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Beiträge von Kucher Wolfgang
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Rezensionen verfasst von
Kucher Wolfgang "wak" (Rietz / Tirol / Österreich)
(REAL NAME)   

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Der Mann, der nicht sterben wollte: Märchen aus dem Maghreb
Der Mann, der nicht sterben wollte: Märchen aus dem Maghreb
von Naceur-Charles Aceval
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 17,50

5.0 von 5 Sternen Lebensallegorien, 25. April 2016
„Die Geschichten sind Lebewesen“ (S.6)

Zum Inhalt:
Umrahmt von der Suche eines Mannes, dessen tiefste Furcht jene vor dem Tod ist, führt Charles Aceval den Leser durch eine dem Europäer oft fremdartige, jedoch faszinierende Kultur, deren Schatz und Vermächtnis u.a. in den Parabeln, Erzählungen und Märchen besteht, die seit jeher einen Blick auf die essenziellen Fragen gestatten. Fragen auf die es bei weitem nicht immer (nur) eine Antwort, und wenn, dann auch nicht immer eine angenehme gibt. In den Märchen, die dieser Mann im Hammam, in der Wüste, in Oasen und Dörfern, in der Gesellschaft von Weisen, Mächtigen, Verstoßenen bis hin zu Menschenfressern vernimmt, entdeckt er immer wieder Lebensausschnitte in deren allegorischen Facetten stets archätypische Themen des Menschen als einzelnes Individuum und als Gesellschaftswesen aufgegriffen werden. Sei es die -für jeden anders gelagerte – Sinnfrage, die uns zu Suchenden macht, sei es der Wert von Freundschaft, die Macht des Wissens, oder das diffizile Verhältnis von Mann und Frau, Herrscher und Untergebenem und Mensch und Natur. „Dies ist die Geschichte seiner Reise, die in Wahrheit eine Suche war. Und ihr, liebe Zuhörer, sollt am Ende entscheiden, ob der Mann der nicht sterben wollte, sein Ziel erreicht hat.“ (S.15)

Fazit:
Charles Aceval entstammt einer kulturellen Überschneidungszone in der urbane Kultur und die Tradition der algerischen Nomaden eine fantasiefördernde, bereichernde Mischung gedeihen ließen, die den Grundstein seiner Lebensreise als Erzähler legten. Einer Reise die keineswegs geradlinig verlief und deren Ausrichtung in der „Suche nach dem eigenen Ton“ (S.11) prägend seinen Erzählstil gestaltet. Seine Märchen erzählen vom Leben und das Leben erzählt seine Märchen, nicht beschönigend, aber in einer Manier, welche die Stränge des oft verworrenen Lebensfadens zu entflechten hilft, eine Kunst die einem Wüstenführer gleich von einer Lebensoase zur anderen leitet. So gelangt auch der Leser von einem Märchen zum anderen, den Mann der nicht sterben wollte begleitend an Grenzen, an Ziele aber auch an seelische Abgründe und an Fragen, deren Antworten er als Suchender nur selbst zu beantworten vermag.

Zum Buch:
Realisiert in vorbildlicher Fadenheftung, mit stabilem optisch ansprechend gestaltetem Umschlag, sowie einem griffigen Bedruckstoff bietet das Buch ein ausgesprochen angenehmes optisches und haptisches Erscheinungsbild. Vervollständigt wird der überaus positive Eindruck durch einen tadellosen Druck, der sich auch in der Realisierung der Zeichnungen und der fallweise arabischen Typografie durchzieht.


Das Kopfkissenbuch der Dame Sei Shonagon (Insel-Bücherei)
Das Kopfkissenbuch der Dame Sei Shonagon (Insel-Bücherei)
von Helmut Bode
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 13,95

3.0 von 5 Sternen Gedichte, Schnee und Kirschblüten, 25. April 2016
„…, ich bin überzeugt daß es eine Menge nette und gescheite Leute gibt – man muß sie nur zu finden wissen.“ (S.58)

Zum Inhalt:
Der Dame Sei Shōnagon war es durch ihre freundschaftliche Beziehung zur Kaiserin Fujiwara no Sadako, deren Hofdame sie war, vergönnt einen tiefen Einblick ins das vielschichtige Hofzeremoniell Japans der Zeit um 1001 n. Chr. zu erlangen. Gepaart mit ihrer teils spitzen Feder, sowie ihrem bezeichnenden Schreibstil, auch bekannt als »zui-hitsu«, gelingt es ihr einen Text beinahe zeitloser frische, humorvoller Leichtigkeit und schlichter Eleganz zu schaffen. Selbst schreibt sie dazu: „In diesen Heften habe ich während der Mußestunden, die mir der Dienst als Hofdame vergönnte, niedergeschrieben, was mein Auge gesehen und mein Herz gedacht hat.“ (S.102).
Sei Shōnagon nimmt sich in ihren äußerst bildhaften Ausführungen nicht nur in Bezug auf höfisch Großes und Außergewöhnliches im Umfeld der gehobenen Gesellschaft kein Blatt vor den Mund, sie malt ebenso ein Bild der einfachen Alltäglichkeiten, der feudalen und menschlichen Animositäten ihres Umfeldes, sowie eines komplexen Sittenbildes des japanischen Hochadels. Dem Leben abseits des Zeremoniells wird ein ebenso breiter Raum geschaffen, wie den plastischen Beschreibungen eines Landes, dessen Kultur, Tradition und Geografie auf Europäer – und nicht nur auf diese – seit jeher eine fast magische Anziehungskraft ausübte. So verwundert es nicht, dass auch der Film die Thematikfür sich entdeckte, das Buch Sei Shōnagons als Vorbild verwendend („The pillow Book“).

Fazit:
Wer etwas über den abendländischen Tellerrand sehen möchte findet in diesem ansprechenden Text einen interessanten literarischen Weg hinter dessen verschlungenen Kurven, mannigfaltigen Gabelungen und wunderschönen Rastplätzen eine die Zeit überdauernde Prosa steckt.

Zum Buch:
Buchbinderisch lässt sich an dem Bändchen aus der Insel-Bibliothek nichts aussetzen. Buchblock und Einband sind gut verarbeitet und der Seitenbedruckstoff angenehm fest. Per se ist auch die Typografie, aufgelockert durch Schwarzweiß-Zeichnungen der Streublumen und Zweige passend. Leider trübt der unsaubere Druck das Gesamtbild eines an und für sich bibliophil ausgelegten Buches wie dem vorliegenden doch erheblich (Beispiele siehe auf meinem Blog).


Der indiskrete Roboter. Utopische Erzählungen.
Der indiskrete Roboter. Utopische Erzählungen.
von Gerhard Branstner
  Gebundene Ausgabe

4.0 von 5 Sternen Mensch und Maschine, 19. April 2016
„»…, die Natur reagiert nun einmal nicht immer vorhersehbar, sie hat einen unerschöpflichen Vorrat an Überraschungen auf Lager; das ist ja gerade das Interessante an ihr.«“ (S.75)

Zum Inhalt:
Drei Erzählungen aus der Feder von Gerhard Branstner beschäftigen sich mit größtenteils – so zumindest oberflächlich betrachtet – durchwegs techniklastigen Problemstellungen. Sei es nun das Beheben eines Problems in der Energieversorgung eines kosmischen Leuchtturms („Die entlaufene Maschine“), das Abwenden einer Katastrophe durch das Wiedereinfangen einer vom Kurs abgekommenen Trägerrakete für atomaren Müll („Der indiskrete Roboter“) oder das Aufklären und Abwenden einer drohenden ökologischen Katastrophe („Das Raumschiff unter Wasser“). Stets gelingt es den Helden der anekdotenhaften Texte mit Bravour die an sie gestellten technischen Anforderungen zu erfüllen.
Weitaus diffiziler verhält es sich da schon mit einer weiteren Ebene in den Erzählsträngen, nämlich der zwischenmenschlichen und nicht zuletzt jener zwischen Mensch und Maschine, wobei der Roboter Oskar dabei eine Art Archetyp der Mensch-Maschine-Schnittstelle einnimmt.

Fazit:
Hans Ticha trägt mit seinen an die Pop-Art erinnernden Illustrationen zu einem mehrdimensionalen Leseerlebnis bei, indem er dem Text zusätzliche Tiefe und einprägsame Symbolik verleiht, getreu dem Motto „ein Bild sagt mehr als 1000 Worte“, verleiht er den Kurzgeschichten eine Nuance welche bereichernd mit dem Textfluss Hand in Hand fortschreitet. Dem aufmerksamen Leser erschließt sich neben dem Offensichtlichen in den Texten Branstners eine tiefsinnige Auseinandersetzung mit der Frage nach den Verantwortlichkeiten des gestaltenden Menschen: Sind selbständige Maschinen sich selbst auch moralische Instanz oder bleibt letzten Endes immer der Konstrukteur der Verantwortliche für Handeln und Wesen seiner Schöpfung. All dies gelingt in einer humorvollen, wenig Zeigefinger-lastigen Leichtigkeit. „Es geht heiter zu im Buch, so heiter und unbeschwert, wie sich Gerhard Branstner den Umgang der Menschen miteinander in Zukunft – und nicht nur für die allzu ferne – wünscht.“ (Klappentext)

Zum Buch:
Der solide verleimte Buchblock wird umschlossen von einem festen Leinenumschlag, mit Titel und Autor als Rückenprägung, sowie einer farbigen Deckelprägung, welche den Roboter Oskar darstellt (näheres dazu auf meinem Blog). Der Seitenbedruckstoff vergilbt durch seinen hohen Holzanteil leicht und wirkt eher grobfaserig, erweist jedoch als angenehm in der Haptik. Die typografische Gestaltung ist unspektakulär, angenehm lesbar und im Druck – bis auf wenige Ausnahmen (näheres dazu auf meinem Blog) – sind auch die Schwarz-Weiß-Illustrationen von Hans Ticha sehr gut gelungen.


Götter
Götter
von Will Hofmann
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,95

2.0 von 5 Sternen Parallelgesellschaften, 9. April 2016
Rezension bezieht sich auf: Götter (Gebundene Ausgabe)
„Ich wollte, ich wüsste forthin einmal, was dorten ist.“ (S.152)

Zum Inhalt:
Mitten in einer Gesellschaft, welche von sich selbst gerne als Hochkultur spricht, existieren Reservate, in denen über Generationen hinweg Menschen nach Geschlechtern getrennt leben. Wobei sich dieses Leben in der täglichen (Fron-)Arbeit für die Götter und der religösen Verehrung derselben ergeht. Die strikte Ordnung in diesen Mikrogesellschaften wird durch lange Tradition, bevormundende Religion, bewusst gesteuerten Mangel an Bildung und drakonische Strafen bis hin zum Tod durch Erhängen aufrecht erhalten. Nutznießer sind die Götter. Hinter ihnen verbergen sich keine anderen als brave Bürger eben derselben Hochkultur, die der Leser kennt, mit der er sich zum großen Teil identifiziert. Bürger die ihre lieb gewonnenen Pfründe bereits über Jahrzehnte hinweg zu schützen wissen und sich hinter einer Geheimorganisation, genannt „Streber“ – einer Sekte gleich – bedeckt halten.
Agnes und Clemens jedoch sind Ausnahmen. Aus unterschiedlichen Beweggründen heraus bewerkstelligen sie ihre Flucht aus ihrem jeweiligen Reservat und finden sich im Umland, um sich einen langen Weg in die Zivilisation zu erarbeiten. Hierbei werden sie von Clemens, sowie einigen weiteren Helfern unterstützt, damit sie in der neuen Kultur Fuß fassen können. In rasantem Tempo lernen sie mit den Segnungen der Technik und den intellektuellen Errungenschaften wie Lesen, Schreiben, Rechnen etc. umzugehen, oder vielmehr sie sich einzuverleiben.
Der in bester Hollywood-Manier inszenierte Happy-End-Abschluss führt zur Auflösung der Reservate, Befreiung der Insassen und dem Zusammenführen von Verschollen geglaubten zu einer Familie nach traditionellen Vorstellungen – und nicht zu Vergessen der Bestrafung der „Schuldigen“.

Fazit:
Die Idee hinter der Geschichte um eine Parallelgesellschaft abseits aller technischen Errungenschaften, des kulturellen Fortschrittes und beinahe überbordender staatlicher Überwachung ist vom Grundprinzip ein spannender Ansatz, dem der Autor in Ansätzen auch gerecht werden kann. Aber eben nur in Ansätzen: das Leben in den Reservaten bedürfte einer weitaus intensiveren v.a. psychologischen Betrachtung, ebenso wie der Erwerb der Fähigkeiten, die in den Robinsonaden von Agnes und Günter anschließend als selbstverständlich vorausgesetzt werden. Selbst wenn sich der Leser auf die oft recht abstrusen Ideen und Folgerungen des Textes einlässt, bleibt doch immer wieder an verschiedensten Punkten des recht zerfahrenen Handlungsstranges ein schales Gefühl von Absurdität, das auch ellenlange geschichtliche Ausführungen letztendlich nicht zerstreuen können. Es will sich während der gesamten Lektüre keine rechte Kontinuität in der Geschwindigkeit des Erzählens einstellen und der Aufbau eines Spannungsbogens gelingt nur marginal. Ein per se interessantes Thema, welches aber in dieser Ausführung keine Leseempfehlung wert ist.

Zum Buch:
Bei der Lieferung des druckfrischen Exemplars waren die Seiten am Beschnitt des Buchblockes noch ein wenig miteinander verklebt, was handwerklich gesehen jedoch das einzige Manko an der buchbinderischen Ausführung des Bandes darstellt. Die künstlerische Gestaltung der Buchdeckel ist sprechend und allegorisch bezogen auf den textuellen Inhalt, der Reliefdruck und die Unschärfen im fotografischen Bildbereich verleihen dem Motiv sowohl haptische als auch optische Tiefe – die sich leider, wie oben ausgeführt, nicht im Text niederschlägt. Die solide Verarbeitung, eine lesefreundliche typografische Textausführung, sowie die gefällige Kleinigkeit eines Lesebandes runden den positiven Eindruck der handwerklichen Buchgestaltung ab.


Element8: Das Flüstern der Erde: Fantasy-Epos
Element8: Das Flüstern der Erde: Fantasy-Epos
von Wolfgang Kirchner
  Taschenbuch

5.0 von 5 Sternen Wurzeln schlagend, 8. April 2016
„»So wie das Licht des Morgens jeden Tag ein neues ist, kannst auch du jeden Tag ein anderer sein und die Dinge in einem neuen Licht betrachten«.“ (S.213)

Zum Inhalt:
Kreton Morgenwasser hat ein Ziel. Eines dem er gewillt ist alles – und jeden – unterzuordnen. Angespornt von religiösem Eifer, sowie dem Wissen, oder vielmehr der düsteren Ahnung, um die Bedrohung durch die Schatten. Und wer könnte den drohenden Schatten mutiger und siegessicherer entgegentreten als das Lichtvolk, dem Kreton entstammt. Doch unterschätzt er seinen Gegner nicht! Er muss sein Ziel erreichen bevor die Schatten erstarken, muss jene verschollene Waffe finden, die den dunklen Mächten Einhalt gebieten kann.
Narna Feuervogel wird getrieben von Wünschen, Träumereien und ihrer Zuneigung zu Erian Dämmerschein. Als junge Erdläuferin stellt sie alles und jeden, der auch nur nach Autorität, Überlieferung und Tradition riecht in Frage. Ein Querkopf wie er im Buche steht, der jedwede Integration in ein Stammesleben verneint. Ihrem Ziel, die Welt außerhalb der langweiligen Tiefen des Flüsterwaldes sehen zu wollen, hofft sie mit Erian näher zu kommen.
So machen sich beiden – Kreton und Narna – an unterschiedlichen Enden Arteis – ihrem Heimatkontinent – auf, angetrieben von Motiven die unterschiedlicher nicht sein könnten. Die unheilvollen Zeichen mehren sich indes. Narna gerät mehr und mehr in einen Sog von Ereignissen, deren Tragweite sie weder begreift, noch abzuschätzen vermag, welche Schlüsselstellung gerade sie in der Gestaltung der Zukunft des Volkes der Nari einnehmen soll. Die Lebenswege Kretons und Narnas verschlingen sich ineinander, als wäre es Bestimmung – und jeder sieht im anderen einen erbitterten Erzfeind.
Mehr und mehr enthüllt sich die wechselvolle Geschichte Arteis, wird ein Puzzlestück dem anderen beigestellt, wobei ein faszinierend mehrschichtiges Bild der Völker des weiten Kontinents entsteht. Das eingespielte Leben aller Völker ist im Umbruch. Die anbrechende Zeit verheißt dabei nichts Gutes zumal das fragile Gleichgewicht der 8 Elemente zu kippen droht. Es sind die Schicksalswender an denen es nun liegt zu bestimmen, welchen Weg Arteis Geschichte einschlagen wird…

Fazit:
Wolfgang Kirchner gelingt es auf den 434 Seiten seines Buches eine fesselnde Geschichte in einem Universum anzusiedeln, dessen irisierende Vielfalt zum einen stimmig und zum anderen ebenso verlockend ist. Stimmig aufgrund der überzeugenden Charaktere, der glaubhaften Entwicklung der Geschichte, sowie der filigranen Abhängigkeiten der Völker und Gesellschaften auf dem Kontinent Artei. Verlockend da der Spannungsbogen stets auf fordernde Weise aufrecht erhalten bleibt – selbst über den Schluss des Buches hinaus. Der Autor vermeidet geschickt ausgetretene Fantasytrampelpfade zu strapazieren, ohne seinen Leser vor den Kopf zu stoßen. Es gibt sie, die Anklänge an Zwerge, Faune, Menschen oder allerlei Arten von Tierwesen, jedoch auf eine im positiven Sinne andere, neue Erzählweise beleuchtet. Hilfreich ist dabei das Glossar, welches dem Leser den Zugang zu den Wesen und der Geschichte Arteis erheblich erleichtert, sich dabei aber nie störend auf den Lesefluss auswirkt oder gar aufdrängt. Vielmehr verhält es sich wie ein hilfreicher Reiseführer für den Leser. Geschickt sind Elemente des Entwicklungsromans, gemischt mit klassischer Fantasy und einem Hauch Indiana-Jones-Schatzsuche verwoben. Ein rundum empfehlenswertes Buch für Freunde der Fantasy.

Zum Buch:
Das Erste wodurch das Buch besticht, ist die künstlerische Gestaltung des Einbandmotives und der Farbwahl. Beides harmoniert auf ausgezeichnete Weise mit dem Thema und dem Grundtenor des Textes. Ansprechend ist auch das Logo und die überaus hilfreiche Karte des Kontinents Artei, welche sich auf den ersten Seiten findet. Ebenso positiv fällt die Verarbeitung auf: der Buchblock ist sehr gut verleimt und lässt haptisch vom Bedruckstoff, sowie der Stabilität eine angenehmes Lesegefühl aufkommen. Bei dem mir vorliegenden Exemplar gab es allerdings eine Manko in der Drucktechnik, das sich so äußerte, das auf vielen rechten Seiten vertikal der Text leicht verschoben war, wodurch einzelne Lettern in den Worten die Linie nicht hielten. Kein großes Malheur, aber dennoch erwähnenswert, da es manchmal störend wirkt (näheres dazu auf meinem Blog). Ansonsten ist der Text typografisch dezent, durchgängig und leicht leserlich gestaltet.

P.S.: Zum Buchprojekt gibt es eine Website ( element8-ebook.com )


Sieben Legenden
Sieben Legenden
von Gottfried Keller
  Gebundene Ausgabe

3.0 von 5 Sternen Wider die Bevormundung der Poesie durch die Religion, 3. April 2016
Rezension bezieht sich auf: Sieben Legenden (Gebundene Ausgabe)
„…; denn wenn die himmlischen einmal Zuckerzeug backen, so gerät es zur Süße.“ (S.35)

Zum Inhalt:
Angesiedelt in der Spätantike schildert „Eugenia“ die gesellschaftliche wie auch religionsphilosophische Odyssee der gleichnamigen Römerin hin zu einer geläutertern Beziehung zu dem von ihr geliebten Prokonsul Aquilinus unter dem Stern christlicher Wertvorstellungen von Liebe und Treue.
Das Mittelalter bietet den zeitlichen Rahmen der drei folgenden Erzählungen, deren zentraler Dreh- und Angelpunkt stets die – durchaus sehr weltlichen – Eingriffe der Himmelsmutter Maria darstellen. Hierbei ist die Darstellung Marias, v.a. was ihre Beweggründe und Motivation anbelangt, ausgesprochen weit vom klassisch katholischen und auch protestantischen Bild der Heiligen Jungfrau entfernt und in beinahe kabaretistischer Art humoristisch überhöht.
„Der schlimm-heilige Vitalis“ und „Dorotheas Blumenkörbchen“ sind ebenfalls wieder in der Antike verankert. In der ersten Erzählung könnte man den Mönch Vitalis einen Streetworker mit äußerst unorthodoxen Methoden im Rotlichtmilieu nennen. Diese seine Mission endet jedoch als „eine hübsche und liebenswerte irdische Jungfrau ihn hinters Licht führt, um aus dem »wackeren Martyrer einen noch besseren Ehemann zu machen«.“ 1) Beinahe eine Ode an die Entsagung diesseitiger Freuden präsentiert „Dorotheas Blumenkörbchen“, wobei auch hier Keller anklingen lässt, dass bei allem martyrerhaftem Gebaren der unglücklich Liebenden Dorothea und Theophilus der Egoismus die eigentliche Kernmotivation darstellt.
In der finalen Erzählung um die begeisterte Tänzerin Musa lässt Keller keinen Zweifel mehr daran, wie er den scheinbaren Widerspruch von unsinnlichem Christentum und weltlicher Muse aufzulösen dachte. Musa kommt hierbei nur in den Himmel, wenn sie in ihrem diesseitigen Leben dem Tanz entsagt, um sich für den vollkommenen Tanz der Seligen im Jenseits zu bewahren. Als in eben diesem Jenseits jedoch die neun Musen irdische Musik anstimmen, wird den Heiligen ihre Sehnsucht nach der diesseitigen Welt schmerzlich bewusst.

Einteilung:

Vorwort
Eugenia
Die Jungfrau und der Teufel
Die Jungfrau als Ritter
Die Jungfrau und die Nonne
Der schlimm-heilige Vitalis
Dorotheas Blumenkörbchen
Das Tanzlegendchen

Fazit:
Den literarischen Kondensationskern resp. Anstoß zu den „Sieben Legenden“ findet Keller in der Lektüre der „Legenden“ des Pfarrers Ludwig Theobul Kosegarten, auf die er auch im Vorwort Bezug nimmt. Die „Sieben Legenden“ Kellers erschienen 1872 und erschlossen dem Autor u.a. einen großen Leserkreis – auch oder v.a. im Kreis des unpolitischen deutschen Bürgertums der Gründerzeit – und ermöglichte es ihm zusehends mehr als freischaffender Autor Fuß zu fassen. Die parodistischen Ansätze und der persiflierende Humor, der nicht nur zwischen den Zeilen erlesen werden kann, machen die Lektüre der Novellen zu einem kurzweiligen Ausflug in eines der Schlüsselwerke von Kellers Erzählkunst.

Zum Buch:
Die Heftung dieses Buches erfolgte mittels Metallklammern, welche über die Jahre leider durch den Einfluss der Luftfeuchtigkeit stark gelitten haben (Näheres dazu auf meinem BLOG). Ebenso war im vorliegenden Exemplar die Leimung des Rückens gebrochen. Ansonsten sind Umschlags- und typografische Gestaltung schön realisiert, wobei die Frakturschrift dem Text zusätzlichen Charme verleiht.

1) Kindlers Neues Literaturlexikon (1988/1998), Bd. 9, S.286


Die Altmutanten. Perry Rhodan 65. (Perry Rhodan Silberband)
Die Altmutanten. Perry Rhodan 65. (Perry Rhodan Silberband)
von William Voltz
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 17,95

4.0 von 5 Sternen Körpersuche, 22. März 2016
„Die Menschen suchten nach Antworten auf ihre Fragen. Die uralte Frage nach der Schöpfung ließ diese Wesen nicht los. Und jedesmal, wenn sie eine Tür aufgestoßen hatten, entdeckten sie neue Rätsel. Sie würden immer tiefer in das Universum vorstoßen und schließlich den Kontakt zueinander verlieren. Das war ihr Problem.“ (S.258f).

Zum Inhalt:
Corello ist nach wie vor die „Operationsbasis“ der 8 Altmutanten, die jedoch verzweifelt daran arbeiten einen eigenen Körper für jeden als Individuum zu beschaffen. Fündig werden sie sozusagen in einem Relikt der Vergangenheit: einer unterseeischen lemurischen Geheimbasis, deren Ziel die Erschaffung lemurischer Raumschiffbesatzungen war, um die Verluste in den seinerzeit verlustreichen Raumschlachten in kürzester Zeit kompensieren zu können. Der Plan scheint aufzugehen, das übereilte Vorgehen der Mutanten lässt jedoch nicht abschätzbare Fehlentwicklungen eintreten, welche ihre Synthokörper zusehends rascher verfallen lassen.
Trotz der doch erheblichen Schwierigkeiten in welche die Mutanten Rhodan und v.a. die Menschheit durch ihre vom Wahn diktierten Aktionen brachten und noch bringen, erkennt der Großadministrator in ihnen nach wie vor jene Freunde, für die er immer noch Himmel und Hölle in Bewegung setzt, um sie vor dem Tod durch den vorzeitigen Verfall ihrer synthetischen Lermurerkörper zu bewahren. Doch es drängt nicht nur die Zeit. Es sind auch die immer wieder versuchten Attentate auf das Leben der 8 Mutanten, die eine koordinierte Aktion fast unmöglich machen und letzten Endes ein – man möchte sagen – Verzweiflungsbündnis entstehen lässt, dem Atlan, Tolot und die 8 Mutanten als Kern angehören und dessen Ziel es ist, mittels des auf Asporco befindlichen PEW-Metalls einen Möglichkeit zu finden, die Mutanten dauerhaft genesen zu lassen.

Fazit: Horst Hoffmann gelingt in diesem Band eine spannende Handlungsführung mit viel Hintergrundinfos und einem Abstecher in das Leben der „normalen“ Terraner, außerhalb der Rhodan-Riege zusammenzustellen. Trotz der ausführlichen (Neben-)Handlung um die Bewohner Poveniers wird der zentrale Handlungsstrang die 8 Altmutanten betreffend zügig weitergesponnen, so dass auch keine Hänger in Sachen Spannung zu bemängeln wären. Gelungen ist auch der Ausklang in einer Art Cliffhanger mit Sicht auf Band 66 „Kampf der Paramags“.

Zum Buch:
Die Tradition der Silberbände fortsetzend zeichnet auch den Band 65 eine solide Verarbeitung mit einem stabil verleimten Buchblock, haptisch ansprechendem Seitenbedruckstoff und einer künstlerisch gefälligen Gestaltung aus. Typografie und Druck führen das bewährte Konzept der Serie fort und weisen nur wenige leichte Mängel auf (näheres auf meinem Blog.) In Summe ein gelungenes und schönes Buch.


Dem Horizont so nah
Dem Horizont so nah
von Jessica Koch
  Broschiert
Preis: EUR 14,99

1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Tor 2, 15. März 2016
Rezension bezieht sich auf: Dem Horizont so nah (Broschiert)
'Zeit genug! Ein Satz, an den ich mich später noch häufig erinnern sollte. Als klar wurde, dass wir niemals Zeit haben würden.' (S.220)1)

Zum Inhalt:
Danny und Jessica wären wohl nicht als Traumpaar bei einer Partnervermittlung zusammengestellt worden. Zu unterschiedlich sind ihre äußeren, aber vor allem ihre inneren Werte. Es ist Dannys unbändiger Elan, seine Lebensfreude, sein Charme und nicht zuletzt sein Aussehen, dass Jessica dann doch ein zweites Mal darüber nachdenken lässt, ihm eine Chance zu geben, in ihrem Leben eine größere Rolle zu spielen.
Zu diesem Zeitpunkt ahnt sie nicht, dass ihr gutbürgerliches, einfaches, strukturiertes Leben wie sie es bis dato kennt damit vorbei ist. Wie beinahe alle dauerhaften Beziehungen gestaltet sich das Zusammenraufen der beiden anfänglich schwierig, doch schon nach kurzer Zeit kann sich Jessica die ein oder andere Marotte Dannys nicht mehr mit ihren einfachen bekannten Verhaltensschemata erklären. Durch liebevolle Hartnäckigkeit erarbeitet sie sich das Vertrauen ihres Partners und seiner Freunde, wobei v.a. Dannys Seelenverwandte Christina mehr als nur Anker und Fixpunkt für beide ist.
Mehr und mehr taucht Jessica in eine Welt, deren pechschwarze Abgründe erschütternd und scheinbar bodenlos sind. Ihre Bindung an Danny ' und umgekehrt ' wird nicht nur einmal bis zum Zerreißen an den Vorurteilen einer spießbürgerlichen Gesellschaft auf die Probe gestellt. Es ist das Damoklesschwert der vorbestimmten Endlichkeit welches über Danny schwebt, das beiden eine Lebenszeit beschert, deren Intensität nur wenigen beschieden ist.
Wie werden Menschen mit einem Schicksal fertig, dessen Hohngelächter beinahe täglich von den Wänden der wiederkehrenden Albträume hallt? Wie geht man damit um, zu wissen nie ein 'normales' Leben führen zu können, nie auch nur die Chance zu erhalten dem geliebten Menschen alt zu werden, nie einen Anderen an sich heran lassen zu können oder gar zu dürfen? Und wie verarbeitet man all dies wissend, dass die Schuldigen daran die eigenen Eltern sind? Wie kann man in einer Welt deren banale Selbstverständlichkeit beinahe physisch schmerzt jeden einzelnen Tag überleben, wissend wie wertvoll und vergänglich das verrinnende Leben eines geliebten Menschen ist?
Fragen denen sich Jessica, Christina und Danny stellen müssen, ohne die Möglichkeit einer Wahl zu haben. Und doch erfährt Jessica in dieser derangierten Welt bedingungslose Freundschaft, wie sie sie noch nie erlebt hatte, Zusammenhalt ohne Hintergedanken und gelebte Wertschätzung, die weit über romantische Liebe hinausgeht.

Fazit:
Wie fasst man das Gefühl in Worte, wenn ein Text nicht nur berührt, vereinnahmt, den Leser zu einem Teil der Ereignisse macht und Tage nach der Lektüre ' und wahrscheinlich nie mehr ' los lässt. Nur eine handverlesene Zahl an Geschichten schaffte dies bei mir bisher in der intensiven Form, wie es Jessica Kochs Buch vermochte. Es ist die Glaubwürdigkeit ihrer Akteure, die ambivalente Tiefe der Emotionen, die authentische Sprache, der Widerhall intensiven und vergehenden Lebens, welche bis in das Innerste vordringen, einem nicht selten den Magen verkrampfen, zu Tränen rührt und einen Hauch des Leides, aber auch der Hoffnung, der unbedingten Liebe mitfühlen lässt, die Danny und Jessica verbindet.
Ein Satz drückt den Eindruck des Textes für mich wohl am besten aus: Es war ein Privileg ihn lesen zu dürfen!

(1) Alle Angaben, sowohl Seiten-/Positionsnummern, wie auch technische Details, beziehen sich auf die PDF-Ausgabe des Rezensionsexemplares


Farne - Moose - Flechten Mittel-, Nord- und Westeuropas
Farne - Moose - Flechten Mittel-, Nord- und Westeuropas

4.0 von 5 Sternen Schattendasein, 5. März 2016
„Da nickten, spottend mein, die schwanken Tannen,
Auch höhnend sah das niedre Moos empor
Mit seinen Würmern, die geschäftig spannen,
Und lachend brach das Firmament hervor.“ (Gottfried Keller, Ein Tagewerk, Gedichte)

Zum Inhalt:
Ein klassisches BLV-Bestimmungsbuch hält der Naturfreund mit diesem Werk in Händen. So sind es auch weit über 200 Seiten, welche sich dem taxonomischen Zuordnen der botanischen Schönheiten aus der Schattenwelt der Farne, Moose und Flechten widmen. Mit viel Liebe zum Detail sind die 655 Farbfotos ausgewählt und aussagekräftige Feinheiten mit Bedacht hervorgehoben.
Trotz der Komplexität des Gebietes gelingt es Hans Martin Jahns auf den einführenden 34 Seiten einen grundlegenden Abriss der Lebensformen, bestimmungsrelevanten Charakteristika und der Physiologie und Pflanzensoziologie zu vermitteln. Was v.a. den Hobby-Botaniker freuen dürfte ist die Tatsache, dass „konsequent auf mikroskopische und chemische Merkmale“ (S.7) zur Bestimmung verzichtet wurde. Geografisch werden Mittel-, West- und Nordeuropa als Verbreitungsgebiete der besprochenen Pflanzen behandelt. Abgerundet wird der Text durch verweise auf weiterführende Spezialliteratur, sowie einen erklärende Zusammenstellung der wichtigsten Fachbegriffe.

Fazit:
Das Buch ist zwar schon ein wenig in die Jahre gekommen, aber nach wie vor ein Klassiker unter den BLV Büchern. V.a. die Fokussierung auf den ambitionierten Laien und die ausgezeichnete didaktische Umsetzung machen es zu einem wertvollen Begleiter bei Exkursionen und einem schnellen Nachschlagewerk.

Zum Buch:
Als Exkursionsbegleiter ausgelegt ist das Buch äußerst stabil konzipiert und sowohl in Verleimung des Buchblockes, wie auch in der Wahl des stabilen Bedruckstoffes gut gelungen. Einzig das Gewicht trübt den Gesamteindruck ein wenig und wird den ein oder anderen Leser dazu animieren es nicht als ständigen Begleiter im Rucksack zu tragen :-) . Ein sehr sauberer Druck, eine hohe Farbechtheit der Abbildungen und eine im Hinblick auf didaktische Gesichtspunkte gewählte Typografie runden das positive Bild des Werkes ab.


Schlafstörungen - wirksam vorbeugen und behandeln
Schlafstörungen - wirksam vorbeugen und behandeln
von Albert; Schulz, Sonja, Dr. med Haufs
  Taschenbuch

1.0 von 5 Sternen Zum Einschlafen, 27. Februar 2016
„Welche Tätigkeit ist uns so wichtig, dass wir ihr einen Großteil unserer Zeit widmen würden? … Schlaf“ (S.4)

Zum Inhalt:
Die beiden Autoren versuchen im vorliegenden Text einen Überblick über die physiologischen, anatomischen und psychologischen Ursachen häufiger Schlafstörungen zu geben und einen Weg aufzuzeigen, der es ermöglichen soll Betroffenen ihre Erholungsphasen wieder als solche zu etablieren und zu wahren. Nach einer Einführung, in welcher der gesunde Schlaf als der Normalzustand analysiert wird, unterscheiden sie zwischen gelegentlichen und persistierenden und somit behandlungsbedürftigen Schlafstörungen. Ursachen und Risikofaktoren werden dabei ebenso besprochen, wie klassische Medikationen, alternative Behandlungs- und Verhaltensformen, die sich der Leser größtenteils selbst aneignen kann. Themen wie Stress, Schlafapnoe, Schnarchen, Parasomnien, Schlafwandeln, Jetlag, Schichtarbeit und Hypersomnie werden gestreift und auf Entspannungstechniken, u.a. Yoga, progressive Muskelentspannung (Jacobson-Training), Schlafrituale eingegangen. Unter dem Kapitel „Weiterführende Informationen“ finden sich Adressen zu Selbsthilfegruppen, Schlaflaboren sowie Fachverbänden in Deutschland und Österreich.

Fazit:
Meine Motivation das Buch fertig zu lesen ließ trotz des an sich interessanten Themas sukzessive schon ab Seite 30 nach, um dann letztendlich beinahe in Ärger umzuschlagen. Die Gründe liegt vor allem in der sachlichen Inhaltslosigkeiten welche die Autoren über 144 Seiten ausdehnen. Seiten dabei mit Wiederholungen und Allgemeinposten zu füllen bringt dem Leser nichts und stiehlt ihm nur seine Zeit. Dem Fass den sprichwörtlichen Boden schlägt jedoch die ausufernde Verwendung von teils seitengroßen Featurebildern – über 65 (!) an der Zahl – aus. Die Bilder haben zum Text in den wenigsten Fällen direkten erklärenden Bezug und – was besonders nervt – stellen sogar Teils Produktplatzierungen dar. (Besonders auffällig ersichtlich ist dies auf dem Bild auf S.54). Wenn ich eine Werbebroschüre für Generica möchte, dann frage ich mich, warum ich dann noch dafür zahlen soll.

Zum Buch:
Die Verleimung der 144 Seiten ist leider keineswegs gut zu nennen. Schon nach kurzem Blättern beginnen sich von vorne her die Seiten aus dem Buchblock zu lösen. Der Bedruckstoff wäre per se durchaus passabel und auch der Einband hinterlässt haptisch keineswegs einen schlechten Eindruck, in Summe kann man dem Buch jedoch keine positive Beurteilung in Sachen handwerklicher Verarbeitung attestieren.


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