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Rezensionen verfasst von
Marc Colling "luxkling" (Dalheim Luxemburg)
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   

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The Kite
The Kite
Preis: EUR 14,99

5.0 von 5 Sternen Je älter, je besser, 23. Dezember 2013
Rezension bezieht sich auf: The Kite (Audio CD)
Dies ist jetzt meine zweite CD von Hattler Solo, nach "The big flow". Nachdem ich ihn vor ca. 3 Jahren live gesehen hatte, inkl. Fola Dada, kaufte ich mir eben diese CD und war schwer beeindruckt.

Doch jetzt das: "The Kite" übertrifft alles, was dieser Musiker in 4 Jahrzehnten (oder schon 5?)geleistet hat. Smooth, groove, stimmlich absolute Weltklasse mit Dada, Rubow an den Beats & Sounds, das alles ist der schiere Wahnsinn. Einzelne Songs zu nennen ist ein Frevel, die CD muss einfach am Stück gehört werden, 13 Songs, no fillers, all KILLERS. Menschen die auf smoothen Jazz mit Popeinschlag stehen brauchen gar nichts anderes zu suchen, denn Hattler bedient diese Hörer optimal.

Aufnahmetechnisch ist dies ebenfalls allererste Sahne. Auf hochklassigen Anlagen klingt "The kite" wie von einem anderen Stern: sauber, räumlich. Arrangements, keine Frage, sehr solide und professionnell.

Mir fällt nur ein einziger Minuspunkt ein: trotz einem sehr schönen 3-teiligen Digipak gibt es keine Texte. Sehr schade, aber dann konzentrieren wir uns mehr auf die Musik.


Desolation Rose (Limited Edition)
Desolation Rose (Limited Edition)
Preis: EUR 13,99

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Positiver Ausklang fürs Jahr 2013, 23. Dezember 2013
Rezension bezieht sich auf: Desolation Rose (Limited Edition) (Audio CD)
Ich wollte mir diese CD eigantlich nicht kaufen, da ich von Banks of Eden doch ein bisschen enttäuscht war, da ausser dem Longtrack "Numbers" nicht viel passierte. Doch wie es halt so ist: sie steht im Laden, dazu noch eine Bonus CD und ein sehr, sehr schönes Digipak....tja, da hört man denn doch mal rein.

Ein Glück, denn diese neueste Veröffentlichung ist ein absolut sauber produziertes und abgemischtes "Rock" Album geworden, immer noch mit "Prog" Anleihen. Sicherlich nicht mehr so wie in den Anfangstagen, aber ehrlich gesagt: würden TFK das machen, wäre ich längst kein Fan mehr. Auch Porcupine Tree ändern sich, ja sogar Pink Floyd haben das getan. Ist doch nur legitim! Doch leider scheinen TFK Fans nicht so tolerant zu sein wie Porcupine Fans, leider. Denn obwohl diese CD auf den ersten Moment etwas "einfach" klingt, stellt sich, zumindest bei mir, dieser seltsame Effekt des "süchtig" werdens bei vielen Hooks ein. Musik, die auf den ersten Moment etwas "gefällig" erscheint, muss noch lange nicht seicht sein. Diese hier ist immer noch komplex genug, um immer wieder was Neues zu entdecken.

Die CD wurde ja von allen Musikern gemeinsam eingespielt, was normalerweise bei TFK nicht der Fall ist. Und genau das merkt man: eine ungeheure Spielfreude, weniger Gefrickel, mehr Bumms, halt einen Tick rockiger, aber immer mit Niveau. wer das nicht mag, ist hier definitiv schlecht bedient.

Mit 10 Songs, davon ist nur "Tower one" über 10 Minuten lang, was ja bei TFK rar ist, spielen sie eine gute Stunde Rock/Prog vom Feinsten. Herausragend sind natürlich "Tower one", aber auch "White Tuxedos" ist einfach nur genial. "The resurrected Jesus", vielleicht das proggigste Stück gefällt sehr mit vielen überraschenden Wendungen.

Dass es noch eine zweite CD im Digipak gibt ist sehr lobenswert, und müsste doch alle alten TFK Fans erfreuen: denn hier spielen sie achtmal (!) instrumental, und teilweise sehr proggig.

Ich für meinen Teil muss hier sagen, dass jeder gut bedient wird: die "alten" Fans mit CD 2, die anderen eben mit CD 1. Und man kann sich immer noch auf die CD 2 einlassen, und dann möglicherwiese den Backkatalog mal anders betrachten.


The Greatest Show on Earth (Ltd.Edition)
The Greatest Show on Earth (Ltd.Edition)
Preis: EUR 20,98

7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Zwiespältig, 15. Dezember 2013
Ich versuche mal, die Euphorie zu bremsen. Ohne Zweifel ist "The greatest show on earth" ein gutes Album geworden. Doch ich höre viel Prog, kann daher mit vielen anderen Bands Vergleiche anstellen. Und da gibt es im Moment bessere, die nicht so viel klauen in den 70ern und dafür eben eigenständiger dastehen.

AIRBAG haben Potenzial, ohne Zweifel. Doch einiges klingt doch zu sehr nach Pink Floyd. Noch nicht mal nach Porcupine Tree, wie andere hier meinen. PT sind noch viel esperimenteller (Voyage 34, Sunbulb). Doch Airbag sind sich noch am finden, haben nicht genug Selbstwertgefühl um sich zu lösen aus dem Dilemma des "hab ich doch schon mal gehört" und ihrem eigenen Kompositionsstil. Ein Song wie "Silence grows" ist nicht nur musikalisch sehr mit PF verbunden (glücklicherweise aus deren Frühphase 1967/68), nein, Airbag schreiben auch noch Texte, die direkt aus dem Floydfundus stammen könnten (All you hear and all you see is now). Wenn das nicht nach "Lunatics" klingt.......

Trotzdem macht das Album Spass, besonders wenn man sich nicht daran stört, dass die Musiker das Rad eben nicht neu erfunden haben. Das könnte sich kommerziell für die Jungs auszahlen, denn PF Fans die immer nach was Neuem suchen, gibt es noch genug. Ich für meinen Teil freue mich auf die Fortsetzung.....wenn sie denn eigenständiger sind.


An Awesome Wave
An Awesome Wave
Preis: EUR 14,26

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Suchtgefährdend, 13. Dezember 2013
Rezension bezieht sich auf: An Awesome Wave (Audio CD)
Alt-J, seit 2007 in der Musikindustrie zu Hause, haben mit ihrer Debütplatte eine wahres Juwel erschaffen. Doch welche Art von Musik spielen sie überhaupt? Nun, eine klare Antwort auf diese Frage ist nicht so einfach möglich. Folkpop? Indie-elktro? Alternative music?

Doch warum zu einer Schublade greifen, wenn man auf einer einzigen CD von Acapella über Folk und Pop und teilweise fast Prog alles anbieten kann? Und das Ganze wie an einem roten Faden auch noch in der genau richtigen Reihenfolge auf die CD presst? Denn genau darin liegt ja der Wert einer CD. Dass man vom ersten bis zum letzten Ton gefesselt sitzen bleibt vor seiner Anlage und zum Schluss die Replaytaste wieder drückt. Dass eben einzelne Songs genau in dieser Reihenfolge gespielt werden müssen und nicht mit der Randomtaste.

Alt-J haben genau die richtige Mischung aus Harmonien und Komposition. Ob sie acapella mehrstimmig intonieren, oder einen Song aufs allernötigste reduzieren, es klingt einfach toll. Manchem mag der Synthesizersound teilweise altbacken vorkommen, aber liegt der Reiz nicht genau darin, dass man Bewährtes mit Neuem mischt? OK, bei vielen klänge das sicherlich fürchterlich. Doch das sind dann meistens alte Bands, die krampfhaft versuchen modern zu wirken. Alt-J aber sind neu, versuchen modern zu klingen, und bedienen sich dabei aus dem grossen musikalischen Topf der 70er und 80er Jahre. Und das gelingt hervorragend, hat Charme, Tiefgang und erschliesst sich dem Hörer mit jedem Abspielen mehr. Denn eines ist klar: "An awesome wave" ist trotz allem teilweise sperrig und nichts für Menschen die keine Geduld aufbringen, sich einzulassen auf etwas Neues.

Klare Kaufempfehlung für Neugierige und Musikliebhaber die mal was "anderes" hören möchten.


Reflektor
Reflektor
Preis: EUR 5,99

3 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die nahe Zukunft wird es zeigen...., 13. Dezember 2013
Rezension bezieht sich auf: Reflektor (Audio CD)
.....ob dieses Album als kompletter Flop oder als wahre Grosstat angesehen wird.Selten war ich von einem Album so überrascht. Im positiven wie aber auch im negativen. Warum?

Nun, man hat als Fan nunmal eine gewisse Erwartung an "seine" Band in punkto Klang, Abmischung und Produktion. Diese Erwartung hat Arcade Fire nicht interessiert, sie haben etwas fast völlig anders gemacht wie bisher, kümmern sich also nicht um die Erwartungshaltung der Fans, ja man könnte meinen, es ist ihnen sch....egal. Damit gehen sie ein hohes Risiko ein, und das wiederum gefällt mir bei einer Band. Sie gehen nicht den einfachen Weg, sondern versuchen konsequent sich zu entwickeln, vielleicht auch sich weg zu entwickeln von dieser Erwartungshaltung.

Das könnte ein kommerzieller Selbstmord sein, ähnlich dem von Talk Talk vor fast 30 Jahren. Talk Talk wollte damals als "progressiv" empfunden werden, und jetzt Arcade Fire? Als Elektroact, Discotruppe oder vielleicht einfach nur als progressive Indieband mit eingängigen Tanzrhytmen? Nur sie selbst können das beantworten. Der Hörer erkennt auf jeden Fall die Handschrift von James Murphy als Produzent, denn AF klingen teilweise wie LCD Soundsystem. Was ja nicht unbedingt schlecht ist....Teilweise klingen sie aber auch, wenn auch nur auf 2 Songs, wie eine mittelmässige Jamaicacombo auf einem schlechten Trip. Dass diese Songs denn auch tatsächlich in Jamaica aufgenommen wurden, ist aber auch vielleicht nur ein Zufall, oder sollte man den Bandmitgliedern etwa unterstellen, sie wollten uns Fans auf die Schippe nehmen?

Im Endeffekt ist es, wie so oft im Leben: abwarten und Tee trinken. Wie gesagt, die nahe Zukunft wird es zeigen. Entweder nutzt sich die Platte sehr schnell ab, oder man findet sie in 3 Monaten grandios. Bei einem möglichen Kauf sollte jeder bedenken, dass er ein richtiges Überraschungsei kauft.....


13 (Limited Deluxe Edition)
13 (Limited Deluxe Edition)
Wird angeboten von davehopetrading
Preis: EUR 13,88

3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen So gut wie in den 70'ern, 23. Juni 2013
Rezension bezieht sich auf: 13 (Limited Deluxe Edition) (Audio CD)
Tja, viele Fans sind natürlich der Meinung, dass früher alles besser war......oder sind zumindest so ehrlich und geben zu, dass sie heute zu alt sind, um sich so begeistern zu lassen wie mit 15 oder 16 Jahren. Aber dafür können die Musiker nun wirklich nicht, denn die spielen mit fast 70 immer noch saugut. Und Rick Rubin als Produzent (unglaublich dass der auch Neil Diamond produziert!) ist auch nicht mehr der Jüngste.

Iommi, der einzig wirkliche Riffmaster, spielt wie eh und je. Klar doch kopieren sie sich pausenlos, aber wenn es nicht so wäre, wer wollte ihnen dann noch zuhören? Innovation ist was für die jungen Bands, und von denen sind die meisten nach 2 oder 3 Alben ausgebrannt. Kann man BS dann einen Vorwurf machen, nach insgesamt 45 Jahren im Rockbusiness nicht mehr so innovativ zu sein? Wer diese Meinung wirklich vertritt, der ist kein Fan und ich muss mich fragen, warum er die CD dann überhaupt kauft.

Ozzy, nicht zu fassen, was er noch drauf hat. Der war doch schon Ende der 70'er ein Wrack....Gott, was muss der Mann für Gene haben. Geezer Butler spielt den wahrscheinlich besten Bass seiner Karriere, ist das schon jemandem aufgefallen? Und dass Bill leider nicht an den Drums sitzt, es ist zu verschmerzen. Brad Wilk ist schliesslich auch einer der Besten seiner Zunft. Und dass der Rest der Band mit Bill Ward im Streit liegen soll, stimmt doch einfach nicht. Lest euch mal die Credits auf dem Booklet genau durch, dann versteht ihr es.

Die Musik ist, wie schon gesagt, saugut. Der Opener ist schon eine absolute Klasse für sich, gefolgt vom überragenden Midtempo getragenen "God is dead?". "Zeitgeist", genial. Und es geht so weiter. Der Sound klingt auch verdammt gut, zumindest auf CD, auf LP angeblich nicht so wegen mangelnder Verarbeitung. Hier hat Rubin natürlich einen grossen Anteil dran. Ähnlich wie bei der neuen Deep Purple sind die Produzenten eben immer wichtig bei guten Alben. Aber das war früher auch nicht anders.

13 ist zu empfehlen für alte Fans die genauso offen geblieben sind wie die Musiker selbst. Und für junge Fans, die endlich mal wissen wollen, wie Rock klingen kann, wenn er von Könnern gespielt wird. Und nicht von Castingbands.
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jun 29, 2013 4:33 PM MEST


Now What?! (Limited Edition)
Now What?! (Limited Edition)
Preis: EUR 5,99

12 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Was ist ein gutes Rockalbum?, 20. Juni 2013
Rezension bezieht sich auf: Now What?! (Limited Edition) (Audio CD)
Vor allem: wer hat den grössten Anteil daran? Die Musiker? Die Komponisten? Oder vielleicht doch der Produzent? Ehe jetzt alle über mich herfallen und meinen, dass das nicht mehr Deep Purple seien: vor rund 40 Jahren hiess der Produzent Martin Birch. Der Mann war seinerzeit der absolut Beste im Hardrockbereich und er produzierte mit DP......Machine Head.

Heute heisst dieser Mann Bob Ezrin. Klar DER Ezrin. Wer kennt nicht die grandiosen Erfolge mit u.a. Alice Cooper? Dabei kann der Mann auch noch mehrere Instrumente spielen. Aber das Beste an ihm: er kitzelt aus (fast) allen Stars und Sternchen das Maximum heraus. Sicherlich ist er sehr viel an der Platte beteiligt, und sei es auch nur am absolut fantastischen Sound. Doch ist das ein Verbrechen? Ist es verboten eine Platte zu produzieren, die einfach nur gut unterhalten will??

NOW What? kann das, ohne den geringsten Zweifel. Stünde nicht DP auf der Hülle, sondern XYZ: ich hätte die Platte sofort gekauft. Jetzt erzähl mir keiner was von Blackmore oder Lord (Gott ermögliche es ihm, seine Hammond jeden Tag zu spielen, denn ich bin ein sehr grosser Fan von ihm). Fakt ist aber, dass er nicht mehr lebt, und schon vor über 10 Jahren bei DP ausstieg. Und die Welt dreht sich immer weiter.

Geht man mal ganz unvoreingenommen an die Sache ran, dann ist NOW ein bemerkenswertes Hardrockalbum, teilweise unheimlich straight, teils sogar bis in den Progbereich übergehend (aber war das "Child in time" nicht auch schon?). "Weirdistan", grandios, "Hell to pay", darauf wären viele Bands stolz, so einfach geht Musik, "Vincent Price" nicht zu toppen......

Fazit: die aktuelle Band Deep Purple braucht sich, trotz vieler Falten im Gesicht, nicht zu verstecken. Die Konzerte können kommen, hoffentlcih mit einigen Songs dieses Albums.


Tales of Transit City
Tales of Transit City
Preis: EUR 17,98

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Nicht Fisch, nicht Fleisch, 13. Juni 2013
Rezension bezieht sich auf: Tales of Transit City (Audio CD)
Ballads of a Burden kenn ich mittlerweile auswendig und besonders "Decay" ist ein absoluter Ausnahmetrack von über 20 Minuten, auch wenn es phasenweise nach Pink Floyd riecht. Doch es war immer noch OKTA LOGUE....

Die 2. ist meiner Ansicht nach etwas unausgegoren und wird sich wohl nicht so oft in meinem CD Player drehen. Zwar fängt sie sehr gut an mit "Transit" (dieser Track ist sogar aussergewöhnlich gut), geht dann zu "Mr. Busdriver", aber dann kommt auch schon ein erster Durchgänger: "Dream on" gefällt noch im ersten Moment, aber nach 5-maligem Hören klingt das doch arg kitschig. Und so geht es dann weiter: auf richtig gute Songs kommen wieder weniger gute, wie z. Bsp. "Cats in the alley" mit einfach zuvielen Wiederholungen in den letzten 3 Minuten des Songs.

Nein, ich ziehe es vor "Ballads" noch öfters zu hören und abzuwarten, ob sich Okta Logue zum Pop oder zum Prog hin bewegen in der nächsten Zeit.


The Black Chord
The Black Chord
Preis: EUR 20,99

4.0 von 5 Sternen Gutes Zweitwerk, 26. März 2013
Rezension bezieht sich auf: The Black Chord (Audio CD)
Da in anderen Rezis öfters die Klangqualität bemängelt wurde, fängt meine Rezension mit diesem Punkt an. Schon beim ersten Album fragte ich mich, ob das bewusst gemacht wird von der Band. Nach dem zweiten Album neige ich dazu, dies zu bejahen. Der Sound ist ja auch nicht schlecht im Sinne von schlecht aufgenommen. Es ist halt nicht so transparent wie der Konsument das heute von anderen Bands kennt, sondern immer etwas rau, düster und eben "kompakt". Einzelne Instrumente klar zu orten fällt somit schwer....doch eben dies übt auf mich einen ganz faszinierenden Reiz aus. Somit ist dieser Punkt kein Grund die Scheibe NICHT zu kaufen.

Zur Musik: "Cocoon", der Opener ist in meinen Augen der schwächste Song des Albums. Doch ab dem Titelsong legt Astra in jedem Song noch eine Schippe drauf. Sogar gesanglich können sie mich überzeugen, dies war auf dem ersten Album ein Minuspunkt. Sicher ist dies Prog der ganz alten Schule, hat zwar mit den frühen King Crimson oder Genesis (diese wurden als Referenz in anderen Rezis erwähnt) absolut überhaupt nichts zu tun. Es klingt auch nicht wie Eloy (wer kommt denn auf so was?). Vergleiche sind schwer anzustellen, es gab sicher in den 70'ern ähnlich klingende Bands, jemand erwähnte Hawkwind, ja das kann durchaus sein. Pink Floyd (stellenweise), Guru Guru oder Amon Düül II? Ja, auch etwas von denen. Ab und zu klingen sie auch wie Gong...ohne den ausufernden jazzigen Einschlag. Aber schlussendlich klingen sie eben wie sie selbst. Sie füllen eine Lücke im Progkosmos.Doch sollte jeder wissen, der dieses Album kauft, dass diese Musik nicht schnell konsumierbar ist, sondern längere Hörsitzungen von einem fordert.

Übrigens sind die Musiker sozusagen "Hobbymusiker". Denn bis jetzt konnte noch keiner von ihnen von ihren CD Verkäufen leben, und somit geht jeder einem Job im normalen Leben nach.


Fear of a Unique Identity
Fear of a Unique Identity
Preis: EUR 12,99

0 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Enttäuschend und teilweise absolut belanglos, 26. März 2013
Rezension bezieht sich auf: Fear of a Unique Identity (Audio CD)
Tja, auch auf die Gefahr hin, dass die Fans das anders sehen. Selten bewerte ich ein Album so negativ, da ich meistens bewusst kaufe und erstmal ein bisschen rumhöre. Hier leider nicht. Ich hab mich von der positiven Kritik in einer von mir abonnierten Musikzeitschrift dazu hinreissen lassen das Album zu kaufen.....

Das Album fängt noch relativ gut an mit "Paranova" und auch "Monochrome" ist immer noch gut. Doch mit dem Titelsong geht's los....jeder Song wird austauschbar, Moss verliert sich immer mehr in unsäglichen Gitarrenwänden, die jeden Song, jede Idee buchstäblich "zersägen". Und viele Ideen hatte er leider auch nicht....Mein Gott, was war das zusammen mit Duncan Patterson noch melancholische Musik mit Tiefgang. Ich hab versucht mir das Album öfter anzuhören, gebracht hat es nichts. Ich habs teilweise nicht mal geschafft bis zum Schluss intensiv hinzuhören. Immer wieder ertappte ich mich dabei, dass ich regelrecht im Kopf abgeschaltet habe.

Moss ist ein Einzelgänger, das gibt er ja auch zu. Die Gastmusiker auf dieser CD hatten kein Mitsprachrecht. Doch genau dies wäre sicherlich nicht verkehrt gewesen. Und obwohl Moss sich einen externen Produzenten mit ins Boot nahm mit Al Groves, scheint dieser entweder seinen Job nicht zu kennen, oder aber er konnte sich nicht durchsetzen (was de facto dasselbe ist).

Schade, schade, denn ich mochte Antimatter und auch die letzte von Moss im Alleingang sehr. Ich hoffe nur, dass es nächstes Mal (in wievielen Jahren?) wieder besser wird. Bis dahin hör ich mir wieder die alten Sachen an.


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