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Rezensionen verfasst von
Aletheia "Leseratte" (Baden-Würrtemberg)

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Orphan X
Orphan X
von Gregg Hurwitz
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,90

5.0 von 5 Sternen Lass nie einem Unschuldigen sterben, 16. Mai 2016
Rezension bezieht sich auf: Orphan X (Gebundene Ausgabe)
=== Die Einleitung:===
Ich muss zugeben, dass ich anfangs keine Ahnung hatte, mit welchem Autor ich es zu tun hatte.
Der Klappentext hatte micheinfach furchtbar neugierig auf das Buch gemacht.
Die Vita des Autors sowie sein Vorwort in „Orphan X“ belehrte mich eines Besseren und ich freue mich sehr, dass ich sein Buch lesen und rezensieren durfte.
Ich bin ein großer Fan von Actionfilmen und Comicverfilmungen wie „Batman“ und „Wolverine“ und entdecke gerne neue Superhelden und andere selbsternannte Hüter des Gesetzes.

===Der Autor:===
Gregg Hurwitz wurde im Jahr 1973 geboren und studierte Englisch und Psychologie an der Harvard University, sowie in Oxford.
Neben Thrillern wie „Die Scharfrichter“, „Die Sekte“, „Die Meute“ und „Blackout“ schreibt er Drehbücher für die großen Hollywood-Studios, sowie Comicbücher für Marvel („Wolverine“, „Punicher“) und DC (u.a. „Batman“.)
Seine 15 Thriller wurden mittlerweile in 28 Sprachen übersetzt und haben ihren Weg auf die New York Times Bestsellerliste gefunden.
Mehr über den Autor und seine Werke findet ihr auf seiner Homepage:
[...]

===Fakten zum Buch:===
„Orphan X“ ist der Auftakt der spannenden Thriller – Reihe rund um Evan Smoak.
Der Originaltitel des Buches lautet „Orphan X“.
Mirga Nekvedavicius hat es aus dem Amerikanischen ins Deutsche übersetzt.
Das gebundene Buch erschien im März 2016 bei HarperCollins.
Es umfasst 432 Seiten und ist im Buchhandel für 19,90 Euro zu haben.

===Der Klappentext:===
„1. Gebot: Keine voreiligen Schlüsse
Seine Nachbarn halten Evan Smoak für einen harmlosen Verkäufer von Industriereiniger.
Dabei ist er eine der tödlichsten und geheimsten Waffen der US-Regierung: ein Absolvent des Orphan-Programms, in dem Waisenkinder zu hocheffizienten Killern ausgebildet wurden.
4. Gebot: Es ist nie persönlich
Nach Jahren des Mordens im inoffiziellen Regierungsauftrag ist Evan in den Untergrund gegangen.
Er hilft nun den Verzweifelten, die mit ihren Problemen nicht zur Polizei gehen können – mit allen Fähigkeiten, die ihm zur Verfügung stehen.
Dabei hält er sich strikt an seine eigenen Gebote.
Doch diesmal bricht er eine der Regeln, und sein Auftrag entwickelt sich zur Katastrophe.
Nun muss er gegen ein Gebot nach dem anderen verstoßen, damit das allerwichtigste unangetastet bleibt:
10. Gebot: Lass niemals einen Unschuldigen sterben.“

„Lesen Sie dieses Buch! Sie werden es mir später danken!“ – David Baldacci, US-amerikanischer Bestseller-Autor.
„Orphan X ist Gregg Hurwitz`bislang bestes Buch – eine meisterliche Demonstration all der Stärken, die seine Thriller ausmachen.“ – Lee Child, britisch- US-amerikanischer Thrillerautor (Jack Reacher-Reihe)
„Der aufregendste Thriller, den ich seit „Die Bourne Identität“ gelesen habe.
Fans von Jack Reacher, Mitch Rapp und Jason Bourne werden Evan Smoak lieben“ – Robert Crais, US-amerikanischer Kriminalschriftsteller

===Die Gestaltung des Buches:===
Das Cover des Buches wurde in Weiß gehalten.
Im Zentrum des Covers stehen in schwarzen Großbuchstaben der Name des Autors und darunter der Buchtitel.
Das große rote X von „Orphan X“ fällt besonders ins Auge.
Sowohl der Name des Autors, als auch das Wort Orphan heben sich beim Darüberstreichen fühlbar vom Cover ab.
Die Gestaltung des Titels und des Autorennamens erinnert mich an einen Stempel, wie er auf eine Geheimakte aufgedruckt sein könnte.
Schön finde ich das orangefarbene Lesebändchen, welches ich bei Büchern dieses Umfangs immer gerne nutze.
Wenn ich das Cover so betrachte, assoziiere ich damit den riesigen Balkon, welcher zu Evans Penthouse gehört.
Es ist dunkel und man sieht nur seine Silhouette vor dem Geländer stehen - wachsam, abwartend, mit der geladenen Waffe in der Hand, jederzeit bereit sich zu verteidigen.
Vor ihm erstreckt sich Downtown L.A., die Innenstadt von Los Angeles und im Hintergrund die gezackte Skyline der Stadt.
Wie er da so auf dem Balkon steht, wirkt Evan mächtig, aber auch sehr einsam und für die Welt dort draußen nicht sichtbar.
Mir gefällt die Gestaltung des Buches sehr gut.
Sie ist passend zur Geschichte sehr düster und geheimnisvoll und lässt Raum für persönliche Interpretationen.

===Die Geschichte und meine Meinung dazu:===
Wer eignet sich besser als Killer im inoffiziellen Regierungsauftrag als ein Waisenkind?
Ein kurzer Prolog entführt mich in die Zeit, als das 12 Jahre alte ehemalige Heimkind Evan aus seinem alten, entbehrungsreichen Leben in East Baltimore verschwindet und Teil des geheimen Orphan-Programms der US-Regierung wird.
Das erste Kapitel katapultiert mich ins Hier und Jetzt und mitten hinein in Evans aufregendes Doppelleben vor der atemberaubenden Kulisse von so glanzvollen, schillernden Städten wie Las Vegas und Los Angeles mit all ihren Gegensätzen.
Für seine Nachbarn im beschaulichen Castle Heights ist Evan ein durchschnittlicher Typ Mitte 30 mit durchschnittlich gutem Aussehen, der Industriereiniger verkauft und wenig unter Leute kommt.
Beim näheren Hinsehen straft die Wohnungseinrichtung seines riesigen Penthouses diese Schein-Identität jedoch Lügen:
Mit ihrer besonderen Ausstattung bildet sie ein Hochsicherheitssystem, bei dem jedes Detail der Wohnung genau durchdacht und zweckdienlich erweitert wurde.
Niemand würde vermuten, dass hier ein untergetauchter Profikiller wohnt, geschweige denn überhaupt unbemerkt in die Wohnung hineinkommen…
Evan hat seine Tätigkeit für die Regierung von sich aus beendet.
Er bietet seine besonderen Fähigkeiten nun als „Nowhere-Man“ Menschen an, die sich in einer ausweglosen Lage befinden.
Dadurch und durch seine zahlreichen Aufträge für die US-Regierung hat er sich viele Feinde gemacht.
Nur wie findet man jemanden, den es offiziell gar nicht gibt und der auch nicht gefunden werden möchte?
Evan wartet mit einem beeindruckenden Repertoire an Fähigkeiten auf und arbeitet mit der Präzision eines Schweizer Uhrwerks, bei dem alle Rädchen exakt ineinander greifen.
Er weiß Genauestens über jeden und alles in seiner Umgebung Bescheid und hat immer Plan B und C parat, wenn Plan A nicht greift.
Nichts bringt ihn aus der Fassung.
Wer ihn zu Hilfe ruft, kann sich sicher sein, dass ihm wirklich umfassend geholfen wird.
Für ein ehemaliges Heimkind hat Evan es wirklich weit gebracht und trotzdem lebt er nach dem Motto „Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser“.
Bei seinen zwei Identitäten ist das auch ein Muss, um zu Überleben.
Nur manchmal weiß er nicht, wann es angebracht wäre, ein wenig aus sich heraus zu gehen und andere Menschen an sich heran zu lassen.
Er verfügt über nahezu unendliche Ressourcen, ist mit der neuesten Technik ausgestattet und hat Zugriff auf einzigartige Waffen.
Dafür musste er jedoch einen hohen Preis bezahlen, was durch seine Erinnerungen an seine Zeit mit Jack und an seine besondere Ausbildung deutlich wird.
Besonders eine diese Erinnerungen ging mir ziemlich nahe und machte mir Evan umso sympathischer.
Die Rückblicke erklären sein ungeschicktes Sozialverhalten und seine Abneigung gegen Smalltalk, was mich so manches Mal schmunzeln ließ.
Zudem geben sie ebenso wie auch einige weitere Szenen im Buch Einblick in die Organisation hinter dem Orphan-Projekt.
Mir gefallen der Humor des Autors, sowie die Tatsache, dass bei Evan wirklich alles modifiziert wurde.
Selbst der Aktenkoffer ist nicht nur ein Aktenkoffer…
Voller Spannung verfolge ich den Verlauf seiner Aufträge mit und werde hineingezogen in einen Strudel aus Korruption und menschlicher Abgründe, der auch mich nicht kalt lässt und meine Moral in Frage stellt.
Evan arbeitet nach seinen eigenen Geboten, die er niemals bricht.
Mitten in seinem aktuellen Auftrag unterläuft ihm jedoch ein taktischer Fehler, der alles ins Wanken bringt, was er sich so sorgsam aufgebaut hat.
Er ist gezwungen eines seiner Gebote zu brechen, plötzlich ist alles in Gefahr und es ist noch nicht vorbei.
Wer sind seine Gegner?
Welche Ziele verfolgen sie?
Wem kann Evan noch vertrauen?

===Mein Fazit:===
„Orphan X“ ist einer der besten Thriller den ich je gelesen habe.
Angefangen mit einem neugierig machenden Prolog hält der Autor die Spannungskurve bis zum Schluss mit einem fiesen Cliffhanger ziemlich hoch und ich kann es kaum erwarten, endlich weiter zu lesen.
59 kurze Kapitel mit passenden, treffend formulierten Überschriften gipfeln in einen überraschenden Epilog, der mich umso neugieriger zurücklässt.
Laut HarperCollins soll der zweite Teil der Reihe im Frühjahr/ Sommer 2017 erscheinen.
Besonders gespannt bin ich auch auf die filmische Umsetzung des Thrillers, bei der die Messlatte ganz schön weit oben hängt.
Die Filmrechte an „Orphan X“ konnte Gregg Hurwitz bereits vor Veröffentlichung des Buches an Warner Bros. verkaufen.
Der Autor hat ein Händchen dafür, die Atmosphäre von Orten zu beschreiben.
Auch wenn ich an den zahlreichen Schauplätzen im Buch, bei denen ein paar wirklich außergewöhnliche dabei sind noch nie war, hat er es geschafft, dass ich sie mir nicht nur sehr bildhaft vorstellen konnte.
Nein, ich wollte manche sogar am Liebsten mit eigenen Augen sehen und erleben.
Was mir an „Orphan X“ sehr gut gefallen hat, ist der Hauptcharakter selbst.
Evans Mentor und Ausbilder Jack Johns ist mit Evan etwas gelungen, was ich kaum für möglich gehalten hätte:
Evan konnte sich seine Menschlichkeit trotz seiner Tätigkeit als Auftragskiller bewahren.
Er hat einen guten Charakter und überprüft und hinterfragt seine Aufträge sorgfältig.
Gerade diese Menschlichkeit, die sich sowohl in seiner zweiten Identität als Evan Smoak, als auch als „Nowhere Man“ deutlich zeigt ist es, was mir Evan so sympathisch macht.
Selbst in der brenzligsten Situation ist er noch für andere da.
Und wer sich so hingebungsvoll um eine Aloe Vera kümmert, kann kein schlechter Mensch sein!
Nebenbei gesagt bin ich ein wenig neidisch auf die Inneneinrichtung Evans.
Ein besonderer Gegenstand hat es mir besonders angetan.
Welcher, werde ich euch nicht verraten!
Neben einer sehr gut umgesetzten Story mit unerwarteten, temporeichen Wendungen punktet der Autor bei mir mit seinen außergewöhnlichen Charakteren.
Er schafft es sogar, dass ich eine widerwillige Faszination für Evans Gegner hege, welche ihm ebenbürtig sind, was das Ganze noch spannender macht.
Jeder einzelne Charakter und sei er auf den ersten Blick auch noch so nebensächlich, wurde von Herrn Hurwitz genau durchdacht und ausgearbeitet.
Vom Körperbau bis hin zu den Ansichten, Gewohnheiten und dem Charakter der einzelnen Personen zeichnet er ein einprägsames Bild mit hohem Wiedererkennungswert.
Oft geht es mir bei Büchern mit vielen Haupt- und Nebencharakteren so, dass ich immer wieder nachlesen muss, wie sie heißen und wie sie zueinander stehen.
Das ist bei „Orphan X“ nicht der Fall, denn durch die liebevoll durchdachte Beschreibung weiß ich angefangen von den Hausbewohnern Castle Heights wie die ältere Dame Ida Rosenbaum und die alleinerziehende Mutter Mia Hall, bis hin zu den Feinden Orphan Xs auch ohne namentliche Nennung sofort, um wen es sich handelt.
„Orphan X“ ist ein Muss für Fans von Mixed-Martial-Arts, Technikbegeisterte, Waffenexperten, Liebhaber teuren Wodkas und nervenaufreibender Actionszenen mit Schusswechseln.

Viel Spaß beim Lesen !


Kneipp Feuchtigkeitsmaske Mandelblüten Hautzart 2x5ml
Kneipp Feuchtigkeitsmaske Mandelblüten Hautzart 2x5ml
Wird angeboten von Biorausch
Preis: EUR 2,95

5.0 von 5 Sternen Eine Wohltat für gestresste Winterhaut!, 30. Januar 2016
Der Praxistest:

Zuerst reinige ich mein Gesicht, meinen Hals und mein Dekolleté mit klarem Wasser.
Dann ziehe ich mir mein Kosmetikstirnband über, um zu verhindern, dass meine Haare etwas von der Gesichtsmaske abbekommen.
Ich reiße eine Hälfte des Sachets vorsichtig ab und öffne es.
Zum Vorschein kommt eine weiße Creme, welche sich leicht aus dem Sachet entnehmen lässt.
Ich trage sie auf mein Gesicht, meinen Hals und mein De¬kolle¬té auf.
Dabei spare ich wie gewohnt die Augen- und Lippenpartie aus, weil die Haut dort besonders dünn und empfindlich ist und die Gefahr besteht, dass Bestandteile der Maske ins Auge kommen.
Die in dem halben Sachet enthaltene Menge der Feuchtigkeitsmaske ist sehr ergiebig und reicht vollkommen für eine Anwendung.
Ich lasse die Maske fünfzehn Minuten einwirken und massiere die Reste hinterher sanft ein.

Die Wirkung:

Die Feuchtigkeitsmaske fühlt sich angenehm kühl und leicht auf der Haut an.
Sie hat eine leichte, nicht zu cremige Textur und ist nicht so deckend, wie ich es von anderen Masken kenne.
Nach fünfzehn Minuten ist sie gut eingezogen.
Meine Haut sieht frisch und rosig aus und fühlt sich angenehm weich und gepflegt an.
Die Maske verleiht der Haut eine leicht ölige Konsistenz.
Wen das stört, der kann die Reste der Maske nach der Einwirkzeit auch mit einem Kosmetiktuch entfernen.

Die Verträglichkeit:

Ich habe die Feuchtigkeitsmaske sehr gut vertragen.
Kein Brennen, kein Jucken, kein Kribbeln, keine Rötung.

Kleine Tipps am Rande:

Ihr könnt die Feuchtigkeitsmaske auch gut beim Baden anwenden.
Die Wärme öffnet die Poren der Haut, wodurch die Pflegestoffe besonders gut aufgenommen werden können.
Außerdem müsst ihr euch keine Gedanken über Produktreste im Haar machen, weil ihr sie später einfach abwaschen könnt.
Die Produktreste könnt ihr auch gut in eure Ellenbogen einmassieren, welche im Winter häufig trocken und rau sind.

Mein Fazit:

Die Kneipp Feuchtigkeitsmaske „Mandelblüten Hautzart“ist ein tolles Produkt zur Pflege strapazierter Haut im Winter.
Die Gesichtsmaske hat eine leichte, cremige Konsistenz und einen frischen blumigen Duft.
Sie fühlt sich angenehm auf der Haut an und lässt sie frisch und rosig aussehen.
Das Sachet ist sehr ergiebig und reicht für zwei Anwendungen, was für mich ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis ist.
Ich werde mir die Gesichtsmaske auf jeden Fall nachkaufen.
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Kneipp Schaum-Dusche Glücksmoment, 200 ml
Kneipp Schaum-Dusche Glücksmoment, 200 ml
Wird angeboten von Biorausch
Preis: EUR 7,95

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Glücksmoment, 22. Juli 2015
Der Praxistest:
Ich dusche mich mit klarem Wasser ab.
Dann nehme ich den Deckel der Metalldose ab und drücke einmal vorsichtig auf dem Druckknopf.
Man weiß ja nie, wie viel von dem Produkt auf einmal herauskommt…
Zu Beginn kommt der Inhalt der Metalldose etwas schwerfällig heraus, aber schon nach dem zweiten Mal benutzen klappt alles einwandfrei.

Die Dosierung und die Ergiebigkeit:
Ein Mal drücken reicht und ich habe eine ausreichende Menge, um mich damit komplett einzuschäumen.
Durch den Pumpspender lässt sich das Gel gezielt dosieren, sodass man immer genauso viel Schaum erhält, wie man gerade benötigt.
Trotz dem, dass ich mich mehrmals täglich damit dusche, ist die Schaumdusche noch nicht leer, daher empfinde ich sie als sehr ergiebig.

Das Aussehen:
Duschen mit der Schaumdusche ist ein echtes Erlebnis.
Wenn man auf den Druckknopf drückt, tritt durch dessen Öffnung ein milchigweißes Gel aus, welches sich innerhalb von Sekunden in einen dichten, schneeweißen Schaum verwandelt.

Der Duft:
Bei Körperpflegeprodukten ist mir ein natürlicher, nicht zu aufdringlicher Geruch sehr wichtig.
Als ich an der Schaumdusche „Glücksmoment“ roch, war ich begeistert von dem frischen Zitrusduft mit einem Hauch Minze.
Ich liebe Duschprodukte mit natürlichen Zitrusdüften und besitze einige davon.
Warum?
Ihr Geruch macht mir schon beim Duschen am frühen Morgen gute Laune und vermittelt mir ein Gefühl von Leichtigkeit und Frische.
Toll finde ich, dass der Geruch nach dem Duschen noch eine Weile auf der Haut bleibt und nicht sofort verfliegt, aber auch nicht zu aufdringlich ist.

Die Verträglichkeit:
Ich habe den Duschschaum sehr gut vertragen und konnte keine allergischen Reaktionen, Hautreizungen oder Ähnliches beobachten.
Der Schaum fühlt sich wunderbar weich und cremig zart auf der Haut an.
Nach dem Duschen ist meine Haut weich und fühlt sich gepflegt an.

Mein Fazit:
Die Kneipp- Schaum-Dusche „Glücksmomente“ ist gerade im Sommer durch ihre frische Zitrusduftnote und die wunderbar cremig-weiche Konsistenz des Schaums eine Wohltat für alle Sinne.
Der Duschschaum riecht gut, fühlt sich angenehm auf der Haut an und der Duft macht sofort gute Laune.
Das Produkt ist sehr ergiebig.
Ich habe mir, weil mir der Duschschaum so gefällt inzwischen auch die beiden anderen Sorten „Wachgeküsst“ und „Blütenzart“ gekauft.
Ich kann den Duschschaum allen empfehlen, die Zitrusdüfte lieben.


Eichenweisen: Das Geheimnis von Connemara
Eichenweisen: Das Geheimnis von Connemara
von Felicity Green
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,95

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Muss für Irland-Fans, die gerne Fantasybücher lesen!, 15. Juli 2015
=== Die Einleitung:===
Ich entdecke nicht nur sehr gerne deutschsprachige Debütautorinnen und – autoren und ihre Bücher, sondern gerne auch mal unabhängige Autorinnen und Autoren.
Für Selfpublisher wird nicht so die Werbetrommel gerührt, wie für Autoren, die bei einem großen Verlag sind.
Das finde ich schade, denn auch unter den Selfpublishern gibt es richtige Schätze zu entdecken.
Auf „Blogg dein Buch“ gab es eine Aktion namens „Lovely Selfies – Die liebsten Selfpublisher unserer Blogger“.
Damit möchte „Blogg dein Buch“ nun auch Selfpublishern eine Chance geben, ihr Können unter Beweis zu stellen.
Es wurde dazu aufgerufen, Selfpublisher anzuschreiben, die an der Aktion Interesse haben könnten.
Für die Selfpublisher winkten vergünstigte Promogebühren und für drei Glückliche ein Platz unter den Top 3.
Zwanzig Autorinnen schickten ihre Werke ins Rennen und die Blogger konnten sich für eines der Bücher bewerben, um es zu lesen und anschließend zu rezensieren.
Ich finde die Aktion klasse und habe mich für das Buch „Eichenweisen – Das Geheimnis von Connemara“ von Felicity Green beworben, welches ich euch nun vorstellen möchte.

===Die Autorin:===
Felicity Green wurde in der Nähe von Hannover geboren und zog nach dem Abitur nach England.
In Canterbury studierte sie Literatur und Schauspiel.
Später tingelte Felicity mit diversen Theatergruppen durch England, Irland und Schottland, besuchte eine Schauspielschule in L.A. und trat in Indie-Filmen auf.
Nachdem sie ihre eigene One-Woman-Show für das Brighton Festival geschrieben hatte, packte sie die Schreibwut.
An der University of Sussex schloss sie einen MA in Kreativem Schreiben ab.
Die Liebe holte sie nach Deutschland zurück.
Mit ihrem Mann und Kater Rocks lebt sie an der Schweizer Grenze.
Zwei Jahre lang arbeitete Felicity Green bei Kleinverlagen in Zürich, bevor sie sich als freie Lektorin, Übersetzerin und Autorin selbstständig machte.
Wer mehr über die Autorin und ihre Werke wissen möchte, wird auf [...] fündig.
Dort kann man sich auch für ihren „Leserclub“ anmelden, einen Newsletter, durch den man unter Anderem über ihre Bücher auf dem Laufenden bleibt.
Die Autorin freut sich auch über persönliches Feedback zum Beispiel über Facebook und Twitter.

===Fakten zum Buch:===
„Eichenweisen“ ist der Auftakt der spannenden Romantic-Fantasy – Reihe „Das Geheimnis von Connemara“.
Das Taschenbuch erschien im Dezember 2014 im Selbstverlag bei CreateSpace Independent Publishing Platform.
Es umfasst 320 Seiten und ist im Buchhandel für 9,95 Euro zu haben.
Im März 2015 erschien der zweite Band der Reihe mit dem Titel „Efeuranken“.
Der dritte Band, „Ebereschenzauber“ erscheint Ende dieses Jahres.
Eine Leseprobe zu „Eichenweisen“ findet ihr hier:
[...]

===Der Klappentext:===
„Als die achtzehnjährige Alice nach einem Unfall aus dem Koma aufwacht, spricht sie plötzlich eine andere Sprache.
Sie hat die Erinnerungen einer anderen Person aus einer anderen Zeit… und an eine verbotene Liebe.
Alice begibt sich in Irland auf die Suche nach Spuren von Ciara, dem Mädchen, das nun ein Teil von ihr ist und droht, ihre Persönlichkeit immer mehr einzunehmen.
In Connemara muss sie am eigenen Leibe erleben, dass keltische Mythen mehr als nur Märchen sind und dass das Geheimnis eines alten irischen Volkes auf mysteriöse Weise mit ihrem Schicksal verknüpft ist.
Welche Rolle spielt Dylan, Ciaras große Liebe, der ihren tragischen Tod auf dem Gewissen hat?
Er will Alice um jeden Preis beschützen, doch jetzt droht er auch ihr zur Gefahr zu werden.
Wird sie seinetwegen ihr Herz und ihr Leben verlieren?
Oder wird es Alice gelingen, Ciara Gerechtigkeit zu verschaffen, ohne dabei sich selbst aufzugeben?“

===Die Gestaltung des Buches:===
Das Cover des Buches ist grau.
Auf der Oberseite steht der Name der Autorin in leuchtend grünen Großbuchstaben.
Im Zentrum des Covers sieht man links und rechts jeweils einen windschiefen, knorrigen Baum mit vielen Ästen, aus dem ein eisblaues Auge herausblickt, was auf mich wie die
Silhouette eines nicht menschlichen Gesichts wirkt.
Darunter steht in großen leuchtend grünen Buchstaben der Titel des Buches „Eichenweisen“ und darunter in weißen Buchstaben der Untertitel.
Toll finde ich, dass gleich auf dem Cover schon ersichtlich wird,
dass es sich bei dem Buch um den ersten Teil einer Reihe handelt.
Wie oft habe ich schon zu einem Buch gegriffen, nichtsahnend, dass ich damit schon wieder eine neue Reihe beginne…
Ich empfinde die Gestaltung des Covers als sehr stimmig.
Es wirkt düster und geheimnisvoll.
Ich stelle mir vor, dass das Gesicht auf dem Cover zu einem bestimmten Feenwesen aus dem Buch gehören könnte, welches mit ebensolchen eisblauen Augen beschrieben wird.
Die irischen Ornamente auf dem Cover passen sehr gut zum Inhalt des Buches, welches sich unter anderem mit irischen Sagen beschäftigt.
Das Cover des Buches hat einen hohen Wiedererkennungswert, da es ähnlich wie die anderen Bände der Reihe gestaltet wurde.
Ihnen allen gemeinsam ist, dass sie bis auf die Farbwahl ähnlich aufgebaut wurden.
So erkennt man schnell, dass die Bücher Teil der gleichen Reihe sind.

===Die Geschichte und meine Meinung dazu:===
Die achtzehnjährige Alice Lohmann wacht nach einem Unfall aus dem Koma wieder auf und versucht sich erst einmal zu orientieren.
Wo ist sie und was ist mit ihr passiert?
Erleichtert stellt sie fest, dass ihre Eltern bei ihr im Krankenhaus sind.
Alles könnte in bester Ordnung sein, sie lebt und scheint körperlich unversehrt sein, doch dann machen ihre Eltern den Mund auf und Alice versteht kein Wort.
Auch sie selbst spricht plötzlich eine fremde Sprache und es verstört sie zutiefst, dass sie nicht weiß, warum.
Ich stelle es mir furchtbar vor, mich plötzlich nicht mehr mitteilen zu können und meine geliebten Menschen nicht zu verstehen.
Ich kann Alice Gefühle und Gedanken sehr gut nachempfinden.
Ihre Eltern und die behandelnden Ärzte stehen vor einem Rätsel, bis plötzlich Gesprächsfetzen einer ihr bekannten Sprache zu Alice vordringen.
Endlich jemand, der Licht ins Dunkel bringen und Alice sagen könnte, was mit ihr passiert ist.
Doch so einfach ist es nicht.
Alice kann ihre Muttersprache Deutsch nach dem Koma nun weder sprechen noch verstehen und spricht stattdessen einen alten irischen Dialekt fließend.
Wie kann das sein, wo sie doch niemals in Irland war und im Alltag nie mit dieser Sprache in Berührung kam?
Ihre Eltern sind verzweifelt und ihr Umfeld reagiert voller Unverständnis und Zweifel.
Selbst ihre besten Freundinnen Melinda und Lisa verstehen nicht, was mit Alice passiert ist und so zieht sich Alice mehr und mehr zurück.
Ihren Eltern bereitet dies große Sorgen.
Während ihr Vater auf eine plausible wissenschaftliche Erklärung für alles hofft und einfach nur sein kleines Mädchen wiederhaben möchte, zieht ihre Mutter alles in Betracht, um ihr zu helfen.
Alice bleiben die Spannungen ihrer Eltern, die vor Alice Unfall eine harmonische Ehe führten, nicht verborgen und so wünscht sie sich nichts mehr, als dass alles wieder so wird wie vorher.
Währenddessen suchen sie jedoch immer wieder Träume und Erinnerungen an eine Fremde namens Ciara und deren große Liebe Dylan heim.
Sie ist nun nicht mehr dieselbe Alice wie vorher und das bleibt auch ihren angespannten Eltern nicht verborgen.
Alice sieht ihre Eltern und ihre Umgebung in Deutschland wie mit den Augen einer Fremden und sucht verzweifelt nach etwas Vertrauten, während sie sich immer mehr von ihren Eltern und ihren Freundinnen entfernt.
Sie ist wie besessen davon herauszufinden, was es mit Ciara und Dylan auf sich hat und bemerkt dabei gar nicht, wie sie sich selbst dabei aus den Augen verliert.
Was fühlt sie und was glaubt sie nur aufgrund ihrer Träume von Ciara zu fühlen?
Als sich ihr die Chance bietet, im Trinity College in Dublin ein neues Leben fernab von Menschen anzufangen, die von ihrem Unfall wissen und an ihrem Verstand zweifeln, ergreift sie diese, ohne Rücksicht auf Verluste.
In Irland angekommen geht sie dem Geheimnis von Ciara an der Seite ihrer Gastfamilie, den O`Tools und deren Tochter Bridget nach.
Handfeste Beweise und verwirrende Gespräche stellen ihr ganzes Weltbild und alles was sie bisher zu wissen glaubte komplett auf den Kopf.
Die Recherche vor Ort fördert eine unglaubliche Tragödie zu Tage.
Was ist wirklich mit Ciara geschehen und welche Rolle spielt Dlyan dabei, der plötzlich in Alice Umfeld auftaucht und sie nicht zu kennen scheint?
Alice Nachforschungen zu Ciara bleiben nicht unbemerkt und bringen sie in große Gefahr.
Wird sie rechtzeitig erkennen, wer Freund und wer Feind ist?

===Mein Fazit:===
Mit „Eichenweisen - Das Geheimnis von Connemara“ ist Felicity Green ein gelungener Auftakt für eine aufregende Romantic-Fantasy- Reihe gelungen.
Ich fand es sehr spannend nach und nach zu erfahren, was sich hinter dem Titel verbirgt.
Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und sehr bildhaft.
Sie versteht es, langsam und durch unerwartete Wendungen Spannung aufbauen und hat mich damit sofort gefesselt.
Immer wieder wartete ich darauf, mehr über Dylan und über Ciaras Schicksal zu erfahren und wurde dabei so richtig auf die Folter gespannt.
Dadurch, dass die Geschichte aus der Ich-Perspektive erzählt wurde, hat Felicity Green mich mitten hinein in die Welt von Alice katapultiert.
Ich fand es sehr spannend gemeinsam mit Alice herauszufinden, was mit ihr nach dem Koma passiert ist und immer nur genauso viel darüber zu wissen, wie Alice selbst wusste.
Alice war eine interessante Protagonistin, voller Charakter und Mut.
Sie setzte alles daran herauszufinden, was es mit Ciara auf sich hat.
Alice Recherche warf viele Fragen auf:
Sind Alice Träume und Flashbacks Erinnerungen an ein früheres Leben oder steckt mehr dahinter?
Wer ist Dylan und welche Absichten verfolgt er mit Alice?
Die Autorin beschreibt sehr gut, wie Alice sich fühlt und mit all den neuen Informationen und Eindrücken umgeht.
So konnte ich hautnah miterleben, wie verstörend es für Alice war, plötzlich eine fremde Sprache zu sprechen und ihre eigenen Eltern nicht mehr zu verstehen.
Ihre Träume und Erinnerungen an Ciara und Dlyan und deren Liebe zueinander nahmen sie immer mehr für sich ein und ließen sie darüber die alte Alice, die sie vor dem Koma war vergessen.
Sie hatte keinen Kopf mehr für die oberflächlichen Themen, mit denen sich ihre Freundinnen beschäftigen und war zu sehr mit selbst beschäftigt, um zu erkennen, was ihre Veränderung bei ihren Eltern auslöste.
Ihr Charakter machte im Laufe der Geschichte eine spannende Wandlung durch, die ich sehr gut nachvollziehen konnte.
Auch die Gefühle der Eltern und ihre Reaktionen konnte ich sehr gut verstehen.
Auf der einen Seite der liebende Vater, der lieber eine rationale Erklärung für alles will und am Liebsten alles wie zuvor haben möchte.
Und dann auf der anderen Seite die Mutter, die ihrer Tochter helfen und ihr Antworten geben will und enttäuscht darüber ist, dass diese sie mehr und mehr aus ihrem Leben ausschließt.
Schließlich dann noch die große räumliche Entfernung und die Gastfamilie, die für Alice in den Vordergrund rückt.
In Irland eröffnet sich eine ganz neue Welt für Alice, bei der sie zum Glück Hilfe von ihrer Gastfamilie den O`Tools und deren Tochter Bridget erhält.
Ihre bisher oberflächlichen Freundschaften werden belanglos und weichen einer tiefen, echteren Freundschaft zu der quirligen Bridget.
Bridget wuchs mir durch ihre offene, lebensfrohe Art schnell ans Herz.
Ihre Eltern, Seamus und Vera O`Tool fand ich auch sehr sympathisch, da sie Alice bei ihrer Suche nach Ciara vorbehaltlos unterstützten.
So stelle ich mir eine richtige Familie vor.
Ihre eigene Familie und sich selbst verliert Alice im Verlauf der Geschichte ziemlich aus den Augen, was die Autorin sehr aufwühlend beschrieben hat.
Sie entführte mich an zahlreiche real existierende Schauplätze in Irland, wie die das Trinity College in Dublin, Roundstone und die Ha’penny Bridge.
Mit ihren tollen Beschreibungen davon weckte sie meine Reiselust und ich kam nicht umhin die Schauplätze zu googeln, um mir ein Bild davon machen zu können.
Für Leser, die schon einmal in Irland Urlaub gemacht haben oder dort gelebt haben, hat das Buch sicher einen hohen Wiedererkennungswert.
Mit ihrer Geschichte gab die Autorin nicht nur einen Einblick in die Landschaft Irlands, sondern ließ mich auch immer wieder in die Welt der irischen Sagen und Mythen hineintauchen.
Dadurch machte sie mir Lust darauf, mich wieder intensiver damit zu beschäftigen.
Was mir am Fantasyteil der Geschichte sehr gut gefallen hat, ist das die Hintergründe sehr gut recherchiert wurden.
Ich habe mich in meiner Jugend viel mit Themen wie Druidentum, dem Hexentum und Märchen und Sagen beschäftigt.
Die Autorin greift diese Themen in ihrem Buch etwas auf.
Ich empfinde ihre Informationen dazu sehr stimmig.
Sie geht unter Anderem näher auf das Thema Druidentum ein und beschreibt die alte irische Schrift Ogham, deren Buchstaben mit Bäumen korrespondieren und für Orakel verwendet wurden.
Dadurch macht sie diese Themen auch für Leser zugänglich, die sich nicht damit auskennen.
„Eichenweisen“ beschäftigt sich nicht nur mit irischen Sagen und Märchen, sondern auch mit ganz weltlichen Themen wie Liebe, Erwachsenwerden und Freundschaft.
Die Liebesgeschichte in „Eichenweisen“ ist kompliziert und unterschwellig, was mir sehr gut gefällt.

Am Beispiel von Alice wird sehr gut beschrieben, welche Veränderungen mit der Pubertät und der Volljährigkeit im Leben eines jungen Mädchens auftreten können.
Vor ihrem Unfall hatte sie konkrete Zukunftspläne und eine klare Vorstellung, welchen Beruf sie einmal ergreifen würde.
Nach dem Unfall nabelt sich von ihrem bisherigen Umfeld ab, entfremdet sich von ihren Eltern und sogar von sich selbst, um sich dann schließlich mühevoll wiederzufinden.
Inmitten all der Menschen, die damit nicht zurechtkommen, wie ihr Charakter sich verändert und die zum Teil sogar an ihrem Geisteszustand zweifeln, versucht sie der Sache auf den Grund zu gehen.
In Irland begegnet Alice zahlreichen interessanten Charakteren, die teilweise etwas undurchsichtig bleiben, was die Geschichte umso spannender macht.
Nicht jeder scheint ihr wohlgesonnen und ebenso wie ihr fiel es mir schwer zu entscheiden, wem sie vertrauen konnte und wem nicht.
Durch unerwartete Wendungen und Geheimnisse wurde die Geschichte immer temporeicher und endete schließlich mit einem Epilog, der eine aufregende Fortsetzung verheißt und mich furchtbar neugierig darauf macht, wie die Geschichte weitergeht.
Mir hat das Buch sehr gut gefallen und ich bin schon sehr gespannt auf die anderen Werke der Autorin!

Viel Spaß beim Lesenwünscht Aletheia


Heilbronn 37°
Heilbronn 37°
von Henrike Spohr
  Broschiert
Preis: EUR 9,90

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Heilbronn 37°, 19. Mai 2015
Rezension bezieht sich auf: Heilbronn 37° (Broschiert)
=== Die Einleitung:===
Ich entdecke gerne deutschsprachige Debütautorinnen und -autoren und ihre Bücher.
Dabei findet man manchmal fernab vom Mainstream richtige Schätze.
Einer davon ist das Buch 'Heilbronn 37°' der Heilbronner Autorin Henrike Spohr, welches ich im Rahmen einer Wanderbuchrunde gelesen habe.
Sehr schön fand ich, dass ich mich mit der Autorin in ihrer Leserunde über 'Heilbronn 37°'austauschen und ihr viele Fragen zum Buch stellen konnte.
Bei dem Buch sprachen mich sowohl das auffällige Cover, als auch der spannende Klappentext sofort an.
Und da Heilbronn ca. 83, 5 km, also etwa eine Autostunde von meiner Heimatstadt Pforzheim entfernt ist, musste ich das Buch einfach lesen.

===Die Autorin:===
Eines Abends wollte sich Henrike Spohr mit ihrem Mann einen gemütlichen Fernsehabend machen, aber wie so oft kam nichts Interessantes im Fernsehen.
Also überlegten sie sich, während sie bei einem Glas Wein auf der Terrasse saßen, wie der Film sein müsste, den sie jetzt gerne anschauen würden.
Und so nahm Abend für Abend eine Geschichte Gestalt an, bis ihr Mann den Vorschlag machte, sie solle ein Buch schreiben.
Und so geschah es.
Zum Glück, denn ihr Debütroman 'Heilbronn 37°' ist wirklich gelungen'
Henrike Spohr lebt mit ihrem Mann und zwei Kindern in Heilbronn, direkt am Waldrand.

===Fakten zum Buch:===
Das broschierte Taschenbuch erschien am 23. Juli 2014 beim Emons Verlag.
Es umfasst 256 Seiten und ist für 9,90 Euro zu haben.
Der Emons ' Verlag ist Spezialist für Regionalkrimis und Regionalliteratur aus vielen verschiedenen Genres aus
Deutschland, Italien, Schweiz, Österreich, Frankreich, Spanien und Luxemburg.

===Der Verlag über das Buch:===
'Die Zeit heilt keine Wunden.
Drückende Hitze liegt über Süddeutschland.
Tamara arbeitet wie eine Besessene an den Bildern für ihre erste Ausstellung.
Doch mit jedem Tag wird das Gefühl, beobachtet und verfolgt zu werden, stärker, denn in ihrer Vergangenheit lauert eine dunkle Bedrohung:
'Irgendwann, wenn du nicht daran denkst, werde ich zu dir kommen!'.
Doch dieses Mal will Tamara kein wehrloses Opfer sein...'

'Eindringlich erzählt, fesselnde Charaktere und eine Geschichte, die Stück für Stück ihr düsteres Geheimnis preisgibt: ein Psychothriller mit Sogwirkung.'

'Sie würde ihre Welt rot malen, nur noch diese eine Farbe gelten lassen.
Diese Farbe, neben der keine andere bestehen konnte.
Rot wie Liebe, rot wie Feuer, rot wie Blut und Hass.'

===Die Gestaltung des Buches:===
Das Cover des Buches hat einen hohen Wiedererkennungswert, da es ähnlich wie die anderen Regionalkrimis vom Emons-Verlag gestaltet wurde.
Ihnen allen gemeinsam ist, dass im Hintergrund ein zum Thema oder zur Region passendes Bild zu sehen ist und davor auf einem weißen Rechteck der Name des Autors oder der Autorin und das Genre in schwarzen Buchstaben, sowie der Buchttitel in orangenen Buchstaben zu sehen ist.
Bei 'Heilbronn 37°' steht dies in der oberen Hälfte des Covers.
Im Hintergrund sieht man vor der Kulisse eines dunklen Nachthimmels den Kirchturm und einen Teil des Dachs der Heilbronner Kilianskirche, welche von einem Blitz erhellt wird.
Ich empfinde die Gestaltung des Covers als sehr passend.
Die Geschichte spielt in Heilbronn, mitten in einem besonders heißen Sommer, in welchem es auch zu Gewittern kommt.
Außerdem erinnert sich die Protagonistin Tamara im Buch an ein Gewitter in ihrer Kindheit.

===Die Geschichte und meine Meinung dazu:===
Das Buch beginnt mit einem Prolog, durch den eine gefährliche, unheilvolle Stimmung aufkommt:
Mitten in einer idyllischen Heilbronner Gegend, in welcher aus den gepflegten Vorgärten Kinderlachen dringt und einem der Geruch von frisch gemähtem Gras und Gegrilltem in die Nase steigt, lebt die 29- jährige Künstlerin Tamara zurückgezogen mit ihrem Mann Paul.
Tamara träumt davon, von ihrer Kunst leben zu können.
Die bevorstehende Vernissage, ihre erste Einzelausstellung könnte diesen Traum wahr werden lassen.
Deshalb arbeitet Tamara von früh bis spät an ihren Bildern und bewegt sich zwischen der gemeinsamen Wohnung und ihrem Atelier im Süden der Stadt hin und her, während um sie herum der 'Jahrhundertsommer' Heilbronn in Atem hält.
Im Verborgenen versteckt sich ein Beobachter, der in der idyllischen Gegend wie ein Fremdkörper wirkt.
Er kennt Tamaras Tagesablauf besser als sie selbst und war mir zu Beginn äußerst unheimlich.
Die Vorstellung, dass mich jemand ohne mein Wissen beobachten könnte, fand ich ziemlich beunruhigend.
Der Beobachter möchte wissen, was Tamara so Besonders macht, dass man sie observieren muss und versucht sie aufzuscheuchen, aus ihrer Routine ausbrechen zu lassen.
Was ist der Grund dafür, dass sie so zurückgezogen lebt und selten soziale Kontakte hat?
Warum hat sie in letzter Zeit so viel abgenommen?
Liegt es an dem Stress wegen der bevorstehenden Vernissage oder steckt mehr dahinter?
Seit einem traumatischen Erlebnis vor 15 Jahren leidet Tamara an Schlafstörungen und Alpträumen.
Eine kleine Unachtsamkeit bringt eine unheilvolle Lawine ins Rollen.
Das Gefühl verfolgt und beobachtet zu werden und die vielen kleinen Details, die dafür zu sprechen scheinen, bringen sie schier um den Verstand.
Hat es Jo, ihr Peiniger von damals erneut auf sie abgesehen?
Schließlich sagte er damals 'Irgendwann, wenn du nicht daran denkst, werde ich zu dir kommen!'.
Dies hat sich tief in Tamaras Gedächtnis gegraben und lässt sie nicht mehr los.
Grauenvolle Flashbacks versetzen sie zurück in die Zeit mit Jo und hindern sie daran, ihren Alltag wie gewohnt weiterzuleben.
Ihre Ängste versucht sie mit Routine und der Arbeit an einem letzten Bild zu bekämpfen.
Dieses letzte Bild hilft ihr dabei, sich mit ihren schrecklichen Erlebnissen, die sie immer häufiger einholen auseinanderzusetzen.
Genauso, wie ihr Bild sich zu einem beeindruckenden Werk mit einer unglaublich starken Außenwirkung verändert, verändert sich auch Tamara.
Sie möchte nicht mehr Opfer sein und wehrlos im Verborgenen leben.
Stattdessen sucht sie geradezu manisch nach ihrem Peiniger.
Sie lauert dabei wie eine Katze, die auf Beutezug ist, um im richtigen Moment zuzuschlagen.
Paul merkt, dass etwas unter der Oberfläche brodelt.
Er macht sich große Sorgen um Tamara und fragt sich, was sie bedrückt.
Schließlich lässt er sich nach und nach von ihren Ängsten anstecken.
Seine Sorge ist richtig greifbar und er tut mir unendlich leid.
Einst war Tamara ihm so nah, doch jetzt ist sie so fern wie noch nie.
Ein falsches Wort und schon schließt sie ihn komplett aus.
Sie verändert sich innerlich wie äußerlich und Paul erkennt sie nicht wieder.
Die Entfremdung zwischen Paul und Tamara tut mir total Leid.
Sie waren so ein tolles Paar und nun kennen sie einander nicht mehr.
Tamara wird immer abweisender und steigert sich schließlich ins Rücksichtlose und Selbstzerstörerische.
Ist sie verrückt und paranoid geworden?
Merkwürdige Vorkommnisse häufen sich und Paul weiß selbst nicht mehr, was er noch glauben soll.
Einen starken Kontrast zu Tamara und Paul bilden das Ehepaar Anna und Andreas.
Während der Anwalt Andreas ehrgeizig an seiner Karriere arbeitet, sitzt Anna alleine zu Hause in der großen Jugendstilvilla.
Sie fühlt sich von Andreas vernachlässigt und leidet zunehmend unter seinem Verhalten.
Von Ängsten und Selbstzweifeln zerfressen zweifelt sie an Andreas Aufrichtigkeit und beginnt, ihm hinterher zu spionieren.
Dabei bemerkt sie nicht, was sich direkt vor ihren Augen abspielt'
Warum ist Andreas ständig nervös und was hat es mit dem geheimnisvollen Eintrag 'A' in seinem Kalender auf sich?
Wer ist der geheimnisvolle Beobachter und wer sein Auftraggeber?
Und wer ist eigentlich Jo?

===Mein Fazit:===
Mit ihrem Debütroman hat Frau Spohr mich in vielerlei Hinsicht positiv überrascht.
Hinter ihrem Buch verbirgt sich nicht wie auf dem Cover angegeben ein Krimi, sondern ein Psychothriller mit paranormalen Elementen, bei dem man zwei Mal hinschauen muss, was mir persönlich sehr gut gefällt.
Wer paranormale Elemente nicht so mag, sollte das Buch ruhig trotzdem lesen, denn diese entdeckt nur der Leser, der sich ein wenig damit beschäftigt hat und genau liest.
Die Autorin hat mich mit ihrem flüssigen, atmosphärisch dichten Schreibstil in ihren Bann gezogen.
Durch den aufwühlenden Prolog war ich schnell mittendrin im Geschehen und verfolgte voller Spannung, was mit Tamara und um sie herum geschah.
Es fiel mir schwer das Buch aus der Hand zu legen und als ich es zu Ende gelesen hatte, musste ich es unbedingt erneut lesen, um alle offenen Fragen zu klären und an manchen Stellen genauer hinzuschauen.
Tatenlos musste ich mitverfolgen, wie Tamara sich immer mehr in dunklen Erinnerungen an die damalige Zeit verlor.
Ihre Flashbacks waren so gut geschrieben, dass ich sie vor meinem geistigen Auge sehen konnte und an manchen Stellen ziemlich mitgenommen war.
Mit Tamara ist Henrike Spohr eine sehr gute Protagonistin gelungen.
Durch Tamaras Erinnerungen an ihre Kindheit und Einblicke in ihren Alltag nimmt ihr Charakter Gestalt an.
Hier wird richtig spürbar, was für eine Tragweite eine einzige falsche Handlung für ein ganzes Menschenleben haben kann.
Ihr Charakter macht im Laufe des Buches einen starken Wandel durch und verändert sich spürbar.
Dabei geht die Autorin richtig in die Tiefe und scheut keine Extreme.
Aus der ängstlichen, kreativen Tamara, die ein großes Bedürfnis nach Sicherheit und Routine hat, wird eine aggressive, impulsive, unbeherrschte Tamara, welche mir stellenweise fast schon etwas unheimlich war.
Paul, der anfangs so etwas wie Tamaras Rettungsanker war, geriet ziemlich ins Wanken und bereitete mir große Sorgen.
Würde er sich zu sehr von Tamaras Ängsten beeinflussen lassen?
Beim Lesen des Buches wurde mir mal wieder deutlich, wie wichtig eine gute Kommunikation in einer Beziehung ist.
Sowohl bei Andreas und Anna, als auch bei Tamara und Paul hätte vieles anders verlaufen können, wenn sie mehr und anders miteinander geredet hätten.
Die Autorin nahm mich mit auf eine Reise in die tiefsten Abgründe der menschlichen Psyche.
Immer wieder lenkte sie den Fokus von der Protagonistin Tamara hin zu den anderen Charakteren wie Tamaras Ehemann Paul, zum Ehepaar Anna und Andreas, und zu dem geheimnisvollen Beobachter.
Jeder einzelne Charakter war gut ausgearbeitet und glaubhaft dargestellt.
Sie alle bestechen dadurch, dass sie tief in ihr Innerstes blicken lassen und Einblicke in ihre Sicht auf die Vergangenheit und Gegenwart geben.
Einige von ihnen taumeln am Rande des Abgrunds und sind auf eine faszinierende Art und Weise miteinander verbunden.
In dem Buch kreuzen sich die Wege der Protagonisten immer wieder, ohne dass sie jeweils davon wissen.
Das gefällt mir.
Frau Spohr ließ mich hinter die Fassade der Charaktere blicken und lenkte meine Sympathien und Antipathien für sie geschickt aus dem Hintergrund, ohne dass ich mir dessen bewusst war.
Die häufigen Perspektivwechsel machten die Geschichte umso spannender und ließ mich meine Theorien immer wieder verwerfen.
Die Autorin täuschte mich geschickt und lockte mich immer wieder auf eine falsche Fährte, sodass ich am Ende fassungslos alle losen Fäden zu einem Ganzen verknüpfte und nicht glauben konnte, wie blind ich gewesen war.
Einzig der Epilog kam mir ein bisschen zu schnell, aber das tut der Geschichte meiner Meinung keinen Abbruch.
Henrike Spohr hat ein gutes Händchen dafür, die Atmosphäre, wenn ein Gewitter oder ein Sturm nahen zu beschreiben.
Sie hat viele kleine Details in die Geschichte eingeflochten, bei denen die schwüle Hitze beim Lesen fast schon greifbar wird.
Die Autorin spielt mit den Ängsten des Lesers, indem sie dunkle Keller zu gefährlichen Orten werden lässt.
Und auch sonst kommt ein gewisser Grusel nicht zu kurz:
Ein Gewitter untermalt die Geschichte an der passenden Stelle, ein Sturm kommt auf und bringt Chaos und Zerstörung in die Idylle.
Paul wird von seltsamen nächtlichen Geräuschen um den Schlaf gebracht und immer wieder tauchen geheimnisvolle Katzen auf und verschwinden wieder'
In ihrem Buch lässt die Autorin mich an einer ganzen Bandbreite von Emotionen teilhaben und konfrontiert mich mit Themen wie Tod und Verlust, Zerstörung, Veränderung und Wandlung.
Schön finde ich, dass der Roman in Heilbronn spielt und viel Lokalkolorit im Buch vorkommt.
An einer Stelle des Buches trinken Tamara und Paul zum Beispiel den Wein 'Lemberger', dessen Rebsorte in Baden-Württemberg angebaut wird.
Für Leser, die schon einmal in Heilbronn waren oder dort oder in der Nähe wohnen, hat das Buch sicher einen großen Wiedererkennungswert.
Ich selbst war nur einmal dort, als wir mit unseren zwei Kita-Teams die "Experimenta" besucht haben.
Mir hat das Buch sehr gut gefallen und ich bin schon sehr gespannt auf die nächsten Werke der Autorin!

Viel Spaß beim Lesen wünscht Aletheia


Volturnus schläft: Roman
Volturnus schläft: Roman
von Bettina Schott
  Taschenbuch
Preis: EUR 10,99

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spannende Zeitreise ins Schwarzwälder Altensteig im 18. Jahrhundert!, 8. März 2015
Rezension bezieht sich auf: Volturnus schläft: Roman (Taschenbuch)
=== Die Einleitung:===
Als die Debütautorin Bettina Schott auf Facebook ihren neuen Roman, der im Schwarzwald des 18. Jahrhunderts spielt vorstellte, wurde ich als waschechte Schwarzwälderin sofort hellhörig.
Ich freue mich sehr darüber, dass die Autorin mir ein Leseexemplar zugeschickt hat.
Ich wohne in der Goldstadt Pforzheim, einer sehr geschichtsträchtigen Stadt im Herzen des Schwarzwalds.
Der Ort Altensteig, in welchem der Roman spielt ist ca. eine Autostunde von mir entfernt.
Ich lese gerne historische Romane und ein solcher Roman, der in meiner näheren Umgebung spielt ist für mich etwas ganz Besonderes.
Ich mag es, in längst vergangene Zeiten einzutauchen, mir vorzustellen, wie die Menschen damals gelebt haben, woran sie geglaubt haben, wie die Gesellschaft damals strukturiert war und wie weit die Technik und die Wissenschaften fortgeschritten waren.

===Die Autorin:===
Bettina Schott (geb. Daiber) wurde 1976 in Süddeutschland geboren.
Nach dem Abitur machte sie eine Ausbildung zur Arzthelferin.
Ein Studium zur Diplom-Verwaltungswirtin folgte.
Die Autorin ist verheiratet und hat drei Kinder, die auch sehr gerne lesen.
Um ihr Lesefutter für die nächsten Jahrzehnte zu sichern, hat der bekennende Bücherwurm vor einigen Jahren beschlossen ihr eigenes Online- Antiquariat zu eröffnen, welches inzwischen ungefähr 25.000 Bücher umfasst.
Vor einigen Jahren hat sie selbst angefangen zu schreiben.
Mit ihrer ersten eingereichten Kurzgeschichte gewann sie beim 1. Tag des Schreibens" 2011 einen Verlagsvertrag bei Droemer Knaur.
Damals war sie noch nicht verheiratet und schrieb E-Books unter ihrem Mädchennamen.
Ihren ersten Roman Volturnus schläft" veröffentlichte sie Anfang 2015 als E-Book.
Inzwischen ist er auch als Taschenbuch erhältlich.
Wer mehr über die sympathische Autorin und ihre Werke wissen möchte, wird auf ihrer Homepage fündig: [...]

===Fakten zum Buch:===
Das Taschenbuch erschien am 6. Januar 2015 im Selbstverlag bei CreateSpace Independent Publishing Platform.
Es umfasst 342 Seiten und ist für 10,99 Euro zu haben.

===Der Klappentext:===
Schwarzwald, 1748.
Ein folgenschwerer Unfall im Wald, ein heimtückischer Mordanschlag am Fluss, eine schändliche Entführung...
Von einem Tag auf den anderen ist in der sonst so friedfertigen Flößerstadt Altensteig nichts mehr wie zuvor.
Doch es kommt noch schlimmer:
Schuld an den Gräueltaten soll die blinde Wirtstochter Agnes haben, die vom Opfer zum Sündenbock gemacht wird.
Hexenwerk sei im Spiel, und der Ruf nach Vergeltung wird laut...".

Ein facettenreicher historischer Roman, der den Alltag des Schwarzwalds im 18. Jahrhundert wieder aufleben lässt.

===Die Gestaltung des Buches:===
Auf der Oberseite des Covers steht der Name der Autorin in weißen Großbuchstaben.
Im Zentrum des Covers sieht man eine junge Frau mit lockigem Haar, welche ein dunkelrotes Kleid trägt.
Man sieht ihr Gesicht nicht, da sie von hinten abgebildet wird.
Die junge Frau läuft durch einen düster und unheilvoll wirkenden Wald.
Der Weg auf dem sie läuft ist über und über bedeckt mit roten Blättern.
Überwiegend kahle Bäume säumen ihren Weg und scheinen sich ihr gefährlich zu zuneigen.
An den Baumkronen entdecke ich vereinzelt blutrote Blätter.
Das Cover wurde an allen Ecken mit fantasievollen Ornamenten verziert.
Unter dem Bild der Frau steht der Buchtitel Volturnus schläft", welcher mich durch seine farbliche Gestaltung an lodernde Flammen erinnert.
Mir gefällt die Gestaltung des Covers sehr gut.
Es erzeugt eine düstere Atmosphäre und macht neugierig darauf, welche unheimlichen Geheimnisse sich wohl dahinter verbergen.
Meiner Meinung passt es sehr gut zur blinden Agnes, welche im Buch buchstäblich durch eine finstere Welt wandelt, in der ihr nicht jeder wohlgesonnen ist und in der viele Gefahren lauern.

===Die Geschichte und meine Meinung dazu:===
Als passende Einstimmung zur düsteren und gefährlichen Atmosphäre im Prolog beginnt das Buch mit einem Gedicht, welches eine hoffnungslose Stimmung vermittelt.
Die eigentliche Geschichte beginnt mit einer unheilvollen Szene im Wald, deren Zeuge ich als Leserin werde.
Ein heimlicher lüsterner Beobachter erfreut sich unbemerkt am Anblick einer hübschen jungen Frau, die sich in den frühen Morgenstunden an einem Fluss im Wald erfrischt.
Ich habe ein ungutes Gefühl, als ich diese Zeilen lese.
Mir scheint, als drohe der jungen Frau eine unmittelbare, namenlose Gefahr von diesem heimlichen Beobachter, daher bin ich froh, als er durch nahende Waldarbeiter in seinem Tun gestört wird.
Wir befinden uns in dem kleinen Schwarzwälder Ort Altensteig im 18. Jahrhundert.
Hier lebt die blinde Wirtstochter Agnes Gantner.
Agnes einziger richtiger Freund ist der Fluss Nagold, an welchem ich ebenso wie an der Enz schon viel Zeit verbracht habe, da in Pforzheim die Flüsse Enz, Nagold und Würm zusammenfließen.
Agnes fühlt sich mit dem Fluss tief verbunden.
Dort, in Altensteig, an der Flussbiegung Monhardter Wasserstube welche in der heutigen Zeit ein Freilichtmuseum und ein Relikt aus der Zeit des Flößertums ist, kann sie in den frühen Morgenstunden in Ruhe den Geräuschen des Waldes lauschen und ihren Gedanken nachhängen.
Der verborgenen Gefahr, der sie um ein Haar entronnen ist, ist sie sich nicht bewusst.
Die kurze Zeit für sich bildet für Agnes einen starken Kontrast zur hektischen Betriebsamkeit in der Wirtsstube Ochsenstube" welche sie zusammen mit ihrer Mutter Martha betreibt.
Der Alltag dort ist anstrengend, undankbar und voller Widrigkeiten.
Agnes und Martha müssen viel erdulden und besonders Martha hat ein von heftigen Schicksalsschlägen gebeuteltes Leben.
Ich bewundere diese Frau, die trotz allem weiter kämpft und sich immer wieder aufrappeln kann.
Nicht nur die Hektik ist es, die Agnes stört.
Nein, es sind die zahlreichen Demütigungen und Beschimpfungen denen sie in der Wirtsstube und in Altensteig ausgesetzt ist.
An ihrem Beispiel lässt mich die Autorin hautnah miterleben, was es im Schwarzwald des 18. Jahrhunderts bedeutete, blind zu sein.
Agnes hatte ein hartes Los und doch war sie eine fleißige Natur, die ihr Bestes gab, um der Mutter zu helfen.
Es beschämte mich zu lesen, wie sie von so manchem ungehobelten Mitbürger drangsaliert und verspottet wurde.
Sie hatte lobenswerte Wünsche und Träume und es machte mich etwas traurig, dass ihr diese verwehrt blieben.
Ein Lichtblick war ihr jüngerer Bruder Friedel, der stets mit großem Respekt von ihr sprach und der ihr gern eine Freude machte.
Von ihm erhielt sie auch ein besonderes Geschenk, für das sie ihm sicher lange dankbar sein würde.
Die Beiden hatten ein sehr schönes Verhältnis zueinander.
Agnes nahm ihren Bruder ihrerseits immer in Schutz und zeigte Verständnis für seine Interessen.
Friedel schaut gerne den Waldarbeitern am Egenhäuser Kapf bei der Arbeit zu und ist völlig fasziniert vom alten Louis Bronner, der ihm unten am Fluss gerne Geschichten aus alten Zeiten erzählt.
Eine bestimmte Sage lässt Friedel nicht mehr los.
Die Szenerie wechselt zu Hinrich Forstleitner, der mit seinem Freund Barthel Wegner seinem mühsamen Tagwerk im Wald nachgeht.
Die beiden jungen Männer verdienen sich wie viele Männer zu dieser Zeit ihr täglich Brot mit dem Flößerhandwerk.
Die Arbeit ist anstrengend und gefährlich und die Konkurrenz ist groß.
Hinrich fällt auf, dass sein sonst so fröhlicher Freund, der immer mit allen gut zurecht kommt ungewohnt ernst und mürrisch ist.
Was bekümmert Barthel?
Die Bewohner des Ortes befinden sich mitten in Vorbereitungen zu gleich zwei großen, bedeutsamen Festlichkeiten:
Ein neuer Brunnen soll eingeweiht werden und Ostern steht vor der Tür.
Während alle ihrem Tagewerk nachgehen, überschlagen sich plötzlich die Ereignisse und es scheint so, als würde keine Ruhe mehr einkehren.
Unliebsame Begegnungen, denen noch schlimmere folgen werden.
Eine Liebe, die unter keinem guten Stern steht.
Ein folgenschwerer Brief und ein Streit.
Ein großer Verlust und tiefe Trauer.
Ein verhängnisvoller Unfall wirft seine Schatten über die feierliche Stimmung und ein feiger Mordversuch wiegelt die Massen noch mehr auf.
Ein Schuldiger muss her.
Drohungen werden laut und Vorwürfe stehen im Raum.
Die Gemüter sind erhitzt und voller Rachsucht.
Meinungsverschiedenheiten werden ausgetragen, Gewalt wird ausgeübt und schon bald zieht ein wütender Mob durch die Straßen, der vor nichts Halt macht.
Über all dem bemerkt niemand das drohende Unheil, welches sich im Vorborgenen zusammenbraut.
Agnes befindet sich in tödlicher Gefahr.
Wer wird ihr helfen?
Oder ist es schon zu spät?

===Mein Fazit:===
Mit "Volturnus schläft" hat die Autorin mich in ihren Bann gezogen und mich von ihrem flüssigen und fesselnden Schreibstil überzeugt.
Der Sprachstil der Autorin ist der damaligen Zeit angepasst und enthält authentische Begriffe und Redewendungen (z.B. Haderlump, hernach).
Als ich anfing das Buch zu lesen, wusste ich noch nicht, was mich erwarten würde.
Ich kannte nur den Klappentext und war neugierig darauf, was es mit dem Buchtitel auf sich haben würde.
Zu meiner großen Freude handelt es sich bei dem Buch nicht nur um einen historischen Roman.
Nein, auch fantastische Elemente kommen darin vor und die Handlung könnte es mit so manchem Thriller aufnehmen.
Eine sehr gelungene Mischung vor einer glaubhaften historischen Kulisse!
Das Buch ist spannend von der ersten bis zur letzten Seite und überrascht durch immer neue Wendungen.
Es machte mir großen Spaß zu rätseln, wer hinter der Entführung und dem Mordversuch steckte.
Manches Mal hatte ich so eine Ahnung, andere Male tappte ich im Dunkeln.
Die Autorin versteht es gekonnt verschiedene Einzelschicksale zu einem großen Ganzen zu verweben.
Die Charaktere in Volturnus schläft" sind sehr gut ausgearbeitet.
Sie alle haben ihre besonderen Eigenheiten und blieben mir so gut im Gedächtnis.
Einige wie Agnes sind mir so richtig ans Herz gewachsen.
Manche Charaktere wie Bertram, der Bruder von Wentzel Hornbacher; das Küferehepaar oder der Büttel brachten mich zum Schmunzeln.
Andere wie der schrullige, verschrobene Alte Louis Bronner waren mir sympathisch und faszinierten mich.
Ich hätte mich gern zu ihm und seinem ungewöhnlichen Mitbewohner, der mir auch sehr ans Herz gewachsen ist, an den Fluss gesetzt und seinen Erzählungen von den Sagen und Mythen rund um die Nagold gelauscht.
Meiner Meinung kommen Sagen und Mythen in unserem hektischen, technologisierten Alltag ohnehin viel zu kurz.
Ich erinnere mich gerne an eine Nachtwanderung in meiner Schulzeit zurück, bei der am Lagerfeuer gruselige Sagen aus der näheren Umgebung erzählt wurden und bei der ich den Wald um mich herum plötzlich mit anderen Augen sah.
Am Faszinierendsten war für mich neben dem alten Bronner die Figur der Kräuterzenzl, die immer auf Reisen war und den Menschen durch abenteuerliche Mixturen zu helfen wusste.
Man merkt dem Buch an, wie viel Herzblut und Recherche darin steckt.
Neben einer spannenden Handlung finden sich darin unter Anderem detaillierte Beschreibungen des Flößerhandwerks, welche sicher nicht nur für Liebhaber alter Handwerkskunst interessant sind.
Neben den politischen Hintergründen gibt die Autorin einen guten Einblick in die Regeln und Gebräuche der damaligen Zeit.
Sie zeigt auf, welche Unterschiede es je nach gesellschaftlichem Stand und welche Hierarchien es innerhalb der Familie gab, was man besonders gut am Beispiel von Hinrichs Schwester Ursel und Agnes erkennen kann.
Sie gibt einen faszinierenden Einblick in hauswirtschaftliche Tätigkeiten (Wäsche waschen, das Buttern, das Haltbarmachen und Aufbewahren von Lebensmitteln) im 18. Jahrhundert.
Vieles wusste ich darüber noch nicht und fand es sehr spannend darüber zu lesen.
Sehr interessant fand ich auch die Einblicke in die damaligen Berufsstände, die mir so auch nicht geläufig waren.
Was mir gut gefallen hat, war, dass in all dem mitunter recht gruseligen Dorftratsch und durch so manchen liebgewonnenen Charakter auch ein Hauch Magie in der Luft schwebte.
Die Erwähnung einer bestimmten Gemüsesorte ließ mich aufhorchen und sie mit anderen Augen sehen.
Die Autorin zeigt, wie schnell sich ein wütender Mob bilden kann, der sich gegen jemand aufwiegeln lässt, ohne auch nur den Hauch eines Beweises zu haben.
Toll fand ich auch die Einblicke in die Medizin der damaligen Zeit und welche Grenzen ihr gesetzt waren.
Die Autorin zeichnet in ihrem Buch ein stimmiges Bild einer Gesellschaft zwischen Aberglaube und Frömmigkeit, Mitleid und Rachsucht.
Volturnus schläft" ist ein Buch, welches mich in vieler Hinsicht positiv überrascht hat.
Mit ihrer spannenden Geschichte nahm mich die Autorin mit auf eine Reise in die Vergangenheit.
Sie hat mich sehr neugierig auf das Leben im 18. Jahrhundert gemacht.
Die Autorin hat ein gutes Händchen dafür, Menschen, Landschaften und Geschehnisse zu beschreiben und meine Fantasie tat ihr Übriges um die richtige Atmosphäre aufkommen zu lassen.
Ihre Beschreibungen des Ortes Altensteig zur damaligen Zeit fand ich so interessant, dass ich beschlossen habe, ihn zu besuchen, um mir vor Ort alles anzuschauen.
Mir hat das Buch sehr gut gefallen und ich bin schon sehr gespannt auf das nächste Buch der Autorin!

Viel Spaß beim Lesen wünscht Aletheia


Geisterblumen: Psychothriller
Geisterblumen: Psychothriller
von Michele Jaffe
  Gebundene Ausgabe

5.0 von 5 Sternen Geisterblumen, 18. Oktober 2014
=== Die Einleitung:===
„Geisterblumen“ habe ich im Rahmen einer Wanderbuchrunde gelesen.
Das auffällige Cover hatte mich neugierig auf das Buch gemacht.
Als ich dann den Klappentext las, war klar, dass ich das Buch lesen muss.
Es war das erste Buch, welches ich von Michele Jaffe gelesen habe, aber es wird mit Sicherheit nicht das Letzte sein.

===Die Autorin:===
Michele Jaffe ist in Los Angeles, Kalifornien, aufgewachsen.
Sie hat in Harvard studiert und im Fach Vergleichende Literaturwissenschaft promoviert.
Danach wollte sie eigentlich FBI-Agentin werden, ist dann aber doch beim Schreiben gelandet.
Heute lebt sie mit ihrem Mann in Las Vegas.

===Fakten zum Buch:===
Das gebundene Buch erschien im September 2013 bei Fischer FJB, dem neuen Verlagsbereich der S. Fischer Verlage für Young Adult- und Crossover-Bücher.
Es umfasst 496 Seiten und ist im Buchhandel für 16,99 Euro zu haben.
Der Originaltitel des Buches lautet „Ghost flower“.
Susanne Goga-Klinkenberg hat es aus dem Englischen ins Deutsche übersetzt.

===Der Verlag über das Buch:===
„ Sie wollte leben wie im Märchen.
Doch plötzlich ist sie mitten in der Hölle.“

Du bist ausgerissen.
Bist weit weg von allen, die du kanntest.
Und endlich fühlst du dich sicher.
Sicher vor deiner Vergangenheit.
Aber dann bekommst du ein verlockendes Angebot.
Du sollst eine neue Identität annehmen.
Sollst eine Person sein, der du zum Verwechseln ähnlich siehst. Und erhältst dafür ein Leben im Luxus.

Eve kann diesem Angebot nicht widerstehen.
Zu lange schon war sie allein.
Sie geht auf in ihrer neuen Rolle als Aurora – bis seltsame Dinge geschehen.
Jemand bricht in ihr Zimmer ein, ruft auf ihrem Handy an und gibt sich als Liza aus.
Doch Liza hat vor drei Jahren Selbstmord begangen – in derselben Nacht, in der Aurora verschwunden ist …“

===Die Gestaltung des Buches:===
Das Cover des Buches ist eines, bei dem man zwei Mal hinschaut.
So erging es zumindest mir.
Im Zentrum des Covers sieht man das Gesicht einer hübschen jungen Frau.
Ihr etwa schulterlanges Haar ist blond und endet mit einem leichten Stich ins Rötliche.
Ihre Haut wirkt makellos, ihre Gesichtszüge sind fein.
Ihre Augen sind geschlossen.
Man kann nur ihre linke Gesichtshälfte gut erkennen.
Die rechte Gesichtshälfte wirkt verschwommen, wie bei einem Bildfehler in einem Film oder bei einer geisterhaften Erscheinung.
Über ihrem Gesicht sind wunderschöne Blumen in verschiedenen Violett- und Lila-Schattierungen abgebildet, von denen Blutstropfen herabrinnen.
Ich denke, sie sollen die Geisterblumen, nach denen das Buch benannt wurde darstellen.
Der Rest des Covers ist weiß, wodurch die anderen Farben sehr gut zur Geltung kommen und dem Gesicht der jungen Frau eine geisterhafte Ausstrahlung verleihen.
Darunter steht in großen weißen Großbuchstaben der Titel des Buches.
Ich empfinde das Cover als sehr passend.
Der mysteriöse Titel macht neugierig auf den Inhalt des Buches.
Was es wohl mit den Geisterblumen auf sich hat?
Das auf dem Cover abgebildete Mädchen könnte für mich sowohl die tote Liza, als auch Eve darstellen.

===Die Geschichte und meine Meinung dazu:===

Ein Mädchen, das sich nur bruchstückhaft an seine Vergangenheit erinnert, eine reiche Familie, für die die Familie über alles geht, komplizierte Liebesbeziehungen, Freundschaft, Eifersucht, Habgier, mysteriöse Todesfälle, Geistererscheinungen und vieles mehr – das ist der Stoff, aus dem das Buch gemacht ist.
Das Buch beginnt damit, dass ein junges Mädchen in einem fremden Waschraum zu sich kommt.
Sie weiß weder wer, noch wo sie ist und das ist nicht nur für sie ziemlich beängstigend, sondern auch für mich als Leserin.
Eines ihrer Augen ist angeschwollen und die wenigen Dinge, die sie bei sich trägt, geben keinerlei Auskunft über ihre Identität.
Während ich noch spekuliere, wer sie wohl ist und was mit ihr passiert ist, wechselt die Szenerie zu Eve Brightman, einer jungen Frau, die in Tucson bei einem Starbucks jobbt.
Völlig auf sich allein gestellt, hält sie sich gerade so über Wasser und scheint auf der Flucht zu sein.
Auf der Flucht vor ihrer trostlosen, nebulösen Kindheit, vor sich selbst und vielleicht auch vor dem Gesetz.
Ihre Schilderungen des Geschehens sind durchzogen von wirren Erinnerungsfetzen an ihre Vergangenheit, die sie quälen, mir Anhaltspunkte liefern und mich diese dann doch wieder verwerfen lassen.
Wer ist Eve Brighton?
So genau weiß sie das eigentlich selbst nicht.
Sie erinnert sich nicht an das Gesicht ihrer Mutter und auch sonst beschränkt sich ihre Erinnerung auf einzelne Szenen und Personen.
Ist sie das Mädchen aus dem Prolog oder ist es Aurora?
Es scheint so, als habe sie große Schuld auf sich geladen.
Was ist mit ihrer Mutter passiert?
Eve ist hart im Nehmen und macht das Beste aus ihrer Situation.
Ein Lichtblick an Eves Horizont sind die hartnäckigen Besuche der reichen und verwöhnten Geschwister Bain und Bridgette Silverton, die ihr ein unglaubliches Angebot machen:
Sie soll sich gegen eine große Geldsumme für Aurora, die verschwundene Cousine der beiden, der sie zum Verwechseln ähnelt ausgeben.
Eine leise Stimme in ihrem Hinterkopf warnt sie davor, denn irgendwie sind Bain und Bridgette einfach zu glatt, die Möglichkeit durch die Täuschung so viel Geld zu verdienen zu einfach.
Voller Sehnsucht nach der Illusion eine Familie zu haben willigt Eve schließlich ein und lässt ihr altes Leben hinter sich.
Jeder andere hätte in dieser Situation vielleicht gezögert, doch bei Eve erscheint die Entscheidung glaubhaft, einfach ihr bisheriges Leben hinter sich zu lassen und in die Rolle der verschwundenen Aurora zu schlüpfen.
Was hat sie schon zu verlieren?
Ziemlich viel, was ihr jedoch erst viel zu spät klar wird.
Alles könnte sich nun für sie zum Guten wenden, wie in solchen Geschichten wie „My fair lady“, doch wie im echten Leben kommt es auch in dem Buch völlig anders, als erwartet…

===Mein Fazit:===
„Geisterblumen“ ist ein Buch, das es geschafft hat, mich immer wieder aufs Neue zu überraschen.
Ich habe noch nie ein vergleichbares Werk gelesen, welches mich derart mit seiner Geschichte und der spannenden und mysteriösen Atmosphäre darin gefangen genommen hat.
Ich bin mir ziemlich sicher, dass selbst Rationalisten und Skeptiker bei den Szenen, in welchen die Geistererscheinungen auftreten, ins Wanken geraten und anfangen zu zweifeln, ob dahinter nicht doch der Geist der toten Liza stecken könnte – so glaubhaft und authentisch wie die Autorin diese dargestellt hat.
Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und fesselnd.
Sie versteht es, den Leser durch geschickt gestreute Wendungen in die Irre zu führen und wirft ihn mitten hinein ins Geschehen.
„Geisterblumen“ bietet eine ganze Palette an vielschichtigen Charakteren, die sich schwer in die Karten schauen lassen.
Dadurch, dass die Geschichte aus der Ich-Perspektive geschrieben wurde, baute ich schnell eine Beziehung zur Eve auf.
Hautnah erlebte ich ihren aufwühlenden Alltag voller Angst, widrigen Umständen und Ärger.
Die neue Rolle als Aurora schien eine echte Chance für sie zu sein, ein neues Leben anzufangen.
Voller Spannung verfolgte ich, wie Eve versuchte sich in die Rolle einzufinden.
Bevor Eve jedoch ihre neue Rolle spielen kann, muss sie sich mit Hilfe von Bridgette erst einmal darauf vorbereiten und Infos über die Familie Silverton sammeln, was sehr lustig und unterhaltsam zu lesen war.
Ein kleiner Fehler würde genügen und das Familienoberhaupt der Silvertons, Auroras Großmutter Althea würde Verdacht schöpfen.
Wird Eve auch die omnipräsente Polizei täuschen können, die nach Lizas Selbstmord einen Narren an der Familie Silverton gefressen hat und immer wieder versucht ihnen etwas anzuhängen?
Als es schließlich ernst wird, ist mir gar nicht mehr so lustig zumute und ich frage mich, ob Eve wirklich klar ist, auf was sie sich da eingelassen hat.
Eve fühlt sich in all dem Luxus zwar wohl, doch ihr fehlt echte Nähe.
Noch dazu muss sie nicht nur vorgeben, jemand anderes zu sein, sondern ist auch noch auf der Suche danach, wer sie selbst eigentlich ist.
Meiner Meinung eine ziemlich gefährliche Kombination.
Gemeinsam mit ihr begab ich mich auf die spannende Suche danach, wem von Auroras Familienmitgliedern und Freunden man wirklich trauen kann.
Als Eve endlich soweit ist, die ihr zugedachte Rolle zu spielen und im ungewohnten Umfeld der reichen Familie Silverton zu bestehen, kommt sie einem Geheimnis auf die Spur, welches die Geschwister ihr verheimlicht haben:
Aurora verschwand am selben Tag, an dem ihre beste Freundin Liza Selbstmord begann.
Im Lauf der Geschichte wird klar, dass Eve wirklich niemandem außer sich selbst trauen kann.
Fast jeder andere Charakter verbirgt etwas vor ihr.
In den Reihen der Silvertons, denen die Familie und deren guter Ruf über alles geht, fühlt sich Eve zunächst einmal ziemlich fehl am Platz.
Gemeinsam mit Eve fiel es mir schwer, inmitten all der Lügen, Geheimnisse zu erkennen, wer Freund und wer Feind ist.
Wie eine Schauspielerin, die sich in ihre Rolle hineinfühlt und sie mit Leben auszufüllen beginnt, beginnt auch sie, sich damit zu beschäftigen, wer und wie Aurora war.
War sie wirklich so verwöhnt, eingebildet und wild, wie manche ihr Freunde und Verwandten sie wahrgenommen hatten oder steckte noch mehr in ihr?
Auroras Leben und ihr Verschwinden beginnen sie wirklich zu interessieren, ebenso wie der Selbstmord von deren bester Freundin Liza.
Fragen über Fragen tauchen auf:
War Lizas Tod wirklich ein Selbstmord?
Als dann auch noch Geistererscheinungen noch mehr Aufregung in ihr neues Leben bringen, hätte sie einen guten Freund bitter nötig gehabt, doch wem kann sie vertrauen?
Warum sucht sie Eve heim?
Eve merkt viel zu spät, in welche Gefahr sie sich und andere begeben hat.
Althea Silverton ist ein interessanter Charakter, der mir im Laufe der Geschichten häufig Leid tat.
Sie versucht ihr Bestes, die Familie zu schützen und verbirgt dabei bewusst wichtige Informationen über sich selbst.
Durch die Habgier ihrer Familie kann sie nur schwer Nähe zulassen, was für Eve besonders irritierend ist, da sie ja nie eine richtige Familie hatte.
Bain und Bridgette waren anfangs ziemlich undurchsichtig und schwer einschätzbar.
Dies änderte sich jedoch im Lauf der Geschichte, je mehr ihre Charaktere Gestalt annahmen.
Immer wieder sorgte die Autorin durch unerwartete Wendungen dafür, dass ich mein zuvor von einem Charakter gefasstes Bild aufs Neue verwerfen musste.
Eben noch glaubte ich beim Lesen alle Zusammenhänge begriffen zu haben, doch dann kommen neue Wendungen hinzu und ich musste alles wieder über Bord werfen.
Scheinbar belanglose Details ergaben erst gegen Ende einen tieferen Sinn, genaues Lesen lohnt sich also!
Das Ende des Buches war spannend bis zur letzten Seite und ließ für mich keine Fragen offen, was mir gut gefällt.
Endlich fügten sich die vielen kleinen Puzzleteile der Geschichte zu einem großen Ganzen zusammen und überraschende Wahrheiten wurden offenbar, mit denen ich so nicht gerechnet hätte.
Es ist selten, dass ein Autor es schafft, mich bis zum Schluss im Dunkeln tappen zu lassen.
Dies ist Michele Jaffe mit „Geisterblumen“ gelungen, daher bin ich umso gespannter auf ihre weiteren Werte.
Eigentlich ist „Geisterblumen“ ja ein Jugendthriller.
Ich möchte das Buch jedoch nicht nur Jugendlichen, die gerne Thriller lesen ans Herz legen, sondern auch allen Erwachsenen, die gerne tiefgründige Thriller mit einer richtigen, spannenden Story dahinter lesen und denen es genauso viel Freude wie mir macht, erstmal im Dunkeln zu tappen!

Viel Spaß beim Lesen wünscht Aletheia!


Aller Anfang ist Apulien: Roman (KiWi)
Aller Anfang ist Apulien: Roman (KiWi)
von Kirsten Wulf
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,99

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Aller Anfang ist Apulien, 24. Juni 2014
Die Einleitung:

„Aller Anfang ist Apulien“ ist eines dieser Bücher, das mich sofort angesprochen hat.
Es spielt tausende von Kilometern entfernt im süditalienischen Apulien, mitten auf dem „Absatz“ des italienischen Stiefels.
Da meine Familie väterlicherseits von dort stammt, war ich natürlich umso neugieriger auf das Buch, doch als ich dann auch noch las, dass das Buch in Lecce spielt und einer der Protagonisten Gigi heißt, war es um mich geschehen und ich musste das Buch unbedingt lesen.
Schließlich ist mein Vater in Copertino, einer kleinen Stadt bei Lecce geboren und aufgewachsen und trägt den Spitznamen Gigi, was eine Kurzform für Luigi ist.
In „Aller Anfang ist Apulien“ ist Gigi allerdings eine Kurzform für Giuseppe.

Die Autorin:

Kirsten Wulf, 1963 in Hamburg geboren, arbeitete als Journalistin in Mittel- und Südamerika, Portugal und Israel.
Seit 2003 lebt und schreibt sie in Italien.

Fakten zum Buch:

Das Taschenbuch erschien im Februar 2013 beim Kiepenheuer & Witsch-Verlag (kiwi-Verlag).
Das Buch umfasst 320 Seiten und ist im Buchhandel für 8,99 Euro zu haben.
Es ist auch als Hörbuch erhältlich.
Diesen Monat erschien mit „Tanz der Tarantel“ ein weiterer Apulien-Krimi rund um die sympathische Journalistin Elena Eschenburg aus der Feder von Kirsten Wulf.

Der Verlag über das Buch:

„Als Elena herausfindet, dass ihr Mann sie betrügt, flüchtet sie mit ihrem kleinen Sohn in den tiefen Süden Italiens.
Ihr geliebter Onkel Gigi, ein extravaganter Antiquitätenhändler und begeisterter Koch, nimmt die beiden in seinem barocken Palazzo auf – der Anfang einer turbulenten Wohngemeinschaft, zu der noch Michele stößt.
Der junge Maler aus Rom sucht nach dem Absender einer alten Postkarte, die sein ganzes Leben auf den Kopf gestellt hat.
Elena und Michele entdecken ein Geheimnis, das die kleine apulische Stadt erschüttert und mehr mit ihnen zu tun hat, als sie ahnen.

Die Gestaltung des Buches:

Das Cover des Buches weckt bei mir Fernweh und Erinnerungen an unzählige Sommerferien meines Lebens, die ich in Copertino bei meinen Großeltern verbracht habe.
Im Zentrum des Covers sieht man einen Teil von einem typischen apulischen Palazzo aus hellgelbem Sandstein.
Unter dem Balkon des Palazzos blühen unter anderem lila Glockenblumen und verstärken dadurch den mediterranen Charakter des Bildes.
Der Himmel ist in einem zarten Blauton gehalten und auf dem Dach des Palazzos wachsen kleine Sträucher, die mich an jene erinnern, die ich beim Strandspaziergang entdeckt habe.
Des Weiteren finden auf dem Cover der Name der Autorin und der des Verlages einen Platz.
Darunter steht in verspielter Schreibschrift der Buchtitel, welcher farblich gut mit den lila Glockenblumen harmoniert.
Mir gefällt die Gestaltung des Buches sehr gut.
Sie versetzt mich sofort gedanklich nach Apulien und lässt Urlaubsstimmung aufkommen.

Die Geschichte und meine Meinung dazu:

Das Buch beginnt damit, dass der Maler Michele in Rom beim Ausräumen der Wohnung seiner verstorbenen Mutter Lucia eine geheimnisvolle Postkarte findet.
Seine Mutter hatte ihn zur Ehrlichkeit erzogen, daher trifft es ihn umso mehr, dass sie offensichtlich Geheimnisse vor ihm hatte.
Die Postkarte wurde vor 28 Jahren in Lecce / Apulien abgeschickt.
Die rätselhafte, mit M. unterschriebene Nachricht darauf bringt ihn auch nicht weiter und so tappt Michele im Dunkeln, was seine Mutter mit Lecce zu tun hatte.
Irgendwann ist er des Rätselns müde und macht sich kurzerhand selbst auf dem Weg in die italienische Provinz, um dem Geheimnis seiner Mutter auf die Spur zu kommen.
Ehe ich erfahre, wie es mit Michele weitergeht, wechselt die Szenerie zu Elena von Eschenburg.
Diese ist gerade 40 Jahre alt geworden und fragt sich in stiller Verzweiflung, was aus der abenteuerlustigen Fotoreporterin geworden ist, die mit ihrem Mann einfach so in den Tag hinein lebte.
Inzwischen versauert sie in der Bildredaktion einer Reisezeitschrift und ist seit Jahren vor allem Mama.
Ihr Leben läuft wie eine Waschmaschine, immer der gleiche Ablauf.
Das Leben, das Abenteuer, das hat ihr Mann.
Er verreist, macht Karriere und betrügt Elena, wovon diese bis zu ihrem Geburtstag nichts ahnte.
Während es in ihr noch brodelt, weil sie von ihrem Gatten ein geschmackloses Geschenk im immer gleichen Geschenkpapier bekommen hat, erfährt sie von seiner Untreue.
Kurz entschlossen greift sie zum Telefonhörer und ruft ihren Onkel Gigi an.
Nun sucht sie mit ihrem kleinen Sohn Ben Asyl bei Gigi, welcher die Beiden mit Freuden in seinem barocken Palazzo in Lecce aufnimmt.
Ihr neues Heim befindet sich in der Nähe eines Nonnenklosters, in dessen Schatten Huren wohnen.
Was für ein starker Kontrast zum ihrem bisherigen Leben in einer Hamburger Doppelhaushälfte am Stadtrand!
Elena möchte einfach ein Jahr Abstand zu Aron und ihr Leben neu sortieren.
Trotz der unerschütterlich guten Laune des Onkels fühlt sie sich erstmal von den Problemen die auf sie zukommen überrollt.
Sie kommt kaum dazu ihrer unglücklichen Ehe mit dem lieblosen Ehemann nachzutrauern, denn die Ereignisse überschlagen sich.
Zuerst sind es nur kleinere Übel wie die Tücken des baufälligen Palazzos und das Treiben gelangweilter Jugendlicher.
Doch dann steckt die neugierige Elena mitten drin im dubiosen Treiben der Mafia.
Verbissen versucht sie herauszufinden, was mit der aus Afrika angereisten Grace, der Schwester von Elisabettas afrikanischer Hausangestellten Blessing passiert ist.
Wurde sie abgeschoben?
Ist sie jemals in Lecce angekommen und wo steckt sie überhaupt?
Der für meinen Geschmack zu nette Don Francesco Quarta könnte helfen, doch ob er wirklich der richtige Ansprechpartner ist?
Im Gegensatz zu Commissario Pantaleo Cozzoli, der sich seine neue Stelle in Lecce eigentlich ruhig und ungefährlich vorgestellt hat, ahnt Elena nicht, in welche Gefahr sie sich bei ihren Recherchen begibt.
Reiche und bekannte Lecceser Familien bewahren dunkle, kriminelle Geheimnisse, die sie mit aller Macht zu verbergen versuchen.
Illegale Immigranten kämpfen ums Überleben während Frauenhandel und Prostitution im Verborgenen geschehen und weite Kreise ziehen.
Der Maler Michele ist indes in Lecce auf der Suche nach seinem Onkel, mit dem Allerweltsnamen Rizzo und als er ihn findet, gerät er zunehmend in Erklärungsnot.
Soll er sich ihm zu erkennen geben?
Was verschlägt einen Römer mitten im Winter in die italienische Provinz nach Lecce?
Der Onkel erkennt schnell, wen er da vor sich hat und da er ihn schon als Kellner eingestellt hat, behält er ihn auch gleich.
Als dieser dringend eine Unterkunft benötigt, bittet der Wirt Gigi um Rat und der Kreis schließt sich.
Während Elena nach Grace sucht, versucht Michele herauszufinden, wer M., die geheimnisvolle Absenderin der Postkarte ist, um von ihr mehr über das Leben seiner Mutter zu erfahren.
Diese hatte zu Lebzeiten Schlafstörungen und lebte in Angst.
Nun möchte Michele endlich wissen, was sie so geängstigt hat.
Nicht nur Michele hat Geheimnisse, sondern auch sein Onkel.
Die Gestalt des habgierigen Avvocato hängt wie ein dunkler Schatten über der Onkel-Neffe-Idylle und auch Michele begibt sich in Gefahr.
Eine spannende Geschichte voller überraschender Wendungen nimmt ihren Lauf.

Mein Fazit:

Dem Cover und dem Klappentext nach hätte ich „Aller Anfang ist Apulien“ eher als Liebesgeschichte eingestuft, doch der erste Eindruck täuscht.
Das Buch ist für mich zum Einen die abenteuerliche Reise einer betrogenen Frau zu sich selbst.
Zum Anderen ist es die Geschichte von Michele, der auf der Suche nach der Wahrheit über das Leben seiner Mutter seiner eigenen Lebensgeschichte auf die Spur kommt und nebenbei einen großen Skandal aufdeckt.
Das Buch steckt voller spannender und überraschender Wendungen und vereint viele Elemente in sich.
Es ist Roman, Liebesgeschichte und Krimi in Einem.
Mir hat diese Mischung sehr gut gefallen.
Der Schreibstil der Autorin ist locker und humorvoll.
Sie beschreibt Land und Leute in Apulien so lebhaft, dass ich es vor meinem inneren Auge sehen kann und zieht tolle Vergleiche z.B. den, dass Elenas Leben wie eine Waschmaschine ist, die immer das gleiche Programm abspult.
Die Charaktere im Buch sind vielseitig und voller Kontraste, wodurch sie immer wieder Abwechslung in das bunte Geschehen bringen.
Elena ist eine impulsive Frau mit einem ausgeprägten Sinn für Gerechtigkeit, die mit 40 plötzlich ihr Leben überdenken muss.
Im Gegensatz zu ihrem Sohn Ben, der im Nu Italienisch lernt und sich schnell an die neue Situation gewöhnt, fällt es ihr sichtlich sich schwer mit den Widrigkeiten, die sich ihr in den Weg stellen zu arrangieren.
Für Andere ist sie Feuer und Flamme und sofort bereit sich in Gefahr zu begeben, aber für sich selbst hat sich noch nicht den richtigen Weg gefunden.
Ich muss zugeben, ein wenig war ich sogar erfreut darüber, dass ihr Mann sie betrogen hat, denn wer weiß, ob sie sonst dieses spannende Abenteuer zusammen mit Michele, Zio Gigi und vielen anderen erlebt hätte.
Einen starken Kontrast, der zeigt, wie unterschiedlich Freundinnen sein können, bilden Elisabetta und Elena.
Die Beiden stammen aus sehr unterschiedlichen sozialen Schichten.
Die moderne, angepasste Elisabetta entstammt einer sehr reichen, sehr alten Lecceser Familie.
An ihrem Beispiel wird gut deutlich, wie schwer es für eine Italienerin ist, gegen die Regeln und Gebräuche der Familie zu handeln.
Zio Gigi fällt im katholischen Lecce ein wenig aus der Reihe.
Er ist ein homosexuelles Ex-Model mit einem exzentrischen Kleidungsstil, ein begnadeter Hobbykoch, der die italienische Küche liebt, ein Weinkenner und Antiquitätenhändler.
Sein Optimismus, seine Großzügigkeit, sein Humor und seine ständige gute Laune bilden einen guten Gegenpol zu Elena, die schier verzweifelt, als die Wohnung im barocken Palazzo sich als Baustelle entpuppt.
Sein Partner, der Opernsänger Ettore, wohnt in Genua und hält es keine zehn Tage in Lecce aus, dabei sollte er eigentlich in Elenas Wohnung einziehen.
Gigi hingegen liebt Lecce und hatte vor Jahren den damals verfallenen Palazzo im Herzen der Altstadt gekauft und ihn restauriert.
Mir war der rücksichtsvolle, gut gelaunte Hobbykoch sofort sympathisch und ich wäre gerne ein Mal bei ihm zum Essen eingeladen, alleine schon um endlich mal wieder richtige „polpette“ (ital. Fleischbällchen) zu essen.
Der homosexuelle Gigi und seine Schwester, die Nonne Suora Benedetta mit den strengen Moralvorstellungen könnten unterschiedlicher nicht sein.
Suora Benedetta erinnert mich an wenig an Zia Gina, die Tante meines Vaters, die für den Pfarrer im Ort arbeitet.
Die offenherzige alte Hure Cosima fand ich ganz besonders toll, da ihre unverblümte, trinkfreudige Art so manche trostlos erscheinende Situation auflockerte.
Michele war außer Elena einer der Charaktere, mit dem ich besonders mitfieberte.
Die Spannung, die Nervosität als er plötzlich leibhaftig seinem Onkel gegenüberstand, von dem er nicht einmal gewusst hatte, dass es ihn gab.
Der Zorn, als er erfuhr, was seiner Mutter widerfahren wer und wer dabei eine wichtige Rolle spielte.
Die Autorin legt den verschiedenen Charakteren typische apulische Redewendungen in den Mund und verwendet Begriffe wie Nonno (ital. für Opa).
Dadurch wirkt die Geschichte auf mich umso authentischer und erinnert mich an meine Verwandten in Apulien.
Für Kenner von Apulien, Rom und Lecce ist das Buch ein besonderer Leckerbissen, da die Autorin im Buch Orte verwendet, die es tatsächlich dort gibt, z.B. die Piazza Navona in Rom, in welcher Micheles Mutter die „Osteria Fichi D`India“ besessen hatte oder die Piazza Sant`Oronzo in Lecce, die ich vor Jahren einmal mit eigenen Augen gesehen habe.
Auch das Verhalten der Apulier gibt sie sehr glaubhaft wieder.
Die überschwängliche Begrüßung mit vielen Küssen und Umarmungen kenne ich so auch von meinen italienischen Verwandten.
Auch die verwinkelte Gassen, die teilweise so eng sind, dass sich Männer an die Hauswände drücken müssen, damit ein Auto weiter fahren kann, kommen mir sehr bekannt vor.
Ich saß immer staunend im Auto, wenn wir zu einem der Obst- und Gemüseläden in der Nähe des Castellos (der Burg) von Copertino fuhren und dabei die engen Gassen passierten.
Die italienische Mentalität scheint die Autorin gut zu kennen.
Die für Außenstehende oft unklaren Verkehrsregeln und das pünktliche Einnehmen eines gemeinsamen Mittagessens kommen ebenso zur Sprache, wie die Tatsache, dass Männer in Italien den Frauen helfen und sie keine schweren Sachen tragen lassen.
Auch die Tatsache, dass kurz vor Weihnachten keiner kommt, um eine Heizung zu installieren, kann ich mir dort sehr gut vorstellen.
Als ich von dem in Lecce aufgebauten Krippenspiel las, wurde ich fast ein wenig wehmütig.
Ich war noch nie an Weihnachten in Apulien, aber ich habe mir sagen lassen, dass es zwar sehr kalt, aber auch sehr schön sein soll.
Die Feste in Copertino und Umgebung haben viel mit Heiligen zu tun und ich fand sie immer sehr schön, weil sie ein Stück der Kultur Apuliens lebendig erhalten und so an die nächsten Generationen vermitteln.
Beim Lesen des Buches fühlte ich mich mehr als einmal zurück in die unzähligen Sommer in Copertino bei Lecce versetzt, obwohl die Geschichte im Winter spielt.
Ich wünsche mir, dass es das Buch auch in italienischer Übersetzung geben wird, denn ich bin mir sicher, dass meinen beiden Tanten auch gut gefallen würde.
Elena machte sich als übereifrige Deutsch-Italienische Amateurdetektivin ganz gut, hatte aber Glück, dass es da noch den scheinbar untätigen Kommissar gab, der ihr unter die Arme griff.
Die Szenen wechseln zwischen Elena und Michele, bis die beiden schließlich zusammen arbeiten.
Der Schluß bringt die spannende Geschichte zu einem gelungenen Ende und macht gleichzeitig Hoffnung auf eine Fortsetzung, die es in „Tanz der Tarantel“ sicherlich geben wird.

Viel Spaß beim Lesen wünscht Aletheia


Vollendet - Der Aufstand
Vollendet - Der Aufstand
von Neal Shusterman
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 16,99

2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Man lebt nur ein Mal!, 4. Mai 2014
Rezension bezieht sich auf: Vollendet - Der Aufstand (Gebundene Ausgabe)
=== Die Einleitung:===
Nachdem ich das spannende Buch „Vollendet“ gelesen hatte, konnte ich es kaum erwarten, endlich den zweiten Band „Vollendet – Der Aufstand“ in den Händen zu halten, um zu erfahren, wie die Geschichte weiter geht.
Auch den zweiten Band habe ich im Rahmen einer Wanderbuchrunde gelesen und ich muss sagen, die Fortsetzung ist absolut genial.

===Der Autor:===
Neal Shusterman hat zahlreiche Romane für junge Erwachsene geschrieben, außerdem Drehbücher für Spielfilme und Fernsehserien verfasst, darunter „Animorphs“ und „Gänsehaut“.
Neal Shusterman ist Vater von vier Kindern und lebt in Südkalifornien.

===Fakten zum Buch:===
Das gebundene Buch erschien im August 2013 beim Sauerländer-Verlag.
Der Originaltitel des Buches lautet „Unwholly“.
Anne Emmert und Ute Mihr haben es aus dem Englischen ins Deutsche übersetzt.
Das Buch umfasst 544 Seiten und ist im Buchhandel für 16,99 Euro zu haben.
„Vollendet- Der Aufstand“ ist der zweite Band einer Trilogie.
Der erste Band der Trilogie trägt den Titel „Vollendet“.

===Der Verlag über das Buch:===
Band 2 der brisant-brillanten „Vollendet“-Trilogie.
„Die Siegesfreude ist von kurzer Dauer:
Connor muss sich als neuer Anführer der Flüchtlinge beweisen.
Risa fürchtet, ihm keine große Hilfe zu sein.
Lev versucht, ein neues Leben zu beginnen.
Einer von ihnen wird verraten werden.
Einer von ihnen wird auf Cam treffen, einen Jungen, den es nicht geben darf.“

===Die Gestaltung des Buches:===
Das Cover des Buches wurde in Silber- und Kupfertönen gehalten.
Im Zentrum des Covers sieht man in schwarzen Großbuchstaben den Titel „Vollendet Der Aufstand“.
Des Weiteren finden auf dem Cover der Name des Autors und der des Verlages einen Platz.
Die Gestaltung des Titels erinnert mich an lackierte oder aufgedruckte Buchstaben, die mit der Zeit an Farbintensität verloren haben und an denen Regentropfen herunter rinnen.
Wenn ich das Cover so betrachte, assoziiere ich damit einen Teil eines der ungeschützt der Witterung ausgesetzten alten Flugzeuge auf dem stillgelegten Flugzeugfriedhof, welcher Connor und den anderen geretteten Wandlern als Aufenthaltsort dient.
Die Farb- oder Blutflecken und Kratzer auf dem Metall könnten Spuren der vergangenen Zeit sein oder aber auch Zeichen von Kämpfen, die auf dem Flugzeugfriedhof schon ausgefochten wurden.
Mir gefällt die Gestaltung des Buches sehr gut.
Sie ist passend zur Geschichte sehr düster und lässt Raum für persönliche Interpretationen.
Außerdem hat sie einen hohen Wiedererkennungswert, da der erste Band ähnlich gestaltet wurde.

=== Was in Band 1 geschah:===
Achtung Spoiler!
„Vollendet“ spielt in Nordamerika in einer nicht allzu fernen fiktiven Zukunft.
Dort gab es einen zweiten Bürgerkrieg in den USA, den sogenannten Heartland– Krieg.
Es war ein erbitterter Krieg zwischen Abtreibungsgegnern und Abtreibungsbefürwortern, bei dem ein Umwandlungsabkommen beschlossen wurde.
Dadurch konnten Teenager ab dem Alter von 13 Jahren rückwirkend abgetrieben werden, d.h. sie wurden umgewandelt.
Die Umwandlung ist ein Vorgang, bei dem ein Mensch in seine Teile zerlegt wird.
Diese Teile werden anderen Menschen, die diese aus gesundheitlichen Gründen benötigen oder aus ästhetischen oder sonstigen Gründen haben wollen zur Verfügung gestellt.
Von neuen Augen, einer neuen Wirbelsäule bis zu Gehirnzellen ist alles zu haben und kostet seinen Preis.
Die Jugendlichen, die umgewandelt werden sollten, wurden von der Gesellschaft als „Wandler“ bezeichnet und in sogenannte Ernte-Camps gebracht.
Die meisten „Wandler“ wählen ihr Schicksal nicht selbst, sondern ihre leiblichen Eltern oder die Waisenhäuser, in deren Obhut sie sich befinden.
Meist wussten sie bis zu dem Zeitpunkt, an dem sie zur Umwandlung abgeholt wurden nichts von ihrem Schicksal.
Connor, Risa und Lev sind solche Wandler.
Der 16-jährige Connor sollte umgewandelt werden, weil seine Eltern mit dem schwierigen Jugendlichen nicht mehr klar kamen und nicht länger versuchen wollten ihm zu helfen.
Die 25-jährige Waise Risa fiel staatlichen Kürzungen zum Opfer.
Eine Ausnahme unter den Dreien bildete der 13 Jahre alt gewordene Lev Calder.
In einer fanatisch-religiösen Gemeinschaft groß geworden, die mit Stolz einen Teil ihrer Kinder als sogenanntes Zehntopfer zur „Ernte“ freigaben, freute er sich auf sein Schicksal im Erntecamp, was sich im Laufe der Geschichte jedoch änderte. Die drei verbrachten eine kurze Zeit miteinander und verloren sich dann wieder.
Im Laufe des Buches kreuzten sich ihre Wege immer wieder, was zu den wildesten Verwicklungen führte.
Connor, Risa und Lev wurden ins Happy Jack Ernte Camp im Norden Arizonas gebracht und taten dort alles, um ihrem Schicksal zu entrinnen und andere zu retten.
Bei diesem Versuch verlor Connor einen Arm und Risa landete im Rollstuhl.
Lev schloss sich, nachdem sein ganzes Weltbild ins Wanken geraten war, den sogenannten Klatschern an und versetzte das ganze Land dadurch in Aufruhr, indem er nicht klatschte.
Klatscher sind junge Terroristen, die eine nicht nachweisbare Chemikalie im Körper haben, die ihr Blut explosiv macht.
Sie lösen die Detonation aus, indem sie applaudieren.
Connor, der berühmte und gefürchtete Flüchtling von Akron galt nach der Revolte im Happy Jack Ernte-Camp als tot.
Stattdessen wurde er vom Admiral, dem bisherigen Leiter des Friedhofs als neuer Anführer bestimmt.
Hinter dem sogenannten Friedhof, der als Versteck für flüchtige Wandler dient, verbirgt sich ein riesiger Flugzeugschrottplatz in der Wüste von Arizona.

===Die Geschichte und meine Meinung dazu:===
Das Buch beginnt, für einen Roman eher ungewöhnlich mit einer Quizrunde zur Welt, in der „Vollendet – Der Aufstand“ spielt.
Der Autor gibt die Antworten und seine Leser stellen die Fragen dazu.
Dank dieser Methode habe ich schnell wieder in die Geschichte hineingefunden und wurde mit neuen Begriffen vertraut gemacht.
Die Geschichte knüpft nahtlos an das Geschehen in Band eins an und bringt neue Charaktere ins Spiel.
Geschickt eingestreute Rückblenden erinnern an Geschehnisse aus Band eins, was mir geholfen hat, mir die Zusammenhänge wieder zu vergegenwärtigen.
Immer wieder wechselt die Erzählperspektive zwischen alt bekannten und neuen Charakteren und ich erfahre hautnah, wer sie sind, was sie fühlen und was ihre Ziele sind.
Schnell gibt es Charaktere, die mir sympathisch sind und andere die mir auf Anhieb unsympathisch sind.
Ich lerne Mason Michael Starkey kennen, der von allen nur Starkey genannt wird.
Er hat seinen Eltern unter Anderem durch Prügeleien und Drogenkonsum wenig Freude bereitet und soll nun umgewandelt werden.
Der Grund für seine offen ausgelebte Aggression liegt darin, dass er nicht damit zurecht kommt, dass er ein ungewolltes Kind war und ihn in der Schule alle damit aufziehen.
Wie viele andere Jugendliche ist Starkey ein sogenannter Storch.
Laut dem Gesetzt darf eine Mutter, die ihr neugeborenes Baby nicht behalten will, es jemanden vor die Haustür legen und derjenige ist ab diesem Moment für das Kind verantwortlich.
Diesen Vorgang nennt man storchen.
Genau das ist Starkey passiert und es macht ihn furchtbar wütend, dass die Storche von der Gesellschaft schlecht behandelt werden.
Als sein Umwandlungstermin vor der Tür steht, sieht er seine Chance gekommen, dem ein Ende zu setzen und flieht vor den JuPos, den Vollstreckungsbeamten, die für die nationale Jugendbehörde arbeiten und ihn ins Ernte-Camp bringen sollen.
Starkey möchte so berühmt berüchtigt werden wie Connor, der Flüchtling aus Akron.
Als er ihm jedoch auf dem Flugzeugfriedhof gegenüber steht, ist er mehr als enttäuscht darüber, dass Connor so gar nicht mit dem Bild, das er sich von ihm gemacht hat übereinstimmt.
Connor hat währenddessen alle Hände voll zu tun.
Der Admiral ist nur noch ein Schatten seiner selbst und um seine Gesundheit ist es nicht gut bestellt.
Während ein Großteil der Welt davon ausgeht, dass Connor Lassiter tot ist, hat er diesem die Leitung des Friedhofs überlassen und dieser zweifelt tagtäglich daran, ob er dieser verantwortungsvollen Aufgabe wirklich gewachsen ist.
Connor ist ein guter Anführer, der darum bemüht ist, alle Jugendlichen auf dem Friedhof ein bisschen kennen zu lernen und ihnen allen das Leben so angenehm wie möglich zu machen.
Trotzdem macht sich Unmut in den Reihen der Jugendlichen breit und Connor weiß nicht, wem er noch trauen kann.
Während sich Risa ein Leben ohne Gefahr wünscht, retten Hayden, Trace und Connor Jugendliche, deren Umwandlung bevor steht.
Trotz all ihrer Bemühungen kommen auf dem Friedhof viel zu wenige neue Jugendliche an.
Dadurch, dass man mit 17 nicht mehr umgewandelt werden kann, gibt es zu wenig Wandler und somit auch zu wenig Organe.
Ein EA, was die Abkürzung für eigenmächtig abwesend ist, ist ein flüchtiger Wandler.
Diese leben in Zeiten wie diesen gefährlicher denn je.
Die Bevölkerung ist wachsam und viele sind jederzeit bereit sie auszuliefern.
Nicht nur die JuPos sind ihnen dicht auf den Fersen, sondern auch die Teilepiraten, eine Art Kopfgeldjäger, welche flüchtigen Jugendlichen niederträchtige Fallen stellen und sie dann auf dem Schwarzmarkt verkaufen.
Auch auf dem Friedhof herrschen schwierige Bedingungen.
Es gibt zu wenige Lebensmittel, wichtige Medikamente und Ersatzteile fehlen und die Anti-Umwandlungs-Front, die den Friedhof eigentlich unterstützen sollte, hält Connor nur hin, weshalb er ernsthaft an ihrer Kompetenz zweifelt.
Seine Freundin Risa Ward überlebte wie er und Lev das Happy Jack Ernte-Camp.
Nach der damaligen Explosion ist sie gelähmt, weil sie sich geweigert hat, ihre verletzte Wirbelsäule durch das Transplantat eines Wandlers ersetzen zu lassen.
Ihre Behinderung macht ihr schwer zu schaffen und ihre Beziehung zu Connor leidet schwer unter Zeitmangel und schlechter Kommunikation.
Das zum Idol für viele gewordene Paar Connor und Risa sind sich fremd geworden.
Erschreckend viele Menschen habe eine offene Rechnung mit Connor zu begleichen und gerade jetzt, wo die Jugendbehörde über den Friedhof Bescheid weiß, braucht er kompetente, ehrliche Leute, auf die er zählen kann.
Doch trifft er die richtigen Entscheidungen?
Vertraut er den richtigen Leuten?
Ehe er sich versieht entgleitet ihm völlig die Kontrolle und die Ereignisse überschlagen sich.
Gibt es noch Hoffnung für Connor, seine Freunde und den Flugzeugfriedhof?

===Mein Fazit:===
„Vollendet – Der Aufstand“ ist der überaus gelungene Mittelband einer düsteren, fesselnden Dystopie.
Der Schreibstil des Autors ist flüssig und lebendig, voller toller Bilder und Vergleiche.
Durch die ständigen Perspektivwechsel entwirft er ein komplexes Szenario, welches aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchtet wird und ein atemberaubendes Ganzes ergibt.
Das Buch ist unter Anderem deshalb so spannend, weil die Geschichte so erschreckend real ist und sich so oder so ähnlich in naher Zukunft abspielen könnte.
Wollen wir hoffen, dass uns niemals eine solche Zukunft bevorstehen wird.
Meiner Meinung übt das Buch Kritik an der Gesellschaft und daran, wie sie mit Jugendlichen umgeht.
Die Gründe für eine Umwandlung sind verschieden und letztendlich doch immer wieder gleich.
Jedes Mal geben die Eltern ihre schwierigen Kinder einfach auf, anstatt zu versuchen sie zu verstehen und ihnen zu helfen.
Die Rolle der Medien dabei ist immens.
Sie machen der Bevölkerung gezielt Angst vor den flüchtigen Wandlern und es ist erschreckend, wie gut ihr Plan aufgeht.
Die Menschen glauben das, was sie sehen und hören und stellen es nicht in Frage.
Immer wieder las ich zwischen den einzelnen Kapiteln haarsträubende Werbeanzeigen für die Umwandlung.
Ich möchte nicht wissen, wie viele Menschen sich von so etwas beeinflussen lassen würden.
Natürlich kam bei mir die Frage auf, wer die Medien steuert und in wessen Interesse sie handeln.
Es ist faszinierend, wie der Autor die vielen verschiedenen Handlungsstränge miteinander verknüpft.
Er versteht es, vielfältige Charaktere zu entwerfen und den Leser in ihre Welt hinein zu ziehen.
So mancher Charakter offenbart seinen wahren Charakter und lässt mich fassungslos über so viel Boshaftigkeit zurück.
Ich erlebte hautnah mit, wie frustrierend die Leitung des Friedhofs für Connor war und wie sehr er unter der Entfremdung zwischen sich und Risa litt.
Ebenso wie ich erkannte er viel zu spät, wer Freund und wer Feind ist und erlebte viele Überraschungen.
Die schrecklichen Wahrheiten, die er erkennen muss und der Verrat, der sich um ihn herum abspielte, schockierten mich und machten mich gleichzeitig nachdenklich.
Wie auch im ersten Band tat mir Risa zunächst einmal Leid.
Sie war eine junge Frau mit Prinzipien und einem guten Charakter, die mit den Konsequenzen der Entscheidungen, die sie getroffen hatte leben musste.
In „Vollendet-Der Aufstand“ macht ihr Charakter eine unglaubliche Wandlung durch, was mir sehr gut gefallen hat.
Ich muss jedoch zugeben, dass ich eine Zeit lang an Risa und ihren Motiven gezweifelt habe, was für mich ein weiterer Beweis für den guten Schreibstil des Autors ist.
Lev, ging als der Klatscher, der nicht klatschte, in die Geschichte ein.
Er führt jetzt ein grundlegend anderes Leben als zuvor, mit vielen Auflagen und Pflichten.
Interessant fand ich, dass er dadurch, dass er nicht geklatscht hat auch körperliche Folgen mit sich trägt.
Im Verborgenen steht er in Kontakt mit Connor, was ihn ziemlich aufwühlt.
Für Eltern ist Lev ein Rätsel, das sie nicht lösen können.
Für manche ist er ein Idol, für andere eine Schande.
Einen interessanten Gegenpart zu Lev stellte Miracolina dar, die nicht versteht, warum Lev glorifiziert wird.
Ihre Art und ihre Fragen bringen ihn dazu, über sich selbst und seine Rolle nachzudenken.
Starkey mochte ich von Anfang an nicht.
Seine Achillesferse sind die Storche und wie mit ihnen umgegangen wird.
Ich finde es gut, wenn man sich für Minderheiten einsetzt, aber Starkeys Vorgehensweise konnte ich in keinster Weise befürworten.
Er ist skrupellos, gefährlich und egoistisch und eignet sich meiner Meinung gut für einen Posten, für den man herzlos und auf seinen eigenen Vorteil bedacht sein muss.
Das Leben auf dem Friedhof ist noch aufregender geworden, als in Band eins.
Von allen Seiten drohen Gefahren, man muss immer auf der Hut sein.
Ich fragte mich lange, warum die JuPos den Friedhof in Ruhe lassen, obwohl sie von seiner Existenz wissen und erschrak, als ich den Grund dafür erfuhr.
Ebenso interessant fand ich Roberta mit ihrem Schützling, dem sogenannten Verbundmenschen Cam.
An seinem Beispiel kann man gut erkennen, zu was die Menschheit gerne alles im Stande wäre und hoffentlich nie sein wird.
Es war unfassbar, zu erfahren, wer hinter seiner Erschaffung steckt und aus welcher Grundidee die arme Kreatur erschaffen wurde, die voller innerer Konflikte zerfressen ist, seit sein Dasein der Außenwelt offenbart wurde.
Das Buch hat mir sehr nachdenklich gemacht.
Es beschäftigt sich mit Selbstbestimmung und damit, man selbst zu sein.
Außerdem setzt es sich mit theologischen, moralischen und ethischen Fragen auseinander.
Im Buch gilt zum Beispiel ein Mensch nach seiner Umwandlung nicht als tot, da praktisch noch alles von ihm am Leben ist.
Stattdessen befindet er sich nach der Ansicht der Menschen im geteilten Zustand.
Gegen Ende wechselt die Perspektive immer schneller und gipfelt in einen ungeheuer spannenden Schluss.
Ich war fassungslos über die sich überschlagenden Ereignisse.
Der überraschende Schluss zeigte auf, dass im dritten Band neue Gefahren auf Connor und seine Freunde warten, machte aber auch Hoffnung.
Und so warte ich gespannt auf die Fortsetzung, die hoffentlich bald erscheinen wird und empfehle die düstere Dystopie an alle Dystopiefans und solche die es werden wollen.
Es lohnt sich.
Viel Spaß beim Lesen!


Schatten der Angst
Schatten der Angst
von Lena Diaz
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Schatten der Angst, 21. April 2014
Rezension bezieht sich auf: Schatten der Angst (Taschenbuch)
===Die Einleitung:===
Mit Schatten der Angst" von Lena Diaz wagte ich im Rahmen einer Wanderbuchrunde einen Wechsel in das mir bis dato unbekannte Genre Romantic-Thrill.
Der Klappentext hatte mich neugierig auf das Buch gemacht und ich war gespannt darauf, wie die Autorin einen romantischen Thriller umsetzen würde.

===Die Autorin:===
Lena Diaz stammt ursprünglich aus Kentucky und ist in ihrer Kindheit durch die gesamte USA gereist.
Gegenwärtig lebt sie mit ihrem Mann und zwei Kindern in Florida.
Schatten der Angst" ist ihr erster Roman.
Ihr zweiter Roman Ich sehe was, was du nicht siehst" erschien im Juli 2013.

===Fakten zum Buch:===
Das Buch, welches im Original den Titel He kills me, he kills me not" trägt, wurde von Frauke Lengermann ins Deutsche übersetzt.
Das Taschenbuch erschien im Dezember 2012 beim Egmont - Lyx-Verlag.
Es umfasst 384 Seiten und ist im Buchhandel für 9,99 Euro zu haben.

===Die Gestaltung des Buches:===
Das Cover des Buches ist schlicht und doch einprägsam.
Vor einem Hintergrund, der eine Mauer oder eine Metallwand darstellen könnte, ist eine schwarze Rose abgebildet.
Von einer ihrer spitzen Dornen fließt Blut herab.
Darunter steht in großen schwarzen Druckbuchstaben der Name der Autorin und darunter in größeren, blutroten Buchstaben der Titel des Buches.
Das Cover passt meiner Meinung gut zum Inhalt des Buches.
Den Titel finde ich jedoch nicht so passend.
Hier hätte mir eine Übersetzung des Originaltitels besser gefallen.

===Der Verlag über das Buch:===
Wo das Böse lauert
An der Ostküste der USA treibt ein Serienmörder sein Unwesen.
Sein Markenzeichen: Eine Rose mit einem einzigen Dorn, die er in den leblosen Händen seiner Opfer zurücklässt.
Polizeichef Logan Richards will den Killer schnell zur Strecke bringen und stößt bei seinen Ermittlungen auf Amanda Stockton - die Einzige, die dem Mörder je entkommen konnte.
Logan erhofft sich Antworten, doch ihm läuft die Zeit davon, denn der Killer ist wieder auf der Jagd... und Amanda ist seine Beute!
Ein packender Thriller, den man nicht mehr aus der Hand legen kann!" Eileen Carr

===Die Geschichte und meine Meinung dazu:===
Das Buch beginnt äußerst spannend mit einer Episode aus der kranken Erlebniswelt des Serienmörders, der gerade in Aktion ist.
Dann wechselt die Szenerie zu Logan Richards, dem Polizeichef von Shadow Falls, einem Ort am nordwestlichen Ende Floridas.
Logan ist erst seit Kurzem der Polizeichef von Shadow Falls.
Zuvor war er wegen eines Anfängerfehlers, der noch immer schwer auf ihm lastet, nach New York geflohen.
Nun ist er wieder hier, hat Großes geleistet, sich weitergebildet und sieht sich mit einer Herausforderung konfrontiert, die er nicht alleine bewältigen kann.
Ein Serienmörder ermordet Frauen, wäscht ihnen das Haar und legt ihnen eine langstielige rote Rose in die Hände.
Die Abstände zwischen seinen Morden werden immer kürzer und der Polizei rennt die Zeit davon, weshalb das FBI ihnen zu Hilfe eilt.
Eine Joggerin hat eines der Opfer des Serienmörders im Park gefunden und Logan wurde zum Tatort gerufen.
Die Tote war eine Studentin namens Carolyn, die seit Tagen vermisst wurde.
Logan ärgert sich, dass er dem Killer nicht zuvor gekommen ist und den Eltern des Opfers nicht mitteilen kann, dass ihre Tochter wohl auf ist und der Täter gefasst wurde.
Es gibt keine heiße Spur die zum Mörder führt, bis sich seine Kollegen an einen vier Jahre zurück liegenden Fall erinnern.
Damals wurden zwei junge Frauen von einem Mörder verschleppt, der sie folterte und mit ihnen ein grausames Spiel spielte.
Eines der Opfer, Dana Branson starb und Amanda Stockton konnte fliehen und ist seitdem untergetaucht.
Sie ist die einzige lebende Zeugin und Logan möchte sie um jeden Preis finden, bevor der Mörder sie findet.
Das ist gar nicht so einfach, denn Amanda möchte nicht gefunden werden und der Mörder ist näher als man glaubt.
Nun erlebe ich das Geschehen aus Amandas Sicht.
Seit ihrer Verschleppung versucht sie gezwungenermaßen das Geschehene ganz alleine zu verarbeiten.
Sie arbeitet von zu Hause aus, hat keine Freunde und lebt zurückgezogen und voller Angst.
Auf der rechten Seite ihres Gesichts trägt sie eine sichtbare Narbe, die sie tagtäglich an ihr Martyrium erinnert.
Doch nie waren die Erinnerungen so deutlich wie jetzt, als sie erfährt, dass der Mann, der sie damals gequält und ihre Freundin ermordet hat, erneut zugeschlagen hat.
Alles kommt wieder hoch und sie hat niemanden, dem sie sich anvertrauen und bei dem sie Trost suchen kann.
Dann erscheint Polizeichef Logan auf der Bildfläche.
Er möchte Amanda zu ihrer Entführung befragen.
Vielleicht kennt sie ein Detail über den Mörder, dass die Polizei zu ihm führen könnte: Seinen Gang, ein bestimmter Satz, den er wiederholt hat, körperliche Auffälligkeiten, irgend etwas.
Amanda ist hin und her gerissen.
Einerseits fühlt sie sich zu Logan hingezogen, fühlt sich bei ihm auf seltsame Art und Weise sicher und möchte helfen, den Täter zu überführen.
Andererseits möchte sie mit der Vergangenheit abschließen und ein dunkles Geheimnis für sich bewahren, dass ihr bis heute auf der Seele lastet.
Werden sie den Mörder finden, bevor er Amanda findet?

===Mein Fazit:===
Schatten der Angst" ist das erste Buch, das ich aus dem Genre Romantic-Thrill gelesen habe und ich muss sagen, es hat mir gut gefallen.
Der Schreibstil der Autorin ist sehr bildhaft und detailreich.
Schon von der ersten Seite an kam Spannung auf.
Der Mörder vollführt ein grausames Ritual und während er wieder und wieder mordet, heftet sich die Polizei an seine Fersen.
Schon ziemlich früh gab es Hinweise auf den Täter, die zunächst nur der Leser kennt.
Die Polizei hat gute Ansätze, geht aber auch vielen falschen Fährten nach und forscht nicht intensiv genug nach.
Der Thriller hat viel Potential, welches meiner Meinung aber nicht voll ausgeschöpft wurde.
Ich lese nicht nur gerne Thriller, sondern schaue mir im Fernsehen gerne auch Serien wie Navy CIS" und Criminal Minds" an.
Stellenweise hat mich der Roman an Elemente aus den Serien erinnert, zum Beispiel als die Gerichtsmedizinerin bei der Arbeit war.
Bei Mördern interessiert mich auch immer das Motiv.
Hier kam ich voll auf meine Kosten und konnte tief in die Abgründe der menschlichen Seele blicken.
Die Liebesgeschichte zwischen Amanda und Logan war gut beschrieben, wenn auch ziemlich klischeehaft.
Amanda hatte sich nach ihrer Entführung ein neues Leben aufgebaut und versuchte nach Außen hin taff zu wirken.
Als der Mörder wieder zuschlägt, bröckelt diese Fassade und sie sehnt sich nach einer starken Schulter zum Anlehnen.
Hier tritt der gutaussehende Logan auf den Plan, der vor lauter Begierde und Beschützerinstinkt große Schwierigkeiten hat, sich Amanda gegenüber professionell zu verhalten.
Er will sie besitzen, beschützen und fühlt sich bei ihr angekommen, doch sie quält sich mit einem dunklen Geheimnis, dass sie zu erdrücken droht.
Sie will Liebe und Nähe, doch gleichzeitig kommen immer wieder ihre schlimmen Erinnerungen hoch.
Der Mörder hat sie innerlich wie äußerlich für immer gezeichnet und es ist lange Zeit nicht absehbar, ob sie sich davon erholen wird.
Während Logan und Amanda sich so langsam näher kommen und ein Nähe- und Distanzspiel spielen, mordet der Killer immer häufiger und kommt ihnen näher als sie jemals dachten.
Amanda möchte helfen den Täter zu finden und bietet der Polizei und dem FBI, mit dem diese nun zusammenarbeitet ihre Hilfe an.
Als Opfer wirkt sie auf mich authentisch.
Das Verstecken ihrer Narbe, das sich nicht mehr schön fühlen, die Angst vor Nähe und Vertrautheit und die Frage, ob sie sich jemals wieder an einen Mann gewöhnen kann.
Die Autorin gibt Amanda zudem ein paar Aspekte, die ihren Charakter interessant machen, da sie sich nicht immer so verhält, wie man es von einem klassischen Entführungsopfer erwartet.
Amanda war mir von Anfang an sympathisch.
Sie versuchte ihr Leben allein zu meistern und zeigte bei der Suche nach dem Täter großen Mut.
Jedoch brachte sie sich und andere durch ihre impulsiven Handlungen in Gefahr und Logan war der Held, der immer an ihrer Seite war.
Er steckte seine ganze Energie in den Fall und seine Suche nach dem Mörder grenzt schon an eine Obsession, die sich aber durch seine Vergangenheit erklärt.
Er hat sich in Amanda verliebt und weiß nicht so recht, wie er sie anpacken soll und Amanda wiederrum kann nicht glauben, dass er sie sie nehmen kann, wie sie ist.
Dadurch kommt es besonders gegen Ende zu vielen Mißverständnissen, die meiner Meinung etwas zu viel des Guten waren.
Dazwischen gibt es immer wieder Einblicke in die kranke Psyche des Täters.
Das Ende des Buches empfand ich also etwas zu dick aufgetragen, aber doch irgendwie schön.
Ich kann Schatten der Angst" allen empfehlen, bei denen im Genre Romantic-Thrill der romantische Teil der Geschichte wichtiger ist, als der Thriller selbst.
Die Liebesgeschichte zwischen Amanda und Logan spielt zwar mit Klischees, aber sie ist sehr romantisch und die Liebesszenen sind bis auf ein paar kleine Details sehr erotisch.


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