|
|
Beiträge von Stefan Schropp
Top-Rezensenten Rang: 1.642.354
Hilfreiche Bewertungen: 345
|
|
Richtlinien: Erfahren Sie mehr über die Regeln für "Meine Seite@Amazon.de".
|
Rezensionen verfasst von Stefan Schropp "quichotte" (Regensburg)
|
|
|
|
|
|
|
14 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen
Wichtige These, leider allzu polemisch und sprachlich ermüdend, 10. September 2007
Dieses Buch ist ein wichtiges Buch, denn es thematisiert das oft bequeme "Weiterleben" der SED-Kader im heutigen Deutschland und weist auf zuweilen unerklärliche juristische Milde gegenüber DDR-Tätern hin: alles Fakten und Zusammenhänge, die für das politische Leben im heutigen Deutschland unterschätzt werden und in der öffentlichen Diskussion viel zu wenig vorkommen. Gerade deshalb ist es aber umso ärgerlicher, dass Knabe diese wichtigen Thesen und Fakten in durchgehend polemischen Ton präsentiert und dabei auch immer wieder über das Ziel hinaus schießt: so ärgerlich manche Gerichtsurteile sind, so extrem wirkt seine Kritik an jeglicher "Milde", auch wenn diese durch Rechtsstaatsgrundsätze wie das Rückwirkungsverbot und das Prinzip der Gleichbehandlung verlangt wird. Es kann einem schon der Hut hoch gehen, wenn DDR-Unrecht wenig gesühnt wird, gleichzeitig aber müssen auch gegenüber diesen Taten rechtsstaatliche Grundsätze unbedingt angewendet werden - bei Knabe hat man hingegen manchmal den Eindruck, er würde die Täter der DDR-Führung am liebsten selbst bei Wasser und Brot schmachten sehen; so verständlich das sein mag, trägt es nur wenig zu einer abgewogenen und objektiven Beurteilung bei, die ich mir von einem Historiker wünsche. Meist daneben sind auch Knabes zuweilen bemühte Parallelen zur NS-Vergangenheitsbewältigung, die er ohne jede tiefere Kenntnis (und ohne Erkenntnisgewinn) heranzieht. Schade dass dieses Buch das Thema nicht tief analysiert, sondern eher, wie ein schlechter SPIEGEL-Artikel, nur Argumente für die eigene These zusammensucht und dies empört zusammenstellt. Knabes faktenreiches Werk krankt leider auch an vielen monotonen Aufzählungen und einer wenig fesselnden Sprache, die einem trotz der spannenden Thematik das Lesen nicht imme leicht machen. Fazit: Wichtige Thesen, leider sprachlich schlecht und unnötig polemisch präsentiert.
|
|
|
|
|
|
|
|
|
19 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen
Formschöner und akustisch hervorragender Radiowecker, 14. April 2006
Die Firma Tivoli hat bei diesem Modell das bekannte "Model One" Radio mit einem Wecker kombiniert. Das Radio selbst besticht - obwohl nur mono - durch eine ausgezeichnete, satte Klangqualität, die seinesgleichen sucht. Das Kirchholzgehäuse ist außerordentlich formschön. Das Gerät läßt sich zudem um einen zweiten Lautsprecher zu stereo erweitern (auch um einen zweiten Lautsprecher inkl. Wecker) oder in eine Tivoli-Hifi-Anlage integrieren. Insofern läßt sich dieses Modell auch gut kombinieren. Der Wecker läuft absolut ruhig (keine Tickgeräusche) und ist nachts sehr unauffällig, aber effektiv beleuchtet: ein kühles blaues Licht macht die Uhrzeit auch im Dunklen ablesbar ohne aber durch zu grelles Licht zu stören. Wecken ist durch sowohl durch das Radio als auch durch typisches Weckerpiepsen möglich. Einzige Kritikpunkte: der Wecker läßt sich nur in eine Richtung verstellen: der stabile Stahlring muss stets zurückgedreht werden, wenn man die Uhrzeit verstellen will - will man also in 10 Minuten nochmal geweckt werden, muss man den Ring fast einmal herumdrehen. Ein minutengenaues Wecken ist ebenso nicht möglich - dazu ist die Skala des Weckrings nicht präzise genug. Leider ist es bei diesem Radio außerdem nicht möglich, gleichzeitig Radio zu hören und den Wecker einzuschalten. Von diesen kleinen Fehlern abgesehen, handelt es sich bei dem Tivoli Model Three aber um einen Radiowecker de luxe mit dem besonderen Etwas und einem Radio, das vom Klang her seinesgleichen sucht: absolut empfehlenswert - ich habe den Wecker nun schon seit drei Jahren und bin weiterhin von ihm überzeugt!
|
|
|
|
|
|
|
|
|
1 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Lustige Lausbub-Geschichten à la Polt, 2. Januar 2005
Es ist nur ein schmaler Band von 100 großzügig gesetzten Textseiten, den Gerhard Polt da zu Papier gebracht hat - aber die haben es in sich! Bei der sehr unterhaltsamen Lektüre der kleinen Geschichten rund um Polts Kindheit und Jugend erweist sich der Erzähler als echter Lausbub und Versicherungsschreck, der damals offenbar kaum einen Streich ausgelassen hat und nun höchst kurzweilig davon berichtet. Das ist manchmal fast schon ein bißchen eklig (wenn zum Beispiel Säugling durch landestypische Kriech-Fauna zum Schweigen gebracht werden oder oder Hundekot vor Hautür abgefackelt wird), immer aber höchst amüsant und in der typischen ungestelzten, schön direkten Polt'schen Sprache geschrieben. Sehr lesenswert!
|
|
|
|
|
|
|
|
|
8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen
Leider völlig veraltet..., 14. Februar 2004
Wer eine aktuelles wissenschaftliches Nachschlagewerk zur Herkunft englischer Wörter erwartet (so wie ich dies tat), wird von diesem Buch enttäuscht sein, denn es handelt sich um einen billigen, unveränderten und unkommentierten Reprint einer Ausgabe von 1882. Insofern sind viele Einträge schlicht zu kurz, überholt oder so nicht mehr haltbar und so manches heutige Wort wird man darüber hinaus vergeblich suchen. Insofern ist diese Ausgabe nur äußerst begrenzt als etymologisches Wörterbuch verwendbar. Wer hingegen einen Einblick in die Geschichte der Sprachwissenschaft, insbesondere der Etymologie tun will, kommt sicher eher auf seine Kosten. Alles in allem also ein Buch für historisch interessierte Sprachwissenschaftler - wer den Ursprung englischer Wörter zuverlässig nachspüren soll, ist mit aktuelleren Ausgaben sicherlich weit besser bedient.
|
|
|
|
|
|
|
|
|
5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen
Grandiose Bilder, schlechte Texte, 27. Dezember 2003
Der freie Fotograf Herbert Stolz veröffentlicht in diesem Band gut 100 Luftbilder von Regensburg aus den jahren 2000-2003. Nach detaillierter Ablichtung der Altstadt mit Schuss und Gegenschuss in vielen Bildern widmet er sich in diesem Rundflug in Buchform auch den anderen Stadtteilen ausführlich; zudem gibt es einige Aufnahmen des Hochwassers im August 2002 sowie zu Zeiten des Fests der Bayern (Juli 2000). So sind viele Aufnahmen entstanden, die auch den eingefleischten Regensburger staunen lassen: die Vogel-Perspektive läßt fast bei jedem der Bilder neue Aus- und Ansichten sich entwickeln, man entdeckt immer wieder hoch interessante Details und ist fasziniert vom ungewohnten Blick auf das Gewohnte. Zum Genuss trägt neben der guten Ausstattung des Buches auch die nahezu immer hervorragende Bildqualität bei (bei vielleicht zwei kleineren Ausnahmen). Umso ärgerlich sind die Begleittexte zu diesem Bildband: statt Orientierung rufen sie häufig nur Verwirrung hervor; allzu oft wird unmotiviert Belangloses dargestellt statt Wesentliches erklärt. Außerdem finden sich auch immer wieder sachliche Fehler und Widersprüche in diesen schlecht recherchierten Begleittexten, die wirken als seien sie eilends zusammengeschustert worden. Da bei einem Bildband aber im Endeffekt die Bilder das Entscheidende sind, kann man das "Durchschauen" dieses Bandes nur wärmestens empfehlen.
|
|
|
|
|
|
|
|
|
4 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen
Öde Nabelschau und leere Sprachspielerei, 27. Dezember 2003
Bei der Lektüre der ersten Seiten noch im Laden fand ich dieses schmale Werk so bezaubernd, dass ich es sogleich erwarb: in ironischer, frischer, spielerisch leichter Sprache schildert ein Flaneur seinen Alltag, gewürzt mit allerlei Selbstzweifeln und Existenzangst, denn da spricht ein "Unbehauster". Solch ein unterhaltsamer Anfang macht Appetit auf mehr, doch da wurde ich sehr enttäuscht: eine "Geschichte", ein Erzählfaden im klassischen Sinn ist nur ansatzweise erkennbar (und leider fast inhaltsleer), die eingangs genannten Muster der Schilderung von Alltagsbeobachtungen in ironischer Sprache plus ständiger zerknirschter Selbstreflektion des Erzählers macht letztlich den gesamten Roman aus. So werden bald die immer gleichen Gedanken des Erzählers zur lächerlichen (und bald öden) Pose; das so schöne Anfangs-Konzept läuft sich tot und bei der Lektüre kehrt die gepflegte Langeweile eines verregneten Novembernachmittags ein. Mir persönlich ist das für einen Roman zu wenig; die hervorragende Alltagsskizze trägt nicht auf 175 Seiten, sondern langweilt bald, da der Erzähler im Endeffekt (mir persönlich zumindest) nichts zu erzählen hat.
|
|
|
|
|
|
|
|
|
24 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen
Hervorragendes Abbild über den gegenwärtigenZustand der Welt, 20. Juni 2003
Der "Atlas der Globalisierung" hält sogar mehr als sein Titel verspricht: mit Hilfe anschaulicher Karten und Diagramme zeichnet er ein höchst aktuelles und umfassendes Bild der Welt in ihren verschiedensten Zusammenhängen. Die sehr gut aufbereiteten Karten sagen oft weit mehr als wortreiche Artikel und Berichte. Thematisch wird auf den 192 Seiten im DIN-A-4 Format dabei ein weiter Bogen gespannt: die aussagekräftigen Diagramme und Karten reichen von den weltweiten Ressourcen und deren Verteilung über globale Finanz- und Warenströme, Verstädterung, Gesundheit, ökologische Probleme und Zusammenhänge, dem Zustand von Justiz und Demokratie bis hin zu Rassismus und Konflikten weltweit (um eine nur unvollständige Liste anzuführen). Globale Sachverhalte werden hierbei oft auch zusätzlich an regionalen Beispiele illustriert. Im ersten Teil des Buches stehen hierbei globale Zusammenhänge im Mittelpunkt, während der zweite Teil die einzelnen Gebiete der Welt genauer untersucht so dass die Charakteristika aller Weltregionen nochmals eingehender beleuchtet werden. Wichtig und positiv hervorzuheben ist, dass das den Karten und Schaubildern zugrunde liegende Datenmaterial stets sehr aktuell ist und die Quelle stets angegeben werden. Kundige Hintergrundartikel weisen auf weitere Zusammenhänge hin, bewerten die dargestellten Sachverhalte und ordnen sie ein; dem Interessierten werden zudem stets weiterführende Internetadressen genannt, auf denen man zu den jeweiligen Themen tiefer gehende Informationen erhalten kann. Der erfreulich aktuelle Atlas wurde von einer Vielzahl renommierter Autoren erstellt, was allerdings auch den (verschmerzbaren) Nachteil mit sich zieht, dass sich zuweilen manche Informationen wiederholen. Der sehr guten Übersetzung der Hintergrundberichte (der Atlas ist ursprünglich in Frankreich erschienen) stehen - als einziger Kritikpunkt - zuweilen ungenaue Untertitel bzw. Beschreibungen mancher Statistken oder Karten entgegen: manchmal sind diese Legenden unpräzise bis irreführend oder nur wenig erhellend. Das tut dem Gesamtergebnis aber keinen Abbruch: Wer sich über den Zustand unserer Welt und dem was "dahintersteckt", übersichtlich und aussagekräftig informieren will, hat mit dem "Atlas der Globalisierung" ein im Wortsinne preiswerten Trumpf in der Hand.
|
|
|
|
|
|
|
|
|
18 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen
Schönes Accessoire, das man nicht wirklich braucht ;-), 18. Juni 2003
Der formschöne Saeco Decochok Schokostreuer besteht aus drei Kunststoffteilen: Deckel, Kakaobehälter und Teller. Die Funktion beruht auf einer einfachen Mechanik: Am silberfarbenen Deckel mit Saeco-Design sind innen kreuzförmig längliche Plastikplättchen fixiert. Der Deckel wird mitsamt diesen "Schaufeln" in dem konischen Kakaobehälter gedreht, worauf der Kakao unten durch die herzförmige Öffnung austritt - so kann man jeden Cappuccino mit einer herzförmigen "Kakaomarke" versehen: oben drehen, unten kommt die Herzform heraus. Wer es gerne etwas mehr Kakao mag, dreht einfach länger und erzeugt so ein "dickeres" Herz. Der Streuer wird zudem mit einem (allerdings etwas mickrig wirkenden) Plastikteller geliefert, auf dem man das Gerät abstellen kann (da die Öffnung sich unten befindet und sich sonst an der Abstellfläche Kakaospuren bilden). Neben der Kritik an dem ästhetisch nicht optimalen Teller ist darübwer hinaus zu bedauern, dass der silberfarbene Deckel auf dem Foto Metalldesign leider nur "antäsucht", tatsächlich aber aus Kunststoff besteht. Insgesamt ist der Saeco Schokostreuer aber dennoch ein attraktives Accesoire, das man zwar sicherlich nicht unbedingt braucht, welches aber für Liebhaber oder als Geschenk eine nette Ergänzung darstellt.
|
|
|
|
|
|
|
|
|
24 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen
Politisch gut analysiert, wirtschaftlich etwas abstrus, 15. Juni 2003
In seinem mittlerweile international zum Beststeller avancierten Buch versucht Todd nachzuweisen, dass sich die einzige Supermacht USA wirtschaftlich, militärisch und politisch im Niedergang befindet und ihre derzeitige aggressive Außenpolitik nur mehr oder weniger „Nottriebe" des insgesamt kranken Systems der USA sind. Bei der Beschreibung des politischen Niedergangs wirkt Todd durchaus überzeugend: er weist anhand empirischer Daten nach, dass die weltweit steigende Alphabetisierung mit einem Rückgang der Geburtenrate einhergeht und dieser Prozess der Modernisierung meist mit heftigen Übergangskrisen einhergeht - derzeit sind davon zum Beispiel Länder wie Saudi-Arabien oder Pakistan betroffen, so dass auch die Rede vom „weltweiten Terrorismus" größtenteils als eine solche Übergangskrise - und somit als „Mythos" - bezeichnet werden kann. Nach dem Zusammenbruch des Kommunismus ist zudem weltweit ein Tendenz zu einer immer größeren Anzahl liberaler Demokratien festzustellen, so dass insgesamt die USA ihrer Funktion als „Schutzmacht der Demokratien" verlustig gegangen ist. Zudem scheint die von Todd vertretene These, dass das außenpolitische Abenteurertum Amerikas Europa und Rußland politisch enger zusammenrücken lassen wird, ebenso stichhaltig und logisch wie die Schlußfolgerung, dass mit einer solchen engeren Kooperation ein Machtverlust für die USA verbunden sein wird. Todds These, dass die KOnzentzration der Außenpolitik auf die ziemlich wirr zusammengezimmerte "Achse des Bösen" nur ein Abvlenkungsmanöver von Amerikas politischer Schwäche sei, kann vor dem Hintergrund dieser Argumentation folgerichtig wirken. Weit weniger gelungen ist Todds Analyse des angeblichen wirtschaftlichen Niedergangs der USA: hier ist sein zentrales Argument die negative Handelsbilanz der Vereinigten Staaten. Hierbei übersieht er jedoch völlig dass gerade in einer globalisierten Welt des Freihandels aufgrund der weltweiten Vernetzung der Handels- und Finanzströme ein derart fixierter Blick auf die nationale Handelsbilanz weitgehend irrelevant geworden ist. Starke Wirtschaftssysteme können sich derartige „ständige Kredite von außen" durchaus leisten. Insofern steht Todds Argument leider auf töneren Füßen. Ebenso unausgegoren wirkt Todds Beschreibung der miltiärischen Machtlosigkeit der USA. Er argumentiert, dass die USA nur schwache Staaten angreifen würden, da sie zu einem verlustreichen Bodenkrieg weder bereit noch in der Lage wären. Hierbei ignoriert er, dass alle anderen Staaten der Welt derzeit und wohl auch mittel- bis langfristig meilenweit davon entfernt sind, selbst ein militärisch vergleichsweise risikoloses Unternehmen wie den Irak-Krieg durchführen zu können. An der militärisch (über)großen Macht der USA kann - insbesondere aufgrund der diesbezüglichen enormen Schwäche Europas und auch Rußlands - kein Zweifel sein. Todds Buch ist immer dort überzeugend, wo er seine Thesen mit passenden empirischen Daten belegt, was allerdings nur am Anfang seines Werkes überzeugend geschieht. In späteren Kapiteln häufen sich eher an den Haaren herbei gezogene Thesen, die ohne Beleg in die Welt gesetzt werden. Zwar ist dies methodisch durchaus kein Beinbruch, da Todd ja einen Essay und kein streng wissenschaftliches Werk verfasst hat (wie es auch im französischen Originaltitel zum Ausdruck kommt, der so leider nicht in den deutschen Titel uübersetzt worden ist), dennoch stören allzu weit hergeholte Thesen wie die, dass die islamische Welt sich im Zustand horrender Angst vor dem amerikanischen Feminismus befindet oder seine Behauptung, Deutschland bringe den USA aufgrund der Bombenangriffe im 2. Weltkrieg Bewunderung wegen der dort bewiesenen militärischen Stärke entgegen (um nur zwei von unzähligen Beispielen zu nennen). Gleichzeitig gelingen ihm zuweilen auch stark vereinfachte, aber lesenswerte und stimmige Vergleiche wie z.B. die der derzeitigen Situation der USA mit den antiken Weltreichen von Griechen und Römern. Insgesamt sind insbesondere die ersten beiden Kapitel des Buches üder den politischen Niedergang lesenswert und erkenntnisfördernd, während das Buch anschließend argumentativ stark abfällt und bedauerlicherweise sehr ins feuilleutonistisch Spekulative abgleitet, oft ohne dabei überzeugen zu können. Bei der größtenteils soliden Übersetzung stören außerdem gelegentliche sprachliche Unsicherheiten und die Tatsache, dass der Text erstaunlicherweise nach alter Rechtschreibung gesetzt wurde.
|
|
|
|
|
|
|
|
|
26 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen
Sehr guter Espresso - aber wie lange?, 11. April 2003
Die Jura-Subito bietet zweifellos ein sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis: für einen moderaten Preis wird einem sowohl ein tatsächlich sehr guter Espresso als auch eine komfortable Halbautomatik geboten. Das Gerät kommt nämlich ohne Siebträger aus: zwar können (wie bei Siebträgern) nicht mehr als zwei Tassen pro Brühvorgang zubereitet werden, dafür muss aber kein Siebträger jedes Mal ausgeleert und gespült werden: der Trester landet sauber in einem dafür vorgesehenen Behälter, der viele Brühvorgänge lang benutzt werden kann, bevor er entleert werden muss. Ein ansprechendes Design und das zurecht gute Abschneiden in Tests sprechen für die Attraktivität des Gerätes. Leider hat die Jura allerdings offenbar einen entscheidenden Nachteil: wie ich feststellen musste, hat das Gerät keine besonders lange Lebensdauer: selbst bei völlig richtigem und nicht zu häufigem Gebrauch gehen viele Maschinen nach 2-3 Jahren mit Totalschaden ihren Geist auf (was offenbar kein Einzelfall ist: ich kenne viele ähnliche Fälle und auch diverse Internetforen bestätigen dieses Bild). Fazit: wer ein gutes, preisgünstiges Gerät sucht und nicht erwartet, dass es länger als 2-3 Jahre halten sein, ist bei der Jura genau richtig - ansonsten bleiben einem in dieser Preisklasse wohl doch nur die etwas bedienungsunfreundlicheren Siebträgergeräte.
|
|
|