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MirAclE (ZDF, LK Fürth)

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No Matter What They Say (Feat. Samu Haber)
No Matter What They Say (Feat. Samu Haber)
Preis: EUR 7,99

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen No matter what they say...go your own way, 30. September 2012
Bisher war das Urban-Pop-Trio Follow Your Instinct nur Insidern der Black Music Szene ein Begriff, doch das dürfte sich nun spätestens jetzt schlagartig geändert haben. Die Crew bestehend aus Addis (ehemals Raptile u. a. bekannt durch sein erfolgreiches Album "Classic Material" und Zusammenarbeit mit Größen wie Trey Songz oder Xzibit), Lionezz (erregte Aufsehen als einzige europäische Teilnehmerin in der 2008 ausgestrahlten VH1 Serie Miss Rap Supreme sowie durch Auftritten mit u. a. Busta Rhyme oder Outkast)und Viper (arbeitete bereits mit einigen namhaften Produzenten zusammen)konnte im Jahre 2010 in den USA mit ihrer ersten Single "Disco" gleich einmal die amerikanischen Single-Charts aufmischen. Zurück über den "Großen Teich" wollte das Trio natürlich auch in Europa ein Ausrufezeichen setzen und dies tun sie nun mit ihrer neuen Single "No matter what they say". Für die Produktion des Songs hat man niemand geringeres als Starproduzent Just Blaze an die Regler geholt, der bekanntlich auch schon für Künstler wie Jay Z, Eminem, Usher oder Mariah Carey Hits geschmiedet hat. Für den Refrain wurde Sunrise Avenue Sänger Samu Haber in Beschlag genommen und auch für den Vertrieb in verschiedenen Regionen konnte man mit den zwei Major Labels EMI und Universal einen der besten Fänge überhaupt machen. Somit durften die Vorzeichen für einen wahrhaftigen Megahit geebnet sein.

Die Single "No matter what they say" ist in drei verschiedenen Varianten erschienen:
- Audio CD Release (3 Tracks)
- Amazon Digital Download mit einem exklusiven FlowNFlava Dubstep Remix + Instrumentals (6 Tracks)
- iTunes Digital Download mit einem exklusiven Dave Ramone VS 5Star Deejays Remix + Instrumentals (6 Tracks + Musikvideo).

Nun einmal ein kurzer Einblick in die Single sowie den verschiedenen Remixen:
- No matter what they say (Album Version): Nach Just Blaze's typischen Anfangsmarkenzeichen kracht ein genialer, treibender Beat auf den Hörer ein, der durch tolle Melodien veredelt wird. Addis legt einen grandiosen ersten Part auf die Matte, bevor dann Lionezz mit einer tollen und zugleich nachdenklicher Strophe aufwartet und anders als erwartet nicht rappt, sondern ihre gesanglichen Fähigkeiten unter Beweis stellt. Viper verleiht dem ganzen in der 3. Strophe mit seinem Akzent das gewisse Etwas und über das Sahnehäubchen des Tracks in Form von Samu Haber im Refrain mit seiner traumhaften, warmherzigen Stimme braucht man kaum viele Worte verlieren - Ohrwurmfaktor hoch 10.

- No matter what they say (Radio Edit): Vom Instrumental hergesehen wie die Album Version, allerdings etwas anders aufgebaut und verkürzt, dadurch das Viper's Part wegfällt.

- No matter what they say (Holla Back Acoustic Remix): Diese Version basiert von den Textabläufen auf dem Radio Edit und beinhaltet ein wundervolles Instrumental, welches aus Klavier sowie Streichern besteht und aus dem Hause Holla Back Productions (u. a. die beiden Nürnberger DJ's und Produzenten DJ Polique und DJ Richie) stammt. Bei dieser Version sollte man sich einfach gute 3 Minuten zurücklehnen, die Augen schließen und entspannen - Gänsehautfaktor garantiert!

- No matter what they say (Dave Ramone Remix): Für alle Electro/House Freunde ist dieser Remix die richtige Adresse. Jedenfalls dürfte hier kein Tanzbein trocken bleiben, auch wenn dieser Remix mehr durch sein Instrumental besticht und textlich gesehen nur der Refrain des Songs verwendet wird.

- No matter what they say (FlowNFlava Dubstep Remix): Allen Dubstep Freunden kann man diesen verspielten Remix nur ans Herz legen und auch hiervon werden wohl die Dancefloors in den Clubs aus allen Nähten platzen.

Fazit:
Follow Your Instinct haben in Zusammenarbeit mit Sunrise Avenue Sänger Samu Haber einen echt gelungenen Song geschaffen, der auch aufgrund seiner vielen Remix-Versionen, wohl eine sehr breite Masse an Hörern aus den unterschiedlichsten Bereichen ansprechen wird. Man kann vor dieser Crew nur den Hut ziehen und ihnen weiterhin viel Erfolg mit ihrer Musik sowie der aktuellen Promotion ihrer Single wünschen und darf natürlich sehr gespannt sein, wie das dazugehörige Album einmal aussehen wird. Wer "No matter what they say" verpasst, verpasst einen der heißesten Tracks des Herbstes!!!

Big shout outs to Addis, Lionezz, Viper, Samu, DJ Polique & DJ Richie =)

PeAcE
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Sep 30, 2012 10:17 PM MEST


Half Naked & Almost Famous
Half Naked & Almost Famous
Preis: EUR 13,19

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Eine fast perfekte EP, 1. Mai 2012
Rezension bezieht sich auf: Half Naked & Almost Famous (Audio CD)
Richard Colson Baker alias Machine Gun Kelly oder einfacher gesagt MGK zählt zweifelsohne zu den Entdeckungen 2011 in der Black Music Szene. Nachdem der 22 jährige, aus Cleveland, Ohio stammende Rapper über die Jahre hinweg durch mehrere Mixtapes auf sich Aufmerksam machen konnte, war es dann im Sommer 2011 soweit und der Plattenvertrag mit Diddys Bad Boy Label und Interscope war in der Tasche. Neben dem ein oder anderen Gastauftritt, schmiedete man auch eine Singleauskopplung namens "Invincible" zusammen mit Easter Dean, welche nicht nur für einen HTC Werbesport verwendet wurde sondern auch als Titelsong für Wrestlemania XVVVIII in Bezug auf das historische Match zwischen John Cena und The Rock. Da es nun auch an der Zeit war ein Debut-Album an die Hörerschaft herauszubringen, dies aber wohl noch bis in den Sommer hinein seine Zeit braucht, entschied man sich dazu als Vorgeschmack eine EP namens an den Mann/die Frau zu bringen.

"Half Naked & Almost Famous" heißt das gute Stück und wartet mit fünf Stücken auf, die sich über eine Gesamtspieldauer von guten 17 Minuten erstrecken. Die passenden Beats hierzu steuerten u. a. J.U.S.T.I.C.E. League, J.R. Rotem oder GB Hitz und Southside bei. Als Gäste sind das verlorene RnB Sternchen Cassie, Waka Flocka Flame sowie Dubo gelistet. Den Einstieg liefert das von J. R. Rotem produzierte "Warning Shot" und setzt gleich einmal ein riesengroßes Ausrufezeichen. Gunshots, ein eingängig gesungener Refrain von Cassie in Verbindung mit einem drückenden Beat, der durch ein paar Synthes und E-Orgel untermalt wird, liefern eine wunschlos glückliche Grundlage für MGK, der loslegt wie die Feuerwehr und seinem Namen alle Ehren macht. Weiter geht es mit der Singleauskopplung "Wild Boy" zusammen mit Waka Flocka Flame. Ein dick auftragendes Instrumental mit tiefen Bässen und energischen Streichern erzeugen eine hitzige Atmosphäre, die MGK und Waka bestens weiter voran pushen können. Infolge darf sich nun EP Track Nummer 3 anreihen und dieser ist wahrhaftig einer der besten Songs die man bisher in 2012 zu hören bekommen hat. "See my tears" stammt aus den Federn von Produzent J.U.S.T.I.C.E. League und wurde mit einem Sample aus Armin van Bureens Track "Rain" verfeinert. Von diesem geschmeidigen Instrumenal ist man von der ersten Sekunde an hin und weg, der Refrain lässt einen förmlich dahinschmelzen und auch MGK nimmt mit seinem bissigen Flow kein Blatt vor dem Mund - die Lyrics dieses Songs alleine sind schon Gold wert. Der EP Titeltrack "Half naked & almost famous" ebnet seinen Weg nun in eine ganz andere Richtung und schlägt mit dem Young Blood Sample von The Naked & Famous sowie verzerrten E-Gitarren eine eher leichte Richtung zwischen Black/Rock/Pop, die man wohl in die Schiene Gym Class Heroes einordnen könnte. Zum Abschluss platzt dann nochmal eine brodelnde Bombe, denn mit "EST 4 Life" geht es richtig zur Sache. Ein bumpender Kick-Bass Beat in Begleitung von düsteren Klängen, mystischen Gesängen, vereinzelten Synthes sowie Gunshots bringt das Fass zum überlaufen und MKG sowie seine Gast Dubo duellieren sich bis zum bitteren Ende mit giftigen Rhymes.

Leider läuft einem schon fast eine Träne aus dem Auge, wenn das fünfte Stück seinen Ausklang findet, denn es ist wirklich sehr schade, dass man dieser EP nicht einfach noch 2-3 weitere Tracks geschenkt hat - Laufzeit und auch Trackanzahl wären vorhanden gewesen um noch in den Rahmen einer EP zu fallen. So bleibt eigentlich nichts anderes zu tun als dieses tolle Stück Musik aus dem Jahre 2012 immer und immer wieder von Neuem im Player rotieren zu lassen um sich die Wartezeit auf das hoffentlich bald erscheinende Debut Album "Lace Up" noch zu versüßen.

PeAcE


Segard
Segard
Preis: EUR 19,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Segard - Der neue Stern am deutschen Rock-Himmel, 2. April 2012
Rezension bezieht sich auf: Segard (Audio CD)
Denkt man an deutschsprachige Rock Bands die auch international Fuß fassen konnten oder sogar auf einem internationalen Niveau spielen, fallen einem wohl sofort die Jungs von Rammstein ein. In der großen, weiten Welt des harten Musikbusiness ist es eben nicht einfach, vor allem für Künstler/Bands die nicht zufällig von anderen hochrangigen Künstlern oder Produzenten entdeckt werden, geschweige denn in einer der zahlreichen verblödeten Castingshows teilgenommen haben, ein Ausrufezeichen zu setzen und einen Plattenvertrag zu ergattern. Mit Segard kommt nun eine Band aus Franken, die zeigt, dass sich die Liebe zur Musik und jahrelange harte Arbeit am Ende auch bezahlt machen können. Das Quartett besteht aus Sänger Rob, Schlagzeuger Sven, Bassist Andi und Gitarrist Fabian (Ian). Alle vier geben sich schon über die Jahre hinweg ihrer größten Leidenschaft hinweg...der Musik. Nach Versuchen in diversen Bands kam die Band langsam nach und nach im Ende 2007/Anfang 2008 zusammen und begann mit den ersten Aufnahmen, welche anfänglich noch in Englisch stattfanden, aber dann doch auch der Identität wegen in die Muttersprache Deutsch übertragen wurden. So kam dann alles Schlag auf Schlag und irgendwann stand auch der Labelchef des Nürnberger Plattenlabels Recent Records auf der Matte und nahm die Jungs unter Vertrag. Nachdem man im Vorfeld schon über die Homepage, den Promo Konzerten oder bei den Jungs persönlich sich ein Exemplar ihres gleichnamigen Debut-Albums "Segard" (der Name stammt übrigens aus der Nibelungen-Saga)sichern konnte, ist dies nun auch seit dem 23.03.2012 beim Plattenhändler des Vertrauens möglich.

Der Longplayer umfasst eine Tracklist bestehend aus 11 Songs, die eine Gesamtspieldauer von guten 45 Minuten einnehmen. Das Cover Artwork ist sehr professionel aufgezogen und im Booklet gibt es neben den Songtexten noch einige Bilder der Junngs zu sehen - insgesamt kommt die Platte als schönes Digipack daher. Jeder der auch nur einen Funken für gut gepfelgte Rock-Musik übrig hat, dürfte wohl sein gefallen an diesem tollen, abwechslungsreichen Album finden. Den Opener macht die Singleauskopplung "Rückewind",die sowohl durch ihre kraftvollen Drums und wilden Gitarrenriffs besticht, aber dennoch durchaus radiotauglich ist. Sänger Rob zeigt von Beginn an welche Qualität in seiner Stimme steckt und der Textauszug "Wohin die Reise geht, von jetzt auf gleich mit Rückenwind, bist du bereit was jetzt gleich kommt..." könnte man durchaus auch auf die weitere Reise durch das Album in Anspruch nehmen. Weiter geht es mit "Was du siehst", wobei hier vom Härtegrad nochmals eine Schippe draufgelegt wird und die brachialen Gitarren das richtige Feeling rüberbingen. Eine weitere Singleauskopplung stellt die wundervolle Ballade "Augenblick" dar, welche durch viel Harmonie, Melodik sowie einem bestens aufgelegtem Rob besticht. Ähnlich wie bei "Was du siehst" geht auch das nächste Stück "Sag mir" in die vollen, insbesondere das Intro ist voller Power und Tempo, wohingegen in den einzelnen Strophen das komplette Instrumental eher geschmeidig wirkt - auf jeden Fall ein perfekt umgesetzer Kontrast. "Ewigkeit" geht wieder mehr in die Balladenrichtung, punktet durch seine mitreisenden Melodien und prägt sich sofort in unser Gehör ein. Rob läuft hier im Refrain zu Höchstform auf und singt sich wortwörtlich die Seele aus dem Leib. Gänsehaut pur erzeugt "Nicht für immer" von den ersten Takten an, ein atemberaubend bewegender Song in Verbindung mit einem einfühlsamen Text. Mit viel Tempo und jeder Menge Schlagkraft schraubt "Wohin" die kleine smoothe Zwischenphase des Albums wieder in die Höhe und auch bei "Stimme deines Herzens" nimmt Segard kein Blatt vor den Mund und hauen richtig auf die Pauke. Wer dachte das Quartett ist schon am Ende liegt vollkommen falsch, denn mit "Ohne dich", einem Track über Liebe und Schmerz, der auch noch durch einige Streicher verfeinert wird zaubert die Band ein weiteres Highlight des Albums auf. Für jede Menge "Headbanging" sorgt darauf wieder das rauhe "Bis ans Ende", wohingegen der Abschluss des Longplayers dann einen kleinen Geniestreich darstellt. "Auf Reise" ist ein traumhaftiger Akkustik Track, welcher den Hörer sofort in seinen Bann zieht und die Scheibe gemächlich auf das Spielzeitende bringt. Insbesondere hier kann man sich in vollen Zügen von Robs super Stimme faszinieren lassen.

Oft hat man ja mit Longplayern das Problem, dass diese sich entweder erst nach mehrmaligen Hören entfallten oder sofort wie ein Stich ins Herz wirken, aber was die vier Jungs von Segard hier abgeliefert haben ist schon eine derartige Wucht die mit Worten kaum noch zu beschreiben ist. Soundtechnisch bewegt sich die Band irgendwo zwischen phenomenalen Bands wie Creed/Alter Bridge, 3 Doors Down und Shinedown und sie spielen ihr Album mit einer Souveränität als wären sie schon seit Ewigkeiten im Geschäft. Hocklassige Produktionen, spielerisch erste Klasse, grandiose deutsche Texte über das Leben, die Liebe, den Schmerz, Verluste usw...DAS SIND SEGARD.

PeAcE


We the Best Forever
We the Best Forever
Wird angeboten von Music-Shop
Preis: EUR 14,88

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen DJ Khaled still rockin MIA 2 the fullest, 23. August 2011
Rezension bezieht sich auf: We the Best Forever (Audio CD)
Auch im Jahre 2011 lässt Khaled bin Abdul Khaled alias DJ Khaled eine neuen Longplayer auf die Black Music Hörerschaft los. Im Gegenteil zu seinen MIA Kollegen Flo Rida und Pitbull, bleibt der 35 jährige seinem Stile treu und versinkt nicht im kommerziellen Elektro-Black Einheitsbrei. Für das 12 Track starke Album "We the best forever" hat Herr Khaled mal wieder keine Kosten und Mühen gescheut um ein Staraufgebot für seine Tracks zu verpflichten. Mit von der Partie sind natürlich seine Buddys aus dem Hause Cash Money/Young Money wie Drake, Weezy, Birdman oder Kevin Rudolf, aber natürlich auch sein Schützling Ace Hood, Rick Ross, Plies, T-Pain, Chris Brown, Keyshia Cole, Ne-Yo, Ludacris, Young Jeezy, Akon, B.O.B. und und und...da läuft einem beim besten Willen nur noch das Wasser im Mund zusammen. Jetzt nun aber mal hinein in das mit Instrumentale von u. a. Lex Luger, 40, T-Minus oder Danja ausgestattete Vergnügen.

Den Opener macht die 2. Singleauskopplung "I'm on one", vorgeführt von Drake, Weezy sowie Rick Ross. Dieser Track allein ist es schon Wert diese Platte in seine Sammlung aufzunehmen, denn das Instrumental gehört zweifelsohne zu den geilsten die man in den letzten Jahren aus MIA gehört hat. Drake kommt wie gewohnt übelst gelassen im Refrain sowie seinem Part zur Geltung und auch Rick Ross und Weezy komplettieren das Stück angemessen. Weiter gehts mit dem bangenden Anthem "Welcome to my hood" in Verbindung mit einem gut aufgelegten T-Pain für dessen typische Refrains und einer bissigen Auftrittsfolge von Rick Ross, Plies und Weezy, wobei ich sagen muss, dass mir Lil Wayne seitdem er damals in den Stimmbruch gekommen ist und die alten Cash Money Zeiten längst Geschichte sind, von seinen Skillz am Mic bei weitem nicht mehr so gefällt wie früher. Einen düsteren Ausritt liefert die Ludacris und Young Jeezy Kollabo "Money" mit einem kickenden Beat von Lex Luger, der wie angegossen zu den rauhen Performances der beiden passt. Genau in diesem Stile macht "I'm Thuggin" weiter und bietet ein gefundenes Fressen für Ace Hood und Wacka Flocka Flame, die sich diesem Stück angenommen haben. Nachdem der bisherige Teil des Albums sehr Down South dominant war, bekommen nun Fab, Jadakiss und Diva Mary J. Blige volle Aufmerksamkeit. "It ain't over til it's over" ist eine Mischung aus Eastcoast Style und RnB, geht schnell ins Ohr und ist für die Drei nach Maß geschmiedet. Einen RnB Versammlung der Extraklasse hat Khaled für "Legendary" zusammengebastelt. Niemand geringeres als Chris Brown, Ne-Yo und Keyshia Cole geben sich hier die Ehre und singen sich erstklassig die Seel aus dem Leib über ein feines, mit Synthes verziertes, smoothes Instrumental - Klasse! Das nächste aufhorchende Trio steht in den Startlöchern, gemeint ist hiermit The Game, Cee-Lo und Busta Rhymes die ihr Können über das chillige Instrumental von "Sleep when I'm gone" beweisen dürfen. Birdman und T-Pain bestreiten die Trackliste weiter voran mit ihrer gemeinsamen Kollabo "Can't stop", dessen Streicher und E-Orgel Melodien mir aber insgesamt mehr zusagen, als der etwas lahme Beat, aber T-Pain liefert natürlich in gewohnter Manier einen fehlerlosen Refrain ab. "Future" zieht nun ein langes Gäste Line-Up hinter sich her, wobei hier wohl Wale und Big Sean ein Ausrufezeichen setzen können, die anderen ihre Sache ordentlich machen, aber beim besten Willen nicht vollends überzeugen können. Akon und B.O.B. zelebrieren in Folge mit "My Life" ein traumhaftes Stück Musik mit vielen ruhigen Tönen und in Verbindung von gefühlvollen Drums und einer Gitarre...diese Song läd zweifelsohne zum Träumen und Nachdenken ein. Ebenso großer Andrang herrscht bei "A Million Lights" welches mit einem etwas temporeicheren Drum Beat und Elektro Melodien ausgestattet ist und vor allem Kevin Rudolf mit seinem toll gesungenen Refrain in seinem Element zeigt. Den Abschluss zu "We the best forever" macht der Remix zur Single "Welcome to my hood" und hier hat sich mit T-Pain, Ludacris, Busta Rhymes, Twista, Mavado, Birdman, Ace Hood, Fat Joe, Game, Jadakiss, Bun B sowie Waka Flocka Flame ein All-Star aufgebot versammelt, das mächtig Eindruck schürt. Kein Wunder das dieser Titel stolze 7 Minuten und 10 Sekunden des Albums in Anspruch nimmt und zwei ultrast starke Highspeed Rap Parts von Busta Rhymes und der schnellen Zunge Twista zu bieten hat, welche diesen Track regelrecht auseinandernehmen.

Man kann vor DJ Khaled mal wieder nur den Hut ziehen, denn was er auf "We the best forever" veranstaltet hat ist insbesondere was das Gäste Line-Up angeht einfach großartig...davon können manch andere Künstler nur Träumen. Alle Beteiligten machen im Großen und Ganzen einen konsequent guten Eindruck, auch wenn es die ein oder anderen Schwächen vorzuweisen gibt, was man auch bei dem ein oder anderen Instrumental nicht auser Acht lassen sollte. Somit reicht es logischerweise nicht zu einem 5 Sterne Meisterwerk, aber das wäre auch zu viel verlangt, obwohl man so etwas bei dieser hochrangigen Beteiligung an Artists durchaus erwarten könnte. Das Album macht auf jeden Fall jede Menge Spass, bietet auch ein wenig Abwechslung im Mittelteil mit den ehere RnB lastigeren Liedern, aber ein großes Lob gebe ich DJ Khaled noch, nicht dem Davi Guetta und Konsorten Wahn verfallen zu sein, denn diesen eintönigen Party- und Unterhaltungsmist kann langsam kein Mensch mehr hören.

PeAcE
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Aug 24, 2011 4:54 PM MEST


Rolling Papers
Rolling Papers
Preis: EUR 25,69

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Rolling Papers - Verschenktes Potenzial?, 3. Mai 2011
Rezension bezieht sich auf: Rolling Papers (Audio CD)
Leute die sich tiefer mit der Materie der Black Music beschäftigen, können mit Wiz Khalifa seit einigen Jahren gewiss etwas anfangen, für alle anderen die sich nur auf den Mainstream und das was in den Charts zu hören ist beziehen, dürften den 23 jährigen wohl eher als Newcomer betiteln. Doch im Endeffekt begann Cameron Jibril Thomaz Karriere schon vor guten 5 Jahren, mit seinem Debut Album "Show & Prove". Drei weitere Jahre später releaste der Mann aus Pittsburgh sein Sophomore-Werk "Deal or no deal", welches aber ebenfalls wie sein Debut nicht sehr erfolgreich war, obwohl diese beiden Werke durchaus einiges zu bieten hatten. Im weiteren Verlauf hielt sich Wiz mit diversen hochwertigen Mixtapes über Wasser und in dessen Zuge stand dann auch endlich sein 3. Album in Kooperation mit Atlantic Records in den Startlöchern. Für "Rolling Paper" hat man sich keineswegs lumpen lassen um den jungen Rapper endlich zu seinem verdienten Durchbruch zu helfen und ein Producer Aufgebot inkl. Stargate, Jim Jonsin oder Benny Blanco arrangiert. 14 Songs umfasst der neue Longplayer, welcher seit Ende März als US sowie UK Import erhältlich ist.

Den Vorreiter auf das Album machte die 1. Singleauskopplung "Black & Yellow", produziert vom schwedischen Star Duo Stargate. Der Song ist eine Art Hymne an seine Heim Pittsburg und beinhaltet die beiden Farben schwarz und gelb, welche die Stadt kennzeichnen u. a. in dessen Flagge, aber auch im Sportbereich (man bedenke die Logos und Trikotsfarben der Steelers oder Penguins). Um an den Erfolg von eben diesem Track anzuknüpfen warf man gleich die nächste Stargate Produktion namens "Roll Up" hinterher. Der Song wirkt durch seine Lyrics sehr freundlich sowie releaxt und wird von jeder Menge dezenten Synthes dominiert. Aber das man nicht ein ganzes Album über nur auf Stargate Produktionen bauen kann war klar und somit versuchte man auch ein paar andere Wege einzuschlagen. Ein Beispiel hierfür findet man in "On my level" wieder, dass durch seinen wuchtig, harten Beat mit tiefen Bässen und dunklen Melodien schon eher in Richtung ATL-Stil herschiebt und zudem auch noch Westcoast Veteran Too Short als Feature bereit hält. "Hopes & Dreams" geht in die ruhigere Ecke und lässt Wiz von seiner Rap sowie Gesangsseite aufblitzen, allerdings wirkt das Instrumental ein wenig lahm und seine Skillz am Mic lassen an manchen Stellen des Liedes etwas zu wünschen übrig. "Wake Up" verbreitet durch seine warmen Klänge eine fröhliche Atmosphäre, hat aber vom Gesamteindruck hergesehen einen zu Mainstream lastigen Sound. "The Race" hingegen beeindruckt durch seine harmonischen Melodielemente und Wiz's Klasse. "Star of the show" beeindruck lediglich durch seinen dick auftragenden Beat und "No Sleep" sowie "Get your shit" sind auch nichr von schlechten Eltern, hauen den Hörer aber bestimmt nicht vom Hocker. Durch bunte Electro-Melodien, einer Computer-Stimme und einem hämmernden Kickbass zieht "Top Floor" seine Kreise, wird dann aber durch das nächste Stück "Fly Solo" heruntergebremst. Das ist wohl eindeutig der poppigste Song der Platte und könnte auch auf Künstler wie Bruno Mars perfekt zugeschnitten sein, aber irgendwie hat dieser Track mit seinem lässigen Beat und den schönen Akkustik Gitarren Teilen etwas begeisterndes an sich - eignet sich durchaus für schöne Sommerabende. "Rooftiops" mit Buddy Currency lässt den Hörer nochmal intensivst in die Klangwelten des Herrn Khalifas eintauchen, wohingegen der Abschluss in Form von "Cameras" dann doch eher locker, flockig ausfällt und wohl eher durch Wiz's Rhymes und dem Gesang im Refrain auffällt, anstatt durch das ausgelutschte Instrumental.

Wer Wiz Khalifas bisherige Alben "Show & Prove" und "Deal or no deal" sowie seine diversen Mixtapes gehört hat, weiß zu was dieser Mann im Stande ist, allerdings konnte man aus diesem riesigen Potenzial leider nur einen Bruchteil für "Rolling Papers" umsetzen. Klar steht er mit diesem Album wohl vor seinem internationalen Durchbruch, aber Wiz Khalifa kann eindeutig mehr - das ist Fakt. Dennoch können meiner Meinung nach viele Leute durchaus mit dem Album etwas anfangen, außer vielleicht die, die nur den Underground verehren, aber in welchem positiven Sinne man das Album dann im Endeffekt einstuft, bleibt wohl jedem selbst überlassen. Für mich ist "Rolling Papers" ein gradliniges Durchschnittsalbum, das ein paar coole Songs zu bieten hat, aber vor allem durch eine Vielzahl an ordentlichen Stücken auffällt, die zwar keineswegs schlecht sind, aber auch keinen vor Staunen umhauen.

PeAcE


Transition
Transition
Wird angeboten von Giant Entertainment
Preis: EUR 6,29

4.0 von 5 Sternen New Sound For The Munks, 20. April 2011
Rezension bezieht sich auf: Transition (Audio CD)
2009 schaffte der junge Jahmaal Noel Fyffe mit seine Major Label Debut "I am Chipmunk" seinen Durchbruch und konnte gleich mit mehreren Singles die UK Charts aufmischen (am bekanntesten daraus wohl "Oopsy Daisy"). Seither sind etwas mehr als 1 1/2 Jahre vergangen und der 20 jährige weckte auch in den USA eine Menge Interesse, sodass es also bei weitem nicht verwunderlich scheint, dass der neue Longplayer "Transition" von einigen US Stars im Featureaufgebot verziert wird. Zu nennen wären hier auf die schnelle Keri Hilson, Trey Songz, Chris Brown oder auch Kaleena von Diddy Dirty Money. Für die Produktionen zeigte sich hauptsächlich Harmony aka H-Money verantwortlich, dennoch durften bei dem ein oder anderen Track auch weitere Beatbastler in Form von Dready, Parkeronline, Eliott "E-Man" Fyffe oder Claybeat mit anpacken. "Transition" wartet mit einer Gesamtspieldauer von rund 53 Minuten auf, welche sich in 13 Tracks erstreckt inkl. Songlyrics und die wir jetzt auf Herz und Nieren prüfen werden.

Nach dem fast schon überragendem Vorgänger "I Am Chipmunk" startet auch "Transition" erstklassig in die Vollen. Der Titeltrack geht schnell ins Ohr und bekommt durch sein wummendes Instrumental gleich einen gewissen Härtegrad verliehen, aber auch die Chorgesänge im Refrain bieten ein super ergänzendes Element. Chip flowt was das Zeug hält und zeigt, dass er kein bisschen von seinem Potenzial verloren hat. "Follow my lead" pirscht sich mit einem grellen Syntheintro heran, bis dann ein Trommel-Beat vorwegmarschiert und Eric B mit seinem tollen Gesang eine harmonische Abrundung des Gesamtbildes schafft. Man nehme ein paar spacige Elektro-Melodien, vereinzelt Klavier und E-Gitarren sowie ein mit teilweise tiefen Bässen ausgestatteten Beat und bekommt "Flying High" zu hören, welches sich vor dem bisher gehörten aus "Transition" gewiss keineswegs zu verstecken braucht. Über die Singleauskopplung "Champion" braucht man wohl kaum mehr Worte zu verlieren. In Chris Brown hat Chipmunk hier wohl den perfekten Duettpartner gefunden um dieses genial chillige Stück auf die Beine zu stellen. Der Hook von Chris ist ein wahrhaftiger Ohrwurm, aber was wohl ein Novum darstellt Chris Brown selbst hat auch einen eigenen Rap Part auf diesem Track. Wer es richtig böse und schmutzig mag, hat mit "Foul" seine helle Freude, denn dieses krachende Instrumental fügt eindeutig jeder Anlage Schmerzen zu. RnB Honey Keri Hilson gibt sich auf der aktuellen Single "In the air" die Ehre. Durch Keri's Gesang wirkt der Song einerseits sehr charmant und geschmeidig, aber der kraftvolle Drum Beat, die Gitarren sowie Streicher rücken das Bild wieder zurecht, während Chip bissig seine Rhymes zum besten gibt. "Then and now" ist ein recht nachdenkliches Stück und erzählt aus Chipmunks Leben wie er grob von Klein auf zu dem geworden ist was er jetzt ist, ein MC. Kaleena von Diddy Dirty Money hat ihren Auftritt bei "White Lies", einem Song der sehr durch seine vielen elektronischen Elemente für Aufsehen sorgt und Anfangs etwas durcheinander und komisch klingt, ich mich aber nach 2-3 mal Hören reingefunden habe. Bunte verspielte Melodien verbreiten auf "My Gyal" mächtig viel gute Laune und das ganze für heiße Sommerabende konsequent abzustimmen darf dann Dacnehall Sänger Mavado, der mit seinem jamaikanischen Akzent genau ins Herz trifft. Durch seine Mixtur aus Geigen und Synthes wirkt die Melodie von "Take Off" einerseits ein wenig orientalisch, anderseits auch düster, zudem liefern Chip und Trey Songs eine nice Paarung über dieses Instrumental ab. Die nächste Track "Armageddon" hingegen ist die pure Rap-Dosis schlechthin des Albums, wohingegen "Picture Me" in Verbindung mit einem glänzend aufgelegten und zutiefst berührenden Ace Young schon wieder um einiges entspanntere Momente zu bieten hat. Zum Abschluss hebt "Transition" nochmals druckvoll ab, denn "Pray for me" bildet einen mustergültigen und zugleich überaus mitreisenden Abschluss des Longplayers.

Im Endeffekt kann man über "Transition" fast ausschließlich nur gute Worte verlieren. Die Platte ist von Anfang bis Ende ansehnlich produziert, auch wenn man vielleicht das ein oder andere Mal sich etwas eingewöhnen muss und Chipmunk selbst spittet giftig von Vers zu Vers, natürlich mit tatkräftiger Unterstützung. Gegenüber dem Vorgängerwerk "I am Chipmunk" macht "Transition" zwar ein paar Abstriche, aber das ist nicht viel der Rede wert und mit Munks Debut "League on my own", was noch Grime in Reinform war, kann man seine aktuelle Musik um Gottes Willen nicht vergleichen.

PeAcE


Pacific Coast Highway
Pacific Coast Highway
Preis: EUR 18,01

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Five Star Westcoast Music, 16. April 2011
Rezension bezieht sich auf: Pacific Coast Highway (Audio CD)
Ex Luniz Hälfte Yukmouth hat sich bereits über viele Jahre hinweg durch diverse Releases als eine Größe der Westküste festgesetzt. Doch auch im Hintergrund hat Yuk mit Smoke-A-Lot, Godzilla Ent. und seiner Crew The Regime einiges zu tun. Nun darf sich einer seiner Schützlinge, die Rede ist von Monsta Ganjah, auf Solopfaden in der Musikwelt versuchen und tut dies gleichermaßen mit seinem Debut Album "Pacific Coast Highway". Ausgestattet mit eine 14 Song starken Tracklist und Gastauftritten von The Jacka, Yukmouth, Mr. Capone-E, Hell Rell aus dem DipSet Camp oder Husalah von den Mob Figaz, darf man durchaus mit gewissen höheren Erwartungen in den Album-Durchlauf gehen.

Den Eröffnungstrack liefert ein Duett in Form von "Brand New". Ein nices Instrumental, welches sofort ins Ohr geht und zum mitwippen animiert. Monsta und Jacka fressen dieses durch ihre klasse Rhymes förmlich auf. Mentor Yukmouth sowie Gangsta Ridd stehen bei "Wesperado" zur Seite, einem Track dessen gradliniger Beat und die lebhaften Melodien, dem ganzen eine Hauch von Rohheit und Härte eintrichten. Einen erstklassigen Reggae-Song bekommen wir mit "Mother Nature (Roll Up)" geboten. Schnell verliebt man sich in das Teil und möchte sich einfach nur noch in die Sonne chillen und diesen geilen Sounds lauschen, dessen passende Untermalung die beiden Features Sweet und Irie sorgen. "This is love" hingegen geht in eine ganz andere Richtung. Ein sehr ernster und zugleich einfühlsamer Song, der insbesondere durch seine traumhafte Kombination aus Streicher und Piano in Szene gesetzt wird, aber auch Sänger J-Boog lässt den Hörer mit seiner bezaubernden Stimme dahinschmelzen. Mr. Capone-E gibt sich bei "Summertime" die Ehre und brennt in Verbindung mit Monsta ein Feuerwerk Hoch 10 ab. Der bumpende Beat stimmt einen so richtig in das Lied ein, dazu ein paar Synthes sowie verzerrte Stimmen im Refrain und fertig ist das Rezept für einen Hit. Man mag es anhand der bisherigen Feature-Fülle kaum glauben, doch nun startet mit "Long beach raised me" der erste reine Solo Song von Monsta. Das Instrumental kommt richtig smooth daher und wird durch die bestechenden Geigen nochmals schön aufgepusht. Monsta bietet desweiteren eine erfreuliche Leistung am Mic und irgendwie muss ich schon sagen, dass er mich von seiner Art zu rappen und der Stimme an The Game erinnert. Weiter geht es durch einen lauten Knall, verursacht vom Track "Don't say shit". Wer auf einen dicken Beat in Kombination mit aggressiven Gitarren steht, dürfte hier bestens bedient sein - einfach eine Wucht das Stück! Wie ideenreich Monsta ist um den Hörer einen möglichst hohen Komfort an Abwechslung zu bieten spiegelt auch schon der nächste Titel "Own Thang (Get Mainy) wieder. Ein tosender Song für die Clubs mit krachendem Hyphy Beat, verspielten sowie abgedrehten elektronischen Melodien und einem kinderleichten Refrain, welchen man auch locker in der Clubbin Prime Time mit einem höheren Alkoholpegel problemlos mitgröllen kann. Fast schon Hymnenartig schraubt sich "Freedom of speech" in unser Gehör, das mit düsteren Elementen, aber auch seinem Feuerwerk aus Synthes im Refrain Monsta sowie MC Arime energisch unterstützt. Für Alle die sich bisher gefragt haben wo die ruhigere Seite von Monsta bleibt (bis auf das bisher gehörte "This is love") wird ab jetzt im weiteren Verlauf gleich 3. Antworten am Stück darauf finden. "Like You" blitz durch viele entspannte Momente auf. Auch wenn der Beat mit viel Power bepackt ist, tragen die liebevoll zusammengetragenen Melodien und die tadellose Leistung von Sängerin Aradhna, zu diesen mehr als genugtuend bei. "Everyday Struggle" schaltet dann zwar den ein oder anderen Gang her höher ist aber von seiner Grundstimmung immer noch in die chilligere Ecke abzuschieben und bekommt durch Monstas Skillz eine besondere Würze verliehen. Gleich 3 Mannen stehen dem Guten bei "We made it" zur Seite und auch dieser Song hat es in sich. Ein wummendes, langsames Instrumental mit relaxten Synthe Melodien und perfekt einsetzenden Gesang im Refrain vervollständigen das Gesamtbild. Wer in Folge dessen erneut schön die "Sau raus lassen" will, kann sich mit dem mörderischen Brett von Beat sowie den mystischen Melodien von "That Twerk" beschäftigen. Dieses Album verdient ohne Zweifel einen würdigen Abschluss und diesen hat man locker flockig in Form von "No Hero" gefunden. Der Track erinnert von seiner Aufmachung her an grandiose, moderen Duette wie z. B. "Written in the stars" von Tinie Tempah und Eric Turner und beginnt beängstigend mit Regenschauer sowie einem Gewitter, bevor dann ein treibender Beat seine Fahrt aufnimmt und auf der Zielgeraden geradezu explodiert. Monsta pumpt alles erdenkliche aus sich heraus um kraftvoll dieses kleine Meisterwerk vollenden zu können und von Sänger Solstate im rockigen Refrain will ich erst garnicht anfangen zu sprechen - Gänsehaut und gleichzeitig helle Freude!

Während Veteranen wie Snoop Dogg, Warren G etc. schon lange Zeit ihr Pulver verschossen haben, backen die "Kleinen"/"Unbekannteren" die Brötchen an der Westküste. Monsta bringt mit seinem kreativen und abwechslungsreichen Sound jedem Rap Fan zur Beigeisterung und somit darf man "Pacific Coast Highway" wohl neben Alben wie Fashawn's "Boy meets world", The Jacka's "Tear Gas" oder J'Stalin's "Prenuptual Agreement" zu einem der besten Westcoast Werke der letzte Jahre und definitiv ein MUST HAVE für 2011 nennen.

PeAcE


Perfectionist
Perfectionist
Wird angeboten von Multi-Media-Trade GmbH - Alle Preisangaben inkl. MwSt.
Preis: EUR 14,99

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Natalia Kills - Die Fast Perfektionistin, 5. April 2011
Rezension bezieht sich auf: Perfectionist (Audio CD)
Es scheint fast so als würde Großbritanien in diesem Jahr die "Big Things" auf die Musikwelt loslassen. Nachdem Jessie J bereits Ende Februar ihr Debut Album "Who you are" veröffentlicht hat, darf nun die nächste Protagonistin aus dem United Kingdom ihr Können unter Beweis stellen. Die Rede ist von Natalia Kills, deren Longplayer "Perfectionist" seit dem 1. April in den Läden steht. Angefangen hat Natalias Karriere in der Unterhaltungsbranche vor vielen vielen Jahren als Schauspielerin, aber der Drang zur Musik sollte sich dann irgendwann doch durchsetzen. Als die junge Dame dann auch noch 2008 von Black Eyed Peas Frontmann Will.I.Am entdeckt und ihr somit ein Plattenvertrag bei Interscope sozusagen fast geschenkt wurde, standen die Weichen gestellt für die musikalische Karriere. "Perfectionist" enthält eine 14 Song starke Tracklist, die wir nun einmal sehr genau unter die Lupe nehmen wollen.

Das "Perfection" Intro ist ohne viel Worte schnell abgehandelt, aber dann lässt es Natalia gleich mächtig krachen. Schlagkräftig wird der erste Track mit dem Titel "Wonderland" von einem pushenden Beat vorangetrieben, dazu gibt es ein paar mystisch/düstere Melodien sowie einen rockigen, ziemlich eingängigen Refrain, der sofort zum mitsingen animiert. Daran Anschluss halten kann zweifelsohne auch "Free" mit seiner berührenden Klaviermelodie und den brodelnden Synthes, welche die 24 jährige mit ihrer vielseitigen Stimme stark verfeinert. Dreckig und hart überrollt uns nun das mit E-Gitarren gespickte "Break you hard" über den Haufen, wobei sich Miss Kills hier im Refrain stimmlich total austoben darf. Weiter geht es mit der Promo Single "Zombie", die durch seine dunkle Atmosphäre und den verzerrenden Elektroelementen unangefochten auf Punktejagd gehen darf. "Love is a suicide" beginnt beängstigend mit Chorgesängen, wird dann aber durch bunte Melodien und einem temporeichen Beat großartig aufgelockert und darf sich sicherlich ebenso den Ruf als nice Tanznummer einheimsen. Zum nächsten Stück braucht man wohl nicht viele Worte verlieren, denn das von Akon produzierte "Mirrors" ist international bereits allseits bekannt und darf weiterhin die Spitzenpositionen der Charts erklimmen. Ein einprägsamer Song mit Ohrwurm- und Partygarantie! Dahingegen schraubt "Not in love" ein paar Gänge runter und ist im Kontrast zum bisher gehörten auf der Platte wohl einer der ruhigsten Lieder in Form des chilligen Elektrobeats und den Gitarren. Total trashig und mit viel Power kommt das rockige "Acid Annie" daher und spiegelt die verschiedenen Facetten der Natalia Kills wieder. "Superficial" trifft durch seinen angenehm bumpenden Beat und den vielen Synthes genau ins Herz eines jeden Tanztieres und wird wohl nur sehr schwer aus den Köpfen zu verbannen sein wie "Mirrors" oder "Wonderland". Ähnlich wie bei "Not in love" lässt auch "Broke" einige relaxtere Töne von sich und kann schon annähern als eine Electro-Ballade bezeichnet werden, auf der sich Natalia stimmlich bis ans Äußerste austoben darf. Auch "Heaven" steht dem eben gehörten "Broke" in Nichts nach, was vor allem den einfühlsamen und zugleich verträumten Melodien zu verdanken ist. Jede Menge Elektro und rauhere Töne bekomme wir "Nothing lasts forever" geboten, auf dem Natalia zusammen mit dem einzigen Feature der Platte Billy Kraven ein cooles Duett abgibt. Das Ende von "Perfectionist" naht und wird durch das sehr drumlastige "If I was good" besiegelt, welches einen super Abschluss darstellt.

Natalia Cappuccini, so ihr bürgerlicher Name, ist mit ihrem Debut Album "Perfectionist" ein fast perfektes Album gelungen, dem es meines Erachtens nach allerdings noch an dem kleinen Tick fehlt zur Perfektion. Wie bereits von vielen angesprochen werden hier schnell Vergleiche mit anderen Künstlern aufgestellt, wohl am meisten zu Lady Gaga, aber Natalias Klasse liegt darin diese nicht zu kopieren, sondern eine universelle Mischung aus Allem in einer Person zusammenzufassen, die dennoch ihre eigenes Talent und Potenzial vollkommen zur Geltung bringen kann.

PeAcE


Lasers
Lasers
Preis: EUR 28,85

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Welcome To Lupe's Lasers Show, 1. April 2011
Rezension bezieht sich auf: Lasers (Audio CD)
Wasalu Muhammad Jaco brachte mit seinem Debut Album "Food & Liquor (2006)" sowie dem Sophomore Werk "The Cool (2007)" frischen Wind in die seit Jahren zum Großteil recht eintönig gewordene Black Musik Szene hinein. Umso schlimmer war es dann auch, als Lupe in einem Interview seinen Rückzug aus dem Musik Business ankündigte, aber zuvor wolle er noch eine Album Trilogie namens "LupE.N.D." veröffentlichen. Seit diesem Statement ist einige Zeit vergangen und nun steht seit geraumer Zeit, auch in Zusammenhang mit einigen Verschiebungen der neue Longplayer "Lasers" des 29 jährigen in den Läden. Die Platte umfasst 12 Songs, die eine Gesamtspieldauer von etwas mehr als einer 3/4 Stunde aufweisen und mit Produktionen von u. a. Needlz, Alex Da Kid, Kane Beatz oder Ishi aufwarten. Das Gästeline-Up fällt zudem auch recht üppig aus in Form von Sarah Green, Skylar Grey, MDMA, Trey Songz, Matt Mahaffey, Eric Turner, Sway sowie John Legend. Genug des Wartens und rein in "Lasers".

Der Opener "Letting go" liefert einen gekonnten Willkommens-Gruß mit seinen prachtvoll ergreifenden und nachdenklichen Melodien, die Lupe bestens zu veredeln weiß, aber auch der klasse gesungene Refrain darf nicht außer Acht gelassen werden. "Words I never said" mit Skylar Grey stellt die aktuelle Singleauskopplung von "Lasers" da. Ein schorfer Beat, durchdrängt von schrägen Elektromelodien, gibt hier den Ton an und Skylar Grey runden diesen Track gekonnt durch einen tollen Hook ab. Needlz zeigt sich für das Instrumental von "Till I get there" verantwortlich und prügelte somit einen chilligen Rap-Banger aufs Parkett, dessen geschmeidige Klaviermelodien viel Beachtung geschenkt werden darf. Ein Briese schneller und rhytmischer geht "I don't wanna care right now" ins Rennen und eignet sich auch recht gut um den ein oder anderen Dancefloor zu füllen. Lupe flowt was das Zeug hält und es macht wie immer jede Menge Spaß dem Herren dabei zu zuhören. R'n'B Sänger Trey Sonz ist bei "Out of my head" mit von der Partie, allerdings kann man diesem Song nicht mehr als eine recht solides Hörschauspiel abgewinnen. Weiter geht es mit der Lead Single "The Show goes on", einem der besten Tracks die man auf "Lasers" finden kann. Die E-Gitarren und Streicher verleihen diesem Meisterwerk den letzten Schliff, während Mr. Fiasco selbst in einer anderen Welt zu rappen scheint und auch den Refrain gesanglich übernimmt. In ähnlichen Sinne darf sich auch "Beautiful Lasers" mit Dauergast MDMA einordnen. Atmosphärisch ist das Stück einfach ein Traum und geht richtig unter die Haut! Richtig nice kommt nun "Coming Up" angerollt mit einem smoothen Beat und einer sehr sehr feinen Klaviermelodie. Lupe und MDMA liefern einmal mehr eine fantastische Performance ab und zeigen wie super sie zusammen harmonieren. "State run radio" rockt derweil ziemlich heftig aus den Boxen, was sicherlich den krachenden E-Gitarren sowie den dumpfen Drums zu verdanken ist, aber natürlich auch den Vorstellungen am Mic von Lupe und seinem Kollegen Matt Mahaffey. Wer sich etwas mit Black Music aus Großbritannien beschäftigt, dürfte am nächsten Lied namens "Break the chain" seine helle Freude haben. Dieses orientiert sich sehr am Grime Style, in seiner etwas kommerzielleren Ausführung und hat auch noch UK Rapper Sway sowie den grandiosen Sänger Eric Turner an Bord. Chorgesänge und herausstechende Streicher halten das sehr Drum-lastige "All Black Everything" über die gesamte Spieldauer am Leben und bereiten uns auf ein hoffentlich furioses Finale vor. Dieses steht dem Hörer mit dem letzten Titel "Never forget you" ins Haus. Ein geschmeidiger Abschluss, der insbesondere durch seinen schön sanften Beat, aber auch einem perfekt aufgelegten John Legend, der sich mit viel Leidenschaft die Seele aus dem Leib singt, dieses dritte Studioalbum "Lasers" abrundet.

Als Fazit bleibt mir zu sagen, dass sich Lupe Fiasco auch mit seinem dritten Longplayer "Lasers" mehr als nur sehen lassen kann. Klar mag einiges auf der Platte anders klingen als man es von Lupe aus der Vergangenheit gewohnt ist und damit auch etwas mehr in den Mainstream Bereich geschoben wird, aber im Endeffekt ist ihm eine zeitgemäße bunte Mischung aus vielen Verschiedenen Richtungen gelungen. Dieses Album macht auf jeden Fall Hunger auf weitere Releases vom Rapper aus Chicago und wenn man den bisherigen Meldungen Glauben schenken darf, soll Teil 2 von "Food & Liquor" noch dieses Jahr veröffentlicht werden.

PeAcE


Magnum Opus
Magnum Opus
Preis: EUR 9,99

5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen The Third Strike By The Croatian Nightmare, 5. März 2011
Rezension bezieht sich auf: Magnum Opus (MP3-Download)
Antoni Jur'i' alias Cronite verbindet schon eine sehr lange Zeit seines Lebens mit der Musik. Angefangen als Breakdancer, über diverse Battles gegen amerikanische GI's bishin zu seinem überragenden Debut Album "Cronite" im Jahre 2003 unter Universal Records ging der Weg, der ihn in der Musikszene festsetze und einen Namen verschaffte. Nach dem Mixtape "Independence Day" in Kooperation mit Kumpel DJ Polique 2005 und seinem zweiten Meisterwerk "Pariah" (welches u. a. ein Feature von Juice-Crew Legende Masta Ace beinhaltet) nur ein Jahr später, wurde es allmählich immer ruhiger um seine Person. Doch 2011 soll anscheinend das Jahr der totgeglaubten Alben-Veröffentlichungen werden, denn nachdem bereits Saigon sein langerwartetes Debut Album "Greatest Story Never Told" vor guten 2 Wochen das Licht der Welt erblickte, Dr. Dre's seit fast 10 Jahren angekündigtes neues Album "Detox" nun endgültig im Frühjahr erscheinen soll, legt auch Cronite seinen 3. Studiolongplayer namens "Magnum Opus" vor. Vollgepackt mit einer 16 Song starken Tracklist und einem durchaus sehenswerten Gäste Line-Up in Form von John Davis, Addis (ehemals Raptile), Viper, Jay Del Alma, Joshua Patrik, Ras Kass, Daniel Ivory, Supastition a.k.a. Kam Moye, The Burrougs Juniors, Dolt All von The Lords Of The Underground und Pacha Man. Jetzt aber genug mit den Vorab-Informationen und rein in "Magnum Opus".

Bereits das Intro verdient das Prädikat "Großartig". Eine aufwühlende Atmosphäre wird durch die tollen Melodien sowie den Chorgesängen aufgebaut und dazu gibt es noch ein paar nachdenkliche Worte, die sich jeder zu Herzen nehmen sollte. In "Many Men" begrüßt uns Cronite zu seinem dritten Album und rhymt was das Zeug hält über ein recht lockeres Instrumental, mit dem man sich sofort verbunden fühlt. Teile des Refrain Textes mit "Many men rhyme but not like me...many men shine but not like me..." sollte man nicht falsch verstehen, denn Cro will hiermit keineswegs protzen oder dissen sondern einfach klarstellen, dass er einer der "realesten cats" im Game ist und sein eigenes Ding durchzieht. "Still Here" wird durch seinen coolen Beat in Begleitung von passender Melodien richtig dick nach vorne gepusht und Sänger John Davis verleiht dem ganzen Song durch seine butterweiche Stimme soulige Akzente. Weiter gehts mit "Push Hard", wobei Addis und Viper hier Cronite tatkräftige Unterstützung leisten. Ein netter Synthe Beat gibt hier den Ton an und Addis sowie Viper teilen sich den Refrain zu einem Song der sicher sehr radiotauglich ist und auch die Clubs zum brennen bringen kann. Cronite vollendet das Teil hervorragend mit seinen giftigen Skillz am Mic. Jetzt schwebt "Magnum Opus" so ein wenig in relaxtere Phasen denn mit dem gefühlvollen "Baby Girl" in Verbindung mit einem Gala-Auftritt von Jay Del Alma sowie dem von einer prachtvollen Klaviermelodie geprägten "Your Way" bietet Cronite zwei weitere Stück die wahrlich unter die Haut gehen. Ras Kass gibt sich auf "Dem Boyz" die Ehre und verwüstet das bumpende Instrumental lyrisch zusammen mit Cronite in bester Manier. "Greater Later" weißt ähnlich wie "Push Hard" einen krachenden Synthe Beat auf und darf im Refrain durch Daniel Ivorys mitreisenden Gesang auch chillige Momente vorweisen. Nach einem bisher sehr mit Gastauftritten verzierten Werk kommt der zweite Solo-Track "All my life" daher. Ein pompöses Instrumental mit bunten Melodien und drückenden E-Gitarren bieten die perfekte Grundlage um Cro mächtig Feuer spitten zu lassen. Ein wenig softer driftet dann "Madness" wieder herab und schenkt dem Longplayer weiterhin einen guten Ausgleich. Zwar dröhnt der Beat kraftvoll aus den Boxen, dennoch wird diese Härte von der traumhaft kombinierten Melodie aus Streichern und Klavier, Michael Marshalls entzückenden, emotionalen Gesang und Cronites umwerfenden Songwritings aufs Abstellgleis verwiesen. "Warriors of love" erinnert von seinem Stil her sehr an Eastcoast Rap der 90er Jahre, wie ihn heutzutage in Zeiten der RnB und Electro influenced Black Music wohl nur noch eine Minderheit an Musikern benutzen (man nehme als Beispiel z. B. Jedi Mind Tricks, Cormega, Talib Kweli usw.). Das Instrumental läuft richtig heiß, dazu bekommt man noch die bekannte Piepstimme zu hören (welche ja auch von u. a. den Diplomats breits oft verwendet wurde) und Cronite sowie Supastition treiben sich gegenseitig energisch an die Spitze. Als nächstes präsentiert sich die Street Single "Time will show" in Zusammenarbeit mit DoItAll, wofür auch bereits ein Musikvideo abgedreht wurde. Ein sehr entspannter Track, der besonders durch seine wundervoll arrangierten Melodien zum Träumen einläd, aber auch eine perfekte Bühne für erstklassige Performances von den beiden bietet. "Children are the future" steht dem in Sachen Qualität in keinster Weise nach und auch das dreckige "Survivor" mit Feature Pacha Man, der dem ganzen durch seinen jamaikanischen Akzent ein wenig Summer-Flair verleiht, hat seine Reize. Bevor wir zum Ende von "Magnum Opus" durch das Outro kommen, welches sozusagen eine Fortsetzung des Intros ist, bietet uns Cronite noch "Ridin through the night" auf. Ein langsames Stück, das mit tiefsinnigen Lyrics, drückenden/düsteren Melodien sowie gescrewten Hook einen super Abschluss liefert und Cronite nochmals zu eine Topleistung am Mic aufruft.

Cronite's drittes Studioalbum "Magnum Opus" zeigt einmal mehr die Weltklasse des Nürnberger MC's mit bosnisch-kroatischen Wurzeln. Die Platte ist von Anfang bis Ende grandios produziert und man kommt in keinster Weiße auch nur annähernd auf die Idee einen Track zu skippen. Das was Toni am Mic veranstaltet kann man wieder nur mit jeder Menge Respekt und Lob überschütten, dazu noch alles in englischer Sprache was im deutschen Rapgeschäft eher die Ausnahme darstellt. Sein sensationelles Songwriting verleiht dem ganzen viel Tiefe sowie Logik und ist kein 0815 gepose nach dem Motto "Ich bin der coolste, hab Autos, Schmuck und Frauen" etc. Gerede, aber das war ja schon immer Cronites Markenzeichen gegen den Strom/Trend zu laufen und einfach soviel wie möglich Herz und Seele für die Liebe zur Musik in sein eigenes Ding hineinzustecken.

NBG/F-Town

PeAcE


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