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Rezensionen verfasst von
Mr. "Rullep" (Seelscheid)

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Songs of Faith and Devotion
Songs of Faith and Devotion
Wird angeboten von rarecs
Preis: EUR 7,85

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Anders, ernsthafter und doch so vertraut!, 2. November 2010
Rezension bezieht sich auf: Songs of Faith and Devotion (Audio CD)
VORWORT:

SOFAD, erschienen 1993 lernte ich erst einige Jahre später kennen, als ich mich mehr und mehr für die Band interessierte. Die Leute, welche Depeche Mode bis heute mit Songs wie "Just Can't Get Enough", "Everything Counts" oder "People Are People" verbinden, werden wohl einen Kulturschock erleben, wenn sie dieses Album zum ersten Mal hören sollten. Auf dieser Platte konnte sich Alan Wilder, der zwischen 1982-1995 zur Band gehörte, zusammen mit (Violator-Produzent) Mark Ellis so richtig nach Herzenslust austoben. Die beiden drückten SOFAD einen soundtechnisch, beeindruckenden Stempel auf, der bis heute nachhallt und deutlich macht, wie sehr sich die Synthiepopper aus Basildon über die Jahre verändert hatten. Zugegeben, der reine Pop regierte eigentlich nur auf den ersten beiden Alben bevor sie ihren Stil mit den "Industrial-Werken" Construction Time Again und Some Great Reward änderten um schließlich ab Black Celebration mit überwiegend düsteren Elektrosounds ihre wahre Stärke erkannten...

SONGS OF FAITH AND DEVOTION:

Es kratzt, es heult, es rockt! Zumindest beim Opener "I Feel You", der bis heute nichts von seiner Größe verloren hat. Bombastisch produziert, wie die gesamte Platte über, erkennt man hier bereits, wie sehr sich der Sound vom eher zugänglichen Vorgänger, Violator unterscheidet. Es ist eine Mischung aus mehreren Musikgenres, die sich auf SOFAD tummeln und trotzdem perfekt ineinander verlaufen.

"Walking In My Shoes" knüpft nahtlos an die Brillanz des Eröffnungstracks an und punktet mit schwermütigen Klängen und E-Bow Gitarre.

"Condemnation" war wohl damals auch für die meisten DM-Fans eine Art Kulturschock, denn hier kommt richtiges Gospel-Feeling auf, und Dave Gahan singt sich in einen Rausch. Kaum zu glauben das eben jener Sänger der gleiche ist, der 13 Jahre zuvor als blasser Milchbubi mit eher bescheidenen Gesangsqualitäten ausgestattet war. Ein ergreifender Song mit viel Atmosphäre, obwohl er für mich dennoch den einzig wahren Fremdkörper auf der ansich geschlossenen Platte darstellt.

"Mercy In You" ist dann ein zeitgemäßes Stück Musik mit Trip Hop-Ansatz und aufregendem Soundgewand.

"Judas" kommt düsterer daher als je zuvor und - gerade das Outro steht bis heute für Alan Wilders große Leistung, diese Band auf völlig neue Wege gebracht zu haben, da er immer derjenige war, der sich am liebsten im Studio aufhielt und an den vielen Samples und Sounds gearbeitet hat, während der Rest der Band, zumindest im Produktionsjahr dieses Albums eher mit sich selbst beschäftigt war.

Bei "In Your Room" denke ich immer an zwei verschiedene Songs. Auf der einen Seite, die Remix-Version, die als Single erschien und eher "poppig" aufgebaut war. Auf der anderen Seite steht da eines der für mich besten DM-Stücke ever. Die Albumversion überzeugt von der ersten bis zu letzten Sekunde mit einem Schwermut und Dichte, das es mir bis heute die Schuhe auszieht. Kleiner Tipp: Am Besten so laut wie möglich genießen und die Augen schließen!

"Get Right With Me" scheint, zumindest unter den Fans zu polarisieren. Ich persönlich mag das Stück sehr gerne, da es einen aufregenden Rhytmus besitzt und abermals einen gewissen Gospeltouch aufweist.

"Rush" ist ein pulsierender Song mit - für diese Scheibe, ungewöhnlich viel Tempo und schrägem Style.

"One Caress" ist für mich eine der besten Gore-Balladen und berührt mich nach wie vor mit seinen schweren Streichern und der bittersüßen Stimmung.

Eine wahre Perle bildet "Higher Love" zum Abschluß und dieser Song war damals umgekehrt der Opener zur "Devotional-Tour", die mit 154 Konzerten die wohl zerbrechliste Phase der Band einleitete. Denn nach dieser Tour stieg Alan Wilder aus und Dave Gahan, der wohl bereits während der Tour nicht immer Drogenfrei auf der Bühne stand, stürzte sich in das schlimmste Drogengelage aller Zeiten, das ihm 1996 für zwei Minuten das Leben kostetet, ehe er wieder zu sich fand und bis heute als Charismatiker einen Großteil zum Erfolg dieser Band beiträgt.

FAZIT:

SOFAD ist nach wie vor keine leichte Kost für Ottonormal-Hörer, die eher auf Radiopop stehen. Ich finde, das man diesem brillanten Werk jedoch eine Chance geben sollte, da es mit mehrmaligem hören immer weiter wächst - was ich von der letzten Scheibe der Jungs (SOTU) leider ganz und garnicht behaupten kann - leider!
Violator ist zwar bis heute das Opus Magnum der Band und unangefochten an der Spitze meiner Lieblingsplatten der Jungs, doch SOFAD befindet sich in unmittelbarer Nähe, obwohl es, meiner Meinung nach, eines der wohl "kompliziertesten" Werke der Band darstellt. Auch Ultra oder Exciter haben ihren eigenen Charme, doch SOFAD ist für mich das letzte Album, das, ähnlich wie Violator einen durchgehend roten Faden und eine Qualität besitzt, die seitdem nicht mehr erreicht wurde.


Rambo - First Blood
Rambo - First Blood
DVD ~ Sylvester Stallone
Preis: EUR 7,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Bitterer Abgesang auf den Vietnamkrieg, 9. Oktober 2010
Rezension bezieht sich auf: Rambo - First Blood (DVD)
VORWORT:

Es ist schon recht traurig, das die Figur des John Jay Rambo in den drei Fortsetzungen zu einem stereotypen Schlächter degradiert wurde. Dort wirkte er mehr wie eine Comicfigur, an der "die Kugeln abprallen" und mit albernen Sprüchen die Gewaltorgien unterstützte. Das Stallone ein "Händchen" für schlechte Fortsetzungen hat, bewies er mit den Rocky-Filmen, die auch nicht mehr die Ernsthaftigkeit des Erstlings aufwiesen und immer abgehobener und unrealistischer wurden. Nun mag Stallone, neben Schwarzenegger zwar gerade als Actionheld einer der Akteure der 80er gewesen sein, doch gerade seine beiden größten Würfe (Rocky und Rambo) hatten bereits mit dem Hauptfilm eine Messlatte erreicht, die man allein durch Patriotismus und Action nie wieder hätte erreichen können...

FILM:

Als Vietnamveteran John Jay Rambo einen Kameraden aus seiner alten Einheit besuchen will, wird ihm von dessen Frau mitgeteilt, das dieser an Krebs gestorben sei und er diesen aus Vietnam mitbrachte.
Geschockt zieht Rambo weiter und kommt dabei durch die Kleinstadt Hope. In diesem ruhigen Nest herrscht noch "Recht und Ordnung", vertreten durch den überheblichen Sheriff Teasle und sein Gefolge. Nachdem er Rambo erspäht bietet er ihm an, ihn "ein Stück mitzunehmen". Obwohl Rambo lediglich etwas Essen möchte und aus diesem Grund nach einem Lokal fragt, wird ihm unmissverständlich klar gemacht, das seine Anwesenheit nicht erwünscht ist. Schließlich fährt ihn Teasle an den Rand der Stadt und gibt ihm noch den Tipp, sich die Haare schneiden zu lassen und ein Bad zu nehmen.
Da sich Rambo ungerecht behandelt fühlt, macht er kehrt und geht erneut in die Richtung aus der er mit Teasle kam. Nachdem dieser ihm im Rückspiegel erblickt und wütend zurückfährt um ihn zu ermahnen, widersetzt sich der Rambo seinen Anweisungen und wird als Landstreicher verhaftet.
Im Polizeirevier wird er anschließend von Teasles Hilfssheriffs drangsaliert, was seine schlimmsten Kriegserlebnisse wachruft. In die Enge getrieben, befreit er sich gewaltsam aus den Händen seiner Peiniger und flüchtet per Motorrad in die Berge.
Teasle ist besessen davon, diesen "Landstreicher" dingfest zu machen, vorallem, nachdem dieser aus Notwehr seinen guten Freund und Hilfssheriff Walt getötet hat. Doch es ist eine ungleiche Jagd, da Rambo einer der besten Soldaten seiner Einheit war und mittels Guerilla-Taktik, sämtliche Polizisten ausschaltet und Teasle bei dieser Gelegenheit noch einmal bittet, mit dieser Jagd aufzuhören. Gerade jetzt ist der Sheriff allerdings nicht mehr zu halten und trifft bald darauf auf den Ausbilder Rambos - Colonel Trautman. Dieser warnt ihn inständig vor weiterem Blutvergießen da er genau weiß, wozu sein Schützling in der Lage ist. Teasle hält die Warnungen allerdings für lächerlich und verfolgt Rambo weiterhin...

ZUR DVD:

BILD:
Ich war beeindruckt vom Bild dieser Silberscheibe. Für einen 28 Jahre alten Film wirkt es sehr scharf und wurde sehr gut restauriert. Im Vergleich zu den ersten TV-Ausstrahlungen im Privatfernsehen trennen das Bild Welten, was die Schärfe und Artefakte betrifft, die damals im Fernsehen zu "bewundern" waren.

TON:
Leider verhält es sich beim Ton genau verkehrt herum. Hier wurde für die DVD verschlimmbessert und manchmal klingt der Ton so dumpf und hohl wie aus einem Rohr. Da ziehe ich dann doch die alten Fassungen aus dem TV vor, da hier nicht gepfuscht wurde und die deutsche Tonspur unangetastet blieb.

FAZIT:

Alles in allem, bietet der erste Rambofilm eine gelungene Mischung aus Drama und Action, die durch den fantastischen Soundtrack noch ergreifender wirkt. Dieser Film klagt ein Land an, das seine eigenen Soldaten verraten hat - und die Gleichgültigkeit, mit denen diesen Kriegsheimkehrern gegenübergetreten wurde. Respektlos wird Rambo immer weiter bis an die Grenzen seiner Beherrschbarkeit getrieben und rastet schließlich aus. Eigentlich ist er jedoch ein friedlicher Mensch, der alles andere als die Person darstellt, die in den Fortsetzungen den Law & Order-Mann verkörperte.
Die DVD ist sehr zu empfehlen, da alleine das Bild den Kauf rechtfertigt, auch wenn der Ton nicht gerade einen Pluspunkt dieser Ausgabe darstellt - daher auch nur 4 Sterne. Davon abgesehen kann ich jedoch jedem raten, hier zuzugreifen ! ! !


In and Out of Consciousness: Greatest Hits 1990-2010
In and Out of Consciousness: Greatest Hits 1990-2010
Preis: EUR 15,25

3 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nun war es doch fällig!, 8. Oktober 2010
VORWORT:

Es gab eine Zeit, in der ich von Mr. Williams so gut wie garnichts gehalten habe. Da gab er noch den Kasper bei einer Boygroup namens Take That. Mit der einzigste Song dieser Kapelle der mir gefiel war "Back for good". Inzwischen sind seit dieser Periode und dem Hier und Jetzt viele Jahre verstrichen und Robbie mauserte sich vom Clown zum Entertainer, der mit Hilfe seiner eigenen Vision und dem glücklichen Händchen eines Guy Chambers zum Superstar in Europa wurde. Dank ausgezeichneter Promotion, spektakulären Videos und grandiosen Konzerten stieß er in die gleiche Höhenluft auf, wie sie einst Michael Jackson oder Madonna erreicht hatten...

In and Out of Consciousness
Greatest Hits 1990-2010:

Den Zusatz 1990-2010 finde ich ein wenig übertrieben, da Robbie zwar vor 20 Jahren bei Take That anfing, doch der einzigste Song dieser Band ist mit "Everything Changes" aus dem Jahr 1994 (!) vertreten, während seine erste Single "Freedom", erst 1996 erschien.
Ansonsten ist hier alles zu finden, was die Musik dieses Briten über all die Jahre so interessant gemacht hat. Angefangen wird auf dieser Compilation jedoch mit dem Jetzt, viel mehr der aktuellen Single "Shame", die er zusammen mit Ex-Feind Gary Barlow aufgenommen hat. Nett anzuhören und ganz sicher etwas für den trüben Herbst. Im weiteren Verlauf reist man zurück in die Zeit und rockt bei "Bodies", düst weiter zum schrillen "Tripping" hin zu seiner kurzweiligen Swingzeit, "Mr. Bojangles", ehe man irgendwann bei den ersten Hits wie "Angels" landet.

FAZIT:

Ich finde diese Zeitreise sehr spannend und was mir am besten gefällt ist der Umstand, das es nach der Schnellschuss-Best-Of aus dem Jahr 2003 nun wirklich nötig wurde, alle Hits des smarten Sängers unter einen Hut, ich meine, auf CD zu bringen. Dies ist zu hundert Prozent gelungen und nun darf man gespannt sein, ob Robbie Solo weitermachen wird, oder doch lieber bei seiner alten Band einsteigt - ich hoffe auf ersteres!


Wild Things
Wild Things
DVD ~ Kevin Bacon
Wird angeboten von Abakues
Preis: EUR 16,73

4 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Keine Ahnung was der Wirbel soll!, 29. September 2010
Rezension bezieht sich auf: Wild Things (DVD)
VORWORT:
Ich hatte bereits vor einigen Jahren versucht, diesen Film zu schauen. Nach einer guten halben Stunde, war ich jedoch so genervt von den Dialogen, das ich vorzeitig abschaltete. Nun habe ich "Wild Things" zum ersten Mal komplett gesehen und trotz des Umstands, diesmal durchgehalten zu haben, frage ich mich, was an diesem Film so spannend und vorallem, erotisch sein soll? Allein schon die Klassifizierung als Erotik-Thriller trifft nicht wirklich zu, es sei denn, man kennt andere Filme wie "Basic Instinct" oder "9 1/2 Wochen" nicht.

ACHTUNG SPOILER! :
Zugegeben: ich habe Matt Dillon sein falsches Spiel bis zu der Szene im Motel abgekauft und vor allem Kevin Bacon lieferte eine Glanzleistung ab. Als dessen Umrisse jedoch hinter dem Duschvorhang zu erkennen waren, ahnte ich nach all den abstrusen Wendungen bereits, das der "gute" Gesetzeshüter dahinter erscheinen würde. In diesem Film hätte sich wahrscheinlich selbst ein Priester, kurz vor Ende als Kopf einer Mafiabande entpuppt. Hier wollte jemand zuviel unter einen Hut bekommen. Nichts gegen überraschende Wendungen und Personen, die ein falsches Spiel treiben. Wenn sich am Ende allerdings so gut wie jeder (Bill Murray) als falscher Fuffziger entpuppt, verliert selbst ein solcher Plot seinen Reiz. Desweiteren fragte ich mich aufgrund der, vor allem in der ersten Stunde dargebotenen Dialoge, ob dies nun eine Komödie, Satire oder wirklich ein Thriller sein sollte.

FAZIT:
"Wild Things" ist einer dieser Filme, den ich mir einmal in hundert Jahren anschaue und zeigt mal wieder, wie unterschiedlich die Geschmäcker sein können. Mag die breite Masse gefallen an diesem Werk finden - ich bin nicht gerade begeistert! Daher gebe ich, aufgrund der Leistung von Kevin Bacons noch 2 Sterne und was den Rest betrifft, so erspare ich mir weitere Kommentare...


Lethal Weapon 1-4 [Director's Cut] [Special Edition]
Lethal Weapon 1-4 [Director's Cut] [Special Edition]
DVD ~ Mel Gibson

0 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Unterhaltsame Buddy-Movies mit viel Action!, 14. August 2010
ALLGEMEIN:

Ich habe die LW-Reihe mit dem zweiten Teil, "Brennpunkt L.A." kennengelernt, der mir wunderbar gefiel. Erst viel später, als ich mir diese Special Edition Box kaufte, sah ich den ersten Teil als Premiere. Dieser, und der dritte Teil gefallen mir nicht so gut. Im ersten Film war es einfach noch nicht so ein eingespieltes Team und auch der Humor und die Action waren noch nicht in dem Umfang enthalten wie bei den Fortsetzungen. Beim dritten Teil störten mich die erstmals nervigen Diskussionen mit Leo Getz, der ständig quasselt wie ein Wasserfall und am Ende schreien alle durcheinander. Fast genauso "anstrengend" geht es im vierten Teil zu, der jedoch eine wesentlich bessere Story bietet und auch Jet Li, als Bösewicht, überzeugt.
Das interessante an dieser Reihe ist die meistens, kurzweilige Unterhaltung in Form von Comedy und grandioser Actionszenen die selbst heute noch um einiges mehr bieten als das Hollywood-Geballer der Gegenwart.
Insgesamt stellt diese Special Edition (ungeschnitten und im Director's Cut!) eine Seltenheit dar. Zum einen, Fortsetzungen die stellenweise besser sind als der Originalfilm, und ebenso ein Filmteam das immer versucht, aus den vollen zu schöpfen. Hier gibt es keine halben Sachen! Jeder Film besticht durch einen eigenen Charme der nicht zuletzt durch die gut aufgelegten Hauptdarsteller, Mel Gibson und Danny Glover, erreicht wird.

ZUR DVD:

Zugegeben, es gibt kein Bonusgewitter wie bei manch anderen Filmen, deshalb ziehe ich auch einen Stern ab. Das geht nicht gegen die Filme, doch ich finde einfach das es bei so hochkarätigen Produktionen durchaus eine Menge gegeben haben muß das man auf einer fünften Silberscheibe hätte unterbringen können. Bild und Ton sind dagegen über jeden Zweifel erhaben und immerhin bietet diese Box Teil 2 und 4 in der 18er Fassung.

FAZT:

Eine tolle Filmreihe für kurzweilige Unterhaltung mit jeder Menge Spaß und Action. Wer diese Box noch nicht hat sollte nicht länger zögern ! ! !


Matrix
Matrix
DVD ~ Keanu Reeves
Wird angeboten von audiovideostar_2
Preis: EUR 14,25

6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Durch die Fortsetzungen in Verruf gebracht !, 2. April 2010
Rezension bezieht sich auf: Matrix (DVD)
VORWORT:

MATRIX ist für mich einer der besten Filme aus den Bereichen Science Fiction/Action.
Obwohl ich ihn schon etliche Male gesehen habe ist es doch immer wieder ein Vergnügen, sich zum einen in diese surreale Welt der Maschinen zu begeben und andererseits von der famosen Action und den optischen Tricks verblüfft zu werden.
Sehr schade ist es jedoch das man einen Film, dessen Handlung im Prinzip abgeschlossen war durch die unsäglichen Fortsetzungen seinem guten Ruf beraubte. Alles was den ersten Teil ausmacht, wurde in "Reloaded" und "Revolutions" zu einer hirnlosen Ballerorgie verbraten und die philosophischen Ansätze wirkten dort nur noch aufgesetzt und peinlich.
(ACHTUNG: Spoiler!) Fakt ist doch nun einmal das Neo der Auserwählte war und damit der Retter der Menschheit gefunden wurde. Wieso also dann diese kruden Storys mit "Supermann"-Neo der durch die Gegend fliegt, Schlüsselmachern und diesen Tausenden von Smith-Klonen?

STORY:

Ein Computerhacker wird von "Terrorist" Morpheus darauf aufmerksam gemacht, das er in einer falschen Welt lebt. Kurze Zeit später sieht er mit eigenen Augen das alle Menschen als Sklaven von Maschinen beherrscht werden die lediglich durch Manipulation eine scheinbar normale Welt erschaffen haben, so wie wir sie kennen.
Eine kleine Gruppe von Menschen konnte sich jedoch der Gewalt dieses Horrors entziehen und sucht seitdem eine Möglichkeit soviele Menschen wie möglich aus der Matrix (der falschen Welt) zu retten. Darüberhinaus gibt es die Annahme das eine bestimmte Person dazu berufen ist dem Terror ein Ende zu machen und diese Chance treibt den kleinen Trupp um Morpheus an...

DVD:

Diese Scheibe war im Jahr 2000 meine erste DVD und ich war von diesem "neuen" Medium schlicht und ergreifend begeistert. Obwohl damals noch alles in den Kinderschuhen steckte, wenn man an die heutige Zeit denkt, bietet der Silberling beeindruckende Menüs mit Animationen, Hintergrundmusik aus dem Film und ebenfalls interessante Extras. Bild und Ton machen ebenfalls einen sehr guten Eindruck und hinterlassen einen grandioses Filmerlebnis.

FAZIT:

Gute Ideen sind in der Traumfabrik rar geworden. Umso erstaunter war man im Jahre 1999 von diesem Film der Philosophie, Asia-Kino und Science-Fiction zu einem unterhaltsamen Cocktail vermischte.
Keanu Reeves wirkt bisweilen ein wenig zu cool aber irgendwie passt er in die Rolle des Neo. Man stelle sich vor das dieser von (Milchbart) Leonardo DiCaprio verkörpert worden wäre, der damals einer der Anwärter war.
Das einzige was mich an diesem Film wirklich stört ist die Tatsache das ich die miesen Fortsetzungen kenne.
Manche Filme sind erzählt wenn der Abspann kommt auch wenn die Wachowski-Brüder bereits damals eine Trilogie planten so war es dennoch eine, in sich abgeschlossene Handlung.
Genauso ergeht es mir übrigens bei "Zurück in die Zukunft", auch wenn dessen Fortsetzungen weitaus sehenswerter sind als es bei Matrix der Fall ist.


Inglourious Basterds [Blu-ray]
Inglourious Basterds [Blu-ray]
DVD ~ Brad Pitt
Preis: EUR 9,90

0 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Hin und Hergerissen, 26. März 2010
Rezension bezieht sich auf: Inglourious Basterds [Blu-ray] (Blu-ray)
VORWORT:

Ich bin seit Jahren ein großer Tarantino-Fan und als dieser neigt man ja gerne dazu, alles automatisch gut zu finden. Doch "IB" hat mich nicht vollends überzeugt. Dazu sollte ich jedoch erklären, was mich an diesem Film genauer stört...

Quentin Tarantino war/ist immer ein Experte im Geschichten erzählen, doch bisher basierten seine Filme mehr oder weniger auf reiner Fiktion und nicht auf echter Geschichte. Es gab Hitler, Goebbels und all die anderen Schwerverbrecher, für die ich mich als Deutscher bis heute schämen muß. So gesehen müsste mir der Film gefallen, denn (ACHTUNG: Spoiler!) diesen Personen wird mächtig eingeheizt. Fakt ist aber nun mal, das der Krieg erst im Jahre 1945 endete und noch Millionen von Menschen diesem zum Opfer fielen. Es ist zwar löblich, das man durch den Film eine Art "Happy End" serviert bekommt aber es entspricht eben nicht den Tatsachen. Ebenso gut hätte Tarantino einen Film über die Eroberung Amerikas drehen können, in dem Einwanderer und Indianer friedlich miteinander Pfeife rauchen oder die Titanic die Ostküste der USA erreicht. Aus diesem Grund stehe ich diesem Film ein wenig skeptisch gegenüber, auch wenn jetzt wahrscheinlich viele denken, ich solle diesen Aspekt ausblenden. Jedem das seine...

ZUM FILM:

Die Handlung ist in typischer Tarantino-Art erzählt und bietet dadurch sehr gute Dialoge, noch mehr komische Momente als man denken könnte und - vor allem gegen Ende des Film, jede Menge Action. Christoph Waltz hat den Oscar mehr als verdient und selbst Quentin meinte ja, das eben jener Waltz seinen Film gerettet habe - dem ist nichts hinzuzufügen. Doch auch Brad Pitt hinterläßt mit angeklebtem Bärtchen einen bleibenden Eindruck auch wenn ich ihn mit seinem schrägen Gesichtsausdruck nicht wirklich Ernst nehmen konnte. Eli Roth, bekannt aus "Death Proof" und als Regisseur von "Hostel" zeigt eine sehr gute Leistung und selbst mein achso "geliebter" Till Schweiger weiß als deutscher Verräter zu gefallen. Weniger gut fand ich die Darbietung von Diane Krueger, einer, meiner Meinung nach überschätzten Schauspielerin. Die Musik zeigt mal wieder, das Tarantino sich über alle Aspekte seiner Filme Gedanken macht und ist wahrscheinlich bald neben den Soundtracks von "Reservoir Dogs", "Pulp Fiction", "Kill Bill" und "Death Proof" in den meisten CD-Ständern von Musikliebhabern zu finden - sehr gut!

ZUR BLU-RAY:

Diese Scheibe kann sich sehen lassen. Neben einem gestochen scharfen Bild kann auch der Ton überzeugen. Alle Elemente, von Dialogen über Action und Musik wandern detalliert in die Gehörgänge und auch das Bonusmaterial ist mehr als ein nettes Bonbon. Interessante Interviews, zusätzliche Szenen und Entstehung des Films werden ausgiebig beleuchtet.

FAZIT:

Grundsätzlich lohnt es sich diesen Film anzuschauen, doch ich werde ihn nie so Unbefangen sehen können wie z.B. "Pulp Fiction", da hier eines der schlimmsten Kapitel der Geschichte als Märchen verklärt wurde. Fairerweise muß ich dazu sagen das Tarantino nie einen Hehl daraus gemacht, das es ein Nazi-Märchen werden sollte. Ich gebe dem Film daher mit Zähneknirchen stolze 4 anstatt nur 3 Sterne. Alles in allem ist es letztlich ein guter Film, doch die Realität sah nun mal anders aus!
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 30, 2010 6:55 PM MEST


Music for the Jilted Generation
Music for the Jilted Generation
Preis: EUR 8,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Außergewöhnliche Sounds vom "Wunderkind", 19. März 2010
Rezension bezieht sich auf: Music for the Jilted Generation (Audio CD)
VORWORT:

Wir schreiben das Jahr 1994. Die Charts werden größtenteils vom Eurodance überschwemmt. Ob "2 Unlimited", "Dr. Alban" oder auch "DJ Bobo". Schon damals war mir diese Art von Popmusik ein Dorn im Auge und ich interessierte mich vorwiegend für Rockmusik der Marke Hendrix und auch Aerosmith. Techno war im Begriff sich selbst zu demontieren - ein Genre, das maßgeblich von Bands wie "Kraftwerk" miterschaffen wurde. Übrig blieb, wie so oft (Punk, Grunge, Britpop) der Kommerz und Kirmes-Techno von Combos wie "Scooter" oder "Marusha".

Inmitten dieser trostlosen Zeit kam eine Band aus England daher, die Anfang der 90er gegründet wurde und mit Rave anfing. Der war auf ihrem Debutalbum, "The Prodigy Experience" noch sehr dominant, doch der Kopf der Truppe, Liam Howlett, wuchs mit seinen Aufgaben. Er betrat neue Wege und kreierte eine neue Musikrichtung entscheidend mit - den Big Beat. Seine Band benannte er nach dem populären Synthesizer der Firma Moog - Prodigy. Zusammen mit den drei Tänzern Keith Flint, Maxim Reality, Leeroy Thornhill und kurzzeitig dem weiblichen Mitglied, Sharky.

MUSIC FOR THE JILTED GENERATION:

"No Good" war der erste Song den ich damals von den Jungs wahrnahm. Irgendwie klang er nicht so naiv wie das meiste andere Zeugs aus den Charts und auch das, in Schwarzweiss gehaltene Video war, wenn auch noch nicht so provokant wie später, ein anderes als die üblichen Promoclips der Zeit. Das nächste Mal jagte mir Keith Flint, drei Jahre später im "Firestarter"-Video Angst ein und ich entdeckte die Band wieder, die sich inzwischen radikal verändert hatte. Sowohl ihr Look als auch die Musik, waren deutlich kraftvoller geworden.

Nun besorgte ich mir "Music For The Jilted Generation" und verliebte mich in diese schrägen Sounds ohne ein schlechtes Gewissen haben zu müssen. Techno war schließlich immer mein erklärter Staatsfeind Nr. 1, doch "Prodigy" machten keinen gewöhnlichen Techno, sondern eine andere Art von Musik. Experimentelle Sounds die mit interessanten Samples versehen und letzlich durch Hammerbeats veredelt wurden. Dieses Album ist wohl auch unter Fans das am meist geschätzte, obwohl die Erfolgswelle erst mit "The Fat Of The Land" die Musikwelt überflutete.

Es finden sich hypnotische Songs wie "Break & Enter", erste Anzeichen von Rock wie bei "Their Law" und "Voodoo People" oder dreckige Raps "Poison". Keith Flint, der lustige Kerl mit der Hippie-Matte wurde im gleichnamigen Video durch den Wolf gedreht und veränderte sich danach komplett um mit seinem neuen Outfit zu schocken. Diese Band sollte noch einiges erledigen und das tat sie. Es kommt nicht oft vor das wegweisende Alben auf den Markt kommen, doch "The Prodigy" haben die Fahne des Big Beat am höchsten gehalten indem Howlett dieses Album in einer Zeit entwickelte, als man dachte, es gäbe nichts neues mehr zu entdecken. Große Momente, schräge Sounds und immer spannend - das ist MUSIC FOR THE JILTED GENERATION. Danke!
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 4, 2011 4:40 PM MEST


Exciter
Exciter
Wird angeboten von nagiry
Preis: EUR 13,26

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Völlig losgelöst von jedweder Erwartung !, 17. März 2010
Rezension bezieht sich auf: Exciter (Audio CD)
VORWORT:

Ich hatte mir keinen optimalen Einstand ausgesucht, als ich mich zum Release von "Ultra", im Jahre 1997 verstärkt für die Band interessierte, die ich bereits seit Kindertagen wegen meines Bruders kannte - Depeche Mode. Hängengeblieben waren natürlich Hits wie "Just Can't Get Enough", "Everything Counts", "People Are People", "Never Let Me Down Again", "Personal Jesus" oder auch "Enjoy The Silence". Das waren DM in den 80ern - beinahe eine reine Synthieband, die wenig bis garnichts von Instrumenten wie einer Gitarre hielt. Das düstere Juwel, "Songs of Faith & Devotion", hatte ich bis zu diesem Zeitpunkt kaum wahrgenommen. Bereits hier änderte sich der Sound der Band immer mehr in eine andere Richtung.

Inzwischen weiß man natürlich von den Drogeneskapaden eines Dave Gahan, die ihn 1996 für kurze Zeit das Leben kosteten. Doch wie "Phoenix aus der Asche" stand die Band, die Ihren kreativen Soundtüftler Alan Wilder durch Ausstieg verlor, wieder auf und veröffentlichte im April 1997 ein kühles Album mit, für ihre Verhältnisse, radikalen Songs wie "Barrel Of A Gun" und demonstrierte eindrucksvoll das totgesagte länger leben.
Mittlerweile hänge auch ich an "Ultra", es war zum einen ihre Wiederauferstehung und, musikalisch gesehen, ein guter Abschluss der 90er.

EXCITER:

Depeche Mode verpflichteten für Ihre nächste Platte den Produzenten Mark Bell, der u.a. die isländische Musikerin Björk produziert hatte. So war es nicht unbedingt verwunderlich wie leicht und zart die meisten Songs auf "Exciter" daherkamen. Dominante Akustikgitarre beim Opener "Dream On", schwebende Synthieflächen bei "Shine On", dem Instrumentaltrack "Lovetheme" oder schräge Arrangements wie bei "The Sweetest Condition" oder "Comatose".

Auf der anderen Seite zuckersüß wie selten (When The Body Speaks, Freelove) und ungewohnt dreckig (The Dead Of Night). Selbst der "Pseudotechnostampfer" (I Feel Loved) kann ihren Status nicht schmälern. Ein echter Leckerbissen aber bleibt für mich einer der wohl langsamsten Songs ihrer Geschichte - "I Am You". Zu guter letzt bleibt dann noch "Goodnight Lovers", den ich, neben "Comatose" als einzig echten Schwachpunkt auf diesem Album ausmachen kann.

F A Z I T:

Man kann nach wie vor geteilter Meinung über den Weg sein, den die Band im Jahr 2001 eingeschlagen hat, doch im Gegensatz zu Ihrer aktuellen Scheibe, "Sound Of The Universe" höre ich auf "Exciter" noch eine Band die den Namen Depeche Mode zurecht trägt. Ihre größte Stärke war immer der gewisse Popappeal der trotz aller Düsterheit über ihren Alben schwebte. Der direkte Nachfolger "Playing The Angel", hatte noch zu einem großen Teil das, was ich heute von den Jungs vermisse. Große Momente, interessante Sounds und - eben Popappeal. EXCITER mag eines der radikalsten Alben der Band sein, doch obwohl es soundtechnisch anders klingt als die glorreichen Hitmomente eines "Violator", gehört es für mich dennoch zu den besten Arbeiten der Jungs.

Diese Platte klingt relaxt und aufregend zugleich, es fehlt mit Sicherheit der rote Faden eines Albums wie "Black Celebration", dennoch steht jeder einzelne Song für eine eigene Stimmung die wirkliche Atmosphäre ausstrahlt. Vielleicht sollten sich DM tatsächlich mal von ihrem Ex-Mitglied Alan Wilder produzieren lassen. Nötig wäre es nicht zwingend, da auch Produzenten wie Tim Simenon (Ultra) oder besagter Mark Bell, einen überzeugenden Stempel auf die jeweiligen Alben drücken konnten. Ben Hillier ist aber nach einem passablen Einstand (PTA) nun doch ein wenig zu involviert, habe ich den Eindruck. Selbst der Hardcore-Fan sollte inzwischen wissen das gerade die Produktion von Depeche Mode-Alben immer auch sehr stark vom jeweiligen Mann an den Reglern abhängig war.


David Gilmour - Remember That Night: Live At The Royal Albert Hall (2 DVDs)
David Gilmour - Remember That Night: Live At The Royal Albert Hall (2 DVDs)
DVD ~ David Gilmour
Preis: EUR 28,99

2 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Schöpft das Medium nicht ganz aus!, 16. März 2010
VORWORT:

Alle, denen David Gilmour kein Begriff ist werden wohl denken: "Mmmh, ein älterer Herr mit kräftigem Bauchansatz, der eine Gitarre um den Hals trägt". Sobald jedoch die ersten Töne von "Speak To Me/Breathe" erklingen, werden sie wohl denken: "Der ältere Herr hat es drauf". Ich spiele selbst seit ca. sechzehn Jahren Gitarre und habe, wie so viele andere ein paar Lieblingsgitarreros. Angefangen bei Eddie Van Halen, Brian May oder auch Steve Vai. Doch da ich bis heute nicht in der Lage bin, in die Nähe der Schnelligkeiten eines "wahnsinnigen" wie Mr. Vai zu kommen, mag ich vorallem das gefühlvoll, melodische Spiel von David Gilmour. Für mich ist er eine Institution in Sachen Timing, obwohl er nicht auf Highspeed den Gitarrenhals bearbeitet wie besagter Steve Vai.

REMEMBER THAT NIGHT:

Im Mai 2006 gastierte David Gilmour während seiner "On An Island"-Tour in der altehrwürdigen Royal Albert Hall. Zusammen mit alten Bekannten wie u.a. dem Tourbassisten Guy Pratt (P.U.L.S.E.), dessen Stiefvater Richard Wright (spielte neben David Gilmour in einer Band namens Pink Floyd), Phil Manzanera (Roxy Music) oder den Herren Crosby und Nash, die als Backgroundsänger angeheuert wurden. Als besondere Überraschung singt kein geringerer als David Bowie am Ende dieses grandiosen Konzerts (150 Minuten) die erste Pink-Floyd-Single "Arnold Layne", gefolgt vom Gänsehautsong von The Wall, "Comfortably Numb".

U P D A T E: 04.04.13

BILD:
Ursprünglich hatte ich an dieser Stelle keine größeren Probleme mit dem Bild, doch inzwischen bin ich leider gezwungen, einen Stern abzuziehen. Vor kurzem hatte ich nämlich die Möglichkeit, eine stark abgespeckte MP4-Version (2,7 GB) der Blu-Ray, "Francais Pour Une Nuit" von Metallica zu sehen. Ich war einfach nur Baff: Glasklares Bild, gestochen scharf, keinerlei Rauschen und trotz geschrumpfter MP4, immer noch um Welten besser als beim "alten" Dave. Dabei war auch dieses Konzert nicht am hellichten Tag aufgenommen worden und dennoch überzeugte das Bild auf ganzer Linie. Im krassen Gegensatz dazu, verhält es sich bei "Remember That Night": Die Farben leuchten furchtbar grell, ein ständiges Rauschen bei dunklen Stellen und auch die Schärfe ist nicht gerade das Gelbe vom Ei. Klar, hier geht es "nur" um einen DVD-Transfer, aber selbst die Blu-Ray-Version von "Remember That Night" soll keine wirkliche Verbesserung sein. Das Alter der Aufnahme kann in dem Fall keine Entschuldigung sein, denn auch im Jahr 2006 waren die Möglichkeiten durchaus vorhanden, hier mehr Qualität zu liefern. Im übrigen glaube ich kaum, das sowohl Rauschen als auch die grellen Farben als Stilmittel eingesetzt wurden. Leider muß man in diesem Fall wirklich sagen, das das Bild der unrühmliche Schmutzfleck auf einer ansonsten, tollen DVD ist.

SOUND:
Der Ton wurde nahezu perfekt abgemischt und läßt einen Hautnah dabei sein. Ich würde sogar fast von Referenzniveau sprechen!

BONUSMATERIAL:
Dafür wurde das Medium DVD entwickelt. Ein richtig tolles Paket ist neben dem ohnehin genialen Konzert zusammengeschnürt worden. Zwei interessante Dokus über den Touralltag und die Entstehung des Albums "On An Island". Darüberhinaus noch Highlights wie etwa eine Studioversion von "Astronomy Domine", in den Londoner Abbey-Road-Studios. Auf dieser zweiten DVD gibt es wirklich etliches zu entdecken und dafür sollte man sich Zeit nehmen. Zu den Interviews und Dokus gibt es die (leider nicht immer) obligatorischen Untertitel in mehreren Sprachen, darunter auch Deutsch. Desweiteren kann man während der Dokus mehr Details über einzelne Themen erfahren, wenn man schnell genug auf "das Männchen mit der Gitarre" klickt!

F A Z I T:

Ich wollte grundsätzliches zum Konzert nicht nochmal wiederholen, das haben viele meiner Vorredner bereits ausgiebig getan. Bleibt mir nur noch, "jedem" zu raten, sich diesen Livetraum zuzulegen. Hier stimmt fast (!) alles: vom Audiovisuellen Gesamterlebnis eines David-Gilmour-Konzerts, das mit dem absoluten Highlight "Echoes" aufwartet, und desweiteren eine unterhaltsame Fülle an Bonusmaterial beherbergt. Im übrigen wurden auch die DVD-Menüs liebevoll animiert und fügen sich nahtlos in das harmonische Gesamtbild dieser Doppel-DVD ein. Wirklich bedauerlich ist es allerdings, das bei dieser, ansonsten wunderbaren Vorstellung, die Bildqualität so dermaßen schwächelt - also für verwöhnte Augen definitiv ein Grund zur Warnung! Was Bildtechnisch möglich ist, zeigen andere Konzerte aber nicht unterschlagen sollte man ebenfalls, das diese Silberscheiben trotz des einen Mankos, einen fantastischen Einblick in die musikalische Genialität des David Gilmour bieten. Also unterm Strich: klare Kaupfempfehlung!


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