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Rezensionen verfasst von
Lilienthal

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Händel Airs Opera+Oratorio
Händel Airs Opera+Oratorio
Preis: EUR 21,99

6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Grund zum Jubeln, 8. Januar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Händel Airs Opera+Oratorio (Audio CD)
Liebhabern barocken Gesangs ist der Name von Karina Gauvin schon seit Jahren ein Begriff ... geradezu als Synonym für Kristallklarheit kann er betrachtet werden. Die kanadische Sopranistin erfreut auch in der vorliegenden Einspielung mit englischen Arien aus Oratorien und Szenen Händels mit ihrer geradezu unfassbar klaren und reinen Höhe, die dabei doch niemals scharf, sondern stets angenehm sanft bleibt. Wer unter meinen geschätzten Lesern diese hohen Töne, die einem die Tränen in die Augen treiben können, noch nicht gehört hat, möge dies bitte zum eigenen Gewinn umgehend nachholen! Im mittleren und tieferen Register ist die Stime Gauvins wie immer angenehm kräftig und wohlklingend; barocke Gesangslehrer und Komponisten, last not least Händel, würden über diese Sängerin sicherlich jubeln. Dies auch über ihre makellose Technik: auch die anspruchsvollsten Koloraturen bewältigt Gauvin perfekt und mit vollkommener Leichtigkeit; ihr Triller ist ein Entzücken, ihre Ornamente sind stets kreativ, niemals übertrieben, sondern stets für die Arie höchst passend (wobei sie Sopranistin sich auch in extreme Höhen bewegt).
Gauvins Stimmklang mit seienr üppigen, geradezu überfließenden Schönheit passt exzellent für Oratoriern, deren Arien ja oft in purer Schönheit schwelgen: hierfür kann man sich keine bessere Sängerin als Gauvin wünschen. Mit souveräner Technik reguliert die Sopranistin ihr vibrato und verwendet es ganz nach barockem Stil nur, wo es angemessen ist. Karina Gauvins Stimme klingt auch vibratolos süß genug.
Eine Freude ist auch, dass die italienische Arie "Lascia ch'io pianga" unter das Repertoire "geschmuggelt" wurde. Nicht nur diese Arie, sondern zahlreiche Interpretationen auf dieser Einspielung sind außerordentlich berührend. Gauvin singt stets mit Kopf und Herz, interpretiert den emotionalen Gehalt und bietet damit Aufnahmen, die man wieder und wieder anhören möchte.
Das kanadische Ensemble "Tempo rubato" macht seinem Namen alle Ehre und spielt die Kompositionen Händels mit ausgezeichneter Technik, flexibel, einfallsreich und schwungvoll.
Einziger Wehmutstropfen: Das Booklet verzichtet auf deutsche Übersetzungen, bietet aber englisch, und ist wirklich ausgezeichnet, mit soliden Informationen zu den eingespielten Werken.
Uneingeschränkte Kaufempfehlung.


Porpora : Vulcano-Kantaten
Porpora : Vulcano-Kantaten
Preis: EUR 9,99

7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Das war wohl nix, 5. Januar 2013
Rezension bezieht sich auf: Porpora : Vulcano-Kantaten (Audio CD)
Endlich eine CD mit Kantaten von Porpora, so dachte der Barockmusikliebhaber - um dann von der vorliegenden Einspielung maßlos enttäuscht, geradezu entsetzt zu sein. Frau Martorana sieht auf dem Cover sehr gut aus, aber das ist auch alles. Ein durchgehendes, offensichtlich nicht abstellbares Vibrato begleitet den Stimmeinsatz der Sängerin, die sich mit viel zu viel Druck und einer seltsamen, halb falsettierenden, halb kehligen, manchmal metallischen Stimme, die leider durchgehend nicht gefallen kann, durch die Kantaten quält. Diese wurden unter den vielen Kantaten Porporas sehr gut ausgewählt, sie sind nämlich alle in langsamem Tempo gehalten, und die Sängerin ist offensichtlich bereits mit diesen für Barockgesang äußerst geringen Ansprüchen überfordert. Die schnellen Koloraturen, die man in einer Barockeinspielung erwartet, fehlen hier gänzlich, und von Frau Martorana möchte ich solche auch lieber nicht hören. Im Mezzosopranbereich klingt die Stimme übrigens ganz ansprechend. Außerordentlich schade um das eigentlich hervorragende Repertoire, für das allein ich den zweiten Stern gebe, und schade für die vielen begabten jungen Sopranistinnen, die man stattdessen hätte wählen können.


Liebe dich selbst wie deinen Nächsten: Die Psychotherapie der Selbstbeziehung
Liebe dich selbst wie deinen Nächsten: Die Psychotherapie der Selbstbeziehung
von Stephen G. Gilligan
  Taschenbuch
Preis: EUR 23,90

13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Therapie der Selbstbeziehungen, 4. Januar 2013
Therapie der Selbstbeziehungen nannte Stephen Gilligan seine Arbeit, als er begann, unabhängig von der Hypnotherapie eine Therapieform zu entwickeln, die ohne explizite Trance auskommt. Ziel ist es, eine bessere, hilfreichere Beziehung zu sich selbst zu entwickeln, insbesondere zwischen dem, was man denkt, und dem, was man fühlt. Dieses Buch bietet hochinteressante Einsichten für jeden, der auf dem Weg der Weiterentwicklung ist, vieles kann man wirklich immer wieder lesen und neu erproben. Es ist auch für jeden Therapeuten bereichernd, nicht nur für den Umgang mit Klienten, sondern auch für den - hoffentlich wertschätzenden und liebevollen - mit sich selbst.
Inzwischen gibt es übrigens ein neues Buch von Gilligan - vorerst nur auf Englisch - in dem Gilligan seinen hypnotherapeutischen Ansatz weiterentwickelt und im Grunde mit der Therapie der Selbstbeziehungen vereinigt hat.


Philippe Jaroussky - Greatest Moments in Concert
Philippe Jaroussky - Greatest Moments in Concert
DVD ~ Philippe Jaroussky
Preis: EUR 9,99

5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Barockmusik hautnah erlebbar gemacht, 3. Januar 2013
Normalerweise ziehe ich es vor, Musik nur zu hören - aber die Bilder dieser Konzertmitschnitte mit Philippe Jaroussky sind wahrhaftig eine Bereicherung! Selten hat man einen Musiker gesehen, der so offensichtlich mit den Tönen verschmilzt, sie buchstäblich mit jeder Faser seines Körpers erlebt, wie dieser herausragende junge Countertenor. Die Gesangsqualitäten dieses herausragenden Countertenors seiner Generation, die Klarheit von Jarousskys Stimme, seine makellose Technik und Ausdruckskraft braucht man kaum noch zu erwähnen. Wenn man den Text der Musik nicht versteht, braucht man nur Jarousskys Gesicht und seine Bewegungen zu sehen, um zu begreifen, worum es geht und berührt zu sein. Durch eine Auswahl der schönsten virtuosen und ergreifenden Barockarien (und Duette) und auch in das 20. Jahrhundert führen die verfilmten Aufnahmen. Jaroussky zeigt sich stets enorm präsent, ein Vollblutmusiker, der nicht nur erstaunt und mitreisst, sondern sich in einigen überraschenderen Aufnahmen auch als außerordentlich humorvoller Mensch zeigt. Dieses Video ist ein Vergnügen von Anfang bis Ende.
Unbedingte Kaufempfehlung!


Cecilia Bartoli - Mission
Cecilia Bartoli - Mission
DVD ~ Cecilia Bartoli
Preis: EUR 13,99

10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Großartige Musik, fantastische Verfilmung, 3. Januar 2013
Rezension bezieht sich auf: Cecilia Bartoli - Mission (DVD)
Die Musik von Agostino Steffani erweist sich als wunderbare Entdeckung, und die Umsetzung in diesem Film ist schlicht fantastisch. Die Arien und Duette werden nicht nur abgesungen, sondern in einer Geschichte umgesetzt, wunderschön, dramatisch und bewegend. Besonders schön sind die Duette mit dem herausragenden Countertenor seiner Generation, Philippe Jaroussky, der wieder mit herrlich klarem Stimmklang und berührender Darstellung überzeugt. Dass das gleiche für Cecilia Bartoli gilt, deren Stimme in der Höhe wahrlich zu Tränen rührt, und deren Technik schlicht einzigartig ist, braucht kaum hinzugefügt zu werden.


Handel: Giulio Cesare in Egitto
Handel: Giulio Cesare in Egitto
Preis: EUR 25,99

9 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Verpasste Gelegenheit mit großartigen Sängerinnen, 11. Dezember 2012
Rezension bezieht sich auf: Handel: Giulio Cesare in Egitto (Audio CD)
Na, endlich mal eine Aufnahme von „Giulio Cesare“! - nein, trotz der beiden überragenden Sängerinnen in den Hauptrollen, Karina Gauvin und Marie-Nicole Lemieux, wäre diese gefühlt 250te Einspielung der Oper nicht nötig gewesen.
Der unglaublich schöne Stimmklang von Karina Gauvin und ihr souveräne Musikalität erheben sich herrlich über die Beeinträchtigung einer temperamentlosen Interpretation durch das Orchester. Es ist höchst erfreulich, dass diese große Barocksopranistin endlich diese Rolle einspielt, in der sie mit dem Glanz ihrer Stimme und ihrem dramatischen Ausdrucksvermögen beeindrucken kann.
Marie-Nicole Lemieux in ihrer Männerrolle überzeugt mit fester, kraftvoller und strahlender Stimme und intensiver Interpretation, wird jedoch ebenso wie Gauvin durch das schläfrige Dirigat Curtis' und die extremen langsamen Tempi in ihrer Arbeit erkennbar behindert. Bedauerlich scheint diesem Rezensenten insbesondere, dass Curtis anscheinend nach längst überholter Gutsherrenart nicht den Sängerinnen, die ein besseres Urteilsvermögen haben könnten als er, die Wahl der Tempi überlässt, sondern diese eigenmächtig bestimmt.
Romina Basso überzeugt in ihrer Rolle der trauernden Witwe trotz ihrer Jugend mit vollem und schwerem Stimmklang und intensivem Ausdruck.
In der Rolle des Sesto bietet Emöke Barath einen schönen, durchaus knabenhaften Stimmklang, aber singt ihre Abfolge von eigentlich verzweifelten und intensiven Arien allzu brav und stellenweise mit viel vibrato ab - leider kein Vergleich mit Ph. Jaroussky, der in einer anderen Einspielung in dieser Rolle glänzt.
Regelrecht ärgerlich ist, dass der Countertenor, der den Tolomeo singt, schlicht höchst mittelmäßig ist und vielleicht wie eine indignierte alte Frau klingt, aber nicht wie ein wilder junger König.
Kein Wunder allerdings auch bei dem Dirigat von Curtis, an dem sich wohl nie etwas ändern wird - entschuldigung, aber Curtis versteht es einfach nicht, die Musik zum Leben zu erwecken, Spannung oder überhaupt Emotionen zu erzeugen. Und dies ist bei dem vorliegenden hochdramatischen und musikalisch überragenden Meisterwerk schon ein Kunststück. Die stellenweise eingeworfenen härteren Klänge wirken unmotiviert und verbessern die Interpretation nicht - schade, da das Orchester eigentlich gut ist.
Wirklich schade.


A Tribute to Faustina Bordoni
A Tribute to Faustina Bordoni
Wird angeboten von Medien-Vertrieb Neunkirchen
Preis: EUR 12,99

18 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Faustina Bordoni und J. A. Hasse, 13. November 2012
Rezension bezieht sich auf: A Tribute to Faustina Bordoni (Audio CD)
Faustina Bordoni, eine große prima donna ihrer Zeit und außerdem die Ehefrau von J. A. Hasse, wird mit der vorliegenden CD in den Vordergrund gestellt. Vivica Genaux singt wie gewohnt mit etwas herbem Mezzosopranstimmklang und enorm beweglicher Stimme, die vor allem in schnellen Koloraturen ihre Stärken zeigt. Entsprechend wurden überwiegend schnellere Arien ausgewählt - traurige kantable Stücke fehlen bedauerlicherweise; Genaux bleibt ihrem Stil, schnelle Bewegungen vorzuziehen und gerne mit Koloraturen und Trillern zu verzieren, aber weniger expressive lange Töne zu verwenden, treu. Die Arien von Hasse und Händel sind durchgehend ausgezeichnet, und die Ausführung ist wie gewohnt souverän mit traumhaften schnellen Koloraturen. Das Ausdruckspektrum hätte allerdings mit auch traurigen und stärker expressiven Anteilen und vielleicht etwas heftigeren Zornarien breiter sein können. Stattdessen klingt alles etwas sehr gleichförmig und bewegt weniger, als wenn z.B. Traurigkeit auch einmal im Stimmklang deutlich durchhörbar würde.

Das Repertoire betreffend ist sehr erfreulich, dass überwiegend Arien des immer noch unterschätzten J. A. Hasse gewählt wurden (und nur einige von Händel). Noch schöner wäre es gewesen, wenn man es gewagt hätte, auch Stücke anderer Komponisten vorzustellen - da Bordoni auch in Opern von Vinci, Pergolesi, Leo, Giacomelli, Gasparini etc. sang, wäre die Auswahl tatsächlich groß gewesen! Die Arien von Händel gibte es natürlich bereits von anderen Sängerinnen - "Ti pentirai crudel" aus "Tolomeo" gefällt mir von Anna Bonitatibus mit ihrem süßeren Stimmklang (in einer Frauenrolle, Elisa) und ebenfalls vollkommener Technik tatsächlich besser.

Das Ensemble "Cappella Gabetta" unter Andres Gabetta spielt ausgezeichnet, frisch, lebhaft und einfallsreich (ein erfreulicher Kontrast zu z.B. der extrem langweiligen Begleitung der oben genannten Einspielung des "Tolomeo" mit A. Curtis). Man versteht sich offensichtlich - Genaux arbeite mit diesem Ensemble schon länger zusammen; auf weitere Projekte von Cappella Gabetta kann man durchaus gespannt sein.

Ängstlich zeigt sich leider der kurze Text für die CD, der zum x-ten Mal bereits bekannte Geschichten wiederholt, anstatt wirklich Neues über Faustina Bordoni mitzuteilen.
Schön ist allerdings das Cover - nicht immer muss dieses den ausführenden Künstler zeigen, selbst wenn diese berühmt ist. Hier zeigt Genaux eine erfreuliche Uneitelkeit, indem sie hinter das Bild Von Faustina Bordoni zurücktritt. Hoffentlich wird diese wunderbare Künstlerin des 18. Jahrhunderts auch hiermit noch bekannter!


Cecilia Bartoli - Opera Proibita (Händel · Scarlatti · Caldara) / Minkowski · Les Musiciens du Louvre
Cecilia Bartoli - Opera Proibita (Händel · Scarlatti · Caldara) / Minkowski · Les Musiciens du Louvre
Preis: EUR 7,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Opernarien in anderem Rahmen, 3. November 2012
Arien aus Oratorien gibt uns diese CD, aus den Werken also, die die im barocken katholischen Rom wegen möglicher „Sinnlichkeit“ verbotenen Opern ersetzten. Wie diese mitreißende Einspielung zeigt, umgingen die Komponisten wie Händel, Scarlatti und Caldara dieses Verbot jedoch, indem sie für Oratorien ebenso virtuose, dramatische und sinnliche Arien schrieben wie für Opern. Packend und hochvirtuos z.B. Händels „Un pensiero nemico di pace“, herzzerreißend „Si piangete pupille dolente“ von Caldara, dessen ergreifende kantabile Melodien einen einzigartigen hypnotischen Sog entfalten. In einigen Arien mag der Hörer sogar ihre je nachdem heroischen oder rührenden Geschwister aus Opern wiedererkennen - Händel änderte z.B. bei „Lascia la spina“ einfach den Text, und schon kam er zu „Lascia ch'io pianga“. So singen dann Ismaele, St. Francesca oder „das Vergnügen“, aber die Gefühle und die Dramatik sind die gleichen wie in jeder Oper.
Das Verdienst von Cecilia Bartoli ist es, das nahezu unerschöpfliche Reservoir von Arien, das in den Oratorien vorliegt, mit dieser Sammlung 2005 ins öffentliche Bewusstsein gebracht zu haben, und dies in Interpretationen, die immer noch unerreicht sind und es vermutlich weiter bleiben werden. Mit ihrer perfekten barocken Gesangstechnik und ihrem einzigartigen Timbre, vor allem mit ihrer einzigartigen Weise, sich in die Musik hineinzuversetzen und ihre Emotion intensiv auszudrücken verwandelt Bartoli jede dieser Arien in eine gesungene Kostbarkeit, die man wieder und wieder anhören und genießen möchte. Und „Les Musiciens du Louvre“ unter dem wunderbaren Marc Minkowski begleiten mit einer Präzision, klanglichen Vielfalt, einer Musikalität der Phrasierung, Differenzierung der zeitlichen Gestaltung und einer wahrhaftigen Dramatik, die ihresgleichen suchen. Kann man auskommen, ohne Bartolis Interpretationen von „Caldo sangue“, „Lascia la spina, cogli la rosa“ oder den anderen suchterzeugenden Arien dieser CD zu besitzen? Dieser Kritiker zumindest könnte es nicht.


The Voice [+digital booklet]
The Voice [+digital booklet]

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einzigartige Stimme, wunderbarer Musiker, 2. November 2012
Rezension bezieht sich auf: The Voice [+digital booklet] (MP3-Download)
Vermutlich nicht zufällig beginnt jede der beiden CDs dieses Doppelalbums mit einer Arie, die Dankbarkeit ausdrückt (und vielen Zuhörern nach Sekunden durch ihre pure Schönheit Tränen in die Augen treiben wird) - Philippe Jaroussky kann in seiner Sängerkarriere seine musikalischen Träume verwirklichen, und offensichtlich als einen Dank an das Publikum hat er diesem „Best Of“ einige neueingespielte besonders schöne Arien hinzugefügt. Mit Freude hört man in „Ombra mai fu“, „Alto Giove“ und „Venti, turbini“, wie sich sowohl die Stimme als auch die Gesangstechnik des jungen Countertenors in den letzten Jahren noch weiter entwickelt haben. Jarousskys glasklare Stimme ist bei gleichbleibend süßem Timbre in der Höhe noch stärker und im Klang runder geworden. Makellos intoniert Jaroussky die enorm schwierigen Koloraturen in „Venti, turbini“, so mühelos und so offenkundig während der Aufnahme improvisierend - diese Version mit den großartigen Barocchisti unter Fasolis ist wieder anders als die letzte, die vor ein paar Monaten live aufgezeichnet wurde - dass es das reine Vergnügen ist. Hier singt jemand aus purer Freude an der Musik und daran, anderen solche Freude zu vermitteln.

Auf einer Doppel-CD wurden 32 Arien und Duette, zweieinhalb Stunden hervorragende Musik in durchgehend exzellenten Interpretationen zusammengestellt. Philippe Jarousskys einzigartige, unendlich klare und sanfte Countertenorstimme entzückt und bezaubert in einigen der schönsten Arien von Vivaldi wie „Vedro con mio diletto“, Caldara, Händel („Scherza infida“, „Mi lusinga“), sowie einer Neueinspielung von Purcells „Music for a while“. Ebenfalls enthalten sind von Jaroussky selbst wiederentdeckte musikalische Raritäten („Tu che d'ardir“ von Porpora, „In Calligine umbrosa“ von Bassani, „Io ti lasco“ von J.C. Bach usw., usw.). Die virtuosen Arien werden klug ausbalanciert mit berührenden Stücken wie Faurés „Pie Jesu“ aus dem Requiem, „O quam tristis“ von Sances, aber auch Lekeus „Sur une tombe“ und dem ebenfalls dem Fin de Siècle zugehörigen „A Chloris“ von Reynaldo Hahn. Die musikalische Welt des Philippe Jaroussky ist weit, überall entdeckt er Kostbarkeiten, und es ist ein großer Spaß, mit ihm auf diese Entdeckungsreise zu gehen.

„The Voice“ ist ein guter Einstieg für jeden Musikliebhaber, der Jaroussky oder vielleicht insgesamt „die hohe Männerstimme“ noch nicht kennt, und somit ein schönes Geschenk für liebe Menschen. Wer Jaroussky bereits kennt und einige seiner CDs besitzt, sollte sich überlegen, ob er diese CD für einige wenige Neueinspielungen kaufen möchte (oder lieber auf Jarousskys nächste Solo-CD warten, die vermutlich in einem Jahr zu erwarten ist).

Dass alle Musiker, mit denen Jaroussky in diesen Einspielungen zusammengearbeitet hat, ausgezeichnet sind, versteht sich von selbst - genannt werden sollten vielleicht der geniale Pianist J. Ducros, die enzückende Sopranstimme von Nuria Rial, Jean-Christophe Spinosi, ach! so viele wunderbare Musiker!

Was im Booklet entschieden fehlt, sind - nun wirklich eine Selbstverständlichkeit! - die Texte der gesungen Stücke. „Virgin“ täte gut daran, sich weniger auf hübsche Fotos und mehr auf die Musik zu onzentrieren. Allerdings enthält das Büchlein auch einige Äußerungen von Kollegen über Jaroussky, die mit ihrer tiefen persönlichen Wertschätzung dieses großartigen jungen Musikers durchaus berührend sind. Ein schöner Abschluss für den ersten Akt der Karriere des Countertenors. (Und man kann gespannt auf den zweiten Akt warten.)
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Dec 27, 2012 11:38 PM CET


The Voice
The Voice
Preis: EUR 28,41

25 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einzigartige Stimme, wunderbarer Musiker, 2. November 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Voice (Audio CD)
Vermutlich nicht zufällig beginnt jede der beiden CDs dieses Doppelalbums mit einer Arie, die Dankbarkeit ausdrückt (und vielen Zuhörern nach Sekunden durch ihre pure Schönheit Tränen in die Augen treiben wird) - Philippe Jaroussky kann in seiner Sängerkarriere seine musikalischen Träume verwirklichen, und offensichtlich als einen Dank an das Publikum hat er diesem „Best Of“ einige neueingespielte besonders schöne Arien hinzugefügt. Mit Freude hört man in „Ombra mai fu“, „Alto Giove“ und „Venti, turbini“, wie sich sowohl die Stimme als auch die Gesangstechnik des jungen Countertenors in den letzten Jahren noch weiter entwickelt haben. Jarousskys glasklare Stimme ist bei gleichbleibend süßem Timbre in der Höhe noch stärker und im Klang runder geworden. Makellos intoniert Jaroussky die enorm schwierigen Koloraturen in „Venti, turbini“, so mühelos und so offenkundig während der Aufnahme improvisierend - diese Version mit den großartigen Barocchisti unter Fasolis ist wieder anders als die letzte, die vor ein paar Monaten live aufgezeichnet wurde - dass es das reine Vergnügen ist. Hier singt jemand aus purer Freude an der Musik und daran, anderen solche Freude zu vermitteln.

Auf einer Doppel-CD wurden 32 Arien und Duette, zweieinhalb Stunden hervorragende Musik in durchgehend exzellenten Interpretationen zusammengestellt. Philippe Jarousskys einzigartige, unendlich klare und sanfte Countertenorstimme entzückt und bezaubert in einigen der schönsten Arien von Vivaldi wie „Vedro con mio diletto“, Caldara, Händel („Scherza infida“, „Mi lusinga“), sowie einer Neueinspielung von Purcells „Music for a while“. Ebenfalls enthalten sind von Jaroussky selbst wiederentdeckte musikalische Raritäten („Tu che d'ardir“ von Porpora, „In Calligine umbrosa“ von Bassani, „Io ti lasco“ von J.C. Bach usw., usw.). Die virtuosen Arien werden klug ausbalanciert mit berührenden Stücken wie Faurés „Pie Jesu“ aus dem Requiem, „O quam tristis“ von Sances, aber auch Lekeus „Sur une tombe“ und dem ebenfalls dem Fin de Siècle zugehörigen „A Chloris“ von Reynaldo Hahn. Die musikalische Welt des Philippe Jaroussky ist weit, überall entdeckt er Kostbarkeiten, und es ist ein großer Spaß, mit ihm auf diese Entdeckungsreise zu gehen.

„The Voice“ ist ein guter Einstieg für jeden Musikliebhaber, der Jaroussky oder vielleicht insgesamt „die hohe Männerstimme“ noch nicht kennt, und somit ein schönes Geschenk für liebe Menschen. Wer Jaroussky bereits kennt und einige seiner CDs besitzt, sollte sich überlegen, ob er diese CD für einige wenige Neueinspielungen kaufen möchte (oder lieber auf Jarousskys nächste Solo-CD warten, die vermutlich in einem Jahr zu erwarten ist).

Dass alle Musiker, mit denen Jaroussky in diesen Einspielungen zusammengearbeitet hat, ausgezeichnet sind, versteht sich von selbst - genannt werden sollten vielleicht der geniale Pianist J. Ducros, die enzückende Sopranstimme von Nuria Rial, Jean-Christophe Spinosi, ach! so viele wunderbare Musiker!

Was im Booklet entschieden fehlt, sind - nun wirklich eine Selbstverständlichkeit! - die Texte der gesungen Stücke. „Virgin“ täte gut daran, sich weniger auf hübsche Fotos und mehr auf die Musik zu onzentrieren. Allerdings enthält das Büchlein auch einige Äußerungen von Kollegen über Jaroussky, die mit ihrer tiefen persönlichen Wertschätzung dieses großartigen jungen Musikers durchaus berührend sind. Ein schöner Abschluss für den ersten Akt der Karriere des Countertenors. (Und man kann gespannt auf den zweiten Akt warten.)
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Feb 20, 2014 7:02 PM CET


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