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Vero Nefas "Drei Groschen Poesie"

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Tote Hunde beißen nicht: Bröhmann ermittelt wieder
Tote Hunde beißen nicht: Bröhmann ermittelt wieder
von Dietrich Faber
  Broschiert
Preis: EUR 14,99

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bröhman ist und bleibt genial: komisch, kritisch, kriminell!, 1. März 2014
Inhalt

Henning Bröhmann verschlägt es – samt Familie und Hunden – in die Großstadt, nach Berlin. Eigentlich wollte er nur den Besuch der Beerdigung des ehemaligen Kollegen seines Vaters mit einem günstigen Familienurlaub verbinden, aber da schlägt das Schicksal auch schon wieder zu. Am Grab fallen Schüsse, ein Mann wird getötet. Und während Henning noch versucht das erlebte zu verarbeiten, verschwindet sein Vater spurlos. Zusammen mit Kollege Markus ermittelt er quasi fieberhaft und lässt sich nur gelegentlich durch Fußballturniere, Frauen oder Hunde ablenken. Und eben die sterben dann auch plötzlich, die Hunde.

Kritik

Wer meinen Blog kennt, der weiß auch, dass ich ein großer Fan von Dietrich Fabers Bröhmann und seiner Gurkentruppe bin. Deswegen war die Freude natürlich groß, als ich vor gut zwei Wochen das neue Buch schon in Händen halten durfte. Direkt auf der ersten Seite war es da, das Gefühl, dass sich zwangsläufig einstellen musste: Der Bröhmann ist zurück, wie er leibt und lebt. Ich hab ihn wieder. Gott sei Dank!

Aber was will man zu dem dritten Teil einer Reihe noch groß sagen? Wie immer ist der Roman aus Henning Bröhmanns Perspektive in Ich-Form erzählt und eine zweite Person erhält die Möglichkeit ihre Gedanken und Gefühle in Form von Briefen auszudrücken. In dem Fall weder Franziska, noch Melina, sondern ein ominöser Häftling. Sprachlich ist Band 3 gehalten wie die Vorgänger – eine Mischung aus Hochdeutsch und geschriebenem hessischen Dialekt in den, durch die Bank, gelungenen Dialogen.

Vorsichtig frage ich ihn, ob es sein kann, dass Sabse vielleicht doch nicht die Richtige für ihn ist.
Teichner nickt. Dann sagt er traurig: “Sonst will mich ja keine.”
“Aber es ist doch immer noch besser, wenn keine dich will, als wenn Sabse dich nicht will”, erwidere ich.
Nun hellt sich Teichners Bick ein wenig auf.
“Stimmt, da haste Recht. Danke, Henning, so hab ich das noch gar net gesehn.” (S. 201)

Fakt ist: Wer den kauzigen Ermittler vorher nicht mochte, wird ihn jetzt auch nicht mögen und wer ihn vorher geliebt hat, der verfällt ihm auch jetzt nach nur wenigen Zeilen. Es ist fast ein bisschen wie „nach Hause kommen“, wenn man die ersten Seiten liest und sich plötzlich wieder mittendrin befindet, im turbulenten und nicht ganz alltäglichen Leben der Familie Bröhmann. Trotz aller Dramatik auf den ersten Seiten konnte ich mir das Grinsen einfach nicht aus dem Gesicht wischen. Es ist und bleibt einfach herrlich komisch. Aber: Bröhmann scheint gereift. Er wirkt ein wenig männlicher, markanter, zielstrebiger. Zumindest phasenweise.

Und neben seinen Kindern, seinen Eltern und seiner Frau, tritt nun auch noch Ulrike – seine ältere Schwester- auf den Plan. Außerdem macht Töchterchen Melina mal wieder Schwierigkeiten – sie ist plötzlich viel zu erwachsen und Söhnchen Laurin benimmt sich nun gar nicht wie ein Vorzeigesohn. Er liest Bücher. Freiwillig!

Neben den bekannten Figuren treffen wir auf ein paar neue schräge Vögel, die das farbenfrohe Bild der Kleinstadtmetropole in Oberhessen noch etwas detaillierter zeichnen. Herrlich schräger Humor. Gekonnt gesetzte Witze, gepaart mit einem spannenden Fall und großen Familienmomenten. Und ja, bei Bröhmann, da sind diese Momente sehr, sehr wichtig.

Fazit

Bröhman ist und bleibt genial: komisch, kritisch, kriminell! Wieder einmal beweist Dietrich Faber sein Können als Komiker – intelligente Witze, statt plumper Provokation, eine gehörige Portion Gesellschaftskritik und viele Freunde, Feinde, Nachbarn und Familienmitglieder, die man auf die ein oder andere Weise wiedererkennt. Natürlich alles ein bisschen überspitzt dargstellt, aber deswegen nicht weniger lustig.

Und so beende ich das dritte Abenteuer mit Kommissar Bröhmann und seiner Elite-Truppe, mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Wenn ihr wissen wollt warum das so ist, dann müsst ihr die Bücher schon selbst lesen. Klare Leseempfehlung für alle Fans von Bröhmann und für jeden, der ein bisschen was übrig hat für intelligenten Humor.


Weil ich Layken liebe (mp3)
Weil ich Layken liebe (mp3)
von Colleen Hoover
  Audio CD
Preis: EUR 14,99

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen ACHTUNG: Diese Rezension bezieht sich NUR auf das Hörbuch, 27. Februar 2014
Rezension bezieht sich auf: Weil ich Layken liebe (mp3) (Audio CD)
Inhalt

Die 18-jährige Layken zieht mit ihrer Familie von Texas nach Michigan, um den Tod des Vaters zu überwinden. Gleich am ersten Tag in der neuen Umgebung freunden sie und ihr kleiner Bruder sich mit den Nachbarn an. Will übt eine unergündliche Anziehungskrauft auf Layken aus und die beiden verlieben sich ineinander. Aber dann stellt sich ihnen das Schicksal auf grausame Weise in den Weg.

Kritik

Wo soll ich da nur anfangen? Eigentlich glaube ich, dass es eine wunderschöne, tragische, komische Geschichte ist. Eigentlich habe ich das Gefühl, dass “Weil ich Layken liebe” ein wunderbares Jugendbuch sein könnte. Eigentlich. Denn leider kann ich über das Buch kaum etwas sagen. Und das liegt nicht an der Geschichte an sich – die Leseproben haben mich begeistert und der Anfang ist einfach wirklich süß geschrieben – sondern einzig und allein an der wirklich katastrophalen Sprecherin. Und es tut mir in der Seele weh, das so direkt sagen zu müssen, weil es da einfach nichts zu beschönigen gibt.

Der Verlag verspricht:”Wanda Perdelwitz lässt mit ihrer Stimme sowohl die intensiven als auch die leisen Momente dieser spannenden Liebesgeschichte lebendig werden.” Leider ist mir nicht ersichtlich wie man darauf kommt das so zu formulieren, da für mich überhaupt nichts auch nur im Ansatz irgendwie lebendig gewirkt hat.

Wanda Perdelwitz liest einschläfernd, eintönig, emotionslos, frei von jeglicher Modulation der Stimme, unzusammenhängend – kurz: einfach schlecht.

Nach 45 Minuten Quälerei habe ich aufgegeben. Aber es war mir nicht möglich mich auch nur eine Sekunde auf die Geschichte zu konzentrieren, weil die Worte irgendwie zusammenhanglos herauskamen, nicht als würde jemand eine Geschichte vorlesen, sondern wahllos Worte aneinander reihen. Viel zu langsam, zu viele Pausen aber grundsätzlich an den falschen Stellen.
Ich habe noch zwei weitere Versuche gestartet, das Hörbuch zu hören und der Sprecherin eine Chance zu geben, um mich vielleicht an ihre Sprechweise zu gewöhnen. Aber vergebens. Und ich bin wirklich jemand der Hörbücher liebt, daher habe ich aber auch ein gewisses Bild davon im Kopf wie gute Sprecher klingen müssen. SO definitiv nicht.

Fazit

Ich werde das Buch sicherlich noch irgendwann lesen, vielleicht wenn der zweite Teil heraus kommt und ich dann beide Geschichten am Stück erleben kann. Aber ich weiß definitiv von welcher Hörbuchsprecherin ich künftig die Finger lassen werde. Wanda Perdelwitz lässt mit ihrer Stimme leider gar keinen Moment der Geschichte lebendig werden, sie trägt die Geschichte eher zu Grabe. Sehr, sehr schade, da ich mich auf dieses Hörbuch wirklich gefreut hatte.
Meine Frage an den Verlag ist aber: WARUM? Warum lässt man jemanden ein Hörbuch sprechen, der es so offensichtlich nicht kann? Ich bin nicht die Einzige die entsetzt war von dieser Sprecherleistung. Und ich bin nur froh, dass ich diese CD nicht kaufen musste, denn dann hätte ich mich noch mehr geärgert.


Kindertotenlied: Thriller
Kindertotenlied: Thriller
von Bernard Minier
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,99

12 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Düster, packend, tiefgründig. Gesellschaftskritik verwoben in einen intelligent erzählten, anspruchsvollen Thriller., 12. Februar 2014
Rezension bezieht sich auf: Kindertotenlied: Thriller (Gebundene Ausgabe)
Inhalt

Ein alter Professor macht eine seltsame Beobachtung auf dem Grundstück seiner Nachbarin – ein Junge sitzt apathisch am Swimmingpool und blickt auf unzählige Puppen im Wasser, während um ihn herum ein Gewitter tobt.
Kurz darauf erhält Kommandant Servaz einen Anruf aus der Vergangenheit, seine Jugendliebe Marianne. Ihr Sohn ist unter Mordverdacht festgenommen worden. Er soll seine Lehrerin grausam gefoltert und getötet haben. Martin Servaz ist von der Unschuld des Jugend überzeugt. Vor allem, da sich die Hinweise verdichten, das seine Nemesis – Julian Hartmann – der psychopathische Serienmörder, wieder zurück gekehrt ist. Ist der Wahnsinnige tatsächlich erneut am Werk oder verliert Commandant Servaz langsam den Verstand?

Kritik

Lange, lange, lange musste ich auf dieses Buch warten, aber es hat sich gelohnt. Genau wie der Debütroman von Bernard Minier konnte mich auch „Kindertotenlied“ von der ersten bis zur letzten Seite fesseln. Aber anders als „Schwarzer Schmetterling“ beginnt dieser Roman nicht mit einem Mord, sondern führt den Leser über mehrere, wie es scheint unabhängige, Erzählstränge in die Geschichte. Dabei sorgt der Autor nicht nur für Verwirrung beim Leser, er macht vor allem neugierig auf mehr.

Auf seine unnachahmliche Weise erzählt, schafft es Bernard Minier sowohl die düstere Atmosphäre, als auch die brodelnden Emotionen seiner Figuren einzufangen und zu transportieren. Dabei ist der Leser wie gebannt von den Zeilen und der Klangfarbe seiner Sprache. Selbst Nebensächlichkeiten werden spannend und wichtig. Ich liebe diese Sprachmelodie!

„Sie setzten sich ins fette Gras und beobachteten, wie am Fuß des gleichmäßig abfallenden Hügels die weißen Boote kreuz und quer über den See fuhren, sie lauschten den Glocken, die im Tal gemächlich den Rhythmus der Stunden bestimmten, und hörten ihr fröhliches Glockenspiel wie Drachen in den Aufwind emporsteigen“ (Seite 263)

In dieser Geschichte erfährt man vor allem viel privates über den Ermittler Martin Servaz, der einem oft unnahbar, fast gefühlskalt erscheint. Aber auch Irène Ziegler, Samira, Espérandieu und der Rest der Truppe treten wieder auf den Plan. Die Figuren bleiben sich treu und agieren ihren Charakterisierung entsprechend, obwohl man von einigen nicht nur neues, sondern vor allem unerwartetes erfährt.
Wie schon in seinem Debüt zeichnet Bernard Minier auch hier wieder ein überzeugendes Abbild der Heterogenität der französischen Gesellschaft, so dass der Leser das Gefühl hat das Land wirklich zu erleben, Einblicke zu bekommen in Bereiche, die er bisher kaum bis gar nicht wahrgenommen hat. Kritisch und intelligent setzt sich der Autor mit seinem Land und dessen Problemen auseinander und verwebt sie geschickt mit der Handlung eines überaus spannenden Thrillers.

Allerdings gibt es viele Rückblenden und Rückbezüge zu „Schwarzer Schmetterling“, so dass es ratsam wäre diesen Roman vorher zu lesen, vor allem da einige Wendungen aus dem Vorgänger verraten werden.

Gefreut hat mich vor allem, dass der Übersetzter, Thorsten Schmidt, sich diverse Kritiken zu Herzen genommen zu haben scheint, denn die Übersetzung wirkt deutlich lebendiger und gefühlvoller als bei “Schwarzer Schmetterling”, auch wenn man an der ein oder anderen Stelle den Kopf schüttelt, ob der ungewollten Komik. Ich hoffe darauf, dass er mit noch mehr Elan an Teil drei gehen wird. Die Zeichen stehen günstig. ;)

“Abgesehen von den Ferien, war die Hälfte der Bevölkerung unter 25 Jahre alt” (S. 71)

Der Satz lautet im Original übrigens. “En dehors des vacences, la moitié de la population avait moins de vingt-cinq ans”. Er ist also theoretisch richtig übersetzt, im Deutschen würde man aber wohl eher “Außerhalb der Ferienzeiten …” sagen. Gibt wieder einmal mehrere Stellen, an denen mir einen Tick zu wörtlich übersetzt ist. (Das wirkt jetzt fast kleinkarriert und würde mir wahrscheinlich auch nicht auffallen, wenn ich das Original nicht Zuhause hätte).

Fazit

Was für ein Buch! Ich habe selten einen Thriller gelesen, der mich so fassungslos zurück lässt. Chapeau Monsieur Minier. Wie der Vorgänger ein Buch, das auf leisen Pfoten angeschlichen kommt und dich dann erbarmungslos in Stücke reisst. Als würde man der Gesellschaft einen Spiegel vor halten und sagen: Da, schau dir nur an was du erreicht hast, und zu welchem Preis …
„Kindertotenlied“ ist in jeder Hinsicht ein Thriller wie ich ihn mag: düster, packend, tiefgründig. Kein Actionfilm in Buchform, sondern anspruchsvolle Unterhaltung. Knisternde Spannung und der Blick in menschliche Abgründe, aber ohne, dass die Gewalt dominiert. Zudem ist die Geschichte raffiniert erzählt, wobei vor allem die Wendungen glaubhaft vermittelt werden und nicht zu übertrieben dargestellt sind. Ein absolutes muss für jeden Thriller Fan!

Besonders gut gefällt mir hier die indirekte Kritik an den Mechanismen der Regierenden – Brot und Spiele, ähnlich wie im alten Rom, um die Gesellschaft gefügig zu halten und von den wahren Problemen abzulenken. Hier überzeugend – auch für Fans des Sports – dargestellt am Thema Fußball WM.


Brixton Hill: Roman
Brixton Hill: Roman
von Zoë Beck
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,99

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spannender, leiser und atmosphärischer, aber sehr unblutiger Thriller, 18. Dezember 2013
Rezension bezieht sich auf: Brixton Hill: Roman (Taschenbuch)
Inhalt

Emma Vine, Eventmanagerin in London, ist bei einem Termin mit ihrer Freundin Kimmy Rassmussen im im 15. Stock eines modernen Bürogebäudes, als das umfassbare geschieht: Der Strom fällt aus, sämtliche Ausgänge – auch die Fluchtwege – werden verriegelt und Rauch dringt ins Gebäude. Em muss hilfslos zusehen, wie ihre Freundin Kimmy voll Panik aus dem Fenster des Luxus-Hochhauses springt. Bald darauf wird Em verhaftet, sie soll die Gebäudetechnik manipuliert haben und an dem Vorfall Schuld sein. Ehe sich Em versieht, ist sie Teil eines perfiden Spiels, dessen Regeln sie weder kennt, noch versteht. Sie weiß nur eins: Sie muss gewinnen!

Kritik

Ein weiteres Mal konnte mich Zoë Beck mit einem ihrer Romane überzeugen. Auch diesmal ist der Thriller im British Empire verortet, spielt aber, im Gegensatz zur Reihe um den verhaltensauffälligen Cedric, nicht in Schottland sondern in London, in einer modernen Großstadt.

Anders als viele andere Autoren deren Romane in dieser Stadt spielen, hält sich Zoë Beck aber nicht mit den bekannten Touristenattraktion auf, sondern führt und entführt den Leser in ein authentisches, echtes, gelebtes London, wie es die Einwohner empfinden (jedenfalls kann man sich gut vorstellen, dass es genau so ist).

Dabei beschreibt sie nicht nur das Lebensgefühl der Londoner, sondern vermittelt auch einen kleinen Einblick in die neuere Geschichte der Stadt (Brixton Riots). Aber das ist nicht das Einzige was man in diesem Roman lernt: Zoe Beck hat sich z.B. aktiv mit der Hackerszene und deren Wirken auseinandergesetzt und die gesammelten Informationen geschickt in die Geschichte integriert. Soweit ich das nun als Laie beurteilen kann wurde hier, bei allen angeschnittenen Themen, hervorragend recherchiert.

Wie für jede Geschichte wichtig, spielen auch hier die Figuren eine große Rolle – allen voran die Protagonistin Emma – Em – Vine, die mir persönlich gelegentlich herrlich unsympathisch war und gerade deswegen ihren Reiz hatte. Mit wenigen Worten gelingt es Zoë Beck ihren Charakteren Leben einzuhauchen, sie lebendig wirken zu lassen, ganz ohne sich in Schilderungen der Vergangenheit oder Gefühlsausbrüchen zu verlieren. Das gilt sowohl für Haupt- als auch für Nebenfiguren. Mit wenigen Sätzen kann sie einer Figur tiefe Verleihen, die manch anderer auf vielen Seiten Text nicht erreicht.

Die Geschichte an sich ist gut durchdacht, clever aufgebaut und spannend erzählt, aber mit ganz sanften Tönen. Ohne viel Tamtam, ohne exorbitante Gewalt, ohne Paukenschlag und gerade deswegen verstörend, atmosphärisch, gut. Wer Zoë Beck kennt, der weiß wie sie schreibt – sicher, souverän, aber gelegentlich mit kleinen Ecken und Kanten. Weiche Melodien, unterbrochen von harten Klängen. Eine wunderbar melodische Komposition der Sprache.

Einziges Manko (wenn man es denn überhaupt so nennen will): Das Timing der Auflösung ist ungewöhnlich, anfangs vielleicht sogar ein wenig befremdlich, fast störend. Nach dem Lektüre des Buches empfand ich es dann doch als genau richtig, während des Lesens aber hat es mich irritiert.

Fazit:

Zoë Beck in Hochform. Spannender, leiser und atmosphärischer, aber sehr unblutiger Thriller mit einer faszinierend unsympathischen Protagonistin. Wer auf der Suche nach einem spannenden Roman ist, der auch ohne großes Gemetzel auskommt und auf literweise Blut verzichten kann, der ist hier genau richtig. Einen Actionthriller darf man hier keinesfalls erwarten, dafür aber die clever durchdachte Geschichte einer Autorin die ihre Leser gerne und lange aufs Glatteis führt.
Politik, Intrigen, Geheimnisse und Gefühl. Chapeau Frau Beck! Bis auf diese Kleinigkeit am Ende des Buches – die ja nun vielleicht doch gar nicht existiert – eine exzellent erzählte Geschichte!
5/5 Sternen


Die Kälte in dir
Die Kälte in dir
von Oliver Kern
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Überzeugender Auftakt einer Reihe, mit spannendem Thema. trotz kleiner Mängel, 18. Dezember 2013
Rezension bezieht sich auf: Die Kälte in dir (Taschenbuch)
Inhalt

In einem kleinen Dorf nahe Stuttgart, wird auf dem Gelände einer Villa eine grausam entstellte Leiche gefunden. Oberkommissarin Kristina Reitmeier und ihr Team beginnen zu ermitteln, aber noch ehe erste Spuren überhaupt analysieren werden können, gibt es weitere Tote. Sie haben eine Gemeinsamkeit: Sie sind stark adipös. Um der, derzeit führerscheinlosen Ermittlerin Kristina ein besseres Fortkommen zu ermöglichen, wird der in Ungnade gefallene angehende Polizeipsychologe Daniel Wolf als ihr Chauffeur abgestellt. Und natürlich lässt der sich, trotz Dienstanweisungen, das eigenständige Ermitteln nicht verbieten. Das ungleiche Paar gräbt immer tiefer im Leben der Opfer und fördert dabei erstaunliches zu Tage.

Kritik

“Die Kälte in dir” von Oliver Kern ist ein wirklich spannender Thriller, der zu überraschen versteht. Auch, wenn das Privatleben der Ermittler für meinen Geschmack etwas zu viel Thematisiert wird – und die all zu häufigen Wiederholungen gewisser Sachverhalte nicht nötig gewesen wäre, hat mich dieses Buch sehr gut unterhalten. Die Zusammenhänge sind komplex, der Leser muss durchaus aufpassen, um nichts zu überlesen. Dabei wirkt der Aufbau der Geschichte eher gemütlich. Trotz diverser Morde, die hier ausreichend beschrieben werden, um die Fantasie anzuregen, ohne sich in blutigen Details zu verlieren, und mancher Schwierigkeit der Ermittler, driftet der Autor nicht in einen reinen Actionthriller ab, sondern bleibt seiner Linie treu. Gerade die langsam aufgebaute Spannung, die unterschwellige Bedrohung, das Verwirrspiel des Autors fesseln, trotz der kleinen Mängel, ans Buch.

Sprachlich souverän erzählt Oliver Kern die Geschichte eines bestialischen Mordes, der eine Reihe ähnlicher Tötungsdelikte nach sich zieht und führt dabei die Ermittler Kristina Reitmeier und Daniel Wolf ein, mit denen wir Leser künftig noch öfter auf Verbrecherjagd werden gehen dürfen. Kristina ist eine sehr direkte, temperamentvolle Frau, die gerne mal das Gaspedal etwas zuweit durchtritt und sich durch ihre Art des Öfteren in Schwierigkeiten bringt. Daniel Wolf , Student an der Polizeiakademie, ist nach seiner letzten Ermittlung vom Dienst suspendiert und muss nun als Fahrer für Kristina arbeiten. Auch er ist ein recht impulsiver Sturkopf, weswegen die beiden natürlich öfter aneinander geraten, letztendlich aber doch ein gutes Team abgeben. Besonders schön herausgearbeitet ist hier vor allem die Kennenlernphase der beiden Ermittler – kein blindes Vertrauen von Anfang an, keine wortlose Kommunikation, sondern vorsichtiges beschnuppern. Eine schöne Abwechslung zu all den perfekt eingespielten Partnern.

Interessant fand ich vor allem die Thematik dieses Thrillers, die doch sehr ungewöhnlich ist. Natürlich ist einiges davon Fiktion, das darf in einem Roman auch durchaus mal sein, aber nichts desto trotz ein wirklich faszinierendes Thema. Man bekommt glatt Lust zu recherchieren wo die Grenze zwischen Realität und Fantasie verschwimmt.

Fazit

Alles in allem ist “Die Kälte in dir” ein überzeugender Auftakt einer neuer Ermittlerserie. Ein ungewöhnlicher Fall, grausame Morde und ein amüsantes Ermittlerteam sind die Zutaten, die ein Thriller braucht. Wenn die Geschichte dann noch gut erzählt ist, so wie hier, dann kann eigentlich nicht mehr viel schief gehen. Trotz kleinerer Kritikpunkte, wie z.B. den etwas zu häufigen Wiederholungen der Probleme der Ermittler, habe ich den Thriller sehr gerne gelesen und freue mich auf ein Wiedersehen mit Kristina und Daniel im eigentlich recht beschaulichen Waiblingen. Die beiden versprechen interessante Figuren zu werden und ich bin gespannt darauf, welche Überraschungen sie noch für uns Leser bereit halten.
4/5 Sternen


Humpelgreed
Humpelgreed
von August Gral
  Broschiert
Preis: EUR 12,95

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Schöner Anfang, wirklich wunderbare Idee aber leider sehr schlechte Umsetzung. Schade!, 8. Dezember 2013
Rezension bezieht sich auf: Humpelgreed (Broschiert)
Inhalt

Tim lebt in einem kleinen Dorf in Italien, bei seiner Mutter und seinem Onkel. Eines Tages kommt ein merkwürdiger Junge in das Delikatessengeschäft seine Onkels, fordert ihn auf keine Fragen zu stellen und bezeichnet sich selbst als Pirat. Ehe Tim sich versieht wird er von dem finsteren Piratenkapitän Humpelgreed entführt und auf sein Schiff in Seeland verschleppt. Dort hält er viele viele Kinder auf seinem Schiff gefangen und zwingt sie Fragen zu stellen. Das Problem: Alles was man fragt vergisst man im selben Moment. Tim und die anderen Kinder werden Stück für Stück selbst zu skrupellosen Piraten, überfallen andere Schiffe und plündern. Doch eines Tages taucht eine Nixe auf und klärt Tim über alles auf. Da schmieden sie einen Plan, um Humpelgreed zu stoppen. Können Tim und seine Freunde Seeland retten oder werden sie irgendwann alles vergessen haben, was sie ausmacht?

Kritik

Diese Geschichte basiert auf einer wirklich witzigen Idee: Ein Pirat, der Kinder entführt um sie Fragen stellen zu lassen, damit der Entfrager auf seinem Schiff, der die Fragen sammeln und damit das Schiff antreiben kann. Anfangs an ist die Geschichte spannend und witzig erzählt, die Sprache bleibt dabei sehr einfach und kindgerecht. Allerdings stolpert man beim Lesen gelegentlich über etwas merkwürdige Formulierungen und die all zu häufigen Perspektivwechsel sind wirklich verwirrend.
Auch die Handlung an sich ist gelegentlich irritierend, da plötzliche Gedanken- und Ortswechsel nicht immer klar erkennbar sind. Ich musste beim Lesen öfter mal wieder eine Seite zurück blättern, bzw. ganze Absätze nochmal lesen, da mitten in der Handlung plötzlich ein Einschub mit einem völlig neuen Thema auftaucht und die Handlung dann wieder weiter geht, als hätte es den Einschub nie gegeben. Auch die vielen Lieder und Gedichte waren irgendwann eher nervig als lustig.

Die Gestaltung der Figuren ist mir zu ungenau – man würde erwarten, dass Tim zu Beginn entweder deutlich stärker rebelliert oder völlig verängstigt erscheint. Er aber befindet sich in einem merkwürdig undefinierbaren Schwebezustand zwischen Rebellion und Folgsamkeit, ohne klar erkennbare Intention. Und diesen Zustand behält er auch das gesamte Buch über bei. Mag sein, dass einem Kind so etwas weniger auffällt, für mich persönlich fehlt aber eine klare Entwicklung der Figur von einem Ausgangszustand, zu einem Endzustande. Tim springt immer wieder vor, zurück und verheddert sich in sich selbst. Allgemein bleiben die Kinder relativ blass und eindimensional. Das spiegelt sich auch in vielen leider nichtssagenden, teilweise sogar unverständlichen Dialogen wieder.

“Kurt grübelte und kratze sich am Kopf. “Irgendwas gab es da noch … Aber ich komm nicht drauf.”
“Na sag schon”, rief Ian. (Seite 122)

Interessant ist in diesem Fall auch die Altersempfehlung des Verlages: Lesealter von 8 – 12, die teilweise aber sehr brutalen Schilderungen von Überfällen, die Unterdrückung und Misshandlung der Kinder ist für mich doch etwas zu harter Tobak für einen 8-jährigen. Ich würde dieses Buch frühestens Kindern ab 10, eher 12 in die Hand drücken. Auch der Umfang der Geschichte spricht für ein älteres Zielpublikum: 312 eng, wenn auch in etwas größerer Schrift, beschriebene Seiten ohne Auflockerung durch Illustrationen sprechen eher für ein Jugend-, als ein Kinderbuch. Allerdings sind die Figuren und das Thema an sich zu kindlich für einen Jugendroman und auch die nötige charakterliche Entwicklung fehlt.

Gelungen fand ich hingegen die Beschreibung des Seelandes, des Schiffes, der Lebewesen und Gestalten dieses fantastischen Reiches. Die Worte zauberten Bilder vor dem geistigen Auge, die den Leser einen wunderbaren Blick in die unglaubliche Welt von Humpelgreed und seinen anderen Bewohnern werfen ließen.
Auch das Cover an sich ist wirklich schön, passt hervorragend zur Geschichte und wirkt dabei doch ein bisschen zu niedlich, zu süß für mein Empfinden – bezogen auf die anzusprechende Altersgruppe.

Fazit

Auch wenn “Humpelgreed” auf den ersten Blick aussieht wie ein witziges Kinderbuch und auch gerade sprachlich eine sehr junge Zielgruppe vermuten lässt, würde ich es keinem 8 – 10 jährigen Kind in die Hand drücken. Die Thematik ist zu grausam, zu komplex, als das sie von einem Kind so leicht verstanden werden könnte und auch der Umfang des Buches eindeutig zu groß, um einen jungen Leser bei der Stange halten zu können, sofern es sich nicht schon um eine ausgeprochene Leseratte handelt.
Die Hintergrundidee des Romans gefällt mir sehr gut, die Beschreibungen der Landschaften und Orte sind wunderschön gelungen, aber leider trifft die Umsetzung der Geschichte nicht meinen Nerv. Zu viele kleine Kritikpunkte, die das Lesevergnügen deutlich hemmen. Zwar will man als Leser durchaus wissen, wie und ob Tim aus dem Seeland entfliehen kann, man möchte erfahren warum Humpelgreed diesen Entfrager besitzt und ob am Ende alles gut ausgeht. Aber die sehr platten Dialoge, die unvollständige Charakterisierung und Entwicklung der Protagonisten und die stellenweise sehr merkwürdige Sprache sowie der zum Teil verwirrende Aufbau der Geschichte führen dazu, dass man das Buch immer wieder nach wenigen Seiten genervt weglegt. Schade.

2/5 Sternen


Drecksspiel: Thriller
Drecksspiel: Thriller
Preis: EUR 8,99

1 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hochintelligenter, spannender Thriller, der einem den Atem raubt., 24. Oktober 2013
Rezension bezieht sich auf: Drecksspiel: Thriller (Kindle Edition)
Inhalt:

Eine Prostituierte wird ermordet, ein Kind wird entführt, eine Familie versucht ihren Probleme zu entfliehen, ein Polizist tanzt nah am Abgrund, ein Privatermittler ist auf der Suche nach Gerechtigkeit Eine Stadt die lebt und vibriert, brodelt wie ein Vulkan und ihre Opfer fordert. Ein kleiner Stein, der ins Rollen gebracht wird und eine Lawine ungeahnten Ausmaßes auslöst …

“Er kann alles mit mir machen, solange er nur meine Tochter verschont!”

Kritik:

Der Prolog ist zunächst verwirrend, der Leser wird mitten in ein Geschehen geworfen, dass er sich weder erklären, noch verstehen kann. Aber man möchte wissen, was passiert ist, wie es dazu kommen konnte und worum es eigentlich geht. Der Anfang der Geschichte bringt wenig Erhellendes: Viele Figuren, viele Handlungsstränge, viele Perspektiven und über dem Kopf des Lesers ein riesiges, rotes Fragezeichen. Wäre das bei manchen Büchern ein Grund sie genervt in die Ecke zu werfen, ist hier genau das Gegenteil der Fall: Wie gebannt frisst man sich, Seite um Seite, Kapitel um Kapitel durch das Buch, fiebert mit den Charakteren, leidet mit ihnen, verflucht sie oder möchte sie manchmal einfach ihn den Arm nehmen und ihnen sagen, dass alles gut wird. Hoffentlich.

Martin Krist schafft hier ein wahres Meisterwerk – eine derart komplexe Geschichte zu erzählen ist allein schon eine Leistung. Sie dann aber auch noch so zu erzählen, dass man als Leser immer wieder einen Zipfel des roten Fadens zu sehen bekommt, der einem dann doch durch die Finger schlüpft, ist einfach genial. Vor allem, weil sich der Autor in seiner Geschichte keine Sekunde verrennt oder logische Brüche verursacht.

Gerade, dass man beim Lesen nachdenken, sich gelegentlich einen Zusammenhang selbst erarbeiten, auf jedes Detail achten muss, macht den Reiz dieses Thrillers aus. “Dreckspiel” ist definitiv kein Buch, dass man nach ein paar Seiten zuklappen und zwei Wochen später weiter lesen könnte. Kein Buch, dass man zur Entspannung Abends liest. Dieser Thriller erfordert Konzentration und nur dann macht er auch wirklich Spaß.

Dazu kommt die Direktheit der Geschichte – schonungslos erzählt, nicht nur in der Wortwahl des Autors, in der Gestaltung des Settings oder der Charakterisierung der Figuren, auch in der Sprache der Charaktere (Ver*** Sch***!). Hart, brutal, ehrlich, ohne ekelerregend zu sein. Ja, es fließt Blut – sehr viel sogar, aber die Schilderung ist immer knapp unterhalb der Schmerzgrenze, des Zumutbaren. (Jedenfalls für meine Begriffe). Es passiert so viel, da bleibt kein Raum für “Schwarz oder weiß”, kein Raum für klare Grenzen und einfache Einordnung der Figuren. Kein Raum für Schema F: niemand ist böse, niemand ist gut, jeder ist zu allem fähig. Und immer, wenn man glaubt, dass man das “Drecksspiel” endlich durchschaut hat, dann ist nichts so, wie es scheint. Oder vielleicht doch?

Ich habe zu Beginn ein paar Seiten gebraucht, um in die Geschichte zu finden und in die Sprache des Autors, aber diese Klippe war schnell umschifft und danach ging es in rasantem Tempo – Story sowie meine Lesegeschwindigkeit – durch das Buch. Selbst wenn ich gewollt hätte: Ich hätte nicht aufhören können zu lesen.

Fazit:

Ein schonungslos erzählter Thriller, fernab der heilen Welt die wir in Büchern oft zu finden hoffen. “Drecksspiel” beschreibt ein etwas anderes Berlin, ein dreckiges, hartes, nervenaufreibendes Berlin – eines, dass wir aus den Nachrichten kennen und trotzdem nicht sehen wollen. Fäkalsprache inbegriffen.
Gleich einer Spinne webt Martin Krist ein Netz aus Spannung und Intrigen, wickelt den Leser hinterrücks in einen Kokon aus Nervenkitzel, fesselt ihn mit jeder Seite ein Stück mehr an die Geschichte und lässt ihn am Ende Fassungslos und mit dem Drang nach “mehr” zurück. Genial erzählt! Volle Punktzahl von mir, für grandiose und atemberaubende Unterhaltung.

Wer auf Thriller nach dem Schema F steht, der sollte von diesem Buch die Finger lassen. Wer aber bereit ist, sich auf eine Geschichte einzulassen, voll und ganz in sie einzutauchen und ohne die Erwartung daran geht, dass hier ein Baukastenthriller aus der Schreibwerkstatt vor ihm liegt, der sollte zugreifen. Aber sagt nicht, ich hätte euch nicht gewarnt.

5/5 Sternen


Mondscheinküsse halten länger
Mondscheinküsse halten länger
von Carolin Wahl
  Broschiert
Preis: EUR 14,95

5.0 von 5 Sternen Zauberhafte Geschichte über die große und kleine Liebe, 23. Oktober 2013
Rezension bezieht sich auf: Mondscheinküsse halten länger (Broschiert)
Inhalt:

Die 16 jährige Lene ist ein ganz normaler Teenager – Liebesprobleme, ein nerviger älterer Bruder und diverse Probleme in der Schule gehören einfach dazu. Nachdem ihre Freundin Bea für ein Jahr in die USA verschwindet, lässt sie sich von Pia breitschlagen, bei dem von der Schule organisierten GPS Wochenende mitzumachen. Tobias, in den sie heimlich verliebt ist, ist mit von der Partie und sie hofft, mit ihm in eine Gruppe zu kommen. Leider meint das Schicksal es nicht gut mit ihr. Statt ein romantisches Wochenende mit ihrem Schwarm zu verbringen, muss sie sich mit dem arroganten Schnösel Ferdinand herumschlagen. Zu allem Überfluss hat Tobias auch noch eine hübsche Begleiterin an seiner Seite. Für einen Rückzieher ist es jetzt zu spät, aber irgendwie wird sie die Tage schon überstehen …

Kritik:

Zu allererst muss ich hier einfach mal die liebevolle Gestaltung des Buches erwähnen. Auf jeder Seite – passend zu Titel und Cover – gibt es Sternchen, die Kapitel sind mit individuellen Zeichnungen versehen und auch das Cover ist einfach wunderschön. Die Mond Thematik zieht sich durch das gesamte Buch und allein das Design macht schon richtig Lust aufs Lesen. An dieser Stelle eine 1* an die Grafik-Abteilung des Verlags. Ich war von der ersten Sekunde an verliebt.

Aber nicht nur das äußere Erscheinungsbild des Buches kann punkten, auch der Roman selbst ist einfach zuckersüß. Witzige, spritzige, ehrliche Dialoge gepaart mit einer schlagfertigen und liebenswert sympathischen Protagonistin machen einfach Spaß. Und Lene ist wirklich etwas ganz besonderes: Ein ganz normales Mädchen, mit Ecken und Kanten, keine Überfliegerin in der Schule, keine Sportskanone, keine Schönheitskönigin. Erfrischend authentisch! Sie schafft es problemlos, dass man sich in seine eigene Schulzeit zurückversetzt fühlt, auch wenn ich zugeben muss, dass im Buch (wie in der persönlichen Erinnerung) die schönen Momente des Schulalltags deutlich überwiegen. Lene und ihre Freundinnen sind, wie normale Teenager eben sind: Sie reden über Schule, über die Liebe, über den ersten Freund, das erste Mal, … und für mich war es eine schöne Abwechslung solche Gespräche mal wieder aus Sicht einer 16-jährigen zu lesen, nicht einer überreifen 12-jährigen. Auch hierfür gibt es von mir “Daumen hoch”.

Die Sprache des Buches ist sehr jugendlich, sehr lebendig, wirkt aber nicht gekünstelt oder gewollt. Da kam der erst 21 -jährigen Autorin sicher auch das Alter zu Gute. Ist ja noch nicht so lange her, dass sie selbst die Schulbank gedrückt hat, aber es gibt einige etablierte Autoren, die wunderbare Geschichten erzählen können, an den Dialogen aber regelmäßig scheitern. Hier wirkt keine Figur unecht, kein Gespräch hölzern. Man kann sich ohne weiteres vorstellen, dass es genau so irgendwo passiert. Die Geschichte ist aber nicht nur spannend und mitreißend erzählt, sie besticht auch durch eine große Portion Humor. An vielen Stellen musste ich nicht nur schmunzeln, sondern lauthals lachen, weil die Situationen einfach urkomisch waren. Kopfkino garantiert!

Kaum waren die Jungs verschwunden, ergriff Pia meine Hand und starrte mich schockiert an.
“Er.Hat.Mit.Dir.Geredet!”
“Ja. Wahnsinn, oder? Er kann tatsächlich sprechen”, erwiderte ich ironisch. (Seite 51)

Und hin und wieder kamen mir dann sogar die Tränen, weil ich so in die Welt des Buches abgetaucht war, dass ich fast das Gefühl hatte dabei zu sein und mit meinen Freundinnen zu fühlen. Genau so muss lesen sein.

Fazit:

“Mondscheinküsse halten länger” ist ein absolut süßes, romantisches Jugendbuch, das, mit der nötigen Prise Humor, die bezaubernde Geschichte eines Mädchens erzählt, das erwachsen wird. Die Protagonistin Lene ist eine Figur, die man wirklich gerne selbst zur Freundin hätte – ehrlich, direkt, natürlich, sympathisch. Ihre Geschichte wird sicher nicht die Welt verändern, mir aber hat sie eine wunderschöne, vergnügte Lesezeit beschert und mich knapp 3 Stunden von allen Sorgen ferngehalten. Vor allem aber wurde meine Erinnerung an die Schulzeit sanft wiedererweckt. Wer von euch Jugendbüchern nicht abgeneigt ist, der sollte hier auf jeden Fall zugreifen. Nicht nur wegen dem zauberhaften Design und der charmanten Geschichte, sondern auch weil die Autorin es schafft, die Handlung und die Protagonisten sprachlich wunderbar einzufangen.

5/5 Sternen


Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert
Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert
Wird angeboten von Audible GmbH
Preis: EUR 19,50

1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein unglaublicher KrimiLiebesgeschichtenDramaSchicksalsroman. Ich bin verliebt!, 14. September 2013
Inhalt

In der idyllischen Kleinstadt Aurora wird, auf dem Grundstück des erfolgreichen Schriftstellers Harry Quebert, die Leiche eines vor über 30 Jahren verschwundenen Mädchens gefunden – zusammen mit dem Manuskript seines Bestsellers. Er gerät unter Mordverdacht, Sein Schützling und Freund Markus Goldman, ein aufstrebender Schriftsteller, glaubt nicht an Harrys Schuld und beginnt auf eigene Faust zu ermitteln. Er sticht in ein Wespennest, denn irgendjemand versucht mit allen Mitteln ihn an der Suche nach der Wahrheit zu hindern. Was ist nur passiert, damals, in Aurora, am 30. August vor 33 Jahren? Und wer will verhindern, dass die Wahrheit ans Licht kommt?

Kritik

Dieses Buch ist der Wahnsinn. Eine einzige Liebeserklärung an die Literatur, an das Leben, an die Liebe und an den Leser. Eine Geschichte die so tief berührt wie kaum ein Liebesroman oder Drama, spannender als die meisten Thriller und trotz der großen Seitenzahl keine Sekunde langweilig. Selbst jetzt, nachdem ich das Hörbuch drei mal gehört habe, bin ich noch nicht ganz sicher, wie ich diese Gefühle in Worte fassen soll.

Fangen wir mit dem Einfachsten an: Der Sprecher ist hervorragend gewählt. Er transportiert die Atmosphäre des Buches sehr überzeugend und haucht jeder Figur Leben ein. Jeder Charakter bekommt seine eigene, unverwechselbare Stimme, die großartig mit den Attributen der Figur harmoniert. Ein absoluter Hörgenuss: Ein kraftvolles Buch, gelesen mit ausdrucksstarker Stimme. Torben Kessler war für mich bisher kein Begriff als Sprecher, er hat hier aber wirklich beeindruckende Arbeit geleistet.

“Die Liebe, immer die Liebe. Die Liebe hat gar nichts zu bedeuten, Goldman. Die Liebe ist ein Trick, den sich die Männer ausgedacht haben, damit sie ihre Wäsche nicht selbst waschen müssen.” (aus “Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert)

Interessant ist aber auch der Aufbau der Geschichte. Das Buch ist in 31 Kapitel unterteilt, die zum Großteil eine von Harry Schriftstellerregeln zum Thema haben. Die Geschichte springt zwischen den Zeiten und Orten hin und her, ohne klare zeitliche Linie. Die Kapitelreihenfolge ist umgekehrt von 31 bis 1 und die Inhalte eines Kapitels orientierten sich auch jeweils an der zu Beginn genannten Regel.
Die Story selbst ist komplex und derart vielschichtig, dass, allein die Planung der Handlung eine wahre Meisterleistung gewesen sein muss – vom Schreiben ganz zu schweigen. Der Autor führt seine Leser in jeder Beziehung immer und immer wieder aufs Glatteis, zeigt ihm eine Wahrheit, nur um dieses direkt wieder zu hinterfragen, überzeugt durch schlagkräftige Argumente und widerspricht sich anschließend selbst, ohne je den roten Faden zu verlieren, oder vom Weg abzukommen. Grandios.

“Halten Sie die Liebe in Ehren Markus. Machen Sie sie zu ihrer schönsten Errungenschaft, zu ihrem einzigen Ziel. Nach den Menschen kommen andere Menschen, nach den Büchern kommen andere Bücher, nach dem Ruhm kommt anderer Ruhm, nach dem Geld kommt anderes Geld. Aber nach der Liebe, Markus, nach der Liebe bleibt nur das Salz der Tränen.” (aus: Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert)

Auch die Anzahl der agierenden Personen ist beachtlich. Grob überschlagen sind es in etwa 15 wiederkehrende Charaktere, dazu noch einige mit kurzen Gastspielen in ein oder zwei Szenen. Während man zumeist in einem Roman ein oder zwei gut durchdachte und ausgearbeitete Protagonisten findet und die restlichen Figuren als Randcharaktere ihr Dasein fristen, gelingt es Joël Dicker jede Figur mit unverwechselbaren Charakterzügen und einer individuellen Biographie auszustatten, ohne den Leser bei deren Erzählung zu langweilen. Selbst die Randfiguren wirken irgendwie lebensecht. Besonders erwähnenswert finde ich hier Markus Mutter. Warum verrate ich nicht, einfach lesen und herausfinden. Diese Figur ist einfach nur großartig.

Manche Passagen des Buches werden wiederholt, manche Szenen aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchtet, manche Geschehnisse immer wieder rekonstruiert und obwohl man erwarten könnte, dass diese Wiederholungen nerven oder der Spannung abträglich sind, ist genau das Gegenteil der Fall. Sie kommen zur richtigen Zeit am richtigen Ort und ohne sie wäre die Geschichte wahrscheinlich nur halb so gut.

“Wissen Sie, Herr Doktor, da kriegt man Kinder und will, dass sie die glücklichsten Geschöpfe dieser Welt werden. Aber dann macht einem das Leben einen Strich durch die Rechnung.
“Wie meinen Sie das?”
“Sie fragt mich ständig und in allem nach Rat. Ständig hängt sie an meinem Rockzipfel und fragt ‘Ma, wie macht man das? Ma, wohin kommt das? Ma hier, Ma dort. Ma, Ma, Ma. Aber ich werde nicht immer für sie da sein. Eines Tages werde ich nicht mehr auf sie aufpassen können, verstehen Sie? Wenn ich daran denke spüre ich das hier im Bauch. Es ist als würde sich mein ganzer Magen zusammenkrampfen. Das tut richtig weh …” (aus: Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert)

Eine klare, schnörkellose Sprache zeichnet den Schreibstil aus, Einfache Sätze, die trotzdem Poesie transportieren und den Leser so tief in die Geschichte saugen, dass man das Gefühl hat in Aurora zu stehen, durch die Straßen zu gehen, den Figuren zu begegnen und den Gesprächen als stiller und unsichtbarer Zuhörer zu lauschen. Wenn man das Buch beendet hat (oder besser: beenden musste, weil das Buch leider zu ende ist), dann ist es ein Gefühl, als würde man aus einer anderen Welt ganz langsam wieder in die Realität zurück kehren und das tut man mit großem Bedauern. Eigentlich, ganz eigentlich möchte man für immer in Aurora bleiben, in diesem Sommer im Jahre 1975, als alles möglich war.

Fazit

Ich bin verliebt. In Nola, in Harry, in Markus, in alles und jeden, in Aurora, in dieses Buch! Eine Meisterleistung in jeder Hinsicht und ich weiß gar nicht, wie ich es anders sagen soll. Überwältigend erzählt, Überragende Figuren, lebensecht und individuell, eine Geschichte die zu Herzen geht. “Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert” ist ein absolut gigantisches Buch. Ein KrimiLiebesgeschichtenDramaSchicksalsroman.

Obwohl einige Szenen wiederholt oder aus anderen Blickwinkeln beleuchtet werden ist dieses Buch nicht eine Sekunde langweilig, nicht den Bruchteil einer Sekunde uninteressant und man hat nie, aber auch wirklich nie das Gefühl, dass man eine Pause bräuchte. Hier kann man getrost 700 Seiten am Stück lesen und am Ende ist man traurig, weil es schon vorbei ist. Joël Dicker ist hier ein Roman gelungen, der seinesgleichen sucht, aber wahrscheinlich kaum finden wird. Nur wenige Bücher schaffen es, mich nachhaltig so zu begeistern und zu beschäftigen.

Dieses Buch belebt den Glauben an die Menschheit im selben Maße, wie es ihn zerstört, es weckt die Sehnsucht nach der ganz große Liebe und zeigt doch, dass sie nicht zwingen glücklich macht. Vor allem aber macht diese Geschichte so viel Lust auf das Leben, sie erinnert daran, nein, sie ermahnt einen seinen eigenen Weg zu gehen, an sich zu glauben, sein Leben zu leben und jeden einzelnen Tag zu genießen. Unbedingt lesen! Nicht überlegen ob, sondern einfach machen.
Das Hörbuch ist ein echter Genuss, trotzdem weiß ich, dass ich dieses Buch auch noch als gedrucktes Exemplar zu Hause haben möchte. Und wenn ihr es lest, dann achtet hinterher auf die Danksagung.

5/5 Sternen (aber ich würde mehr geben, wenn es ginge)


Silber - Das erste Buch der Träume: Roman
Silber - Das erste Buch der Träume: Roman
von Kerstin Gier
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 18,99

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Charmant erzählte Geschichte einer Heranwachsenden, deren Welt mit dem Übernatürlichen kollidiert, 25. August 2013
Inhalt:

Liv und Mia Silber haben einen großen Traum: Sie wünschen sich ein richtiges Zuhause. Ihre getrennt lebenden Eltern machen ihnen aber seit Jahren einen Strich durch die Rechnung, denn deren Berufe erforden, dass sie oft umziehen. In London soll aber nun alles anders werden. Die Mutter hat endlich ihre Professur in Oxford und sogar ein richtiges Haus gemietet. Voller Vorfreude erreichen die beiden Mädchen England aber dort kommt dann doch wieder alles ein bisschen anders als geplant. Liv und Mia bekommen nicht nur eine neue Heimat, sondern auch gleich eine neue Familie dazu. Und zu allem Überfluss scheint der Stiefbruder in merkwürdige Machenschaften verwickelt zu sein. Seine Versuche Liv von allem fernzuhalten, wecken aber erst Recht ihre Neugier und ehe sie sich versieht, wird sie in einen Strudel aus Ereignissen gezogen. Als sie die Wahrheit erkennt, ist es noch lange nicht vorbei …

Kritik:

Vorweg: Ja, “Silber – das erste Buch der Träume” ist ein Jugendbuch. Wer hier einen All-Age Schmöker oder gar Fantasy für Erwachsene erwartet, wird bitter enttäuscht werden. Das erste Indiz sind natürlich die jugendlichen Protagonisten, aber spätestens beim leichten, flapsigen Schreibstil sollte es dem Leser dämmern. Trotzdem, oder gerade wegen der lockeren Art und dem trockenen Humor, nimmt einen dieses Buch von der ersten Seite gefangen und saugt einen Tief in die erstaunliche Welt der Träume und das Leben der Olivia “Liv” Silber.

Sie ist ein sympathisches, witziges Mädchen, das einem sofort ans Herz wächst. Und ihre kleine Schwester Mia ist weit davon entfernt ein lästiges Anhängsel zu sein, wie man es sonst oft in dieser Art Roman vorfindet. Nur die etwas exzentrische Mutter ist für meine Begriffe manchmal einen Tick zu übertrieben dargestellt – nicht übertrieben streng oder nervig, wie man das in einem Buch für junge Leser erwarten dürfte, sondern eher das genaue Gegenteil. Eher zu freizügig, zu offen, zu sorglos für einen Erziehungsberechtigten in der heutigen Zeit. Das mindert aber den Spaß am Lesen in keiner Weise, denn die Gefühle und Intentionen der Protagonisten werden so lebendig erzählt, dass man sich bald als Teil der Geschichte fühlt. Dazu tragen auch die überzeugenden und spritzigen Dialoge bei, die gerne die Lachmuskeln strapazieren. Sogar die klischeehafte High-School Queen, die unsere Protagonistin in den Wahnsinn treiben will, wirkt hier einfach wie ein kleiner, notwendiger Gag zwischendurch. Ohne die Figur würde etwas fehlen.

Innerhalb weniger Stunden haben ich das Buch regelrecht gefressen, weil ich es kaum aus der Hand legen konnte und jede freie Minute genutzt hatte, um ein paar Seiten zu lesen und um zu erfahren wie es weiter geht. Lediglich das Ende war fast ein wenig enttäuschend, weil es mir einen Tick zu schnell ging – man war gerade noch mitten im Geschehen und schon war das Buch vorbei. Da hätten ein paar Seiten mehr nicht geschadet, z.B. bei der Beschreibung des Balles (das verrät nun nicht zuviel denke ich).

Alles in allem ist die Geschichte aber innovativ erzählt und macht wirklich Lust auf mehr. Man möchte gerne wissen wie es mit Liv und ihren Freunden weiter geht, wie sie mit ihrer Aufgabe zurecht kommen und wie sie ihre Alltagsprobleme bewältigen werden. Denn, nicht nur die Träume, auch das reale Leben der Protagonisten und ihre kleinen und großen Probleme des Älterwerdens spielen eine zentrale Rolle in diesem Roman. Gerade die Verknüpfung der Elemente ist Kerstin Gier in meinen Augen sehr gut gelungen.

Fast vergessen: Witzige Unterbrechungen der Story findet man im Tittle-Tattle Blog, einer Art Regenbogenpresse über die Frognal Academy, wo in regelmäßigen Abständen Gerüchte und Klatsch über die Schüler verbreitet werden und die Suche nach dem geheimnisvollen Autor des Blogs. Ich bin gespannt ob Mia am Ende das Geheimnis um Secrecy lüften kann. Ich bin jedenfalls schon fleißig am rätseln.

Fazit:

“Silber – das erste Buch der Träume” ist ein erstklassiges Jugendbuch – mit der richtigen Mischung aus Romantik, Abenteuer, Problemen mit den Eltern und den Herausforderungen des Älterwerdens. Neben einer spannenden Handlung überzeugt der Roman durch authentische, liebenswerte Figuren und viel Witz. Kerstin Gier erzählt hier sehr charmant die Geschichte einer Heranwachsenden, deren reale Welt mit dem übernatürlich kollidiert. Von mir gibt es eine fast uneingeschränkte Leseempfehlung – hier kann man als Buchliebhabher gar nichts falsch machen, sofern man bereit ist sich auf ein Jugendbuch einzulassen und keine hohe Literatur erwartet.
5/5 Sternen


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