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Rezensionen verfasst von
Krystoff

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Two in One [Vinyl LP]
Two in One [Vinyl LP]
Preis: EUR 19,60

5.0 von 5 Sternen Bodi Bill - endlich wieder auf Vinyl!, 4. Juni 2010
Rezension bezieht sich auf: Two in One [Vinyl LP] (Vinyl)
Da es die beiden großartigen Alben "No More Wars" und "Next Time" nicht mehr auf Vinyl gibt, sollte man hier als Liebhaber, bei dieser für den internationalen Markt zusammengestellten Kompilation, zuschlagen. Die Auswahl der Tracks ist wirklich toll, es macht unglaublich viel Spass die Platte durchzuhören und wie immer bei Bodi Bill, gibt es viel zu entdecken. Es wurde auch scheinbar kräftig an den Sounds im Vergleich zu den Vorgängeralben geschraubt. Ich glaube das sind zum Teil die Single Versionen (z.B. Depart) oder extra Remixe (Sirisumo Tip Toe Walk). Da die Band generell bisher nur hochwertige Sachen herausgebracht hat und diese Platte ein toller Zwischenschritt bis zum regulären dritten Album ist, sollte man auch hier nicht zögern. Zumindest so lange diese Platte verfügbar ist, denn ich gehe bei dem derzeitigen Hype um die Band stark davon aus, das auch Two In One auf Vinyl genauso schnell ausverkauft sein wird wie es bei "No More Wars" und "Next Time" war.


Hundreds [Vinyl LP]
Hundreds [Vinyl LP]
Preis: EUR 20,98

2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen zum eintauchen schöne Melancholie und tolle Sounds!, 4. Juni 2010
Rezension bezieht sich auf: Hundreds [Vinyl LP] (Vinyl)
Das ist wirklich ein ganz starkes Debütalbum und die Band muss man sich unbedingt merken!
Hundreds haben ein sehr gut produziertes, elektropopp Album geschaffen, das ganz sicher am Ende des Jahres in den Bestenlisten auftauchen wird!
Eine tolle Stimme, wunderbare Melancholie und sehr viel Atmosphäre. Alles sehr dezent und gezielt, nahezu perfekt eingesetzt.
Und immer ist irgendein raffinierter Kniff drin. Leider fehlt auf der LP der großartige Song Solace. Da Sinnbus die Platte aber mit Download-Code liefert, ist das auch kein Beinbruch. Meine unbedingte Kaufempfehlung!


Antidotes
Antidotes
Preis: EUR 8,97

5.0 von 5 Sternen tolles Album, 14. Januar 2009
Rezension bezieht sich auf: Antidotes (Audio CD)
Ich liebe diese Platte, ich hätte nicht gedacht, das sie mich so fesseln würde. Ich war skeptisch, dachte wieder ein UK-Hype und war auch tatsächlich beim ersten Mal hören nicht besonders angetan. Aber die Platte ist gewachsen, gewaltig gewachsen. Ich würde das ganze als eine Mischung aus Postpunk, Postrock vielleicht Britpop bezeichnen. Mir gefällt das sehr gut, hätte ich vorher nicht gedacht, schätze ich doch sonst eher die Battles, Don Caballero oder 31Knots...


Delta (Lp) [Vinyl LP] [Vinyl LP]
Delta (Lp) [Vinyl LP] [Vinyl LP]
Preis: EUR 14,74

5.0 von 5 Sternen rotes Vinyl und Downloadcode fett!, 6. Januar 2009
Rezension bezieht sich auf: Delta (Lp) [Vinyl LP] [Vinyl LP] (Vinyl)
Ich habe Ter Haar zum ersten Mal auf dem Immergut 2008 gesehen und war total fasziniert von der Lässigkeit der Band und den echt coolen Indie-Postrock-Songs. Ich habe mir damals gleich die 4-Track 10" gekauft und mich schon auf das Debut-Album gefreut. Jetzt ist es endlich da. Delta! Rotes Vinyl mit Downloadcode! Die Platte ist der Wahnsinn, mit echten Hits. 4 Gesangssongs, davon einer mit dem Bodi Bill Sänger und einer mit dem Sänger von Kate Mosh. Der Rest alles Postrock-Kracher! Toll, kann ich nur weiterempfehlen!


Troy Von Balthazar
Troy Von Balthazar
Preis: EUR 12,99

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen nicht nur für Chokebore Fans, 5. November 2007
Rezension bezieht sich auf: Troy Von Balthazar (Audio CD)
Tolle Platte, ich habe Troy als Support von Tocotronic gesehen und bin, nicht nur als alter Chokebore Fan, sehr angetan! Habe mir dann auch die Platte geholt und bin wirklich von der Magie die Troy in seine Musik verwebt angezogen. Kann ich nur empfehlen!


Play It to Death
Play It to Death
Wird angeboten von Hausmusik
Preis: EUR 13,43

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Christian Steinbrink auf www.nillson-fanzine.de, 14. Juli 2007
Rezension bezieht sich auf: Play It to Death (Audio CD)
Wieder überrascht das großartige Sinnbus-Label seine HörerInnen mit einer neuen Stilart, nach der schon ungewohnten und wunderschönen Folk-Elektronik Bodi Bills früher im Jahr. Doch dieses Mal ist der Genuss noch weniger bruchlos, noch störrischer als in der bisherigen Labelgeschichte. Mit Beach hat man sich mal wieder zur Zusammenarbeit mit einer Band aus dem eigenen Umfeld entschieden, und es braucht ein bisschen, um diese Entscheidung nachvollziehen zu können.
Denn Beach sind klassischer Rockmusik als alles, was Sinnbus zuvor veröffentlichte. Sie sind dabei aber auch alles andere als eingängig. Ihre Musik erweckt bisweilen das Bild einer Schifffahrt in unsicheren Gewässern, so unruhig und variabel sind die Tempi und Härtegrade der 10 Songs auf "Play It To Death", dem Zweitwerk der Band. Dabei reicht die Spannbreite vom ausdrucksstarken Hardrock Surrogats über krachigere Bands aus dem Blue Noise-Umfeld bis hin zu amerikanischem Post- und Mathrock. Das tragende Element ist dabei das in der Tonlage oft einförmige, im Ausdruck aber verwegene, vielseitige und phasenweise fast gequält wirkende Shouting Björn Gütschows. Er gibt der musikalischen Verwüstung von Rock erst ein einheitliches Gesicht, er verbindet die einzelnen Stücke miteinander und hebt sie gemeinsam in einen abstrakteren Kontext, er vermittelt mit seinen oft umfangreichen Texten den Eindruck, dass "Play It…" ein wütend vorgetragenes Manifest sei. Wenn er wie in "Glass Container" "I made my offer to the god of capitalism" singt, wirkt das wie eine Vertonung von verzweifelten politischen Postulaten, voller starker und düsterer Moral. Dahinter bollert das Schlagzeug dumpf, schneiden Gitarren die Luft, hält der Bass das klangliche Gerüst fest, damit es nicht hinten rüber fällt.
Was zunächst wie strukturell ziemlich freier Noiserock wirkt, erhält im Laufe der Hördurchgänge eine Vehemenz und Kraft, die "Play It…" schließlich zu einer unglaublich guten, zwingenden Platte macht. Die noisigen Parts passen genauso perfekt ins Bild wie die postrockigen, die langen Instrumentalparts wie die, die Textpassagen unterlegen. "Play It…" ist dabei keine Platte, bei der einzelne Songs herausragen. Stattdessen fügen sich alle Stücke zusammen zu dem wüsten und unwegsamen Gesamteindruck, der die Platte erst richtig charakterisiert und an Heldenbands wie die Chicagoer The Paper Chase erinnert. Und nicht zuletzt dadurch schafft es die Platte, Rock die Ernsthaftigkeit, Dringlichkeit und Emotionalität zu geben, die er zumindest in diesem Land schon lange verloren glaubte. Und das ist gerade in diesem schon fast verwesten Genre eine immens große Leistung.
P.S.: Weil ich der allgemeinen und oft ziemlich plump erscheinenden Schelte gegenüber Pressetexten absolut positive Beispiele immer gerne entgegensetze, hänge ich hier noch zwei Auszüge über Beach an, die ich selbst besser und treffender sicher nicht hinbekommen hätte. Pure Poesie:
"[Play It To Death hält sich] mitunter fast selbstquälerisch zurück, presst und schluckt Wut und Ohnmacht und verwandelt so Überdruck in auch in seinen ruhigsten Momenten stets wahrnehmbare, mächtige Energie."
"Beach schlagen neue Kerben ins alte Hausboot Rockmusik, damit sie nicht vergessen, wo ihr Herz versank."


Panopticon
Panopticon

5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen !!!, 13. Juli 2006
Rezension bezieht sich auf: Panopticon (Audio CD)
Westzeit

Boston ist offensichtlich ein gutes Pflaster für Institutionen, die die Welt nicht mehr unverändert zurücklassen: Mission Of Burma, Ally McBeal und natürlich Isis. Die letzteren sind seit 1997 ein musikalisches Kollektiv um den Chef von Hydra Head Records, Aaron Turner. Zusammen mit den zwei anderen beiden Kernmitgliedern Jeff Caxide und Aaron Harris sowie dem Knöpfchendreher Cliff Meyer und Gitarristen Mike Gallagher kombiniert er den Minimalismus der Drone-Götter Earth und Krach-Kings The Melvins mit der Experimentierfreudigkeit von Godflesh und der Gewalt von Neurosis. Auf deren Label Neurot ˆ sie sind nämlich Fans von Isis - veröffentlichten Isis 2001 ihre dritte EP, bevor man dann bei Mike Pattons Ipecac Recordings landete. Mit ihrem dritten Album sind Isis nun endgültig die größte Band bei Ipecac. Ihr kathedraler Sound ist ein Monolith aus Monotonie und hoffnungsloser Paranoia. Ihre Songs schleppen sich in Richtung eines erlösenden schwarzen Lochs, ohne dieses jedoch je zu erreichen. Durch diese fast schon religiöse Intensität erschaffen sie eine neue Art von US Noise, die ebenso Grindcore wie Ambient ist. „Panopticon“ ist dabei deutlich variabler als der Vorgänger „Oceanic“, ohne jedoch ein Gramm an Unerträglichkeit einzubüßen.

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Karlshorst
Karlshorst
Wird angeboten von La-face-cachee
Preis: EUR 11,00

5.0 von 5 Sternen Visions, 13. Juli 2006
Rezension bezieht sich auf: Karlshorst (Audio CD)
Faszinierende Instrumentalmusik zwischen Post- und Minimalrock, Akkordskizzen, Hörspiel, Experiment, Kammermusik und Harmonie-Loslassen.

Meine Freundin, begeisterte Placebo-, Nada Surf- und Notwist-Hörerin, sagte eben, als mal wieder die "Karlshorst"-Platte lief: "Wann sind'n die fertig mit Üben? Kommt da auch noch ein Song?" Ja, liebe Freunde, die wir uns gemeinsam mit Wonne und Biss seit Jahren durch Post-, Postpost- und sonstigen "Wir entledigen uns aller gängigen Strukturen"-Rock gearbeitet haben: Auch Kinn ist ' mit wenigen feminin-progressiven Ausnahmen ' absolute Jungsmusik; und zwar für Jungs, die sonst schon alles durchhaben, überwiegend langweilig finden und glauben, sich nichts mehr vormachen zu lassen. Doch dann kommt ein Trio wie Kinn daher, legt den Freigeist-Schalter um und lässt den kreativen Mindflow laufen. Alles ist hier drin: Von Folk zu Ambient, von reduziertem Indie zu plinkernden Glockenspielen, von Vocal-Loops zu Minimalpop, von Mùm-artigen Soundscapes zu dezenten Jazz-Atmosphären ist es oft nur ein Ton, eine Nuance, eine kleine Verschiebung der Akzente. Das klingt wild, ist es aber nicht ' es ist ein begeisternder, enorm behände ineinander verzahnter Soundtrack aus Schwingungen und Stimmungen, aus angetäuschten Melodien und umgarnenden Harmonien. Vor allem die, die Harmonien, halten das Album zusammen und machen es zu weit mehr als mutig zusammengelöteter Instrumentalmusik. Hier kann man sich fallen lassen, mit jedem Durchgang tiefer eintauchen und, wenn man erst mal drin ist, ganz vergessen, wie spröde und unverdaulich diese kammermusikalische Postrockreise im ersten Moment wirkt. 9/12 Punkten

>>> Sascha Krüger 07/06 >>>


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