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MirAclE (ZDF, LK Fürth)

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You've Dug Your Grave,Now Lie in It
You've Dug Your Grave,Now Lie in It
Preis: EUR 13,64

5.0 von 5 Sternen Einzelstück für die Ewigkeit, 14. August 2010
Kenotia ist eine Band aus dem Alternative Rock/Pop Punk bereich, die sich im Jahre 2005 zusammengefunden hatte und mit dem Einspielen diverser Songs begann. Es sollte allerdings noch gute 2 Jahre, sowie die ein oder andere Personaländerung, andauern bis die Gruppe dann 2007 einen Plattenvertrag unterschreiben konnte und somit die Tore geöffnet waren ihr Debutalbum auf die Musikwelt loszulassen. Am 30. Oktober 2007 war es nun endlich soweit und der Longplayer "You've Dug Your Grave, Now Lie in It" stand in den Plattenläden.

Gleich zu Beginn fällt die recht kurze Tracklist mit 9 Stücken und einer Gesamtspieldauer von guten 35 Minuten auf, was man das ein oder andere Mal auch gern als großen Negativpunkt darstellen könnte, aber nicht so bei Kenotia, denn diese 9 liebevoll aufgenommen Songs sind ein Musikerlebniss pur! Die Band schafft es prächtig die verschiedenen Instrumente zu arrangieren und einen tolle Mischung aus harten sowie entspannten Momenten zu bilden. Als Musterbeispiel hierür lässt sich gleich der Einstiegssong "Lonewolf McQuade" bestens verwenden. Während die brachialen Gitarrenriffs und Refrain Shouts eine mit vielen Emotionen bepackte aggressive Atmosphäre versprühne, sorgen die harmonischen Drums und die traumhaften Melodien für einen genialen Ausgleich. Der Titeltrack brennt sich ebenso schnell durch sein stimmliches Instrumental in unser Gehört ein, wie das durch seine kräftigen Gitarren angetriebenen "Decorating for cinco de mayo". Schön relaxt und slow geht es auf "Until this day" zur Sache, wobei sich der Song während der Spieldauer über immer mehr und mehr aufbäumt und zum Ende hin förmlich explodiert. Sängerin Carly Krantz macht einen beeindruckenden Job und weiß ihre stimmliche Vielfalt jederzeit perfekt einzusetzen. Mit eine wahren Ruhe beginnt "They almost got me!", doch dass dieser Umstand nicht lange andauert bekommt der Hörer dann schnellstmöglich mitgeteilt, wenn ihm die saftigen Drums und fetzigen E-Gitarren um die Ohren fliegen. "86 seconds later..." ist ein glanzvolles 86 sekündiges Instrumentalschauspiel, das zum lauschen einläd und einen schon richtig Hunger auf das nächste Stück bereitet. Dieses tritt nun in Form von "Snowman what's your 20" in Erscheinung. Dieser Song besticht vor allem durch die Tempokombinationen des Schlagzeuges, welche Carly's packenden Gesang einwandfrei untermalen. Nach dem ebenfalls sehr überzeugenden "The Sun's up but you're down" steuert der Tonträger nun seinem Ende entgegen. Aber keine Sorge, denn mit "The day dixie crumbled" hat "You'Ve Dug Your Grave,Now Lie in It" einen nochmals gewaltigen sowie würdigen Abschluss gefunden, der das hochklassige Gesamtbild in Perfektion abrundet.

Kenotia ist mit "You'Ve Dug Your Grave,Now Lie in It" ein faszinierendes Debutalbum gelungen, dass durch Qualitat anstatt Quantität überzeug und sicherlich in keiner gutsortieren (Rock-)Plattensammlung fehlen sollte. Das traurige daran ist aber, dass diese tolle Band sich nun nach einigen Schwierigkeiten endgültig aufgelöst hat (Carly arbeitet an ihrer Solo Karriere und Ryan, Paul & Pat haben eine eigene Band gegründet) und dieses Album wohl ein Einzelstück für die Ewigkeit bleiben wird.

PeAcE


Trill O.G.
Trill O.G.
Preis: EUR 18,82

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bun B The Trillest, 11. August 2010
Rezension bezieht sich auf: Trill O.G. (Audio CD)
Das Black Music Jahr 2010 ist in vollem Gange und auch in Texas ist mittlerweile durch diverse tolle Alben Releases wieder das gewohnte Bild eingetreten. Als nächstes möchte uns Rapper Bun B mit seinem 3. Solo Longplayer namens "Trill O.G." einen weiteren Leckerbissen der Güteklasse A servieren. Die Zutaten hierzu klingen bereits vielversprechend und lassen einem schon mächtig das Wasser im Mund zusammenlaufen. Denn das Gästeaufgebot umfasst neben den Kollegen aus Houston in Form von Slim Thug oder Play N Skillz auch Young Jeezy, Drake, T-Pain, Trey Songz, Gucci Mane, Twista, Yo Gotti oder Letoya Luckett. Auch Bun's vor nicht ganz 3 Jahren verstorbener kongenialer Partner Pimp C sowie die ebenfalls verstorbene Westcoast-Raplegende 2Pac finden sich auf "Trill O.G." wieder. Die instrumentale Basis steuerten die J.U.S.T.I.C.E. League, Drumma Boy, Boi-1da, Steve Below, DJ Khalil und ja man höre und staune auch DJ Premier bei. "Trill O.G." ist zudem in drei verschiedenen Versionen erschienen - 1 x mal die Regular Edition mit 16 Tracks, 1 x die Deluxe Edition mit 20 Tracks, sowie für Texas Releases des öfteren üblich in einer Chopped & Screwed Version.

Einen auf den ersten Blick entspannten Einstieg bietet der Opener "Chuuuch", mit Streichern und Orgel im Intro des Songs, aber der dick auftreagende Beat und die E-Gitarren verleihen dem ganzen Song dann noch den besten Schliff. Eine der einfachsten Hit-Formeln wurde im nächsten Song "Trillionaire" verwendet. Man nehme einen dröhnenden Beat und einen von T-Pain gesungenen Hook und das Teil wird von selbst sofort ein eingängiger Ohrwurm. Bun B trumpft hier in den einzelnen Versen richtig stark auf und harmoniert prächtig mit dem restlichen Gesamtbild. Das nächste Brett lässt aber keineswegs lange auf sich warten, denn schon mit "Just like that" hat Bun B den perfekten Duett Partner in Form von Young Jeezy gefunden, die zusammen das harte und mit vielen Synthes ausgestatete Instrumental niederbrennen. Satte Bässe teilt "Put it down" aus, das die ganze Zeit über von einer Orgel begleitet wird und im Refrain durch Drake (der auch einen eigenen Rap Part hat) und den zynisch einsetzenden Streichern einen gewissen dramatischen Einbruch verliehen bekommt. Eine super Idee setze Bun B mit "Right Now" um, denn hier ist nicht nur sein verstorbener Partner Pimp C gefeatured, der einen wahrhaftigen Killer-Part hinlegt, sondern auch Tupac Shakur. Für den relaxten Ausgleich ist Trey Songz mit seiner grandiosen Stimme und einem mitreisend gesungenen Refrain zur Stelle. Dreckig und düster hallt "Countin Money" mit jeder Menge Power aus den Boxen und dieser Gangart geht das köstlich aufeinander abgestimmte Dreigespann Bun B, Yo Gotti und Gucci Mane raptechnisch gesehen in weiser Manier nach. Einen Gang runter umd sich wieder etwas zu sammeln nach dieser Bombe "Countin Money" schaltet dann "Speakeasy", wobei Bun hier von Twista und Bluesman Ceddy St. Louis unter die Arme gegriffen wird, aber man leider sagen muss, dass Twista's schneller Rapstyle in manchen Augenblicken nicht so recht zum Tempo des Instrumental passen will. Mit "Lights, Camera, Action" wird nun ein Trio eingeleitet, welches die ersten Solo Songs von Bun B auf "Trill O.G." darstellen und der 37 jährige es auch alleine mächtig auf dem Kasten hat. Eine schöne chillige Nummer bekommt man mit "Ridin Slow" geboten, die zum einen durch einen schön gesungenen Refrain überzeugen kann und zum anderen auch eine Art härteren Kontrast durch die Raps von Bun sowie Slim Thug aber auch dem kraftvollen Instrumental verliehen wird. Ein faszinierendes Highlight ist ohne Zweifel "Let em know". Bun B packt seine Rhymes über einen Beat von DJ Premier aus!!!...das kann ja nur geil werden und enttäuscht wird man hier auf keinen Fall. Das altmodische Instrumental hämmert und hämmert vor sich hin, während Streicher Samples und Scratches Bun's Raps untermalen. Einen Geniestreich hat die J.U.S.T.I.C.E. League mit der Produktion von "All A Dream" ins Leben gerufen. Dieser Track bewegt von der ersten Sekunde an durch seine nachdenkliche, ernste Atmosphäre, die Bun B anspruchsvoll lyrisch verfeinert bevor dann Letoya mit ihrem traumhaften Refrain uns auf Wolke 7 schweben lässt...von der man so schnell nicht mehr runter möchte. Zum Abschluss der regulären CD schiebt Bun B noch einen fetten Paukenschlag mit "It's been a pleasure" rüber. Das marschierende Instrumental mit seinen aufbrausenden, leicht mystischen Klängen elektrisiert den Hörer schon nach wenigen Sekunden, Bun B knallt nochmal eine Bestform aufs Parkett und Drake kann sich mit seinen verschiedenen Einsatzmöglichkeiten in Form von Rap und Gesang wie üblich eh nur sehen lassen. Desweiteren wartet wie bereits zu Anfang erwähnt die Deluxe Edition von "Trill O.G." mit vier weiteren Songs auf, welche aus dem brutalen von E-Gitarren nur so zerrissenen "Gladiator", dem smoothen, melodischen mit Snaps und Gesang ausgestattetem "Sext me" sowie "Real Live" und "Git in" zusammengestellt werden.

Auf den Punkt gebracht würde das Sprichwort "Alle guten Dinge sind drei" hier wie die Faust aufs Auge passen, denn Bun B knüpft mit seinem dritten Solo Album "Trill O.G." genau dort an, wo er mit den beiden vorherigen Longplayern "Trill" und "II Trill" aufgehört hat. Die ganze Spieldauer über sucht man vergeblich nach dem kleinsten Manko in diesem klasse Hörschauspiel, womit man auch sagen kann das "Trill O.G." das bisher beste Texas Release in diesem Jahr darstellt. Ein beachtliches und mit Respekt zu würdigendes Ausrufezeichen des Texas Raps, das allerhöchstens noch von Chamillionaire geschlagen werden kann...vorausgesetzt "Venom" kommt noch dieses Jahr!

R.I.P. Pimp C
R.I.P. Tupac Shakur

PeAcE
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Aug 14, 2010 9:50 PM MEST


Pursuit of Nappyness
Pursuit of Nappyness
Preis: EUR 17,87

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kentucky Is Still On Da Map, 8. August 2010
Rezension bezieht sich auf: Pursuit of Nappyness (Audio CD)
Gute 2 Jahre ist es nun her, dass uns die Mannen um Skinny DeVille, B. Stille, Ron Clutch, Big V und Fish Scales mit ihrem Longplayer "The Humdinger" zuletzt faszinierten. Somit wurde es langsam aber sicher einmal wieder Zeit für ein neues Release aus dem Hause Nappy Roots und dieses steht eben jetzt mit "Pursuit Of Nappyness" bereit. Den Hörer erwartet eine Reise durch 16 Songs, welche aus den Soundlaboren von Cloud9, Phivestarr, Je'Kob Washington oder Chops stammen. Das Gäst Line-Up fällt offiziell mit Je'Kob Washington, A. Leon Craft und Chops sehr mager aus, aber wenn man sich das Album einmal gut durchhört und/oder die Song Credits genauer betrachtet, stellt man schnell fest, dass es in diversen Songs auch noch Backround/Additional Vocals zu hören gibt. Zudem kann es sich eine fünfköpfige Truppe wohl durchaus leisten auf ein riesen Featureaufgebot zu verzichten. Bereits vorweg kann man in dieses Album jede Menge Erwartungen stecken, denn die Jungs haben uns seit ihrem Platin Debut Album "Watermelon, Chicken & Gritz" kontinuierlich mit hochwertiger, innovativer Musik versorgt, die leider v. a. hier in Deutschland viel zu wenig Anklang findet (bei uns werden lieber 50 Cent & Co. verehrt). Nun aber mal rein in "Pursuit of Nappyness".

Den Opener liefert uns "Welcome to the show", was durch ein geschmeidiges Piano, einem peppigen Drum Beat sowie exzellenten Raps der Jungs überzeugt. Weiter geht es mit dem dumpfen und etwas altmotisch klingenden "Do it big", aber genau diese beiden Merkmale sind das markante Ausrufezeichen dieses Songs. Synthes geleiten die Anfänge von "Fishbowl" bis in einen gewaltigen temporeichen Beat, der sich perfekt für die Dancefloors dieser Welt eignet und durch Unterstützung von Sängerin Ellie Perry im Hook zu einer hochexplosiven Ware entwickelt. "Be Alright" geht gleich mit seinem treibenden Instrumental in die Vollen und bekommt durch den schön gesungenen Refrain ein super freudiges Feeling verliehen. Eine härtere Nummer bekommen wir mit "Infield" geboten, dessen Beat gnadenlos auf uns einhämmert und durch E-Gitarren Riffs gekonnt untermalt wird, während die Boys aus Kentucky mal lässig aber auch ein bisschen aggressiv ihre Rhymes zum Besten geben. In ähnlichem Stile bretter auch das mit satten Bässen und Bläsern ausgestattete "How I do" heran, was man vielleicht so ein bisschen mit ATL-Style vergleichen könnte. Im weiteren Verlaufe fällt das Album nun in eine überaus chillige Grube, in der die Jungs auch ihre für sie typischen Country Stile sehr gut mit einbauen. Von dem hochklassigen und ergreifenden "The People" über das mitreisende "Ride" bishin zu dem relaxten "Know bout me" kann sich diese Phase mehr als nur sehen lassen. Aus diesen wundervollen Träumen werden wir aber umgehend mit dem Song "Right Place" herausgerissen. Ein harmonische Mixtur aus einem krachenden, temporeichen Beat, elektronischen Melodiesamples und prächtig stimmenden Gesang im Hook lassen hier einmal mehr jede Party Crowd zu brennen bringen. Als hätten die Jungs uns bisher nicht schon genug geboten, kommen wir auch bei "Winner take all" nicht aus dem Staunen hinaus was v. a. den Country/Blues Einlagen zu verdanken ist. "Paint a picture" klingt zu Beginn ziemlich merkwürdig mit seinen strangen Melodien, nimmt dann aber mit einsetzen des treibenden Beats und dem souligen Gesang richtig Fahrt auf und reift zu einem tollen Track heran. Eine ernste sowie einfühlsame Atmosphäre versprüht "P.O.N." durch seine geniale Melodiekombination aus Klavier und einem Meer aus Streichern bis man dann mit "All 4 you" einen alles in Allem mustergültigen Abschluss des Longplayers bekommt.

Als Fazit bleibt mir nicht mehr viel zu sagen, als dass die Nappy Roots mit ihrem neuen Longplayer "Pursuit of Nappyness" mal wieder ein buntes und abwechslungsreiches Meisterwerk aufs Parkett geknallt haben, das in keiner Black Music Sammlung fehlen darf. Eines der besten Rap Alben aus diesem Jahr also don't miss that ;)

PeAcE


Sex Dreams and Denim Jeans
Sex Dreams and Denim Jeans

5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Overrated Uffie, 7. August 2010
Rezension bezieht sich auf: Sex Dreams and Denim Jeans (Audio CD)
Ende der 70er und in den 80ern war der sogenannte Synthe-Pop so richtig im Kommen und festigte sich zu einem erfolgreichen Genre in der großen weiten Musikwelt. In den letzten 3-4 Jahren lebte dieser Trend durch Künstler wie Lady Gaga, Ke$ha, La Roux, Owl City, Robyn oder Little Boots wieder so richtig auf. Eine seit Jahren hochgehandelte Dame aus Miami, Florida namens Anna-Catherine Hartley oder einfach nur "Uffy" möchte nun auch in diesem Sektor ihr Können unter Beweis stellen. Bereits vor guten 4 Jahren landete sie mit ihrer Single "Pop the clock" einen riesen Clubhit, allerdings gelang es der 22 jährigen nun erst im Jahre 2010 ihr langersehntes Debut Album "Sex Dreams and Denim Jeans" auf den Markt zu bringen. Der 14 Track starke Longplayer wurde u. a. von Feadz, Mr. Oizo (jaja wer kennt das gelbe Viech nicht mehr xD) und Mirwais zusammegschmiedet.

Furios steigt der Longplayer gleich mit dem bereits am Anfang erwähnten "Pop the glock" ein. Der Beat ist recht eingängig und den Bassgehalt darf man hier keineswegs auser Acht lassen. Schaurig, düster und beklemmend verbreitet "Art of Uff" seine Klänge, allerdings lässt sich bereits auf den ersten beiden Songs bereits feststellen, dass Uffie nicht wirklich singen kann und oft eine Art Sprechen/Raps von sich gibt und das ganze noch mit Hilfe von Autotune der Ordnung halber solide hörbar gemacht. Eine Elektro Feuerwerk brennt die gute Dame zusammen mit Pharrell auf der aktuellen Single "Add SUV" ab, das stetig von seinem marschierenden Beat vorangetrieben wird. Während die bisher angesprochenen Songs soundtechnisch noch recht cool von der Reihe gingen wird geht es im weiteren Verlauf nun leider immer mehr bergab. "Give it away" ist dabei noch ganz nett anzuhören, auch wenn das Instrumental viel zu kräftig daherkommt und Uffie ziemlich überstimmt. Mit "MC's can kiss" wird es dann ziemlich ausgeflippt, durchgeknallt und strange - da passt so irgendwie Alles nicht wirklich zusammen. In einem ähnlichen Verhältnis steht man auch zu Songs wie "Neuneu", was noch ein paar Jazz-Elemente beinhaltet, "Brand new car" oder "Hong Kong Garden". Vereinzelt kann man am Ende des Tunnels dann aber auch wieder kleine Lichtblicke sehen wie z. B. in dem schönen atmosphärischen Track "First Love", dem melodischen "Our Song" oder dem technolastigen und mit klassischen Elemente in Form von Streichern verknüpften Duett "Illusion of love", welche aber kaum über die Note "Durchschnitt" hinausreichen.

Nunja nachdem man mit den SIngles "Pop the glock" und "Add SUV" vielleicht einige Erwartungen in das Album hatte, sind diese nun um einiges gedämpft worden, denn das was Uffie hier abliefert ist nicht gerade das gelbe vom Ei oder einfach nur Geschmackssache. Ein weiterer Negativpunkt ist wie ebenfalls bereits schon angesprochen Uffie's Stimme, die sehr dünn wirkt und nur mit Hilfe von diversen Mittelchen (Autotune) so halbwegs hörbar gemacht wurde. Es bleibt also abzuwarten wie sich diese Dame weiter entwickelt und ob aus ihr in der Zukunft ein Star der Synthe/Elektro-Pop Szene wird.

PeAcE


Teflon Don
Teflon Don
Preis: EUR 5,99

1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Away from the roots, 7. August 2010
Rezension bezieht sich auf: Teflon Don (Audio CD)
Alle Jahre wieder feiern wir nicht nur Feste wie Ostern, Weihnachten oder Geburtstage - nein auch die üblichen Verdächtigen aus dem Sunshine State droppen neue Alben. Nach DJ Khaled, Plies oder Trina (nur um einmal ein paar zu nennen) legt uns nun auch Miami's Schwergewicht Rick Ross seinen neuen Longplayer "Teflon Don" vor. Natürlich hat es sich Ricky nicht nehmen lassen wieder ein gewaltiges Staraufgebot mit ins Boot zu holen. Somit sprüht sein 4. Studioalbum nur so von Gastauftritten, welche durch Künstler wie Jay Z, John Legend, T.I., Jadakiss, Erykah Badu, Kanye West, Ne-Yo, Trey Songz, Diddy, Gucci Mane, Styles P, Drake, Chrisette Michelle und Raphael Saadiq in Erscheinung treten. Selbstverständlich kann sich auch das Producer Line-Up mehr als nur sehen lassen, denn mit der J.U.S.T.I.C.E. League, The Inkredibles, Kanye West, Danja, Lex Luger oder Clark Kent ist auch dieser Teil mit einigen Hochkarätern besetzt. Dieses Gesamtpaket scheint also einer super Vorhersage zu sein, dennoch stellt sich die Frage ob dies auch in gewissen Maße umgesetzt wurde.

Gleich zu Beginn zündet die J.U.S.T.I.C.E. League mit dem Instrumental zu "I'm not a star" eine richtige Bombe die vor Härte und Bässen nur so um sich schlägt und Herr Ross kickt schon ziemlich geile Lines ins Mic. Diesen Paukenschlag lässt man nun aber schnell wieder in weiter Ferne verschwinden, denn "Free Mason" hingegen ist um einiges ruhiger gehalten. John Legend verleiht dem Song mit seinem grandiosen Gesang eine gewisse Würze und auch New Yorks Altmeister Jay Z, trifft es mit seinem Gastauftritt perfekt auf den Punkt. "Tears of joy" macht genau in diesem Sinne weiter, wobei sich hier die dezenten Gitarren im Hintergrund edel mit Rick's rauchigen Raps sowie Cee-Lo's ausergewöhnlicher und zugleich herausstechender Stimme wunderbar ergänzen. Man konnte es sich ja fast denken, dass auch das Anthem zu seinem Label "Maybach Music" in die 3. Runde gehen muss. Diesmal besteht das Featureaufgebot aus T.I., Jadakiss und Erykah Badu, die allesamt eine gute Figur über den smoothen Drum Beat machen, der durch berieselnde Melodien zur Perfektion getrieben wird. Aus den Federn von Kanye West stammt das nächste Stück namens "Live fast, die young" und natürlich hat es sich Mr. West auch nicht nehmen lassen gleich auch einige lyrische Einlagen zum Besten zu geben. Eine Briese Soul verleiht uns "Super High", wobei das geschmeidige Instrumental durch Ne-Yo's gefühlvollen Gesang auf den richtigen Nenner gebracht wird. Lässig und catchy gehen Rick'S und Diddy's Rhymes bei "No 1" durch einem kickenden Beat ins Ohr, der durch Trey Songz noch einen Touch RnB Flavour verliehen bekommt. Düster und dreckig schreitet "MC Hammer" seinen Weg voran und wer könnte bei diesem Track eine bessere Unterstützung sein als Gucci Mane. Producer Lex Luger packt aber nach dem gerade gehörten "MC Hammer" noch eine Schippe drauf und liefert bei "B.M.F (Blowin Money Fast)" ein wahrhaftiges Killerintrumental, das die Boxen nur so zum sprengen bringt. Als sei dies schon nicht zu viel des Guten, hämmert Styles P noch einen vorbildlichen Gastauftritt daher, welcher diesem Song den Stempel aufdrückt. Das wirkliche Highlight folgt aber nun mit dem traumhaften "Aston Martin Music" zusammen mit Chrisette Michelle und Drake. Für das voluminöse Instrumental zeigte sich einmal mehr die J.U.S.T.I.C.E League verantwortlich und auch ein paar schrille Synthes im Refrain dürfen hier nicht fehlen. Der Hook ist einfach unglaublich genial und definitiv ein Ohrwurm, aber was will man bei einem Duo wie Chrisette Michelle udn Drake auch anders erwarten. Den Abschluss liefert dann, das solide "All the money in the world", wobei sich Rick Ross hier einmal mehr von einen Sänger unter die Arme greifen lässt, in diesem Fall sprechen wir hier von Raphael Saadiq.

Als Fazit kann schlicht und einfach gesagt werden, dass der "Boss of Miami" mit seinem neuen Studioalbum "Teflon Don" wieder ein gutes Stück Dirty South Rap in die Plattenläden gebracht hat, aber durchaus noch die ein oder andere Steigerung drin ist zu einer vollen Bewertungspunktzahl. Zudem sei noch anzumerken, dass die Platte mit einer Trackanzahl von 11, welche eine Gesamtspieldauer von guten 50 Minuten umfasst etwas kurz geraten ist, aber dafür hat man sich was die musikalische Qualität angeht keineswegs lumpen lassen. Zwar klingt er mit seiner Musik zum Großteil nicht mehr so wie Früher (man denke nur an das Debut "Port of Miami" oder dem Street Album "Rise to power" mit unveröffentlichten Tracks), aber auch die angenehmere Seite des Rick Ross kann sich netterweise sehen lassen.

PeAcE


Charice
Charice
Preis: EUR 18,18

9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Charice - Das gewaltige Stimmwunder von den Philippinen, 25. Juli 2010
Rezension bezieht sich auf: Charice (Audio CD)
Viele Menschen haben bereits als Kind den Traum einmal ein Star zu sein und Musik zu machen, so durfte es wohl auch Charmaine Clarice Relucio Pempengco oder einfach auch nur Charice ergangen sein. Ihre ersten Schritte im Alter von zarten 7 Jahren machte, die aus den Philippinen stammende Sängerin, bei Amateur Wettbewerben, ehe sie 2005 bei der Philippinischen Castin Show "Little Big Talent" eine richtige Chance zu greifen bekamm. Dennoch sollte sich ihre Entdeckung noch gute zwei Jahre hinziehen, denn erst als Internet Phenomen auf der bekannten Videoplattform YouTube wurde die junge Künstlerin entdeckt. Nach einer Self-Titled EP mit 6 Coversongs und dem zweiten Philippinschen Release in Form von "My Inspiration" bekamm die mittlerweile 18 jährige nun im Mai 2010 die Möglichkeit endlich ihr U.S. Debut Album zu veröffentlichen. Unter den Fittichen von David Foster und mit Newcomer Iyaz als Feature im Gepäck wartet nun das Self-Titled Album mit 12 Tracks auf.

Gleich zu Beginn wartet die 1. Singleauskopplung "Pyramid" zusammen mit Iyaz auf. Ein einfühlsamer Song, der sofort durch seine prachtvollen Instrumente besticht und sich Charice sowie Iyaz glamourös stimmlich miteinander verbinden. Desweiteren umfasst Charices Bandbreite auch diverse Slow Jams ala "Reset", Thank You" oder "Nobodys singing to me", welche mit zunehmender Spieldauer sich erst so richtig entfallten. Das etwas rockig angehauchte "Love you so deep" findet ebenfalls seinen passenden Platz auf diesem Longplayer, wie das vor Energie nur so strotzende "I love you" oder das peppige, temporeichere mit einigen Elektro Elementen verzierte "Nothing". Einen besonderer Augenschmaus stellen die ergreifenden, emotionalen Balladen in Form von "In this song", "All that I need is survive" mit Akkustik Gitarre sowie den beiden packende Tracks "The Truth is" sowie "Did it for you" mit zauberhaften Klaviermelodien dar. Den Abschluss bildet das wunderschöne "Note to god", welches sich von der ersten Sekunde im Kopf des Hörers festsetzt. Der Song steigert sich immer wieder und begeistert dann ab der Mitte hin regelrecht durch seine explosionsartig aufkommende Dramaturgie, welche perfekt durch das Instrumental und Charice sagenhafter Stimme ins Reine gebracht wird.

Das Fazit zu Charices Self Titled Werk ist recht einfach gesagt. Stylistisch vermischt die junge Dame Pop und RnB, den man wohl am besten mit dem Sound von Jordin Sparks oder Leona Lewis vergleichen kann und natürlich super radiotauglich ist. Das was Charice aber ausmacht ist ihre unglaublich, kaum in Worte zu beschreibene Stimme für eine 18 jährige. Egal welche instrumentale Grundlage ihr gegeben wird und ob sie hohe oder tiefe Töne singen muss, ihre Stimme hat so viel Power und Volumen um all diese Aufgaben professionel zu meistern...nicht umsonst wird sie schon mit Diven wie Whitney Houston, Celine Dion oder Mariah Carey verglichen.

PeAcE
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Dec 28, 2012 12:01 PM CET


Amazin'
Amazin'
Preis: EUR 35,09

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Frauenpower aus dem Sunshine State, 20. Juli 2010
Rezension bezieht sich auf: Amazin' (Audio CD)
Slipe-N-Slide Records zählt zweifelsohne zu einem der bekanntesten Labels aus dem dreckinge Süden. Nach dem Abgang von Trick Daddy und eine kurzen Gastspiel von "Heavyweight" Rick Ross, hat das von Ted Lucas im Jahre 1994 gegründete Label allerdings trotzdem noch einiges zu bieten. Neben Plies, Jagged Edge ist auch Rapperin Trina bei dem Label gesignt und das seit Beginn Ihrer Karriere. Mit "Amazin" veröffentlichte die 31 jährige im May diesen Jahres ihr bereits 5. Studioalbum, welches mit 15 Tracks vollgepackt wurde, die u. a. aus den Federn von Schife, J.R. Rotem, J.U.S.T.I.C.E. League oder Jim Jonsin stammen. Mit von der Partie auf der Platte sind eine Vielzahl von Gästen, darunter Diddy, Keri Hilson, Lil Wayne, Rick Ross, Monica, Rick Ross, Nicki Minaj oder Lyfe Jennings. Na dann mal rein in das Album, um zu sehen wie "amazing" die Miami-Rapperin mit ihrer markanten Stimme wirklich ist.

Einen Art Intro Track bildet der Titelsong "Amazin", auf welchem uns Trina einiges über sich erzählt und wie "Amazin" sie doch ist. Einen wahrhaftigen Paukenschlag löst zugleich "That's my attitude" aus, mit einem dreckingen Beat und einem gewissen Grad an Härte, was man auch gut in ihren Lines heraushören kann. Einen echten Ohrwurm und zum tanzen hinreisender Smasher stellt die 1. Singleauskopplung "Million Dollar Girl" dar. Anfangs war ich von diesen schrillen und schrägen Melodien etwas abgeschreckt, aber je öfter man den Song hört, desto cooler wird er und nicht zuletzt eine glänzend aufgelegte Keri Hilson, welche den Refrain beisteuert, trägt einen riesigen Anteil hierzu. Einen soliden Mainstream Track hat Trina bei "On da hush" geschaffen, der aus den Federn von J.R. Rotem stammt. Für die ruhigeren unter uns hat Katrina Laverne Taylor, so Trinas bürgerlicher Name, auch wieder einige chillige Songs geschaffen. "I want it all" zum Beispiel besticht durch ein angenehmes Instrumental, bei dem sich die Melodieelemente grandios mit Trinas Raps und Monicas traumhaften Gesang verschmelzen. Monica ist ebenfalls auf dem Track "Always" gefeatured, der etwas forscher daherkommt mit kraftvollem Beat sowie Synthes und eben bereits erwähntes Feature drückt noch etwas mehr auf die Emotionendrüse, was den Refrain angeht. Keineswegs zu verachten bleibt auch das nice, lockere "Make way", in dem sich Trina und Lyfe Jennings perfekt abgestimmt ergänzen. Für die Partymeute dürfte "White Girl" der Killer auf der Tanzfläche schlechthin sein. Ein fullminanter flotter Beat im Miami-Bass Style, garniert mit Sirenen und elektronischen Samples bringen schon einmal Alles zum kochen und sobald FloRida's Part beginnt läuft das Fass nun endgültig über. Zwei schwere Geschütze fährt "Da Baddest Bitch" bei "Currency" auf, denn niemand geringeres als Rick Ross und Lil Wayne zeigen hier ihr Können am Mic, obwohl dieses Vorhaben bei Lil Wayne in diesem Fall eher schief geht.
Auf der Zielgeraden geht die Ballade "Capicorn" in die letzte Runde, allerdings wirkt hier nur Sängerin Shonie, die ebenfalls bei Slip-N-Slide gesignt ist richtig, Klasse, da Trina eigentlich nur die ganze Zeit eher unpassend vor sich hinredet - hier wäre eindeutig viel mehr dringewesen.

Auch mit ihrem 5. Longplayer kann Trina einmal mehr zum Großteil überzeugen und hat eine bunte Mischung aus chilligen Songs, Partybomben, soliden Mainstream Tracks und der ein oder anderen dreckigen South Nummer geschaffen. Neben Plies's aktuellem Album "Goon Affiliated" und dem heute in den USA erschienenen "Teflon Don" von Rick Ross, ist auch "Amazin" eines der erwartungsvollen Alben aus Miami in diesem Jahr.

PeAcE
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jul 21, 2010 11:37 AM MEST


Statlanta
Statlanta
Preis: EUR 16,97

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Totgesagte leben länger, 20. Juli 2010
Rezension bezieht sich auf: Statlanta (Audio CD)
Eigentlich hätte die musikalische Karriere für Stanley Benton alias Stat Quo nicht besser starten können. Unter den Fittichen von zwei Größen der Rap Szene, nämlich Eminem und Dr. Dre in logischer Verbindung zu Shady/Aftermath schien für den mittlerweile 31 jährigen alles wie im Traum zu laufen. Doch der seit dem Jahre 2003 geplante Veröffentlichung seines Debut Albums "Statlanta" wurden immer wieder Steine in den Weg gelegt, sodass er sich die Jahre über mit diversen Singleauskopplungen, einigen Gastauftritten, zwei Street Alben und unzähligen Mixtapes über Wasser gehalten hatte. 2010 scheint aber nun definitiv endlich die Erlösung für Stat Quo gekommen zu sein, denn als Künstler von Sha Money XL's Label Dream Big Ventures droppte er nun endlich sein langersehntes Debut Album "Statlanta". Mit Produktionen von u. a Sha Money XL, Phonix, Boy-1Da oder S1 sowie Gastauftritten von Marsha Ambrosius, Devin The Dude, Raheem DeVaughn oder Talib Kweli im Gepäck, startet der aus Atlanta, Georgia stammende Rapper nun seinen Angriff auf die Musikwelt.

"The Beginning" macht wie passend die Eröffnung des Albums. Düster und mystisch mit Chrogesängen, teilweisen Glockenschlägen sowie donnernden Beat stellt Stat Quo erstmal so einiges klar was seinen langen Weg bis zum ersehnten Release dieses Albums betrifft. Bereits die ersten Worte "This is Statlanta but with no Em and no Dre..." lassen einem Gänsehaut über den Rücken laufen und seine Freude vor dem Mic zu stehen nur bestens nachvollziehen. Harmonisch und mit vielen wundervollen Melodienelementen verziert Stat Quo, den satten Beat von "Welcome Back", wobei Marsha Ambrosius dem ganzen mit glamourösen Gesang im Refrain noch das Sahnehäupchen aufsetzt. "Ghetto USA" macht in ähnlichem Stile dort weiter wo soeben aufgehört wurde. Zwar ist das Instrumental was den Beat betrifft etwas einfach und dumpf gestrickt, aber die Klaviermelodie sowie der tadellose Gesang von Antonio McLendon sorgen für chillige Akzente. Mit jeder Menge Power pfeffert "Dedicated" aus den Speakern, wobei sich hier die verspielten, aber auch teilweise futuristisch klingenden Melodiesamples wunderbar mit dem Beat und Quo's Raps in Einklang bringen. Westcoast-Flavour kommt sicherlich bei dem nächsten Stück "Success" auf, welches einen kräftigen Beat und rhytmisches Klavier beinhaltet, was bestens zum "Mitnicken" des Kopfes animiert. Ebenfalls ziemlich hart kommt "Catch me" mit seinem blechrig wirkenden Beat, daher, dessen Melodien den ganzen Track noch um einiges mehr an Pluspunkte verschaffen. Gepaart mit ein wenig E-Gitarren, spanischen Gitarren und den ein oder anderen Streicher bläst "Cry" die Marschroute voran. Das ganze hat teilweise so ein bisschen Western-/Cowboy Charakter und wird durch Brevi's stimmgewaltigem Gesang besonders in Szene gesetzt. Entspannt, dennoch packend kommt "Space Ship" daher, was vor allem an den brachialen Beat liegt, dessen krasser Kontrast aber die slowe Grundstimmung des Songs ist. Wieder mit einer Briese Westcoast-Touch startet "Lie to you" mächtig durch, dass von Raheem DeVaughn mit viel Gefühl im Refrain geplant zu Ende veredelt wird auch wenn man sagen muss, dass Devin The Dude's Auftritt nicht so recht in dieses Klanggefüge hineinpasst. Richtig lässig kommt die Kollabo "Allright" zusammen mit Talib Kweli daher. Beide rhymen was das Zeug hält und die Klavier- sowie Bläsermelodien tun den Rest dazu um diesen Song zu einem der Highlights der Platte zu machen. Wer sich bisher fragte wo eigentlich der typische musikalische Stil aus Stat Quo's Heimat Atlanta bleibt bekommt in Form von "What I Like" die passende Antwort regelrecht aufs Auge gedrückt. Killende Kickbässe, schräge Synthemelodien, Snaps usw. eben alles was einen typischen ATL Song ausmacht bekommt man hier geboten. Das Ende von "Statlanta" leitet das eher in Richtung Alternative Rap gehende "Penthouse Condo" ein. Drums, leise im Hintergrund gehalten Trommeln als Nebenbegleitung sowie einige rockige E-Gitarren Riffs verleihen diesem Song den richtigen Pepp und lassen eine einfühlsame, verträumte Atmosphäre entstehen.

Mit den Worten "This is Statlanta but with no em, no dre..." könnte man auch das Fazit zu diesem Longplayer beginnen, denn Stat Quo beweist auf "Statlanta", dass er es auch ohne Eminem und Dr. Dre geschafft hat ein durchwegs hochklassig produziertes Debut Album auf die Rapwelt loszulassen. Er selbst gibt sich die guten 46 Minuten kaum eine Blöse und auch die Gastauftritte, bis auf vielleicht Devin The Dude, machen einen exzellenten Eindruck und haben somit einen gewissen Anteil an diesem Album. Klar erkennt man in dem ein oder anderen Song noch kleine Potenziale nach Oben, aber dieser Sachverhalt sollte ersterhand einmal nebensächlich betrachtet werden...am allerwichtigsten ist das "Statlanta" nach vielen vielen Jahren endlich das Licht der Welt erblickt hat.

PeAcE


Spring Break
Spring Break
Preis: EUR 22,10

2.0 von 5 Sternen Spring Break fällt ins Wasser..., 18. Juli 2010
Rezension bezieht sich auf: Spring Break (Audio CD)
Die goldenen Zeiten von No Limit Records sind schon lange lange verblasst. Auch die Nachfolgelabels New No Limit und Gutta Music sind vom Erdboden verschluckt, genauso wie der Gründer und einer der Dirty South Urgesteine schlechthin, Master P selbst. Einzigst C-Murder versorgte uns die letzten Jahre regelmäßig mit neuen Releases über TRU Records (aktuell das neue Album "Tomorrow"). Master P's Sohnemann Romeo hat nun eine neue Gruppe zusammengebastelt, welche den Namen College Boyys trägt und neben ihm, aus seinem jüngeren Bruder Valentino, sowie Kyros, KSmith und Shawn MCGill besteht. Die fünfköpfige Truppe hat sich als Gäste Lil Mama, Soulja Boy, Tempo und Blakk ins Boot geholt. Ohne irgendwelche Erwartungen stürze ich mich nun einmal in das Album welches aus 9 Songs und 2 Bonus Tracks besteht.

Eröffnet wird "Spring Break" von dem Stück "In my bag" welches vielversprechend wie eine Art Hymne mit Trommeln und Bläsern beginnt, dann aber schnell total abflacht mit einem lahmen einfallslosen Beatgedröpel und seltsamen Melodien. "Video Chat" hingegen mit Lil Mama lässt sich da schon um einiges besser hören und verleiht dem basshaltigen, teilweise mit Snaps ausgestatteten Beat durch den Gesang im Refrain eine chillige Note. Ähnlich geht es weiter mit "Two Step", wobei man hier nicht sonderlich Unterschiede zum bisher gehörten erlebt und der einzige wirkliche Höhepunkt in Tempos coolem und gefühlvollem Gesang liegt. Die temporeicheren Stücke wie "Steppin" oder "Footwork" laden zwar mit ihren krachenden Beats sicherlich ein den Dancefloor unsicher zu machen, aber wenn man mal ehrlich ist klingen diese beiden Instrumentals eigentlich haargenau so wie die Hitsingle "I'm a jerk" von den New Boyz, nur das eben der Text ein anderer ist. "Cupid" wird die kompletten 4:17 Minuten von einem Synthegewitter unsicher gemacht und im Abbild zu dem Track "Two Step" kann auch hier nur Gastsänger Tempo mit seinem gesungenen Refrain Klasse zeigen. "I go hard" plätschert ebenfalls, was das Instrumental angeht eher einfallslos umher und bei dieser Melodie könnte man fast denken man steht zwischen Hunderten von Automaten in einem Spielcasino. Der erste Bonustrack "Road to riches" hingegen ist richtig geil - in einer schön düsteren Atmosphäre gehalten und über den slowen Beat können die 5 Jungs auch nicht wirklich viel falsch machen. Den Abschluss macht die zweite Zugabe in Form von "Hold me down". Ein recht angenehmer Track mit vielen Synthes, ein paar Hintergrundmelodien, die aus einem alten Computergame stammen könnten und entspannten Akzenten durch einen soliden Frauengesang im Hook.

Nunja die Jungs um Romeo und seine Mannen bringen keinen frischen Wind in die Black Music Szene, dazu ist dieser "Tennie Rap" einfach zu flach, eintönig und ausgelutscht. Lyrisch kann man klar nicht viel erwarten, zudem ist das komplette Album clean. Wie bei den Subgenres Crunk, Crunk'n'B, Snap oder Whisper Crunk war eben ein Künstler, in diesem Fall jetzt eben Soulja Boy vor 2-3 Jahren eine Art "gehypte Innovation", wenn man es so nennen darf. Wer auf Soulja Boy, Lil Mama, die New Boyz etc. steht wird bestimmt auch seine Freude an diesem Album haben, ansonsten eignet es sich zum Party machen, durch die Gegend cruisen oder mal um die Power seine Anlage zu testen ganz ordentlich.

PeAcE


W.Ants W.Orld W.Omen (W.W.W.)
W.Ants W.Orld W.Omen (W.W.W.)
Wird angeboten von Music-Shop
Preis: EUR 17,98

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Dwele's W.W.W., 18. Juli 2010
Rezension bezieht sich auf: W.Ants W.Orld W.Omen (W.W.W.) (Audio CD)
Gut 2 Jahre ist es nun her, dass Andwele Gardner alias Dwele uns mit "Sketches of a man" einen wahrhaftigen Soul Leckerbissen ablieferte. Der Mann aus Detroit, Michigan hat sich aber keineswegs zur Ruhe gesetzt und präsentiert uns im Jahre 2010 sein neues Projekt "W.Ants W.Orld W.Omen". Die Platte ist eine Art Konzeptalbum, welches eben in die drei, im Albumtitel bereits genannten, Bereiche aufgeteilt ist. Das Songwriting hat Dwele wie gewöhnlich selbst in die Hand genommen, denn eigens kreierte Lieder sind eben immer noch am besten und wirklich echt, zudem hat er sich auch das Produzieren seiner Scheibe nicht nehmen lassen, aber sich dennoch das ein oder andere Mal tatkräftige Unterstützung zur Seite geholt. Das Gästelineup geht von David Banner und Slum Village über Raheem DeVaughn bishin zu DJ Quik, aber hält sich Alles in Allem im Rahmen.

Wie schon auf dem Vorgänger-Longplayer "Sketches of a man" hat der 32 jährige einmal mehr seinem Ideenreichtum, Kreativität und Vielfalt freien Lauf gelassen. So bieten flottere funkige Nummern wie "Grown" und "I Wanna" einen schönen Kontrast zu den chilligen, gefühlvollen Soulstücken ala "Hangover", "My People", "Detroit Sunrise" oder "Give me a chance". Drumlastig und mit entspannten Melodien die zum Träumen einladen, erlangen die Stücke "I wish" sowie "What's not to love" ihre Aufmerksamkeit - die sie regelrecht verdient haben. Wer eher auf einen Hauch von Rap Einfluss steht dürfte mit "Dodgin your phone", welches einen perfekten Auftritt von David Banner beinhaltet, dem bumpenden "How I deal" zusammen mit Slum Village oder dem pompösen "Love you right" mit wummenden Beat seine wahre Freude haben. Das Highlight schlechthin aus "W.Ants W.Orld W.Oman" stellt das geniale Duett mit "Raheem DeVaughn" namens "Dim the light" dar. Ein Klangschauspiel der Extraklasse, voller Emotionen und Harmonie, wobei die beiden ihre Freude und Lieber zur Musik so richtig versprühen.

Kurze Rede, langer Sinn...Dweles neuer Longplayer "W.Ants W.Orld W.Oman" ist für RnB/Soul Liebhaber ein MUST HAVE in diesem Jahr. Das ausergewöhnliche an Dwele ist eben, dass er einer der wenigen Künstler ist, welche der alten Schule treu geblieben sind und sich nicht den ständigen Veränderungen der Musikszene der heutigen Zeit anpassend sondern einfach sein Ding durchzieht. Schade das Leuten wie ihm zu wenig Beachtung geschenkt wird, aber es ist doch auch immer ganz nett Musik zu hören, die nicht jeden Tag auf jedem Radiosender rauf und runter läuft/totgespielt wird oder die jeder hört nur weil es in den Charts ist etc.. "Music from the heart" sag ich da nur ;)

PeAcE


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