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Rezensionen verfasst von
Benjamin Grã½nberg
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Die Sims 3: Katy Perry Süße Welt Accessoires (Add-On)
Die Sims 3: Katy Perry Süße Welt Accessoires (Add-On)

118 von 124 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Zuckershock zum Wucherpreis ..., 6. Juni 2012
= Spaßfaktor:1.0 von 5 Sternen 
Wenn das sechste Accessoire-Pack der "Die Sims 3"-Reihe sogar als "Mega-Accessoires-Pack" bezeichnet wird und "mehr Accessoires als je zuvor" verspricht, dann muss es sich dabei ja zwangsläufig um eine bahnbrechende Revolution in der Geschichte von "Die Sims 3" handeln. Oder nicht?

"Die Sims 3: Katy Perry Süße Welt Accessoires" ist, wie der Name bereits vermuten lässt, sowohl der bekannten Pop-Sängerin als auch Süßigkeiten gewidmet.

Zuckerwatte, Lollipops, Bonbons und anderes Naschwerk sind die vorherrschenden Bestandteile der neuen Möbelstücke, während Katy Perry und ihre Bühnenoutfits - so die Beschreibung - Inspiration für die neuen Kleidungsstücke waren.

Wie immer sind die Objekte von guter Qualität und wurden durchaus mit Kreativität erstellt. Die beiden Themen wurden in ihrer Abstrakt- und Verrückheit passend eingefangen. Hier offenbart sich allerdings schon das erste mögliche Problem.

Die Sachen passen einfach zu nichts. Weder die Kleidung, die Frisuren noch die Möbel lassen sich meistens sinnvoll außerhalb ihres Themas kombinieren. Entweder man baut sich mit ihnen eine Welt in der alles aus Zucker und Quietschbunt ist, oder man beschränkt sich auf die vier bis fünf Dinge, die doch noch irgendwie in einer normalen Umfeld verwendbar sind.

Wer nun schon in Gedanken seine Katy Perry Süßkram-Welt baut, dem sei gesagt, dass das "süße Leben" nur für erwachsene Frauen vorgesehen ist und Kinder, Senioren und eigentlich auch erwachsene Männer in Katty Perrys süßer Welt keinen Platz haben. Zumindest was die Kleiderordnung angeht.

Fünf Frisuren, acht Oberteile, vier Unterteile und 14 Outfits stehen den Sims zur Verfügung. Bis auf zwei Kleidungsstücke für männliche Sims, sind diese exklusiv für die Frauen der Sims-Welt verfügbar. Viele der Teile sind irgendwo relativ freizügig und Eltern sollten vorher einen Blick auf die enthaltenen Kleider werfen und schauen ob ihr Kind unbedingt einen Bikini mit riesigen Cupcakes in seinem Spiel braucht.

Im Kauf- und Baumodus warten dann 49 Objekte darauf, ihren Platz in der Spielwelt zu finden. Abgesehen von Küche und Bad (nichts), Elektronik und Schränke (je ein Objekt), findet sich in jeder Möbel-Kategorie eine handvoll neuer Gegenstände. Einzig die Auswahl an Dekoration wird um fast 20 Objekte erweitert. Der Bau-Modus muss mit einem neuen Zaun sowie 6 Fenstern und Türen auskommen.

Für den doppelten Preis eines regulären Accessoire-Packs bekommt man gut gemachte aber stark eingeschränkt nutzbare Kleidung die dazu ebenso begrenzt mit anderen Dingen kombinierbar ist, wie die neuen Möbelstücke dieser Erweiterung. Bekommt man für den doppelten Preis auch den doppelten Inhalt? Nein! Die 82 Objekte dieser Erweiterung stehen in keinem Verhältnis zu anderen Veröffentlichungen der Reihe und deren Umfang.

Bevor mit EAs Übernahme der Reihe, die konkreten Zahlen von der Packungsrückseite verschwanden, enthielt ein Accessoire-Pack mehr als 60 Objekte. Hat sich diese Nummer nicht drastisch reduziert, dann zahlt man hier für zirka 20 Objekte 15 Euro mehr.

Ein richtiges Erweiterungspack enthielt - sofern EA auch das nicht reduziert hat - stets 120 Objekte UND neues Gameplay. Wenn man also die Preise dieses Accessoire-Packs und eines Erweiterungspacks vergleicht, stellt sich die Frage: Ist neues Gameplay nur 4 Euro wert?

Gut, nach "Die Sims 3: Showtime" könnte man diese Frage tatsächlich bejahen, aber das ist eine andere Geschichte.

Die Preis-Leistung stimmt bei dieser Erweiterung einfach nicht. Weder die Anzahl noch die Verwendbarkeit der neuen Gegenstände rechtfertigen den Kauf. Das einzige, was hier voll ausgefüllt ist, ist Katy Perrys BH auf dem Cover. Was soll das? Versucht EA hier eine neue Hemmschwelle zu untergraben und noch weniger Inhalt für noch mehr Geld zu verkaufen? Muss man sein Spiel unbedingt mit irgendeiner Berühmtheit "hypen" und wälzt womöglich teure Lizenzgebühren auf die Kunden ab? Wer weiß.

In jedem Falle hat EA mit dieser thematisch eingegrenzten, überteuerten Berühmtheits-Erweiterung in nahezu jeder Hinsicht erneut einen neuen Tiefpunkt der Reihe gesetzt. Wieder einmal ist allzu offensichtlich, dass man nicht mehr das Ziel hat mit guten Spielen und Qualität Geld zu verdienen. Man setzt statt dessen eher auf Vertuschung, Verblendung und wahrscheinlich auch Verblödung. Man klatscht einfach Katy Perry auf's Cover, setzt das Wort "Mega" davor, packt ein paar Objekte mehr als üblich hinein und rechtfertigt so den deutlich höheren Preis. Das ist EAs Arbeitsweise im Jahr 2012. Bemerkenswert.

Die Erweiterung kann momentan eigentlich niemandem zum Kauf empfohlen werden. Für etwa 5 bis eher 10 Euro weniger würden vielleicht die Fans von Katy Perry oder Süßigkeiten ein faires Geschäft machen. Wer für beides keine große Leidenschaft hegt, der wird auch mit diesem Accessoire-Pack keine wirkliche Freude haben, da Kleidung und Möbel womöglich zu abgedreht sind.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Dec 6, 2012 4:47 PM CET


Die Sims 3: Showtime (Add - On) - [PC]
Die Sims 3: Showtime (Add - On) - [PC]
Wird angeboten von Gameland GmbH
Preis: EUR 17,95

167 von 175 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Ein bisschen Late Night, ein bisschen Traumkarrieren und ein bisschen Online-Pass, 9. März 2012
= Spaßfaktor:3.0 von 5 Sternen 
Der Titel gibt eigentlich, so finde ich, wunderbar wieder was genau der geneigte Spieler vom mittlerweile sechsten Erweiterungspack für "Die Sims 3" erwarten kann.

"Die Sims 3: Showtime" kündigt sich als die ultimative Erweiterung für all jene Spieler an, die ihre Sims zu Ruhm und Ansehen verhelfen wollen. Was im spirituellen Vorgänger "Die Sims: Megastar" noch einen steinigen Karriereweg im Musik-, Film- und Modegeschäft bedeutete, bedeutet nun das Meistern von Akrobatik, Zauberkunst und Gesang.

Ein Blick in die Zeitung oder in den Computer, schnell die passende "Traumkarriere" gewählt und schon beschreitet der Sim seinen persönlichen Pfad zu Berühmtheit und Reichtum.

Und hier entfaltet diese Erweiterung bereits einen sehr unangenehmen Beigeschmack.

"Traumkarrieren? Diese 'spielbaren Berufe' bestehend aus furchtbar repetitiven Aufträgen, die man immer und immer wieder ohne nennenswerte Veränderung abarbeiten muss nur um in der Jobstufe aufzusteigen und anschließend fast die gleichen Aufträge erneut in noch höherer Anzahl zu erledigen?", wird sich nun der Ein oder Andere vielleicht fragen.

Und genau dies ist auch der Fall. Das grundlegende Spielelement von "Die Sims 3: Showtime" ist eigentlich nichts anderes als drei neue Traumkarrieren.

Der angehende Star muss sich mit kleinen Auftritten gegen Trinkgeld, privater Übung oder einer anderen Tätigkeit (beispielsweise die Auslieferung eines gesungenen Telegramms) erst genug Können und Bekanntheit erarbeiten, bis er bei den den Eigentümern der örtlichen Etablissements vorstellig werden kann und endlich für einen Auftritt gebucht wird.

Zwar dauert es nicht lange, bis man endlich die erste eigene Bühnenshow auf die Beine stellt, der eigentliche Höhepunkt ist damit aber eigentlich schon erreicht.
Das Einrichten der Bühne mit Dekorationen und allerlei Gerät ist einfach und macht Spaß, die Zusammenstellung des Arbeitoutfits rundet das ganze ab. Die Möglichkeiten sind nicht überwältigend, dürften aber ausreichen um Künstler und Aufführung einen persönlichen Schliff zu geben. Anschließend geht es endlich los!

Auf der Bühne darf der Sim nun seine Kunst vorführen und hat dabei diverse Möglichkeiten seinem Publikum Abwechslung zu bieten.
Angefangen von diversen Tricks, verschiedenen Liedern oder Interaktion mit dem Zuschauer (wobei meistens nicht wirklich direkt mit ihm) lassen Raum die eigene Show zu gestalten.
Ob nun man schmutzige Witze von sich lässt, eine Anekdote zum Besten gibt oder Luftküsse verteilt, die Zeit zwischen den Tricks und Liedern will gefüllt werden.
Die Aktionen auf der Bühne sind - neben dem allgemeinen Verdienst ' der größte Antrieb, die eigene Karriere voranzutreiben. So erwartet den Künstler auf jeder Stufe ein neues Lied oder ein neuer Trick der Akrobatik und Zauberkunst. Das Publikum entscheidet im Anschluss nicht nur über Gelingen oder Scheitern, sondern auch darüber wieviel Berufserfahrung und Geld der Spieler erhält.

Hin und wieder finden auch spontane Feste in der Stadt statt, an denen der Sim seine Kunst ohne größere Terminvergabe vorführen kann, steht er in der Gunst des Publikums erhält er einen Preis.

Doch hier hat man auch schon so ziemlich alles nennenswerte des "Showtime-Lebens" gesehen. Mehr wird einfach kaum geboten. Natürlich gibt es noch neue Eigenschaften die den Weg ins Rampenlicht erleichtern, natürlich gibt es auch neue Interkationen wie 'Um Kompliment bitten' oder 'Album verkaufen' ... aber anstatt beispielsweise hier einen kreativen Ansatz zu verfolgen bei dem der Sim vielleicht in einem Tonstudio ein Album mit Titeln eigener Wahl einsingt und die dann verkaufen kann, zieht er dieses bei Bedarf einfach aus der Hüfte.

Der Gesang selbst ist auch so eine Sache, es wäre schöner, wenn der Sim nicht nur gezwungen moderne Populärmusik von sich geben würde, sondern man verschiedene Genres (zum Beispiel Rock, Pop Klassisch) eingearbeitet hätte um dem ganzen mehr Tiefe und Individualität zu geben. Genauso könnte man Akrobatik und Zauberkunst in Subgenres aufspalten ... beispielsweise Trickmagie und richtige Magie oder etwas ähnliches. Natürlich wäre so etwas mit Mühe und Arbeit verbunden ... aber genau diese beiden Dinge sind in dieser Erweiterung kaum bis gar nicht erkennbar.
Bands können beispielsweise auch nicht mit irgendwie der Erweiterung kombiniert werden um von den neuen Spielmechaniken (Bühnenild etc.) zu profitieren. Zumindest war keine entsprechende Option aufzufinden.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die zentrale 'Neuerung' des Spiels ein sehr lauwarmer Aufguss von 'Die Sims 3: Traumkarrieren' ist. Das unterhält vielleicht einen Durchlauf lang, rechtfertigt aber keinesfalls den Preis bzw. die Existenz einer ganzen Erweiterung. Das ganze dümpelt nach dem ersten Spielen vor sich hin und hat keinen wirklich nachhaltigen Wert für das Spielerlebnis insgesamt.

Ist dies also bereits alles, was man von dem Spiel erwarten kann? Nein.

Auch wenn der 'Haupt-Aspekt' sehr dürftig geraten ist, lohnt sich ein Blick auf die Objekte, um die 'Showtime' das Hauptspiel bereichert. Hinsichtlich der Kleidung und der Frisuren gibt es von EA die übliche 'eine Handvoll von Allem' wobei Altersstufen außerhalb der Erwachsenen wieder das nachsehen haben.

Ferner gibt es neben den bereits genannten Bühnendekorationen noch zwei Möbelsets von denen eines eher altmodisch leicht klassisch, das andere wiederum moderner gehalten ist. Unterm Strich könnte es etwas mehr sein oder wenigstens schöneres sein, denn - zumindest für mein Empfinden - wirken die neuen Möbel relativ schmucklos. Das ist besonders ärgerlich, weil das unangenehme Gefühl aufkommt, dass man sich die Kreativität lieber für den überteuerten Online-Store aufspart.

Eine besondere Überraschung hält das Spiel dann aber doch parat!
Diverse Objekte wie Karaoke-Maschine, DJ-Pult, Spielautomaten, Rodeo-Bullen und diverse andere Gegenstände bringen endlich einen Sinn in das bisher karge Nachtleben, und schließen Lücken, welche die Erweiterung 'Late Night' einst offen ließ. Endlich lohnt es sich wieder das Haus zu verlassen und ein wenig allein, mit Freunden oder einem Date durch die Straßen zu ziehen!

Zwar fehlt bis heute noch eine ordentliche Möglichkeit seine Sims in ein Restaurant gehen zu lassen ohne, dass sie im dunklen Schlund eines der nicht-einsehbaren Gebäude verschwinden, aber die goldenen Zeiten als man Restaurants nicht nur tatsächlich besuchen sondern auch selbst führen konnte, sind wohl mit Maxis' Abzug (bereits gegen Ende der Sims 2-Reihe) ohnehin vorüber.

Das dritte und letzte nennenswerte Feature von 'Die Sims 3: Showtime' sind einige Online-Funktionen. Zum einen ist das Spiel nun noch besser mit Facebook abgestimmt als es noch zu 'Lebensfreude' der Fall war, zum anderen wird das Spiel um eine Art 'indirekte Multiplayer-Komponente' erweitert wie sie beispielsweise SimCity 4 oder Spore ansatzweise hatten.

Hierbei geht es um den Austausch von Sims mit Freunden.
So kann man einem Freund einen Sim zusenden woraufhin dieser dann im Spiel des Freundes auftreten kann.
Allerdings steuert der Spieler nicht den eigenen Sim im Spiel des Freundes sondern wird nur über dessen Aktivitäten informiert. Macht man dies oft und gezielt genug, kann man beispielsweise weitere Bühnendekorationen freischalten.

Diese Funktion ist ein teilweise bedenklich. Zum einen ist ein registriertes Spiel dafür von Nöten, was bedeutet, dass Gebrauchtkäufer hier das Nachsehen haben können.
Zum anderen ist es erforderlich sich ein EA-(Origin)-Konto anzulegen, deren allgemeine Geschäftsbedingungen zu akzeptieren um letztlich durch diesen Sim-Tausch an Objekte zu gelangen, die eigentlich auch ohne derartige Dinge im Spiel zugänglich sein sollten. (Relativ Ähnlich verhält es sich auch mit der Tagebuch-Funktion aus Lebensfreude ... wobei die Objekte dort relativ entbehrlich waren.)

Das ist im Prinzip alles nicht wirklich dramatisch oder schlimm, aber doch ein wenig bedenklich. Letztendlich ist das irgendwo eine versteckte Form von Registrierungs-Anreiz der zwar keine wirklichen Entbehrungen fordert und immer noch freiwillig ist, dennoch einmal angesprochen werden und jedem bewusst sein sollte.

Zusammenfassend kann man sagen, dass Showtime eines der belangloseren Erweiterungspacks ist. Wer nicht unbedingt noch drei Traumkarrieren im Rampenlicht, oder sein Nachtleben um ein paar ordentliche Dinge erweitern möchte, der verpasst nicht wirklich viel.
Es kann unterhalten, aber nicht lang und nicht nachwirkend und wer 'Traumkarrieren' noch gar nicht hat, der ist hiermit womöglich ' je nach Geschmack auch besser bedient.

Allerdings ist die Lieblosigkeit, mit der man dieses Erweiterungspack fast schon zusammengeschludert hat, beispiellos - selbst für EAs SimsStudio.
Nach 'Lebensfreude' und 'Einfach Tierisch' hatte man schon den Eindruck gewonnen als hätte der Entwickler endlich einen Kurs gefunden bei dem man beinahe an das Niveau früherer Reihen anknüpfen kann, 'Showtime' ist der unverschämte Gegenbeweis. Möchte EA hier eine Art Umfangs-Limbo mit uns spielen und ausreizen wie tief sie die Reihe nach unten ziehen können?

Anstatt sich um Tiefe und Langzeitmotivation zu bemühen wird einfach das reingestopft, was eigentlich schon in 'Traumkarrieren' und 'Late Night' hätte enthalten sein können oder gar müssen. Hinzu kommen noch Community-Features die zwar keinem Schaden, deren Entwicklungsressourcen aber besser für richtige und bedeutende Inhalte verwendet worden wären.


Die Sims 3: Einfach tierisch (Add - On) - [PC/Mac]
Die Sims 3: Einfach tierisch (Add - On) - [PC/Mac]
Preis: EUR 28,99

133 von 138 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Neue Tiere, alte Laster ..., 20. Oktober 2011
= Spaßfaktor:4.0 von 5 Sternen 
Nach den drei ersten, eher durchwachsenen, Erweiterungen "Reiseabenteur", "Traumkarrieren" und "Late Night" sowie dem durchaus gelungenen "Lebensfreude", bereichert "Die Sims 3: Einfach tierisch" das Leben der Sims nun um die namensgebenden Tiere.

Neben allerlei Kleingetier wie Schlangen oder Vögel, halten nun auch Hunde, Katzen und Pferde Einzug in die virtuelle Familie. Erstere Gruppe fristet ihr Dasein meist im Käfig bzw. im Terrarium, während Letztere zu vollwertigen Familienmitgliedern werden.

Haustiere können entweder durch das Telefon bzw. auf dem Reitzentrum adoptiert oder, genau wie die Sims selbst, im "Erstelle einen Haushalt"-Modus erschaffen werden, hierbei dürften Wohl keine Wünsche offen bleiben, denn über Rassen, Gesichtsformen bis hin zu Fellmustern und Charaktermerkmalen kann sich die Vielfalt der Optionen hier wirklich sehen lassen.

Untermalt wird das ganze übrigens, sowie in den anderen Modi des Spiels, von einigen neuen Musikstücken die sehr passend für das Thema "Tiere" gewählt sind.

Sind die Tiere erstmal in ihrem neuen Zuhause angelangt, verändert sich die Atmosphäre im Haus spürbar. Hier wird nach essen gefordert, dort wird ein Sessel angekaut, irgendwas rennt andauernd durch das Haus und wo kommt das Loch im Garten her? Die Haustiere gehen ihren Bedürfnissen nach und sind hierzu auch das erste mal richtig steuerbar. Sie bereichern den Alltag vielleicht nicht unbedingt, jedoch verändern sie ihn spürbar.

Wer es daheim nicht mit dem neuen Mitbewohner aushält, kann beispielsweise die Leine nehmen und einen Spaziergang im Park machen. Wobei das absolute "Außer-Haus-Tier" wohl das Pferd sein dürfte. Von mir noch anfangs mißtrauisch als "dämlicher Erfüllung eines noch dämlicheren Mädchenwunsches" beäugt "schlechten Autoersatz ohne großartige Interaktionen" gefürchtet, belehrt mich EA hier eines Besseren. Die Pferde sind, für mich, das absolute Highlight und die wohl unterhaltsamste Neuerung dieser Erweiterung. Das Trainieren des eigenen und das zähmen wilder Pferde sind zwei Motivatoren sich näher mit diesen Tieren zu beschäftigen. Bald schon bewältigt das Ross Wasserhindernisse und hohe Sprossen auf dem Reiterhof während zeitgleich die Beziehung zum Reiter intensiviert wird. Als Fortbewegungsmittel sind die Pferde ordentlich Programmiert worden. Anders als die Kinderwagen aus "Lebensfreude" können Schrägen ohne Probleme betreten werden.

Obgleich ich hinsichtlich der Tiere und ihrer Umsetzung im Spiel bisher voll des Lobes war, schafft es das Spiel wieder nicht, ohne Schwächen im Konzept daher zu kommen - und diese sind altbekannt.

So gibt es zwar Pferderennen, diese finden aber - wie immer - hinter den verschlossenen Türen einer nicht-einsehbaren Halle statt. Hinzu kommt, dass beide Arten dieser Halle so groß sind, dass sich Spieler bestehender Nachbarschaften mit argen Platzproblemen konfrontiert sehen dürften. Vermutlich um genau dieses Problem zu kaschieren, ist im Spiel auch eine neue Nachbarschaft enthalten. Zusätzliche Nachbarschaften, die an bestehende angefügt werden können - so wie in "Die Sims 2: Open for Business", wären dennoch die bessere Lösung um den Spieler die Möglichkeit zu geben, in seiner Lieblingsnachbarschaft zu spielen ohne irgendwelche Features zu verpassen. Die Stadt ist dennoch sehr schön gemacht und wartet auch mit neuen Stadt-Gebäuden auf. Ich persönlich empfinde die neue Stadt eher als Verschwendung von Ressourcen, die anderweitig besser zum Einsatz gekommen wären, so hätten ein, zwei öffentliche Einrichtungen die sich mit den Tieren auseinandersetzen den Spielwert wohl eher erhöht als die 100. neue Nachbarschaft.

Neue Kleidung und Objekte gibt es natürlich aber auch. Neben Möbelstücken und Gegenständen zu den Themen Reiterhof und Spuk/Grusel können sich die Sims mit einer ordentlichen Anzahl neuer Kleidung einkleiden, dafür gibt es frisurentechnisch kaum etwas neues. Lediglich 2 Neue Frisuren erhalten weibliche Sims insgesamt. All diese Dinge sind wieder von der - gewohnt - guten Qualität.

Insgesamt ist "Die Sims 3: Einfach Tierisch" die erste Erweiterung die sich auf Augenhöhe mit den Erweiterungen der früheren Reihen bewegt. Die Pferde sind das absolute Highlight und was im Spiel umgesetzt wurde ist fast außschließlich gut gelungen - wobei es gerne noch ein wenig mehr hätte sein können. Wer sich bisher nicht lange für das Spiel begeistern konnte und meist nach den ersten Stunden des Erkundens die Lust verlor wird auch hier nicht lange beschäftigt sein, denn "Einfach Tierisch" wartet - außer den Tieren - kaum mit neuen Inhalten auf. Wer allerdings aus dem bloßen Vorhandensein gut umgesetzter Tiere mehrere Wochen oder Monate Spaß ziehen kann, der sollte getrost zugreifen.


Die Sims: Mittelalter - Piraten und Edelleute  [PC]
Die Sims: Mittelalter - Piraten und Edelleute [PC]
Wird angeboten von online-shop
Preis: EUR 16,99

88 von 98 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Teures Accessoires Pack ... mit neuer Questreihe., 1. September 2011
= Spaßfaktor:1.0 von 5 Sternen 
Das erste und bisher einzige Spin-Off zur erfolgreichen "Die Sims 3"-Reihe, "Die Sims Mittelalter", entpuppte sich letztendlich als eine recycelte Version von "Die Sims 3" mit leicht verbesserter Grafik, komplett neuem Design, deutlich weniger Möglichkeiten und einer Verlagerung des Spielschwerpunktes von einer freien, uneingeschränkten Lebenssimulation hin zu einem relativ repetitiven Rollenspiel welches vor allem aus Interaktionen und daraus resultierenden Textfeldern besteht.

Von Kritikern und Spielern gleichermaßen kontrovers diskutiert, wurden vor allem fehlende Langzeitmotivation, stark begrenzte Möglichkeiten zur Individualisierung der eigenen Welt und die Abwesenheit des typischen "Sims"-Gefühls besonders oft kritisiert.

Nun ist also das erste Erweiterungspack "Piraten und Edelleute" erschienen und man könnte nun hoffen, dass viele, einige oder zumindest ein Paar der Schwächen des Hauptspiels beseitigt wurden. Familienleben, Häuserbau, mehr Möglichkeiten um das Königreich selbst zu gestalten hätten den Spielwert des Hauptspiels drastisch erhöht und das Spiel in gänzlich neue Bahnen gelenkt.

Wer sich allerdings von diesem Erweiterungspack oder "Erlebnispack" - wie der Vertrieb es klugerweise genannt hat - irgendwelche Änderungen oder bahnbrechende Neuerungen erhofft, wird maßlos enttäuscht sein. Die Simsstudios haben stoisch und scheinbar ohne einen Blick auf das Feedback der Spielerschaft eine Erweiterung veröffentlicht, die alle Aspekte des Hauptspiels lediglich noch einmal aufwärmt.

Was also bekommt man denn nun mit "Piraten und Edelleute? Jede Charakterklasse wurde mit durchschnittlich ein bis zwei neuen Kleidungsstücken bedacht, abgesehen von dem Monarchen, der sich mit vier neuen Outfits schmücken kann. Zusätzlich dazu steht insgesamt noch eine knappe Hand voll neuer Frisuren für alle Charaktere zur Verfügung. Die wichtigsten Möbelstücke können nun jeweils als eine Piraten- als auch eine Händlergilden-Variante erworben werden und für den Feinschliff kann sich der Spieler letztlich noch einer kleinen Auswahl von thematisch abgestimmten Dekorationen wie Statuen, oder auch Wand- und Fußbodenbelägen bedienen.

Die Objekte sind von der üblichen, hohen Qualität und passen wunderbar in die vorhandene Spielwelt. Hinreißende Kleider - von denen mir ganz besonders jene Gefallen, die scheinbar dem venezianischen Maskenball nachempfunden worden sind - und Möbelstücke die von güldenem Prunk bis hin zu "piratischer" Rustikalität alles abdecken sind wahrlich die wertvollsten Neuheiten, die mit dieser Erweiterung hinzugefügt werden. Getrübt wird die Freude über die zahlreichen neuen Gegenstände allerdings durch den Umstand, dass das Spiel nach wie vor keine besonders geeignete Platform ist, um seiner Neigung für mittelalterliche Innenarchitektur zu fröhnen. Mal ganz davon abgesehen, dass es -durch die drastische Reduzierung der Bedürfnisse der Sims bedingt- auch keine spielerische Notwendigkeit gibt, die ganzen Gegenstände aufzustellen und zu benutzen.

Neben den allseits bekannten Objekten im neuen Gewand gibt es auch ein paar Gegenstände die mit neuer Spielmechanik aufwarten können. So kann man seine Mit-Sims auf den Befragungsstuhl schnallen und diese nach allen Regeln der Kunst mit allerlei Peinigungen oder Nettigkeiten zum Reden bringen kann.

Der zweite neue Gegenstand ist der Vogelkäfig, den man entweder mit einem Falken oder einem Papagei bestücken kann. Die tatsächliche Art und Weise wie der Vogel letztendlich im Spiel "existiert" ist relativ einfach, um nicht zu sagen: billig, gelöst. Auf der Stange selber kann man mit dem Vogel nicht interagieren, der Besitzer kann ihn lediglich zu sich rufen und kommt dann in eine Art "Vogel-auf-dem-Arm"-Modus bei dem er nur mit dem Vogel interagieren und ihm Befehle ala "Suche Schatz" oder "Greife an ..." geben kann. Der Vogel selbst bewegt sich auch nicht im Raum, vielmehr ist er eigentlich nur eine Animation die an der Stange oder einem Sim abgespielt wird, wird ihm ein neues Ziel gegeben, verlässt der die Stange ins nichts und erscheint wieder am Ziel.

Da man "Die Sims 3" und "Die Sims Mittelalter" eigentlich dahingehend entwickelt, dass man möglichst nur für ein Spiel etwas neues entwickelt und es dann im anderen Spiel einfach nochmal einbauen kann, vermute ich mal, dass Vögel im kommenden Erweiterungspack "Die Sims 3: Einfach tierisch" ähnlich oder wahrscheinlich sogar identisch funktionieren werden.

Die letzte nennenswerte Neuerung stellt das Schatzsuchen dar. Dieses kann nicht nur von Vögeln bestritten werden sondern natürlich auch von den Sims selbst der dann mit Gold belohnt wird. Das ganze ist natürlich ganz nett, kann aber nicht lange begeistern.

Neben all den zuvor genannten Neuheiten zeigt sich das eigentlich Spielprinzip unberührt von der Erweiterung. Es geht nach wie vor darum, im Königreich auf Geheiß von Textfeldern alles mögliche anzuklicken und darauf zu achten, dass Konzentration bzw. Hunger und Energie nicht zu sehr absinken um letztendlich neue Textfelder freizuschalten die einen wiederum auffordern irgendetwas neues anzuklicken. Es erfolgt weder eine Annäherung an das Sims-Spielprinzip noch wird das Gameplay mit anderen Neuerungen aufgewertet. Lediglich neue Quests und ein neues Bestreben inklusive Questreihe wird dem Spieler hier geboten. Die Questreihe als solches ist ganz nett gemacht und hat ein paar wen8ige, interessante Aspekte, allerdings hat sich der Spaß am Hauptspiel schon nach wenigen Tagen erschöpft und diese Erweiterung bemüht sich in keinster Weise etwas daran zu ändern. Während des Spielens erschien eine Textnachricht die mich beinahe glauben ließ, mein Spielcharakter würde womöglich jetzt Zugang zu einer neuen Welt bekommen, die neu aufgebaut werden müsste während der Konflikt zwischen den Piraten und den Edelleuten maßgeblich Einfluss auf diese neue Welt hätte. Welche Lobeshymnen hätte ich an dieser Stelle vor lauter Verblüffung ob so viel Innovation verfasst, hätte sich mein dummer, naiver Wunsch bewahrheitet. Aber dem war leider nicht so. Statt dessen ging alles seinen üblichen Gang und mein Spielcharakter kehrte vom (nicht einsehbaren) Meer zurück um die nächste Interaktion mit irgendetwas auszuführen.

Für das Geld erhält man hier eine akzeptable Anzahl neuer Gegenstände von sehr guter Qualität, etwa drei Objekte mit neuem Gameplay, welche das Spiel kaum bereichern und neue Aufgaben für das uninspirierte Questsystem des Hauptspiels. Im Prinzip bewegt sich dieses Pack auf dem Niveau von mehreren kleinen Download-Inhalten und ist eigentlich das Geld nicht wirklich wert. Wer dem Hauptspiel schon nichts abgewinnen konnte, der wird auch mit dieser Erweiterung keine Freude haben. Wer gerne nur die Kleidung und Objekte für Videos, Fotostorys oder zum einfachen Spielen haben möchte, der sollte darauf warten, dass dieses Spiel im Preis sinkt bzw. günstig angeboten wird - und wer tatsächlich bereits alle Bestreben des Hauptspiels mit grenzenlosem Enthusiasmus durchgespielt hat und es kaum erwarten kann sich in das neue Bestreben dieser Erweiterung zu stürzen, der wird sich wohl ohnehin nicht von dieser Rezension davon abhalten lassen.

Die schönen, neuen Gegenstände können die minimalen Neuerungen beim Gameplay und die neuen Quests nach altem Muster nicht rausreißen. Während des Spielens kann man sich einfach nicht des Eindrucks erwehren, dass dieses Spiel ohne Herz und möglichst sparsam entwickelt wurde.
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Dec 10, 2011 7:48 AM CET


Simpoints Card 1000 (Prepaid - Card) - [PC]
Simpoints Card 1000 (Prepaid - Card) - [PC]
Preis: EUR 6,99

52 von 58 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Gute Qualität ... aber um welchen Preis?, 7. Juni 2011
= Spaßfaktor:3.0 von 5 Sternen 
Soll dies nun die Zukunft der Spielebranche sein?

Waren die "Accessoires Packs", die während der Sims-2-Ära erschienen, bereits von einem Großteil der Spieler misstrauisch beäugt und hinsichtlich des Preis-Leistungs-Verhältnisses als "kritisch" eingestuft worden, so hat EA diese Form der Gewinnmaximierung schon längst generalüberholt.

Irgendwann, während der vergangenen Dekade, begann ein Publisher erste bezahlbare Download-Inhalte für seine Spiele anzubieten und trat so einen zweifelhaften Trend los.

EA hat diesen Trend des kostenpflichtigen "DLC" (herunterladbarer Inhalt) mit dem "Sims Store" auf einen traurigen Höhepunkt geführt.

Grundsätzlich ist die Idee, downloadbare Inhalte zu verkaufen nichts verwerfliches und schon gar nicht schlecht. Man erspart sich den langwierigen und kostenintensiveren Weg durch den "physischen" Vertrieb und kann so Inhalte in höherer Zahl und zeitlich flexibler veröffentlichen. So erscheinen momentan jeden Monat etwa 3 Sets mit Möbeln und Kleidern verschiedenster Art und Stilrichtung von offiziellen Entwicklern und in sehr guter Qualität. Ohne einen Store würde man nur halbjährlich sein Spiel mit "original"-Inhalten erweitern können.

Das Problem ist hierbei allerdings der Preis des ganzen. Von den 10€ die man für eine solche Punktekarte bezahlen würde, könnte man sich nur recht wenig schönes kaufen. Eine Karte um 10 Eur. das sind 10 Frisuren ... oder 10 Möbelstücke ... womöglich auch ein kleines Set mit 16 Objekten. ZUM VERGLEICH: Für 5 Eur. mehr erhält man bereits im Handel ein Accessoires Pack mit 40 Objekten. (20 Objekte weniger als zu "Sims-2-Zeiten") Für insgesamt 32 Eur. erhält man eine ganze Erweiterung mit vermutlich etwas um die 100 Objekte und neuen Spielmechaniken. Wer nun aber im Store 32€ hinlegte, der käme gerade mal auf die Objektanzahl eines "Accessoires Packs". Übrigens: Dass fast immer Punkte übrig bleiben, welche man ja nicht verfallen lasse möchte, sich deshalb weitere kauft um diese dann wieder nicht gänzlich verbrauchen zu können, ist im Übrigen ein gewollter Nebeneffekt bei nahezu allen Guthaben-Bezahlsystemen.

Ich hoffe, dieses Rechenbeispiel konnte verdeutlichen, wie realitätsfern die Preise sind, die dort von EA veranschlagt werden. Hinzu kommt noch, dass es sich hier um bloße Downloads handelt und somit keine Kosten für Pressung auf einen Datenträger, die Fertigung der Verpackung und den Vertrieb im Handel anfallen. Die einzigen wirklichen Kosten für EA liegen wahrscheinlich bei der Fertigung, dem Hosting der Daten und der Werbung ... man sollte lieber nicht darüber nachdenken, wie hoch die Gewinnspanne für EA hier ist.

Ein weiterer Aspekt, den ich als höchst bedenklich empfinde, ist die Zielgruppe der "Sims-Reihe", welche zu einem sehr großen Anteil aus Kindern besteht. Dass diese nun durch diverse Meldungen auf der Homepage, vor dem Starten des Spiels und (durch den Store-Modus) während des Spielens selbst dazu animiert werden, sich die überteuerten Objekte aus dem Store zu kaufen, ist schlichtweg verantwortungslos gegenüber einem sehr jungen und unerfahrenem Zielpublikum. Durch die Bezahlmöglichkeiten wie diese Points-Karte hier oder neuerdings auch über das Handy, stellen Eltern prinzipiell keine Hürde mehr dar.

Prinzipiell ist der Store also nichts schlechtes und wäre eine wundervolle Möglichkeit sein Spiel mit offiziellen Inhalten zu erweitern, jedoch ist er nach wie vor zu teuer - und dabei ist kein "ich bin zu arm und möchte grundsätzlich alles geschenkt haben-zu-teuer" sondern ein "die preise sind einfach so lächerlich hoch, dass es schon fast strafbar sein müsste-zu-teuer".

Wer dennoch trotz meiner Rezension im Store einkaufen möchte, der sollte sich gleich etwa 76 dieser Karten ordern. Denn das entspricht etwa dem momentanen Preis für alle Objekte im Store.


Die Sims 3: Lebensfreude (Add - On) - [PC/Mac]
Die Sims 3: Lebensfreude (Add - On) - [PC/Mac]
Preis: EUR 28,99

147 von 156 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Die womöglich wichtigste Erweiterung ... aber trotzdem zu wenig?, 3. Juni 2011
= Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen 
Die 4. Erweiterung "Die Sims 3: Lebensfreude" erweitert das Leben der Sims in all seinen Altersstufen um diverse neue Funktionen. Neue Spielzeuge, Baumhäuser, Hochzeitsbögen, Videokameras oder auch Gehstöcke bereichern nun das Leben der Sims. Zusätzliche Interaktionen und Spielelemente wie die verbesserten Hochzeiten oder die Streiche der Kinder machen das Leben der Sims noch aufregender.

Nach meinem ganz persönlichen Ermessen ist "Die Sims 3: Lebensfreude" das wichtigste und elementarste Erweiterungspack für "Die Sims 3" und stellt somit die perfekte Ergänzung zum Hauptspiel dar. Während "Reiseabenteuer" oder "Traumkarrieren" um jeden Preis neuartig und innovativ daherkommen wollten und genau dies ihre große Schwäche ausmacht, ist "Lebensfreude" eher eine Rückbesinnung auf das, was die Sims so aufregend macht: Alltag, Lebenssimulation und Familie. Daher sollte man beachten, dass "Lebensfreude" eher eine "Verbesserungs-" und weniger eine "Neuerungserweiterung" ist.

Besonders interessant werden somit nun Kinder und Jugendliche durch die neuen Facetten und Möglichkeiten, die sie mit "Lebensfreude" erhalten haben. Waren sie bisher eher langweilig, macht es nun richtig Spaß, sein Kleinkind in einen der neuen Kinderwagen zu setzen und mit ihm in den Park zu gehen. Neue Spielmöglichkeiten mit wunderschönen Animationen machen aus einer derartig alltäglichen Sache ein unterhaltsames Spektakel.

Man könnte sagen, dass "Die Sims 3: Lebensfreude" wirklich nur schöne Dinge in das Spiel bringt. Allerdings ist irgendwie es zu wenig. Denn auch wenn die kleinen Verbesserungen des Spiels zahlreich und sinnvoll sind, so fehlt doch etwas Besonderes oder Erstaunliches. So bedient man sich bei den Internaten und den Schulvereinen wieder einmal nur der Rabbit Holes (nicht einsehbare Grünstücke/Ebenen) anstatt hier unterhaltsame Spielinhalte zu schaffen. Ich hätte mich auch sehr über eine neue Form von Gemeinschafts-Grundstück gefreut, ein Jahrmarkt, beispielsweise, wie aus "Die Sims: Hokus Pokus" wäre mit Knapp 10 weiteren Objekten durchaus machbar, unheimlich aufregend und passend gewesen. Zwar muss man hier fairerweise sagen, dass "Lebensfreude" durchaus mit einigen neuen Objekten aufwartet, die sich hervorragend für einen Spielplatz oder Familiengarten eignen, diese aber im Grunde auch nichts neues sind. Es ist allgemein offensichtlich, dass Die-Sims-3-Reihe von Electronic Arts "auf Sparflamme gekocht wird". So beinhalten die Accessoires Packs etwa 20 Objekte weniger als noch zu Zeiten von "Die Sims 2", kosten aber immer noch genauso viel - und auch "Lebensfreude" bleibt von dieser Firmenpolitik nicht verschont.

Dies macht sich auch in der Beseitigung von Fehlern bemerkbar, die nur in einem geringen, oberflächigen Maße erfolgt ist. Zwar ist "Lebensfreude" als solches recht stabil, dennoch wurden einige schwerwiegende Spielfehler bislang immer noch nicht behoben, die insbesondere bei lang gespielten Nachbarschaften große Probleme bereiten können. Offensichtlich ist man durchaus imstande, halbjährlich eine Erweiterung und ein Accessoires Pack sowie monatlich neue Sets für den teuren Online-Store zu veröffentlichen, vermag es aber nicht, eine nachhaltige Qualitätskontrolle zu gewährleisten. Dieser Umstand ist sehr bedauerlich.

Abschließend kann man "Die Sims 3: Lebensfreude" als ein gutes und wichtiges Spiel der Reihe bewerten, welches allerdings, vermutlich aufgrund von verbesserungswürdigen Produktionsumständen, ungenutztes Potential besitzt und seine großen Vorzüge erst während des Spielens entfaltet.
Kommentar Kommentare (5) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Aug 8, 2011 9:54 AM MEST


Die Sims: Mittelalter [PC/MAC]
Die Sims: Mittelalter [PC/MAC]
Wird angeboten von Gameland GmbH
Preis: EUR 9,00

187 von 203 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Verschenktes Potential ... kein Spiel für's Leben., 26. März 2011
= Spaßfaktor:3.0 von 5 Sternen 
Nachdem die Community nun also drei Generationen beharrlich nach einem, hinsichtlich des Hauptspiels so unpassendem, Thema wie dem Mittelalter verlangt hat, wurde diesem Wunsch folge geleistet.

In "Die Sims" Mittelalter kommen nun zum ersten Mal Genre-Einflüsse zusammen zum Einsatz, die bereits immer mal wieder in den einzelnen Sims-Spielen, seit der zweiten Generation, vertreten waren.
Immer wieder konnten die Sims im Laufe ihres Lebens rollenspielartige Fähigkeiten erwerben, die von einfachen Statuswerten bis hin zu besonderen Aktionen reichten mit denen sich das Leben vielseitiger gestalten ließ.

Waren sie in "Die Sims 2" bereits ganz leicht vertreten, hielten in "Die Sims 3 - Reiseabenteuer" zum ersten Mal auch richtige Quests Einzug in die Spielwelt der Sims.

"Die Sims Mittelalter" verbindet bringt nun erstmalig viele verschiedene Genres zusammen. Strategie, Rollenspiel und Lebenssimulation. Jeder einzelne Aspekt für sich ist allerdings unglaublich anspruchslos und einfach gehalten. Es gibt keinen ernstzunehmenden Strategiepart, es gibt keinen ernstzunehmenden Rollenspielpart und nicht einmal eine vernünftige Lebenssimulation wird man in diesem Spiel vorfinden.

Es hätte so viele Möglichkeiten gegeben, aus diesem Spiel ein wahres Meisterwerk zu machen. Am guten Produktdesign, der stimmigen Musik und Thomas Fritsch, der das Intro spricht, scheitert es nicht. Auch nicht an den Details und Anspielungen auf das Mittelalter, die hier und dort recht schön umgesetzt wurden. Sogar die Texte enthalten so manchen verborgenen Scherz und sind ebenfalls größtenteils ganz unterhaltsam.

Vielmehr ist es diese Unüberlegtheit in jedem anderen Bestandteil dieses Spiels. Man verbringt den Großteil des Spiels damit, hierhin zu gehen, dies zu holen, mit dieser Person zu reden und diese Interaktion mit diesem Ort auszuführen und ab und an mal eine Sache herstellen. Dabei muss man darauf achten, dass die Bedürfnisse Hunger und Energie sowie die Stimmung des Sims im grünen Bereich liegen. Das ist das Spielprinzip.

Belohnt wird man mit neuen Aufgaben, tollen Textfeldern und ab und an einer, mehr oder weniger, brauchbaren Belohnung. Ferner erhält man noch Punkte um neue Gebäude zu bauen, diese widerrum neue "Helden-klassen" freischalten mit denen man widerrum neue oder die gleichen Quests erfüllen kann.

Positiv hervorzuheben ist, dass die Helden sich wirklich gut voneinander unterscheiden und die Quests mit verschiedenen "Ansätzen" gelöst werden können.

Allerdings hat man schnell sein Königreich ausgebaut und das eigentlich Ende des Spiels erreicht. Nun kann man sich überlegen mit einem liebgewonnenen Charakter ein neues Reich zu erschaffen und das ganze nochmal von vorne durchzumachen oder erstmalig auch, ohne den Druck eine Quest erfüllen zu müssen, einfach so in seiner Nachbarschaft spielen kann. Allerdings gibt es da nicht viel zu spielen. Ehepartner und Kinder können zwar noch angeworben bzw. gezeugt werden, sind allerdings nicht steuerbar und nicht mehr als Zierwerk. Gebaut wird auch nicht, nicht einmal eine kleine Dorfhütte. Man kann ein wenig einrichten ... aber irgendwo fehlt einem die Motivation dazu, da es keinen Sinn hat, sein Königreich weiter zu spielen wenn man dieses ohnehin ausgebaut hat und schon ein neues ruft.

Damit ist der Unterhaltungswert dieses Spieles schon relativ schnell erschöpft.

Viele der Bestandteile, die den Erfolg der Sims-Spiele ausmachen wurden einfach vernachlässigt und belanglos gemacht. Familie, Freunde, Kreativität und Selbstverwirklichung können in diesem Spiel kaum, mit viel gutem Willen oder viel Naivität überzeugen.

Was nützen mir zig verschiedene Zauber oder eine interessant umgesetzte Schmiedekunst, wenn ich mich in einer primitiven Spielwelt, ohne richtige Familie, ohne Altern und generell ohne einen besonderen Anreiz zu spielen, bewege und auf der anderen Seite nützen mir diese Dinge auch recht wenig, wenn ich vor lauter Quest-Druck nichts anderes Machen kann, als aufzupassen, dass die Quest-Leistungsbewertung sich nicht verschlechtert.

"Die Sims Mittelalter" ist ein Spiel, dem ich unrecht tun würde, würde ich es schlecht nennen. Doch wäre es auch vermessen, es als gut einzustufen. Es stecken viele gute Ideen in diesem Spiel, von denen die meisten leider nicht weit genug gedacht wurden und es wurde viel Potential verschenkt. Es wäre besser gewesen sich die Frage zu stellen, "Wie machen wir ein Sims-Spiel, mit dem Thema Mittelalter?" anstatt, "Wie machen wir ein Mittelalter-Spiel, das wie ein Sims-Spiel aussieht?" ...

... es bleibt lediglich zu hoffen, dass womöglich Add-Ons das Spielgeschehen auch längerfristig unterhaltsam machen, denn so reicht es für kaum mehr als ein paar Tage.
Kommentar Kommentare (12) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Sep 5, 2011 9:55 PM MEST


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