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Rezensionen verfasst von
MirAclE (ZDF, LK Fürth)

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Staind - MTV Unplugged
Staind - MTV Unplugged
DVD ~ Staind
Preis: EUR 15,99

5.0 von 5 Sternen Stainds Unplugged Schauspiel, 9. September 2010
Rezension bezieht sich auf: Staind - MTV Unplugged (DVD)
Aaron Lewis, Mike Mushok, Johnny April und Jon Wysocki alias Staind können bereits auf eine gut 15 jährige Karriere im Musikbusiness zurückblicken. Sechs Studioalben stehen bis dahin zu Buche, aber die Band sitzt nicht auf dem trockenend und beginnt nun mit den Aufnahmen ihres siebten Werkes, nachdem Frontmann Aaron Lewis vor Kurzem sein Solo-Album fertig gestellt hatte. Natürlich fallen in die Veröffentlichungshistorie von Staind auch DVD-Releases, darunter eine Video Collection aus dem Jahre 2006 und eben dieses Werk hier "Staind - MTV Unplugged".

Aufgezeichnet wurde das Konzert am 16. Juli 2001 vor einigen Hundert Fans in den MTV Studios am Time Square in New York. Im Gepäck haben Aaron Lewis und seine Jungs eine Songauswahl der beiden Alben "Dysfuntion" sowie "Break the cycle", wobei die Mehrheit der Tracks aus letzterem Longplayer stammen. Mit dabei sind natürlich Hits wie "Home", "Outside" oder "It's been a while", sowie auch einige härtere Lieder, die durch den Akkustik Touch ein ganz Neues Gewand bekommen. Sänger Aaron Lewis merkt man die Verbindung zur Musik und das Hineinsteigern in die mitreisenden Texte erstklassig an. Es ist einfach eine Augenweide, wenn der Gute, wie ein kleiner schüchterner Schuljunge auf seinem Hocker zusammegkauert sowie oft mit geschlossenen Augen sitzt und seinen Emotionen freien Lauf lässt. Dieses leidenschaftliche Bild versprüht die komplette Band auf der Bühne wieder und bekommt dabei auch das ein oder andere Mal instrumentale Unterstützung von Kumpel Terry Balsamo aus der Band Cold. Meist trifft das genau dann zu wenn Aaron Lewis sich vollkommen auf seine Gesangsfähigkeiten konzentrieren möchte und die Gitarre zur Seite legt. Das fast perfekte Gesamtbild der DVD rundet dann noch ein umfangreiches Bonus Material in Form von den Musikvideos zu "Mudshovel", "Fade", "Outside" und "Epiphany", ein Behind The Scenes zu "Fade", ein Interview zum "Unplugged Auftritt" sowie noch einigem mehr ab. Einziger kleiner Wehrmutstropfen ist, dass die DVD nur in Vollbild also 4:3 Format verfügbar ist, was für die heutige Zeit mit 16:9 Breitbild Standard etwas nervig ist, aber diese DVD hat seit ihrer Veröffentlichung nun auch schon 8 Jahre auf dem Buckel.

Ein großartiges Unplugged-Konzert, das uns Staind hier präsentieren und man als Staind bzw. Rock-Fan oder Akkustik Liebhaber einfach gesehen haben muss. Es wäre zudem sehr wünschenswert, in naher Zukunft neues Live Material in Form einer DVD-Veröffentlichung von der Band zu Gesicht zu bekommen...sei es Normal oder eben Unplugged, denn Staind haben es definitiv noch immer drauf.

PeAcE


Crossroads 2010
Crossroads 2010
Preis: EUR 12,50

3.0 von 5 Sternen Bizzy Bone geht neue Wege, 4. September 2010
Rezension bezieht sich auf: Crossroads 2010 (Audio CD)
Die ReUnion von Bone Thugs-N-Harmony mit Flesh-N-Bone, nach dessem Release aus dem Gefängnis zählte zu den bedeutensten Meldungen der vergangenen Zeit aus dem Black Music Bereich, toppen kann diese Tatsache aber sicherlich noch Dr. Dre, wenn er irgenwann einmal endlich sein ewig angekündigtes neues Album "Detox" droppt. Das ReUnion Album von den Bone Jungs allerdings spaltete die Fangemeinde sehr, denn die 5 hatten sich auf "Uni 5: The Worlds Enemy" zu sehr aktuellen Trends angepasst, anstatt ihre typische eigenen Schiene weiterzufahren. Nun sind die einzelnen Mitglieder der Gruppe wieder an der Reihe mit Solo Releases. Die vielen vielen Jahre über konnte mich bisher allerdings nur Krayzie Bone kontinuierlich mit seinen Werken überzeugen, Bizzy Bone hingegen schaffte es nach guten Anfängen und einem tiefen langanhaltendem Loch erst mit seinem 2008er Album "A Song For You" wieder richtig stark aufzutrumpfen. Mit "Crossroads 2010" liegt nun Bizzy's neueste Schöpfung vor, die man sich als Bone-Anhänger gerne etwas genauer unter die Lupe nehmen möchte.

Der Albumtitel "Crossroads 2010" lässt natürlich sofort alter Erinnerungen aufkommen, an den gleichnamigen Hammer-Song aus dem Classic Album "E 1999 Eternal" aus dem Jahre 1995. Bizzy Bone zeigt sich auf seiner neuen Platte sehr offen und experimentierfreudig für Neues, denn einen Großteil der Platte hat er mit einem rockigen Touch verfeinert durch immensen Einsatz von E-Gitarren und Drum-Beats. Solche Songs wären mit dem ausschließlich gesungenen "Bottled like smoke up", "Nintendo", dem jagenden "Automatic Rewind" oder dem barschenden "Last Call: Fallen" schnell gefunden. Eine andere Schiene schlägt Bizzy zum Beispiel beim Opener "The Soul" ein, welcher genauso wie eine Vielzahl weiterer Tracks, sehr auf den Einsatz von elektronischen Melodiesamples und Synthesizern setzt. So eine ähnliche Nummer wäre eben auch "Cowboy", die durch sein langsames Instrumental einen unnachahmlichen Chill-Faktor erhält. "Army on the way" hingegen ist ein ziemlicher Reinfall, das komplette Instrumental klingt lieblos und strange...sodass man nicht so recht weiß, was man mit diesem Song anfangen soll. "Stonehenge" bekommt durch seine elektrisierenden Melodien einen puliserenden Antrieb verliehen, dessen Akzente sich aber auch durch die vereinzelten Beatänderungen sowie den Screwed-Elementen im Hook nicht explizit in unseren Ohren festigen wollen. "Gangsta Music" könnte man fast schon mit einer Hymne vergleichen, wobei die bombastische Melodie hierbei bewusst teilweise Aussetzer ersetzt und Bizzy raptechnisch und zudem gesanglich eine gute Figur abgibt. Ebenso kann sich die wundervolle Rap-Ballade "American Soldier" sehen lassen, welche durch eine mitreisende Klaviermelodie beeindruckt, allerdings drehen die Bässe hier zu sehr auf und lassen oft Bizzy's Lyrics im Hintergrund stehen. "My Session" wird von Streichern nur so zerrissen, verliert aber durch seinen etwas hölzern wirkende Beat ein paar Bonuspunkte, kann sich aber im Großen und Ganzen dennoch anständig sehen lassen.

"Crossroads 2010" ist zwar kein Überwerk, aber auch keine niveaulose, schlecht produzierte Platte, bei der dem Hörer die Ohren abfallen vor Schrecken. Auf einem Mittelweg der sich im Bereich des Durchschnittes befindet bewegt sich Bryon Anthony McCane II alias Bizzy Bone auf dem 13 Track starken Longplayer entlang und versucht mit frischem Wind in Form der rockigen Noten neue Begeisterung auszulösen, was ihm aber nur teilweise gelingt, da dieser Stil doch für langjährige Bone-Fans Anfangs erst einmal gewöhnungsbedüftig erscheint und man sich einige Zeit einhören muss.

PeAcE


Back to Me
Back to Me
Wird angeboten von hifi-max
Preis: EUR 14,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Welcome to the next fantasy ride, 2. September 2010
Rezension bezieht sich auf: Back to Me (Audio CD)
2004 ging Fantasia Monique Barrino als Gewinnerin der 3. Staffel von American Idol hervor und bekamm daraufhin einen Plattenvertrag bei J Records. Gleich mit ihrem Debut Album "Free yourself" ergatterte die damals 19 jährige Platin Status und über 20 Award Nominierungen, darunter auch 4 mal für den Grammy. Ihr Self Titled Nachfolgewerk konnte zwar nicht mehr ganz an diesen Erfolg anknüpfen, war dennoch auf einem qualitativ hohem Niveau anzutreffen. Umso mehr wundert es einen, dass Fantasia im europäischen Raum eher einen geringeren Bekanntheitsgrad hat, obwohl die talentierte Dame hervorragende musikalische Arbeit leistet. Seit 23. (UK + Teile Europas) bzw. dem 24. August (USA) steht nun ihr dritter Streich namens "Back to me" in den Regalen der Plattenläden, wohingegen man auf eine Deutschland-Release noch bis Morgen warten muss. Bei den Produktionen hatten Rico Love, Jim Jonsin, Chuck Harmony, die Stereotypes oder Los Da Mystro ihre Finger mit im Spiel und fertigten 12 brandneue Tracks an.

Den Einstieg liefert ein Double Header von Chuck Harmony. Während "I'm doin me" mit einen energischen Beat, Klavier und vereinzelten Synthes eine regelrechte Wand aufbaut, berührt die ultrast chillige Single "Bittersweet" umso mehr und lässt Gänsehautfeeling aufkommen vor allem dann wenn Fantasia ihre Vorzeigestimme in vollem Umfang zur Geltung bringt. Einen weiteren Paukenschlag brettert uns Rykeyz mit seiner scharfen Produktion zu "Man of the house" vor die Füße, die ein explosives Feuerwerk aus schlagkräftigen Synthes und bumpenden Beat darstellt. Sanftere Töne hingegen schlägt "Who's been lovin you" an, bei dem man sich von Beginn an durch die wundervolle Klaviermelodie sofort in den Song hineinversetzen kann und nur zu gerne kein Ende in Sicht sieht um sich Fantasias wahnsinniger Stimme auch nur den kleinsten Augenblick entziehen zu müssen. "Collard Grees & Cornbread" wirkt hammermäßig entspannend durch sein feines klassisches Instrumental und auch bei dem souligen "Teach Me" weiß Fantasia uns zu begeistern. "Move on me" startet mit aggressiven Streichern und kurbelt die Tempotrommel wieder so ein bisschen an. Weiter angetrieben wird der Longplayer nunmehr von dem sensationellen "Trust Me", dass durch seinen harmonischen Einsatz des Klavieres in Kombination mit dem schönen Beat eine tadellose Kombination aufzeigt, welche seines gleichen sucht. "The thrill is gone" ist ein super Duett mit Cee-Lo Green, dass durch seine natürliche Klänge mit langsamen Drums und Streicher herausragt und stimmlich von beiden bis ins letzte Detail alles abverlangt. Jim Jonsin und Rico Love zeigten sich für das Klangschauspiel zu "Falling in love tonight" verantwortlich. Der Track startet mit einer Spieluhrenmelodie, welche sich den kompletten Song hindurchzieht und bekommt dann den richtigen Touch mit einem wummigen Beat verliehen, aber auch die Ergänzungen von kurzen männlichen Gesangparts im Refrain ist eine tolle Idee. Fantasias unzähliger Begleiter das Klavier findet sich auch bei dem mitreisenden Slow Jam "Even Angels" wieder, der durch Synthes und einen peppigen Refrain noch die richtige Würze verliehen bekommt. Das Ende der Platte besiegelt "I'm here" aus dem Musical "The Color Purple". Fantasia ruft dazu durch einen letzten Kraftakt noch einmal ihr volles Stimmpotenzial ab und veredelt diese Ballade vorbildlich in Perfektion.

Und auch beim dritten Mal serviert uns Fantasia mit ihrem neuen Album "Back to me" wieder RnB Feinkost, der durchaus viel viel mehr Beachtung geschenkt werden sollte. Eine extravagante Mixtur aus altmodischen, klassischen RnB/Soul sowie modernen, zeitgemäßen Sounds finden sich hier im Einklang wieder und lassen den Tonträger in die oberen Ränge der bisherigen Black Music Releases in diesem Jahr aufsteigen. Wer Fantasia noch nicht kennt, sollte dies allerschnellstens ändern...am besten gleich mit dieser CD.

PeAcE
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Nov 18, 2010 10:29 PM CET


31 Minutes To Takeoff
31 Minutes To Takeoff
Wird angeboten von Kara-Handelshaus GmbH Preise inkl. MwSt
Preis: EUR 3,55

7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen 38 Minutes... ;-), 1. September 2010
Rezension bezieht sich auf: 31 Minutes To Takeoff (Audio CD)
Jahr für Jahr stoßen unzählige Newcomer unter den verschiedensten Voraussetzungen ins Musikbusiness. Die einen müssen sich ihren Major Label Deal über Jahr hinweg mit Independent Releases und harter Arbeit erkämpfen, die anderen haben das Glück durch Songs/Mixtapes etc. entdeckt zu werden. Wie im letzten Fall erging es auch dem aus Detroit, Michigan stammenden Mike Posner. Schnell wurde im Jahre 2009 ein Deal mit J Records/Sony Music Entertainment unter Dach und Fach gebracht und die Aufnahmen für sein Debut Album "31 Minutes to takeoff" konnten beginnen. Herausgekommen ist dabei ein Album mit 13 Songs die von Mike Posner selbst, aber auch Leuten wie Cisco Adler, Benny Blanco, The Smeezingtons, Gigamesh oder Greg Kurtin produziert wurden. Wie oft üblich, vor allem bei Newcomern, hat die US Pressung gegenüber der EU Version mal wieder einen zeitlichen Vorteil, denn diese ist bereits seit dem 10. August erhältlich.

Mike Posner hat auf seinem Debut Album durchaus einiges zu bieten, was auch immer ein fester Garant für Abwechslung ist. Bereits das zeitlose aufwühlende Intro geht schnell einher und macht Hunger auf mehr. "Bow Chicka Wow Wow" legt sein Hauptaugenmerk auf chillige Akzente, welche in Form von einem klasse smoothen und langsamen Beat sowie einer kreativen Melodiebegleitung (Wasserblubbern) in die Tat umgesetzt werden, dabei kann sich auch die im Refrain immer wieder einsetzende dezente E-Gitarre sehen lassen. Viel Dance und Elektro wird uns mit "Please don't go" auf dem Präsentierteller serviert, da bleibt sicherlich kein Tanzbein mehr ruhig stehen. Gleichermaßen kann auch die eingängige 1. Single "Cooler than me" mithalten, die sicher vielen schon ein Begriff ist. Mit einer Briese Funk kommt "Deja Vu" angeritten, wobei hier die Soul Urgesteine Boyz II Men gefeatured sind aber leider nur recht kurz ihre Klasse aufblitzen lassen. Ausgestattet mit einem kraftvollen Drum Beat in Verbindung mit dem Einsatz von Blasinstrumenten bekommt "Do U wanna" einen glanzvollen Jazz/Blues Touch und lässt den Song altmodisch wirken. Ein Song für die Dancefloors begegnet uns nun mit "Cheated" genau richtig. Worum es sich hier wohl textlich dreht, kann getrost aus dem Titel ohne großes Denken erkannt werden und dies bekommt dann auch in Form eines wummenden Beats die passende Untermalung. "Gone in september" dreht sich mal wieder um eine Dame bzw. die Liebe. Auch wenn das Lied textlich gesehen sehr ernst und angespannt ist, wirkt das relaxte Instrumental auf irgendeine Art und Weiße dennoch recht fröhlich. "Save your goodbye" beginnt nur mit einer Klavierbelgeitung geheimnisvoll und erinnert am ehesten an eine Ballade, allerdings rollt dann im weiteren Verlauf ein House lastiger Beat heran, der allerdings gekonnt im Hintergrund bleibt, bevor sich dann im Refrain das Instrumental entfalltet und ein mitreisendes Klangschauspiel veranstaltet, dass hammermäßig mit Mike's Vorzeigestimme verschmilzt. Auch "Synthesizer" schlägt angenehm ruhige Töne an, die mit viel Herz und Leidenschaft von Mike Posner auf die Spitze getrieben werden. In derselben Stimmung knüpft auch "Delta 1406" an die letzten beiden Tracks an, geht aber durch seinen kräftigeren Beat eher in Richtung Hip Hop und erhält eine hervorragende Ergänzung durch traumhafte verzweigende Melodien. Zum Abschluss tobt sich der 22 jährige gesanglich gesehn nochmal richtig aus, denn mit "Falling" liegt eine weiterer Balladentrack vor, der vom ersten bis zum letzten Ton einfach Begeisterung beim Hörer hervorruft.

Mike Posner ist mit "31 Minutes to takeoff" ein tolles Album gelungen, in das es sich auf jeden Fall lohnt hineinzuhören. Als gäbe es nichts leichteres vermischt der Gute Genres wie Pop, Electro, Rap, RnB und Alternatives Material zu einem sehenswerten Gesamtpaket. Zudem weiß der Newcomer seine beeindruckende Stimme immer zur richtigen Zeit am richtigen Ort einzusetzen, da fällt es nicht gerade einfach ihn mit irgendeinem aktuellen Künstler zu vergleichen. Bitte liebend gerne mehr von diesem Mann in naher und ferner Zukunft.

PeAcE


5th Element [+2 Bonus]
5th Element [+2 Bonus]
Preis: EUR 41,32

3.0 von 5 Sternen Tynisha's RnB Häppchen für Zwischendurch, 1. September 2010
Rezension bezieht sich auf: 5th Element [+2 Bonus] (Audio CD)
Der Sommer 2010 liegt in seinen letzten Zügen...langsam wird es kühler und veregnet und man widmet sich wieder mehr den entspannten kuscheligen Abenden zu Hause. Eine dazu perfekt passende musikalische Untermalung findet man ohne Frage in Form von RnB/Soul wieder. So sollte auch aus aktuellem Anlass Tynisha Keli Soares eine Chance gewährt werden. Bereits im letzten Jahr konnte Sie mit ihrem Debut Album "The Chronicles of TK" achtsame Erfolge erzielen, obwohl dieses nur in Japan und Digital veröffentlicht wurde. Nur 1 Jahr später hat die süße 25 jährige ihr Sophomore Werk namens "The 5th Element" fertiggestellt, welches diesmal auch den Status eines internationalen Releases tragen darf. Produziert wurde der Longplayer unter anderem wieder in Zusammenarbeit mit der Producergruppe Tha Cornaboyz aus Atlanta. Das Gästeaufgebot hält sich auf der 13 Track starken Platte mit COMA-CHI, Jay'ed und Jay Beretta sehr in Grenzen, zudem genießen diese Leute auch keinem wirklichen Bekanntheitsstatus, was bei dem einen oder anderem vielleicht die Neugier noch ein wenig mehr in die Höhe steigen lässt.

"The 5th Element" legt schön slow los mit der 1. Singleauskopplung für Japan "Next Time", die durch seinen satten Bassgehalt und der verträumten Klaviermelodie einen ordentlichen Einstieg bietet, der durchaus einige Erwartungen beim Hörer auf den Rest des Albums hervorruft. Diesen Eindruck bestätig zweifelsohne "Love Hurts", die zweite Single für Japan. Der Beat erinnert von seiner Bassline stark an Mario Winans "I don't wanna know" und der aufwühlende Klaviereinsatz ergänzt sich super mit dem tiefsinnigen Text von Tynisha. Der Auftritt der japanischen Rapperin "COMA-CHI" in diesem Song ist mit einigen Magenschmerzen zu bewundern, denn man merkt stark ihren Akzent heraus zudem ist ihr Part ein Mix aus japanisch und englisch. Auf "The Right Way" liefert uns Tynisha ein solides und gradlinig chilliges Duett zusammen mit Jay'ed ab - dieser Song stellt auch die bisher einzige Singleauskopplung für den amerikanischen Markt dar. Kunterbunt und vor allem im Refrain ziemlich schräg durch die verrückten Synthes geht "Half A Man" zur Sache, bevor man dann mit dem angenehmen Slow Jam "Live without you" langsam aber sicher wieder heruntergebremst wird. Elektrisierend knattert "Heart Break" daher, was durch seine vielen elektronischen Melodiesamples besticht. Einen nette Ballade kommt nun mit "How to love" wie vom Winder angeweht, die mit Akkustik Gitarren, Flöten und beklemmenden Hintergrundmelodien versucht ihre Akzente zu setzen. "Calling my name" hingegen fährt mit einem protzigen Beat schwere Geschütze auf und auch der melodische Slow Jam "Miss my love" ist nicht von schlechten Eltern. Nochmal kräftig auf die Tränendrüse wird bei der Ballade "Dear Love" gedrückt und auch der Abschluss Slow Jam "Right here waiting" mit einer zum Fressen gern habenden herausstechenden Klaviermelodie kann sich ganz gut sehen lassen. Als Zusatz gibt es dann noch zwei Bonustracks, die sich aus dem Remix zu Next Time sowie der Original Version von "Love Hurts" (ohne Rap Part von COMA-CHI) zusammensetzen. Ersterer klingt im Vergleich zum Original um einiges anders - etwas futuristisch sowie düster und wird durch den knackigen Beat vorangetrieben. Zur Original Version von "Next Time" gibt es eigentlich nicht viel zu sagen, da der Song ja zu 99 % Ähnlichkeit hat, bis auf das eben der Rap Part von COMA-CHI fehlt und hier einfach gute 35 Sekunden nur das Instrumental weiterläuft. In der internationalen Version hat man dieses Thema besser gelöst da hier der Song nur in dieser Form, aber unter dem Namen "Worst Enemy" auf dem Album vertreten ist und um den Instrumental Part gekürzt wurde, sodass sich ein flüssiger Ablauf ohne Leere ergibt.

Tynisha Keli hat mit "The 5th Element" ein solides Nachfolgewerk auf die Beine gestellt, dass durch konstante Produktionen überzeugen kann, dem man aber dennoch nur eine gute durchschnittliche Bewertung zuteilen kann, da der ganzen LP herausragende Highlights fehlen bis auf eventuell "Love Hurts", das schon ein kleiner Ohrwurm ist. Ein weiterer Punkt, der die Albumbewertung rechtfertigt ist Tynisha's Stimme. Diese ist im Großen und Ganzen zureichend hörbar, allerdings vom Volumen her etwas dünn gestrickt, sodass die Gute zwar in den einzelnen Versen einen akzeptablen Eindruck macht, aber man in den Refrains emotionale Explosionen vermisst wie man sie zum Beispiel von einer Mariah Carey kennt oder um den Vergleich etwas passender zu machen auf das Alter bezogen, von einer Charice.

PeAcE


Missed
Missed
Preis: EUR 16,20

1.0 von 5 Sternen Khia am Boden zerstört, 31. August 2010
Rezension bezieht sich auf: Missed (Audio CD)
Wer erinnert sich nicht noch zurück an das Frühjahr oder den Sommer des Jahres 2002, als eine Dame namens Khia mit ihrer 1. Singleauskopplung "My neck my back (lick it)" einen Hit landete und ihr gutes Debut Album "Thug Misses" als Independent Release Gold Status durch die RIAA einheimste? Bis dato hat Khia zwei weitere Alben veröffentlicht, doch so wirklich Aufmerksamkeit schenkt ihr seitdem keiner mehr. Während sie im Moment an ihrem nächsten offiziellen Album "Motor Mouf/Khia Shamone", einer Doppel CD, welche Khia's Rap sowie RnB-Seite widerspiegeln soll, arbeitet kommt nun mit "Missed" ein weiterer Underground/Independent Release.

Allein die Trackliste ist mit 11 Songs nicht gerade lang, da fällt die zudem noch kurzweilige Spielzeit von nur 32 Minuten als nächstes großer Negativpunkt ins Auge. Aber wie heißt es oft so schön Qualität anstatt Quantität, obwohl man sich das bei Khia nach beim besten Willen nicht so recht vorstellen kann, aber reinhören hat ja noch niemandem geschadet. Bereits wenn man das Album schnell durchskippt fällt sofort auf, dass kein einziger Song in irgendeiner Weiße eine stimmige Grundstruktur hat in Form einer Einleitung - Hauptteil - Abschluss, nein hier geht sogut wie jeder Song sofort von Beginn an in die Vollen und teilweise wirken die Songübergänge auch wie auf einem Mixtape. Die Produktionen klingen im Großen und Ganzen ziemlich lieblos und eintönig, die ewigen Boom Boom Beats eben, wobei ich sagen muss, dass man mit der ein oder anderen Melodie durchaus etwas anfangen kann. Während ein Großteil des Platte langweilig vor sich hinplätschert und man durchaus andere Tätigkeiten sich durch den Kopf gehen lassen muss um nicht einzuschlafen, versucht Khia mit dem etwas schnelleren "Chin Checkin", das vom Stil her an Miami Bass erinnert, dem aus New Orleans bekannten Bounce Stile in Form von "Piggy" oder dem harten Crunktrack "Love to last" etwas Abwechslung ins Spiel zu bringen, aber das misslingt ihr Vollkommen. Lyrisch ist "Missed" an Geprotze und Sinnlosigkeit auch kaum zu übertreffen, obwohl Texte bei so einem Subgenre vom Rap eher nebensächlich ist, aber auf was soll man denn hier ansonsten achten, wenn die Produktionen schon mehr als zu wünschen übrig lassen.

Man stellt sich nach dem Hören dieses Werkes die Frage was auch immer sich Khia damit gedacht hat, denn es ist ja schon fast eine Frechheit so etwas auf CD zu veröffentlichen. Natürlich immer unter dem Gesichtspunkt nicht genau zu wissen woher diese Tracks stammen, aber da der ganze Longplayer ein Independent Release ist, könnte es sich auch um eine Zusammenstellung unveröffentlichter Tracks von Khia handeln... Wenn das der Tatsache entsprechen sollte wird wohl jeder nachvollziehen können wiso diese Tracks nie ans Tageslicht gelangen sollten.

PeAcE


Teenage Dream
Teenage Dream
Wird angeboten von Multi-Media-Trade GmbH - Alle Preisangaben inkl. MwSt.
Preis: EUR 8,20

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Wow Wow It's Kate Perry, 31. August 2010
Rezension bezieht sich auf: Teenage Dream (Audio CD)
Im Jahre 2008 sorgte Katheryn Elizabeth Hudson alias Kate Perry als Newcomerin mit ihrem Album "One of the boys" und den Singles "I kissed a girl" sowie "Hot N Cold" für ziemlich viel Furore und darf sich seitdem glücklich schätzen zum festen Bestandteil der Musikszene zu gehören. Nun etwas mehr als 2 Jahre später bringt die 25 jährige ihr Nachfolgerwerk "Teenage Dreams" auf den Markt. Zusammen mit Produzenten wie Max Martin, Dr. Luke, Benny Blanco, Stargate, Tricky Stewart und Greg Wells hat sich die freche Dame die letzte Zeit zurückgezogen um den 12 Track starken Longplayer zu komplettieren. Den einzigen Gastauftritt verzeichnet die Platte in Form von Westcoast Rap-Urgestein Snoop Dogg. Die Messlatte liegt nach dem grandiosen Erfolg von "One of the boys" mit Multi-Platin Auszeichnung ohne Frage sehr hoch, aber dennoch stellen sich viele die Frage ob Miss Perry daran anknüpfen kann...

Auf "Teenage Dreams" schöpft Kate Perry einmal mehr aus einer glorreichen Trickkiste, welche ein freudiges und farbenfrohes Album zur Folge haben. Der Opener "Teenage Dreams", zugleich auch Titeltrack der CD, beginnt ziemlich ruhig, gewinnt aber im Laufe der Zeit immer mehr an Power und entfalltet sich dann bravorös im Refrain mit einigen Gitarren und einem drückenden Beat. "Last Friday Night (T.G.I.F.)" ist ein cooler gute Laune Song, der toll zum Feiern animiert. Die 1. Singleauskopplung "California Gurls" zusammen mit Snoop Dogg, dürfte bereits in aller Munde sein und stellt wohl eindeutig einen der Sommer Hits des Jahres dar, auch wenn man das von dem aktuellen Regenwetter nicht behaupten kann. Eine klasse Songstruktur findet sich auch in "Fireworks" wieder, wobei der Song gelassen mit einem gediegenen Beat sowie einigen elektronischen Melodien beginnt, aber im weiteren Verlauf durch die Streicher beim Einsetzen des Refrains an Dramatik zunimmt und auch Kate Perry mit ihre Stimme auf der emotionalen Ebene hier ziemlich auftrumpft. "Peacock" eignet sich mit seinen eingängigen und zugleich verrückten Melodiesamples bestens für die Dancefloors, wohingegen das langsamere "Circle the drain" dann wieder mit rockigen Elementen aufwartet. Das soll aber nur ein kurzer Ausrit gewesen sein, denn schon mit "The one that got away" schmeißt die Sängerin uns das nächste Stück zum Frass vor, was eine nice Kombination aus hartem, blechenden Beat und chilligen Melodien in Form von Klavier, Streichern etc. beinhaltet. Mit "E.T." haben Max Martin und Dr. Luke einen greifenden atmosphärischen Track geschaffen, der sehr an einen Slow Jam erinnert, aber auch schon leichte Züge einer Ballade intus hat. In diesem Stile findet sich auch das Klangbild von "Who am I living for?" wieder, was sehr verspielt wirkt durch seine elektronischen Akzente und im Refrain leicht mystische Ansätze aufweisen kann. Auch "Pearl" kann auf seine eigene Art überzeugen, bevor es Kate Perry dann noch mal mit fetzigen E-Gitarren für die rockigen Gemüter unter uns auf dem Song "Hummingbird Heartbeat" krachen lässt. Das Finale von "Teenage Dreams" wird mit "Not like the movies" eingeleitet. Eine Ballde zum verlieben, welche Kates Stimme die ganzen 4 Minuten über mit einem Gefühlsausbruch aller erster Güte in den Vordergrund stellt und das harmonische, einfühlsame Instrumental fast vergessen lässt.

Generalprobe bestanden Frau Perry könnte man hier wohl sagen, denn "Teenage Dreams" ist ein würdiger Nachfolger zu "One of the boys" geworden. Stilistisch verbindet Sie Elemente aus Pop, Elektro und Rock, aber legt ihr Hauptaugenmerk v. a. auf die elektronischen Parts und schafft somit einen nicht ganz so einfach zu ziehenden Vergleich zum Vorgänger, der ja weitesgehend rockiger orientiert war. Ein vielversprechendes Album, das uns mit seinen Klängen noch die letzten Auferstehungsversuche des diesjährigen Sommers versüßen will und sicherlich vom Mainstream-Gedanken hergesehen jeder Titel Ambitionen für eine hitverdächtige Singleauskopplung hat.

PeAcE
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Sep 9, 2010 9:34 PM MEST


Versus (US-Version)
Versus (US-Version)
Preis: EUR 17,23

3 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ushers Nachschlag, 30. August 2010
Rezension bezieht sich auf: Versus (US-Version) (Audio CD)
Ende März 2010 veröffentlichte RnB Superstar Usher sein mittlerweile sechstes Studioalbum "Raymond VS Raymond", welches unter anderem einen seiner bisher größten Hits, dem von Will.I.Am produzierten Song "OMG" beinhaltet. Nicht einmal gute 5 Monate später steht der 31 jährige bereits mit seinem nächsten Release auf der Matte. Der Tonträger trägt den Namen "Versus" und ist eine 9-Track starke EP, die Produktionen von Prettyboyfresh, Max Martin, Polow Da Don, Drumma Boy, Jim Jonsin oder Benny Blanco hervorbringt. Allerdings sei hier auch noch anzumerken, dass "Versus" nicht unbedingt richtig neu ist, denn diese Disc befindet sich auch als Bonus CD auf der Deluxe Edition des Albums "Raymond VS Raymond". Womöglich also ein geschickter finanzieller Schachzug Seitens Ushers Label, was die Veröffentlichung von "Versus" angeht um die Verkaufszahlen weiter in die Höhe zu treiben und zusätzlichen Umsatz zu machen.

Einen fullminanten Einstieg bekommen wir mit "Love em all" geboten. Ein sinnlich geschmeidiger Slow Jam, der mit Begleitung von einem wundervollen Klavier und Synthes schnell seinen Weg in unser Gehör findet. Usher geht hier gleich zu Beginn sehr emotional zur Sache was seinen Gesang betrifft. Weiter geht es mit "DJ got us fallin on love", wobei Usher hier tatkräftige Unterstützung von Pitbull erhält. Der Song geht mehr in Richtung Dance/Elektro und ist eine knallende Partybombe, welche durch Pitbulls Raps noch auf die Spitze getrieben wird. Eine super Kollabo steht uns nun mit "Hot Tottie" ins Haus, denn hier ist niemand geringeres als New Yorks Altmeister Jay Z als Feature vertreten. Der fetzige Beat poltert rhytmisch voran und bekommt durch Ushers Gesang einen chilligen, aber auch durch die Melodien einen etwas geheimnissvollen Flair verliehen, welcher dann im Refrain durch teilweise weiblicher Gesang glanzvoll verdelt wird. Das Sahnehäupchen auf dieses Meisterwerk setzt dann Jay Z mit einem genialen Part. Eine Armada aus Gefühlen überströmt uns mit dem nächsten Stück "Lay you down", das wohl wärmstens für schöne Stunde zu Zweit zu empfehlen ist, aber sich dennoch auch bestens dazu eignet einfach mal die Seele baumeln zu lassen und zu relaxen. Eine freshe, funkige und zugleich etwas temporeichere Nummer stellt "Lingerie" da, welche durch einen Schlagzeug Beat und zurückhaltenden E-Gitarren groß auftrumpfen möchte. "There goes my baby" kennt man ja bereits vom Album "Raymond VS Raymond" und somit muss man dazu sicherlich auch nicht mehr allzu viel sagen, denn dieser Titel spricht mit seiner Harmonie und Leidenschaft von selbst. Texas Rapper Bun B gibt sich auf "Get in my car" als Partner von Usher die Ehre. Der brachiale Beat mit der Bläserbegleitung gibt eine tadellose Grundlage ab, um in einen abwechslungsreichen lyrischen Regen aus Ushers Gesangskünsten und Bun B's Raps seine Linie zu finden. Desweiteren folgt der Remix zu "Somebody to love", welcher ursprünglich aus den Federn von dem jungen Shootingstar Justin Bieber stammt, wobei anzumerken ist dass Usher im Original ebenfalls bereits als Feature vertreten ist. Ein bunter, bewegender Track, der durch seinen temporeichen und wuchtigen Beat alles was nicht bei drei auf den Bäumen ist regelrecht zum tanzen animiert. Als Abschiedsgeschenk hämmert uns Usher mit "Stranger" noch einmal einen Song bestehnd aus sattem Beat mit viel Kickbässen, einem Meer aus Synthesizern sowie einigen härteren Klangelementen vor die Füße, die den Titel etwas Down South lastig wirken lassen.

Usher ist mit "Versus" auf alle Fälle ein kluger Nachschlag zu seinem 6. Studioalbum "Raymond VS Raymond" gelungen, der im Großen und Ganzen von Anfang bis Ende überzeugen kann. Damit dürfte Herr Raymond sein Veröffentlichungs-Soll für das Jahr 2010 mehr als erfüllt haben, auch wenn man bei dieser großartigen Musik es wohl kaum abwarten kann weiteren neuen Stuff von ihm zu hören zu bekommen.
PeAcE


Beneath It All
Beneath It All
Wird angeboten von thebookcommunity
Preis: EUR 44,60

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Hey Mondays Appetizer, 25. August 2010
Rezension bezieht sich auf: Beneath It All (Audio CD)
Fast 2 Jahre ist es nun her, dass uns die Alternative Rock/Pop-Punk Band Hey Monday mit ihrem Debut Album "Hold on tight" ein rockiges Vergnügen bereitete. Mit zunehmender Wartezeit werden natürlich auch die Schreie der Fans nach einem neuen Longplayer lauter, doch dies könnte sich aufgrund der aktuellen Situation der Band leider noch etwas in die Länge ziehen. Einen kleinen Rückschlag musste die Band bereits im Oktober 2009 verkraften, als Bassist Elliot James ausstieg. Noch schlimmer kam es dann aber vor 2 Tagen, als auch Michael "Jersey" Moritary über das Internet verlauten ließ, der Band seinen Rücken zu kehren. Nicht desto trotz hatten sich Hey Monday die letzten zwei Jahre über viel im Studio aufgehalten und als Vorgeschmack auf ihr Follow Up zu "Hold on tight" eine 6 Track starke EP namens "Beneath it all" zusammengestellt, welche am 17. August veröffentlicht wurde.

"Wish you were here" liefert einen frischen Einstieg, der sofort flüssig in unser Gehör eingeht. Die dezenten Drums und klasse Melodien harmonieren während der einzelnen Verse prachtvoll zusammen bevor dann der Refrain mit kräftigen Drums, explodierenden E-Gitarren und einer mitreisenden Cassadee Pope in die Vollen geht. "Wondergirl" startet schön relaxt mit Akkustik Gitarre, einem beeindruckenden Drum Beat und entfalltet sich im Verlauf weiter und weiter. Sobald Cassadee hier wahnsinnig wundervolle Stimme zum Einsatz bringt schmilzt man förmlich dahin. Verspielt und zugleich mächtig flippig poltert das etwas härtere "I don't wanna dance" aus den Boxen und zeigt eindrucksvoll, dass auch dieser Song den beiden bisherigen in Nichts nachsteht. Mit einem langsamen, dennoch mit viel Power bepackten Beat schwebt das melodisch-chillige "Hangover" an uns vorbei, wobei Cassadee hier einmal mehr ihre emotionale Stimmgewalt glanzvoll zur Schau stellen kann und man sich einfach nur in diesen Gesang verlieben kann...wenn man es bisher noch nicht getan hat. Eine weitere tolle entspannte Nummer geht in Form von "Mr. Pushover" einher. Das vor sich hin trabende Schlagzeug, erhält durch Gitarren und einige elektronische Elemente einen geschmeidigen Schliff, welcher sich kontinuierlich durch den ganzen Song durchzieht. Man merkt vor allem bei diesem Song Sängerin Cassadee Pope an mit welcher Freude sie Musik macht und wie locker und leicht sie ihre Vorstellungen umsetzen kann. Man mag es kaum glauben aber man muss jetzt leider mit "Where is my head" bereits feststellen am Ende der EP angekommen zu sein. Doch für dieses Abschlussstück packt die aus West Palm Beach, Flordia stammende Band noch einmal ihr komplettes Reportoire aus. Etwas flottere Drums lassen den Song von seinem Gesamtbild sehr rhytmisch erscheinen, werden allerdings gekonnt durch die grandiosen Melodieelemente heruntergebremst, ehe im Refrain eine Armee aus Gitarren losschießt und Cassadees emotionalen Gesang sehenswert untermalt.

Auch wenn "Beneath it all" nur eine EP ist und mit 6 Songs, welche eine Gesamtspielzeit guten 20 Minuten umfassen, notgedrungen kurzweilig sein Ende findet, kann sich dieses Stück Musik mehr als nur sehen lassen. Eine erstklassige Vorspeise für das neue noch unbetitelte Album welches voraussichtlich im Frühjahr 2011 erscheinen soll...natürlich unter der Voraussetzung die Band bekommt ihre Besetzung in den Griff um auch weiterhin ordentlich an den Aufnahmen hierfür arbeiten zu können.

PeAcE


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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Dru Hill - Back like they never left, 14. August 2010
Rezension bezieht sich auf: Indrupendence Day (Audio CD)
Im Jahre 1992 fanden sich 4 junge Männer zusammen um ihre musikalischen Vorlieben miteinander zu verwirklichen. Daraus entstand Dru Hill, eine der bekanntesten Black Musik Gruppen überhaupt. Mitte bis Ende der 90er machte sich die Gruppe um Sisqo, Jazz, Nokio und Woody mit Hits wie "In my bed", "How deep is your love" oder "Never maka a promise" sowie den beiden daugehörigen starken Alben "Dru Hill" und "Enter The Dru" einen Namen. Danach stieg Woody aus und 4 Jahre herrschte Stille im Hause Dru Hill eher die Reunion mit Woody bekanntgegeben wurde, ein weiteres Mitglied namens Scola hinzugestoßen war und der 3. Longplayer (von vielen auch als kleines Comeback-Album bezeichnet) Dru World Order an den Start ging. Seitdem haben 8 lange Jahre das zeitliche gesegnet, Woody und Scola sind wieder ausgestiegen, aber Dru Hill sind endlich wieder da mit neuem Member Tao und natürlich dem allerwichtigsten einem neuen Longplayer namens "InDRUpendence Day". Auf diesem gibt uns das teilweise neugebildete Quartett 13 Songs zum Besten, welche aus den Händen von Nathan Mooring, Keith Sweat, Wirlie Morris, J-Hott sowie Star Strukk stammen.

"InDRUpendence Day" könnte man stilistisch gesehen in zwei Hälften einteilen, denn die ersten 6 Songs des Albums betonen stärker die etwas härtere und partylasigere Seite der 4 Mannen, wohingegen der zweite Teil dann eher perfekt zum relaxen ist und eben auch für schöne Stunden zu zweit. Der Opener "Shut it down" zündet mit seinem bumpenden Beat gleich ein knallhartes Feurwerk, das einen harmonischen Einklang mit dem wunderschönen Gesang der vier findet. "Do it again" steht dem in keinster Weiße nach, denn zu Beginn wird der Hörer sofort von dem mitreisenden Refrain in den Bann gezogen, eher dann dezente Synthes und ein wuchtiger Beat das Instrumental abrunden. Fresh geht es nun weiter mit "She wants me", das sich vom Sound her wie eine aufgepeppte Version von "How deep is your love" anhört und auf ganzer Linie überzeugen kann. Auch "Whatcha Do" ist ein schnell eingängiges Stück mit vorbildlichen Gesangseinlagen von Sisqo, Jazz, Nokio und Woody, allerdings ist hier der wuchtige Beat mit deftigen Bassgehalt etwas zu bemängeln, da dieser die Klavierbegleitung ziemlich in den Hintergrund stellt, sodass man diese teilweise kaum mehr wahrnimmt. "Below Zero" hält diesen Härtegrad kontinuierlich weiter an, denn auch hier strömen tiefe Bässe aus den Boxen, eine hypnotische Melodie mit elektrischen Verzierungen und teilweise einsetzendes wirres Klavierspiel sowie ein paar E-Gitarren schmieden dieses Soundexemple wohlwollend zusammen. Mit "Can't stop" merkt man so langsam aber sicher den Übergang in den entspannteren Teil des Albums. Zwar gibt auch hier ein dicker dröhnende slower Beat mit Snaps wieder einmal sein Gastspiel, aber vom gesamten Schaubild der Melodien und den immer gefühlvoller werdenden Gesängen bekommt man die Route für die weitere Durchforstung des Albums nahegelegt. Den Einstieg in die andere Hälfte könnte eigentlich gar nicht besser beginnen als mit "Remain Silent". Ein toller langsamer Slow Jam mit einfühlsamen Melodien lassen den Hörer mit dem butterweichen Gesang der Vier verschmelzen. "Makin Luv" ist wie es der Name schon andeutet ein wie angegossener Song fürs Bett, wobei daraufhin "State of emergency" schon wieder lebendiger wirkt mit seinen zurückhaltenden Piano und Synthes. Eine traumhafte Ballade bekommen wir mit "Back to the future" geboten, bei der es sich einfach einmal lohnt für fast 4 Minuten sich zurückzulehnen, die Augen zu schließen und diesem Geniestreich seine volle Aufmerksamkeit zu schenken. Nun ehrlich gesagt könnte man auch sehr sehr gerne in dieser Stellung das nächste Stück "Love MD" über sich bringen, denn auch dieses fesselt von der ersten Sekunde durch seine stimmlich ideal aufeinander abgestimmten Komponenten sowie den herzergreifenden Gesang. In "Away" explodieren die Jungs förmlich in ihrer emotionalen Seite, was in Form von der großartigen Klavierbelgeitung eine gekonnte Ergänzung darstellt. Für den Abschluss haben Dru Hill, ebenso wie es z. B. auch Kollege Nas bereits vor einige Jahren getan hat, den 1985er Hit "Everybody wants to rule the world" von Tears For Fears gesampelt. Das Ding hört sich auch in Dru Hill's Version hammer an mit seinem voranpeitschenden Beat, den vereinzelten Synthes sowie der behutsamen E-Gitarrenbegleitung.

Dru Hill landen mit "InDRUpendence Day" ein weiteres sehenswertes Stück Black Musik, welches entschlossen und makelos R'N'B, Soul und einige Gospel Einflüsse verbindet. Man merkt so gut wie garnicht das Dru Hill acht lange Jahre vollkommen von der Bildfläche verschwunden waren, denn ihr Sound klingt noch immer so genial als würde man sich noch Ende der 90er befinden zu Zeiten von "Dru Hill" und "Enter the Dru", aber eben nur moderner und zeitgemäßer allerdings ohne den üblichen Mainstream Trends zu folgen in Form von z. B. Timbaland Beats oder ähnlichem. Bleibt jetzt nur noch zu hoffen, dass dieses Comeback-Album keine Eintagsfliege war, sondern die Gruppe in Zukunft weiter an neuem Material arbeitet, denn "InDRUpendence Day" ist eine exquisit Grundlage und sollte zugleich jede Menge Ansporn für Neues geben.

PeAcE


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