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Scarecrow "It's your invitation, your instigation, your damnation to the Hellfire Club!"

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The Mystery of Time (Limited Digibook)
The Mystery of Time (Limited Digibook)
Preis: EUR 14,99

1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wenns zündet, dann richtig, 11. Mai 2014
Ich habe schon einige male gelesen, dass für viele das Album schnell "ausgelutscht" klingt und nach mehrmaligem hören langweilig wird. Bei mir war das Gegenteil der Fall, die ersten Male war es "ganz nett", aber irgendwann ist der Groschen gefallen und ich finde jedes einzelne Lied einfach Hammer. Ein Jahr nach dem Release immer noch Dauergast in der Stereoanlage.

Die Songs sind abwechslungsreich und für mich persönlich gibts auch keine Lückenfüller oder "Skip-Lieder". Für mich auch seit den Vorgänger-Alben noch mal eine Schippe draufgelegt, wieder mehr Powermetal, aber auch mehr Opera, mehr epic. Auch das gesanglich ist das Spiel zwischen Sammet und den andren Interpreten deutlich besser und ausgeglichener gelungen. Auch die langsamen Lieder/Balladen wunderbar emotional, ohne kitschig zu klingen.
Auf jeden Fall ein stimmiges Album mit Power- und Symphonic-Elementen und großartigen Texten.

Zu dein einzelnen Liedern:
- Spectres: der Refrain ist mir schon beim Teaser im Ohr geblieben und als ich dann das Album zum ersten mal gehört hab, einfach nur 6 Min da gesessen und das Lied genossen. Perfekter Opener, mit klassischen Metalelementen, passenden Orchestereinsätzen und interessanten Harmonien, der das Album gut repräsentiert und definitiv einer meiner Lieblingssongs. Vor allem der Refrain, klasse

- The Watchmaker's Dream: Wer den Powermetal vermisst hat, hier ist er. Turners Gesang passt hier bestens rein und die Hammond-Orgel macht das ganze zu mehr als einem einfachen Power-Metal Song.

- Black Orchid: Düsteres und episches Orchesterintro, die Strophe kommt etwas ruhig daher, steigert sich aber in einen Refrain, den "episch" wahrscheinlich am besten beschreibt. Sammet und Biff Byford im Duett - eine gelungene Mischung

- Where Clock Hands Freeze: Das sehr klassische Orchesterintro lässt nicht erahnen, dass das Auftakt zu einer Uptempo-Nummer mit Doublebase und einem Gitarrensolo ist, die den ganz großen des Powermetal in nichts nachsteht...und Kiske darf als mittlerweile Stammbesetzung natürlich nicht fehlen.

- Sleepwalking: Eine klassische Ballade, diesmal mit weiblicher Unterstützung. Der klassische aber schlichte Gesang von Cloudy Yang passt hier eindeutig besser als Operngesang á la Amanda Sommerville. Die Nummer ist recht einfach, ohne viel Schnickschnak oder Experimente, klassische Singleauskopplung, die auch gefällt, wenn man nicht unbedingt ein Metal-hörer ist...auch wenn ich Cloudys Gesang sehr mag, eine der weniger herausstechenden Nummern.

- Savior in the Clockwork: Das Intro lässt schon erahnen, dass hier was ganz Großes kommt. Die 10-Minuten-Nummer darf auf einem Avantasia-Album natürlich nicht fehlen. Schnelle, harte Passagen mit Doublebase und einem Ohrwurm-Refrain wechseln sich hier mit einem Zwischenteil ab, in dem zunächst die Stimmen der Sänger im Vordergund stehen. Der Refrain beweist sehr eindrucksvoll, wie gut man ein Filmorchester und Metal in Einklang bringen kann.

- Invoke the Machine: Dieser Song zeigt, dass man mit einer klassischen Rockbandbesetzung, einem Keyboard und zwei Sängern einen Rocksong zaubern kann, der trotzdem neu und abwechslungsreich klingt. Zwar definitiv Powermetal, aber klingt nicht abgekupfert von Helloween & co, sondern trotzdem nach Tobis eigenem Stil (wer The Scarecrow kennt, dem kommt vllt auch das Solo zum Teil etwas bekannt vor)

- What's left of me: Eine eher langsame und nachdenkliche Rockballade mit Gesang von Eric Martin, der den Titel sehr intensiv klingen lässt. Wenn auch kein Partytitel wirkt die Nummer nicht kitschig oder schwülstig, behält eine klare Linie und wird durch gezielte Orchestereinsätze gezielt betont.

- Dweller in a Dream: Hier gibt Sammet nochmal richtig Gas, zusammen mit Kiske nochmal eine klassische Rocknummer. Mehr muss man nicht sagen

- The Great Mystery: Der ganz große Knall zum Abschluss. Hier hat sich Sammet für eine weitere 10-Min-Nummer nochmal richtig ins Zeug gelegt. Zu Anfang nur Gesang, untermalt von Klavier und Backgroundchor steigert sich das Lied zu einem epischen Refrain mit Orchester, gefolgt von einem harten, rockigen Zwischenteil, mit keinem anderen als Biff Byford...alles was man sich von Avantasia wünscht in einem Song, ohne zusammengestückelt zu klingen funktionieren die Elemente perfekt nebeneinander. Ein mehr als würdiger Abschluss für dieses Album.

Einen Nachfolger der Metal-Opera darf man nicht erwarten, hört man das ganze aber unabhängig davon, eine gelungene Mischung und mein persönliches Album des Jahres 2013. Man hört, was Tobias Sammet als Komponist drauf hat und das konnte er mit dem Orchester und großartigen Musikern perfekt umsetzten. Seine Musik begeistert mich jedes mal aufs neue, egal ob Mandrake oder The Metal Opera oder auch The Mystery of Time oder Space Police.


Age of the Joker (Limited Digipack)
Age of the Joker (Limited Digipack)
Wird angeboten von nagiry
Preis: EUR 12,99

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Gut, aber unspektakulär, 14. März 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Von der Presse wurde das Album in den Himmel gelobt, das beste Edguy-Album aller Zeiten etc. Leider kann ich das nicht nachvollziehen. Es ist keinesfalls schlecht, hat auch seine Höhepunkte, aber insgesamt plätschert es eher dahin als mich wirklich vom Hocker zu hauen. Statt knalliger Ohrwurm-Refrains klingt das ganze oft eher glatt und zu zahm.
Ich liebe "Rock of Cashel", schlicht aber ungezwungen, ein paar Folk-Elemente und klassischer Rock. Ich liebe "Pandora's Box", weil der Song es wie kein anderer auf dem Album schafft, ein richtiges Feeling zu erzeugen. Alles in allem ein in sich stimmiger Song, der seine Linie durchzieht und irgendwie Laune macht. "Fire on the Downline" schwächelt zwar in den Strophen, dafür hat das Intro eine gute Atmosphäre und der Refrain ist definitiv ein Ohrwurm.
Die obligatorische Ballade liefert "Every Night without you", romantisch und gefühlvoll, allerdings schon nahe an der Schwelle zum Kitsch, der Gesang aber für meinen Geschmack zu hart für diesen Song.
Vom Rest des Albums ist mir kaum was wirklich lange im Ohr geblieben. Einige Songs deutlich in Richtung klassischer Rock/Speed Metal, während andere eher in den "epischen" Stil gehen.
Leider fehlen mir die richtig epischen Momente, wie "The Piper never Dies", "Sacrifice" oder "Dragonfly".

Insgesamt ein gutes Album, kann gefallen...aber wenn ich Edguy hören will, lieber Hellfire Club, Mandrake oder auch noch Tinnitus Sanctus


Die Sünderin
Die Sünderin
von Petra Hammesfahr
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

3.0 von 5 Sternen Spannung ohne viel Handlung, 2. April 2013
Rezension bezieht sich auf: Die Sünderin (Taschenbuch)
Insgesamt ist dieses Buch etwas zweischneidig, stellenweise sehr spannend und fesseld, neigt aber in manchen Teilen etwas zu Gelaber und drumrum-erzählen, was etwas zu sehr die Spannung herausnimmt.
Grundsätzlich kommt dieses Buch ohne viel Action und Handlung aus und der Inhalt bezieht sich vor allem auf die Psyche der Hauptperson und wie im Laufe der Ermittlungen nach und nach die Vergangenheit und Zusammenhänge in der Geschichte aufgedeckt werden. Diese ist stellenweise sehr tiefgreifend und bedrückend, wird aber am Ende meiner Meinung nach vergleichsweise unspektakulär gelöst. Ein anderer Rezensent beschrieb es sehr treffend als "einfachse aller Varianten".

Besonders auf den ersten Seiten fiel es mir schwer, das Buch aus der Hand zu legen, obwohl es sehr beklemmend war und man die Ängste der Protagonistin nahezu selbst spüren konnte. Mit Beginn der Ermittlungen geht das Buch aber immer öfter in Zwischenhandlungen über, die zwar irgendwie zur Aufdeckung beitragen, teilweise aber nur ablenken. Immer wieder erzählt oder denkt die Hauptperson an gesehnisse aus der Vergangenheit, erklärt, wie es nach und nach zu ihrer Handlung, Persönlichkeit und ihrem inneren Konflikt gekommen ist. Leider weiß man dabei nicht immer, was sie davon tatsächlich jemandem erzählt, was nur in ihr vorgeht. Dies mag vielleicht von der Autorin bewusst so gemacht worden sein, um ihre Persönlichkeit zu verdeutlichen, hatte aber zumindest bei mir den Effekt, dass es auf Dauer eher etwas nervig wurde...In den Erzählungen aus Kindheit und Jungend ist das Haupttehma Grundsätzlich der religiöse Fanatismus der Mutter, der Cora bereits als Mädchen zu einem psychischen Wrack gemacht hat. Nach der Auflösung jedoch klingt es eher wie eine Rechtfertigung dafür, dass um etwas vergleichsweise "simples" ein riesiges, dramatisiertes Lügengewirr gesponnen wurde, das damit eigentlich nichts mehr zu tun hatte.
Positiv zu sagen ist, dass das Buch trotz einiger Mängel dennoch recht spannend und interessant zu lesen und auch den Leser selbst immer wieder miträtselt lässt.


Todsünde: der 3. Fall für Rizzoli & Isles
Todsünde: der 3. Fall für Rizzoli & Isles
von Tess Gerritsen
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

3.0 von 5 Sternen Interessantes Buch, aber kein Thriller, 3. März 2013
Ich bekam das Buch als Weihnachtsgeschenk und beim Klappentext hats mich schon in den Fingern gejuckt. Als ich dann angefangen habe zu lesen, konnte ich es kaum noch aus der Hand legen. Kein schlechtes Buch, aber definitiv kein Thriller. "Krimi-Roman" trifft es vielleicht eher.

Die Story bietet zwar Potenzial, aber es ist leider zu wenig draus gemacht. Anfangs wird nur viel zu viel drumherum geredet und die Ermittlungen gehen in den privaten Lovestories der Hauptfiguren fast unter. Die eine davon hängt zwar zumindest teilweise mit der Handlung zusammen aber im großen und ganzen viel zu ausführlich, wo es ja eigentlich um die Mordermittlung gehen sollte. Und während diese Geschichten bis zum Ende voll ausgebreitet werden, werden die Auflösungen der Fälle nur in ein paar Sätzen leider nur unvollständig aufgelöst. Zwar erfährt man etwas über Motive und Hintergründe, aber wer tatsächlich dahinter steckt und was genau passiert ist, erfährt man leider nicht. Das hat mich schon ziemlich enttäuscht

Die Story selbst ist in sich schlüssig aufgebaut und die Handlung gut zu verfolgen. Es spielt alles gut zusammen, die Entscheidungen und Enthüllungen sind gut nachvollziehbar und basieren nicht nur auf Zufällen oder plötzlichen Eingebungen der Ermittler. Auch die Auflösung passt ins Bild und klingt nicht wie bei manchen anderen Krimis eher an den Haaren herbeigezogen. Nur der Schluss ist leider viel zu knapp und man hat den Eindruck, die Autorin will eigentlich nur noch schnell fertig werden. An sich ist das Buch abwechslungsreich, da es eben nicht nur um den Fall geht, sondern es auch ein bisschen Nebenhandlung gibt, die aber für einen Thriller zu sehr im Vordergrund steht. Zudem blieben Nervenkitzel und schlaflose Nächte bei mir aus. Lediglich eine Szene am Schluss hat mal für 10 Minuten leichtes Herzklopfen verursacht.

Die Figuren sind leider etwas zu klischeehaft geraten. Isles - die coole Pathologin, die sich nicht für die Gefühlsduselei der lebendigen interessiert...außer es geht um Männer. Rizzoli - die toughe Ermittlerin, die sich durch übermäßig hartes Getue gegenüber ihren männlichen Kollegen profillieren muss...und sofort einknickt, wenns um Gefühle geht. Auch bei den anderen Figuren ist vom Sunnyboy-Pastor bis hin zu lieber Frauenversteher-/selbstverlieber Machobulle alles dabei.

Fazit: Zu empfehlen ist das Buch, wenn man einen Krimi will, der neben der Polizeiarbeit auch ein bisschen mehr Nebenhandlung lesen möchte...Aber wer Nervenkitzel und schlaflose Nächte will, ist hier falsch


Unendliche Stadt: Roman
Unendliche Stadt: Roman
von Alastair Reynolds
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Macht Lust auf mehr..., 15. November 2012
Rezension bezieht sich auf: Unendliche Stadt: Roman (Taschenbuch)
Erstmal vorweg: im Gegensatz zu den meisten anderen Rezensenten ist "Unendliche Stadt" das erste Werk, das ich von Reynolds gelesen habe und kann es daher nicht mit den anderen vergleichen...Ich bin durch Zufall drauf gestoßen und es klang interessant...

Aber von diesem Standpunkt aus kann ich sagen: Gefiel mir...Ich fand die Geschichte gut aber auch die Welt, in der sich das ganze abgespielt hat...Es war nebenher auch mein erster Ausflug in die Steampunk-Welt nachdem ich vorher eher die klassische Elfen-Zwerge-High Fantasy gelesen hab und dazu war es auf jeden Fall eine schöne und interessante Abwechslung. Ohne jetzt zu viel von der Story verraten zu wollen: Was Reynolds meiner Meinung nach gut gelungen ist, ist einen interessanten Lesefluss aufrecht zu erhalten, es gibt kaum Lückenfüller-Szenen aber ohne die Story zu überladen. Ich hätte mir evtl gewünscht, dass er auf den einen oder anderen Aspekt noch etwas näher eingeht. Aber in sich ist die Story stimmig und gut zu verfolgen. Stellenweise merkt man aber etwas, dass der Autor doch eher aus der SciFi-Richtung kommt. Aber mir hat die Mischung aus Steampunk und SciFi mit einem Hauch Fantasy durchaus gefallen. Auch den Schreibstil fand ich angenehm zu lesen...

Fazit: auch in dem Wissen, dass die anderen Romane wohl eher in eine andere Richtung gehen werden, hab ich definitiv Lust bekommen, mehr von Reynolds zu lesen


Westloop Trinkflasche
Westloop Trinkflasche
Preis: EUR 23,59 - EUR 55,08

5.0 von 5 Sternen Hält was er verspricht, 23. August 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Westloop Trinkflasche (Misc.)
Ich habe einen Trinkbecher gesucht der:
- den ganzen Vormittag lang warm hält
- auch in der Tasche dicht ist
- nicht sofort alle Gerüche annimmt und auch keinen unangenehmen eigengeruch hat

und gefunden. 30€ ist zwar nicht gerade billig für einen Kaffeebecher, aber bei diesem gut investiertes Geld...und scheinbar ist das meiste, was darunter liegt auch nicht besonders hochwertig oder stabil, denn ich habe selbst mit Bechern um die 20€ schlechte Erfahrungen gemacht.

Ich habe mir den Becher vor einigen Wochen gekauft und hatte bisher noch keine Probleme. Getränke bleiben 4 Stunden warm und auch nach 6 Stunden ist der Kaffee noch lauwarm/trinkbar. Bisher ist mir noch nie was ausgelaufen oder der Verschluss ausversehen in der Tasche aufgegangen. Da ich den Becher in silber hab, kann man ihn auch problemlos in der Spülmaschine sauber machen. Weder der Becher noch der Deckel nehmen sehr stark die Gerüche an. Zwar riecht man es ganz leicht am Deckel, aber mit ein bisschen Schrubben und Spülmittel fast unmerklich.
Sehr praktisch ist auch, dass man direkt aus der Flasche trinken muss und nicht extra mit Becher rumwerken muss, der gern mal umfallen kann.

Einen ganz kleinen Abzug gibt es nur, weil die Mechanik im Deckel etwas kompliziert zu reinigen ist...aber wenn man nicht jeden Tag was anderes einfüllt, reicht das alle paar Tage.


Die Tribute von Panem. Tödliche Spiele
Die Tribute von Panem. Tödliche Spiele
von Suzanne Collins
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 18,95

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Als Buch mittelmäßig, aber gute Filmvorlage, 21. März 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich hatte von den Büchern bisher noch nie gehört, bis die seit der Verfilmung plötzlich jeder zu kennen scheint, also hab ich mich auch mal hinreißen lassen. Ich hatte das Buch innerhalb von 2, 3 Tagen intensiven Lesens durch. Ob jetzt, weils so fesselnd war, durch den Schreibstil so schnell zu lesen war oder doch die Schrift, die einem Leselöwenbuch Konkurrenz macht...
Da es genügend Inhaltszusammenfassungen gibt, spar ich mir die hier mal.

1. Schreib/Sprachstil: Sprachlich ist das Buch sehr einfach gehalten, kurze Sätze, einfache Ausdrucksweise, was wohl Katniss Hintergrund als 16-jähriges Mädchen aus armen Verhältnissen wiederspiegeln soll. Wer sich stilistische Feinheiteiten und ausgefeilte Sprache wünscht, wird auf jeden Fall enttäuscht werden. Der Vorteil ist, dass es sehr leicht verständlich bzw. sehr leicht zu lesen ist und runtergeht wie Butter. Andererseits ist die Erzählung sehr eingeschränkt auf Katniss' Person und man erfährt relativ wenig über Geschichte/Hintergründe, aber auch die Ortsbeschreibungen sind etwas dürftig gehalten.

2. Panem: An sich ein sehr interssanter Hintergrund: auf den Ruinen eines zerstören Nordamerika wird die Nation Panem aufgebaut, die einem modernen Rom ähnelt. Während im Kapitol alle in Wohlstand leben, wird die Bevölkerung in den Distrikten von der Regierung unterdrückt, was seit einer gescheiterten Revolution jährlich durch die Hungerspiele verdeutlicht wird. Zur Lage von Panem werden zwar einige geographische Eckdaten gegeben, allerdings weist diese in meinen Augen einige logische Ungereimtheiten auf. Im Allgemeinen find ich es schade, dass, abgesehen von der groben Geschichte und den wichtigsten Ereignissen, sehr mit Hintergründen, Geschichte etc gespart wurde, die Vorlage dazu wäre meiner Meinung nach nämlich recht gut wäre und ist daher vllt nicht vollständig durchdacht. Aber ich will mich hier mal nicht auf Kleinigkeiten stürzen.
Besonders interssant ist das Kapitol. Während die Distrikte eher einfachen Arbeitersiedlungen im 20./21. Jahrhundert ähneln, ist das Kapitol eine absolut futuristische, technisch hoch entwickelte Stadt. Stelle ich mir sehr interessant und faszinierend vor, leider machen sich hier die dürftigen Beschreibungen bemerkt und und es wird nur das nötigste beschrieben und man muss sich vieles vielmehr erahnen. Ähnlich verhält es sich mit der Arena, in der die Spiele stattfinden, die Größendimension kann man sich hierbei zb nur erahnen bzw versuchen, zu erschließen. Ähnlich hält es sich mit den Personenbeschreibungen. Auch hier hat man wieder den Kontrast zwischen dem bunten, künstlichen Kapitol und den einfachen Arbeitern.
Da ich großer Fan von solchen postapokalyptischen SciFi-Szenarien bin, hat mich das n bisschen enttäuscht

3. Personen: Die Haptperson bzw Heldin ist Katniss Everdeen, ein 16-jähriges Mädchen aus dem "Kohledisrikt", die sich bei der Auslosung der Tribute für ihre zerbrechliche kleine Schwester opfert. Sie soll wohl die Sympathieträgerin des Buches so sein, was bei mir aber nur teilweise angekommen ist. Der Charakter ist etwas schwankend und es fällt schwer zu sagen, wer Katniss denn ist, leider wirkt das eher undurchdacht als geheimnisvoll. Die anderen Charaktere sind relativ eindimensional und jeder hat seine bestimmte Rolle/Fuktion und kaum jemand entwickelt sich wirklich. Selbst der scheinbar undurchsichtige und berechnende Peeta ist relativ durchschaubar.
Was häufig kritisiert wurde: die kindliche/prüde Beziehung von Katniss und Peeta. Typisch amerikanisch prüde eben? Für mich eher logisches Verhalten, da sich Katniss ja selbst nicht im Klaren über ihre Gefühle ist und auch mit Liebe/Sex nicht viel am Hut hat bzw haben will

4. Erzählstil: Durch die kurzen Sätze und den einfachen Stil passiert alles sehr "schnell", es wird nicht viel drumherumgeredet, so hat man nicht den Eindruck, es gibt Stellen, die nur als Lückenfüller dienen und es wird nicht langweilig. Geschickterweise passiert immer genau am Ende des Kapitels eine entscheidende Wendung, dass es schwer fällt, das Buch wegzulegen, weil eigentlich ständig "Action" herrscht.

Dazu kommt natürlich sozusagen das Hauptthema des Buches: die Spiele selbst. Da kommt natürlich der viel diskutierte Konflikt: Sozialkritik, Gewalt, Voyeurismus...Auch wenn während der Spiele teilweise teilnahmslos und nüchtern, stellenweise detailliert beschrieben wird, wie sich Kinder gegenseitig töten...und fiebert sogar selbst mit, wenn Katniss ihre Gegner ausschaltet. Für ein Kinderbuch ist die Erzählung zu nah an der Gewalt dran. Außerdem hat man stellenweise den Eindruck, die Autorin legt sehr großen Wert darauf, in allen Facetten auszuschmücken, wie schlecht es Katniss, ihrer Familie, Distrikt 12, den Tributen etc geht, wohl um das Elend zu verdeutlichen, gelegentlich bekommt man aber auch den Eindruck, sie hat tatsächlich Freude dran, das alles so auszuschmücken.
Vergleichbar mit späteren Harry Potter-Teilen ist die Grundstimmung meistens eher düster, hoffnungslos, stellenweise abgeklärt, so dass man die Tribute in der Arena nicht unbedingt auch noch als Kinder wahrnimmt und die Gewalt alltäglich scheint und einerseits ständig präsent ist, andererseits als Mittel zum Zweck verharmlost wird.
Es ist zwar ein Jugendbuch, aber einem 12-jährigen würd ich es wahrscheinlich nicht unbedingt zu lesen geben, Ältere könnten aber vom Schreibstil etwas enttäuscht werden.

Auch wenn die Rezension vllt etwas negativ klang, an sich ein sehr fesselndes und interessantes Buch, jedoch etwas einfach gehalten, man hätte aus der Vorlage wesentlich mehr rausholen können. Außerdem denke ich, dass es eine relativ gute Vorlage für einen Film gibt, der die vielen Lücken in den Beschreibungen füllt, außerdem ist die Handlung klar und linear, dass man keine Handlungsstränge wegkürzen müsste
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 27, 2012 6:06 PM MEST


Tinnitus Sanctus
Tinnitus Sanctus
Wird angeboten von nagiry
Preis: EUR 3,75

1 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Neue Richtung, trotzdem Edguy, 17. Dezember 2008
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Tinnitus Sanctus (Audio CD)
Als Fan war der Kauf von Tinnitus Sanctus für mich Pflicht, vor allem, weil ich von der ersten Single "Ministry of Saints" schon sehr begeistert war. Musikalisch eine deutliche Kehrtwende im Vergleich zu Rocket Ride. Weniger Pop, weniger Synthesizer, härter, rockiger, aber auch weniger vom klassischen Power Metal, den man noch von den ganz alten Scheiben kennt.
Besonders Fans von Alben wie "Kingdom of Madness" oder "Savage Poetry" werden von dem Album eher enttäuscht sein. Wer die neueren Werke der Band mag, kann sich mit "Tinnitus Sanctus" sicher besser anfreunden. Da ich Edguy vor allem durch die beiden Vorgänger kennengelernt habe, ist meine Bewertung auch relativ gut ausgefallen.
Was von vielen kritisiert wird, ist ein Punkt der mir persönlich besonders gefällt: Man kann die Musik nicht so wirklich einordnen. Zwar wird Edguy grob als Power Metal bezeichnet, für mich musikalisch aber nicht mit typischen Vertretern wie Helloween oder Hammerfall vergleichbar, was auf den neueren Alben immer deutlicher wird.

Neben "Ministry of Saints" sind meine persönlichen Höhepunkte "Speedhoven" und "Dragonfly". "Speedhoven", ein rockiger, eingängiger Song, abwechslungsreich, gut eingesetzte Tempowechsel und auch die Synthie-Orgel passt hier irgendwie. "Dragonfly" ist für mich der "epischste" Song auf dem Album, zwar nicht vergleichbar mit "The Pharao" oder "The Piper never Dies", aber vor allem im Refrain sehr gelungen. Weiteres Ohrwurmpotetial haben für mich auch "The Pride of Creation" und "Dead or Rock", schnell, rockig und ungezwungen.
Auch die anderen Songs fügen sich insgesamt gut in den Sound der Platte ein, im großen und ganzen merkt man einen durchgängigen Stil.
Was ein eindeutiger Minuspunkt ist, ist der Gesang, der mir bisher immer gefallen hat. Tobi versucht in den meisten Liedern zu sehr "hart" zu klingen, was aber leider nicht immer zu seiner Stimme passt.
Auch inhaltlich unterscheidet sich "Tinnitus Sanctus" von den Vorgängern. Während die Texte von Edguy oft Themen hatten wie "wir machen unser Ding und lassen uns nichts vorschreiben", findet man sowas hier leider nicht.

Alles in allem empfehlenswert für Fans des "neueren" Stils von Edguy, wer klassischen Power Metal erwartet, wird mit Tinnitus Sanctus nicht viel anfangen können. Trotz allem finde ich es aber gut, dass sich die Band entwickelt und nicht stehen bleibt, so dass man nach zwei Alben das Gefühl hat, alles gehört zu haben. Es ist nur zu hoffen, dass ihre Entwicklung auch aus eigener Überzeugung kommt und nicht nur ein Versuch ist, eine breite Masse zu erreichen


The Scarecrow
The Scarecrow
Wird angeboten von nagiry
Preis: EUR 7,52

5.0 von 5 Sternen Kleiner Tobi ganz groß..., 23. November 2008
Rezension bezieht sich auf: The Scarecrow (Audio CD)
Tobi ist erwachsen geworden...im musikalischen Sinne. Die neue Scheibe weist eine klare musikalische Linie auf ohne dabei in einen eintönigen Trott und Langeweile zu verfallen. Wer vielleicht vom relativ poppig-soften "Lost in Space" abgeschreckt ist, sollte sich nicht davon täuschen lassen...neben "Carry me over" die einzige softe Nummer. Wer auf die härteren Sachen steht wird vor allem an den Songs "Twisted Mind" und "The Toy Master" (mit Alice Cooper als "Master of Toys" -> unvergleichlich) voll auf seine Kosten kommen. Allgemein kann man sagen, musikalisch bieten die Songs viel Abwechslung, behalten aber die Sammet-typische eingänge und melodische Linie...Im vergleich zu Part 1 und 2 fällt allerdings auf, dass Tobi in musikalischer und inhaltlicher hinsicht sehr gewachsen ist...beinahe Schlachtrufähnliche Chorgesänge wie bei den Vorgängern wird man auf "The Scarecrow" kaum finden und auch eine "Es war einmal..."-geschichte gibt es hier nicht...Die Story ist viel abstrakter gehalten und das ist auch in den Songs zu hören...from passion to succsess: das zeigt "The Scarecrow", die Leidenschaft und Begeisterung, mit der das Album komponiert und aufgenommen wurde ist in jedem einzelnen Song zu hören...Musikalischer Höhepunkt: der Titelsong "The Scarecrow" 11 Minuten, in die ich mich von der ersten bis zur letzten Sekunde verliebt habe...Ein Intro, dass nach mittelalterlichen Pauken und Fideln klingt, nachdenkliche Strophen und ein absoluter Knaller-Refrain mit jeder Menge Hingabe und Leidenschaft gesungen und ein Instrumentaler Zwischenteil der von leise bis laut alles abdeckt...
Am Anfang war ich zugegebenermaßen sehr skeptisch, aber spätestens nach dem dritten mal hören war ich verliebt in Avantasia - The Scarecrow


Rocket Ride
Rocket Ride
Preis: EUR 17,99

0 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Da kommt Freude auf..., 21. November 2008
Rezension bezieht sich auf: Rocket Ride (Audio CD)
Mag sein, im Vergleich zu älteren Alben wie Mandrake oder Hellfire Club mag Rocket Ride etwas softer und poppiger zu sein...aber Edguy deswegen gleich in eine Schublade mit monrose & Co stecken? Für die einen ist es einfaches Pop-geplänkel, für mich ist es Metal, der Laue macht. Warum muss ein Metalalbum denn immer düster und böse sein? Klar, das ist nunmal Metal...Aber darf denn Metal, allem voram Powermetal denn nicht auch mal gute Stimmung verbreiten? Rocket Ride ist ein Album, das mich mit wunderbar sinnlosen Songs à la Trinidad einfach zum Lachen bringt und die Stimmung hebt...der Metalanteil ist mit den "härteren" Songs wie Matrix auch vollkommen erfüllt. Wenns im Sommer schon nicht viel Sonne gibt, hören wir sie uns einfach ;) und was gibts schöneres in Zeiten der Herbstdepression seine Laune mal mit ein bisschen Rumhüpfen zu Catch of the Century zu heben...oder lieber Sacrifice zum Boarden?
Rocket Ride ist eine gelungene Mischung aus Partysongs, aber auch ernst gemeinten Metalsongs im melodischen und eingängigen Edguy-Stil...Auf Dauer ist der Partymetalstyle wohl auch nicht besonders interessant und "un-metal", aber mal ein Album das glücklich macht und Laune verbreitet, warum nicht? Aber deswegen gleich auf Viva oder in die McDonalds Chartshow? Da warn sie tatsächlich schonmal...mit Lavatory Love Machine von Hellfire Club ;)


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