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Lilienthal

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Le vieux qui ne voulait pas fêter son anniversaire
Le vieux qui ne voulait pas fêter son anniversaire
von Jonas Jonasson
  Taschenbuch
Preis: EUR 11,95

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Amüsanter Schelmenroman, 13. September 2013
Schon zahlreiche Leute hatten mir dieses Buch empfohlen - eher aus Zufall habe ich es schließlich auf französisch gekauft, und bereue es nicht. Das Buch ist gut verständlich geschrieben und so auch in einer Fremdsprache relativ leicht zu lesen. Der Inhalt ist so abwechslungsreich und unterhaltsam, dass man immer wieder motiviert ist, weiterzulesen. Geboten werden zwei Geschichten: Die aktuelle des hundertjährigen Allan Karlsson, und seine Lebensgeschichte. Letztere ist tatsächlich viel interessanter als die aktuelle, denn wie in einer echten Schelmenerzählung verübt Allan so manche Unbedachtsamkeit, durch die er einigen bedeutenden Personen der Geschichte des 20. Jahrhunderts begegnet und sogar hier und da ein wenig in die Weltgeschichte eingreift - ganz versehentlich, natürlich. Ähnlich versehentlich kommen auch um den 100Jährigen herum einig Verbrecher rasch ums Leben ... ein wenig makaber ist das, aber mit so viel Witz geschrieben, dass man dem Autor unmöglich böse sein kann. Vielmehr macht das Buch einfach gute Laune, und außerdem frischt es die Geschichtskenntnisse in zwangloser Weise auf. Man kommt mit dieser Lektüre um die Welt und durch das Jahrhundert - ein leichtherziger, aber durchaus reflektierter Spaß.


Arias for Farinelli (Deluxe Edition)
Arias for Farinelli (Deluxe Edition)

24 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zeitlos berückende Interpretation, 13. September 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Farinelli ist sicherlich mit guten Grund von allen Kastratensängern der eine legendäre, dessen Ruhm bis in die Gegenwart strahlt. Der Countertenor Philippe Jaroussky singt auf dieser CD ausschließlich Arien (und Duette), die von Nicola Porpora für seinen herausragendsten Gesangs-Schüler komponiert wurden. Jaroussky bewältigt dabei die technische Herausforderung dieser Arien, die offensichtlich Farinellis herausragende Fähigkeiten bis an die Grenze ausloteten, stimmlich souverän und hörbar mühelos. In den extrem anspruchsvollen Bravourarien zeigt sich Jaroussky hochvirtuos und mit bis in die Höhe kraftvoller, stets kristallklarer, klangschöner Stimme; so in "Nell'' attendere" gegen die Trompeten und Hörner sowie in dem extrem schwierigen "Come nave" mit seinen langen Koloraturen über einen Stimmumfang von zwei Oktaven hinweg (diese Arie erinnert in der Schwierigkeit sehr an Händels "Dopo notte"). Insgesamt erstaunt Jaroussky mit einer geradezu unfassbaren Beweglichkeit der Stimme, die es ihm ermöglicht, die bereits unglaublich schwierige Musik mit komplexen, differenziertesten Koloraturen und Ornamenten zu verzieren.

Jarousskys Stimme war schon immer unter den Countertenören die natürlichste, mit einem wunderschönen, lieblichen Timbre. Inzwischen ist sie offensichtlich in der Höhe noch stärker und klarer geworden. In allen, besonders natürlich in den langsamen, pathetischen Arien dieser Einspielung beeindruckt Jaroussky zudem mit makelloser Phrasierung, vielfältiger Schattierung der Stimme und intensivem emotionalem Ausdruck. Jaroussky belebt jeden Ton, macht sich jeden Moment der Musik zu eigen und verwandelt ihn in einen höchst persönlichen, zeitlosen Ausdruck menschlicher Emotionen und menschlichen Schönheitsgefühls.

Und obwohl man vielleicht dachte, die wichtigsten Farinelli-Arien seien bereits bekannt, präsentiert diese CD 7 musikalisch hochinteressante, hervorragend komponierte Weltersteinspielungen. Es zeigt sich, dass Porpora eben nicht nur technisch schwierig komponierte, sondern auch ein enormes Gespür für die Möglichkeiten der hochausgebildeten Singstimme sowie für wirkungsvolle, emotional berührende Musik hatte. Dies zeigt sich auch in den beide Duetten, für die Cecilia Bartoli gewonnen werden konnte, und in denen man musikalisches, aufeinander hörendes Duettieren auf allerhöchstem Niveau genießen kann.

Insgesamt ein Recitalprogramm, wie es mit Sicherheit seit der Zeit Farinellis in dieser Qualität von keinem Mann gesungen wurde, wobei es Jaroussky gelingt, nicht nur die erstaunlichen technischen Fähigkeiten Farinellis zu kopieren, sondern mit seinem Gesang, wie Farinelli es tat, zu faszinieren und zu berühren.
Die technische Qualität der Aufnahme ist glücklicherweise dem Musizieren angemessen perfekt ausgefallen, und auch die optische Gestaltung ist sehr ansprechend gelungen.


Between Heaven and Earth
Between Heaven and Earth
Wird angeboten von cdaudiophile
Preis: EUR 9,98

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mehr Himmel ..., 7. September 2013
Rezension bezieht sich auf: Between Heaven and Earth (Audio CD)
Händels Oratorien enthalten einige seiner herausragendsten Arien - nicht von ungefähr hat der Meister einige von ihnen in seinen Opern wiederverwendet. So ist es jedes Mal eine Freude, einige dieser Arien von einer unserer besten Barocksängerinnen eingespielt zu finden. Sandrine Piau hat für ihren hellen, klaren, klangschönen Sopran die Arien für diese CD klug aus verschiedenen Arten von Oratorien ausgewählt. Piau singt mit sehr wenig Vibrato oder künstlichen Ausdrucksmitteln, sondern lässt die Musik und die Stimme für sich sprechen. Dennoch ist ihr Ausdruck stets gerade durch diese Authentizität überzeugend. Wenn Piau verziert oder z.B. in die Höhe abschweift, wie in „With darkness“, ist die Wirkung umso stärker. In der Barockgesangstechnik ist Piau perfekt; ihre Triller und Koloraturen sind stets wunderschön im Klang und makellos ausgeführt. (Eine Kombination, die eher selten ist.) Dabei hält sich die Sängerin eher bescheiden zurück. Mit ihren beachtlichen Fähigkeiten anzugeben würde dieser sympathischen Künstlerin niemals einfallen, sondern alles steht offenkundig im Dienst der Musik und des angemessenen Ausdrucks. Die Verzierungen sind angemessen klug gestaltet. Auch deshalb ist das eher vergeistigte, von innen und vom Inhalt her ausdrucksstarke Repertoire aus Oratorien für diese wunderbare Sopranistin ideal.
Auch das Duett mit dem wunderbaren jungen Tenor Topi Lehtipuu ist eine reine Freude. Die beiden reinen, weichen und vibratorarmen Stimmen passen vollkommen zusammen.
Die „Accademia Bizantina“ musiziert klar, durchdacht und einfühlsam; eine wunderbare Begleitung für eine Sängerin, und in den orchestralen Stücken ein Ensemble, das die Musik interessant und spannend gestaltet, wie man es sich wünscht. Die Aufnahme ist akustisch erstaunlich makellos ausgefallen, was sie für diese Sängerin auch sollte. - Ein wahrhaft himmlisches Hörvergnügen.


Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry. Roman
Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry. Roman
von Rachel Joyce
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 18,99

1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Enttäuschend und uninteressant, 7. September 2013
Aufgrund einer Empfehlung habe ich mir dieses Buch zugelegt - und während des Lesens öfter erwägt, es abzubrechen. Die Idee klingt gut und rührend, aber die Autorin ist der Aufgabe einfach nicht gewachsen. Der Verlauf ist klischeehaft und besteht praktisch aus nichts anderem; es ist, als seien ein paar besonders schwache Lebensratgeber zusammengemischt und zu einem Roman verarbeitet worden. Es fehlt jegliche Originalität; man weiß immer schon Seiten vorher, was die "überraschende Auflösung" sein wird. Langweilig. Zudem schwach geschrieben. Das Buch wird im Verlauf leider immer schlechter, und auch der Schluss ist ausgesprochen schwach. Besser "Der Hundertjährige" - oder ein ganz anderes Buch wählen.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Sep 15, 2013 1:42 PM MEST


Rivals - Arias for Farinelli & Co.
Rivals - Arias for Farinelli & Co.

11 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Allzu vollmundig angekündigt, 4. September 2013
Rezension bezieht sich auf: Rivals - Arias for Farinelli & Co. (Audio CD)
Sehr bemüht hübsch aufgemacht ist diese CD des sehr ehrgeizigen Australischen Countertenors David Hansen. Etwas weniger Photoshop bei der Augenfarbe hätte auch genügt. Leider folgt die ganze CD dem Schema, zu versprechen, aber dann nicht zu liefern. Hansens Stimme klingt ähnlich der von Cencic im mittleren Register seltsam angestrengt und irgendwie falsettierend. Im Gegensatz zu diesem hat Hansen aber eine offensichtlich lückenhafte Ausbildung; oder schlechte Berater. Mit zu viel Druck singt Hansen offenkundig durchgehend. Oft bricht die Stimme außerdem in der Höhe durch, als habe Hansen die Kontrolle über die Lautstärke verloren; die Töne kommen vollkommen verschieden in Klang und Lautstärke heraus; statt eine gleichen Tonproduktion geht die Kehle mal auf, dann wieder zu, dann wieder auf. Das alles ist schlechte Technik und wird die Stimme vermutlich schnell ruinieren. Viele höhere Töne klingen außerdem unangenehm kreischend oder quietschend; bei den schnellen Passagen, die übrigens alle nur mittelmäßig schwer sind, werden immer wieder Töne nicht richtig getroffen. - Vielleicht meint der Sänger, das werde sowieso niemand hönren? Irrtum.
Vor allem aber fehlt es Hansen leider an musikalischem Urteilsvermögen und Geschmack. Die Gestaltung der Musik ist nicht durchdacht; es fehlt der musikalische Instinkt in Phrasierung, Betonung und Verzierungen. Entsprechend ist das vollmundig angekündigte „Son qual nave“ mit „originalen“ Verzierungen eine schon lange bekannte Version, die deshalb noch von niemandem eingespielt ist, weil die originalen Verzierungen das Stück tatsächlich gänzlich ruinieren - sie passen nicht in die Komposition hinein, was ein guter Musiker sofort erkennt. Es handelt sich hier eher um ein sinnfreies Hachee aus Koloraturen als Zirkusnummer statt Musik.
Das Ensemble spielt mit kleiner Besetzung, wohl um den Sänger nicht zu übertönen, und teilweise recht angestrengt bis schrill; ein Versuch, sich an den Vokalisten anzupassen? Das ganze ist so anstrengend anzuhören wie Counter vor 30 Jahren; inzwischen gibt es mit Jaroussky, Dumaux, Barna-Sabadus u.a. wesentlich bessere Countertenöre. Jarousskys neue CD ist bezüglich Arien von Farinelli entschieden unvergleichlich besser. Und wer Koloraturarien auf höchstem Niveau von Broschi hören möchte, sollte sich vielleicht einmal die Lezhneva mit „Son qual nave“ anhören.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 2, 2014 9:30 PM CET


Danze e Ouvertures
Danze e Ouvertures
Preis: EUR 19,98

10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Französische Leichtigkeit in Steffanis Opern, 3. September 2013
Rezension bezieht sich auf: Danze e Ouvertures (Audio CD)
Im letzten Jahr entzückte Diego Fasolis mit der Begleitung der von Cecilia Bartoli gesungenen Arien (und Duette) von Agostino Steffani. Dieses Jahr liefert er die Instrumentalmusik dieses immer noch viel zu wenig aufgeführten wunderbaren Komponisten nach, und wie! Präzise, lebhaft wie immer, dabei mit diesen Stücken Steffanis außerordentlich leichtfüßig-tänzerisch und beschwingt erfreuen die „Barocchisti“ das Ohr. Die Instrumentierung ist wie stets bei Fasolis außerordentlich passend und einfallsreich (verschiedene Flöten sowie Pauken und mit den Ohren kaum analysierbare interessante Instrumentenkombinationen fehlen nicht). Die musikalische Gestaltung ist so lebendig wie einfühlsam, mit makelloser Phrasierung und stets stimmigem Ausdruck. Obwohl hier mal ausnahmsweise niemand singt, langweilt man sich mit diesen Stücken wirklich keine Sekunde lang. Das liegt natürlich vor allem auch an dem hervorragenden Komponisten Agostino Steffani, der ein enormes Gefühl für Melodie, mehrstimmige Komposition und abwechslungsreiche Gestaltung hatte, und von dem Händel unverkennbart viel gelernt (und einiges kopiert) hat. Die Musik auf dieser CD stammt aus den Opern Steffanis, in die er, damit einen gesamteuropäischen Opernstil schaffend, französische Ouvertures und Tänze (Gavotte, Gigue, Sarabande usw.) einfügte. Leider sind die meisten von Steffanis Opern ja immer noch nicht eingespielt, und so sind viele der Stücke auf dieser CD Weltersteinspielungen. Sehr erfreulich, dass wir sie nun haben, ebenso wie die fabelhaft akustische Umsetzung der CD sowie die Tatsache, dass für das Begleitheft der heute größte Steffani-Forscher, Colin Timms, einen sehr interessanten Text verfasst hat.


Farinelli : Le castrat des Lumières (Gras.Doc.F.>1a)
Farinelli : Le castrat des Lumières (Gras.Doc.F.>1a)
von Patrick Barbier
  Taschenbuch
Preis: EUR 16,33

5.0 von 5 Sternen Standardwerk in Originalsprache, 20. Juli 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Dieses Standardwerk zu Leben und Kunst des berühmtesten Kastraten, vielleicht sogar berühmtesten Sänger aller Zeiten ist im Moment leider nur im französische Original erhältlich. Das Buch ist hervorragend - die Übersetzungen ins Deutsche und Englische sind mir leider nicht bekannt, aber sind sicherlich auch sehr gut. Barbier ist ein ernstzunehmener Musikforscher und hat sich jahrzehntelang mit den Kastraten befasst; dieses Werk enthält daher so ziemlich alles, was man über Farinelli weiß, Tatsachen, die durch Originalquellen belegt sind. Die Lebensgeschichte von Carlo Broschi, genannt Farinelli (oder Farinello) ist sehr interessant und berührend. Carlo war einer der wenigen Sänger aus einer Familie, die nicht aus Armut entschied, den Sohn zum Kastraten machen zu lassen - die genauen Gründe sind unbekannt. Wie allgemein bekannt, erlebte Farinelli, von dem großen Komponisten Nicola Porpora ausgebildet, erst in Italien, dann in London eine unvergleichlich glanzvolle Sängerkarriere, wurde mit Geschenken und Ehren überhäuft, wurde allgemein geliebt und bewundert (aber auch beneidet und angefeindet) und zog sich dann mit nur Anfang dreißig seltsamerweise an den spanischen Hof zurück, wo er mit seinem Gesang zwei Könige von ihrer Depression befreite und politisch tätig war. Romanzen erlebte er anscheinend keine - ganz anders, als der berühmte, aber sachlich gänzlich falsche Film "Farinelli" behauptet. Um die Fakten zu erfahren, also am besten dieses Buch lesen!


The Portrait of a Lady (Bantam Classics)
The Portrait of a Lady (Bantam Classics)
von Henry James
  Taschenbuch
Preis: EUR 5,82

5.0 von 5 Sternen Faszinierender Roman in makelloser Sprache, 20. Juli 2013
Henry James' „The Portrait of a Lady“ beschreibt mit tiefer psychologischer Einsicht und in makellosem Stil (weshalb man dieses Buch unbedingt im englischen Original lesen sollte) die prägenden Jahre im Leben der jungen Isabel Archer. Der Roman spielt in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, aber die Thematik ist zeitlos - das Ringen einer Hauptfigur, in diesem Fall einer jungen Frau, darum, ihren Weg zu finden, herauszufinden, was sie wirklich will, und ihr Leben entsprechend zu gestalten. Mehrere interessante junge Männer werben um sie, und die Frage ist (im 19. Jahrhundert), ob sie durch die richtige Entscheidung ihre Freiheit gewinnen, oder sie durch die falsche verlieren wird. Das Buch ist lang, doch so facettenreich, dass es nicht einen Moment langweilig wird, sondern reines Vergnügen ist. Faszinierende, sehr verschiedene Nebenfiguren, alle psychologisch brillant erfasst und geschildert, beleben die Handlung und sorgen für einige Überraschungen und Lernerfahrungen auch für den Leser. Aus meiner Sicht ist dieser Roman vermutlich unter allen mir bekannten der, aus dem man am meisten über Menschen und die subtilen Beziehungen zwischen ihnen lernen kann. Henry James kann für seine Einsicht in den Menschen und seine wunderbare Sprache (die viel klarer ist als in seinen späten Werken) gar nicht hoch genug gelobt werden. Der Roman ist komplex konstruiert und das Ende ist sehr überraschend, aber literarisch vollkommen befriedigend.
Uneingeschränkte Empfehlung. Ein Buch, das man immer wieder lesen möchte.


The Portrait of a Lady (World Classics)
The Portrait of a Lady (World Classics)
von Henry James
  Taschenbuch
Preis: EUR 10,70

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Faszinierender Roman in makelloser Sprache, 20. Juli 2013
Henry James' „The Portrait of a Lady“ beschreibt mit tiefer psychologischer Einsicht und in makellosem Stil (weshalb man dieses Buch unbedingt im englischen Original lesen sollte) die prägenden Jahre im Leben der jungen Isabel Archer. Der Roman spielt in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, aber die Thematik ist zeitlos - das Ringen einer Hauptfigur, in diesem Fall einer jungen Frau, darum, ihren Weg zu finden, herauszufinden, was sie wirklich will, und ihr Leben entsprechend zu gestalten. Mehrere interessante junge Männer werben um sie, und die Frage ist (im 19. Jahrhundert), ob sie durch die richtige Entscheidung ihre Freiheit gewinnen, oder sie durch die falsche verlieren wird. Das Buch ist lang, doch so facettenreich, dass es nicht einen Moment langweilig wird, sondern reines Vergnügen ist. Faszinierende, sehr verschiedene Nebenfiguren, alle psychologisch brillant erfasst und geschildert, beleben die Handlung und sorgen für einige Überraschungen und Lernerfahrungen auch für den Leser. Aus meiner Sicht ist dieser Roman vermutlich unter allen mir bekannten der, aus dem man am meisten über Menschen und die subtilen Beziehungen zwischen ihnen lernen kann. Henry James kann für seine Einsicht in den Menschen und seine wunderbare Sprache (die viel klarer ist als in seinen späten Werken) gar nicht hoch genug gelobt werden. Der Roman ist komplex konstruiert und das Ende ist sehr überraschend, aber literarisch vollkommen befriedigend.
Uneingeschränkte Empfehlung. Ein Buch, das man immer wieder lesen möchte.


The Portrait of a Lady (Penguin Classics)
The Portrait of a Lady (Penguin Classics)
von Henry James
  Taschenbuch
Preis: EUR 7,90

5.0 von 5 Sternen Faszinierender Roman in makelloser Sprache, 20. Juli 2013
Henry James' „The Portrait of a Lady“ beschreibt mit tiefer psychologischer Einsicht und in makellosem Stil (weshalb man dieses Buch unbedingt im englischen Original lesen sollte) die prägenden Jahre im Leben der jungen Isabel Archer. Der Roman spielt in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, aber die Thematik ist zeitlos - das Ringen einer Hauptfigur, in diesem Fall einer jungen Frau, darum, ihren Weg zu finden, herauszufinden, was sie wirklich will, und ihr Leben entsprechend zu gestalten. Mehrere interessante junge Männer werben um sie, und die Frage ist (im 19. Jahrhundert), ob sie durch die richtige Entscheidung ihre Freiheit gewinnen, oder sie durch die falsche verlieren wird. Das Buch ist lang, doch so facettenreich, dass es nicht einen Moment langweilig wird, sondern reines Vergnügen ist. Faszinierende, sehr verschiedene Nebenfiguren, alle psychologisch brillant erfasst und geschildert, beleben die Handlung und sorgen für einige Überraschungen und Lernerfahrungen auch für den Leser. Aus meiner Sicht ist dieser Roman vermutlich unter allen mir bekannten der, aus dem man am meisten über Menschen und die subtilen Beziehungen zwischen ihnen lernen kann. Henry James kann für seine Einsicht in den Menschen und seine wunderbare Sprache (die viel klarer ist als in seinen späten Werken) gar nicht hoch genug gelobt werden. Der Roman ist komplex konstruiert und das Ende ist sehr überraschend, aber literarisch vollkommen befriedigend.
Uneingeschränkte Empfehlung. Ein Buch, das man immer wieder lesen möchte.


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