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MirAclE (ZDF, LK Fürth)

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Flyleaf
Flyleaf
Preis: EUR 5,99

6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Flyleaf - Der Beginn einer neuen Ära, 14. November 2009
Rezension bezieht sich auf: Flyleaf (Audio CD)
Rock Bands gibt es so viele wie Sand am Meer, da bleibt es ziemlich schwer den Durchblick zu behalten und alles mögliche zu kennen. Welche Band man aber keineswegs verpassen sollte sind die aus Texas stammenden Flyleaf. Seit dem Jahre 2000 musizieren Frontfrau Lacey Nicole Mosley und ihre Kollegen munter umher, allerdings hatte die fünfköpfige Crew erst 2005 die Möglichkeit ihr Self Titled Debut Album zu releasen. Auf uns wartet nun eine Reise durch eine Mischung aus Alternative Rock, Nu Metal sowie Post Grunge mit christlich angehauchten Texten.

Hart und aggressiv geleitet uns die Band mit "I'm so sick" in den Longplayer hinein, den Lacey mit Shouts und düsteren Gesangparts den letzten Schliff verleiht. Ebenso vor Power strotzt "Fully Alive" nur so daher, das durch die mächtigen E-Gitarren und Laceys mitreisender Stimme zum verweilen einläd. Mit temporeicheren Dums und schönen Melodieergänzungen bekommen wir als nächstes die beiden Songs "Perfect" und "Cassie" um die Ohren gehauen - das fetzt richtig! Weiter geht es mit "Sorrow", das eine perfekte Mischung aus brachialen, aber auch entspannteren Elementen darstellt. Während im Refrain die E-Gitarren den Hörer elektrisieren, gibt es während der Strophen ruhigere Momente mit langsamen Drums und wundervoll im Hintergrund gehaltenen Melodien. Eine Nummer aufbrausender treibt es dann "I'm Sorry" zum Vollen v. a. Lacey's wutenbrannte Schreie gegen Ende des Tracks sind ein genialer zugleich auch etwas schockender Abschluss. Jetzt folgt mein Lieblingslied des Albums namens "All Around Me", zugleich auch die aus diesem Album erfolgreichste Singleauskopplung der Gruppe. Das Instrumental ist ein wahrhaftiger Sturm aus sanften Drums und großartig aufspielenden Gitarren die eine unvergessliche Melodie mit sich bringen, dazu verleiht uns Lacey mit ihrer wundervollen Stimme Gänsehautfeeling pur! Auch am nächsten Track "Red Sam" merkt man, das wir mittlerweile in einer relaxteren Phase des Albums angekommen sind die für nette Abwechslung zum ersten Teil des Albums sorgt. "Red Sam" beginnt zwar mit wilden, durchnanderspielenden Gitarren und Drums aber bekommt während den einzelnen Strophen eine erstklassige chillige Note verliehen. Mit "There For You" liefern uns Flyleaf eine ergreifende Rockballade ab die Lacey bestens emotional zu untermalen weiß. Fullminant schlägt dann "Breathe Today" in unsere Umlaufbahn ein, harte Gitarrenriffs und Lacey mit ernster und dreckiger Miene hauen in die fröhliche Atmosphäre der letzten Songs einen richtig scharfen Kontrast hinein - genial. Das Ende des Albums des Original Releases bietet eine weitere aufreibende Rockballade namens "So I thought", dessen glanzvolle Klänge man nur sehr schwer wieder aus seinem Kopf bekommen wird.
Beim Original Release wären wir hier am Ende angelangt, doch als das Label A&M unter dem Flyleaf unter Vertrag stehen mit Octone Records zusammenarbeitete entschied man sich einen Re-Release des Albums unter dem neuen Partnerlabel herauszubringen. Dieser beinhaltet bewegende Akkustik Versionen einiger Songs und ist in 3 Versionen verfügbar:
US Re-Release
Akkusitk Versionen von "Fully Alive", "Red Sam", Cassie", "I'm So Sick", "All Around Me" + DVD
UK Re-Release
Akkustik Versionen von "Fully Alive", "All around me", "Cassie"
D/EU Re-Release
Akkustik Versionen von "Fully Alive", "All around me"

Ich bin einfach nur riesig begeistert von diesem Album, auch wenn ich den Wehrmutstropfen hinnehmen muss die UK Version zu rezensieren und mir somit im Vergleich zur US zwei Akkustik Songs sowie die DVD fehlen, aber nunja man kann auch nicht alles haben. Wer guten Alternative Rock mit harten aber auch relaxten Songs hören will dürfte bei Flyleaf genau richtig sein und auch das brandneue Album "Memento Mori" welches am Dienstag veröffentlicht wurde kann ich euch nur wärmstens ans Herz legen.

PeAcE


Waking Up
Waking Up
Wird angeboten von moviemars-amerika
Preis: EUR 8,55

8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Waking Up - Ein würdiger Nachfolger, 14. November 2009
Rezension bezieht sich auf: Waking Up (Audio CD)
Alles was Starproduzent Timbaland anfasst wird zu Gold und diese Aussage hat uns Mr. Mosley einmal mehr im Jahre 2007 mit seinen Alternative Rock/Pop Schützlingen OneRepublic unterstrichen. Ihr Debut Album "Dreaming Out Loud" schlug ein wie eine Bombe und auch die dazugehörige 1. Singleauskopplung "Apologize" heimste weltweit große Erfolge ein und wurde zudem noch Teil des Soundtracks aus dem Til Schweiger Blockbuster "KeinOhrHase". Nun 2 Jahre nach dieser Erfolgsgeschichte legen uns die Mannen um Leadsänger Ryan Teddet ihr Nachfolgewerk vor, welches den Namen "Waking Up" trägt. Als Executive Producer fungierte hier wie sollte es auch anders sein Timbaland selbst, die Songs an sich wurden in aufwendiger Regie von Ryan Tedder höchstpersönlich produziert und zudem auch noch geschrieben. 11 neue Songs mit einer Gesamtspielzeit von guten 48 Minuten warten nur darauf vom Hörer verschlungen zu werden und schon im Vornerein stellt man sich die Frage ob die Jungs es tatsächlich schaffen den gleichen Level wie auf ihrem sensationellen Debut Album zu erreichen oder dieses vielleicht noch gar zu toppen???

"Made for you" macht den Einstieg in den Longplayer mit marschierenden Drums die von Klavier, Geigen sowie Gitarren gekonnt untermalt werden. Alles harmoniert prima zusammen und bietet uns ein Klangschauspiel der Extraklasse, dessen letzten Feinschliff Ryan Tedder mit seinem ergreifenden Gesang verleiht. Die 1. Singleauskopplung aus den Staaten stellt "All the right moves" dar, ein überragender Song mit viel Würze, dessen Prachtstücke wohl der mitreisende Beat, sowie der Refrain sind. Weiterhin folgt das tolle und unheimlich atmosphärische "Secrets", die aktuelle 1. Singleauskopplung für Deutschland (wird in den USA als 2. Single veröffentlicht). Mit diesem Song haben die Jungs wieder die Ehre auch auf einem Soundtrack vertreten zu sein, die Rede ist natürlich von Til Schweigers Fortsetzung zu "KeinOhrHase" die sich "ZweiOhrKüken" nennt. Etwas peppiger geht es dann bei "Everybody loves me" zur Sache, das teilweise durch seine Gitarren Riffs einerseits "dreckig" wirkt, aber anderseits durch die Akkusik Elemente auch ein freundliches/fröhliches Flair verbreitet. Das nächste Stück "Missing Persons 1 & 2" ist von seiner Art und Weise sowie dem Aufbau ein echter Geniestreich. Ryan Tedder leitet geschmeidig mit pompösen Melodien diesen Song ein, ehe dann ein dumpfer Drum Beat den Wahnsinn noch vollender, aber wer jetzt dachte das wars schon wird eines besseren belehrt denn ab 2:50 Minuten ändert sich das Instrumental vollkommen und der Hörer wird schwebt erneut auf Wolke 7. Mordsmäßigen Spass macht es "Good Life" zu lauschen, einem Track der vor Genialität nur so strotzt und v. a. durch die Akkustik Gitarren ein lebensfrohes Bild verliehen bekommt, welches Ryan Tedder mit seinem traumhaften Gesang nochmals untermauert. Für Freunde der ruhigeren Momente dürften sich die beiden sanften, ja schon fast Balladenmäßigen Tracks "All this time" und "Fear" bestens empfehlen - melancholische Meisterwerke mit viel Power und Emotionen. Der Titeltrack "Waking Up" stellt mit über 6 Minuten den längsten Track der LP" dar und dieser Titel passt eigentlich auch wie Faust aufs Auge, denn nach den beiden sehr ruhigen Songs die perfekt zum verweilen und träumen einladen, geht es nun mit viel Energie wieder voran denn bereits jetzt ist langsam der Endspurt angesagt. Von den ersten Sekunden an weiß "Marchin On" bereits zu begeistern, denn dessen Beat peitscht das Stück so richtig schön voran während die Gitarren vorerst einmal gediegen im Hintergrund gehalten werden. Das Ende von "Waking Up" wird mit dem smoothen "Lullaby" besiegelt, dessen Instrumental eine Klasse für sich ist, einfach atemberaubend drückend und Ryan Tedder singt sich hier zum Abschluss die Seele aus dem Leib und rundet das ganze mehr als gelungen ab.

Wer also dachte One Republic hätten mit ihrem großartigen Debut Album "Dreaming Out Loud" schon ihr volles Potenzial ausgeschöpft, der wird auf "Waking Up" sein blaues Wunder erleben, denn was Ryan Tedder und seine Band hier abgeliefert haben ist fast unbeschreiblich. Jeder Song dieser Platte ist einzigartig und hat es verdient gehört zu werden. Rein damit in den Player, zurücklehnen und den Klangwelten von One Republic lauschen - besser geht es nicht =)

PeAcE


D.N.a.
D.N.a.
Preis: EUR 29,65

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Marios neue Gene, 24. Oktober 2009
Rezension bezieht sich auf: D.N.a. (Audio CD)
Mario Dewar Barrett oder einfach nur Mario gehört mittlerweile zu den bekanntesten RnB Artists und dies nicht nur aufgrund seiner beiden Megahits "Just a friend" und "Let me love you". Bereits im jungen Alter von 15 Jahren veröffentlichte er 2002 sein Self Titled Debut Album sondern legte bis ins Jahr 2009 musikalisch auch noch Longplayer Nummer 2 und 3 in Form von "Turning Point" und "Go" nach. Auch Abseits vom musikalischen Trubel (Singen, Songwriting und Tanzen) hatte Mario einiges zu Tun, denn auch ein bisschen Modeling und die Schauspielerei stehen auf seinem Tagesplan - ein echtes Multikultitalent eben der 23 jährige. Nun präsentiert uns der aus Baltimore, Maryland stammende Sänger seinen brandneuen Longplayer namens "D.N.A.", welcher seit dem 12. Oktober in den Plattenläden steht. Auf dem 12 Song starken Machwerk haben sich wieder einige bekannte Namen zur Verfügung gestellt um die richtigen instrumentalen Untermalungen zu schaffen. Hier wären z. B. Bangladesh, The Runners, Jim Jonsin, Los Da Mystro, Tricky Stewart & The Dream, Dre & Vidal, Eric Hudson, Stargate oder Rico Love zu nennen. Die Gastauftritte bei "D.N.A." fallen mit Sean Garrett, Gucci Mane sowie Big Sean eher mager aus, aber beweist auch umso mehr das Mario dieses ganze Projekt sehr selbstbewusst angeht und sich nicht hinter zu vielen Features verstecken möchte. Ob ihm das gelingt ist daher wohl die andere Frage, welche wir aber im Verlauf des Albums sicherlich beantwortet bekommen.

Eröffnet wird das Album gleich mit einer richtigen Bombe namens "Break Up", welche gleichzeitig auch die 1. Singleauskopplung darstellt. Producer Bangladesh (bestens bekannt durch Ludacris's - Whats your fantasy und natürlich Lil Wayne's - A Milli) hämmert uns hier einen krachenden, von Bass nur so strotzenden Beat um die Ohren, welchen Mario und Sean Garrett mit ihren Gesängen und Gucci Mane mit seinen Raps in einen harmonischen Einklang auf einer Stufe zwischen Rap und RnB bringen. Die im September veröffentlichte 2. Single "Thinkin of you" folgt zugleich. The Runners haben hier mal wieder einen fabelhaften Beat abgeliefert, den Mario genüsslich bis zum letzten Moment zu verdeln weiß - ein Song der sofort in den Kopf geht. "Get Out" fällt von Beginn an durch seine satten und harten Bassschlägen auf, die sich gekonnt mit einigen elektronischen Melodien ergänzen, aber durch Mario's geschmeidiger Stimme einen gewissen chilligen Touch verliehen bekommt. Auch "Soundtrack to my broken heart" schiebt einen wuchtigen Beat vor sich her und die traumhafte Klavierbegleitung sowie die vereinzelten Synthes im Refrain tragen ihres zu einem Klasse Song bei. Für alle die es etwas fetziger und temporeicher mögen dürften mit "Starlight" bestens bedient sein, denn dieser Song lässt euch nicht lange ruhig stehen bleiben - das schreit nach abtanzen. Eine ruhige Nummer schiebt Mario nun mit "Stranded" ein. Der Beat ist smooth aber auch packend zugleich und erhält durch die verschiedenen Melodielementen aus Schlaginstrumenten und Streichern eine verträumte Atmosphäre. Weiter geht es mit "Ooh Baby", einem richtigen Banger mit passendem Beat von Jim Jonsin ausgestattet, bei dem uns Mario mit seiner genialen Stimme zum dahinschmelzen bringt. Ein echtes "Schmankerl", wie der Bayer zu sagen pflegt bekommen wir dann mit "Before she said Hi" serviert. Dre & Vidal haben hier einen überragenden Old School Drum Beat ins Rennen geworfen, der seines gleichen sucht und eine willkommene Erfrischung ist, aber auch an alte Zeiten zurückerinnern lässt. Für die Produktion von "I Choose you" zeigten sich Stargate verantwortlich und dabei herausgekommen ist ein wundervoller Slow Jam mit toller Gitarrenbegleitung und Synthes, welchen Mario mit all seinem Können und seiner Erfahrung zu einem großartigen Song macht. Elektrisieren und mitreisend treiben E-Gitarren den Track "Don't walk away" voran, welcher aber durch die wohlklingende Klaviermelodie einen ruhigen Ausgleich bekommt und Mario im Refrain emotional zur Höchstform aufläuft. Geheimnissvoll und ja auch ein bisschen mystisch klingt "I miss my friend", was dann aber im weitern Verlaufe sich immer mehr entfalltet und zu einem souveränen Hörspektakel heranwächst, bei dem sich auch Mario keine Blöße gibt. Da wären wir schon fast am Ende des Albums angekommen aber irgendwas hat hier ja noch gefehlt und zwar so eine richtige herzzerreisende Ballade und die bekommen wir nun auch mit "The Hardest Moment" zugestellt. Mario kann hier seine Stimme glanzvoll zur Geltung bringen und kommt auch einen Großteil des Songs ohne einen Beat aus, sondern wird nur von Instrumentalkombinationen (u. a. Klavier und Geigen) unterstützt, bis dann irgendwann weit über 2 Minuten ein gediegenes Fingerschnippsen als eine Art Beat beigesteuert wird.

Als Fazit zu diesem Longplayer bleibt mir kurz und knackig zu sagen:
Die Wartezeit auf "D.N.A." hat sich definitiv gelohnt. Es scheint fast so als hätte Mario noch lange lange nicht genug, denn was der Gute auf seinem neuen Album abliefert ist wirklich hörenswert und wird sicher auch noch in den nächsten Monaten für mächtige Präsens sorgen.

PeAcE


I Look To You
I Look To You
Preis: EUR 6,99

2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Eine Diva kehrt zurück, 17. Oktober 2009
Rezension bezieht sich auf: I Look To You (Audio CD)
Sie gehört zweifelsohne zu den größten und erfolgreichsten Frauen aus dem Soul und Pop Bereich, die Rede ist von niemand geringerem als Whitney Houston. Obwohl Whitney seit über 30 Jahren aktiv im Musikgeschäft tätig ist, ist es umso verwunderlicher das erst im Jahre 1985 ihr Self Titled Debut Album veröffentlicht wurde und ihr Prominentengrad dann umso mehr aunaufhörlich in die Höhe schoss. Nach einer Auszeit von guten 7 Jahren veröffentliche die mittlerweile 46 jährige nun endlich 2009 ihr neues und zugleich 6. Studioalbum namens "I look to you". Der 11 Song starke Longplayer beinhaltet Produktionen von Swizz Beatz, Danja, Stargate, Tricky Stewart, Akon, R. Kelly, Eric Hudson und Davis Foster. Auf Gastauftritte verzichtete Whitney so gut wie komplett, nur Megastar Akon hatte die Ehre der Guten bei einem Song zur Seite zu stehen. Also nun mal rein in die Platte und sehen was Whitney mit ihrem hohen Alter noch so alles auf dem Kasten hat.

Den Einstieg liefert uns das von Alicia Keys und Swizz Beatz produzierte "Million Dollar Bill" was Samples von Loleatta Holloway's "We're Getting Stronger" beinhaltet. Eine recht ordentliche Nummer mit einigen groovigen Elementen und alles so ein bisschen auf alt/retro gemacht. Man merkt Whitney schon an das sie mittlerweile ins Alter gekommen ist die volle Bandbreite ihrer Stimme wie Mitte der 90er hat sie nicht mehr, aber es reicht immer noch bestens aus um uns eine gute Gesangskost zu servieren. Das von Danja produzierte "Nothing but love" prahlt mit einem knackigen Beat und vielen Synthes, die sich toll mit Whitney's Gesang ergänzen. Für das nächste Stück "Call you tonight" zeigte sich das Producer Duo Stargate verantworlich. Whitney's Stimme kommt hier zum ersten Mal richtig genial zur Geltung und verbindet sich ideal mit dem geschmeidigen Instrumental, das von Gitarren und vereinzelten Streichern aufgemischt wird. Zugleich folgt nun der Titeltrack "I look to you", der die 1. Singleauskopplung darstellt. Eine einfühlsame Ballade mit vielen Emotionen und schöner Klavierbegleitung, die allerdings zu viel Anlaufzeit benötigt um sich vollkommen zu entfalten. "Like I never left" zusammen mit Akon, der das Stück auch produziert hat ist mein Lieblingstrack des Longplayers. Der smoothe Beat sowie die Flötenmelodien harmonieren prächtig mit dem Duo Whitney und Akon, die glanzvoll dieses Instrumental veredeln. Weiter bekommen wir nun "A song for you" zu hören, für diesen wieder Stargate ihre Finger an den Reglern hatten. Das Lied beginnt gelassen und ruhig mit einem Klavier und Whitney trällert ihren Text aus sich heraus, doch das ist erst der Anfang denn das Instrumental baut sich immer weiter und weiter auf bis wir schließlich nach fast 1 1/2 Minuten einen fetzigen temporeichen mit Dancelementen gespickten Beat zu hören bekommen, aus dem noch die ein oder anderen Synthes herausstechen. Mit "I didn't know my own strenght" gibt es dann wieder eine wohlfühlende langsame Ballade zu Hören, die einen guten Kontrast zu dem bisher gehörten abliefert. Einen netten Slow Jam lieferte Produzent Eric Hudson mit "Worth It" ab, der sich durchaus sehen lassen kann, genauso wie das funkige und heranrauschende von Danja produzierte "For the lovers". Bei "I got you" spielt Akon mal wieder großartig als Produzent auf und bietet mit seinem slowen Instrumental eine Hammer Grundlage mit der Whitney gut umzugehen weiß. Den Abschluss liefert uns das von R. Kelly produzierte "Salute" - ein gradliniger Slow Jam mit krafvollem Beat, Gitarren und Klavier, welchen Whitney sanft besingt und auch noch einmal ein paar Emotionen im Refrain mit reinpackt.

Whitney Houston ist mit ihrem neuen Album "I look to you" ein guter Longplayer gelungen, der sich nicht zu sehr an den aktuellen Trends anpasst sondern einfach durch Whitney seine eigene Note verliehen bekommt. Auch wenn Miss Houston mit ihren 46 Jahren bereits ein reifes Alter erreicht hat, in dem andere Musiker ihre Karriere schon längst an den Nagel gehängt haben, zeigt die Diva noch was sie uns die letzten 7 Jahre seit dem letzten Longplayer unter Verschluss gehalten hat. Wie bereits angesprochen hat sie klar nicht mehr die stimmliche Präsenz wie vor vielen Jahren, aber um ein rundum gut gelungenes Album auf den Markt zu bringen steckt hier gewiss noch in der Tasche und wird es sicherlich die nächsten Jahre auch noch sein.

PeAcE


I am Chipmunk
I am Chipmunk
Wird angeboten von Multi-Media-Trade GmbH - Alle Preisangaben inkl. MwSt.
Preis: EUR 5,42

3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Chipmunk - The Young Monster Outta UK, 16. Oktober 2009
Rezension bezieht sich auf: I am Chipmunk (Audio CD)
Die Musikindustrie braucht sie immer wieder - neue, junge und frische Talente, welche in die Fußstapfen von Größen tretten und die Hörer mit inovativen Musikeindrücken einen brandheißen Sound servieren sollen. Eines dieser jungen, aufstrebenden Schützlinge dürfte wohl zweifelsohne der 18 jährige Jahmaal Noel Flyffe alias Chipmunk sein. Der aus Hornsey (Tottenham), London stammende Rapper und Songwriter konnte nach seiner 2007er Street Album "League of my own" einen Plattenvertrag bei Sony/Columbia ergattern und wurde auch schon im Jahre 2008, sowie 2009 mit je einem MOBO Award ausgezeichnet. Nun steht Chip's Major Label Debut "I Am Chipmunk" seit dem 12. Oktober in den Regalen und 13 Tracks warten darauf von einem Hörer verschlungen zu werden. Gastauftritte konnte sich der 18 jährige von Dayo Olatunji, Tinchy Stryder, Emelie Sande, N-Dubz, Loick Essien, Talay Riley sowie Young Spray sichern. Die instrumentalen Grundlagen steuerten u. a. Kyle James & Pete Peters, John Hendicutt, Maniac, Naughty Boy, Louis Gibzen, NSG oder Harmony. Mit einer riesigen Vorfreude und großen Erwartungen steige ich nun in den Longplayer ein.

Der Eröffnungstrack "Saviour" ist gleich ein richtiges Brett mit einem schlagkräftigen Beat, mystischen Chorelementen, einigen Elektro-Einspielern und schönen Frauen Backroundvocals im Refrain - super Einstieg. Das nächste Stück "Chip Daddy Chip" stellt die zweite Singleauskopplung dar, welche im März 2009 veröffentlicht wurde. Ein knalliger Drumbeat sowie paar harte E-Gitarren Riffs verleihen diesem Song ein rockiges Flavour sowie die richtige Würze und kann sich bestens mit Chip's Raps vereinen. Die nächste und zugleich auch neue Single "Oopsy Daisy" folgt zugleich. Eine geniale Uptempo Ballade über eine zerbrochenen Beziehung/Trennung mit wunderschöne Klavierbegleitung und einem traumhaft kombinierenden Duo bestehend aus natürlich Chip und Sängerin Dayo Olatunji, die uns im Refrain zum dahinschmelzen bringt - nicht umsonst toppt dieser Track zur Zeit die UK Charts mit einem fabelhaften Einstieg von 0 auf 1. Wer auf den für die Insel bekannten Grime Style bereits sehnsüchtig wartet dürfte an "Man Dem" mit Tinchy Stryder seine Freude haben, denn noch elektronischer und verrückter geht es wohl nicht mehr - im ersten Anlauf gewöhnungsbedürftig, aber hinterlässt dann doch einen coolen Eindruck nach mehrmaligen Hören. Producer Naughty Boy zeigte sich für die im Juli veröffentliche 3. Single "Diamond Rings" verantwortlich. Ein fetziger Beat treibt diesen Song mit viel Power voran, dazu gibt es einige Jazz Elemente und eine bestens aufgelegte Sängerin Emeli Sande, die sich für den glanzvollen Refrain zur Verfügung stellte - das Gesamtpaket klingt wie ein Retrotrack aus einem alten schäbigen Radio - Klasse! Schräge Synthes geben bei dem chilligen "Lose my life" den Ton an, welcher allerdings durch seinen Beat und die einsetzenden E-Gitarren im Refrain eine aufwühlende Atmosphäre verliehen bekommt, die Chip mit seinen Raps gelungen untermalt und uns Tulias von N-Dubz im Refrain Gänsehaut über den Rücken laufen lässt. Das von Mr. Wizzy Wow produzierte "I Am (Interval)" legt mächtig Tempo vor und brennt mit seinen kraftvollen Bässen so einige Speaker nieder - Chip schiebt lässig einen Rhyme nach dem anderen über das Instrumental. Ein ruhiges Händchen hatte Produzent Louis Gibzen, beim zusammenbasteln des Songs "Dear Family", welchen Chip sanft und mit viel Gefühl angeht. Durch die meisterhafte Klaviermelodie sowie dem klasse Frauengesang im Refrain bekommt das Stück einen erholsamer Wohlfühlfaktor verliehen. Eine Schiene härter tritt dann "Beast" aus dem Schatten hervor und besticht durch seinen bumpenden Beat und den vielen verschiedenen elektronische Melodieelementen, aber auch Sänger Loick Essien hat großen Anteil an der Genialität dieses Songs. Auf "Look for me" hat sich Chip mit Sänger Talay Riley zusammengetan und die beiden bieten uns hier wirklich ein genüßliches sowie mitreisendes Spektakel aus Rap, Rock und Pop, welches seines Gleichen sucht. "Role Model" geht in eine eher relaxtere Schiene über, aber durch ein paar Streicher und dröhnenden Bässen wird dem Song ein bisschen mehr Biss verliehen. Ein wahrhaftiges Hörvergnügen bekommen wir auf "Sometimes" geboten, dessen Hauptaugenmerk auf den gut produzierten Beat, sowie der wundervollen Melodiekombination aus aufbrausenden Streichern und ergreifenden Klavier liegt. Chip selbst gibt sich auch hier am Mic in keinster Weiße die Blöse und beweist einmal mehr sein Können und wie gut er seine Skillz den diversen Stilen anpassen kann. Wer nach den wundersamen Klänge von "Sometimes" noch immer verträumt in der Gegend rumliegt wird zum Abschluss noch einmal mit einem Paukenschlag aus dem Sessel gehaun, denn "Business" kommt gradlinig mit einem aggressiven und schmutzigen Beat daher, dessen elektronischen Verzierungen eine futuristische Atmosphäre aufbringen und Chip nochmal seine Lines ins Mic rattert. Natürlich setzen auch in diesem Song Gesänge im Refrain chillige Akzente und schließen den Longplayer perfekt ab.

Erst Tinchy Stryders neues gutes Studioalbum "Catch 22", dann der Hammer von Taio Cruz in Form von "Rokstarr" und nun dieser Geniestreich des 18 jährigen Chipmunk! Was dieses Jahr von den britischen Inseln im Bereich Black Music rausgehauen wird, kann sich echt sehen lassen. Unglaublich verbindet Chip auf seinem Major Label Debut "I Am Chipmunk" Rap, RnB, Pop, Grime, Elektro und die ein oder anderen kleinen Rockelemente zu einem unverwechselbaren Sound. Dieser Junge ist einfach der Wahnsinn und hat mit seinen 18 Jahren schon sein Potenzial bestens ausgeschöpft, denn nicht jeder schafft es auf seinem Major Label Debut so qualitativ erstklassige Musik auf die Beine zu stellen wie er. Diese Platte ist Pflicht in jeder gut sortierten Black Music CD-Sammlung also don't miss it ;)

PeAcE


Rokstarr
Rokstarr
Wird angeboten von Multi-Media-Trade GmbH - Alle Preisangaben inkl. MwSt.
Preis: EUR 10,07

4 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen I Love This Album!!!, 13. Oktober 2009
Rezension bezieht sich auf: Rokstarr (Audio CD)
In Großbritanien wird nicht nur super Fußball gespielt, sondern auch in der Black Music Szene hat die Insel einiges zu bieten und zählt zweifelsohne zur Elite in Europa. Eines ihrer größten Talente dürfte sicherlich der 24 jährige Adetayo Ayowale Onile Ere oder doch einfach besser Taio Cruz sein. Das Multitalent (Sänger/Songwriter/Produzent/CEO von Rokstarr Music London) mit nigerianischen sowie brasilianischen Wurzeln veröffentlichte letztes Jahr nicht nur sein geniales Debut Album "Departure" sondern arbeitete auch mit vielen großen Acts wie Justin Timberlake, den Pussycat Dolls, Britney Spears oder den Sugababes zusammen. Gut 1 1/2 Jahre nahm sich Taio Cruz Zeit sein Nachfolgewerk "Rokstarr" zu perfektionieren, welches mit 12 brandneuen Tracks auf uns wartet. Taio ließ es sich natürlich nicht nehmen und produzierte auch seinen zweiten Longplayer fast komplett im Alleingang, aber auch die ein oder andere hilfreiche Hand in Form von Fraser T. Smith, The Arcade und Alan Nglish standen dem Sänger zur Seite. Die Messlatte zum Debut Album "Departure" liegt noch immer sehr hoch, also hören wir doch gleich mal hinein in die neue Platte "Rokstarr" ob Taio Cruz die meisterlichen Klänge des Vorgängers bestätigen oder vielleicht sogar noch übertreffen kann.

Mit einem riesen Paukenschlag steigen wir in das Album ein, denn den 1. Platz sicherte sich gleich einmal die 1. Singleauskopplung "Break your heart". Seitdem ich dieses Lied vor etwas mehr als einem Monat das erste Mal gehört habe geht es mir nicht mehr aus dem Kopf und es toppt nicht umsonst seit Wochen die UK Single sowie Urban Charts. Eine mega geniale Mischung aus RnB und Dance Elementen mit einem richtig schönen fetzigen Beat zum abfeiern und vielen Synthes geben hier den Ton an und bieten die perfekte Grundlage für Taio's überragende Gesangskünste sowie einen mehr als nur Ohrwurmverdächtigen Refrain. Das nächste Stück "Dirty Pictures" bietet einen Gastauftritt von Sängerin Ke$ha, die uns wohl bestens bekannt ist aus Flo Rida's Smash Hit "Right Round". Der Song beginnt ziemlich ruhig mit geheimnissvollen Melodien und eine gediegenen Gitarrenbegleitung, aber von Zeit zu Zeit baut sich das Instrumental dann immer weiter auf und auf bis dann schließlich ein harter satter Elektrobeat kräftig feuer spuckt und mit spacigen Elementen verziert wird. Ich finde diesen Song bzw. Teile davon Anfangs etwas gewöhnungsbedürftig, man muss sich hier erst richtig reinhören bis der musikalische Glanz sich entfalltet. Eindeutig besser und wieder mehr aussagekräftig präsentiert sich "No other one", was wieder in die temporeichere Richtung ausschlägt mit einem genüßlich zum abtanzenden Beat und vielen elektronische Melodieelementen, die Taio Cruz mit seiner wundervollen Stimme zu veredeln weiß. Schlag auf Schlag gehts weiter mit "Forever Love", was von beginn an dank einer starken aufbrausende Melodie schon kräftig Punkte sammelt und durch den ratternden Dancebeat dann erst so richtig Fahrt aufnimmt, wobei Taio hier auch viele Emotionen in seine Stimme gekonnt mit einpackt und diese auch anschaulich rüberbringt. Ein aufstrebendes Feature steht Taio nun auf "Take Me Back" zur Seite, die Rede ist hier von Tinchy Stryder, dessen neues Album "Catch 22" ich euch auch nur wärmstens empfehlen kann. Dieser Track ist sowohl auf Taio's als auch Tinchy's Album vertretten und bringt einmal mehr unsere Tanzambitionen ins rollen durch einen schlagkräftigen Beat, einem Meer aus Synthesizern und sich im harmonischen Einklang perfekt ergänzende Performances von Taio und Tinchy. In eine entspannte und schön chillige Richtung driften wir nun mit "Best Girl". Das Instrumental erweckt eine ernste aber zugleich auch wohlklingende Atmosphäre, zu dieser der langsame Beat wie angegossen passt und auch Taio liefert einen 1A Job ab - atemberaubend und zum verlieben dieser Song. Im gleichen Stile aber nochmals eine Nummer emotionaler und mitreisender geht das wunderschöne "I'll never love again" mit einem Gewitter aus Streichern ins Gehör und bleibt dort auch sicher noch eine gewisse Zeit lang festsitzen. Eine berauschende melancholische Atmosphäre verbreitet Taio Cruz auf dem Track "Only You", wo man vor allem seinen Gesangsstärke deutlich zu spüren bekommt und das Instrumental sich auf einer schmalen Linie zwischen Pop, Elektro und radiotauglichem Rock bewegt - einfach eine brilliante Mischung. Geschmeidug und sanft beginnt "Falling in love" mit einem klasse Klavierinstrumental, welches immer mehr an Fahrt aufnimmt und durch einen smoothen Beat, der später auch teilweise in Drums umschlägt, seine gewissen Reize bekommt - man könnte hier fast denken soundtechnisch ein Lied von z. B. One Republic zu Hören. Eine Stufe wilder und mit viel Action treibt uns dann "Keep Going" wieder glanzvolles Partyfeeling ein, welches durch "Feel Again" aber sofort wieder einen krassen Kontrast erhält. Einsam, verträumt und traurig klingt das Instrumental zu diesem Song mit Gänserhauterzeugenden Klavier- sowie Gitarrenelementen, das Taio gesanglich mit jeder Menge Gefühle zur Vollendung bringt. Das Ende von "Rokstarr" bekommen wir mit dem Bonus Track "The 11th Hour" besiegelt, der wieder mehr in die flottere Richtung geht durch einige Dance-Elemente und Taio noch einmal seiner hervorragende Leistung am Mikrophon zum Abschluss die Krone aufsetzt - besser geht es definitv NICHT!

WOOOOOOOOOOW!!! Mir fehlen jetzt fast die Worte, was ich als Fazit über dieses Album sagen soll. Taio Cruz hat sich mit "Rokstarr" selbst übertroffen und zeigt seine unglaubliche Vielfälltigkeit mit diversen Genres einen qualitativ hochwertigen und unglaublich glamorösen Longplayer zu basteln. Eine Mischung aus RnB, Dance sowie Pop die seinesgleichen sucht und sich stilistisch gesehen auch von seinem Debut Album "Departure" um einiges abhebt. Wer dieses Album nicht hat verpasst DEFINITIV eines der besten CD's dieses Jahres also "Don't miss it" ;)

PeAcE


She Wolf
She Wolf
Preis: EUR 7,99

2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Die neue Shakira, 10. Oktober 2009
Rezension bezieht sich auf: She Wolf (Audio CD)
Was verbinden wir mit Shakira Isabel Mebarak Ripoll? Nicht nur einen hübschen Weltmegastar im Musikbusiness sondern natürlich auch lateinamerikanischen Flair, Summerfeeling und heiße Rhytmen. Nun hat die 32 jährige Kolumbianerin nach 4 Jahren ihr neues Studioalbum "She Wolf" ins Rennen geschickt, welches zugleich auch ihren dritten Longplayer in englischer Sprache darstellt. Doch wer Shakira in gewohnter Manier ala "Whenever, Wherever" oder "Hips don't lie" erwartet liegt auf "She Wolf" völlig falsch, denn hier geht die Gute einen neuen Weg in Richtung Dance, Electro, Synthe Pop. Ob dies nun so von ihr selbst gewollt wurde oder aufgrund der seit Monaten andauernden Hypephase dieses Subgenres vom Label so angestiftet wurde bleibt mal dahingestellt. Die 12 Songs, welche wir auf dem Album "She Wolf" zu hören bekommen wurden unter anderem von John Hill, den Neptunes, Wyclef Jean und Future Cut produziert. Den einzigen Gastauftritt, wenn man es überhaupt so nennen kann, hat Wyclef Jean auf dem album zu verzeichnen, aber dazu später mehr. Auf gehts zur Reise in Shakiras neue Welt.

Die Pole Position sicherte sich der Albumtitel und zugleich 1. Singleauskopplung "She Wolf". Shakira singt gelungen über einen schönen funkigen Beat, der zusätzlich mit einigen elektronischen Elementen und Gitarren aufgepeppt wird - ein echter Smash Hit und guter Vorsatz um Shakira's neue Seite kennenzulernen. Nun folgt ein Block bestehend aus 4 Liedern die allesamt von den Neptunes produziert wurden. Die Vorherrschaft bekommt "Did it again" mit temporeichen Beat und Akkordeonmelodie, was dem ganzen Song etwas altertümliches Flair verleiht, aber man bereits hier merkt das Shakira mit ihren diversen Tonlagen in der Stimme v. a. im Refrain nicht wirklich 100 %ig zu dieser Art von Musik passt. Mit "Long Time" kommt dann so ein bisschen wieder die Shakira zurück die im Jahre 2001 zum Megastar wurde, denn hier geben brausende Trommeln, verträumte und verspielte Hintergrundmelodien sowie eine coole Saxophoneinlage den Ton an - hört sich zwar ganz ordentlich an aber so richtig möchte der Funke hier nicht überspringen. Jetzt steigt der Track "Why Wait" ein und kommt mit einem krachenden Beat daher, dieser allerdings ziemlich einfallslos mit der ständig gleichen Bassline gestrickt ist, da können auch die Melodien nicht mehr allzu viel retten. Dancetauglich ist das Stück allemal aber da wäre sicherlich mehr drin gewesen, jedoch passt Shakira's Stimme hier wieder wesentlich besser. Das Blut in unseren Adern zu Wallung bringen kann Sie dann aber gewiss mit "Good Stuff", einem coolen Track mit Latino-Pop Elementen und einem glänzend sowie emotional gesungenem Refrain. Fröhlich daher marschiert "Men in this town" mit flottem Dancebeat, vielen Elektro-Elementen und Synthes, aber der Refrain ist hier ein großer Schwachpunkt da Shakira sich teilweise zu sehr mit ihrer Stimme überschlägt und zu kraftvoll agiert, das würde eher zu einer Ballade passen als zu diesem Lied. Das ruhigste Lied dürfte wohl der Song "Gypsy" darstellen. Unter ständiger Begleitung von Zupfinstrumenten und einem angenehmen Beat liefert uns Shakira hier musikalisch und gesanglich ein gelungenes sowie melancholisches Schauspiel ab, das sich mehr als nur sehen lassen kann. Mit einer soliden Instrumentalgrundlage gibt sich Shakira auf "Spy" zufrieden, bei dem Wycleaf Jean gefeatured ist, aber in Wirklichkeit dieser nur ab und an ein paar Wörter dazuredet, sodass man dies eigentlich nicht wirklich als Feature auflisten hätte müssen aber egal. Gesanglich gesehen macht Shakira in diesem Lied während der Strophen eine tolle Figur, aber sobald es in den Refrain übergeht klingt alles wieder etwas strange und unpassend. Ziemlich flott geht es auf "Mon Amour" zur Sache und E-Gitarren verleihen dem ganzen eine rockige Note, sowie auch dieser ab und an auftauchende Chor im Hintergrund eine grandiose Idee als Ergänzung ist. Es folgen zwar nun noch 3 Tracks, aber im eigentlichen Sinne ist das Album jetzt schon zu Ende, denn was wir bis zum Ende des Platte zu hören bekommen sind die spanisch sprachigen Versionen von "Did it again" ("Lo Hecho Está Hecho"), "Why Wait" ("Años Luz") und "She Wolf" ("Loba"). Einerseits haben Songs in der Muttersprache noch einmal ein kpl. anderes Flair, anderseits ist es aber so gesehen auch überflüssig da man nicht wirklich etwas Neues bekommt.

Rückblickend auf den Durchlauf des Albums kann man sagen, dass über "She Wolf" wohl die unterschiedlichsten Meinungen kundgegeben werden. Die einen können mit Shakira's neuem Stil bzw. ihrem experimentierfreudigen Ausritt wenig bzw. garnichts anfangen, die anderen feiern dieses Werk bis uns Unendliche. Ich persönlich stecke wohl irgendwo mittendrin in diesem ganzen Gewussel, denn es gibt gute, aber auch nicht so gelungene Tracks, Shakira's Stimme passt teilweise v. a. in den Refrains nicht wirklich zu diesem Musikstil und nach 4 Jahren hätte man wohl auch mehr als 9 neue Lieder + 3 spanische Versionen erwarten können.

PeAcE


Ms.Keri
Ms.Keri
Preis: EUR 42,06

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Geldmacherei mit Keri Hilson, 4. Oktober 2009
Rezension bezieht sich auf: Ms.Keri (Audio CD)
Noch bevor die aus Decatur, Georgia stammende Keri Hilson am 24. März 2009 ihr Debut Album "In a perfect world" veröffentlichte, hat die gute Dame schon einiges an Arbeit geleistet und viele Songs sowie auch ein Mixtape namens "Ms Keri" aufgenommen und diese wurden vor allem im Internet veröffentlicht. Das Mixtape "Ms. Keri" welches ursprünglich aus 20 Songs besteht und nur für Promotionzwecke zusammengestellt wurde, hat es nun aber tatsächlich als offizielles Album Release in die Plattenläden geschafft. Der Release von "Ms. Keri" wurde allerdings auf 11 Tracks heruntergekürzt, da einige der ursprünglichen Songs auf "In a perfect world" ihren Platz gefunden hatten und die Rechte daran logischerweise Keri's Label hat, dieser offizielle Release von "Ms. Keri" allerdings über ein anderes kleines Label namens Flower Music Int. getätigt wurde. Auf den 11 Songs stehen Keri Hilson Acts wie Akon, R. Kelly, Snoop Dogg, Stat Quo, T-Pain, Lil Wayne, T.I. und Jermaine Dupri zur Seite.

Mit dem Track "Mic Check" macht "Ms. Keri" seinen Anfang. Ein kraftvoller zugleich geschmeidiger Beat, mit hymnenartige Untermalung und Unterstützung durch Blasinstrumenten lassen Keri Hilson im Rampenlicht bestens glänzen und auch Akon weiß uns als Feature köstlichst in den Genuss seiner wunderbaren Stimme kommen zu lassen. Mystisch und düster kommt "High Heels" daher im Down South Style mit harten Beat, dicken Bässen und ein paar Streichereinlagen. Weiter gehts mit "Shake it like a dawg" was einen Gastauftritt von R. Kelly beinhaltet. Der Beat hat durchaus Partyambitionen, auch wenn dieser nicht wirklich temporeich ist und Keri sowie R. Kelly (der für den Refrain und einen Part zuständig ist) harmonieren ziemlicht gut. "Happy Juice" klingt da schon wieder eine Schiene härter mit Screwed Elementen, verzerrten Synthes und einen aufbrausenden Beat, welchen Snoop Dogg und Stat Quo als Features noch berhymen. Einen Freestyle/Flow kriegen wir mit "Ms. Keri" um die Ohren gehauen, denn hier hat sich Keri Hilson am Instrumental des Songs "Headsprung" von LL Cool J bedient - eine frische Art den Song zu hören, da durch eine Frau gesungen, aber wirklich neu und bahnbrechend ist das hier logischerweise nicht. Jetzt kommt ein Song, dem ich immer noch nachtrauere nicht auf Keri's Debut Album "In a perfect world" draufzusein, die Rede ist ganz klar von "Controll Me" welches von Timbaland produziert wurde. Timbo hat es mal wieder geschafft einen Beat in PErfektion zu schaffen, der ein übelstes Partybrett ist und durch seinen fetzigen Rhytmus wirklich jeden zum tanzen animieren muss. Schön sanft und ruhig wird es mit dem nächsten Stück "Promise in the dark". Obwohl der Slow Jam Beat ziemlich powergepackt daherscheppert, bekommt dieser durch die traumhafte Klaviermelodie und Keri's glamorösen Stimme die richtigen verspielten und relaxten Akzente. Mit einem weiteren Timbaland Beat trumpft "Luv ya" auf, der zu Timbos chilligeren Produktionen gehört, aber dennoch einige Geheimisse mit sich bringt durch diese klasse verschleierte Hintergrundmelodie sowie den E-Gitarren Einspielern im Refrain. Richtig hammermäßig geht es bei "What Channel" zur Sache, dessen temporeicher Beat uns von Anfang an in seine Bann zieht, dazu noch viele Synthes und eine Keri Hilson in Topform - was will man mehr? Jetzt nähern wir uns langsam dem Ende von "Ms. Keri", zunächst aber bekommen wir den Remix zur Single "Turnin me on" zusammen mit T-Pain, Lil Wayne, T.I. und Jermaine Dupri serviert, den bzw. den Song an sich jeder kennen dürfte und somit nicht groß erwähnenswert ist, allerdings frage ich mich dennoch wiso man das Lied mit dem Namen "Puttin me on" auf der Tracklist angegeben hat? Das letzte Lied ist eine schöne Ballade namens "Wrong when you gone" bzw. ein Teil davon da es nur etwas mehr als 1 1/2 Minuten lang ist. Allerdings ist das auch eine Art Freestyle/Flow, denn das Original stammt von Jennifer Lopez aus ihrem Album "Brave", hier hat Keri Hilson den Song im Producer Team The Clutch mitproduziert und geschrieben für J.Lo.

Was man musikalisch auf "Ms. Keri" zu hören bekommt ist schon alles nett und ordentlich, doch das ganze hat einen großen Haken. Das Artwork sieht gegenüber dem OG Mixtape und sonstigen Alben ziemlich einfallslos und billig aus, die Songs gehen ineinander über und beinhalten oft DJ Gelabber und sind desöfteren auch in einer nicht wirklich CD tauglichen Qualität auf den Silberling gepresst worden. Zudem ist dieses Teil auch nur für Leute etwas, die Keri Hislon erst seit ihrem Debut Album verfolgen und etwas über ihre anderen Aufnahmen wissen wollen, alle anderen worunter ich mich auch einschließe dürften diese Songs bereits kennen oder haben das OG Mixtape gehört. Wenn ein kleines Label schon Geldmacherei mit Liedern einer großartigen Künstlerin betreiben will dann bitte richtig und nicht so lieblos dahingeklatscht wie mit diesem offiziellen Release.

PeAcE
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Oct 31, 2009 11:45 AM CET


Hot Mess
Hot Mess
Preis: EUR 13,97

6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Hot Mess gibt den Ton an, 4. Oktober 2009
Rezension bezieht sich auf: Hot Mess (Audio CD)
Als sich die Punk Rock/Alternativ Rock Band Midtown im Jahre 2005 auflöste, wollte Sänger und Bassist Gabe Saporta seine Musikkarriere noch lange nicht an den Nagel hängen und gründete ein neues Bandprojekt namens Cobra Starship. Die fünfköpfige Band veröffentlichte 2006 ihr Debutalbum "While the city sleeps, we rule the streets" mit der Debutsingle "Snakes on plane", welche auch auf dem Soundtrack des gleichnamigen Hollywood Blockbusters mit Samuel L. Jackson zu finden ist. Nur ein Jahr später folgte das Sophomore Werk "Viva La Cobra" und Keyboarderin Elisa Schwartz gab ihren Ausstieg aus der Band bekannt, wurde aber schleunigst durch Victoria Asher ersetzt. Seit Mitte August liegt nun das neue und dritte Studioalbum "Hot Mess" vor, welches in der Standard Version mit 11 Tracks auf uns wartet die allerdings nur zwei Features in Form von Schauspielerin Leighton Meester und Rapper/Producer B.O.B., der seinen Künstlernamen mittlerweile in Bobby Ray umbenannt. So nun wollen wir mal in das gute Stück hineinhören und uns einen Eindruck über Cobra Starships dritten Longplayer machen zu können.

Den Anfang macht "Nice guys finish last" mit schrägen Sirenengeräuschen, fetzigen Drums, Gitarrenriffs und ein paar elektrischen Elementen, was einen netten und zugleich gelungenen Einstieg in den Longplayer bietet. "Pete Wentz Is the Only Reason We're Famous" ist der Titel des nächsten Titels, der ziemlich aggressiv daherkommt mit schnellem Schlagzeug, harten Gitarreneinlagen, ein paar Synthes und auch Sänger Gabe Saporta schon teilweise leicht das shouten anfängt. Nun folgt die erste Single "Good girls gone bad". Ein wahrhaftiges Partybrett, bestehend aus Synthe-Pop Elementen, rockigen Einlagen und einen Text den man genüßlich mitsingen kann sowie dem Highlight - der Auftritt von Schauspielerin Leighton Meester, die dem ganzen Song noch das gewisse Etwas verleiht. "Fold your hands child" beginnt krachend, aber wird während den Strophen etwas gediegener gehalten. Die elektrischen Melodieelemente ergänzen sich prima mit dem fröhlichen Beat und auch Gabe's Gesang kommt bestens zur Geltung. Das nächste Stück "You're not in on the joke" hat keine ausergewöhnlichen Merkmale und siedelt sich im guten Durchschnittsbereich an, wohingegen die zweite Singleauskopplung "Hot Mess" dann wieder gewaltig reinhaut mit gut verknüpftenen Dance, Pop- und Rockelementen. Von Beginn an reißt "Living in the Sky with Diamonds" durch sein temporeiches Instrumental mit und erhält durch en traumhaft gesungenen Refrain noch eine gewisse chillige Note. Fröhlich und verspielt kommt "Wet hot american summer" daher, dessen Melodielemente perfekt aufeinander abgestimmt sind und zusammen mit tollen Beat eine super Grundlage für Gabe's Lyrics bieten. "The Scene is dead: Long live the scene" macht vom Start an den Eindruck als scheint es das ruhigste Stück des Albums zu sein, aber da täuscht man sich doch etwas, denn sobald der elektrolastige Beat einsetzt und wilde Gitarrenriffs diesen noch veredeln bekommt der Song richtig Power, auch wenn dieser im Vergleich zu vielen anderen Liedern dennoch sanfter klingt. Noch einmal richtig vorantreibend bricht "Move like you gonna die" auf uns herein, wieder mit viel Tempo gespickt und gewaltig rockig in einer wieder etwas härteren Liga. Den Abschluss der Standard Version des Albums "Hot Mess" bietet dann mit "The world will never do" noch einmal einen riesigen Hochkaräter auf. Smooth und gechillt in eher langsameren Tempo kommt das klasse Instrumental daher, was man in Richtung Alternative Rock/Black ansiedeln dürfte und durch Feature B.O.B. noch einen gewissen Rap Touch verliehen bekommt, der den ganzen Track bestens auffrischt zu dem eh schon genialen Gesang von Gabe Saporta.

Als Fazit bleiben mir folgende Worte zu sagen: Was Cobra Starship hier mit ihrem neuen Longplayer "Hot Mess" abliefern ist wirklich sehr interessant und hörenswert. Eine Mischung aus Alternative Rock, Synthe Pop, Dance, Punk Pop/Rock und ein ganz wenig Black Music Elementen, die man gut umgesetzt hat. Zwar bleibt der Truppe noch etwas Luft nach oben, denn komplett perfektioniert kommt "Hot Mess" dann leider auch nicht daher, aber die Damen und Herren haben ja sicherlich noch eine lange Karriere vor sich. Nichts desto trotz kann man "Hot Mess" locker 4 Sterne vergeben und es ist sicherlich eines der Alternative Highlights des Jahres 2009.

PeAcE


Outta Here
Outta Here

4.0 von 5 Sternen Die neue Hoffnung aus den Niederlanden?, 27. September 2009
Rezension bezieht sich auf: Outta Here (Audio CD)
Heutzutage als Newcomer Fuß im Musikbusiness zu fassen ist schwer genug, da bietet es sich doch bestens an mit prominenter Unterstützung die Welt der Stars aufzumischen. Genau dieses Glück hatte wohl die aus Westervoort, Niederlande stammende Sängerin Esmee Denters. Die wunderhübsche 20 jährige machte sich in der Vergangenheit auf der bekannten Video-Sharing Website YouTube einen Namen, indem sie Coverversionen von Größen wie Beyonce, Brandy, Mariah Carey oder Justin Timberlake ins Netz stellte. Letzterer entdeckte Esmee genau deswegen im Internet und nahm sie 2008 unter seinem damals neu gegründeten Label Tennman Records unter Vertrag, welches unter Interscope und Universal vertrieben wird. Schon bald begannen die Aufnahmen für ihr Debut Album "Outta Herre", wobei Esmee die Ehre hatte neben Justin Timberlake selbst auch mit Leuten wie One Republic Frontmann Ryan Tedder, Toby Gad, Stargate, Polow Da Don, Danja, Hannon Lane oder Mike Elizondo im Tonstudio zu stehen. Das Album wurde bisher im Mai bzw. Juni nur in den Niederlanden sowie Belgien veröffentlicht. Ein UK- sowie europaweiter Release ist von Seiten Interscope/Polydor für Januar 2010 geplant und auch der große Sprung über den Teich scheint nicht mehr weit weg zu sein. So und nun nehmen wir den Longplayer "Outta Here" mit seinen 13 Songs einmal genauestens unter die Lupe.

Ein paar Blasinstrumente geleiten uns in den ersten Track "Admit It", welcher Anfang September als 2. Singleauskopplung veröfentlicht wurde und einen mächtig groovigen Beat aufweist, den Esmee bestens mit ihrer schönen Stimme zu veredeln weiß. "Victim" stammt aus den Federn von Ryan Tedder und ist ein Slow Jam in allerhöchter Perfektion, denn der gewaltige aufbrausende Beat, die diversen Synthe-Effekte sowie einzelne E-Gitarren Riffs verleihen dem ganzen einen mitreisenden Touch. Weiter geht es mit der von Polow Da Don produzierten 1. Singleauskoppllung "Outta Here". Polow's Beat (der gegen Ende teilweise sehr an seine Produktion von Chris Brown's "Forever" anlehnt) ist wie immer megast nice, super zum abtanzen geeignet und erhält durch die E-Gitarren eine aggressive Atmosphäre. Esmee gibt sich auch auf diesem Song gesanglich keineswegs eine Blöse und verhilft diesem Song zu einem echten Ohrwurm. Mit "Love Dealer" folgt das erste von 2 Duetten mit Justin Timberlake auf diesem Longplayer. Leider muss ich hier sagen das Stargate schon bessere Instrumentals als dieses hier gebastelt haben, die Melodien und der kpl. Rhytmus des Tracks ist zwar klasse, doch der plumpe, einfache Beat enttäuscht mich dann doch um einiges, sodass ich diesem Lied an sich nur eine durchschnittliche Bewertung geben kann. Bei "Gravity" können wir in die Künste des aufstrebenden Produzenten Hannon Lane hineinhören, der hier wirklich einen fabelhaften Job abliefert mit kraftvollen Slow Jam Beat, Streichern und Klavier - ein wie für Esmee Denters geschaffenes Instrumental, das die junge Dame mit viel Herz und Emotionen zur Vollendung bringt. In der gleichen Liga darf sich wohl zweifelsohne auch "What If" ansiedeln, welches ebenfalls wieder ein Meer aus Streichern beinhaltet und durch diese Glockenschläge im Hintergrund so etwas mystische Atmosphäre verliehen bekommt. "Memories turn to dust" beginnt ruhig, marschiert aber dann mächtig durch seinen Trommelbeat voran, der von einer seichten Klaviermelodie untermalt wird und Esmee viel Power in ihrer Stimme mit bringt. Jetzt haben die Akkustik Gitarren ihren großen Auftritt, denn der Slow Jam "Gettin over you" und die traumhafte und zugleich super gefühlvolle Ballade "Just can have it", haben diese als Hauptaugenmerk zu bieten. "The First Thing" stellt wohl eindeutig den langsamsten und ruhigsten Track aus "Outta Here" da und bieten einen guten Kontrast zum Restprogramm des Albums, auch wenn in diesem Song durchaus noch Steigerungsvermögen zu sehen ist meiner Ansicht nach. "Cassanova" stellt das zweite Duett von Esmee und Mr. Timberlake dar, welches sich über eine instrumentale Untermalung von Danja freuen durfte und teilweise düster und geheimnissvoll klingt. Esmee und Justin arbeiten hier perfekt zusammen...eine wundervolle Paarung die beiden. Temporeicher geht es auf "Bigger than the world" zur Sache, das von Justin's Producer Gruppe The Y's und Mike Elizondo produziert wurde womit wir nun schon fast am Ende des Debut Albums von Esmee Denter wären...wäre da nicht noch der Bonus Track "Sad Symphony". Der Beat klingt freundlich, ist mit ein paar Xylophon Schlägen im Hintergrund versetzt und wird den Großteil über von Streichinstrumenten begleitet - ein Song in den man sich einfach verlieben muss und Esmee mit ihrer 1A Gesangsleistung nochmal die Krone aufsetzt.

Zum Abschluss bleibt mir zu sagen, das "Outta Here" ein beachtliches Debut Album geworden ist mit einer guten Mixtur aus RnB und Pop von einem jungen, aufstrebenden hölländischen Mädchen namens Esmee Denters, die nur so von Selbstbewusstsein und jeder Menge Potenzial strotzt. Ihr bleibt zu wünschen, dass sie im kommenden Jahr wenn "Outta Here" europaweit veröffentlicht wird, die Platte auch den Weg über den großen Teich in die Staaten führen wird, denn dann können sich Ciara & Co. warm anziehen.

PeAcE


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