|
|
Beiträge von Die Feldmaus
Top-Rezensenten Rang: 5.662
Hilfreiche Bewertungen: 87
|
|
Richtlinien: Erfahren Sie mehr über die Regeln für "Meine Seite@Amazon.de".
|
Rezensionen verfasst von Die Feldmaus
|
|
|
|
|
Santa Maria
|
| Wird angeboten von musik-markt |
| Preis: EUR 2,98 |
|
|
|
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen
Zu viele Neuaufnahmen und schlechte Soundqualität, 25. Juli 2007
Was bitte ist denn das?! Eine Doppel-CD von Grand-Prix-Siegerin Severine unter dem Titel "Santa Maria"??? Dieses Lied kennt man doch eher von Frau Mathieu. Es ist hier in einer äußerst billig klingenden Neuaufnahme von Severine zu hören. Aber ist das überhaupt Severine, die Frau mit der einst wunderschönen Engelsstimme? Leider ja. Warum sie in jüngerer Zeit diesen und andere Mireille-Mathieu-Hits wie "Hinter den Kulissen von Paris", "Der Zar und das Mädchen" und "Akropolis adieu" neu aufgenommen hat, wird wohl nur sie selbst wissen. Auf jeden Fall klingt ihre Stimme bei diesen Aufnahmen irgendwie kaputt und krank. Schade! Auch sind einige von Severines eigenen Hits hier als Neuaufnahmen enthalten, die bei weitem nicht an die Schönheit der Erstaufnahmen heranreichen. Wer sich auf die himmlischen Balladen "Mach die Augen zu und wünsch dir einen Traum" und "Was wird aus einer verlorenen Liebe" freut, der sei bei dieser CD gewarnt: Hier gibt es nicht die Originale! Und die Lieder, die als Originalaufnahmen enthalten sind, haben zum großen Teil mäßige bis miserable Soundqualität. Nur allzu oft ist ein deutliches Plattenknistern zu vernehmen. Im schönen Lied "Auf Wiedersehn, Paris" gibt es sogar einen Sprung, da fehlen mitten im Lied zwei, drei Sekunden. Originalaufnahmen, so wie man sie von den alten Severine-Schallplatten aus den 70er und 80er Jahren kennt, sind nur die folgenden Titel: CD 1 Jetzt geht die Party richtig los Ja der Eiffelturm Ich glaub an meine Träume Was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß Meine Welt Ein neues Leben Kann sein Paris liegt nicht am Ende der Welt Achtung - hier kommt ein Mensch, der gerne küßt Eine Herde wilder Pferde Auf, auf und davon CD 2 Olala l'amour Wenn es Nacht wird in Haarlem Du bist für mich der größte Schatz Toulouse im Regen Sieben Tränen Du gehst vorbei Dreh dich im Kreisel der Zeit Blau wie das Meer Vergessen heißt verloren sein Auf Wiedersehn, Paris Eine solch lieblos gemachte Wühltisch-CD ist einer großartigen Interpretin wie Severine, die 1971 den Grand Prix für Monaco gewann, keineswegs würdig. Ich hoffe, es kommt mal eine Severine-CD mit den ganzen Originalen in guter Klangqualität raus...
|
|
|
|
|
|
|
|
|
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Ein weiteres Meisterwerk von Michael Cretu, 4. September 2006
Die ENIGMA-Alben zählen für mich als Fan des Cretu-Sounds zum Schönsten und Gehaltvollsten, was es in der Musikwelt gibt. Wobei ENIGMA meines Erachtens in erster Linie gar nicht mal so sehr Musik im herkömmlichen Sinne darstellt, sondern viel mehr ein Medium, das denjenigen, der sich darauf einläßt, auf Reisen mitnimmt - Reisen in ferne Galaxien ebenso wie Reisen in das eigene tiefste Innere. Die mit viel Emotion und Liebe, höchster Präzision und einem unglaublichen Gespür für die Macht der Töne geschaffenen Klangbilder fungieren dabei als Schlüssel zum Tor in diese unbekannten Welten. Wer sich auch nur ein wenig von seiner kindlichen Neugier, seiner Phantasie, seinen Träumen und Sehnsüchten bewahrt hat, dem wird sich dieses Tor öffnen, sobald er eines der ENIGMA-Alben in den CD-Player legt. Und es sollte nicht immer nur das berühmte und bis heute am meisten verkaufte erste Album "MCMXC A.D." sein. Die Nachfolger "THE CROSS OF CHANGES", "LE ROI EST MORT, VIVE LE ROI" und "THE SCREEN BEHIND THE MIRROR" haben ebensoviel, wenn nicht gar noch mehr, Beachtung verdient - wurde Michael Cretu als Schöpfer aller dieser Werke doch von Album zu Album besser, wurden seine Alben immer besser, ausgereifter, komplexer. Das aktuelle Werk "A POSTERIORI" ist das mittlerweile sechste ENIGMA-Album und knüpft direkt an seinen Vorgänger "VOYAGEUR" an, mit welchem Michael Cretu im Jahre 2003 ein neues Zeitalter in seiner geheimnisvollen Hexenküche einläutete. Die sanften, einschmeichelnden Klänge, die altbekannten Soundelemente wurden deutlich reduziert oder gleich völlig weggelassen; ENIGMA kam nun aggressiver, experimenteller und verstörender daher. Viele Käufer, ja selbst langjährige ENIGMA-Fans waren darüber entsetzt, für manchen war es gar der Anfang von ENIGMAs unrühmlichem Ende. Zugegeben, auch ich hatte meine Schwierigkeiten mit dem fünften Album und versuche seit drei Jahren, Zugang zu diesem zu finden, was mir noch immer nicht ganz gelungen ist. "VOYAGEUR" beinhaltet zwar zweifelsohne einige sehr gelungene Stücke, doch als Ganzes, als in sich geschlossenes Konzeptalbum funktioniert es meinem Empfinden nach nicht. Dazu sind die viel zu abrupt wechselnden Stilrichtungen der einzelnen Tracks einfach zu verschieden. Dieses Manko aber - so es tatsächlich eines ist - macht "A POSTERIORI" zweihundertprozentig wieder wett. Das neue Album weist im Vergleich zu seinem Vorgänger einen entscheidenden Vorteil auf: Das Konzept von "A POSTERIORI" ist in sich schlüssig, der rote Faden zieht sich gleichmäßig durch die knapp 54 Minuten, vom ersten bis zum letzten Ton, ohne irritierende Wendungen und Stilbrüche und ohne Langeweile aufkommen zu lassen - im Gegenteil. Das ist ENIGMA, wie ich es mir seit langem gewünscht hatte: Mit Hilfe zuvor nie gehörter Sounds, hypnotisierender Melodien und filigraner Arrangements, die genügend Platz für eigene Deutungen, Bilder und Gefühle lassen, auf eine Reise durch Raum und Zeit gehen, Begriffe wie Unendlichkeit, Neugier, Angst, Schönheit, Melancholie, Romantik, Ruhe, Aufregung und Sehnsucht neu definieren, dabei von Andromeda träumen, mit Mephisto tanzen, Nordlichter bestaunen, 20.000 Meilen übers Meer fliegen und auf dem Mond sitzen - um sich schließlich von der Milchstraße zu verabschieden und in noch fernere Welten einzutauchen. Vielleicht ein Ausblick auf das, was uns auf dem siebenten ENIGMA-Album erwartet? Ich habe "A POSTERIORI" inzwischen zehnmal gehört und finde darauf keinen einzigen Schwachpunkt, keine Stelle, die ich lieber überspringen würde. Und bei jedem Hören entdecke ich mehr Details, die mir zuvor verborgen blieben. Jeder einzelne Augenblick ist faszinierend, macht neugierig auf das, was noch folgt. Und das ist bei diesem Album überhaupt sehr wichtig: Nicht kurz hineinhören wie in ein vielversprechendes, aber nichtshaltendes Album von Superstar X und TV-Casting-Klon Y, sondern ganz in Ruhe von vorn bis hinten durchhören, hinhören, eintauchen und gespannt lauschen. Wie meinte Michael Cretu doch: "Ich schreibe keine Sketche, sondern Bücher. Ich bin ein Album-Macher." Ein Song sei bei ENIGMA immer ein Weg zum Ziel und so auch nur mit dem Vorher und Nachher zu verstehen. Dem kann ich nur zustimmen. Und ich will auch gar nicht erst versuchen, dieses Album in der Art eines Kritikers musikalisch-technisch zu analysieren, zu sezieren und damit dessen Magie zu zerstören. Das halbe Dutzend ist bei ENIGMA nun voll. Doch Dutzendware ist das Projekt nicht und wird es auch nicht, solange dessen Schöpfer seinem Produzentencredo treu bleibt, sich niemals selbst zu kopieren. Folglich gibt es bei ENIGMA anno 2006 keinen einzigen gregorianischen Chor, kein noch so winziges Panflötentönchen, selbst Sandras betörendes Flüstern fehlt. Aber vermißt man das alles denn überhaupt? Ganz klar: Nein! Mein Fazit: Hier hat ein Könner ein weiteres Meisterwerk abgeliefert, das die gesamte Bandbreite menschlicher Gefühle anzusprechen vermag, und damit gleichzeitig neue Maßstäbe gesetzt. "A POSTERIORI" ist ein Album für die Ewigkeit, das viele Menschen glücklich machen wird. Dafür Dank an Michael Cretu.
|
|
|
|
|
|
|
Das letzte Ufer
|
| DVD ~ Gregory Peck |
| Wird angeboten von Joe2000 |
| Preis: EUR 14,95 |
|
|
|
2.0 von 5 Sternen
FILM TOP - DVD FLOP, 7. Juni 2004
Was ist nur mit der Traditionsfirma MGM in letzter Zeit los? Nachdem mehrere von ihr in der ersten Jahreshälfte 2004 in Deutschland herausgegebene DVDs keinerlei Untertitel aufwiesen, gibt es nun wieder Untertitel, allerdings keine deutschen mehr. Man kann die Dialoge in Holländisch, Griechisch, ja sogar Rumänisch mitlesen, aber nicht in der eigenen Muttersprache. Für Gehörlose und Schwerhörige dürfte das ein Grund sein, die gegenwärtigen MGM-Veröffentlichungen im Regal stehenzulassen. Aber auch Nichthörgeschädigte, die einfach gern mal einen Film in der Originalsprache erleben und dafür die hilfreichen deutschen Untertitel benötigen, suchen diese vergebens. Jedoch sind die fehlenden deutschen Untertitel bei "Das letzte Ufer" nur das kleinere Übel. Viel schlimmer und völlig unakzeptabel ist die technisch verhunzte deutsche Tonspur. Dieser Film war seinerzeit vor der Synchronisation gekürzt worden. Nun hat man für die DVD die ungeschnittene Filmversion verwendet, was aber zwangsläufig bedeutet, daß ziemlich viele Dialogstellen nicht in deutscher, sondern nur in englischer Sprache vorliegen. An diesen Stellen wechselt also die Sprache zwischen Deutsch und Englisch hin und her, was an sich schon recht störend ist. Zu allem Übel kommt aber noch hinzu, daß dabei grobe Fehler gemacht wurden: An zwei Stellen sind Dialoge verschoben. Bei 00h11m08s sagt der Admiral etwas auf deutsch und unmittelbar danach dasselbe noch einmal in englisch. Bei 00h12m07s soll eigentlich der Admiral (den man in Großaufnahme die Lippen bewegen sieht) sprechen, aber zu hören ist die deutsche Stimme von Anthony Perkins mit einem Satz, den dieser eigentlich kurz zuvor hätte sagen müssen. Ich habe mein Exemplar beim Händler reklamiert und dabei weitere Exemplare dieses Titels ausprobiert. Alle wiesen denselben Fehler auf. So bitte nicht, MGM! Wäre die DVD technisch makellos, hätte ich die volle Punktzahl vergeben, denn der Film selbst ist hervorragend und hätte etwas mehr Sorgfalt bei der Digitalisierung verdient. So aber ist die DVD wertlos, und von einem Kauf rate ich ab - zumindest denjenigen, die den Film auf Deutsch genießen möchten.
|
|
|
|
|
|
|
|
|
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen
Enttäuschender Schnellschuß mit groben Mängeln, 20. November 2003
Original ist Original, und eine Neuaufnahme reicht in ihrer Schönheit selten an das Original heran. So ist es auch bei den meisten Hits von Howard Carpendale, finde ich jedenfalls. Und so war ich zunächst hoch erfreut, als ich kurz nach Erscheinen des Carpendale-Abschiedsalbums, das ausschließlich Neuaufnahmen der alten Hits und gänzlich neue Lieder enthält, diese Doppel-CD von seiner früheren Plattenfirma entdeckte: 40 Originalaufnahmen, darunter so gut wie alle seine Hits, noch dazu in zeitgemäßer Klangqualität. Das hörte sich sehr vielversprechend an. Bei genauerer Betrachtung bzw. beim Abspielen der beiden Scheiben kam aber schnell die Ernüchterung. Das mit der "zeitgemäßen Klangqualität" ist schnell erklärt: Die alten Aufnahmen wurden meines Erachtens nicht unter Verwendung der originalen Studiobänder der ersten Generation digital geremastert. Stattdessen wurden offenbar die alten Carpendale-CDs einfach durch ein Gerät gejagt, das den Lautstärkepegel ein wenig anhebt. Die Aufnahmen klingen daher keinen Deut besser als bisher, sie sind eben nur lauter. Deutlich zu vernehmen ist auch das Grundrauschen, welches damit natürlich auch verstärkt wurde. Noch ärgerlicher aber ist die Tatsache, daß mehrere bekannte Lieder gekürzt wurden. Bedenkt man, daß gerade Howard Carpendale viele Hits hatte, die für Singleauskopplungen ungewöhnlich lang sind ("Wem..." 5'14, "Nachts, wenn alles schläft" 4'55, "Wenn es dich irgendwo gibt" 4'52 und viele andere, die länger als vier Minuten sind), muß man sich doch fragen, wie dann bitteschön 20 solcher Lieder auf einer CD Platz finden sollen. Die Antwort erhält man, wenn man sich diese Doppel-CD anhört. Die Verstümmelungen fallen sofort auf. Nur zwei Beispiele: "Laura Jane" wurde im ursprünglich 54 Sekunden langen Intro um eine halbe Minute gekürzt. Der Schnitt wurde äußerst dilettantisch angefertigt und klingt einfach grauenvoll. "Nachts, wenn alles schläft" ist mehr als einer Minute seiner ursprünglichen Laufzeit beraubt worden. Ich frage mich, was sich die EMI-Leute dabei gedacht haben. Ob sie glaubten, das würde keiner bemerken? Die Doppel-CD enthält übrigens mehrere Bonus-Titel, die nicht Howard Carpendales Hitliste entstammen. Hätte man die nicht zugunsten in voller Länge enthaltener Hits weglassen können? Mein persönliches Fazit: Diese Veröffentlichung ist vielleicht etwas für Fragment-Fetischisten. Liebhaber der Musik von Howard Carpendale sollten die Finger davon lassen.
|
|
|