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1.0 von 5 Sternen
Die Wahrheit sieht anders aus..., 30. Mai 2008
Wer sich wirklich für die Geschichte der Mafia interessiert, der sollte sich die Bücher von John Dickie und Salvatore Lupo durchlesen. Letztere beschreibt zwar sehr detailliert und manchmal verwirrend, aber immerhin bezieht er sich auf neuste Erkenntnisse und Ansichten der Mafiaforschung.
Das vorliegende Werk von Jo Durden Smith hingegen ist bloße Geldmacherei. Ein Buch, in dem die Bilder größer sind als der Text, kann nicht wirklich die Wahrheit proklamieren. Der Autor fällt auf Mythen und Halbwahrheiten rein, die nach heutiger Ansicht längst überholt sind. Als Beispiel dient hier seine Beschreibung, wie die Mafia ein angeblicher Partner der Amerikaner bei deren Landung in Sizilien während des zweiten Weltkrieges war. Den Bericht, den Smith über diese Epoche anfertigte, ist voll von Mythen, die so, nach herrschender Meinung der führenden Mafiaforscher, nicht stattgefunden haben. Als Vergleich kann hier das Kapitel im Buch von John Dickie erwähnt werden, dessen Geschichte wesentlich glaubhafter klingt und nicht so auf Verschwörungstheorien errichtet wurde.
Das Buch von Jo Durden Smith erscheint aus meiner Sicht ein Buch zu sein, das nur geschrieben wurde, um mit dem momentan populärem Thema der Geschichte der Mafia Geld zu machen. Mit wissenschaftlichen Erkenntnissen hat das nichts zu tun. Ich kann nur sagen, Finger weg, jeder Euro ist hier rausgeschmissenes Geld. Dann lieber etwas Mehr Geld für das Buch von John Dickie ausgeben und danach bei Salavatore Lupo weiterlesen. Den wie man dann erkennen wird, ist die Geschichte der Mafia auch ohne Verschwörungstheorien interessant und atemberaubend.