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Rezensionen verfasst von
Marc Colling "luxkling" (Dalheim Luxemburg)
(VINE®-PRODUKTTESTER)   

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Molok (+Bonus Track)
Molok (+Bonus Track)
Preis: EUR 17,99

2 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Leider nicht ganz den Erwartungen entsprechend, 19. November 2015
Rezension bezieht sich auf: Molok (+Bonus Track) (Audio CD)
„Molok“ ist bereits das neunte Album der Norweger. Und wie fast jedes Mal ist es ein Konzeptalbum. Die Geschichte dreht sich diesmal um Religion in ihren vielfältigen Weisen. Besonders die Tatsache, dass die Menschen Gott vor allem in Stein anbeten. Sei es eine Moschee, Kathedrale oder Mekka. Gott wurde von den Menschen in Stein „gefangen“. Damit er nicht mehr wiederkehre? Nun denn.........

Bereits vor anhören der CD stellt der Fan fest, dass Gazpacho wieder zu kürzeren Songs zurück gekehrt sind. Außer dem Schlusslied MOLOK RISING, welches die 9 Minuten überschreitet, sind die anderen Songs kurz bis sehr kurz geraten. Auch die Gesamtspielzeit mit ca. 45 Minuten reiht sich ein in die Veröffentlichungen von früher, welche auch nie wesentlich länger waren.

Und Gazpacho verändern sich nicht, nicht mal ansatzweise. Der Sound ist etwas zurückgehalten, leicht schwammig, düster. Zwar klingen Bass oder Schlagzeug klar, doch allgemein ist die Stimmung melancholisch. Der Gesang von Ohme, eine der besten Stimmen im Prog, ist omnipräsent. Sie trägt den typischen Gazpachoklang, ist allgegenwärtig. Ohme fleht, klagt an, hofft. Und hier liegt auch ein bisschen das Problem dieses neuen Werkes. Ohme überschattet alles und die Musik klingt deshalb öfters nach purer Begleitung. Alles fließt gemütlich, langsam und bedächtig. Kein Aufbäumen, kein Ausbruch, keine Wut. Nur Melancholie. Hier habe ich nach mehreren Durchgängen in meinem Player definitiv den Herbstblues.

Gazpacho haben zwar hier und da Gimmicks in die Musik eingebaut mit verfremdeten Stimmen oder schreienden Möwen am Hafen. Doch das alles gab es auch schon früher und zwar besser. Auch sind wieder die eher seltenen Instrumente im Prog wie Mandoline, Akkordion oder Fiddle dezent eingebaut.

Das Album beginnt noch richtig gut mit PARK BENCH und im zweiten Song THE MASTER'S VOICE hört man bereits die typischen Gazpacho Folkloreansätze. Und hier sogar mit leichtem Schmackes!

Wer jetzt denkt, ich habe die CD vorher anders beschrieben (Melancholie), sollte jetzt mal die Ohren aufsperren. KNOW YOUR TIME, lieblich beginnend dreht der Song im Mittelteil in pure Düsternis ab. Tiefe Gitarre, Stimme wie aus der Gruft. Definitiv nichts für depressive Menschen. Wenigstens die Violine am Schluss sorgt noch für etwas Licht. Doch beim folgenden Stück CHOIR OF ANCESTORS ertappe ich mich dabei, wie ich kurz abgeschaltet habe. Obwohl die CD jetzt mehrmals im Player gedreht hat, ist da nichts hängen geblieben. Die Songs sind an und für sich nicht schwierig, und trotzdem muss man unzählige Hördurchgänge haben, um sie wieder zu erkennen.

ALGORITHM ist ein Instrumental mit guten Ideen, aber trotzdem unauffällig, genau wie das folgende ALARM.

Bleibt dann noch der Schlusssong MOLOK RISING. Da dieser Song über 9 Minuten dauert, habe ich die Hoffnung, dass hier mal Abwechslung geboten wird. Und es kommt auch was. Langsamkeit, Ruhe, wieder Melancholie. Nach 2 Minuten etwas Bass und Schlagzeug. Aber es zündet nicht, wenigstens nicht richtig.

Langsam wird mir klar, dass ich die CD wieder mal durch gehört habe. Und dass da wirklich nichts mehr kommt, was sie noch retten könnte. Ich muss zu meinem Fazit kommen.

Ich mag Gazpacho. Und ich weiß, dass man Geduld braucht um sich die Musik zu erarbeiten. Das Problem ist, dass man von einer Band nach so vielen Jahren Entwicklung erwartet. Die bietet „Molok“ nicht. Also ist die CD nur was für Fans, die gar nicht wollen, dass sich etwas an der Musik ändert.

Ja, so ist es. Für alle Fans die Entwicklung erwarten, ist die CD verzichtbar. Leider.

Ich habe anschließend noch einmal „Demon“ aufgelegt. Mann, ist die gut!
Kommentar Kommentare (9) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Feb 3, 2016 6:36 PM CET


Moksha
Moksha
Preis: EUR 12,97

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Mal wieder ein instrumentaler Genuss, 19. November 2015
Rezension bezieht sich auf: Moksha (Audio CD)
Das 5. Album der aus Aschaffenburg stammenden Band 'My Sleeping Karma' (MSK) bleibt der Linie der Vorgängeralben treu: auf Gesang wird wie immer komplett verzichtet. Somit klingen MSK wie....... MSK. Es gibt keine grossen Veränderungen, was die Fans sicher freuen dürfte.

Der Opener PRITHVI geht gleich ordentlich los. Die Gitarre dehnt eine Melodielinie aus und gräbt sich sofort in die Gehörgänge. Dazu eine schleppende Drum, ebenso schleppender Bass und schwebende Synths. Dann reißt die Dynamik ab. Die Gitarre spielt hell, sich immer wiederholend, tranceartig. Eine gute Tasse Tee wäre jetzt sicher nicht verkehrt, denn es folgen ca. 60 Minuten Musik, die sehr entspannend wirkt.

Die Beschreibung dieses ersten Songs könnte man jetzt einfach für jeden folgenden Song kopieren ... denn im Prinzip ist jeder Song mehr oder weniger gleich aufgebaut. Dazwischen kommen die Interludes, diesmal geschrieben von Gastmusikern, nicht von der Band. Das ist sehr spannend, denn so wird die typische MSK Musik durchbrochen, was eine gewisse Abwechslung bietet, bevor es wieder in typischen MSK Gefilden weitergeht.

VAYU folgt dann, langsam, wieder schleppend. Nach ca. 2 Minuten dann eine Steigerung: schneller Bass, schneller gespielte Gitarrenlinie und spacige Keyboards. Doch nur kurze Zeit später ist das kleine Gewitter schon wieder vorbei und es geht wieder im Kosmos von MSK gemächlich weiter. AKASHA hat anschließend von Anfang an eine Mördermelodie: die Gitarre setzt sich sofort in den Synapsen fest. Wieder ein treibender Bass dazu, und wieder Keyboardsounds. Zum Schluss hin geht es für MSK Verhältnisse richtig heavy zu. Es dominiert der Bass, dann eine leicht verzerrte Gitarre und schon sind wir wieder bei einer dezenten Interlude. Diesmal mit Akustikgitarre und mal nicht indisch angehaucht, sondern ganz 'normal'. Diese leitet nahtlos in den Titelsong MOKSHA über. Man hört ... ein Klavier! Tatsächlich, MSK spielen Klavier. Eine ruhige Melodie, die nach ein paar Takten von der Gitarre unterstützt wird. Mitten im Wohlfühlmodus kommt dann aber ein radikaler Schnitt. Die Gitarre haut ein Riff raus, Bass und Drums spielen richtig hart bis fast zum Schluss.

JALAM folgt. Ein sehr guter Song. Es fällt wieder auf, dass die Keys, dezent im Hintergrund schwebend, den MSK Sound der vergangenen Alben doch ein bisschen verändert haben. Und somit müsste ich ja meine anfängliche Meinung, es habe sich nichts Wesentliches an der Musik im Vergleich zum Vorgänger getan, revidieren. Doch Halt: nach 5 Alben in 10 Jahren muss man auch als Fan erwarten dürfen dass eine Band sich wenigstens ein bisschen weiter entwickelt. Und da sind diese Keys das Mindeste, denn ansonsten würde die Musik doch zu sehr den früheren CD's ähneln. Was sie dann immer noch genügend tut.

Der letzte Song heißt AGNI. Fetter Bass, leichtfüßig, für MSK direkt rockig, sogar die Gitarre rockt mit. Klingt anfänglich wie eine Krautrockband aus den 70'ern. In der Mitte dann der totale Break. Die Musik erlischt für einen Moment, nur noch eine klare Gitarre ist zu hören, dann steigt langsam der Bass dazu mit den Drums. Dabei entsteht echtes Kopfkino. Und damit haben MSK ihr Ziel erreicht: Harmoniefolgen so festzulegen, dass sie nicht wehtun. Aber vertrackt genug, um noch als psychedelischer Prog durchzugehen.

Neu erfinden können sich MSK nicht, das ist für eine reine Instrumentalband auch schwierig nach 5 Alben. Doch klingen sie im Vergleich zu ähnlichen Bands deutlich inspirierter und ideenreicher.


To Shatter All Accord
To Shatter All Accord
Preis: EUR 19,86

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hebt sich sogar im Progbereich spürbar ab, 18. August 2015
Rezension bezieht sich auf: To Shatter All Accord (Audio CD)
Zugegeben: ich hab diese Band bis vor kurzem nicht gekannt. Erst im nachhinein hab ich erfahren, dass diese Amis 14 Jahre lang kein Album veröffentlicht hatten. Auch sonst erfährt man nicht viel von den Musikern. Doch ihre Musik spricht für sich.

2011 erschien dieses letzte Werk von ihnen. 2013 gabs noch eine Live CD in doppelt, doch natürlich nur mit alten Sachen und dem fast kompletten neuen Album. Mathew Parmenter ist der Sänger, und er singt intensiv/schräg. Anfangs dachte ich schon, dass ich mich nie an diese Stimme gewöhnen könne, doch nach mehreren Durchgängen finde ich ihn klasse. Er schreibt auch alle Songs alleine, spielt dazu noch Keys und Saxofon. Doch auch seine Bandkollegen, allen voran der Gitarrist John Preston sind sehr gut.

Der Opener ist sehr gewöhnungsbedürftig. Mir gefällt er auch nach 10 Durchgängen noch nicht. Zu vertrackt, zu frickelig. Doch King Crimson oder van der Graaf Fans werden ihn lieben. "When the walls are down" folgt dann mit ganz tollem Gesang und ein bisschen Elektronik. Diese verstärkt sich noch im Song "Dead city". Klingt sehr modern und flüssig.

Dann folgt der erste lange Song mit ca. 13 Minuten, "When she dreams she dreams in color". Sehr bemerkenswert, was die 4 Musiker hier abliefern. Tolle Melodie, zwischendurch viel Mellotron und eine glänzend eingesetzte Violine. Ein absolutes Highlight.

Und dann kommt auch schon der letzte von 5 Songs mit Namen "Rogue", mit einer Länge von ca.24 Minuten ein echtes Monster von einem Song. Langsam baut er sich auf, dann kommt die Gitarre, setzt eine härtere Duftmarke, um gleich später wieder Platz zu machen für ein majestätisches Mellotron. Die Gitarre begleitet dann wieder mit einem hypnotischen Rhythmus, schliesst mit einem Solo an, während dem das Mellotron einen zauberhaften Klanggeppich über das Ganze legt. Bass und Drums geben eine solide Basis dazu. Besonders die jetzt immer wiederkehrenden Motive lassen dich ausklinken aus der Realität hinein in die Tiefe dieser Musik. Und wenn du denkst, dass dich das alles umbläst, nehmen sie den Rhythmus raus, eine fette Hammond ertönt dann mal als Abwechslung. So geht das bis zum Schluss und die 24 Minuten vergehen wie im Schlaf.

Diese CD ist kein Leichtgewicht, aber wer sie mehrmals hört, wird eine gute Progband kennen lernen. Heute hören sich auch im Prog viele Bands ähnlich an, dazu gehört discipline. sicher nicht.


Eidos
Eidos
Preis: EUR 14,99

5.0 von 5 Sternen ProgRock aus bella Italia, 18. August 2015
Rezension bezieht sich auf: Eidos (Audio CD)
Bis vor kurzem war mir der Name dieser Band kein Begriff. Durch Empfehlung auf einem Festival wurde ich auf sie aufmerksam und kaufte mir die CD dort an einem Stand blind. Das war kein Fehler!

Kingcrow kommen wie schon gesagt aus Italien. Das Album wurde komplett in Rom eingespielt. Komponist aller Songs ist der Sänger Diego Marchesi, was auch den roten Faden erklärt, der sich durch das ganze Album zieht. Sie spielen einen ProgRock mit vereinzelten Anleihen beim Metal, aber wirklich nur sehr leicht. Für den "normalen" Proghörer bleibt alles im grünen Bereich, und nach ein paar Durchgängen wartet der Hörer bereits sehnsüchtig darauf, dass die Gitarre mal wieder schwer zwischen die Keyboards haut.

Die 10 Songs sind alle um die 5 Minuten lang, finden immer den direkten Weg zum Hook und sind eigentlich nie frickelig. Der Opener "The moth" geht kraftvoll mit Gitarren los, dass es eine Freude ist. Erst beim vierten Song "Open sky" wird es gemächlicher, um dann aber im nächsten Song wieder anzuziehen. Aber wie gesagt, es ist kein schwerer Metal, kein reiner Prog und kein reiner Rock. Es ist schwer zu beschreiben, einerseits hart, andererseits dazwischen immer wieder ruhig und beruhigend.

Die Aufnahme ist technisch sehr, sehr gut. Die Produktion nicht glatt, aber sauber. Kanten und Ecken sind immer noch genug da, aber alles eben gesittet.

Kingcrow sind eine Band, die ihre Nische gefunden hat und ihren Weg sicher noch weiter gehen wird. Mit diesem Album sogar villeicht international.


Fall in Love With the World (Special Edition)
Fall in Love With the World (Special Edition)
Preis: EUR 16,99

1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Aalglatt, 15. August 2015
Nein, nein und nochmals nein! Was um Gottes Willen hat Marek Arnold dazu getrieben hier mitzumischen? Freundschaft, die dann aber leider "taub" macht? Tut mir leid, das hier ist kein Prog mehr.....hört euch das neue Album von SSTTGD an (Fetisch). Das Hauptprojekt von Marek Arnold kam dieser Tage auf den Markt im Vorverkauf und hier zeigt er, wie Prog klingen muss.

Normalerweise gebe ich lieber einen Stern mehr als zu wenig. Hier hab ich mich dann auch noch zum Vinyl entschieden. Dass der Klang gnadenlos überproduziert wurde, scheint viele Rezensenten nicht zu stören. Auch dass einzelne Textzeilen 4mal wiederholt werden (wie bei Helene Fischer) nicht. Also muss ich fast annehmen, dass UFP Fans nur AOR Prog hören, sicher keine Bands wie eben SSTTGD oder Black Noodle Project oder Discipline oder oder oder.

Alle anderen jedenfalls, die gerne richtig guten Prog hören, wie er zum Beispiel beim NOTP auf der Loreley zelebriert wird, kann ich nur warnen. Dieses Album ist musikalisch seicht, völlig glatt poliert und aus dem Progrock Kochbuch zusammen gemixt worden nach dem Motto: hier noch ein Solo, dann ein fetter Bass, dann wieder Harmonie hoch 4 usw.

Selten so ein schwaches Werk gehört im Progbereich. Den 2. Stern gibt es nur wegen der schönen LP Hülle, die mehr erwarten liess.
Kommentar Kommentare (4) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Nov 27, 2015 4:21 PM CET


This Is All Yours
This Is All Yours
Preis: EUR 6,99

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gut, aber nicht so gut wie das Debut, 29. Juli 2015
Rezension bezieht sich auf: This Is All Yours (Audio CD)
Ich habe sehr lange gewartet, um eine Rezi zu schreiben, das Alt-J viele Durchgänge benötigen, um sich im Ohr festzukrallen. Doch der Funke sprang nur teilweise über, leider.

1. Intro: mit mehrstimmigem Gesang, hätte gut auf das Debutalbum gepasst. Guter Einstieg in die Welt von Alt-J

2. Arrival in Nara: ein sehr ruhiger Song (wie fast alle), sparsam instrumentiert, aber sehr gutes Niveau. Gefällt mir

3. Nara: wiederum sehr langsames Tempo. Der Song kann mich nicht fesseln

4. Every other freckle: erstmals wird es etwas rhythmischer. Sehr gute Instrumentierung, der Song hat das gewisse Etwas und geht ins Ohr

5. Left hand free: simpler, etwas rockiger Song (mit Handbremse). Leider nervt mich dieser Song, je öfter ich ihn höre

6. Choice Kingdom: fängt an mit Vogelgezwitscher und Flöte, mantramässige Stimme. Der Song ist etwas langatmig geraten

7. Hunger of the Pine: sehr guter Song. Fängt langsam an, steigert sich dann enorm. Elektrofolk? So könnte man es nennen.Und nicht einmal das Sample von Miley Cirus kann diesen Song zerstören. Für mich ein Highlight des Albums

8. Warm foothills: auch einer meiner Lieblingssongs. Mit Akustikgitarre, Piano, tollem Gesang. Klingt fast ein bisschen sakral

9. The gospel of John Hurt: ganz toll instrumentiert, gefällt auf Anhieb und wird mit der Zeit immer besser

10. Pusher: auch dieser Song ist außergewöhnlich gut. Wieder akustisch, die Stimme klingt anklagend und das Songwriting könnte von Jeff Buckley gewesen sein, wenn er denn noch lebte

11. Bloodflood Part 2: wieder elektronisch, diesmal mit Bläserunterstützung. Gefällt mir auch sehr gut

12. Leaving Nara: schwach, kein guter Ausklang des Albums (der Hidden Track gehört für mich nicht zum Album)

Fazit: This is all yours, für Menschen, die wert auf gute und niveauvolle Musik legen, welche im Radio nicht oft gespielt wird. Die Songs werden nie laut oder schnell, was in meinen Augen ein Manko darstellt gegenüber des Debuts, wo es wenigsten ab und an etwas schneller wurde. So fällt es schwer die Aufmerksamkeit über die gesamte Länge des Albums hoch zu halten. Da ich die LP Fassung besitze, kann ich leider auch nicht einfach weiter skippen.

Trotzdem geben ich 4 Sterne. Warum? Nun, unter dem Strich ist das Album immer noch besser, als das Meiste was uns so beglückt aus der Musikindustrie. Und weil die Klangqualität des Albums einfach nur sagenhaft ist. Für ruhige Abende zu empfehlen, aber nicht für's Auto, da die Musik sich dort nicht entfalten kann.


Sound & Color
Sound & Color
Preis: EUR 11,97

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr mutig, 29. Juli 2015
Rezension bezieht sich auf: Sound & Color (Audio CD)
Das neueste Werk ist innovativ, experimentell und....auf den ersten Blick sehr sperrig . Doch mehrmals hören schärft den Geist und die Lauscher werden immer grösser. Die einzelnen Musiker mit Brittany Howard (Gott hat die Frau eine Stimme), Heath Fogg (g), Zac Cockrell (b) und Steve Johnson (dr) spielen zwischen Soul, Blues, Punk, Ballade, Rock alles.

Bereits der Opener klingt wie von einer anderen Welt. Wer das Glück hat zuhause eine sehr gute Anlage zu besitzen, der hört hier ein Vibraphon, dass die Gläser im Schrank zu schwingen anfangen. Dann kommt sofort ein gnadenloses Riff bei "Don't wanna fight", dass es einen aus den Socken haut. "Dunes" nimmt etwas die Geschwindigkeit raus, aber hier glänzt dann Howard noch besser. Psychedelic geht auf "Future people". Auf "Gimme all your loving" schreit sich Howard die Seele aus dem Leib wie einst unsere Janis. Weitere Highlights sind dann noch "Guess who" im klassischen Soulgewand, "The greatest" ist reinrassiger Punk, "Gemini" wiederum psychedelisch und als Abschluss "Over my head" als Klagelied.

Zum Sound: man fühlt sich in einen kleinen Club versetzt. Die Instrumente klingen alle wie Live aufgenommen (was im Studio auch teilweise der Fall war), das Schlagzeug rumpelt recht stark, die Gitarre hat auch mal Feedback, der Bass ist mächtig. Zu dieser Musik gefällt mir, dass sie nicht im geringsten glattgebügelt wurde. Und Brittany Howard ist die Entdeckung für mich als Sängerin. Wie sie schreit, hechelt, sich windet und leise fleht ist schon ganz großes Kino. Ein Vergleich mit Janis Joplin ist vielleicht für manchen übertrieben, aber sie hat's drauf.

Musik für Fans die mit rumpligem Soul und Rock was anfangen können oder überhaupt mal entdecken wollen, was in 2015 abseits des Mainstreams noch so geht.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Aug 7, 2015 3:08 PM MEST


Until All the Ghosts Are Gone
Until All the Ghosts Are Gone
Preis: EUR 23,22

6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Jaja, die guten alten 70'er, 25. Juli 2015
Rezension bezieht sich auf: Until All the Ghosts Are Gone (Audio CD)
Was die ANEKDOTEN hier abliefern ist schwer erklärbar, auch nicht begreifbar. Die Musik ist teils proggig, rockig, laut, flehend, dann wieder entspannt. Viel, sehr viel Mellotron (absolut toll!!!), Gitarre manchmal wie ein Gewitter, welches die Luft reinigt, also sehr positiv gemeint.

Die Songs haben alle Überlänge (min. 5.07 Min), somit hat die Musik Zeit sich zu entfalten, baut sich auf, bricht zusammen und fängt wieder an. Es fällt schwer zu vergleichen mit anderen Bands, da sie doch sehr eigenständig spielen, keiner anderen Band direkt nacheifern.Live sind sie bestimmt eine Wucht, und wenn schon ein Vergleich dann eventuell Grateful Dead (aber auch hier mit Vorbehalt).

Der Sound klingt wie aus den 70'ern entsprungen, etwas düster, dumpf, aber irgendwie super passend zu dieser Musik. Eine dynamische und differenziertere Aufnahmetechnik hätte tatsächlich nicht gepasst.


Abel Ganz
Abel Ganz
Preis: EUR 14,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Meine Entdeckung des Jahres 2015, 25. Juli 2015
Rezension bezieht sich auf: Abel Ganz (Audio CD)
Durch die Rezension in einem bekannten Progmagazin bin ich auf diese Band gestoßen. Die Kritik machte mich neugierig....

Abel Ganz spielen eine schwer erklärbare Musik zwischen Prog, mit phasenweise dezentem Jazzeinfluss, Rock, Folk, teils klassisch, teils pastoral, teils mehrstimmig, teils.......Ja, Sie merken es selbst: diese Musik passt definitiv in keine Schublade. Auch die Instrumente variieren sehr stark, von Flöte über Oboe, Violas, klassischer Gitarre, viel Mellotron, Glockenspiel, ja sogar Kirchenorgel. Dabei stimmen die Arrangements, es gibt tolle Harmoniefolgen und kompositorisch ist die Band zwar anspruchsvoll, aber nie verkopft.

Der Gesang ist sehr angenehm, stellt sich nie in den Vordergrund, sondern klingt immer wie ein zusätzliches Instrument.

Für mich die große Entdeckung dieses Jahres. Kaufempfehlung für jeden, der gerne Musik hören möchte, die nie im Radio laufen wird, aber qualitativ alles schlägt, was eben dort so läuft. Und für den Fan, welcher es ab und zu genießt, nicht immer unendliche Frickeleien erdulden zu müssen.


The Obscurants (Digipak)
The Obscurants (Digipak)
Preis: EUR 15,49

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Absolut spannend, 23. Juli 2015
Rezension bezieht sich auf: The Obscurants (Digipak) (Audio CD)
Ich mag Duncan Patterson einfach. er schreibt wunderbar melancholisch, setzt seine Musik sehr minimalistisch um, arrangiert hervorragend. Songs wie Dina oder Closure werden in nächster Zeit zu absoluten Klassikern in seinem Schaffen werden. Im Vergleich zur letzten Antimatter Scheibe ist diese CD eine Wohltat.

Doch auch seine neue Band hier hat mächtig Qualität. Mauro Frison spielt eine Drum zum niederknien und Sänger und Gitarrist Simon Flatley fügt sich nahtlos ein. Gutes Timbre in der Stimme, was hervorragend zu der Stimmung der meisten Songs passt.

Es ist müssig darüber zu diskutieren, ob jetzt Mick Moss, Anathema oder Patterson selbst besser sind. Auch die neue von Moss (Sleeping Pulse mit Under the same sky) und die neue Anathema (Distant satellites) sind gut. Wenn auch Anathema sich auf gefährlichem "immer dasselbe" Schema bewegen. Am besten die von Moss gleich mitkaufen und dann bei einem guten Rotwein beide hintereinander geniessen.


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