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Mike "Mike"

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Beurer HK 55 Easyfix Heizkissen
Beurer HK 55 Easyfix Heizkissen
Preis: EUR 39,32

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Offenbar eine Fehlkonstruktion, 4. Juni 2011
Rezension bezieht sich auf: Beurer HK 55 Easyfix Heizkissen (Badartikel)
Ich habe mir das Heizkissen im März 2011 gekauft und es nahezu täglich benutzt. Es hat keine 3 Monate gedauert, bis es nicht mehr funktionierte. Es heizte von einem auf den anderen Tag einfach nicht mehr. Ich habe das Kissen niemals geknickt oder gerollt, sondern immer flach verwendet, einen Bedienungsfehler schließe ich aus. Es hat nichts genützt, es ging trotzdem kaputt.
Von diesem Problem hatte ich natürlich vor dem Kauf bei den vorangegangenen Rezensionen hier gelesen, aber ich dachte mir "Das kann doch nicht sein, es gibt ja auch zufriedene Kunden". Außerdem habe ich schon seit vielen Jahren ein anderes Heizkissen von Beurer, mit dem ich sehr zufrieden bin.
Aber bei diesem Modell scheint tatsächlich irgendetwas gar nicht zu passen... Also meine Empfehlung: Hände weg, das Teil ist offenbar wirklich eine Fehlkonstruktion!
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Der Vorleser [Special Edition] [2 DVDs]
Der Vorleser [Special Edition] [2 DVDs]
DVD ~ Kate Winslet
Preis: EUR 15,01

19 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Herausragende Romanverfilmung, 27. August 2009
Rezension bezieht sich auf: Der Vorleser [Special Edition] [2 DVDs] (DVD)
Eine Geschichte um das sexuelle Erwachen eines 15-Jährigen und seine erste Liebe zu einer deutlich älteren Frau. Eine sehr persönliche Auseinandersetzung mit dem Prozess gegen die Aufseherinnen in einem KZ. Und der innere, viele Jahre dauernde Kampf eines erwachsenen Mannes, das Trauma seiner ersten Liebe aufzuarbeiten. All das beinhaltet Bernhard Schlinks Roman "Der Vorleser", der 1995 erschienen ist. International fand Schlinks Werk nicht nur wegen des sprachgewaltigen und präzisen Erzählstils Beachtung, sondern auch wegen des provokativen Inhalts: dem Tabuthema Liebe zu einem Minderjährigen und dem ungewöhnlichen Blick auf die Täter des Holocaust.

Zentrale Figur in "Der Vorleser" ist Michael Berg, aus dessen Blickwinkel der gesamte Roman geschrieben ist. Seine schüchterne Teenagerliebe zu der 36-jährigen Hanna Schmitz wird von Bernhard Schlink sehr poetisch und mit unglaublichem Einfühlungsvermögen in die pubertären Gefühlswirren in wunderschönen Worten geschildert. Über viele Monate hinweg dauert ihre Liebesbeziehung an, bei der Sex eine wesentliche Rolle spielt, und Hanna lässt sich von Michael - quasi als Vorspiel - immer aus Werken der Weltliteratur vorlesen. Doch eines Tages ist Hanna spurlos verschwunden.

Viele Jahre später studiert Michael Jura und belegt ein Seminar, das einen Prozess gegen ehemalige KZ-Aufseherinnen begleitet. Auf der Anklagebank findet er Hanna wieder und im Laufe des Prozesses stellt sich heraus, dass auch im KZ junge Mädchen regelmäßig für Hanna aus Büchern vorlesen mussten. Michael, der seine Liebe zu Hanna und ihr plötzliches Verschwinden nicht überwunden hatte, ist wie traumatisiert. Seine Zerrissenheit zwischen der Erinnerung der ersten Liebe und den Eindrücken aus dem Prozess bestimmen fortan sein ganzes Leben. Und erst sehr spät findet er Erlösung und innere Distanz.

Regisseur Stephen Daldry ("Billy Elliot") brachte den Weltbestseller auf die Kinoleinwand. Und ich bin begeistert! Die Kritiken, die ich bislang zur Verfilmung gelesen habe, gehen sehr streng mit dem Werk ins Gericht und haben so manches daran auszusetzen. Dem kann ich nun so gar nicht zustimmen. Stephen Daldry hält sich - von ganz wenigen filmischen Freiheiten mal abgesehen - konsequent an Schlinks Vorlage. Die einfühlsame Umsetzung der Liebesbeziehung zwischen Michael und Hanna steht an Faszination und Ausdruckskraft dem Roman in nichts nach. Der Gerichtsprozessprozess und die Jahre danach und auch die Darstellung von Michael Bergs Gefühlen erschüttern einen im Film ebenso wie im Buch.

"Der Vorleser" ist bestimmt kein unbeschwertes Popcorn-Kino, aber ein großartiger Film. David Kross und Kate Winslet spielen grandios und zaubern im ersten Teil eine knisternde, erotische Spannung auf die Leinwand. Die außerordentlich freizügigen Sexszenen überraschen für eine US-amerikanische Produktion. Die Amis scheinen sich daran nicht gestoßen zu haben, denn Kate Winslet bekam den Oscar für ihre Darstellung. Der Film war außerdem für 4 weitere Oscars nominiert, für Regie, Drehbuch, Kamera und als bester Film - und das hat er auch wirklich verdient. Umso mehr verwundert das kritische Pressefeedback in Deutschland. Kann es sein, dass sich deutsche Journalisten bemüßigt fühlen, an dem Film einfach etwas Negatives finden zu müssen, um sich bequem von Bernhard Schlinks kontroverser Auseinandersetzung mit der Schuldfrage zur Judenvernichtung distanzieren zu können?


Der Vorleser
Der Vorleser
DVD ~ Kate Winslet
Preis: EUR 6,97

14 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Absolut sehenswerte Romanverfilmung, 9. August 2009
Rezension bezieht sich auf: Der Vorleser (DVD)
Eine Geschichte um das sexuelle Erwachen eines 15-Jährigen und seine erste Liebe zu einer deutlich älteren Frau. Eine sehr persönliche Auseinandersetzung mit dem Prozess gegen die Aufseherinnen in einem KZ. Und der innere, viele Jahre dauernde Kampf eines erwachsenen Mannes, das Trauma seiner ersten Liebe aufzuarbeiten. All das beinhaltet Bernhard Schlinks Roman "Der Vorleser", der 1995 erschienen ist. International fand Schlinks Werk nicht nur wegen des sprachgewaltigen und präzisen Erzählstils Beachtung, sondern auch wegen des provokativen Inhalts: dem Tabuthema Liebe zu einem Minderjährigen und dem ungewöhnlichen Blick auf die Täter des Holocaust.

Zentrale Figur in "Der Vorleser" ist Michael Berg, aus dessen Blickwinkel der gesamte Roman geschrieben ist. Seine schüchterne Teenagerliebe zu der 36-jährigen Hanna Schmitz wird von Bernhard Schlink sehr poetisch und mit unglaublichem Einfühlungsvermögen in die pubertären Gefühlswirren in wunderschönen Worten geschildert. Über viele Monate hinweg dauert ihre Liebesbeziehung an, bei der Sex eine wesentliche Rolle spielt, und Hanna lässt sich von Michael - quasi als Vorspiel - immer aus Werken der Weltliteratur vorlesen. Doch eines Tages ist Hanna spurlos verschwunden.

Viele Jahre später studiert Michael Jura und belegt ein Seminar, das einen Prozess gegen ehemalige KZ-Aufseherinnen begleitet. Auf der Anklagebank findet er Hanna wieder und im Laufe des Prozesses stellt sich heraus, dass auch im KZ junge Mädchen regelmäßig für Hanna aus Büchern vorlesen mussten. Michael, der seine Liebe zu Hanna und ihr plötzliches Verschwinden nicht überwunden hatte, ist wie traumatisiert. Seine Zerrissenheit zwischen der Erinnerung der ersten Liebe und den Eindrücken aus dem Prozess bestimmen fortan sein ganzes Leben. Und erst sehr spät findet er Erlösung und innere Distanz.

Regisseur Stephen Daldry ("Billy Elliot") brachte den Weltbestseller auf die Kinoleinwand und hält sich - von ganz wenigen filmischen Freiheiten mal abgesehen - konsequent an Schlinks Vorlage. Die einfühlsame Umsetzung der Liebesbeziehung zwischen Michael und Hanna steht an Faszination und Ausdruckskraft dem Roman in nichts nach. Der Gerichtsprozessprozess und die Jahre danach und auch die Darstellung von Michael Bergs Gefühlen erschüttern einen im Film ebenso wie im Buch. "Der Vorleser" ist bestimmt kein unbeschwertes Popcorn-Kino, aber ein großartiger Film. David Kross und Kate Winslet spielen grandios und zaubern im ersten Teil eine knisternde, erotische Spannung auf die Leinwand. Die außerordentlich freizügigen Sexszenen überraschen für eine US-amerikanische Produktion. Die Amis scheinen sich daran nicht gestoßen zu haben, denn Kate Winslet bekam den Oscar für ihre Darstellung. Der Film war außerdem für 4 weitere Oscars nominiert, für Regie, Drehbuch, Kamera und als bester Film - und das hat er auch wirklich verdient.


Toni Goldwascher
Toni Goldwascher
DVD ~ Lorenz Strasser
Preis: EUR 10,66

12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein toller Film, mehr für alt als für jung, 31. März 2009
Rezension bezieht sich auf: Toni Goldwascher (DVD)
"Toni Goldwascher" hat seinen ganz eigenen Charme. Es ist kein perfekt produzierter Film und das will er auch gar nicht sein. Das Bayerische macht den Film aus - auch wenn man auch eingefleischte Franken in den Hauptrollen erkennen kann. Das ruhige Erzähltempo, die authentischen Kostüme und die Liebe zum Detail schaffen hier eine ganz eigene Atmosphäre. Viele Erwachsene werden begeistert sein und den etwas holprigen Stil des Films schnell lieben. Aber sicher wird es ebenso schwierig werden, den Film medienverwöhnten Kids nahe zu bringen, denn der Erzählstil entspricht so gar nicht mehr dem, was TV und Kino heute bieten.


Krabat
Krabat
DVD ~ David Kross
Preis: EUR 7,99

6 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Tolle Romanverfilmung, 27. März 2009
Rezension bezieht sich auf: Krabat (DVD)
Otfried Preußlers berühmter Roman erzählt von einem naiven Jungen, der - als Müllerbursche in die Fänge eines Zauberers geraten - die dunklen Künste der schwarzen Magie erlernt. Und das für einen hohen Preis: Niemals frei zu sein. Niemals lieben zu dürfen. Dreimal so schnell zu altern und jedes Jahr den Tod durch den Meister fürchten zu müssen. Er erlebt, wie hart es sein kann, im Konkurrenzkampf seinen Weg im Leben gehen zu müssen. Er erfährt, was Schutz und Fürsorge durch einen anderen Menschen bedeuten. Er kommt in den Genuss der ersten Liebe. Und er lernt, was es heißt Verantwortung für sein Handeln zu übernehmen.

Ebenso wie das Buch zieht einen auch der Film "Krabat" von Anfang an in seinen Bann, man ist mittendrin in der Dunkelheit der Mühle, dem kargen Leben und der Kraft der dunklen Magie. Die filmischen Mittel sind meist souverän eingesetzt, die Musik fesselnd, die Szenerie gigantisch, die Schauspieler absolut überzeugend. Auch der vielfach kritisierte Erzählstil - mit der düster-tiefen Stimme von Otto Sander als Off-Sprecher - ist für mich nicht störend, sondern genau die Brücke, die der Film zur Romanvorlage schlägt, und die einem das Gefühl gibt, mitten in "Krabat" gelandet zu sein. Der Film schafft es auch, dramaturgische Defizite des Romans - wie zum Beispiel das viel zu kurze Ende - geschickt auszugleichen. Auf ein paar neue Actionelemente, die in die filmische Adaption Einzug gefunden haben, hätte man allerdings durchaus auch verzichten können - zumal die Umsetzung mitunter etwas holprig wirkt.

Neben Christian Redl als dämonischen Meister schart Regisseur Marco Kreuzpaintner eine ganze Riege talentierter Schauspieler um sich, die allesamt ihr Bestes geben. Neben etablierten Jungstars wie Daniel Brühl und Robert Stadlober, bekannten Gesichtern wie Hanno Kofler und Tom Wlaschiha können auch bislang weniger bekannte Darsteller ihr Können beweisen. Allen voran David Kross als Titeldarsteller, der wirklich auf allen Ebenen - nicht nur in Aussehen und Darstellung, sondern selbst von der Stimme her - genau den Krabat verkörpert, den Otfried Preußler in seinem Roman beschreibt.

Eine Romanvorlage wie "Krabat" ist schon eine Herausforderung für eine Verfilmung. Aber sie bietet nicht wirklich das Potenzial dafür, etwas ganz Neues zu schaffen. Denn in Bezug auf Fantasy-Filme scheint die Bandbreite der kineastischen Darstellung irgendwie schon ziemlich ausgeschöpft zu sein. Da mag "Krabat" noch so sehr auf einer Jahrhunderte alten Sage basieren, die Geschichte hat doch etwas von "Herr der Ringe" in Kombination mit "Harry Potter". Und so finden sich auch in der Verfilmung - ob im Drehbuch, in der Szenerie, den Special Effects oder der Musik - viele Elemente wieder, von denen man weiß oder glaubt, dass man sie schon einmal gesehen oder gehört hat. Auch wenn dieser Déjà-vu-Effekt mich in der einen oder anderen Szene der Faszination des Films entrissen hat ("sah aus wie Lord Sidious in Episode III"), soll das den Film nicht abwerten.

Als Fazit kann man "Krabat" nur empfehlen. Aber man sollte sich frei machen, wenn man den Film sieht. Sich von Anfang an von der exzellent eingesetzten Filmmusik fesseln lassen und Gedanken an andere Filme am besten für 2 Stunden aus dem Gedächtnis verbannen. Sich nur der Faszination dieses Films öffnen und sich dem Rausch der düsteren Erzählung voll und ganz hingeben. Dann kann man wirklich eintauchen in die Zeit des 30-jährigen Krieges und die dunkle Welt der Magie.


Kein Titel verfügbar

6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Herausragende Romanverfilmung, 25. März 2009
Eine Geschichte um das sexuelle Erwachen eines 15-Jährigen und seine erste Liebe zu einer deutlich älteren Frau. Eine sehr persönliche Auseinandersetzung mit dem Prozess gegen die Aufseherinnen in einem KZ. Und der innere, viele Jahre dauernde Kampf eines erwachsenen Mannes, das Trauma seiner ersten Liebe aufzuarbeiten. All das beinhaltet Bernhard Schlinks Roman "Der Vorleser", der 1995 erschienen ist. International fand Schlinks Werk nicht nur wegen des sprachgewaltigen und präzisen Erzählstils Beachtung, sondern auch wegen des provokativen Inhalts: dem Tabuthema Liebe zu einem Minderjährigen und dem ungewöhnlichen Blick auf die Täter des Holocaust.

Zentrale Figur in "Der Vorleser" ist Michael Berg, aus dessen Blickwinkel der gesamte Roman geschrieben ist. Seine schüchterne Teenagerliebe zu der 36-jährigen Hanna Schmitz wird von Bernhard Schlink sehr poetisch und mit unglaublichem Einfühlungsvermögen in die pubertären Gefühlswirren in wunderschönen Worten geschildert. Über viele Monate hinweg dauert ihre Liebesbeziehung an, bei der Sex eine wesentliche Rolle spielt, und Hanna lässt sich von Michael - quasi als Vorspiel - immer aus Werken der Weltliteratur vorlesen. Doch eines Tages ist Hanna spurlos verschwunden.

Viele Jahre später studiert Michael Jura und belegt ein Seminar, das einen Prozess gegen ehemalige KZ-Aufseherinnen begleitet. Auf der Anklagebank findet er Hanna wieder und im Laufe des Prozesses stellt sich heraus, dass auch im KZ junge Mädchen regelmäßig für Hanna aus Büchern vorlesen mussten. Michael, der seine Liebe zu Hanna und ihr plötzliches Verschwinden nicht überwunden hatte, ist wie traumatisiert. Seine Zerrissenheit zwischen der Erinnerung der ersten Liebe und den Eindrücken aus dem Prozess bestimmen fortan sein ganzes Leben. Und erst sehr spät findet er Erlösung und innere Distanz.

Regisseur Stephen Daldry ("Billy Elliot") brachte den Weltbestseller auf die Kinoleinwand. Den Film, der am Donnerstag offiziell anläuft, konnte ich heute in der Vorpremiere sehen. Und ich bin begeistert! Die Kritiken, die ich bislang zur Verfilmung gelesen habe, gehen sehr streng mit dem Werk ins Gericht und haben so manches daran auszusetzen. Dem kann ich nun so gar nicht zustimmen. Stephen Daldry hält sich - von ganz wenigen filmischen Freiheiten mal abgesehen - konsequent an Schlinks Vorlage. Die einfühlsame Umsetzung der Liebesbeziehung zwischen Michael und Hanna steht an Faszination und Ausdruckskraft dem Roman in nichts nach. Der Gerichtsprozessprozess und die Jahre danach und auch die Darstellung von Michael Bergs Gefühlen erschüttern einen im Film ebenso wie im Buch.

"Der Vorleser" ist bestimmt kein unbeschwertes Popcorn-Kino, aber ein großartiger Film. David Kross und Kate Winslet spielen grandios und zaubern im ersten Teil eine knisternde, erotische Spannung auf die Leinwand. Die außerordentlich freizügigen Sexszenen überraschen für eine US-amerikanische Produktion. Die Amis scheinen sich daran nicht gestoßen zu haben, denn Kate Winslet bekam den Oscar für ihre Darstellung. Der Film war außerdem für 4 weitere Oscars nominiert, für Regie, Drehbuch, Kamera und als bester Film - und das hat er auch wirklich verdient. Umso mehr verwundert das kritische Pressefeedback in Deutschland. Kann es sein, dass sich deutsche Journalisten bemüßigt fühlen, an dem Film einfach etwas Negatives finden zu müssen, um sich bequem von Bernhard Schlinks kontroverser Auseinandersetzung mit der Schuldfrage zur Judenvernichtung distanzieren zu können?


Blöde Mütze!
Blöde Mütze!
DVD ~ Johann Hillmann
Wird angeboten von Online-Versand-Grafenau GmbH
Preis: EUR 7,29

38 von 40 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Empfehlenswerter Coming-of-Age-Film, 9. Februar 2009
Rezension bezieht sich auf: Blöde Mütze! (DVD)
"Blöde Mütze!" ist ein Kinderfilm und basiert auf dem gleichnamigen Roman von Thomas Schmid, dem Bruder des Regisseurs. Die guten Kritiken haben mich dazu bewogen, mir den Film gleich zweimal im Kino anzusehen und eine Rezension dazu zu schreiben. Gelohnt hat es sich auf jeden Fall, denn "Blöde Mütze!" genügt durchaus auch "erwachsenen" Ansprüchen, gibt sich ganz unprätentiös und verzichtet auf kindlich-pubertären Klamauk. Humorvoll, sensibel und wie selbstverständlich erzählt der Film vom Ende der Kindheit, den Problemen mit den Eltern, von Freundschaft und von der ersten Liebe.

Martin, für sein Alter etwas zu klein, eher schüchtern und immer mit seiner Baseballmütze unterwegs, ist gerade umgezogen und muss sich neue Freunde suchen. Der erste, den er kennen lernt, ist Oliver, der in seine Klasse geht und mit dem er anfangs gar nicht zurechtkommt. Denn da ist schließlich auch noch Silke, Olivers Freundin, die in Martin ganz ungewohnte Gefühle weckt. Die Geschichte ist nicht neu, aber einfach aus dem Leben gegriffen. Genauso wie die erwachsenen Charaktere: Martins Eltern, die übertrieben fürsorglich sind und nicht verstehen, dass ihr Sohn langsam eigene Entscheidungen trifft. Olivers arbeitsloser und alkoholkranker Vater, der seiner Familie das Leben schwer macht Und Silkes vor kurzem geschiedene Mutter, die sich selbst als beste Freundin" ihrer Tochter sieht.

Bei den zahlreichen nationalen und internationalen Auszeichnungen, die "Blöde Mütze!" bisher erhalten hat, wird auch immer wieder die Leistung der Hauptdarsteller herausgestellt. Und das nicht zu Unrecht: Konrad Baumann kann zum wiederholten Male beweisen, dass in ihm deutlich mehr steckt als ein "Wilder Kerl" (was Jimi Blue Ochsenknecht in "Sommer" ja nun nicht gerade gelungen ist). Johann Hillmann - der auch schon Erfahrungen mit Kino- und TV-Produktionen und als Synchronsprecher sammeln konnte - und Lea Eisleb - zu sehen in einigen Fernsehproduktionen - stehen dem älteren Konrad schauspielerisch in nichts nach. Ein perfektes Darsteller-Trio.

Kleine, anspruchsvolle Filmproduktionen ohne nennenswerte Marketingbudgets haben es ja grundsätzlich nicht leicht, sich gegen die Konkurrenz der großen Filmverleihfirmen durchzusetzen. Es ist bekannt, dass auch "Blöde Mütze!" leider Refinanzierungsprobleme hat, aber immerhin lief der Film über vier Monate ununterbrochen in München im Kino. Und das, obwohl Buena Vistas Sommermovie mit Jimi Blue als Zugpferd fast zeitgleich an den Start gegangen ist. Auch wenn dieser kleine Erfolg sicherlich nicht mit hohen Besucherzahlen gleichzusetzen ist, kann man da nur gratulieren. Denn es gab schon genügend vergleichbare Produktionen, die es in München gerade mal eine Woche oder überhaupt nicht ins Kino geschafft haben.


Son of Rambow [UK Import]
Son of Rambow [UK Import]
DVD ~ Neil Dudgeon
Wird angeboten von nagiry
Preis: EUR 3,76

6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Tolle Komödie für alt und jung, 9. November 2008
Rezension bezieht sich auf: Son of Rambow [UK Import] (DVD)
Das Feel good-Movie "Son of Rambow" hat im Kern eine an und für sich ernste Geschichte. Will, ein 12-jähriger Junge in den 80er Jahren in England, wächst streng gläubig in einfachsten Verhältnissen in der Religionsgemeinschaft der Plymouth-Brüder auf - kein Fernsehen, kein Radio, generell keine "moderne Technik". Als er entdeckt, dass das Leben so viel mehr zu bieten hat als Ehrfurcht vor der Brüdergemeinschaft, strikte Abgrenzung gegen die Gesellschaft und bedingungslosen Glauben an Gott, beginnt er, mit kindlicher Naivität die Welt um sich herum zu erkunden und die Lebensauffassung seiner Familie in Frage zu stellen. Seine Mutter gerät dadurch innerhalb der Glaubensgemeinde in deutliche Bedrängnis.

Verpackt ist das Ganze in eine wundervoll skurrile Rahmenhandlung, die auch eine Hommage an die Unbeschwertheit der Kindheit ist. Will lernt in der Schule den Querkopf Lee kennen, für den seine Videokamera sein Ein und Alles ist. Inspiriert von "Rambo" fangen die beiden Jungen an, zusammen einen eigenen Film zu drehen. Wills Kreativität, die sich bislang nur in selbst gezeichneten Bildergeschichten entfalten konnte, eröffnen sich durch das Medium Film völlig neue Dimensionen. Was sich da tut, bekommen auch die Mitschüler von Will und Lee mit und bald wollen alle bei dem Film mitmachen. Doch Will muss mit der Zeit lernen, wo wahre Freundschaft liegt.

Dass die nicht unproblematische Story so humorvoll und unbeschwert rüberkommt und doch im richtigen Moment wieder ernst wird, macht den Charme dieses Films aus. Der 80ies-Soundtrack mit The Cure, Duran Duran, Depeche Mode und Siouxsie and the Banshees verleiht dem Film ein nostalgische Note. Und der "British Accent" trägt das Seine zum besonderen Flair bei. Toller Film, der leider viel zu wenig Beachtung fand, als er bei uns im Kino lief.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jan 18, 2009 1:56 PM CET


Kein Titel verfügbar

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Empfehlenswerter Coming-of-Age-Film, 9. November 2008
"Blöde Mütze!" ist ein Kinderfilm und basiert auf dem gleichnamigen Roman von Thomas Schmid, dem Bruder des Regisseurs. Die guten Kritiken haben mich dazu bewogen, mir den Film gleich zweimal im Kino anzusehen und eine Rezension dazu zu schreiben. Gelohnt hat es sich auf jeden Fall, denn "Blöde Mütze!" genügt durchaus auch "erwachsenen" Ansprüchen, gibt sich ganz unprätentiös und verzichtet auf kindlich-pubertären Klamauk. Humorvoll, sensibel und wie selbstverständlich erzählt der Film vom Ende der Kindheit, den Problemen mit den Eltern, von Freundschaft und von der ersten Liebe.

Martin, für sein Alter etwas zu klein, eher schüchtern und immer mit seiner Baseballmütze unterwegs, ist gerade umgezogen und muss sich neue Freunde suchen. Der erste, den er kennen lernt, ist Oliver, der in seine Klasse geht und mit dem er anfangs gar nicht zurechtkommt. Denn da ist schließlich auch noch Silke, Olivers Freundin, die in Martin ganz ungewohnte Gefühle weckt. Die Geschichte ist nicht neu, aber einfach aus dem Leben gegriffen. Genauso wie die erwachsenen Charaktere: Martins Eltern, die übertrieben fürsorglich sind und nicht verstehen, dass ihr Sohn langsam eigene Entscheidungen trifft. Olivers arbeitsloser und alkoholkranker Vater, der seiner Familie das Leben schwer macht Und Silkes vor kurzem geschiedene Mutter, die sich selbst als beste Freundin" ihrer Tochter sieht.

Bei den zahlreichen nationalen und internationalen Auszeichnungen, die "Blöde Mütze!" bisher erhalten hat, wird auch immer wieder die Leistung der Hauptdarsteller herausgestellt. Und das nicht zu Unrecht: Konrad Baumann kann zum wiederholten Male beweisen, dass in ihm deutlich mehr steckt als ein "Wilder Kerl" (was Jimi Blue Ochsenknecht in "Sommer" ja nun nicht gerade gelungen ist). Johann Hillmann - der auch schon Erfahrungen mit Kino- und TV-Produktionen und als Synchronsprecher sammeln konnte - und Lea Eisleb - zu sehen in einigen Fernsehproduktionen - stehen dem älteren Konrad schauspielerisch in nichts nach. Ein perfektes Darsteller-Trio.

Kleine, anspruchsvolle Filmproduktionen ohne nennenswerte Marketingbudgets haben es ja grundsätzlich nicht leicht, sich gegen die Konkurrenz der großen Filmverleihfirmen durchzusetzen. Es ist bekannt, dass auch "Blöde Mütze!" leider Refinanzierungsprobleme hat, aber immerhin lief der Film über vier Monate ununterbrochen in München im Kino. Und das, obwohl Buena Vistas Sommermovie mit Jimi Blue als Zugpferd fast zeitgleich an den Start gegangen ist. Auch wenn dieser kleine Erfolg sicherlich nicht mit hohen Besucherzahlen gleichzusetzen ist, kann man da nur gratulieren. Denn es gab schon genügend vergleichbare Produktionen, die es in München gerade mal eine Woche oder überhaupt nicht ins Kino geschafft haben.


Svolochi (DVD NTSC)
Svolochi (DVD NTSC)
DVD ~ Andrej Panin

6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Herausragendes Kriegsdrama, 9. November 2008
Rezension bezieht sich auf: Svolochi (DVD NTSC) (DVD)
"Svolochi" ist ein Geheimtipp, ein Film, der meiner Meinung nach die Bewertung "herausragend" wirklich verdient hat. Das auf wahren Begebenheiten basierende Kriegsdrama, das 2007 den "MTV Russia Movie Award" gewann, wurde in Russland sehr kontrovers diskutiert. Der Film greift ein Thema auf, das der deutsche Regisseur Bernhard Wicki bereits 1959 in der Verfilmung des autobiographischen Romans "Die Brücke" von Gregor Dorfmeister verarbeitet hat: der rücksichtslose Einsatz von Jugendlichen als Kanonenfutter während des Zweiten Weltkriegs.

Im Jahr 1943 beginnt die Sowjetunion, Jugendliche aus Gefängnissen und Strafanstalten für den Kriegseinsatz zu rekrutieren. Darunter sind auch die beiden Freunde Cot und Tiapa, denen eine harte Ausbildung in einem abgelegenen Lager in den Bergen von Kasachstan bevorsteht, die weder auf körperliche Unversehrtheit, noch auf Menschenleben Rücksicht nimmt. Noch bevor die Ausbildung annähernd abgeschlossen ist, werden die Jungen für eine Todesaktion gegen deutsche Stellungen abkommandiert. Die Reaktionen von sowjetischen und deutschen Soldaten auf die neue "Elitetruppe" sind identisch: "Das sind ja noch Kinder!"

Um "Svolochi" entspannten sich in Russland einige Diskussionen und Eklats. Hauptstreitpunkt war, dass zum ohnehin schon mehr als negativen Bild der sowjetischen Kriegsmachenschaften noch ein weiteres, bislang kaum bekanntes schwarzes Kapitel hinzukommt. Kriegsveteranen und russischer Geheimdienst sahen das Andenken der "Roten Armee" beschmutzt. Die Tageszeitung "Komsomolskaya Pravda" ging sogar so weit, die historische Wahrheit des Films offen in Frage zu stellen. Und bei der Verleihung des MTV Movie Award weigerte sich der berühmte russische Regisseur und Schauspieler Vladimir Menshov schlichtweg den Siegerpreis zu überreichen. All das lässt vermuten, dass Russland in Sachen Vergangenheitsbewältigung noch einen weiten Weg vor sich haben dürfte.

Dem Erfolg des Films tat das alles keinen Abbruch, denn "Svolochi" versteht es, von Anfang an zu fesseln. Die Melancholie in der russischen Mentalität sorgt zusätzlich dafür, dass einem beim Zuschauen ein kalter Schauer über den Rücken läuft. Hart und kompromisslos ist Svolochi" ein Kriegsdrama, das unter die Haut geht. Einmal gesehen, lässt einen dieser Film nicht so schnell wieder los! Vermarktet mit einem Song des Moskauer Kultrappers "Ligalize" entwickelte sich das Drama in Russland auch zu einem regelrechten Kassenschlager. Und dass der MTV-Zuschauerpreis gerade an diesen Film ging, hängt sicherlich nicht zuletzt auch mit Hauptdarsteller Aleksandr Golovin zusammen. Bekannt aus der russischen TV-Serie "Kadetstvo" ist er ein gefeierter Teenager-Star.

Die DVD (PAL, Ländercode 5) ist komplett in kyrillisch, was die Navigation durch die Menüs nicht wirklich einfach macht. Aber über die Subtitle-Funktion kommt man tatsächlich auf englische Untertitel. Wenn man den Film zum ersten Mal sieht, muss man aber wegen der zum Teil etwas schnellen Abfolge der Untertitel in Kauf nehmen, dass man nicht alle Dialoge mitbekommt. Erwähnenswert ist auch das umfangreiche Bonusmaterial auf der DVD, das Making-of vermittelt einem auch ohne Sprachkenntnisse ein ganz gutes Bild der Produktionsarbeiten. Alles in allem also durchaus zu empfehlen.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Oct 18, 2009 2:56 AM MEST


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