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MirAclE (ZDF, LK Fürth)

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Who You Are
Who You Are
Wird angeboten von DVD Overstocks
Preis: EUR 8,48

18 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Jessie J - The New Sensation Outta UK, 1. März 2011
Rezension bezieht sich auf: Who You Are (Audio CD)
Den Namen Jessica Ellen Cornish sollte man sich in naher und ferner Zukunft sehr gut merken. Angefangen als Songwriterin für Größen wie Rihanna, Justin Timberlake, Alicia Keys oder Christina Aguilera heimste die Londonerin letztes Jahr einen Plattenvertrag bei Universal Records ein und arbeitete fleißig an ihrem Debut Album. Dieses steht nun verzierend mit dem Titel "Who you are" seit Gestern in den Regalen der britischen CD-Händler, wird allerdings noch bis Mitte April bzw. Mai seine Zeit brauchen um auch in den USA sowie Deutschland seinen Veröffentlichungsweg zu finden. Die Gästeliste ist kurz und schmerzlos abgehandelt, denn außer Rapper B.O.B. gibt sich anonsten Niemand mehr die Ehre neben Jessie J. Für die soundtechnische Untermalung standen Leute wie Dr. Luke, Andre Brissett, Martin K, Oak, Invisible Man, Toby Gad, KArl Gordon bereit. Nun wartet sicherlich Alles gespannt darauf ob Jessie J ihrem Hype und den beiden bisherigen Singleerfolgen auf der Insel mit ihrem Debut Album "Who you are" gerecht werden kann.

Den Opener macht die aktuelle Single "Price Tag", welche auch das einzige Features des Longplayers in Form von Rapper B.O.B. beinhaltet. Der Song geht schön ins Ohr durch sein lässiges Instrumental mit den bunten Melodien und macht einfach eine riesengroße Freude. B.O.B. setzt dem ganzen dann noch die Krone auf und vor allem der Text des Liedes soll zum nachdenken anregen. "Nobodys Perfect" trällert mit bezaubernden Geigen ins Voll bevor dann ein saftiger Drum Beat mit sich zäumenden E-Gitarren entfalltet und Jessie J kein Blatt vor den Mund nimmt. Etwas temporeicher hat Dr. Luke das kommende Stück "Abracadabra" in Szene gesetzt und dabei eine coole Mischung aus Pop und ein wenig Dance geschaffen, die zudem auch mit ein wenig rockigen Elementen kombiniert werden. "Big White Room" ist ein Akkustik Stück, das als "Live-Version" auf dem Album zu finden ist. Die Gitarre begleitet die 22 jährige die komplette SPielzeit dieses Stückes wundervoll geschmeidig und hier sieht man wohl am allerbesten wie viel Power, Emotion und Potenzial in Jessie's Stimme steckt - Gänsehautfeeling pur! Eine traumhafte soulige Nummer bekommen wir mit "Casualty of love" geboten, bei der Jessie förmlich in die traumhaften Melodien hineinschmilzt und ihrer Stimme einmal mehr alles bis zum bitteren Ende abverlangt. Aufbrausend dröhnt dann das nächste Stück "Rainbow" daher. Durch seine durchgeknallten Electro-Melodien, zugleich dem fullminanten Beat zieht das Teil in Richtung RnB Sektor seine Kreise und verleiht dem Longplayer weiterhin mehr Tiefe und Abwechslung. Synthes und stramme Klavierklänge geben auf "Who's laughing now" den Ton an, einem Song der vom Gesamtbild her wohl am ehesten "Abacadabra" ähnelt und mit ein paar crazy Rhymes von Jessie aufwartet. Die allererste Singleauskopplung des Albums gab es bereits letztes Jahr mit dem Track "Do it like a dude". Ein schmutziger Song mit wummende Beat und düsteren E-Gitarren Riffs, der eine gewisse Briese Härte mit an den Tag bringt. Jessie zieht hier gekonnt durch einige Spielereien mit ihrer Stimme die volle Aufmerksamkeit auf sich. "Mamma knows best" wird von Bläsern nur so zerrissen, aber auch die coolen Drums können sich mehr als nur sehen lassen...von Jessie's leidenschaftlicher Performance mit nahezuer Überschreitung ihres Stimmvolumens möchte ich garnicht erst anfangen zu sprechen. Die nächste chillige Nummer mit viel Herzblut bleibt auch nicht weit des Weges und ist mit "L.O.V.E." schnell gefunden. "Stand Up" ist von der ersten Sekunde an wahrhaftig mitreisend, was neben den glamorösen gediegenen Melodien auch an Jessie's 1A Auftritt liegt und lässt den Hörer so schnell nicht wieder los. Es scheint fast so als hätte uns das junge Mädel noch nicht genug Freude bereitet, denn mit "I need this" bietet sie uns eine gnadenlose Pop/Rock Ballade auf, welche in seiner Gefühlswelt erstklassig versinkt und bis zum Schluss fesselt. Den Abschluss macht der Titeltrack "Who you are". Gitarren geleiten das Intro des Songs, bevor dann ein slower Beat mit atmosphärischen Melodien das Stück auf die Spitze treibt. Was Jessie hier mit den Energiereserven in ihrer Stimme anstellt ist fast unbeschreiblich und muss auf alle Fälle mit jeder Menge Respekt behandelt werden.

Sängerin Jessie J hat mit ihrem Debut Album "Who you are" einen super Longplayer hingelegt, der es in jeder Sekunde verdient hat von Anfang bis Ende genüßlich durchgehört zu werden. Eine frische Mischung aus Pop, RnB, Rock und den ein oder anderen leichten Dance Einfluss machen die Platte zu einem frischen Meisterwerk, dessen Klangkraft mit größter Sicherheit auch international noch für viel Furore sorgen wird. Gesanglich gesehen hat man wohl die letzten Jahre bis auf Charice wirklich keine Newcomerin gesehen, die Jessie J (in Bezug auf den stilistischen Genremix ihres Albums) das Wasser reichen kann. Desweiteren überzeugt Sie ebenso mit diversen Spielereien in ihrer Stimme, welche sie einmal ernst, ironisch, agressiv hart aber auch mal fröhlich, schnippisch oder etwas arrogant wirken lassen können. Wohl eines der ersten Highlights des Jahres 2011, aber bestimmt nicht das Letzte, denn da kommt dieses Jahr noch einiges auf uns zu ;)

PeAcE
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 3, 2011 6:18 PM CET


Folk Music
Folk Music

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen FM Back in 2006, 21. Februar 2011
Rezension bezieht sich auf: Folk Music (Audio CD)
Far East Movement dürften mittlerweile so ziemlich jedem ein Begriff sein, denn mit ihrem aktuellen Album "Free Wired" ist den Jungs der endgültige Durchbruch gelungen. Einen großen Anteil daran hat sicherlich ihr Smash Hit "Like A G6" und auch die zweite Singleauskopplung "Rocketeer" in Zusammenarbeit mit OneRepublic Frontman Ryan Tedder sorgt international bereits für einen großen Hype, wird hier in Deutschland allerdings erst im März veröffentlicht. Es schadet also nichts auch einmal einen Blick auf die vorherigen Releases von den vier Asiaten zu werfen. Mit "Folk Music" hat das Quartett im Jahre 2006 ihr Debut Album veröffentlicht, welches 2 Jahre später unter dem Titel "Round Round" inkl. Bonus Tracks im asiatischen Raum re-releast wurde. "Folk Music" umfasst eine umfangreiche Tracklist bestehend aus 21 Songs und Gastauftritten von Trek Life, Ex Ruff Ryders Rapper Jin, Mary Jane, Black Silver, Ken Oak und Iron. Anders als auf ihrem aktuellen Werk "Free Wired" hatten die Truppe damals noch ein Näschen für gepfegten Hip Hop unter dem Einfluss von vielen Alternativen Elementen.

Nach einem leicht schrägen Intro in dem uns Far East Movement nahe gebracht wird startet die Platte gleich durch mit der Single "Round Round", welche auch auf dem Soundtrack zu "Fast & Furious: Tokyo Drift" seinen Platz fand. Der Track ist eine flotte Nummer mit ein wenig Country und Funk Einflüssen und lässt sich vor allem durch den souligen Refrain sehr gut sehen. "Get off me" wird durch einen netten Drum Beat, der super zum mitwippen einläd, vorangepeitscht und die Vier geben hier zusammen mit Trek Life mächtig Gas. "Holla Hey" klingt ziemlich crazy sowie futuristisch und wird durch seine seltsamen Melodiearrengements erst so richtig interessant. "Boomshake!" haust mit seinen düsteren Melodien und seinen mörderischen Kickbässen richtig ab und dürfte Besitzern eines Subwoofers eine wahrhaftige Freude bereiten. Auf "No one's home for the holidays" haben die Jungs sich soundmäßig an Westcoast Slow Jamz ala Mr. Capone-E oder Brown Boy orientiert. Der Song geht sofort ins Ohr, die Melodien harmonieren prachtvoll zusammen und der smoothe, mit viel Power gesungene Refrain tragen den Rest zu diesem Geniestreich bei. Jin unterstütz Far East Movement auf dem nächsten Titel namens "For the city". Ein ebenfalls sehr chilliges Stück, das mit einigen jazzigen Elementen, aber auch wundervollen Klaviereinsatz aufwartet und durch den coolen Refrain überragend vollendet wird. Weiter geht es entspannt mit dem nachdenklichen "Eyes have lie", welches Sängerin Mary Jane durch ihre zauberhafte Stimme traumhaft zur Vollendung bringt. "Work" dahingegen ist durch seinen funkigen Beat und den Blasinstrumenten eine frische Abwechslung zu den soeben gehörten sanfteren Part der Scheibe. "The Good Stuff" bumpt ebenso sehenswert aus den Speakern wie das wieder etwas entspantere, mitreisende "Down to ride". Wer es eine Nummer härter mag und auf krachende E-Gitarren mit temporeichen Drum Beat steht ist bei "Make ya self" genau an der richtigen Adresse. Dominiert von einem Meer aus Streichern zieht das ernste "Smile" seine weiteren Kreise, bevor dann der von tollen Melodien angeführte Titeltrack "Folk Music" seine Klasse ausspielen darf. Wieder mit jeder Menge Funk/Disco Sound tritt "All about me" ins Rampenlicht und hat als Sahnehäupchen auch noch Sängerin Mary Jane erneut im Gepäck, die ihre Sache wieder 1A zu Ende bringt. Nach einem kurzen Skit nimmt das slowe "Beautiful" Fahrt auf und verleiht dem Album ein weitere soulige Note unter Einfluss von diversen Jazz/Blues Elementen. Am nächsten sehr atmosphärischen Interlude vorbei bringt dann das rockige "Fuck the robots" den Longplayer erneut auf Touren und die Vier pushen energisch ihre Rhymes heraus. Das Ende von "Folk Music" wird mit dem coolen "Western (Remix)" besiegelt, der mehr als einen gelungen Abschluss dieses Albums darstellt.

"Folk Music" von Far East Movement ist durchaus ein sehr empfehlenswertes Debut Album der Jungs und zeigt noch ihren ursprünglichen Style in Form von Hip Hop/Alternative auf bevor man auf "Animal" und dem bereits des öfteren schon angesprochenen aktuellen Werk "Free Wired" in Richtung Electro-Rap abgedriftet ist. Wer dieses Album bisher verpasst hat sollte dies schnellstens ändern...also don't sleep on this ;)

PeAcE
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 14, 2013 1:47 PM MEST


Inside Out
Inside Out
Preis: EUR 52,39

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Push push it to the limit, 18. Februar 2011
Rezension bezieht sich auf: Inside Out (Audio CD)
2007 verzauberte Kathleen Emperatriz DeLuna, als Newcomerin, uns mit ihrem Debut Album "9 Lives". Einen großen Anteil daran hatte sicherlich auch die beiden Singles "Whine Up" und "Run the show", welche in den Clubs rauf und runter liefen. 2010 kündigte Kat ihr Sophomore Werk "Inside Out" an welches in 2 verschiedenen Versionen erscheinen sollte - EU und US, wobei sich der Unterschied in der ein oder anderen Variation der Tracklist wiederspiegeln sollte. Bisher ist Kat Deluna allerdings mit "Inside Out" das gleiche Schicksal ereignet wie z. B. Esmee Denters mit ihrem Debut Album oder dem Sophomore Werk von Flipsyde. Seit November ist "Inside Out" in den Benelux Ländern sowie der Schweiz veröffentlicht. Ein komplettes EU sowie auch US Release steht mit einem unbekannten Termin noch aus.

Der Longplayer wartet mit 11 neuen Track auf, bei denen Kat Deluna unter anderem Unterstützung von Akon, Lil Wayne, Elephant Man oder Onassis erhält. Der Einstieg in das Album ist mehr als gelungen, denn mit den beiden Singles "Push Push" und "Party O'Clock" hat die 23 jährige gleich einmal zwei überaus rhytmische Songs ins Feuer geschmissen, welche jederman nur so auf die Tanzflächen dieser Welt ziehen und jede Menge gute Laune verleiten. Auch die nächsten Songs wie die mit Synthes verzierten und fröhlichen "Dancing tonight" oder "Be There" machen hierbei keinen Halt und eignen sich ebenfalls bestens zum abfeiern. Kat lässt bereits von den ersten Takten an die Klasse in ihrer Stimme aufblitzen und trägt dies gekonnt durch den weiteren Verlauf des Albums. "Oh Yeah (La la la)" bekommt durch das Feature von Elephant Man einen gewissen Dancehall/Reggaeton Touch und wird durch seinen recht einfachen Refrain ein echter Ohrwurm. "One foot out of the door" wirkt durch seine prachtvoll miteinander harmonierenden Melodien sehr chillig, bekommt aber durch seinen kräftigen Freestyle ähnlichen Beat eine gewisse Briese Härte verliehen. "All in my head" braust mit seinem Drum Beat, den stechenden Melodien sowie ein paar rockigen Momenten hervor, bevor dann mit "Rock the house" ein weiterer Dancefloor Smasher seine Runden dreht. Das von Synthes dominierende "Calling you" zieht in Form seines Midtempo Beats weitere Kreise, wobei Kat's Stimme hier super zur Geltung kommt. Als nächstes folgt die Balladen Version von "Be There", welche sich sofort in unser Gehör einbrennt und so schnell daraus auch nicht mehr weichen will. Der smoothe Beat ist eine tolle Grundstruktur, die mit wundervollen Klavierklängen, Streichern und auch den ein oder anderen E-Gitarren eine coole Mixtur abgibt. Diese Ballade ist einfach wie gemacht für Kat, die uns mit ihrer Stimme mitreißt, vor allem gegen Mitte-Ende des Tracks als ihre Emotionen förmlich aus ihr heraus explodieren. Das Ende des Longplayers beschließt nun "Unstoppable", ein Duett mit Rapper Lil Wayne. Schnelle Dance/Elektroelemente geben hier den Ton an und Lil Wayne passt irgendwie so Null in dieses Lied hinein.

Leider muss man nach dem Hören von "Inside Out" feststellen das Kat Deluna etwas an Fahrt verloren hat. Stimmlich hat sie es ohne Zweifel noch mächtig auf dem Kasten, aber produktionstechnisch fehlt es dem Album an Ideenreichtum und Abwechslung. Der Großteil ähnelt sich von den Instrumentalen sehr und erinnert an den typischen Mainstream Sound aus RnB, Elektro, Pop und Eurodance. Da hatte ihr Debut Album "9 Lives" durchaus mehr zu bieten und auch ihre Wurzeln (Dominikanische Republik) wurden dabei vielfältiger angesprochen. Kurzweilig macht "Inside Out" dennoch Spaß und eignet sich nett zum abfeiern...das war es dann aber auch.


Doin'it Again
Doin'it Again
Preis: EUR 15,01

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen The UK Heat Continues..., 16. Februar 2011
Rezension bezieht sich auf: Doin'it Again (Audio CD)
UK Black Music Liebhaber wurden im Jahre 2010 immer wieder mit gelungenen Releases verwöhnt, welche auch international immer mehr Anerkennung fanden. Für viele stellte sich mit Recht die Frage ob es den Artists von der Insel gelingen wird, daran im Jahre 2011 anzuknüpfen? Einen ersten Teil dieser Antwort liefert uns Joseph Junior Adenuga alias Skepta mit seinem 3. Studioalbum "Doin it again" ab, welches seit 31. Januar in den Läden steht. Der mit 14 Songs bestückte Longplayer wartet durch Gastauftritte der Boy Better Know Crew, Preeya Kalidas, Chipmunk, Charlie Drew, Shorty, N-Dubz und Diddy Dirty Money nur darauf von unserem Gehör verschlungen zu werden.

Der Opener "Nobody made me" klingt durch seine Gesänge und Trommeln am Anfang schon etwas afrikanisch, aber geht dann im weiteren Verlaufe leicht durch smoothe Melodien und einen relaxten Beat ins Ohr. Weiter gehts mit "Rescue Me" was harmonisch mit verzerrten Gesang, Akkustik Gitarre und einige Synthes beginnt, aber erst nach fast 1 Minute Laufzeit dursich mit dem Gesang im Refrain perfekt ergänzen. Auch "Amnesia" setzt zum Großteil auf harte Elektro-Elemente, die dem Album noch mehr Frische einhauchen. "Bad Boy" geht dann schon etwas temporeicher zur Sache und spiegelt eine Mischung aus Grime/Dance/Elektro wieder, welche sich zweifelsohne ideal zum tanzen und abfeiert eignet. Nach einem nicht besonders erwähnenswerten Skit, erstrahlt "Do it like me" aus den Speakern. Durch einen saftigen Drum Beat und E-Gitarren bekommt dieser Song einen leicht rockigen Touch verliehen. Die komplette Boy Better Know Crew hat sich auf "Throw in the bin" versammelt. Kompromisslos spitten die Jungs ihre heißen Rhymes über ein aggressives Instrumental und zeigen wo der Hammer hängt. Preeya Kalidas liefert mit ihrer traumhaft gefühlvollen Stimme auf "Cross my heart" eine Galavorstellung ab, an der auch Skepta selbst gnadenlos beteiligt. Das Insterumental hierbei variiert zwischen Rap und Dacnce Elementen. Zusammen mit Chipmunk hat sich der 28 jährige auf dem Track "Big" vereint. Das Instrumental besticht durch düstere sowie mystische Melodien, einem voluminösen Beat und energischen Synthes im Refrain, worüber Skepta und Chipmunk kräftig Feuer spucken. Eine beeindruckende Rap Ballade ist "Taking too long" geworden, die Sänger Charlie Drew mit an Bord hat. Das einfühlsame Instrumental mit seinen warmen Melodien verzaubert von den ersten Sekunden an und den Vogel schießt dann noch Charlie Drew in Form seiner grandiosen Stimme bzw. des Refrains ab. Durch einen treibenden zugleich pompösen Beat sowie Power pepackten Synthes wird "All over the house" gewaltig vorangepusht und auch Gast Shorty macht einen ordentlichen Eindruck. Das nächste Stück "So Alive" kennt man ja bereits schon vom aktuellen N-Dubz Album "Love.Live.Life". Skepta hat sich hier aber nicht nur lyrisch beteiligt, sondern auch gleich die Produktion übernommen. Das ebenfalls Größen aus den USA das Talent von Künstler aus UK zu schätzen wissen, zeigt auch der Grime Remix zu Diddy Dirty Moneys "Hello good morning", der Skepta featured, einen brasselnden Grime Beat zu bieten hat und somit auf diesem Werk nicht fehlen darf. Das Ende des Longplayers leitet Skepta mit dem Titeltrack "Doin it again" ein. Über einen brodelnden Beat und von Synthes zerstückelten Melodien packt der Gute noch einmal die letzten Reserven aus um die Platte würdig nach Hause zu schicken.

Skepta ist mit seinem 3. Studioalbum "Doin it again" ein fresher Longplayer gelungen, den man ohne große Diskussionen einfach gut durchhören kann. Sein Markenzeichen ist wohl der markante Akzent, den er aber tadellos in coole Rhymes mit einfließen lässt. Klar merkt man auch bei ihm, im Vergleich zu seinen beiden Vorgängerwerken "Greatest Hits" und "Microphone Champion", dass er seine Musik etwas an aktuelle Trends angepasst hat und nicht mehr nur die Hardcore Grime Schiene fährt. Wer auf Tinchy Stryder oder Tinie Tempah steht ist hier definitiv an der richtigen Adresse und bis zum nächsten großen britischen Black Music Release ist es ja auch nicht mehr weit, denn mit "Transition" steht Chipmunks zweites Studioalbum ab 18. April in den Läden - don't miss that ;)

PeAcE


Remember to Live
Remember to Live
Preis: EUR 16,45

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Alle guten Dinge sind 3, 11. Februar 2011
Rezension bezieht sich auf: Remember to Live (Audio CD)
Lacey Sturm und ihre Band haben uns in Form von dem self-titled Debut "Flyleaf" und "Memento Mori" bereits mit zwei großartigen Alben in ihren Bann gezogen, da durfte man sich im Jahre 2010 gleich über das nächste Release freuen. Dieses trägt den Namen "Remember to live" und ist eine 7 Track starke EP, welche aus den Federn von Mark Troth Lewis stammt. Aber auch Ben Moody wirkte an der Platte mit, indem er einen Remix zum Song "Arise" aus dem Vorgänger "Memento Mori" beisteuerte. Sogleich wollen wir nun einmal hineinschnuppern in die EP.

Einen perfekten ruhigen Einstieg bietet die Violent Love Version von "Justice & Mercy". Lacey mit ihrer bezaubernden Stimme wird hier nur von Akkustik sowie E-Gitarren begleitet und lässt uns mit viel Leidenschaft und Emotionen fast dahinschmelzen. Es folgt "Okay" und hiermit nimmt das Album weiter an Fahrt auf. Die langsamen Drums harmonieren wundervoll mit den leichten Gitarren Riffs sowie dem Klavier und bieten eine ideale Grundlage auf der sich Lacey stimmgewaltig austoben kann. Weiter steil nach oben treibt "Amy Says" die Platte und jetzt schlagen auch die Gitarren etwas härtere Töne an, aber vom Gesamteindruck her klingt der Song immer noch sehr entspannt. Auf "Dear my closet friend" treibt Lacey den Hörer fast in den Wahnsinn und lässt es einem eiskalt den Rücken runterlaufen - besser kann man dieses Stück wohl kaum umsetzen. Eine weitere einfühlsamme Rock-Ballade weist "Remember to live" durch "Light in your eyes" auf, wobei uns Lacey hier auf eine geschmeidige Reise durch Raum und Zeit einläd, die so schnell nicht ins Vergessen gerät. Auch bei "Believe in dreams" bleibt man diesem Stile gekonnt treu und entzückt durch gefühlvolle Momente ein weiteres Male in Perfektion. Den Abschluss der EP macht, der schon zu Beginn angesprochene Remix von Ben Moody zum Song "Arise". Anfangs klingt das Lied durch seinen Elektro-Beat merkwürdig, aber sobald dann die Drums und Gitarren einsetzen entfalltet sich das Stück glänzend und Lacey übertrumpft sich mit jeder Menge Energie stimmlich nochmal selbst - Wahnsinn!!!

Flyleaf haben auch mit ihrem 3. Werk "Remeber to live" wieder saubere Arbeit geleistet, die sich auf jeden Fall sehen lassen kann. Zwar fehlen hier ein paar Songs der härteren Gangart mit knallenden Riffs oder auch den ein oder anderen Shouts, wie man es teilweise von den bisherigen beiden Releases gewohnt ist, aber insgesamt ist doch wohl jedem die kleine, brave Lacey Sturm am liebsten ;).

PeAcE


Back on Money
Back on Money
Preis: EUR 30,84

4.0 von 5 Sternen Da Comeback of da Twins, 11. Februar 2011
Rezension bezieht sich auf: Back on Money (Audio CD)
Lange lange ist es her das die Brüder Daniel und David Garcia zuletzt etwas von sich hören liesen. Mitte der 90er waren die beiden ein fester Bestandteil von Master P's ruhmreichen Label No Limit Records bevor sie dann ihr eigenes Label Most Wanted Records gründeten. Auch während ihres 3 jährigen Gefängnisaufenthaltes droppten Kane & Abel weiterhin neue Releases, doch der Letzte hieraus liegt mit "Street Legends: The Underground Tapes" stolze 7 Jahre zurück. Nun feierte das Duo im Sommer letzten Jahres sozusagen ihr "Comeback" mit der Platte "Back On Money".

Satte 17 Tracks umfasst das neueste Machwerk der Jungs und kann sich mit einem querbet Gäste Line-Up sehen lassen. Aus Louisianna sind B.G. und Boosie mit am Start, während Diplomats Member Juelz Santana den Eastcoast Anteil verkörpert, aber auch Houston Texas Rapper Bun B, ATL Homie Yung Joc oder die RnB Sänger Slim von 112 sowie Bobby Valentino tragen ihre Handschrift bei. Das Album startet ziemlich fett mit röhrenden Beats in Form der Songs "Big Shot" sowie "When I want to" und bringen die Speaker kräftig zum brennen. Durchstreift von energischen Synthes und gescrewten Hooks setzt "Super Clean" zusammen mit einem giftigen Boosie als Feature seine Duftmarke, ehe dann das dreckige "D-Boy Dope" in Kooperation mit B.G. seine Wellen schlägt. "So Fly" klingt ein wenig relaxter mit Gesang im Refrain, aber boomt deftig durch seine Kickbässe und zeigt Diplomats Rapper Juelz Santana in Topform. "Pop fa me" drückt kraftvoll mit seinem Synthebeat, dem gefühlvollen Gesang im Refrain und den lebendigen Melodien, die so ein wenig nach einem Videospiel oder Casinoautomaten klingen. "ESPN Ho" setzt da gleich nochmals eine Schippe drauf und erinnert von seinem Stile her sehr an ATL Rap mit leichten Crunk Ambitionen. Für die chilligeren Momente sorgen dann die durch RnB beeinflussten Lieder "Shawty so thick" mit seinem orientalischen Melodien und natürlich Slim von 112, aber auch das klasse "She needs me", wobei Bobby Valentino sein Können unter Beweis stellen darf. "Back on money" klingt dann langsam aber sicher mit dem wuchtigen "That's my life", dem harten und düsteren fast schon Crunk Smasher "That Pressure" und dem soliden "Grind Mode" aus.

Kane & Abel haben mit "Back on money" ein durchwegs gelungenes Album auf die Beine gestellt, dem es allerdings vom Gesamtpaket doch etwas an Abwechslung fehlt. Die beiden Brüder zeigen raptechnisch, dass sie noch lange nichts verlernt haben und es immer noch wie in alten Zeiten auf den Kasten haben. Einfach cool von den Jungs endlich wieder neue Musik zu hören und zu hoffen, dass wir bis zum nächsten Album nicht wieder weitere 6 Jahre warten müssen *gg*.

PeAcE


Bud Sweat & Beers
Bud Sweat & Beers
Preis: EUR 12,31

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Magnificent!, 8. Februar 2011
Rezension bezieht sich auf: Bud Sweat & Beers (Audio CD)
2010 war wohl eines der erfolgreichsten Jahre für Black Music aus UK. Neben vielen beachtlichen Releases gelang einigen Leute wie z. B. Taio Cruz auch der internationale Durchbruch. Ein Herr, der die Flagge der englischen MC's weiter ganz ganz oben hielt, war zweifelsohne auch Devlin. Sein Debüt Album "Bud, sweat & beers", welches am 29. Oktober 2010 unter Universal in UK veröffentlich wurde, zählt zusammen mit Tinchy Stryders "Catch 22" zu dem Besten was man von der Insel letztes Jahr zu hören bekommen hat (bin gerade überfragt welcher Import-Release das hier ist?). Lyrisch erhält der 21 jährige auf dem Longplayer Unterstützung von Labrinth, Yasmin sowie Gehtts und Dogzilla. Für die Produktionen der 14 Tracks konnte der, aus Dagenham, Essex stammende, Rapper Levi White, ISHI, Kraze, Labrinth, Naughty Boy, Rachet, Future Cut und TMS ins Boot holen. Jetzt lassen überlassen wir aber Devlin einmal die Bühne mit "Bud, sweat & beers".

Den Anfang macht "1989", das von seiner Grundstruktur her einen aggressiven Eindruck versprüht. Einen großen Anteil daran darf sicherlich den krachenden E-Gitarren Riffs, sowie den schrägen Geigeneinlagen geschuldet werden. Devlin brennt mit seinen Rhymes derweil ein Feuerwerk ab und zeigt wo hier der Hammer hängt...klar merkt man hier stark den Akzent, aber das ist für Leute die schon länger UK Black Music hören ja nichts Neues. Auch "Brainwashed" geht von Beginn an richtig in die Vollen. Energisch treibt eine freshe Keyboard/Xylophon Melodie, in Kombination mit einem bumpenden Beat, diesen Song perfekt voran und die Gitarren sowie Awa Manneh mit ihrer tollen Stimme im Refrain treiben das Ganze dann noch auf die Spitze. Auf "Days and nights" sampelt Devlin den Track "Silver" von Bonobo und erweist hier ein gutes Händchen für seine chillige, aber auch sehr mitnehmend nachdenkliche Seite. Noch eine Nummer glamoröser präsentiert sich "London City". Ein schöner, ja fast geschmeidiger Song, der dennoch einige melancholische Akzente setzen kann und durch die Frauenstimme im Hintergrund gekonnt abgerundet wird. Eine härtere Gangart legt dann "Marching through the fog" ein, dessen Hauptaugenmerk einmal mehr auf eine Melodiekombi aus Gitarren und Geigen liegt. Der pushende Beat tut sein Nötigstes dazu und lässt Devlin einmal mehr zu überzeugenden Raps auflaufen. "Let it go" hat Labrinth als erstes offizielles Feature der CD und Producer im Gepäck. Über einen slowen, lebhaften Elektro-Drum Beat empfiehlt sich Devlin weiterhin und auch Labrinth's Refrain kann sich mehr als nur sehen lassen. Eine ebenfalls kreative Idee ist der Teil des Songs, indem sich der Beat in eine kurze Rock'N'Roll Passage ändert. Eine Nummer temporeicher knallt "Yesterdays News" aus den Boxen. Der etwas dumpfe und blechernde Beat wird traumhaft von Streichern sowie Piano untermalt und bietet eine wie angegossene Grundlage für Devlin seinen Lyrics freien Lauf zu lassen. In "Community Outcast" verwendet Devlin schon das dritte Sample auf dieser Platte, aber auch dieser Track ist ein wahrhaftiges Meisterstück. Der voluminöse Beat bereitet schon jeder Menge Freude, aber erst in Zusammensetzungen mit den mitreisenden Melodien wird dieses Stück hinreißend vollendet. Sängerin Yasmin liefert auf "Runaway" ein entzückendes Duett mit dem englischen MC ab, das man in die Richtung Rap-Ballade einordnen kann und spätestens durch Yasmins prachtvollen Gesang förmlich dahinschmelzt. Durch düstere aber auch mystische Elemente, bekommt der Song "Our Father" seine persönliche Note verliehen. Kumpel und O.T. Crew Mitglied darf sich mit aufwühlenden Vocals noch in die Credits dieses Liedes eintragen. Weil das so super geklappt hat ist Dogzilla auch bei "Finally" gleich mit am Start, doch insgesamt bekommen wir hier ein Trio zu hören, denn neben dem eben genannten und Devlin gesellt sich auch Ghetts der Runde hinzu. Der Titel wirkt durch seine Melodieelemente bunt und freundlich, bekommt aber erst durch die astreinen Performances der drei, sein Sahnehäupchen oben drauf. Bei "Dreamer" hat sich dann Emeli Sande als Feature eingeschlichen. Dieses Stück ist ebenfalls eine warmherzige Rap-Ballade, die vor allem durch ihre relaxten Momente aber auch mit Emeli's überragenden Gesang punkten kann. Durch viel Power und einem Trommelbeat, geht "World still turns" in rauhere Töne über, hat aber durchaus seine entspannten Momente, die in erster Linie durch den wundervollen Refrain hervorgetragen werden. Grau und dreckig schließt die LP mit "End of days" ab. Gewehrschüsse, Explosionen oder auch Polizeisirenen geleiten diesen Song auf seinem Weg über die knappen 2 1/2 Minuten, wobei sich Devlin kräftig austoben darf.

Als Fazit kann ich zu Devlins Debut Album "Bud, sweat & beers" nur folgendes sagen. Auch nach gefühlten 25-30 Mal hören, die letzten gut 4 Monate über, bereitet mir dieses Platte jedes Mal aufs Neue eine riesen Spass. Durchwegs erstklassige Produktionen mit jeder Menge liebe zum Detail, ein Devlin ohne Makel sowie exzellente Texte geben dieser Scheibe alles was ein Top-Album braucht.

PeAcE


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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Chrishan Tha Prince, 12. Januar 2011
Seit geschlagenen 3 Jahren verfolge ich nun schon Chrishans musikalische Karriere und kann es noch immer nicht glauben, dass der Gute bis Heute keinen Vertrag bei einem großen Major Label bekommen hat. Seine bisherige Diskografie ist keineswegs zu verachten, denn mit dem 2008 releaseten Kollabo Album "Do my thang" zusammen mit Rapper Don Bishop, der EP "The Official" und seinem weltklasse 2009er Debut Album "Night & Day" konnte sich Chrishan mehr als nur sehen lassen. Das in dem Jungen viel Potenzial steckt haben auch schon einige Schwergewichte aus dem Rap Biz erkannt und so haben es sich z. B. Lil Wayne oder T.I. auch nicht nehmen lassen ihm bei Remix Versionen von diversen Songs zur Seite zu stehen. Mit "Night & Day: Platinum" hat Chrishankurz vor Weihnachten aber nicht eine Art Neuauflage/Super Special Edition etc. hervorgebracht, sondern einen ganz neuen Longplayer, welcher mit 11 Tracks bestückt ist. Wie von Chrishan und seinem Indie Label Hit Republic Music LLC gewohnt wird auch diese Platte hauptsächlich digital vertrieben, nur einzelne Stores können mit einer physikalischen Version dienen. "Night & Day: Platinum" habe ich die letzten 2-3 Wochen schon richtig totgehört, aber finde noch immer jede Menge Begeisterung an Chrishans aktueller Arbeit womit wir nun zum Durchgang der einzelnen Tracks kommen.

Der Opener "Monster" hinterlässt gleich einmal einen bleibenden Eindruck. Mit düsteren sowie schaurigen aber zugleich auch nachdenklichen Melodien ensteht hier von der ersten Sekunde an eine regelrechte Wand, die dann durch Paukenschläge eine langsame Beatgestallt annimmt. Doch der Song baut sich immer mehr auf und der dann einsetzende pompöse Beat, aber auch die etwas abgespacten Melodien tun ihren Rest dazu. Juvi Wayne tritt als erstes Feature der Platte auf und zwar bei dem Track "Something like it". Der hart Beat stampft mit seinem dröhnenden Bässen so ziemlich alles in Grund und Boden, aber dennoch können auch die närrischen agressiven Gitarren Riffs glanzvolle Akzente setzen. Chrishan läuft stimmlich zu Hochform auf und auch der bereits einen Satz vorher angesprochene Juvi Wayne macht mit seinem ruhigen und lässigen Rapstil eine ordentliche Figur, wird aber klar von Chrishans Gesang in den Schatten gestellt. "Over" blüht durch rohes Instrumental auf, welches sich so ein bisschen anhört als wäre es nicht komplett fertig gestellt. Der brachiale Beat klingt so ein wenig blechernd und auch die E-Gitarren machen den Eindruck als wäre ihre Lebenszeit gleich hinüber, aber irgendwie hat das ganze Style. Um die Suppe noch zu perfektionieren kommen noch ein paar Synthes im Refrain hinzu und fertig. Slow und melodisch schiebt Chrishan mit "I.O.U" im Anschluss einen Gang runter und lässt perfekte Stimmung aufkommen für ein paar schöne Stunden zu zweit oder einfach zum relaxen. Das Instrumental erinnert so ein bisschen von seiner Struktur her an J. Holiday's "Bed" oder The Dreams "Falsetto" und hat wie schon das Stück zuvor auch ein paar Synthes mit im Gepäck. Eine perfekte Mischung aus RnB und Rap in Richtung ATL gehend zaubert Chrishan auf "Money & Pearls" auf. Dunkle Synthes, ein paar Klaviereinspieler sowie ein brodelnder Beat, dessen Kickbässe zur richtigen Zeit zünden geben hier den Ton an und Chrishan weiß mit diesem Instrumental gekonnt umzugehen sowie das Maximum herauszuholen. Hört man in die ersten Sekunden von "Get off me" herein, erwartet man am ehesten eine Ballade oder Slow Jam...doch falsch gedacht. Das Piano als auch die im Hintergrund gehaltenen Chorgesänge täuschen, denn schon nach guten 20 Sekunden geht es temporeicher und rhytmischer zur Sache bis dann auch noch der bumpende Beat seinen Einsatz erhält. D.R. der bei diesem Song seine Gastauftritt in Angriff nimmt, liefert einen frischen Part ab und vollendet in Verbindung mit Chrishan das ganze Stück optimal. Bisher hat "Night & Day: Platinum" eigentlich schon genügend Unterhaltungswert geboten, doch Chrishan ist noch lange nicht am Ende seiner Kräfte, denn mit "Lonely day at the top" steht eines der Highlights des Albums an. Im Boot sitzt hier Young Rocky, der mit seinem frechen Raps brilliant mit Chrishans geschmeidigen Gesang harmoniert und auch vor dem Ohrwurmverdächtigen Refrain sollte man sich in Acht nehmen. Auf "Ride it" bekommen wir eigentlich keinen richtigen Beat zu hören (erst spät zum Ende des Tracks), denn nur eine Bassline, die ein oder anderen warmen Melodien sowie Synthes ergänzen sich zu dem Instrumental. Ein Kritikpunkt ist das aber keineswegs, denn mit diesem softeren Song wird der Abwechslung auf die Sprünge geholfen und Chrishan kann sein Stimmpotenzial wundervoll klar zur Schau stellen. Weiter im Programm trifft nun "241" in Kooperation mit J.Watts und Kyle Christopher auf uns. Dieser Track ist ebenfalls von seinem Tempobereich wieder sehr langsam gehalten, aber trägt ziemlich dick mit seinen wummenden, kraftvollen Bässen auf - Leute mit guten Stereoanlagen und v. a. Freunde des Subwoofers werden hier ihre helle Freude haben. Über die beiden Gäste teilt man als Hörer gemischte Meinungen. Während Kyle Christopher mit seiner warmherzigen Stimme, Chrishan in Nicht nachsteht, lässt J. Watts, mit seinem sehr langsamen Rap Stil und der markanten Stimme, die manchmal so in etwa an Lil Wayne erinnert, federn. Wiedergutmachung kann J.Watts aber gleich auf dem nächsten Stück "Like Me" betreiben, denn hier ist er wieder als Gast gelistet. Das Instrumental nimmt wieder richtig fahrt auf, durch die brodelnden verzerrten Synthes sowie der verpsielten Klaviermelodie, während Chrishan in altbekannter Manier dem Track den letzten Schliff verleiht...aber auch J.Watts konnte sich hier um einiges steigern und rundet das Gesamtbild ab. Jetzt wartet noch der letzte Song "Ego" auf uns und hier passt der Spruch "Das Beste kommt zum Schluss" wie die Faust aufs Auge. Der spektakuläre Beat schmettert nur so aus den Boxen heraus, dazu in Kombination gibt es furiose Synthes und zwischenzeitlich ein paar Streicher. Die Mischung mit Chrishans überragendem Gesang sowie dem nachdenklich und deprissiven Text vollenden "Ego" zu einem Geniestreich und einem meiner absoluten Lieblingstracks der letzten Wochen.

Im Endeffekt kann man vor Chrishan nur einmal wieder den Hut ziehen und ihm jede Menge Respekt zollen. "Night & Day: Platinum" knüpft gnadenlos dort an wo der Junge mit seinem Debut Album "Night & Day" aufgehört hat. Ohne weltberühmte Produzenten, ohne namhafte Gastauftritte und ohne ein Major Label im Rücken, bastelt dieser Mann wieder so ein Meisterwerk zusammen - das ist wirklich unglaublich! Man kann Chrishan für die Zukunft nur alles alles Gute wünschen und hoffen, dass er weiter so tolle Musik auf die Beine stellt und vielleicht irgendwann mal dafür mit einem Plattenvertrag bei einem großen Label belohnt wird.

PeAcE
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Only Easy Day Was Yesterday Ep
Only Easy Day Was Yesterday Ep

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen 12 Stones in gewohnter Manier, 9. Januar 2011
Rezension bezieht sich auf: Only Easy Day Was Yesterday Ep (Audio CD)
Wenn man einen Blick in die Post-Grunge/Alternative Rock Szene wirft, sollte man an dieser Band keineswegs vorbeischauen. Die Rede ist natürlich von 12 Stones, die mit ihren bisherigen drei Alben "12 Stones (2002)", "Potter's Field (2004)"'und "Anthem for the Underdog (2007)" schon für viele geniale rockige Momente gesorgt haben. Während die Fangemeinde mit Spannung auf das angekündigte 4. Studioalbum in 2011 wartet, haben die Jungs bereits im Sommer 2010 eine 5 Track starke EP namens "Only Easy Day Was Yesterday" auf den Markt geworfen, um die Durststrecke ein wenig angenehmer zu gestalten. Diese EP stellt auch den letzten Release der Jungs unter Wind-Up Records dar, denn nach guten 9 Jahre Treue haben sie das Label verlassen um neue Wege zu gehen.

Geballte Power versprüht zu Beginn gleich das mitreisende und leicht aggressive "Welcome to the end", welches auch mit den ein oder anderen harten Shouts von Sänger Paul McCoy aufwartet. Auch "We are one" mit seinen saftigen Drums sowie schnallenden E-Gitarren pusht die EP weiter kraftvoll voran und dieser Song wurde auch vom Wrestling Team The Nexus bei WWE's RAW als Einlaufmusik ausgewählt. "Disappear" ist ebenfalls nicht von schlechten Eltern und wirkt während seiner Verse sehr harmonisch und melodisch, wird aber im Refrain durch die brachialen Riffs ziemlich durcheinandergewirbelt und Paul kann mit seiner klasse Stimme auf Punktesammlung gehen. Eine nette Rockballade bekommen wir mit "Tomorrow comes today" geboten, die durch sein Schlagzeug voranmarschiert und deren E-Gitarren sich erst im Refrain richtig entfallten dürfen. Paul McCoy packt viele Emotionen in dieses Lied, welche er gekonnt mit seiner Stimme umsetzen kann und somit eine vorbildliche Ergänzung zu den standardmäßig ideenreichen Texten der Gruppe sind. Den Abschluss haben die Jungs mit dem Song "Enemy" in ein echtes Feuerwerk verwandelt, das diese EP mehr als nur gelungen ausklingen lässt und einem kaum eine andere Wahl lässt als erneut die Play-Taste in Beanspruchung zu nehmen um sich diese Dröhnung gleich noch einmal zum Besten zu geben.

12 Stones rocken auf ihrer aktuellen EP "Only Easy Day Was Yesterday" mal wieder gewaltig und begeistern von Anfang bis Ende ohne auch nur die kleinste Schwäche. Bleibt nur zu hoffen, dass die Mannen um Paul McCoy schnellstmöglich ein neues Label finden und das bisher noch unbetitelte 4. Studioalbum keine Weltreise in Kauf nehmen muss, bis es hoffentlich irgendwann bald in diesem Jahr in den Plattenläden stehen darf.

PeAcE


Only One Flo (Part 1)
Only One Flo (Part 1)
Preis: EUR 10,98

2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Zerstückeltes Flo Rida Album, 18. Dezember 2010
Rezension bezieht sich auf: Only One Flo (Part 1) (Audio CD)
Florida wurde im Rap Geschäft Jahre lang von Trick Daddy und dem Rest von Slip-N-Slide regiert, bis vor einigen Jahre diverse Newcomer sich ins Geschehen wagten. Einer von Ihnen war der 31 jährige Tramar Dillard alias Flo Rida. Seine beiden bisherigen Alben "Mail On Sunday" sowie "R.O.O.T.S." hatte auch gleich weltweiter Erfolghits wie "Low" oder "Right Round" im Gepäck und machten ihn zu einem begehrten Artist. Flo Rida hatte schon immer einen kommerziellen Drang, seitdem er auf einem Major Label gesignt ist, doch mit "Only One Flo Pt. 1" nimmt das ganze eine weitere Dimension an. Ursprünglich wurde Album Nr. 3 "The Only 1" betitelt, dann sollte es als Doppel CD erscheinen und nun hat man den Albumtitel etwas verändert und die Scheibe sozusagen in zwei verschiedene Parts geteilt. Den Vorbote kriegen mir eben mit "Only On Flo Pt. 1" dargeboten, welcher sich über nur 8 Songs erstreckt und den man eigentlich als EP betiteln sollte. Für ein Gastspiel standen beispielsweise Rap-Rocker Kevin Rudolf, Akon, David Guetta, Ludacris oder Gucci Mane zur Verfügung.

Kevin Rudolf aus dem Cash Money Camp erfüllt bereits im Eröffnungstrack von "Only One Flo Pt. 1" sein Soll. Über einen dick auftragenden Beat mit viel Bass flowt Flo Rida was das Zeug hält und Kevin Rudolf rundet das ganze ordentlich mit "Gesang" in einem von Synthes erdrückten Refrain ab. Alles in allem erinnert das Lied von seinem Sound her aber irgendwie an "My Humps" von den Black Eyed Peas und ist daher nicht wirklich innovativ. "Turn around (5,4,3,2,1)" greift ebenfalls auf einen flotten Beat mit genügend Dance-/Electroelementen zurück und läd förmlich mit seinem einfachen Refrain zum mitgröllen und tanzen ein. Eine etwas chilligere Nummer bekommen wir nun mit "Come with me" geboten. Der langsame Beat wird durch seine kräftigen Bässe zwar gradlinig nach oben gepusht, ist vom Gesamteindruck hergesehen aber nichts besonderes. Hingegen die Melodien reisen schon etwas mehr mit und im Refrain den Flo Rida singt kommen dann auch wieder die ein oder anderen Synthes zum Einsatz. Mit "Who dat girl" springt man wieder auf die Schiene von den ersten beiden Tracks auf. Peitschende Beats, verspielte Melodien und dazu noch ein Akon der sich im Gesang austoben darf - eine ganz simple Formel um einen Charthit zu schaffen. Weiter höherer Tempoanteil darf auch bei "21" nicht fehlen. Ein brummender Beat gibt hier den Ton an, aber vor allem Laza Morgan mit seinem jamaikanischen Akzent und leicht verständlichen sowie ohrwurmverdächtigen Refrain lassen dieses Stück so ein bisschen aus dem ganzen Einheitsbrei herausstechen. "Respirator" kann durch sein wummendes und schräges Instrumental wieder locker die Massen auf die Tanzflächen dieser Welt ziehen, aber etwas besonderes ist der Song unbedingt nicht...dennoch sind die teilweise einsetzenden Sirenen zum Refrain hin/im Refrain ein nettes Gimmick. Das als Single ausgekoppelte und ebenfalls aus dem Soundtrack von "Step Up 3D" bekannte "Club can't handle me" dürfte wohl jedem ein Begriff sein. Hier hat sich Flo Rida mit DJ Mastermind David Guetta zusammengetan und eine brennende Dancebombe geschaffen. Mittlerweile ist der Song allerdings schon "alt" und auch die komplette Musikindustrie hat den Trend aufgegriffen Rap und Electro zu vermischen. "Why you up in here" schließt dann den ersten Akt von "Only One Flo". Diesen Song dürfte man wohl als ersten richtigen Rap Track der Platte bezeichnen. Ausschlaggebend hierfür ist zweifelsohne der mit dröhnenden Kickbässen untermalte harte Beat, sowie die düsteren Melodien. Zur Unterstützung hat sich Flo Rida hier die beiden ATL Headz Gucci Mane und Gucci Mane sowie Git Fresh herbeigeschafft.

Wie schon Anfangs beschrieben klingt die Trackanzahl von 8, welche sich über eine Gesamtspieldauer von guten 28 Minuten erstrecken wie ein Witz, vor allem wo bereits bekannt ist, das Part II 2011 in die Läden kommen soll. Man hätte ja auch einfach ein "normales" Album daraus machen können, aber dann hätte man ja vielleicht für nächstes Jahr kein Material mehr um etwas hinterherzuschieben? Zudem ist dieses Werk Flo Rida's erstes welches kein Parental Advisory Zeichen trägt und somit clean ist, dadurch aber total radiofreundlich (scheint auch ein neuer Trend zu sein). Nunja wirklich abwechslungsreich ist "Only One Flo" nicht und ansonsten für Kurzzeit-Spaß sowie zum feiern ein netter Lückenfüller...das wars aber dann auch schon.

PeAcE
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Dec 23, 2010 7:33 PM CET


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