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Beiträge von Johann Weber
Top-Rezensenten Rang: 19.109
Hilfreiche Bewertungen: 3507
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Rezensionen verfasst von Johann Weber
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1.0 von 5 Sternen
Gierige Idioten..., 20. Mai 2013
... Ihr könnt uns mal! Wir kaufen die 4. Staffel erst, wenn es sie "in einem Guss" für 14,99 € gibt- so wie es rechtschaffen und anständig ist. Oder wenn die Minischnippsel- Boxen so alt sind, dass sie für 4,99 € das Stück verhökert werden- ÄÄÄTSCH! Die Serie ist nach wie vor A B S O L U T E K L A S S E !!! Da nutzt sich nichts ab, da vergeht einem die Lust nicht dran. Ein kleiner, kleiner Schatten ist die Frier- Schwester als Staatsanwaltstippse. Caroline Frier verfügt leider nicht über das nötige Timing, ihr Spiel ist nicht pointiert, zu hölzern, überdreht und aufgesetzt. Vielleicht wächst sie ja an ihrer Aufgabe... allerdings hätte manche andere Darstellerin das vom Fleck weg hingekriegt. Vetternwirtschaft und Kölsche Klüngel zahlen sich eben nicht immer aus...! Ansonsten aber gilt, was ich oben schon gesagt habe... besonders für Annette Frier, einfach göttlich und: wer vermisst eigentlich Jan Sosniok nachdem jetzt René Steinke die zarteste Versuchung mimt, seit es dröge Staatsanwälte gibt? Na, sag' ich doch...!
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3 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen
Mehr als ein netter Versuch..., 10. Mai 2013
... mehr aber auch nicht. Nicole hat wirklich versucht die Kurve zu kriegen, abwechslungsreiche Melodien abzuliefern, sich inhaltlich wieder von diesen belanglosen Kaffeekränzchenweisheiten zu entfernen und auch stimmlich von diesem schrecklichen Gehauche wegzukommen. Und guter Vorsatz samt Konzept hätten sogar aufgehen können, wären da nicht zwei ganz große Schwachstellen im Projekt gewesen: die Arrangeure, die es eben nicht schaffen über ein bestimmtes Level hinaus abzuliefern, weshalb instrumental "die ganz großen Momente" (Gänsehaut und so) fehlen. Am ehesten wird das noch bei "Leg deinen Kopf in meinen Schoß'" und "Symphony d' Amour" erreicht, aber eben nicht so ganz und die anderen Stücke liegen weit darunter. Nicoles Stimme- da ist in den Höhen nun wirklich nichts mehr zu holen und ein paar der Lückenbüßer- Songs (wo man auch gleich den Eindruck hat, dass sich dort insgesamt kaum alle Mühe gegeben wurde), steht sie nur durch, indem sie in dieses unsäglichen Gehauche und Gejuchze zurückfällt. Gebetsmühle an Nicole: Liebe Frau Siebert, wenn man bei den hohen Tönen nicht mit dem Kinn an der Studiodecke hängt, also überstreckt, kann man die Stimmbänder nach hinten öffnen und die Töne sauber aussingen. Das klingt dann voluminös und nicht so, als ob die Interpretin einen Asthmaanfall hätte an dem sie ersticken droht- buchstäblich angestrengt auf dem letzten Loch rumpfeift... Positiv fällt aber auf, dass sie ihre Stimme wieder abwechslungsreicher zum Einsatz bringt, Schleifen singt usw. Damit dann auch genug der Schimpfe! Mal weg vom Arrangieren und Intonieren, sind auf diesem Album mindestens eine handvoll Songs mit Ohrwurmqualität, guten Texten und Hitpotential- und das sind 5 solcher Songs mehr als auf jedem Nicole- Album seit "Alles fließt" vertreten waren. Küssen könnte ich Nicole für "Symphonie d' Amour"- ein H A M M E R S O N G, der zwar auch unter den bereits genannten Schwächen leidet, aber dennoch alles bietet, was Nicole einst ausmachte: Emotion pur, tief nachfühlbar mit diesem wehmütigen Etwas, ganz tief rein eben! Im Bewusstsein mal wieder einen größeren Wurf landen zu wollen, wurden auch gleich ein paar "Gimiks" eingebaut: Songs mit Fanchören und Duette mit Künstlern jenseits der Sangeszunft. Kann man unterschiedlich sehen und zu stehen, aber Akzente setzt das allemal. Fazit: Mal wieder ein Album von Nicole, das dieser Bezeichnung auch gerecht wird! Neben etlichen guten und soliden Songs, gibt es hier da noch diesen ätzenden Koppehele- Trallalla im immer gleichen Takt, aber das verläuft sich zwischen den starken Stücken fast vollständig. Allerdings kann das nur ein Anfang sein, ein Schritt in die richtige Richtung- bis Nicole wieder voll im Saft steht, ist noch ein gutes Strecke zurückzulegen! Ich hätte es nie gedacht, aber mich hat Nicole mit diesem Album nochmal gekriegt, einschließlich meiner Kaufempfehlung!
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0 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen
Himmel und Hölle..., 23. April 2013
... bietet dieses Album nur mit dem gleichnamigen letzten Song. Ansonsten sind superlative Höhen und Tiefen bzw. Gegensätze wie sie Himmel & Hölle nun mal darstellen, nicht auf diesem Album vertreten. Das ganze siedelt sich im durchschnittlichen Bereich des soliden Deutschpop an, bietet schmissige Instrumentierungen, gute Gesangsleistung aber auch immer die gleiche Thematik und etwas wenig Abwechslung in den Melodien. Dennoch sind 2, 3 Ohrwürmer darunter und das aus dem ganz guten Interpreten Alexander Klaws kein umjubelter Star mehr wird, ist längst ausgemachte Sache. Der Mann ist im Musicalgeschäft gut aufgehoben, da wo es darum geht mit dem profunden, vorhandenen Können Abklatsche auf weltweit gleichem Niveau zu liefern. Für mehr fehlt Individualität, Charisma, einfach das gewisse Etwas. Dennoch braucht er sich von seiner Popkarriere nicht zurückzuziehen, zumal Plattenfirma und er selbst mit der mäßigen Käuferresonanz gut leben zu können scheinen. Fazit: eigentlich ein 3- Sterne- Ding, aber für den Schmachtsong "Himmel & Hölle" legt man gerne einen verdienten 4 Stern oben drauf. Dieses Lied ist ein echter emotionaler Overkill!
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1.0 von 5 Sternen
Quatsch mit überreichlich "Sauce"...!, 23. April 2013
Auf den Punkt gebracht: Diffuse Handlung zusammengesetzt aus unglaubwürdigen Konflikten, die auf einer nicht nachvollziehbaren Unentschlossenheit der Hauptfigur fußen. Langweilige Sexszenen, die aus sich immer wieder wiederholenden Billig- Erotik- Phrasen zusammengepuzzlet sind. Diese Serie zeigt sehr eindrucksvoll, dass die Figuren schon nach dem ersten Band auserzählt waren und dass der Autor so abwechslungsreich und spritzig Neues zustande bringt wie das von Wiederholungen zusammengehaltene Sommerprogramm der Deutschen TV- Anstalten. Fazit: Das ist Abrammel- Literatur für von unerfüllten Sehnsüchten zerfressene Jungs und zu kurz gekommene Sugar Daddies. Im Hetero- Segment heißt sowas "Schundroman", "Groschenroman", "Bahnhofsliteratur" oder schlicht: Dreck.
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4.0 von 5 Sternen
Nicht singen..., 21. April 2013
... zu können hieße im Falle Maite Kellys soviel wie in einer Metzgerei aufzuwachsen und noch nie von Leberwurst gehört zu haben. Von Kindesbeinen an war sie von Musik umgeben, von begabten Instrumentalisten, geübten Komponisten und guten Stimmen. Ein Kind des "fahrenden Volkes", das wie seine ganzen Geschwister "Showbiz" beim Aufwachsen, quasi im Vorübergehen, ganz selbstverständlich lernte. Stimmlich ist Maite Kelly gut unterwegs, gerade technisch versteht sie es einiges sehr gut umzusetzen, verfügt über ein grandioses Timing und setzt Aktzente durchgängig nahezu perfekt. Trotzdem ist das Album keine ungetrübte Freude, denn so mancher Song lässt einen merkwürdig unberührt... kalt. Das ist durchaus nicht die Regel und auch der Vortrag in diesen "kalten" Lieder ist nicht schlechter, aber irgendwie springt da von Zeit zu Zeit mal nix über, kommt Manches zu glatt. Vielleicht hat die Interpretin sich bei diesen Stücken einfach am Inhalt verhoben und Dinge thematisiert, die sie nicht transportiert kriegt? Ehrlich gesagt, bin ich mir was die Ursachen betrifft noch nicht sicher, aber irgendetwas ist dann und wann faul im Staate Dänemark, sprich partiell an diesem Album. Fazit: Insgesamt eine gelungene Scheibe mit ein paar echten Highlights, jede Menge guter Durchschnittskost und 3 Fehlgriffen. Es hat schon weitaus schlechtere Alben von etablierteren Künstlern gegeben und wenigstens hat sich Maite an nichts versucht, was man ihr so gar nicht abnehmen könnte- wie z. B. Mary Roos!
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5 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen
Na, bravo!, 20. April 2013
Mary Roos tut als ob und alle jubeln...! Erklär' mir mal einer vorüber denn? Dafür, dass sie jetzt auf Barbara Schöneberger macht??? Es ist doch nicht zu begreifen, dass in Deutschland jeder noch so blöde (aufgesetzte) Reklametrick funktioniert! Man glaubt also Mary Roos wäre jetzt anspruchsvoll, gereift, musikalisch erwachsen und endlich von der Muse in den Divenhimmel befördert worden? Ja, klar und morgen geht die Sonne im Norden unter! Früher hieß es mal: Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer, aber heute reichen zurückgenommen instrumentierte Jazzversatzstücke, federleichte Melodien, ein lasziv säuselnder Sprechgesang und unverschnörkelte Texte zu banalen Themen des Lebens, um über Nacht aus einer gescholtenen Bierzeltsängerin eine großartige Chanseuse zu machen? Ich glaube es hackt! Diesen auf Anspruch bemühten Maskenball lässt ein intelligentes Publikum niemandem durchgehen, wohl gemerkt, ein i n t e l l i g e n t e s Publikum...
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen
Sex as Sex as Sex can... gääääähn, 19. April 2013
Die Fortsetzung von Finn Falkners erstem Abenteuer "Der Privatdozent" beginnt man natürlich aus reiner Neugier daran zu erfahren wie es mit Finn weitergeht. Und das obwohl einem schwant W A S das im Großen und Ganzen sein wird... Richtig: wieder ist das was man zu lesen kriegt sehr durchwachsen: einerseits wird das Interesse an den Helden der Story leidlich am Köcheln gehalten, andererseits hält man schlicht ein schundiges Machwerk in Händen, das nicht mal die niedrigsten Ansprüche eines Trivalromans erfüllt. Die Handlung ist dermaßen dumm und abgedroschen, dass es einem einigermaßen intelligenten Menschen wehtun muss- eine Ohrfeige für den Leser! Das Ungeheuerlichste: Der Autor hat es tatsächlich geschafft sein uninspirieres Pornogesülze noch raumgreifender zu platzieren und dabei wirklich jedes eine halbe DIN 4 Seite lange Drehbuch für klischeehaft grottige Sexszenen in siebtklassigen 90er Jahre Pornos zu verwursten- zum Davonlaufen abgewetzt und einfach zum Fremdschämen peinlich! Oft hört man ja, dass Leute in die schreibende Zunft einsteigen, um die Dinge des Lebens zu verarbeiten. Man kann dem Autor daher nur wünschen, dass sein Sexualleben reicher und beseelter ist, als dieses lieblos, ohne jeglichen erotischen Pfiff, nacherzählte Matinee- Programm aus dem Pornokino an der Ecke. Geht es mal nicht um Sex, gibt es Pseudokonflikte und Verwerfungen, die durch die rosarote Brille des Autors geschildert, zu sich in Wohlgefallen auflösenden Problemchen zusammenschrumpfen. Bei alledem muss man trotzdem attestieren, dass Finn und Lukas in den gemeinsamen Szenen weiterhin anrührend, sympathisch und durchaus so gezeichnet werden, dass man immer noch (!) wissen möchte wie es den Beiden weiterhin ergehen wird. Dafür reicht aber die kurze, auf das Wesentliche zusammengestrichene Ausgabe von "Der Bürohengst" (um deren Release ich hiermit den Verlag bitte...), in der sämtliche Sexszenen (oder was Autor und Lektorat dafür halten mögen...) bitte, bitte ausgespart bleiben. Sparen kann dabei auch der Leser, denn was darf so ein ca. 10 Seiten starkes Heftchen denn noch groß kosten? ;-) Fazit: bäh! mit leichtem Vorwitz darauf, ob Finn und Lukas nun endlich außerhalb des Bettes, der Dusche usw. die Kurve kriegen- mehr nicht!
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3.0 von 5 Sternen
Sex as Sex can... gähn, 19. April 2013
Auf den Punkt gebracht: Pubertäre Kleinjungen- Phantasien mit 3 witzigen Einfällen in der Schmal- Rahmen- Handlung. Dieses Buch hat jeder Schwule gefühlt 50x gelesen. Die Handlung ist so schwer vorhersehbar wie das Wetter am Äquator, der Schreibstil macht es dem Leser leicht, ohne herausragend zu sein. Die Sexszenen häufen sich dermaßen, dass es einem wirklich zuviel wird und man bei den teilweise besonders laaang ausgewalzten Geschlechtsakt- Abenteuern schon mal ungehalten weiter blättert um zur Abwechslung evtl. ein Fitzelchen Handlung aufzutun. Denn das ist hier (abgesehen vom Matratzensport) Mangelware: Handlung. Wie von anderen Werken gewohnt schafft dieser Autor es auch hier beim Leser Interesse für seine Figuren zu wecken (und auch einen halbwegs interessanten Plot zu stricken), weshalb man unbedingt wissen möchte wie es mit den Romanhelden weitergeht. Leider verliert sich der Schreiber so penetrant in seinen papiergewordenen Softpornoszenen, dass ein Vorankommen der Handlung böse ausgebremst wird- grobes Foul in den Kapiteln! Fazit: mittelprächtige, leichte Kost, die teilweise anregend wirkt, aber aus dem gleichen Grund auch echt nervig sein kann. Andererseits sind vor allem Finn und Lukas dermaßen gut gezeichnet, dass man das Interesse, trotz des unliebsam hohen Handlungsstaus durch die ewigen amourösen Verzögerungen, an diesen Figuren nicht verliert. Insgesamt duchwachsen, Licht und Schatten, in Teilen sehr witzig und zu einem geschätzten Drittel richtig unterhaltsam.
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0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen
Denver Clan in der Antike, 11. März 2013
Das Spektakulärste an dieser Mini- Serie sind die Special Effects, die überwiegend dafür eingesetzt werden, das ganze grausam und blutig und genau das möglichst realistisch darzustellen. Der Plot ist platt. Eine banale Soapstory um Macht (hier eben nicht um Öl, sondern um das Vorrecht seine Gladiatoren im Hauptschlachtenprogramm der Arena unterzubringen), reichlich Intrigen, Rache und ein bißchen Sex. Das Ganze ist recht vordergründig inszeniert, der Cliffhanger, der schnell erzielte Effekt, der rasch hervorgerufene Schauder stehen im Vordergrund, eine tiefgründige Handlung existiert nicht mal ansatzweise. Ebenso halbherzig das Bemühen ein Sittengemälde der römischen Gesellschaft entstehen zu lassen. Auch dabei werden nur altbekannte Aufreger klischeehaft (öffentliche Toilettennutzung, Gleichgeschlechtliche Liebe, Sklavinnenschändung, öffentliche Auspeitschungen und Hinrichtungen...) aufgewärmt. Die Darstellerriege kommt ebenfalls über prächtiges Mittelmaß nicht hinaus und die Muckikerle kommen eben zu offensichtlich aus der neuzeitlichen Erfindung Muckibude... Fazit: alles in allem eine mittelprächtige Zeitreise, die komplett auf Action und oberflächliche Sinnesreize setzt. Einen langweiligen Nachmittag kann man damit allemal amüsant überbrücken, aber hohe Erwartungen darüber hinaus sollte man nicht haben. Ganz ok halt.
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Mr. Benson
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von John Preston Taschenbuch |
| Preis: EUR 14,95 |
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen
Inkonsequent, 17. Februar 2013
Die Wiederveröffentlichung dieses Romans in Zeiten wo die weichgespülten Klischeevorstellungen einer schreibenenden Hausfrau von romantisiertem SM als "Shades of Grey" editiert, die Bestsellerlisten stürmen, ist geradezu programmatisch. Gerade wenn es bei Gmünder passiert, so einer Art "Springer Verlag"* für Schwule. Das Buch ist absolut old fashioned! Zwar bietet es unbestritten einen realistischen Einblick in eine SM- Beziehung zwischen Master & Slave, aber nur einen (oberflächlichen) Spalt weit. Es wurde zu einer Zeit verfasst, als schwule Bücher vor allem eines sein mussten: ein Western-, Historien-, Piraten- oder Kriminalstück. Das öffentliche Bild (und wahrscheinlich auch das Selbstbildnis der Community) war damals verankert im verhassten Bild der grellen Tunte, des Travestieclowns, des Sugardaddies, der schmalbrüstige, blasse, kleine Jungs verführt / "umpolt" und noch Schlimmerem. Im Umfeld der harten Cops und eiskalten Ganoven (analog: Cowboy, Seeräubercapitän usw.) konnten schwule Charaktere etwas sein, was man Ihnen nicht zutraute, ja rigoros absprach: normale "harte" Kerle, die alles tun was Heteromachos tun, astreine Helden- und nebenbei ausgiebig geschilderten, versauten Sex mit anderen Männern haben. Den gleichen Zweck erfüllten ja auch die blühende, überfrequentierte schwule Lederszene und auch der Bodybuildingwahn unter Gays in diesen Zeiten- es musste Männlichkeit her, egal wie. Auch dieses Buch transportiert diesen Traum als Zufluchtsort außerhalb der knallharten realen Heterowelt, die die homosexuellen Männer ausgrenzte, ihnen Vieles zumutete und an Versteckspiel, ja Selbstverleugnung abverlangte. Stilistisch ist das Buch absolutes Mittelmaß, wobei man einschränken muss, dass dem Autor die Schilderung dss "Innenleben" Jamies absolut gut gelungen ist. Solange es um die Darstellung sexueller Handlungen und die Aufbereitung des Wesens von SM geht, ist der Autor realitätsnah unterwegs und bleibt zu jeder Zeit nachvollziehbar. Das könnte für Szenefremde oder Zartbesaitete auch mal zuviel "des Guten" sein. Die Geschichte drumherum jedoch, ist teilweise hanhebüchend unrealistisch, zwar phantasievoll aber einfach unglaubwürdig. Das ist schade, weil diese Handlungsstränge automatisch die realistischen SM- Schilderungen in Mitleidenschaft ziehen, was deren Glaubwürdigkeit angeht. Zum Ende hin, hat man wie so oft, das Gefühl, dass dem Autor der lange Atem dafür fehlte das Ganze sauber zuende zubringen. So lässt er überhastet alles in einem zuckersüßen, zum Fremdschämen dämlich formulierten, Happy End münden und auslaufen. Immerhin versöhnt der angehängte Epilog des Masters ein wenig darüber hinweg und zeigt auch noch mal, dass der beschriebene SM tatsächlich genau so Realität zwischen zwei (oder mehreren) Menschen sein kann. Schade auch, dass die anfänglich von Jamie im inneren Monolog häufiger erwähnte Beziehungsdauer von 5 Jahren auf die Handlung keinen Einfluss hat. Selbstverständlich glaubt man im Laufe der Handlung zu erfahren wie sich diese besondere Beziehung über die gesamte Spanne hinweg entwickelte und warum oder woran sie scheiterte, statt dessen endet der Plot mittendrin auf die beschriebene, wenig erfeuliche Art. Fazit: Im Kontext der gesellschaftspolitischen Gegebenheiten seiner Entstehungszeit, mag dieser Roman (ob der Thematik, die sicher ein "heißes Eisen" darstellte) epochal und nach dem Geschmack seines Publikums gewesen sein. Heute, nach all den gesellschaftlichen Wandlungen, wirkt er wie ein unausgegorener Mix aus Erfahrungsbericht und billiger Räuberpistole. *Vergleich a l l e i n was die großflächige Verbreitung schwuler Medien angeht und im Bezug auf die Tatsache bei den getätigten Publikationen immer am Puls der Zeit zu sein.
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