu werden.
Außerdem kann ich den Eindruck, dass die CD bei 100% beginnt und danach trotzdem noch besser wird, bestätigen. In der Tat ist das eine Ausnahmefähigkeit dieses Albums, in diesem Maße ist mir das noch bei keiner CD so passiert.
Ich habe (im Nachhinein leider) schon "Weit weg" 5 Sterne gegeben, obwohl dieses Werk nochmal doppelt so gut ist. Wer hier nicht die Bestwertung verteilt, kann mit Musik nichts anfangen.
Deshalb: 5 Sterne für einen Longplayer, der zeigt, was es in der Popmusik noch für unentdeckte Akkorde und Inhalte geben kann - dank Clueso!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Feinste Musik zum Genießen, 9. Januar 2008
Eine hervorragendes Werk ist der Liveband Gentlemans hier geglückt. Die 14 Songs sind von vorne bis hinten hörenswert, kein einziger Ausfall findet sich auf diesem homogenen und doch äußerst vielseitigen Album. So überwiegen entspannte Rootssongs mit reichlich Bläsereinsatz, aber auch der ein oder andere Dancehalltrack erfreut das ohr und das Tanzbein. Als Interpreten wirken unter anderem mit: Tamika und Mamadee (auch live immer mit dabei), Fettes Brot, D-Flame und der Meister selbst, Gentleman. Genaueres in der Rezension mit der schönen Tracklist ;)
Kurzum: An "Tough Enough" gibt es schlichtweg nichts auszusetzen, die Platte ist eins meiner schönsten Weihnachtserfahrungen dieses Jahr. Einfach eine Scheibe zum von vorne bis hinten Genießen und nochmal von vorne Hören!
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9 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Enttäuschung, 2. September 2007
Ich muss den vielen Leuten, die das neue Culcha Album als Enttäuschung bezeichnen, leider recht geben. Einfach zu viele sehr schwache Lieder (Chica, Ey DJ, Krayzee), die niemals auf ein echtes Culcha Album gehören, und mittelmäßige Songs (Besonderer Tag, Hamma, Strech your mind). Dennoch würde ich dafür nie bloß einen Stern vergeben. Warum? Es gibt noch einige Lieder, die durchaus zum alten Culcha Style passen (Vitamina, Quisiera, African Children, Revolution) und die auch Spaß machen.
Das schlimmste am Album ist aber - neben der thematischen Entgleisung bei "Chica" - die musikalische Entwicklung. Nach dem tollen "Next Generation", dass viele live eingespielte Instrumente und lebendige Riddims enthielt, musste nun eigentlich die konsequente Fortsetzung in diese Richtung folgen. Das hätte aber eine Liveband bei Auftritten erfordert. Also standen die Jungs vor der Wahl: Liveband oder nur DJ Chino. Man hört, für was sie sich entschieden haben. Schade.
Ich habe nichts gegen HipHop, aber Culcha Candela ist keine HipHop Gruppe! Insgesamt fehlt dem Album das, was die beiden Vorgängeralbum auszeichnete und einzigartig machte: Enorm positive Vibrations beim Hören und das intensive Gefühl, dass man die Welt noch verbessern kann und sie noch nicht ganz verloren ist.
Bleibt nur zu hoffen, dass die 7 sympathischen Jungs im Massenpopgedudel nicht verloren gehen und mit dem nächsten Album beweisen, dass sie sich nicht dem Musikmarkt auf Kosten der alten Styles anpassen.
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Hamma!
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| Verfügbarkeit: Derzeit nicht verfügbar. |
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4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Top oder Flop?, 29. August 2007
Wie man an den bisherigen Rezensionen sieht, polarisiert die neue Single von Culcha Candela. Mir persönlich gefällt sie nicht besonders, und dass die sympathischen Jungs deshalb so gehypt werden, finde ich besorgniserregend. Denn sie haben mit ihren beiden Alben bewiesen, dass sie ernstzunehmende Musiker sind und keine Medienclowns.
Trotzdem sollte man auch hier vernünftig rezensieren, selbst wenn man mit der Single nicht viel anfangen kann. Wer sich über die Sprache in "Hamma" aufregt, ist wahrscheinlich von den lyrischen Ergüssen von Tokio Hotel hellauf begeistert. Also bitte - in einen (zugegebener Maßen durchschnittlichen) Partytrack gehört eben eine einfache Sprache. Dass die Jungs auch anders können, wird hoffentlich ihr neues Album beweisen.
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21 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Im Kontext betrachten, 25. August 2007
Da ist es also endlich, das 4. Studioalbum des sympathischen Kölners. Lang erwartet und heiß ersehnt erfüllt es meine Erwartungen voll und ganz, und diese waren wirklich ziemlich hoch. Und dann ist dieses Album noch in anderer Hinsicht etwas ganz besonderes.
Wer die Titelstory in der neuen Riddim gelesen hat, weiß, wovon ich spreche. Nach dem immensen (Verkaufs-)Erfolg von Confidence war es für Tilmann Otto schwierig, das deutlich gewachsene Medieninteresse an seiner Person zu verarbeiten. Hörsturz, Bandscheibenvorfall - viele unglückliche Umstände kamen hinzu. Und - was für einen Musiker wohl am schlimmsten sein muss - er konnte einfach keine Musik mehr hören, keine Songs mehr schreiben. So war er lange Zeit damit beschäftigt, sich selbst zu finden, was ihm irgendwann auch gelang. Er begann, wieder Songs zu schreiben und fand wieder gefallen an der Musik und der Szene.
Doch auch die Produktion des Albums fiel ihm keineswegs leicht. Von Jamaika nach Europa und wieder zurück - viel musste er reisen, auch, um seine Familienleben nicht komplett aufzugeben. Eine Reihe von technischen Pannen bei den Aufnahmen kam noch hinzu, um es zu einem Horrorerlebnis für Otto zu machen ("So will ich nie wieder ein Album aufnehmen")
Die Scheibe selbst klingt etwas melancholischer und trauriger als Confidence oder Journey to Jah, positive Hymnen aufs Leben wie "Different Places" bleiben die Ausnahme. Bei vielen Texten erkennt man, wie Gentleman auf sich selbst Bezug nimmt und seine jüngste Vergangenheit verarbeitet. Viel Akustikgitarre und, für Gentlemanverhältnisse, relativ wenig Roots - das Album klingt anders als der Megaerfolg Confidence.
Und das zu schaffen, ohne an Qualtität einzubüßen, war die wohl schwierigste Aufgabe für Gentleman. Danke dafür, dass er sie gemeistert hat.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Neuer guter HipHop? Hier gibt es ihn!, 27. Juli 2007
Ja, ich hätte es nicht gedacht: es gibt noch guten neuen deutschen HipHop. Creme Fresh, die im januar/februar mit dem Topf auf Tour waren, haben ein Album der Extraklasse erschaffen.
Die Texte von Fatoni und Keno sind intelligent und werden meist in Doppelreimen dargeboten. Dabei handeln sie alle mögliche Themen ab, sei es Sozialkritik (Public Relations; Pass auf), Funbattle (mit Holunder in Zukunft des Rap), typisches Storytelling (Langweilig) oder Ballade (Jeden Tag Mehr): Die beiden MCs schaffen es jedes Mal, den richtigen Ton zu treffen, mal ironisch, mal traurig, mal verträumt. Hier besteht meiner Meinung auch der Hauptunterschied zwischen ihnen und den Töpfen, mit denen sie oft verglichen werden, da beide aus München kommen. Die Töpfe - hauptsächlich für ihre Ironie berühmt - haben selten eine ernste facette gezeigt. Trotzdem hat man nach dem Durchhören des Albums das Gefühl, eine Menge Spaß gehabt zu haben, was nicht zuletzt an den ausgefeilten Beats von Bustla liegt. Dem DJ, der mit Cuts zwar geizt, dafür aber exzellente Songs produziert hat, gelingt ein Spagat zwischen Oldschool-Beats und modernen Produktionen. Und das hört sich 10 mal besser an, als das neue Topfalbum Musikmaschine. Hier wird nicht die E-Gitarre ausgepackt, sondern gesampled, angehört und ausprobiert, ohne das Ziel aus den Augen zu verlieren. Herausgekommen ist ein breites Spektrum an Melodien und Rhythmen, das dem Album große Vielseitigkeit beschert.
Das Album muss sich jeder Oldschoolhiphopfan kaufen, weil man eines ganz deutlich heraushört: Diese CD ist nicht aus Selbstzweck entstanden, sondern weil drei Jungs HipHop lieben und ihre Meinung an den Mann bringen wollen, ohne dabei Oberlehrerhaft zu wirken.
HipHop, der mir wieder mal gezeigt hat, warum ich ihn liebe.
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Ein besonderes Album, 15. Juni 2007
Schon lange besitze ich diese LP von Martin Jondo, aber gerade höre ich sie wieder intensiv.
Was die Platte besonders macht, ist die eigene Art von Martin Jondo. Man hört ihm oft an, dass er von Leuten wie Gentleman inspiriert wurde, aber trotzdem einen eigenen Stil gefunden hat. Oft sind Akustikgitarren zu hören, die bassline spielt er meist selbst ein und es sind viele etwas poppigere stücke auf dem Album zu finden, was jetzt keineswegs negativ gemeint ist. Sein Album ist vielfältiger als das eines Gentleman, es rutscht nicht so gut, aber hakt sich nachhaltig im Gedächtnis fest.
Mein absoluter Hit auf dem Abum ist das Gentlemanfeature "Clearly". Hier zeigt die Band mit Tempo- und Rhythmuswechseln, was sie kann, und Martin und Gentleman legen ihren text engagiert über die grandiose bassline. Eines der besten deutschen Reggaestücke, und es gibt mittlerweile dank Seeed, Gentleman oder Nosliw reichlich davon.
Ein besonderes Lob auch noch für das farbenfrohe Booklet, in dem alle texte nachzulesen sind.
Danke Martin für dieses schöne Stück Musik!
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3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
"Another Intensity" - Hier fängt sie an!, 10. Juni 2007
Warum noch bis August auf das neue Gentlemanalbum warten, wenn man mit der Single "different places" schon mal reinhören kann?; dachte ich und schaffte sie mir an.
Der Titeltrack, von dem ich das Video bereits kannte, überraschte mich mit breaks und Rhythmuswechseln, die in der Videofassung fehlen. Diese tun dem Stück sehr gut; es kommt so wesentlich abwechslungsreicher rüber.
Überdies beglückt Gentleman uns mit 4 neuen, nicht auf "Another Intensity" enthaltenen Tracks. Die ersten 2, "Nah leave it up to dem" und "Bloody Sunday", sind mit Band eingespielt worden und überzeugen auf ganzer Linie, weil sie sehr lebendig wirken und "Nah leave it up to dem" das Tanzbein zum Schwingen bringt. "Screwface" und "Dutty heart" sind monotonere, analog erstellte Dancehallsongs, wie sie in der Form vor allem auf "Trodin On" zu hören waren. Nun ja, entweder, man mag so was oder nicht, wobei ich zu den ersten 3 Stücken, die live eingespielt wurden, tendiere. Der sechste Track schließlich ist ein Remix von "Different Places" und gefällt durch ein schönes, melodisches Arrangement.
Wenn die Qualität, die die ersten 3 Songs auf dieser beinahe-EP besitzen, sich auf "Another Intensity" fortsetzt und durch das ganze Album zieht, dann dürfen wir uns auf ein tolles neues Album von Gentleman freuen. Und davon bin ich überzeugt.
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