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Rezensionen verfasst von
Mr. "Rullep" (Seelscheid)

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In and Out of Consciousness: Greatest Hits 1990-2010
In and Out of Consciousness: Greatest Hits 1990-2010
Preis: EUR 15,98

3 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nun war es doch fällig!, 8. Oktober 2010
VORWORT:

Es gab eine Zeit, in der ich von Mr. Williams so gut wie garnichts gehalten habe. Da gab er noch den Kasper bei einer Boygroup namens Take That. Mit der einzigste Song dieser Kapelle der mir gefiel war "Back for good". Inzwischen sind seit dieser Periode und dem Hier und Jetzt viele Jahre verstrichen und Robbie mauserte sich vom Clown zum Entertainer, der mit Hilfe seiner eigenen Vision und dem glücklichen Händchen eines Guy Chambers zum Superstar in Europa wurde. Dank ausgezeichneter Promotion, spektakulären Videos und grandiosen Konzerten stieß er in die gleiche Höhenluft auf, wie sie einst Michael Jackson oder Madonna erreicht hatten...

In and Out of Consciousness
Greatest Hits 1990-2010:

Den Zusatz 1990-2010 finde ich ein wenig übertrieben, da Robbie zwar vor 20 Jahren bei Take That anfing, doch der einzigste Song dieser Band ist mit "Everything Changes" aus dem Jahr 1994 (!) vertreten, während seine erste Single "Freedom", erst 1996 erschien.
Ansonsten ist hier alles zu finden, was die Musik dieses Briten über all die Jahre so interessant gemacht hat. Angefangen wird auf dieser Compilation jedoch mit dem Jetzt, viel mehr der aktuellen Single "Shame", die er zusammen mit Ex-Feind Gary Barlow aufgenommen hat. Nett anzuhören und ganz sicher etwas für den trüben Herbst. Im weiteren Verlauf reist man zurück in die Zeit und rockt bei "Bodies", düst weiter zum schrillen "Tripping" hin zu seiner kurzweiligen Swingzeit, "Mr. Bojangles", ehe man irgendwann bei den ersten Hits wie "Angels" landet.

FAZIT:

Ich finde diese Zeitreise sehr spannend und was mir am besten gefällt ist der Umstand, das es nach der Schnellschuss-Best-Of aus dem Jahr 2003 nun wirklich nötig wurde, alle Hits des smarten Sängers unter einen Hut, ich meine, auf CD zu bringen. Dies ist zu hundert Prozent gelungen und nun darf man gespannt sein, ob Robbie Solo weitermachen wird, oder doch lieber bei seiner alten Band einsteigt - ich hoffe auf ersteres!


Wild Things
Wild Things
DVD ~ Kevin Bacon
Wird angeboten von svalv
Preis: EUR 9,44

5 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Keine Ahnung was der Wirbel soll!, 29. September 2010
Rezension bezieht sich auf: Wild Things (DVD)
VORWORT:
Ich hatte bereits vor einigen Jahren versucht, diesen Film zu schauen. Nach einer guten halben Stunde, war ich jedoch so genervt von den Dialogen, das ich vorzeitig abschaltete. Nun habe ich "Wild Things" zum ersten Mal komplett gesehen und trotz des Umstands, diesmal durchgehalten zu haben, frage ich mich, was an diesem Film so spannend und vorallem, erotisch sein soll? Allein schon die Klassifizierung als Erotik-Thriller trifft nicht wirklich zu, es sei denn, man kennt andere Filme wie "Basic Instinct" oder "9 1/2 Wochen" nicht.

ACHTUNG SPOILER! :
Zugegeben: ich habe Matt Dillon sein falsches Spiel bis zu der Szene im Motel abgekauft und vor allem Kevin Bacon lieferte eine Glanzleistung ab. Als dessen Umrisse jedoch hinter dem Duschvorhang zu erkennen waren, ahnte ich nach all den abstrusen Wendungen bereits, das der "gute" Gesetzeshüter dahinter erscheinen würde. In diesem Film hätte sich wahrscheinlich selbst ein Priester, kurz vor Ende als Kopf einer Mafiabande entpuppt. Hier wollte jemand zuviel unter einen Hut bekommen. Nichts gegen überraschende Wendungen und Personen, die ein falsches Spiel treiben. Wenn sich am Ende allerdings so gut wie jeder (Bill Murray) als falscher Fuffziger entpuppt, verliert selbst ein solcher Plot seinen Reiz. Desweiteren fragte ich mich aufgrund der, vor allem in der ersten Stunde dargebotenen Dialoge, ob dies nun eine Komödie, Satire oder wirklich ein Thriller sein sollte.

FAZIT:
"Wild Things" ist einer dieser Filme, den ich mir einmal in hundert Jahren anschaue und zeigt mal wieder, wie unterschiedlich die Geschmäcker sein können. Mag die breite Masse gefallen an diesem Werk finden - ich bin nicht gerade begeistert! Daher gebe ich, aufgrund der Leistung von Kevin Bacons noch 2 Sterne und was den Rest betrifft, so erspare ich mir weitere Kommentare...


Lethal Weapon 1-4 [Director's Cut] [Special Edition]
Lethal Weapon 1-4 [Director's Cut] [Special Edition]
DVD ~ Mel Gibson
Wird angeboten von direkt bestellt und schnell geliefert
Preis: EUR 29,99

0 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Unterhaltsame Buddy-Movies mit viel Action!, 14. August 2010
ALLGEMEIN:

Ich habe die LW-Reihe mit dem zweiten Teil, "Brennpunkt L.A." kennengelernt, der mir wunderbar gefiel. Erst viel später, als ich mir diese Special Edition Box kaufte, sah ich den ersten Teil als Premiere. Dieser, und der dritte Teil gefallen mir nicht so gut. Im ersten Film war es einfach noch nicht so ein eingespieltes Team und auch der Humor und die Action waren noch nicht in dem Umfang enthalten wie bei den Fortsetzungen. Beim dritten Teil störten mich die erstmals nervigen Diskussionen mit Leo Getz, der ständig quasselt wie ein Wasserfall und am Ende schreien alle durcheinander. Fast genauso "anstrengend" geht es im vierten Teil zu, der jedoch eine wesentlich bessere Story bietet und auch Jet Li, als Bösewicht, überzeugt.
Das interessante an dieser Reihe ist die meistens, kurzweilige Unterhaltung in Form von Comedy und grandioser Actionszenen die selbst heute noch um einiges mehr bieten als das Hollywood-Geballer der Gegenwart.
Insgesamt stellt diese Special Edition (ungeschnitten und im Director's Cut!) eine Seltenheit dar. Zum einen, Fortsetzungen die stellenweise besser sind als der Originalfilm, und ebenso ein Filmteam das immer versucht, aus den vollen zu schöpfen. Hier gibt es keine halben Sachen! Jeder Film besticht durch einen eigenen Charme der nicht zuletzt durch die gut aufgelegten Hauptdarsteller, Mel Gibson und Danny Glover, erreicht wird.

ZUR DVD:

Zugegeben, es gibt kein Bonusgewitter wie bei manch anderen Filmen, deshalb ziehe ich auch einen Stern ab. Das geht nicht gegen die Filme, doch ich finde einfach das es bei so hochkarätigen Produktionen durchaus eine Menge gegeben haben muß das man auf einer fünften Silberscheibe hätte unterbringen können. Bild und Ton sind dagegen über jeden Zweifel erhaben und immerhin bietet diese Box Teil 2 und 4 in der 18er Fassung.

FAZT:

Eine tolle Filmreihe für kurzweilige Unterhaltung mit jeder Menge Spaß und Action. Wer diese Box noch nicht hat sollte nicht länger zögern ! ! !


Matrix
Matrix
DVD ~ Keanu Reeves

6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Durch die Fortsetzungen in Verruf gebracht !, 2. April 2010
Rezension bezieht sich auf: Matrix (DVD)
VORWORT:

MATRIX ist für mich einer der besten Filme aus den Bereichen Science Fiction/Action.
Obwohl ich ihn schon etliche Male gesehen habe ist es doch immer wieder ein Vergnügen, sich zum einen in diese surreale Welt der Maschinen zu begeben und andererseits von der famosen Action und den optischen Tricks verblüfft zu werden.
Sehr schade ist es jedoch das man einen Film, dessen Handlung im Prinzip abgeschlossen war durch die unsäglichen Fortsetzungen seinem guten Ruf beraubte. Alles was den ersten Teil ausmacht, wurde in "Reloaded" und "Revolutions" zu einer hirnlosen Ballerorgie verbraten und die philosophischen Ansätze wirkten dort nur noch aufgesetzt und peinlich.
(ACHTUNG: Spoiler!) Fakt ist doch nun einmal das Neo der Auserwählte war und damit der Retter der Menschheit gefunden wurde. Wieso also dann diese kruden Storys mit "Supermann"-Neo der durch die Gegend fliegt, Schlüsselmachern und diesen Tausenden von Smith-Klonen?

STORY:

Ein Computerhacker wird von "Terrorist" Morpheus darauf aufmerksam gemacht, das er in einer falschen Welt lebt. Kurze Zeit später sieht er mit eigenen Augen das alle Menschen als Sklaven von Maschinen beherrscht werden die lediglich durch Manipulation eine scheinbar normale Welt erschaffen haben, so wie wir sie kennen.
Eine kleine Gruppe von Menschen konnte sich jedoch der Gewalt dieses Horrors entziehen und sucht seitdem eine Möglichkeit soviele Menschen wie möglich aus der Matrix (der falschen Welt) zu retten. Darüberhinaus gibt es die Annahme das eine bestimmte Person dazu berufen ist dem Terror ein Ende zu machen und diese Chance treibt den kleinen Trupp um Morpheus an...

DVD:

Diese Scheibe war im Jahr 2000 meine erste DVD und ich war von diesem "neuen" Medium schlicht und ergreifend begeistert. Obwohl damals noch alles in den Kinderschuhen steckte, wenn man an die heutige Zeit denkt, bietet der Silberling beeindruckende Menüs mit Animationen, Hintergrundmusik aus dem Film und ebenfalls interessante Extras. Bild und Ton machen ebenfalls einen sehr guten Eindruck und hinterlassen einen grandioses Filmerlebnis.

FAZIT:

Gute Ideen sind in der Traumfabrik rar geworden. Umso erstaunter war man im Jahre 1999 von diesem Film der Philosophie, Asia-Kino und Science-Fiction zu einem unterhaltsamen Cocktail vermischte.
Keanu Reeves wirkt bisweilen ein wenig zu cool aber irgendwie passt er in die Rolle des Neo. Man stelle sich vor das dieser von (Milchbart) Leonardo DiCaprio verkörpert worden wäre, der damals einer der Anwärter war.
Das einzige was mich an diesem Film wirklich stört ist die Tatsache das ich die miesen Fortsetzungen kenne.
Manche Filme sind erzählt wenn der Abspann kommt auch wenn die Wachowski-Brüder bereits damals eine Trilogie planten so war es dennoch eine, in sich abgeschlossene Handlung.
Genauso ergeht es mir übrigens bei "Zurück in die Zukunft", auch wenn dessen Fortsetzungen weitaus sehenswerter sind als es bei Matrix der Fall ist.


Inglourious Basterds [Blu-ray]
Inglourious Basterds [Blu-ray]
DVD ~ Brad Pitt
Wird angeboten von Celynox
Preis: EUR 8,15

0 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Hin und Hergerissen, 26. März 2010
Rezension bezieht sich auf: Inglourious Basterds [Blu-ray] (Blu-ray)
VORWORT:

Ich bin seit Jahren ein großer Tarantino-Fan und als dieser neigt man ja gerne dazu, alles automatisch gut zu finden. Doch "IB" hat mich nicht vollends überzeugt. Dazu sollte ich jedoch erklären, was mich an diesem Film genauer stört...

Quentin Tarantino war/ist immer ein Experte im Geschichten erzählen, doch bisher basierten seine Filme mehr oder weniger auf reiner Fiktion und nicht auf echter Geschichte. Es gab Hitler, Goebbels und all die anderen Schwerverbrecher, für die ich mich als Deutscher bis heute schämen muß. So gesehen müsste mir der Film gefallen, denn (ACHTUNG: Spoiler!) diesen Personen wird mächtig eingeheizt. Fakt ist aber nun mal, das der Krieg erst im Jahre 1945 endete und noch Millionen von Menschen diesem zum Opfer fielen. Es ist zwar löblich, das man durch den Film eine Art "Happy End" serviert bekommt aber es entspricht eben nicht den Tatsachen. Ebenso gut hätte Tarantino einen Film über die Eroberung Amerikas drehen können, in dem Einwanderer und Indianer friedlich miteinander Pfeife rauchen oder die Titanic die Ostküste der USA erreicht. Aus diesem Grund stehe ich diesem Film ein wenig skeptisch gegenüber, auch wenn jetzt wahrscheinlich viele denken, ich solle diesen Aspekt ausblenden. Jedem das seine...

ZUM FILM:

Die Handlung ist in typischer Tarantino-Art erzählt und bietet dadurch sehr gute Dialoge, noch mehr komische Momente als man denken könnte und - vor allem gegen Ende des Film, jede Menge Action. Christoph Waltz hat den Oscar mehr als verdient und selbst Quentin meinte ja, das eben jener Waltz seinen Film gerettet habe - dem ist nichts hinzuzufügen. Doch auch Brad Pitt hinterläßt mit angeklebtem Bärtchen einen bleibenden Eindruck auch wenn ich ihn mit seinem schrägen Gesichtsausdruck nicht wirklich Ernst nehmen konnte. Eli Roth, bekannt aus "Death Proof" und als Regisseur von "Hostel" zeigt eine sehr gute Leistung und selbst mein achso "geliebter" Till Schweiger weiß als deutscher Verräter zu gefallen. Weniger gut fand ich die Darbietung von Diane Krueger, einer, meiner Meinung nach überschätzten Schauspielerin. Die Musik zeigt mal wieder, das Tarantino sich über alle Aspekte seiner Filme Gedanken macht und ist wahrscheinlich bald neben den Soundtracks von "Reservoir Dogs", "Pulp Fiction", "Kill Bill" und "Death Proof" in den meisten CD-Ständern von Musikliebhabern zu finden - sehr gut!

ZUR BLU-RAY:

Diese Scheibe kann sich sehen lassen. Neben einem gestochen scharfen Bild kann auch der Ton überzeugen. Alle Elemente, von Dialogen über Action und Musik wandern detalliert in die Gehörgänge und auch das Bonusmaterial ist mehr als ein nettes Bonbon. Interessante Interviews, zusätzliche Szenen und Entstehung des Films werden ausgiebig beleuchtet.

FAZIT:

Grundsätzlich lohnt es sich diesen Film anzuschauen, doch ich werde ihn nie so Unbefangen sehen können wie z.B. "Pulp Fiction", da hier eines der schlimmsten Kapitel der Geschichte als Märchen verklärt wurde. Fairerweise muß ich dazu sagen das Tarantino nie einen Hehl daraus gemacht, das es ein Nazi-Märchen werden sollte. Ich gebe dem Film daher mit Zähneknirchen stolze 4 anstatt nur 3 Sterne. Alles in allem ist es letztlich ein guter Film, doch die Realität sah nun mal anders aus!
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 30, 2010 6:55 PM MEST


Music for the Jilted Generation
Music for the Jilted Generation
Preis: EUR 8,49

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Außergewöhnliche Sounds vom "Wunderkind", 19. März 2010
Rezension bezieht sich auf: Music for the Jilted Generation (Audio CD)
VORWORT:

Wir schreiben das Jahr 1994. Die Charts werden größtenteils vom Eurodance überschwemmt. Ob "2 Unlimited", "Dr. Alban" oder auch "DJ Bobo". Schon damals war mir diese Art von Popmusik ein Dorn im Auge und ich interessierte mich vorwiegend für Rockmusik der Marke Hendrix und auch Aerosmith. Techno war im Begriff sich selbst zu demontieren - ein Genre, das maßgeblich von Bands wie "Kraftwerk" miterschaffen wurde. Übrig blieb, wie so oft (Punk, Grunge, Britpop) der Kommerz und Kirmes-Techno von Combos wie "Scooter" oder "Marusha".

Inmitten dieser trostlosen Zeit kam eine Band aus England daher, die Anfang der 90er gegründet wurde und mit Rave anfing. Der war auf ihrem Debutalbum, "The Prodigy Experience" noch sehr dominant, doch der Kopf der Truppe, Liam Howlett, wuchs mit seinen Aufgaben. Er betrat neue Wege und kreierte eine neue Musikrichtung entscheidend mit - den Big Beat. Seine Band benannte er nach dem populären Synthesizer der Firma Moog - Prodigy. Zusammen mit den drei Tänzern Keith Flint, Maxim Reality, Leeroy Thornhill und kurzzeitig dem weiblichen Mitglied, Sharky.

MUSIC FOR THE JILTED GENERATION:

"No Good" war der erste Song den ich damals von den Jungs wahrnahm. Irgendwie klang er nicht so naiv wie das meiste andere Zeugs aus den Charts und auch das, in Schwarzweiss gehaltene Video war, wenn auch noch nicht so provokant wie später, ein anderes als die üblichen Promoclips der Zeit. Das nächste Mal jagte mir Keith Flint, drei Jahre später im "Firestarter"-Video Angst ein und ich entdeckte die Band wieder, die sich inzwischen radikal verändert hatte. Sowohl ihr Look als auch die Musik, waren deutlich kraftvoller geworden.

Nun besorgte ich mir "Music For The Jilted Generation" und verliebte mich in diese schrägen Sounds ohne ein schlechtes Gewissen haben zu müssen. Techno war schließlich immer mein erklärter Staatsfeind Nr. 1, doch "Prodigy" machten keinen gewöhnlichen Techno, sondern eine andere Art von Musik. Experimentelle Sounds die mit interessanten Samples versehen und letzlich durch Hammerbeats veredelt wurden. Dieses Album ist wohl auch unter Fans das am meist geschätzte, obwohl die Erfolgswelle erst mit "The Fat Of The Land" die Musikwelt überflutete.

Es finden sich hypnotische Songs wie "Break & Enter", erste Anzeichen von Rock wie bei "Their Law" und "Voodoo People" oder dreckige Raps "Poison". Keith Flint, der lustige Kerl mit der Hippie-Matte wurde im gleichnamigen Video durch den Wolf gedreht und veränderte sich danach komplett um mit seinem neuen Outfit zu schocken. Diese Band sollte noch einiges erledigen und das tat sie. Es kommt nicht oft vor das wegweisende Alben auf den Markt kommen, doch "The Prodigy" haben die Fahne des Big Beat am höchsten gehalten indem Howlett dieses Album in einer Zeit entwickelte, als man dachte, es gäbe nichts neues mehr zu entdecken. Große Momente, schräge Sounds und immer spannend - das ist MUSIC FOR THE JILTED GENERATION. Danke!
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 4, 2011 4:40 PM MEST


Exciter
Exciter
Wird angeboten von GMFT
Preis: EUR 14,98

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Völlig losgelöst von jedweder Erwartung !, 17. März 2010
Rezension bezieht sich auf: Exciter (Audio CD)
VORWORT:

Ich hatte mir keinen optimalen Einstand ausgesucht, als ich mich zum Release von "Ultra", im Jahre 1997 verstärkt für die Band interessierte, die ich bereits seit Kindertagen wegen meines Bruders kannte - Depeche Mode. Hängengeblieben waren natürlich Hits wie "Just Can't Get Enough", "Everything Counts", "People Are People", "Never Let Me Down Again", "Personal Jesus" oder auch "Enjoy The Silence". Das waren DM in den 80ern - beinahe eine reine Synthieband, die wenig bis garnichts von Instrumenten wie einer Gitarre hielt. Das düstere Juwel, "Songs of Faith & Devotion", hatte ich bis zu diesem Zeitpunkt kaum wahrgenommen. Bereits hier änderte sich der Sound der Band immer mehr in eine andere Richtung.

Inzwischen weiß man natürlich von den Drogeneskapaden eines Dave Gahan, die ihn 1996 für kurze Zeit das Leben kosteten. Doch wie "Phoenix aus der Asche" stand die Band, die Ihren kreativen Soundtüftler Alan Wilder durch Ausstieg verlor, wieder auf und veröffentlichte im April 1997 ein kühles Album mit, für ihre Verhältnisse, radikalen Songs wie "Barrel Of A Gun" und demonstrierte eindrucksvoll das totgesagte länger leben.
Mittlerweile hänge auch ich an "Ultra", es war zum einen ihre Wiederauferstehung und, musikalisch gesehen, ein guter Abschluss der 90er.

EXCITER:

Depeche Mode verpflichteten für Ihre nächste Platte den Produzenten Mark Bell, der u.a. die isländische Musikerin Björk produziert hatte. So war es nicht unbedingt verwunderlich wie leicht und zart die meisten Songs auf "Exciter" daherkamen. Dominante Akustikgitarre beim Opener "Dream On", schwebende Synthieflächen bei "Shine On", dem Instrumentaltrack "Lovetheme" oder schräge Arrangements wie bei "The Sweetest Condition" oder "Comatose".

Auf der anderen Seite zuckersüß wie selten (When The Body Speaks, Freelove) und ungewohnt dreckig (The Dead Of Night). Selbst der "Pseudotechnostampfer" (I Feel Loved) kann ihren Status nicht schmälern. Ein echter Leckerbissen aber bleibt für mich einer der wohl langsamsten Songs ihrer Geschichte - "I Am You". Zu guter letzt bleibt dann noch "Goodnight Lovers", den ich, neben "Comatose" als einzig echten Schwachpunkt auf diesem Album ausmachen kann.

F A Z I T:

Man kann nach wie vor geteilter Meinung über den Weg sein, den die Band im Jahr 2001 eingeschlagen hat, doch im Gegensatz zu Ihrer aktuellen Scheibe, "Sound Of The Universe" höre ich auf "Exciter" noch eine Band die den Namen Depeche Mode zurecht trägt. Ihre größte Stärke war immer der gewisse Popappeal der trotz aller Düsterheit über ihren Alben schwebte. Der direkte Nachfolger "Playing The Angel", hatte noch zu einem großen Teil das, was ich heute von den Jungs vermisse. Große Momente, interessante Sounds und - eben Popappeal. EXCITER mag eines der radikalsten Alben der Band sein, doch obwohl es soundtechnisch anders klingt als die glorreichen Hitmomente eines "Violator", gehört es für mich dennoch zu den besten Arbeiten der Jungs.

Diese Platte klingt relaxt und aufregend zugleich, es fehlt mit Sicherheit der rote Faden eines Albums wie "Black Celebration", dennoch steht jeder einzelne Song für eine eigene Stimmung die wirkliche Atmosphäre ausstrahlt. Vielleicht sollten sich DM tatsächlich mal von ihrem Ex-Mitglied Alan Wilder produzieren lassen. Nötig wäre es nicht zwingend, da auch Produzenten wie Tim Simenon (Ultra) oder besagter Mark Bell, einen überzeugenden Stempel auf die jeweiligen Alben drücken konnten. Ben Hillier ist aber nach einem passablen Einstand (PTA) nun doch ein wenig zu involviert, habe ich den Eindruck. Selbst der Hardcore-Fan sollte inzwischen wissen das gerade die Produktion von Depeche Mode-Alben immer auch sehr stark vom jeweiligen Mann an den Reglern abhängig war.


David Gilmour - Remember That Night: Live At The Royal Albert Hall [2 DVDs]
David Gilmour - Remember That Night: Live At The Royal Albert Hall [2 DVDs]
DVD ~ David Gilmour
Wird angeboten von GMFT
Preis: EUR 19,51

2 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Schöpft das Medium nicht ganz aus!, 16. März 2010
VORWORT:

Alle, denen David Gilmour kein Begriff ist werden wohl denken: "Mmmh, ein älterer Herr mit kräftigem Bauchansatz, der eine Gitarre um den Hals trägt". Sobald jedoch die ersten Töne von "Speak To Me/Breathe" erklingen, werden sie wohl denken: "Der ältere Herr hat es drauf". Ich spiele selbst seit ca. sechzehn Jahren Gitarre und habe, wie so viele andere ein paar Lieblingsgitarreros. Angefangen bei Eddie Van Halen, Brian May oder auch Steve Vai. Doch da ich bis heute nicht in der Lage bin, in die Nähe der Schnelligkeiten eines "wahnsinnigen" wie Mr. Vai zu kommen, mag ich vorallem das gefühlvoll, melodische Spiel von David Gilmour. Für mich ist er eine Institution in Sachen Timing, obwohl er nicht auf Highspeed den Gitarrenhals bearbeitet wie besagter Steve Vai.

REMEMBER THAT NIGHT:

Im Mai 2006 gastierte David Gilmour während seiner "On An Island"-Tour in der altehrwürdigen Royal Albert Hall. Zusammen mit alten Bekannten wie u.a. dem Tourbassisten Guy Pratt (P.U.L.S.E.), dessen Stiefvater Richard Wright (spielte neben David Gilmour in einer Band namens Pink Floyd), Phil Manzanera (Roxy Music) oder den Herren Crosby und Nash, die als Backgroundsänger angeheuert wurden. Als besondere Überraschung singt kein geringerer als David Bowie am Ende dieses grandiosen Konzerts (150 Minuten) die erste Pink-Floyd-Single "Arnold Layne", gefolgt vom Gänsehautsong von The Wall, "Comfortably Numb".

U P D A T E: 04.04.13

BILD:
Ursprünglich hatte ich an dieser Stelle keine größeren Probleme mit dem Bild, doch inzwischen bin ich leider gezwungen, einen Stern abzuziehen. Vor kurzem hatte ich nämlich die Möglichkeit, eine stark abgespeckte MP4-Version (2,7 GB) der Blu-Ray, "Francais Pour Une Nuit" von Metallica zu sehen. Ich war einfach nur Baff: Glasklares Bild, gestochen scharf, keinerlei Rauschen und trotz geschrumpfter MP4, immer noch um Welten besser als beim "alten" Dave. Dabei war auch dieses Konzert nicht am hellichten Tag aufgenommen worden und dennoch überzeugte das Bild auf ganzer Linie. Im krassen Gegensatz dazu, verhält es sich bei "Remember That Night": Die Farben leuchten furchtbar grell, ein ständiges Rauschen bei dunklen Stellen und auch die Schärfe ist nicht gerade das Gelbe vom Ei. Klar, hier geht es "nur" um einen DVD-Transfer, aber selbst die Blu-Ray-Version von "Remember That Night" soll keine wirkliche Verbesserung sein. Das Alter der Aufnahme kann in dem Fall keine Entschuldigung sein, denn auch im Jahr 2006 waren die Möglichkeiten durchaus vorhanden, hier mehr Qualität zu liefern. Im übrigen glaube ich kaum, das sowohl Rauschen als auch die grellen Farben als Stilmittel eingesetzt wurden. Leider muß man in diesem Fall wirklich sagen, das das Bild der unrühmliche Schmutzfleck auf einer ansonsten, tollen DVD ist.

SOUND:
Der Ton wurde nahezu perfekt abgemischt und läßt einen Hautnah dabei sein. Ich würde sogar fast von Referenzniveau sprechen!

BONUSMATERIAL:
Dafür wurde das Medium DVD entwickelt. Ein richtig tolles Paket ist neben dem ohnehin genialen Konzert zusammengeschnürt worden. Zwei interessante Dokus über den Touralltag und die Entstehung des Albums "On An Island". Darüberhinaus noch Highlights wie etwa eine Studioversion von "Astronomy Domine", in den Londoner Abbey-Road-Studios. Auf dieser zweiten DVD gibt es wirklich etliches zu entdecken und dafür sollte man sich Zeit nehmen. Zu den Interviews und Dokus gibt es die (leider nicht immer) obligatorischen Untertitel in mehreren Sprachen, darunter auch Deutsch. Desweiteren kann man während der Dokus mehr Details über einzelne Themen erfahren, wenn man schnell genug auf "das Männchen mit der Gitarre" klickt!

F A Z I T:

Ich wollte grundsätzliches zum Konzert nicht nochmal wiederholen, das haben viele meiner Vorredner bereits ausgiebig getan. Bleibt mir nur noch, "jedem" zu raten, sich diesen Livetraum zuzulegen. Hier stimmt fast (!) alles: vom Audiovisuellen Gesamterlebnis eines David-Gilmour-Konzerts, das mit dem absoluten Highlight "Echoes" aufwartet, und desweiteren eine unterhaltsame Fülle an Bonusmaterial beherbergt. Im übrigen wurden auch die DVD-Menüs liebevoll animiert und fügen sich nahtlos in das harmonische Gesamtbild dieser Doppel-DVD ein. Wirklich bedauerlich ist es allerdings, das bei dieser, ansonsten wunderbaren Vorstellung, die Bildqualität so dermaßen schwächelt - also für verwöhnte Augen definitiv ein Grund zur Warnung! Was Bildtechnisch möglich ist, zeigen andere Konzerte aber nicht unterschlagen sollte man ebenfalls, das diese Silberscheiben trotz des einen Mankos, einen fantastischen Einblick in die musikalische Genialität des David Gilmour bieten. Also unterm Strich: klare Kaupfempfehlung!


Intensive Care
Intensive Care
Wird angeboten von Giant Entertainment
Preis: EUR 5,08

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Mit das Beste vom "Robster", 12. März 2010
Rezension bezieht sich auf: Intensive Care (Audio CD)
VORWORT:

Robbie Williams ist ein Phänomen. Angefangen bei einer Boygroup, Anfang der 90er, entwickelte er sein clownisches Gehabe soweit bis er schließlich aus dieser "Band" geworfen wurde. Zwischen 1995 und 1997 tat er alles um sich auszutoben: Alkoholexzesse, Kumpelei mit den Gallagher-Brüdern (Oasis) und jede Menge Koks. Als es fast zu spät war zog er die Reißleine und machte einen radikalen Schnitt. Er machte sich auf den Weg zum Superstar. Dieser Begriff ist heutzutage leicht auszutauschen denn ein Kasperltheater wie DSDS züchtet keine Superstars sondern bestenfalls One-Hit-Wonder mit der Lizenz zum Schweigen. Robbie hingegen traf auf Guy Chambers, seinen Weggefährten für die nächsten 7 Jahre und nahm mit "Life Thru A Lens" sein Solodebut auf.

Die ersten Singles floppten ziemlich und das Album lag wie Blei in den Regalen, zumindest gemessen an dem Erfolg des ersten Albums seines Ex-Bandkollegen Gary Barlow. Als letzten Versuch veröffentlichte man dann "Angels" und Robbie Williams hatte plötzlich Erfolg... 1998 folgte dann "I've Been Expecting You", das mit weiteren Singlehits wie "Millenium", "Strong" oder auch "She's the One" aufwarten konnte. Nun war Robbie bereits soweit von seiner Jugendsünde, Boygroup entfernt, das selbst ich mich für seine Musik interessierte. Goldene Zeiten und den endgültigen Superstarstatus bescherte ihm dann schließlich sein dritter Longplayer "Sing When You're Winning". Selbst umstrittene Videos wie seine Stripshow in "Rock DJ" blockierten seine Karriere nicht sondern trieben sie sogar weiter voran. Erwähnenswert bleiben auf dieser Platte sein Duett mit Kylie Minogue ("Kids"), das wunderschöne "Road to Mandalay" sowie die Gloria Gaynor-Hommage "Supreme".

2001 dann ein Ausbruch vom gewohnten Mainstream mit der Swingplatte "Swing When You're Winning", auf der er seinen Vorbildern Sammy Davis Jr., Frank Sinatra sowie Dean Martin Tribut zollte. "Escapology" folgte Ende 2002 und sprengte alle Dimensionen die der smarte Brite bis dahin ohnehin schon erreicht hatte. An 3 Abenden spielte er im Sommer des folgenden Jahres vor insgesamt 375.000 begeisterten Zuschauern im legendären Knebworth Park. (DVD-Tipp: "What We Did Last Summer") Nach neuen Hits wie "Feel", "Come Undone" oder "Something Beautiful" trennte sich Robbie von seinem langjährigen Songschreiber Guy Chambers und arbeitete stattdessen mit Stephen Duffy (Duran Duran) zusammen. Mit seiner Hilfe entstand eines seiner überzeugendsten Alben - "Intensive Care"

PLATTE: (Besondere Songs)

"Ghosts" bildet einen wesentlich angenehmeren Einstand als z.B. "How Peculiar" auf dem Vorgängeralbum. Ein sehr schöner Song der auf ganzer Länge überzeugt.

"Tripping" liebte ich bereits beim ersten Hören im Radio als die Single vorgestellt wurde. Soundtechnisch passt der Song zwar nicht unbedingt an dieser Stelle doch da er ohnehin mit der schrägste Vertreter auf dem Album ist kann man das verschmerzen. Schließlich überzeugt die Musik mit ihrer abgehakten Art und Robbies Falsettgesang im Refrain. Das dazugehörige Video ist im übrigen eines seiner Besten - schräg und aufregend zugleich.

"Spread Your Wings", der vierte Streich ist eine schöne Halbballade mit einem relaxt singenden Robbie, der beweist das er eine wirklich überzeugende, wenn auch nicht unbedingt, perfekte Stimme hat.

"Advertising Space" ist Robs Elvis-Tribut und wer wie ich (Anfangs) denkt: "Man, ziemlich lahm" - der sollte sich den Song immer und immer wieder anhören denn er wächst zu einer wunderschönen Ballade heran wenn man seinen Ohrmuscheln die Chance dazu gibt!

"Sin Sin Sin" war eine der damaligen Singles und überzeugte mich Anfangs weniger, doch auch hier habe ich inzwischen eine andere Meinung. Das Gute an "Intensive Care" ist nämlich die Abwechslung die das Album bietet. Ich würde sogar behaupten das auf keiner anderen Platte des "Robsters" eine so ausgewogene Songreihenfolge eingehalten wurde. Das ist einer der Gründe weswegen man selbst bei etwas schwächelnden Songs nicht direkt die Skiptaste betätigt!

Zu guter letzt möchte ich noch auf "A Place To Crash" verweisen, dessen Gitarren schwer nach den Stones klingen und Robbie zu Hochform antreiben. Ein "Gute-Laune-Song" wie er im Buche steht!

F A Z I T:

Nach dem frechen Debut mit "LTAL" (1997) über das ähnlich klingene "IBEY" (1998), dem Hitkonzentrat "SWYW" (2000) hin zum etwas glatten "ECPG" (2002) folgte dann im Jahre 2005 eines der besten Williams-Alben und das obwohl Guy Chambers über Bord geworfen wurde. Für mich hat Robbie hier zum vorerst letzten Mal alle seine Register gezogen und ein spannendes Album an den Start gebracht. Auch wenn ich mich nicht ganz zu einer Höchstwertung hinreißen lassen kann so ist es dennoch ein Beleg dafür was den Erfolg des Entertainers Williams all die Jahre über ausmacht. Große Hymnen, gefühlvolle Balladen und teilweise schräge Ideen.

Der Nachfolger "Rudebox" kommt bei mir weniger gut weg, da ich ihn für ein wenig zu experimentell halte. Robbie sollte sich in der Zukunft auf seine größte Stärke verlassen. Die ist es, unterhaltsame Popmusik zu machen. Sobald er ausbricht will er einfach zuviel Neues unter einen Hut bringen anstatt es, wie auf "Intensiv Care" bei gelungenen Ausnahmen ("Tripping") zu belassen. Andererseits sollte er sich auch nicht auf größtenteils langweilige Songs beschränken ("Reality Killed The Video Star"). Letztlich muß er es niemanden mehr beweisen, doch ein so reifes Album wie INTENSIVE CARE ist ihm seit Jahren nicht mehr gelungen.


(What's the Story) Morning Glory?
(What's the Story) Morning Glory?
Wird angeboten von Bridge_RecordsDE
Preis: EUR 12,65

1 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Der Höhepunkt des Britpop-Hypes!, 21. Januar 2010
Rezension bezieht sich auf: (What's the Story) Morning Glory? (Audio CD)
Als dieses Album im Jahr 1995 erschien, kannte ich die Band bereits aufgrund der Songs "Live Forever" und "Whatever". Gepackt hat es mich dann im EM-Jahr 1996, als "DLBIA" der (in)offizielle Hintergrund-Song des ZDF war und ich kaufte mir Morning Glory. Ich weiß noch, als ich zu meinem Vater sagte, wie gut mir das Lied gefalle und er daraufhin meinte, der Sound klänge sehr nach den Beatles. Da ich mich zu diesem Zeitpunkt nicht besonders für die Pilzköpfe interessiert hatte, war mir das egal...

Mit Abstand von 14 Jahren muß ich meine damalige Euphorie ein wenig belächeln. Zugegeben, in erster Linie geht es um die Musik und wenn man eines anerkennen muß dann ist das die Erkenntnis, das Noel Gallagher neben seinen peinlichen Verbal-Attacken und den unzähligen Pöppeleien in Richtung Blur einige grandiose Songs geschrieben hat. Doch das gerade dieses Album immer wieder als das Nonplusultra der Band aus Manchester angesehen wird, ist mir dennoch ein Rätsel. Neben durchaus guten Songs wie "Hello", "Roll With It", "DLBIA" oder "Some Might Say", bietet es nämlich auch jede Menge Füllmaterial. Zum einen wären da die unbenannten Tracks die, meiner Meinung nach, mehr als überflüssig sind. Zum anderen sind mir ausgerechnet die beiden Songs, mit denen Oasis bis heute verbunden werden ein Dorn im Auge. Da wäre auf der einen Seite "Wonderwall": Diese Akustikballade mit schweren Streichern und einem schwach singenden Liam Gallagher bringt mich meistens dazu, die Skip-Taste zu drücken, da ich sie bis heute relativ schwach finde.

Der andere Song, ein ausuferndes Beispiel dieser Britpop-Jahre ist "Champagne Supernova": Hier wird alles pompöse aufgefahren, was der Band bei ihrem folgenden Album "Be Here Now" das Genick brechen sollte - zumindest für die damals euphorische Musikpresse. Gitarren, Gitarren und nochmal Gitarren - immer lauter, immer scheppernder und dabei noch viel zu lang. Auch wenn der damalige Erfolg der Band Recht gegeben hat, manchmal ist weniger mehr. Das gilt auch für andere Songs dieser Scheibe.

Inzwischen habe ich mich auch mit den Beatles auseinandergesetzt und muß mich der damaligen Meinung meines Vaters anschließen. Vieles von Oasis klingt nach den Beatles - man höre sich nur den Refrain von "She's Electric" an, der klingt als hätte Noel seit Jahren nichts anderes als "While My Guitar Gently Weeps" gehört - oder die Pianoroll von "DLBIA" (Lennons "Imagine").

Das soll aber kein Vorwurf sein, denn wohl die meisten Bands geben die Beatles als eine ihrer Inspirationsquellen an. Andererseits wurden Oasis in den 90ern derart über den Klee gelobt, das man sich heute fragt was der ganze Wirbel sollte. Eine Band, bestehend aus Mitgliedern die sich benehmen wie die Ausgeburt der Rolling Stones, Musik machen die klingt wie eine rauhere Variante der Beatles und Skandale herauf beschwören, die die Welt nicht braucht. Genauso geht es mir im übrigen bis heute mit Nirvana. Auch die haben einige große Songs geschrieben, doch dieser ganze Hype führte auch hier zum schnellen Untergang eines neuen Genres.

F A Z I T:

Allen die Oasis kennenlernen wollen sei gesagt, das man vorallem mit den ersten zwei Alben bestimmt keinen Fehlkauf tätigt. Allerdings würde auch eine Best Of wie "Stop The Clocks" ausreichen wobei ich anmerken muß, das auf dieser Zusammenstellung bewußt gute Songs wie "Stand By Me" oder auch das wunderschöne (wenn auch ein wenig lange) "All Around The World" weggelassen wurden. Zu Morning Glory sei gesagt das es, um wirklich den Status zu verdienen, auch 2-3 Songs weniger hätten sein können, auch wenn es natürlich ein riesiger Erfolg für die Band war.


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