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Rezensionen verfasst von
€nigma

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The Outcast Dead (The Dr Ruth Galloway Mysteries)
The Outcast Dead (The Dr Ruth Galloway Mysteries)
von Elly Griffiths
  Taschenbuch
Preis: EUR 10,14

5.0 von 5 Sternen Psychologisch ausgerichteter, unblutiger Kriminalroman mit glaubwürdigen Protagonisten, sehr lesenswert!, 23. Juli 2016
Zum Inhalt
„The Outcast Dead“ verfolgt drei Handlungsstränge: Bei Ausgrabungen am Norwich Castle, das im 19.Jahrhundert als Gefängnis und Hinrichtungsstätte diente, wird das Skelett von Jemima Green, genannt „Mother Hook“ gefunden. Die Frau war Mitte des 19.Jahrhunderts wegen des Verdachts mehrfachen Kindsmordes gehängt worden, sie soll Kinder, die sie betreute, getötet und dann den „resurrection men“ verkauft haben. Nach dem Fund ihres Tagebuchs bestehen Zweifel an ihrer Schuld. Ein amerikanisches Fernsehteam, das Ruth Galloway zu Rate zieht, will in seiner Sendereihe „Woman who kill“ die Unschuld der vermeintlichen Mörderin beweisen.
Mit Kindstötung beschäftigt sich auch der aktuelle Fall von DCI Harry Nelson. Nachdem auch das dritte Kind von Liz Donaldson auf ungeklärte Art verstorben ist, beraumt Nelson Ermittlungen an, da er nicht an die Möglichkeit von drei Fällen von Säuglingstod in einer Familie glaubt.
Während in der Familie Donaldson ermittelt wird, werden plötzlich Kinder in Norwich entführt. Der Entführer hinterlässt schriftliche Nachrichten, die er mit „The Childminder“ unterzeichnet. Als auch das Kind einer Polizistin aus Nelsons Team betroffen ist, droht ihm alles über den Kopf zu wachsen.

Beurteilung
Durch die Dreigliedrigkeit der Handlung und die Abwechslung der Erzählstränge ist der vorliegende Kriminalroman sehr kurzweilig und lässt sich zügig lesen. Er verzichtet auf brutale Szenen und setzt den Focus auf die Beziehungen zwischen Müttern und ihren Kindern, dabei wird die Frage nach der Vereinbarlichkeit von Berufstätigkeit und Mutterschaft thematisiert; die Männer/ Väter spielen in diesem Zusammenhang eine untergeordnete Rolle. Das beste Anschauungsobjekt in dieser Hinsicht ist die Protagonistin Ruth Galloway, die als alleinerziehende Mutter ihr Bestes gibt, ihrer Tochter Kate eine unbeschwerte Kindheit zu bieten, die aber auch in ihrem Beruf sehr engagiert ist. Doch auch die anderen weiblichen Romanfiguren werden unter dem Gesichtspunkt ihrer Tauglichkeit in der Mutterrolle ausgeleuchtet. Da die Vorgeschichte der meisten Figuren hier fortgesetzt wird und eine wichtige Rolle spielt, sollte man die Reihe möglichst chronologisch verfolgen.
Die Charaktere sind gründlich und glaubwürdig ausgearbeitet, man glaubt, diese Menschen persönlich zu kennen und ist schon gespannt auf die weitere Entwicklung ihrer Lebensläufe. Zwei weitere Bände sind bereits verfügbar.
Das Nachwort der Autorin zu den historischen Hintergründen und den von ihr erfundenen Elementen ist hochinteressant.

Fazit
Für Freunde eher psychologisch ausgerichteter, unblutiger Kriminalromane mit glaubwürdigen Protagonisten ohne Heldenhaftigkeitsanspruch sehr empfehlenswert, als Einstieg in die Reihe aufgrund der komplexen Vorgeschichte jedoch weniger geeignet!
4,5 Sterne


The Girl Next Door
The Girl Next Door
von Ruth Rendell
  Taschenbuch
Preis: EUR 7,99

5.0 von 5 Sternen Großartiger psychologischer ROMAN, aber KEIN Krimi!, 22. Juli 2016
Rezension bezieht sich auf: The Girl Next Door (Taschenbuch)
Zum Inhalt
Bei Bauarbeiten an einem Haus in Loughton wird in einem „Tunnel“, den Fundamenten eines älteren Hauses, eine Keksdose mit zwei mumifizierten Händen einer Frau und eines Mannes gefunden. Der grausige Fund hat 60 bis 70 Jahre in der Erde geruht. Einige alte Leute fühlen sich von dieser Neuigkeit aufgeschreckt. Alan, Rosemary, Daphne, Lewis, Michael und die drei Brüder Batchelor hatten als Kinder im Jahr 1944 gern in diesem Tunnelsystem gespielt. Alan und Rosemary sind seit mehr als 50 Jahren verheiratet, abgesehen davon haben sich die Wege der damaligen Spielgefährten aber getrennt, nachdem sie von einem Erwachsenen erwischt und aus dem Tunnel ein für allemal vertrieben wurden.
Durch die Nachricht über dieses bisher unentdeckte Verbrechen kommen die alten Herrschaften wieder zusammen. Jeder versucht, Erinnerungen und damals gemachte Beobachtungen beizusteuern, doch die Wiedervereinigung der Gruppe hat auch auf das gegenwärtige Leben ihrer Mitglieder größere Auswirkungen, als sie es sich hätten träumen lassen.

Beurteilung
Die Einordnung dieses Romans von Ruth Rendell nicht bei den Krimis, sondern unter „Romane/Erzählungen“ ist beabsichtigt, denn es sollen keine falschen Erwartungen geweckt und dann möglicherweise enttäuscht werden.
Der Leser erfährt von Anfang an, was 1944 geschah, wer das ermordete Paar war, von wem und aus welchem Motiv es ermordet wurde. Inspector Quell, der mit dem Fall betraut ist, geht weniger als nur halbherzig an die Ermittlungen und tritt so gut wie gar nicht auf. Im Mittelpunkt stehen vielmehr die Lebenswege der im vorletzten Kriegsjahr am Fundort spielenden Kinder, die jetzt – 70 Jahre später – wieder zusammenlaufen, was auch zu einem Aufleben gewisser Aspekte der Gruppendynamik führt.
Mit viel psychologischer Einsicht und großem Feingefühl zeichnet die Autorin das Leben der inzwischen gut Achtzigjährigen nach, denen es bewusst ist, dass die ihnen verbleibende Lebenszeit verrinnt, die sich aber nicht damit abfinden wollen, nur noch auf den Tod zu warten. Vielmehr haben sie noch individuelle Wünsche und Leidenschaften und wollen aus ihrem Lebensabend das Beste herausholen.
Die unterschiedlichen Charaktere der alternden Protagonisten sind sehr einfühlsam herausgearbeitet, auch der Wandel des Lebensstils und des moralischen Weltbildes seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs, dargestellt im Vergleich zwischen den alten Leuten und ihren Kindern und Enkeln, sind sehr interessant. Hier fesselt besonders das Psychogramm der Ehe von Alan und Rosemary, in der es zu einer Kräfteverschiebung kommt.
Der Erzählstil ist sehr authentisch und ruhig, keinesfalls auf krimi-gemäße Spannung ausgerichtet.

Fazit
Ein großartiger psychologischer Roman über eine Gruppe von Menschen, die eher selten im literarischen Mittelpunkt steht! Sehr fesselnd, aber man darf keinen Krimi mit Mordermittlung und Spannungshöhepunkten erwarten.


Unter dem Banner des Kreuzes
Unter dem Banner des Kreuzes
von Astrid Fritz
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,95

5.0 von 5 Sternen Eindrucksvolle Schilderung einer mittelalterlichen Pilgerfahrt mit ihren Mühen und Gefahren, 22. Juli 2016
Zum Inhalt
Im Jahre 1212 soll ein Hirtenjunge namens Nikolaus von Köln den himmlischen Auftrag erhalten haben, einen (weiteren) Kreuzzug ins Heilige Land zu unternehmen, um das Grab Christi zu befreien. Diesmal darf allerdings nicht mit Waffengewalt vorgegangen werden, vielmehr sollen „unschuldige Seelen“, d.h. Kinder und Jugendliche, die Befreiung Jerusalems durch Liebe und das Wort Gottes vollbringen.
Als die Werber für diesen Kreuzzug in Freiburg Station machen, sieht die siebzehnjährige Anna Schuster, die als ältestes Kind zuhause von ihrem strengen Vater über Gebühr drangsaliert wird, eine günstige Gelegenheit gekommen, dem Elternhaus den Rücken zu kehren und außerdem etwas Gutes zu tun. Zusammen mit dem jugendlichen Tunichtgut Jecki und den zwei Kindern Christian und Margret schließt sie sich dem Knappen Gottschalk von Ortenburg, dem Werber, an und begibt sich auf eine gefahrvolle Pilgerschaft.
Der angehende Priester Konrad schließt sich dem Zug an, um die entlaufenen Freiburger Kinder im Auftrag des Pfarrers Theoderich zurückzubringen. Als diese sich weigern, ihr Vorhaben aufzugeben, reist er notgedrungen mit und versucht, sie zu schützen, denn ihm ist bewusst, dass bei diesem Kreuzzug nicht alles mit rechten Dingen zugeht und dass die Pilgerfahrt viele Teilnehmer ins Unglück führen wird…

Beurteilung
Die Romanfiguren sind fiktiv, der Anlass für den Kinderkreuzzug und dessen Verlauf sind jedoch historisch verbürgt. Sehr anschaulich beschreibt die Autorin die mit einer mittelalterlichen Pilgerfahrt verbundenen ungeheuren Mühen und Qualen, die tiefgläubige und -für heutige Verhältnisse – unglaublich naive Menschen zum Ruhme Gottes auf sich nehmen. Bei dieser Schilderung wird nichts beschönigt, der Leser erlebt mit, wie gläubige Christen im ausgehungerten Zustand zu Dieben und Plünderern werden und er sieht Romanfiguren, die ihm ans Herz gewachsen sind, auf der beschwerlichen Reise über die Alpen ihr Leben lassen. Dank der Landkarte im vorderen und hinteren Einband und der Ortsangaben, mit denen die Kapitel überschrieben sind, kann der Leser den Weg der Pilger detailliert verfolgen.
Die Charakterisierung der Romanfiguren ist gelungen, besonders Konrad, der gewissermaßen der „Held“ dieses Romans ist, wird durchaus mit Fehlern und Schwächen dargestellt. Die eigentliche Protagonistin Anna wird ebenfalls nicht verklärt gezeichnet, sondern ist bei allen guten Absichten doch auch recht naiv und störrisch. Auch die eher negativen Figuren werden bis auf eine Ausnahme nicht als vollkommen böse präsentiert.
Die Informationen über die für das Hochmittelalter schon erstaunlich gut ausgebauten Handelswege mit ihren Raststationen (Klöster, Hospize, Gaststuben) und die ausgedehnten Handelszüge der Kaufherren sind sehr interessant.
Ein informatives Autorennachwort und ein ungewöhnlich umfangreiches Glossar runden den gut recherchierten Roman ab.

Fazit
Ein atmosphärisch dichter Roman über den Kinderkreuzzug von 1212, der (bis auf das etwas zu „glattgeschliffene“ Ende) ein realistisches Bild von den Härten einer mittelalterlichen Pilgerfahrt zeichnet!
4,5 Sterne


Tödliche Nachbarschaft (Thomas Andreasson ermittelt)
Tödliche Nachbarschaft (Thomas Andreasson ermittelt)
Preis: EUR 12,99

4.0 von 5 Sternen Unterhaltsame Fortsetzung der Reihe um Thomas Andreasson und Nora Linde, 10. Juli 2016
Zum Inhalt
Carsten Jonsson, ein in London lebender Auslandsschwede, hat sich auf Sandhamn ein prunkvolles, nicht in die Landschaft passendes Haus gebaut und den dazugehörigen Strandabschnitt eingezäunt. Damit hat er die Inselbewohner gegen sich aufgebracht. Als es nach Einzug der Familie Jonsson zu einigen bedrohlichen Zwischenfällen, darunter einem mit leider tödlichem Ausgang, kommt, liegt für Thomas Andreasson der Gedanke nahe, dass es sich um die Aktion eines erzürnten Inselbewohners handelt. Doch so einfach ist die Lage nicht: Im Laufe der Ermittlungen stellt es sich heraus, dass Carsten Jonsson ein ausgesprochen egomanisches Ekel ist, das nicht zuletzt sein Alkohol- und Drogenkonsum zu einer tickenden Zeitbombe machen. Sein Verhalten gegenüber seiner Frau Celia lässt sehr zu wünschen übrig und auch seine Kinder Oliver und Sarah sind in seiner Nähe eingeschüchtert.
Auch im beruflichen Umfeld gibt es Menschen, die nicht gut auf Jonsson zu sprechen sind. Er hat Kleinanleger um ihre Existenz gebracht und ist in dubiose Aktiengeschäfte in Russland verwickelt.
Unter diesen Umständen ist es für Thomas Andreasson, seine Kollegen und seine Jugendfreundin Nora Linde, die sich gern helfend in Kriminalfälle einmischt, alles andere als einfach, die Hintergründe der mysteriösen Vorgänge auf Sandhamn zu durchschauen.

Beurteilung
"Tödliche Nachbarschaft" ist anschaulich und spannend geschrieben. Einige wenige Szenen sind sehr brutal. Aufgrund des extrem unsympathischen Protagonisten, der sich überall Feinde macht, ergeben sich für den Leser reichlich Gelegenheiten, Theorien über diverse Verdächtige zu entwickeln. Der Charakter der Hauptfigur erzeugt beim Leser außerdem starke negative Emotionen. Allerdings scheint die Charakterisierung des Carsten Jonsson überzeichnet und in dieser Form nicht komplett glaubwürdig. Die Beschreibung seiner eingeschüchterten, duckmäuserischen Frau Celia, die sich durch Tablettenkonsum weitgehend aus der Realität ausklinkt und die Erziehung der Kinder dem Kindermädchen Maria überlässt, ist gelungener.
Der vorliegende siebente Band der Reihe um Thomas Andreasson und Nora Linde setzt auch die Schilderung der privaten und beruflichen Entwicklung dieser beiden Figuren fort. Diese Schilderung ist gut in den Kriminalroman eingegliedert, ohne aufdringlich zu wirken. Da sie aber doch einen gewissen Raum einnimmt, empfiehlt es sich, die Reihe chronologisch zu lesen und nicht mit diesem Band einzusteigen.

Fazit
Ein weiterer gelungener Band aus der Reihe um Kriminalfälle auf der Schäreninsel Sandhamn, unterhaltsame Lektüre für Freunde skandinavischer Literatur!


Elizabeth the Beloved (English Edition)
Elizabeth the Beloved (English Edition)
Preis: EUR 3,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gut recherchiert und unterhaltsam 4,5 Sterne, 3. Juli 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Zum Inhalt
Der Roman schildert das Leben der Elizabeth of York (1466 - 1503), Tochter von Edward IV, Königin an der Seite von Henry VII und Mutter von Henry VIII, von ihrem elften Lebensjahr bis zu ihrem frühen Tod mit 37 Jahren. Ihre Jugend wird von den Rosenkriegen zwischen den Häusern Lancaster und York überschattet, die erst durch ihre Heirat mit dem Lancasterspross Henry Tudor und der Gründung des Hauses Tudor ein Ende finden.
Nach dem Tod ihres Vaters übernimmt dessen Bruder Richard of Gloucester als Protektor das Reich und lässt sich schließlich nach der "Verwahrung" und dem Verschwinden der minderjährigen Söhne Edwards im Tower zum König (Richard III) krönen. Zwischen Elizabeth und ihrem Onkel besteht eine starke gegenseitige Anziehung, jedoch wird aus den erörterten Plänen für eine Eheschließung nichts, denn Henry Tudor gelingt es, in England einzumarschieren und viele Verbündete auf seine Seite zu bringen. In der letzten Schlacht der Rosenkriege findet Richard den Tod. Henry und Elizabeth gehen eine Vernunftehe ein, in der es nur allmählich zu einer gewissen Annäherung der beiden wenig enthusiastischen Partner kommt. Auch sonst verläuft Elizabeths Leben nicht ungetrübt, drei ihrer Kinder muss sie zu Grabe tragen, bevor sie selbst mit nur 37 Jahren stirbt.

Beurteilung
Der Roman ist im Hinblick auf die Ereignisse des ausgehenden 15.Jahrhunderts sehr minutiös recherchiert, auch die Charaktere der Hauptfiguren sind quellengetreu ausgearbeitet. Henry II wird als misstrauischer Mann dargestellt, der - sicherlich nicht grundlos - überall Verrat wittert und auch seiner Frau erst nach vielen Ehejahren vertraut. Auch seine extreme Sparsamkeit, die man auch als Geiz bezeichnen kann, wird geschildert. Elizabeth ist zerrissen zwischen der Pflicht, ihrem Mann eine loyale Frau zu sein und den ständig an sie herangetragenen Wünschen und Forderungen ihrer Familie, des Woodville-Clans: die Woodvilles können sich nicht damit abfinden, in der neuen Regierung keinen Einfluss mehr zu haben. Auch die Nebenfiguren sind detailliert gezeichnet., besonders interessant ist die facettenreiche Persönlichkeit von Elizabeths Schwiegermutter Margaret Beaufort.
Was das Gefühlsleben der Protagonistin betrifft, so muss die Autorin natürlich gewisse Lücken füllen, ihre Darstellung passt jedoch gut zur Quellenlage. In der nach wie vor ungeklärten Frage der Todesumstände der beiden im Tower verschollenen Prinzen deutet sie - im Gegensatz zur seit Shakespeare dominierenden Tudor-Propaganda - eine Verantwortung des Hauses Lancaster an, Henry II wird kritischer beurteilt als Richard III. Hier wird jeder Leser sich seine eigene Meinung bilden müssen.
Der Erzählstil ist flüssig und frei von Schwülstigkeit. Es handelt sich ausdrücklich nicht um einen Liebesroman, sondern um eine realistische Darstellung des Lebens einer hochadeligen Frau, die so gut wie keine Kontrolle über ihr eigenes Schicksal hat.
Ein Nachwort, das gern ausführlicher hätte sein dürfen, informiert kurz über das weitere Schicksal der überlebenden Romanfiguren.

Fazit
Wer solide Englischkenntnisse hat und sich für die Gründung der Tudor-Dynastie interessiert, kann sich hier auf einen gut recherchierten, unterhaltsamen Roman freuen.


Anatomie des Verbrechens: Meilensteine der Forensik
Anatomie des Verbrechens: Meilensteine der Forensik
von Val McDermid
  Broschiert
Preis: EUR 14,99

5.0 von 5 Sternen Informativ und auch ohne einschlägige Vorkenntnisse gut verständlich!, 22. Juni 2016
Inhalt & Beurteilung
Val Mc Dermid dürfte vielen Krimilesern als Autorin fiktiver Kriminalliteratur bekannt sein. Bei dem vorliegenden Buch handelt es sich jedoch um ein Sachbuch, in dem sie sich in zwölf längeren Kapiteln mit der Entwicklung der Forensik im Laufe der letzten 200 Jahre beschäftigt.
Dabei geht sie auf folgende forensische Spezialgebiete ein:
Der Tatort - Spurensicherung am Brandort - Entomologie, Forensische Insektenkunde - Pathologie - Toxikologie - Fingerabdrücke - Blutspuren und DNA - Anthropologie - Gesichtsrekonstruktion - Digitale Forensik - Forensische Psychologie - Vor Gericht
In jedem der bebilderten Kapitel gibt die Autorin zunächst einen Einblick in die Historie der entsprechenden Ermittlungsmethoden (z.B. Entwicklung chemischer Untersuchungsmethoden zum Nachweis von Arsenvergiftung an Verstorbenen im 19.Jahrhundert), um dann deren Weiterentwicklung bis zur modernen Forensik zu schildern.
Diese Darstellung nimmt sie an zahllosen Beispielen berühmter/ berüchtigter Kriminalfälle vor, wodurch einer möglichen "Trockenheit" des vermittelten Inhalts, wie sie bei Sachbüchern gelegentlich vorkommt, entgegengewirkt wird.
Obwohl sich das Buch sehr flüssig lesen lässt, lässt es die ungeheure Fülle von Informationen ratsam erscheinen, abschnittsweise zu lesen und Pausen einzulegen. Für sehr sensible Gemüter könnten einige Passagen etwas schwerverdaulich sein (Insektenbefall von Leichen etc.).
Eine umfängliche Bibliographie im Anhang gibt dem interessierten Leser reichhaltige Auswahl an weiterführender Literatur zum Thema. Zusätzlich enthält der Anhang einen weiteren (gebündelten) Bildteil.

Fazit
Ein sehr informatives und ohne einschlägige Vorkenntnisse gut lesbares Buch über die Leistungen moderner Forensik, das man besonders passionierten Krimilesern uneingeschränkt empfehlen kann.


Plague
Plague
von C C Humphreys
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,60

4.0 von 5 Sternen Lesenswerter historischer Krimi vor dem Hintergrund der Regierungsjahre Charles II, 17. Juni 2016
Rezension bezieht sich auf: Plague (Taschenbuch)
Zum Inhalt
Im Mittelpunkt des Romans stehen zwei Protagonisten, die - eigentlich auf gegnerischen Seiten stehend - aufgrund besonderer Umstände zu einer effektiven und freundschaftlichen Zusammenarbeit gelangen. William Coke ist ein berüchtigter Highwayman, der bei den (Land)straßenräubereien, die er zusammen mit seinem Gehilfen Dickon begeht, äußerst höflich auftritt und es vermeidet, seine Opfer zu verletzen. Als er die Kutsche einer wohlhabenden Familie überfällt, muss er entsetzt feststellen, dass die Insassen tot sind.
Pitman, der als "thief-taker" mühsam das Geld für seine wachsende Familie verdient, ist schockiert, dass Coke, dem er schon länger auf den Fersen ist, diesmal einen Mord begangen haben soll. Da auf die Ergreifung des Räubers eine hohe Belohnung ausgesetzt ist, ist er bei dessen Verfolgung unermüdlich und schließlich auch erfolgreich. Coke kann ihm jedoch glaubhaft machen, dass der wahre Mörder ein Anderer ist, der offenbar auch im Umfeld einer Schauspieltruppe, die Coke gut bekannt ist, sein Unwesen treibt. Als es zu weiteren Todesfällen kommt, bei denen die Opfer jedesmal mit einem Edelstein im Mund aufgefunden werden, verbünden sich Coke und Pitman, um den Mörder zur Strecke zu bringen.

Beurteilung
Die Handlung des Romans spielt vor dem Hintergrund der Regierungsjahre Charles'II, nach dem Intermezzo der nicht-monarchistischen Regierung unter Oliver Cromwell und den puritanischen Roundheads. Puritanische Ideen konnten nicht verdrängt werden, es gibt noch Menschen, denen das "sündige Treiben" unter der neuen Regierung ein Dorn im Auge ist. Diese Fifth Monarchists wollen sich durch ein streng bibelreglementiertes Leben auf das für 1666 erwartete Ende der Welt vorbereiten. Besonders Theater und Schauspieler erregen das Missfallen dieser religiösen Hardliner, zumal den neuerdings auf den Bühnen zugelassenen Schauspielerinnen eine laxe Moral nachgesagt wird.
Nicht nur dergleichen gesellschaftliche Unruhen setzen dem öffentlichen Leben zu, vor allem der Ausbruch der Pest im Jahr 1665 hat schwerwiegende Konsequenzen für das Leben der Londoner. Es gelingt dem Autor sehr gut, die Verhältnisse in London in der Mitte des 17.Jahrhunderts zu veranschaulichen. Gleicht der Roman über längere Abschnitte einem Gesellschaftsportrait, so enthält er dennoch auch mehrere Spannungshöhepunkte mit drastischen Schilderungen von Gewalt und Krankheit.
Die Ausarbeitung der Charaktere ist gelungen, beide Protagonisten wirken sympathisch und erregen das Mitgefühl des Lesers. Einige Vorgehensweisen und deren Folgen erscheinen allerdings ein wenig unglaubwürdig.[Keine näheren Angaben wegen Spoilergefahr!]
Der Sprachstil ist flüssig und gut verständlich.

Fazit
Lesern mit guten Englischkenntnissen und Interesse an den Themen "Charles II", "Puritanismus" und "Pest" kann dieser historische Kriminalroman vor gut recherchiertem Hintergrund empfohlen werden.


Was ich euch nicht erzählte: Roman
Was ich euch nicht erzählte: Roman
von Celeste Ng
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,90

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ausgezeichnetes Psychogramm einer amerikanischen Familie der Siebzigerjahre, 1. Juni 2016
Zum Inhalt
Im Mittelpunkt des Romans, dessen übergeordnete Handlung im Jahr 1977 in einer amerikanischen Kleinstadt spielt, steht die binationale Familie Lee: James Lee hat es als Sohn armer chinesischer Einwanderer zum Professor am College gebracht, seine amerikanische Frau Marilyn, deren Leidenschaft den Naturwissenschaften gilt, hat ihre beruflichen Ambitionen aufgegeben und widmet sich ihren drei Kindern Nath, Lydia und Hannah. Sie fühlt sich allerdings von den hauswirtschaftlichen Tätigkeiten nicht ausgefüllt. Als der Tod ihrer Mutter, die sie immer in die Rolle des "Hausmütterchens" zu drängen versuchte, Marilyn aufrüttelt, nimmt eine unheilvolle Entwicklung ihren Anfang, die zehn Jahre später in eine Katastrophe mündet.

Beurteilung
Die Handlung des Romans setzt im Frühjahr 1977 ein, als die scheinbar so wohlgeordnete Welt der Familie Lee aus den Fugen gerät. Die sechzehnjährige Lydia ist verschwunden und wird zwei Tage später tot aufgefunden. Während ihr Vater seine Trauer in einer Affäre zu ertränken versucht, glauben Marilyn und Nath an ein Fremdverschulden, obwohl sich infolge der polizeilichen Ermittlungen keinerlei Hinweise darauf ergeben. Lediglich das Nesthäkchen, die elfjährige Hannah, die neben ihrer von den Eltern stets bevorzugten Schwester Lydia fast schon ein außenstehender Beobachter ist, durchschaut die verhängnisvollen Unterströmungen im Familiengefüge weitgehend. Die Erzählung ist auf verschiedenen zeitlichen Ebenen angesiedelt. Die Ereignisse des Sommers 1977 werden im Präsens geschildert und machen den Leser zum Augenzeugen der Handlung. Die Rückblicke in die Vergangenheit sind im Präteritum gehalten und reichen bis in die Kindheit von James und Marilyn zurück. Dabei wird offensichtlich, wie sehr die Prägung der Eltern in ihrer eigenen Jugend unheilvollen Einfluss auf das spätere Familienleben nimmt. James, der aufgrund seiner asiatischen Herkunft nie richtig dazugehörte, wünscht sich für seine Kinder nichts sehnlicher als die komplette soziale Integration in einen großen Freundeskreis. Die begabte Marilyn, die ihren beruflichen Ehrgeiz nie ausleben konnte, fürchtet nichts mehr, als dass ihre geliebte Tochter Lydia nicht in dieselbe Falle tappt und ihr Leben als Hausfrau vergeudet. Nach den Lebensvorstellungen der Tochter fragt keiner der beiden Elternteile.
Äußerst eindrucksvoll schildert die Autorin, wie Eltern durch Projektion ihrer eigenen Defizite und Wünsche auf ihr Kind dessen Leben entgegen bester Absichten komplett zerstören können.
Der Leser erhält durch die aus Lydias Perspektive geschilderten Kapitel den Einblick in Lydias Psyche, der ihren Eltern nie zuteilwird, da es dem Mädchen nicht gelingt, gegen seine Eltern aufzubegehren, wodurch es sich in ein Lügengespinst flüchten muss und in die Isolation getrieben wird.
Der Sprachstil ist anschaulich und niemals pathetisch, dennoch ist der Leser erschüttert und empfindet tiefes Mitgefühl für Lydia.
Aufgrund der häufigen Wechsel von einer Zeitebene zur anderen erfordert die Lektüre Konzentration, auch die inhaltlich "schwere Kost" lässt es ratsam erscheinen, sich für die Lektüre dieses nicht allzu umfangreichen Romans Zeit zu nehmen.

Fazit
Ein ausgezeichnetes Psychogramm einer amerikanischen Familie der Siebzigerjahre, großartig geschrieben und lange im Gedächtnis haftend! Besonders für Eltern unbedingt empfehlenswert!


Kingmaker: Broken Faith
Kingmaker: Broken Faith
von Toby Clements
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,99

4.0 von 5 Sternen Gelungene Fortsetzung zu "Winter Pilgrims", weniger brutal als der erste Band der Trilogie, 31. Mai 2016
Rezension bezieht sich auf: Kingmaker: Broken Faith (Taschenbuch)
Zum Inhalt
Die Erzählung knüpft an die zuletzt geschilderten Ereignisse des ersten Bandes an. Nach der Schlacht von Towton sind Thomas und Katherine zunächst getrennt worden, Katherine lebt als "Margaret Cornford" an der Seite ihres Ehemannes in Cornford Castle; Thomas, der infolge seiner Kopfverletzung vorübergehend an Amnesie leidet, ist bei seinem Bruder untergekommen. Durch einige Verwicklungen kreuzen sich die Wege von Thomas und Katherine jedoch erneut in einem Kloster, in dem Katherine bis zu ihrer Verurteilung wegen eines unerlaubten medizinischen Eingriffs inhaftiert ist. Nach ihrer gemeinsamen Flucht geraten die beiden Protagonisten eher zufällig in die Gefolgschaft des abgesetzten Lancaster-Königs Henry VI. Eine sehr unangenehme Situation, denn auch ihr gemeinsamer Todfeind Sir Giles Riven gehört zum lancastrianischen Lager! Noch brenzliger wird die Lage jedoch, als die Burg, in der sich die Gefolgschaft Henrys verschanzt hat, von den Truppen König Edwards IV belagert und mit schweren Geschützen angegriffen wird. Da der Kastellan die friedliche Übergabe der Burg abgelehnt hat, will Edward im Falle der erfolgreichen Erstürmung keinerlei Gnade walten lassen...

Beurteilung
Auch der zweite Band der Trilogie um die Rosenkriege ist sehr gut recherchiert. Die Handlung schließt direkt an den ersten Band an, wobei häufig auf vorherige Ereignisse Bezug genommen wird. Es ist deshalb unbedingt ratsam, zuerst "Winter Pilgrims"/"Winterpilger" zu lesen.
Erfreulicherweise liegt hier der Schwerpunkt nicht so sehr auf dem Schlachtgeschehen, die beiden "kleineren" Schlachten dieser Jahre (Hedgeley Moor, Hexham) werden nicht allzu ausschweifend geschildert. Dafür stehen in diesem Roman die medizinischen Tätigkeiten und Eingriffe im Fokus, die Katherine - erneut als "Kit" unterwegs - an verletzten Soldaten vornimmt. Trotz der detaillierten Schilderung dieser Eingriffe ist "Broken Faith" nicht so blutrünstig und schwer verdaulich wie der Vorgängerroman.
Die Charakterisierung der Romanfiguren ist gut ausgearbeitet und in Bezug auf deren Darstellung in "Winter Pilgrims" stimmig.
Der Erzählstil ist lebendig und anschaulich, nicht zuletzt das Präsens als Erzähltempus gibt dem Leser das Gefühl, die Ereignisse direkt zu beobachten. Lediglich das Phänomen langer, durch die Konjunktion "and" verbundener Satzreihen (Sekundenstil?) ist gelegentlich etwas ermüdend.
Eine Landkarte Englands mit Markierung der Orte, an denen die diversen Schlachten der Rosenkriege ausgetragen wurden, im vorderen und hinteren Einband sowie ein Nachwort des Autors im Anhang sind nützliche Hilfestellungen.

Fazit
Eine gelungene und im Vergleich zum ersten Band etwas weniger brutale Fortsetzung der Kingmaker-Trilogie, die schon Vorfreude auf den abschließenden dritten Teil (Divided Souls, ET 30.06.2016) weckt!


Untitled Cynthia Harrod-Eagles 2 (War at Home)
Untitled Cynthia Harrod-Eagles 2 (War at Home)
von Cynthia Harrod-Eagles
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 25,50

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Fesselnde Fortsetzung zu "Goodbye Piccadilly", 2. Mai 2016
Zum Inhalt
Der zweite Band setzt die Geschichte der Familie Hunter und ihrer Dienstboten fort, deshalb ist es unbedingt empfehlenswert, zuerst den ersten Band "Goodbye Piccadilly" zu lesen. Inzwischen ist das zweite Jahr des Ersten Weltkriegs angebrochen, die erste Euphorie im Hinblick auf einen erhofften schnellen Sieg über die Deutschen bis Ende 1914 verflogen und auch die Daheimgebliebenen in England bekommen die Auswirkungen des Krieges mehr und mehr zu spüren. Fast jede Familie hat Gefallene zu beklagen, doch auch in England - fern der Front - ist man nicht mehr sicher, da die Deutschen Zeppeline über den Kanal schicken und London schwer bombardieren. Auch der Einsatz von Giftgas durch die Deutschen in den Schützengräben Frankreichs sorgt bei den Engländern für Empörung und Hass gegenüber in England lebenden Deutschen. Der Krieg bringt weitere Veränderungen in der Gesellschaftsstruktur mit sich, Frauen müssen Arbeiten übernehmen, die vorher Männern vorbehalten waren, was bei allen Nachteilen zumindest mehr Freiheiten für die Frauen nach sich zieht. Einige Frauen werden sogar als Polizistinnen eingestellt, was vor dem Krieg undenkbar gewesen wäre. Sadie Hunter, die schon in der Vorkriegszeit kein Interesse am für junge Damen aus gutem Hause vorgezeichneten Weg hatte, trainiert Pferde für die Armee. Selbst ihre Schwester Diana und ihre Mutter, deren Leben vorher auf das häusliche Umfeld beschränkt war, finden jetzt Aufgaben, die sie außer Haus führen: Sie besuchen verwundete Soldaten im Hospital von Northcote, lesen ihnen vor, schreiben Briefe für sie und veranstalten Konzerte, um sie von ihrem Elend abzulenken.
Als das Jahr 1915 sich dem Ende nähert und die Armee aufgrund der vielen gefallenen Soldaten so stark dezimiert ist, dass die Lücken mit freiwilligen Nachrückern nicht zu füllen sind, mehren sich Gerüchte, dass es zur verpflichtenden Einberufung aller wehrfähigen Männer kommen könnte...

Beurteilung
Wie schon im ersten Band liegt auch hier das Augenmerk auf den Auswirkungen des Krieges auf die Zivilbevölkerung in England ("War at Home"), über Kampfhandlungen und das Leben in den Schützengräben wird der Leser nur indirekt durch Briefe der Soldaten an ihre Familien informiert.
Der Roman ist sehr gut recherchiert und stellt das Alltagsleben im Großraum London vor dem Hintergrund des Ersten Weltkrieges sehr gründlich dar. Die Schilderung der Bombenangriffe auf London sind sehr beklemmend und der Leser bangt um das Wohl der Romanfiguren, die ihm - nicht zuletzt durch die liebevoll-detaillierte Ausgestaltung ihrer Charaktere - ans Herz gewachsen sind.
Die Autorin verleiht nicht nur den Hauptfiguren, sondern auch den Nebenfiguren (inklusive Familienhund Nailer) viel "Profil".
Der Erzählstil ist flüssig, leicht zu lesen und sehr anschaulich. Dem Thema entsprechend ist "Keep the home fires burning" stellenweise ziemlich traurig, denn nicht für Jede(n) gibt es ein glückliches Ende.

Fazit
Ein weiterer fesselnder Roman aus der Feder von Cynthia Harrod-Eagles, dessen einziges Ärgernis es ist, dass man bis zur Veröffentlichung des dritten Bandes noch warten muss!


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