Profil für oakwoody > Rezensionen

Persönliches Profil

Beiträge von oakwoody
Top-Rezensenten Rang: 89.271
Hilfreiche Bewertungen: 181

Richtlinien: Erfahren Sie mehr über die Regeln für "Meine Seite@Amazon.de".

Rezensionen verfasst von
oakwoody (Tübingen)

Anzeigen:  
Seite: 1
pixel
Random Access Memories
Random Access Memories
Preis: EUR 5,88

140 von 169 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Diese Platte schafft sich sein eigenes Genre, 17. Mai 2013
Rezension bezieht sich auf: Random Access Memories (Audio CD)
Daft Punk waren schon immer anders und sind es auch heute noch. Soviel mal vorweg. Selten hat eine Fanbase ein Album mehr herbeigesehnt als diese Scheibe. Das da nicht alle Erwartungen erfüllt werden ist klar.

Die zwei Franzosen sind mittlerweile im Mainstream angekommen und auch wenn “Get Lucky“ permanent auf jedem Sender läuft, ist der Refrain in dem Pharrell Williams "We're up all night to get lucky" trällert zur ungekrönten Hymne dieses Jahres avanciert.
Einer weiteres Highlight ist sicherlich "Giorgio by Moroder".
Ein Schelm, wer hierbei an "Giorgio by Armani" denkt…
Diese Nummer kann man mit seinen über 9 Minuten nur eines nennen: mächtig.
Moroder erzählt, wie er dank des Synthies damals den Sound der Zukunft finden konnte. Dann ein Break. Und schon wird ein wahres Synthesizer-Feuerwek gezündet. Und wenn man glaubt, es wäre nach 6 Minuten nichts mehr, das man diesem Song noch hinzufügen könne, werden die E-Drums durch echte Drums ersetzt. Es entsteht eine Atmosphäre, als würde man auf einem Konzert stehen und dem Drummer staunend und mit offenem Mund zuschauen, wie er alle anderen Drummer die wir je gesehen haben alt aussehen lässt.
Hier und im weiteren Verlauf fällt einem umso mehr auf, dass Daft Punk (wie im Vorfeld angekündigt) fast keine Samples in Ihren Songs vorkommen lassen. Gerade für Daft Punk wird hier eine Tür geöffnet, die sie sich vor vielen Jahren sicher nicht hätten träumen lassen. Ein Studioalbum, das vor Stargästen und Hochkarätern nur so strotzt. Alles klingt vertraut, nichts stört oder zerstört die Harmonie. Und das Wichtigste : Es macht nonstop Spaß.
Der Vocoder in den Stimmen ist jedoch geblieben und macht aus jedem gesprochenen und gesungenen Wort sofort eine unverwechselbare Daft Punk Nummer.
Vieles wurde sich im Vorfeld darüber beschwert, der neue Sound würde so rein gar nichts mit den alten Daft Punk gemeinsam haben. Das stimmt und stimmt nicht. Und zwar gleichermaßen. Das sind ganz klar Daft Punk. Aber das sind nicht mehr die Daft Punk, wie wir sie noch vor vielen Jahren mit ‚“Da Funk“ kennenlernen durften.
Die trendigen EDM-Hipsters werden sich sicherlich die Mäuler darüber zerreißen, weil es keine Nummer wie ‚Touch it‘ gibt, aber dies hätte mit Sicherheit das gesamte Konzept des Albums gesprengt und wäre (wenn man mal ehrlich ist) nur eine Wiederholung von alten Songs gewesen, die man nochmal aufgewärmt hätte.
Stillstand ist der Tot und wer mit dem Fortschritt nicht zu Recht kommt, soll doch einfach bei den alten Platten bleiben.
Heraus zu heben ist auch die heutzutage (leider) unübliche Länge von über 70 Minuten.
Das bekommt man in diesen Tagen leider nicht mehr häufig geboten. Unsere schnelllebige Welt hat sich leider an Chart-Radio-Großraum-Bombast-Electro, der auf 3 Minuten reduziert wird, gewöhnt. Jedoch bekommen wir endlich einmal wieder vor Augen geführt, dass ein guter Song manchmal einfach 6 Minuten braucht, bis er seinen musikalischen Höhepunkt erreicht.
In ein Genre einklemmen lässt sich "Random Access Memories" auch nicht. Auf keinen Fall ist es eine Elektro-Platte, auf keinen Fall ist es eine Neo-Funk-Platte, auf keinen Fall ist es eine Pop-Platte.
Wahrscheinlich schafft sich diese Platte ihr eigenes Genre.
Das einzige was man Daft Punk vorwerfen kann ist der Name Daft Punk, denn mit Punk hat es mittlerweile doch nur noch sehr, sehr wenig zu tun. Wenn man mit Punk jedoch die Eigenschaft verbindet, sich nichts und niemand anpassen zu wollen, ist auch Punk hier wieder der passendste Begriff.

Mit "Random Access Memories" haben Daft Punk ganz ohne Frage ihr bisheriges Glanzstück abgeliefert, welches auch noch in Generationen für regen Gesprächsstoff sorgen wird. Die Perfektion sowohl im Sound, als auch in der Produktion, den Arrangements und der Atmosphäre ist beinahe unheimlich.

Die Messlatte für weitere Highlight-Alben in diesem Jahr(zehnt) ist seit heute um einiges nach oben gehoben worden.
Kommentar Kommentare (18) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jun 13, 2013 3:06 PM MEST


The Path of Totality (Deluxe Edition)
The Path of Totality (Deluxe Edition)
Preis: EUR 11,98

41 von 49 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen unbetretenes Neuland und ein absolutes Highlight, 2. Dezember 2011
Mit 'The Path of Totality' wagen sich KoRn auf völliges Neuland.
Ähnlich wie bei ihrem ersten Werk, wird hier eine Musikrichtung präsentiert, wie sie vorher noch nie zu hören war. Oder zumindest nicht in dieser Form (und Qualität).
Für den ein oder anderen Oldschool-Fan wird es sicherlich ein ziemlich ungewohntes Gefühl in der Magengegend hervorrufen, aber alle, die sich auch an etwas völlig Neues heranwagen, werden sicherlich nicht enttäuscht werden.
Erst recht nicht, wenn sie sich die Zeit nehmen, sich dieses Soundmonster in einer hohen Lautstärke anzuhören, dann nämlich entfaltet sich erst die brachiale Wucht dieser Platte.
KoRn sind die erste Band, die sich mit den absoluten Highlights der Dubstep-Szene zusammengetan haben und mit Skrillex, Kill the Noise, Excision , Noisia, 12th Planet und Datsik an einer völligen Neuinterpretation des typischen Korn-Sounds gebastelt haben.
Jede Band die sich ab jetzt an der Mischung Metal/Dubstep zu schaffen macht, muss sich (zurecht) den Vorwurf der Kopie gefallen lassen.
Auch wenn es völlig anders klingt, als alles was man jemals von KoRn gehört hat, ist es doch ab dem ersten Moment ein ganz klares KoRn Album.
Munky's brettharte Riffs treffen auf Fieldy's absolut irren Bass und Jonathan singt so viel, wie seit 'Issues' nicht mehr!
Die Songs knallen einem so dermaßen heftig um die Ohren, wie man es (ehrlich gesagt) von KoRn nicht mehr für möglich gehalten hätte.
Wer nun rum heult, das KoRn früher sooo viel besser waren, der soll doch einfach bei den alten Platten bleiben und den Rest bitte mit ihrem Gejammer verschonen.
KoRn haben es aber verdient, dass man ihnen Respekt zollt für die Kreation eines völlig neuen Sounds. Und wenn man bedenkt, mit welchen fürchterlichen Electro-Remixen KoRn uns füher auf der ein oder anderen B-Seite gequält haben ist es ein gutes Gefühl diese Platte von vorn bis hinten durch hören zu können und sich immer wieder an den vielen Feinheiten und der wiederentdeckten Härte zu erfreuen, die einem bei jedem Hören neu auffallen.
Absolutes Highlight des Jahres und für mich die beste Platte von KoRn seit über 10 Jahren!
Ein besonderes Highlight ist auch die Bonus-DVD der Special Edition auf der das unvergleichliche 'The Encounter' Konzert zu sehen ist, das KoRn inmitten eines riesigen Kornkreises anlässlich der letzten Platte in Bakersfield spielten.
Es wäre zwar schon zum Release von III eine tolle Beigabe zum Album gewesen, aber hey, besser spät als nie.
Und vor allem ist es komplett zu sehen in einer wirklich sehr guten Bild- und Tonqualität und nicht per Youtube-Clips, die entweder in einer schlechten Version online gestellt sind, oder von der Gema in Deutschland gar nicht erst verfügbar sind (danke dafür).

Fazit:
Ein absolutes Highlight in der Geschichte von KoRn und ein Muss für jeden der sich mit Metal anno 2011/2012 auseindersetzen möchte!
Kommentar Kommentare (8) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jan 10, 2012 4:29 PM CET


Seite: 1