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Rezensionen verfasst von
A.H.

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Hannibal - Die komplette 1. Staffel (4 Discs, Uncut)
Hannibal - Die komplette 1. Staffel (4 Discs, Uncut)
DVD ~ Mads Mikkelsen
Preis: EUR 18,99

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eat the rude...., 25. August 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Die Serie „Hannibal“ ist in der Tat besonders. Ich bin eher durch Zufall darauf gestoßen, weil ich die Schauspieler Mads Mikkelsen und Laurence Fishburne sehr gerne sehe. Hätte ich gewusst, was mich erwartet, hätte ich mir die DVD schon viel früher zugelegt.
Aber was ist es, was „Hannibal“ so von anderen Serien abhebt?
Vielen wird da als erstes der hohe Grad an Brutalität einfallen. „Hannibal“ ist nichts für schwache Nerven, so viel steht fest. Ich persönlich bin normalerweise kein großer Fan der sogenannten „Gore-Strategie“, aber bei „Hannibal“ hat es mich nicht gestört. Das liegt vor allem an der allgemeinen Optik der Serie. Die Farben, die ungewöhnlichen Kamerawinkel und die Verwendung von Zeitlupe und –raffer machen „Hannibal“ zu einem optischen Augenschmaus. Es ist grotesk, aber irgendwie auch faszinierend.
Natürlich sind die Morde und deren Inszenierung nicht sehr realistisch und ich kann die Kritiker verstehen, die aus der Serie eine Abstumpfung der Menschen in Bezug auf Gewalt und Grausamkeit ableiten. Die Serie ist nicht umsonst ab 18. Allerdings muss man dazu sagen, dass der hohe Gewaltgrad auch mit der Vorlage zusammenhängt. Die Morde, die Thomas Harris in „Das Schweigen der Lämmer“, „Roter Drache“ und „Hannibal“ beschrieb, sind ebenfalls sehr ungewöhnlich und grausam. Das mag dem ein oder anderen ein Gefühl von Voyeurismus vermitteln, aber im Grunde ist eben diese besondere Inszenierung der Verbrechen ein Faktor, der das ganze so interessant macht. Hannibal ist nun mal kein Mörder wie jeder andere, er ist ein Kannibale und ein gebildeter noch dazu.
Dies bringt mich zur schauspielerischen Leistung von Mads Mikkelsen, die in meinen Augen genial ist. Er versucht niemals Hopkins zu imitieren, sondern liefert seine ganz eigene Interpretation des belesenen und durchaus sensiblen Kannibalen ab.
Jede Geste und jede Mimik überzeugen, in einem Moment wirkt er fast schon sympathisch, im anderen jagt er dir einen kalten Schauer über den Rücken. Die Serie lebt von den Dialogen und dem perfekten Zusammenspiel von Dancy und Mikkelsen. Aber auch die anderen Schauspieler überzeugen auf ganzer Linie. Besonders Kacey Rohl in der Rolle der „Abigail Hobbs“ macht ihre Sache wirklich gut.
Neben der besonderen Optik und den genialen Schauspielern muss man zusätzlich den Soundtrack der Serie erwähnen. So etwas ist schwer zu beschreiben, aber die Musik wirkt, ähnlich wie die Optik, sowohl verstörend als auch hypnotisch. Sie trägt einen großen Teil zur Horror-Atmosphäre bei.
Die Spezialeffekte sind für eine TV-Serie, von der niemand wusste wie sie ankommen würde, erstaunlich gut. Man erkennt sofort, dass in dieser Serie einiges an Arbeit und Herzblut steckt.
Zusammenfassend kann ich nur sagen, dass „Hannibal“ etwas für alle die ist, die:
- Einen starken Magen haben
- Die Vorlage bereits mochten
- Auf Horror und düstere Atmosphäre stehen
- Offen für Neues sind und sich nicht auf die Darstellung von Hopkins versteifen (ernsthaft, das kann man einfach schlecht
vergleichen. Ich mochte Hopkins sehr gerne, aber auch Mikkelsen macht seine Sache ausgesprochen gut, s.o.)
- Kein Problem mit teilweise schon poetisch anmutenden Dialogen haben
Alles in allem also eine durchaus sehenswerte Serie, „Hannibal“ gehört definitiv zu meinen Favoriten.


Buffy - Im Bann der Dämonen: Die komplette Season 4 [6 DVDs]
Buffy - Im Bann der Dämonen: Die komplette Season 4 [6 DVDs]
DVD ~ Sarah Michelle Gellar
Wird angeboten von audiovideostar_2
Preis: EUR 28,90

5.0 von 5 Sternen Stark unterschätzt, 27. Juli 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Die vierte Staffel ist wohl die umstrittenste unter den Fans der Serie. Joss Whedon selbst bezeichnete sie als Experiment, während viele Fans sie als zu unstrukturiert empfanden. Tatsächlich ist die vierte Staffel anders, als ihre Vorgänger.
Buffy und Willow gehen aufs College, während Xander sich mit Gelegenheitsjobs herumschlägt und im Keller seiner Eltern wohnt. Giles weiß ebenfalls nichts mehr mit sich anzufangen, jetzt wo er nicht mehr Buffys Wächter ist. Diese Ausgangssituation deutet bereits darauf hin, dass sich die Beziehungen zwischen den Figuren verändern. Alle leben sich irgendwie auseinander und finden erst gegen Ende der Staffel wieder richtig zusammen. Dieser Umstand allein gab schon bei vielen Fans Anlass zur Kritik, ich für meinen Teil fand es sehr interessant zu beobachten, wie die Scoobies langsam erwachsen werden. Highschoolfreundschaften halten nun mal nicht ewig und es ist realistisch, dass die Freundschaft der Figuren auf die Probe gestellt wird.
Vor allem kann man sich so mit den neuen Charakteren beschäftigen. Anya, die zuvor nur gelegentlich auftrat, wird langsam ins Team integriert und auch Tara taucht zum ersten Mal auf. Ihre Beziehung zu Willow ist ebenfalls ein Ausdruck des experimentellen Charakters dieser Staffel. Und auch hier muss ich sagen, dass mir diese Idee sehr gut gefiel. Es ist nachvollziehbar, dass Willow sich in Tara verliebt und es ist schön, dass die Serie ein Thema wie Homosexualität aufgreift, ohne auf die Klischee-Schiene zu geraten.
Auch die Beziehung zwischen Buffy und Riley fand ich interessant. Es ist wirklich angenehm, dass das „Gejammer“ um Angel (ich mochte Angel, aber irgendwann ist auch mal gut) endlich ein Ende hat. Klar mögen manche sagen, Riley sei zu sehr der typische Sonnyboy, aber ich fand ihn sympathisch und mochte auch die Richtung in die sich der Charakter entwickelt.
Spike wird auch allmählich ins Team integriert und sorgt mit seiner sarkastischen und bösen Art für den ein- oder anderen Lacher. Ebenfalls ein Pluspunkt, Spike bringt frischen Wind ins Team und seine Freude an der Bösartigkeit ist sehr unterhaltsam.
Soweit zu den Figuren, zur Handlung dieser Staffel möchte ich nicht allzu viel sagen, das haben andere Rezensenten schon erledigt. Nur so viel sei gesagt, ich fand den Plot um die Initiative richtig gut. Es ist einfach mal was Anderes und passt sehr gut zu der ganzen College- und Erwachsenwerden-Thematik.
Abgesehen davon enthält die vierte Staffel in meinen Augen einige der besten Folgen überhaupt. „Hush“ dürfte mittlerweile jedem Buffy-Fan ein Begriff sein. Hier hat sich mir (ähnlich wie später bei „Once more with feeling“ in Staffel 6) die Frage gestellt, ob es überhaupt irgendwas gibt, was Joss Whedon nicht kann. Eine Folge, in der nur knapp zehn Minuten gesprochen wird, so unterhaltsam und vor allem gruselig zu gestalten, das schaffen wohl nur er und sein Autorenteam. „Fear itself“, die Halloweenfolge fand ich ebenfalls gut, genauso die letzte Folge der Staffel „Restless“.
Für „Spuffy“-Fans ist wahrscheinlich die Folge „Something blue“ am empfehlenswertesten.
Alles in allem möchte ich nicht zu viel verraten und kann nur sagen, dass die vierte Staffel definitiv zu meinen Favoriten gehört. Ich empfehle wirklich, diesem Experiment eine Chance zu geben, es lohnt sich. Man wird mit viel Humor, Horror und interessanten Figuren verwöhnt, wie man es von der Serie gewohnt ist.


In these Words 01
In these Words 01
von TogaQ
  Taschenbuch
Preis: EUR 6,95

5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Geheimtipp, 6. Juli 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: In these Words 01 (Taschenbuch)
„In these words“ ist ein Manga, der aus der breiten Masse des BL/Yaoi-Genre heraussticht, das liegt unter anderem an folgenden Faktoren:

1) Dem Zeichenstil
Ich habe normalerweise keine allzu hohen Ansprüche, aber der Zeichenstil hat mich in diesem Fall wirklich beeindruckt. Ich habe selten so ausdrucksstarke Figuren bewundern dürfen. Shinohara beispielsweise, kann einem wirklich Angst einjagen. Die Darstellung seiner Augen ist meiner Meinung nach genial. Außerdem ist es sehr erfrischend, dass die Akteure mal nicht auf die typischen Seme- bzw. Uke-Klischees reduziert sind.
Der Zeichenstil überzeugt zudem durch klare Linienführung und realitätsnahe Darstellungen, abgesehen von den Charakteren haben mir auch die Settings sehr gut gefallen und die colorierten Seiten am Anfang und am Ende (der Fachbegriff ist mir gerade entfallen) sind eine Augenweide. Rein optisch verdient der Manga meines Erachtens nach schon 5 Sterne. Aber da schöne Bilder ja nun mal nicht alles sind, kommen wir zu:

2) Der Story
Endlich mal wieder ein Manga, bei dem der Schwerpunkt auf der Story liegt. Ich möchte nicht im Detail auf die Geschichte eingehen, der Klappentext informiert bereits zur Genüge, aber es sei gesagt, dass es sich wirklich lohnt. TogaQ und Kichiku Neko sagen im Nachwort, dass sie hoffen auch in Zukunft Manga und Romane zu entwickeln, die es wert sind gelesen zu werden. Und das ist „In these words“ in jedem Fall. Ich habe den Manga auf Deutsch gelesen, aber ich hatte nie das Gefühl, dass bei der Übersetzung schlampig gearbeitet wurde (was ja bei Manga leider häufiger vorkommt). Besonders die Dialoge zwischen Asano und Shinohara sind durchweg interessant und faszinierend. Die Sprache ist ähnlich hart wie der Inhalt, aber dennoch passt es irgendwie. Diese Jäger-Gejagter-Problematik wird meiner Ansicht nach sehr gut verdeutlicht und man spürt, dass das ganze auf etwas Bestimmtes hinsteuert. Viele Fragen werden aufgeworfen und der Leser bekommt keine oder nur ansatzweise Antworten darauf. Trotzdem kommt nie das Gefühl auf, der Autor wolle nur Zeit schinden. Die Geschichte ist spannend, düster und wirkt bis jetzt ziemlich vielschichtig. Ich würde empfehlen, den zweiten Band gleich mit zu bestellen, denn der erste, so viel sei verraten, endet mit einem Cliffhanger, der sich gewaschen hat. Selten hat mich ein Manga so überrascht. Ich schätze der Begriff „Plot twist“ trifft es ganz gut.

3) Der Authentizität
Wie schon bereits in den anderen Rezensionen vermerkt wurde, ist „In these words“ in der Tat starker Stoff. Asanos Alpträume und auch die Fotos der Mordopfer sind explizit dargestellt. Gerade deswegen war ich anfangs skeptisch, was den Manga anging. Ich bin kein Fan von übermäßiger Gewalt und Vergewaltigungen, aber in diesem Fall „passt“ es einfach, um es mal vorsichtig auszudrücken. Die explizite Darstellung hat einen Grund und dient nicht nur dem Voyeurismus. Es geht in diesem Manga nun einmal um Gewalt, Psychopathen und seelische Abgründe, das merkt man auch an der Darstellung. Es ist schwer zu beschreiben, aber ich würde euch wirklich empfehlen, euch nicht davon abschrecken zu lassen. Wer allerdings nach dem typischen BL-Manga sucht, in dem sich am Ende alles in Wohlgefallen auflöst und es um die Liebe geht, sollte die Finger von diesem Werk lassen. „In these words“ gehört meiner Ansicht nach nicht zu den Büchern, die man nach dem Lesen in den Schrank zurückstellt und gleich wieder vergisst. Ich persönlich habe beide Bände bereits mehrmals gelesen (auch um die Vorfreude auf Band 3 aushalten zu können) und nach dem Lesen immer wieder über die Geschichte nachgedacht. Das ganze ist authentisch und in meinen Augen auch realistisch, man macht sich seine Gedanken, stellt Vermutungen auf und fragt sich, wie sich das ganze auflöst.

Zusammenfassend betrachtet kann ich nur sagen, dass „In these words“ für jeden etwas ist, der spannende (und düstere) Geschichten, vielschichtige Charaktere und ansprechende Zeichnungen mag. Der Manga gehört bereits jetzt zu meinen Favoriten in dem Genre und ich hoffe wirklich, dass die Arbeiten an Band 3 nicht eingestellt werden. Werft mal einen Blick darauf, es lohnt sich wirklich ;)


Sex and the City 2
Sex and the City 2
DVD ~ Sarah Jessica Parker
Preis: EUR 4,97

1.0 von 5 Sternen Irgendwann muss Schluss sein...., 16. Juni 2014
Rezension bezieht sich auf: Sex and the City 2 (DVD)
Das hat man davon, wenn man nicht weiß wann es Zeit ist, aufzuhören. Ich fand bereits den ersten Film eher durchschnittlich, aber im Vergleich zum zweiten Teil wirkt der fast perfekt. Denn was den Zuschauern hier geboten wird, ist wirklich ein Witz.
Gleich zu Beginn wird klar, in welche Richtung sich das Ganze entwickelt. Wir starten mit einer klischeebeladenen Schwulenhochzeit, die dermaßen übertrieben und protzig ist, dass Stanfords Erklärung, er hab eben lange dafür gespart fast schon lächerlich wirkt. Dazu kommt, dass diese Hochzeit wirklich rein gar nichts zur „Handlung“ beiträgt. Schon an dieser Stelle stellt der Zuschauer sich die Frage „Warum?“. Und diese wird ihn auch noch im weiteren Verlauf des Films begleiten.

Die Handlung wurde bereits in anderen Rezensionen bemängelt und das zu recht. Es gibt nämlich keine. Die Dialoge sind ein Witz und die Probleme sind in Wahrheit keine.
Mal im Ernst, es ist doch lachhaft, wenn eine Hausfrau wie Charlotte mit einem gutverdienenden Ehemann und einer Vollzeit-Nanny rumheult, dass sie ja ach so überfordert ist. Was sollen da „normale“ Mütter sagen? Ja, es gibt doch tatsächlich Frauen, die Kinder haben, arbeiten gehen und den Haushalt schmeißen, ohne eine Nanny. Ebendiese dient im Film dann dazu, Charlottes Problem zu verdeutlich. Sie hat nämlich Angst, dass die gut bestückte Dame ihr ihren Ehemann wegschnappt.
Apropos Ehemann, die Männer sind in diesem Film zu dauergrinsenden Randfiguren/Pantoffelhelden degradiert worden. Das sieht man schön an Mister Big, der es wohl mittlerweile bereuen dürfte, die größte Oberzicke in ganz NY geheiratet zu haben. Im Ernst, Carrie ist in diesem Film derart unsympathisch, dass es wehtut. Ihre Probleme sind ebenso wie Charlottes einfach oberflächlich und bescheuert. Da lebt sie mit ihrem steinreichen Mann in einer unbezahlbaren Suite und besagter Mann will einfach mal einen Abend fernsehen. Nein, wie schrecklich! Seit wann ist Carrie eigentlich so ein Luxusweibchen?
Ich gebe zu, dass die Serie auch nicht gerade das Leben der Normalsterblichen porträtiert hat, aber da hat es mich nicht gestört. Denn die Probleme, die in der Serie thematisiert wurden (ungewollte Schwangerschaften, Krebs…), gibt es wohl in allen gesellschaftlichen Schichten und man konnte sich mit den Figuren zumindest ansatzweise identifizieren. Dass die Damen gewissermaßen zur Upper-Class gehörten, blieb stets im Hintergrund und diente als Rahmen für die Handlung.
Ich erwarte keine schonungslose Realität, ich will einfach unterhalten werden. Und eben das schafft der Film nicht. Der eigentliche Hauptdarsteller des Filmes ist der Luxus und zwar in seiner protzigsten, geschmack- und stillosesten Ausführung. Wie schon in anderen Rezensionen beschrieben wirkt das ganze wie eine Dauerwerbesendung oder ein ellenlanger Mode-und Urlaubskatalog. Es passiert einfach NICHTS in diesem Film, man wird lediglich mit bunten Bildern, Gekreische und „Oh mein Gott“-Rufen bombardiert. Die Figuren sind nur noch Karikaturen, besonders Samantha ist einfach nur noch peinlich.

Die Krönung des schlechten Geschmacks stellt wohl die Islam-Schelte dar. Ganz im Ernst, das passt wirklich absolut nicht in dieses heitere Konsumtrallala. Wenn man sich diesem Thema annähert, dann bitte auf eine seriöse, angemessene Weise. In der Serie wurden brisante Themen auch entsprechend behandelt, im Film wirkt das ganze nur noch lächerlich.
Die vier Frauen sind zu verwöhnten, realitätsfernen, tussigen Oberzicken mutiert. Einzig Miranda fand ich nicht ganz so schlimm, bei ihr sind den Autoren wohl endgültig die Ideen ausgegangen. Wenn ich mir ansehe, was die sogenannte Story aus den anderen Charakteren macht, ist das wohl ihr Glück.
Ach ja, Aiden wird auch noch vollkommen sinn-und zusammenhanglos in die Handlung geknallt. Wie schön. Wieso kommt nicht gleich noch Alexander Petrofsky dazu?

Ich bin wirklich kein Hardcore-Fan der Serie, ich mochte sie einfach und habe mir nach dem ersten Film die Fortsetzung eigentlich ohne Erwartungen angesehen. Und trotzdem wurde ich enttäuscht. Nicht nur das, der Film hat mich richtig geärgert.
Für Fans dürfte das ganze eine noch herbere Enttäuschung sein. Ernsthaft, seht euch lieber noch mal die Serie an. Denn dieser Film ist wirklich nur noch Geldmacherei. Für alle die auf Product Placement stehen, sehr viel Zeit haben (140 geschlagene Minuten!) und bei Filmen über einen Mangel an Handlung, Humor und Unterhaltung hinwegsehen können, geht das ganze wohl in Ordnung.


Ein Königreich für ein Lama
Ein Königreich für ein Lama

5.0 von 5 Sternen Super Spiel, 26. Mai 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Ein Königreich für ein Lama (Videospiel)
Wir alle kennen das Muster: war der Film einigermaßen erfolgreich, folgt sogleich ein Spiel dazu. Meist lieblos und schnell, hauptsächlich um damit Geld zu verdienen. Aber nicht hier. Denn bei diesem Spiel haben sich die Entwickler meines Erachtens nach wirklich Mühe gegeben. Die Musik ist klasse, die Synchronisation ist super und es macht einfach Spaß. Aber zu den größten Stärken gehört wohl der Humor. Ironie, Sarkasmus und ein angefressenes Lama machen einfach Spaß. Dazu kommt, dass im Spiel noch ein paar nette Nebenfiguren auftreten (wie bspw. „der Kondormann“ und der Typ mit der Pfau-Unterwäsche), die einfach witzig sind und in das Szenario passen. Die Level richten sich nach dem Aufbau des Films, man beginnt im Dorf, kommt in den Dschungel, zum Fluss, in die Stadt usw. Der Schwierigkeitsgrad ist auch angemessen und ich muss sagen, dass ich selbst als Erwachsene immer noch der Meinung bin, dass einige der Geheimnisse die es zu entdecken gilt, wirklich verdammt gut versteckt sind ;) Wer bei jedem Level 100% erreichen möchte, wird lange seine Freude an dem Spiel haben. Ob es für Kinder stellenweise zu schwer ist, sei einmal dahin gestellt.
In jedem Fall ist es ein witziges, unterhaltsames und schönes Spiel, das auch nach all den Jahren noch Spaß macht. In meinen Augen das beste Spiel, das je auf einen Film folgte.


Der Bilderwächter
Der Bilderwächter
von Monika Feth
  Taschenbuch
Preis: EUR 10,99

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Der Bilderwächter, 16. November 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Bilderwächter (Taschenbuch)
Lange habe ich auf dieses Buch gewartet, nachdem ich die Jette- und Romy-Reihe stets mit Spannung verfolgt habe. Der letzte Jette Roman „Der Sommerfänger“ war richtig gut, der letzte Romy Roman „Spiegelschatten“ sogar noch besser und vielleicht habe ich einfach zu viel erwartet.
Der Inhalt wird bereits in der Kurzbeschreibung genannt, deswegen werde ich ihn nicht nochmal groß wiederholen.
Kommen wir also direkt zu den Schwächen, die „Der Bilderwächter“ in meinen Augen hat. Zum einen wären da die wechselnden Perspektiven. Wer die Bücher von Monika Feth kennt, weiß dass sie stets Einblicke in die Gedanken und Gefühle von mehreren Personen gibt. Ich fand das in den vorrangegangen Büchern immer erfrischend und auch spannend, besonders weil man auch etwas über den Mörder erfährt und das gewissermaßen aus „erster Hand“. Aber in diesem Buch hat sie es meiner Ansicht nach einfach übertrieben. Es handelt sich dabei um folgende Figuren:
Jette
Merle
Ilka
Mike
Emilia
Hortense
Bert Melzig
Marten
Thorsten Uhland
Bodo Breitner
Zehn Perspektiven sind einfach zu viele, vor allem weil die Kapitel auch dementsprechend kurz gehalten sind und ich den ständigen Wechsel meist als störend oder einfach nur unnötig empfand. Jette und Merle hätte man meiner Meinung nach einfach zusammenfassen können. Zwar geht die Autorin in diesem Buch auch auf die Beziehung zwischen Merle und Claudio ein (ein wenig mehr als in den Vorgängern), aber das auch nur am Anfang und im Grunde trägt es auch nichts zur Haupthandlung bei. Ich für meinen Teil, hätte zudem lieber etwas mehr über Imke Talheim und Bert Melzig erfahren, doch die berühmte Autorin kommt in diesem Buch gar nicht vor und wird nur gelegentlich mal erwähnt. Schade.
Zu den Perspektiven sei noch gesagt, dass zwei der betrachteten Charaktere die Opfer sind, das heißt am Ende wird „nur“ noch aus der Sicht von acht Figuren erzählt.
Kommen wir zu meinem zweiten Kritikpunkt: Die Entwicklung der Charaktere.
Besonders Ilka hat mich in diesem Buch sehr gestört, weil ich immer das Gefühl hatte, eine Art Nacherzählung des Mädchenmalers zu lesen. Ich bin keine Psychologin, aber meines Erachtens nach hat sie sich absolut nicht weiter entwickelt und gelegentlich habe ich mich gefragt, wieso Mike und die anderen sich überhaupt noch mit ihr abgeben. Ihr Gejammer ging mir gegen Ende nur noch auf den Geist. Sowieso überkommt einem beim Lesen manchmal das Gefühl, dass das Thema des zweiten Bandes einfach nochmal aufgewärmt wird. Mich persönlich hat es nicht gestört, dass Jette und Co in den Vorgängern stets in ein neues Verbrechen verwickelt wurden, das mag zwar etwas unrealistisch gewesen sein, aber man will ja schließlich auch unterhalten werden. Der Rückbezug zum Mädchenmaler und die ständige Wiederholung, dass Ruben ja ach so böse und stets präsent ist und die arme, arme Ilka ein psychisches Wrack, das es nicht in geschlossenen Räumen aushält, werden auf Dauer etwas lästig.
Mein letzter Kritikpunkt ist der Mörder. Ich werde nicht verraten, wer es ist, aber ich muss sagen dass ich die Auflösung sehr enttäuschend fand. Mir ist durchaus bewusst, dass in Feths Werken mehr die Charaktere im Vordergrund stehen und nicht die Mörder und ihre Taten, aber dieses Mal hat sie es meiner Meinung nach ach arg kurz gehalten. Es gibt, wie bereits erwähnt, 2 Morde und richtig eingegangen wird am Ende nur auf den zweiten. Irgendwie kam es mir so vor, als die Auflösung der Morde nur eine Art Notlösung gewesen, um das Buch schnell zu Ende zu bringen.
Das mag zugegebenermaßen alles recht negativ klingen, deswegen möchte ich noch die Dinge nennen, die mir an dem Buch gefallen haben.
Der Schreibstil ist flüssig und ich hatte das Buch innerhalb von zwei Tagen durch. Es lässt sich gut und schnell lesen. Zudem gefiel mir die Art, wie die Autorin die Sensationslust der Reporter und Medien allgemein beschrieben hat. Auch Macht- bzw. Geldgier und Skrupellosigkeit sind Themen dieses Buches und die Autorin hat sie realistisch und bedrückend dargestellt. In meinen Augen eine gelungene Analyse der heutigen Gesellschaft und des Dranges, alle transparent zu machen.
Wie schon gesagt ist das Buch nicht schlecht, aber ich war einfach etwas enttäuscht. Es ist durchaus zu empfehlen, aber gerade wenn man die Vorgänger gelesen hat, bekommt man irgendwie das Gefühl, dass es sich hierbei nur um einen warmen Aufguss eines längst abgeschlossenen Themas handelt. Eine Art Lückenfüller…
Dabei hat die Autorin in „Der Sommerfänger“ und „Spiegelschatten“ meiner Ansicht nach bereits gezeigt, dass sie es sehr viel besser kann. Deswegen leider nur 3 Sterne.
Trotzdem bin ich auf die Fortsetzung gespannt.


Der geheime Zirkel I Gemmas Visionen: Roman
Der geheime Zirkel I Gemmas Visionen: Roman
von Libba Bray
  Taschenbuch
Preis: EUR 12,95

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein Werk, dem etwas weniger Magie gut getan hätte, 31. August 2013
Zuerst muss ich anmerken, dass ich mich in dieser Rezension auch teilweise auf die folgenden Bände beziehe, wer sich vor Spoilern fürchtet, sollte also lieber nicht weiterlesen :)
Zum Inhalt nur so viel: Die sechzehnjährige Gemma Doyle wird, nachdem ihre Mutter unter mysteriösen Umständen in Indien Selbstmord beging, auf ein Mädcheninternat in England geschickt, um „Grazie, Charme und Schönheit“ zu erlangen. Allerdings wird sie von düsteren Visionen heimgesucht und entdeckt, dass der Tod ihrer Mutter kein tragischer Zufall war.
In den eher negativen Bewertungen wurde angemerkt, dass das Buch sehr dem typischen High-School-Alltag gleicht, im Sinne von „besonderes Mädchen findet keinen Anschluss in der Welt der Reichen und Schönen“. Das kann man durchaus so sehen, allerdings empfand ich das als nicht besonders tragisch. Zumal der Hauptfokus meiner Ansicht nach auf der Entwicklung jedes einzelnen Mädchens aus der Clique liegt. Womit wir zu dem kommen, was mir besonders gefiel: Die vier Mädchen, Gemma, Ann, Felicity und Pippa. Jede von ihnen hat ein dunkles Geheimnis (nicht im Sinne von „Hey, ich hab magische Kräfte, bin eine Hexe, eine Dämonenjägerin etc.“, sondern realitätsnah und tragisch) und ihre Auflehnung gegen eine von Männern dominierte Gesellschaft ist nachvollziehbar und gut beschrieben. Sowieso fand ich, dass Libba Bray den Geist dieser Zeit gut eingefangen hat. Die Mädchenschule Spence, England, Indien, jedes Setting wirkt lebendig, ebenso wie die Figuren, die darin agieren.
Was Gemmas Gabe bzw. ihre Visionen betrifft, das war nicht ganz mein Fall. Im ersten Band war es okay, die Magie diente dazu, den Drang etwas zu verändern und seine Spuren in der Welt zu hinterlassen zu stillen. In den beiden Folgebänden wurde mir das Ganze allerdings ein bisschen zu dominant. Das liegt aber hauptsächlich daran, dass die „normale“ Welt und der Alltag der Mädchen meines Erachtens nach sehr fesselnd beschrieben werden und mich persönlich einfach mehr interessiert haben, als die Vorgänge im Magischen Reich. Ebenso fand ich das Muster des „Wir müssen irgendetwas Magisches finden“ (z.B. Tempel, Dolch…), das sich durch die Folgebände zieht, zu vorhersehbar und ein wenig langweilig. Deswegen gefällt mir der erste Band auch noch am besten.
Zusammenfassend kann man sagen, dass „Gemmas Visionen“ ein gelungener Auftakt der Trilogie um den Geheimen Zirkel ist und auch Lesern etwas bietet, die sich für das viktorianische Zeitalter interessieren und Fantasy suchen, die nichts mit Vampiren, Werwölfen oder sonstigen Viechern zu tun hat. Trotz minimaler Abzüge definitiv eines meiner Lieblingsbücher.


No Regret - Im Schatten der Liebe (OmU)
No Regret - Im Schatten der Liebe (OmU)
DVD ~ Lee Han
Wird angeboten von PRO-FUN MEDIA GmbH
Preis: EUR 5,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Fesselnd, 2. März 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: No Regret - Im Schatten der Liebe (OmU) (DVD)
Ich schätze das „Queer Cinema“ sehr und nach Filmen wie „Dream Boy“, „Latter Days“ und „Judas Kiss“, wurde mir „No Regret“ empfohlen. Anfangs war ich etwas skeptisch, denn gerade in dieser Kategorie findet sich sehr oft nur seichte Unterhaltung, was nicht unbedingt schlecht ist, aber eben nicht fesselnd.
„No Regret“ war allerdings gänzlich anders, als alles was ich zuvor gesehen oder auch von dem Film erwartet habe. Die Geschichte wirkt auf den ersten Blick sehr simpel: Su-Min kommt aus einem Waisenhaus und geht nach Seoul, um Geld zu verdienen. Anfangs hat er noch einfache Gelegenheitsjobs wie z.B. Tellerwäscher oder Fahrer, letztendlich ist er jedoch gezwungen, sich mit Prostitution über Wasser zu halten. Er kommt damit zurecht und hält seine Freier auf Distanz, eigentlich hat er sein Leben im Griff. Wäre da nicht Chae-Min, ein reicher Fabrikantensohn, der immer wieder auftaucht und an Su-Min interessiert zu sein scheint.
Ich weiß, wie das klingt. Auch ich dachte anfangs, alles klar, sie treffen sich, Liebe auf den ersten Blick und dann landen sie im Bett.
Nun, ich lag ziemlich falsch.
Wenn ich die Figuren im Film mit einem Wort zusammenfassen müsste, würde ich „selbstzerstörerisch“ wählen. Viele Szenen sind spärlich belichtet, demzufolge dunkel und schmutzig, fast schon beklemmend. Ein Beispiel dafür ist die Stricherszene.
Andere jedoch sind hell und frei, Su-Min steht auf dem Dach und blickt über die Dächer Seouls, alles scheint sich zum Guten zu wenden. Der Film lebt von solchen Kontrasten und grundsätzlich einfach von der Optik. Es gibt kein „Heile-Welt-Gedöns“ oder Beschönigungen, auch die dunklen Seiten einer Beziehung werden gezeigt. Die Figuren entwickeln sich weiter, zeigen Stärke und Schwäche, machen Fehler, lieben sich, verletzen sich, erleiden schwere bis mittelschwere Schicksalsschläge… Es ist schwierig, die Wirkung dieses Werks in einer Rezension zu beschreiben. Ich würde jedem ans Herz legen, diesen Film mal zu sehen. Er fesselt einfach, es ist eine realistische Darstellung einer Episode aus dem Leben eines jungen Mannes.
Die Optik ist genial, die Musik ist sehr passend und die Schauspieler überzeugen.
Was den koreanischen O-Ton angeht, ich hatte damit keine Schwierigkeiten. Die deutschen Untertitel reichen vollkommen aus und im Film wird auch nicht unheimlich viel gesprochen.
Man muss sich auf diesen Film und den Ton den er anschlägt einlassen, aber wenn man das tut wird man belohnt.


Kingdom Hearts II
Kingdom Hearts II
Wird angeboten von skgames
Preis: EUR 18,99

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Nachfolger mit Schwächen, 3. Februar 2013
= Spaßfaktor:3.0 von 5 Sternen 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Kingdom Hearts II (Videospiel)
Kingdom Hearts 2 kann meiner Ansicht nach nicht mit dem ersten Teil mithalten. Das hat mehrere Gründe, aber kommen wir zuerst einmal zu den positiven Aspekten:

- Die Grafik: Ich bin kein Grafik-Fanatiker, eine schicke Optik ist nicht alles, auch ein Spiel in "Oldschool-Klötzchen-Grafik" kann super sein (bsp. FFVII), aber die Grafik von KH2 ist wirklich schön und die Sequenzen sind ansprechend gestaltet. Besonders Soras Veränderung hat mir gefallen, er wirkt tatsächlich älter und auch insgesamt wirkt das Ganze etwas runder als in Teil 1
- Die Synchronisation: Wie schon beim ersten Teil find ich die Synchronisation sehr gelungen, besonders weil meistens die Stimmen aus den Filmen verwendet wurden.
- Das Überspringen von Sequenzen: Ich mag die Sequenzen von KH2 und mochte auch die von Teil 1. Sie sind schön und liebevoll gestaltet, aber ganz ehrlich, gerade wenn man im schweren Modus spielt und einen Bosskampf ständig verliert, möchte man sich nicht immer wieder dieselbe Sequenz ansehen. Schon gar nicht, wenn sie sehr lange ist. Deswegen fand ich die Möglichkeit des Überspringens sehr angenehm. So kann man auch Dinge ausblenden, die einen nicht interessieren oder die man schon weiß, weil man das Spiel einfach nochmal zockt.

Diese Dinge fand ich okay, kommen wir nun zu den weniger positiven Aspekten:

- Die Musik: Ich möchte die Musik und den Sound keinesfalls als schlecht bezeichnen, im Gegenteil. Alte Motive wurden wieder aufgenommen und ein wenig verändert, das fand ich ganz schön. Aber manchmal war mir das Ganze einfach zu nervig. Besonders bei den Kämpfen fand ich die Musik nicht ganz so gelungen.
- Der Gumi Jet: Jaja, eine meiner Hasspassagen aus Teil 1. Daran hat sich leider in Teil 2 nichts verändert, im Gegenteil. Die gegnerischen Jets können nun auch schießen, die Sicht ändert sich ständig und es fliegt ununterbrochen irgendein Krempel im Bild herum. Das ist natürlich ein sehr persönlicher Kritikpunkt, es gibt wahrscheinlich auch Spieler, die auf so etwas stehen, ich allerdings nicht.
- Die Steuerung und das Menü: Das Menü fand ich ein wenig unübersichtlich und die Steuerung sehr simple gehalten. Man kloppt einfach nonstop auf der X und der Dreickstaste herum, im Grunde kann man nichts falsch machen. Die Steuerung im ersten Teil war natürlich auch nicht gerade anspruchsvoll, allerdings erschien sie mir ein wenig präziser und vor allem Ausweichabilitys wie der Pruzelbaum sind in Teil 2 verschwunden, was ich sehr schade finde. Durch die vielen Zusatzkommandos (die meistens nicht wirklich etwas bringen) wirkt das Kämpfen zudem sehr hektisch.
- Die Story: Sorry, aber die ist nun wirklich nicht so prickelnd. Im Grunde ist es ein neuer Aufguss des ersten Teils und besonders die Organisation XIII hätte meiner Meinung nach echtes Potenzial gehabt, dass man nicht genutzt hat. Das Ganze klingt in meinen Augen ein wenig nach "Hey, der erste Teil hat sich gut verkauft, machen wir um jeden Preis eine Fortsetzung, egal wie."
- Die lange Einleitung: Wie oben schon erwähnt mag ich Sequenzen eigentlich ganz gerne, aber in den ersten Stunden des Spiels läuft man wirklich nur von Sequenz zu Sequenz. Ich bin immer froh, wenn ich zumindest den Teil mit Roxas hinter mir habe.
- Die Auswahl der Welten: Das ist ein zweischneidiges Schwert, einige Welten fand ich sehr gut ausgewählt (z.B. Das Land der Drachen, die Welt aus König der Löwen usw.). Es war auch ganz cool, die alten Welten wie die Arena des Olymp nochmal zu besuchen. Was ich allerdings schrecklich fand, war "Fluch der Karibik". Nicht unbedingt wegen der Story, Käpt'n Jack Sparrow geht ja bekanntlich immer, sondern einfach wegen der Optik. Sora ist in einer Art Manga-Final-Fantasy-Stil dargestellt, Donald und Goofy sind Comicfiguren. Diese Zusammensetzung klappt ja ganz gut, aber dann kommt noch das realistische Styling von FdK dazu, das war mir persönlich einfach zu viel.
- Die Minispiele: Auch hier ist die Bandbreite groß. Von lächerlich einfach bis zu üblen Frustfallen. Allerdings muss ich auch hier zugeben, dass ich persönlich kein Fan von Minispielen allgemein bin.

Das klingt zugegebnermaßen sehr negativ. KH 2 ist wirklich kein schlechtes Spiel, es ist durchaus spielbar. Aber es ist nicht wirklich ein würdiger Nachfolger, wie ich finde. Teil 1 war neu und frisch und einfach geordneter.
Was man Teil 2 zugute halten muss, ist der Schwierigkeistgrad. Es lässt sich auch im normalen Modus gut durchspielen, ist nicht zu einfach und nicht zu schwer. Beim ersten Durchspielen hat man schon etwas von dem Spiel, aber ich finde die Motivation zum "Nochmalzocken" geht schnell verloren. Es ist meiner Ansicht nach ein durchschnittliches Spiel, dass ich mir lieber leihen als kaufen würde, es sei denn man ist ein KH-Hardcore-Fan.


Spiegelschatten
Spiegelschatten
von Monika Feth
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 17,99

4.0 von 5 Sternen Spiegelschatten, 24. November 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Spiegelschatten (Gebundene Ausgabe)
Seit Monaten habe ich schon auf dieses Buch gewartet und es dann endlich in einem Rutsch durchlesen können. "Spiegelschatten" ist meiner Ansicht nach eines der besten Bücher von Monika Feth, besonders wenn man es mit dem Vorgänger "Teufelsengel" vergleicht.
Ich hatte von Anfang an so meine Probleme mit Romy und fand "Teufelsengel" ein wenig unterkühlt. In "Spiegelschatten" kam ich mit ihr etwas besser klar, allerdings kann ich ihre Entscheidungen in mancher Hinsicht immer noch nicht nachvollziehen. ABER: Die Story macht die Zweifel wieder wett, vor allem weil man diesmal nicht von Anfang an weiß, wer der Mörder ist. In den anderen Büchern fand ich die frühe Enthüllung nicht unbedingt schlecht, aber es nahm dem Ganzen doch ein wenig die Spannung. "Spiegelschatten" hingegen reißt den Leser mit und ich muss sagen, dass ich die Aufklärung ziemlich dramatisch fand. Ich möchte nicht zu viel verraten, aber ich "mochte" den Mörder (natürlich NICHT aufgrund seines Motives) als Person.
Auch gefällt mir die Herangehensweise an das Thema ziemlich gut. Vor allem die Darstellung von Björn und Maxim, sie sind einfach ein homosexuelles Paar, leben wie alle anderen auch und verhalten sich wie alle anderen auch. Ich fand es sehr gut, dass Feth die Normalität einer gleichgeschlechtlichen Beziehung unterstreicht und trotz der detailierten Beschreibung der Gedanken des Killers, niemals Partei für ihn ergreift, so wie es in anderen Büchern manchmal geschieht.
Jetzt zu den etwas weniger guten Aspekten:

1. Der Mörder: Wie oben schon erwähnt mochte ich die Darstellung seiner Gedanken, aber seine Vergangenheit ähnelt sehr der Vergangenheit von den "Jette-Bösewichten"
2. Romy, Calypso, Ingo: Viele können sich mit Romy nicht anfreunden und würden Jette vorziehen, ich kann mich da nur anschließen, auch wenn sie mir hier schon besser gefällt, als in "Teufelsengel". Komisch fand ich nur den Wandel von Ingo und Calypso. Letzterer wird in diesem Buch meiner Ansicht nach richtig unsympathisch, nichts erinnert mehr an den verträumten Schauspieler mit dem Freiheistdrang aus dem Vorgänger. Noch mehr erstaunt hat mich jedenfalls Ingo. Schon in "Teufelsengel" war gegen Ende eine kleine Verwandlung zu entdecken, allerdings fand ich es hier doch etwas zu schnell. Diese ganze Dreiecksbeziehung hat mir nicht so gut gefallen, weil ich Calypso anfangs recht gerne mochte und manche Reaktionen Romy doch wieder ein wenig unsympathisch erscheinen ließen.
3.Der Mittelteil: In der Mitte, bzw. gegen Ende verliert das Buch etwas an Spannung, beziehungsweise die Ermittlungen laufen nicht richtig weiter. Selbst wenn der Leser noch nicht weiß, wer der Mörder ist, fand ich diese Passagen ein wenig langatmig, besonders Romys Gespräche mit den wahrlos augewählten möglichen Verdächtigen.

Das alles mag jetzt sehr negativ klingen, aber trotz dieser kleinen Schwächen gebe ich dem Buch 4 Sterne. Ganz einfach schon aus dem Grund, weil eine Steigerung zu "Teufelsengel" erkennbar ist und ich das Buch sehr spannend, intensiv und auch ein wenig dramatisch fand. Ich würde es jedem weiterempfehlen, schon alleine weil gewisse Handlungsstränge jetzt leicht mit der Jette-Reihe verknüpft werden, das ist für mich ein Riesenpluspunkt. Ebenso wie Bert Melzig, der in "Teufelsengel" ein wenig "blass" erschien, jetzt aber wieder an Farbe gewinnt und sich deutlich weiter entwickelt hat. Ich freue mich auf die möglichen Fortsetzungen und wer weiß, vielleicht werden Romy und Jette ja eines Tages mal zusammen ermitteln?


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